m. 104 Ter Gießener Snzeiger erscheint täglich, außer Sonntag?. - Beilagen: r irrmal wöcheurl «iebenerZamilienblcitter zweimal wöchentl.Xrei5- blaltförtxn Kreis Gießen (Dienstag unbVfreuao); «veimal monatl. £ant* wirtschaftliche Zeitfragen pemlpred) - Anschlüsse. h:r die Redaktion 11?, Verlag u. Expedition 51 Adresse tot Depeschen: «uzetger «icßeu. Annahme von Anzeige« Tur die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt M Jahrgang Donnerstag, 4- Mai I9U GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen »otationr-nlS und Verlag der VrMschen Unio.-Vuch- und Steindruckerei B. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: 5Luljtratze 7. Büdingen: tsernsprecher Rr. 50 EeschSstrftelle vahuhofstratze 16a. Bezng-prettz: monatlid)75 Jahre abgeschlossen wurde, dahin abzuändern, das; er von allgemeiner Gültigkeit würde, sich also auch auf die obengenannten bisherigen Ausnahmefälle erstrecken sollte. Und England schlug in die sich ihm darbietende Freundeshand ein. Es fanden zwischen den beiden Mächten 23er» Handlungen statt, die durch eine wirkungsvolle Agitation und Propaganda in beiden Ländern unterstützt wurden und jetzt, wie es heißt, zum Abschluß gelangt sind. Meldeten doch die Londoner Blätter, daß der englisch-amerikanische Schiedsgerichtsvertrag bis zur Unterschrift fertig sei. Ml er- vings wirb der Text des Vertrages die Wünsche derjenigen Friedensfreunde, die auf die Annahme des Ausdrucks „bedingungsloses Schiedsgericht" gehofft hatten, nicht ganz befriedigen. Denn in dem Vertrage behalten sich beide Parteien das Recht vor, in jedem Falle durch Sonderabkommen die streitigen Gegenstände zu definieren; sie schalten also die Definition durch das Haager Schiedsgericht von vornherein aus und überlassen sie in beu Vereinigten Staaten dem -Lenat, der dadurch wohl für den Schiedsgerichtsvertrag gewonnen sein dürste, unb in Großbritannien, wo wohl ui ber Hauptsache die Kolonien Anlaß zu Streitig* leiten mit der Union geben, den Parlamenten der sich selbst regierenden Kolonien, unter Mitwirkung des Londoner Auswärtigen Amts und des britischen Parlaments. Sie wollen aber weiter die Hinrichtung und die Zuständigkeit des Haager Schiedsgerichts dahin erweitern, daß dabei gemäß den Anregungen der zweiten Haager Friedenskonferenz ein besonderer Schiebsgerichtshof „für internationale Gcrochtig- feir" im Jahre 1911 begründet wird, der nicht nur entscheiden, sondern wirklich richten soll. Seine Tätigkeit dürfte also nicht, wie bisher, eine diplomatische, sondern eine juristische sein, und man hofft auf dem Wege der bindenden Präzedenzfälle allmählich zu einem System internationaler Gerechtigkeit unb Billigkeit zu gelangen. Das Hingt für ben Bölkersrieden sehr verheißungsvoll, wenn man annimmt, daß, da die beiden großen angelsächsischen Nationen das Kriegsbeil begraben wollen, für die übrigen Mächte eigentlich kein Grund besteht, nicht das Gleiche zu tun Und doch wirb man sich dabei klar machen müssen, daß zwischen Großbritannien und der Union imt und bL : chilfenprüMs jeder richtig! ,jcht mit de« i sich in de« so auch nach ltheateris )g recht dk. ’ Natur bietet »8 ; Monats