Nr. 281 Zweiter Blatt I6J. Jahrgang G^chetnt tigkich mtt Ausnahme de- Sonntag*. Die „Gletznier LamttlenblStter" roerben bem ,ftn/aoziald.mo- fratie tonne nur geistig uno sittlich übcriminbcn werden. Man müße hoffen, daß Die Arbeiter sich politisch und wirtichajtlich ab- klaren. Wer 'Liecht erringen wolle, müsse selbst Recht haben und vor allem Freiheit des Individuums. Die barsche ThromeSe. Karlsruhe, -8. L'luU. Tic Ltstndevcrsamm- lung wurde heute vormil.ag i _.12 Uhr vom Großherzog mit einer Thronrede eröffnet. Nachdem der Hochwa^cr- schaden und des Fehlherbstes des Jahres 1910, sowie der Ichweren Verheerungen durch das Unwetter im Tauber- grund in diesem Ick.ire gedacht ist, spricht die Thronrede der Epserwtltiglcit des Volles den Tank dcr Regierung aus. Tie langani altendc Dürre des letzten Herbstes habe einen erhebeichen Ausfall, insbesondere an Futtermitteln, Ä a 11 o ff ein zur Folge gc.abt und den Lebens mittelmarit ungünstig beeinflußt. Tic Regierung sei bestrebt gewesen, den «ich hieraus ergebenden Mißstanden entgegcnzuwirlen, insbesondere durch wcitergehendc Frachtermäßigungen und durch reichliche Gewährung von Darlehen. Auch dcr Bezug von .vartoficln, Gemüse und andereli Lebensmitteln wurde durch Frachtermäßigungen erleichtert. Tank der im Herbst eingetrercnen günstigen Witterung fei die Hoffnung begründe., daß die nachteiligen Folgen der Trockenheit des Sommers nicht in dem anfangs befürchteten Umfange cüureten werden. Tie Finanzlage des Landes laßt den B.g'nn einer Besserung erlennen, insbe.onocre z.igen die Einnahmen der Betriebsverwaltung der Eisenbahnen einen er।reu» lichen Ausschw n n g. Ta jedoch einige Einna.)mczweige immer non) im Run gang begriffen )ino und die Staats» ».affe bei der Reichserv,chaftS,ieuer einen erheblichen Ausfall erleidet, so i,c auch weiterhin äußerste Vor.icht in der Finanzgebarung geboten, zumal die durch die Neuregelung der Beamten gehälter verur,achten Lasten ihren Höhepunlt noch nicht erreicht haben." Trost tunlichster Beschrstninng dcr Anforderungen auf allen Gebieten der Staatstätiglcit ist e» nicht gelungen, das Gleichgewicht der Einna men und Ausgaben im StaatS- voranfdkag herzustellen. Um die Einnahmen wieder in gesunde und sichere Verhältnisse zurückzuführen, wird eine ErböhungderStuatsein nahmen durch Einführung dcr Ltaatsloiterie und Erhebung eütcr Zuschlags zur RcichSerbfchaftSsteuer vorgeschlagen. Unter den von dcr Rcgierung zu unterbreitenden Gesetzesvorlagen steht an erster Stelle ein Gesetzentwurf, der die Wahlkreise für die fünf größten Städte des Landes abgrenzt. In Verbindung damit soll die Zahl der A b g e o r ö n c t c n dcr Zweiten Kammer auf 74 erhöht und der weitere Abgeordnete dcr Stadt Mann- heiri zugeteiit werden. Ter Gesetzentwurf wegen Abänderung des W a s j e r g e s e tz e s wird im weseinlicben unverändert den Landstundeii wieder zugchcn. Tic Einführung der R e i ch s v c r) i ch e r u n g s o r d n u n g erfordert eine Aendcrung dcr au, dem Gebiete der Arb.itcrver.icherung bc- stehenden landcsgcsetzlichcn Vorschriften Hierüber wird ein Gesetzentwurf vorgclegt, der eine Vereinfachung der Lrgani- sation vorichlägt, im übrigen aber den bestehenden Zustand tunlichst aufrcchlerhaltcn will. Zur Turchführung dcr reichsgesetzlich ncugcrcgclten Maß- und Gcwichlsordnung müssen st a a 11 i ch e Eichämter und Abfertigungs- D eil en errichtet werden, ruoiür die Mittel im Liaatsvor- anschlag zur Anforderung gelangen. Auf dem Gebiete der Uniereichtsoerwaltung wird eine durchgreifende Reform der Fortbtldungs- schule vorbereitet, worüber den Ständen eine Tenkichrift unterbreitet wird. Tie Vereinfachung dcr Srgani- lation und des Verjährens dcr Staatsverwaltung ivird in einer Denkschrift