Dienstag. 50. Mai Iewrochcnes und viel umstrirtencs Werk, jenes berühmte Bildnis des Jan van Eyck, das die Brückeuthalsche Gemälde, aiw.nl ung zu Her- mannstadt besitzt, und das daher dis letzt nur von wenigen tfor- icbcrn besichtigt iverden lonntc. Tic Privatgalerie des Herrn von Nemes nimmt unter allen m den letzten -0 obren ent- l-anbcncn Privatfammlungen einen autzcrordeMitch hohen Rang cm. 2ie umspamu Die ganze neuere unngechichte utü> scheidet sich deutlich m zwei Gruvpcn: die altere Kumt RS 1800 uird die neuere Kunst, die durch Comtavkc, Detaeroir, -(orttutlli, Eou-Vei, Manet, Corot, Monet, Renoir, TegaS u,w. glanzend vertreten ist. Von noch höherer Bed-euiung ,rnd freilich die Werke der alten Kunst; unter den a.eut,chen ragen die Bilder des seltenen „Meisters mit Pen Assen" hervor, unter den alten Niederländern Werke des Hugo vair der GocS^ Barthel Bruyn und eine glän^irde Arbeit des „Meisters vorn ^.ode der Maria . Eiwge ältere Italiener, wie Simone da Bologna und Agnolo Gaddi, leiten über zu prächtigen Werken der HochrcnaiNance, unter denen ein Porträt Tizians, ein großes Tastlbild Tintoretros und ein köstlicher Moroni die Glanzüücke bilden. Tie besten Holländer, auch Rembrandt und Hals, iinö durch charakteri'm'chc Arbeiten vertreten, neben vier vorzüglichen Werken von Rubens steht ein schöner van Dyck. Ter wichtigste Teil der Sammlung find aber wohl bie Spanier, und »war deshalb, weil bie Samm lang Rcmes neun Meisterwerke d.s heute so Diel gegönnten Greco ihr exgen nennt, die eine geschlossene Anschauung non der kunü- lerischen Entwicklung dieses zum Spanier gewordenen Griechen geben, wie man sie außerhalb Spaniens heute wohl nirgends sonst erleben kann. — Eine neue Freistätte für Wasser-, Strand- unb Sumpfvögel ist soeben vom Intern. Frauenbunb für Vogelschutz, wie bie Geschäftsstelle in - bar. lottenburg uns schreibt, auf ber Insel Hidbcuscc iv.it» lieft von Rügen geschaffen worben. Abscheulich war bi: jetzt bav Rieberknallen der herrlichen Möwen, Secschwalbeu, Kampfläufer unb anberer Stranbvögel burch fcftieftroütige Badegäste unb Fremde, die juleben Bogelmassenmord zum Sport machten. Nun ftat der Jnteruationalc Frauenbund für BogclfÄutz Verträge mir den Iagdväcptern abgeschlosfcn, wonach fiel) diese verpflichtet haben, iebermaim bie Er laubiu* 5um Eiersammeln und Schießen zu verweigern und selbst bic Jagb einen graften Teil bes Jahres auf alle Arten unb auch auf eine große Anzahl besonders nambatt gemachter Arten sogar das ganze Zoär hindurch ruhen zu lassen. Zwei ortsansässige Vogelwärter sind verpflichtet, auf Innehaltung ber Schutzbestimmungcn zu achten, und feben etwaigen UcbcrtrerungvfaiL uunachsichtlich zur Au- zeige zu bringen. Auf dem besonders arg gefährdeten unbewohnten Süden Hibbensecs, bem „Geilen", soll im nad)» üen Jahre ein Blodhaws als Wohnung eines ausschließlich mit ber Aufsicht betrauten Wärters errichte: werden. Ter Intern. Frauenbund für Vogelschutz richtet an alle Ratur- unb bcf'oubers an alle Vogel,reunbe bie herzliche Bitte um Beitrage zu einem Fonbs für Unrerhalrung zweier Sogel- märtcr auf Hibbenfee zum Schutze ber dortigen Waffer- und Sumpfvogel. — Anzengruber i m P o l»z ei d i e n st. Tic bisher unveröffentlichten Polizeiaktcu Ludwig Anzengrubers, ter als junger Mensch aus Not für em paar Monate auch als Poliicibcamicr sein Unterkommen suchen mußte, Otiidt jetzt Anton Bettelheim in dem neuen Organ der Wiener freien Volksbühne „Ter Strom" oj. Es war gerade die Jeit, als der „Pfarrer von M i r d? f c 10" unter dem Pseudonym L. Gruber am 5. Rooe.nber 1870 im Theater an der Wien zuerst ausgesührt