tote feto« Der österreichische Thronfolger beim Malier Heuchelheim Laut« Angersbach SechtM irt S Raul- und Mlaac. > 1. September llij 3 2 L £ I W N E — Ein SelbftportraL des steinzeilmeu» sch en Ter Konservator der Museen von Monr-dc-Mcarjan, Dubalen, har in der Nähe von Dax in der Niviäre-Höhle, \k der man Ctogmftanbc und Werkzeuge aller Art au- dem Ende der Äein-eir gesunden hat, r.nc Anzahl 7-er knochen und Werkzeuge aus Kieselstein, Anochen und Elfen- dein gesammelt, unter denen ein Fund ein besonderes Fnrcr in 2b.yufl - 1. cepi. ibneoei- lencbt: ßUOi^ Leehew Tieldbn MüdldtL HamsiU glücklichen Schlacht bei Icna geschrieben hatte: „Auch auf thronen kennt man häuslich Gluck". Ihre vandichrift ist rem, schon und anmutig, wie ihr Wesen war. In einem Stammbuch au5 Goethe' Deiio, das einem Herrn von Birkhannas gehörte, hatte Polta,re sich über die lästige Bitte um Eintragung, die idion zum zweitenmal an ihn ergangen war, folgendermaßen luftig gemacht „Tie Welt bat Baron von BirkhannaS nur einmal gesehen, aber ich habe ihn rocxmal gesehen. Ta-5 t't der Vorteil, beit ich vor anderen Menschen voraus habe. Voltaire, Kammer- Herr de? 'illlerchristlichsten Königs " Tie Unterschritt als Sammer- Herr soll andeuten, daß der Dichter gar nichts mit dem Beiuch zu tun haben wollte. Eine eigentümliche Art Spielzeug Goethe«, wenn irgend etwas in diese» Mannes Land das fein könnte, lind cin_öaar Heine pntamtbenförmige Gegenstände aus Pappe, deren drei Zeilen und deren Basis er verschiedenartig bemalt hat — rot, grün, blau und violett, und wo er auf lebet Seite deren Repräientanten bezeichnet bat: Verstand, Vernunil, Einbildungskraft, sinnlich- keil. Je nachdem man bic Basis wählt, wird das Verhältnis der übrigen Eigenschaften verschieden. Auch Beskow berichtet schon zwei Jahre nach GoerheS^Tod als letzte Worte des Meisters „Licht, mehr Licht", rooraur tyrau Cttilic die Fensterflügel geöffnet habe. Aber ne war in dem des Schweden besonders inttrehant, weil dteiec ,,e von Goethe-- Schwiegertochter telbst hatte, und diese, bic benjjergang irethdt besser kennen mutzte, die sogenannte vocir,chc Tradition gciliiientiid) unterstützte. .Mach dem -r,ode/ ,o erzählt Beskow weiter „stürzten Verwandte und freunde, ^ausleute und Bekannte durcheinander durch dte Ztmmer und suchten die traurige Bestätigung des Gerüchts, da- ne vernommen. Jfiei biaer Ge- leacndctt verschwanden auch, der Lage nach, alle .Zedern, dte aus Goethes Schreibtisch lagen, da ein jeber toreeit e5 reichte, ein Erinnerungszeichen mitnehmen roollle, welche Pia trau« man wohl nicht tadeln darf, obwohl ich lehr gewun-cht hatte, da« wenigstens noch eine da läge, die ich bei,eite bringen konnte Ta» einzige Literarische, das man tm Lchlaszimmer unbet, ift eine große Tabelle übet die Tonlebre, von Goethe? eigener yiflnb deidoncbcn und an der Tur angeschlagen, und eine gedruckte Tabelle über Geologie, neben der erwähnten befestigt. wul biemadj scheinen, als wollte Reifet m feiner (nmamlnt bie Lauvtmomente dieser Lifienszweige immer vor Augen haben. der anderen, dem Arbeitszimmer zugewenderen Leite der Tür' sind b-?i für viele noch interessantere Tabellen angeiTlagen, nämlich ein Schema über die wichtigsten politischen Phänomene vom Fahre 1828, mit Goethes Hypotheken über den JuSgang sr»L! I sonn?'1-1 3m Goechehauje nach Goethes Tode. Interessante neue Mitteilungen über die Zustande in Goethes Laus nach dem Tode des Meisters veröffentlicht das Goethe- Jahrbuch 1911 aus Familienpapieren Bernhard von BeSkowS, des bekannten schwedischen Dichter», der 1834 die ^ethische Familie besuchte. Er erzählt von den Enkeln und von der Enkelin Alma, bei der Stirn und Augen ein vollkommenes Miniaturbild deS schönen Apollokovseü, der uns noch in den Bildern aus Goethes Jugend entzückt, und von dem sich auch in das majc- statische Greisenalter hinein Züge erhalten hatten. In GoetheS Zeichnungssammlung fesselt ihn besmidcrs eine mit Wasserfarben überzogene, die ein ^llegoriiches Bi d -as neueste aus Plunderüweilern" darftellt. Xie Groflherzogin .nmaha pflegte allen in ihrer Umaebung, unter andern den Literaten, cm Welhnachtsg6chenk zu geben. Goethe wollte bei Gelegen beit feine schuld in biciec Lmiickt abtragen unb trat am ^eih nachtsabend, als „lustiger Mensch" verNeidet, nut bicfcm Bilde auf, bic oben erwähnte, damals noch unbekannte Planung tn- Tert dazu rezitiermd. Tie fccitertcit war allgemein, icr . rn und der Dichter, hier eine Person, hat mit ^n Derart,chen Aotabilitäten der Zeit innen Lvaft getrieben rnib mit ich [eWlt angeiangen. In der ernen Gruppe lieht man Berther und ,eme NachSffer. Eine Schar der letzteren tragt den ersteren »» Grade, und dahinter sieht man eine <-char von anderen ungluckttchen Werthcrn, die sich vor die etirn fchregen. An anderer stelle findet man Wieland, der auf ein paar stelzen gestiegen ift, welche abzusägcii oder umzustotzen einige junge .Herren 'ocvc.i beschäftigt sind, aber darüber schwebt tbcron aut einer -xolfe, den Lorbeerkranz über des Dichters Haupt haltend. (Ein Üorn- Vliment für Amalia, die Wieland lehr begünstigte Slopstoa, als Zauberer verkleidet, sitzt sehr geheimnisvoll aut Innern r bron unb gibt der gafsenden Menge 'Wunderzeichen. Em slkpanzerter Ritter — Abbild des damals iputenben Rltterweiens, das Goethe selbst durch innen Götz von Berlichmgen hervorgerufen hatte - stürmt sehr stolz auf ieinem Rotz herbei, aber bei näherer Be- irachiung zeig? lick, datz die arme Mahre des ^mterteils ent- behrt, und daß der Ritter für die Rückhalte mit den eigenen Semen cintretcn must. Man würde kein Ende finden, wollte man diese witzige Allegorie kommentieren. Sic ist 'ehr jut gezeichnet, ein Künstler unter GoeYes Kunden ,oll dabei behilflich gewesen snn, die Ronwoution jedoch und em Teil der Figuren iinb von ihm selbst. An der Stamntduchsammlung Goethes fnicltc den - uche. das seines Sohnes, in bas bic Königin Lmfe kur; vor der un- W N die * w £T2? ie D-n. s üSil mit ra?l4“’’1« "«o btGot^ Ste1, 1 ** "ahrkancH ÄW®«, H b« ."'Mnhalnmg ar-l » m die wagte man Wenigen guten Lui^ am bei bet „ Hal und al hte des Kolkes, csamnlungkn o 1 die bisherigen r Itrmmm, und nnc « osessor O. Urüadtl fintier StdWW* u ji1 Uhr: v.7 ,,Cavalleri» nist»® dm 6. Sevtember. '^ Tonnersla«. de» ■ *1 ÄG-'L? ube und pei» 9 t;. •nntflfl» ^en Jbenh5 Leoten'b^'WircL^ .Eine Eye- Line Rede der ftanzösilchen Präsidenten bei der $lottcn|d)au in Toulon. Toulon, 4. Sept. Präsident Falliöres ist heute morgen hier eingetrofsen unb begab sich zur sslotlcnschau nn Bord deS PanzerschifseS „Massena". Der Präsident fuhr in Begleitung des MarineministerS unb der Prstsidenten der Kammerat ttd dcS Senats aus dem Panzerschiff „Massena" zunächst nn den Torpedo-Unterseebooten vorbei, )ann zwischen der doppelten Reihe der großen Schtsfe hindurch. Mehr als 90Schiffe mit mehr als 30000 Mann Bejahung mären zugegen „Massena" ankerte daraus am KEp Brun. Tie Schisse fuhren m einer 15 Kilometer langen Linie an