besprochen, in welcher dic bis jetzt getrofjenen Maßnahmen dargelegt und weitere Vereinfachungen erörtert werden. Aus Stadt und Land. Gienen, 29. November 1911. •• Eisenbahnpersonalien. Zum 16. Dezember werden versetzt der Güteroorslehcr Groth von hier nach Lacrnuadt, der Bahnhofsanfseher Becker von Weidenhausen nach Frohnhausen a. d. Lahn, der BahnhosSaufseher Fint von Frohnhausen a. d. Lahn nach AUcndorf a. d. Lumda, dcr BahnhosSaufseher Ni art in von LlUendorf a. d. Lumda als Elsenbahn-Untecassistent zur Güterabfertigung nach Gießen, der Elsenbahngehilfe Pfeifer von Gießen als BahnhosSaufseher nach Weidenhausen. Ernannt wurden die RcgicrungS- bauineister Essenberger in Ü'tamz und Klotz m Franl- surt a. Ütt. zu RegicmngS- und Bauräten. Emberufen wurde zur Beschäftigung im Staalselsenbahndienst der hessische Re- Ulerungsbaumeisier D res sei zum Eisenbahnzentcalamt in Berlin mit dem Wohnsitz in Dortmund. Der Fahrkaricn- auSgcbcr Maaß wurde von Fulda nach Dillenburg und der Lchaffncr Lchmidt von Niainz nach Hungen versetzt. Der Rcsecoe-Lokomotlvführer Schünemann in Bebra hat eine Belohnung erhallen, weil er durch rechtzeitiges Halten des Zuges 1225 das Uebcrfahren eines Knaben und einer Kuh verhütet hat; ferner hat der Streckenarbeiter Schol in Dillenburg für Entdeckung und Beseitigung einer BetciebSgefahr eine Belohnung erhallen. •* Antialko hol bewe gung. Da die Vorlesungen über »AlkoholiSmuS und Anti-Alkoho l-Be- ivegung* auch von der Bürgerschaft besucht werden, so sei darauf hlngewlesen, daß die beiden nächsten Vorlesungen, in denen Proiessor Messer die Alkoholfrage vom ethischen und pädagogischen Gesichtspunkt auS behandeln wird, nicht Giefzener Stadttheater. Was ihr wollt. Lustspiel von Shakespeare. Gießen, 29. November. Durch die Jahrhunderte hindurch vererbt sich dcr Schmerz dcr Menschheit, aber ewig und beständig wechselnd wie das Leben selbst ist die Lust, die daS Lachen erregt. Tie großen Tragiker aller Zeiten stehen uns heute noch nahe, aber ihre heiteren Brüdcr in Apoll haben kaum noch Fühlung mit unserer heutigen Welt. Ariost, Cervantes, sogar Moliere mit einigen seiner Werke haben — um von den älteren ganz zu schweigen — für uns schon viel von ihrem fröhlichen Glanz verloren, unD selcht dcr feuer.« hasten Muse Shakespeares neben nur größtenteils schon merklich kühl gegenüber. Aus dem lebendigen Leben find |ie in dos Rarilätenlabinctt der Literaturgeschichte übergeiiebeit. Nur Der Sommernachtstraum, der Kaufmann von Venedig und die Mrene aller, das tost licke Lustspiel Was ihr wollt haben nichts Don ihrem frischen Zauber eingebüßt und wirken heute noch wie damals. Boller Saft und Blut wanderten auch gestern die heiteren Nenaissaneemenfchen über umere Bühne und trieben übermütige Üurzweil in ihrer süßen Liebeskomödie: Was ihr wollt. Noch einmal leuchtet und flirrt es wie Helles, ausgelasienes ^afchingstreiben aus des Tichtcrs Hirn, nock einmal waitdclt es an sonnigen Gestaden voll llebcrmut und Lebenslust, dann nimmt der Poel Abschied von ieiner Jugend, und das Regenlied des Narren ist Der luftige Abschiedsgruß. Tarnach hat der große Brite keinen Narrewkreich mehr gemacht. Nur wie ein stickern Hingt feine Lebensfreude ans Den fckweren Falten feiner späteren Werke. Tie gestrige Ausführung, Dic von Herrn Tirektor Stein- 9 o _e 11 e r aufs glücklichste eingerichtet war, halle es vorzüglich verstanden. Den übermütigen, taschingsmäßigeu Grundton anzu- 'chlageu und den ganten Abend üoer treuliai festzuhaltcn. Man hatte die klugen Buhnenanweifuiigen des Herzogs von Mei- ickngen zugrunde gelegt und so Die Fülle der Verwandlungen auf n«c einzige beimrdnh. Tadurch war es bann auch möglich ge- >verben, dem Bühnenbild eine ganz beionbere Beachtung zu