Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Pas Kabinett Giolitti. Pie Aussührunasbeftimmungen zur Deutscher Uerch. Ausland. Nach einer Petersburger Blättermeldung gab der russische Ma.rinemiin.ster seinen Abschied nähme in dieser Frage und seinen ‘ im fernen Osten aufrecht zu erhalten, China wiederum als ratsam nahe gelegt habe, den Forderungen des russischen Ultimatums zu willfahren. Im englischen Oberhause teilte Lord Lansdowne mit, das; er feine Reformbill nicht vor Ostern einbringen könne. Rußland; Erfolge in (Dftaften. Tie chinesischen Diplomaten haben die von Rußland gewünschte demütige Verbeugung richtig ausgeführt, und es blieb dem Petersburger Auswärtigen Amt, das auch ohne den erkrankten Sasonow gut fertig geworden ist, vorläufig nichts anderes übrig, als einen beinahe höhnischen Bescheid an China zu richten, in dem die Ueberzeugung ausgesprochen wird, China werde die Bestimmungen „heilig'^ halten. Schließlich wird es bei der Ausführung doch no-ch zu Auseinandersetzungen kommen, nach denen Ruß- land „zur rechten Zeit" eingreifen wird: Petersburg, 28. März. Am 27. März händigte der chinesische Minister des Aeußern dem russischen Gesandten in Peking die Antwortnote ein mit folgendem Wortlaut: Tas mir anoertraute Ministerium hat die Pflicht, bezüglich der Note der russischen Regierung zu erklären, daß es den Standpunkt in den Mitteilungen vom 19. Februar und vom 18. März eingehend präzisiert habe, der genau genommen keiner Bestätigung bedürfe. Im Einblick auf die Forderung Eurer Erzellenz gibt das Ministerium die gewünschte Bestätigung, um künstlich hervorgerufene Mißverständnisse zu Jeder Vorschlag über die Zusammensetzung des Hauses berühre die königliche Präregative für die Ernennung von Peers. Er werde daher am Donnerstag beantragen, dem König eine Adresse zu überreichen, in der Seine Majestät gebeten wird, der dm bringung einer Bill zuzustimmen, die zur Reform des Oberhauses die königliche Präregative zur Ernennung von Peers einschränkt. Neichswettzuwachsfteuer. Wie die amtliche „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt, werden in den nächsten Tagen vom Reichsschay-- amtdieAusführungsbestimmungenzurRetcho zuwachssteuer in den bei jeder Postanstalt erhältlichen amtlichen Nachrichten veröffentlicht werden. Die Ausfüh- r.nngsbestimptuugett sehen die Einrichtung von Zuwach s- st cu erst m lern und Oberämtern vor, welche durch das Zentralblatt für das npröfwntlidit beseitigen. Die Antwortnote schließt: Im allgemeinen muß gesagt werden, datz freundschaftliche I Beziehungen zwischen China und Rußland feit allen^Zeiten bi stehen. In allen Grenzangelegenheiten werden beide Setten ganz und gar von Vertragsbestimmungen geleitet. Von einem solchen Standpunkt ausgehend, entgegnete die chinesische R cgicrung nichts gegen die in der russischen Note vorn 16. Februar autgcnelltcn | Pstufte, indem sie sich mit der auf Vertragsarltkeln fügenden! Handlungsweise der russischen Regierung in Einklang zu fetzen wünschte Auf solche Weise die Rechtmäßigkeit der N e b e r e t n stimmung der russischen Forderungen Mit dem Vertrage bestätigend, habe ich die Ehre, Cure Erzellenz zu bitten, vorstehendes zur -Kenntnis der runüdten Regierung zu bringen. „ Das russische M i n i st e r i u m des A u s w artig e n richtete nach Kenntnisnahme der Antwort des chinesischen Ministers des Aeußern an den russischen G e - Aus Venedig wird gemeldet: Die „Hohenzol. -Ilern" ging am Dienstag früh 5^2 Uhr mit der Kaiser. schließen. - , Nimmt man noch hinzu, daß den Sozialdemokraten außerdem zwei Staatssekretärstellen eingeräumt werden sollen, so zeigt das, zumal aus dem Ministerium Luzzatti neben den Fachministern gerade die Radikalen hinüber- genommen wurden, die übrigen neu ernannten Minister aber unentwegte Giolittianer sind, welck>e politische Tendenz Giolitti seinem Kabinett geben will. Und tatsächlich beabsichtigt der neue Ministerpräsident, die gesamte Linke zu einem demokratisch-antiklerikalen Block zusammenzufassen. Das wird es mit sich bringen, daß die Frage der Steuerreform endlich gelöst wird, daß bei der Wahlreform die Grenzlinien für die Walstberechtignng weiter gezogen werden und das Werk der Arbeitergefetzgebung, insbesondere der Alterspensionen (30 Millionen Lire) weiter gefördert wird. Der Zusammenbruch des Koälitionsministeriums Luz- zatti infolge des Abschwcnkens der Radikalen von der Re- , gierungsrnehrhcit hat wieder einen Mann an die Spitze der italienischen Regierung gestellt, von dessen Gnade nicht nur das Kabinett Sonntno, sondern auch das Kabinett Luzzatti und noch so manches andere lebte, nämlich den auf Monte citorio allmächtigen Giolitti, der, im Alter von 67 Jahren stehend, jetzt »um vierten Male Ministerpräsident wird, und der als solcher sowohl irn Jahre 1892 nach dem Rücktritt Rudinis, als auch 1903 nach dem Zauar- dellis und 1906 nach dem Sonninos trotz der Kürze seiner Ministerpräsidentschaften mehr geleistet hat, als so mancher seiner Vorgänger Namentlich während seiner letzten Präsidentschaft, die 3i/o Jahre umfaßte, hat Giolitti, wenn er auch Anfang Dezember 1909 über die Steuerreform stürzte, für Italien viel getan Man braucht bei den damals von ihm in die Wege geleiteten sozialen, fvirtschastlichen >tnd finanziellen Reformen nur an feine liberale Haltung in den großen Arbeiterkämpfen, nur an das Riesenwerk der Bahnvcrstaatlichung und an die Rentenkonvcrsion zu denken, um in ihm den bedeutenden Politiker zu erkennen. Und man braucht nur an seine Kolonialpolitik und drcib tnd- freundliche äußere Politik zu erinnern, wie er trotz der kriegerischen Stimmung des italienischen Volkes verhrn- derte, daß auf dem