E k 'S,* ft +l 'S >8 c Die heutige Nummer umfaht 16 Selten. 2 £6« S iä 3. > ft ä c L. E 1 «ft 's **> • Wo itic o Deutsches Ueich. Aus Wilhelmshaven berichtet man: Die fort* schritt l. Vertraue nsmännerversammlung des 2. Hannoverschen Wahllrci es beschloß in Anbetracht dessen, daß die Nationalliberalen im ersten Oldenburger Wahlkreis unter Außerachtlassung der Be- schlüsse des Wahlabkommens einen nationalliberalen Ge- ycnlanbLa.cn gegen den bisherigen sortschrLtlichen Man- oaeinhaber ausge^ellt haben, für die bevorstehende Reichs- ^agswahl den prattischen Arzt Tr. Schmidt aus Bor- ium, einen osrfriesi,cyen Bauernsohn, als Kandidaten für Den Reichstag aufzu,iellen. Schmidt nahm oas Anerbieten an. 5. Konferen} für Trinkerfürsorge. Sh. Berlin, 28. Nov. JÄ <■- ‘3 k'D * M h SB c E E « - ta vZ E 5” u E E 5*s öS 51 Ö Der ikalienisch-türlische Krieg. Rom, 28. November. (Agenzia Stefam.) lieber beit Kampf am 26. November werden den Blättern aus Tripolis verschiedene Einzelheiten gemeldet. Nach der „Tribuna' wur den viele Araberleichen in der Lase gesunden, ein Beweis, daß der Feind auch in den kleinen Kämpfen der letzten Tage ernstliche Verluste hatte. Mehrere Beduinen wurden mit Kelten an Palmenbäume gefesselt ausgefunden. Offenbar fürchteten die Türken, sie könnten desertieren. In der ganzen Lase wurden versteckte Waffen- und Munilionsvorräre entdeckt. Tie Kgserne von senni wurde durch Geschosse deS PanzerichifkeS „Earl Alberto" fast vollständig zerstört. Ter „Messagero" berichtet, daß die Türken wiederholt auf eine Sanitätsabteilung feuerten, deren Standpunkt durch Fahnen des Roten Kreuzes kenntlich gemacht war. Tie italienischen Verluste sind bedeutend geringer, als zuerst mit Rücksicht auf die Tauer und Heiligkeit des Kampfes angenommen wurde. Tie Zahl von verwundet aufgelesenen Arabern übertrifft die Zahl der italienischen Verwundeten um das Toppelte. . m , Konstantinopel, 28. Nov. Ta außer einigen Punlten an der Küste von Tripolis, die von den Italienern besetzt sind, das ganze Wilajet Tripolis unter tatsächlicher Verwaltung der Türkei steht, beschloß die Pforte, bis die Italiener die Stadl Tripolis zu verlassen gezwungen würden, den Sitz des Wilajcts nach Sian oder einem anderen Punkt zu verlegen unb die Mächte aufzufordern, auch den Sitz der Konsulate provisorisch zu verlegen. Ter Beschluß soll demnächst durchgeführt werden. Im Landeshause der Provinz Brandenburg dahier fand die Monieren; für Trinkerfürsorge statt Aus dem Iahres- benchl, den der Geschäftsführer Prof. Gonfer Berlin er- uatietc, gebt hervor, daß derzeit im Teutschen Reich 137 Trinker- füriorgeuellen bestehen. Tr. Bnrckhar d l /Berlin) sprach über „Rcichsversicgerungsordnung und Trinkerfürsorge". Er bclontc, oaß die Trinkerfürsorge an Der neuen Reichsoc^icherungsordnung viel gewonnen habe, und hob hervor, daß nun für alle Versiche- rungszwewe die Umwandlung der fceiorenle in eine Lachlei-lung ermöglicht sei. Amlsgerichterat Schmidt Eharlottendurg) be- n «tete über „Strafgesetzreform und Trinkerfürsorge". Er forderte die Schonung von Trinkergerichten, die nach Art der Jugendgerichte organisiert werden müßten und deren Einrichlungen uno Kompetenzen der Referent ergebend erläuterte. Tas Endziel aller Beuredungen fei und blewe em auf Reichsrecht beruhendes Trmleriür'vrgcgeietz Tr. Polligkcn Frankfurt c. M, mrad) über „Berufsoormundfcha'l und Trinker'urforge". Slaolrr: i.i di Berlin, über „Vorbeugende Ärmenv lege und Trmker ur crge", ^anecsrar Tr. Schellmann Tunewor- über „Normal'u. orge- Trinterfüriorze in vrgan.-Ttorischer und praktischer Art", während T ie ;ounung Der von Dem Lcnatsvrafid-mien Tr. v. Strauß uno Tornci) geleiteten Tagnng war damit erschöpft. M i; e eg ,,Radica l" schreibt .. jie äußere Politik Englands, wie Greif sie gekennzeichnet hat, ficht mit der Frankreichs in genauem Einklang. Und) nur wollen dem Bündnissystem treu bleiben, das uns nach L|kn und Westen sichere Ltüyen gibt: aber wir lebnen ein loyales Zusammenwirken mit Teiirschfand in allen gegenwärtigen und zu lünftigen Zwistigkeiten nicht ab. „2 i b r c Parole" meint: . TiC-Äiaivcn Franzosen werden bei dei Rede aiisriifen Wie lieben diese Engländer? Es i'l dock, fein Zweifel. bas Und wahre Brüder Franireichs! Rein? diese (fngläiibcr Jicben un» eilt nicht mehr wie früher, sie lieben uns gegen LeuNckuand, ie haben nur gesehen, daß es ihr höheres ^nterrsse verlangt, sich den G e l ü st e n T e u t s ch l a n d s nicht zu fugen. Die „H u m a n i 16" schreibt: Tie Rede Greys beweist, daß die Entente Englands Mit Frankreich nicht gegc ne inen dritten gerichtet ,ft, fie verfolgt, gemeinsame Imeressen zu schützen, aber fie nicht dazu bestimmt, die 3 n ter eil en anderer zu verletzen etc Ut pcfämit» und deshalb in hervorragender Weise friedlich. Wenn die Worte Greys aufrichtig sind, so hat das Ideal des englischen Xhberaht MUS von neuem Bekräftigung gefunden. „Gauloi s" fagt: . Tic Rede Greys wird in Europa mit großer Erleichterung unb in »Frankreich mit wirklicher Befriedigung ausgenommen werden umsomehr, als sie mit der Nachnast von der Abberufung bcs ürcuzers „Berlin" zusammentrifft. Wir wollen in bieier Maßnahme der deutsckfen Regierung ein Pfand für die Red.lchkeit erblicken, mit der sie das kürzlich unterzeichnete Abkommen reipcr- tiereii wird. Ter „Temp s" sagt: . Wir tonnen mit d».