er» ’-eiien unD ein sehr schönes, farbenvolles Land chaftsbilb 1 -rzurichteti. Mit dieser äußeren Gestaltung hielt Die innere, vcn eütigen kleinen Verschleooungeu abgesehen, gleichen schritt: das Tempo war erireuenber Lebendigkeit. Auch Die ivaselnen Rollen waren gut beseht. Fräulein Böhm war eine muntere, jchalliiasl lillre Viola, Die sim auch in Der Hosenrolle tabellcS bewegte. Herr Gühne spielte Den eingebildeten Mal- t>ßlw, dcr fast ui Hochachtung vor sich seckst erflirot, mit glücklicher Mischung von Hochmut und Tummheit — und sehr geschmackvoll. Herr Norden war als Tobias ein vorzüglio ec Fakstai- in Tuodezausgabc, der sich ebensogut auis Trinteu wie au s Dieben verstaub. Ein in seiner Trot.e.hastigkeit übcrwält.gend komischer Anbrcas war Herr Hilbert, famos in jeder Bewegung unb jebem zon. Herr Grosser spielte b:n Narr mit emaunlicher Fixigkeit und bot schon burc? Die überrasa^nde Schnelligkeit seiner Rebe, die doch fein Wort verschluckte, eine beachtenswerte Leistung. Fräulein Hoerrnann war eine liebenswerte Lliva, schien ab.r etwas unpäßlich zu sein. Herr Goll soielte den Herzog mit sanstem, weichlichem Schmeiaatlton, der vorzüglich vaßte Denig ansprechend war Herr R a p p e p o r t, dcr oft in ein geschmackloses Leiern versällt, durch seine Svrachbehandlung. Solck ein Gcbudel mag wohl hin unb wieder in einem modernen Salonstück passen, war hier aber ganz unb gar nicht am Plage. Ein sehr nettes Kammcrmäbcken war Fräulein Jüngling Herr Volck gestaltete seine kurzen Auitritte sehr einorucksooll. Tie beiden G:- richtsdiener zeigten sich etwas wenig gewandt. Alles in allem lieferte die Vorstellung nneber den B.'weis, daß die Direktion eifrig bestrebt ist, uns gute Stücke in guter Tarstellnng zu bieten. N. ♦ Typhusimpsung. Tas französische ÄriegSmininerium hat vor einiger Zeit wegen der zahlreichen Falle von Unterleibstyphus, unter denen die norbasritarnschcn MoLcnialtruppen zu leioen hatten, einen Ausschuß von Aerzten mit einer genauen Erhebung über den Typhus und seine Behandlung betraut, und deren Ergebnis ist tüngft in der Acadämie de Mcdieine zur Verhandlung gelangt. Tas Ergebnis dieser Erhebung ist, wie Professor Lanbouza aus- führt, daß man in bei Impfung ein sehr brauchbares Mittel gegen ben Tvphus hat. Tte^entcn Ver-uche über Impsungeii gegen ben Tyvhus haben in Frankreick Ehantemei'se unb Vidal, in Teutsckland Pfeiffer und Atolle, in England Wright ausgeführt, und die Ergcbnifie aller dreier Forschungen sind in ben beutscken, französischen unb englischen Kolonien bereit» an- gercenbet worben. Ter Impfstoff, ber baber venvcnbet wirb, wirb aus Tvohus- bazlllen gewonnen, bie burch Wärme abgetötet finb. Anfangs rief bie Fmvfung unangenehme Nebenerscheinungen, Sü'merzen oder auck Fieber hervor: gegenwärtig jeboch sind bieie liebel» stände völlig behoben. Bei den Imvuto'ien, die der Engländer Wnght hergestellt hat, ist die Wirkung recht günstig: muer 283ö Geimpften kamen 0,95 v. H. Ercranlungsiällc vor, und bie 5tcrbliajfeu betrug 0,20 c. H. gegcituae: 2,05 o. H. Er- trantungefallen bei Nichtgrimpften uiw einer Sterblia)seit von Q,34. Tanach ist Die Ericuntungshäu,igteit sowie Die Lterblichkell am Typhus ungefähr auf die Hälfte der früheren Zahlen pc- fünfen. Seitdem bie Engländer Impfungen in den Kolonien gegen den Typhus bei ihren Truppen vornehmen, ist die Lterb- llchkeit stetig gesunken; im testen Jahre sind z. B. nur noch 47 Todesfälle vorgelommen. Aehnlicke gute Erfolge sind in Temschland und den Vereinigten Staaten erreicht worden. Tie Aeabemie bc Mebieine konnte im ganzen 216 000 llngeimpfte und 28 000 Geimpfte in den Kreis ihrer Betrachtungen ziehen. Unter den Nichtgeimpften war die Sterblichkeit 3,9 mal so groß wie bei ben Geimpften. Der