Sjgg» Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten. und China Amerika, England ceichichte hoffentlich bald bekommen werden. P. Eine hu der Mellt. zeidinungenr Shalspreh KUM OID n scker! en.quallhativ ungenj Gietzrner Sänge.tranz. Die Schöpfung". Von Jos. Haydn. Gießen, 27. Nov. !mbtt = + sn *+ L8‘C Heer und Flotte. Potsdam, 2u. Nov. Exz u. x* l eiien, Generaloberst, Generalleutnant und Kommandant des Hauptquartiers des Kaisers, beging hcute seinen 70. Geburtstag, v. Blessen, der am 21. Leptember 1911 sein öOjühriges Tienstjublläum feierte, war am Freitag aus Donaueschingen nach Potsdam zurückgckehri, um seinen Geburtstag in,aller stille tm engsten Familienkreise SU verleben. Ter Kaiser sandte eine sehr Herzlid) gefaßte Tepesche und seine Düste, die Kaiserin und der Kronprinz sandten Glückwunschtelegramme. Nr. 279 Ter «le-euer Anzeige, erscheint täglich, äuget LoiurtagS. - Beilagen: öiermal wöchentlich Gleze«er§omilitnd!äneri imeunQl ro5d)cnil.Kret$= blatt für btnKreu Gitten tTlenSkag und Freitag); zweimal monatl. Land' wirtschaftliche öcitfragen sleriisprech - Anschlüffe: für bie Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse Mir Depeschen: «nzctger Micfceu. ton*. .Vermischtes^ und ittnrthm/ non Wni.ifl.« M M „ v i tz ff ff ^Derichtssaal-: K. New» tir £..e Za««mnnmet Botoflonsbrul und Verlag »er vrühl'schen Unia. Bud), und Stcinöruderct H. lange. Heöültion, Lrpedition und Drutfcrei: Schulftratze 7. -Stabt .mb « Uhr.Bringen: Zenisprecher Nr. 269 Leschäftrftclle vahnhsfftratze 16a. ftSt W. (Ein Sudrun-Vrama von Lrnft Hardt. Man schreibt uns aus Berlin: Während unsere mittelalterliche Ilias, die Nibelungen, eine große Reihe von Trchtern zur dramatischen Behandlung gereizt hat, hatte uiy'ere Odyssee, das schone Heldenlied von Gudrun, bis letzt nur einige wenige Poeten niebertn Ranges, die auf der Stofiiagd nichts verschonen, zur theatralischen Gestaltung verlockt. Tatz aber dies Gedicht von der Starke und Treue einer Frau einen bedeutenden dramatischen Gehalt umschließt, hat uns nun der preisgekrönte Tichler von „Tantris der Narr" E r n st H a r d t in seinem fünfaktigen Trauer- ipiel „Gudru n" bewiesen, das am Freitag abend im Lessing- Theater seine Uraufführung erlebte. Sehr geschickt ist die Vorgeschichte, der Raub der Hagen- Tochter Hilde durch Hettel, nur als stimmungsvoller Hintergrund, als schmückendes Beiwerk verwendet, von dem sich das Schicksal Gudruns in reiner, starrer Größe abhebt. Mit großer Kunst ist es Hardt gelungen, die rein epuche Erzählung des alten Liedes in dramatische spannende Handlung umzusetzen, obgleich er sich — mit Ausnahme des völlig ins Gegemeil verkehrten Schlusses — ziemlich streng an die Abenteuer und Szenen der mitiel- alterülyen Dichtung hielt Geschickt ist die gegenständlich malende Erzählung vermieden, so moncyes aitgermanische Btotiv Hingt bedeutungsvoll, aber in ganz anderem Zusammenhänge an, eine große VHihe Gestalten tu überhaupt entfernt, um nicht durch stets beliebte „Zoologische Tlrie" (Erschaffung der Landtiere) sowie die Partie des Adam aufs beste zur Geltung bringen. Frln. Bähr- Frankfurt verfügt über einen sehr reinen sympathischen Sopran, der allerdings — wie bei Koleraturstimmen häufig — nicht sehr ausgiebig ist. Gefreut haben wir uns auch über das mitwirkende Orchester (Kapelle des hiesigen In- santerie-Regiments „Kaiser Wilhelm"). Gerechtermaßen kann man ja bei einer Militärkapelle bezügl. Reinheit und Feinheit nicht durchweg io ■„aiiui1uvc k-ic ua einem Konzert- Orchester, das -ie Ausbilduni der ctf 'iiummente, dos Begleiten von Singstimmen und das feinere Nuancieren beim Spielen in geschlossenen i/iauhien naaugeuiutf huyi puegen uno üben lann. Aber, was billigerweisc verlangt werden kann, fanden wir ganz wacker geleistet. Ter einiichtigcn uiti) eifrigen Tätigkeit des Dirigenten gebührt alle Anerkennung. Wäre es denn gut nicht zu ermöglichen, daß die augenscheinlich recht zahlreichen, aber zersplitterten Gesangskräne Gießens wenigstens bei einzelnen größeren Anlässen zu einem machtvollen Zusammenwirken sich vereinigten? Freilich wäre hierfür auch em richtiger Konzertsaal mit Orgel uiw. wünschenswert, den wir ttr 2 i d)?0 Sn Ver '■ ** ’ ÜOn M L Tastz Heimkehr. Der Präsident der bereinigten Staaten, William Taft, möchte gar zu gerne bei den im kommenden Jahre stattfindenden Präsioentschaftswahlen wieder gewählt werden. Er unternahm deshalb am 16. September, nachdem er tags zuvor seinen 54. Geburtstag gefeiert hatte, im Pullman- wagen eine Agitationstour durch die Vereinigten Staaten, um für seine Kandidatur und die republikanische Partei Propaganda zu machen 13 500 englische Meilen hat er auf diesem Wege, der ihn durch 24 Staaten führte, zurückgelegt, 71 Tage war er unterwegs, in 205 Städten und Törfern hat er 306 Reden gehalten, und Hundkrt- tausenden von Menschen, Darunter dem schmutzigsten Farmer und Nigrer, hat er die Hand geschüttelt. Taft hat mit dieser Reise den Rekord aufgestellt: eine solche Agi- lationsleistung hat keiner seiner 2 5 Vorgänger, selb st nicht Theodore Roosevelt, zu verzeichnen. Mißt man daran z. B. die Agitationstouren unserer Aeichstagsabgeordneten, so wird man so recht den Riesenunterschied gewahr zwischen dem Lande der „gottgewollten Abhängigkeiten" und dem der „unbegrenzten Möglichkeiten". Trotzdem dürfte Taft mit seiner Rundreise nicht das aeringjte für seine Präsidentschaftskandidatur erreicht haben, ja, es scheint sogar, als habe er damit noch einem Teil seiner bisherigen Anhänger, der alten rupublikanischen Garde, vor den Kopf gestoßen. Sie und die junge Garde, die «oaressisten, hatten erwartet, etwas von der kommenden Irustpolitik Tafts zu hören, jene im Sinne ihrer Aufrechterhaltung in den bisherigen Grenzen, diese im Sinne