ihr vorüber. Nach Beendigung der Flottenschau begab sich Präsideuk Falliöres in bad Arsenal, wo ein Festessen stattsand. Im Verlaufe deS Mahles gab der Marineminister dein Dani Der Marine für die staatliche Fürsorge Ausdruck und lugte hinzu, die Marine mache beständig Fortschritte, da ihr einziger Ehrgeiz sei, wirklich bereit zu sein, um, wie die .irnica jeden Augenblick dem Ruse Frankreichs Folge leisten M können. Präsident FalliöreS drückte seine Glückwünsche für das prächtige Schauspiel auS, dem er beigewohnt habe, und« fügte hinzu, die Marine habe niemals aufgchört, sich aujfticr Höhe ihrer Aufgaben zu zeigen. Weiter führte der Präsident! aus, die Marine habe heute entschlossen den Weg betreten , andessen Enbc Frankreich vermehrte unb verstärkte Mittel sinden werbe, die c 9 fähig machen würden, den Möglichkeiten der ZukunftbieStirnzubietenohneGefahrcineS Mißerfolgs. Präsident FalliörcS wies darauf hin, in seinem bewährten Patriotismus ertrage das Land, dessen hohe Sorgfalt sich gleichermaßen auf bic Seemacht wie aus daS Lanbhecr erstrecke, unermüdlich die s ch w e r ö n L a st c n^ die den Staatsfinanzen auscrlegt mürben. Der Präsident Seplbr. f &■ Kicl, 4. Sept Der Kaiser besichtigte heute vormittag das Linienschisf „Thüringen" unb bc^ab sich bann nach Holtenau, um die Fortschritte an den schleusen und den Kanalarbeiten zu sehen. Der R e i ch s k a n z l e r ist um 3 Uhr hier eingdrofftn unb hat sich an Bord der „hohenzollcrn" begeben. Ter österrcichische Thronsvlger, Erzherzog Franz Ferdinand, traf um 4 Uhr 50 Mm. auf dem hiesigen Bahnhof ein, wo eine Ehrenkompanie vom 1. Sccbataillon mit Fahne und Musik Ausstellung genommen hatte. Außerdem waren zugegen: Staatssekretär v. Tirpiß, Stadtkommandant v. Bodungen, der österreichisch-ungarischc Konsul, die Prinzen Heinrich, Adalbert und Waldemar. Kurz vor Einlaufen dcS Zuges erschien der Kaiser n österreichisch-ungarischer Uniform. Nachdem der Erzherzog der deutsche Marineuniform trug, den Zug verlassen hatte, begrüßte ihn der Kaiser herzlichst; die Musik der Eliron- lompanie ipielte die österreichische Hymne. Der Kaiser und der Erzherzog schritten die Ehrenkompanie ab und nahmen den Vorbeimarsch entgegen. Hieraus begaben sich i die Fürstlichkeiten durch das Furftenzimmer zur LandungS- stelle, von einem zahlreichen Publikum herzlich begrüßt. Der Kaiser geleitete den Erzherzog an Bord der „Hohen- zollcrn", wo der Erzherzog mit Gc,olge wohnt. Die Standarte deS Erzherzogs wurde neben bic dcS Kaisers gesetzt. Die im .*hafcn licgcnbcn Sdiiffc salutierten mit 21 Sd)ü||cn. Ter Kaiser unb bcr Erzherzog nahmen auf ber „.Hohen- ! zollcrn" den Tee ein, später besichtigten die Furfteu Der Ereignisse unb Aufkläruiigen unb Nachträge aus den Tfabrcn) 1829 unb 1830, wo biefe Vermerke schließen Ttr elften Anmerkungen sind oft in Form von Fragen unb etwa- dunkel; z. B. „Cb ber Drin; von Schweben? . ." aus dem Nachtrag von lb29, „es wurde nichts auS oer Heirat," sieht mau, datz cd meinte, ob der Drin; von Wasa durch seine Verheiratung nur bet Driniessin von Holland irgendwelche Ausf'chten aut eine andere Zukunft erhalten werde Die Vermerke beziehen sich mt übrigen aus Griechenlands Schicksal, aus Belgien, die Literatur, die Anerkennung Don Miguels, Karl X. unb die Fulitevolution, die Jesuiten. Von den letzteren tagt er: „Von oiefen Maulwürfen spürt man wenig, hat aber desto mehr ;u fürchten " 3m allgemeinen sind diese Anmerkungen hieroglyphifch und zuweilen unmöglich ,u ventehen. Auf einer Menge von Papicr- ;etteln findet man berartige abgebrochene Sätze, die nunmehr feiner zu beuten vermag. Es war feine Gewohnheit, mit emiqen Figuren, Worten unb Zeichen sich ins Gedächtnis zurückzurufen, was feine Aufmerksamkeit gefesselt hatte, aber es auf eine Art zu tun, die nur ihm selbst verständlich war." Leskow erzählt, „Goethe war niemals weniger allein, als wenn er einsam war. Eine Person hat mir er^blt, daß, wenn sie an die Tür geklopft habe, um hineinzuaehen, so habe sie oft ein lautes Sprechen im Zimmer, cm Gehen und X irmeit in der Kammer gehört, als wenn mehrere Personen dort wären, obgleich der Dichter gan; allein war. So ging er auch wahrend tr. Diktierens aus unb nieder und machte mit ber Hand Zeichen in die Lust und sprach ununterbrochen Sätze unb Wendungen, die nickt eil dem Thema gehörten, über bas er diktierte, die ihm aber seine lebhafte Einbildungskraft unaufhörlich schin Tie Zeichen, die Goethe wenige Augenblicke vor feinem Tode mit ber Hand in der Lust macht-, und über bic wir tn den Sei tunten gelesen hoben, daß sie wabrfcheinlich etwas auSdrück-n follun; waS er lagen wollte, nachdem er die Sprache verlorrn hatte, glaubte der erwähnte Mann, feien nur solche ihm übliche Bewegungen gewesen, wie man he oft, wenn er feinen Gedanken freien Lauf gelassen, gesehen hätte." jährlich Mk. ISO; durch tlbbole- tu Zweigstellen menet*!* to Vst; durch die Vast Mk.S.—vienet- iährt. euu a,i?ivärts SO Pfennig, «beirebafteur. «.Goetz. Vern 'tinortlich tz'r den politischen teil: Huauft Goetz; für .FeuiUe- t0!i^, .Bettnüchtes' und ,®end}t*|aQle; K Neu- i Land': E.detz: löt Vw Shiieigtuieil: H. Beer. 1 TOittdmeerflaaten sollten wir unsere Hoffnungen uidn Eine neue Phase der IHarottoprObkmS. klammern Daß au-3 den jeyiaen Verhandlungen mit 2am- unter Berliner Mitarbeiter fenbet uhä heute eine Tor- bon vtcl nbetraidt.-nb |.ir T.'u.f<6lanb brrauvkmtnrn ftellunn der »nne, die unb, was Trutidtlanb» 3u8fid)tnt roerbe baran «tauben ro>r etzt gute Worte für.Tatsch- bnitfdir hat aber endgültig erkannt, daß die aus- land zu finden, unb tn Frankreich verkunbet es bic I bärtige Politik seiner Regierung sieh in seltsamen Wiber- oaß mit Deutschland alles in schönster Lrdnung ser. ’wr (|jnldjfn unb höchst uncrfrnilid^u Zickzacklinien beivegt hat dao geschieht nur tm Hinblick auf bic in Englanb am Falsche Gerüchte. Horizont schwebenben neuen wirtschaftlichen Kämpfe 1 e t tin, 5. Sept. Infolge n n s i n n i ge r Ger Üch t e und auf btc Lebens m i t t eit e u e r u m g \n\» ’m Zusammenlange mit den Marokko-Berhanblunaen fand oie zu einer revolutwnaren Mrcn in b'fn (Cülcn TapCn ein Ansturm auf die städtische -stoch größere ^orge aber bereitet es den '^^'ioseii und ^er insbesondere gestern sehr stark war Engländern — und das bestimmt sie besonders, die Marokko Ldfee } mürben in den letzten b$et Tagen .'