mürbe Richt einmal die Polizei schein! gewußt zu haben, daß der Verfasser m ihrem Amtsgebäude „Am Pater" mit dem Monatsgehalt von 50 (Dulden Schreiberd.enste leiste, Leumundsnoten topierc und Stedbncic ton Strolchen in Eoiocn; halten müsse. Im Jahre zuvor hatte Anzengruber im Hinblick auf feine Notlage ein Gesuch an das Präfidmm der Polizcidirckiwn gerichtet, in bem er um Anstellung bat. Ein Amtsdekret, das ihm Oiti Wochen nach der Vorstellung des „P'arrers von Kirchfe'o" zuging, ,'etzie ihn von ber Ernennung in Mennints. Als er nun feste Bezüge erhielt, stellte er feine Mitarbeit bei dem bekannten Witzblatt „Kikeriki" oen Witz zu zwei Kreuzern em. Aber der Scyöpfer des „Meineidbauer" reichte ,'chon am 25. Mär; 1871 wieder folgendes Entlassungsgesuch em: „Hohe- K. ft. Polizeidirekiwnsvräfisium Ter uniettanigft gefertigte, welcher die Ehre hatte, einer hohen Stelle feine geringen Ticnfte weihen zu dürfen, kommen, ein lang erstrebtes Ziel nach schweren Mühen zu erreichen und Die Laufbahn eirns dramatischen Dichters betreten zu können. Ta es nun fein sehnlichster Wmnfch ist, feinem Schafteusdrange zu folgen und auch in dieser Stellung feinem Ba'erlande Ehre ;u machen, fo sieht er sich veranlaßt, da er es mit feiner Pilichr durchaus nicht vereinbar findet, daß oer Ticnit nur die geringste LernachlMfigung leidet, welche brni-dben eben durch eine derlei ernste und eifrige dramatische Tätigten enoach'en könnte, cme hohe Stelle ergebenft zu bitten, das Nötige veranlassen zu wollen, damit er mit 1. kommenden Monats aus dem Staatsdienst ,'ch:ioen kann. Möge es dem Gesertigten zum ^chlufse nod) vergönnt sein, einer hot en Stelle für Oie gütige Nachsicht und freundliche Würdigung, Die seinen geringen Verdien len zuteil geworden und welche er stets in denkbarer Erinnerung behalten wird, seinen tieiergebensten Tunk auszw'orechen. Ludwig Pnzengrubcr, L l. Polizcidirettionsoffiziol IV. Klasse." vv 2UI 6a Anf ■ i U\ erst beim zweitenmal. Für die Sitzung der Siadtverordneien- "± Saub acf)z 28. Mai. 30. Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenklubs'. Das herrlich gelegene Laubach war dieses Mal der Treffpunkt der Vertreter der Zweigvereine des V. H.-C., die sich alljährlich zur Beratung der Angelegenheiten des Verbandes zusammenfinden. Ehrenpforten mit dem althergebrachten V. Gruß „Frisch auf" sind an allen Ausgängen der Stadt aufgerichtet; von allen öffentlichen Gebäuden, den Stadttürmen Laubachs wehen deutsche, hessische und solmsischc Fahnen und verleihen der Stadt das Gepräge, wie es einer echten Feststadt geziemt. Die Hauptversammlung, die um 11 Uhr im Saale des Solmser Hofs ihren Anfang nahm, war von fast sämtlichen Zweigoereinen beschickt. Deren seitherige Zahl 35 wurde durch einen neugebildeten in Groß- Steinheim bei Hanau um einen vermehrt; dieses neue Glied fand einstimmige Aufnahme. Als Ort der nächsten Haupk Versammlung (1912) wurde ohne Widerspruch Lauterbach Müller um Erlaubnis zum Ausschank alkoholfreier Getränke in seiner Badeanstalt. *• Nationalliberaler Verein. Heute abend finbet im Kaiserhof ein Vortrag über „Unsere Handelspolitik* (Zölle u. s. w.) mit anschließender Aussprache statt. Nedner ist Redakteur Henrich-Wetzlar ’• Gewerbliche Vereinigung. Die in unserer Stadt bestehenden 8 größeren Baugeschäfte haben sich vereinigt, um bei größeren Arbcitsoergebungen ein gemeinsames Angebot zu machen, worauf dann nach Zuschlagserteilung die Vereinigung bestimmt, wer von den Mitgliedern die Arbeiten mann wurde geschleift, kam unter den Wagen und erlitt einen Beinbruch, sowie eine Wunde am Kopf nebst zahlreichen Hautabschürfungen. Kreis