ihrer allmählichen Beschränkung. Sie hatten auch erwartet, zu hören, wie es Taft, falls er wiedergewählt würde, mit den hohen Schutzzöllen zu halten gedenke, also die Beantwortung jener Fragen, die Taft bisher trotz aller von ihm bei seiner Wahl (1908) gegebenen Versprechungen nicht berührt hatte. Demi da in Amerika fast das ganze Volk unter der durch Trustherrschast und Schuttzolltarif herbeigeführten Teuerung aller Lebensverhältnisse seufzt, io haben die Wahlen $um Kongreß im November o. Js. bereits eine Mehrheit für die Demokraten ergeben; die bisherige überwiegende Mehrheit der Repudlitaner im Senat erscheint durch Abschwenken oder wenigstens Annäherung der Jungrepublikaner an die Demokraten schon jetzt gc^ brachen und dürfte in kurzer Zeit wohl einer demokratischen Mehrheit überlsaupt Platz machen. Und gerade von dem, was das amerikanische Volk vor allem berührt, sagte Taft, um es nicht mit diesem oder icncm Teil seiner Wählerschaft zu verderben, kein Wort. 6r erging sich des langen und breiten über den Weltfrieden und die Schiedsgerichtsverträge, über sein Tarifveto gegenüber dem demokratischen Repräsentantenhause und über die Bundesgerichte. Das aber interessiert das amerikanische Volk heute nur wenig Ist doch die Weltfriedensidee durch die kriegerischen Ereignisse in Europa Arbeiterbewegung. Tie Mctallardeiterbewegllog in Berlin. Berlin, 27. Nov. zr. nir c.c nächste Woche angekundigte Ausiperrung von 60—70 000 Metallarbeitern in Groß- üvviges Episodenwert ine uaren großen hinten der Lzenenführung iu verdecken. So folgen wir denn den altbekannten liebvertrauten Geichichten von Gudruns stolzer Herrlichkeit, vom Werben ihrer Freier, von ihrer Verlobung mit dem Tanenkönig Herwig, vom Raub der Schonen durch den abgewiesenen Normannenkönig Hart mut, von ihrem schmählichen Magdtum in der Gefangenschaft, ihrer wundewollen Treue gegen Heimat und Sitten und von der Rache, die die Hegelinge an der böien Mutter de» Normannen- konigs Gerlind nehmen. Aber statt des fröhlichen kindlich hellen ^chtunes der alten Gudrun, in dem sich über Blut und Mord drei Paare zu neuem Glück und zutunftsrelchem Leben zusammen, ichließen, treffen wir dann auf einen düster dunklen Ausgang. Nicht rettet im Tratna Held Hartmut Gudrun vor dem Dolche der „wölfischen" Mutter, sondern sie erliegt ihm und haucht ihr junges Leben aus. Und darin, daß dieser Tod notwendig in dem inneren Koninkt der Heldin begründet ist, daß sie nicht am Dolchstich,, sondern an der tieiinnerlichen Herzenswunde des verwirrten Gefühls stirbt, darin liegt der Kern der dramatischen Umsormung, die der moderne Dichter mit dem Heldenlied vorgenommen, liegt die völlig veränderte Stimmung d o Werkes begründet. Wlll der heutige Poet das Gold des alten Sagenstoifes zu einer neuen modernen Form umbilden, io muß er die rein epische Motivierung und die am Aeußerlich-Typiichen haftende Charakteristik verinnerlichen, indwidualiüeren, seelisch ausdeuten, xas hat Hardt in einer so konicauenten Weise getan, daß vom alten Gudrunlied nur die ungefähren Umrisse, die rohen Ge ichehnisse erhalten blieben, während ein neue» Kunstwort aus eigenitem Erleben erstand. Tic lühle, den Sippen und der Slli weite, germanische Jungfrau Gudrun wird zu einem modernen *5erbe, das seinen Räuber, den „goldenen" Normannenlönig, liebt und in der sich der >rtolz der geschändeten Königswürde uno der persönlichen Erniedrigung gegen die ungestüme Neigung aufbäum:. Ta Gudrun ihrem feierlich verlobten Bräutigam Herwig nach dem Gebot der Pflicht treu bleiben muß und Hartmut, u.c nick um ioz geworben, sondern sic genommen hat, in ihrem starken Persönliaiteltsgeiüht nicht verzechen kann, io muß sie neu./, denn ihr bleibt tein Ausweg zwi'chen dem (peoot des Versta und dem des Herzens. Es ist ein Kleistischer Zug in dieser Geitalt^ aber untteiMsch in die mühselige, viychologiich komv! ziene Seelendeuterei, durch die Hardt ''eine Figuren uns mer-jd’ lich näher bringen will. Wie ein ungelöster Zw e>oalt bleibt zwischen dem starten, hell durchleuchtenden Geist bei Sage uns dem müde geauälten Stil moderner Tifferenziertheit, io bleib) auch eine Klu't zo.iichen Wollen uno . onnen des Tichters, btc nicht uberbrust in. Tteie Tragödie das Blutes, in der jo viel von Den Wundern, Gehcunnmen und Mächten dieses besonderen saftes.^L-repet wird, i,x int. jr;^..t uoer^ aoer blut» veinasvrettz: monatl ich 7öVf^ viertel» iohrlid) Alk. 2.20; tmreh Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; burch bie Post Att. 2.—viertel- jährl. auSschl. Bcstella. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig, kbesrebakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goctz; für „Feuille- Lchiedsgerichtsverträge stoßen auf unvorhergesehenen Aidcrftand, das Beto Tafts aegen die vorn Kongreß angenommene Ermäßigung des Tarifs hat bet der steigenden demokratischen Welle überhaupt keine praktische Bedeutung, rnd die Frage der Bundesgcrichte zu erörtern, war gerade im jetzigen Augenblicke insofern recht verfehlt, als das Vie spanischen Zorderungen. Ter „Ternps", welcher bisher mit aller Entschiedenheit die Räumung von Larrasch und Elksar seitens der Spanier gefordert hat, meint in Erörterung des französisch>englischeir Geheimvertrages: Man hat den Spaniern ein großes Stück der Küste versprochen; mögen sie es behalten. Aber im Hinterland sollten sic Opfer an Gebiet bringen, welches Frankreich braucht, um die Freiheit seiner Verbindungen zwischen Fez einerseits und Algerien, Tanger und Casablanca andererseits zu sichern. In dieser Richtung könnte sich wohl die freundschaftliche Vermittlung Englands geltend machen. Deutsches Reich. Ter Kaiser horte am ^a.iiviag ui Donaueschingenden Vortrag des Chefs des MilitärkabinettS und nahm am Sonntag vormittag