Zweiter Blatt M- Jahrgang Nr. 124 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag». rotektorat über den Landes - und rs. imö der Franks. Zl vollkommen. tück interne Bereinsongelcgenheücn. rbc fttt« wrdern, £ie „Gießener LamilievdlStter" werden dem .Sinniger* viermal wöchentlich beigelegt, da« „Krellblatt für bei Krell riehen" zweimal wöchentlich. Tie .^andwinlchästllchen Sell, fragei" erscheinen monatlich zweimal. Wetter^ tt am Plft aycrn übernommen. 3d sein, den Flottenvcrein Mreuscm genügt werde." . Tie Entschließung wird daraus ohne Aussprache einftunmig Line amtliche Veröffentlichung über die elsaß-lothringische verfassungrreform. Tie „Norddeuiicte . Lgcm.. te jeitung" schreibt: Tie geduldige und langwierige Arbeit an der elsaß- Ictbringn'äMi Ber'assungsresorm gewann schließlich eine stattlich: Mehrheit für die Vorlage. Es wurde bcoauert, daß bei diesem eutung entsprechend, nicht eine g:- jchlossene Haltung de- Reichstags erreicht werden konnte, Ares Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: ^»Dbl. Redaktion: 112. Xcl.-?ü>ru AnzeigerLießen. 3m Anschluß an die Sitzung des Gesamtausschusses fand im Saale des Zoologischen Gartens ein Festkommers statt. Justiz- ' | rat Wagner Berlin verlas unter großem Beifall das Antworttelegramm de8 Reichskanzlers, Der hessische Landcsparleilag der sortschrittlichen Doltspartei. ch. B i n g e n, 28. Mai. irbilli» -35 MkC veutjcher Berufsgenofien|diaft$tag. Lindau am Bodensee, 27. Mc^i. Montag, 29. mai |9U Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universität««Buch« und Creindruckerei. 8t Lange. Gießen. Tuch, I und 40 Pli 20,25,35 , 10 und 40 , Paket 25 , , und 65 . 5 und <0 i Stück 45 8 Qualität. I Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen angenommen: ,, „Der Gesamtausschuß des Deutschen Omnarkenverems hat bei ungewöhnlicher Beteiligung aus allen Teilen des Reiches folgenden Beschluß gefaßt: Ter Gesamtausschuß des Deutschen LZnnarlcnvercins ertiärt sich mit der Lnieignung3irage in allen Teilen völlig einverstanden und erwartet, daß, die Regierung, gestutzt aus das unbeschranue Vertrauen des gesamten deutschen Volkes, iortfahren werde, für die Anwendung des Gesetzes von 1*308 zur Erhaltung und Fortführung des segensreichen ost- märkischen Ansiedlungswerkes wie bisher mit voller Kraft ein- zutreteu. Wer nicht nur die Anwendung des Enteignungsgesetzes ist derzeit in Frage gestellt, es wird von amtlicher Seite auch die Einschränkung der Ansiedlungsiätigkeit angefünbigt unb da mit in einem Augenblick, wo die moljltäiigcn Folgen sichtbar in die Erscheinung treten, Die große Schövfung Bismarcks,angenommen, gefährdet. Das deutsche Volk ist der Erwartung, daß es i Darauf sprach Professor Frhr. v. Stengel über das See« nicht zu einer solchen Einschränkung kommen werde. Run haben &cuteredtt. Kontre-Abmiral a. D. Weber iBerlin, erstattete die Führer der nationalen Parteien wohl gegen die IVZatinabme ben ^schäns- und Jahresbericht. stornmerzienrat Tannenbaum Verwahrung eingelegt, aber die Besorgnis weiter Mrcile ist beantragte die Entlastung des gescyaftssührenden Vorsitzenden und nicht mehr durch bloße^Versicherungen, sondern nur mehr aut ^eS Hauptschatzmcisters, die erteilt wurde. Die ausscheidenden Gruiid unzweideutiger Tatsachen zu überbrücken. Zur Wieder Mitglieder des Präsidiums, die Rechnungsprüfer und deren Stell- Herstellung des öffentlichen Vertrauens zu der Regierung bei Vertreter wurden wiedergewählt. Dem Verein „LeeinannS-Er- gut ragen, bleibt eine der größten Haupttorgen des deuNchcn holungsheirn" wurde ein Betrag von 1OOO Mark bewilligt. Als Osttnarketibundes." , 1. nächster Tagungsort wurde Weimar gewählt. Die weiteren Gegenstände der Verhandlungen betrafen nur ---—-------------------—----- _ . Zum Anträge, das Reichsversicherungsamt möge eine gerechtere Grundlage für Die alljährliche Feststellung des Postbetriebsfonds herbeisuhren, teilte der Vertreter des Reichsversicherungsamtes mit, daß bereits Schritte unternommen worden seien, wodurch die dem Anträge zugrunde liegenden Bedenken behoben fein würden. 