- englischen Minister wiederholen, daß die Politik der Entente Eordiale keine Spitze gegen Lautsch land hat. Frankreichs welches vier Monate für eine Ver'tändigung mit Teutschland geopfert Hal, iann cm Wiederaufleben der cnglisck dculschen S ck) w i e r i g t e i t e n , in die es hinein- gezogen mürbe, nicht wünschen. Wir haben der Erhaltung Der europäischen Eintracht so viele Opfer gebracht, als datz wir Dem Verdacht ausgesetzt sein könnten, diese Eintracht durch Förderung von Streitigkeiten Triller stören zu wollen. 2^ u „T aily 61) r o n icle" schreibt: Tie große Rede wird kaum ermangeln, die Ueberz.'ugung zu erwecken, daß die briti'che Regierung guten Grund mr ihre Teü» nähme an Bkarolko natie -mb datz ne nicht rm Geiste banDer Feindieligleit gegen a,euichland handelte. Es be lehr die crn-ie Hoffnung hier-ulande, daß die bestehende Enten.e durch di- Nicht welliger herzliche Entente ergänzt werden möge zwifchen Grotz- briiannien und Teutschland. „M o t n i n g teaber" schrcibt: gi ist sehr viel freundliche Stimmung den neulichen gegen* über bei unserem Volke voiyanden, d e in Greys geitrigcr Rede t c i n e n entspr«henden Ausdruck fand. Franjöfifche Preffeflimwea. Paris, 27. Nov. Tie ge.amte Preffe erörtert die Rede Grers.' „Figaro" schreibt: . Tie Rede ist gewiß kritilch, ste i.t friedlich f u r T e u 11 ch- kand und liebevoll Tür Frankreich. Aber sie ist vor allem englisch, ausschließlich und dc.tig englnch und niemand kann davon überrascht oder enttarnet, niemand kann dadurch beunruhigt sein. Grey sagt, daß der Frieden an- ch.ie^ltch von Teulickstand abhängt: für uns geht daraus hervor, batz wir alle nufere Ausgaoen auf un,er? Armee und Manne konzentrieren muffen. Pctne Repudliaue" sagt: Tie -vrachc Greys ist die der Red.lchkeit: Frankreich kann nicht mehr verlangen, xie oeste Ernenn torbtule ut die Jnrer- SQ'C=L| JA *ciL -chj gewesen. Daraus ergriff Lord Lansdowne das Wort unb erklärte, die Rebe Sir E. Greys fei eine der bemerkenswertesten, welche ic von einem Staatssekretär bei aitSwärtigen Angeleg ul gehalten worben sei. Tie Rede Eouruteys werde schwerlich vielen Mitgliedern des auf es gefallen. Er oerteibigle das engludp ranzösifche Abiominen, bas für eine lange Zeit die auiioartigcn '.luge.egenifeiten Gro. briiannieiis beeini uifen werde. Tord -aus- boiunc schloß: Ich g'.cube, die S?cubtiiröniunp der flujuhelfen Meinung in Gros lritanuin und Teutschland ist stark zugunsten freundlicher Bcziehungen zwischen beiden Luiidern für den Ab- ichlust einer Verständigung bezüglich aller „ragen, welckfe nod; ungelöst bkiben unb für bic Ueberz.'ugung, baf: das grötztc Znler eise beider Mächte die Erhaltung des internationalen rzricdens l’L Nach' wcüerer Aussprache wurde die Verhandlung über diesen Gegcnstanb geschlossen. Eine Rede deS ReichskanMS? Tas „Berliner Taaibia t^ meldet aus Berlin: Im Reiclfstag oerlauleec, daß vec Reichsianzlcr am le).en Tage der Les,ton noch einmal über die auswärtige Poli tik sprechen werde. Da man bestimmt annimmt, daß Mittwoch, den 6. Dezember, der Abschluß der Rcichstagsarbeiten erfolgen wird, so würde an diesem Tage die neue Aussprache über die auswär.ige Politik erfolgen und zwar aus der Grundlage dec siomniiilion§* befchlu,se gelegentlich der Beratung des Marotkoabkommens. Englische Presiestimmen. „M orning Poß" schrcibt: Alle Welt ist darüber einig, daß Greys Politik bezüglich der Haltung Englands zu Teutschland nicht eine andere ,ein tonnte. Wir wünschen niuft eine mißgünstige Saltung Cinzu- nehmen, aber nichts wäre irriger als zu glauben, datz untere Frciuidschasl erzwungen oder ertauit werden könnte. „Daill) Graphic" schreibt: Soweit Worte zu einer Annäherung behilflich fern tonnen, tat Grey alles was möglich war. Wir ocurauc.i darauf, datz, wenn sich Gelegenheit zu geeignetem Sandeln bieten fällte, et seinerseits sie nicht verpaßt hat. „Daily Mail" ipncnt die Hossuung aus, GreyS freundliche unb ocrsptniliche Eröffnungen möchten in TeutickEand in dem Gei ie ausgenommen werden, in dem sie gemacht sind. Wenn das gcichehe, so wurde ein neuer Tag bezüglich der Beziehungen zwischen beiden Volkern angebrochen sein. „Daily News" schreibt: Tie Rede Greys entspricht durchaus nicht ganz dem. was wir zu hören höhten. Auch glauben wir nicht, daß die liberale Partei sich mit der Lage der Tinge abiinben tarnt, wie Grey He schilderte. Seine Schilderung der Grcignnc vom Juli bis September gibt Anlaß zur Kritik. Es ist klar, datz er die euroväiichen Mächte in zwei Gruvven geteilt annehl unb b a h iv i r Partei z u nehmen hätten. Tas BtaU kann bner Ansicht nicht bciDilicbtcn, die Anlaß zu sleoeniahriger Beforgnis nie b a g e w e i en en Ä u <- g a b e n ze Es Hnbct keine Aussicht am Bc >erung, wenn ne man tn kuyueeem Ökme gesucht werde als chn Grey zeigt unb glaubt, bau webet das Kabinett noch bie Parteien üoer seine Politik glüalich feien. Ferne stehen möge. Eia Nachlpiel im Lberhause. London, 28. 