mit dem Fürsten zu Fürstenberg und bett Herren des Gefolges am evangelischen Gottesdienst teil. Später begab fick» der Kaiser mit dem Fürsten nach dem neuerbauten, nunmehr fertigen Rathause, wo sich die Fürstin zu Fürstenberg in Begleitung 6er fürstlichen Gäste eingefunden hatte. Ter Kaiser wurde von dem Bürgermeister empfangen, besichtigte den großen Saal und die Nebcnräume und ließ sich die Gemernderatsmckglieder vor stellen. Ter Kaiser ist nach herzlicher Verabschiedung von dem Fürsten zu Fürstenberg, dessen Familie und den Gästen um 5 Uhr 35 Mn. im Sonderzug nach Moschen Schlesien' abg ereilt I^cr Sonderzua wird in Oos halten, weil die Großherzogin Luise von Baden den Kaiser begrüßen will. Vom Zentrum ist in einer Versammlung des Wahlkreis ausschusses in Worms für den dortigen Bezirk der Reicks- und Landtagsabgeordnete Uebel (Tieburg! als flanbibat ausgestellt worden. Ein Vkentor für die Reichstagswahlen 1912 ist bei Gerh. Stalling in Oldenburg erschienen Er ist ein Nach- schlaac- und Notizbuch, in das nach den Wahlen übersichtlich alle Namen, Ziffern und Einzelheiten eingetragen toerben können. Zum Vergleich find auch die Tabellen seil den Wahlen von 1893 bcigciu : gleichfalls mit der Versammlung des Hanfabundes und erklärtem Gelnimrat Riester ist nir uns Niedersachsen em Fremder, der kein Verständnis bat für unsere winichaillichc Eigenart. Rießri und feine Freunde sind für den Schutz der nationalen Arbeit nicht M gebraudren, denn fit kennen keine Heimat. Wir wollen Eristenzzölle und keine Gewinnzölle Tas ist die Meinung des ganzen Bundes der Landwirte. Ter Redner erklärte, daß der Bund der Landwirte im Fahre 1917 für paritätische Handels- vertrüge eintrete und besonders den notigien Schutz für Viehzucht und Gartenbau fordern werde. Zum «chluffe lwb er hervor, daß die Konservativen auch eine Wahlparole hätten, nämlich bae- alte Bismarckiche Programm: Verteidigung der Verfassung, Front gegen eine weitere Ttmofratiiierung Tnitfdrlanb? und Ausbau der sozialen Fürsorge. Erster Blatt Ibf. Jahrgang Montag, 21. November M GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Vorgehen gegen den Stahlt ruft weit über das Ziel hinaus- geschossen hat. Gewiß ist die energische Bekämpfung der Auswüchse bc$_ Trustwesens in den Vereinigten Staaten überaus populär, aber es hätte sich um eine Verfolgung ber Standard Lil, der Tobacco Eompanp und anderer handeln müssen, deren Aktien ausschließlich im Besitz der Millionäre sind, nicht um den Stahltrust, der es nicht verdient, als „eine Vereinigung so ziemlich aller wirtschaftlichen Verbrecher" hingestellt zu werden, und dessen Bücher 130000 Einzelaktionäre aus allen Volksschichten aufweifen. Was wunder daher, wenn Präsident Taft auf feiner Agitationsreife auch mehr als einmal leere Säle fand oder vor faulen Aepfeln und Apfelsinen in seinen Pullmam wagen flüchten mußte. Eiaenlliche Triumphe hat er nur vor Studenten und Schulkindern gefeiert, vor denen zu reden er fautc de mieux in einzelnen Fällen nicht unter seiner Würde hielt. Ter gute Big Bill! Man dapf fest überzeugt sein, daß er eine durchaus ehrliche Haut ist und diese für sich und die republikanische Partei auf seiner Agitationsreife zu Markte getragen hat. Und alle haben sie gegerbt, sowohl bie Altrepublikaner, die er weiter an sich zu fesseln hoffte, als auch die Jungrepublikaner und Demokraten, bie er wenigstens zum Teil für seine Präsi- bentschaftskanbidatur zu gewinnen badjte, inbem er bie im Mittelpunkte bes Interesses stehenden strittigen Hauptfragen in feinen Reden gar nicht berührte. Es war wohl ber letzte stolze Augenblick seines Lebens, als er vor kurzem seine Reise uillerbrach, um als Prasibent bie Flotte ber Vereinigten Staaten im Hafen von Neuyork parabieren zu feljeiL Seine Agilationstour war ein Fiasko. Er ist letzt als stiller Mann heimgelehrt und dürfte keine Aussicht mehr haben, im November 1912 noch einmal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt zu werden. Line proDinjialverfammlung der rechl5ftehenden Parteien in Hannover. Tie Wahlkäinpw bober. bereut- mit aller Macht eingesetzt. In Hannover hat betanntlich vor einigen Tagen der Hansa- bund für »eine Politik Propaganda gemacht. Darauf, wollten letzt bie rcchlsstchenden Parteien dieser Provinz Anlwon geben. Wir erhalten über die gestern in Hannover abgehaltene große Versammlung folgenden Bericht: H a n n o v e r, 20. Nov. feilte fand hier eine Provin- z i a 1 v e r f a >n m l u n g der rechtsstehenden Parteien H a n n o v e r s statt. Zahlreiche Reichs- uno Landtagsabgeordnete u. a. der Präsident des Abgeordnetenhauses von Kröchm: waren dazu erschienen. Abgeordneter Tr. Hahn, Direktor des Land- wirte-Bunder eröffnete die Tagung. General v. Lieb er t hielt einen cmitüobigen Vortrag über die Sozlall>emokratie und die bürgcrlid>cn Parteien. Tcr Redner potemisierte dabei gegen die Aeußrrung, die Geheimrat Rießer kürzlich in Hannover gegen die rechtsitehenden Parteien getan hatte. Tie Aufstellung von 220 Kandidaten des Hanfabundes für die bevorstehenden Reichstagswahlkreise bedeuteten eine Zerrüttung aller Wahlkreise und damit einen Triumph der Sozialdemokraten. Präsident Kröcher sprach sodann über die gegenwärtige politische Lage. Er griff auf die erregte Maroktoausiprache im Reichstag zurück und betonte, daß die ganze konservative Partei verantwortlich fei nir die Heydcbrandfche Rede vom 10. November, die der Ausdruck der allgemeinen Volksstimmung gewesen sei. Tie Liberalen hätten die R e i ch s f in a n z r e f o r m als Wahlparole hingestellt. Er nehme diese Wahlparole gerne an, denn die Rcick>slinanzreform sei eine große nationale Tat gewesen. Daraus sprach Abgeordneter La tt mann über Kolonialpoli- tif und Hederich Hahn über die Wirtschasts- und