iv; V. Mittwoch, 51. Mai I9fl Erster Blatt \6\. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Nr. 126 Ter «ießenrr Anzeiger «rfcheinl täglich, außer Sonntag». — Beilagen: viermal wöcbeiiisich eit&cntrSamilltnbläikr; »wcimal wöchenll^treir» dlaltfürdenBreirSiesten (T itnstnfl und Freilag); zweimal monail. Land- lvirlschostliche 5eitf ragen Bcnijpiecf) - Anschlüfse; für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse Mr'Tevelchen: «uzetger «ieften. in!mn” Botationsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch- und Zteinbruckerel H. Lange. Rcbcftion, LrpedMon unb Druckerei: Zchulstrahe 7. bis DomiiltQß» 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäflrstelle vahnhofstratze 16a. monatlich 75 Ps., viertel- jnhrlicf) Mk. 2.20; durch 'Jlbftole- il Zweigstellen । inonatlick 6a Pi.; durch diePost Mk. 2.—viertel- jahrL auSschl. Bestella. Zeileiipreis: lokal 15Ps^ auSwärtS 20 Pfennig. Chefredakteur: Tl. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz: für .Feuule- ton^,,Ver>nifchleSE „(Berid)t6faar: R. Neurath; für ,Stadt und Land-: LHev; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfafet 14 Seiten. md färb- | eschlosse; usführung. rUDg aber dein HricgSininifler, ihn gut Zurücknahme seines schiedSgefucheS §u beivegen, da General Tr6nieau den schied GoironS für einen empfindlichen Verlust erklärte. General Trömcau verbindet den General Goiran eine tingesteklt wurde, teil und wurde Im Jahre 1882 Beförderung zum zur Kriegsschule 9lb- Ab. Mit feste von von jedem Soldaten eifrigste Pflichterfüllung fordert und Nachlässigkeiten im Dienst unnachsichtiich straft. P a r i i>, 30. Mai. Tie „France Militaire" veröffentlicht eine Unterredung mit dem Kriegümiuister Goiran, der unter anderem erklärte, er fei von der Absicht beseelt, das Oberkommando zu v e r i ü uaeu und das E m p s ch l ii n g S - un d P r o tj: f - loratSwesen unbarmherzig z u bekämpfen. Sein lebhaftester Wunsch aber fei es, unter einmütiger und gemeinsamer MiUvirkung aller das Heer kriegStnchug zu gcttallen. Einem anderen Berichterstatter erklärte der neue UriegSmimstcr, er werde für da4 Wohl der Armee arbeiten, ohue sich von der Politik beirren zu lassen. Zunächst werbe er darnach lrächten, das von feinem Vorgänger vorbereitete Eadregesetz, welches zum Almdeilcu teilweise den Lei den Beförderungen vorkommenden Uebeluändcn abyclfeu solle, baldigst der Verwirklichung entgegen zu führen. Zn dem unter Prä,ident Falliöres abgehaltenen Ministerrat wurde General Dubail zum General ftabs- ches anstelle des Generals Lassen de la Tebat ernannt, der in bat obersten >triegsrat benisen wird 3um .ttommandeur des 6. Armeekorps wurde anstelle Geirans General P e r r u ch o n ernannt. Er nahm nun am Kriege 18 70/7 1 b ei Sedan gcsangen genommen, erhielt er nach zwölfjähriger Dienstzeit die Hauptmann. Ein Jahr später wurde er als Lehrer für Artillerie und Geniewescn 5haw im Krieg mit feinem Biographen. Eine lebhafte Auscinanbcrsctzung, die dec Komik nicht entbehrt, hat sich zwischen Shaw und seinem amerikanischen Bw- grapben Pros. Henderson entspouneu. Tie Lebensschilderuug, die dieser gelehrte Verehrer deS englischen Tichters in Buchform veröneutlicht hat, erregte manchen Widerspruch, indem sie in überio wcnglicheu Tönen des Lobes die Unsterblichkeu der Shaw scheu Werke verteidigte. Ta,man zudem nach einigen Acuße- rungen amichmen mußte, daft Shaio selbst die Korrekturbogen gcicien habe unb gleichsam so nut die Verantuwrtung übernehme, wurde,! idtoric tointen laut. Ter Dichter hat nun einem bicicr strengen Beurteiler m der , Morning Post" geantwortet imd erklärt, er habe die Druckfahnen nicht gelesen. ..Ich muß hinzusügen, schrieb er, „daß dar mein Fehler war und nicht der Pro'. Hendersons. Er mußte |id), mich zu veranlassen, mein eigenes Leben im Manmkrivt zu leien, aber er mühte sich vergebens. 3d) hatte genug daran gehabt, wahrend vorn neuen französischen Kriegsminifter. General Goiran steht heute im 64. Lebensjahre, da er am 7. Auglist 1847 in Nizza geboren ist. Er besuchte zuerst die Militärschule zu Paris. Im Jahre 1866 wurde er in die polntechnische Abteilung dieser Anstalt ausgenommen, eine Auszeichnung, die er seinen hervorragenden Leistungen aus dem Gebiete dcö Heerwesens und der Kriegsgeschichte zu verdanken hatte. Seine eigentliche militärische Laufbahn begann am 16. Juni 1870, wo er im 7. Artilleriercgimcnt als Leutnant Rettung des Gefangencu zu tim. Salvniki, 30. Mai Ter deutsche Konsul unternahm bei den zuständigen Behörden energische Schritte zur Be- fchleunigung der Befreiung Richters, da die Behörden, die Richter imr von zwei Gendarmen begleiten Heften, für die Gefangennahme verantwortlich seien Ferner hätten sie zu verantworten, falls die Räuber infolge der Verfolgung den! Gefangenen töteten. Ter Vali von Monastir betont, Rich-, ter habe darauf bestanden, nur von zwei Gendarmen begleitet zu fein. Bisher hat man keine Spur von den? Räubern und dem Gefangenen gefunbeii, obgleich die tüchtigsten Offiziere die Verfolgung leiten und die besten Führer angenommen worden sind. Ficunbfchast. In seinem KorpS wurde- General Goiran Mannschaften und Offizieren alö gerechter und sachlicher Bor- gcsehter sehr geschätzt, trotzdem er mit unerbittlicher Strenge kommandiert. Im Jahre 1888 wurde er zum Major befördert und fünf Jahre später, int Jahre 1893, zum Oberst. In dieser Stellung hatte er das Kommando der Artillerie in Tunis, wo er vier Jahre blieb. Im Jahre 1897 kehrte er nach Frankreich zurück und übernahm im Jahre 1899 die Stellung eines Regimentskommandeurs im 32. Artillerie- regimcnt. Im Jahre 1908 wurde er nach Paris unter Beförderung zum Stommnnbcur der 6. Tivision versetzt. Ten Befehl über das 6. Armeekorps erhielt er am 22. Februar 1910. General Goiran gilt als einer der fähigsten Offiziere. Unter dem General Piquart wollte ec einmal feinen Abschied einreichen, da er sich mit allen Anordnungen dieses KriegS- miniftcrS nicht einverstanden erklären konnte. Es gelang einer „Bierkneipe" unterscheiden kann, wie hätte ich es besser können sollen? Meine Landsleute tun mir leid, wenn sie nun ihren Weihrauch vor einem falsäwn Altar verschwenden. Tie gering e Anzahl der S h a w B e r c h r e r in den Bereinigten Staaten muß nur aber in dieser Hinsicht ein Trott sein. Unter jenen Amerikanern, die so reichlich Weihrauch ^opfern, und gar viele neue Götter ausgestanden, seit der Stern ^haws emportain unb versank." Seine Stellung zu ieinem „Meister" legt fcenber fon mit den Worten fest: „shaw ist cm Dialektiker, der meint, das; dasselbe Wort, wenn 's iiottut, auch zwei ganz verschiedene Tinge bedeuten kann, während ich mehr mathematuch veranlagt bin und glaube, haft es nur einen einzigen -sinn haben kann." er ein Bad nehmen. Zwei Tanten, die zum Besuch bei ihm weilten, forderte er aus an das Hier des Teiches zu lammen uniu zu sehen, wie gut er noch schwimmen konnte. Er sprang in das Waiser und lam erst nach einem Zeitraum von über einer Minutef wieder zum Borschem. Tic beiden Tarnen fürchteten gleich, bafti ihm etwas