kirn. das ftünfU«', | falsch belastet nnb zu Umrdn verleumdet habe. Dulls btnt$' nach diesem Geständnis laut sdüuchzend mit den Dorten zusannneu: „Meine armen Shnber!" Die im Zuhörerraum anwesende Frau des Angeklagten begann in diesem Augenblick laut zu weinen, so daß ihr der Vorsitzende schließlich gestattete, mit ihrem Mann ju sprechen. Die Nebenklägerin Fran Fricke nahm die Beleidigungsklage zurück. Das Urteil lautete wegen Meineids in Drei Fällen auf eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren. Die Geschworenen werden das Gnadengesuch des Verurteilten auf Umwandlung der Strafe in Gefängnisstrafe unterstützen. > Greifswald, 3 Mai CI 7 M Ldchen vor @c- ri ch t.) Ein ungewöhnliches Aussehen hatte der GerichtSsaal während einer Verhandlung vor der hiesigen Strafkammer, da sich nicht weniger als 17 junge Mädchen als Angeklagte zu verantworten hatten Sie standen durchschnittlich im Alter von 17 oder 18 Jahren und befanden sich wegen dummer Streiche in Fürsorgeerziehung. Ter bei solchen Mädchen besonders Heftige Freiheitsdrang lieh in ihren Köpfen den Plan reifen, aus der Anstalt zu entfliehen. An einem Abend im Februar drehten sie im Ehsaal die Gasflammen aus und begannen mit den Schemel- beinen das ganze Mobiliar entzweizuschlagen. Als der erschreckte Anstaltsgei st liche herbeieilte, wurde er verhöhn! Auch als ihm die Anstaltsschwestern zu Hilfe kamen, liehen sich die Mädchen, die sich wie die Rasenden geberdeten, nicht beruhigen. Wohl oder übel muhte ihnen der Geistliche die Tür der Anstalt öffnen, worauf sich die Gesellschaft in alle Winde zerstreute. Freilich dauerte die Herrlichkeit nicht lange: einige der Mädchen wurden bald nach der Flucht wieder ein- gefangen, andere stellten sich freiwillig, weil sie Reue empfanden Von feiten der Staatsanwaltschaft wurde gegen 17 Zöglinge Anklage wegen Meuterei erhoben Nach umfangreicher Beweisaufnahme verurteilte der Gerichtshof die Angeklagten zu G c - fängnisstrasen von vier bis zu neun Monaten. sowie Lviuat, Spargel, Rübstiel, Schnittkobl, rote Rüben, Sellerie, Lauch, Meerrettich, Petersilie, Rabarbcr, Radieschen. Gröhe Auswahl in feinsten, mhen, saftigen Blnt- und Blonden Apfelsinen, Zitronen sowie alle Sorten großartige, neue Rheinische Gemüsen und Blumen Pflanze«, alles auSnahms weise billig. Klein ans Köln. Kleine üanesdironit. In Köln wurde die Sprachleherin Tbir ion, eine geborene Pariserin, als spiona g ev erdä chtig verhaftet. Sie hatte Kunden in den feinsten Kreisen. Es liegt Verdacht vor, daß sie sich in Wesel einen Mobilmachungsplan verschaffen wollte. In Plauen (Vogtland) brannte in der vergangenen Nacht eine dem Aktienbauverein gehörige Scheuer nieder. Unter den Trümmern wurde die verkohlte Leiche eines uubekann - ten Mannes gefunden. Aus einer höheren Mädchenschule inPragspang eine unter richtende Nonne aus dem Sanfter und entfloh. Sie hatte sich wiederholt wegen schlechter Behandlung beklagt. Eine zweite Nonne, die zur Strafe in ein anderes Kloster gebracht werden sollte, ergriff auf dem Bahnhof die Flucht. In Kremsier in Böhmen ergab sich bei der Revision der städtischen Gemeindekasse, baß der Rammeister 400 000 Kronen unterschlagen hatte. In Baku erregt das Bersckwinden z weier Knabe n das Pettoleumkönigs Xa giert» großes Aufsehen. Die beiden Knaben, die im Alter von 12 und 14 Jahren stehen, verlieben das Vaterhaus, weil sie angeblich zu schlecht behandelt wurden Das Vermögen Tagiews wird auf 50 Millionen Mark geschätzt ■lull Heil kn? Stickerei- Stoffe für Blusen und Kleider in einfach und doppeltbreit in sehr reicher Auswahl Mtr. 5.