Steuerpolitik im Hinblick auf die bevorstehenden Reichstagswahlen. Abgeordneter Hahn befchäftigle sich nach der „Bossischen Zeitung" zunächst große und dankbare Aufgabe hol sich der Sängerkranz Aufführung des ewigjungen Meisterwerks von Haydn Es ist geradezu erftannlid) und in der ganzen Mufik- _ wohl ohne Beispiel, welche unverwüslliche Lebenstraft liesem Oratorium innewohnt. Unzahligemal gegeben,Jjemäbrt es Mmcr wieder feine Anziehungskra'l und Wirkung. Sie ruht in (tr unnachahmlichen Mischung reifster, schöpfen cher Kann mit i frischer Naturwüchsigkeit, kindlich naiver Frörnmigieit mit lebens- Ipruöigem Humor Gegen das ist die Zeck nahezu machtlos; lädst das kleine Zöpfchen, das wir gelegentlich an den Arien ufo. baumeln sehen, lassen wir uns mck einer Art lächelnder Rührung willig gefallen. — lieber die Entstehung und den Inhalt des Lerkes brauchen wir Mbekanntes hier nicht zu wiederholen. *-er Text, an fiai wenig hervorragend, hat den Vorzug, dem Reiftet reichste Gelegenheit zur Entfaltung feiner fchöpferifchen üIntasie zu geben, welche ihm eine Fülle köstlicher Einfälle Tonmalereien über das Werk ausitromen läßt. _ Für die -anze nachmalige Musik, zumal für bie Orchester tunst, für die jnbioibualifierung der Jnitrumente, ist das von dauernder Bedeutung geworden, wenn auch vieles andere von Haydns Lebens- ettf icr schrieb z. B. 125 Symphonien, 77 Streichauartette, Trios, eine Menge Kirchenmuiik und sogar 24 Opern!) der Zeit imn Opfer gefallen ist. Tie Aufsührung verdient in Anbetracht der Größe der 2lltf- ;cü>e altes Lob und fand auch den warmen Beifall der gedrängt ■ tollen Aula mit dem starken Besuch hingen wohl zwei kleine äußerliche Mängel zusammen: die Temperatur des Saales und M dl; unzureichende Garderobebedienung). Ter gut besetzte Chor '■leng frisch und kräftig und bewältigte mit sichtlicher Sangesfreude | 'innen wohleinstudierten, freilich auch dankbaren und vielen Mck- OTrfenbcn wohl schon zuvor vertrauten Part. Für die Klang- rurkung der Chöre war die Aula erheblich günstiger, als z. B. «r Theatersaal zu sein pflegt. I Ter Dirigent, Herr Ä. Kasten, darf sich seiner Arbeü -no ihres schönen Erfolges in der Tal freuen. Auch bei der lriswahl der Solisten zeigte er eine glückliche Hand. Konnte auch « Tenorist Hr. Münch-Frankfurt) nicht voll befriedigen, i fügte er sich doch dem ganzen wacker ein und halte z. B. u -dem Rezitativ zu Anfang des 3. Teiles recht glückliche «omente; überhaupt lebten fiaj die Stimme im Laufe des Abends ■«jeitigeiL Der Baß-Bariton Hr. Everts-Köln) erbeute durch -.3ae, wohlausgeblldete Stimme, wie durch geschmackvollen Vor- -^.g und deutliche Aussprache. So konnte er auch die bekannte, I yen l9Ttr treffenben Tonmalereien bei Sangern und Hörern geradezu zum Spott geworden. Die von stand und Frankreich anneboteucn allgemeinen Überall erhältlich. Aue-gesellschaft k Berlin 0.17 Berlin wird sich nicht mehr abwenden lassen. Die Parteien stehen einander schroff gegenüber und keine ist zu Einigungsderhand- tzrngen geneigt. Sowohl im Lager der Arbeitgeber wie auch dem der Arbeitnehmer werden Vorbereitungen zu einem längeren Kampfe getroffen. Die Arbeitgeber haben mit einer seltenen Einmütigkeit den Aussperrungsb-eschluß gefaßt, da gegen scheinen die verschiedenen Arbeiterorganisationen getrennt marschieren zu wollen. Die Vertrauensmänner der Hirsch-Duncker- ichen Maschinenbau- und Metallarbeiter erklärten in einem Be- l chluß, der Massettentlassnng ruhig entgegensehen zu können und verurteilten des freie Gebaren der sogenannten freien Gewerkschaften, insbesondere des Deutschen Metall-Arbeit erverbandes, einen Keil in die bisher einige Bewegung hineingetrieben zu haben. Die „Morgenpost" meint, es sei zweifellos die Absicht der Arbeitgeber, in erster Linie die Mitglieder der freien Gewerk- schaften auszusperren, bod) gehe auch daraus hervor, daß die in den Siem en sw er lcn angestellten Arbeiter, von denen die Hälfte der rund 20 000 Beschäftigten dem gelben Verbände bereits angehören, aufgefordert wurden, diesem Verbände bei- .zntrcten, weil sie dann nicht von bei" Aussperrung betroffen würden. I Ms, J1 ! Os ii | >j neu) der I LMM IsZ I Mist,.« dies wurde. ■ Mörer nutzt eyü Unser bester Glühkörper , I ■ ■*.. ‘ ist nur echt in Originalpackung M Xz wW mit Aufschrift jDegeaT Aus Stadt und Land. Gießen, 27. November 191L Ueberlandwerk Wölfersheim. Wie wir erfahren, wurde in der am verflossenen Sams- kag abgehaltenen Sitzung des Provinzialausschusses ein eingehender Bericht über den Stand der für den Bau der ElektrizitätZanlagen Wölfersheim -geleisteten Vorarbeiten erstattet. Ihm war zu entnehmen, daß, nachdem sich etwa 100 Gemeinden dem Provinzialunternehmen vertraglich verbunden haben, kürzlich die Einladungen zur Abgabe von Offerten für die Lieferungen hinausgegangen sind. Die Vergebung der Arbeiten wird im Laufe des Monats Dezember erfolgen, so daß mit 'bet Bauausführung begonnen werden kann, sobald es die Witterung irgend zuläßt. Wir nehmen umso freundlicher von dem rüstigen Fortschreiten der Arbeiten Notiz, als wir damit gleichzeitig einem immer iroch hie und da auftretenden Gerücht begegnen, wonach das Projekt nicht recht vorwärts gehen wolle. Davon kann nach dem Vorstehenden gar keine Rede sein. Man hofft sogar, die Hauptlinien brs zum Spät- jahr 1912 in Betrieb nehmen zu können. * * Tagest al en der für Montag, 27. Nov. Vortrag von Irl. Tr. Kröhne-Worms: Die Tätigkeit der Iran in Wohn- ungsanisicht und Wohnungspflege. Abends 8ZL Uhr im großen Hörsaal der Universität. Landkreis Gießen. Lich, 2b. Nov. Die P r ä Pa r a nde n a nst a l t feierte gestern abend den Geburtstag unseres Groß Herzogs rr Steins Saalbau. Die Festansprache hielt Vorsteher Loren . Der Redner verbreitete sich eingehend über Groß