passiert sei und riesen ihm zu, sie erhielten aber tune Antwort. Er wurde tot aus dem Wasser gezogen. Sir William war in der lebten 3eit verschiedentlich ein Opfer von Einbrüchen geworden, und offenbar glaubten die Ticbc, viel bet ümt finden zu können, denn ne kamen immer wieder. Schliestlichl lieft Sir William in feinem (Harten rings um das Haus liberal st Drähte legen, die Patronen ;ur Explosion bringen, sobald matu sie berührt. Einem Journalisten der nach Str Williams Haus' ging, um Nachrichten über seinen Tod zu erhalten, hatte das Pech, mit einem dieser Tratte iu Berührung zu kommen. Eine laute Explosion erfolgte, und gleich darauf ttürzte die ganze Tienerschast aus dem yaus und faßte den Mann, dessen „Bor-1 ganger" übrigens erst vor einigen Tagen zu vier Jahren Jucht-- haus verurteilt wurde. — Ter aussterbende Zobel. Nach einem Bericht!! des deutschen Generalkonsulats in Petersburg plant die russische Regierung besondere Maßnahmen, um einer vollständigen Ausrottung des Zobels vorzubeugen. Unter den russischen Pelztieren' steht bekanntlich dem Werte nach der Zobel an enter Stelle.j Dieses Tier, das früher über die ganz- sibirische Waldregion, vom Ural bis nach Kamtschatka und selbst im Nordolten des europäischen Rußlands verbreitet war, ist durch Oie Raubwirtschait allmählich bts in bie unzugänglichsten Ouellgebiete der Flüsse- in den Gebirgen zurückgedrängt worden. Aber auch dort wird der Zobel mehr und mehr ausacrottct. Ter beste Beweis hierfür sind die Zahlen über den Umsatz in Zobelsellcn auf den beidew. russischen vauotmessen. Nach amtlichen Notierungen sind die Umsätze dort ebenso wie auf dem Pelzmarkt in Leipzig bis aufj einen geringen Bruchteil der Umsätze zurückgegangen, die noch ror zehn Jahren gemacht mürben. Tie Haupt Ursache des Verschwindens dec Zobels ist die unzeitgemäße Jagd im Frühling. Berein-elte Maßregeln zur Verhütung des Raubfanges find bereüs- crgriiicn; io hat der Geueralgouoerncur von Irkutsk für die fiskalischen Walder eine Schonzeit eingeführt. Ta hierdurch tedoch das erstrebte Ziel nicht erreicht wird, haben die beteiligten Petz- händler bei der Reguwung den Antrag gestellt, ein völliges; Verbot des Zobelfanges für die nächsten zwei Jahre zu erlassen^ Ter Ministerrat wird demnächst besondere Maßnahmen zunr Schue: des Zobels verfügen, besonders bic Ein'ührung einer Schonzeit vom 1. Februar bis 15. Oktober ußerdi-m folL ber Regierung die Ermächtigung erteilt iverdcn, den Zobelfang', iättoeilig auf b:: Tauer bis -u drei Jahren ganz, zu verbieten.. Dir Lage in IHorofto. Pariö, 30. Mai. Der Kriegsminister gibt bekannt: Mehrere Stämme aus der Gegend von Mora da unb Tebdu boten ihre Unterwerf u n a an. Eine radiotelegraphische Station werde demnächst in Fez errichtet. Aus Fez wird untcrni 24. Mai gemeldet: OkncraC Moinier hatte mit dem S u l t a n eine Unterredung über die Bedingungen, die den Stämmen für den Fall ihrer Unterwerfung gestellt werden sollen. Tie Bedingungen sind: Ablieferung der Hälfte der Waffen, Zahlung einer Kriegsentschädigung unb Gesamtverantwortlichseu der Stämme für Ileberfülle. Ter Operationsplan gegen die Aufrührer wird Repressalien gegen die Scherardar unb Beni Mter zur Grundlage haben, denen eine Frist zur Unterwerfung bis zum 30. Mat gewährt wurde. Moinier besuchte die Kon- fuln Deutschlands, Englands, Oesterreich Ungarns unb Spa- mens. Weiter wird gemeldet, daft ein 'deutscher Postbote geplündert worden sei. General Dalbiez ist am 25. Mai aufgebrochen, um die Duars zu züchtigen, welche seinerzeit die Nachhut der golonne Gouraud angegriffen, einen Soldaten getötet und sechzehn Mann verwundet hatten Gouraud und Talbiez warfen den Feind, dem sie große 18erlüfte ju- fügten, in die Berge zurück und beschossen die Duars. London, 30. Mai. Tillou stellte heute im Unterhaus die Anfrage, ob die französische Regierung der englischen eine Mitteilung darüber gemacht habe, wie lange sie die Besetzung von Fez auf recht zu erhalten beabsichtige und ob sie irgendeine Mitteilung über ihre Absichten hinsichtlich der Besetzung von Fez gemacht^ habe. Staatssekrelär Grey erividerte, die erklärte Absicht der sranzösischen Regierung sei, daS^Leben der Europäer in Fez sicher zu stellen und die Souveränität des» Sultans unb Die Integrität des Reiches ausrecht zu erhalten, die Freiheit des pandels zu sichern, die von der. Aufrechterhaltung der Ordnung unb Sicherheit abhänge. Tie Instruktionen an den französischen Oberbefehlshaber gingen oahin, das; er nicht länger als nötig in Fez bleiben solle. fc X 'lechten etc- A >tt. Hede* e. Ingenieurs Richter werden der „Boss. Ztg." einige Einzel Heiken berichtet Danach steht Richter im 18. Lebensjahre Er ist seit etwa 20 Jahren im Dienste der Zeift-Werke, für die er ausgedehnte Reifen nach Rußland, Amerika und Asien unternommen hat. Er war bisher der Leiter des Üalkulaiionsbureaus der Zeis; Werke und trat vor kurzer Zeit in das Patentdureau über, wo er Neuerfindungen zu prüfen und praktisch zu erproben hat. Im vorigen Jahre machte Richter eine Reife nach dem Olymp, nm dort pi dem außerordentlich unwegsamen und schwierigen Gebirge einen Nivellierungs Apparat zu prüfen Tie Reise, die er in ^Begleitung von zehn Gendarmen antrat, verlies ohne Störungen, so das; tttichter bei seiner diesjährigen Forsch.ings- faftrt mit einer kleineren Begleitung auSzulommen gedachte. Wie sicher sich Richter fühlte, geht aus einem Brief her vor, der vor einigen Tagen bei feiner (Gattin, mit welcher er erst seit drei Monaten verheiratet ist, in Jena emtras und in dem R schrieb, daß er am 24. Mai von Lalonili aufbrechen wolle, um am 3. Juni wieder in Jena einzu treffen. Bei den vielen orienlalifcheii Enlführungen, woran die Lokalgeschichle von jeher so reich ist, kam höchst selten — sofern nicht politische Beweggründe für die Entführung vorlagen -- etwas anderes heraus, als das, was die Räu- .'n vornherein an strebten, ni r Buche „Ausflug nach Makedonien" (Berlin 1*94 erzählt Freiherr v. d. Gvltz, wie es in solchen gemacht wird. Er spricht da von dem unzugänglichen Bardargebirge bei bem makedonischen Städtchen Gewgeli unb teilt mit, baft die dortigen .Kohlenbrenner — gleichwie die Kohlenbrenner ober Hirten oder Bauern anderer Gegenden, z. B. des LlympgebiraeS -- ihr friedliches, doe-i mühsames Gewerbe gelegentlich mit dem lustigen Abenteurerleben des Briganten vertauschen. , „ m ^Cir.c Tempelruine und ein großer Baum jener Gegend — fährt Frhr v. b. Goltz fort - wurden uns von Herrn Jn>pektor Hochgratzl als Merkwürdiglcit gezeigt. Der Baum ist der Ort, wo vor zwei Jahren das Löfegeld für Bahnmeister Solini gezahlt wurde, den di? Räuber ins Gebirge fortgeführt halten. Man staunt über bereit edle Dreistigkeit, ihr? Gejchästsabjc.uüffe ungeniert am großen Verkehrswege abzumachen. Leider stellt aber die Gewalt, welche fie inzwischen über die Geisel haben, sie vor Der- foIanngen sicher. Für die Wi r d e r a u f sind u n g eines EntMhrten hat sich übrigens schon e i n c g a n 5 b c ft t m m t c Technik herausgebiidet. In der Gegend der Tat gewinnt man zunächii einen ortsbewanberteii, zuverlässigen Mann, der dann mit einer weiften Fahne oder sonst einem weithin sichtbaren Zeichen über die Höhen zieht. Es kann nicht fehlen, daß er von Hirten unb Kohlenbrennern angerebet wird. „Was tust du hier?" „Ich suche einen Manu — blr Kaib — einen Berlorengcgaugenen." — „Wir wissen nichts von ihn.'" — „Tu: nicht-, ich werde weiter suchen; es wird sich schon jemand finden, der mir sagen kann, wo er ist, denn es gibt e i n j chöne s Stück IGeld dabei zu verdienen." — „So, warte einmal, oder komm in unser Tors; wir kennen jemand, der vielleicht weiß, wo dein Berwrengegaugen.