Äalkan die Flinten losgingen, um in ihm einen tüchtigen Staatsmann zu sehen. Weshalb dieser Mann den Kabinetten Sonnino imb Luzzatti das Feld überließ und sich mit seiner Stellung als Deputierter begnügte, ist eigentlich nicht ganz klar, wenngleich er nach wie vor durch die ihm in der Kammer zur Verfügung stehende Mehrheit hinter den Kulissen die Geschicke' Italiens lenkte. Es scheint, daß er tue wettere Entwickelung der parlamentarischen Verhältnisse hat ab warten und dem italienischen Volke die Unpopularität anderer Staatsmänner hat zu Gemüte fuhren wollen, um bann wieder an der Spitze der Regierung sein ganzes resormatorisches Programm zu verwirklichen. Diese Zeit hat er jetzt, wo fast die gesamte italienische Nation ihn als den Mann bezeichnet, her der parlamentarischen Zer fahrenheit Herr werden könnte, für gekommen erachtet. Er hat den Auftrag zu einer Neubildung des Kabinetts nicht abgclehnt, hne man unter Umständen befürchten konnte, sondern sogleich angenommen. Tie „Tribuna" veröffentlicht jetzt eine Liste des neuen Ministeriums, die man, mag auch das Kabinett Giolitti sein Amt erst unmittelbar nach den Nationalfestlichkeiten antreten, wohl für zutreffend halten muß Danach übernimmt Giolitti neben dem Präsidium gleichzeitig auch das Innere. Marquis bi San Giuliano, dessen Verdienste um die äußere Politik Italiens ja in Deutschland und Oesterreich-Ungarn allgemein anerkannt sind, behalt da- Aeußere, und aud) der Minister des Krieges (Spnigardi), der Finanzen (Factah des Schatzes (Tedesco,, sowie des Unterrichts und der öffentlichen Arbeiten (Credaro und Sacchi) werden aus dem Kabinett Luzzatti mit hinüber- genommen. Als neue Männer treten in das Kabinett Giolitti: Finocchiaro (Justiz), Cattolica (s))tarine)/ Bissolati (Ackerbau, und Pozzi (Post und Telegraphie>. Möglich, daß an Stelle von Tedesco Äbignente die Schatzverwaltung übernimmt: das ändert aber nichts an der Tatsache, daß Giotiiti fick' einmal durch Aufnahme der beiden Radikalen Sacchi und Credaro in fein Ministerium, deren Austritt den unmittelbaren Anlaß zur Verabschiedung Luzzattis gab, in direkten E)egensatz zu seinem Vorgänger stellt, und daß er sodann durch Ernennung des Sozialisten Bissolati zum Landwirtschastsminister mit der bisherigen Gepflogenheit brach, Sozialisten von der Ministerherrlichkeit auszu- Lin Aufstand an der türiifch montencgnnischen Srenjc. S a l 0 n i k i, 28 März. Etwa 4000 Malissoren griffen die türkischen Blockhäuser an der Grenze an und -bemach tigten sich einer Anzahl von ihnen Dreißig ^oUwten wurden getötet und zwanzig gefangen. Zurzeit ruhten ftc ihre Angriffe auf die Blockhäuser von Tufi. ^e ^ago in Wilajet Stutari ist ernst. Flüchtige Amanten machen mit den Montenegrinern von der Grenze gemeinwmc Sache. Eine weitere Ausdehnung der Erhebung ist wahrscheinlich. 4 Bataillone unter Torgut Pascha gehen nml) hintan ab. Nach ergänzenden Nachrichten über die Vorfälle von Tuzi sollen 'die Malissoren die Entrichtung von --teuern verweigern. Die Inefige montenegrinische Gesandtschaft widerspricht der Nachricht, daß die Zwischenfalle durch ! Montenegriner iTerDvrgerufcn worden seien Infolge des Auftretens der Malisforen sind vorläufig zwei Bataillone in das Ailfstandsgebiet beordert worden. sandtcn in Peking sollendes Telegramm. 3ic OTul^mebaner in her Näh- bet ®rcn»c werben |*(eu- Der Kaiser drückt Ihnen sein allerhöchstes WohlwoUen fui I r.igit biiüaffmt.------.— Mm?8,nüb«&ufito&n K 9ie Anwendung des Lnteignungrgesetze; in pofen Regierung aus, die Rechtmäßigkeit der llcbercinftimmiing der und weftvreUheN. Punkte unserer Note mit den Pertragsbestimmmigen.zu bestätigen. Berlin 28 März Der Landwirtschaftsminister v. Den chinesischen Ministern vorstehendes .zur Kenntnis bringend, I “q ; X ?' «Härte auf eine Anfrage über wollen Sie namens der kaiserlichen Regierung die Ueberzeugung \z> d) ort c m e r ~ J Finanzausschuß des aussprechen, die chinesische Regierung werde die Bestimmungen den etanb der Enteigirungsftage im rymanMl.fcyup oe. heilig ballen und ihre Entscheidung werde somit als Unter- preußischen .Herrenhauses: .. . , pfänd für die weitere Festigung der von altershcr Zwischen Run- Tie Staatsregierung fei entlchlofsen, die durch das land und China bestehenden 7vreundschastsbaiide dienen. vom 2tz. April 1886 inaugurierte AusiedlnngspolNtt m 4>o|en 2o n b 0 n , 28. März. Dem „Reuterschen Bureau" wird „nd Westpreußen fortzuführen. eie wirb deshalb Nicht »er- nritgctcilt, daß Japan in der letzten Phase des russisch-- zichten, von der B efugnis de r ^^i gnnng m ge- chinesischen Konflikts entsprechend seiner - - - - *- I setzungen der Enteignung als vorliegend zu erachten find, -ne Staat/regier-ung allein hat die Verantwortung Mr dw Pnnung dieser Voraussehung und für die daraufhin w tretende at sck eidung zn tragen. Sie kann sich deslialb in ihren Entschlicßungen auch nicht durch die. in der Presse, Vereinen nird VeriMnmluugor geäußerten Wunsche, sondern lediglich durch cnn- fachliche, gewissenhafte Beurteilung der rotlkgcnbai Verhäimme befhnwen! lassen. Gegenwärtig schweben noch Verhandlungen über den Tret* händigen Ankauf einiger Güter und über die Ucbanalmtc von Tomäncn, die in früheren Jalchen mit der Jbiiclt CTinorbert sind, sie dem Ansicdlungsausfchuß zur Besiedelung zu iibcrlanen. Mit Rucksickst hierauf läßt sich noch nicht übersehen, inwieweit der Laudbedarf des Ansiedelungsausschusses für 1912 auf iver- l.