Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Esnsonoa Ausland. Tn§ neue bulgarische Ministerium ist gebildet. (S-3 setzt sich aus Nationalisten und Progressisteu zusammen. Präsidium und Ministerium des Aeußern über nahm G e s ch o w. DeutHct-es Aeicv. Ter Zuwad> S ft c u c"rausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses beschloß, vei der Beratung deS § 3 gegen den Widerspruch der Regierung, daß der Anteil von 10 Prozent, der den Einzel ft aaten für die Verwaltung und Einziehung der Reichszuwachssteuer gegeben werden soll, dahiu geteilt werde, daß o Prozent den ver anlagenden Gemeinden, und nur 5 Prozent dem Stank zuf allen. Im Land es aus schuß iwn Elsaß-Lotb ringen wurde am Mittwoch eine Entschließung, die auch bic Billigung der Regierung fand, angenommen, wonach beim Buudesrai beantragt werden soll, die durch die Reblaus verseuchten Gebiete in Ober- und Unterelsaß von dem gesetzlichen Aus rottungsverfahren zu befreien und dafür die Rekonstruktion durch amerikanische Reben zu gestatten. üie Ausrollung öcs Zerrer-prozesscs. Madrid, 29. Marz. In der Kantmer fepte 3 er iano seine Ausführungen über den Prozeß Fcrrer fort und cr-- Hörte, bic .konservativen hätten sich an Kercer rächen wollen. Ta sie nbn nicht imstande gewesen seien, ,hn in Madrid er und üppige .v. a u v t iu e r t mein esLeb en 5, und schon in dem Gedichte glaube ich der Ration ein Werk geschenkt zu haben, das ich mit S10I5 ihr auch für die Iiuunst empfohlen halten darf. . . Woher soll ich nun den Maßstab nehmen, um ein Honorar für den Berlag dieses unleugbar außerordentlichen Werkes danach zu beftinrrnen, da sehr ridittg selbst der Erfolg der ersten Aufrührungen hier nichts entscheiden tann." Wagner fordert dann, um seinen sehnlichsten Wunsch, den Besch eines t lein en Grundstücks und Hauses bei Zürich, erfüllen zu tonnen, 2000 Louisdor ober 10000 Taler in Gold. Aber auf ein solches Risiko tonnte sich die Firma nicht einlassen. Tie Verleger schreiben gelegentlich^ „Tic vielfaci)en Gerüchte — und zum Teil mehr als Gerückte - über die großen Schwierigkeiten, welclte Sie selbst den Aufführungen Ihrer Werke entgegen stellen, , bic hoben schriftlichen unh gedruckten Anforderungen an die Darsteller und die sonstigen Dc^Ücllungsmittcl, die Bestimmtl-eit und Schnelligkeit, mit welcher Sic Ihre Partituren zurückztehen, wo nidtt alles ganz nach Syrern Willen beschafft wird, werden dem Verlag Il/rer Werte verhältnismäßige titfr.uicriglciten in den Weg legen." Trotzdem übernahmen sie gegen ein Honorar von 600 Louisdor den Verlag von „Tristan und Isolde". Tic ge schaftlichen Beziehungen Wagners zu Breitkopf und Härtel finden durch einen Brief des Meisters vom 5. November 1864 ihren Abschluß, in dem Wagner bittet, „statt aller etwa mir noch zum Vorteil gereichenden Vergünstigungen mich für alle Zeiten durch ein Geschenk aus Ihrem Verlage zu befriedigen". Dieses Ge schenk, ein Exemvlar der schönen Beethoven-Ausgabe und je ein Exemplar des „Lohengrin" und des „Tristan" wurde ihm gern überlassen. * — Tic neuen belgischen Po st marken, die das Bildnis des Königs Albert tragen, sollen in nächster Zeit, möglicherweise ito cbwähreud des laufenden Monate, zur Ausgabe gelangen. Den Reigen der neuen Marken soll bi? rote 10-Een timcs Markcn eröffnen. Reben ihr werden die bisherigen Marken noch längere Zeit in Geltung und int Verkehr bleiben; es wird dies schon deshalb notwendig fein, weil, wie es heißt, der bisher angefertigte und zur Ausgabe bestimmte Vorrat an neuen 10X£en- times-Marken d ereits letzt in festen Händen ist, so daß nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der neuen Marken er hältlich fein dürfte. — Das Theater st ückder Zukunft. Einige intcr effantc Bemerkungen über den Wandel des Geschmackes des amerikanischen Tyeaterpubtikums hat der bekannte Unternehmer Fr oh man gemacht: der amerikanische Theaterleiter gibt dabei ein lehrreiches Bild von dem Drama der Zukunft, wie es sich tu den Augen dne-5 Aewyorker Bühuen- Eiolitti wieder am Ruder. Was zu erwarten war, iiar iuj erfüllt: Giolitti wird in Italien wieder Ministerpräsident: Rom, 29. März. Iic „Agcnzia Stefani" meldet: Ter König nahm den Abschied des Kabinetts Luzatti an und beauftragte Giolitti mit der Neubildung bürg. Konstantinopel, 29. März. -itc gesamte Press e drückt ihr Bedauern und ihre Entrüstung über die Ermordung Schlichtings aus und hebt die ^vmpa- Der Hälfet in Korfu. Korfu, 29. März. Die ,./s Stunden, derselben Zeit wie der Schnellzug Berlin—Hamburg, znrückgelegt. Der Flug wurde mit einem Albatr o ß - Zweidecker ausgeführt, der 'ich hierbei ausgezeichnet bewährte. Bremen, 29. März. Tic beiden Offiziere der Militär- luftidjifiahrtöabtcilung, Obcrlcunant Mackenthun, als Fahrgast und Oberleutnant .E r l e r als Führer, die mit einem Militärflieger Doppeldecker Albatroß) heute nachmittag 4 Uhr 50 Min vom Wandsbeter Exerzierplätze in Hamburg abgefahren waren, sind ohne Zwischenlandung nach einer außerordentlich raschen Fahrt um 6 Uhr 5 Min. auf dem hiesigen Exerzierplatz im Neuen lander Felde glatt gelandet. Die Fahrt fand bei scharfem die ich meinem l uustler eschen c-iaubcu zu bringen hatte, desto stärker und unerschütterlicher befestigte iicb m mir bicier Glaube. Tiefem Glauben und diesem Streben messe ich cs bei, daß ich iümticrische Arbeiten schm, die Denjenigen, der sich anfmertiam mit ihnen beschäftigte, mix der Ueberz.ugung der Wahrheit und Ersprießlichkeit meines Strebens erfüllten. . . . Jetzt bin iw aber noch ein Einzelner; eine leidenschaftlich bestürmte Gesundheit läßt mich mit Grund an einem langen Leben zweifeln. Wohl möchte id cs üidit dem Zufälle über! an en haben, ob meine reifsten, k linst- .. benber Überlassen, erhalten würden." Und bann kommt er wieder auf die alte Schuld zurück und bittet um deren Streimung als einziges Honorar. „Es wäre schon von Ihnen, meine Herren, und Ihrer höheren Bildung und Ihres Charakters würdig, wenn Sic sich auf eine Unternehmung entließen, die Ihnen jnnäd:ft wohl nur Opfer und erst mit der Zeit einen vielleicht nur fefjr allmäligcn Erfolg in Aussicht stellen kann!', Daraufhin nimmt die Firma beim den Verlag des „Lohetigrtit" an, aber zunächst nur den Klavierauszug. Als fic fick dann bereit erklärt, auch die Partitur des „Lohengrin" zu drucken, tarnt Wagner „nicht anders als in dieser Bereitwilligkeit einen Akt von Noblesse zu finden, der mich fast beschämt". Ein Honorar tut den „Lohengrin" erhält der Komponist dann 1854 und zwar 300 Taler „als Benefiz". Zugleich nehmen Breitkopf und Härtel eine Schrift Wagners, nämlich die „Drei Overndichtungen nebst einer Mitteilung an meine Freunde", in Verlag. Sie zahlen chm dafür 10 Louisdor Honorar, sind aber aufs Peinlichste über nascht, als die