Zweites Blatt Nr. 503 161. Jahrgang Gießener Anzeiger Erscheint kt-Nch mit Hulna^mt lei Benni agi. Seneral-Anzeiger für Gbcrheffen Di« „Oietzenn LmnillendlSNer" werden dem ,®n}eifler* etetmal wöchentlich betgeiegt. bal „Xrtlsblatt fir bei Kreit «tefceii“ zweimal wochemlich. Die „taadwirlichasllichk» 3clt* fregta“ erscheinen monatlich groeimaL Mittwoch, 27. Dezember 1911 Reeettonlbnid und Bnlas der Rrüblich« Ibitpfrfudtl. Buch- und RumbnidertL H Sangt, Rlchen. Äebahton, R^ptbitten und Drucke««: Bcbul- ftrel« T. Expedition und Vertag: fee® 6L Äebafitoee^lll. Te1.-Adr^ AnzngerE.eb«, nbitaüti»abriU> durch einen Ntfow.U iiöcn Perragc g ulDennigung br. Hilt dtti ImI Ülit . euugungt i, als a.jolui zal.. .1 K-.'U- j - g um KtarrSesnrntsnachrichteir. (Nachträglich angegangen.) Beuern. (Eecor er. e: . iem Zimmerm-ster I f -ine Toch.tr, Ma::: Katharina. In der LandeS-Leil- und Pfleganstalt Tas crft-HJlal wurde auch in der n-uen x._mbc»\v' uv> ...... Es galt, die Kapelle L.u.u..: LeKtcres r r d:e sie unser Jtnc..-- fäplüf’ den Irttrren Dey. berechnet al io die Lüde der enordcr- lichen Anlcck^ au? der Teeren» »wischen den Ausgaben M aufecr- rrdentlichrn LialS cüurfcitl, seinen Sinnadmen und den cdiulNn* tUzungsbnragen andererkerts. Macht der Reichskanzler von der idm ahiUcn Ermächtigung Ofcbrautb, »ur Schuldent lgang die bciünmhn Mittel »um vm!aui der Schuldverschreibungen m vern^twen und überschreitet er btmnit d e ersteren von der Rtt"»- «a uloenordnung a>ig.-gebenen 26egc. so ntuü sich nouiiltch b c >i' IctUciaiiime cnlspree>e>.d erhöhen, da es ionft sür bu im aiitzer- vrdenttlch. n Eta: bewilligten Au-gab« an der erchrderlrcheu Tcckung i.nlen würde Seldstverständttch dürien die aus der :1n- leid.' beichanenen Mittel nur »ur Bestrnttuig der tm Etat hierfür bez-i ebneren Au-gaoen verwendet werden Sowell solche AuS- gaben nicht g.mndä oder an ihnen gespart wird, verringere lich ohne weiteres das Hnfciba'oll, ime glnches auch infolge der Bern, bi-ung der sonstigen Einnahmen des ousterordentlichen Etats rmintt. Die Nackttänzerin in Bayern. Tie liberale „Münchener Zeitung" Nr. 298 vom 20. To Herüber meldet: Tie T ä n z c d c d Frl. Billanh im Lus: ipielhaus sind betanntlick) von der hiesigen Polder sistiert worden, was zunächst einen Protest beroorrief, dem jul hervorragende Künstler anschlossen Nun erhielt Irl. Au lanv insofern eine fünftlcrud)e Genugtuung, als ehr er leuwt wurde, vor den Akademikern zu tanzen. Die Vorstellung fand gestern 19. Dezember,' nachmittags im Lustsprelbaus statt, utib es hatten sich dazu fair sämtliche Professoren der Atademie, unter ihnen Akadcmi. direktor Reichsrat Professor Ferdinand v. Miller, der jedenfalls an dem Zustandekommen dieser Vorstellung nicht unbeteiligt war, Franz v. Defregger, Franz 0. 