-. v:.“ Und for.iu ich es lebte." . Besonders ausgefallen war eine chatt' uiocimrtcbciu Aeufterung, daß das Modell für feinen -tubebat m „uer Arzt am Scheideivegc" der K mittler Aubren Bearb-lci> acn) eien sei. Shaw erklärt, etwas derartiges >ne gejagt ui haben. Es seien überhaupt viele Ungcnauigkeiten m dem Buch , So wirb jetzt ein Strom von amerikailuckicn örhegern nach einem Haus in Osnaburgh Street, hmgezogen in dem ich nie gelebt habe. Bon einem meiner Porträts wird goagl, cs fei in Dublin ausgenommen, während ich damals, wie das Buch zeigt, in London war. Solche Irrtümer tun nur nichts. Die Amerikaner tonnen immerhin ihre Verehrung jener Bierkneipe in Osnaburgh Street barbringen, gerade als ob es mein enter ober dritter Wohnsitz in London wäre, und wie^ wenn der chirtliche Tempel nicht in einem anderen Teil der Straße läge Am bicic Abschüttelung hat $roj. Öenbcri on geantwortet unb dem hochverehrten Melden, feine« ^rfev ui a Icr^cutlithrcit tunbgetan, bas; er bener in |einem Leben Bnckeib wnuals er selbst und genauer alles ,ich gemerkt habe, was er geiagt Er teilt mit, daß Shaw einen großen Teil der Biogravhie mit ihm persönlich burchgefprodien habe; ben übrigen -^«1 habe dfr Dichter ihm später mit eigenen Randbemerkungen zugcckickt. Auch Habe ihm Shaw zu den verschiebentten Zeiten wahrend der^Abiauung seiner Arbeit in zahlreittten Briesen Ans Eft erteilt. -ia. -.lanu- kript des ganzen Buches habe er einige Wochen langer behalten, als eigentlich ausgemacht, und der »mager durchaus der Meinung gewesen, daß er es gdcicn babc. ^n einem bic mden Gespräche hat er gefragt, ob vielleicht Justai Wilde bit öigur des Dubedat in feinem Reifte augeregt habe, unb bic*JJn^ort empfangen: „Nein, Aubren Beardskey." ^lle Photographien auch b:e von bem Hause und bas von ihm beanttanbew Portrat hätten dem Dichter selbst Vorgelegen unb leien non ihm gcb.Llig«. worben. „Wenn Shaw sein krühercs ZLohnhaus nipjt mehr von _ (Ein berühmter Schiller-Bries in London unterbem »ammer. Die Versteigerung der vielgenannten .<öutl>-3ammluitg, bic am 12. Juni bei ^mhebn, Wilkinson „ v.ohqc in London beginnt, wird nut der reichen Autograpoen- Fhteilunq eröfrnct, bic außcrorbcntltcf) wertvolle etude enthalt, darunter sind Tür uns Deutsche, wie im Cicerone beruhtet wird, besonders interessant: die Cnginalmcberiduiit von Beethoven s Lied „An die Donimng", ent Brie, des jungen Goethe an feinen Leipziger Lehrer unb Freund, ben Maler £c,_cr. aus dem Fahre 1769, ein dcurfchcr Brief Luthers ron lo2u an,den Johann von Sachsen, cm '-Örter Mozarts an lerne äumer Gönnerm, die Baronin Waldttetten. Das rur uns wich- tiane ~iüd ber Sammlung aber ui cm Brief .Schiller s a n Goethe, unb zwar ber zweite^des ganzen Bricfwechiclä wischen den beiden Großen, m bim schiller am 31. Auaust 1794 den: berühmten ersten Schreiben, in dein er. Goethes Wesensart w wunderfam hellsichtig beleuchtet, nun eme Schilderung und B.- urtcilung seiner eigenen Persönlichkeit lolgcn, laßt. Sie bicicr, nicr Cuarticiten umfa’fcnbc großartige Briet aus der Ge'ami beit des Goethe^Schillerfmen Brie'wcchfels bcrau5fcm und in den sandel gelangte, faßt sich nicht angeben. Es wird aber die Aut- aabe des Weimarer Goethe- und schiller Archivs icin^zu vec suchen dieses einzigartige, nach London ver'chlagene Dokument den Schären wieder hm;u;u'ügen, zu denen cs notwendig gehört. _Sir William Gilbert, der Dichter des Mikado nnb vieler anderen Sullivanfchen Oper.Aen, starb, wie mts : 0 nd 0 n geschrieben wird, am Montag plötzlich beim Baden m einem Teich, den er sich in seinem Garten m Darrow Weald : anlcgen lieft. Sir William stand in 1 einem,75. lebcnsjabr, er iveir ein passionierter Schwimmer unb trotz 1 eines Men Alters • babe'c er immer, wenn das Wetter es irgend erlaubte, ■ -luiluft oes Teiches kommt aus einem bcuadibarten Reiervoir ' und ist deshalb außerordentlich kalt, so daß ^ir William ichon : verschiedentlich mn bic Gefahr augneriiam gemacht wurde die ' ein Bad in io i altem Das'er mit sich bracht e. G encrn 1* ir in seinem Automobil nach London und zurück unb nachher wollte A. - k Ä I^ind die divlomatischen Verhandlungen von Macht zu Macht Die Entführung öes deutschen jngemeurs Hiaikr. cröffncL Salb nt bcr auch briefliche Nachricht Ucbcr die Persönlichkeit des von Räubern entführten > von bem Gefangenen selber ein." 5o oder ähnlich wird hoffentlich audi Herr Richter gesucht und — gefunden werden Das „Ber!. Tgbl." meldet aus Jena : Die Z e i ft - G e f el l f cki a f t erklärte fick» ofort bereit, nmtericflc Opfer jeder Art zu bringen und bat bett .Konsul telegraphisch, alles ErdenNiche für bic Deutsches Reich. Die „Mecklenburgische Ztg." schreib!: Die Nachricht, baß die Großherzöge von Mecklenburg beschlossen, int Oktober die Berfassung zu oktroyieren, beruht auf Gerüchten und freier Kombination. Nachdem der von der nationalliberalen Partei des Kreises Wetzlar aufgestellte Reichstagskandidat, Oekonomierat Kreuz-Bonn, seine Kandidatur niedergelegt bat, ist vom nationatliberalen Wahlkreisausschuß Wetzlar- Altenkirchen einstimmig der Landtagsabgeordnete des Kreises Wetzlar, Herr vom Rath, als Reichstagskandidat vorgeschlagen worden. Herr vom Rath hat die Kan- didatur angenommen._______________________________ Ausland. Die „Neue Freie Presse" schreibt: .„Wie in unterrichteten, Kreisen anläßlich der Diskussion über den russischen Schritt in Konstantinopel erklärt wird, war die österreichisch- ungarische Regierung von vornherein überzeugt, daß die sTürkei keine agressiven Absichten gegen Montenegro hege. In !dieser Ueberzeugung, die das Wiener Kabinett in Cetinje ausdrückte, noch tche der russische Schritt in Konstantinopel erfolgte, schloß sich das Kabinett diesem Schritt nicht an. Das chinesische Finanzministerium bewilligte dem Vizekönig der Mandschurei 21/2 Millionen Taels zur_ Entwicklung der dortigen Industrie. Ansländische Sachverständige sollen als Ratgeber hinzugezogen werden. 