änbigcn Einkäufen gebech werden kann. Daß für das (auiinbe 3ahr die "Ansiedlu-ngstätigkeit feinen Rückgang ju befurchten hat, I ergibt fiel, schon daraus, daß noch Stellen Land sirr 2200 An- eutschc Reich verofpentlicht s^^lerstellen verfügbar sind. Die Beratung bei- m diesen Tagens zur Vorlage getangenben Tenksckwift wird Gelegenheit bictai/ Über die Tätigkeit des Anfiedlnngsausschusses, insbesondere über Hr. 75 Erster Blatt 161. Jahrgang Mittwoch. Mrz M Der Oietzeuer Mnzelaer JHMT Ä d monatlich7bB1.,viertel- önÄSüB X ▲ Sk ▲ ▲▲ ▲ aa i| ▲▲▲A4 Ab A4| ; 'N al wojentlic! f Wk # fvk 0 fe’ Ä ih A 35^ monatlich ko M-: durch ä® 111117K17II171 zl II<1^1111^1 »ä-ä zweimal monatl. Land J Mr ■ W Chesredakteur: >1 Goetz, wirtschaftliche Seltftager M ■ ~ ” M M Verantwortlich für den ^ernsprech - Anschlüffe. politischen Teil: Uuflust MMM General-Anzeiger für Oberhessen Botatiensbrad nnbDerlag »trvrühllchkn Unw.^vich «Ab Sttinöruderei R. £ulftra»e 7. L'^.. E.k>'-b- wr den L . vüdingen- Fernsprecher Nr. 50 nät-ere Mitteiwnge,i zu machen. pflicht vorliegt, drittens: das sogenannte Haupwersahren, nämlich die Veranlagung und Erhebung der Steuer. Für die Anmeldungspflicht kommen Grundbuchämter, Registergcrichte, Notare, sonstige Urkundbeamten und ein-,- telnc Steuerpflichtige in Betracht. In normalen Fällen, lamilie an Bord nach lorfu ab. insbesondere wenn der Abschluß eines notariellen Kauf- Graf v.. K a n i p und Genoßen br^tost eine Ent- gcschäftes, sodann Auflassung und Eintragung in ein Grund- idjlteßung cut, der Reichstag wolle beschließen, die verbuch stattfindet, hat der Steuerpflichtige von sich aus nichts bnndeten Regierungen zu ersuchen, tunlichst bald eine No- 'Ü veranlassen vellczumBvrsengesetz vorzulegen, wodurch die 3 Was das Vorverfahren betrifft, so soll das Zuwachs- Entscheidung über die Zulas 1"ng auslandischer steueramt auf Grund seiner eigenen Sachkenntnis und der W e r t p a P i c r e einer für alle deutschen Börsen auftan- ihr zugegangenen Mitteilungen prüfen, ob überhaupt ein digen Z en t ra l zu l a s s ung s st e l l e übertragen steuerpflichtiger Fall gegeben ist; insbesondere sollen die ^.er R e l ch s t a g s a b.g e o r d n e t e Freiherr von Jeststellungcii des Vorverfahrens darauf gerichtet roerben, ,e r 111 (8cntrum) ist schwer erlraiift. Er furche ob überhaupt ein Steuerbetrag von 20 Mark erreicht werden wit beit Sterbesakramenten versehen nnb in das Hedwig- wird, damit Fälle, wo sich der Steuerbetrag unter 20 Mark krankenhaus gebracht. o hält, von vornherein ausgeschieden werden, da sie nach Preupeii will bau 7" c> t terr e u n we s e n zu ^ibe s 28 Absatz 3 steuerfrei zu veranlagen sind. Erst wenn liehen, ^.urch den Gesetzentwurf betreffend die Lo_- seststeht, daß es zu einer Steuerfestsetzung von mehr als gefellschaften die Verautzcrung von ^nhaberpap,eren mit 20 Mark kommen wird, tritt das Zuwachssteueramt an die I Prämien und den Handel mit ?c»tteri^loseu, der dem ^and- einzelnen Steuerpflichtigen heran, indem es ihnen den Vor-- tage ^etzt zugehen soll, wird in erfter unic die oubung druck für die Zuwachssteuererrlärung übersendet. und Förderuiig von Gesellschaften, welche die ^gemeinsame Um die Eintragung zu erleichtern, wird eine Muster-! Anschaffung oder Ausnutzung Don Pramien-Lerien-^osen erklärunq von der' Reichsfinanzverwaltung veröffentlicht zstnt Gegenstände haben, un ter strafe gestellt, falls! werden. Die Angaben der Zuwachssteuercrklärung werden die E.esellfchaftsbildung zu dem Zwecke der Ausbeutilng sodann einer Prüfung unterworseii. Nach Abschluß der her Spielfucht geschieht Durch diese Euischrankung ist ,;ur- Ermittelunqeii wird die Steuerberechnung zu den Akten sorge getroffen, dast der reguläre Wertpapierhandel nicht ausgestellt und den Steuerpflichtigen der Zuwachssteuer Be- erschwert wird. Häufig bieten Händler, statt (tzeiellschaften scheid zugestellt. Der Grundstückseigentümer soll auch er- bilden, einfach Anteile von Pramienloseii seil. Tic Beimöglich t sein, auch ohne Veräußerung von der Steuer- cräge stehen zumeist in keinem.Verhältnis zu.den Gewinnbehörde über die bisher feststellbaren Berechnungsgrund- aussichten und betragen oft 2p Prozent de^ ('ewinnes und lagen eine Erklärung zu erhalten. Das ReichDschatzamt wird mehr. Ta,yu kommeii die irrefuhreichen Anpreifungen, denen auch in der nächsten Nummer der amtlichen Mitteilungen durch bie Vorschrift begegnet werden soll, bm, ^eroffent- über die Zuwachssteuer Erläuterungen zu den einzelnen lichungen von Gewinnen ohne Angabe der ^oszalck bestraft Gesetzesbestimmungen und eine gemeinverständliche Dar- werden solleii, sofern die Veröffentlichung zum Zwecke der stellunq des Gesetzes alsbald veröffentlichen. Ausbeutung der Spielsucht und behuiS Anreizung zum Er. »in hVutffhfr (hberftkutnant von einem türfifdien Eine nach mehreren Tausenden zählende Menschenmenge EM oeuiia)cr wverpicuinuiii uv» allein ^tte -id) nad) einer Meldung aus Berlin am Dienstag SOlOQtCn CriCpOjfClI. Ln ber Hafenheide zusammengesunden, um an einer vom Konstantinopel, 28. März. Der in türkischen P-rotestanten-Verein in Gemeinschaft mit anderen kirchlichen Diensten stehende Oberstleutnant v. Schlichting wurde Vereineii veranstalteten Kundgebung teilzunehmen und heute vormittag von einem albanesischen Soldaien nuH g c g c n die Maßnahmen des Lberkirchenrats zwei Schritt Entfernung au g e sch o s se n. Schlichting g g en d en P fa r r e r I a th e i n K ö ln Widerspruch zu schritt in Begleitung des .Korpskommandanten die Wach-j erheben. Mannschaft ab und richtete mit der Hand den Kopf des ------- Täters gerade. Dieser glaubte sich geschlagen und feuerte auf Oberstleutnant v. Schlichting eine Kugel ab, die ihm den Magen und den Darm durchbohrte und die Wirbelsäule und das Rückenmark verletzte. Beide Füße sind gelähmt. ' Eine sofortige Operation im deutschen Hospital gelang, : doch ist wenig Llussicht vorhanden, Schlichting