92od. Im OberHanse lenkte Lord To ur l n cy die Aufmerksam,eit des sauies auf die kurzli oen Lerbandlungen zwischen Deutschland und Frankreich bezugliw Marokkos und das Verhallen der britischen Regierung in Verbindung mit diesen Verhandlungen. Tic Aus,prache tni U nie r- Hause am gestrigen Tage hatte das Jnterefie an der Frage nemlickf gemindert und es hatte sich daher nur eine tlemc ■ammlung von Peers cingeiunbcn. Lorb Courtney berührte die illmähliche Verbesserung ber Beziehungen ßnglanbS tftanr- tetd) unb Rußland unb fragte, warum bas, was mt tiniuc owa Länder geschehen sei, nicht auch im Falle a. c u.N chlan^. geschehen könne, unb warum niait ein bem engif,ch- franzowcyl.n Miommen ähnlicher Vertrag mit Teutsckflanb gefOflo.ien iv-, en iönnc. ääenn man die Algeeirasatte fick) ständig vor .Ingen gehalten haue, wurden wir fair alle unsere Schwierigkeiten Der mieden haben. Wir wurden vieles erspart haben, wenn mir Frankreich auseinandergefetzt hatten, datz ~a?ruxe 'eilens Framrcicys, neiu,e tu* iai.ii>v..iUjiji.u Marouos iKOup.eu, ilommentare bei anderen Mächten Hervorrufen muyten, Die an der Algecirasakte beteiligt find, unb bau, wenn tftanr» reich bic'llnabljangigteit unb Integrität Marokkos verletzen rouue, zu Deren Sicherung bic Algecirasakte entworfen worben nur, es außer unserer Rlacht sein würde, eine Beschwerde zurtrnzuwetien. Aber wir raten uidite und gestatteten, daß die Angelegenheit nch selbst überleiten blieb unb ivciier eiuiviäeUc. Tie ictiaüuiufc Lehre der letzten Monate sei, baß Grey unb die auswärtig: Politik Größbritanniens eine neue Auflassung von der internationalen Verstänbigung annehmcn sollten. . . . . Viscount Morley, oft unocrftanblidi, druckre fein tiefe» Bedauern aus über Lorb (Sourtne.iv Angriu auf Eren und oc- merkte weiter: Zck bin völlig gewiß, ba.; al- Teile dec Rede, Oie von freundlicher Ralur für a; c utf r.d'' h45 48 ' 6^^: lJi., ; 0 64 8 000] 63 IT ; j l100ttäl870£,t/»’ 760 82 658 4)1^ ? , i7 60 M 6 163 * *. 0 14027 354- 00l <3.84gs 470 67«A" 130001 7 « 7j 15'.., 1530«’ “'Äl «i ?.■ j AW- ft’-'’ \ 313 410. o94 L < --WB 30 o 431 Sö!e l»l‘d Zur ReSe Greif;. Ucbcrftel t man die Aeustcrungen ber englischen Blätter, so gewinnt man den Eindruck, als sei es den Engländern I bei all ihrer llcberlcgcnhcit zur See doch nicht so geheuer beim Gedanken an den Ausbruch eines Weltkrieges. Der 1 neue Führer der Unionisten hat im Unterhause der Rede Greifs zugestimmt, und das .saus hat im allgemeinen dem verdienten Leiter der englischen auswärtigen Politik eine -rill ige Anerkennung zuteil werden lassen. Aber wie in der englischen Presse hier und da ein leises Unbehagen darüber ausgesprochen wird, daß Grey ohne triftige Veranlassung wieder einmal drohend Partei gegen Deutschland ergriffen habe, so hat in der gestrigen Sitzung des ' Oberhauses auch Lord (Sourhten die eugliiche Entenievoli.il an dem Zipfel angepackt, wo sie angreifbar ist. Warum hat man, so fragte er, Frankreich so lange gewähren lassen und Deutschland mit Drohungen überhäuft? Wenn auch bic englischen Minister dem deutschen Volte, seinen Leistungen und Fähigkeiten wieder manche Verbeugungen gemacht haben, so'ändert das vorläusig nichts an dem kühlen Bei hälinis beider Völker und Staaten. Tie Politiker in der Berliner Wilhelmstraste lassen es sich sogar angelegen sein, । -nochmals mit aller Deutlichkeit auf die Tatsache zu ver- L weisen, daß einzig unb allein England cs war, das Mißtrauen und Unfrieden geriet und die störenden Kriegs- erüchte ganz offenkundig genährt hat: In einem offenbar inspirierten Ariikel des Berliner ! l L o k a l a n z c i g e r s" wird betont, Sir Edward Grey ' habe sich, obwohl er am 21. Juli durch die srauzos.sche Re- gieruug ganz genau davon hätte unterrichtet sein müssen, i welche Entschädigung Deutschland vcr.angr hat, dem bcitb- i scheu Botschafter gegenüber uninsormier. gestellt und im mindesten ungewöymicher Weise das Mißtrauen seiner Negierung der offiziellen deutschen Regierung gegenüber au, Beeinflussung durch Preßftimmcn gestützt. Tie Sachlage im Juli fei folgendermaßen gewesen: Zn dem Zütraum iiom 1. bis 21. Juii hätte fich Teutschland zunächst bemüht, den ftanzösifchen Nachbar, der «ich yartnäaig auf den Vertrag von 1909 versteifte, von der Notwendig.eit neuer Verhandlungen zu überzeugen und tastend wurde nach einer passenden Basis für eine Verständigung gesucht. Diese I Ba,is war bis zum'21. Juli noch nicht endgültig gefunden. । Tie Verhandlungen standen in der Luft. Weder Frank- reid) nod) Tcut,a)land tonn.en Eng.and irgendw.ld e pos.- Hoe Mitteilung über die Grundlagen der angefircbieii Vcr- I ftänbigung machen und das erregte in Cnglano Den Verdacht, | daß Tentfchland und Frankreich zu einer Annäherung uiuer | Uebergehnng und Bciicitefchiebung kommen konnte. Deshalb wurde Lloyd George Dorgefa)idL Der Ar.iiel tadelt, daß die eiiglijche Regierung m.t fänem Wort den all ge. meinenElaubenan einen unmittelbaren Ausdruck) von Feindf eligkeit en gegen Deutschland, falls dieses zu feinem Abschluß m.t Frankr.ich ge l kommen wäre, zu widerlegen ver,ud-t hut.c, obwohl ihr das schon im Juli durch einfachen Hinweis auf eine eventuell I notwendig werdende Konferenz ein leichtes gewesen wäre. Wäcrend der ganzen Kri.is war fein englisches und auch lein deutsches Kriegsschiff auf den I Kriegsfuß gefetzt und und) sonst ivarcn feine nen- I neuSwerten Vorbereitungen getroffen worden. Trotzdem habe bie englische Regierung daS eigene Land die ganze | Zeit in dem Glauben gelassen und la,fe selbst heute noch i den Glauben bestehen, vag England tricgvgcriiftet öaftano und daß es für fremde Interessen jeden Augenblick zum ' Sd)werte zu -greifen gezwungen hatte fein tonnen, ^je fei damit für jene Woge wahnwitzigcr Kriegefurcht verantwortlich. Ter Ar.iiel fckflietzt: ^n unseren Regicrungskreiseii hätte man durch das nun einmal vorhandene Mißtrauen gegen die deiilfche Politik Line ! andere Rede Sir Edwards erwartec. Tie^d.utidi-eiigl.fchen $ Beziehungen werden für lange Jahre hinaus feine besonders frcunDliaie fein, aber fte find wieder normal bis zur imdjftcn Krise, vou der wir hoffen wollen, daß fie noa) rn wcitcr 838 [8000] «14 « II' 3 [10001 883 9 7 0171» 13 99 9 8403 110001 T I 3 77 78 469 80 96 M« ■ effengemeinschaft her beiden bfirnmbctcn Machte, die MaroN» angelegenheit ist dafür ein packender Beweis. nr 28f Erster Blatt Ibj. Jahrgang Mittwoch. 