5chwere Gewitterschäden. Die Gewitterstürmc haben in den letzten Sagen in verschiedenen Gegenden des Reiches arg gehaust. Zwischen Burdin g e n und Gelnhausen sind schwere Schäden an- i gerichtet worden. Namentlich Mittel-Gründau und Lieblos wurden überaus hart mitgenommen. Aber auch in Baden muß sich die Landwirtschaft damit abfinden, daß die Ernte vernichtet worden ist. Wir geben nachstehend die eingelaufenen Nachrichten wieder: Zwischen Büdingen und Gelnhausen. -e- Büdingen, 30. Mai. Das gestrige Unwetter hat auf dem Gebiete zwischen Mittelgründau-'Gelnhausen-Meerholz ungeheuren Schaden angerichtet. Mit Not erreichte der 5.20 nachmittags in Büdingen eintreffende Zug die Station, die späteren Züge konnten nicht mehr verkehren. Ungeheure Erdmassen wurden sowohl von dem Bahndamm der Linie Gelnhausen-Gießen wie von den Böschungen der Einschnitte weggeschwemmt. Die mit Hackfrüchten bestellten Felder sind total vernichtet; sie bilden :cine ungeheure Schlammfläche. In Lieblos richtete das .'Wasser in den Hofreiten und Gärten riesigen Schaden an, in einigen Straßen liegt der Schlamm fußhoch, in den -Ställen steht das Wasser heute noch hoch. Holz und Wirt- Ichaftsgeräte wurden durch die Straßen geschwemmt. In einem noch fast neuen Hause ist die Decke eingestürzt. ^Gleich trostlos sieht es aus den Feldern und in den Gärten iber Gemarkung Roth aus. In Gelnhausen schwemmte das Wasser die Decklage des Pflasters hinweg, und in dem Bahnsteig-Tunnel stieg das Wasser bis zu 60 Zentimeter Höhe, so daß die Reisenden über die Schienengeleise gehen mußten. Bei Diebach am Harz geriet ein mit zwei Pferden bespanntes Fuhrwerk von der hoch überschwemmten 'Straße in den Straßengraben. Es gelang einigen, bis an ;bie Brust in das Wasser gehenden Männern, die Pferde ab- .zuschirren und sie vor dem sicheren Tode zu retten. 4- Mittel-.Gründau, 30. Mai. Wie schon kurz .mitgeteilt wurde, ging am Montag, 29. l. Mts., in unserer -Gegend ein furchtbares Gewitter nieder, das großen Schaden anrichtete. Von 3y2 Uhr mittags bis 8 Uhr abends ■regnete es ununterbrochen, so daß die ganze Gegend bald einem großen See glich. Die Wassermengen stürzten von allen Seiten in unseren Ort, so daß hier die größte Gefahr vorhanden war. Zwei steinerne Brücken wurden zum Teil weggerissen. In den Dorfstraßen stand das Wasser über 2 Meter hoch. Mauern, 'Zäune und Bauholz ^wurden weg- geschwemmt. Die Gärten und Höfe wurden überspült und mit einer dicken Schlammlchicht überdeckt. Auch in den Gebäuden richtete das Anwetter großen Schaden an. Mit Lebensgefahr entriß man dem verheerenden Element Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine. Viele davon sind trotzdem umgekommen. So konnte man heute in einem Stalle noch -eine Kuh, drei Ziegen und einige Schweine tot vorfinden. Wis in die Wohnungen drangen die Fluten. In einem Hause, in dem fünf arme Familien wohnten, stand das Wasser 1,60 Meter hoch. Die Leute im untersten Stockwerk slüchteten in die oberen, während die ganze Habe vom Wasser mitgenommen wurde. Von einer Scheuer wurde die Vorder- und Rückwand mit fortgerissen. Aus den Höfen wurden Holz, Bretter, Stangen, Körbe, 'Fässer, ganze Magen u. dergl. fortgeschwemmt, die man heute draußen auf den Wiesen und Feldern zerstreut wieder findet. Die ganze Ernte ist vernichtet; dazu kommt noch, daß es den Leuten am notwendigsten fehlt. Keine Kartoffel, kein Mehl, kein Heu und Stroh ist zu finden — alles gleicht ■einer großen Wüstenei. — Heute morgen besuchte Kreisrat Boeckmann die heimgesuchte Gemeinde und sorgte für die notwendigsten Aufräumungsarbeiten. Er versprach dafür Sorge tragen zu wollen, daß eine 50 Mann starke Militär- lavteilung zur Hilfe entsandt werde. O Lorbach, 29. 2)iai. Gestern nachmittag ging hier und in der Umgegend ein schweres Gewitter nieder, das .stundenlang anhielt und bedeutenden Schaden anrichtete. In kurzer Zeit trat der Bach über seine Ufer, viele Keller standen ^meterhoch im Wasser, einzelne tiefer gelegenen Ställe mußten (geräumt werden. Der Blitz schlug in den Turm des hie-, stgen Schulhauses ein, ohne jedoch ernstlichen Schaden anzurichten. Schlimmer noch hauste das Wetter im Fallbachtale bei Vonhausen und Diebach, wo es strichweise auch noch von Hagel begleitet war. Die überschwemmte Brücke über den Fallbach unterhalb Herrnhaag konnte der gewaltigen Wassermassen wegen längere Zeit nicht passiert werden. Ein Branntweinfuhrwerk aus der Wetterau entging hier nur durch die Hilfe herbeieilender Bauern dem sicheren Verderben in den Fluten. In Diebach schlug der Blitz in das Wohnhaus des Fr. Gerth ein. ch. Bingen, 30. Mai. Ein schweres Gewitter ging heute abend zwischen 6 und 7 Uhr in unserer Gegend nieder. In der Gegend von Büdesheim und Dietersheim hagelte es dabei stark. Angeblich ist recht erheblicher Schaden an den Obstbäumen infolgedessen entstanden. Ein wolkenbruchartiger Regen überschwemmte die Straßen, dabei bornierte und blitzte es unaufhörlich. Das Gewitter hatte allerdings bald ausgetobt und am Abend war es wieder warm wie zuvor. △ Hochelheim, 30. Mai. Ein schweres Gewitter ging gestern abend in unserer Gegend nieder. Hier ■schlug der Blitz in das Anwesen des Bahnbediensteten Faber rund zündete. Scheuer und Stallung verbrannten und eine Kuh wurde vom Blitz getötet. Bei Lützellinden schlug der Blitz in einen Baum. Die Ernte in Baden vernichtet. Mannheim, 30. Mai. Gestern nachmittag um 4 Uhr ging in den Gemeinden Seckenheim, Friedrichsfeld und Neckarhausen ein Gewitter mit furchtbarem Hagel schlag nieder, der die ganze Ernte mit einem Schlage vernichtete. In der Seckenheimer und Friedrichsfelder Gemarkung hagelte es ununterbrochen eine halbe Stunde lang. Die blühenden Fluren wurden in eine völlige Winter- lanoschaft verwandelt: 10 bis 20 Zentimeter hoch lagen die Eis stücke, die die Größe von Taubeneiern hatten. Die Frucht ist vollständig zusammengeschlagen, die Obstbäume stehen entlaubt da. Heute morgen lagen die Hagelkörner noch haufenweise umher. In Se ck e n h e i m schlug der Blitz in das Haus eines Landwirts, ohne jedoch zu zünden; ein Knabe fiel vor Schrecken zu Boden, war aber nicht vom Blitz getroffen worden. In Seckenheim und Friedrichsfeld wird der durch das Unwetter angerichtete Schaden auf 50- bis 60 000 Mk. geschätzt. Der größte Teil der Landwirte ist glücklicherweise versichert. Das Gewitter war von einem wölken bruchartig en Regen begleitet, der in Feldern und Gärten die Erbe wegschwemmte unb bie Keller mit Wasser füllte. VielGeflügelwurbe getötet. Die Singvögel liegen zu Hunderten in den Gärten und Feldern. Durch den Sturm, von dem das Unwetter begleitet war, wurden viele Dächer ab ged eckt unb viele Fensterscheiben zertrümmert. In Grün selb wurde eine Mühle eingerissen. Der Besitzer unb drei weitere Personen sind ertrunken. In Hei- mar in Baden wurden sechs Häuser von der Flut weggerissen; 12 Personen, darunter eine ganze Familie, sind ertrunken. D u r l a ch , 30. Mai. Die 48 Jahre alte Ehefrau Luise des Landwirts Klenert wurde nebst ihrer 16jährigen Tochter Berta am Montag abend während eines schweren Gewitters auf freiem Felde vom Blitz erschlagen. Aus den übrigen Reichsgebieten. Guben, 30. Mai. Schwere .Hagelwetter gingen im Kreise Lebus nieder. Felber und Gärten sind gänzlich verwüstet. Aus der Domäne Lebus brannte ein Vieh stall mit 300 Schafen nieder. In Mürbenfelbe wurde der Gutsschäfer mit 10 Schafen vom Blitze erschlagen. Bonn, 30. Mai. Schwere Gewitter sind gestern und heute wieder hier und in der weiteren Umgebung niedergegangen, die teilweise mit Hagel und