letzten Bogen des Vorworts gedruckt werden, „Aeußerirngen über ihre politischen Schicksale in Sachsen, welche die Ausgabe des Buches jedenfalls unmöglich machen, und ebenso Äcnßermigen über das Christentum, welche leicht einen gleichen Erfolg haben dürsten", darin zu finden. Wagner muß sich zu burchgr eilenden '’ienberungen verstehen, bevor die Ausgabe er folgen kann. Unterdessen ist der Meister bereits über den „Ring des dttbelungen" in Verhandlungen mit der Firma getreten, die er viermal immer wieder anknüpsr und in ausgedehnten Besprechungen zum Abschluß zu bringen gesucht hat. Aber es konnte keine Einigung erzielt werden. Ter bedeutendste Brief Wagners ui dieser laiigiährigcn, ergebnislos verlaufenden Angelegenheit ist der vom 10. Juli 1856. Er fragt hier die Verleger: „Sind Sie schon in der Lage.gewesen, ein' dramatisches Ättisikwcrk ui Ihren Verlag zu nehmen, für melde? Sic un voraus eine unberechenbare Dauer anzunehmen hatten?" Bon seinem Werke glaubt er diese Tatsache, behaupten zu können, die in Dautschland noch nicht vorgekommen ist, „seitdem der Mufikhanbei seinen jetzigen Charakter angenommen hat. „Es ist nicht möglich, daß ich >e wieder etwas meinem „N i b e l n n g c n- werl" ähnliche- cvnzipire oder gar aussührc: cs ist das volle thien der Türkei für die deutsche Armee und das gedeihliche Wirken der deutschen Instruktoren hervor. Der Sultan richtete an den deutschen Kaiser emo Beileids- b e p e) d) c, in der der Tod Schlichtings als großer Ver- lüft für die türkische Armee bezeichnet wird. Ebenso briidtc ber Kriegs in i n ist er dem preußischen Kriegsminister seine Teilnahme aus. Konstantinopel, 29. März. Ter Mörder von Schlichtings wurde heute mittag von dem zusammengctrete- neu Kriegsgericht einstimmig zum Tode verurteilt. Heute nadjmittag erschien der erste Mfutant des Sultans m der deutschen Botschaft um das Beileid des Sultans aus- zusprechen. Namens der Regierung kondolierte der Groß- wesir. Tic türkischen Marineoffiziere sandten dem deutschen Botschafter ein Beileidstelegramm. Aus neuen Briefen Richard Wagners. Richard Wagners Munfl, die fick) eilt nach langen Kämpfen aegen den damals herrschenden mnsitalisd)cn Ge,chmack durch!ctzcn konnte, hat dem Meister auch in materieller -viuncht zunächst nur geringe, ja gar teinc Fntdilc getragen, diese Zett ieiner Anfänge, da her junge Komponist nur mit großer Muhe einen Verleger für seine Werke gewinnen konnte, und in die -rage des beginnenden Ruhms, in denen ihm die Unterbringung Mufildramcu «och immer große Schwierigkeiten bereitete, tu ort uns sein Briefwechsel mit den Verlegern B reit köpf und Härtel, den Pros. Will). Altmann weben im Ver^ läge der berühmten Musikfirma veröffentlich: hat. . Tie ersten Beziehungen zu dem schon damals hoch angelcheneu GesdwfiSljausc knüpfte Wagner als 18 jähriger Student, indem er sich in aller Bescheidenheit für Klavicrarrangements von L r - dieftenverfen anbot. Tas war im Jahre 1831. Zwölf Jahre 1 pater bietet er dem Verlage feinen „Fliegenden Holländer an. Tic Firma lehnt aber ab, da sie ihm fein Honorar zahlen will, und Wagner muß sich mit der traurigen Erfahrung begnügen, „bai; eine unter noch so günstigen Auspizien iiw Leben getretene deut s ch c £riginalopcr einem deut s d) e n Verleger bod) lein io |id)crc-5 Gesckiäst cr|'d)citu alS eine französische Da ibn die „ehrenwerteste und reichste Musilhandlung Tcutschlaichs" abgewiesen hat, so verzichtet er aus weitere Versuch? und läßt den „Fliegenden Holländer" auf eigene Kosten erscheinen. 1848 tritt er wieder an Ravmnnd Härtel mit der Anfrage heran, ob er den Verlag des ,^Lol)engrin" übernehmen wolle. Er ist schon bescheiden ge worden. Honorar verlangt er nidrt mehr, sondern bittet nur, ihm als Entgelt» eine Rcstschuld von 200 Talern, die er noch von bem Ankauf eines Flügels her bei der Firma hat, zu ctlaffen. 'Jiachban die Verleger zuerst adgelchnt hatten, schreibt er nach drei Jahren deswegen nod) einmal an sic. Er weiß, daß „eine Verbreitung meiner Oper auf den Tl-catern — aus vielfachen Gründen — gar nstht zu ermatten" ist. „Boni rein musiigeschäftt Ischen Standpunkte aus müßten Sic mir angesichts dieser Tat- iachen daher eine abschlägige Antwort geben, der ich im Voraus 10 gewiß zu sein hätte, daß schon meine Ansrage mir nur albern rorfomincn müßte, trenn td? nicht int Staube wäre, mein Anerbieten aus aut.cre Motive zu stützen". Aber vott einem ibcalat Stanbpuuttc aus glaubt er ihre Unterstützung zu verdienen. An den gegenmärtigeu Versa 11 der Over „schließt sich bei itrebenben Geistern notroenbig dann die Hosfming, daß dem Verfalle gegenüber eine gründliche Besserung, eine ersehnte Veredelung aud> dieser Äunrtaattung cintrcicn werde: diese aus allen Mräften zu fördern, ist der Trang eines Jeden, der nicht in unmätinlrcher Erschlaffung zu Grunbe gehen will. In diesem Sinne darf ich mir jagen, als Künstler das Meinige gctlpan zu haben: ie höher die Ov'- r stiegen. Zur Ermordung der Oberstleutnants v. Zchlichting. Der in Konstantinopel von einem türkischen Soldaten Sene deutsche Offizier hat auf dem Sterbebette seltene ' e von Charakterstärke gezeigt. Wir entnehmen einer ausführlicheren Mitteilung im B. T.: Der beklagenswerte Vorgang spielte sich ab, als Oberstleutnant o Schlichting in Gegenwart des TivisioitsgeneralS in seiner Kaserne hinter Iilbis Die Wache ab lösen ließ. Tabci korrigierte Schlich tinfl einem Posteti in üblicher Weise die Kops Haltung und rückte mtt der Hand bic Schütter des Mannes zurück: alles das geschah int Beisein des Generals ohne jegliche Heftigkeit. Als Schlichtcitg bann zum nächsten Bosten trat, schoß der korrigierte Mann bic noch geladene Waise aus Schlichting ab, der sofort besinnungslos zu Boden fiel, jebod) bald wieder zu sich kam. Er wurde, da beide Beine durch den Lchuß gelahmt mären, in die ftaferne getragen, wo er einen deutschen Arzt ver langte, der sosott geholt wurde. Als der dirigierende Arzt des seutfchen Krankenhaufes Dr. S chle i p bald darauf in die Maternc kam, hatte Schlick)ting einen Brief an den H r t e g ntt n i st e r a b m u b Schewket gefdineben, in dem er ihm Dafür bantte, oaß er ein so gutes Regiment gehabt habe. Er habe seine Leute aufrichtig geliebt Trotz der tvahnfinnigeti schmerzen, bic er litt, gab Schlichting zunächst meitexe dienstliche Anordnungen, liefe feinen Adjutanten beauftragen, Wetter so wie bisher zu arbeiten, und liefe sich dann den Attentäter vor. führen. Als der Albanese eintrat, jagte ädiltdihng: „Letzen Sie Ihren KalVak gerade," und korrigierte ihn, Ins die Kopl bebedung vorschriftsmäßig saß: bann fragte er hon -V‘>auu .Warum haben Sie ans mich g e 1 dj o H c n Als Der ‘ilbanefc behauptete, Schlichting habe ihn gcfdilagcn, antwortete Schlichting: ,^>ier auf