Herzog Ludwig L Musikalische 'Darbietungen und Deklamationen der Schüler verschönten die Feier. Kreis Büdingen. H. Büdingen, 26. Nov. Zur Feier des Geburtstages des Großherzogs fand am Freitag abend int Saale des Gasthauses zum Stern Biertommers ftat:. Pfarrer Schöneck-Büdingen hielt die Festrede. —'Vergangene ; Woche wurde in der Röhrbacher Gemarkung Treibjagd abgehalten. Ein Rehbock, 20 Hasen und ein a n g e s ch o s s e => ner Bahnwärter waren die Jagdbeute. H. Büdingen, 25. Nov. Gestern nachmittag janb Gemeinderatssitzung statt, zu der sich außer Bürgermeisicr und Beigeordnete 9 Gemcindcratsmitglieder eingefunden batten. Die vom Gemeindeeinnehmer vorgelegten Kreditverzcichnisse, dec eine lieber sicht über die Einnahmen und Ausgaben int i910cr Wirtschaftsjahr darstellten, wurden genehmigt. Es wurde ein kleiner lieber schuß der Einnahmen festgestellt. Die zur Ligiü- dation vorgelegten Ausstände werden gleichfalls genehmigt. Tie Lehrer an ber hiesigen Volksschule haben ein Bürgerlos Holz als G e h a l t s a n t e i l zu beziehen. Lehrer Kämmer bittet, da er nach Einführung der Gasleitung keine Verwendung mehr für das Holz habe, ihm Iden Gehaltsanteil, der nach dem Voranschlag 25 Mark beträgt, in Geld auszuzahlen. Dem Gesuch wird stali> diese bedeutende Erhöhung ftattgefunden habe. Vom Kreistag ist die U m p f l a st e r u n g der Bahnhofstraße mit Kleinpf.asler bis 1914 zurückgestellt worden. Der Gemeinderat bedauert diesen Beschluß, stellt hie von der Stadt gesetzlich festgelegten Befträge' zu den Herstellungskosten wiederholt zur Verfügung und beschließt, das Kreisamt tzu bitten, bei dem Kreistag zu beantragen, daß die Umpflasterung der Straße 1912 in Angriff genommen wird, i Eine Herstellung der Fußsteige ohne Fahrbahnpflasterung ist nach . Aussage von Sachverständigen unmöglich. Es wird festgestellt, daß ein Passieren ber Straßen und Fußsteige namentlich bei Nachtzeit geradezu lebensgefährlich ist und Unsälle kaum zu bcu meiden sind. Ein Gesuch verschiedener Bewohner in ber Keller- gaffe um Pflasterung.eines Teils ber Straße wird zurück- > gestellt. Eine Besichtigung des betr. Straßenteils soll stattfindei'. Ganz besonders wird hervorgehoben, daß gerade für die Keller gaffe in den letzten 15 Jahren ganz bedeutende Aufwendungen gemacht wurden. Die Darlehensverträge mit der Landeshäpo thekenbank über ein etwa notwendig werdendes Darlehen von 50000 Mark werden genehmigt. Am Ende der Sitzung wird no h die vollständige Herstellung des Beundewegs beschlossen. In einem Schreiben übergibt Kreisrat Boeckmann dem Gemeinderat, das von ihm im neuen Rathaussaal gestiftete Freskogemälde, bn-j Büdingen im 16. Jahrhundert darstellt. Der Gfenteinberaf über nimmt dankend die Stiftung und erkennt an, daß das Bild be deutend zur Verschönerung des Saales beiträgt und zum Besuch des Rathauses durch Fremde mtregen wird. § Eckartsborn, 25. Nov. Unser altes, zum Teil i feuchtes Schulhaus soll einem Neubau Platz machen. O Bergheim, 25. Nov. Im Vorsommer nächsten s Jahres findet hier das 7. Bundesfeft der „V ogets | berge r Sänbervereinigung" statt. Zu dem U Sängerbund gehören 8 Vereine. x N i d d a, 25. Nov. Das Geburtsfest des Groß-W Herzogs beging am Vorabend, den 24. November, diel höhere Bürgerschule mit Gesang und patriotischen Deklama-W tionen. Pfarrer Werner hielt einen Vortrag über hessische ® Tapferkeit und hessische Treue vor 100 Jahren. Besonders I traten Franz Greit von Hessen und seine treuen Kampsgc- rroffen hervor im russischen Feldzug 1812. Ertrug bod) dieser Feldherr alle Strapazen des harten Winterseldzugs mit den Seinen; in Hunger, Frost und Blöße verlies er sie nicht und wurde dadurch ein erhabenes Vorbild für die Nachwelt in jeden: Stande. Ein Hoch auf den Groß Herzog schloß die Feier. Am Abend Hes 24. November sand im Gambrinus ein a l l g e m e i n e r KommerS statt, bei. dem das Kaiserorchester sowie der Gesangverein iLiederkranz wieder den musikalischen Teil übernahm. Eröffnet durch Oberst z. 2. Weimer folgte nach einem Gesang die Fest rede des Pfarrers Hermann, welcher aussührtc, wie in einer durch die letzten politischen Vorgänge zu Festfeieni gar nicht geneigten Zeit die Geburtstagsfeier eines Fürsten, | der auf so erhabene Vorfahren zu rückblicken kann und au i ihren Grund in landesväterlicher Weise rueiterbaue,iber der Wünschen seines Volkes in jeder Weise entgegenkomme uni für alle Stände ein offenes Ohr und eine offene Hand hat einfach eine Dankespflicht sei, die auch gern erfüllt werde ' dazu komme die Schlichtheit und Einfachheit unseres Fürsten die ihn jedem sympathisch mache. Nach herzlichen Wünschcr für ihn schloß die Rede mit einem Hoch, auf das die Na" tionalhymne folgte. Gemeinsame Lieder patriotischen In Halts, ganz vorzügliche Vorträge des Orchesters und bet Vereins Liederkranz sowie eitrige vom Turnverein gestellti felxr schöne Turnerbilder trugen zur Hebung der Feier bei welche einen allerseits gelungenen Verlauf nahm. — Unser Rathaus ist diesen Sommer einer gründlichen Reno vation unterzogen worden, sowohl im Aeußereu als im Inneren und macht einen sehr schönen Eindritck. Die Räumt im Innern sind nunmehr praktischer eingerichtet unb mehr ausgenutzt als vorher. — Eine Neitpflanzung von Zier bäumen läßt die Stadt eben an dem Promenaden weg vom Schloß nach der Krötenburg anlegeir Die wenig Ertrag liefernden alten Obstbäume werden entfernt und wird an ihre Stelle Rotdorn angepflanzt. Kreis Alsfeld. 1} Alsfeld, 26 Nov. Im Walde bei Liederbach nnirttf der 25 Jahre alte Arbeiter H o ff m a n n von dort beim Baumfällen erschlagen. 