Nr. 282 Trr fitfteetr Snjelflet erschein täglich, auger Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich «ietzeiter^amillenblütter; zweimal rocchnul.Ktelsi blatt fürdea Urei, Hietzea (Tirnsiogunb ^reima); zweimal monnll. land« wirtschaftliche Seilfragen flerniorech - 'Mnldjlüfie: für d»e Redaknoii 118, Vertag u. Expedition 51 Adresse für Tepeschenr Anzeiger «teßeu. Annahme von Anzeige« iür die TageSnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 161. Jahrgang Donnerstag, 50. November 1911 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Zteiudruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und ©ruderet: Zchulftrahe 7. Büdingen: Fernsprecher Ur. 269 Geschäftsstelle vahnhosstrahe 16a. Ve,ug4pret*r monnlIi*751M,t)lertel- iSbrlid) 511. 5.90: biir* Ylbbolf- il Zweigstellen monatlich 65 *91.; durch dieP'oslÜ'ck.L.—vienel- jahrL arrSfchl. Be'tella. Zeilemrreis; lokal auSrvans 20 Ptenuiq. ($ befrebatleur: 51 l^oetz. Verantwortlich Iür den politischen Teil: tiunnfl Goey; für .fttuHle» ton*, .VermischieS' und ,®eiid)i»|dole: R. 9ku* rath; für ,Smbi und 9-rnd": E.Heß; für bcn Aiizergenteil: $». Beck. Die heutige Nummer umfafet 12 Seiten. Die chinefllche Revolution und die Mächte. Das uralte Riekenreüh China bebt in seinen Grund- besten. Ter Ausstand, der im Lüden des Landes, in Honan und Hnpeh, begann, hat sich allmählich io ziemlich aller Provinzen bemächtigt, und nur das im Norden «stärker vertretene Mandschuturn verhindert es, das; man Die regierende Mandschudynastie überhaupt aus Peking verjagt. Immerhin scheint ihr Verbleiben dort nur noch von kurzer Tauer sein zu sollen. Wenigstens bereitet man eine Flucht des HoseS nacy Jehvl schon vor, und am 24. November erklärte der von der Dynastie zu ihrem Retter erkorene u a n s ch i f a i, daß er die Revolution nicht zum Ltill- ftanb brinaen könne, solange die Mandschus herrschten. Ob diese Meldung richtig ist, kann ruhig dahingestellt bleiben, jedenfalls war der vielgenannte Manschikai nicht der Mann, das total verfahrene Staatsschiss wieder slott zu machen. Bei den Mandschus wegen seiner chinesischen Abstammung verhaßt, bei den Chinesen als Renegat verdächtig, hätte er ausreichende Truppen und ausreichende Geldmittel zur Verfügung haben müssen, sollte es ihm überhaupt gelingen, die chinesische Revolution zu bekämpscn. Davon war aber nicht die Rede. Vuanschikai mußte sich unter diesen Umständen zu einer Vermittelungsaktion zwischen dem chinesischen Norden und dem chinesischen Süden bequemen, und diese mußte scheitern, weil man im Süden republikanischen Tendenzen huldigte und demgemäß die Mandfchudynastie stürzen wollte, während man im Norden zwar die Mandschudynastie beiM>ehalten gedachte, ihre Rechte aber und die Vorrechte der Mandschufarnllien dort beschränken, hier überhaupt beseitigen wollte. Tie Kriegs» erfolge der letzten Zeit sind aber auf Seiten der Republikaner, so daß es bei dem Doppelspiel, das 'Zuan- schitai augenscheinlich treibt, keineswegs ausgeschlossen ist, daß er fick selbst für die Republik China entscheidet und vielleicht sogar ihr Präsident wird. Eine andere Möglichkeit bei der Lösung der chinesischen Wirren märe die, daß China sich in eine nördliche, wirklich konstitutionelle Monarchie und in eine südliche Republik teilt, die erste unter der dann nur noch dem Namen nach regierenden Mandschudynastie, aber unter Dem Regiment Nuanschikais, Die letzte unter der Präsideiitschast des intellektuellen Ur» Hebers der Revolution, Dr. Sunjatsen, oder vielleicht auch unter dem Führer der Rebellenheere, General Li. DaS Ausland könnte diese innere Umwälzung Chinas ruhig mit ansehen, wenn es nicht eine durch den ; Taiping- und Boxeraufstand geschichtlich erhärtete Tatsache wäre, daß die chinesischen Machthaber, wenn sie in der Klemme sitzen, stets bemüht sind, den aegen sie gerichteten Haß auf die Fremden abzulenlen. Im Anfang der Revolution haben sich beide Teile löblicherweise jedes Angrifts auf die Fremden enthalten. Crst die freilich bisher unbestätigte Meldung von der Niedermetzelung schwedischer Misionare, unter denen sich zwei deutsche befanden, sowie die gestrige Nachricht von der Plünderung des deutschen Hospitals in Tungkun und dem Ueberhandnehmen der Piraterie in den chinesischen Gewässern, lassen befürchten, daß, wenn auch diese Missetaten vorerst nicht auf das Konto der beiden kriegführenden Parteien, sondern auf das räuberischen Gesindels zu schreiben sind, im Verlauf der chinesi- scheu Wirren es doch zu Ausschreitungen gegen die Fremden kommen dürste, und zwar wahrscheinlich von feiten derjenigen Partei, die ihre Meberlage befürchtend, allein in einer Intervention der Drächte Rettung für sich erblickt. Die im neuen China wohnenden Europäer sind nun zwar endlich, nachdem die ersten Warnungen ihrer diplo- Siehener Thealerverein. Die luftigen Weiber von Windsor. Oper von O. Nicolai. Gastspiel des Großherzoglichen Hoftheaters in Tarmstadt. Ein prächtiger Theaterabend! 5ln sich könnte man ja darüber streiren: ist es zweckmäßiger, einem Publikum, das den Genug regelmäßiger Opernvorstellungen entbehren mutz, icweus ai^fcltcne Kostprobe die bedeutenderen Novitäten zugänglich zu machen — oder aber den Gesichtspunkt der Seltenheit umgetchrt zu bewerten und lieber die müheloseren Genüsse altbewährter Menter- werke zu bieten, bie auch dem weniger gesättigten und fntilluHcrncn Hörer noch genug des Neuen und Lohnenden bringen. Beides hat sein für und wder; jedenfalls aber konnte unter den alteren heiteren Opern nicht leicht eine bessere Wahl.getrosten werden als mit Nicolais allerliebsten und dabei musikalisch w wertvollen .Lustigen Wildern" — zumal sie ent neuerdings als Festvorstellung zum Geburtstag des Großherzogs in xacmitaDt neu cimtubicrt worden find. — Tas einzige Werk Nicolais (geh. 1810 zu Königsberg, bae sich von seinen verschiedenen Opern u w. erhielt, kam leider zu f»at, um dem Meister sein „trauriges Los, ein deutscher Opern Krmponist zu sein" zu verbeiiern; wenig Wochen nach Der erfolgreiche« Erstausführung iLecliN 1840- starv er. Tie 'Musik ist von übeüprudelndem Humor und von ton» lieber an Mozart gemahnender Feinheit und Frische. Oas nach dem bekannten Shalespeareschen Lumviel zurechtgezrmmerte Textbuch ist immerhin theatralisch nirtfam. Tie Tarmstad.er Gaue id ienen ganz in ihrem Fahrwamc und boten ihr bestes, ^chon die — auch als Konzertstück betannie und beliebte — Duoettllte fand eine schwungvolle Wiedergcbe. Man erbeut nch immer wieder an diesem