am Leben zu erhalten. Der Sultan und die Minister über- * mittelten dem Botschafter ihr Bedauern über den Vor- 1 sali. Der Mörder wird morgen erschossen werden. • Nach einer späteren Meldung ist Oberstleutnant von • Schlichting seinen Verletzungen erlegen. ■ 1 a N e Do frisch BI (*eor vis-ä-' Zeit koinj Mi Oh. Si Jaj ^>»K LZ N 41 «*K $. F fe’a »n«£.s„ sdi»L Ailch bei sprach W HaßnM KreiS Wetzlar. X Blasbach, 28. Mrz. Der ^cfan gocrein „G ermani a" hat muimehr sein Sängerfest auf den lebten Iunisomltag festgesetzt. , (?) Atz dach, 28. März. Mit Beginn des neuen lödjub sah res töiuien bie erweiterten Schu. lräu in e bezogen werden. Daü alte Am tS ha ns ist für vier Manen und entsprechende Lehrcwwohn ungen umgebaut und für die Schuler ein besonderer Eingang geschaffen. * 6 Soniitaa bet Schlo Schröder, „schwarzc liche Ra^ elegant • es ging nahmen als auch und mit lebten, beiden ! Beiden tiinbted Handies bald ro: berget Dort i Anstak datme nach c ieinem bereit (lenoim hem 8t. LandgerM statt, dn Tie Ankla einen Sch haben. gei'-llenL lidx» Stv qeselle hat und Ivar I den. Zn t>er Schn anders« PlaidoM ungeschiat mann eine bet Ankla! .'eines Ma eine Üeldsl ivies darai seines Mr ,u kritisrc Ztandpun' seines M sptechu Das neuemexikanische Kabinett setzt sich endgültig folgendermassen zusammen: Finanzen: Limanteur; Aeusjeres: de la Barra; Justiz: Sedi; Verkehrswesen: Di* MUnanez; wricq Eosio; Unterricht: Eftanel; Inneres: vorläufig unbesetzt Der mexikanische Finanzagent in London, Jnclcm, wurde zum Gesandten in Washington ernannt. Heer und Stoffe« Hamburg, 28. März. Auf der Werft von Blohm und Voß lief heute nachmittag der g roste Kreuzer „II" glücklich vom stapel. Der'kommandierende General des 8. Armeekorps, General der Infanterie v. Ploetz, laufte den Kreuzer im Auftrag des Kaisers auf den Namen „Go eben". In der Tausredc gedachte er der hervorragenden Soldaten- und Feldherrneigenschaften des Siegers von St. Quentin als eines der Besten ans grostcr Zeit und sprach den Wunsch aus, das; seine selbstlose Pflichttreue und aufopfernde Vaterlandsliebe, sein fester Wille und unerschütterlicher Mut eine stete Richtschnur für die Offiziere und Mannschaft des neuen stolzen Kreuzers sein möchten._________________________________________________ Deutsche Kolonien. Berlin, 28. VLärz. Aus Deutschs st afrika meldet ein Telegramm des stellvertretenden Gouverneurs, dost gegen nen Referenten bei dem Gouvernement, den R e g i c r u n g s r a t FreiherrnvonWächtereinHanvtvcrfahrenmcgen Meineids eröffnet wurde. Freiherr von Wächter wird von Berliner Saclw er ständigen als Sclueiber anonymer Schriftstücke bezeichnet, deren Urheberschaft er ün Ialwe 1910 in einem 93er- lahren aeaen Unbekannt eidlich ableugnete. Wächter bestreitet lebe Sctmld, wurde jedoch einstweilen vom Dienst suspendiert. Die Hauptverhandlung findet frühestens im Mai statt. schn lle Eingreifen der Feuerwehr bald gelöscht werden konnte. Doch sind zwei Zimmer durch das Feuer und Wasser derart beschädigt, dast sie völlig neu hergerichtet werden müssen. r. (Grebenhain, 26. März. Heute fand der Bez irkötag deS 5l ri egeroereinSbczirkö Herbstein hier statt. Anstelle pes auSscheidenden seitherigen Aezirlspräsidenten, Postoerivalt^r Breitwieser, wurde Forstwart Dillemuth in Bermuthshain gewählt. /\ Fried berg, 27. März. An der Obstbauschule wurde heute ein Baumwärterku r^us eröffnet, an dem Baumwärter aus ganz Hessen teilnehmen. Von den 27 Teil- nehmern sind allein 18 aus der Provinz Starkenburg. An Stelle des erkrankten Garteninspektors John ist vom Ministerium der Obstbautcchniker deS Oberhessischen Obstbau- Vereins Koch auS Alsfeld zum KnrfnSlcitkc bestimmt worden. 0 Butzbach, 27. März. Auch hier soll wegen geringer Frequenz die Realobersekunda an Ollern ein. gehen. Die Schüler werden die entsprechende Klasse in Giesten oder an der Ernst-Ludwigschnle in Bad-Nauheim besuchen. Die Frequenz der Obersekunda in Bad-Nauheim ivird durch den Wegfall der entsprechenden Klasse in Friedberg und Butzbach gesteigert werden. — Bad-Nauheim, 28. März. Kürzlich fand eine Sitzung des Vorstandes des Kur- und VerschönernngS- oereins statt. Ter Vorsitzende, Lehrer August Wagner, widmete dem verstorbenen Mitglicde, Kurdirektor Frciherrn v. Starck, einen ehrenden Nachruf. Bei der Wahl des engeren Vorstandes wurden die seitherigen Mitglieder wieder ernannt, und zwar: Aug. Wagner als 1. Vorsitzender, Karl Knipp als 2. Vorsitzender, Franz Kissel als Schriftführer und Wilh. Wallmann als Rechner. Der Vorsitzende teilt ein Schreiben des Bürger- und Stadt-VerkehrSvereinS mit, nach dem dieser beabsichtigt, in Verbindung nut dem Aeczte-, Ortsgewerbe- und Kur- und Verschönerungs-Verein eine öffentliche Protest- Versammlung bezüglich der Badewasser-Abgabe an daS ans dem Salinengelände zu errichtende Hotel einzuberufen, und der Verein soll drei Mitglieder zum Zwecke der Vorbesprechung ernennen. Nach langer Aussprache wurden Dr. med. Schwalb, Schuhmachermeister Will und Kaufmann Bernh. Schwalb gewählt. Znm Schlüsse wurde noch auf Grund verschiedener eingelaufener Beschwerden auf die Miststände und Ungehörigkeiten auf dem noch teilweise in Benutzung befindlichen alten Friedhöfe aufmerksam gemacht, die sich hauptsächlich seitdem er als Durchgang benutzt wird, ergeben haben. Der Vorstand will auf Beseitigung der Uebelstände hinarbeiten. x Bad-Nauheim, 28. März. Taxameter Automobile für Personenbeförderung, wie sie in vielen Städten bereits im Betrieb sind, wird R. Aletter, der Inhaber der Firma Velo-Auto-Palast, mit der Kommenden Saison hier einführen. Bekanntlich hatte sich die Ein richtung eines Automobilverkehrs mittelst Kraftwagens im