wollenbruchartigem Regen verbunden waren und beträchtlichen Schaden angerichtet haben. Besonders heftige Gewitter entluden sich über Godesberg und dem Siebengebirge. Durch Hagelschlag haben besonders die Segendorser und die Altwieder Gemarkungen gelitten. Berlin, 30. Mai. lieber das Unwetter im Tauberge biet wird dem „Lokalanzeiger" noch gemeldet, in weiten Kreisen sei die Ernte rolluänDig vernichtet. Die in Grünsfeld ertrunkenen Personen kamen bei dem Einsturz ihrer Häuser um, die von dem rasend baheritürzendcn Wasser weggeschwemmt wurden. In Pa im ar sind auch 200 Stück Rindvieh den Fluten zum Opfer gefallen. In Gamburg an der Tauber wurde eine Brücke und 200 Stück Vieh weggeschwemmt. Aus StcrSt und Lund. Gießen, 31. Mai 1911. Verkausstag der Großherzogin. Der am 13. Juni hier in Steins Garten ftattfinbenbe Verkaufstag der Großherzogin ist die 4. Veranstaltung dieser Art in Hessen, deren Ertrag unterstützungsbedürftigen Lungenleidenden gilt, für die von Krankenkassen, .Versicherungsanstalten usw. zurzeit noch nicht gesorgt ist. Wer die unendliche Not kennt und das Elend, bas meist unver- schulbet bei vielen dieser Kranken eingekehrt ist, kann es nur mit freudigem Dank begrüßen, baß unsere Großherzogin sich wiederholt in ben Dienst ber Sache stellt unb baburd) ben weitesten Kreisen ein leuchtenbes Vorbild gibt im Dienste ebelster Menschlichkeit zur Linberung ber Not jener armen Kranken tätig zu fein. Die großen Mühen, die sich bie Herrschaften durch biefe Veranstaltung auf erlegen, werden am Pesten durch eine rege Beteiligung am Verkaufstage anerkannt. Der Eintrittspreis zum Verkaufstag ist, um allen Kreisen ber Bevölkerung ben Besuch zu ermöglichen, auf 1 Mark festgesetzt; unb ber Verkauf ber Gegenstände so billig als möglich angeorbnet worben. Es wird Gelegenheit geboten sein, für geringes Gelb eine wertvolle Kunstfache ober einen praktischen Gegenstand zu erwerben, die gleichzeitig dauernd ein Anbeuten an bie Feier bilden werben. Mit der Ausgabe ber Eintrittskarten wurde bereits begonnen. Es wirb gebeten, von bem Vorverkauf recht zahlreich Gebrauch zu machen, bamit am Verkaufstag selbst ber Andrang zu ben beiben Kassen möglichst erleichtert wirb. Die Vvrverkaufsstellen werben auf ben Plakaten bekanntgegeben. Tageskalender tür Mittwoch, 31. Mai: Konzert- Verein. 2. Chorabend: Die Glocken des Straßburger Münsters, Lieder für Sopran, La vita nuova. Abends 7 Uhr im Stadtlheater. *• Argentinischer Konsul. Der zum argentinischen Generalkonsul für das Deutsche Reich mit dem Amtssitze in Hamburg ernannte General Francisco Reynolds, dem das ReichSexequatur erteilt wurde, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen in Hessen zugelassen worden. "Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu bo setzende Schulstelle zu Traisa. ** Hof dienst. Der Großherzog hat ben Hofküfer Aug. Heilmann zum Hofkellermeister ernannt. •• Kaserne unt> Wurstküche. Die ehemalige Kaserne auf dem Hintergelände am Seltersweg, die zuletzt als Bezirkskommando diente, wird jetzt vom Metzgermeister Meister als Wurstküche umgebaut. Der hessische Staat hat das Anwesen an Meister für 30 Mk. für den qm verkauft und dabei das Gebäude dem Käufer nicht berechnet. Landkreis Gießen. :/: Heuchelheim, 30. Mai. Ein schweres Gewitter zog gestern abend über unser Dorf. Der Blitz schlug in eine Scheuer ein, verursachte aber glücklicherweise keinen Brano. Das elektrische Licht im Haus, das durch eine Leitung mit der Scheuer in Verbindung steht, versagte, da die Sicherung gut funktionierte und bie Leitung so unterbrochen würbe. Außerbem soll ber Blitz auch noch in einen Baum eingeschlagen haben. — Der Gesangverein Germania machte am Sonntag seinen wegen bes schlechten Wetters verschobenen Ausflug in ben Vogelsberg. Unter ber Führung ihres Dirigenten Lehrer Wolf- schm i b t wanberten bie Sänger von Schotten über bas Lehrerheim, Busenbvrn, Bilstein, Hoherobskopf, Taufstein, Breungeshain, Michelbach zurück nach Schotten. Kreis Büdingen. = Bübingen, 30. Mai. (Schöffengerichtssitzung am 29. Mai.) Der Schweinehändler F. W. Sch. aus Kilianstädten ist angcklagt wegen Bichseuchevergehens und wird deshalb zu 3 Tagen Gefängnis unb in die Kosten des Verfahrens verurteil! — Die Dienstmagd F. E. aus Bergheim,, zurzeit in Düdelsheim, hat gegen einen amtsrichterlichen Strafbefehl wegen Uebertretur.ct der Gesinde-Ordnung Einspruch eingelegt.. Sie wurde, als nid-r hinreichend überführt, von Strafe unb Kosten freigesprochen. Tic Kosten fallen der Staatskasse zur Last. — Der Schäfer K. K. aus Sonderhofen, zurzeit in Hopfgarten bei Alsfeld, wirb wegen Viehseuchevergchens in eine Gefängnisstrafe von einer Wocbe und in die Kosten bes Verfahrens verurteilt. — Der Hafner I. H. unb der Silberschleifer Ph. H., beide, von Langenselbold, hatten gegen die amtsrichterlichen Strafbefehle wegen Ruhestörung, groben Unfugs, unerlaubten Schießens Einspruch eingelegt. .PH. H. wurde als nicht hinreichend überführt sreige- sprachen unb I. H. wegen unerlaubten Schießens in eine Geldstrafe von 10 Mark, bie im Uneinbringlichkeitsfalle,mit 3 Tagen Hast zu verbüßen ist, verurteilt und mit ben, Kosten des Verfahrens belastet, insoweit sie nicht ber Staatskasse zur Last fallen. — Der Dienstknecht K. H. M. in Neu-Wiebcrmus ist wegen Körperverletzung angeklagt. Er erhält eine Geldstrafe von 3 Mark evtl. 1 Tag Gefängnis. — Der Taglöhner I. I. IV. von Eckartshausen ist angeklagt wegen Forstbiebstahls. Er ist nicht erschienen. Auf Antrag ber Staatsanwaltschaft wurde bie Haupt Verhandlung ausgesetzt unb neuer Termin auf ben 12. Ium bestimmt unb die Vorführung des Angellagten angeorbnet. — Tie Ehefrau G. Pf. in Mittelgrünbau wird wegen Forltbiebsiahls zu einer Gelbstrafe von 3 Mark, bie im Uneinbringlichkeitsfallc mit 1 Tag Gefängnis zu verbüßen ist, verurteilt. — Ter Hui schmied A. H. aus Unterhambach, zurzeit hier in Untersuchungshaft, erhält wegen Bettelns eine Woche Haft. Auch wirb erEannt, daß ber Angeklagte nach verbüßter ©träfe ber Landespolizei- behörbe zu überweisen lei. — Der Gastwirt H. I. von Bübingen hatte gegen brei verschiedene Strafbefehle wegen Uebcr- tretung ber Polizeistunde Einspruch eingelegt. In einer Sache nahm er seinen Einspruch zurück unb wurde mit den weiter entstandenen Kosten des Verfahrens belastet. Wegen einem weiteren Falle wurde er nach erfolgter Beweisaufnahme in eine Geldstrafe von 1 Mark, evtl. 1 Tag Haft, und zur Kosten- tragung verurteilt unb wegen eines dritten Falles wurde er freigesprochen. — Die Privatklage der M. L. von Wolf gegen die Witwe I. Z. unb bie Ehefrau K. N. daselbst wegen Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. — Boden hausen, 30. Mai. Der hiesige Gesangverein „Frohsinn" begeht am 25. und 26. Juni das Fest ber Fahnenweihe. Da sich etwa 25 Vereine des „Nidder- Seemental-Sängerbundes" zum Feste einsinden, dürfte e§ ziemlich groß werden. Kreis Lauterbach. ^Lauterbach, 30. Mai. Die Familie bes Malers unb Lackierers Jäger hier, Vater, Mutter unb 5 Kinder, erkrankte vor einigen Tagen plötzlich an schweren