erste Impfstos', ber hergestellt war, litt an Dem Mangel, Daß nach feiner Anwendung bie Geimpften zunächst noch nicht gegen bie Erkrankung geschützt, sondern gerade besonders empiängllch für Typhus waren, bei den neuen Hmvf- stonen tritt die Wirkung sofort ein, so daß man bei Truppen in Kolonien bie Impfung an Ert unb Stelle vornehmen kann. Ein vesonbers großes Beobacktungsmaterial stammt aus ben Vereinigten Staaten, wo ber Militärarzt Foster gute Angaben über die JSirfung. ber Impfung gefummelt hat. In ben Vereinigten Staaten steht die Imvfulig gegen den Tvphus in einem io guten Rufe, daß nch in manchen Regimetttern 98 v. H. aller Mannfchaften freiwlllig zur Impfung gemeldet haben. Tie Offiziere unb ihre Angehörigen lassen sich auch gegen Tyvhus impfen, unb im ganzen finb im vergangenen Jahre im amerikanischen Heere 14 000 Impfungen vorgenommen worben. Tas Gnbetgebnis über Die Notwenbigkeit bet Impfung ist nach Ansicht Der Acabemie be Mebicinc, baß für Gruppen in ben Kolonien bie Impfung unbebingt nötig ist, wahrcub bie Aus- behnung auf anbere Stäube überflüssig erscheint. K. F. hk. Aer ztliche Kreditbank. Ter „Klin.-theropeut. Locken>'ckr." zufolge regt die nicderösterreichifche Äerztekammer die Grunoung einer ärztlichen ycrebitbanf an, welche oen Zweck haben soll, Aerzten unb ärztlichen Xorooraticnen eine sichere rtav lalsanlage unb billige Tarieren zu bieten. Tie Gelbmittcl sollen burch Ausgabe von verzinslich?n Anteckscheinen beschosst werben, zu bereu Zeichnung Aerzte unb ärztliche ?lorporatioiku berechtigt sind. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wtssen- 'chuii. Tie ^tao:v:rwairung von Köln hat iick entichlo''en- die berühmte Sammlung von Gemälden Leib! e , v im B'sis de» Geheimen Hoirats r ceger m Berlin ist uno 'in Köln einige Monate ausgestellt war, anjutnufen, angeblich für ein1' Million — Ter 200,ähr,g: Geburtstag Lomonossows, ^es Vaters der rum-die.i V : .' ur, "t in ganz Rv'I .nd sestlich begangen worben. Donnerstags, sondern Freitags (am 1. und 8. Dezember) stattsinden werden. •• Der Oberhessische Automobil-Klub, Sektion de§ Frankfurter Automobil-Klub-Gießen, veranstaltet am 9. Dezember einen Vortragsabend mit Lichtbildern. Herr Eduard Engler, 1. Vorsitzender des Frankfurter Automobil- Klubs, wird über seine Eindrücke und Erlebnisse dec „Prinz Heinrich-Fahrt 1911" berichten. ** Der Schiklub Wintersport Gießen veranstaltet bei günstiger Witterung vom 26. Dezember bis 2. Januerr auf dem Hoherodskopf einen S ch i k u r s u s für Anfänger und Fortgeschrittene. Durch das neue Klubhaus, das am kommeno^n Sonntag eingeweiht wird, ist so viel Raum zur Unterkunft vorhanden, daß auch Nichtmitglieder an oem Kursus teilnehmen können. •’ D i e Stenographie-Schülervereine nach „Babelsberger" am Gymnasium, am Realgymnasium und an der Oberrealschule feiern am 9. Dezember ein gemeinschaftliches Stiftungsfest. Gesangsvortrage, Musikstücke, Theaterspiele und Ball werden die Gaste und Mitglieder unterhalten. Landkreis Gießen. = Gröningen, 28. Nov. Die Landwirtschaftskammer für Hessen veransialtet am Donnerstag, 30. Nov., hier im Gasthause von Ehr. K. Bender einen Vortrag über „Die künstlichen, insbesondere stickstoffhaltigen Düngemittel und ihre Anwendung zu den verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturpflanzen." Redner ist Landwirtschaftslehrer Tamn, aus Lich. Kreis Friedberg. ---- Friedberg, 28. Nov. Die freie Vereinigung hessischer Krankenkassen hielt am verfloßenen Sonntag ihren ersten Unterrichtskursus hier ab. Aus Friedberg und Umgegend waren denn auch etwa 70 Vorstandsmitglieder und Beamte erschienen. Geschäftsführer Fourier- Gießen berichtet in ausführlicher Weise über das 2. Buch der ReichS-VersicherungS-Ordnung „Die Kranket. Versicherung". Der Vortrag fand bei den Anwesenden groben Anklang, was aus dem Umstande hervorgeht, daß allseitig der Wunsch ausgedrückt wurde, zukünftig mehrere derartige Vorträge stattsinden zu lassen. m. Bad-Nauheim, 28. Nov. Die Eingemeind ung von Schwalheim steht in Aussicht. Sie läßt sich auf die Dauer nicht mehr umgehen. Der Nauheimer neue Güterbahnhof liegt in der Gemarkung Schwalheim, außerdem auch schon eine Anzahl Lagerplätze Nauheimer Firmen, hierzu kommt noch, daß das projektierte Nauheimer Schlachthaus, um Gleisanschluß zu erhalten, ebenfalls in die Gemarkung Schwalheim zu liegen kommt. m. Ober-Mörlen, 27. Nov. Wie alljährlich, sind auch jetzt wieder die mehrere tausend Mark betragenden Stiftungszinsen aus der Geck'schen Stiftung auS London eingetroffen; sie werben bestimmungsgemäß unter die Ortsarmen verteilt. Die Stiftung stammt von einem geborenen Ober-Mörlener her, der in den 60er Jahren als Schuhmachecgeselle nach London auswanderte, dort eine große Schuhfabrik betrieb und als Junggeselle starb. m. Nieder- Mörlen, 27. Nov. Den Leuten, die an der Grenze Nieder-Mörlen und Bad-Nauheim (hinter dem großen Teich) wohnen, ist von der Bürgermeisterei Bad-Nau- heim mitgeteilt worden, daß ihre Kinder vom 1. April 1912 an nicht mehr die Volksschule daselbst besuchen dürfen, da sie ihre Steuern nach Nieder-Mörlen zahlten. Diese Verfügung ist auf Grund eines Stadtverordnetenbeschlusses erfolgt. An sich ist nichts dagegen zu sagen, wenn eine Gemeinde sich dagegen wehrt, daß sie nur Nachteile, aber keine Vorteile von einer anderen Gemeinde haben soll. Hier liegt aber die Sache doch ein bischen anders. Die meisten Bewohner der Frankfurter Chaussee sind evangelisch, die Gemeinde Nieder-Mörlen dagegen fast ganz katholisch. Die etwa 12 evangelischen Kinder wären verpflichtet, die katholische Schule in Nieder-Mörlen zu besuchen und müßten dann zum evang. Religionsunterricht nach Ober-Mörlen, der von dem 2. evang. Geistlichen in Bad-Nauheim erteilt wird. Nauheirn ist von der Grenze in 5 Minuten, Ober-Mörlen dagegen für einen guten Fußgänger in 5/* Stunden zu erreichen. Adreßbuch |9|2. Die Buchstaben Ij bis E des alphabetischen Namensverzeichnisses liegen am 30. November und am Dezember zu jedermanns Einsicht in unserer Geschäftsstelle offen. Verlag der Adreßbücher für die Stadt und den Kreis Gießen Schulstrahe 7/9. Universitäts-Nachrichten. Hk. M arburg, 28. Nov. Dem Vernehmen nach ist zum Nachfolger des ausgeschiedenen Geh. Justizrats Prof. Lästig in der Halleschen Juristenfakultät der o. Professor für deutsche Rechtsgeschichte, deutsches Privatrecht, Handels- und bürgerliches Recht an der hiesigen Universität Dr. jur. Ernst H e y m a n n berufen worden. p9Jlarburg,28. Nov. Laut soeben erschienenem Studenten- Verzeichnis beträgt die Gesamtzahl her Besucher der Universität im laufenden Wintersemester 2014 (einschließlich 103 Frauen); miteingerechnet sind 30 Männer und 16 Frauen, welche zum Hören der Vorlesungen berechtigt sind. Von den Immatrikulierten studieren 156 (1) Theologie, 327 Jurisprudenz, 391 (16) Medizin und J.094 Philosophie. Ter Heimat^ nach stammen 1535 (61) aus preußischen Provinzen, darunter 635 (23 aus Hessen-Nassau, 357 (17) aus den übrigen deutschen Landen, darunter 56 aus Hessen, bO (7) aus anderen europäischen Ländern und 16 (2) aus anderen Erdtellen. Sport. — Fußball. Am Sonntag faTtb ein Fußballspiel um die Kreismeisterschaft des hessischen Kreises in Kassel statt, aus dem der hiesige Verein für Bewegungsspiele mit 4:1 Toren gegen den Kasseler Fußball-Verein als Sieger hervorging. Das Spiel verlief spannend und die 600 Zuschauer zollten dem seinen und technisch hervorragenden Kombinationsspiel der Gießener Mannschaft reichen Beifall. Durch diesen Sieg über einen Gegner, der bisher unbesiegt war, zeigte die V. f. B.