töstlich erfundenen und instrumentierten ^on- gemäld-v Auch die pikante Balleitnusik im letzten Akt ist rühmend hcroorzuhebeu. Bei einigen Begienungsstellen, zumal im ersten Akt, wurden die Sing stimmen durü etwas zu schneidige -ton- gebung der Instrumente teilweise gedickt. Toch mögen hier auch die Raum- und akustischen Verhättnvse unseres Theaters mtt- sprechen. . . .o.iiSenienmg und Regie iraren galt lvacker; indessen tollten sich die meist doch ganz einfachen Verwandlungen in etwas kür- seren V aus en bewältigen lassen. Unter den Solisten glänzten besonders die Vertreter der bdbCH Hauptrillen. die übermütige malischen Vertreter nngelwrt verhallt waren. Den Rat schlügen gefolgt und haben sich in die großen Stabte begeben, wo ihr Leben minder bedroht erscheint. Aber die auch hier vorhandene Möglichkeit, daß der chinesische Pöbel, wenn er eine Tirektive von oben erhält, Leben und Eigentum der Fremden bedroht, Uetz es den Mächten angezeigt erscheinen, ihre Gesandtschasts- und Konsulatswachen zu verstärken. Was speziell T e u t s ch l a n d anbetrisft', so hat sich die Provinz Schautung, zu der unser Pachtgebiet Miau- tschau gehört, bisher völlig ruhig gehalten, ja sogar ihre Unabhängigkeitserllärung widerrusen. Und am Jangtse- kiang, wo der Ausstand ausbrach, sind die dort sehr großen deutschen Interessen in Hanlau, Hanjang, Wutschang, Nan- ling, Tschinkiang und Schanghai Verhältnismaß.g stark geschützt durch den Kreuzer „Leipzig", die Kanonenboote „Iltis" und „Tiger", das Flußlanonenboot „Vaterland" und das Torpedoboot S. 90. Mißlicher sieht es dagegen mit dem Schutz der in Peking und Tientsin lebenden Deutschen aus, für den nur 100 bezw. 50 Mann des in Kiautfchau garnisonierenden 3. Seebataillons als Gesandtschaftswache bezw. Konsulatswache in Betracht kommen. Tiese deutschen Truppen sollen jreilich von Miaut)djau aus durch weitere Abgabe von 2VU 'JJiumi üerfrdrit werden, aber was sind ichtteßlich 330 deutsche Soldaten in den beiden Millionenstädten Peking und Tientsin? Und wird cs nicht den Ueber- mut der Chinesen in Schantung anstacheln oder wenigstens unser politisches Ansehen dort sehr finten lassen, wenn in dem uns Millionen kostenden Niautschau und in der für uns überaus wertvollen Provinz Schantung nur eine schwache deutsche Be.atzung verbleibt? Turch den Boxerauss.aud wurde unjere Regierung überrascht. Soll sie sich aud) burd) die in China zu erwartenden Ereignisse uülicbi,ain ubena.schen lassen? Wir müssen in China auf dem Posten fein, sollen wir nicht bei den dortigen Staatsumwälzungen die FruciFe des Jangfteabiommens an England verlieren und an Rußland, Amerika und Japan alle die wirtschaftlichen Rechte abtreten, die wir in China noch besitzen, einjchließlid) natürlich unferes Schutzgebietes Miautschau. Tenn aud) diese Rechte werden sämtlich hinfällig, sobald sich Der Status quo aiiie in China ändert, sich also z. B. eine Teilung Chinas vollzieht. England, Rußland, Amerika und Japan haben anscheinend schon alle Vorbereitungen getroffen, um in China einzuschrei.en und sich ihre befiel)enoen Rechte nicht nur zu sichern, sondern sie auch zu erweitern. Maßnahmen der deutschen Regierung. Wie heute gemeldet wird, hat die deutsche Regierung folgende Vorsichtsmaßregeln getroffen: Berlin, 29. Noo. Tas Gouvernement des Schutzgebietes K i a u t s ch o u ist angewiesen worden, sofort ein Tetachement von 200 Mann nach Tientsin zu entsende «. Tiefe Truppe bildet zunächst eine militärische Reserve in der Provinz Tschili, aus die gegebcnensalls zurückgegrisfen werden kann. Mit Rücksicht auf die Befatzungsstärke des Schutzgebietes erfolgt sofort ein Ersatz der Gouvernementstruppen und zwar durä) Mannschaften des Stamm-Seebataillons. Tiese werden dem planmäßigen Ablöfüngstransport der Feldbatterie deS Schutzgebietes angeschlosteii, der am 30. November auf dem Dampfer „Göben" Hamburg verläßt, Lie Eroberung von Nanking. Nanking, 2j. t-uiu. xie Revolutionäre sind heute morgen durch vier Tore in die Stadt eingedrungen. Belagerungszustand in Hongkong. Hongkong, 2V. Noo. Mit Ruasicyt auf die Anwesenheit zahlreicher unruhiger cyine.ifiher Elemente und Frau Fluth lFr. m e r n i c-oraniiuri) uns Ritter Falstaff (Herr Riechmann! in mufilalisarer unv befonders auch in darstellerischer Beziehung: einzelne Momcnlc gestalteten ne in Der Tat mit hinreißendem Humor. Ihnen rechten sich mit tüchtigen Leistungen Herr Weber fowie Herr Hofs und öiäidein Howard in den Rollen Des Ehepaares Reich an. Tie schwierige und auch rnufikalifch beßeutiame Szene mit Falstaff im zweücn Aufzug gelang Herrn Weber bei'onoers gut. Angememfscne Vertretung taiUMt auch die Nebenrollen, die beiden Karilaturen: Junker Spärlich Herr Bernhardt) und Tr. Cajus Herr Kroger, 'owie die Lenreter Der icntimentalai Seite: Anna Reich (Fräulein Schaube und Femon 'Herr Hacker-, Die in tiefer Atmosphäre von Uebcrmut und burleskem Humor etwas schwer zur GAiung tommeu: Herr Hacker möge sich vor dem Tremulieren hüten. Tie Ensemble-Nummern — eine Haupt- Stärke Nicolais — gingen vortrefflich, so z. B. das packend jnicye Finaie pes eriuj. «iiaifzu^. auu» das oailen bot Dem Auge anmutige Bild.r, die uns indes Den geheimnisvollen Rnz näMluyen Eifemvuls wohl nod) mehr vorgezauöert hätten, wenn die Belcudüung aus anfänglichem Dämmern erst nach und nach zu schärferer Helle übergegangen wäre. Tanzbär ist anzuerkennen. Daß uns der fast ungerürzic Genuß dieser Oper geboien wurde, Du sich sonn h,rgcdra^,te...iaßcn iay.r.iu^ cinac gciallen laffen muß. Tas Haus war dicht defctzt und sehr amnueit P. * haufton Sfemart Lhamberlain über Richard Wagner; Beziehungen zu Mathilde wesenöonck. K.-f. Von dem bekannten und allseüig geschätzten Werke Houston Steiran Chamberlains üocr Richard Wagner erscheint soeben im Verlage von Friedrich Bruckmann in München eine neue, reich üluiinerte Ausgaoe, in der Chamberlain Gelegenheit nimmt, sich über Wagners Beziehungen zu Mathilde Wefen- donck zu äußern. Ter Briefwechsel zwischen dem Meister und Frau Wesendonck ist ja inzwischen erschienen und hat nicht allein, wie natürlich, ein außerordentliches Aufsehen erregt, sondern auch auf manchen Setten Die Anficht erzeugt, daß man hiernach erst Wagners Perfönlichkett und Schaffen zu erfafien im:ande fei. Tem gegenüber macht Chamberlain zunächst Darauf aufmerksam, Daß, wie sich aus Den biographifchen Urkunden erroeifen wegen wiederholter Angrine auf die Polizei ließ der Gon- Dcrncnr die Sondcrvorfdiriflcn zur Ausreck-terhaltung der Ruhe und Ordnung in Kraft treten. Eroste Lage in der Mandschurei. Tokio, 29. 