3tud, Frh: v. Habermamt uttd viele andere Künstler von Rang cin- gefunden. Tie Gäste waren von den Vorführungen Ourcr- weg ganz autzerordentlich besriedigt, und die Tänzerin cru lebe stürmischen Beifall. Me man udrioens hort, wurden vor dieser Aufführung die Bilder der Tänzerin bem Prinzregente 11 vorgelegt und haben den Beifall diese- hohen Freiendes und Gönners der Kunst und der Künstler gefunden. Dazu bemerkt der „Bahr. Kurier": „Wie kommt eine Ltedaktwn zur Äennnri» der ixriöuhrfKn, Vrivaten Acusterungen des Regemen? Natürlich nur dura, die Mitteilung der ständigen Umgebung des Regenten, ober von Personen, die mit dgm Regemcn vertrauten Umgang psl gen. Die Mitteilung ist geeignet, beim Volk den Regenten als Mu- bewunderer von Schaustellungen lnnzustellen, die nun cmmal der gesund denkende Teil der Bevölkerung für unsittlich und verwerflich hüll. Dieser Eindruck ist um so m.stlicker, als bei tinem Herrscher, der 90 Lebensjahre überschrill - bat, der Ge danke an die Ewigkeit im Vordergrund aller Betrachtungen steht und foldje Dinge, wie sie Ir.er dem Regenten imimtiert werden, nicht zulästt. Endlich ift die Mitteilung geeignet, den Anschein zu erwecken, als mistbillige der Regent eine von der obersten Polizeibel-örde Plünck-cns t-cr- fiigte Diastnahme und wende sich gegen bav aufgenomnunc gerichtliche Verfahren. Die Krone enthalt sich von icher ntcngr, in die Rechtsprechung ernzugreisen, weil das die Garantien des Verfassung^- und Rechtsstaates auflösen würde. aaS alles crsck-cint so ungeheuerlich, dast wir es unternehmen, mit aller Bestimmtheit zu bchauvt-m, die MeinungSkundgebung des Regenten in dem von der tctrcifcnbcn liberalen Zeitung vroki: mierten und ausgebeuteten Sinn ist nicht nur nie erfolgt, loiwcrn ein Ting der Unmöglichkeit und beruht auf einer kecken, für daS Ansehen dcS Vertreters der tfronc höchst verderbltcheit boshaften Erfindung." r Tie „Germaitia", das Hanptzentrumsbla.t, lchli tzt Ua) diesem Zorncsaucbruch des „Äayr. Stur." vollinhalUich an. Jetzt wird also der Prinzregent trog feiner 9 ) >>ahre noch bevormundet und gegen ihn zum Sturm geblasen. Ski6 das Zentrum keine bessere, weniger abgeschmackte Wahl- Parole? Der italienijch'turlijche Krieg. weihnachtsseiern. Gießen, 27. Dez. 3 n der Herberge z u 1 Heimat. Zahlreicher und früher al» lonil an Sonntagen waren am DeihnachtSabrnd die müden Wanderer in der Herberge zur Lei mal eingekehrt, in ocr wie alliahrlich ihnen der WahNachtStisck turc.?'. gemacht und für eine dem lagt cntspreckwndc Berpfl-gung ge- sorgt war. Irn oberm Saale Der £*erberge au, drei lanj '.t Iiht .1 Itaubci: für die luu Gäste tbcnfoviei Teller nut U*L’uil, ist., iJa unj» Nüssen Für reden waren, Dank der llntcrüü&ung unserer Tabak rndustnellen 1U Zigarren und 1 Päckchen Kanaster, sowie 1 4>aat wollen.