>00000 Mk uertjanblungcn mit Deutschland als aussichtsreich hinzu sich bi-her noch niemals ereignete stellen - daß ictzt, wo Deut,chlanb voranging, auch Spanien avgehoven, cin dQ1' Ter„fiabt sSLS-WW-WUMz^- MWSM-MWZSW- tion bei den Marokkooerhanblungen gründlich auszunutzen . . . .TfiB ’ (mrn,,inn verktebt bann ist er wirklich in bcr Lage, Frankreich feineI Pans, 4. ^>ept. Nach einer ofstziosen dA^ldung halt uomvensationsforbcruiiaen zu bikticren, oder eS zum Rück-1der spanische Botschafter gestern mit dem -li* Ä’ju beS ix-rr Sambon wird bann wahr, niftee beä itcufiern b c 5etbes e.ne Untwrebun« btc ihJintirfi in eine diplomatische Mianfheu verfallen, d»eIsich aus bic von Spanien geplante Besepung ZfniS b(^og. her französischen Regierung möglich macht, die beiden I AuS Madrid wirb telegraphiert, baß die Beietzung von Isni Estern-Knm S und jtalicn, fomic Ccftcrrcid)- erst tm Lause dcö Monats Lttober rrsalgrn werde, da gegen, ü ...... sioltanb unb Belgien inzwischen davon zu über I iartig eine Landung bcr gruppen wegen der an bcr ^lan X bal^Sia wn^ber gmX n Jüan alles gewährt tischen Küste angeblich herrschenden Unmcttcrmit ^chwie- werden würbe, u>a5 sie wünschen. Aber leider trauen diese tigfeucn vcibunvin ’.vau. Nationen den französischen Versprechungen nicht im min- ----------------------- heften, und so gewinnt der Gedanke eines neucnl Mittelmeerdundeö an Stelle des unter englischer Acgide abgeschlossenen Vertrages zwischen Italien, Frank- reich und Spanien immer mehr Boden. An ihm dürfte sich vorerst neben Oefterreich-Ungarn, I von wo der Gedanke tiusgrng, Italien und Spanien beteiligen, vielleicht später and) Frankreich, nachdem cd fein ictziges Kriegsbeil mit den beiden romanischen Nationen begraben und eingesehen hat, daß e3 bet bcr Marokkosragr I von England nur benutzt wurde, um im britischen Inter- ehe die Großmachtstellung Deutschlands zu unterwuhlen Ter neue Mittelmeerbund, für den vielleicht noch bic Türkei in Frage tarne, soll sich gegen England richten, das im Mittelmeer zivar nur einige strateyiicki wichtige Punkte besetzt hat, trotzdem aber das Mittclmecr ab. britische Domäne betrachtet. Jedenfalls wird sich bic Heu tige Unterhaltung in Stiel zwischen Kaiser Wilhelm unb dem ’ österreichischen Thronfolger auch auf diese Fragen erstrecken. Wir halten eS doch nicht für richtig, so siegesfreudig ins englandfeindliche Horn zu blasen. Aus der gegenwärtigen Lage ergibt sich allerdings für die Zukunft ein gespanntes Verl-älttiis zu E-ngland. Aber das Berliner auswärtige Amt kann dies doch nicht etwa als einen besow deren Erfolg buchen, nachdem in bcr letzten Zeit so viele Bemühungen verschwendet worden sind,die deutsch-brili- schen Beziehungen zu bessern. Und biS Frankreich sich uns nähern wird, hat eo auch noch gute Wege! Wir furchten England und Frankreich werden sich künftig noch enger verbünden, um uns unterzukriegen An die kleineren Nr. 208 Erstes Blatt M Jahrgang Dienstag, 5. September M Ter «ietzeaer Anzeige, △ Xi W s GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Vberheffen a”äbmf8ollcrn statk rer Itaifer überreichte persönlich bem Abmiral Grasen r* Aontt- cuccoli ben schwarzen Ablcr-^rben. Der Kaiser von v reich hat gleichfalls LrbenSauSzeichnuugcn an deutsche l\\\- ziere verliehen Zvm vosenthalt brl trnkischkn Tbrenfolfltrl in lcut|.tlflnb. Der Sultan ber Türkei orrlich dem Rc, cli fnn;- ler bcn Cfmanic-Ctbcn mit Brillanten, Staatsfekretär v. Kibcrlen-Wächter, KriegSminister v Hecrin- gen, Staatssekretär v. Tirpitz unb Gencralstabschcs bcr Armee v. Moltke baS Großkrettz beS Lsmanie-i?rbenS, erner bem Kommanbanten von Berlin, v. Kessel, bas ^roßkreuz beS Mebschibie-Orbens. „Tanin" sprickt tnc arößtr Brfnedraunq über ben bmi Ibron- feiner in Bcrttn bereiteten herzlichen Empfana ouS las Vlnit hlbn au«, datz bic Innigkeit brr beutfch turkncken Beiielnmaen keiner salfck>en AuSleguna säbia fei Die iiinge ^ur. , u'eroe einc rrn nationale Politik rerfolgeu und dabei cm l'ltmm bei Friedens unb ber Versöhnung werden. . „«Sabab" bebt hervor, datz trotz der in der ersten Znt entstanbenen Schwierigkeiten die alte beulfd>*iür?ifdx1 IreunDiavin mmmfhr wieder auf atgmfvthgnn Vertrauen.berulxw Jürrri n erbe nie die Dienste v Moltke« unb t* b Goltz, ebenf nvenia bic bei dem Berliner KongrZi und spater dem OSmanentum von Deutschland geleisteten Dienste vergci cn. Ter türkische Thronfolger ist am Montag gegen 9 Uhr von Berlin nach Esse n gefahren jtottonjjj’ fS So» cbach, ■6m trank aus das Wohl von Frankreichs Marine und Landheer, die ihren Mannesftolz dareinsetzten, der Nation zu dienen. Der Präsident des Senats, Dubost, grüßte namens des Parlaments die Marine, die, indem sie alles »um Kriege vorbereite, Frankreich einen ehrenvollen und würdigen Frieden sichere. Der Präsident trat nachmittags die Rückreise nach Paris an. Au» Hessen. Gedern, 4. Sept. Am Sonntag wurde hier nach einem Vortrag von Professor Urstadt aus Gießen ein Der- ein der fortschrittlichen V o l k s p a r t e i für Gedern und Umgegend gegründet. Es traten sofort 19 Mitglieder bei. Am nämlichen Abend hielt der Verein eine öffentliche Versammlung ab, in der Professor Urstadt über „Liberalismus und Bauernstand" sprach Durch die Versammlung wurde noch eine Anzahl neuer Mitglieder gewonnen. Professor llrstadt führte etwa folgendes aus: Die Behauptung der Agitatoren, der Liberalismus habe nie etwas für den Bauernstand getan, während der Bund der Land- wirte aufs beste für ihn sorge, ist falsch. Die Vorfahren der Leute, die jetzt im Bunde der Landwirte die Richtung angeben, haben einstmals die Bauern zu Hörigen imb Leibeignen gemacht, ihnen immer mehr Lasten und Frondienste aulerlegt, bis sie, zur Verzweiflung getrieben, Aufstände nrachten. Dann haben sie viele Bauerngüter eingezogen und sich grobe Latifundien gebildet zuin Nachteil des Bauernstandes und des ganzen Staates. Der Be> freiung der Bauern aus ihrer unwürdigen Lage haben sie sich aufs heiligste widersetzt und in Preußen eine weitere gewaltige Ver Minderung des Bauernstandes zugunsten des Großgrundbesitzes damit verknüpft. Die Befreiung der Bauern erfolgte durch da^ liberale Bürgertum. Das hat also dem Bauernstand Köstlicherem gegeben als Geld imb Gut, nämlich bie Freiheit, und damit erfi ein menschenwürdiges Dasein und staatsbürgerlübe Rechte. In bei Gegenwart haben die Konservativen, der Bund der Landwirte und ihr Anhängsel, die Antisemiten, ihre geringe Bauernfreundlichfeu gezeigt durch die Reichsfinanzresorm. Sie zeigen sie ferner bei den Futtermitteln, dem Kali und den Fideikommissen. Gerade jetzt bei der Futternot will der Bund der Landwirte die wirksamste Maßregel nicht, nämlich die Aufhebung der Futtermtttelzölle. — Der Redner erläutert dann die Stellung der fortschrittlichen Volkspartei zur Zollirage. Die Herabsetzung der Zölle müsse mit den Industrie zöllen auf Rohmaterialien und Halbfabrikate beginnen. An ben landwirtschaftlichen Zöllen dürfe nicht gerüttelt werden. Aber sie dürsten auch nicht weiter erhöht werden, weil man den Konfumenteu nicht allzu große Opfer zuwuten könne, besonders da der Löwenanteil von den Zöllen den Großgrundbesitzern zusiele. Die Ämter* Mittelzölle, die müßten allerdings gerade im Interesse der Viehzucht treibenden Bauern fallen. Der Redner besprach schließlich noch die politische Seite der Reichsfinanzreform. n. Lauterbach, 4. Sept. Erne zahlreich besuchte Vertrauensmännerversammlung des Reichstagswahlkreises Alsfeld - Lauterbach - Schotten fand am vergangenen Sonntag in der Bnrglv-irtfchaft von Köh-ler hier statt. Nach einem Vortrag des