Friedberg. F.C. Ossenheim, 29. Mai. Hier wurde der Sanbtoirt Mickcl mit 44 gegen 16 Stimmen zum Beigeordneten gewählt. Hessen-Nassau. w. Frankfurt a. M., 29. Mai. Am 31. Mai, 1., 2. und 3. Juni finden hier die Jahressitzungen des Vereins Deutscher La ryngologe n und der Deutschen Otologischen Gesellschaft statt. Sie beginnen mit einer Sitzung im Senckenbergischen Pathologischen Institut, der eine Besichtigung der Abteilungen für Laryngologie und Otologie des Städtischen Krankenhauses folgt. Die regel» mäßigen Sitzungen finden im Gebäude der Senckenbergischen Bibliothek statt, in deren Nebenräumen die mit der Ver- sammlung verbundene Ausstellung untergebracht ist. Der zur Besprechung stehende laryngologische Vortrag beschäftigt sich mit den „Aktuellen Fragen der Tuberkuloseforschung^ der otologische mit der „Funktionellen Prüfung des Vestibulär- apparates^ (Gleichgewichtssinnes). Außerdem sind aus dem Gebiete der Laryngologie 15, der Otologie 43, der Rhino- logie 14 Vorträge angemeldet. im Mo Pri PHi Ka Xen beim Zub schal 5 AL, Biih Kreis Lauterbach. nges, 29. Mai. Bei einem heute nacht nieder- Gewitter schlug der Blitz in die Hosreite des auszuführen hat. Ferner haben die vereinigten Baugeschäfte ö x , Ir. einen Mindesttarif für alle vorkommenden Arbeiten und! gewählt. Dem Antrag Herchenhain entsprechend wurden Materiallieferungen festgesetzt, der den Behörden und Archi-1200 Mark in den Voranschlag 1911/12 als Beitrag zur Er- tekten zugeaanaen ist und dessen Preise auch bei Prioatbauten! bauung eines Aussichtsturms auf der Herchenhainer Hohe nickt unterboten werden sollen. eingestellt und die Erbauung allgemein als ein zu sordern- mcht unterboten wecoenjou n. des Ziel des V. H.-C. bezeichnet. Der Bauausschuh wurde Landkreis Glenen. beauftragt, demgemäß Vorschläge in dieser Beziehung auf + Lang-Göns, 29. Vktt. Der 5. Bezirk des Gaues der nächstjährigen Hauptversammlung vorzulegen. Ebenso Hessen unternahm seine erste Bezirksturnfahrt gestern ^xde der Antrag auf Einrichtung von Aerogengas- von Butzbach aus hierher. Ter Marsch, der um.8 Uhr.am $ clcllAtung in dem alten und neuen Klubhaus an- Butzbacher Bahnhof begann und. zumeist durch prächtigen Wald £ der Bauausschuß mit der Ausarbeitung führte, brachte die Teilnehmer in zwei Stunden ans Ziel der ö^om r.Prt11ffrnrtt ^nrnnfrhfan für 1911/12 der Fahrt' wo gegen 11 Uhr schon mit dem Wetturnen begonnen des Projekts beauftragt. Der Voranschlag sur 1^11,1^, oer werden konnte, das Bezirksturnwart H a r t m a n n-Bad-Nauheim Mit i/oO Mark Zunahme und Ausgabe abschließt, leitete. Vom Gauausschuß war Gauturnwart Will-Gießen er- gutgeheißen. Das Festmahl hielt die L-eilnehmer bis 3 Uhr schienen. Zum WeUurnen hatten sich 90 Turner angemeldet, zusammen. Danach bewegte sich ein stattlicher Festzug unter von denen 73 gestern antraten; 37 erhielten Preise. Tas Wetter Borantritt der von der Militärmusikschule Friedberg gestell- war günstig, so daß das Turnen flott verlief. Gegen 7 Uhr ten Festmusik nach dem Rarnsberg, wo ein Waldfest konnte Gauiurntoart Wlll bereits die Preisverteilung vornehmen, I »tattfanb Gesänge der Gesangsabteitung des Zweigvereins die folgendes Ergebnis hatte: 1. Preis: G. Schtmrb-Butzbach und eines Schülerchors unter bewährter Leitung mit 79 Punkten, 2. Preis: E. Clement-Butzbach mit 76 Punkten. I, ei»drers Döll verfchönten febr diefe Veranstaltung. Auch ÄE Ä« b'm'sanä' ?ulbigten bie S §.S.-SÄ unb .ÄfterS WÄer.ffiörlen. ‘t&M P>: Selbst die Vereine, bie wie Bübingen, Lauterbach Schotten W. Koch-J-rndberg. 7. Preis (64 $.): R. Jung-Ober-Mörlen. größere Fußwanberungen Mit bem Endziel Laubach unter- 8. Preis (63i/o P.): H. Hartmann-Bad-Nauheim. 