9 Heber aus zahlreich besucht war die heutige 11. ordentliche sauptveriammlung. Der Präsident des Deutschen Flottenvererns Großadmiral v. Köster eröffnete die Versammlung mit einem dreifachen Hurra am den Kaiser und den Prinzregenten. Er begrüßte dann die Erschienenen mit herzlichen Worten und dank:, besonders dem Prinzen Georg von Bayern für sein Er)Leinen. Der Prinz antwortete mit einem Dank an den Pra,identen fach yn.1* 3 und 85 Pi?' Stück 35 8 sr Dose 5 - ßogen 2" • er M t . Hier fand heute der Landespaiteitag der Fortschrittlichen Volkspartei statt. Tic Tagung wurde von dem Parieivorjitzendeii Justizrat G a 11 u s - Darmstadt eröffnet gclcuei Als Mitvoruyendc schlug er die Herren M. Ray'Bingen und Landtagsabg Damm-Friedverg vor, als Schriftführer Henk-Alzey, die diese Aemtcr übernahmen. Dann begrüßte er die Erschienenen, u. a. den Reichs- tagsabg. Kopsch-Berlin und Generalsekretär Jsberner-Ber- hu. Bon Parteifreunden und Parteiorganisationen außer- ebig dem Jahresbericht veröient hervorgehoben zu wer- ben daß der Verein am 31. Dezember 1910 eine Mitglieder;ah 1 von 1034 987 aufwies. Das Vereins vermögen betrug am 1. Januar d. Js. 370 661.03 Mk. gegen 335 838.17 Mk. im Vorjahr. Für das laufende Jahr ist wieder eine Verstärkung des Umsangs der Flotte, ferner weitere Lehrer- und Schülerfahrten an die Lee I* •terSt^«6* ,phon 1S6' W-' ®eL $ jegU”1 tag, 9 zum Reichstag. ,.., lieber die L attgkeit im hessischen Landtag sprach Landtagsaba. Reh-Alsfeld. Dieser erklärte, baß die Partei beim Wahlgesetz zu irgendwelcher Arbeit nicht heranaezoaen worden sei. Im übrigen verbreitete er sich über das neue Landtage Wahlrecht, die ftautelen |omic bte Stellung der Ersten Mammcr. Er schloß: 'Rieder mit dem hessischen Reaktivnsblock! Wenn wir das erreichen, Haden iuir eine liberale Tat getan. Tann sprach .>topsch-Berlin der beionders betonte, daß die Meinung Kor eil s in- bezug auf die Zölle die gleiche, wie die der Gesaml- partei ist. Er sprach über die verschiedenen Parteien und die Art ihres Aufmarsches und roarutc besonders vor der Uiiterschätzuiig der Gegner. Zwei Erklärungen, eine in Der besoiiders hervorgehoben wurde, daß jede pcr|onltd)c oder kvnjejsivnelle Bekämpfung der Gegner ausgelchaltet sein soll, und eine, in der die Stellungnahme des LandeS- ausschuß cs in Der Einigungssragc gebildet wurde, wur den angenommen. Ferner erfolgte Die Wahl des Bor- st andes , des engeren Ausschusses iuiD eines Jtontroll* ausschufjes. t'iach einer kurzen Aus,prache wurde der Partei- tag geschlossen. Am Rachmittag erfolgte em gemeinsamer AuSsiug nach dem Rationaldenkmal, ivo eine patrwti,che Kundgebung stattfand . halb Hessens waren Vertreter und Begrüßungstelegrammc sowie Depeschen eingelaufen, die er verlas. Ten geschäft lidicn Jahresbericht erstattete Hullmann, der mitteilte, daß 1907 die Lrganisation aus 22 Vereinen mit 3000 Mitgliedern, 1908 aus 39 Vereinen mit 3500 Mitgliedern bestanden, jetzt aber einen Bestand von 113 Vereinen mit 9400 Mitgliedern aufweisc. Den p o 111 i s ch e n I a h r e s b e r i ch t erstattete Stadt- verordneter -:eeheun und Pfarrer Koch-Berlm- ^ch° Fortschritt Der Redner kritisierte besonders scharf die «;7r ul "Ä^Ä'^PWO, üZSm 'S alÄ? wTeU «-'chrankung dcs -XM 2WWjta Lnhe. ^ iüVrte u. a. aus: Es ist gesagt worden, der Ott- L'das ^iserhoch ausbrachte. aber wurden auch unter Dem neuen Recht eme gedeihliche markenverein habe sich in das ^uleignungsge'etz verbissen. Xeuic - — I Wirksamkeit ent|alten können ^.euerhin i-x- BchEung ist faliÄr mie diese. Wir betrachten M. haupwersamm!ung ÖCS Deutschen Ztottenvereinz. Wenzel-Berlin über die Neubearbeitung der Normal- nungsgesetz mchl als ein Alleinheilmittel, esi't em BaustemmI s Nürnberg, 28. Mai. Unlallverhumngsvorschritlen tiert tPfg. ckütten. I und 22 . 21, »tück i. akete 4». Cjhnarfcnvcrem üct ange vu ISOö fchaftlichen strcise Nürnbergs tcilnohmen Cberbürgmnnitcr Geh. beseitigen. $crunxSc<; ^ti^Diqint Der Enteignung hin- vofrat Ritter v. S ch u h begrutzte die Anwesenden Mit etna I Ueber die bisherigen Erfolge des Zufammenwirkens den Reichslanzl Enteignungsgesetz vor längeren Ansprache, m weicherer aussührte, die Beitrebungen des Berufsgenosfemchatten mit oem Roten streuz berichtete iSZk In im9o ’^eunbe Ä V^walrungsdirettor Schdinmann-Berlin. Das Rote sttr die deutswe Sache im Citcn gewonnen worden, die auw i^or^er Semndm,^wi^ ^„N^Tv^S ö^ste?- ÄiLl d^ntt! >treuz bildete auf Mafien Der Berufsgenvisemchasten Leute Dafür mit Ra: und Rat cingetrcten «uuv Und m ^^^lick^'Begrüßung und betonte, daß aus, welche bei Unfällen Die ernt 5?Uie leinen tannen. 3n Mreifen sind Die Wogen der ^nnu'mng über dn Nichtanweiwung mr ^-wung uaw bcm gerade verschiedenen Städten seien bereits derartige Unterrichts- des EnteignungsgeleveS mcl hoher gegangen A,^ b^un^^lbw der CrTftflThing deutschen überseeischen Be- mrie durchgeführt. SÄ l^^SSÄÄnD. Besichtigung Der Stadt und ihrer' trage, Reichsverucherungsamt möge eine unbegründet ut. Der Ausichutz des ^mnarnm'l.relns otnn auck, nicht gezögert, den Ausfühnmgen des Ministers mit a ler Entschiedenheit entgegenzutreten, -ter Munster ist aber dein Ersuchen, seine Erklärung abzumildern, nicht, nachgetommen, er hat seine Ausführungen sogar noch beträchtlich erneuert. Sienn bei Minister sagte. Der Verein zähle unter .einen J.VitglieDern mehr als zur Hälfte Beamte, | o i |t b»s unrich11 g. ~?er übrigens zwischen den Zeilen zu leien versteht, wird aus Dioer Bemerkung des Ministers Die AufsorDerung au Die Benin ten he raus- lesen können, aus Lsvnarke.