vergangenen Sommer hier nicht gehalten. Bad-Nauheim, 28. Marz. Unter dem Vorsitz bei? Kreisrates Schliephake zu Friedberg kam es heute unter Vorbehalt der Genehmigung der Stadtverordneten zu einer grundsätzlichen Einigung zwischen F r i e d b e r g u n d B ad Nauheim über eine gemeinsame Kanalisation nach dem Wetterfluß. Es wurde die Bildung eines rechtsfähigen Vereins beschlossen znm Zwecke des Baues und Betriebs der Klärbeckenanlage. Starten bürg und 'Jiljcüiljeffcii. he. Darm stadt, 28. März,. Der ordentliche Professor für Ehemie an der Technischen Hochschule zu D a r m st a d t, Geh. Hofrat Dr. Wilh. St a edel, tritt zum 1. April in den Ruhestand; aus diesem Anlaß erhielt er vom Großherzog das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmutigen. Prof, ^taedel, ein geborener Darmstädter, ist 68 Jahre alt. In Tübingen erwarb er 1865 den Doktorgrad und war dann mehrere Jahre als Assistent tätig, zuerst in Darmstadt, daun in Tübingen. Ostern 1869 ließ er sich als Privatdozent in Tübingen nieder, wurde 18,6 a. v. Professor der Ehemio daselbst und siedelte 1881 nach Darmstadt als Ordinarius und Nachfolger von Prof. Dr. Phil. Büchner über. Eine Reihe von Abhandlungen aus der organischen, anorganischen und physikalischen Ehemie Oeröffentlid)ie er in den „Berichten der deutschen chemischen Gesellschaft" und in Liebigs Annalen der Ehemie". Darmstadt, 28. März. Letzten Sonntag fand hier die zweite gut besuchte Versammlung hessischer Desinfektoren statt. Es wurde nach längerer Besprechung der Antrag angenommen, daß vom Vorstand darauf hingewirkt werden soll, bei den Behörden vorstellig zu worden, den amtlich bestellten Desinfektoren ein festes Gehalt, sowie für jede Desinfektion eine Sondervergütung zu gewähren. Kreisarzt Dr. Böttcher in Gießen, der den Unterricht der Desinfektoren leitet, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Als nächster Versammlungsort wurde Gießen bestimmt. m. Offenbach, 29. März. (Priv.-Tel.) Llus dem hiesigen Schlachthof wurde bei einem vom Frankfurter Vieh- martt aufgetriebeneu Ochsen die M a ul - un b Klauenseuche festgestellt. Sämtliches Großvieh wurde sofort a b • geschlachtet und der Offenbacher Viehhof vorläufig gesperrt. -o-. Groß-Auheim, 28. Marz. Sein eigenes Grab geschaufelt hat sich hier der Totengräber. Der Mann war erst 45 Jahre all, hieß Schmidt, war Schuh- macher und nebenher Totengräber. Gestern fand man ihn nun auf dem Friedhöfe in der Leichenhalle, wo er sich an der Totenbahre erhängt hatte. Als nra.it näher itachsah, fand man, daß Schmidt vorher sein eigenes Grab ausgehoben hatte. Diese Arbeit hat er am Samstag be- sorgt, denn seitdem wurde er vermißt. ch. Bingen, 28. März. Der rheinhessische Gau- Turntag in Wormö hat beschlossen, gelegentlich der am 25. Mai nach dem Niederwald stattfindenden KreiS- Tumfahrt, mit der eine Gedächtnisfeier der 40jährigen Wiederkehr deS Friedensschlusses verbunden ist, einen Eilbotenlauf von Worms über Mainz nach Bingen auS- zuführen. ♦♦ Stenographie Der Bezirk GießenGabels- bergerscher Stenographen (Hess. Nass. Verband) hält am 2. April in Nidda im „Gambrinus" seine Frühjahr s- vertreter-Versamnilung ab, mit der ein Wetlschreiben in den Abteilungen von 60 bis 260 Silben verbunden ist, wozu die Meldungen äußerst zahlreich eingelaufen sind. Gestiftet sind vom Niddaer Verein Gabelsberger 8 Ehrenpreise. Nach Beendigung der Versammlungen findet ein Vortrag über „Die ©teno- graphie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" statt. Mends gemütliches Beisammensein mit Preisverteilung. ' Silberne Hochzeit feiern heute Karl Krombach und Ehesrau, KaplanSgasse 21. •• Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet au8 Kronberg, Regierungsbezirk Oberbayern Landkreis Giesten. Hausen, 27. März. Am Sonntag fand für dieses Jahr der zweite sehr gut besuchte F a ni i l i c u a b e n b des hiesigen Evang. Bundes statt. Pfarrassistent Schor- lemmer von Gießen hielt einen interessanten Lichtbildervortrag über Luthers Leben und Wirken, der allgemeinen Anklang fand. Prachtvoll trug eine Schülerin der 1. Klasse ein hierzu passendes Gedicht vor. — Auch in dem Filial Garbeutcich war am Sonntag vorher der gleiche Vortrag im dortigen Evaug. Bunde von dem schon genannten Herrn gehalten worden. Dort trug der Gesangverein „Frohsinn" durch verschiedene schöne Lieder sehr zur Hebung des Abends bei. Der Vorsitzende Lehrer Weisel konnte mit dem Ausdruck der Befriedigung über die sich großer Beliebtheit erfreuenden Familienavende und mit Dank für alle Mitwirkenden, das gemütliche Zusammensein beschließen. w. Londorf, 28. März. Gestern hielt der hiesige Radfahrer-Verein Rabenau, Londorf 1902, im Gasthaus „Zur Stadt Gießen" seine Hauptversammlung ab. Der Jahres-Abschluß war sehr günstig. Zur Prüfung der Rechnung wurde ein Ausschuß gewählt. In den Vorstand wurden gewählt als Vorsitzender Louis Weber, 1. Fahr- wart Friedr. Weber, 2. Fahrwart Gust. Böger, Zahlmeister Gg. Nies, Schriftführer Hch. Kronenberg, Zeugwart Hch. Orterbein. Der Verein zählt 64 Mitglieder. 