9. Preis nommen hatten, waren unermüdlich in der Beteiligung an (63 P.): H. Kleinsteuber-Butzbach. 10. Preis (62y3 P.): O. dem Festgetriebe. Erst die späten Abendzüge und ein etn- Hertel-Butzbach. 11. Preis (62 P.): I. Aiathäus-Nieder-Weisel. gelegter Sonderzug brachte die Teilnehmer wieder aus der 12. Preis (59 P.): P. Draber-Bad-Nauheirn. 13. Preis (57 P.): Feststadt. An den begeisterten Dankesrufen und -Worten A. Feuerftein-Ober-Mörlen und K. Grieb-Gambach. 14..Preis kannte man erkennen, wie sehr befriedigt sie sie verließen. M;*' WerASbaH. tb. Preis (56 SB): .9- ®6raiti- Eichelsachsen. 29. Mai. Hier gingen einem Mann Ober-Morlen und G. Clchtki'Lornaiwnheinr. 16. Preis (o5Vs P.). .'r F. Brandt-Bad-Nauheini. 17. Preis (54 P.): P. Jarob-SteiN-!4 Kühe nut einem beladenen Wagen burch. Der ^uhr- < uitb «er jßl ■in ' Kilila ,;son' beerb' die Lohnbücher in der Betriebsstätte verbleiben sollen, wenn I furth. 18. Preis (52^/2 P): W. Heß-B«^-Nauheim. 19. Pre^ dis Arbeitgeber glaubhaft machen, daß die Wahrung von 7g rb'^brikationsgeheimnissen diese erheischt Schneider-Ostheim!,' H. Stüber-Wölfersheim und A. WeidemaNn- Ans B e r ck t e s g ade n wird amtlich gemeldet, daß der Ober-Mörlen. 22. Preis (491/2 P.): B. Wack-Bad-Nauheim. Prinzrege n l v o_u Bayern bat AufenthaltiN Berchtes- mrei5 (481/2 P) • O Graul-Griedel. 24. Preis (48 P.): gaben über die Pflngstseiertage zu verlängern beachichtigt und sich & Läustt-Nieder-Weiselund C Müller-Lang-Göns. 25. Preis bei der am 1. Juni stattfindenden Erofsnung der Kunftausstellmig Jnna-Grüninaen. 26 Preis (46 P): O. Hehdt- in München durch den Prinzen Rup^ v^ten laßt Die W.T^!^^ns und W. Kost-Nieder-Wöllstadt. Verlangerung deS Auientyalts in Berchtesgaden erfolgt auf a^t- u , Schütz-Nieder-Wöllstadt. 28. Preis lichen Rat. Der Prinzregent leidet seit einigen Tagen an rheu- ^ JTalk-Steinwrth matischeii Schmerzen der linken Hand, welche ihn nötigen, sich ^»anasd^f 8) Mai Bei dem Bezirksturn- Schonung auszuerlegen. Zn Beiorgmsten irgendwelcher Art gibt -^ang^oor s, -rbielt der Türn- das Allgemeinbefinden des Prinzregenten keinerlei Anlaß. — fest des 3. Bezirks des Gaues Hessen erhielt der Turn Zur Erinnerung an die 25 jährige Negentschcrft des Prinzregenten verein' Langsdorf sechs Preise. werden am 10. Juni von der bayerischen Poswerwaltung zwei r. Londorf, 30. Mau Heute nacht gegen 2 Uhr er- besondere Freimarken zik 5 und 10 Pfennig ausgegeben. Diese tönte in unserm Orte der Feuerruf. Die Scheune Marken sind nur vorn 10. bis 30. Juni gültig und nur für ben unb Stallung des Friedrich Aumann in der Hintergasse deutschen und deutsch-österreichischen Verkehr bestimmt. ftant) in hellen Flammen. Beides brannte ganz ab, das Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt zu ^m ^elegramm- fonnte gerettet werden. Auch das angebaute Wohn- - ***** •» - Schorlemer mit Recht znrückgewiesenen Behauptungen, als ob m Nr 123 erwähnte Redner beun Waldgottesdienst m der Mailbach ein Kurswechsel sich in der Ostmarkenfrage vollziehe, fallen ge- war Sttstprediger ^mer. Freytag aus ^lfeld a. Harz. (assen hat. Darmn wird auch in der Antwort des Reichskanzlers I Mtetö BÜoiNgen. „ oie Notwendigkeit hervorgehoben, Hand in Hand mit der Re- -e- Büdingen, 30. Mai. (Tel.). Ein mehrstun- gierung auf dem alten Wege fortzuschreiten. digesGewitter richtete am gestrigen nachmittag zwi- Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die „Vossische Zeitung"k^n Mittelgründau und Gelnhausen erhebverbreitet sich schon zum zweiten Male in ihrem Leitartikel über k - Schaden an. Wolkenbruchartiger Regen und b-r &agetfcf)£ag vernichtete bie Fluren in ben Gemarkungen und Schmoller innehaben und, wie die Unterricht-Verwaltung ' 2 OipfitnS lieblos ist besonders schwer hofft, noch recht lange ziereii werden. Die Unterrichtsverwaltung Mittelgri^dau und ^leblos, ,-^ievto- ist velonoers beschäftigte sich bisher nicht mit der Frage, wer einmal Sum hermgesucht. Zwischen Mitte^rundau und Lreblos ist der Ersatz für die beiden Nationalökonomen nach Berlin zu berufen! Eisenbahndamm unterspult. Der um 5 Unr nachmittags rn sein wirb. Die in der „Bossischen Zeitung" wiederholt aufgestellte Gießen abgehende Zug, der 6.42 in Büdingen fällig ist, Behauptung, daß ein Ersatzmann bereits bestimmt sei, ist völlig konnte nur bis zur Unfallstelle gelangen und mußte nach aus der Luft gegriffen. Bübingen zurücksahren. Der Zug 8.47 ab Gelnhausen konnte ----- ■ ■ - nicht abgelassen werden. Der Verkehr nach Gießen konnte Arrslano. nur von Büdingen ab aufrecht erhalten werden. An der Das englische Oberhaus nahm am Montag in Wiederherstellung des Dammes wurde die ganze Nacht ge- 'zweiter Lesung die Parlaments bill einstimmig an. arbeitet. Bis heute morgen 5 Uhr wurde der Verkehr Wie aus Saloniki gemeldet wird, sind auf der Land- wieder hergestellt. straße bei Florina zehn Landleute ermordet auf- X Bad Salzhausen, 28. Mai. Gegenwärtig wird gefunden worden. Der Bevölkerung im Bezirk Florina zwischen hier und Nidda der ganzen Kreisstraße entlang ein hat sich infolgedessen große Aufregung bemächtigt. erhöhter Fußsteig angelegt. Der Fußsteig wird roefenk — . „ : lich zur Verbesserung der Verkehrsverhültnisse beitragen und littO besonders von den Kurgästen freudig begrüßt werden, weil Trupvenübungsplatz Döberitz, 8S. Mau D« bann auch bei Negenwetter fast trockenen Fußes größere K a 1 s e r trat heute morgen hier ein, und es begann um b,30 Uhr, . „ . J , re.™ wie alljährlich, am 29. Mai das Exerzieren der zweiten Garde- Spaziergange von hier aus machen kann. Cm hiesiger E n- Jiifanterie-Brigade, an das sich eine größere Gefechtsübung unter wohner hat eine beträchtliche Summe zu den Anlagekosten Hinzuziehung von Truppenabteilimgen aller Waffengattungen an- beigesteuert. — Da die Amtszeit unseres Beigeordneten Herrn schloß. Prinz Joachim von Prenßen: zog sich» bei dielen Weil abgelaufen ist, muß demnächst eine Neuwahl ftatt- Uebungen, denen auch bie Stau er m beiwohnte, eine ern|te y Fußv erletzung zu, die darauf zurückzuführen ist, daß er fuiben. ^er hiesige Beigeordnete ^t als Vertreter des in eine Bodenvertiefung geraten und zu Fall gekommen war. Bürgermeisters von Kohden einige regelmäßige Burgermelsterel- Er wurde im Automobil nach dem Kabinettshause in Potsdam geschäste zu erledigen und erhält dafür etwa 150 Mk. Bureaugebracht. Tie ärztliche Untersuchung ergab einen Bluterguß I foßen jährlich. In Oberhessen ist dies wohl der einzige Fall, rechte^Kniege.eni. baß in einer Landgemeinde dem Beigeordneten eine Vergütung 3ltlS jptaOt IltlO Land. gewährt wird. Es ist dies dadurch begründet, daß der Bei- ~ ©ieüen 30. Mai 1911. geordnete ein Dienstzimmer stellen muß, das in unserem ’ct.4y,n/w ^abeott bei Vermietung an Kurgäste jährlich mehr als die a« 24.0^^ IS geruht, Rümlteu? unb^SchriststeUer auSgiworsene Vergütung cinbringen würbe. Friedr. H annemann zu Tarmstadt die Erlaubnis zur An-1 /\ Himbach, 28. Mcn. Gestern erstand em ^Igent nähme und zum Tragen des ihm von dem Kaiser von Rußland her Konservenfabrik Röoiger zu Stockheim die Kirschenverliehenen St. Stanislaus-Ordens 3. Klasse erteilt ernte von etwa 1000 Bäumen für den Betrag von 2910 