Landwirtschaftslehrers H eck- Alsfeld über „Nationalliberale Mittelftandspvlitik", wozu in der Aussprache auch zwei Vorstandsmitglieder des hiesigen liberalen Vereins ihre Zustimmung erklärten, faßte sodann die geschlossene Vertrauensmännerversammlung folgende Entschließung: „Die nationalliberale Vertrauensmännerversammlung des 3. oberhessischen Reichstagswahlkreises stellt einstimmig Landwirtschaftslehrer H eck - Alsfeld als nationalliberalen Reichstagskandidaten auf. Mit Rücksicht auf die bisherigen Verhandlungen mit der Fortschrittlichen Volkspartei erfolgt die offizielle Proklamierung der Kandidatur .Heck erst am 25. September." Lrzähiungen des Ingenieurs Richter. Einige Blätter, so die „Köln. Ztg.", „Voss. Ztg." und >,Frankf. Ztg.", bringen endlich einige authentische Aeuße- rungen Richters über seine Schicksale in der Gewalt der Räuber. Wir entnehmen zunächst einige Stellen aus der -Mln. Ztz.": Ms Richter im Wald von Kokinvple plötzlich von den Räubern überfallen wurde und ihnen nicht mehr entrinnen konnte, mußte er noch der greulichen Szene der Tötung des zweiten ihn begleitenden Gendarmen zusehen, dem man durch Tritte mit den Stiefelabsätzen auf den Kopf den Garaus machte, dann ging es in rasender Eile fort. Im Vorgefühl des Schrecklichen, was da kommen mußte, stets gehetzt von den Räubern, verlor Richter bald die Orientierung. Wo man ihn hinschlcppte, wußte er nicht, und was sich nach der Tat vollzog, wurde ihm erst jetzt bekannt. Er tritt wieder ins Dasein ein, wie aus einer fremden Welt kommend. Die drei Monate seiner Gefangenschaft deuchten ihm eine .Ewigkeit, schon hatte er daran gezweifelt, je wieder jenen Mord- gesellcn zu entrinnen, die sich seiner so plötzlich bemächtigt hatten. Ter Aufenthalt bei den Räubern war schrecklich. Sie wurden verfolgt, mußten fliehen und ihren Gefangenen mitschleppen. Die Verfolgung gestaltete sich immer gefährlicher, man fand endlich jenen sichern Schlupfwinkel, wo man sich dauernd niederließ. Wer welche Behandlung wurde da dem Gefangenen zuteil. Er versuchte sich Aufzeichnungen zu machen, um sich wenigstens zu zerstreuen, man vernichtete das Geschriebene; seine Karten, seine Instrumente wurden ihm weggenommen, er war zur esse erweckt. Es ift die Darstellung eines menschlichen Gesichts, die auf dem Bruchstück eines Schenkelbeins eingeschnitten ist. Das Gesicht ist nur mit einfachen, flach eingerrtzten Strichen en face dargestellt, ein einfaches Oval, das unten am Kinn spitzer zuläust. Die Augen sind richtig unter einer ziemlich niedrigen Stirn einge^erchnet und werden durch zwei kleine Vierecke wiedergegeben, die eine kleine Vertiefung umgeben. Die Nase ist mit einer ziemlich langen braunen Linie, die augenscheinlich durch einen heißen Körper in den Knochen eingebrannt ist, dargestellt; die beiden Nasenflügel sind wenig deutlich; um sie zu erkennen, muß man das Licht unter einem bestimmten Winkel auf die Fläche fallen lassen. Der Mund ist groß, durch zwei tiefe, fast parallele Striche bezeichnet, das Kinn ist lang antb spitz. Zwischen der Nase und dem Munde sieht man zwei Striche rechts und links, die man vielleicht als Schnurrbart deuten kann. An der linken Seite treten sieben lange Striche deutlich aus der Umrißzeichnung des Gesichts hervor, in denen man wohl die Haare erblicken muß. Auch ein Ohr ist deutlich zu erkennen. Das Ganze erweckt den Eindruck eines sehr regelmäßigen Gesichts von guten Verhältnissen, mit niedriger, breiter Stirn, erscheint doch aber zu allgemein und schematisch, als daß man die Merkmale einer bestimmten Menschenrasse darin erkennen könnte. Jedenfalls läßt es sich^wenig mit der prähistorischen Rasse, wie man sie nach den Schädelsunden retonftruieren muß, in Einklang bringen. Es ist also kein individuelles Porträt das bestimmte Züae wiedergibt, sondern es stellt einen allgemeinen menschlichen Typus dar. Dubalen ist aber überzeugt, daß es sich um eine Zeichnung eines prähistorischen Men ich en handelt, der sein eigenes Bild wiedergeben wollte. Freilich sind Zweifel dagegen laut geworden, und ine französische Prähistorische Gesellschaft hat eine genaue Untersuchung des Stückes vorgenommen, deren Ergebnis in nächster Zeit bekannt werden wird. Untätigkeit, zu tödlicher Langeweile verurteilt, halte keinen Spielraum zu freier Bewegung, die geringste Unvorsichtigkeit konnte die Bande verraten. Tag um Tag verstrich, Richter wartete auf Erlösung. Wie und woher sie kommen sollte, wußte er nicht, er konnte nur Vermutungen hegen. Inzwischen wurde selbst den Räubern das Warten zu lang, sie behandelten ihren Gefangenen schlechter uiib ließen ihn täglich fühlen, daß sie mit seinem Leben spielten. Die Seelengual, die Richter dabei aus- stand, ist unbeschreiblich, kein Wunder, wenn er dabei den Verstand verloren hätte. Endlich bemerkte er ein Kommen und Gehen von Leuten, die stets Griechisch sprachen, er verstand, daß etwas vorgehe, und eines Tages sagten ihm die Räuber, er sei frei. Er wollte seinen Ohren nicht trauen, denn von all dem. was sich unterdessen zugetragen hatte, hatte er keine Kenntnis. Die Räuber machten wieder freundliche Gesichter und schüttelten Richter die Hand, gaben ihm neun türk. Pf. auf den Weg mit, und er, der ganz erschöpfte, physisch und moralisch gebrochene Mann, der manchen Tag keine Nahrung erhalten, konnte gehen. Sein Erscheinen an der türkischen Grenze bei Miluna, im sammetnen Touristenanzug mit Kniestrümpsen, nägelbeschlagenen Bergschuhen, den von einer mächtigen Haar- und Bartfülle umgebenen Kopf mit einem Hut bedeckt, erregte sofort die Aufmerksamkeit der türkischen Wache, er stellte sich vor, ja, die Gendarmen errieten sofort, das konnte nur der viel und langgesuchte Allamanli Professor sein, und brachten ihn sofort nach Elassona. Hier löste sich der erste Bann von seiner Seele, die türkischen Behörden waren freundlich und zuvorkommend, er fand wieder Nahrung, sand Ansprache — Ruhe, die er so sehr benötigte, sein Kopf war wirr, er mußte sich erst mit dem Gedanken abfinden, daß er wieder sich selbst gehöre, deshalb der Aufenthalt in Elassona, wo er auch die ersten Notizen zu seinen Erlebnissen machte. Bon Elassona gelangte er unter sicherer Obhut nach Selsidsche und Kosani. Leutnant Wahyd Bei war ein wackerer Gefährte; des Deutschen mächtig, war er Richter eine unschätzbare Stütze. Von Kofani konnte der Weg nach Karaferia nicht fortgesetzt werden, denn die Straße erwies sich für den mit vier Pferden bespannten Wagen als zu schlecht, man mußte den Weg über Sorowitsch nehmen, um dort die nach Salonik führende Bahn zu erreichen. In Ostrowo, der nächsten Station, harrte seiner zunächst eine unangenehme Ueberraschung, so wie die aus Monastir kommenden Reisenden, wurde auch er einer 24stündigen Quarantäne unterworfen, die am folgenden Tage auf 48 Stunden erhöht wurde. Inzwischen waren in Salonik Telegramme aus Selsidsche, Kosani und Ostrowo eingetroffen, wodurch endlich die Möglichkeit gegeben war, Richter