— 3.50 2.50 1 — Stickerei-Spitzen und Einsätze in Mull, Batist Madeira, Kambrik Stickerei-Binsen- Kragen, halsfrei, in feiner Schweizer Stickerei Klöppel-Spitzen und Einsätze, gross. Sortim. I Salomon & Cie. Ol. litt Kräftiger oegetcirifcfter IRittagsfiFdi Reformhaus Kreusvlatz 5, 2862 3 tintig 1 munit K ’tungsaipui l/ Wit herein, Fleischer, ^6en statt, ifk envartct !ahresbmchr I'nd. 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Oesfentliche Wetterdienststelle Gießen. Derlaul der Witterung seit gestern früh: DaS westliche Tiefdruckgebiet ist mit seinen Randwirbeln ostwärts nach der Nordsee vor gedrungen und hat über Nacht in Nordwestdeutschland geringen Regen, im übrigen Gebiet Trübung gebracht. Nach der gestrmm Erwärmung rufen lebhaftere Südwestwinde heute Abkühlung her vor. Der nördliche Randwirbel wird auch in Mitteldeutschland geringen Regen verursachen. WetterauSsickten in Hessen am Freitag dem 5. Mai 1911: Vorübergehend etwas Regen, später wieder heiter, windig aus West, etwas kühler. Letzte Nachrichten. Die Kämpfe um Fez. Paris, 4. Mai. In Tanger sind Nachrichten ans Fez vom 27. April eingetroffen, wonach die Truppen Br6- monds sofort nach ihrer Ankunft auf Befehl des Sultans einen Angriff unternahmen und einen glänzenden Sieg errangen. Erst die herein brechende Nacht machte dem Kampf ein Ende. Der Angriff sollte am 2S. April fortgesetzt werden. Die Truppen Brsmonds hatten einen Verlust von 30 Toten und 30 Verwundeten, die Aufständischen wurden durch den Kamps offensichtlich sehr geschwächt. Der Sultan hat in Fez 7000 Mann zur Verfügung. Md allerhg tcu W rieb gekomii« hat zu di- "Ze jen das v“* (ßerid)tsiaaL Eine dramatische Szene spielte sich Mittwoch in einem Meineidsprozeß gegen den Angeklagten Emil Wulfs vor dem Berliner Schwurgericht ab. Der Angeklagte hatte in einem Prozesse, der seinerzeit gegen den Kaufmann Ballin in Hamburg verhandelt wurde, eine Aussage gemacht, die die jetzt als Nebenklägerin auftretenbe Frau Frtcke belastete, indem er Bestechungshandlungen zugunsten des Ballin, die tatsächlich Martin Ball ausgeführt hatte, fälschlich der Frau Fricke zur Last legte. Seine Behauptung wurde nun durch eine Zeugin, die Konditorfrau Nagel, zunächst bestätigt. Als der Vorsitzende Frau Nagel mit ernsten Worten ins Gewissen redete, der Wahrheit doch die Ehre zu geben, kam es zur Katastrophe: unter Tränen gab Frau Nagel zu, daß sie ihre Bekundungen auf Ersuchen des Angeklagten Wulfs gemacht habe. Die Seugm war nun völlig fassungslos und sank ohnmächtig zusammen. Nach einigem Zögern entschloß sich auch der Angeklagte zu einem Geständnis. Er erklärte, daß er in der Tat falsch geschworen und die Frau Fricke ! flut für Sitöervcrtänfer! Km legjptinieieli stets zu haben bei Fritz Kumpf, Giessen Telephon 375. Größtes Zwiebel - Engrosgeschäft ___________am Platze._______2950 Körbchen in größerer Auswahl für den Blumemag. Ludwig Kodier manu, Bleichstraße 12. 