Vergiftungserscheinungen, bie vermutlich auf ben Genuß von grünem Salat, ber nicht lange vorher mit Chili - salpeter gebüngt war, zurückzuführen ist. Auch ivirb angenommen, baß als Ursache ber Vergiftung ber Genuß von verdorbenem Fleisch in Betracht kommen kann. Der anfangs schwer erkrankten Familie geht es jetzt Verhältnis mäßig besser, so baß Lebensgefahr nicht mehr vorhanden ist. Der älteste Sohn blieb von bem liebel verschont, Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 30. Mai. Heute nachmittag besuchte der zur Firmung hier weilende Bischof von Mainz Dr. Kirstcin zu Fuß das erst seit Frühjahr bestehende Kettelerheim hier. Das Haus trug reichen Guirlanden- und Fahnenschmuck in den hessischen und päpstlichen Farben. Das Haus ist gut besetzt. Zum Andenken an den Freiherrn v. Ketteler, der in der Mitte des vorigen Jahrhunderts Bischof von Mainz war, hat der Ketteler-Verein Deutschlands dieses Krankenheim erworben. Starkenburg und Rheinhessen« w. Darmstadt, 30. Mai. Heute wurde hier ein Landesverband Hessen des deutschen Frauen- Vereins vom Roten Kreuz für die Kolonien gegründet. Den Ehrenvorsitz übernahm die Großherzogin. rm. Darmstadt, 30. Mai. Ein Hessischer Photo- graphen-Bund wurde heute hier gegründet. Hierzu waren außer zahlreichen Berufsgenossen aus ganz Hessen als Vertreter der Hessischen Handwerkskammer Syndikus Engelbach jotoic bie Vorsitzenden Stadelmann des Württembergischen und Kögel des Badischen Pholographenbundes erschienen. Syndikus Engewam machte Mitteilungen über die Organisation des Handwerks unb die damit im Interesse des Gedeihens der einzelnen Stande liegenden Vorteile. Nach Art. 7 der Gewerbe-Ordnung gehöre die Photographie trotz ihrer hervorragenden kunstgewerblichen Tätigkeit zum Handwerk. Der Redner hält nach eigener Ueberzeugung den Zusammenschluß in einer Innung für den vorteilhaftesten Weg, wegen des aber unter vielen Berufsständen nock herrschenden Vorurteils hält er aber zunächst auch die Bildung einer Fachvereinigung für ausreichend, die sich bann dem deutschen Zentralverband anschließen müsse, dann werden die beruflichen Interessen durch Bekämpfung der Schäden und Auswüchse innerhalb des Landes sowohl wie bei den Reichsbehorben am besten gewahrt. Stadelmann-Stuttgatt verbreitet: |ur über die durch die wachsenden Auswüchse immer schlechter werdeudc wirtschaftliche Lage der Photographen, geht bann auf bie burct Verbände bisher erzielten Erfolge ein, weist auf die große Maw- der Gehilfenverbände, der Arbeiter-Organisationen unb der mächtigen kapitalkräftigen Jnteressenorganisationen hm, denen gegen über man nur durch engsten Zusammen,chluß exntenztahig bleiber könne. Der Redner geht bann auf die Einrichtung des Zentral verbandes ein, der 21 Vereine mit 2000 Mitglieder z-ahle^ weil- auf die Vorteile des gemeinsamen Einkaufs, au, die Verbanos- Darlehens- und Unterl'tützungskasse, bie Stellenvermittelung, du, Rechtsauskunftstelle und auf die in Aussicht stehende Gründung emer Sterbekasse, einer Kauf- und Tausch-Zentrale, die ErittÄrnn^ der Sonntagsruhe usw. hin. Nach lebhastem Beifall wird di. Gründung emes „Hessischen Photographenbundes" einstimmig oc- schlossen und als 1. Vorsitzender H. Schramm^Darm,tadt, 2. Boi- sitzender Stein-Worms, als Schriftführer Fraatz-Darmstadt, ab. Kassierer Blumberg-Worms gewählt. Zu Beisitzern wurden stimmt Gerlach und Strubb-Mainz, Busch und Klauer n. Offenbach, Beckmann in Alzey, Zimmer-Gi eßenEnslmgcr- Darmstadt und Holzl-äuser-Michelstadt. Man be,chwtz, stch dev Zentralverband der Deutfcheii Photographen in Bertin anzu schließen. Dis nächste Versammlung soll am 17. Juni in Main, stattfinden. , . r - , d. Mainz, 30. Mai. Es wurde berichtet, daß eine hiesige Familie durch Genuß von Konserven eine schwere Vergiftung sich zugezogen und daß ein Familienmitglied im Rochus- Hospital hätte aufgenommen werden müssen. Die Vergiftnngs^ affäre hat sich jetzt aufgeklärt: die Familie hatte kalte-. Kalbfleisch, das vom Tage vorher stammte und durch du Hitze etwas übergegangen war, genossen und bekam dadurch Durchfall und Magenverstimmung. Der zugczogen: Arzt erkannte die Krankheit sofort und auch ihre Ursache un ließ die Familie, die wiederhergestellt ist, darüber nicht un Zweifel. Ins Krankenhaus war keines der Familienmitglleoec gekommen. Kreis Wetzlar. . ^.Wetzlar, 30. Mai. Der Kreisausschuß beschloß den Lehrern Drescher-Hochelheim und Jäger-Krof or für ihre Leistungen auf dem Gebiete des Fortbildung J Streit, und die Sonne schlug Instanz der Versuch gemac'c werde, Die gegennmrnarjrom. DU in ein neues Unternehmen nrnv.'.windeln, welches im Verlach bestimmt. Line schwedische Stadt in .(lammen. verbrannt. Das ist das Kein Laden! Wunderbare [3545 Sprechstunden nicht ab. Die Aufgabe automobile Michilln- und Dunlop - Stock Fr. Krogmann Fernsprecher 401 Bahnhofstrasse 30 schmeckenden Kakao kam ein Universal- y Kraftspender, der A Kasseler Hafer- \ Kakao zu Stande, // der heute Weltruf / geniesst und von schmeckende» und v. jedem Magen suträg- V liehet Erzeugnis musste \ da In Frage kommen, so billig, dass es sich Jedermann leisten kann. Bahnhofetr. 60 Eingang Grabenstr. pari. Fernsprecher 269. m 0.35 1.50 nachmiile; iof von öe/iehL i ©uulan! • ,V\&Qt\ Illi den (jr. tisch:!- Zahnarzt Th. frutlL. Vertreter sind die Herren Zahnarzt Dr. G W. Koch und Zahnarzt Ernst Metz. Irintbcdjcr Touristcilvcstccke •jlluminiumilaid) Elegant zuverlässig billig im Betrieb sind Amtlicher Wetterbericht. Oeff entliehe E? c 11 c r b i c n n ft c 11 e Gietzen. Verlauf der Witterung feit aestern früh: Dav Hochdruck- gebiet über Norwegen lleibt weiterhin für nnfere Witterung matz- gebend und fleht daher ein WitternngSun,schlag nicht zu erwarten. WetterauSsichten >n Helfen nm Tonnervtag bem L Ium 1911: Meist beiter, trocken, tvnrm, lokale Gewitter. on Soli fm löst totge:... iesige Gii? Juni bas ie des (Üifc len, dürjir • Nur echt in blauen Kartons a 1 Mark (für 40—50 Tassen), niemals lose. We^en Krankheitsfalls In meiner Familie halte ich bis auf weiteres ’.ie des DteM und 5 ; chweren 8e: ch aus den i- . f her mit Ld. J Luch hrirö 7 )er Genuß. m. 2fr 7 cht verhL.1 ebr vorhor-t: ; el Derjdi-' haben. , c _ ., AuS Tokio wird gemeldet: Ter Waldbrand nördlich von Hekla ide nimmt eine ungeheure Ausdehnung an Au n Städte find von dem Feuermeer umgeben, -lud) -temkohlen gruben brennen. Dreihundert Quadratwerst sind verwüstet und mehrere Menschen nrngekommen. Kein Laden! j‘u‘ I ** **' Martte. fe. Franliurt a. M Schweinemarktbericht vom 31. Mai Aufaetrieben waren 1L3L Schweine. Vollsleifchige Schweine von gn bis 100 k? Lebendgewicht 47.00—4R.60 Mk.. Schlachtgewicht 60 00 - 62.00 T1L, voll fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 47.00-48.00 Mk., Schlachtgewicht 60-61.00 Mk.: voHfietfchtne Schweine von 100—150 kc Lebendgewicht 46.00—48.00. Mk., Schlachtgewicht 59.00-61 Mk.: volMeifchige Schweine von 120 bi« 150 ke Lebendgewicht 47.0'1—48.00 Mk., Lchfachtgewtcht 59 o»—< 0 Mk.: ficttschweine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 bi« 00.00 Mk., Schlachtgcnichl fO.OO-OO Mk. Sauen 00-00 TU Geschäft mittelmästig, bleibt Ueberstand war- Ersatz zu finden für gewisse Hausgetränke, die nicht nur jeden Nährwertes bar j sind, sondern dem h menschlichen Orga- // nismus direkt // . Schaden bringen. // J Ein wirklich kräfti- V gendes, wohl- \\ flatt Tie Gewerbeschule, für die im neuen SchulhauS ein - genes Heim geschaffen wurde, zählte 33 Zeichen« und 1« Fortbildungsschüler. Nach dem neuen Lehrplan sollen im Sommerhalbjahr an einem Tage 3 Stunden und im Winterhalbjahr on zwei Tagen 5 Stunden FortbildungSunterricht «teilt werden. Mit dem Unterricht wurde Lehrer CloeS betaut. Als Vertreter für die diesjährige Hauptversammlung der Gewerbevereine Nassaus in RüdeSheim wurde Techniker Gurken billig! Große Lal;-Gurkcn Stück 3 ‘llffl. Kste. fchwäb. Tafel-Gurten 1 Liter Dole 1.20 Mk. 4 Liter-Töle 3.