2Y. November M Tu Oleßener Lnzelger \/ monatlich7513' ■ v W 'Ijr ▼ MirilchalHicheSeltsrozei! ~ ÄL1 ZW Verantivorilu-b für de. Fernlviech - Aickckstlisfer politifchrn Teil: August S'SSS 6cncrol=21n^ciücr für Oberhessen «nzeiger Gießen. v U i • ’ ’ . . 7 raib; für ,3iabi unb »"nähme von Nnzeigen notaflonsbrud und Verlag der BrübHthen Univ.'vuch' und Steindruckerei H. Lange. Redaktion. Lrpedmon und vruaerei: dchUlnrayr u 2anb-; (j-ftes; kür den U Büöingen: zernsprccher Nr. 269 Srschästrftellc vahnhosstratzr 16a. Anz°>i>°ni°>u H. bic Zustimmung ber ganzen Nation gefunden haben Morley wendete sich zu dem englisch-sran ösischen '.Wommen von, Jahre 1904 unb bestritt, daß dieses eine antideutsche 21111- ^RaMdem Blorlcy auf die wichtige Trti'acbc der gewiltigen Fortfchrinc der deutschen Flotte während der letzten zehn Jahre hingewiesen hatte, erklärte er: Wir können unsere Augen dagegei: nicht verschließen wegen der Steuern, welche wir dafür bezahlen Es liegt aber nicht in der ftufenndien Erweiterung von Teutschland^ Macht zur See, was das Attgemclnemv'inden ,gcn möck-le. Sie müssen alle Umstände in Erwägung .ziehen. Wie i>:lulativcr Art auch die Fragen sein mögen, ob Frankreich, Teutschland, Italien ober Englanb das meine zur Geschichte der modernen Zivilisation beigelragen haben, das wenigstens ist ge- wiß: Tieienigcn haben nichl unred.t, welche cabet beharren, datz Teutschland durch seine L e i st u n g s s a b i fl l ei t, bic Rein- beit und Energie seiner Bildung, serne glan- zend en Anstrengungen und großen Erfolge in allen Zweigen der Wissenschaft, seinen Ruhm in M u n |1 unb Literatur, feine Stärke b c s E h a r a k - ters bas Neckst hat, seine nationalen Ideale hochzuhalten. ES i st Raum f ü r D e u t s ch l a n d unter der -sonne. Wenn fie gegenwärtige Spannung anbauern sollte, so imirbe ein ernst Haftes ständiges Amvachfcn der Rüstungen ftattfinben. xie ver« luidcltcn Vorgänge des Sommers find natürlich enmer Kritik ausgesetzt, die alle beteiligten Regicrungen angcht. Aber 'ie gestern ber Fall ivar, uno das ist die Wirkung von GreyS Rede »2 N U „ U O A - - c : £ Zspv 8' H hrsfi 5*« > oo W Aus Stadt und Land. Gienen. 29. November 1911. •* Tageskalender für Mittwoch, 29. November: Stadt- I h e a t e r: 2. Opern-VorsteUung des Darmstädter Hoftheaters: „Die lustigen Weiber von Windsor." Anfang 7 Uhr. ** Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat dem 1. Hauptsbaatskasfedirektor Dexheimer zu Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Kreuz-Medaille 3. Klasse erteilt. ** Erledigte Oberlehrer stelle. Ostern 1912 ist eine Lehrerstelle an der höheren Mädchenschule und dem Lehrerinnenseminar zu Mainz zu besetzen. Erforderliche Lehrbefähigungen: Mathematik, beschreibende Na urwisscn- schaften und, wenn möglich, Geographie oder Physik. Verheiratete Lehramtsassessoren oder jüngere verheiratete Oberlehrer wollen sich innerhalb 2 Wochen bei der Ministerial- abteilung für Schulangelegenheiten melden. **ZuRegierungsbaumeistern sind ernannt worden die Regierungsbauführer Wilh. Haas aus Roßdorf und Theodor Wittich aus Tarmstedt. ** Der Kreistag des Kreises Gießen wird Anfang Dezember d. I. lagen, um den Voranschlag für daS kommende Jahr zu beraten. ** Mitteldeutscher Arbcitsnachweisver- band. Am Samstag, 2. Dezember, vormittags 10^4 Uhr, findet hier im Regierungsgebaude die zweite diesjährige Konferenz von Verwaltern und Leitern öffentlicher Arbeitsnachweise mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die neue Regelung auf Äm Gebiete der Wanderarmenfürsorge in Verbürdung mit dem öffentlichen Arbeitsnachweis. Redner: Magistrats-Syndikus Langer-Frankfurt a. M. 2. Die Besonderheiten des städt. und ländlichen Arbeitsmarktes. Redner: Direktor Dr. Busch- Frankfurt a. M. 3. Die Mitwirkung der öffentlichen Arbeitsnachweise bei der Lehrstellenvermittlung. Redner: Bürgermeister Dr. Schmidt-Mainz und Geschäftsführer Tr. Schlotter-Frankfurt a. M. 4. Bericht über den 2. Ausbildungskursus für Leiter und Angestellte von öffentlichen Arbeitsnachweisen. 5. Aussprache. — Nachmittags ist Besichtigung des Städt. Arbeitsnachweises und der Herberge zur Heimat. ** Kraftwerk Wölfersheim. Offiziös wird gemeldet: Die „Franks. Ztg." bringt am 25. d. Mts. unter der Ueberschrift „Ern Elektrizitätsmonopol für das Großherzogtum Hessen" die Nachricht, daß zwischen dem hessischen Ministerium und der Rheinischen Schuckert-Gesellschaft über die Verpachtung des auf Grube Ludwigshosfnung zu errichtenden Kraftwerkes verhandelt werde und auf diesem Wege voraussichtlich eine Monopolstellung der Rheinischen Schuckert-Gesellschaft in Hessen entstehe. Diese Nach richt trifft nich t z u. Der wirkliche Sachverhalt ist folgender: Die beiden Kammern des Landtages haben bei Bewilligung der Mittel für die Neuanlagen auf .Grube Ludwigshoffnuna gewünscht, daß die Regierung versuchen