«verein auszutreten Man Mmuter aber wird imstande sein. Den 'Scannen_Dic deiit'chnationale G. sinnung und Die Sympathien far Den Dstmar 1 eiivcrein aus i m Herzen zu reißen. Die Behauptung Des '..Ministers von an.’m nichtloiMen Vorgehen Des C|imarienrerciny gegen Die Regierung Chen. j«. 'tiefe! \T «ihn,1«. und bürim mr rot Jnierrife bet druiichm eed* md>t «l» belei»««enbIfür den SdltommrnjnrJ und 'mr iou bin mn an>nM<«e« aufiaifm. und muffen eine Erwidcruna au« Dine Angriffe unter-l Freude der Oinladuia De' aeutidicn lottenvere,n» gew j u laiien. Str geben Die Hoffnung nickst auf, daß dock« noch ein I habe mit lebbtnter r etrieöigung Zusammenarbeiten mit Der Staatsregierung möglich ist. — Was verband des MiHiigreuh - . Die materielle Seite ber Rede des Ministers anlangt, so nhrbl mit ganzer «rast beiliein m al* oic An'ieblnng Hier unb Oie Staatsgel Der sogar viel bester «em, Dau wir eine starke Dtupfli rilolte, nnveit es ikr anan angelegt als bei Der Bank. Wenn man tagt, Fürst Bülow roürDc läge enttpricht, unbedingt noNg haben GemetnguI aller Deut,eben Du* Enteignung ebcnfolle Nicht Dnrcbgeführt haben, so kann iw werde, und Da,; er die,es Ziel ohne Rucks,cki am das 1 rt & i',gcn' t"CiC 3nK,i“ |mb- lS^' ’nl'^ ’Ä?cCnt,'Äb’miral V .döfler. ivrn-d ioba.ro über Ter Präsident, GroßaDmnal v. Möfter, sprach wdatm über die allgemeine 2agc. Er führte aus Aus Dem Gebiete der zuujpranjc . . Na.rbeiütiateit ist wenn der Erfolg auch nicht überall em gleich betonte Geneialmaior v. Iagw, tz, Die Regrerung hatte w Astens mel geschehen, und unser Taut Dafür gcbuini Den tn einem Falle Die Enteignung anroenben tollen: fic hu"e dann ^nd^veibanden, Den Hemptaus'chüsfen und Den Vorsitzenden der © a g n e r Berlin) bemrefte. .ter UmftanD, taö Thrbaltcn letztjährigen Fortschritte Der deultchen Flotte werfen d» SHrontcra eon aroidi». Snhrogm. bem »ort Xagcb lic blidcn. £ilnc Uebcbailune c.u fr. Ztg., gebdligt mid>e, genüge, su ieinem Urteil I ,clt .-f 1ld) xuhjg und gleichmäßig, beseelt von dem Geiste — T°8 Verhalten Des Itmitcers tei letzt ein gant I ;tcu^llqen ^chassen^ Wir Verfügen jent über eine volle Division, anderes als bet der Einbringung Des »albgcfSiD^ber, von gleichmäßigen -chiffen des TrenDnonghi- | omiorDern, seine Pflicht zu tun. Gegetmber^der ErNormtgdes v besonders in SchleSwia-tzolstem so wohl Minifters, da» die Ansiedlungstaugkest eingeschränkt werden,oUc, ^kannten Namen des MrugobelDen v. D. aann führt, ist von äußerte Justizrat >2 chub (Leipzig, daß cm JScitermanbeln aut \.^nn Uü)er jU kurzen F-alirt nackt Südamerika heimgekehrt, um dem Boden Des Anfiedluilgsgetetzes unbedingt notig sei, I b„ heimischen Hochseeflotte eingcrciht zu werden ttand bedeute ut Dieter Frage mehr wie tn trgenb einer anderen Turd) bcn jenigen Etat für 1911 ist das letzte der 17 «chtlfc so viel wie Rücktchrttt. ^er Muttster befinde tich ur etneni ^»vchseeflolte bewilligt worden, to daß wir zum Herbst mit großen Irrtum, wenn er glaube. Die Polemvage könne durch eine hem L i n i e n i ckt i t f b e st a n D der aktiven Hocktseeflotle zu einem andere Maßnahme gelöst werden als durch bte Anstedlung. organischen Abschlüsse kommen werden, ivahrend dies nut Bezug — Eheiredaktcnr Nießner w>es baraut htn, batz Dir ctanD ”9 bu. Panzerkreuzer leider noch nickst Der Fall ut. Die punkt des MiNstters aut tnnerpolstitckte Grunde Suruckzusuhrett lern , , un.-ercr Torpedoboote vermehrt fickt unter gleicktzeitigei Dürfte. Mehrfach wurde Das Verlangen, Dat; Die Beamten, Die S bme ibrcr Geschwindigkeit ui erfreulicher Weise. Seit Dem Mitglieder Des Vereins sind, zuni Austtstt aus Dem Vereiii ver^; A^bft vorigen Jahres ist Die erste Deutsche Unterseeboots anlaßt werden sollen, als eine Beleidigung bezeichnet. — Vierami.. .^^ gcschafsen worden, to daß wir uns der Hoffnung wurde an Den Reichskanzler tolgetides Telegramm ge- h^xben bürten, bald anckt in dieser, tür Die Verteidigung wich sandt: . v w stgen Waffe nicht hinter Den anderen Rationen zurückzustehen. „Ew. Exzellenz tenben Die zum deutschen LtMtarkentag ver » ■ • Gtat bedeutet insofern einen wichtigen Abtchlnß bet sannnelten Lstmärler ehrerbietigen Gruß. ^11" oertrauen QU* maritimen Entwicklung, als in ihm zum letzten Male Ver- Ew. Exzellenz, baß Sie Die nationale Entwicklung Der Ettmart mehrung-bauten eingestellt werden Quantitativ ist damit das burchzufulsteii unb zu förbern suchen und nicht nachlai>eii, aut arottcnflc.e6 m Bezug aus Die Linienschisse zur Durchführung bie tatkräftige llnterttützung des Ostmarkenvereins hinzuwirken. "brockt Es hanbelt sich also jegt um bic qualitative Durch Rach einer Pause wurde die Austprache wieder angenommenI jjll)rung Ter Redner bringt schließlich folgende Entschlie !und zum Schluß folgende