4- Homberg, 25. Nov. Großherzogs Ge burtstag wurde hrer durch einen Kommers dn K'rregervereins gefeiert, der im Hessischen Hof abgehalten wurde. + Deckenbach, 26. Nov. Bei der heutigen Bur^ germeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Hancßi wiedergewählt. Kreis Schotten. st. Schotten, 25. Nov In der letzten öffentlicher! Stadtvorstandssitzung wurde folgendes beraten und folgend Beschlüsse gefaßt! Als Schätzer für an Milzbrand, Rausä> brand und Schweinerotlauf gefallene Tiere wurden bi Herren Karl Bechtold und Konrad Schlörb VIII. unb alberen Stellvertreter die Herren Karl Schlörb V unb Adar: Hofmannwiebergewählt. — Als Ersatz für den infolg' • • Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Bürgermeister, Ortsgerichtsoorsteher und Standesbeamten Ehristoph Krausgrill III. zu Nieder-Weisel, Kr. Friedberg, das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß- ntütigen verliehen. •* * Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrer Hch. Wagner zuNieder-Florstadt die evang. Pfarrstelle zu Stockstadt übertragen. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Karl Streckfuß aus Gettenau eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Steinfurt, Kr. Lauterbach. — Erledigt sind: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Steinberg (Kr. Schotten) ; mit ihr ist die Hälfte des Organistendiem'tes zu Hirzenhain verbunden. Die Präsentation steht dem Fürsten zu Stolberg-Noßla-Ortenberg zu. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehcerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Stoll; mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. Dem Grafen von Schlitz genannt o. Görtz steht das Präfentationsrecht zu. ’* Neue Forstassessoren. Ernannt wurden zu Forstassessoren die Forstrcferendare Ludwig Frantz aus Darmstadt, Wilh. Scheele aus Babenhausen, Edgar Schmidt aus Mühlhausen und Hch. Weber aus Großen-Linden. **DerhessischeFürsorgevereinsürKrüp- pel hielt dieser Tage zu. Darmstadt eine Vorstandssitzung ab. Der Vorsitzende, Geh. Regierungsrat Dr. Die-tz, erstattete Bericht über l)ie seitherige Vereiustätigkeit, die sich, wie bet einem neu gegründeten Verein verständlich, namentlich auf die Werbung von Mitgliedern und die Propaganda erstreckte. Der Mitgliederstand hat sich gehoben, wenn auch in vielen Kreisen und Städten die Werbetätigkeit noch keine rege gewesen ist. Der Verein zählt bisher 348 Mitglieder mit 2903.50 Mk. Jahresbeiträgen und 700 Mk. einmaligen Beiträgen. Die geringen Beitragsziffern (Darmstadt zählt 137, dagegen Mainz nur 32, Worms nur lose Arbeit, die die harten, edlen, aber dünnen, blassen Züge jenes „neoklassizisttschen" Stiles in sich trägt, dessen Haupwer tretet neben Paul Ernst Hardt ist. Ein technisch wie künstlerisch bedentettdes, in ber Form harmonisch geschlossenes Werk, dem aber in Sprache wie Eharakteristtk die überzeugende Leidenschaft, die zwingende Kraft des Genies fehlt. Die Aufführung, in der besonders die Frauengestalten, die Gerlind der Irene Driesch und die Gudrun der Lina Lossen hervorragten, ward dem Werk in seiner farbigen Koloristik nicht gerecht, aber sie rief doch jenen starken und tiefen Eindruck hervor, den man in einer großgewollten, mit künstlerischer Selbstsucht und geschmackvoller Feinheit durchgeführten Dichtung gerade in unserer Zeit am wenigsten versagen sollte. * — Gießener Stadttheater. Iphigenie. Zur Feier von Großherzogs Geburtstag veranstaltete die Theater- bireftion am Samstag abend bei festlich beleuchtetem Hause ein; Vorstellung von Goethes Iphigenie, zu ber Herr Hans Baumeister vom Hoftheater in Darmstadt als Gast gewonnen war. Nach dem von der Regimentskapelle unter Leitung des Herrn Obermusikmeisters Wilhelm Löb er sehr schön vorge- trageneil Eröfjnungsspieles zur Iphigenie in Aulis gedachte Herr Oberbürgermeister Mecum in seiner Ansprache der Bedeutung des Tages unb schloß mit einem Hoch auf den Landesherrn, das von dem Hause lebhaft aufgeiwmmen wurde. Darnach wickelte sich unter ber Regie des Herrn Direktors Steingoetter die Vorstellung sehr gefällig.ab. Im Mittelpunkt des Interesses stand Herr Baumeister als Orest und Frau Baumeister als Jphiginie, die beide durch außerordentlichen Beifall ausgezeichnet wurden. Um die Vorstellung machten sich ferner verdient Herr B a k o f als Thoas und Herr V o l ck als Artas. — Zu erwähnen ist noch, daß an der Vorstellung zum ersten Mal der Ausschuß der Studentensä)aft in vollem Wichs teilnahm. rm. 3atmftab bon Großherzogs A II sand, wohnten u. a. 11 Algermeisler Mülle 1 Lei Rektor M W l surch den ^aientiid I! bekannt, daß aus G Diplomprüfung zum f-tl'stungder erste Dans Darmstadt (Arch MMark dem Tiplom- Woerliehen worden ist. « Aos. Varneji-Frankf ■| Darm ft ad l' ounb der Landl I len, dem die gro I verbände von 11L I ssahre feinen büt I ersten Male wird stattfinden unb Ae Einladung Sc landwirtschaftliche! lassen, befien So; ßamftabt) ift. § H länbliqen &enoffen | ytMfWfdjajten, so E gewaltige reilnehnu Llj hing bes Bundestag ■ L feilen Vorstcmdst ! II Ausschuß eingesetzt. \ | nationalen Bund d । von Tanemark beig V japanischen Ge, Li lemen Beitritt erklä V U). Worms, I ^°Nenen Uebe I ? ^ülucksjall. I S Gimdhi I ^rden ■ ^rnsheim wurde sch ®ie£rw“'-?'9' 21 WB xDD 5 Klinik Mer tflj 1 ^Eöung, die „ !