9iov. 'Xad) amtlid)cu Melduilgen beginnt die Lage in der Mandschurei ernster zu werden. Japanische Truppen sind in Niutsckswang eingelrofsen. Es wird berichtet, daß Sangs au von den Aufständisch en genommen worden ist. Banditen und Pöbel treiben in Fentschang und Futschu ihr Wesen. Ter Vizc- könig hält alle verfügbaren Truppen in Mukden versammelt. Eine Verstärkung für die Wache der japanifchcn Gesandtschaft wurde nad) Pering abgefandt. Ein kaiserliches Edikt. Peking, 29. Nov Ein kaiserliches Edikt weist die Schuld an den letzten Kämpsen und Angriffen den 'Jluffiän- duchen zu und befiehlt demVizekömg vonHukuang, die zahlreichen Leid>en zu beerdigen fowie Die Not zu lindern. Ter selbstbewußte Ton der gestrigen und heutigen Edikte spiegelt das w i e d e r k e h r c n d e V e r t r a u e n d e r Munds ch u s wieder. Aus militärischen Melduageit von H a n ka u geht hervor, daß die Macht der Aufslandischen der der Kaiserlichen bis zum 25. November überlegen war, bann weigerten sich die Truppen aus Hunan anzngreisen. Später meuterten 5000 frisch angestellte Rekruten aus Hupe und töteten ihre Offiziere, als fie angreifen follten. Ttc Streitkräfte Liifuanghengs in Wilschang betragen angeblich mehr als 19 000 Ttann. Der italienifd)=tflrfi|d)e Krieg. Aus türkischer Quelle werden jetzt die Meldungen von dem jüngsten Vorstoß Der Italiener bei Tripolis bestätigt. Nur follen die großen Verluste auf feiten der Italiener, nicht der Türken, gewesen sein: Konstantinopel, 29. Nov. Tas Kriegsministerium veröffentlicht ein Telegramni des Kommandanten von Tripolis Nesches Bey vom 27. November: Tic kombinierte italienische Brigade begann gestern früh den Angriff ui ter Richtung von Frnjara, um innere Rückzugslinre abzuschnciDen. Infolge unseres harMäckigen Widerstandes z o g si ch dc r Fe i n d abends in seine früheren Stellungen zurück. Ta unsere Rück- zugslin^e bedroht war, ließen wir uiucr Bataillon nach Suk el Tjchuma zurückgehen. Feindliche Kolonnen ruckten Die Henne vor. Tie Verluste unserer Freiwilligentruppcn sind unbedeutend. Ter Feind erlitt große Verluste. Grausamkeileu der Türken und Araber. Tie Italiener haben die „Genugtuung", gleichfalls Über Grausamkeiten ihrer Gegner klagen zu können. Wenn der nachstehende Bericht nur Halbwegs wahr ist, sind erschreckende Ausschreitungen durch Türken und Araber vorgekommen. Tie Italiener aber müssen sich sagen: Wer Wind säet, wird Sturm ernten: Berlin, 29. Noo. Ter hiesigen italienischen Botschaft ist folgende Mitteilung zugegangen: Aus dem Vormarsch, der dem Siege vom 26. dieses Monats folgte, konnten die italienischen Truppen zahlreiche Akte furchtbarer Grausamkeit feststellen, die Don türkischen und arabischen Truppen begangen worden roaren. Nahe bei der Moschee von Henni, wo in Der Sd)lacyt vom 26. Oktober ein Lazarettposten des 27. Ber- saglieribataillons ausgestellt war, wurden 28 schwer ver- ftummelte Leichen von Soldaten gefunden, die gekreuzigt, erwürgt, aufgespießt oder deren Glieder aus Den Gelenken gelöst waren. Unter ihnen besand sich auch der Leichnam eine» Stabsarztes. Auf dem benachbarten arabischen Kirchhof, der von Der 4. Kompagnie der Bersaglieri besetzt worden war, wurden die Leichen läßt, die Beziehungen Wagners zu dem Ehepaare Wescndonck immer ungetrübt geblieben find' in Triebschen wie auch später in Bayreuth waren Die WescnDoncks gern gesehene Gäste, und wie wäre, io fragt Chamberlain, das möglick), wenn dem Verhältnis zwischen Richard Wagner und Mathüde Wesendonck, jene leidenschaftliche, rein individuelle und einzige Bedeutung zukamc, die oberflächlich Urteilende ihm andichteten. „Ebenso wenig besaß aber jene liebliche funge Frau und Mutter die geistige Bedeutung, sähig einem Dichter zu hohen Eingebungen, die erste Anregung zu spenden. Als ich das vorliegende Bud) schrieb, kannte ich Frau Wesendonck Nicht; später wurde mir die Ehrr niteü: und ich sah bestätigt, daß hier einzig der Zauber vor Jugend und Anmut in einer fchönen Weiblichkeit der sehnsüchtigei, Phantasie des Tichters Nahrung zugesührt haben konnte. Ta» Geheimnis Der sonst unerklärlichen Seelenossenbarung des Meisters gegen diese Freundin liegt einerseits in der Dürftigkeit seiner fonstigen Umgebung, andererseits aber in der verklärenden Wirkung der Abwesenhett. Wagner war von Mathilde Wesendonck säst stets getrennt und dadurch wurde der Trchter frei, alle Zeitlichkeit nach Belieben abzuftrelsen und sich em Bild nach feinem Herzen und nach seinem Geiste zu schassen, ein Gefäß für sein Sehnen und sein Vertrauen." Treffend hebt Chamberlain hervor. Daß Wagner sich über seine Umgebung saft immer getäuscht habe, indem er ihr Wollen überschätzte; man Darf hinzufügen. Daß er auch stets zuviel für sich und die Förderung fernes Werkes seiner Umgebung gefordert hat. Aus diesem Grunde lag, wie Chamberlain sich ausdrückt, fast in jeder Beziehung Wagners gleich von Ansang an Der Äcim zu einer tragischen Entwicklung. ♦ — T i e Leibisammlung kommt nach Köln. Tie Kölner Stadtverordnetenversammlung beschloß^ in ihrer heutigen Sitzung den Erwerb Der Seegerschen Leibi-Sammlung für cen Kauivreis von 1050000 Mark. Eine in Den letzten Wochen für diese Zwecke veranstaltete Privatsammlung hat die Summe von 332 000 Mt. ergeben. Tie Versammlung nahm diese Schenkung unter dem Ausdruck lebhaftesten Tankes an. Tie teibi- lammlung emhätt u. a. 30 3 .iroerL* des Meisters, der ein Kölner Minb war. Tie Sammlung soll im Museum Wallraf Richar? untergebracht werben. von sieben Sol baten gefunden, die lebend eingegraben worden waren, so daß nur der Kopf aus der Erde hervorragte. Einem Leichnam, der identifiziert wurde, waren die Augen herausaeris- s e n und an der Stirne angenäht. Durch die krampfhafte Zusammenziehung der Augenlieder konnte festgestellt werden, daß der Soldat noch am Leben war, als er diese Grausamkeit erlitt. Ein anderer Leichnam war kastriert. Bei einem weiteren war einem aus der Erde hervorragenden Arm die Hand abgeschnitten. Andere Leichen wiesen Spuren anderer schändlicher Mißhandlungen auf. Die Militärbehörde und das Geniekorps haben photographische Aufnahmen gemacht. Ein Korporal, dem es in dem .Kampfe vom 26. Oktober gelungen war, das Gros, der Truppen zu erreichen, hatte bereits diese Grausamkeiten, die nicht nur von den Arabern, sondern auch von regulären türkischen Truppen und Frauen begangen waren, gemeldet. Aber die italienischen Behörden hatten Beweise abwarten