dem Totenbett crilarc id), baß ich Sie nicht geschlagen habe." Aus ber xenton- ftration der Vorgänge, die der Soldat bann gab, zeigte nch, baft non irgendwelcher Handgreiflichkeit feilens Sd)lid)ting5 gar lerne Rede sein konnte. Tic übrigen Soldaten und Lmziere ivarcn durchweg über das Attentat entrüstet, und bezeigten sdUichnng ihre Snmpatbic. Noch mährenb des Transports zum Krankenhaus gab Scklichtmg dienstliche '•lufträge und ordnete Mitteilungen iür feine ^-rau und feine Söhne an, die noch ui QliariOttenburg >mb, da Der Oberstleutnant er|i vor wenigen Wochen hierher kam. Ter Minister Mahmud Schcwket und ein laucrhcbcr'brrns ivradien nod) mittags im Krankenhause vor, um sich nad; «d)lid)tings Befiiiden zu erkundigen. .. Ter Verstorbene war ein Sohn des bekannten Militar- fchriststellers und kommandierenden Generals. Er war verheiratet, Vater mehrerer Kinder und wollte in wenigen Tagen zur Einsegnung des älteste». Sohnes uaa> Dcutid)- (ano reifen. Seit Anfang Januar dieses Jahres war er in der türkischen Armee als Oberstleutnant und Minnman ■ beur deS fünften SdiützenbataillonS im Salonikcr '.'(rniee» korps. Turd) feine Frau war Sdftiditing mit Frhrn. v. Goltz verschwägert Vertragsmäßig hat die Witwe Anspruch auf 3000 Mk. jährlid) Pension Ter in fo trauriger AZeise itms Leben gekommene Offizier hatte seine Laufbahn im Grenadicrregimenl König Wilhelm I. (2. Weft- preußisches» Nr. 7 in Licgnitz begonnen, stand dann längere Seit im Kaiser Alexander-Gardcgrenadicrrcgiment Nr. 1 in Berlin, wurde dann Adjutant der 28. Division in Karlsruhe und war zuletzt Bataillonskommandeur im Königin- Elisabcth-Gardegrenadierregiment Nr. 3 in Charlotten- scklcßen zu lassen, hätten sie dies in Barcelona getan, scriano verlangte schließlich die Revision des Vrozcncs öerrer und die Einleitung einer Untersuchung über das damalige Verhalten bc-x Ministerpräsidenten und deS Ministers des Innern, -lcjui es sei. sagte Seriano, nicht zn erklären, bau crcrrcr und viele andere zu der Zeit, als bic Konservativen hcrriditeit, cr|chpl)cii wurden, daß man aber niemand mehr binrichlttc, als die Liberalen zur Mackn gelangten. Tee Justiz Minister erklärte, ba-x Urteil des Ywricktes unterliege nur dann der .Nevilwn. wenn das Gcrickt wissentlich dos Gesetz verletzt habe. Tie Urteile müßten auch dann geachtet werben, wenn bie Gerichte einen In tum begangen hatten. (Widerspruch aus Seiten der Acvubl, fancr ' Ter Minister erNärte weiter, dan bic Ereigmife, in bic Ferrer verwickelt gewesen sei, sehr wohl unter b a Militär st rasge setz fielen, da es sich um E m v o r n n g nchanbclt habe. Tic gesetzlichen Formen icieit roahrciw bc-x Prozesses vollkommen eingehalten worben. Er wolle noch bemerken, bah bei Bcrteibiger von bent RcdUc, bas er be faß, nämltd) um Aufschub zu bitten, feinen Gebiaud, gentadit habe, daß fenter das Zcugeuverhör nm zwei -tage ver langen worden sei. — 911 vor es (Republikaner) beteuerte seine Ueberseugung von der Unschuld Ferrcrö und von per llngc rechtigkeit seiner VernrtciUtng in so lebhaften Ausdrücken, datz ec bei einem großen Teil der Kammer verschiedene Male Wider svrnch erweckte, während die Republikaner stürmuch Beifall klatschten. Dcrliufftan» an der türkisch monicnMinischen Grenze. Getinfc, 29. März Von der Grenze cingctrossenc Nachrichten besagen, daß bie Albaner, nachdem sie alle türkischen Blockhäuser in Kaza und Tuzi g c- nommcn, die Soldaten entwassnct und Tuzi bei c 1; t hätte». Sic bcinäditigten fid) der Waffen und der Munition und erbeutc:cn drei Kauonen In ber vergangenen Naclil fetzten die Albaner die M a - feine in Tuzi' und bie Beseitigungen in den benachbarten Ortfchaften Vranja und ?)atagii|di in Brand. Der Kampf um das kleine Fort der Stadt Tuzi, in das fid) die Garnison zurüdgezoge» hatte, dauerte die gauze Nacht. Große Scharen von Frauen, Kindern und Greifen flüd)tctcn. Sato.:'li, März. Lrotz amtlicher günstiger Tarstclluug der Lage in Nordalbanien verschlechtert sich die Lage täglich, so daß die Regierung gezwungen ist, wieder schärfere M rßnahmeil zu ergreifen. Der K r i c g s m i ni ft c r wird morgen hier erwartet. Nr. 76 Erster Blatt M Jahrgang Donnerstag, SO.JUäH W Der «leßener Lirzel-er M /*> d monatlichTSB^vleäel- erscheint täglich, außer A ▲ A 'äbttich Mk. 2L0 . durch Sonntags.-Beilagen: /ji Ä A jA AI W W ---'hole- u. ^ivctg-tencn ritrmal roodienta M wA B H FS A mailich fo bt: bur in । p Rr n er ziHuiotL ss Tienstag und Freitage W M M JU . öfc H TO/ La VV <äy auswärts 20 P'enmq. monatl. Land Wr M W W W W cihefrcdakteur: A-Goetz. wirlschastUcheSeitfragei ▼ I ■ v T v T MM Verantwortlich für den Ferchprech - Anschlüst«. politifchen Teil: August s-.S General-Anzeiger für Gberheffen RWD an^nuMi! Anzeigen Bokfionsbnid und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch. nnd zieindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: 5ck»ulstraße 7. E.r»eb: iür den SUttSTfuC Büdingen: zernsprecher Nr. 50 Sefchäftrstelle Bahnhofstraße lba. Anzeigenteil- H^Beck. tatic Q, LAMPE neter gewäb Dr. den Dr. Wilh. Pinder zu Darmstadt an Stelle des au3- schcidenden ordentlichen Professors der Kunstgeschichte an der Technischen Hochschule Professor Dr. Rudolf Kautzsch zu Mitgliedern des Denkmalrats widerruflich bis auf weiteres bestellt. Jlä gern bie ergel Part^ besteh im ir anbei in T nutze fand fiat Kan W lass Bestbewährte Glühlampe^^^ 70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 Durch die Elektrizitätswerke und Installation! geschürte tu beziehen. AueriJesellschaft, Berlin 0.17 - tax oblii des bod schi btt bei 12 lös tüt ivei unb betr den W Sijei erha aus 'M «toi Äss *elil *• Der neu gewählte Neichstagsabg. Werner hat sich gestern nach Berlin begeben, um an Reichstagsverhandlungen teilzunehmen. •• V o m Stadttheater wird uns geschrieben: Jur die FreitagS-Abonnement-Auffuhrung von „Heimat" mit Frau Baumeister in der Titelrolle gibt sich lebhaftes Interesse */< ! kund, da die erste Aufführung des neu einstudierten Werkes ganz außerordentlichen Beifall gefunden hatte. — Ganz besonders sei auf die Aufführung von Sudermanns „Es lebe das Leben" am kommenden Dienstag hingewiesen. Das Schauspiel ist gewissermaßen Novität für Gießen und wird zum Ehrenabend für Herrn Oberregifseur Hermann Bakof gegeben. Was hier Bakof als Regisseur wie als Darsteller geleistet hat, ist zu allgemein bekannt, als daß eS besonderer Betonung bedürfte, sind doch verschiedene seiner charakteristischen Gestalten noch in frischem Gedächtnis, so vor allem sein prächtiger, geradezu vorbildlicher Christoph Rott in „Glaube und Heimat". Es bleibt sehr zu wünschen, daß durch ein volles HauS am Dienstag dem verdienten Künstler auch die äußere Anerkennung zuteil wird. ** Bettler und Land st reicher in Hessen. Im