Mk. am BÄ. tTBoTÄ -um bie ers^ubung -urFabrü, b.edie ki.rsch-,. ** Forstliche Vorprüfung. Bei der forstlichen Vor- zum Einkochen, Emmachen rc. verwendet. Der Gemeinde Prüfung zu Gießen am 1. Mai haben n. d. „Darrnst. Ztg." erwächst eine sehr schöne Einnahme. Zum Versand i|t auf von fünf Kandidaten vier die Prüfung bestanden, darunter breil bem sogenannten Kirschenberg ein Gebäiide mit ausreichendem S1»tzuna der Stadtverordneten- Kellerwerk errichtet. Auch den umliegenden Gemeinden Roden- VersawiVng am DonnerItaL 1. Juni, nach- buch, Glauberg, Enzheim stehen b-i heungtm guter. ««scheu, mittaas 5 Ubr. ist iolaende Taaesordnuna voraeseben: I°hre reichliche Einnahmen in Aussicht. Überhaupt wird Letzte Nachrichten. Aus dem englischen Parlament. London, 30. Mai. Das Unterhaus nahm die zweüc, Lesung des nationalen V e r s i che ru n g s g e s e tz e s e i n ftim-! mig an. Die Regierung hofft, das Gesetz noch in dieser Session zu verabschieden. Ferner mürbe ein Entwurf angenommen, in welchem das Ueberstiegen gewisser Gebiete in Flugzeugen bestraft wird. ' London, 30. Mai. Im Verlaufe her Schlußaussprache über die zweite Lesung der Parlamentsblll erklärte im Ober- Hause der Kriegsminister, die Regierung handle im Geiste der Verfassung, wenn sie sich bemühe, diese in Einklang der modernen Zeit zu bringen. Lord Lansdowne unterzog das Gefetz einer scharfen Kritik und erklärte, daß es den Lords weder bedeutsamc noch überhaupt wirkliche Machtvefugniiie belasse. Er werde nid): gegen das Gesetz stimmen. Lansdowne erklärte weiter, obwoh. wir zugeben, daß nach beiden Wahlen die Regierung das Rech: hat, diese Frage zu regeln, ist es doch wünschenswert, daß wir die Besttmmungen des Gesetzes im Einzelnen erörtern und solche Zusätze Vorschlägen, die uns etwa notwendig erscheinen. Ja vertraue darauf, daß diese Anträge in der gewissenhaftesten Weil- von der Regierung aeprüst und erörtert werden. Lansdown: schloß: Wir werden darauf Hinweisen, daß es, während wir dir Neuzusammensetzung des Oberhauses erwarten, notwendig ist, einige Sicherheitsmaßregeln ausfindig zu machen zum Schutze des Landes gegen gefährliche und unüberlegte Neuerungen und vor allere Sicherheitsmarßegeln, um unsere heiligsten Einrichtungen und Grundlagen der Regierung des, vereinigten Königsreichs gegen einen unersetzlichen Schaden zu schützen. Viscount Morley erklärte, die Regierung werde es nicht abweisen, über irgendwelche Zusatzanträge, die nicht dem Prinzip des Gesetzes widersprächen, zu beraten. Darauf wurde die -wette Lesung em- stimmig angenommen. Der Zusammenbruch des Berliner Sportpalastes. Der Direktor des Berliner Sportpalastes R 0 st i n ist am Samstag abend unter dem Verdacht schwerer Urkundenfälschung, Betruges und Unterschlagungen verhaftet worden. Die Verhaftung erfolgte durch Kriminalbeamte im Sportpalast, als Rosttn sich %4 einer Gläubigerversammlung begeben wollte. Heber die famoje* Zustände, die in der Verwaltung dieses Sportpalastes se^rrscm haben müssen, teilt der „Berliner Lokal-Anzeiger" folgende Einzelheiten mit: . Im Jahre 1908 gründete Rosttn, nachdem er aus der Verwaltung des Eispalastes an der Lutherstraße mit einer größerer Abfindungssumme ausgeschieden war, eine 6k m. b. H. zurNeis beförderung. Gesellschafter waren feine Frau und fein Bruoer, während er selbst als Geschäftsführer fungierte. Ihm war General- Vollmacht, auch zu Geschäften jeber Art mit sich selbst gegeben So konnte er in einer Versammlung der G. m. b. beschließen, für die Gründung des Sportpalastes, die er les. Versammlung am Donnerstaa, 1. Juni, nach, vacy, wiaiipe^ wnjgcim liegen u« geuu mittags 5 Uhr, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: >ahre reichliche Einnahmen m Aussicht. 