entgegenzufahren. Die „Franks. Ztg." hat noch einiges über den Ueberfall erfahren: Weil ich mich im Olympgebirge des gefallenen Neuschnees halber zwei Tage in Kokinople aufhalten mußte, benutzte ich den 27. Mai zu einer Rekognoszierung in die Umgebung, wobei mich vier Gendarmen begleiten sollten. Zwei derselben spielten indessen Karten. Schließlich verlor ich die Geduld und unternahm den Ausstieg östlich von Kokinople mit zwei Gendarmen, den andern überließ ich, nachzukommen. Während des Rückwegs, 300 Meter oberhalb des Dorfes, erfolgte der Ueberfall der Räuberbande, wobei die beiden tödlich getroffenen Gendarmen doch noch jeder vier bis fünf Schüsse abgeben konnten, leider erfolglos. Die Räuber nahmen sodann den Leichen und mir die Waffen und das Geld ab. Einer derselben, den ich später als Strati kennen lernte, geendete einen scheinbar schon borbereiteten Brief, der meine Gefangennahme anzeigt. Die Räuber glaubten, ich sei ein Oesterreicher. Als sie hörten, daß ich ein Reichsdeutscher sei, meinten sie, es sei um so besser sie Tonnten deshalb ein höheres Lösegeld erlangen. Sodann rastete man fünf Minuten an einer nahen Quelle. Die Räuber reinigten die blutigen Waffen, stärkten sich und boten mir Essen und Trinken an. In den Bergen wurde eine Höhle bezogen, von der Richter dann weiter erzählt: Mein Aufenthalt in der wilden Höhle gestaltete sich entsetzlich. .Ich mußte den ganzen Tag liegen. Als die Gefangenschaft immer länger währte, wurde ich immer zaghafter; schließlich zur Verzweiflung getrieben, unternahm i ch zwei Selbstmordversuche, die mißlangen. Darauf folgte dumpfe Resignation. Das Ungeziefer schien mich zu verzehren und die schreckliche Langeweile erdrückte mich schier. Ein Bote brachte nachts die Nahrung. Als er erschossen worden war, mußten die Räuber selbst Speise und Trank besorgen. Trat man aus der Höhle heraus, so sah man die nach dem Milunapaß führende Straße und das Dorf Ligaridia, südlich die thessalische Ebene. Nach fünf- bis sechswöchentlicher Gefangenschaft entnahm ich den Reden der Räubgr, daß diese beschlossen hatten, mich zu töten, selbst wenn ein Lösegeld bezahlt worden sei. Manchmal waren sie im Begriff, sich auf mich zu stürzen, mich zu ermorden selbst wenn ich schlummerte. Strati schlug vor, mich zu betäuben und liegen zu lassen. Er wurde aber überstimmt. Zwei Räuber, darunter ein Junge, wurden ausersehen, mich umzubringen. Nach erfolgtem Mstieg setzten wir uns nachts am Wege hin. Es war ein wunderschöner Wend. Mir war ganz feierlich zu Mute. Auch die Räuber waren in ähnlicher Stimmung. Man sprach wenig, niemand wagte mich anzurühren. Plötzlich tauchte in der Ferne eine Patrouille mit Laternen auf. Wir mußten wieder fliehen, verließen den griechischen Boden und überschritten die türkische Grenze. Ein Kilometer jenseits derselben rasteten wir in der Nacht vom 22. zum 23. August. Infolge der Anstrengung und des Mangels an Wasser sowie der großen Hitze, Aufregung und dreimonatlicher Bewegungslosigkeit war ich zu Tode erschöpft. Strati stützte und trug mich mehr als ich ging. Ein junger Räuber, der mich mit umbringen sollte, war inzwischen entflohen. Endlich zeigte man mir in großer Entfernung die Lichter einer großen Ortschaft; dort würde ich Wasser bekommen. Man gab mir acht Goldstücke und ein Silberstück, die Raub er drückten mir die Hand und sagten Adio. Ich war frei, und meine letzten Kräfte einsetzend, gelangte ich in beklagenswertem Zustande nach Elassona. Arbeiterbewegung. Hamburg, 5. Sept. Gestern abend nahm eine Versammlung der im Deutschen Metallarbeiterverband organisierten Elektriker mit 504 gegen 37 Stimmen den Antrag an, die Arbeit am Dienstag in allen Betrieb en niederzulegen, da die Arbeitgeber es ablehnten, mit dem Deutschen Metallarbeiterverband wegen des Wschlusses eines Tarifvertrages in Verhandlungen zu treten. In Düsseldorf hat die Metallarbeit rlewegung zu einem Nach geben der A rbeitgeber geführt. 40 Betriebe mit 7000 Arbeitern bewilligten die gestellten Forderungen. In mehreren Werkzeugmaschinenfabriken streiken nur noch 680 Mann Nürnberg, 4. Sept. Im Speditionsgewerbe ist heute morgen der A u s st a n b ausgebrockwn. Auch in Fürth legten sämtliche organisieren Transportarbeiter die Arbeit nieber. Hauptversammlung des verbände; deutscher Apotheker. G. Hamburg, 4. Sept. Die achte Hauptversammlung des „Verbandes deutscher Apotheker", die aus allen Teilen Deutschlands und der Schweiz außerordentlich stark besucht war, tagte vom 2. bis 5. September im Festgebäude des Zoologischen Gartenszu Hamburg. Als Ehrengast war außer anderen au5 Hessen Medizinalrat Dr. Vogt erschiene. Von den Anträgen, die allgemeines Interesse haben, rief ein Antrag — Berlin — einen Entwurf zur reichsgesetzlichen Reaeluna des Apothekenwesens auf der Grundlage der Niederlassungsfreiheit auszuarbeiten, eine äußerst lebhafte Aussprache hervor, fand aber feine Annahme mit großer Stimmenmehrheit. Ferner wurde beschlossen, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln auf eine gerechtere Verleihung von Neukonzessionen lnn- zuwirken. Ein Antrag, nochmals geeignete Schritte zwecks Ein-- yltzrung des SlatUKumS zu tun, fand einstimmige Annahme Weitere Anträge betrafen votanbe^eiueiuug, Privatbcamrcu sicherung, Gehaltsreform, Apothekenbetrieb und vor allem soz ^. Fürsorge. Am Sonntag abend versammelten sich die Teilneh» zu einem Festessen im Palast-Hotel, während der Montag-Ab-r einer eindrucksvollen Huldigung am Grabe Bismarcks galt. £,u nächstjährigen Versammlungsort wurde München g wählt. Aus Stabt und Land. ließen, 5. September 1911. Schlechte Beschaffenheit der Eier. In der „Hannoverschen Land- und Forstwirtschaftlichen hing" wird berichtet, daß die Klagen der l'lbnehmer über schiele Beschaffenheit der Eier in diesem Sommer häufiger laut locrjq als in anderen Jahren. „Wenn es sich um ausländische Wa t handelt, die einen weiten Weg zurücklegen muß, so wird irrta dem Einfluß großer Hitze, auch bei bester Verwahrung, eine £ schlechterung der Eier nicht zu vermeiden fein. Die aus bei Jnlande an den Markt gebrachten Eier dürfen aber bei sor> faltiger Behandlung vom Legetag an bis zur Musterung an dir Abnehmer in ihrer Beschaffenheit keine Beeinträchtigung erleiden. Und gar bei den Lieferungen der Gncrocrläufigenofien» schäften müßte jede Möglichkeit zu Beschwerden ausgeschtosiai sein, wenn von den Mitgliedern die auf Grund langjähriger Erfahrungen gegebenen Vorschriften für die Behandlung der Ea gewissenhaft erfüllt würden Vor allem kommt es darauf an, daß ptan die Eier jeden Tag aus den Nestern nimmt. Wenn bit Eier in den Legenestern wiederholt von Hennen bebetft werden, so tritt namentlich in der heißen Jahreszeit rasch eine Verschlechterung ein. Während es in den Wintermonaten genügt, die Eier einmal in der Wock^ zur Ablieferung kommen, so mutz int Sommer mindestens zweimal in der Woche mit dem Eiere rat geräumt werden. Auch bei allen Eierverkaufsgenossenschastei! ist jetzt für die Zeit vom