4 Lich, 27. März. Die Abgangsprüfung in den beiden Oberklassen der hiesigen P r a p a r a n d e n a n st a l t ist vergangene Woche abgehälten worden. Eine größere Anzahl der Schüler konnte nicht nach dem Seminar versetzt werden. Die Anmeldungszister fürs neue Schuljahr ist schon recht hoch; trotz der Beseitigung des Lehrermangels ist bei der Ueberfüllimg der meisten anderen Berufe der Andrang zum Lehrerberuf noch verhältnismäßig groß. 4 Lich, 28. März. Der Verein der Orts- und P o l t z e i d i c n c r für die Provinz Oberhessen hält hier in Steins Saal bau kommenden Sonntag seine diesjährige Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Frage des Beitritts zum Verbände der hessischen Kommunalbeamten. ch. Eberstadt, 28. März. Der biefige Gesangverein ,^!iederkranz", der im Jahre 1854 gegründet wurde, gedenkt in diesem Jahre zum ersten Mal an em em Gesangswettstreit tcilzunehmen. Er will fick an der Veranstaltung des Gesangvercius „Gernmnia^-Langäus beteiligen. △ Hungen, 27. März. Der Verein Ober hessi- cb er Baum warte hielt gestern im „Solmser Hof" hier eine H a n p t v e r s a m m l u n g ab. Der Vorsitzende, städti-- cher Banmwart Billasch aus Friedberg, begrüßte be- onders den Vertreter des Oberhessischen Obstbauvereins Dr. Hoffmann-Friedberg. Zunächst wurde die RechnmraS- ablage vorgelegt. Diese ging zur Kontrolle an zwei Mitglieder über. Darauf wurde eine Anzahl neuer Mitglieder aufgeuormiien. Eingehend beraten wurde die Frage der Begründung einer Äerbekasse für Baum warte. Es ivurde diese Angelegenheit einem Ausschuß von sieben Mitgliedern übertragen, die bis zur nächstjährigen Hauptversammlung einen endgültigen Plan vorlcgeu soll. In Ergänzung des Vorstandes wurde für den auSscheidenden Vertreter des Kreises Gießen Banmwart Münster ans Hattenrod gewählt. Bezüglich des Anschlusses an den Baumwarteverband Württembergs wurde beschlossen, daß der Vorsitzende persönliches Mitglied werden soll. Mißbilligung wurde darüber ausgesprochen, daß der neue Baumwärter-Verein Gießen gegen den zur Förderung deS Obstbaues dienenden Oberhesfifchen Buumwartervereiu vorgeht. Als Ort der Hauptversammlung für 1912 wurde Gießen bestimmt. Den Schluß der Versammlung bildete ein Vortrag deS Sekretärs Dr. Hoffmann über „Degeneration der Ob ft bäume". Der Redner erklärte, was man unter Degeneratiou zu verstehen hat, ferner in welcher Weise sie sich äußert, daun iljre Ursachen und schließlich erläuterte er die Mittel, die zur Abänderung zur Verfügung steh-en. KreiS Büdingen. △ Echzell, 27. März. Hier tagte am Samstag abend eine Versammlung des Oberhessischen Ob st bau vereinS für den Bezirk Büdingen, die gut besucht war. Der Vorsitzende des VereinßbezirkS Büdingen, Landwirt Wilhelni Reitz I. auS Echzell, übergab dem Sekretär des Oberhess. Obstbauverein«, Dr. Hoffmann-Friedberg, das Wort zu dem Vortrag „FörbcrungSmabnahmen des LandwirtschaftS- kammer-AuSschuffcö und des ObstbauvcrcinS für den Obstbau in Oberhessen". Der Redner zeigt an Hand der Satzungen des Verbandes, daß der Oberhessische Obstbauverein trotz der Errichtung der LandmirtschaftSkammer nicht müßig steht, sondern im Verein mit der Kämmer an der großen Entwicklung deS Obstbaues in Oberhessen rüstig wciterarbcitet und zu feinem alten Programm noch neue Arbeitspunkte hinzugezogen hat. Er gab am Schlüsse feiner Ausführungen dem Wunsche Ausdruck, daß der Oberhessische Obstbauverein auch mit den neuen Obstbauvereinen zusammen an der Förderung dcö Obstbaues arbeiten möge. Eine GratiSverlosung von Obstbäumcn schloß die Versammlung. KreiS Lauterbach. r. Crainfeld 27. März. Der Voge lSberger Sängerbund hielt gestern feine AuSschußsitzung hier ab. Die sämtlichen Vereine, bis auf den von Engelrod, waren vertreten. Die Beratungen bestanden in Rechnungsablage und Durchberatung der Satzungen. Wegen Abhaltung des SängersesteS in 1912 wurde noch kein Beschluß gefaßt. Der Gesangverein trug einige schöne Lieder und der Mtisikvcrein mehrere Stücke vor. Bundes- und Ginzelchöre wechselten ab. ES war der allgemeine Wunsch, daß die dem Bunde nach fernstehenden Gesangvereine ihren Beitritt erklären möchten, um dem deutschen Liede gemeinsam zu dienen. ~ Engelrod, 27. März. Gestern vormittag 8 Uhr wurde die hiesige Feuerwehr nach dem Schul hauL alarmiert, wo in der dortigen Lehrerwohnung durch ein defektes Ofenrohr ein Braud entstanden war, der jedoch durch das An» Stadt nnd Land. Gießen, 29. März 1911. •• Tage Skalen der für Mittwoch, 29. März. Stadt- thcater : VolkSvorstollung : „Der fidele Baue r". Anfang 8 Uhr. •• LandeSuniversität. Der Großherzog hat den ordentlichen Professor an der Universität Budapest Dr. Ludw. Schlesinger mit Wirkung vorn 16. April 1911 an zum ordentlichen Professor für Mathematik in der philosophischen Fakultät der LandeSuniversität ernannt. •* Prüfungöstatistik. Theologische Fakultät zu Gießen. Im Wintersemester 1910/11 wurden nach der „Darmst. Ztg." 11 Kandidaten geprüft, von denen drei die Prüfung (einer auch die Wiederholungsprüfung) nicht be- ftanden. Von den acht Bestandenen erhielt einer die Note „gut", drei erhielten „im ganzen gut* und vier „genügend". PrüfungSkominifsion für das höhere Lehramt zu Gießen. Im Wintersemester 1910/11 wurden 39 Kandidaten geprüft, von denen 13 die Prüfung nicht bestanden. Von den 26 Bestandenen gelangten 20 auf Grund einmaliger Prüfung, 6 erst bei wiederholter Prüfung anS Ziel. Die Note „ausgezeichnet" wurde 2mal, „sehr gut" 5 mal, „gut" 9 mal und „genügend" 10mal verliehen. — Außer diesen 39 Haupt- pcüsungen wurden noch 6 ErweiterungSprüsungen mit Erfolg abgelegt. •• Johanniterorden. Der König von Preußen hat den Hauptmann imb persönlichen Adjutanten deS Landgrafen von Hessen Freiherrn Gunlhram Schenk zu SchwcinS- berg zu Fronhausen a. d. Lahn zum Ehrenrittec des Iohanniterordenö ernannt. •• Ordensverleihung. Der Groß Herzog hat dem Bürgermeister, OrtSgerichtSvorsteher und Standesbeamten Konr. Schmidt zu Strebendors da« Allgemeine Ehrenzeichen mit dec Inschrift „Für langjährige treue Dienste" am Bande de« Verdienstordens Philipps deö Großmüttgen verliehen. •• Steuerperfon a lien. Der Großherzog hat dem ;l!ontrollbeamten der LokalkafsesteUen für den Bezirk Gießen, Finanzamtmann Eniil Schudt .zu Gießen den Charakter als „Finanzrat" verliehen, den HauptsteueramtL- affistenten