-Mannschaft, daß sie zu den ernsthaftesten Bewerbern der Meisterschaft zu rechnen ist. Der V. f. B. führt jetzt mit 2 Punkten vor Kussel uteb hat noch ein Spiel gegen einen anderen Kasseler Verein in 14 Tagen in Gießen. Die zweite Mannschaft -des B. f. B. spielte auf dem V. f. B.-Sportplatz an der Mavburger Straße gegen die erste Mannschaft des hiesigen Ballspielklubs. Keiner der beiden Parteien gelang es ein Tor zu erzielen. Handel. ** Portlandzementfabrik Westerwald in Hai - g e r. Die Verwaltung hat auf der Tagesordnung für die Hauptversammlung zur Beratung gestellt: Reorganisation des Werkes eventuell Verkauf desselben. ** Heber die Preise für fette Schweine schreibt man uns aus dem Kreise Frankenberg. 'Die Preise für fette Schweine haben in unserer Gegend, im Waldeckschen und im angrenzenden westfälischen Sauerland, wieder einen Tiefstand erreicht, wie lange nicht. Dabei sind Schweine massenhaft in der Mast begriffen, so daß bis zum Anfang Januar auf eine Aend-evung der Preise nicht zu rechnen ist. Im Januar kann man allerdings mit einer kleinen Steigerung der Preise rechnen, weil dann die Schlachtungen auf dem Lande für den Selbstgebrauch stärker werden und die Metzger in den Städten naturgemäß mehr Bedarf 'haben. 'Doch ist nicht daran zu denken, daß für die erste Zeit int kommenden Jahre hohe ober besonders hohe Preise für fette Schweine eintreten fönneit. Denn kein Landwirt denkt daran, die Zucht und Mast in Schweinen einzuschränken, wenn int Januar, was allgemein erwartet wird, sich eine normale Preisbildung einstellt. — Von den Stationen Itter und Frankenberg werden allwöchentlich 5—8 Wagen Briefkasten der Redaktion. am Niederschlag: 0,4 mm. 4,4 eCL 1.3'0. Die nkbtfettende Hautcreme I 27. bis 27. , 28. November 28. Höchste Temperatur Niedrigste „ Gegen aufgesprungene, rote Haut! H. 100. Nach dem hessischen Gesetz über die Feuerbestattung darf die Feuerbestattung nur erfolgen, wenn sie von dem Ver- Daß der Verstorbene die Feuerbestattung Zu haben in der Viktoria-Drogeri© Wilk. Schrader und in den Apotheken. hv^/w Zur Ernährung der Säuglinge dient, wo Muttermilch nicht vorbanden ist, am besten mit Wasser entsprechend verdünnte Kuh- milch, welche man zur Erreichung der gleich leichten Verdaulichkeit, und Nahrhaftigkeit wie die Muttermilch, mit „Kufeke" vermischt „ Kufeke" bewahrtdie Kinder auch vor Magen- u. Darmerkrankungen. Schweine nach Frankfurt a. M. durch Handelsleute verladen, die! dort für die Ware 61—62 Mt. für den Zentner Schlachtgewiclu erhalteil uitd dabei immer noch am Zentner 3—4 Mk. verdiene^ ein Geschäft, das gar nicht schlecht ist. Neues Leben für Rekonvaleszente. Die Wirkung von Leciserriu zur Wiederherstellung der verlorenen Kräfte nach erschöpfenden Krankbcueu und schweren Blutverlusten ist geradezu überraschend. Schon nach 1 oder 2 tägigem Gebrauch wird sich der Patient frischer und kräftiger siiblcu, und nach einiger Zeit wird der geschwächte Organismus wieder in normalen, gesunden Zustand versetzt. Leciserrtn wird von Professoren imb Aerzten mit Vorliebe verordnet. Man achte beim Einkauf auf den Namen „ycctfctrüt." Leciferrin «Ovo-Lecithin-Eiseu-Berbindung) ist zum Preise von Mk. 3.