ßung ein: Eulschließnng | „Ter Deutsche Flottenverein l)ält es für unvereinbar mit ber durch das Flottengesetz vom 14 Juni 1900 und bic Novellen von 1906 unb 1908 angeftrebten Sickerung ber beut scheu Seeinterefsen, daß Die ungepanzerten Mrcujcr Der Hertha-Klasse, Die überbic« durch ihre Umwandlung zu Schulschiffen ihrer Ziveckbestimmung entzogen werden, sowie der gänzlich veraltete streuzer „Malierin August a" am Den Bestand Der gesetzlich vorgesehenen zwanzig grogen Mreu^cr aiigeweiidet werdet,. Ter Deutsche Flottenvereiii tritt batur ein, daß von 1812 an als Ersatz dieser «duffe tährlich cm großer zt-rcuzec mehr gebaut wird, als im Bauprogramm von 1908 vorgeiehen ist, bannt möglichst bald bcm Dringenden Bebürfms Der heimischen Flaggflotte unb bcs AuslanbsDiCnstes an großen Bedauern wird auch Von der Regierung geteilt. Der Reichs- kanzler spvach dabei seine Achtung vor der ernsten Ueberzeugung aus, von der der Widerspruch der konservativen Seite geleitet wurde, .irte auch in einer sachlichen Form ihre Opposition ausdruckte. Maßgebend für ihn war in allen Stadien der Beratung, daß die im Interesse eines positiven Ergebnisses erforderlichen Zuge stä n dn i s s c im einzelnen nur gemacht werden durften, wenn die großen Grundzüge und der wesentliche Inhalt des Werkes unberührt blieb. Das ist geschehen, und es ist auch nicht zu verkennen, daß die Vorlage im Laufe der Verhandlungen in Mehreren Punkten verbessert wurde. Dahin rechnen wir auch die Einführung von den .Bundesrats st im men trotz der das Stimmenverhältnis im Bundesrat zahlenmäßig zuungunsten .Preußens verschiebenden und darum lebhaft angefochtenen Modalität, unter der sie gewährt wurden und gegen die Besorgnis, daß der preußische Einfluß dadurch verlieren würde. Die Sache Elsaß-Lothringens wird es nun sein, die gegebene Form mit Leben auszufüllen. Schließlich sei nach erwähnt, daß es» in den Verhandlungen zu einer scharfen Absage eines süddeutschen Zen- >trumsfühvcr an die nationalistischen Heißsporne in Elsaß-Lotl^ ringen gekommen ist. Auch luar es eine neue Erscheinung, daß bei dieser wichtigen nationalen Aufgabe die sozialdemokratische Partei positive Mitarbeit leistete. Der „Vorwärts" bemüht sich aber, heute bereits den Eifer derjenigen zu dämpfen, die aus der zustimmenden Haltung der Sr^ialdemokratie weitgehende Folgerungen ziehen könnten. Aus StaOt und Land. Gießen, 29. Mai 1911. * • Universitätsbibliothek. Der bisherige Volontär an der Großh. Univ.-Bibliothek, Dr. jur. Walter Rauschenberger, ist zum wissenschaftlichen Hilfsarbeiter an der Senckenbergischen Bibliothek in Frankfurt ’a. M. mit Wirkung vom 1. Juli d. Js. ab ernannt worden. * * B ü r g e r g e s e l l s ch a f t. Begünstigt vom schönsten Wetter und unter zahlreicher Beteiligung unternahm die Bürgergesellschaft ihre diesjährige Himmelfahrt Wanderung ins Ohmtal. Mit der Bahn fuhr man morgens über Marburg bis Kirchhain, wo das Frühstück eingenommen wurde. Von da gings weiter nach Amöneburg , nachdem vorher an einer alten, im freien Felde stehenden Kapelle „Dich soll mein Lied erheben" gesungen wurde. Amöneburg wurde besichtigt, u. a. die Burgruinen sowie die dortige Kirche. Weiter gings dann nach Schweinsberg. Die Bahn brachte die Teilnehmer dann nach Homberg, wo längere Rast gemacht wurde. Nach gemeinschaftlichem Kaffee führte der Weg weiter nach Niederge münden und dann mit der Bahn nach Gießen, wo man gegen 8 Uhr abends anlangte. * * Ueberfall. Am Freitag morgen gegen 7 Uhr wurde ein Mädchen aus Watzenborn (14 Jahre alt) von einem Unbekannten in der Nähe des Forstgartens in der Krückschneise offenbar in unsittlicher Absicht angepackt und ins Gebüsch zu ziehen versucht. Das Mädchen schrie und wehrte sich, so daß der Unhold von ihm abließ und sich schleunigst entfernte, namentlich als viele Leute im Wald durch das Schreien aufmerksam wurden. Die Gendarmerie nahm sich der Sache sofort an und ermittelte den Täter in einem Bergmann des hiesigen Braunsteinbergwerks. Bei der Gegenüberstellung erfamrte ihn das Mädchen als den Täter. Er wurde sofort der Staatsanwaltschaft zuaeführt. Zur Beruhigung des im Wald spazierengehenden Publikums kann versichert werden, daß für ausreichenden Schutz gesorgt ist, indem jeden Tag die hiesige Gendarmerie sowohl in Uniform als auch in Zivilkleidung den Sicherheitsdienst in den die Stadt Gießen umgebenden Wäldern ausübt. Landkreis Gießen. — Grünberg, 26. Mai. Der hier stationierte Weichensteller Konrad Wahl erhielt aus Anlaß seiner am 1. Mai erfolgten Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste". - m. Hungen, 29. Mai. Gestern feierte der Kirchengesang v erein Hessen hier sein 32. Kirchenge- sangsfest, zu dem die Vereine aus Gambach, Holzheim, Lich, Langd, Rodheim, Södel und viele Festgäste aus Nah und Fern erschienen waren. Zwar machte der Himmel in der Frühe zeitweise ein trübes Gesicht,'aber am Nachmittag heiterte er sich auf, so daß rechte Festfreude einziehen konnte. Unser Städtchen prangte im Festschmuck, ebenso war die Kirche schön geschmückt. Um i/z3 Uhr begann der Fest- gottesdienst und eine dichtgedrängte Menge wogte schon vorher der Kirche zu, diese bis auf den letzten Platz füllend. Wiele Besucher mußten sich deshalb außerhalb der Kirche aufhalten, um wenigstens etwas von den prächtigen Chorliedern zu hören. Den liturgischen Teil hatte Dekan Hainer übernommen. Zum Vortrag kämen nach einem Orgel- präludium des Reallehrers Müller- Friedberg dieMassen- chöre: „Jauchzet alle Lande, Gott zu Ehren", „Die beste Zeit im Jahr ist mein", „Meine schönste Zier und Kleinod", „Wenn alle untreu werden", „Komm, o komm, du Geist des Lebens", „Herzlich tut mich erfreuen", „Allein Gott in der Höh sei Ehr", die von Kirchenmusikmeister Professor Arnold Mendelssohn-Darmstadt dirigiert wurden. Diese Masfenchöre zeugten von vorzüglicher Schulung und präziser Vortragsweise. Auch die Schulkinder fangen zwei zu Herzen gehende stimmige Lieder. Die Festpredigt hielt Dekan Wa g n er-Grünberg. Nach der kirchlichen Feier fand anschließend eine Nachversammlung im Gasthaus zur Traube statt, wo Saal und Garten wieder dicht besetzt waren. Dekan Hainer begrüßte nach Vortrag eines Massenchors die Anwesenden und dankte den auswärtigen Vereinen für ihr Erscheinen. Superintendent Dr. Petersen hielt eine humorvolle Ansprache, in der er den Glückwunsch des Oberkonsistoriums übermittelte und ein Hoch auf die Stadt Hungen und ein solches auf den Kiri^en- musikmelfter Mendelssohn ausbrachte. Dieser dankte hieraus Reallehrer Müller und den einzelnen Bereinsdiri- genten für die vorzügliche Einübung der Chöre. Organist Müller sprach namens des Organistenvereins seinen Tank ans für die Worte der Anerkennung. Abwechselnd brachten die einzelnen Vereine noch recht hübsche Lieder zum Vortraa und ernteten allseitigen Beifall. Dekan Hainer verlas noch ein inzwischen eingetroffenes Glückwunschtelegramm vom Dekanat Erbach, an das wieder ein Danktelegramm zurück- gesan'dt wurde. Kreis Schotten. ft. Sch otten, 28. Mai. Gestern abend fand in der Turnhalle eine sehr gut besuchte allgemeine Versammlung statt, in welcher über den Anschluß an die Heber- land zentrale Wölfersheim verhandelt wurde. Es waren erschienen die Landtagsabgeordneten, Forstmeister Dr. Weber und Bürgermeister Stöpler, sowie Vertreter von Elektrizitäts- und Gasfirmen. In der bis nach 12 Uhr -dauernden Versammlung entspannen sich sehr lebhafte Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern der Elektrizität und des Gases. Die Abgg. Dr. Weber und Stöpler führten der Versammlung in klarer Weise die Vorteile vor, die der Anschluß an Wölfersheim der Stadt und namentlich den Gewerbetreibenden bringe; auch aus den Kreisen dieser sehr interessierten Geschäftsleute wurde der Anschluß unter allen Umständen gefordert. Dem kleinen Handwerk müsse durch Beschaffung billiger Arbeitskraft unter die Arme gegriffen uni) die kleinen Gewerbetreibenden konkurrenzfähig gemacht werden. Hieran in erster Linie zu denken, sei Pflicht und Schuldigkeit der Stadtvertretnng. — Der Vertreter der Gasfirma suchte diese Ausführungen zu widerlegen, indem er versuchte, nachzuweisen, daß Elektrizität dreimal so teuer sei wie Gas. Aus die Beschaffung von Kraft durch Gas gab er nur ungenügende Auskunft. Er führte noch aus, daß seine Firma bereit sei, ein Gaswerk für Schotten auf eigene Rechnung zu bauen. Nach den allgemeinen Erörterungen und der tn der Versammlung zum Ausdruck gekommenen Stimmung der Einwohner zu urteilen, dürfte Die Frage, ob Schotten sich dem Elektrizitätswerk Wölfersheim anschließen, oder ein eigenes Werk bauen soll, bis zu der nächsten Donnerstag stattftndenden öffentlichen Gemeinderatssitzung, von dem Stadtrat sehr zu erwägen sein; es wird sich jeder Stadtverordnete wohl überlegen, ob er mit die Verantwortung übernehmen will, für die Nachteile, die der Stadt und den Gewerbetreibenden durch eine Ablehnung des Anschlusses an die staatliche Zentrale entstehen werden, zumal Abg. Dr. Weber zum Schlüsse bemerkte, daß ein späterer Anschluß wenn auch nicht ganz unmöglich, so doch aber mit großen Kosten für die Stadt verbunden sei. Dr. Weber führte noch aus, oaß zur Errichtung eines eigenen Werkes, gleich welcher Art, die Genehmigung der Regierung erforderlich sei und wenn diese dem Stadtvorstand die Bedingungen vorlege, würden die Herren schon leicht einsehen, daß die Erbauung einer eigenen Anstalt für Schotten unmöglich sei, wenn anders nicht die Abnehmer das Licht und die Kraft gar zu teuer bezahlen wollten. Kreis Friedberg. x Bad-Nauh einr, 26. Mai. Größere gesangliche Veranstaltungen