086#7 ab Der im Druck vorliegende Geschäftsbericht, der die umfangreiche Tätigkeit des Verbandes darlegte, wurde gutgeheißen, ebenso hie Verbandsrechnung. Aus dem Geschäftsbericht sind besonders t>ie VohlfahrtSeinrichtunaen, wie die Sterbekasse des Bundes Deutscher Gastwirte, die Haftpilichtkasse, das Fachorgan „Der Gast- irirt", sowie das Kohlensäurewerk und Selterssprudel „Augusta Victoria" hervorzuheben. — Die Genossenschaftsanteile am Kohlen ,'äurewerk werden mit 6 Proz. verzinst. Ter Kassenbericht schließt mit 6452,67 Mk ab, daS Vermögen betragt 8652,22 Mk. Der Vorsitzende Haust berichtete über die Verhandlungen des Bundes Teukicher Gastwirte und des Reichsverbandes Deutscher Gastwirte- Verbände, in denen eine Reihe wichtiger Standesfragen behandelt wurde. Vom Ministerium sind Abänderungen bei der Boll- zugsordnung, besonders die Vorschriften für die Wirtschaftskon- •.effion angeordnet worden: auch die Frage der Sachverständigen- Heranziehung hat entsprechend der vom Verband eingereichten Denkschrift, ihre Lösung gefunden. Die Anträge des Vereins Gießen, bett, die Einleitung von Schritten beim Ministerium, den Landständen und den Bundestag, bett, die ungerechte Bovkot- nerung von Wirtschaften und das Ausstellen von Streikposten, ebenso der Antrag Gießen bett, einen Nachttag zum Brausteuer' gesetz, nach dem die Brauereien in Zukunft das Bier nach Pro- »entgehalt verkaufen müssen, wurden nach der Begründung durch Zaskowsky-Gießen angenommen. Ein Antrag, vor dem Bundestag eine Besprechung bezfigl. Vereinfachung des Weinbuches zu veranstalten, findet Zustimmung, ebenso die Anträge des Der- lrandsvorstandes über den Abzug der Konzessionssteuer bei der Dertzuwachssteuer und die Errichtung einer Gastwirtskammer, ebenso die Anträge des Vereins Darmstadt bett, die Bedürsnissrage bei der Errichtung von Flaschenbiergeschäften und die Einreihung der Privatkostgeb er eien usw., unter die konzessionspflichtigen Wirt- fcfiafpbetricbc. Tie Berichte über die Bundessterbekasse, die Haft- pslimtkasse, das Fachoraan „Der Deutsche Gastwirt" und das Kohlensäurewerk Selterssprudel „Augusta Victoria" finden lebhafte Anerkennung Die Borstandswahl ergab die einstimmige Wiederwahl der seitherigen Mitglieder. Als Ort der nächsten Delegiertenversammlung wurde Erbach i. O. bestimmt. An die geschäftlichen Beratungen schloß sich ein gemeinsames Mittagessen, worauf die Delegierten einer Einladung der Brauerei Hildebrand folgten, um deren Betrieb zu besichtigen. Auch eine Zigarren- und eine Zündhölzchenfabrik wurden besichtigt. d. Mainz, 3. Mai. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde über ein Gesuch des Sozialen Ausschusses der verbündeten Privatbeamtenvereine um Verwendung von Mitteln aus den Ueberschüssen der städt. Sparkasse für den Kleinwohnuy^?, n>au beraten. Der Verband der Hauseigentümer ^’fnung, ein Neustadt, der Verein selbständiger Gewe sy.Hj« Man wendeten sich in Eingaben gegen die Bewilligung Mitteln für die Eigenheime, weil damit der schon schwer belastete Haus- desitzerstand noch mehr geschädigt werde. Der Finanzausschuß, die Deputation für die Verwaltung der Sparkasse, beantragten, den Antrag des Sozialen Ausschusses als zurzeit ungeeignet abzulehnen. Nach längerer Beratung wurde her Antrag der Privatbeamtenvereine mit großer Mehrheit abgelehnt. Das gleiche Schicksal erlitt eine Eingabe des Verbandes der Hauseigentümer um Beleihung zweitstelliger Hypotheken durch die städtische Sparkasse. Da nach den Satzungen der Sparkasse die Beleihung zweiter Hypotheken unzulässig ist. — Für die Erbauung eines Getreideschuppens im Zotlhafen wurden 39 000 Mk. und für Ausbau und Kanalisierung der neuen Straße längs des Winterhafens 53100 Mk. bewilligt. -o. Mainz, 3. Mai. Wie verlautet, wird Direktor Behrend die erste Saison nach dem Umbau des Stadt! Heaters mit einem Verlust von etwa 15 000 Mark abfchließcn. Die Stadt hat zur Verzinsung des Umbaues die Preise erhöht und dne Garderobegebühr cingcführt, sie hat sich dadurch für die diesjährige, nicht vollständige Spielzeit 35 000 Mark gesichert. Der Besuch ist aber seit Wiedereröffnung des Theaters nicht besser, sondern schlechter geworden und so entstand für dm Direktor statt des in den früheren Jahren gewöhnten Ueberschusses von 30—35 000 Mark ein Defizit. Dabei sind zu den Einnahmen auch die für die Vorstellungen in Worms von der Stadt Worms garantierten Summen gerechnet. Wenn man den Ausfall auf eine volle Spielzeit berechnet, so kommen etwa 44 000 M. Verlust heraus. rm. Oppenheim, 3. Mai. Der T i e r s ch u tz v e r e i n für Hessen hielt heute auf der herrlichen Landskrone hier unter dem Vorsitz des Herrn Geh. Oberschulrat Dr. Scheuermann seine 36. ordentliche Hauptversammlung ab. Der Schriftführer, Reallehrer i. P. Heußlcin, erstattete den Jahresbericht. Der Redner verbreitete stch darin über bic fortschreitende Naturschutzparkbewegung und über das weitere edle und sittliche Bestreben des Tierschutzes auf allen Gebieten. In Deutschland bestehen jetzt ca. 370 Vereine mit 132 000 Mitgliedern. Vielem wurde erreicht, aber neue Aufgaben flehen bevor. Besonderer Tank wurde den Lehrern gezollt, die durch ihre erzieherische Wirkung bei den Kindern unenblid) viel erreichen können. Mit Hilfe der Behörden konnten im abgelaufenen Vereinsjahr 94 000 Tier- schutzkalender zur Verteilung kommen. Bei den weiteren Bestrebungen des Vereins könne auch die Frau in ihren Bestrebungen mithelfen. Im verflossenen Jahre wurden bei dem Verein 539 Anzeigen erstattet und infolgedessen Geldstrafen von 1 bis Frische Eier feinste Ticdware 10 Stück 65 Psg., 50 Stück 320 Mk. Frische Landeier 10 Stück 75 Pfg. Stets frische Landbutter Süßrahm-Tafel-Butter ' Pfund 1.40 Mk. 2842 Jakob Maternus estand hn “kirnt e, itnb Ziehung 10. Hal 1911. Darmstädter •» ScKloßfreiheit- Geld-Lotterie 3339 Geldgewinne Im Betrage v. M. 45000 1 Hauptgewinn 20000 2 Hauptgewinne 5000 __3ä 1000 ______ 3000 usw. usw. Lose ä 1 Mk., Sfo-ig! Zu haben bei den K6nigl. Preussisch. Lotterie-Einnehmern u. in allen Loseverkaufsstellen oder direkt durch; 0^ Petrenz, Darmstadt, A. Dinkelmann, Worms. Radikale Vernichtung des Hederich d-Hederichvulver „Marke Haupt- senossenschaft". Der Erfolg überrascht. 