Jahre 1910 wurde infolge gerichtlicher Ueberweisung der Landesbehörde in 166 Fällen (71 in Starkenburg, 46 in Oberhessen, 49 in Rheinhessen) die Unterbringung in ein Arbeitshaus, in 6 Fällen die Verweisung aus dem Reichsgebiet verfügt. — Im Arbeitshaus Dieburg wurden im Jahre 1910 186 Personen untergebracht, ferner wurden 22 Personen angemeldet, aber nicht eingeliefert. In der Anstalt sind 220 Plätze zur Unterbringung von Nachhaftgesangencn vorhanden, davon waren 178 am 31. Dezember 1910 besetzt. Die männlichen Sträflinge wurden mit Kokosmattenflechterei, Herstellung von Strohhülsen, Blechwaren, mit Holzkleinmachen, Schneider-, Schuhmacher-, Schreiner- und landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt; die weiblichen mit Handarbeiten, wie Stricken, Sticken, Nähen, Stopfen usw. ** Maßnahmen gegen die Maul- und Klauenseuche. Das hessische Ministerium des I n n e r n hat an die K r e i s ä m t e r folgendes Ausschreiben geschickt: Indem wir Ihnen mitteilen, daß bei einem auf dem Viehhof KU Frankfurt a. M. am 27. lf. Mts. ange- kaufteu und Tags darauf in Offenbach a. M. geschlachteten Ochsen die Maul- und Klauenseuche festgestellt wurde, weisen wir Sie unter Bezugnahme auf die Vorschriften unseres Amtsblattes Nr. 2. vom 17. Januar lf. Js. Ziffer I an, eine genaue Kontrolle über das von Schlachtviehhöfen kommende Vieh, auch wenn es zur Schlachtung bestimmt ist, anzuordnen und Sorge zu tragen, daß eine Berührung dieses Viehs mit Nutztieren vollständig ausgeschlossen wird. Wir ermächtigen Sie zur Durchführung der Kontrolle zu der Anordnung, daß jeder, der Tiere von Ort zu Ort bringt oder an der Bahn ausläd, mit einem Ausweis über die Herkunft der Tiere versehen sein muß. — Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Aufe- ring, Regierungsbez. Oberbayern, Augsburg (Schlachtviehhof) und Tönning, Regierungsbezirk Schleswig. Landkreis Gießen. A Ettingshausen, 29. März. Unser Dorf soll am 1. April zum Amtsgericht Grünberg kommen. Einige Leute wollen nun eine Eingabe dagegen veranlassen, viele sind aber mit der Neueinrichtung ganz einverstanden. Nach Grünberg führt nämlich eine Eisenbahn und das 1*/, Stunde entfernte Laubach kann man nur zu Fuß oder mit dem Wagen erreichen. Trotzdem wollen manche Leute als ehe- nialige Solmser bei Laubach bleiben. — In der Woche nach Ostern soll Bürg erm ei sie r wähl sein. Gegen das seitherige Ortßoberhaupt H. Keil V. ist kein Gegenkandidat ausgestellt. Kreis Büdingen. A» Büdingen, 29. März. Heute vormittag sand im Anstaltsaebäude die Schluß fei er der Gewerbeschule Büdingen statt, zu der sich außer den Lehrern und Schülern u. a. als Vertreter der Stadt Bürgermeister Fendt, mehrere Gemeinderatsmitglieder, die Pfarrer beider christl. Konfessionen und Mitglieder des Gewerbevereins und sonstige Gäste eingefunden hatten. Im Namen des Aufsichtsrats begrüßte Schulrat Scherer-Büdingen die Anwesenden. Der Redner verbreitete sich über die neuzeitlichen Aufgaben der Gewerbeschulen und den Stand des Gewerbes in früheren Zeiten; er betonte, daß heute die materielle Betätigung nicht genüge, auch die ideelle müsse zur Geltung kommen, die Kunst im Handwerk gepflegt wer- den, die Arbeit des Handwerks nicht nur nützlich, sondern auch praktisch und schön sein, und dazu seien die Handwerker- schulen nötig Es sei .Aufgabe der Behörden, die Volksund Handwerkerschulen auszubcuicu. Ein mit praktischen und theoretischen Kenntnissen ausgerüsteter Handwerker finde immer sein Fortkommen, es herrsche Mangel an Meistern und Werkführern. Der Redner schloß mit der Hoffnung, daß auch die staatlichen und städtischen Vertretungen der Schule ihr Interesse cntgegcnbringen. — Als Vertreter der Zentralstelle für die Gewerbe beglückwünschte Geh. Re- gierungSrat N o a ck - Darmstadt Schulleitung und Schule für das, was sie geleistet. Er weist auf die guten Leistungen und den Geschmack früherer Zeiten hin und die Förderung der Liebe zur Heimat durch Erhaltung £er alten guten Beispiele, wodurch auch die Liebe zum Handwerk gepflegt werde. An die Schüler richtete er die Bitte, die Schute und die Lehrer in gutem Andenken zu behalten und später mitzuarbeieut an der Hebung des Handwerks. Leider stehen dem Staate die Mittel nicht in der gewünschten Höhe zur Hand und die Schule müsse zeigen, daß sie auch mit Wenigem großes, leisten könne; er hoffe, daß alle Körperschaften kein Opfer scheuen, die Schule zu halten, denn sie bedeutet den Segen des Handwerks. Ter Redner dankt schließlich den Lehrern für ihre erfolgreiche Tätigkeit und ihr auf die Förderung des Handwerks gerichtetes Bestreben. — Hauptlehrer Mockenhaupt bittet ebenfalls die Schüler, die Schule in gutem Airdenten zu behalten, wünscht ihnen Glück auf ihrem ferneren Lebenswege und empfiehlt denen, die die Sck)ule verlassen, fleißigen Besuch der Sonntags- zeicheuschule und rege Benutzung der reichhaltig ausgestatteten Bibliothek, er dankt ferner den erschienenen Herren für ihr Interesse an der Schule und bittet, ihr solches auch in fachmannes darstellt. „Tas berühmte Dreieck von Mann, Frau und Liebhaber hat sich überlebt", so meinte dieser Geschäftsmann, „ich werde feine solchen Stücke mehr geben. Das Publikum verlangt nicht nach ihnen. Das Drama der Zukunft wird zwar die Trennung zwischen Mann und Frau behandeln, aber es wird nicht mehr der Liebhaber sein, der die Gatten einander entfremdet. Ein großes neues Motiv wird entdeckt werden. Das Theaterstück der Zukunft wird sich zwar noch mit der Liebe beschäftigen, aber nicht mehr mit dem Liebhaber. WaS das amerikanische Publikum verlangt und was ich suche, ist das menschliche Drama." Aber die Wünsche des Theaterdirektors sind nicht allein auf dieses etwas unbestimmt umrifsene Ziel gerichtet. „Ich habe zudem eine Vorliebe für Diebes st ücke und werde demnächst ein neues Werk dieser Art aufsühren lassen. Das Publikum interesfiert sich lebhaft für das Auftreten des Diebes, für seine Entwickelung und seine Besserung durch die Liebe, ja, der allgemeine Geschmack", so schloß Frohman, „hat in Amerika in den letzten sechs Monaten gewaltige Umwälzungen erfahren." Freilich nicht im Sinne einer Veredlung wie es scheint. — Ein neuer schöner Titel. Die allbekannten schönen bayerischen Bezeichnungen „Ochsenmaulsalatfabri- kantenswitwe" und „Starnbergerfeeoampfschif,ahrtSgesell- schaftsinspettor" haben einen Mitbewerber bekommen. Frau Lina Hornbach von Landau, die Inhaberin eines Dach- deckungs- und BlitzableitergeschästS, unterzog sich in Kaiserslautern einem „Blitzableiterlurse" (sehr schön! Die Red.). Sie hat bei der Prüfung die nötigen Fachkenntnisse bewiesen und führt als erste Dame den Titel „Staatlich geprüfte Blitzableitersetzerin". — Kurze Nachrichten ausKun st u. Wissenschaft. In Kral au ist der üumtr,i|toritcr Hvirat Professor Dr. Marian von Sokolowski .im 72. Lebensjahre gestorben. An» Stadt sind Land. Gießen, 30. März 1911. ** Lehramtspersonalien. Der Großherzog hat den Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen Professor Dr. Fritz Sommerlad auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen. ** Lelirerpersonalien. Ueb ertragen wurde der Lehrerin an der höheren Bürgerschule zu Lauterbach Auguste H o o s eine Lehrerinstelle an der höheren Bürger- (Madchen-) Schule zu Alsfeld. — In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Volksschule zu Darmstadt Pbil. Raab auf sein Nach such en, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste; die Lehrerin an der Volksschule zu Worms Elise Eich b erg auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste; die Lehrerin an der Volksschule zu Worms Kathinka Eich berg auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste. — Erledigt eine mit einem isr. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gerneindeschule zu Grebenau. •• Denkmalrat. Mit Ermächtigung des Groß- herzogs wurden der ordentliche Professor der klassischen Archäologie an der LandeSunioecsität Professor Dr. Karl Watzing er zu Gießen an Stelle beS ordentlichen Professors der Kunstwissenschaft an der Landesuniversität Professor Dr. Bruno Sauer unb ber zum ordentlichen Professor der Kunstgeschichte an ber Technischen Hochschule ernannte Privatdozent s> I-ßs»" chch-n, A itir*1 dürfte An der Prinze! Kreisra licher \ saale, ti dienst ; »jjnet 1 bet ai meindej der ein sich hie vor der der Sch fen di der Po den Si erhöhte hielt b' Kirche berung eine jd machte Feier. fcnbtoefhühtb, aber sonst herrlichem Wetter statt. Die Luft- «)i{feT nahmen den Weg diesseits und jenseits der Eisenbahnlinie Hamburg—Bremen. Wie von einem Fahrgast, des um 4 Uhr ßl Min. von Hamburg ab gegangenen Schnellzuges mitgeteilt tourte, holte die Flugmasckine den Schnellzug allmählich ein, Kreuzte bann die Bahn, begleitete den Zug eine Strecke weit und pcherholte ihn dann. Der Flug Hamburg-Bremen wurde in IVi Stunde gemacht. Die Luftschisfer erreichten damit eine Durch- schnittsgeschwindiareit von 92 ftuometept in der Stunde, lieber hie Weiterfahrt ist nichts bekannt. Dieser Flug nach Hamburg ist der größte Ueberlanb- f(ug, ber bis jetzt nicht nur deutschen Offizieren, sondern Überhaupt deutschen Fliegern mit deutschen Maschinen gelungen ist. Die bisherigen Hauptleistungen unserer Osfizierflieger waren die Fluge von Döberitz nach Magdeburg und von Döberitz nach Küstrin, beide über etwa 100 Kilometer Land. Besonders bemerkenswert ist, daß der neue Flug mit einem Fahrgast und nur mit einer kleinen Zwischenlandung ausgeführt worden ist. Die mittlere Geschwindigkeit beträgt demnach etwa 70 Stundenkilometer. Die Schnelligkeit des Fluges kann durch die zwischen Hamburg und Berlin herrschende Luftströmung, die die Wetterkarte als von Ost nach West mit einem kleinen Strich nach Süd gerichtet angibt, nicht wesentlich günstig beeinflußt worden fein. Ohne die Belastung der Maschine durch den Mitfahrer wäre sie natürlich größer gewesen. Die Lust war fast ganz böenfrei. Zrühjahrs-pserdemartt zu Eichen. th. Gießen, 29. März. Gestern blickte alles, was mit dem Pferdemarkt zu tun hatte, zum Himmel, der bedenllich nach Regen aussah. Als aber der Morgen anbrach, lachte die warme Sonne am blauen Himmel, wie es unsere Wetterwarte voraus gesagt halle. Es schien ein glänzender Markt werden zu sollen, aber es kam anders. Schon itanben die Tiere aus Oberhessen und den angrenzenden preußischen Gebietsteilen friedlich auf der Rodheimer Straße bei ein» einander, aber noch fehlte der Arzt, der die Besichtigung der Pferde vornehmen muß. Er war noch auf dem Schweinemarkt beschäftigt. Schon wurden die Rosse ungeduldig, daß die Eigentümer ihre Last hatten, unter den Tieren Ordnung zu halten. Als bann bie Veterinarpolizei auf dem Plan erschien, verbot sie den Auftrieb der Pferde aus dem Kreise Friedberg, der Provinz Hessen-Nassau, Rheinpreußen usw., weil in diesen Gebieten die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh herrscht. Ein Verhandeln zwischen Marktkomitee und Kreisamt wegen Zulassung ber betreffenben Pferbe hatte keinen Erfolg, weil ber Kreis- assistenzarzt erklärte, er könne bie .Verantwortung wegen ber Ansteckungsgefahr nicht übernehmen, unb so blieb es bei bem Verbot, durch bas ber Markt sehr beeinträchtigt würbe. Das Komitee für den Pferbemarkt verstaub sich aber zu helfen. Tie vom Markt ausgeschlossenen 50—60 Pferbe würben auf einer bem Markt benachbarten stäbtischen Wiese ausgestellt unb auch prämiiert, so baß den Besitzern wenigstens kein Schaden entstand. Auf bem Markt befanben sich 250 Pferbe, darunter 22 Fohlen. Der Handel ging sehr langsam unb schleppenb und die Verkäufer Hagten über knappen Verdienst unb die Käufer wegen ber hohen Preise, die sie anlegen mußten. In biete Klage stimmten auch bie Einkäufer für bie Verlosung lebhaft ein. Sie erklärten, daß es immer schwerer werbe, für bie vorgesehenen Beträge gutes Material zur Verlosung anzukaufen. Der Prämiierungsausschuß, bestehend aus ben Oekonomieräten Müller-Neuhofs, Hoffmann- Hosgüll, Gutspächter Ab. Bene-Altenberg, Oberstleutnant Henning- Gietzen unb Schlachthofsbirektor Mobbe-Gießen hatten bis gegen 2 Uhr nachmittags zu tun. Das Urteil des Ausschusses erging dahin, daß die von Händlern zur Prämiierung vorgeführten Pferde durchschntttlich nicht die Qualität erreichen, wie man sie früher gewöhnt war, daß dagegen die Züchter aus der Provinz wieder seit dem Herbst erhebliche Fortschritte gemacht haben. Oekonomierat Müller machte unfern Berichterstatter aus einen von Wilh. Weil-Langgöns gezüchteten 2jährigen Hengst aufmerksam, den er als ein Ideal bezeichnete. Er bemerkte, daß bei weiterer guter Entwicklung das Tier geeignet sei, für das Landes- geftüt angekauft zu werden. Die Prämiierung, bei der 2000 Mk. vergeben wurden, hatte folgendes Ergebnis. (Die Zahlen bedeuten die Preise, Ä ist Anerkennung, der Stern vor dem Preis bezeichnet einen Preis der Landwirtschaftskammer): Reitpferde unter bem Reiter gezeigt: Ludw. Tasch-Atzbach (braune Stute) 2., Conrab Weitz IV.-Torf-Gull (S^var^schirnrnel, Stute) 2., Georg Dietrich-Langb (braune Ä^agenschläge, paarweise zu prämiieren: Ed. Kaufmann-Nieder-Weisel (braune Wallache) 1., S. Michel-Gießen (dunkelbraune Stuten) 2., David Leopold-Frankfurt a. M. A. Schwere Arbeitsschläge, paarwei)e au prämiieren: S. Michel-Gießen (braune Wallache) 1., Äug. Frensdorf-Gießen (braune Stuten) 2., Simon Kaufmann-Nieder-Weisel (Füchse, Stute und Wallach) 3. Leichte Arbeit S schlüge, paarweise zu prämiieren: S. Michel-Gießen (Füchse, Wallach und Stute) 1., Ed. Kaufmann-Nieder-Weisel (Rotschimmel, Wallache) 2., Ang. Frensdorf-Gießen (braune Stuten) 3., derselbe (Goldfuchs-Stuten) 4., M, Bing-Lich (brauner Wallach unb Stute) A. Schwer e Arbeits sch läge, einzeln zu prämiieren: August Frensdorf-Gießen (braune Stute) 1., Simon Kaüfmann-Nieber-Weisel (Fuchsstute) 2., Ang. Frensborf-Gießen (Kohlfuchsstute) 3. Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren: Simon Kaufmann-Nieber-Weisel (braune Stute) 1., (Rappenstute) 6., M. Bing-Lich (brauner Wallach) 2., August Frensdorf-Gießen (Fuchsstute) 3., (Kohlfuchsstute) 4., (Roth- schimmelstute) 5.-, Jakob Katz-Hungen (dunkelbrauner Wallach mit Stern) 4.: Arbeits schlüge, einzeln zu prämiieren. Diese Pferbe müssen minbe)tens 6 Monate im Besitz von Landwirten sein, die dem Landespferdezuchtverein oder einem landwirtschaftlichen Bezirksverein des Großherzogtums angehören. Otto Schmibt- Laubach (6jährige braune Stute) 1., C. I. Melchior-Butzbach (4jährige Rotschimmelstute) 2., Earl Hofmann-Wetterfeld (7jähr. Rotschimmelstute) 3., H. Köhler XXI.-Langsdorf) (5jährige braune Stute) 4., Aloysius Eß-Dorn-Assenheim (7jährige Rotschimmel- stute) 5., Carl Schneiber-Eberstadt (5jährige Rotschimmel) 6., Hch Goerlach XI.-Eberstiadt (8jährige Fuchsstute mit Blässe) A. Arbeitsschläge, paarweisezu prämiieren. Diese Pferde müssen minbestens 6 Monate im Besitz von Lanbwirten sein, bie bem Landespferdezuchtverein oder einem landwirtschaftlichen Bezirksverein des Großherzogtums angehören. Bürgermeister Rompf-Langgöns (3- unb 4jährige braune Stute und Wallach) 1., Wilh. Klotz Vl.-Holzheim (6- und 8jährige braune Stuten) 2., Wilh. Goüiel-Pohlgöns (9- unb 3jährige braune Stute und Wallach) 3., Hch. Goerlach VIII.-Eberstabt (3- unb 9jährige braune Stuten) 4. Dreijährige Fohlen, geboren 1908, Wagenschläge: Hch. Bieker VI. -MiF.chen.heim (braune Stute) 1*, Louis Christ-Griebel (braune Stute) 2., Ph. Reitz-Weckesheim (braune Stute) 3., Joh. Faber X.-Leihgestern (brauner Wallach) 4., Bürgermeister Rompf-Langgöns (braune Stute) unb Conrab Schepp X.-Pohlgöns (Fuchsflute) je A. Dreijährige Fohlen, geboren 19 08, Arbeitsschläge: I. C. Melchior-Butzbach (braune Stute) 1*, Moritz Müller-Oberhörgern (Fuchsstute) 2., Konr. Hch. Becker-Gambach (Fuchsstute) 3., Hch. Goerlach VIII.-Eberstabt (braune Stute) 4., Joh. Hch. Moß-Gambach (Fuchsstute), Aug. Schmibt-Großen- Buseck (braune Stute) unb H. Conr. Goerlach-Ober-Hörgern je A. Zweijährige Fohlen, geboren 1909, Wagenschläge: Wilh. Weil-Langgöns brauner Hengst) 1* Ph. Rock-Hattenrod (braune Stute) 2., W. G. Straßheim-Griedel (braune Stute) 3., Carl Leibig I.-Grüningen (brauner .Hengst) 4. Zweijährige Fohlen, geboren 1909, Arbeitsschläge: Louis Ronthaler-Langd (Fuchsstute) 1*, C. I. Melchior-Butzbach (Rotschimmelstute) 2., Fürstliche Gutsverwal- tung-Lich (brauner Hengst) 3., Otto Schmidt-Laubach (brauner Hengst) 4. Zuchtstuten mit Fohlen ober nachweislich gedeckt, Wagenschläge: Gg. Dietrich-Langd (5jährig, braun) 1*, Wilh. Wagner II.-Kirchgöns (lljährig, braun )2., Wilh., Goebel-Pohlgöus (9jähr., bunteibraun) 3., D. Schaefer II.-Heskem (9jähr., dunkelbraun) 4., Conr. Ant. Wagner-Langgöns (8jähr., braun) 5., Eugen Weil-Ober-Hörgem (8jähr„ dunkelbraun) 6. Zucht stuten mit Fohlen^ oder nachweislich gedeckt, Arbeits sch läge: Otto Schmibt-Laubach (6jähr. braun) 1*, C. I. Melchior-Butzbach (4jähr. Rotschimmel) 2., Aloysius Eß-Dorn-Assenheim (7jähr. Roychimmel) 3., H. Weil-Berstadt (4jähr., braun) 4., Bürgermeister Neichharbt-Rabertshausen (Oldenburger) 5., Wilh. Klotz Vl.-Holzheim (8jähr., braun) 6., Jakob Fey IV.-Laugsdors (9jähr., braun) 7., H. C. Goerlach-Ober- Hörgern (3jähr.. braun) 8. und Hch. Goerlach XI.-Eberstadt (8jähr. Fuchs mit Blässe) A. Nach der Prämiierung, der ber Lanbesstallmeister von Willich- Tarmstadt und als Vertteter des Landes-Pferdezuchtvereins Frhr. v. Stark-Darmstadt beiwohnten, folgte das Glanzstück des dies- malgien Pferbemarktes, bie Vorführung von Reit- unb Geschirren im Privatbesitz. Zuerst ritt in allen Gangarten Eilenbahnbetriebsinspektor Wallot seinen Schimmel vor unb erntete bamit von zahlreichen Kennern, wegen bes eblen Tieres allgemeinen Beifall. Es folgten bann mit ihren Reitpferden, die von Gendarmen vorgeritten wurden: Leutnant Wolf (Schimmel), Leutnant v. Holly (dunkelbrauner Wallach), Ober- leutnant Iebens (brauner Wallach), Leutnant Ebel (schwarzer Wallach), Oberleutnant v. P e n tz (braune Stute), Hauptmann Schwendy (Fuchs-Stute),^ Oberleutnant F i r m e n i ch (Fuchs- Stutt> und Hauptmann Busse (Fuchs-Wallach). Es ist das erstemal, daß sich unser Offizierkorps so zahlreich an dieser Veranstaltung beteiligte. Hierauf wurde ein Einspänner-Möbelwagen der Firma Franz Brück gezeigt, dem das 31 Jahre alte braune Poiiny von Frl. Wilh. Schmidt- Gießen int Kabriolett eingespannt munter voran trabte. Ten .Schluß des Marktes bildeten die Vorfahrt des Hoflohnkutschers Huhn bestehend in zwei Gummi-Mylords, bespannt mit je 1 Paar Apfelschimmel, ein Gummi-Landauer von Rappen gezogen unb ein Sommerwagen von dunkelbraunen Wallachen gezogen. Pserbe, Geschirre unb Wagen sowie bie Livree der Kutscher waren hoch herrschaftlich. • Oberland- ftallmeiftcr v. Wittich und Freiherr von Stark erklärten, da könne selbst unser Landesherr nicht ganz mit. Angekört zum Eintrag in das Pferdestammbuch wurden gestern nach beendetem Pserdemarkt durch Dr. Müller-Darmstadt von der Landwirtschaftskammer unb Oekonomierat Müller- Neuhof : Fuchsstute, Ljährig, Eigentümer: Konr. Hch. Becker- Gambach; Fuchsstute, 2jÜhrig, Eigentümer: Moritz Mütter-Ober- Hörgern; Rotfuchs, 5jährig, Eigentümer: Karl Schneider-Eber- ftabt; braune Stute, 3jährig, Eigentümer: H. Görlach-Eberstadt; braune Stute, 3jährig, Eigentümer: Hch. Konr. Görlach-Oberhörgern; braune Stute, 6jährig, Eigentümer: Eugen Weil-Oberhörgern; braune Stute, 3jährig, Eigentümer: Aug. Schmidt-Weiß- mühle^bei Großeu-Buseck; Rotschimmel, 6jährig, Eigentümer: Hch. Felten VIII.-Gabcnrob; braune Stute, 4jährig, Eigentümer Wilh. Wagner II.-Kirchgöns. OPEL“ *.t Dorf scl q Minen. Limzr ’anlafjen, vielt anben. Wad) 1611/, Stunde ibtt mit btm Ü öl» ty* btt Wahr nach Gttztn da? f(ii> oenkanddat ai:- v bt8 Qua * 2?* !- Uf ^iteni J’ÜU Lr an b;n ^Qni te. « .6« l. J“ und roub Wanit 3atof .al8 ’ae°Wifc. 7.*i» , "6 d»-ch ein "'"er auch bu "i'ln&iä °»r Jon nxiten 178 Wm-e mürben °Not, Bl«h. ö)n*'1Wtinrr. c. üblichen mi! l>|en Hirn. Raul, unb sterium des 's ^schreiben bei einem auf ff- 3M ange» ■■ geschlachleien t toutbe, weisen giften unserer 8-, Wer I an, Viehhöfen tom- ff bestimmt ist, Beriihrunß "tändig aue- zur Durckfud jeder, der Sier Stab, mit einer :n sein muß. - bet Ms Ausl- mrg (Sdjlr- f Schlesivtz vormittag f-i >er Geweih ier den Lch-r it Urgemch e Pfarrer beiX Heiverbeverei. Namen V.. r.Büdingen h ibec die neujeit- den Stand , daß M. ° >ie ibcelte M tr! gW* nrfWj’T die Handivcw' M »i«* mit et« 8*5 ij mit d« 8* üSSSS Der alten 0^' andwerk geK Sitte, MC ®g ÄxK benn lie ? ießiti dankt!