— ilängere Zeit reichende in Apotheken zu haben, ganz sicher von: Universitäts-Apotheke Gießen und Alte UniverHM Apotheke Marburg.L8 Imnbdla Ärztlich empfohlen als Bestes zur Haut- und Schönheitspflegel Zur Erhaltung eines jugendlichen, reinen Teints gegen aufgesprungene rote Hände und alle Hautunreinheiten. Tube 60 u. 100 PL ftorbenin angeordnet ist. Daß der Verstorbene die Feuerbestattung ungeordnet hat, muß durch eine Verfügung desselben von Todes wegen ober durch eine hinsichtlich der Unterschrift öffentlich beglaubigte Erklärung desselben oder durch das von einer öffentlichen Behörde beurkundete Zeugnis zweier glaubwürdiger Personen, die dem Verstorbenen im Leben nahe gestanden haben, dargetan werden. Hatte ein Verstorbener z. Zt. seines Todes das 16. Lebensjahr nicht vollendet, so kann die Feuerbestattung von dem Inhaber der elterlichen Gewalt durch Erklärung der Ortspolizeibehörde des Sterbeorts angeordnet werden. Spielplan der vereinigten zranfsnrter Stadttheater? Mittwoch, 29. Nov*): „Ter Verschwender/ Tarn.wstag, den 30 November: „Tie Hugenotten/ Freitag, den 1. Dezember» geschlossen. Samstag, den 2 Dezember: „Ter Rofenkavcilier." Lovniag, den 3. Dezember, nachmittags 3l/< Uhr: „Fräulein Teu'el/ Abends 7 Uhr: „Hänsel und Bretel." Hierauf: „Cavalleria rusticana.“ Montag, den 4. Dezember, abends 6'/, Uhr: „Lohen- griu." Dienstag, den 5. Dezember: „Die Jüdin." Mittwoch, den 6. Dezember: 2. Abonnements-Konzert. Schauspielhaus. Mittwoch, 2V. Nov.*): „Tie Braut von Messina." Donnerstag, 30. November: „Jobannis'euer." (Marikke: Frl. Olga Fuchs als (Aast.) Freitag, den 1. Dezember, abends 71/, Uhr: „Madame Laus Gene/ Samsiag, den 2. Dezember: „Zohamtisstuer/ L onntag, den 3. Dezember, nachmittags 3% Uhr: „Madame Sans- Gene." ' Abends 7 Uhr: „fllachsrnann als Erzieher." Montag, den 4. Dezember: „Das weite Land." Dienstag, den 5. Dezember: „Zopf und Schwert/ Mittwoch, den 6. Dezember: „Das weite Land." *) Anfang, wenn nickt anders bemerkt, abends um 7 Uhr. n ■' r -WB_ a i»—— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Nov. 1911 Varoineter auf 0° reduziert t lempeiaiur der Lust U Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Wind' rtchtung II Windstärke |[ tvrod U der Bewölkung in Sehntel der pchtb. Qimmetepjl Wett« 28 53 5 41 5,3 87 8 2 10 Regen 28 53,8 3,7 54 90 SSW 2 10 '-beb. Himmel 29. ■ * ■55 6 4,4 6,7 92 still still 10 . h n Von & r<.<- neuartige Haushaltseife fabelhafter Waschkraft. Die Kavon-Seife wird nach einem ganz neuen Verfahren gewonnen. Bekanntlich sind die Seifen, die jetzt meistens zur Wäsche benutzt werden, mit Hilfe von Natronlauge oder Soda hergesiellt. Es sind das die sogenannten Kernseifen. Tie Kavon-Seife ist dagegen eine Kaliseife. Schon seit undenklichen Zeiten ist den Seifensiedern bekannt, daß Kali-Seife« die weitaus besten für alle Haushaltzwecke sein würden, nur gelang es lange nicht, solche Seifen in festen Stücke« z« erzeuge«. Nach langjährige« Versuchen ist es uns nun endlich gelungen, reine Kaliseifeu ohne fremde Zusätze in dauernd festen Stücken herzustellen und wir bringen unsere Seife unter dem Namen Kavon-Seife in den Handel. Die großen Vorzüge der Kavon-Seife bestehen vor allen Dingen darin, daß sie die Wäsche nicht angreist und die Farben schont. Dabei ist die Seife von einer sehr großen Ausgiebigkeit, die sich schon bei ganz leichtem Aufftreichen in der mächtigen Schaumbildung zeigt. Wir habe« die Kavon-Seife, ehe wir sie in den Handel brachten, Hunderte« von Hausfrauen zum Probieren in ihrem Haushalt gegeben, und es wird einstimmig die enorme Waschkraft der Seife, sowie die große Schonung der Wäsche und der Farben gepriesen. Z. B. behalten Wollsache», die sonst so leicht einlaufen und verfilzen, ihre ursprüngliche Form, Farbe und Elastizität. Auch wird gerühmt, daß die Wascharbeit mit Kavon-Seife auffallend bequem und für die Haut angenehm sei. Zu einem Versuch wähle mau besonders verschmutzte Wäsche oder empfindliche Stoffe wie Wolle und Seide. Preis pro Stück 20 Pf. Jetzt überall erhältlich. c-l.. Kavon-5 W erke Dresden. 