Frühjahr bis in den Herbst hinein eutt zweimalige Ablieferung in der Wocke vorgesehen. Sodann bongt für die Erhaltung der guten Beschaffenheit der Eier außerordentlich viel davon ab, dai; die Gier vom Legetag an bis zur A- tieferung in einem kühlen, bunftfreien und gelüfteten Ramm aufbewahrt werden Auch dürfen die Eier in dem Raume nicht der Sonne ausgesetzt sein, da die Verdunstung des Eiinhaluz sonst beschleunigt wird und Zersetzungsvorgänge im Ei eintreten. Bei den Giern, die als sogenannte „Fleckeier beanstandet tva> den, handelt es sich oft um Gier, die der Sonnenbestrahlung tmj. gesetzt waren. Vorn Abwaschen schmutziger Eier muß man in bn heißen Zeit Abstand nehmen, wenigstens dürfen gewaschene Gin nicht 5um Versand kommen, da sie erfahrungsgemäß außerordentlich leicht dem Verderben ausgesetzt sind. Wenn die Nester imb der Stall gut reingehalten werden, darf cs eigentlich, namentlia wenn trockenes Weiter herrscht, gar keine schmutzigen Eier geben. Finden sich aber solche doch vereinzelt vor, bann verwende man sie in der eigenen Haushaltung, zu welchem Zweck sie abgewaschen werden können" • • Vom hessischen ©enbarmertetorpS. Frhc. v. 91 ormann, Oberst und Kommandeur des Großh. Hess. Gend.-KorvS, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit] der gesetzlichen Pension, unter Anerkennung seiner lang- jäbriaen, treuen und ersprießlichen Dienste unt Verleihung des Charakters als Gen.-Major in den Ruhestand verseh!. Schmidt, Oberstlt. im Großh. Heff. Gend.-KorpS, unter Beförderung zum Oberst, zum Kommandeur dieses Korps ernannt. ** Vom Alldeutsch en Verband wird uns ge schrieben: Der Münchener Privatdozent Dr. Albrfthr Wirth, der erst kürzlich aus Marokko zurückgekehrt ist uÄ die marokkanischen Verhältnisse genau kennt, ift von her hiesigen Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes zu einem Vortrag über Marokko gewonnen worden, der im Laufe bet- September stattsinden wird. In den verschiedenen Städten, in denen Dr. Wirth bis jetzt gesprochen, erzielte er groß.-n Erfolg; handelt es sich doch babei um eine Frage, in r. für unser Vaterland außerordentlich viel auf dem SM steht. * • Eise n bahnnns all. Von dem Stuckgüterzug, du fahrplanmäßig gegen 3V2 Uhr nachmittags von Gelnhausen hier eintrifft, entgleisten gestern auf dem Bahnhof Büdingm der Lokomotiv-Tender und der Packwagen. Personen rourbtn nicht verletzt. Tas Gleis wurde gesperrt und der Personen« verkehr durch Umsteigen an der Unfallstelle aufrecht erhalten. Gegen 12 Uhr mittags fuhr der Hilfsgerätewagen von f)itt nach Büdingen. * 2000 Mark Belohnung. Die Firma Opel in Rüsselsheim ist jetzt zu der Ueberzeugung gelangt, der große Brand, der am 20. August einen großen Teil btt Fabrikanlagen in Asche legte, von verbrecherischer Hon- angelegt worden ist und setzt einen Preis von 2 0 00 Mail auf die Ermittelung der Brandstifter auS. Anfänglich hatte man den AuSbruch des Feuers auf Selbst- entzündung zurückführen zu müssen geglaubt. Landkreis Gießen. — Staufenberg, 3. Sept. Gestern nachmittag mt- stand auf dem in unserer Gemarkung liegenden Inden- kirchhof auf unaufgeklärte Weise Feuer, das den dürm Rasen, die Heckeneinfriedigung und Bäume vernichtete. Bei entgegengesetztem Wind wäre Kirchberg bedroht gewesen. Dr Feuerwehr von Staufenberg löschte den Brand. Kreis Büdingen. x Nidda, 4. Sept. Der heute hier abgehalftft Herbst - und Kirchweih markt, sonst der bcdeutenbft aller hiesigen Märkte, wurde durch den Ausfall des Rrü» Viehmarktes und der Prämiierung stark beeinträchtigt. Infolge der in der Wetterau herrschenden Maul- und Mauen- feuche hatte das Kreisamt Büdingen erst in den letzte« Tagen noch verfügt, daß der Markt nur mit Schweinen ob ! Ziegen befahren werden dürfe, die aus unverseuchten ob nicht zum Beobachtungsgebiet g-hörigen Orten des Kreist Büdingen stammten. Daher mußte auch die Preisverteilung ausfallen. Sogar die sonst mit dem Markte verbundene Verlosung fand insofern eine Abänderung, als an Stelle der 10 ersten lebenden Gewinne, Kälber und Rinder, int auf dem Markt angekauft werden sollten, 10 Geldpreise wn 300 bis 70 Mk. ausgesetzt wurden. Der Austrieb auf bei Schweinemarkt war sehr stark, namentlich wurden Ferkel , in Menge zum Verkauf gestellt. Die Preise dafür rotier aber infolge der immer teurer werdenden Futtermittel niedrig. Es wurden 4 bis 5 Wochen alte Ferkel i)d Stück zu 3 Mk., 8 bis 9 Wochen alte das Btil ! ziH 6 bis 8 Mk. und etwa 10 Wochen alte Ferkel mit 12 ßW [ bezahlt. Dagegen waren die Preise für Einlegefchtveint ber geringerem Auftrieb recht hoch; sie kosteten 55 bi- 60 Mk. Auf dem Ztegennmrkt fand nach stattgeha.bter Sb rung eine Versteigerung von Zuchtböcken des Kreiszieg^- zuchtvereins Büdingen statt. Die Preise hielten sich stk schöne diesjährige Tiere zwischen 35 bis 41 Mk. Der Zie^st- markt war schwach befahren. Der Krämermurkt am W? mittag war sehr gut besucht. Kreis Lauterbach. R Lauterbach, 4. Sept. An dem gestrigen Herlp ausflug des hiesigen Zweigvereins des V. H.-Klub^ «ach Schott«!, wvtzjzi gleichzätig eine Gsjamüvmw«r»g Utlung. > roartrtc Und dann nab rf so viele, die ich nicht it denen ich nicht sprechen sollte, und das honte ich rer« ist. Gerichtssaal. Glückliche Hinter jener gewesen seien, d« betreffenden Mtim^ugeu zu ütertre^n. penbeun wegen der m Viernheim miSgebrochcnen Maul- und Klauenseuche, dienerst kürz, lich wieder erloschen ist, dort erlassen motten war. «ckon un fidibiübr batte die Seuche in Bicrnlieim geherrscht und war nach einer kurzen Unterbrechung im Mai. d. I-. atermals dort aus- unv iH actoodjcn. Während der fraglichen Sperre durfte keinerlei Rind- gefo(fn Vieh unb auch keine Schweine ohne Genehmwung au« Bternheim ■ ausacführt werden. Trotzdem hatte der L>trlchhSndler Kaspar E. t«nCe*> 'po rSt ■ M sein. iJ sbütffli a i SäS:? -E'^rdni qj. * « JkwJV - NVNM L ■ n yenntn kw. " ' i rasch ssermonalen aJ* ■ Äte? v°rsckheu ^betgteTT1 ‘ an hi J. und gelühtto . Z" m bem fcJ, erbunftung bti feJ ^Vorgänge im fr Sledeier" beaniW « Tomtenbchvchirr: am ^.dürfen gefflnidr ’brungggemft lnb. Wenn btt 's! es eigentlich, •ine schmutzigen i vor, bann Dtnrnw lchm 3tted sie Bestehen der Seuche befunden haben: immerhin aber hatte er sich in dieser Richtung durch Erkundigung an zuständiger Stelle v«gewissern müssen: er handelce nach Ansicht ArichtSfahr- lässig gegen Art. 66 III des ReichSrnedieucbengesetzes, indem er dies unterließ. Das Gericht veruNellte ihn unter Auferlegung sämtlicher Kosten »u 20 Mark Geldswale, evtl. 7 Tage Last. M i nden , 1. Sept (Ein StLdtekampf um ein Paar Stiefel - Im Wlertum entbrannte der Kampf der Griechen- st adle gegen das mau e rum gürtete Troia um der schonen L)elena willen.' Leutzutage ist man prosaischer, andererseits aber auch kniMicher geworden: schon bte Stiefel eines Brickers Mngn gatigm M Ursuchc iu trnrr .rrmnn'grn SE-!