« feit und lyr * :Kr 1**5 nenen^ &m Vermischte» Letzte Nachrichten. a Muinmcr. AuS Dir . Nach einer Mitteilung des Marine- Paris, 30. Mrz. tation genehmigte den von dem Zweit lylafsing gemachten Borsästag auf Ref doch in 5 WNa®GvUlt * " - Überall erMlllid). - Plock- und Johannesstrassen-Ecke. 2137 DJLPiitfir rrsr?r. Verlangen Sie Putzin- 'Bledtflarhen arattgn.gmh. ‘Spartropf-Einrlchtun^ Automobil-\ ertr er: H :ln. Itaniel Gieswen, lllcleliNtraRwc Für Fahrrüder: Adam Kircher, tilcMeen, lilcichetrueec. Ministers wird das französische Flottenprogramm ofoct nach den Osterferien in der Kammer zur Beratung gelangen. Madrid, 30. März. Nach Meldungen aus Vigo md dort portugiesische Monarchisten cingetroffen und halten Versammlungen ab. Der frühere königliche Palast- osfizier MarquiS Tagal hatte mit den Führern der Monarchisten mehrere Unterredungen und ist dann nach London abgereist. Tüllgardinen »um Waschen u. Bügeln werden angen. Tag-, u. Nachworbange p. Wiesbaden Taunusatr. 2 IL Tel. 1951 dir. am Kochbrunnen in nächster Nähe des Kurhauses und KönigL Theaters neu eingericht. Eleg. Zim. m. Frühstück. Mäß. Preise. Beste Referenz, auch in Gießen. Cr 1 Inh. Frau A. La ndmeaser. HMJT UO87. hefallpufZj ^teSFhuIzj^AV^1 ^^Leipii a- ; C,, schädigt. Die wertvolle Staatsbibliothek ist ver- brannt, mit ihr Manuskripte und Dokumente von unschätzbaremWert. Man vermochte nur einen Teil der Dokumente zu retten. Der Gesamtoerlust wird auf acht bis 10 Millionen geschätzt. Einige Feuerwehr- leute wurden durch Glassplitter verletzt Ein Mann soll durch herabstürzende Trümmer getötet worden sein. schuft wurde gerettet Das S?otcl Bristol in Besulien iu ent 9xditb der Flammen gcwordni bod: g.lang co ille Personen Eingesandt. (5ür Form und Fnhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Bei dem gestiigen starken Verkehr de» Pierdemarkle» machte sich wieder bei ll edelstand der Krachend,ira in der "i c u 'i n o ! bemerkbar, wo oftmals durch den starken Fuhrverkeln Ltockimaeu entstanden. Denn die Breite ist nur eine Wagenspur, unb c: i’t nur als ein Wunder anzufehen, büß hier noct) reine Unilütfo'ällc vorgekommen sind, und es wäre von unseren Ltad, Vätern ;u wünschen, da» auch enblid) mal der Kauf beS TleRa. cdmeiber’fdicn Hanfes zustande käme und der Uebelflnnb beseitigt wäre Pi e h r e r e B urge r der i)l e u |t a b t. Seit einiger Zeit werden von böswilliger Seite Gerüchte in Umlauf gesetzt, nach denen ich beabsichtigen soll, mein Cafö Plock- und ^bamrns- st rassen-Ecke, welches ich im Juli vorigen Jahres käuflich erwarb, wieder tu verkaufen bezw. an andere Stelle zu verlegen. Ich erk 4re ^ermit ausdrücklich, da»s an diesen Nachrichten kein wahres Wort ist, dass ich absolut nicht daran denke, mein Etablissement zu verkaufen noch zu verlegen, sondern dass ich vielmehr bestrebt bin. durch Ernährung praktischer Neuerungen den sehr geehrten Besuchern meines Gates den Aufenthalt in demselben in jeder Beziehung zu einem angenehmen zu gestalten. Die Zufriedenheit meiner P. T. Gäste durch Verabreichung von Getränken und Erfrischungen allerbester Qualität zu erwerben soll auc für die Folge meine grösste Sorge sein. Sollten noch ferner mich, respektive mein geschäftliches Unternehmen schädigende Gerüchte in Umlauf gesetzt werden, dann werde ich mich genötigt sehen, die Urheber derselben eruieren und auf den ordentlichen Rechtsweg verweisen zu lassen. Ernst Heinr. Beutner Besitzer des Cafe „Astoria“ Giessen — Linen Ausschuß für kincmatographf s ch e F r a g e n will die deutsche Zentrale für Jugendfürsorge einrichten; es sollen ihm Fachleute aus Künstler- und Pada- gogen-jireisen, aber auch Männer aus dem praktischen ge- werbtätigen Leben angehören. Der Ausschuß wird sich den Besitzern unserer Lichtbild-Theater zur Verfügung slcllen, um sie zu beraten bei der Zusammenstellung guter, unterhaltender Jugendvorstellungen und bei der Auswahl von ttnematographischen Aufnahmen. Die Benutzung dieser Einrichtung ist natürlich freiwlllig, doch wird es im eigenen Interesse der Kinematoaraphenbejitzer liegen, von dem un- ng oaruoer yerr,a)i. uueuj v«• enniihiaen Anerbieten des Ausschusses Gebrauch zu eine schön verlaufene Nachfeier in der^Gastwirtschaft.R^er ^^n hu diesen Unternehmern das Recht zusteht, ihrem machten den 2chluß der allen Teilnehmern unvergeßlichen M^oara'mm voranzusetzen: „Bon der deutschen Zentrale für Feier. Die Kollekte betrug 84 Mk. Jugendfürsorge gebilligtes Programm". Eltern und Er- KreiS Alsfeld. zieher werden dann naturgemäß solchen Theatern den Vor- S Ober-Ohmen, 29. März. Bei der Beigeord- zug geben Stoei unl'eiet DeTDorragaibRen hncmatngrQ^^- „et en ,ejil wurde der ©af.w.rt Rud Horst mit 68 Stimmen I ^Un^mungen^dad Unmn.^ gewählt. Sein Gegner Otterbein erhielt 65 Stimmen. 1.^ ^on 6eie|t ecfiärt, diese Einrichtung zu benützen. Kreiö Friedberg. _ ein Lokalbahnidyll wird den Arünch. R. N. L Friedberg, 29. März. Die seit langen Jahren aue> Baden geschildert. Aus der Station Elsenz an der bestehende Schloßverwalterwohnung über dem Marstall Lokalbahn Hüsbach-Bruchsal hatte der Lokomotivluhrer^em u inncren Schloßhos wird eben geräumt. Sie wird für Signal falsch verstanden und fuhr mit Zügle ohne -.rwenbet9 Der mst >Q* Ä n Dienst tretende neue Verwalter bezieht eine Wohnung Zügle nicht wie sonst vielleicht einfach zurück, um außerhalb der eigentlichen Schloßgebaude. — Heute vormittag1 qepenen zu holen, nein, es wartete in Eichelberg fand un Predigerfeminar die Entlassung von elf! n£ne halbe Stunde bis das Zugpersonal die zwei an di baten statt. Außer dem Lehrkörper dec Anstalt, hen ÄiIometei lcmge Strecke auf Schusters Rappen zuructgclegt lland.datcn der beiden Semester wohnten dec ^eier vielen^, ^cum ging's mit Volllxuupf weiter, Bruchsal zu. Pfarrer der Umgegend und Freunde und Angehörige der Ent- Kleine Tagerchronik. R.B. Darmstadt, 30. März. Die 2. Ommer bo schaftigtc iid) heute mit der Erledigung einer Anzahl Anfragen und Anträge. Abg. Wolf Gonsenheim fragt wegen der Privat Praxis des Direktors der Mainzer 5?ebamnicnlehranstalt an, woran' Minister b. tzombergk entgegnet, daß die Erlaubnis hierzu im Fahre 1909 erteilt worden sei. Eine längere Aussprache t>r anlaßtc die Anfrage der Abg. M o 11 h a n — Schmilt über die Schnakcnplagc in Rheinhessen. Minister v 8?om bergt und Gcheimrat Weber erklären. Daß die Regierung alles tun werde, um Dem llebelstand abzuhelfen. Eiii Anttag des Abg. Hebel, Die Ldenwälder Steinindustrie in dem Handels vertrag mit Schweden in Schutz zu nehmen, wird angenommen