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch der Hoch- und Tiesbaugesell- 1911 ein gutes Obstjahr werden, schäft vorm. H. Winn & Eo. für die Marburgerstraße. 3. Ab- Kreis Lauterbach, kommen mit dem Architekten Phil. Nicolaus wegen Schaf- Wen fung eines Zugangsweges zu seinem Wohnhaus an der Süd- gegangenen C .. , „ . Anlage. 4.' Verkauf der alten Klinik. 5. Befestigung Landwirts und Gemeinderats Konr. Wahl II. hier ein, des Weges zwischen den Häusern Nr. 38 und 42 an der wodurch die ganze H 0 f r e i t e e i n g e ä s ch e r t wurde. Drei Marburgcrstraße. 6. Umgestaltung der West-Anlage, hier: Stück Rindvieh wurden vom Blitze getroffen und getötet, Einspruch des Theodor Geilfus. 7. Reparatur des Daches auch sämtliches Mobiliar ist mitverbrannt. Der Schaden des Pferdestattes beim Wohnhaus der vormaligen Aktien- ist nur teilweise durch Versicherung gedeckt. brauerei 8. Freibad für Frauen. 9. Voranschlaa des^ Kreis Schotten. Realgymnasiums und der Oberrealschule für 1912. 10. Genehmigung von Rechnungen. 11. Vergebung von Arbeiten uno Lieferungen. 12. Grenzgraben Gießen - Krofdorf. 13. Waldwirtschaftsplan für 1912. 14. Gesuch des Phil. (Bcric^tsfaaL w. Offenbach a. M., 29. Mai. In der Offizialklage gegen den Rentner Franz Moller von Offenbach a. M., der dem Bürgermeister Dr. D u l l 0 in einer Wählerversammlung Mangel an Ehre und Pflichtgefühl vorgeworfen hatte, sprach die Darmstädter Strafkammer heute morgen ben Angeklagten frei, indem sie ihm das Recht der Wahrung berechtigter Interessen zuerkannte. Die Kosten wurden der Staatskasse auferlegt = Marburg, 29. Mai, Zu dem gestrigen Gerichtsbericht sei mitgeteilt, daß die Verurtettung wegen einfachen (nichi betrügerischen) Bankerotts erfolgte und beiden Verurteilten 10 Monate der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet wurde. Leipzig, 29. Mai. Tas Reichsgericht verwarf die Revision des Lokomottvheizers Otto Schlachter, der vom Schwurgericht Heilbronn wegen Ermordung seiner Eheftau am 25. April zum Tode Verurteilt worden ist. Trier, 29. Mai. Der Verteidiger des zum Tode verurteilten Rennfahrers Breuer beantragte an Hand von neuem Beweismaterial bei dem hiesigen Landgericht das Wieder^ aufnahmeverfahren. Arbeiterbewegung. Berlin, 29. Mai. Insgesamt sind jetzt in den Bäckereien Groß-Berlin 4035 Bäcker und Konditoren zu den neuen Bedingungen beschäftigt. Erfolge noch über die gestellten Forderungen hinaus sind erzielt worden m 347 Betrieben in denen der Verband der Bäcker vorherrscht. In diesen sind 878 Bäcker und 75 Kondttoren beschäftigt. Königsberg, 29. Mai. Aus Anlaß des Ausstandes in der Norddeutschen Cellulosefabrik kam es gestern zwischen Streikposten und Arbeitswilligen zu einer großen Schlägerei^ Atehrere hundert Mann bewarfen sich mit Steinen, wobei mehrere Arbeiter verletzt wurden. Em starkes Aufgebot Polizei und Gendarmerie stellte die Ordnung wieder her. Kleine Lageschronik. Aus Bärenwalde (Sachsen) wird gemeldet: Am Somttog früh brach in der Bürstenfabrik Ernst Tittel Feuer aus Tas Wohnhaus, ein Seitengebäude und das Kesselhaus wurden vollständig eingeäschert. Sämtliche 36 Maschinen wurden zerstört und 12 000 Mk. bares Geld vernichtet. Ms Ursache des Brandes wird Blitzschlag vermutet. In O l s e n i. Westfalen wurde beim Brand eines Wohnhauses die Besitzerin, ein 50jähriges Fräulein, erwürgt im Bett a uj g e f u n b e n. Der Tatverdacht richtet sich gegen ihren Neffen, einen 16jährigen Bergarbeiter. Der Bantter Naphtali, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank, ist