solle, fiir den Betrieb des Unternehmens eine Gesellschaft zu bilden. Einige industrielle Firmen fragten inzwischen an, ob sie sich an dem Unternehmen beteiligen könnten. Die Rheinische Schuckert-Gesell- schaft gehört nicht zu diesen Firmen. Ueberdies erbaut der Staat nur das Kraftwerk. Die gesamten Fernlettungs- anlagen und Ortsnetze werden durch die Provinz Oberhessen errichtet; diese verteilt also den Strom an die einzelnen Abnehmer. Die Hauptteile des Kraftwerkes sind vom Staat bereits ausgeschrieben. Die Kesselanlage ist vergeben, auf Dampfturbinen und elektrische Maschinen wird demnächst der Zuschlag erfolgen. Auch die Provinz hat ihre Anlagen vor kurzem unter 13 Firmen aus g esch rieb en. Vorzugsrechte (Monopole) irgendeiner Firma aus dem Gebiete der Motorenlieferungen und Hausinstallationen sind bei dieser Sachlage ausgeschlossen. ** Buchkunstausstellung. Man schreibt uns: Eine von der .Ferber sch en Universitätsbuchhandlung (C. Koch) veranstaltete Buchkunstausstellung lenkt seit einigen Tagen die Aufmerksamkeit aus sich. Es ist eine erfreuliche Tatsache, daß neuerdings auf die Ausstattung des Buches, die lange Zeit sehr vernachlässigt wurde, wieder mehr Wert gelegt wird. Ganz besonders sind es der Insel-Verlag, Georg Müller, Paul Ea, rloa A-der Leriiluswoche a ■iilemng n’dit kalt aö ■jflierltanbe trurbe tfi |-v lammen lauen, i UiiM während das Hit groß gemefen w M-nsm noch mehr zum MMercm Nase Na« U AM mar gleichfalls r W Frage bekundeten I-iie stellte. Im MW als auch für N Mmberbegleichungen, I M; Teckungen gegemil sitbmächung von zirka ihr Mieder erreichen -:?n tagen zwar auc | vt mit teilweise ausz । besser und schließt Meigeschaft ist der Eink Äicrig geblieben, da, b und nur wenig of «cheichungen jnnädift gl rWi an etWe < Il iiergersst waren du ngm MtiiiÄ feitet, iigte. Auch für Mai -:bei die Befürchtung tie Störung erleiden !:udes für DonwMis tzs sie Ölen sicb d Ichieu Markltog in Slot 'Dleht (+) btjm. L ftlam'mtiit () btige'ügl i 1 lööelöod ' N'iirta.m. I «niilieim I Men bezahlt w '■ • :ift( r Fendt brtant, daß Die beiden K n’ieit bei jeder Gelegenheit der Gemeinde hilfsbereit entgegengciüi.i» men seien. Der Gemeinderat erkennt dieses an und beschließt daß die Rückzahlung nur in schonendster Weise und im vollen Einverständnis der Kassen erfolgen solle. = Lorbach, 28. Nov. Nächsten Donnerstag werden es 50 Jah r e sein, daß der Pächter Heinrich Kliu g anstelle seines verstorbenen Vaters den hiesigen fürstlichen Gutshof übernommen hat. Aus diesem Anlaß hat der Fürst zu Ysenburg-Büdingen seine sämtlichen Guts- Pachter ins Büdinger Schloß eingela en, woselbst mittags 1 Uhr zu Ehren des Jubilars ein Festessen stattsindet. Dieser Ehrung freut sich nicht nur die gesamte hiesige Einwohner- Ichatt, auch die der Umgegend nimmt aufrichtigen Anteil an der Freude. Denn selten ist es jemand vergönnt, sich so die allgemeine Liebe und Wertschätzung zu erwerben, wie Kling. Aufgewachsen in den einfachsten Verhältnissen, hat er stets ein mitfühlendes Herz und eine offene Hand für die Notleidenden gehabt, einerlei welcher Konfes-ion le zugehörten; und keiner hat in öO Jahren unbefriedigt den hiesigen Hof verlassen, wenn er dort um Hilfe nach- gesucht. Trotz des hohen Alters von 79 Jahren ist der Jubilar doch noch körperlich und geistig rüstig, so daß man ihn dieses Jahr während der Erntezeit noch Tag für Tag auf dem Gras- oder Getreidemäher ins Feld fahren sehen konnte. Kreis Lauterbach. Nösberts, 28. Nov. Aehnlich wie vor Jahresfnst in einigen Orten des Kreises Alsfeld, so ist vor einigen Tagen in dem zur hiesigen Bürgermeisterei gehörigen Orte W e i d m o o s eine ganze Familie infolge Genusses von Mus an Vergiftungserscheinungen schwer erkrankt. Das Mus war in irdenen Töpfen ausbewahrt, deren Glasur wohl Blei an das säurebildende Mus absetzte und so eine Bleivergiftung herbei- führte. Die aus fünf Köpfen bestehende Familie ist glücklicher- weise außer Lebensgesahr. Es kann nicht genug davor gewarnt werden, derartige dtahrungsmittel in irdenen Töpfen aufzubewahren, man soll dazu nur Gefäße von Glas, Porzellan oder Stein- gut verwenden. Die Bleikrankheit kann unter Umständen, ab- gelegen von den großen Schmerzen, langes Siechtum, Bliichheit und einen qualvollen Tod zur Folge haben. Kreis Frievderg. — Bad-Nauh eim, 2(. Nov. Am Sonntag fand hier die zweite B ez i r ks f e ch t er st un d e des 3. B e- zirksmittelrheinischerFechtriegen statt. Kreis- fechlwart St aß er- Hanau leitete das Fechten. Beim Mannschaftsfechten siegte die Fechtriege des Turnvereins Gießen 1846 und tritt somit rm Frühjahr 1912 bei Der Kreisfechterstunde in Worms mit der siegenden Mann,chast des 1. und 2. Bezirks in engeren Wettbewerb um Die Kreismeisterschaft Des Mittelrhein. Im allgemeinen wurde in den Vereinen ein sicheres Vorwärtsschreiten Der Fecht- riegen festgestellt. L. Bad-Nauheim, 28. Nov. Nächsten Donnerstag, 30. d. Mts., werden es hundert Jahre, daß dec erste Arzt, der sich im Dorfe Nauheim niederließ, und der spätere erste Badearzt unserer jetzigen Badestadt Dr. Bo de geboren wurde. Damals stand em Badehaus, das spatere alte Kur- Haus dahier, in dem sich acht Badezellen und einige Logier- zimmer befanden. Als Nauheim sich entwickelte und zur Stadt erklärt wurde, wurde Tr. Bode von der damaligen kurhessischen Negierung zum Badearzt ernannt. 