bei dein Hauptsteueramt Mainz, Friedr. Balbach zu Mainz zum RevisionSkontrollcur bei dem Hauptstcueramt Mainz, den Finanzafpirantcn Hch. Vaupcl au8 Grünberg zum Hauptsteiieramtsaffiftenten bei dem Hauptsteueramt Offen* bad), und den Revisionskontrolleiir bei dem Haiiptsteueramt Mainz Friedr. Krauß, z. Zt. zu Darmstadt, zum Ministerial- revisor bei der Buchhaltung deS Ministeriums der Finanzen ernannt. Den HauptfteueramtSassistenten Joh. Hüthwohl und Ludw. Knabenfchuh wurde Dtainz al« Stationsart zugewiefen. •* Bom Stadttheater wird uns geschrieben: Fräulein Toni Sylva, bereit Talent schon zurzeit ihre« hiesigen Engagements allgemeines ?lufschcn erregte, ist inzwischen ein beliebte« Mitglieb be« Berliner Resibenztheater« geworben imb barf gerabezu al« ein star biefer Bühne bezeichnet werben. DaS Bilb oer Künstlerin macht fast bei jeher Premißre bet Alexanberbühne bie Runbe burch unsere illustrierten Zeitungen und sicher iverden die zahlreichen Freunde ber Kunst Fräulein SylvaS nicht versäumen, lich am Sonntag abeiib bcren „Iofette" in bem Schwanke von Gavault «. Chavay anzusehen. ES kann nur bieß eine Gastspiel slattfinben. — Um etwaigen Inhabern van Gutscheinen nad) eine weitere Gelegenheit zu geben, ist für Mittwoch ben 5. April eine Wiederholung van „FlachLmann al« Erzieher" angesetzt worden, zu bet Gutfcheine gelten sollen. — DaS Benefiz beß Herrn Ober- regisfettrß Hermann Bakof sinbet am Dienstag, 4. April, Halt und nicht, wie gestern irrtümlich mitgeteilt würbe, am Montag, 3. April. "Der Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein Gießen, hielt auf ber Licbigßhöhc am Samstag abenb fein Stiftungsfest ab, baß bei gutem Besuch sehr schön verlief. Musikvarträgc, Gesänge ber Gesangsabteilung unb Einzelvorträge unterhielten Vie Auwefenben prächtig. Ein mit großem Beifall aufgenammener Kafseeklatfd) gab zur humoristischen Erörterung der Vereinßbcgebenheiten Gelegenheit unb cm flott gespielter Originalfthwank „Die rate Rase" führte bie Anwesenden auf den Haherobßkopf. Anßzeich - nun gen für fleißige Teilnahme an den Vcreinßwanbetllngen konnten an folgende 18 Mitglieder verliehen werden: Ch. Georg, Gg. Rtatlhäi-Lollar, A. Conrad, W. Erle, Karl Faber, R. Hahn, Aug. Hauck, Lud. Kahl, K. Andrea«. Emil Küchel, Ab. Reinig, Arth. Schütze unb Karl Wenzel. An ben Unter- t)aliungßlcil schloß sich ein Tanz an, während am folgenden Tage ein Außslug nad) Dutenhofen die Veranstaltung abschloß. <810 ein bei: teilt au vervacknen. [02479 bringet ^Belohnung. (0S476 Haut-Bieich d»/3 werden billig garniert •YjUIC u unbearbeitet 02480 Stau L. Wacker. Lchlobaaye 8. 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Auf eine Anfrage, wie er sich dazu stelle, erwiderte der Magistrat, das; er den Bemühungen der Milchhändler, sich Ersatzmilch in größerer Menge zu sichern, alle Unterstützung zuteil werden lasse und zusammen mit der Handelskammer bei der Eisenbahn- Verwaltung eine Herabsetzung der Frachtsätze für Milch bei Entfernungen über 100 Kilometer beantragen werde. Die Versammlung begrüßte die Maßnahmen und sprach die Erwartung aus, daß auch die Bürgerschaft diese Maßnahmen kräftig unterstütze. IßcridyttfaaL 4- Berlin, 26. März. Vor der dritten Strafkammer des Landgerichts II fand heute ein interessanter Belcidiaungsprozeß statt, der sich gegen den Rechtsanwalt Martin Lesser richtete Tic Anklage lautete auf Beamtcnbcleidigung und zwar soll Lesser einen Schutzmann, als dieser als Zeuge auftrat, beleidigt haben. Der Angeklagte hatte im August v. I. einen Schmiede-- gesellen zu verteidigen, der gegen ein ihm auserlegtes polizei- I tdK» Strafmandat Berufung eingelegt hatte. Der Schmiede- geselle hatte daS Strafmandat wegen Strerkpostenstebens erhalten, und war dabei von dem Schutzmann Wachtel iestgenommen wor- den. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht soll nun der Schutzmann Wachtel seine Aussage nach einander geändert haben. Rechtsanwalt Lesser ging in seinem Plaidover daraus ein und nannte das Benehmen des Lxchutzmanns ungeschickt und tölpelhaft: er sprach auch davon, daß der Schutzmann einen fahrlässigen Falscheid geleistet habe. Der Vertreter der Anklage beantragte gegen Lesser, der in der Verteidigung seines Mandanten über das erlaubte Maß hinausgeaangen sei, eine Geldstrafe von 100 Mark Der Verteidiger deS Angeklagten wies darauf hin, daß Lesser die Pflicht gehabt hab-, int Interesse seines Mandanten die Glaubwürdigkeit des Schutzmanns scharf au kritisieren. Der Gerichtshof stellte sich ebenfalls auf den rlaiibpunft, daß der Angeklagte nur in Wahrung der Rechte seines Mandanten gehandelt habe und erkannte auf Frei- sprechung. Kuiift rrnd Wissenschaft. — Cine Begegnung im ewigen Eis. Wie nach Kristiania gemeldet wird, landete die norwegische ant - arktische Expedition unter Roald Ammundsen am Adare lSüd-Viktorialand) ziemlich genau südlich Neuseeland-?. Die englische Expedition von Kapitän Scott ist etwas später gleichfalls dort cingetroffen. Die Zeitung „Morgenbladet" hat die Nackwichten Professor Na n sen vorgelegt. Dieser sand et natürlich, daß beide Forscher die Mac Murd-Straße als Grundlinie für ihren Vorstoß gewählt hätten, sie bcnbfubttgtcn demnach, dem Wege Sbackletons zu folgen. Nansen erklärte, es sei für beide Ervedstionen unmöglich, letzt den Marsch zum Pol anzutreten: sie müßten erst überwintern. Vor Oktober könnten die Expeditione kaum mit Aussicht auf Erfolg den Marsch beginnen Wie d-m „Morgenbladet" au^ London telegraphiert wird, soll die „F r a m" nach DuenoS-Aires zurück gelehrt fein, bis der iüdpolare Frühling beginnt, um bann wieder nach Süden zu gehen. Eingesandt. Auf der Tagesordnung der morgen