stehen in dieser Saison schon zwei in Aussicht, beide im Juni auf der Terrasse. Das eine ist ein Konzert des Gesangvereins „Frohsinn" von hier, das andere ein Konzert des Gesangvereins „Orpheus" aus Manchester. Es wird viele Musikfreunde interessieren, einmal englische Sanges- kunst kennen M lernen, soweit diese in Vereinen gepflegt wird. Starkenburg und Rheinhessen. -0. Mainz, 28. Mai. Am Freitag abend genoß die hier in der Quintinsgasse wohnhafte Familie Ehrhardt, bestehend auS der etwa 50 Jahre alten Mutter und den 24 und 15 Jahre alten Tächtern, zum Abendessen Konserven. Alsbald nach dem Genuß der Konserven stellten sich bei allen drei Personen starke Vergiftungserscheinungen ein, die sich durch heftiges Erbrechen äußerten. Am gefährlichsten äußerten sich die Vergiftungssymptome bei der Frau Ehr- yardt, die besinnungslos wurde. Alan holte schleunigst den Arzt, der die sofortige Ueberführung der Fran ins Rochusspital anordnete, während die beiden Töchter zuhause bleiben konnten. Durch Auspumpung des Magens wurde im Krankenhaus die Lebensgefahr für Frau Ehrhardt beseitigt. Im Verlauf des heutigen Tages ist bei den Erkrankten eine Besserung eingetreten. Kreis Wetzlar. ---Greifenstein, 26. Mar. An Pfingsten hält der „Wandervogel" hier seinen Gautag ab. Während die Studenten eine 8 tägige Wanderung durch den Westerwald, Rheintal und Taunus planen, wird für Schüler die Tour nur auf 3 Tage ausgedehnt. Hessen-Nassau. O Espa, 27. Mai. In unserem am Hallsberg, dicht an der hessischen Grenze gelegenen Walddorf nimmt die Einwohnerzahl beständig ab. Diese Erscheinung ist auf die Auswanderung zurückzuführen, die früher auf die ganze Umgebung ausgedehnt war. Die hiesige einklassige Schule, die noch vor 10 Jahren eine Frequenz von 42 hatte, zählt heute nur 26 Schüler. — Frankfurt a. M., 28. Mai. Trocadero-Jntirncs Theater beginnt -am 1. Juni d. Js. sein letztes diesjähriges Saisonprogramm, um am 13. Juni seine Tore zu schließen. Im Intimen Theater gastiert vom 1. bis 12. Juni das Kabarett Fledermaus, Wien, das zurzeit mit großem Erfolg in Köln auftritt. Im Trocadero sieben am 1. Juni wieder ganz neue Tanzattraktionen ein, die alles bisher Gebotene übertreffen. Vom 7. bis 12. Juni finden in allen Räumlichkeiten des Unternehmens große Blumenfeste (Blumenschlachten usw.) statt. X. Hanau, 28. Mai. Bei dem Versuche, seinen Hund vor dem Heber fahren durch die Straßenbahn zu retten, geriet der 38 Jahre alte, fast erblindete Korbflechter Richard Büttenklepper selbst unter einen Wagen der elektrischen Straßenbahn und erlitt schwere Verletzungen am Kopfe und einen Unterschenkelbruch des linken Beines. Es ist zweifelhaft, ob er mit dem Leben davvnkommen wird. b. Diez, 28. Mai. Zugunsten un) eres Auguste Viktoria- Krankenhauses, des Vaterländischen Frauenvereins und bei" Veteranensürsorge wurde heute ein M a r g-u e r i t c n t a gl abgehalten, der einen schönen Erfolg hatte. Bereits um 8 Uhr vormittags begannen 65 Damen mit dem Verkauf der Blumen und überall fand man freudige Abnehmer. Der Nachmittag brachte einen starken Zustrom Auswärtiger, die alle ihr Scherftein beisteuerten. Nachmittags sorgten zwei Kapellen in den Straßen für Volksunterhal- tung. Der Reinertrag der Wohttäftgkeitsveranstaltung beträgt rund 1200 Mk., verkauft wurden 15 000 Margueriten. Hauptversammlung der Ausschusses der Deutschen Curnerschast. > Leipzig, 27. Mai. In der heutigen zweiten Sitzung wurde über Anträge zum Deutschen Turntag in Dresden beraten; die Verhandlungen hatten nur internen Charakter. Es wurde beschlossen, daß die Deutsche Turnerschaft und namentlich der Ausschuß bei der vom 17.—19. Juni stattfindenden großen Jahn-Feier in der Hasenheide zu Berlin möglichst zahlreich erscheine. Zu dieser Feier soll auch das Banner, das seinerzeit von den Frauen Frankfurts gestiftet wurde, nach Berlin gebracht werden. Sodann wurde die Frauenfrage in der Turnerschaft besprochen. Es lag eine Anzahl von "Anträgen vor, wonach den Frauen wenigstens teilweise die gleichen Rechte und Pflichten zuteil werden sollen, wie den Männern. Es wird nach längerer Aussprache beschlossen, lediglich eine Erklärung abzugeben, daß der Aufnahme selbständiger Frauen in die deutsche Turnerschaft nichts im Wege stehe, da das Grundgesetz feine entgegenstehenden Bestimmungen enthalte. Hierauf wird einstimmig beschlossen, es sei dem Deutschen Tumtag der Antrag vorzulegen, „es solle künftig auf 3000 Mitglieder ein Abaeordneter kommen, während jetzt auf 2000 Mitglieder ein solcher trifft". (Derselbe Antrag war bereits in Straßburg gestellt, aber abgelehnt worden.) Ten Turnausschußbericht erstattete Prof. Dr. Ke ßl e r - Stuttgart. Hieraus ist zu erwähnen, daß dem Deutschen Turntag in Dresden folgende Abänderungen zur Turnfestordnung unterbreitet werden