- Strümpfe hrngelegt. dell leuchtete ein mächtiger (Sbrut- baum auf, al- gegen 6 Uhr die Männer ,n den ccal traten und an den Tafeln sich niedersehten. Einleitend mürbe mit Bcglei- iung von K.avier und Geige: „83om pimm.l ^och 11 10inm ich her" argeftimmt, n. r2u' die brci -dteftm hinter, 6r? verberge• Vaters Loh recht brav WeihnachtSgedichtchcn benagten. Pfarr- afiiftcnt S ch v r l c «n e r reriae dos Caangelium der frohen A-Jt- fdjaft, woran fick eine Ansprache schloh. Er erinnerte feine Zu- Hörer an ihre Fugend, wo ihnen gcwiB auch im Eltemdouse am Weilttwci taalend beschert worden sei und wie mancher von innen sich tair.al? tue .Suhinft anders .aräumt babai wurde xod), '' fuhr der Redner fort, der Mensch dür'e nicht verzagen, denn v.- fei heute der deiland geboren für alle Menschen, er sei mchl etwa gekommen vor 2000 Zähren, sondern er kotmne jeden zag, nur uai’ic auch jetzt Mcniüj an ihn glauben. „L du trohuche, 0 du selige, gnodenbringende Weil'- .isti. •eil" Vang es ^u>n i-chluf. v-rr ncur dieraus wurde den Gälten daS 'Jlbcnbcifen, Kario'f lialat und -Surfte, gereicht und man i ib nur t. bin ul Gesichter unter Den Leuten. Ein lautes Bravo ertönte, alS der HerbergHoaler milteiltc, dast ihm eine Starnmtischgescllschaft die Aitttel gegeben l»ab, um Den oniitcn der verberge je 1 GlaS Bier ju verabfolgen. *Lh- pslegung und U m bei Anstalt unterg f nm a na e» an o,e Bertenunq der Gaben, dir aus allen möglichen Gegenständen bertanbtn. Nachdem eine grünblid* Musterung der Geschenke vorgrnommen war, wurde in jedem Mannschafts-immer ein Fast Bier angciiedi unb ein gemütlicher Trunk genommen. Man nahm eS auch zu Ehren Dc3 Festtage- mit bem Zapfenstreich nicht gam genau, denn Cie letzten Lichter in den Äafernen verlöschten ziemlich 'vat nach 10 Uhr. — Auch die Wachmannschaften hallen in der Wachttube verteidigen. Konstantinopel,^2o.^ BanVcn^und^ahnlichll iurlienisä-cc Unlernchmungen aiig^rD:'.^. Tie Agettöia stciani bc;cimnc: Die von Hon.iituu..v.i *■■ - breitete Meldung, die Türken hatten Z an zur .... - dings besetzt und Die Italiener oernudcn, Rcichs.anz.ers: 1 3ur Bestreitung einmaliger außer- ordentlicher Ausgaben 43708372 Mk 'm W-ge des Kredits flüssig zu machen, 2. dte zur Tilgung der RcichSjchuld bestimmten Mittel z.:m Antau, von ^chUtover- icyrerbungen zu verwenden. . Soweit cs >rch ./.eruci, 10 fär-rt das Ocicü fort, um dtc im ffcpiul 3 D.r Uiiii;ai;inen .es au^crorocnt.tch.n ^tars aus» aeuiaaiten T>etrage von £ö 2l4 1j2j DL. ihiiiDi.!., .rheht ft^. ou zu l vrzcichtttte ^Lt.'um».te um uujur dte.e Anrufe VLCiJcnbclCit L-citagc. § 4 dc- Lnllvurss oerjugt jobann u^cr dte ftch ettva oer yer L>;r: u 2 ..juhrung ergcvenden Ucberichujfe, derart, da.-z diese zur u.vo^rdung von ;ji\n der L eeren- uno Marin o^; . :t;. aui t-er Seife d-e Ermäch: .ung, .mle.hen ohn: yrn^mtgjng StV- ung'i: unbegründeu yn^ett ou.m bet T u) erg-broben Ud>e.U<' : zum -.u.aa von L. nichts vorbanden war, waS die Eigenschait al- vospitalschiff hätte rechtfertigen können An Bord bcianbcn sich weder Betten nxx.i die ciwachsten l'ngicniiaxn fbuniuitungen. Zn der Vlvoilxte b> fanden sich nur jroöii Fläschchcn Magnat fünf Üilo Phenol unt einige L-ublimatPastillen Tas Verbandmaterial benanb aus lüntiig Binden unb acht Milo VerbandSwatte. Da- LanitütSversonal bciatr.utUe fich aui einen Stabsarzt, Chirurgen und Apo'.I?eker. .stranUnwärter waren nicht vorhanden Zn den oberen schuf-' fammmi waren gegen 500 ongcblidx Matratzen, die mit .