wollen. Die Persönlichkeit mehrerer Opfer ist seftgestellt worden, doch werden die Namen aus Rücksicht auf die Angehörigen nicht veröffentlicht. In der letzten Nacht wurde auf dem Kirchhofe im Innern der Stadt die eingegrabene Leiche eines Artilleristen gefunden, der an- schemend in Gegenwart eines Gendarmen oder Lar von ihm selbst ermordet worden ist. Der Gendarm rst verhaftet worden. Das Neueste aus Tripolis. Tripolis, 29. Nov. (Agenzia Stefani.) Abgesehen vön einigen Gewehrschüssen ans der Oase, die die Arbeiten der italienischen Truppen stören sollten, ereignetesichnichts Neues. iTre Arbeiten sclneiten rüstig vorwärts. Durch mehrere Rekognoszierungen der Truppen und Flaggschiffe wurde eine Verschiebung der feindlichen Streitkräfte festgestellt. Es laufen Melsungen über Unzuftiedenheit und Desertion der Araber ein. Von den im letzten Kampf Verletzten sind italienischerseits vier schwer verwundet, der Zustand der anderen bessert sich. Ein italienischer Erfolg bei Bengljast. Aus B e n g h a s i trifft die amtliche italienische Nachricht von einer glänzend durchgeführten Operation eines S t r e i f k o r p s unter General D a m i c o ein. Eine am Abend des 27. November aus.Rekognoszierung begriffene Kavallerieabteilung wurde von einer größeren Beduinenbande mft lebhaftem Gewehrfeuer empfangen, wodurch ein Italiener getötet wurde. Unter dem Kommando des Generals Damioo wurde ein aus drei Waffengattungen zusammengesetztes Streifkorps gebildet, um die Beduinen, die in beträchtlicher Anzahl sieben Kilometer von den vorgeschobenen italienischen Stellungen sich be- sanden, zu züchtiaen. Das Korps ging sofort zum Angriff auf die überraschten Beduinen über. Es kam zu einem lebhaften längeren Gefecht, das mit einer vollständigen Niederlage der Beduinen, die fast alle tot auf dem Platze blieben, endete. Darauf ließ General Damico das Gebiet, wohin sich die Ueberlebenden geflüchtet hatten, beschießen, bis jeder Widerstand gebrochen war. Er traf nach Sonnenuntergang in Ben- ghasi wieder ein. >Tie Verluste italienischerseits sind noch nicht genau festgestellt. Zwölf wurden getötet und etwa 30 verwundet. Die Haltung der Truppen ist musterhaft, die Stimmung sehr gehoben.___________________________________________ Aus Hessen. Aus dem Wahlkreis Friedberg-Büdingen. Zu der gestrigen Notiz, wonach die Einigungskandidatnr Strack in Frage gestellt sei, wird uns von genau unterrichteter Seite mitgeteilt, daß dies vollständig ans der Lust gegriffen sei. Die Notiz war durch eine bekannte Korrespondenz auch in anderen hessischen Blättern verbreitet worden. tum annehmen dürfen, weniger als Vierzehnjährige mit Erlaubnis der Eltern orthodox werden können. In besonderen Ausnahme- ällen bedarf der Beschluß des Heiligen Synods dieser Erlaubnis nicht. Tic Gesetzesvorlage wurde wegen bedeutender^ Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Reichsrat und der ^uma einem besonderen Vereinbarungsausschuß von vierzehn Abgeordneten der beiden Körperschaften übergeben. Die Botschaft Tafts, die am Montag an den amerikanischen Kongreß geht, rourbe am Dienstag abend fertig i estellt. Sie ist der Trustsrage gewidmet. Wenn auch die Emzel- ! leiten noch nicht veröffentlicht sind, so heißt es doch, datz dn bundesgerichtliche Inkorporation, wie sie Taft vor zwei Jahren entwarf, neuerlich als Methode für die Lösung des Trustprvblems vorgeschlagen werden soll. Eine Anregung betreffs Abänderung des Shermanschen Antitrustgesetzes soll die Botschaft angeblich nicht enthalten. i2er Präsident gedenkt die Tariffrage m einer Sonderbotschaft nach dem 12. 'Dezember zu behandeln, sobald »as Tarifamt die Berichte über die Woll- und Daumwollpreise veröffentlicht hat. Aus Stadt und Land. Gießen, 30. November 1911. Besorgt rechtzeitig die Weihnachtseinkäufe! Sehr viele Leute denken an die Weihnachtsgaben wochenlang vor dem Fest, können sich aber nicht zu dem Entschluß aufraffen, das, was sie für das Richtige befunden haben, auch rechtzeitig, bereits geraume Zeit vor dem Weihnachtseste, zu kaufen. Daraus, daß mit dem Einkauf der nö- igen Sachen zu lange gezögert und oft erst kurz vor dem Weihnachtsfeste ein Entschluß gefaßt wird, was für das Weihnachtssest gekauft werden soll, entstehen den Handel- und Gewerbetreibenden allerlei Schwierigkeiten, so daß sie während der letzten Tage vor Weihnachten die Nacht zum Tage machen und aus Sonntagsruhe ganz und gar verzichten müssen. Wir möchten deshalb im Interesse der Geschäftsleute einer gleichmäßigeren Verteilung des Weihnachtsgeschäftes das Wort reden, indem wir an alle die- enigen, welche dazu in der Lage sind, die Bitte richten, )ie Weihnachtseinkäufe nicht auf die letzten Tage vordemFeste auszuschieben, sondern ihren Bedarf für Weihnachten, soweit das irgend möglich ist, chon jetzt bei den Geschäftsleuten zu entnehmen. Llber ruch im Interesse der Käufer und Besteller liegt es, mit ren Weihnachtseinkäufen und Weihnachtsbeftellungen nicht bis unmittelbar vor dem Feste zu warten. Kurz vor Weihnachten wird der Andrang in vielen Geschäften so groß, raß die Geschäftsleute den Wünschen der Kauflustigen bei dem besten Willen nicht immer ganz gerecht werden können; kurz vor Weihnachten ist aucy das Lager zumeist nicht mehr so gut sortiert wie vorher. Jetzt können die Käufer und Besteller von Sachen auf alle Fälle in Ruhe ihre Auswahl treffen, während sie später sich rascher ent» chließen müssen, als ihnen lieb sein wird. Und Arbeiten, die in Bestellung gegeben werden sollen, können nur besser ausfallen, wenn ihre Bestellung nicht bis zum letzten Augen- rlick verschoben wird. Es kann deshalb jedem nicht dringend genug ans Herz gelegt werden, seine Weihnachtseintaufe zur rechten Zeit, schon einige Wochen vor dem Weihnachts- ?e]"te, zu machen. Bei dieser Gelegenheit sei auch un- ere schvn oft ausgesprochene Mahnung „Kauft am Platze!" wiederholt. Damit Dienen die Käufer nicht nur den hie- igen Geschäftsleuten, sondern in erster Linie ihrem eigenen Interesse. Sie brauchen keine Reisespesen und^Portokosten ür ihre Einkäufe, können nicht gefallende Sachen leicht rmtauschen und schonen mit der Siärkung der Steuerkrast )er Geschäftsleitung ihre eigene. Deutsches Reich. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Der Kaiser beglückwünschte den Reichskanzler zu seinem Geburtstag (am 29 Nov. ist der Reichskanzler 55 Jahre alt geworden) in gnädigen Worten und machte ihm eine Vase mit dem kaiserlichen Namenszug zum Geschenk. Das Arbeitskammergesetz, das im Reichstage nicht mehr zur Erledigung kommen wird, dürfte, so schreibt man uns aus Berlin, als vollständig gescheitert betrachtet werden, da die Regierung beabsichtigt, diese Materie dem Reichstage nicht mehr vorzulegen. Es ist möglich, daß diese Materie den Reichstag später einmal in anderer Form beschäftigen wird. Die dem Reichstage vorliegende kleine Strafgesetznovelle soll aus den Wunsch des Reichsjustizamts in der nächsten Woche noch in dritter Lesung verabschiedet werden. Die nationalliberale Fraktiondes Reichstags hat einen Initiativantrag eingebracht betreffs Annahme eines Gesetzentwurfs über das Verdingungswesen für das Deutsche Reich. Durch diesen Entwurf soll das Submissionswesen reichsgesetzlich geregelt werden. Zu Grunde gelegt ist dem Anträge der vom Hansabund seinerzeit ausgearbeitete Gesetzentwurf über das Verdingungswesen. An eine Verabschiedung dieses Antrags ist bei der Geschäftslage des Reichstags nicht mehr zu denken. In der „Voss. Ztg." wirbt Generali eldmarschall Freiherr von der Goltz in einem langen Artikel Mitglieder für den Jung-Deutschland-Bund. Dieser werde die Volks! caj: und Wehrkraft stählen mrt der E Wartung der Jugend und damit dem rapioen Rückgang der Geburtenziffern entgegenwirken. Ter ganze Bau des Jung-Deutsch- land-Bundes solle von der Mitgliedschaft getragen werden. Diese solle sich aus allen gebildeten Ständen rekrutieren. Frauen seien als Mitglieder sehr willkommen. Politische und Parteiinteressen würden von den Bestrebungen des Jung-Teutschland-Bundes streng ferngehalten werden. Die badische Zweite Kammer wählte zum ersten Präsidenten Rohrhurst (natl.) mit 39 Stimmen, zum ersten Vizepräsidenten Gei je (Soz.) mit 38 Stimmen und zum zweiten Vizepräsidenten M u s e r (Fortschr. Volksp.) mit 41 Stimmen. Der Pariser „Temps" veröffentlicht heute die offenbar durch Indiskretion in den Besitz seines Straßburger Korrespondenten gelangte Liste der vom Kaiser in Die erste Kammer für Els aß-Lo thringen Berufenen. Es seien dies die Herren: Weihbischof Zorn von Bulach, General von Moßner, AbgeorDneter Rechtsanwalt Tr. Vonderscheer-Straßburg, Mgeordneter Dr. Hoeffel- Buchsweiler, Staatsrat Exzellenz Dr. Wack, Altbürgermeister von Straßburg, Professor Labaud, Baron von Türckheim, Graf von Andlav, Abgeordneter Gregoire, Seminardirektor Rech, Professor Adtr-lliohrbuch, Rechisanwalt Ruylant-Eol- mar, Fabrikbesitzer Bian-Sentheim, Baron von Reinach, Hüttendirektor Miethe-Rohrbuch. Tie Liste dürste, so fügt das Wolffsche Bureau hinzu, der Wirtlichkeit entsprechen. Die kaiserliche Genehmigung steht jedoch noch aus, oa die Angelegenheit zurzeit Den Bundesrat noch beschäftigt. Ausland. Der russische Reich-.>iat hak die Prüfung der Gesetzes- Vorlage über den Glauben s w c chs e-L abgeschlossen. Paragraph 3 wurde dahin abgeändert, Dai, über 14 Jahre alle Nichtchristen und Heidey vor .Erreichung Dee Volljährigkeit das Ehri|len- & Tageskaleudcr für Donnerstag, 30. Nov. Vortrag des Kaufm. und des Ortsgewerbevereins: Rechnungsrat Harth- Darmstadt: Die Reichsverjicherungsordnung. Abends 8l/2 Uhr im „Einhorn". Gesellschaft für Erd- und.Völkerkunde unD Oberh. Gesellschaft ür Natur- und Heilkunde: Vortrag von Professor Fraas- Stuttgart: Die Saurier-Lagerstätten in Dcutsch-Ostafrika und deren.Ausbeutung. Abends Uhr in der Universitätsaula, *. * * L.U. Nach vorläufiger Feststellung sind im laufenden Semester 1276 Studierende an der Landesuniversität immatrikuliert, gegen 1243 im Wintersemester 1910/11. * * P f a r r p er s o n a l i e n. Der Gro scher zog hat dem Pfarrverwalter Wilh. Drautmanli zu Appenheim die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen. * * Erledigte L e h r e r st c l l c n. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein- Krotzenburg. Tie mit einem cvang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Geincindcschule zu Kaul sto s. Dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. ” Die Wahlen zur Hessischen Landwirtschaft§. kammer werden voraussichtlich gleich nach den Reichs. tagSwahlen stattstnden; man ist zurzeit mit der Aufstellung der Wahllisten beschäftigt. Die 1906 gegründete Kammer hat eine fünfjährige Daiier und nach Ablauf dieser Zeit müssen für sämtliche Wahlbezirke, deren es in jeder Provinz 15, also zusammen 45, gibt, Neuwahlen stattfinden. Streng genommen ist die Gültigkeit der Mandate abgelaufen, da die 5 Jahre um sind, doch hat man mit Rücksicht auf die seitherige Krankheit des 1. Präsidenten, Geheimrat Haas, bisher von einer Neuwahl abgesehen. Die Wahl ftndet in- direkt statt. Es sind für jeden einzelnen der 45 hessischen Wahlbezirke je 15 Vertrauensmänner zu wählen, die dann den Abgeordneten zu wählen haben. Stadttheater. Die zu kleinen Preisen am nächsten Sonntag nachmittag stattstndende Aufführung des erfolgreichen Schwankes .Meyers" ist die unbedingt letzte des Stückes. Auch »Polnische Wirtschaft wird am Sonntag zum letzten Male in einer Abendvorstellung gegeben, doch sind noch einige Nachmittagaufführungen des beliebten Baude- villes beabsichtigt. •• Frauenvortrag. Einen Rückblick in die Anfänge der modernen Frauenbewegung will der Vor- trag bieten, den Frau Wolff-Jaffö aus Mannheim am 5. Dezember auf Veranlassung des hiesigen Frauen- slimmrechtsvereins halten wird. Tie edle, Willensstärke Persönlichkeit von Luise Otto-Peters, die mit sicherem Blick die soziale und politische Seite einer Bewegung erfaßte, deren Bedeutung heute in allen Bevölkerungsschichten an- erkannt wird, soll im Mittelpunkt stehen. In einer Zeit wie der heutigen, die für die Frauenbewegung voll von (Segen» wartskampfen und ZukunftSzielen ist, tut man gut, sich einmal an die stillere Vergangenheit zu wenden und dort der Quelle nachzuforschen, die einen so breiten Strom in die Zukunft sandte. In unserer Stadt, in der der Frauenbetäligung so viel Raurn gegeben wird, kann es an allgemeinem Interesse für das Thema nicht fehlen, für das der Verein in Frau Wolff-Jafjs eine hervorragende Referentin gewonnen hall ÄB Ws .»