1 Ztr. pro Moraen genügt, »reis. Mk. 750 in l'/^Ztt.-Säcken. Frachtfrei allen Bahnstationen. Landw. Haupt-Genossenschaft, Friedberg (Hess.» C4 s Lästige Haare 786 hn Gefickt, an b. Armen, entfernt vtot. vr.Grunwald's (Snthaar= unftßöuber. D. Löü. dtieberlage: Pelikan-Apotheke, Krenzplatz 2 60 M7. und Hafk und Gefängnisstrafen bis zu 10 Docken verwrrkt. Ter Verein erhielt im abgelaufenen Jahre 657 Mk an Geschenken aus zahlreichen Kreisen und Sparkassen Die Mitglieder- zahl ist um 145 gewachsen. Den Reckenschaftsberickt erstattete der Vorsitzende. In dem abgelaufenen Jahre wurde ein Uebersckuß von 2340 Mk. erzielt. Das Gesamtvermögen beträgt 10585 Mark Der Voranschlag für 1911, der mit 8270 Mk. abschließt, wird gutgeheißen. Tie Anträge, wicher 10000 Kalender an die Schulen und 340 Mk Geldprämien an Gendarmen, Schutzleute, Dienstboten usw. zu verteilen, werden genehmigt. Ten Schluß der Verhandlungen bildete ein Vortrag des Prof. Tr. Heine ck- Alzev über Brutpflege im Tierreiche. W WormS, 3. Mai. In der Ehemischen Fabrik von Dr. Wagner im Vororte Pfifsligheim ereignete sich heute früh gegen */,N Uhr eine Kesselexplosion, wodurch Feuer auSbrach. Der 18jährige Arbeiter Adam Jung wurde lebensgefährlich verletzt. Hessen-Nassau. fc. Fran kfurt a. M., 2. Mai. Gestern fand hier bic Frühjahrsversammlung des Vereins mitteb deutscherDienenzücktcr bei zahlreichem Besuch statt. Das HonigerträgniS war wie überall im abgelaufenen Jahr schlecht: die Aussichten in diesem Jahr sind recht günstig. Ein Porentwurf eines Gesetzes zur Ueberwachung der Honigproduktion wurde bekanntgeßcben. Es werden von den deutschen Bienenzüchtervereintgungen seit einiger Zeit beim Reichstag Schritte getan, um ein Gesetz zustande zu bringen, das den naturreinen, von Bienen bereiteten Honig schützen und den Verkauf von Kunst-Auslandhonig und sonstigen Surrogaten einer scharfen Kontrolle unterwerfen soll. Durch Gesäße soll weiter dem Käufer kenntlich gemacht werden, ob er Honig naturrein oder einen Ersatz kauft. In der Wand er Versammlung der deutschen und österreichischen Bienen wirte in Kvnstanz 1911 wird der „Deutsche Jmker- bund" endgültig über diese Frage beschließen. Für die am IG. und 17. Juli in Gießen stattfindende, mit der 50. Jubiläums-Versammlung des Oberhessischen Bienenzüchtervereins verbundene Ausstellung, wurde beschlossen, sechs ilberne Vereins Medaillen zu stiften, die gleiche Zabl für die bienenwirtschaftliche Abteilung der Deutschen Landwirt- chaftsgesellschaft in Kussel 1911. Der Zusammenbruch von Heiligendamm. Rostock, 3. Mai 1911. Zu Beginn bet heutigen Verhandlung wurden die Sachverständigen vernommen, die Über den Wert der von der Firma Haake an Marlitt gelieferten Möbel Auskunft geben sollten. Darnach gelangt der letzte Anklagepunkt gegen Marlitt, das Vergehen gegen die Konkursordnung zur Erörterung. Damit ist die Beweisaufnahme geschlossen. Nach der Mittagspause ergriff der Erste Staatsanwalt Tr. Brümmer das Wort zu seinem Plaidohe r. Et betonte, daß er nicht behaupten