\?cu ge ulac 3ade waren Tie unteren Mammcrn ivaren mit JtoM.-n gc ü'.Il. T .c Äüdic reichte la um für dreißig Personen Jilc Tatsachen fprachen dagegen, daß der ,^aiffen(h" al- sövipitalfchv' angef'ehen werden konnte ES wurde daher mit Beschlag ^belegt kiö handelt sich ohne Zweifel um ein TranSportschiN im Dienste der türtifcben Truppe an der arabischen Küste. wieder rtü Regierungswechsel in der Türkei. K 0 n st a n t i n 0 p e l, 23. Dez. Bei bem gestrigen NeuiahrS empfang drückte der Sultan dem G r 0 ß w e f t r und den Präsidenten der Hammer unb des Senats den Wunsch au-. Die brrr- icijcnbcn Unstimmigkeiten möchten beteiligt werden, fliaathcr heil rachen sich die Führer der Zungturken mit dem ersten ^elretar dcs Sultan. Wie Dcrlauiet, stimmten die Zungtür.'en in Besprechungen mit der Opposition bem Wechsel im G r ost - w c s i r a t e und der Bildung eine- neutralen Habt- nett» zu Ein Gerücht besagt, da- Grostwestrat sei Vufiein S?ilmi Pascha angebo^n. . Tie Verhandlungen zwuchen den Delegierten der '.Ü? c b 1 i) c 11 und der Lvv 0 siti 0 n zwecks einer Berftänd 1 - g u n g i:abcn den ganzen Tag gedauert und wurden noch nicht abgcschloiicii. Tie Delegierten beobachten fllcngeö stillfchroeigeit selbst ihren Parteien gegenüber; sic erklärten nur, datz die Berhand- 1 ungen einen günstigen Perlaus nähmen. Tie Zungtürken fallen sich ent gegen ko mm ..wer zeigen, ba_iu: die Schwierig keuen leben, die sich aus der Weigerung de- Sultans, in die Auflöiung der Hammer cmimuilligcn, ergeben. Sie tollen bercitd tciliwnc den Bedingungen der Cl'pofition, besonders der Aufhebung des Be- lagcrungs.ustaiides unb dem Verbote, daß Beamte pollMcke Klubs t 1 ucken dur'ctt, -ugestimmt haben. Auck) sollen die. relegierten d.r Zungtürken in die Ersetzung des gegenwärtigen Kabinetts durch em Geichäftsministerium unter Hussein S?ilmi Pascha^oder dem Londoner Botschafter Tewftk Pascha gewilligt haben, x,e L>aupt- mnüitrigfcucn bereitet die Zusammenfetzung des Kabinetts, weil die Z^ng.'ürlen den (Sintritt mehrerer Parteigänger fordern. Nam einer neuesten U^elbung jtno die Beihaudliingen dennoch gescheitert: „ _ Konstantinopel, 26 Tez. 4.te KU meyreren -tagen ciepfloaencii Verhancrnngen 1 wischen der Mehrheit der Stainmer unb ber Öppofitiofl sind gescheitert. '4.tt jungturmdK Parier hat nach lanu.r bewegter Aussprach.- fast eiNfiuitmig befchloiien, der Lppo-.itioii init>uieucn, datz eine Verständigung nur auf Der Grundlage einer U 1.1 b i l D u ng des Kabinetts u n ter a 1 b Paf cha möglich i.i. Nian Hai: es für sicher, bat> die Verständigung auf dieser Bans nicht zustande tommt. Zn iungtürkiichen Smiicn verlautet, das M adineti werde mit reiniungtürtifchenMi- nistern rekonstruiert werden. Lärmszenen in der Niederländischen Kammer. Haag, 23. Dez. In der gestrigen Abendsitzung der Zweiten Kammer tarn cs während der Beratung