sollen: Die Turnordnung soll durch textliche Aenderungen übersichtlicher gestaltet werden. Abgeändert werden einzelne Befkn. mungen über das Richten und Springen. N^u aufgeuomv- werden Bestimmungen über die Durchführung von Mannfchar. wettkämpfen im Tauziehen und Eilbotenlaufen, über Sertfarcr- im Schwimmen, Einrichtung von Sonderwettkämpsen in eigev- volkstümlichen Hebungen, im Diskus- und Speerwerfen, Qi», richtung von Sechsspielen usw. Abgelehnt werden die Anttcr eine Persönlichkeit anzustellen, die die turnerischen Nachrickt - von allgemeiner Bedeutung sammeln und durch Vermittlung y\ Vertrauensleuten an einzelnen Orten der Tagespresse zugäncl,^ machen sollen, sowie einen Hnterausschuß zu wählen, dem t( künstlerische Ausgestaltung von Drucksachen usw. obliegen soll. vermischter. * Eine chinesische Reichsdruckerei. Die chiness^ Regierung hat mit der Errichtung einer modernen Druckanstalt Papiergeld in Peking begonnen, die einen Kostenaufwand von ettoe 8 Millionen Mark erfordern wird. Die Ausführung des Gebäukd- und die Einrichtung der Druckerei ist amerikanisehen Architekt übertragen worben. Das gegenwärtige chinesische Geldsystem ist i- I verwickelt, daß es für die Entfaltung von Handel und Jnduslrii I ein schweres Hindernis bedeutet. Nach dem heutigen System cib; I jede einzelne Provinz ihre eigenen Umlaufmittel aus, und Sj( | Währung ist in jeder Provinz eine andere. Man strebt daher fei' I längerem danach, eine einheitliche Währung für das ganze Rn? I zu schaffen, und die Errichtung der Truckaustalt in Peking ist öet I Beginn einer Umwälzung in dem gesamten Geldsystem des diine-- | sifchen Reiches. Die Regierung hatte vor zwei Jahren Dr. | nach Europa und Amerika entsandt, um die entsprechenden tzm- i richtungen dieser Länder zu studieren, und nach dessen Berck ' wurde die Druckanstalt in Washington zum Muster genommen In etwa zwei Jahren hofft man die chinesische Reichsdruckcu fertigstellen zu können, so daß sie ihre Arbeit ausnehmen tann. | wenn im Jahre 1913 das Parlament eröffnet wird. Zwei amtrv I konische Kupferstecher find bereits angestellt, die Einrichtung ju überwachen und die Chinesen in der Stecherkunst zu unterweisen. * In der Löwen-Apotheke. Der Provisor Saueüre ; hat Nachtdienst. Um Mitternacht k'lingelts. Unwillig stehl er auf Der nächtliche Ruhestörer verlangt für 20 Pfennig Brausepulver Entrüstet fährt ihn der Provisor an: „Das hätten Sie boa auch morgen holen können. Es ist doch eine Gemeinheit, mich d«- wegen zu wecken!" Der Käufer wendet sich zum Gehen und jagt; „Sie haben recht, Herr Provisor, ich werde morgen wiederkonrmcn/ > * Annonce. Gestern abend im Restaurant „Schwirl | vertauscht ein Zigarren-Etui mit einem Violinkäste». : Vllchertisch. — Die Internationale Hygiene-Ausstellung in Dresden wovon allen kompetenten Beurteilern als eine der wertvolllten Aw stellungen anerkannt, die je veranstaltet worden sind. Ihr dv pclter Zweck, die Bevölkerung hygienisch aufzuklärw und da systematische lieberficht über die bisherigen Leistungen der Hc- giene zu geben, ist in vorbildlicher Weife erreicht worden. SSet: bis jetzt die Erkenntnis der hohen Kulturbedeutnng des geroal^ tigen Unternehmens noch nicht aufgegangen fein sollte, denk iuftirtt durch die als Hygiene-Nummer herausgegebene Nr. 354» der „Illustrierten Zeitung" (Leipzig, Verlag van I. Weber, Preis des Einzelheftes 2 Mark) vom 25. Ä?ai b- Augen geöffnet werden. Diese prächtig ausgestattete Sonda. nmnmer, an deren textlicher und bildlicher Ausgestaltung ola- erste Kräfte mitgemirt't haben, wird als ein zuverlässiger Führe durch die reich ausgebauten Gebiete der Hygiene und als r. sachverständiger Wegweiser für die Besichtigung der s'ttisstckbm- selbst, jedem Besucher der Ausstellung willkommen sein. Nich minder vermag die Nummer denjenigen, die keine Gelegmlrr haben, die Ausstellung kennen zu lernen, als Ersatz dafür ü dienen und in besonderer Weise ist sie geeignet, eine Fülle tx>n Belehrung und Aufklärung in jedes Haus zu tragen unb da5 Werder Ausstellung durch Verbreitung der ihr zu Grunde [iegettixa, Ideen weiter fortzusetzen. Die Titelseite der Numtner ziert vornehm ausgefaßte, lebensgetreue Porträt des Schöpfers mn Präsidenten der Ausstellung, Geheimen Kontmerziemats K 'L Lingner nach einem Gemälde von Professor Sterl in Tresnn. Heber die Vorgeschichte, die Organisation und die äußere Ge't^ der Ausstellung gibt Hoftat Toenges in einem mit vielen hiftrationcn geschmückten Aufsatz erschöpfend Auskunft. Die at- schichtlickw Entwicklung der Hygiene schildert Professor Karl hoff-Leipzig in einem interessant illustrierten Artikel. Wei:crc, ebenfalls reich illustrierte Aufsätze beljaitMn die Hygiene bei ba Naturvölkern, die Entwicklung der hygienischen Wissenschaft. 