Tann wird die Anfrage der Äog. O s a nn —-S e n ß f cld e r wegen der Wasserscl)äDen in den Gemeinden Ostherm, Gerns heim usw. beraten. Den ärmeren Gemeinden soll eine Unter Nutzung zur Anlage eines Pumpwerkes gewährt werden. lasienen bei. .. Ern in Koblenz sestgenommener alter Verbrecl>rr gestand, Starkenburg und Nhcinhi'sscn. I mit einem Gesährten mehrfach Anschläge aut Eis en bah n- rm Lükel-Wiebelsbach, 29. März. Nicht 6e-Lüge verübt zu haben. Bor einigen Tagen nmlzten ue auf fiät.gt' wurde °°.n Rreisamt Erbach der ,um Bngeo-°n-ten stie ^rIen^.w^cE gewählte Ataurermeister L. H. Schwinn hier, da sich aut I * lodcrn um cniCn Zug zum Enlglcifen zu bringen die von der unterlegenen Partei erhobenen Einwendungen bic Fahrgäste hcrzusallen und sie auszurauben. Beide .../.eben hat daß Schwinn Anhänger der sozialdemokratischen Anschläge seien völlig vereitelt worden. , _ . . Ä r? Das Luftschifs „Ersatz Teutlchland" wurde ge> ern m F r red- Partei ift. IT i di 5 h a f e n gefüllt und toll heute zum erstenmal aufsteigen. In Hessen-Nastau. den «stcn T^gen des April soll der F l u g n a ch D ü s f e l d ° r f W W i e s b a d e n , 29. März. Die hiesige Kurdepu- angetreten werden, dec in drei Stunden ausgejuhrt wird ialion acnebmigte den von dem zweiten Bürgermeister Die Unterschlagungen des Bürgermeisters Dr. Pampe l Glassina gemachten Vorschlag auf Reform der Kur-Iin Stolberg stellten sich nach neueren Ermittelungen alv tare ^Darnach bleibt die feit einem Jahr hier eingefuhrte ^^it umfangreicher heraus, als angenommen wurde, obliaalorifche Nurtaxe auch weiterhin bestehen, die Wahl Die Gesamtunterschlagungen betragen mnideftens eine vrer- deS stursaktors (ob Zlochbrunnen oder Mirhaus) wird ie-1 tt( Million. f, bn* Belieben des Kurgastes gestellt, um den ver- Bei einem Einbruch in dieLungenhetlanftalttn H ohen- schiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden Die Koch- Honnef wurden zwei Einbrecher von ^iuem Warter uber- prunneuschätzc betragen die Hälfte der .sturham.-satze und nascht; sie verletzten ihn durch Revo l Vorschüsse schwer, berechnen sich für w Tage auf 3.50 Mk., für 6 Wochen ans Auch die Einbrecher sind durch mehrere <-chu,se schwer ver- 1> , für drei Monate auf 20 Mk. Zu jeder erstmals ge- ^tzt. Die Einbrecher wurden verhaftet. nften Harte kann zweimal hintereinander eine 10 Tages- Zwischen Rosenhe im und ft ui ftem entftanb bu.Td>Av fartc aetbi'r werden und dabei der Kurfaktor gewechselt berter, die trockmes Reisig anzundetai, 'E ihr Epen zu lochui, und Pensionsbesitzer xie kurtaxfreie Zelt Fanten d üern ab bereits 200 Morgen zum Opfer beträat jetzt fünf Tage, bisher vier Tage, ferner werden ruvammc». den Fremden nach Schweizer Muster sogenannte ftUrheftel Breslau stürzte ein dreijähriges Kind in die Oder, aeaeben, m üenen sie wesentliche Prcisermatzignngen für Der städtische Diätar Kirchhoff sprang^sofort nach, ertrank Theater Rennen, Spielplätze, Rheindamps,chlstahrten Ufw. ^er infolge eines verzschlagcs. Beim suchen nach der Lerche l muten werden. Der finanzielle Reinerlös der Stadt o!e Feuerwehr kenterte der K a hn uiwdie 2massen ans der Kurtaxe beträgt nach der Reform 250 000 Mk. | bunten nur^mit knapper^Rot,^rettet weichen. Der drenaklrige a n mit ihre mim Imercn ini» bu* 4.CIC •incni1 Haine Bürgerverein Giessen. ♦ Montag den 3. April, abends 81/, Uhr, in Steintz «aalbau ÖHentl. Versammlung r Tages-Ordnung: 1. Die Verlegung der städt. Acmter in die alte ttlinik als zukünftigem Rathaus 2. Berfchiedene». Wir laden hiermit alle Einwohner unserer Stadt zu der Versammlung freundlichst ein und rechnen auf zahlreiche Beteiligung. vk> Ter Vorstand. Oster-Postkarten seine Aiis'ührimg, für ‘Sicberucrthurct sehr billig unUv... -- ;7,7-7r7/->-32aac 7 .'nleitnnasdräl'.c irr störte. Bon ^d)inn:cni ccniicu Ei fiel auf das und t L n I II b . ;ii' IM chause smiofendr Zustand ist bebenflidk Zn iicbrric im chafen li^intöc Schisse gegen und . : r i r ü m m c r i. Die Manii' Zukunft zu bewahren. — Hierauf wurden die Zeugniflel ver vrand der KOpttOlS von Aldany. an die Schüler verteilt Dem gestatt folgte eine Ausschuß. $ , bic Ttiinnncr von dem großen Brande der sitzung. — Die ^u^gkstellten ^verarbeiten, Zeichnungen I gjetolj0CYe]. Zellstvssabrik nicht beiseite geschafft unb schon und Modelle rn 'eher dem etnschiagigen Handwerk entfpre-u.^^^^. ^mmt die "?a^ richt von einem Riesenbrand au chenden Materialanwendung und Äussulirnng zeigten, bOB bcm ^tQQtc ^en)rDr? t0.:. m a pitol, ein bemerkens rn der Handwerkerfchule vorzüglicher.«anbenhnal aus der holländischen Zeit, ist kur» Ausstellung bleibt einige Wochen iut jedermann unent- und das Wasser schwer beschädigt. Man meldet gelttich geöffnet. , un5 darüber: -- Büdingen, 30 März. Der girrst hat aus An- Albany (Newyork, 29. Mär. Zn früher Morgen laß seines heutigen Geburtstages den Verwalter des '7Ürst-1 stunde brach Feuer ans, welches das ft a p i t o l, do: men lich- und Gräflich-Ysenburgischen Gesamtarchivs, den Baye- üon 25 Millionen Dollars darstellt, .u zerstören rischen Reichsarchivrat z. T Tr. ßittmann zum //«t-lbroMc. DaS Feuer brach im dritten 3toet aus, wahr chiorat' und den UntersSrster Euler zu Thiergarten gum infolge der mangelhaften elektrischen Leitung, und „Förster" ernannt. verbreitete sich mit großer Geschwindigkeit Tas ftapi- △ Rinderbügen, 29. März. Eine solch schöne tol wurde teilweise zerstört. Der Wcstslugcl Feier wie die Einweihung unserer neu hergerichteten nirche und neu beschaffenen Orgel am letzten Sonntag dürfte in unserer Gemeinde noch nicl)t vorgekommen sein. An der Feier nahmen teil der Fürst, die Fürstin und zwei Prinzessinnen von Büdingen, Superintendent D. Petersen, Kreisrat Bistkmann, Dekan Ellenberger, eine Anzahl Getst- licher und eine große Zahl Festgäste. Im alten Schulaale, in dem während deS Umbaues der Kirche der GoUcS- rienft stattaefunden, begann die Feier. Sie wurde eröffnet durch einen prächtigen Schülerchor. Pfarrer ®o-' bei als OrtSgeistlicher dielt Ansprache und Gebet. Ge-i meindegesang mit PojaunenbegleiMng bildete den Schluß der eindrucksvollen Abschiedsfeier. Zm Festzuge begaben fich hierauf die Teilnehmer zur Kirche. Gemeindegesana vor dem ftircktore leitete hier die Einweidung ein. Nach der Schlüsselüoerreichung schloß Superintendent v. Petersen die ftirche auf. Ten Einzug in die Kirche begleitete per Posaunenchor. Dann folgte die Weihehandlung durch den Superintendenten. Gloaenaeläutc unb Lrgelvorspiel erhöhten den Weiheakt auss feierlichste. Tie Festpredigt hielt der Ortsgeistliche Pfarrer Göbel. Tas Innere der Kirche ist so schön hergerichtet, daß allgemeine Bewunderung darüber herrscht Ein Festzug durch das Dors und , .-Ix.. 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