des Martnebudgets zugroßenLärmsze neu. Kuy p e r brachte einen von dem Marineminister gebildeten Antrag cm, den Kredit für den neuen Kreuzer für den indifchen Dienst bis zum Liederzusammentriti der Kammer hinauszuschieben. Als hieraus der Abg. Savorm Lohmann das * ui ort verlangte, entstand ein solcher Tumult, dast der Präsident die Sitzung für eine halbe Stunde aufheben mustte. Zn den General,taaten ber Niederlande ist dies etn ohne Beispiel dastehender Vorgang. Im Verlauf der Sitzung tränierte der iberate Thomson lebhaft das Monopol Krupps, das dem Staate einen Schaden von ungefähr einer halben Million veruriache. Der M arineministei. erwiderte, eine von eurer anderen Fabrit eiilgereichte Offerte auf Lieferung von Kanonen sei durch einen angesehenen Ausschutz, dem auch der Artillerieinspeltor angel;vt l-adc, geprüft worden, vieler fei über die andauernde Agitation gegen die Firma Krupp schr empört, kr, ocr Miniiter, wolle nicht, dast die Matrosen Bpser von fogeiiannten wohl ci.en nanoncn würden. Der Rrichrhallshalt für 1912. Die „Nordd. Augem. Ztg. ' ia)rcioi: $ 2 ocs Entwurfs des Etatsgesetzes für 1912 cnlha.r Die Ermächtigung des f// c ms A DTF NJ in iclu u folgen Schriftart und Karlo nioftc, V /O/ . J \ it r_ ' zir;aln aUf, Mudtnüschen Ver rt ui rnafigcn Prosen du BrühTsdu Univ.-Druouro. ihren WeihnaMöbaum brennen. m Provinzial - Arrcsthaus fand für die Gi-fD.rg.mn bcun Lrennenbui Chnfldau.n im Befaal em Gottesd.emt :au, bei oj;i D'aner AuLteld in de. fjrftngt Sorte der Aullichtung und des Trostes fpcndae. ZnoerProvinzial-sieckenanstalt r batten lich, um mit den tort untcrgtbtoöten 3nöalü>cn b r aroeii, L.n Schwachen und Si-ckfen aus Ocr Pronn., ckt ^echnu.'.sieier va btjec:n, Qk^imrai Dr diingcr, Belg^ioneiel Mellet u.ib Stad.rerrrdncter Medizinalrai Dr. y.abccUrtx, fow'.: wttufoe v.-rena '.c r.ngefunbm An 4 verfch.ebenen Sie..en tatu man o n Zvianen den Cai ...ich (rrrerichtet. Z«n grauen Mamieri.au, im -7rosten Frauenbau, in der Atänneroaracke und m Der cr.'.uenbarade ^rannten v.e gricurjidten Lia:.roäume. ’i f " . trm ■ g ;i die -c "< ul. - uw in ure Ramne zurack, öid. : c r- :e 03i icuiifff fu,.ig:n und ir.u Geilechc.i k,r.. . .-ch waten, w Kreppen zu ftcigcn. co '.' zxr der alt-n pet auch aus Anlatz der Laeihnachiriage eon'd-n 'nnUnt .r? Enkeln dch jh arte Gabe erhalten, viele vcn L.r u.*r S echrmmstalt ..hielten aber an beiden Feiertags. ' nu'r ifcirn - . kn . a. : - mal und konnten fich :r.. l t: :cr wandt« 'reuen. d.U.-3C.L ... uu -r-^ai fl-- Dci Tripolis selbst haben die Ztaliener m den letzten Togen Rübe gehabt. Anders auf der Cyrenatka, nno namentlicy bei Ben Ghaii. Dort haben wieder erbitterte Kämpfe fla.lgefittidcn, und die amtliche italienische Meldung, vom 26. d. M. datiert, la^t nicht recht erkennet,, wie es um die italienische Stellung jetzt steht. Die Türken werden ihre Angrifse fortsetzen. In .'toititan.inopcl i|t nian, trotzdein wieder einmal innere Schwierigkeiten herrschen, „zum gustersten entschlossen". Em Angriff bei Ben Ghast. Rom, 23. Dez.