stattfindenden Stadl- verordnetenversammlung stebt unter 7 „Umgestaltung der West-Anlage', weshalb daran erinnert sei, daß die Anlieger mit dem gegenwärtigen Zustand im allgemeinen zufrieden smd. Eine Regulierung der Baumreihen, gute Planierung der Wege und, wo möglich, hier und da kleine Anostanzungen dürsten genügen, diele Anlage so zu gestalten, daß fie sich den übrigen vorteilhaft anschließt und die für Umänderungen vorgesehenen gröberen Ausgaben können für dringendere Zwecke Verwendung finden. Mehrere Anwohner. * Der flaufm. Verein für weibliche Angestellte ist beim Stadt- oorstande um Erlaß von Zwangs bestimm nng en für den Besuch der Kauf m. Fachschule einaelommen. Dieses Gesuch verdient volle Unterstühung. In einer Reihe von Städten bestehen solche Bestimmungen bereits, und die Einrichtung hat sich recht gut bewährt. Anfangs wird von der Prinzipalität es zum Teil unangenehm empfunden, die Angestellten mehrere etunben in der Woche während der Geschäftszeit entbehren zu wüsten, doch lernt man bald das segensreiche Wirken der Fachschule schätzen und sieht in der besseren Ausbildung des weiblichen Personals einen wescntlickfen Nutzen für das Geschäft. Wie für die Prin- zipalität, ist der Schulzwang auch für die Angestellten von großem Vorteil, da durch die bessere Ausbildung höhere Leistungen erzielt werden, und diese wieder bessere Bezahlung zur Folge »oben. Ebenso werden ungeeignete Elemente dem kaufmännischem Berufe mehr ferngehalten. Schwierigkeiten für die Schuleinrichtungen bestehen, von der Kostenfrage abgesehen, nicht da der hiesige Kaufmännische Verein mit dem Verein für weibliche Angestellte in bestem Einvernehmen steht und die bestehende Fachschule mich Nlädchen aufnimmt — bislang wurde nur lediglich wegen Platzmangels davon abgesehen. Sonntag in Strausberg ab. Zwei gefährliche Verbrecher, der Schlosser Otto Gutknecht und der „Gelegenheitsarbeiter" Otto Schröder, die in ihren Kreisen die Spitznamen „roter" und schwarzer £tto" fuhren, veranstalteten seit längerer Zeit form- iirfjc Raubzüge nach den Vororten. Sie trugen sich stets sehr elegant gekleidet und spielten in Lackstiefeln und Zvlinder wo es ging den Gentleman. Ihre vorläufig letzte Naubfahrt unternahmen sie jetzt nach StrauSberg. Sie verübten sowohl dort al* auch in den angrenzenden Nachbarorten zahlreick)e Einbrüche, ind mit Beute reich beladen wollten sie nach Berlin -urück- hren Auf bau Bahnhof wurde ein Kriminalbeamter auf die hriben Leute aufmerksam. Er erkannte sie und nahm ste fest Beiden legte er starke Fesseln an, trotzdem aber gelang es den Einbrechern auf dem Wege nach dem GcrichtsgefLngniS, sich der indfesseln zu entledigen und zu entfliehen. Schröder konnte halb wieder ergriffen werden, während Gutknecht in den Straus- harger See sprang und nach dem jenseitigen Ufer hinüberschwamm. Tort stellte sich ihm aber ein AnstaltSbeamter der Landarmen- 'H HÜ alt entgegen Der Flüchtling zog es beim Anblick des Gendarmen vor, wieder in die kalten Fluten zurückzuivringen und nach einem andern Uferende hinüberzuschwimmen. G. sollte aber ieinem Schicksal doch nicht entrinnen. Er lief letzt zwei anderen Polizeibeamten in die Arme und konnte nun endlich festgenommen werden. Die beioen Einbrecher wurden fpater nach dem Berliner Polizeipräsioium übergesührl._______________________ • Der Hafen von Paris Eine soeben veröffentlichte Statistik der französischen Binnenschiffahrt ;ei0.00. Mk, Schlachtgewicht 60.00-63 Mk.: coUfleifdiige Schweine von 120 bis 150 kc Lebendgewicht 46.5.1-'>0.00 Mk., Seplachtgewicht 58— 63.00 Mk.; Festsebweine über Iba ksr Lebendgewicht 00.00 btS 00.00 Mk., Schlachtgewicht 00.00 -00 Mk. Sauen 00—00 Mk. Geschäft gedrückt, bleibt Ucberfionb Letzte Nachrichten. Tie Wahlrechtsvorlage. R. B D a r m st a d t, 29. März. Die Fraktion Bauernbundes hat in ihrer gestrigen Fraktionssitzung beschlossen, beim Wahlgesetz für die von der Ersten Kammer beschlossenen Abänderungen zu stimmen, mit Ausnahme der Zuteilung Wieseck § zum Landkreis Gießen Von der Zuteilung Wiesecks zum Wahlbezirk Gießen-Stadt macht der Bauernbund seine Lxrltung zu dem Gesetz überhaupt abhängig. Das Zentrum h Deultdie enM. Solldarla-Fahrräder < > auf Wunsch ‘ 1 Teilzahlung! ' ' Anzahl.: 20, 30.1 1 50 Mk. AbzahL < ' ’ 7—15 Mk. mon. < > . , Zubehörteile spottbillig. PrelsIlM. ' ! J. JENDROSCH Ä CO.. < . । ^4 Cherlotteaburg No.251 > Liebhaber eines tarttn reinen 6efld)te$ mit rosigem |ugenMri| blendend schönem Cttnt gebrauchen nur die echte Ttcckenvferv-Silienmilch Sciic v. Bnaminn ,d 'Nm Minen besähe , . d)eh »lt «eyt taestilltier Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Mittwoch den 29. März 1911 PolkS Vorstellung Der fidele Bauer Operette von Leo Fall. Anfang 8 Uhr Ende 10'/.. Uhr Freitag den 31. März 1911 20. Freitag-Abonncm.-Borstellung Heimat Schauspiel v. Hcrm. Sudermann Anfang 8 Uhr. Ende 10'/, Uhr. Sonntag den 2. Avril 1911 abends 8 Uhr aM/, Gewöhnliche Preise. Frl. Zasettc - mim Fm Lustspiel v. Gavault u. Chavav Gastspiel v. Frl. Toni Svlva am Residenz Theater Verlin. Die grösste Auswahl in Kognak und Liköre finden Sie bei Carl Schwaab Seltersweg 23 Hauptniederlage der Fabrikate von Erven. Lucas Bois und des echten B6n6dictine. <2127 I Auf ctoig verloren, Drama aus der Bieder meierzeit nach'Tennyson? berühmter Dichtung „Maud". 9. Müller als Jäger, „C’hlorodonl“ oernidjtet alle Fäulnis- eneaer im Munde u. zwischen den Zähnen u. bleicht mißfarbene Zähne blendend weih, ohne dem Schmelz zu fchaden. tzerrl. er- Irifchcnd im Srschmact. In Tuben 4 bis 6 Wochen ausreichend, Tube 1 Jl, Probetube 50 A. Trhältttch in Slvotheten. 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