— Mk. Senf-Gurken 4 Liter-Toie 2.50 Mk. §ke. dJlannclabcu unö ßtltti aus nur frischen Fruchten hergenellt. Jakob Maternus Ecke Nlmik- u. Frank'urter Str. _______Tclevbon 337. S-TZ» // tausenden von i Aerzien verordnet r/ wird. Der Kasseler I Hafer-Kakao sollte überall, wo noch nicht eingeführt, an Stelle von Kaffee und Tee treten. nterrichtb eine besondere Zuwendung von je 80 Mk. aus H eilmitteln zu gewähren. — Der Kultusminister ordnete an, s"f. am 30. September, dem 100. Geburtstage der Kaiser in -lugusta, in allen Schulen Preußens Festakte stottfinden letten. , „ m „ Yeffen-Naffau. .y. Rodheim a. d. Bieber, 30. Mai. Tie am Sonn. i6g bei Gastwirt Karl Schlierbach abgehaltene Haupt- .ersammlung des Gewerbevereins war besonders von auswärtigen Mitgliedern gut besucht. Nach dem Geschäfts- richt deS Vorsitzenden zählt der Verein jetzt 54 Mitglieder: b dit.-. kNj^. 1 Ä V dass man mit Erdal in wenigen Sekunden tiefschwarzen lackähnlichen Hochglanz auf JedemLeder erzielen kann. Kochapparate von Mk. 3.— an. »rübitudeboien , , 2.50 , Touuerötag bett 1.3uiii 1911, nachmittags 3 Uhr, werden tut Pfnndlokat SellerSweg 11 versteigert: 1 Buffet, 2^ Vagen, Lwrcibtische, Kommode, schranke. Loias, 1 lLioschrank. Tische, zwei Schale, mehrere Sunde u. a. tn. Giel;en, den 26. Mai 1911. Johann. Gr. Piandmeister. Cäebr. Julimann, Giessen. n„;> Mrbcitcrberocgung. Berlin, 80. Mai. Ser 2o6n-81 uslchub der ®ader zählte bis gestern nachmittag 2056 geregelte Betriebe mit 4043 Backern, 29S Konditoren und 529 Lehrlingen, -lntzer den letzteren sind nunmehr 4:31 Bäcker- und Nonditorengehitten zu den ge- lorderten Bedingungen beschäftigt. ______________ In Nordhausen ist in der Nacht zum TicnStag b\t mechanische Weberei I S. R i e m a n n a b g e b r a n n t ^er Schaden wird auf 60Ö000 bi-5 700000 Mark geickatzt. Er- halten sind nur die Weberei und zwei arofce Lagerräume In Braunschweig wurde der Privatmann >rukuck au- Hameln verhaftet, der im »Treue Braunschweig nut Kitt zur Bertreibung von Mäusen herumzog und habet 8 0 talime Zweimarkstücke in Umlauf brachte, von denen man bei seiner Verhaftung in f.- " * vorsand. Tie Haussuchung brachte zer! seiner Wohnung noch eine ganze Anzahl rwrniw. «u.„uwung Mte irrirocbme ff“1™" J Tie übrigen Apparate waren von der Tochter deS Derhatteten, die die Nachricht von der Verhärtung thre8 VaterS erhalten batte, beiseite aeschajst warben Die, Tächter wurde gleich a » verhaftet und sofort verhört, wöbet sie em^stand dem Vater bei der Anfertigung falscher Zweimarkstücke Beihilfe geleistet zu Ä ,1 sanden eine Hauptversammlung und drei Borstandssitzungen offen ' T — - ' ,e ,n- ------ c*..ffcrt..a MLeiL I ift 1 •At'« den 12. ■ utgeoibrti. 1 Sorte ■ nngiichfeA I ’n" t I llnterite, II 6 toirb C'< • '• 3. te ■ ■ totgtn u- >it einer *;:: mit dm -> gen einen > inthme in «h M fce ollti lombt fyanöcL — Tabaktrust. Aud> der Tabotiruft ist nun vorn ober'ten LandesgerichrShof DenirteUt worden. Tie American *^bacS°Jr.0; die in Neuierfen inkorporiert ist. Nimmt eine ^o"^lartige Stellung in der amerikanischen Zigaretten-, ^auchtabak- usw. Industrie ein und ist in Deutschland durch bte Georg A. Jasmatzi A.-Of in Tresden üertrcicn Lie venügt, abgese^n von 104 Millionen Tollar Bonds, über e,n Kapital von 40 -4 Dollar Stamm- und 78 69 Millionen Dollar Vorzugsaktien, wovon ein erheblicher Teil im Beside der NockescHer Das Urteil ist in seinen Algen noch mdotn. .^A^EN als das gegen die Standard Cil Co geialltc Da4 Landesgericht sprach sich entgegen der von der Negierung verlangten .lustösung d.S Tabaktrusts dahin aus, daß unter Leitung der untren gerichtlichen rourißeil-Artikel! Ruckiäckc, prima Qualität, mit Vcberricmen von Mt. 1.— an. Ruckiäckc, vr.ma Qualität, mit Ktavvc, Vortasche und Vcbct- riemen von i’tf. 1 75 an. Tamcnrucfiätfe, weiche Qual, von Mk. 2.— an. Nindcrruckiackc von oO W an. '.viflmaicbcn, Br.ma ^egcItucU von Ätk. 2.— an. |i>4o Lleroftaschen halten Getränke 24 Stunden heih oder tagelang falt Preis - ,-Literilasche $IL 3*— ßninniHOuriptniHüBttl cchi engt van SIL 20.— an kann tm Ruckiack veauem mitgenommen werden. August Kilbinger Selteröwcg 79. Telepb. 276. Vermischtes. ♦ Cheschliebu n gen in England. In Deutschland -,-Ht man sich die Eheschlietznng in England als ein besonders ; bgetÜTited Versahren vor. Gan', so einfach, roic es den Vln- chrtn bat, ist aber auch auf englischem «vden Nicht, in den -Ltanb der heiligen Ebe zu treten. Das mutzte zu seinem Leidwesen der üapitän Schraeder, ein Norweger, erfahren, der Mit Einern Dampfer auf kurze Zeit in dem englischen Hafen Whitehaven ag Er wollte sich dort verheiraten, aber daS englische Gesev .'»reibt einen bestimmten vorherigen Aufenthalt im Lande vor, kit die betreffende Person dem Standesbeamten nachzuweisen hat D n amtierenden Geistlichen, den Hasenvorstand von Whitehaven 2nd eine Magistratsperson dazu, mit dem unternehmungslustige u Brautpaar aus einer Dam p f v, na e aufs onene Meer hinauSzufahren. Jmfeits der 3-Meilenzone wurde alsdann - r feierliche Akt der Eheschlietzung mit voller Rechtsgültigkeit : orgenommen. Wie man sieht, bat es doch eine Vorteile dah die swölsrneilenzone noch nicht, wie in Rutzland gewünscht wird, ,'ir allgemeinen Einführung gelangt ist. • Tic Geschichte von sonne und Mond bei den euerlSndern. Eine lehr merkwürdige Erklärung fur die .'ischiedencn Phasen deS Mondes haben die sienerlandei- ge unben, i on denen der Salesianer Pater Antonio Tonest, m einem Bericht aber seine lange Reise durch Südamerika erzählt: ,I»1 Anfang , uaren Sonne unb Tlonb, als sie noch menschliche Wesen waren, kann und firau. Eme« Tage» gerieten beide in dnen heftmen Umea, 30. Mai. ffn der Möbelfabrik von NaeS- land brach heute nachmittag 2V, Ubr Feuer aus das icvtdie canze Stadt bedroht. Bis 6 Uhr abends, waren nutzer Irr Möbelfabrik mit Möbeln unb Holzlagern 6 Gehöfte eingeaichnt. -Im i/j7 Uhr schien das Feuer auf den östlichm Stadtteil bc- rrenzt, während es im westlichen weiter wütete. Militär wurde M den Löscharbeiten herangezogen. U rne a , 30. Mai. Um 7 Uhr war die Feuerwehr des Brandes Herr geworden. Llutzer der Möbelfabrik sind 11 Wohnhäuser l finklang mit den Ge tzen organisiert fei Tarn trerben kiM Monate Zeil gegc-en. d,e vom Untergericht nottgemalis um 30 läge verlängert werden können Sollte brnnen dieser yit der Tn.st nut’ au' eine neue, allen Gesetzen aimnedjenbe Gnmd- lag- gebradu sein, bann mutz für ihn ein gerichtlicher Verwalter bestellt werden. Letzte Nachrichten. Militärische Hilfe für das Kinzigtal. X. Mittclgründau, 31. Mai. Heute früh traf ein Kommando von 3 Offizieren, 6 Unteroffizieren unb 50 Mann vom Eisenbahn-Regiment Nr. 3 in Hanau )ier ein, um sich an den durch den Wolkenbruch erforderlichen AufräumungSarbeiten zu beteiligen. Paris, 31. Mai. Nach Meldungen auS e z wird die französische Besatzung in Fez aus üompagnieii, einer Batterie, einer Schwadroti unb einem tveldlazaretr bestehen. 