nach schwerem Leiden in Berlin geftorben. Wie die „Tilsiter Zeitung" aus S ch i l l g a l l e n meldet, brannten am Montag nachmittag dort zehn Wohnhäuser nieder. Drei Kinder einer Familie sind ver b rannt, zwei Kinder einer anderen Familie sind verletzt. Am Montag vormittag brach in dem „Ehutes", dem größten Vergnügungspark San Franeiseos ein Brand aus, dem der ganze Gebäudeblock, ausgenommen den des massiven Theaters, zum Opfer siel. Bisher wurden drei Leichen geborgen/ Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch Dem 31. Mai 1911: Meist heiter und trocken, Gewitterneigung. D01 JAVOL II eisens Monat-frch liefe der Uni«|ud»in6»n^ier bei 9t daEchung Kon Qbbaltrn. Im Behbe der ^rr> General-Vertreter für BüdinKe* : ftuntar Mmtt. Büdingen, Tel«-phon 13 lRS Bermietungs - Liste des Vereins der Hausbesitzer. Möblierte Zimmer. sofort Balmboinraste tfi All , Ho'mainistiaste HU Verkaufsstelle für Cwiessen: Deutsche Fahrrad-Industrie, Kirchenplatz 9 Inhaber: Anten Breuer. Giessener KonzerWerein. WnirdkMe ®cntrahtriommlniig am Sonncrotag »en 1. Juni, 5>/, U6r, im Restaurant Metropol, Plockstraste (1. «tock) ent . ... Timang innen viunniiu» ^^" '7 7 " ,......„ tn inner Zeit and) die f l e, n ft c n »c d> i c I z u $ r o I f JL von den iwd) im Umlauf befindlichen Werdicln und zadlreube nur mit seinem Warnen, andere mit ter Firma gewidmet «nr die levterrn haben ©ultigTeit. Die Pan wen betragen 731000 Mark in Sfdjffln und über eine Million Mark in Kontokorrent- schulden Es sind demgegenüber ^wentg Aktiven vorhanden, l» die Einrichtungsgcgenstände mit Borde halt be» Eigentümered)*J vorgenommciicn Umcriudmimcn der b ftnunirurn fioblcnf ü iirebaöer geliefert md Die V o vo t heke n s cdu l d belauft sich au f befr^anbel» erimeieii heb Dr. 3i«ct # 4 Millionen Mark. Tre hauptsächlichsten Intercn -men | wissen als tue nn i f a... u e n r n tv. " ">i au.1. e," d> ,en. _» 81 3k h??8es ..bJömnen Wn Jjf,.. ‘^Qoloo't u, * * »•;. ,fnienbttüti^ H'.8- «L 61lWgi '. 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Stein’s Garten - Giessen Samstag am 3. Juni 1911 rterA erRättc, dast die suu ' mi. in du tun wu ... ..... -n und auch diese Summe al» Wert der Sacheinlage »u inner ! -j,n i’friügung ständen Seiler sollte er noch bet weiterer Et' Lg de» Ltammkapitals, da» aus 1200000 Mk gebracht erden sollte, weitere 150000 Mk erhalten Damit hatte er 7,n für seine Idee 630 000 Mk bekommen. Nachdem der t-vrtpülaft dann eröffnet war, hat Rosttn den grofeten leii k« Emnahmen stet» für sich au» der Kasse genommen so dafe Bankguthaben nur 4 2 Mark detr u g edwn vor igeiellidwlt zur ueprrnau.it ..r lleberleittinq der Okklhchdft nut bef*rtP^ Haftung ui’ biefe l^iengeselNchaft bä ?'"^"nger vollsuindis« [Hfqriuiig der Berhaitn i e der i1* m b. X* eU Xzt* einet .''..Iduii-i vom Montag normittag lU b” ^irf^T Stofen am Montag rn-.teg aui> der entlasten w^den^ T>e Ängebönarn Rost'n» bibcn lür ibn eine Jiaution oon 50 000 JfT. gdtellt Was die Zukunft des - vor tval alte» betriTM, w hoffen ut4 frreunbe. M-3 llnternebrun so weit faraacn |u können, das; an eine frotihibrung gedacht werden Tann. Soeben erschien in meinem Berlage: Adreßbuch von Dillenburg Nach amtlichen Quellen bearbertet. Preis Mark 1.50 frank. Nachnahme. Dillenburg im Mai Ml- , < Buchhandlung Morrtz Werdenbach ’ ’ (K eeti-8 Äu6f.) 10"/. Luft-, Licht- nid Seaieitoi an 6 tia. Getrennte Abteilnngen für Herren und Damen. I (VintriUfitorttn, Mitgliederkarten ufw. find an der Berkaus»- -lellc der Äiller scheu Badeanstalt und tm Reformhaus. 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