-L d tobigej Flanell, u flockk St? F1° JöPer mit Bohls 001 mit KoUti ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung des Großherzogs an Ludwig Keitz zu Landenhausen. •• Dienstjubiläum. Der Lokomotivführer Georg Behling in Gießen feiert am 1. Dezember sein 25jähriges Dienstjubiläum. ** Vom Teufelslustgärtchen. Tie Aussprache über die Mühlgasse, deren Anwohner mit der Bezeichnung Gasse für diesen Straßenzug nicht einverstanden sind, hat auch die Anwohner des Teufelslustgärtchens mobil gemacht. Sie wollen bei der Stadtverordnetenversammlung bean- waaen, das alte Teufelslustgärtchen in Kleine Löwengasse umzutaufen. Der Antrag lag übrigens vor 10 bis 12 Jahren schon einmal dem Stadtparlament vor und wurde >amals damit begründet, daß neuerdings unsere ÜNusen- öhne an dem Namen, der an den leibhaftigen Belzebub zu sehr mahne, Anstoß nehmen und insotgedeffeu die Zimmer rn dem Sträßchen sich nicht mehr vermieten ließen, wodurch den Bewohnern der Gasse ein großer Schaden erwachse. Ter Antrag, den alten historischen Straßennamen, -er allerdings recht originell ist, auszumerzen, wurde ein- timmig von den Stadtvätern abgelehnt. Stadtv. Dr. Schaefer machte damals die Mitteilung, Daß es sich bei dem Straßennamen nicht etwa um ein ehemaliges Lusrgärtchen des leibhaftigen Teufels oder der Sünde handelt, sondern daß da, wo heute Teüfelslustgärtchen sich befindet, srüher, als diese Gegend noch wenig bebaut war, ein Regierungsrat Teufel, ein Häuschen, von einem schön gepflegten Blumengarten umgeben, besessen hat. Die Gießener nannten dar- . nach die Gegend und diese Bezeichnung aus früheren Jahrhunderten ist spater haften geblieben und auf ben Straßenzug übertragen worden. •* Ein Gnadengesuch für den Raubmörder Erbe hat nunmehr auch dessen Verteidiger, Rechtsanwalt Kaufmann, beim Großherzog eingereicht. Wenn auch Erbe selbst ein Gnadengesuch einreichen wollte, so glaubte Rechtsanwalt Kaufmann doch dazu verpflichtet zu sein, um bei der maßgebenden Stelle auch die Zweifel, ob Erbe die Tat wirklich mit Ueberlegung ausgeführt hat, vor der Entscheidung zu Wort kommen zu lassen. Preisgekrönt. Auf der Kanarien-Ausstellung in Koblenz erhielt Herr Louis Petri, Mitglied des Kanarien- zucht- und Vogelschutzveceins, für seine Vögel unter starker Konkurrenz die goldene Ülledaille. •• Aufgegriffen wurden hier im Walde durch die hiesige Gendarmerie zwei Zöglinge, die aus der Erzieh« ungsanstalt Wabern bei Kassel entsprungen sind. Lanvkreis Gießen. = T aubringen, 29. Nov. Dieser Tage feierte unfet. Bürgermeister Wilh. Walter VI. sein 25jähriges Dienst-, jnbiläurn. Am Abend des Festtages wurde ihm von sämt- ichen Vereinen des Ortes ein Fackelzug gebracht. Hierbei hielt >er Vorsitzende des Kriegervereins, Schuhmacher Ludwig Grölz, eine Ansprache, in der er im Namen der Einwohnerschaft deren Glückwünsche zum Llusdrnck brachte, und die selbstlose, segensreiche Amtstätigkeit des Bürgermeisters hervorhob. Ter Redner übet* reichte dem Bürgermeister eine von sämtlichen Vereinen der Ge-. meinde gestiftete Ehrenurkunde. In bewegten Worten dankte Walter dem Redner und der Einwohnerschaft für die ihm entgegengebrachten Ehrungen. Rcallehrer Stahl aus Offenbach sprach der Gemeinde Anerkennung für ihre Eintracht aus. Gesang- unb Turnvereine verschönten die Feier mit Liedervorträgen und Pyramiden. Zum Schluß gedachte Herr Grölz des Großherzogr. Tas Hoch auf den Landessüftten wurde von Der ganzen Gemeinde begeistert ausgenommen. Hierauf bewegte sich der Zug durch ben Ort, wonach sich die Vereine in ihren Vereinslokalen zu einem gemütlichen Beisammensein zusammensanden. Kreis Bübingen. 0 Blofeld, 30. Nov. Ein hiesiger Unternehmer hat von dem Forftsiskus einen größeren Geländekomplex käufq lich erworben, um auf demselben ein Bas altw er k zu errichten. Das Material ist hauptsächlich zu Pslasterfteinen geeignet. 0 Aus dem Seeutale, 29. Nov. Obschon die Preise für die fetten Schweine schon geraume Zeit abgeschlaaett sind, so daß das Pfund Lebendgewicht nur noch 44 Pfg. kostet, steht der Verkaufspreis für das Pfund F l e i s ch n o ch auf 7 0 bis 75 Pfg., für das Pfund Wurst auf 80 Pfg Dieser Preis ist für ländliche Verhältnisse zu hoch und steh' nicht im Einklang mit den Einkaufspreisen. • Kreis Alsfeld. 0 Ruppertenrod, 29. Nov. Ter älteste Mann unserer Gemeinde, der Gastwirt Johannes Geiß, wurde hier zu Grabe getragen. Ter Verstorbene stand im saft vollendeten 84. Lebensjahre. Dreißig Jahre lang war er Mitglied des Gemeinderats. In seinen jüngeren Jahren wcv er ein vortrefflicher Jäger und erst Die Bürde des Alters nahm ihm die Flinte aus der Hand. In seiner Lebe.is- weise war der Verstorbene von einer geradezu seltenen Anspruchslosigkeit. Krieger- und Gesangverein, beten Vereinswirt er lange Jahre gewesen, nebst einer großen Zahl Leidtragender folgten dem Sarge des Greises. §Ober-Ohmen,29. Nov. In großer Gefahr schwebte ein hiesiger Landwirt durch das Durchgehen seiner Pferde Er hatte Pfuhl auf den Acker gefahren, als Sie Pferde scheuten und durchgingen. Der Besitzer suchte mit aller Kraft die Zügel zu halten, wurde zu Boden geworfen um eine Strecke geschleift. Dann mußte er die Zügel fahren lassen, und die Pferde rasten weiter. Sie kamen daheim an mit nur noch drei Rädern am Wagen. Daß weiter kern Schaden geschah, ist ein Wunder. Kreis Lauterbach. ~ Schlitz, 29. Nov. Siachdem die im Frühjahr d. In. in zwei Gemeinden des SchlitzerlandeZ ousgebrochene Maul- unb Klauenseuche als erloschen zu betrachten war, i|t sie erneut und zwar diesesinal in einem Gehöft zu Pfordt zum AuSbruch gekommen. Durch eiten hiesigen Viehhändler soll die Seuche dorthin verschleppt worden sein. Tie kranken Tiere sollen vorher in seiner hiesigen Stallung untergebrackk worden sein, so daß die Gefahr besteht, daß die Seuche auch hier zum Llusbruch kommen kann. Die nötigen Sperr- maßregeln wurden angeordnet. ■Mw* bui Kranz fciN Mtha M ein fW K tiSe, bi« bis c*ßt Gabt begehn, » I lDnainkes emzull Starten! I bs. Darmstadt, | Meins der ,F> |.}e gestern hier dura UZroßherzoglN l-anbeS teilnahm. I Landesverbandes F Miin zu Solms-Hohe Laubach, die Gr |(, Frau Staatsmin Ltt aus Gießen war S Faste durch die Sol Pfarrer Werne l den Begründer dck fcnbinnen junger Mä L, Der einzige Sa I Redner für die sei Ijeri, von Damen bei MüßungSabend. I ch. Aus Rheins Irischen $ ein ad I )agd gepaßte! un Iffmutzll Run siel Üische Jagdpä Iroiiyroieienen Jagd/ 50 Mark an die hesfisc 1. Mainz, 29, S Tladverordaetett 'undes trab des Stritt) üiitjUiruBg her B ucmwn. - Sei ocrstt ÄM ein geboren, ck vermacht. - Es Sermig von handel, tz schuf; soll aus fünf delskammn und vier Kreis Schotten. — Ulfa, 28. Nov. Am 16. Ottobev begann hier auf Veranlassung des Kreisamtes Schotten ein Haushaltungskursus, der heute mit einer Prüfung geschloffen wurde. An dem tiursus beteiligten sich 22 Mädcheilf im Alter von 15 bis 20 Jahren. Der Unterricht erstreckt- sich auf alles, was von der künftigen Hausfrau und Mutter gefordert werden muß: Kochen und Backen, Waschen un> Putzen, Weißzeugnäher und Flicken, Bügeln u. a. m. Außer«' dem erhielten die Modchen durch Medizlualrat Tr. Köuiger- Schotten Unterweisung in der ersten Hilfeleistung bei ipiöy Lichen Unglücks f alt en, im Krankentransport, in der Krönten« pflege und endtich in der Behandlung und Psiege der Säug^ iInge. Tie Prüfung, zu Der außer Kreisrat Tr. Strang 1 buijicr, Schulrcu Feuerbach und Oberamtsrichter Nisp^ l 46—48 74-76 . 