- Der „Agcuzia Steiam' wird auS Bcn- ghasi gemclbci: In der Nacht vom 21 zum^22. Lezemder wurde die italienische Sckanze 9K. 3 jjom o-tf inbc .A’1’ gegriffen, der unter dem ^thuyc der zuntclbcit die Italiener tu überraschen suchte. Der Feind wurde von den iöeriaglicri imb einer Sektion GcbitgsartiUeric ohne Verluste aui italunncher Aue z u r ü d g e f d) l a g c n v>ctm Morgen grauen wurden neun Beduineiüeichen in den Drahtnetzlli vor oen tuüienifcbcn “ schanzungen aus gesunden. Ein '.‘Uignil feinblia^cr Gruppen aui ein italienisches Bloahaus wurde oon einer Abteilung dc,- Gb «jn> fanterlc-RegimentS zurüdgewiCien, ipooa jroei -oldaten leicht mr- rounbet wurden. Tw allgemeine Lage i,t unvcraiiderr. binc neu. SrUa-.t bei Be i G.-a i. Rom, 26. Dez. ZAgenzia Stefan:.) Nach cinem^au.. Beng- ba fi eingetroffenen Funkernclegramm begann öer Ano gestern früh den Vormarsch a u f. V e n g h a f i. Gegen 10 Uhr vor- mittaas entwickelte sich die fcinbhujc ^ch^illi.iic m cnnr L samtstärk? von einigen Tausend Mann mn Gc.chuv« vor ber östlichen Front ber italienischen Stellungen, a. as b^" tc Meer bindert die Schisse e i n j u g r e i T en. -er cks.inb ging langsam in ber Rfcktung auf Foia t unb bm ^ckanzen Nr^4 unb Nr 3 vor. Al- er fick ihnen auf zwei Jb.lomete. ge- den Angriff zum Stillstand, - .r lye.iO (attt l^em.iu,c Verluste unb zog sich ba Sonnenuntergang zurück, -te Ita liener hatten keine Verluste. Em Gete.U bei Tobruk. r. - M Aus Tobruk wird gleich alls ; gam« früh mürbe die Truppenabteilung, welche bu Jrocuui rur Batterie 149 auf ber Süb'-tte ber B.:-:t.zu '-' wen ile. bäume, nahmen em Bataillon netterie^iegtmems^^we, MMMM ferner durch die S.utene cfnd)c WWWWW IHictiU'Imljc Verlchiedenc;» ö £ Varianten Sie bitt» "■*■■■ PROSPEKT 101 und 102 ä L M © 5 o e. <1 a © Dreschmaschinen mH Im Rehmen eingebauter Prelvorrichtunq Ooetbestr. 25 III. 3-Zimmer- Wohnung mit Kabinett und Zu- Tüchtiges Mädchen evtl, auch Laufmlidchen -um Januar bei hohem Lohn gesucht. 7626 West-Anlage 33 I. Fräulein, bewandert in Buch- führung, Stenographie, Schreibmaschine, Korrespondenz, käusm. Rechnen, sowie all. and. Kontorarb. s.Stellg.aufeinemKontor. Schriftl. Angeb. u.010385a. d. Gieß. 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Der Liberalismus steht im Reich an Stimmenzahl nur wenig hinter der Sozialdemokratie zurück, er übertrifft bei weitem die konservativen Parteien mit ihrer antisemitischen Gefolgschaft. Auch im Wahlkreis Gießen muß er wieder an die erste Stelle unter den Parteien rücken; helft dazu, liberal Männer, am 12. Januar! Es gilt, den antisemitisch-bündlerischen Vertreter der bisherigen Reichstagsmehrheit zu beseitigen, auf der der Makel ruht, daß sie in der Finanzreform ein Werk geschaffen hat, das den Grundsatz der Gerechtigkeit verletzte, die reichen Erben schonte und den Massen der Minderbemittelten den Lebensunterhalt verteuerte. Es gilt zu verhindern, daß