1866 wurde Nauheim dem Großherzogtum Hessen einoerleibt und der Geheime Rat Dr. Bode NtUglled der Badelommission. Dr. Bode hat dann in Wort und Tat für Bad-Nauheim gewirkt. "Nächsten Donnerstag werden die Stadtverwaltung und der Aerzteverein Bad-9tauheuns Kränze auf fernem Grabe niederlegen. Noten k; Mo Gerichtssaal. uiC& Kriegsgericht. In dieser Woche verhandelte em KriegSgerlcht tu der neuen Kaserne über zivei packe. Unser Bericksterstatler kann über die Beryandlungen nichts berichten, weil der Zufaminemrilt des (Berichts nicht in dem dazu bestimmten öffentlichen Aushang bekannt gegeben war. J? c^^rfonn' 28. Nov. Ter Gefangnisgehllse Metzger !>rpKen ^"^"ELbefr^ , Buchung und wegen dreier Ser brechen gegen die Sittlichkeit zu fünf Jahren drei Mo sÄEN Zuchthaus, sowie zu 10 Jahren Ehrverlust und fern Verfahrens verurteilt worden. Drei Monate werden o! durch die Untersuchung verbüßt erachtet. Metzger ist der Geiängni gehilse, der zweimal dem Schiemangk (alias Graf Pass OSRAM Nach mefirjäfiriflzrt nach i!ivzug von Es fiarben an: Zniammenr K'-ifif) der Apotheker 8!olS ein-6 Schlaganfalles. Gestern Minöönrmenhünbunfl 9 (1) Dnm.: Tie in Stluiuinern gckia mit, daß keine Dynamitexplosion vocliegt, e Explosivstoffe geladen b.dtc. Tie Besatzung •H hl der Todesfälle in t"r j Gießen acbrndifr ffrnnfe kommen in hv’V.ol ltze, Berg KD 1 1 1 1 2 1 (1) 1 1 1 2(1) 2) ) ) ) ) 1) ) Rose Vimaenöbem Slnnniriuenkrampf Vlbct*t>erfnl(uiig Schlagstuß .. Ziffern geben an, wie viel kbeil auf von auswärts nach 137.00 (4- VO), Dez. 136.75 (4- 2.75). Mai«: Mixed Dez.-MSrz 129.00 (4- 1.00), Tonau Nov. 199.00 (4- fcuOL 2a* i'lata Apnl- Dlai 122.50 (4- 2.5U, Mk. ‘JhereneiUjiinbung Rrcb4 Sudcinibr rllrersictnväche iinbetQinucr Urlache zu errichtenden Neubauten beseitigt werden und dem Vernehmen nach die Sisenbabirverwaltung beabsichtigt, den oberen Teil der Mauer an der Krümmung nach der Liedigstranc abzunchmen, der Neubau selbst am Aeußern gefällig üergcstellt und erngefriedigt Wird, steht zu hoffen, daß ieme spatere Beurteilung günstiger ausfällt. • AlSfeld. In der Ufcnn Sitzung unierrr Ltadtvertretung nurbc eine weitere DirtftvaftSlatueslion betünnortet Ob für eine weitere Wirtschaft hier wirklich ein BeHürsniS vorliegt. darf 'u.-.--ichtS der Taiiadx das. AlSflld bei 5000 (Sütnvbncrii s klinessionierte Wirtschaften ohne bic Branntwein^ und Brer- oerkaufSstellen bcitzt, wohl bezweifelt werden. "3avQ £-u2*^4n m* jer iji 20 TwjjlK* 10 ntanb verunglückt. Die Versteigerung der Juwelen des ExsultanS Abdul Hamid, die gestern in Paris stattsand, brachte 1090000 Franks. In Lippehne (Neumark) ist die Kirche Niedergebra nnt. Auch der Turm brannte aus, die Glocken sind geschmolzen. Der Brand entstand infolge schadhafter Heizung. Amtlicher IDencrbend)!. WetterauSücbten in Veiten am Donner-tag, 'en 3 '.November 1911 Wolkig, meist trocken, milde Südivesiivindc, dnnuig ooin 2.—15. taut : Kl) urroadifene nn L üedenslaur: 3 CvM’vemöe.i 16,6 Hin scheu Buchdruckervcreins und deS Verbandes der Druckereihilfsarbeiter befuh. n?cn Ausschus es zur Revision des vor fünf Jahren abgeschloilenen Tarifs für Druckerci- hilfSarbeiter sind gescheitert. Gu'tave Rothschild ist an TienStag morgen in Paris Cchtc 21a di ich ton. Bremen, 29. Nov An Stelle des verstorbenen Bür- germci tcrS Marcus wurde Senator Stadtländer zum Bürger in ei st er gewählt. K o n st a n t i n o p e l, 28. Nov. Ter Senat beriet über den Bau einer Zweiglinte Adabazar-Jolu der Ana toli sch en Eisenbahn. Einige Senatoren ver langten die Fortsetzung der Zweiblinic bis tzcraklea. Nachdem der Minister der Oeftenrltchen Arbeiten sich über die Unzweckmäßigkeit einer Verständigung geäußert hatte, nahm der Senat die ersten sechs Arlilel dev Entwürfe» an. niärltt. !c. Frankfurt a. M. E d-mein em or ft bericht vom 2V. Nov Hidaeti teben waren l't'U § dm eine. VoNO.eilchige Ednretne von so bis 100 k? VebeuVneivictit 47.60-50.* 0 Mk.. LdüadUaewtckU *11.00 - 6-3.00 Tlt., uollflcildiifle Eduveinc unter 8u kg- Vebcnbaeivirtil 7.00- 44.00 Dik., Edilnduaemidu 58-60. 0 Mk.; vollstetsdnae Edirne ine von 100—1.0 ku L«be»bgeivicht 4N.00—61.00. lUU sedia lUgewicht 61 —63.'4) i'if. pollfictläitae Schiuciuc von 120 bi» 150 kc L'ebenbaeivid t 4.05u uO Mk^ Edilachigeivicht 4h,Qi — 6? WL L9eicbä,t mästia reue, bleibt Ueherftnnb. Wanöern und Reisen. • Friedberg, 28. Nov. Im TaunuSklub „Wet- t e r a n,r und Zweigverein Friedberg-Bad-N anheim deS B. H. C. wird am 9. Dezember auf einem Familien- abtnb im Burkichen Saale zu Bad-Nauhcim Pros. Bender- strmk'iirt a M. einen LichtbildervoNrag halten über „Ter Vogls- fcnj einst und jetzt". — Aus einstimmigen Beschlust des Bor ftinbeS der beiden Vereine hin soll, um einem Wunsche b < r Dad-Nauheimer Mitglieder nach^u kommen, die kürzlich in Echzell vom WegebezeichnunaSauSschast des B. H. C Eebmigte neue MaliernngSlinie Gelnhausen-Friedberg Bad uheim Lich-Laubach-Schlih nicht al» eine zusammenhängende f.oute durchgcfühn werden, sondern in zwei selb st and iae Rvuten zerfallen, die eine von Friedberg über die Siern! amer -irche und die Ronneburg nach Gelnhausen, bi; andere von Bad- Nauheim, über Munzeirberg. ArnSburz, L i ch, Laubach, Ulrich- ß.in und Lauterbach nad) Schlitz führens. lktzten 'Dtarhtog in Mark vro 1000 kj? je nach Qualität, wobei Dio Jletiv (-«-) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche gestorben. Zu der angeblichen Er p lo sio n auf dem Dampfer ..Prinz Joachim", die neun Mann getötet haben soll, teilt die Him- bura-Amcrila-Linie mit, daß keine Dnnamitcrplofion vocliegt, da der Dampfer keine Explosivstoffe geladen hatte. Tie Besatzung ist laut einer telearaphstchen Auskunft an Bord. ES ist nie» Summa: 13 18) iuTS) wände bis zur Spitze Ter bedauert ick e Plan stammt von dem Ingenieur B. Eathrein. Am Sonntag fae‘ unde des 3. tot- 'legenslatt. M )Q5 Fechten, 9e des Lurnvereiij lhjahr 1912 bei tc senden Rannjcha' Wettbeivnb um t. i allgemeinen tour:; Weiten der Fch. Ochsten Dottner-lsz, ah re, bog bti t: .