-hdr^ Wan lese mit <5rfxnitern In dem Städtchen Rheda ,m Kreise Wickenörück erschien eines schönen Tages euwr jener jpcrri (halten, tu I» Sommer nm die dummen Leute arheuen lasten und stch 18iabriaer, verwahrlost aussehender Bursche, der sich ohne Widerstand nach der Polizeiwache führen lte« Man fand bei ihm 50 Patronen. Ein Beralctch zwnchen dem nn xtörpet der Ermordeten Vorgefundenen Geschost und den Patronen des Burscheti ergab, daß die Pro)ekttle die,elbe rorm unb dasselbe Kaliber hatten. Dem Verhafteten nmrde auf den Kopf zugesagt, daß er der Mörder der Wol.chek sa, und nach anfänglichem Leugnen machte er an Geständnis. 3nfafjen et tn Kapitän- Saab« und des^ Matrosen Berntsen von dem bei Stepenitz agobierttn iJtoji««M«; dampser nmrde am SamStag geborgen B c r m i tz t wird nom der Lei»» Gnewuch Das Wrack ist um Mitternacht wi den Regierunashafen cingesÄeppt wordem - .. . In Lagalund. einer Vorstadt von -tockhokM, tötete ein verwitweter Arbeiter seine vier »i»de r tm Alltervon zwei bi« neun Jahren mit einem Rasiermesser und Wfina mmmi Selbstmord. Der Grund zur Tat unMuwt Aus Grenoble wird gemelbet: Safarenb der Mwtover ereignete sich ein schwerer Unfall: Sei ancrJÜUde (mntr eine Reiterschwabron in einen fünf Meter breiten Graden, dchsen Borbandensem übersehen worden war. Etwa Hbn Wetter wurden schwer verletzt; cm« von ihnen ist letnat X»- _.iU Vn lütt* V ’ ‘ ”,■« k a. i k. aChirac verunglückte bet Münchner Tourist Dafer. Xie vor sind schwer verletzt. In Tuberftabt iChd»ff{b\ wo das ®rofcJcneT a» 13 August den ganzen westlichen Sradtteil, 46 Lauser \mb 87 andere Gebäude > ingeüjcher: batte, steht |e»t am LDertor in der Röhe der fatboltidm Kirche ei» ««»drr Stadttei 1 in Flammen Bw 6 Uhr abends waren 12 Läufer meb«- qrbrannt Infolge der Dürre und Daffermangels flwn der Brand weiter um sich In Bonn fern e« »wischen Studenten unb Bolt* »jften in einem lanzsaal zu einer Schl« «er er. 6»m«e Schutzleute zogen, di sie angegriffen wurden, blank. Zwei «Studenten wurden schwer verletzt. In Berlin wurde der lieb, der Sr»li4 ewa Cunhnab im Finanzministerium rerwchtt der haste t^Esd-n- beit sich um den BOiäbngat rnihrren X'aufbtmtben »alter _^^rvng. brr wieder holl bestraft und geistig nicht ganz normal i L W« sich heraus st eilte, ,st er auch der Svndoecher, ter s«tt Wmdfr verschiedene andere öffentlichen GedLube unb viele Billen unsicher machte. In Berlin schoß ter von seiner irrau getrennt lebende Lar Monikas vieler Leber ferner iünnäbnpen Tochter eine Revolver kugel in die rechte SchlLsc und richtete dann bte Vasse gegen sich selbst Beide wurden in h o f f n u n g «lo se m Zustande nach der Lhar,tö gebracht. Motiv: Rahrungssorsen I unb ehelicher Zwist. AuS Mi tau wird gemeldet: Wahrend ter ^Vatet auf ter Landstraße brach bic Achse eines Automobil«, in bem sich t-cr baltische Generals» verintendent Bernewitz unb Bastor fielen ft ein befanben Beide wurden heraus- netdil eubert Bernewitz brach zwei Fiuger; Bielen »ein blieb bewußtlos liegen. Die frunftmalerin Degen au« K arlsrnhe, die seit Sam*- tag vermißt wird, ist in der RLHe von 0öerammergau in einer Schluckt aufgefunden worden. Sie war 150 Meter abgerutscht unb hatte mehrere Rippe n « e b rochen Sie wurde noch lebend in« Äranlenbau» gebracht Auf bem Maunwe-River würbe ein mit sieten städtischer Beamten besetztes Boot von einem Dampfer überrennt Dte letnrngen bereits erlegen. _______. ,, - Der rusiische Baron Scklichting, der von emenr wahrscheinlich geisteskranken .ochteil der Spar- und Darlehnskasse vereinigte heute di, Ltttglieder bet »ässe zu einer Generalversammlung die nach ter vorteaung der letztjährigen Bilanzen einen Unfgliedrigen Ausschuß wählte, der bic Bilanzen bis zum zohrc 1905 zurück genauer prüfen soll. In ter Aussprache rmtrbe auch bte Revisi o n S b e h ö rd e Mr die Bernn trniunnni mitverantwortlich gemacht. Der AuS- 'ckuß soll auch mit der Genosscnfäuntöbant wegen einer Sanierung der Verhältnisse in Verbindung treten, damit unter allen Umständen ein Konkurs, der Heine Landwirte deS ModautaleS den Rui *C^eftem 11ö^n’?' il rkung licgkndm ^ tj (e Fruer, ' gaume oerni^^ A\ erg bedroht i den Brand. ■ tt i- -US mE . ■. &ÄrSl *äS*S •BjOir-- -V\ $s,W andUH6u' M- LzM sind eine ständige Quelle der Freude für die (fcltem. Dortedinqung für das Glück der Riemen ist Gesundheit und Wohlbeffnden. Man achte deshalb besonders auf die Ernährung wahrend des Wachstum«. Wie ost kommt es vor, daß Ämter ohne tzrübslstck m bic Schute laufen und dort stundenlang angestrengt sind — ohne NahruiuB- aulnähme. Wo sich Ban Hourens Tacao al« täal'ckcS erstes Iri'chstück emqebnrgert hat, ist biffem großen Uebclüanbc abgeholfen worden. Ban Houien» Eacao wird wegen leine« delikaten Gesckmackcö von groß unb klein stets gern genossen unb enthält außerdem ,m Gegensaß zu Kaffee unb Tet einen hohen Nährwert. Man achte ober besonders darauf, baß Dan Houten« Tacao niemals lose in den Handel kommt, sondern nur in geschlossenen Blechbüchsen unb lasse sich nicht durch sogenannte billige Angebote verleiten, weniger guten Cacao etnzukaufen. Dan HourenS (Sacao ist bas teste ' unb billigste HauSaetränk durch ferne Ausgiebigkeit im Gebrauch. AU hem dUiabttfleii o i ll l u u g » | c |l lian I vgcmiuu . ^Au.^unax» ncumu- k.i umu~ > Tf-b batten sich etwa 90 Tarnen unb Herren beteiligt 'ck strack« in die Lerterac mrd stärkte seinen innersichen Mensche: J K e. Krin «nuterbatb am stärMen von allci ^urck Svene und Trank Datei gtna ihm allzu rasch d,c Barlo daß der Zweiavc.nn LErvao, a» I« 6 Ubt friib er **\t aus. Er begab sich daher auf da. »ünteu« und bev,r -1 anroefenben Serewen f clth nflr I *on tem Magistrat ein Paar Stiefel, da a bilisbettinui t< folgte die Abfahrt von Za^dofLattterbach S^d nad tic Magistral.teamtcn von Rheda imb aber vorsichtig ficutr «Station Lbertvald von wo die erung begann Dref I ^ie innten. daß ter yentnvrrf*bun*c noch feine Stiefel an führte durch den Lberwald an der Bonttattuskanzel vorbei I xn Füßen hotte und daß er nicht gerate nach 5au te öviognr, über bte Hcrchenhainer Höhe, Bilstein nach Busenborn, wr I orttem nach einem stärker en Stoff b'-'ttv unb leimten küdl ao 'Xrübftiufftrafl gehalten wurde, sodann weiter nach beir I Ter Abgewiesene batte durch häutigen freilich unfreiwilligen Bcr- -rhrerbHm Altenburgskopf und 3 über «u in erreicht tWKbr W . Witoliäer die Banbenm- I Lied end rück beim vorgesetzten Landrat beschwere» wette. Gesagt. ;ur traut* Wm m*»t ÄUgltobrt Me Banbmm „ Md,, (id) eui St, Md) batte «bet weiter fort, wahrend ^ich der größte Tetl zur Stiftung, feter I Soriidx, unterwegs bic Sticfa auszujicten und iic einem in der festlich geschmückten Dirnyalle gegen 4 Uhr einfanb I iuten Freunde zur Verwahrung zu geben Die Sietenbrüdrr cr- lyo Geheimer ar Schön selb bic BegrußunySaniorache an i varmten sich te* blotzteinigen Wanderers unb überreichten ihm an bie versammelten ^roeigbereine hielt, an die sich der ge Paar Stieiel im Verte von 9 Mark, mtem sie dachten, tee Etliche Teil mit einem ausgezeichneten Äonzert anschloß I . eichen Rtedaer werten uns die schon ersetzen Sic schickten