86-36 66-00 38-00 47,50-50.0) 46.0)—48.50 61a»-63.00 41.00-51.00 60.00—«-2.00 50. 0—0.000 Siaiifhaus FRITZ NOWACK Ausnahme - Angebote in Flockköper - Damenwäsche Damen-Nachthemden Prima Köper mit rot. Feston do. Extra schwere Qualität mit Stickerei mit Umlegekragen do. do. mit gestickter Passe do. Flockköper - Beinkleider Mk. Hk. 2.25 2.25 Uni Farben, prima Velours . . . Mk. 2.25 Mk. 1.85 Gestreifte Velours Grosser Posten weisser Flockköper, prima Elsässer Qualitäten, jetzt 10 Meter Mk. 6. , 6.50 o. 7 Schmuck n. Welgeräle in Mi u. Silier 7216 2.25 2.45 2.65 2.95 allen Grössen do. do. 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BoU'.eiin ige 3chmeine unter 80 ksr Lebendgewicht......... t'oUheiidnae cdnucine von 100-120 kg Akedendgeioicht........ . oi.Lei d ige cchiveine von 130—160 kg ^edendgeivncht....... u’ Neglig£-Jacken Prima Köper mit Stehbund und Feston • Prima Köper mit Umlegkragen und rotem Feston Prima extra la. mit weiss. Festoy Prima Plüsch-Pikee mit Bündchen . • • Prima Plüsch-Pikee mit Umlegekragen . Kälber. {temfte Mastkälder ....... l'iiulert Man- und befte Saugkälber . kernigere T'Ofl- und gute Saugkälber Geringere Langkälber..... c di a < e. MakUäm'ner und Manhammei . . . IHärtte. le.^reuflart a.M. Bi e h b o*• 91 a r ftb er i t vom 30.Noo. Auftrieb *2 'Hmber, banmter 14 Crt'len, 00 Bullen, 68 Kühe und Hälfen. -11 halber. 487 Schale, 1*34 Schweine. Tendenz: rHiubei kaum geräumt, Kälber, Echa'e rind Schweine gedrückt, Schaie geräumt. Preis «ür 100 Md Lebend- schlacht«? gewicht Bürsten, Besen, Holz- u. 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Ztr iReöUtt ubn- I ichm ßtttinm ta rolz des VroßherzoM i der ganzen KemeusW sich der Zug durch dtl eteinStotalm zu ewchl :tk iaer Unternehmer M ^eländekomplex Basaltwerlzu c<| sich zu PslastersieuSl ov. Obschon die Pau I ime Zeil abaefchM I ](bt nur noch 5>;r I nö Wt auf » bl weisen. Ser ältefte ««•; I hmneS Lnß, ^. I 7/des Ereile-'- - "SM- igen. w die ftrfi mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftigen, bestehen. — Dem Antrag auf Vorauszahlung brr Gehälter der städtischen Beamten, Lrchestermitglieder und Lehrer nnirbe einstimmig au- gestimmt — Für die Neuregelung der Löhne der gelernten städtischen Arbeiter wurde ein Tarif Mit Wirkung vom 1. Oktober ausgestellt. Die Mehraufwendungen betragen für daerste Halbjahr 6000 Mk. — Tie tägliche Dienstzeit bei dem Fahrpersonal der Straßenbahn beträgt täglich 10 Stunden: auf eine Eingabe der Bediensteten, die Dienstzeit auf neun Stunden herab zu setzen, beantragt die Straßendeputation, sie auf 9'/. Stunden herabzusetzen, womit die Versammlung einverstanden war. reinigt man ohne Mühe und Zeitverlust, ohne Beschädigung der Stücke mit der KohlerPlatte Tanaende im Gebranch. Bundform. prima Köper mit Feston • Bnndfonn, prima Köper, festoniert Buudform, prima Köper mit Stickerei . Kme-Beinkfeider, festoniert • • Knie Beinkleider mit Stickerei Farbige Biber-Wäsche Flanell-Unter-Röcke Letzte 21ncbricbten. Sine neue emiitigung Perst nk. Petersbura, 29. Nov. Der russische Gesandte in Teheran überreichte heute der persi'chen Regierung eine neue Note, in welcher die Beschwerden gegen S h u sten und fiecoff re wiederholt und die Abse tz.u n g dieser beiden Finanzratgeber verlangt wird. Tie Stellung der anderen von ä>l)U|ter für den persischen Dienst verpflichteten Beamten solle im Einverständnis mit der russischen und der englischen Gesandtschaft geregelt werden Die persische Regierung solle sich verpflichten, ohne vorherige Ein- willigungdieserGefandtschaftenkeineFrem- den in ihre Dienste zu nehmen. Sie solle ferner darauf gefaßt sein, die Kosten der russischen Expedition nach Persien zu zahlen. Ter Beantwortung der Note wird eine Zeit von48Stunden eingeräumt. Falls die Antwort nicht günstig ausgenommen würde, werde das russische, in Rescht kortzentrierie Expeditionskorps in das Innere des Landes vorgeschoben werden. Teheran, 29. Noo. Nach einer stürmischen Sitzung bestätigte das Parlament das neue Kabinett in folnenber Zusammensetzung : Sarnsam es Sullaneh: Präsidium und Innere-, Moazea es Lultaneh: Posten, Motescham es Sullaneh: 5wffiz, Muschi cd Dauleh: Unterricht, Saodamot eö Ebam: Smea, Tsusuch ed Tauleb: Auswärtige Angelegenheiten, Solo d Mulk: Finanzen Die Entsclx>idung wurde durch die Ueberreichung der neuen russischen 4! o t e beschleunigt Diese Note, die so schnell auf das letzte Ultimatum folgt, dem sich die persische Regierung gefügt hat, rief in Negicrungslreisen Bestürzung hervor. Znsgeiamt befinden sich gegenwärtig 6000 Mann russische» Truppen in Persien. £>an n o tier, 30. Nov. Bei der gestrigen Beisetzung des Vorsitzenden des Vereins deutscher Zeitungsvcrleger Dr. Max Jän ecke hob Geh. Kommerzienrat Büxenstein- Berlin besonders die Verdienste des Verstorbenen um die Beilegung der Streitigkeiten bei dem kürzlich abgeschlossen itcn neuen Buchdruekerlaris hervor. Dr. Bachem- Köln sprach im Namen des Vereins deutscher Zcitungsverleger. Berlin, 30. 9tov. Zu der gestrigen Trauerfeier für Professor Ludwig Pietsch erschien auch der Stadtkommandant, der im Auftrag des Kaisers einen herrlichen KranL überbrachte. Die irdische Hülle wird heute in Leipzig durch Feuer bestattet. _________________________ %d)btten auch die Eltern der Schülerinnen und sonstige In- reressenten erschienen waren, nahm einen guten Verlauf. i?an war allgemein erstaunt über die schönen Kenntnisse, <• sich die Dcädchen innerhalb der kurzen Zeit angeeignet d'tirn An die Prüfung schloß sich ein gemeinsamer Sa fee [it seinem Gebäch, worauf die Sursistinnen noch ganz be- imber» swlz sein dürften. Während des Kaffees sprach -rci-jrat Dr Kranzbühler der Leiterin des Kursus, -raulein Berti,a Siomheld, sowie Medizinalrat Dr. Kärger für ihre Arbeit und Mühewaltung seine vollste Anerkennung aus. Nach verschiedenen weiteren Reden und 7oaslen folate ein flottes Tänzchen, das jung und all in ftol)citer Stimmung bis nach Mitternacht zuiammenhiell. Kreis Friedberg. £. Bad-Nauheim, 29. dLov Die katholische