$ cließ, unb btt ipr.c; Mob« geboita das Mk alte to 'n unb eicht ich «. tntroiddtt M yu von du tamniVgia inanni. 18W wuiit ivttleibt unb btt Ik> ommilfion. Tr.^ ö-Nauhrim gtroit rerwastung unb i seinem Aabe nitic Eingesclndt. iFür Form und Jnhali dihi uihfi . . < Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung ) Gießen. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten war der Neubau neben der alten kath. Kirche an der Franko furter Straße Gegenstand der Erörterung unb einer ab a ligcn Kritik. Ta diese teils als übereilt zu bezeichnen und teils auf ungenügende Kenntnis der Sachlage zurückwführen ist, dürfte eine Darlegung der Verhältnisse wodl am Platze fein. Nachdem die alte Kirche mehrere Jabre unbenützt dastand, hat der Kirchenvorstand beschlossen, sie anderen Zwecken nutzbar zu machen und daneben ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Zur Au»° führung dieses Um» und Neubaues war nicht nur die baupolizeiliche. sondern auch die Genehmigung des Kreisamts und der bischöflichen Behörde erforderlich, der e ne Begutachtung durch den Kreisbauinspektor, den Tenkmalpsleger und den Diözesan- baumeister vorausging. Bezüglich der Kirche sei nun ausdrücklich betont, dast sie nicht unter Denkmalschutz steht Es wurde jebod) dem vom Tenkmalpsleger geäußerten Wunsche Rechnung getragen, der dahin ging, den .Turm, dessen Ausbau zwar einfach ist. aber doch schöne Verhältnisse zeigt, im Interesse des Stadtbildes vorläufig zu erhalten. Hinsichtlich der Fassadenausbildung deS Neubaues ist die Kirchenaemeinde dem Vorschlag des KreiL^ amtS nachgekommen, indem sie eine vom Kreisbauinspektor abgeänderte und vom Tenkmalofleger gutgeheißene Fassade zur Ausführung gelangen läßt. Tas Straßenbild wird durch den Neubau zwar verändert, aber nicht sehr beeinträchtigt. Wa» vor Aufführung desselben dort zu sehen war — die hohe, dunkle Mauer, der Erdhügel und die sehr einfache Seitenansicht deS früher v. Ritgenschen Hauses — bot gewiß kein anziehendes 93Lb und was fetzt beim Beschauer einen ungünstigen Eindruck erweckt daS sind die noch vorhandenen hohen Stützmauern unterhalb und oberhalb des Neubaues und der unfertige Zustand. Ta die Mauern vor dem Hause oberhalb des Baues wohl bei den dort n Orte V.M' i 3 Äilig I dorzellan odn 3u *. I w*? Mtabaft I ^Siechtum, I 1) i.5O (— 0.25), -5 Qn UnJ'’;" - . !t Unb im seligen i - bief' JC Mtz tis iss? * ^5 Getreide-Wochenbericht der PreiSberrchtsstelle des Deutschen LandwirtschaftSratS vom 2L bis 27. November 1011. Ti Nachrichten auS Argenttnien, die augenblvfltd) btt Haüpt- spüc nir b.n GetreidehandA ipulen. Laut eien in der Berichts- «xfie inso'em ungünstig, als daS dort berrfdienbe Regenwettcr üeücncmte herab zu mindern, minbcftcn5 aber zu vcijiaein dwht. Tie damit zusammenhängende Erhöhung der argeminiichen sforderungcu wirkte allgemein befestigend Hrn^u kam, daß der geringe umfang der WclrverlcbinTngcn Lauilust anregte, und einen toeiterm Anlaß zur Festiggab die Meldung, d-aß Italien die Dardanellen zu blockieren beabsichtige. Für D.mtschland sprach '.n der Berichtswoche ausserdem noch der Ümstano mit, daß die Biitenmg reckst kalt geworden ist: bei dem ohnehin ungünstigem ^afl’erftantK würde Frost die Schiffahrt schneller al-' onst zu Ende kommen lassem. AlleS daS bewirkte im Warengeschäft mehr Kauflust, während daS Angebot vom Inlandc. daS schon vorher nicht groß gewesen war, sich in letzter Zeit bei den gedrückten L'reifen noch mehr zurückzuziebrn schien. Infolgedessen machte sick) in stärkerem Maße Nachfrage für auStandiichen Weizen bemerkbar, 'wagen war gleichfalls nur mäßig angeboten, während die Mühlen nein Frage befändeten und auch der Export fortgesetzt An- |6e stellte. Im Liefcrungsgeichäft zeigten sich wwohl für en als auch für Roggen in der ersten Wock>enhälste starke mberbegleichungen, doch standen diesen im Verlause auch viel- । Teckungen gegenüber, so daß Weizen nach einer zeitweisen uvächung von zirka 2V; Mk. feinen vorwöchigen Stand un- N wied«i erreichen konnte, während Roggen sich in den n Tagen zwar auch befestigen, den Verlust per Dezember nur teilweise auSzugleichen vermochte: MaUieferung hielt besser und schließt ungefähr wie in der Vorwoche. Im rgeschäft ist der Einlauf zu den im Konsum erzielbaren Preisen crig geblieben, da die Provinz an ihren Forderungen feft» und nur wenig offeriert. Lieferung war durch Dezember- Eichungen zunächst gedrückt, befestigte sich aber später im 'nfchluß an erhöhte argentinische Forderungen. Für russische 'Nsttergerfte waren die Forderungen bei geringeren Erportlei- i: ngen medfid) fester, zumal der Konsum wieder mehr Interesse tfigte. Auch für MaiS bestand sichtlich mehr Unternehmungslust, wobei die Befürchtung, daß der Export vom Schwarzen Meere eine Störung erleiden konnte, sowie die gute Kauflust deS Auslandes für TonaumaiS nicht ohne Einfkuß war. E« stellten sich die Preise st'ir iilländi che- Getreide am ia feiner Flucht aus dem UnlerfuchungSaefänarns zu Heilbronn verholen und außerdem sich an weiblichen Untersuchungsgefangenen sittlich vergangen hat. Wien, nbruchsdiebsu! toannd ct. D. v. ' )ier entdeckt. Der fr ier Samilie.aui » nb dte von ihm eit iu Zeil konlrcke früh nach dem SS en ümgang flöwj- Sei näherer »■'- nen der Äohnunj - er sind ßeroaWen « Soven »crilmk. = die Diebe einige iS. k°mü- J ichrichlrgken && wöchenll. Ueversicht öerilcöt'sfäüe L O.StaOt Sicher. 