an Stelle des Vertreters einer agrarischen Klassenpartei das Mitglied einer industriellen Klassenpartei tritt, einer Partei, die den Reichshaushalt mit seinen Kultur- und Verteidigungsausgaben ablehnt und durch den Radikalismus ihrer Forderungen immer wieder der Reaktion, die sie bekämpft, das Wasser auf die Mühle leitet. Das ist die Ausgabe des Liberalismus in unserem Wahlkreis und dafür rufen wir alle Wähler zum Kampf. Der Liberalismus vertritt den Staatsgedanken gegen die Förderung der Standesvorteile, Gleichberechtigung, aller Staatsbürger ist seine Grundlage, Wohlfahrt des Ganzen ist sein Ziel. Wir treten ein für ein starkes Neich, dessen Friederispolitik fortgesetzt und gesichert werden möge; für Erhaltung der Wehrkraft zu Wasser und zu Lunde, damit kein Gegner sich leichten Herzens zum Angriff gegen uns entschließt; für die Förderung einer gesunden Kolonialpolitik; für den Ausbau der Versassnngsrechte unseres Volkes, für die Besetzung der Staatsstellen in der inneren und auswärtigen Verwaltung nach der persönlichen Befähigung, nicht nach Rücksichten der Geburt oder Religion; für eine Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit und für eine Sicherung des Reichshaushalts durch ein Reichserbschafts- oder Reichsvermögenssteuer: für den Schutz der Landwirtschaft, für Bauernhöfe und Arbeiteransiedelungen, gegen ungerechte Bevorzugung des Großgrundbesitzes, für die Beseitigung der Futtermittelzölle, für den Schutz des Viehbestandes, gegen Einschleppung von Seuchen und für den Ersatz des durch die Schutzmaß- regeln entstandenen Schadens; für die Förderung des Handwerks, Verbilligung seiner Arbeitsmittel, Erleichterung der Selbsthilfe, Hebung der persönlichen Tüchtigkeit durch Fach-u.Fortbildungs- unterricht, reichlichere Aufwendung staatlicher Mittel zur Nutzbarmachung technischer Fortschritte, Abstellung begründeter Beschwerden über das Derdingungswesen und über die Gesängnisarbeit, Energische Durchführung der Bestimmungen über den unlauteren Wettbewerb; für Staatsverträge, die unserer Industrie u. demHandel die bisherigen Absatzmärkte sichern, die verlorenen zurückgewinnen und neue erschließen; für den Schutz der Arbeiter in Stadt und Land, sowie der Angestellten in Privatbetrieben, für soziale Ausgestaltung des Arbeitsvertrages, Dervollständi- aung des Koalitionsrechtes, Verbesserung der Versicherungsordnung, insbesondere durch die Einführung der Altersrente vom 65. Lebensjahre ab, für erhöhten Mutterschutz; für ein zeitgemäßes Beamtenrecht, für die Sicherung der Stellung der Beamten als Staatsbürger; für Freiheit, Fortschritt und Gerechtigkeit in unserem lieben deutschen Vaterlande. v.Vl, Unser Kandidat, im Strtiüsfttotir Anten Erkelenz wird für diese liberalenForderungen mit aller Entschiedenheit eintreten. Ein Mann des Volkes wird er die Interessen aller Schichten der Bevölkerung zu wahren wissen. Bürger «.Bauern, Arbeiter «.Beamte sorgt dafür, datz unser Wahlkreis wieder liberal vertreten sei.