Gegen 6 Uhr wurde dir Rückwanderung wieder angetreter inen R—' —*• •«-»- ”"k unb führte zunächst zu Futz dis zum Äiesenhof bei Ulrich vem wv einige Leiterwagen auS Lauterbach aus die ®an derer harrten und diese nach einer zweistündigen Fahri nach der Heitnat zurückbrachte. Starkenburg unv Rheinheffen. ;« h,f » n m nrf er 5»-u t. ausenthaltes IN Ehester, Ivo die IUNgen Damen utel unbj Jcnbet «o mmlcr, Xeu t I„mrden, konnte sie sich dicier.Lust am ein , nncnt’Rr.jO ‘LV I hingeben. Sic gewann einen Einblick m daS Leben ter kleinen ------J „Saar". Die ^„dler, in diese schlichte und dock glücklickere Welt, nach der ihre % -' I Sehnsucht stand. Und dann kam der große Moment, ,,n» mein t außer Zweifel, daß dies das letzte I Lerzensprinz in mein Leben trat". Frülsiahr verunglückten Ballonfüh-I Die Mutter hatte ihr ein Auto geschenkt und Jack war ter Chauffeur Mrs ftrend) machte die Tochter selbst daraus aui- merksam, wie hübsch und nett ter junge Mann sei, unb raidi wurde er daS Ideal ihrer Träume. In der schrecklichen Zeit ter Saison, wo sie in tem GesellschaftSraufch hintaum ltc unb Jack wenig sah, war der Gedanke an ihn ihre einzige Rettung. DaS ging so drei Jahre. Ob er nickt eine andere liebte? Ob sic.ferner würdig war? ,-Jck mußte mir gestehen, das; ich scklecht vorbereitet war, um IackS Frau zu werden Wohl hatte ick mir ein wenig Erfahrung erworben im £>au*halrfuirren, bocken und Räben. Aber es war noch nickt viel. In Ehester vervollkomimicte ick mich mm. Zwar hatte ich nie Gelegenheit, nn richtiges Essen zu locken, aber ich kann Gemüse kochen und Kompott, ick tonn Tee und Üaifec machen unb ich habe auch schon manckmal irlnldr Ach, wie gern tue ich das! Ich bm sicher, ick werte auS Vicnck' -.in i mnnon Igck das Laus führen können. Aber daS war nicht die ausgeführt werden, xropoem puue ««. I "nzige Sckwierig^it, wir hatten fkhr wenig Gelegenheit, unS zu Vusalt von dort am 15. Juni nnt feinem Mückfuhrrverk zwei I sehen imd ick wuntc nickt, ob er mich wirklich liebte. ErU vor Ferkel nach Weinheim mitgenommen unb dort für 46 Mark ver- \ Monaten etwa baten wir imS verlobt. ES war auf einer Erft, weil er nach seiner Angabe zur Bezahlung von Lypoltekni-1 Autofahrt, alS er mich fragte uiib t(§, wie glücklich war ich Ja. lüuen Geld nötig hatte. Wegen ter Einführung ter Ferkel I fühlte es: ick war das fröhlichste Madel in ter Welt, weil tn Weinheim und dort «rzögertn: Amneldung ist B. teresis feine Liebe hatte!" durck Strafbefehl des Amtsgericht- ju Wern beim rechtskräftig ■ . - — mit 20 Mark «träfe belegt worten^Dre '«vme Anklage auteve Vermischte». teJ teS Reick^vichfeuchengesetz ' P olizeist reife u m Sp an d au Seit Ta^ Schöffengericht Lamverthnni liatte in erster Instanz das veranstaltete die Polizei auf der ^uche nach dem JZörDer «ergehen des Angeklagten fcftgeittllt, ihm ater aus dem fute ber am Sonntag vor acht Tagen an bet Juirenbaq ieftwen Grunde eines angeblich vorhanden gavcienen Notttandes von Berliner Radfahrern erjchosien aufgefunbenm freigesprochen. Die merfmürteae Begründung ging dahin, zgolschek, allabendlich Streifen in dem an bic baß burrf) die Sperre die bortigen Lmbwirte m einerTalfcnfaiacner Chaussee angrenzenden Forst In der Nacht angenehme und mißliche Ligc versetzt wurdm undw gcsivungai -onnlag legten sich in der Nähe der Mordstelle zwei die Herreffenten Beitrmmungen zu übertret.n.i Nickt f tn Zeichen vom Ballon ,.©aar". I kennen unb mit Denen ick nicht sprechen sollte, und das ba»te ,ch Lannover, 4. Sept. Am Weserdetch bei Br em er»i besonders. Ach, ick wollte so gern mit tem vauSmcister ein.aufcn Waven ttnirte txm einem Schüler eine Flaschenpost gehen, mit tem Gemüsehändler und tem F n cher fte^eN' weu ri'fl? u^b^eunbVf enbVt«o mmfe t, £eu t -1fi&ÄÄVK Ä 59U» Ä mant im Infanterie. Regiments Drücken, Führer des Ballons . Schrift läßt erkennen, daß sie in h ö ch st er G e f a h r nieder- ■ r fr- r. a. r. s Ci ki aA 1 M' t. 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Aritzrhen und der Klippfisch, humoristisch. Kinematographische Berichterstattung, interessant. Holländischer Fischcrtanz, r-nbiw. Biograph PlocketraBe 18 07191 Plocketraßo 12 Der PrärHrani Großes amerikanisches Drama, ein ganz neuartiges Sujet, effektvolle Reiterfzenen, herrliche Naturaufnahmen. Spannend von Anfang bis zu Ende. Länge 450 m Toto bekommt kein Wasser Eine tolle Humoreske. Path6 Journal, das interessanteste aus aller Welt. Der großmütige Gatte, ein spannendes Drama. Tonbild: Ha verles. Karls Kriegserinnernngen, c,nSo^iö6oSbic Aus Liebe Eine Komödie aus dem Leben zweier Nivalinnen. Vorzüglich gespielt. Länge 800 m Die Eifersucht dos Cowboys Ein ai^erordentlich spannendes amerik. Drama aus dem wildbeivcgten Leben des Cowboys. Seschästsverlegung. Meiner werten Kundschaft und Nachbarschaft blcrbiird) die Mitteilung, das, ich am heutigen Tage mein Geschäft nach In Löbers Hof 4 p. verlegt habe. 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SamStag, den 1). d. MtS., nachmittags 1 Ubr, werden in Hose der Biirgermeisteret mehrere Körbe gute Birnen und wrUP äpfel versteinert.___B6/»_ In den Wagen der städtischen Straf,enbabn wurden in des Zett vom 1. Juli btv 31. August d. Id. nachstehende (Mcgcnftatw- gefnndcn. 2 Paar Handschuhe. 5 Damenschirme, 1 eiserner Hawm^' 1 Brille, 1 Knröbnch, 1 Schlüssel, 4 Herrenschirme. 2 Büchei, 1 Spazierstock, 1 Damettgürtcl, 2 Paar Damen Handschuh. 1 Herrenmiiüe. .. . BV Die Sachen föntten auf dem Bureau dcö Elektrizitätswerk und der Straßenbahn, Lahnstraße 28, in Evipsang genommen weroerr ako = Bernden, bunte und weihe Oberhemden, iowie Stacken und koken ===== In großer Auswahl ■ —— Eilig. Waag, SelfersroegöO G^lt>«3ITIItgllcd der Rebatt-Spar-Verelnlflimfl Oelkuchenbrccher, Elcktrizitäts - Erzeugung und für Wasserversorgung. — Kostenan Schläge, Kataloge, Ingenieurbesuch kosten los und ohne Kaufverpflichtung. Du/e Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende Arbeiten für den Neubau der Blindenanstalt zu Friedberg sollen unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 und dessen Ergänzung vom 24. Februar 1911 auf dem Wege öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden. Erd- und Maurerarbeit für die Einfriedigung. 365 cbm Grundaushub, 269 cbm Fundamentmauer, merk, 300 cbm Bruchsteinmauerwerk, 300 qm hammergerichtele Sockeloerblendung, 130 cbm Backsteinmauerwerk. Steinhauerarbeit desgleichen. 24,75 cbm Aodeckplatten in rotem Sandstein pp. Zimmerarbeit desgleichen. 2,90 cbm Tannenholz zu liefern, 255 m Tannenholz abzubinden, 30 m Dachgesims pp. 4. «0—«0 Meter wollene Lama zu Unterröllen, und die Anfertigung der Mädchenkleider und Nnterröckc. Angebote mit der Aufschrift „Ebelstistung", die die Girina nicht erkennen lasset, darf, sind bis 10. September d. M. bei dem Armer- amt, Asterweg 9, einzureichcn, wo auch Stoffmuster eingeschvi werden können. Hühneraugen Z entfernt „Dollo". Sch. 50 Pfg. 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