45. i'Jocbe. te i m s t Tas angenommene Vroiekt sieht vor eine Drahtsn schweb l rhn von Grainau bei Garmisch über den Ei fe: und bi: Rif el- Kleine Tagerchrmil. In Dlten-Es sen starb kürzlich der Apotheker 5!ol5 Hoven angeblich an den Folgen ei ~ 1.7— starb die Frau. Die Verhandlungen des a-iS Vertretern deS Deut Dcrmt|d)kf. • AuS der ReichSdauptstadt In der Knrfürsten- stroße erbeuteten Einbrecher in ber^ letztet, Nacht Pelz- waren tm W^re von 600') M gestern nachmittag bei einem Zusammenfioß zwei, r Straf :ibahn- wagen auf bem Rankeplatz verletzt Ein : uwöliulib roher lieber i al! ir::;- a Rirdon aus zwei Slraßeubahnbeamte verübt. Ein 's ifcigah, bet Gelegenheitsarbeiter Schmibt, überijel den Sckmssnei uno ben Fahrer beS Straßenbahnwagens mit einem Messer, brachte dem Schaffner eine ziemlich schwere Verletzung am M.ipfc und dem Fahrer einen Stich in ben Unterleib bei. Schmid: wurde durch Schläge mit einer Eisenstange auf ben Kovt unschädlich gemacht and bann festgenommen, aber bald reicht r entlassen, weil er ein nowrischer Geisteskranker ist. Ter Schaffner und der Fahrer mußten die Hilfe der nächsten Station in Anspruch nehmen. stlaimnern () beigefügt ist, wie ’olgt: Weizen Roaqen Haier Königsberg 903 (4- 8) 170'/, (+ 1) 180 (- Danzig 201 (4- 4) 172'-, (- 1'/,) 179 (- Stettin 200 ( 4- 8) 176 (- ) 182 (- ljoien 196 (4- 1) 171 (4- 1) 178 (— VreSlau 201 (4- 2) 177 (+ 2) 175 (- Berlin 204 (4- ) 182 (- 1) 107 l— Diogbeburg 196 (— 1) 180 (- ) 200 (- hc.lie "eivzia 1'7 (+ 1) 195 (- ) 1HÖ ( 2) 184 (4- 1) 198 (- 201 (— Dresden 200 (— 1) 184 (4- 1) 197 (— dambura 203 (— ) 183 (- ) 194 (4- Hannover 199 (— 1) 181 (4- 1) 196 i-f- tüfielöod 206 (4- 2) 186 (+ 1) 186 <4- fron Hurt a.fDL 213 (4- 2) 191 (- ) 190 (- Wlonnbeim 215 (- ) 192'/, (- ) 209 (- 1) 192'/. (- fDInndien 226 (- ) 196 (4- Stadt CffetMF • ngflbt von :- stliegSteilnth'ntt * inmeii von nch-^ , höheren Htif«' 6S ist, nahm F* örden ihre tu enverkehr t dicht belegt.- ; in D°-n.n -de den w. ZM alerte »ti MtÜ:< «$**** K»<-i M Billiger Möbelverkauf 7131 A. GRVItfEBAVlH Bahnhofstrasse 35 Möbelmagazin Bahnhofstrasse 35 Amtlicher Teil. Bekattntmaltznnq. Betr. : Maul- und «laueuseuche in Steinberg. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Steinberg erloschen ist, wird der daselbst gebildete Svc--bezirk hiermit aufgehoben nud dieser Teil bet Orte# in das bestehende Beobachiuugsgebiet eiubezoaeu. Tie »emarkuug Leihgestern scheidet aut bem Venix achiuugSgebiet aus. A letzen, den 29. November 1911. Großherzogliches Sreisamt Gießen. I. V.; Sanger mann. Gold Bert ift ein tofiges, jvaendfrUche» SntllLZ llnD ein rrincr, jarer, Idjöner Cdni alle* if« en eng’ £*e Steckenpferd. Lilieumilch-Lerfe v. Brrämann d Co , Radebeul 5>reU a Sdufc 60 Vq. ferner der Lili, nmildi Cream Dada rote un£ prüde Hom in einer Nadu »eife unb form letceid) Tube 60 *Pfg. bei: P. 0» MöbH Carl Seibel, Emil fiarn. Iu Btbiugeu: Baut Hofstetter. X^egen Neuherrichtung meines Geschäftslokals und um den dazu erforderlichen ... ... ... 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November 1911, abends 8V2 im Saale des Hotel Einhorn: Vortra-g über die ZurReichst I Hoben Siegen । Qn die evaiigeüsche ->mäb cinstiW n "e tteinilimmung Micks bet tawj - in ü | Süatwn nur mit sj Ife nicht *SM Bettstellen sonst Mk. 25.— nur 16.50 „ hohes Hauvt „ „ 32.— „ 19.50 So lege l von 0.50 Mk. an Trumeausviegel sonst Mk. 55 — nur 35.— Stadttheater Giessen Direktion: Hermann Stelngoettsf | Freitag, den 1. Dezember IStl» abends 8 Ubr 8. Freitag - Abonnem.-VorstelluA 1 Gewöhnt.Preise Gewöhnt. Prestl Die Haubenlerche. Bismarckstrasse 14 Geöffnet Donnerstag, 30. November bis Montag, 4. Dezember von 4-6'/- Uhr nachm. Oefientlidie Veriammlung Montag, 4. Dezember, abends 8l/4 Uhr in Stein* Garten: Prof. Dr. Rich. Graf du Moulin-Eckart, München. i-niarokkopolitik" 5il Einem Wahl ^ndes entnehm I Tie Kliegcrve" (ifiime und eeii^i •Äffe» b»> xLLZ 5trrin*«lN her entweder das - £na nicht anerlem Mrländiichen M Söniarcich Äannover : Ä Wiederanfi ■ besondere aber soi he5 Kaders, der Je : Gelöbnis m Widern H Kriegerverein abgele ' füllen will, von der I ms seinem Hneger ist freiwillig, unb w I unseren Grnndwlzen tzauptwahlen n Stichwahlen i|t die - Seifen oder Grolipc mit den Ladungen bitten unsere '-berbai Sinne tätig zu fein. Lus dem Illeichs I wird uns bei I datur Strack, [Dem Bund der . lEhristlicy-Sozialen in letzter Stunde 1 um Bassermann e Landlvirce, den T lehnend gegenüber Atzung vonVeUr berg featsimden, Stünbioaiur des: naler btartelltani Zur B Tie am Zone besuchte fcniml der naiionallißerc ^ain^ppeiilicim /W®, jut Äsche mb FuMng mit wurde auf Beschlug der Partei die iLinl Sitzung des Ko eine Klärung der t Partei cherbetgesüh: Kinematograph. ?>S" pißen Ä aus M,? 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