27. Lebens Anmeldungen für > k die ObeneaM vormittags 9. LolUr> Die Beerdig' gl das Realgymuas tag, de« 7. De- i öem Schulgebäude e Gießen, den 28. J Tie Dir Sta fpeilnebr hebe Toch^ Ziehung 5. Kl. 225. K ZIsboBg rom 58. Novern i die Gewinne über :D| 611 22 87 900 |1000| 38012 » 145 900 79 93 38011 205 69 69 «• 888 40218 69 424 582 899 41142 617 633 796 807 (1000) 338 847 85 811 48 11000) 926 910 96 120171 386 Abteilungen. (Nachdruck verboten.) 62 64 686 742 82 1181 621 216 78 419 684 782 86 924 969 4004 98 168 268 324 121 203 69 619 32 (1000) 97 519 604 (5001 53 66 784 SOS 78 692 760 801 26 005 18050 853 llOOOj 97 19Co4 126 369 ..t’i'rauf: Jö 811 28 454 766 843 5 4036 85 130 86 248 412 618 789 9 5 962 5 5 239 382 408 33 (500) 617 790 (600 ) 5 6017 229 68 ( 6001 448 616 67 757 SO 870 5 7 098 284 462 82 959 56038 62 246 75 405 594 621 757 803 68 903 76144 86 22 1 44 2 662 80082 SO 118 60 208 I5C0) 490 11000) 887 92 (3000) 787 648 81022 81 216 627 799 846 52 987 82014 1 3000) 15 234 38 649 88 891 95 747 826 83?*5 873 410 42 (3000) 5*8 670 845 70 923 1600] 84043 261 342 77 540 58 820 69 9'5 65099 122 316 19 421 95 (3000) 550 90 SOS 898 8 6009 98 171 251 11000] 879 433 35 630 87045 115 383 468 655 760 881«! 72 342 517 36 914 19 (600| 38127 83 224 37 2 724 802 [EOO i 22 89 9 0 035 200 94 533 57 860 93 937 93 91156 261 gl 622 761 97 (100C] 859 93 942 ( 600 ) 9 2001 89 301 22 33 56 77 404 (600] 64 613 84 664 (3090) 93072 155 637 8 42M CS 384 451 646 876 (1000) 120C81 237 76 13000) 313 626 (1000) 689 [1000] (600) 12 1 017 31 186 »2 321 66 68 433 60 64 770 838 42 69 925 18003] 122013 19 187 201 : u1 '»ieid rächt AerzH bevor - : lugl Vor* ügficherGesäurt. : m dem Schulgebäude entgcgengenommen. Gießen, den 28. November 1911. Tie Direktion: Dr Rausch. u 517 600 30 895 924 99 5 7 054 124 350 421 622 l'XO) 789 995 5 8032 304 432 76 797 963 5 9392 519 160076 99 130 345 223 656 SIS 162008 163056 62 (10031 76 16*010 33 222 .1000] 307 71 498 696 776 920 72 82 16007 32 187 337 80 604 38 712 609 (1000 ) 68 928 99 1 7029 94 266 305 690 712 (600) 66 18010 13 44 207 12 80 016 331 [500] 33 57 [500] 419 531 632 66 11 :68 (500] 162 ( 500 ) 238 9 7 345 51 434 46 640 «2 '08 55 276 374 501 712 25 69 872 [600] 83052 153 57 228 62 454 601 648 726 39 882 8*022 48 76 80 94 325 96 410 750 830 33 49 85 90 [500] (500| 71 85118 [1000] 365 66 481 500 28 63 700 359 9 39 74 861*4 7 5 213 325 44 408 43 811 33 «Hl 994 8 7 053 1500] 109 244 437 59 11000] 64 534 Si "8 611 21 839 66 88062 211 63 318 52 61 77 84 90 785 839 | 500] 973 90 8 9 096 276 316 85 88 432 »10 615 940 66 11000] •0037 210 26 76 471 [500] 513 625 86 728 90 99 87 96 927 9 1 012 30 190 262 421 61 681 687 736 82018 17 85 175 223 59 676 904 69 83004 (500) Milch-Zentrifugen neu fr. 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Gewinne fallen auf die bezeichneten Loee I*.* 87 287 313 89 SS 499 668 90 837 67 9*096 264 (1000] 85 612 (1000) 93 878 972 95070 182 696 670 702 59 95145 503 88 604 83 711 62 (1000] 80 810 14 976 96151 69 418 875 1600] SIS 30 97092 681 637 60, (600) 712 842 923 71 98185 233 81 882 88 449 797 BiÖqlobin: 442 625 72 (3090) 76C86 212 336 (600j 669 89 (500 ) 755 860 70 84 93 77061 82 92 389 407 11000) 69 640 (10001 47 703 981 75046 242 320 24 62 477 Segen Lima 60013 367 627 61039 261 416 31 86 672 614 99 ’-O 826 75 £u8 6 2088 ( 600) 99 HO 243 489 651 641 ' S 820 63095 157 315 479 91 (öuO) 65 2 914 6*165 »2 (1000 ) 56 88 548 828 6 5 056 (1000 ) 279 89 354 l'-OCJ 588 (500 ) 741 64 ( 500) 831 SSI 66141 385 414 112 43 93 792 844 6 7 035 103 44 84 (3000 ) 283 518 l:OCl 754 [1000] 844 51 6 8027 45 102 456 749 77 825 •? 69378 418 605 [1000] 626 88 729 69 70 815 942 ItOCO! 83 9. Gewahr.)) 36 (500) 451 624 65 989 2001 137 Fabrik; Apotheker C. Wiemann,' Offenbach a. 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