9e> sonders wertvoll ist etine populär gehaltene Artikelserie ita hygienische Zeitftagen, in der Professor Czerny die skrtchsforschrn» Hofrat Pros. Raydt die Volks- und Jugendspiele im hygieniickn Lichte, Professor Dr. Weygandt die Hygiene der Nervenkrark- heitcn, Prof. Dr. Muguft Forel die Hygiene der geistigen Ackr und Prof. Dr. Albrecht die Arbeiterwohlfahrt behandeln. rabeju erzieherischen Wert besitzt ein „Hygienisches Bilderbick benannter Beitrag, der typische Darstellungen aus dem Grde der populären Hygiene enthält und aufs arrschaulichste die B deutung hygienischer Kenntnisse .für das tägliche Leben de»w* ftriert. Sehr reichhaltig sind auch die Abschnitte über „©täte und Siedelungen", „Wohnung und Einrichtung", und die sül h Hygiene arbeitende Industrie ausgestattet. Heber den Sporte- Förderer der Hygiene plaudert Prof. Dr. F. A. Schmidt-Mi in einem mit instruktiven Abbildungen versehenen Aussatz, ec* fesselnde Lektüre bieten auch die aus der Feder erster AuM täten stammenden Aphorismen. Die Bedeutung der Hygiene das private und öffentliche Leben führt die Hygienei-Nummer Illustrierten Zeitung eindringlich vor Augen, darum sollte W mand versäumen, sich die darin in edler, kunstvoller Form cf> botenc Belehrung zu Nutze zu machen. Meteorologische Beobachtungen der Station Sieb« «a Mai Wetter SS 1911 § £ 3 9 9 <5 — S 5 eo 55 & <5 ° £ Höchste Temperatur am 27. Niedrigste , , 27. Niederschlag: — 1,4 mm. Verantwortlich für „Feuilleton" und „Vermischtes": I. V.: A u g u st G o e tz. Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 29. Mai: 15 ° K £ SN'S'S bis 28. Mai = + 21,0 'L , 28. , = + 10,9 *0, 28. 2« <50,0 20,2 11,7 66 NNE 4 28. 9« 750,4 16,9 10,7 75 NE 2 29. 7« 749,0 14,8 10,1 81 N 2 schallt laut und frei und sie war tn Tage vorher so überanstrengt worden, dass am Abend kein Ton null heraus kam. 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Mit einem Abfuhr oder Lax,ermittel gelingt es wohl, eine aclegent. hebe stublrerftopfunq zu beseitigen, der forigeu&te Gebrauch desselben schädigt indessen den Darm ungemein Der Lärm gewöhnt i.ch eben sehr schnell an bte «euroirfuMbt» Abführ^ mittels, und es werden daher immer yroszere Mengen davon in immer tlcmerrn Zwischenräumen erforderlich Tur* bie|e fortwährende Ueberreizung arbeitet aber der Tarrn immer i*l<*ta:, biv er mit der Zeit vollständig erschlafft. Und dabei wird mental» das Hebel an der Wurzel getroffen refp werden bte im xatm schrnarokenden Mikroben bcieitigt tzterzu ist ein Abführmittel iclbstvernändlich gar nickt imstande Im Gegenteil, dcr^tiber- mäüige Gcbrauck desselben und die dadurck bervorgerufene r.arm- sckwache begünstigen das Weuerwuckern der Baitcricn nur noch mehr. Um die an den Tarrnwandungen abgelagerten Fäulnis, bakterien zu beseitigen, müssen ganz andere Mittel als Abführmittel angewandt werden. Bor allen gingen mu« der Nährboden Oer Bakterien so verändert werden, baß sie auf demselben nick mehr weiter wachsen können und dadurch zum Abfterben gebracht Lckone 4 -Z.-Wodn. zu ocnit 2901 vt, Neuenweg!>. ticbiüüreiir 58, 4 Zimmer m. Zub^ Zleichvl. u. Wnvienani. fof_. ober svätki zu vermieten. 1253."» (Lite Afterweg und Lteinftrahe fchvue 4-Zimmer-Wobnung sofort Einem rührigen, gemificnboftcn Bergmann mit vrakt- bergm. Mx- fahrungen ist Gelegenhen geboten, als zweiter Steigrer auf uns. Mangan- und Eisenerz- gruben cingcneüt zu werden. Bergschulbildung erwünscht, aber nickt Bedingung. Gesuche und an und einzureicken. •>«- Gewerkschaft Zlick, Limburg a. d. Lahn. ein derartiges Tremdenz. und Aiadchenz. in der t'.'ansarde, Balkon, Gao u. clettr. h'irtit u. Gartenanieil per sofort od. fivhicv zu uci mieten. .8218 -H abereS Stephan strafte 25 v. l Zimmer- 'ißobuiiiig »er 1 Zuli zu verm. 11»441 ; xJiab. Bismarmtr. 14. 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Mctfck »itsst, ist re geroefen, her als erster auf diesen Zusammenhang >rr ftdulnidbaUerien deS Darmes mit der chronischen Stuhl» »ernapfiing unb zahlreichen hierdurch hervorgerufcncn .strankheiten ouimcrfiQm gemocht hat 9?ad) Metschnikoff entwickeln sich in inicrcm 2nrm, vor allem im Dickbarm, aewisse Gruppen kchad- ider Mikroben, bereu giftige Stoffwechselprodukte den Tarnt turd bringen, in ic Blutbahn kommen und überall da, wo sie gelagert werden, mehr oder weniger schwere Arankhcitserschei- eungen Hervorrufen Zunächst lähmen diese Bakterien dje Funk- iionen des Tarmed unb rufen dadurch auck eine Anhäufung erri. ,4 :men?ru^; ■ “[tünq bt< V ' ■iQiiucre Mt! unb v heutigen ? . inuttti fllll Jut das ®elbinfieni ""i Ächtend 16 Wietel.;, ’ und) tfn»- . «»Mi«"; ■ 'M 1 de» aufnebn» 1 wird. QM „, t» bie Ginri _ tfunfi ju unter». ^Provisor Ls, Uniwllig jtft Blomig ballen ä . Sinn Gehen m. orgen roiebedte? Naurant itm SiolU!. 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