13000 Mann werden bte Per binbu n g zwicken Rabat unb der Hauptstabt aufrcchterhalten unb bic „Pazisikation" der benachbarten Gebiete durch- führen. London, 81. Mai. Da« Unterhaus nahm da« Lust- schissahrtSgeseh in dritter Lesung einstimmig an. Konstantinopel, 31. Mai Ter Ehcf bcs LicherheuS- dienstcs, Brigadegeneral Ghalib, em j^okrra^,5,?ontitcc- Mitglied, nahm seine Enllassuna — Bei ber ,vor^c^1’-18 Aussprache über die 5 a b a kr e g i e 1 ra g e ist der i er klärte der fiinanjminiiter, im Falle der Annahme der Banderolen Steuer würde die Tettc Publiaue eine ichtedsgerichtliche .luS- tragung des Streit'alles verlangen, so hast die nammer unter Umständen in die Lage kiommi / stehe auf der Einführ-.'ng des LwatsmonopolS tur sieben >rnhrc. Konstantinopel,31. Mai. Ter m o n t e n eg rini fck c Geschäftsträger hatte gestern mit dem M i nist er deS Aeützern eine Unterredung, die einen rreundichamichen Charakter gehabt haben soll Wie von montenegriniicher^eite verlautet, beiweckte die Unterr^ning die Wied.rheri. .'ilmig ^beiderseitigen Vertrauens. Tas Verlangen der ^wrle, hast di. Montenegriner etwaige, bei den Operationen gegen bic .h.if anbiicbcn über bi" Grenze gehende »(hülfe nicht erwidern feilten, wurde abgelehnt, dagegen soll die Pforte die Zusicherung oegeben haben, bab die Truppen bei den Cucrntionen >'ch bemüh n werden, nicht an die Grenze heranzukommen. _________________ Plock.traOc 12 MMt Plock.trnOo 12 Die Haichlschlaqer dieses Programms Das Vaterland ruft GrotzeS fesselndes Drama. Musik: Osolo mio, Paravhrase von Chbeit. Figaro? Hochzeit ?inc überaus luftige Komödie nach dem glcidjnamigen Vuftfplcl von Beaumarchais. Gclpictt von ttaltcnifcbcn Künstlern. Die feindlichen Kollegen Spannendes amerikanisches Drama. Fitzchen als Zaubcrkünstltr Gold wert Ift ein ro|lge», juger.bfri|t. har sich taulenbi.bem. NdU Pelikan-Lvotb., Kreu-vl. 2 Die noch vorhandenen Bestünde in Herren-, Knaben- u. Kinderkleidern werden, nm damit zn räumen, zu apssergewöhnlich hilligen Preisen verkanll. sicht (wovon noch heute die Flecken zu sehen sind), unb non jener äeit bi« beute laufen sie routertünt am Himmel entlang, aber st- treffen sich nie.’ weil, wenn die schnelle Sonne bem Blonde naher kommt, dieser sich immer kleiner macht und so schliehltch ganziun- nckibar wirb, wenn die Sonne in der Nähe vorbeiaeht. Ist dann aber die Sonne vorüdergegangen, dann siebt der Mond von neuem ein bischen hervor und kommt langsam aus fernem vcrfied berau« und wirb immer größer, bis er sich mit vollem Gesicht zeigt und nun über bte Sonne lacht und sich lustig macht, während jene gerade am äutzersten Ende von ihm fern ist. Merkt bann aber die Sonne, datz ibr ein Streich gespielt ist, so fangt sie das Spiel von neuem au" . . . Ten Mond halten die fieuerlänber für ein lebendes Wesen, ba8 die Kinder itzt. Wenn er abmmint, so verschwindet er in den Bülcheu unb kehrt erst zurück, nachdem er einige Amber verzehrt bat, wovon er wieder dick wirb. Die Kinder werden iaber bei al nebmeiibcm Monde gewarnt, nicht allein sorlzugeben, und sie Gehorchen in großer Angst. Sehen Sie aber den Vollmond, so fingen sie fröhlich: .Der Mond Hat schon gekefien und er Hat nicht mich gekefien/ Kleine Tagerchronik. In Aacken wurden am Dienstag abend zwischen^ Ubr unb 8 Uhr 4st Minuten mehrere heftige Erb st 5 n e verspürt, durch die die Gegenstände in den Wohnungen in« Schwan len gerieten. In einer nahegelegenen Waldschenke fielen die Gegenstände von den Wänden. l< ourbe itn Ft°->1 Kolonie" coßHnM scher dd-u t| t. Hie» IM jeit al» gelbach b un6 so;-• . ndikus Wj'- I vanMch. einzelnen -- ^Crbnung ; kimsige^ * । jür btnj-;. | au» d en art vnbrril« « M aus d | f die M < I teil UNd d-.;; 1 bin, fcK PllenrF^- I !lung - I »fei-1 I I in t 1*^' li« ’S& **$5; Kartoffel. iommerdJlalta vH. l,ßO 3RI. jltut ^alirnttwi. 1,25 „ Nkic MatjkS - Semlie Stück 10 Pfg. 35491 Jakob VlatornnM. la. Tpeisekartoffcln in den verschiedensten 5ort. liefert au billigst. Preisen fr. Drechsler, gieinftrafie 48, Televbon 581. I^° Vie Lösung; Durch Verbindung des äusserst nlhrkräf'.igen . Hafers mit dem wohl- Genaue Fussmessung. Individuelles Passen. Höchster hygienischer Nutzen. Luxuriöse Ausstattung. Weltaussteil. BrUssel Gclaene Medaille Zum Pfingitfeit bevorzugen Damen und Herren hygienische -Normalstiefel auch Wr Kinder die zweckmässigste, ärztlich empfohlene Fussbekleidung. In- und Auslandspatente. Hauptpreisl. für Damen und Herren: M 14.50 17.50 19.00 22 50 FUr Kinder, je n. 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Landgraf-Lndwig-Gymna- sitims und der Höheren und erweiterten .YXadchenscienle unter der Leitung ihres Dirigenten Herrn Leopold Geller Harmonium: Herr Otto Görlach Pianofortc: Herr Assessor Curt Blumenau und Herr Professor G Trantmann. PROGRAMM: 1. Zur Vorfeier der 6 1071^0 Geburtstag 100. Wiederkehr von y [ ILlVfot <5 (geb. 22. Okt. 1811) VZ Glocken des Strassburger Münsters Gedicht von H. W. Longfellow für Bariton- und Sopran-Solo, Chor und Pianofortc. 2. Lieder für Sopran von Liszt, Strauss und Wolf. * La vita nuova (Das neue Lehen) nach Worten von Dante Alighieri für Bariton - und Sopran-Solo, gemischten und Kinder-Chor, Orgel, Pianoforte und verbindendem Text von E. Wolf - Ferrari. Eintrittskarten • L Platz Mk- 5-~ n- Platz Mk-4-- hl Platz mk-. 3.-. iv. piatz Mk. 2.50, : _ ' Studentenkarten Mk. 1- sind in der Musikalienhändler. ERNST CHALLIER (Rudolphs Nachf.), Telephon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. Zur Hauptprobe Mk. 1.50 (für Mitglieder 1.—), Schülerkarten Mk. 0.50. Oeffnung des Theaters <>*/» bezw. 53/4 I hr. v24/s sn-Reisen und nach Spanien, Ncrd-Afrika, Sizilien ■ a' *1 $ InSeilenrakedemk Pelntchahcb« Faititirt Gossmann’s Sanatorium Bioqiobm bei 12969 Neustadt 56 Rodheimer Str. 42 ssi=V. den g Durkopp Telephon 680 Reparatur-Werkstatt mit elektrischem Betrieb, Autogenische Schweissverfahren nach neuester Methode. M Derselbe legte in 30V, Stunden 1225 km ohne jeglichen Defekt trotz schlechten, regnerischen Wetters und aufgeweichten Strassen zurück. MH der dreilW MN der tafeta WaMrtigiiiig ie hurtig erhiell eie«mir gelieferter 8/18 PS. 4 sitzi^er Dürkopp -Touren -Wajgen Solche hervorragende Leistungen vermag man nur mit einem erstklassigen Fabrikat wie Dürkopp zu erringen. für Stadt u. 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