wolle, der Angeklagte Marlitt hätte bei der Erwerbung von Heiligendamm betrügerische Absichten gehabt, aber bei der Finanzierung bat der Angeklagte zweifellos nicht ein» wandsfrei gehandelt. Ter Erste Staatsanwalt geht bann auf bie einzelnen Straftaten ein und beantragt schließlich eine Gesamtstrafe von einem Jahre und fechs Monaten Gefängnis. Gegen den Angeklagten Faulmann beantragt der Sraatsanwalt eine Gesamtstrafe von vier Monaten und gegen Schlips zwei Wochen Gefängnis. Hierauf plädiert der Verteidiger des Angeklagten Marlitt, Justizrat Wolf (Berlin). Er erachtet in keinem Falle einen Betrug für vorliegend und bittet, feinen Klienten freizusprechen. Tie beiden anderen Verteidiger, Rechtsanwalt Gauck (Rostock) und Dr. Eger (Berlin) schließen sich dem Anträge des Justizrats Wolf an. — Darauf zieht sich gegen 8 Uhr abends der Gerichtshof zur Beratung zurück. Das Urteil lautet gegen John Marlit zu einer Gesamtstrafe von 5 Monaten drei Tagen Gefängnis. Die Strafe wurde als durch bie Untersuchungshaft verbüßt erklärt. Die Angeklagten Faulmann und Schlips wurden freigesprochen. Geschäfts-Eröffnung I.ZIocl! S« Bahnhofstr.SO Giessen, den 4. Mai 1911. 03677 Sauggasmotoren - Anlagen 2963 Gasmotorenfabrik A.-G„ Köh-Ehrenteld (vorm. C. Schmitz) Verkauf sbnre.au Frankfurt a. M.-Bockenheim, Moltkeallee 72 Biograph Plockstraße 12 03673 Plockstraße 12 Gaskocher L. Althoff, Konkursverwalter. 2996 T- Dr. med. Georg* Liebe. Carl Schunck Seltersweg 52 Unserer werten Kundschaft zur gejL Kenntnis, daß wir 036® 2800 2990) Opern- u. Operetten-Abend '>y=; der D*/6 aller- billigst Die ver- den beste Sparbrenner werden gesamt-, Partie- und einzelmeise ausverkauft, seitherigen Bertaufspreife, auf jedem Stück sichtbar merkt, sind bis zu 25% ermäßigt. Das Geschäft ist ganzen Tag geöffnet. &r Diz 15 Wn Prinzen Ein kleine Mis lassen gl daher n werden, Wander Arbeiter versicher gebt de dan die Um auswärtigen Patienten, die über die weite Entfernung meiner Heilanstalt Waldhof Elgershausen vom Bahnhofe Katzenfurt klagen, besser Gelegenheit zur Konsultation zu geben, werde ich von jetzt an eröffnet habe. 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(Zur Rückantwort 20 Pfg. in Marken beifügen.» Sie Schwinde vküoaltu fifgen die Ermessen mich für noch dun eine solch borns Arbeiter nehmer. cfroaS SB' für pensi das vo es ab. ^at am B lammen u l'cherungsc ordnungsa, ^ird nicht i la9.e eintret Ueie Tage treten. stimmt Schlvindl Das daher nc 2er Rei Kommiss' ~ E° Hchtvin hochachtend Karl Sommer, Bäckermeister Die demokrat Arbeiter Möglich! bätten s e= noch Leute i Weltausstellung Brüssel 1910 Grand Prix Diplome d’Honneur Kgl. Preuss.Staatsmedaille \ u. viele andere Auszeichnangen Sprechstunde Donnerstags von 11—1 Uhr im Gasthaus© des Herrn Lotz, dicht neben Haltestelle Katzenfurt, abhalten. 88 große und kleinere Schweine bei Herrn Gastwirt Jochem, Pulvermühle, Gießen eingestellt haben, welche nächsten Mittwoch frei werden. Gebr. Scherer. D kaffen 1 bestehet aurüd, verfolge 'Äöwi'nd ruf: Ge W rufen I ! Mg. au: Sie ' Ag. Mg. unter S Vize Jacob Grünewald Bankgeschäft. 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