Gemeinde hat int letzten Jahrzehnt beträchtlich zuge- I rommen. Früher eine Filialgemeinde von Nieder-Morlen, Haler von Friedbera, wurde fie vor 10 Jahren zur eigenen Vfarret erhoben. Die evangelische Gemeinde vermietete Jen Katholiken die Reinhardskirche, jetzige russische Kirche. ! f Lir acht Jahren baute die katholische Gemeinde in der Zan- d-rstraße ein eigenes Gotteshaus nebst Pfarrhaus. Jetzt kit die Kirche, die bis dahin ein Harmonium belaß, eine jnene Orgel erhalten. — Wie man hört, hat die Post- ,-nvaltung die Frage in Erwägung gezogen, den Tel e- pjon bet rieb von Friedberg und Nauheim zu I Bereinigen. Gestern hat sich eine größere Abordnung nach larmftabt begeben, um für die Beibehaltung des eigenen I lclephonamteS einzulreten. Starkenburg und Rheinhessen. bs. Darmstadt, 29. Nov. Die La ndeSkonfer enz H Vereins der .Freundinnen junger Mädchen' । lurbe gestern hier durch einen Teeabend eröffnet, an dem ), Großherzogin als Ehrenvorsttzende de« Landes- grrbandeS teilnahm Auch die Vorstßende deS National- und Landesverbandes Fürstin Marie zu Erbach-Lchönberg, Die jQrflin zu SolmS-HohensolmS-Lich, die Gräfin Wilhelm zu :olmS-Laubach, die Gräfin Konstantin zu Stolberg-Wernige- robe, Frau Staatsminister Ewald, sowie Frau Geheimrat 'dünner auS Gießen waren anwesend. Nach einer Begrüßung irr Gäste durch die Lolalvorsitzende, Frau Profeffor Kellner, parf) Pfarrer Werner von der PaulSkirche in Frankfurt .Ur den Begründer deS deutschen Zweiges des Vereins bet ^kundinncn junger Mädchen, Generalsuperintendent Wilhelm lonr. Ter einzige Sohn Baur's, der Major Baur, dankte kni Redner für die seinem Vater gewidmeten Worte. Ein f leiert, von Damen der Gesellschaft veranstaltet, beschloß den । kßgrüßungSabend. ch. AuS Rheinhessen, 2S. Roo. In einer rhein- I leffischen Gemarkung hatten WieS badener Jäger | bie Jagd gepachtet und ihr Jagdrecht schon eine lange Zeit niSgenutzt. Nun stellte eS sich heraus, daß die Herren rffische Iagdpässe nicht hatten. Für jeden ihnen -nchgewiesenen Jagdtag haben die Hubertusjünger jetzt ui) Mark an bie hessische Steuerbehörde abzufübren. d Mainz, 29. Nov. In der heutigen Sidu n g der -tadtverordneten wurde eine Eingabe des Gastwirtever- u:nb(M und des WirtevcrcinS für Mainz und Umgegend um ? nsübrUng der Bedürfnis frage an bie Deputation 1 l erwiesen — Der vcrswrbene Maler Professor Harburger I ;n München, ein geborener Mainzer, hat zehn Zeichnungen der I Stabt vermacht. — Es wurde beschlossen, einen Ausschuß zur lÄörbcriing von Handel, Gewerbe und Industrie einzusetzen. Ter UMsschusi soll aus fünf Stadtverordneten, einem Mitglied der U Mnsiri 'tainmer und vier Sachverständigen aus hiesigen Beremen, Färb. Beinkeider, la. Qaal., m. Spitre Mk. 1-65 do. ausgebogt . . . Mk. 1.75 do. extra schwer Mk-1.95 u. 2.25 Sich stttismuäßiM auf alle Lchnbwaren bringen meine billigen Weihnachtstage. Niemand versäume daher die günstige GelegenheitTS““' Weihnachtsgeschenke. CarlWaldschmidtsS® XMT- Ausgabe von Rabatt Svarmarkeu. "«X 7212 vüchettisch. — Gustav-Adolfs-Kalender für 1912. Dieser 59. Jahrgang enthält außer bem Kalendarium, Marllverzri^)- niS und Anzeigen noch 80 Quarlsrilen erzählenden und schildernden Lesetextes, also ein ganzes Büchlein, mit zahlreichen Abbildungen. — Deutsch-Evangelisch. MonatSblätter für den gesamten deutschen Protestantismus. HerauSgegeben von D. Dr. Wilhelm Kahl, Geh. Juflizrat, Prof, in Berlin, und D. Dr. Marlin Schian, Professor in Gießen. Leipzig, I. E- Hinrichssche Buchhandlung. 2. Iahra, 11. £>eft ^November 1911). Inhalt: Zur Rewrm des deutschen Strafrecht-. Don D. Dr jur. et med. Wilhelm Kahl. Für Erhaltung des Konfirmation^BekcnntnisseS und -Gelübdes. Bon Seminawberlehrer Professo' fite. Heinrich Matches in Darmstadt. Ein privater Gesetzentwurf betr die Religionsfreiheit im Preußischen Staate. Dou LandgerichtS- rat I)r. F K. I Friedrich Ernst Zahn all Lyriker. Von Siegfried Mavne. Kleine Beiträge: Die Airdx: der Monisten. Von E. Schmidt. Änwnio Fogazzaro: Lella. Buchbesprechung von M. Schian Ebronik: Marokko und Tripolis: Politik und Sittlichkeit: Kirchliche Kongresse, besonders K, ngreß tür Innere Mission in Stettin: Protestantenlag: Freund der Christlichen Welt in Goslar: Ntchtbestätiaung Frankes: ^äSziplinarverfahren gegen fiie. Traub. An die fieser und Mita, beiter. — Tierleben des Waldes. Bon Forstmeister S. Scll- heim. 192 S., mit zahlreichen Abbildungen und zwei Tafeln. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig „ 1911. Wir ziehen mit dem Forstmann aus und teilen seine morgen um das Wohl seiner Schutzbefohlenen, der ragenden Stämme, wir begleiten den Jäger auf lustiger Jagd, dem aber Nicht bie odncftluft, nicht bie Beute die Hauptsache ist, sondern bie Gelegenheit zu beobachten und an den lieblichen Bildern äul^tischen Genuß zu erleben, wie er nur dem echten Naturfreund blüht. Prima weisse Velours . . . . Mk. 2.75 Kleine Tagerchronit. Eine öffentliche preußische Landeskonferenz für Säuglings- schntz uuf deren Tagesordnung bie Lrgansiation des Dalte- KinderwesenS in Preußen steht, findet am 9 Dezember, vormittags 9*/, Uhr, im Sitzungssaale des Herrenhauses in ^Jn " Un^terschleickack (Unterfranken) wurden sechs Frauen in die Gemeindeverwaltung gewählt, die als Beigeordnete des Bürgermeisters tätig sind. In Alten-Essen starb kürzlich der Apotheker Rols- boven angeblich an den Folgen eines Schlaganfalles. Gestern starb die Frau. Ihr Vetter, ein früherer Kaplan, ist unter dem Verdacht des Giftmordes verhaftet worden. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliehe Wetterdienststelle Gießen. WetterauSstebten in besten am Freitag, den 1. Dezember 1911: Wolkig, doch meist trocken, Temperatur wenig verändert, Morgen- nebel. . Flockkoper-T aghemden Vorderschluss Starker Flockköper mit Feston . • • • - • Mk- do. do. extra schwer, mit Feston . * Feiulftdig mit Hohlsanm-Feston...... » do. mit Koller.......... ” Farbige Biberhemden mit Spitze . Mk. 1.95 do. m. Feston Mk. 2.45 u. 2.75 Ludwig Kröll, Plockstr Haus- und Küchengeräte-Artikel-Sp.-Geachäft. Giessener Konzert-V erein Licht (kein Blitzlicht). 098U2 Eine Panik an der Börse 109787 Eine amerikanische SJ’rnnrihip. iifm. 09787 Eine amerikanische Tragödie, usw. Kinematograph Babnbosstraffe 64. (09785) Babnbosstraffe 54 Heute Q Familien Propmi frei M Färbe zu Hause ' GEBR.HEITMfiHN,KÖLtiu.HIGA. Das Atelier ist geöffnet vor den Weihnachts- felerta^en. werktags bis 8 Uhr abends. 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