°een haue. fit *1^ "“Shei. 309 tau °°« ein, ^luch ^chnntl ^ne unter *" hne«6,ni $ 15 Mitglieder, die Provinz Starkenburg 286, Rheinhessen 133, Ooerhefsen 105 Mitglieder! hemmen natürlich derr Vereinszweck, da zur Fürsorge für die armen Krüppel vor allem entsprechende Geldmittel gehören. Einige Unter» slützungsgesucbe konnten in dev Hauptsache durch Unterbringung der Hilfsbedürftigen in dem K'rüppelheim zu Nie- der-Ramstadt und durch Beihilfen zu den Kosten der. ärztlichen Behandlung oder zu ben Kosten einer beruflichen Ausbildung erledigt werden. Der Gesamtvorstand erklärte sich mit den seitherigen Maßnahmen einverstanden. Da ben Gemeinden als Ortsarmenverbänden die Fürsorge für unbemittelte Krüppel obliegt, sie daher ein besonderes In teresse daran haben, daß die Krüppel möglichst in die Lage versetzt werden, nach geeigneter ärztlicher Behandlung erwerbsfähig zu werben, so sollen mit Hilfe der Kreisämter ben Gemeinden die Bestrebungen des Vereins eingehend bekannt gegeben und die Gemeinden zur Erwerbung der Mitgliedschaft eingeladen werden. In der allgemeinen Aussprache wurden Anregungen aller Art gegeben; ** Vom Frauenbund der Deutschen Kolonial- g ese lisch oft wird un§ zu dem Bericht über ben Vortrag beS Hauptmanns v. Ramsay: „Reiseerlebnisse in Öftafnfn*, mitgeteüt, daß es sich nicht um ein Frauenheim, sondern um das Jugendheim in Lüderitzbucht handelt. Au der Kostendeckung tmd Unterhaltung des HeimS beteiligen sich zehn Gruppen des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft, darunter die Abteilung Gießen. ** Für die zweite Opernv orstellung am Mittwoch hat das Hoftheater Nicolais ewig junge Oper „D i e luftigen Weiber von Windsor" gewählt, die am Samstag in "euer Einstudierung als Festvorstellung zum Geburtstage des Großherzogs in Darmstadt in Szene gegangen sind, jjut der Ouvertüre, diesem musikalischen Meisterwerk, wurde in 1907 unser Theater eröffnet. Der dritte Akt enthält eine Reihe von Tänzen, in denen Nicolai eine der reizvollsten Ballettmusiken der ganzen Opernliteratlir geschrieben hat. Diese Vorstellung gibt also auch dem Hofballett die erste Gelegenheit, sich unter der Leitung der Ballettmeisterin Frau Thiele-Leonhardt dem Gießener Publikum vorzustellen. **Der Schiklub Wintersport, Gießen (Gießener Schittuv) hielt am Samstag abend in sämtlichen Räumen bes Restaurants Metropol fein erstes Winter- f e st ab, bas so gut besucht war, baß viele Leute trotz ber größten Raumartsnutzung feinen Platz mefyr fanden. Die Räume waren mit Dannengrün, Schneeschuhen unb sonstigen Winte-rsportgeräten, mit vielen Winterbilbern unb einem großen Schneemann wirkungsvoll ausgeschmückt unb hielten Die zahlreichen Gäste unb Freunde bis zum früheir Morgen vergnügt beieinander. Das abwechselungsreiche Programm, das nur von Mitgliedern des Klubs bestritten wurde, war originell und humorvoll abgefaßt unb fand viel Beifall Nach einleitenden Müsikstücken und ber Ansprache bes Vorsitzenden fang Wilhelm Schwa n ein paar Lieber zur Laute, bie sehr gefielen. Danach spielten die Herren Schmidt, Neurath und Zimmermann eine lustige Wirtshaus-- szene Die blinne Hesse und ber Borjemafter vo Meiches, die recht geschickt zusammengestellt warmnd lebhaften Beifall erhielt. Nach einem Marsch ftrug Herr Weiner in der Maske eines rheinhesfifchen Bauern ein paar luftige Dialektgedichte vor, auf die ein neckisches Cortplet, Die drei feschen Rodlerinnen, folgte, bas von den Damen Schmidt, Wallenfels und Emmerich allerliebst gesungen wurde. Es folgten zwei Orchesterstücke und bann ein' lustiges Protokoll, das DerNachtwächter von Breungeshain, Herr Hergenröder, über ben Vorstand des Klubs vom Stapel ließ unb das stürmischen Jubel erweckte. Auf das ulkige Couplet Alles to e g'n d e Leut folgte ein Schlußmarsch, der ebenso wie die anderen Stücke der Hauskapelle mit starkem Beifall aufgenommen wurde. Die Herren Hans Sonntag (Klavier und Lhlo- phon), Gustav Sonn t ag (Violine,, Erwin Koch (Violine), Hermann Schäfer (Klavier und Harmoniums Zimmer und Legler (Cello), aus denen bas Orchester bestand, hatten sich mit regem Eifer ihrer Aufgaben angenommen unb gaben auch späterhin noch zahlreiche Beweise ihrer .Künst, inbem sie bie Tanzpausen mit Gitarre unb Manbolin- vorträgen ausfüllten. Viel Stoff zur Heiterkeit bot ein Kasperltheater, bas eine starke Zuschauermenge um sich versammelte. Als früh um sechs Uhr ber erste Schnee über Gießen nieb errief eite, verließen bie letzten Gäste das Fest, bas sehr viel Anklang gefunden hatte, obwohl ber Vorsitzende in seiner Ansprache versichert hatte, daß die eigentlichen Feste des Schillubs nicht im Saal, 'sondern draußen im winterlichen Wald gefeiert würden. ** Regimentsjubiläum. Das 3. Unter-Elsässische Infanterie-Regiment Nr. 138 begeht am 18. Juli 1912 in Dieuze die fünfundzwanzigste Wiederkehr seines Stiftungstages. Alle ehemaligen aktiven und Reserve-Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten des Jnf.-Regts. Nr. 138, die der Feier beiwohnen wollen, ebenso alle Unteroffiziere und Mannschaften des Regiments, die ihre Teilnahme noch nicht bereits auf anderen: Wege angemeldet haben, werden ersucht, ihre Adressen — unter Angabe der Dienstzeit und der §i.ompagnie, bei welcher sie standen — baldmöglichst an das Regiment nach Dieuze in Lothringen einzusenden. •* Der erfte Schnee, der in der Nacht zum Totensonntag siel, ruft unwillkürlich Erinnerungen an die in früheren Jahren ersten Schneefälle wach. Nach einem seit vielen Jahren geführten Wetterkalender hatten wir 1880 am 20. Oktober, 1881 am 5. Oktober und 1887 am 15. Oktober den ersten Schnee. Den spätesten Schnee brachte der Winter 1888/89 am 3. Februar. Noch seltener ist Frostwetter im.Oktober zu verzeichnen, eine Ausnahme macht nur das Jahr 1905, an dem am 21. Oktober, morgens 8 Uhr, bereits 3 Grad Kälte herrschte. Im Vorjahre fiel am 11. November Spurschnee und am 27. Dezember trat tiefer Schneefall ein. '* Roheit. In verflossener Nacht wurde in der Bahnhofstraße einem Photographen der Aushängekasten nut Photographien heruntergerissen und fortgeschleppt. •* Gestohlen wurden in vorgestriger Nacht aus dem Hofe Riegelpfad 39 2 eichene Balken, die von einem Abbruch herrührten. fi Friedbe: I taqes des G r o ß \ I lichch wie auch er 8 Mittags um Ur ] $ amten und M I abends von 9 bis 15ie Stadtkapelle. I Een Vereinslotaic I lijchen Kirche fant ■ Xebeum statt. M H Mtslages wurde I schalten. Stack KM SÄ Äe. T?iiie ßj Mr uWt geeint Ä gegeben. Der löeitrag ber Stadt zur Forstdienerbesoldunq i hat sich um ttwa 500 Mark erhöht. Vor Genehmigung des Mekr- betrags wünscht ber Gemeinderat Aufschluß, aus welchem Grunöe \ Amtlicher Teil. Ein von wen Eingesandt. »Für Form und Inhalt oikt uiuer ,...u «nubrit stchcuden Anikc. übernimmt die Redalnon dein Publttum gegciiujer teinerict Lercniwonung.) Erklärung zur Kartofsellieferung der Stabt Gießen. Sm SamLiagblall wird in dem Bericht über die Stabil'ererb« ncien-Leriammlung mir der ungerechte Borir-ur' gemaa t, id) baue gegen beschwerdesulfrende Personen gejagt: Geimdel; dies muß ich ganz entschieden zuructwersen: außerdem soll ich ge> tagt, haben, die Leute 'ollten^öO Big. mehr bezahlen, bann bekamen sie gute Kalloßettr. _Tic5 mir gan; ’remb; ich lann vielleicht gesagt hade.i, es such bieielben ttarufeln, wo andere Leute 50 Sfg, mehr zahlen müssen. Ob es eine .Geschäjts- ci>- hm ersetzter Fehlbetrag von 100 Mk. festgestellt wurde, e r. cho ß sich, als er zur Strafe verlest werden sollte. Jetzt hat ich herausgcuellt, daß nur ein Rechenfehler vorlag. An der schleuich-rufjischen Grenze in der Nähe der Station Tann überiuhr eine Lokomotive einen Reoiiionswagen, in dem sich höhere Beamte befanden. Sämtliche wurden getötet. Aus München, 26. Noo., wird gemeldet: Gestern nachmittag 6 Uhr fuhr Drin,; Ludwig Ferdinand im Automobil durch die südliche Aufsahrt-Allee stadteinwärts. An der neuen Gernerbrüne rannte das Automobil plötzlich mit einer sollen Wucht gegen eine Linde, daß es infolge des Anpralls gegen ein entgegenkommendes Petroleumfuhiw.rk ge>chl-.„d.ri wurde. Ter Prinz blieb unverletzt, aua) der Ehauf.eur und der Kutscher des Petroleumwagens erlitten leinen Schaden. Starkenburg und Rhein Hessen. rm. Darmstadt, 26. Noo. Dem Festakt, der auS Anlaß von Großherzogs Geburtstag in der Technischen Hochschule Halt' ! sand, wohnten u. a. die Minister Braun und v. vombergk, „ Bürgermeister Müller und Oberkonsistorialpräi ident Nebel bei. Der Rektor Pros. W i ck o p begrüßte die Anwesenden nach einem i durch den »»ademischen Chor vorgetragenen Lied und machte I tetannt, d aß auf Grund der mit „Auszeichnung^ beftanoenen h 2iplomprüfung zum erstenmal aus der M ü l l e r - A l e w , li Stiftung der erste Preis dem Diplom-Ingenieur Wilh. Weber M anS Darmstadt (Arch. Abtellung) und der zweite Preis mit 500 M-Nurl dem Diplom-Ingenieur Vans Ku ball aus Hamburg Äji rlicljen worden ist. Beiden Inhabern wurde außerdem die von w iiof. Barnesi-Frankfurt au«ge|tattete Plakette übergeben. 4- Dar mstadt, 26. Nov. Ter Internationale Bund der L a n d w i r t s ch a f t l i ch e n G e n o s s e n s ch a f- t en, dem die großen landwirtschaftlichen Genossenschasts. verbände von 11 Ländern angeschlossen sind, hält im nächsten .rnhre seinen dritten internationalen Bundestag ab. Zum ersten Male wird dieser Bundestag auf deutschem Boden siattsinden und zwar im Mat 1912 in Baden-Baden. Die Einladung dazu hat der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften in Darmstadt ergehen lassen, dessen Vorsitzender Geh. Regierungsrat Haas ^Darmstadt- ist. Schon dieser deutsche Reichsverband der ländlichen Genossenschaften umfaßt allein nahezu 20000 Genossenschaften, so daß der Baden-Badener Kongreß eine gewaltige Teilnchmerzahl aufweisen wird. Zur Vorderes- . lang des Bundestages wurde in einer in Darmstadt abge- i hatten en Borstandstagung des internationalen Bundes ein ■ Ausschuß eingesetzt. Im laufenden Ial)re sind dem Inter- nationalen Bund die landwirtschaftlichen Genossenschaften von Dänemark beigetreten, ebenso hat der Zentralverband oct japanischen Genossenschaften mit etwa 8000 Vereinen seinen Beitritt erklärt. w Worms, 25. Nov. Gestern abend ereignete sich an dem offenen ll e b c r a a n g der Osthofener Landstraße ein Unglücks fall. Dort wurde das Fuhrwerk einer Brauerei von dem Zuge Gundheim—Wormö ersaßt und zertrümmert. Tie beiden Pferde wurden getötet, der Fuhrmann M. Bell au? Herrnsheim wurde schwer verletzt. Hessen-Nassau. Infolge starker Regengüsse fanden in einigen Teilen Südtirols im Passeiertal und in der Stllfjerjochilraße Erdrutsche statt. Ter Wagenverkehr mußte vorläufig eingestellt werden, die Flüsse sind bedeutend gestiegen. In Niederdorf ,Pustertai- uno in Margreid ^tia-tals et» olgten gestern leichte Erdstöße. AuS Frankenhausen (Niederbayern) wird gemeldet: junger Eiienbahnbeamter, in dessen Amtskasfe ein soforr g.'meinbeorbnung Oie Oefientlichkeit der Sitzung vorgeschrie- den ist, wie dies auch bisher in Schotten schon immer gc- | 1 -üten würbe Bedauerlicherweise waren zu dieser Sitzung W'Zul)ür« nicht erschienen. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 26. Nov. Zur Feier des Geburts- ! tages des Großherzogs hallen gestern sowohl die öffent- bl'thcn, wie auch eine Anzahl Privatgebäude geflaggt. Des Mittags um IVj Uhr sand im Hotel Trapp ein von Beamten und Bürgern besuchtes Festessen statt. Des IabendS von 9 bis 10 Uhr konzertierte am Kriegerdenkmal * die Stadtkapelle. Die Militarvereine hielten abends in ; ihren Vereinslokalen entsprechende Feiern ab. In der katholischen Kirche fand morgens ein feierliches Hochamt mit Tedeum statt. Der evang. Gottesdienst zur Feier des Ge- ■ burtstages wurde heute morgen in der Stadtkirche ab- gehalten. hohen Alters aus dem Biesenvorstand ausgeschiedenen en Geldfack. Der Satt wurde wieder gefunden. Ter verhaftete Reifende Cavello hatte den geraubten Postsack zunächst nach seiner Wohnung gebracht und dort 51 Wertbriefe und das Bargeld herausgenommen. Tie übrigen Wertsendungen, die kein bares Geld enthielten, hatte Cabello in einen großen Sack gepackt. Er wollte ihn weg- werfen, als er gefaßt wurde. Auch der Führer des Postwagens, der Posttllon Wendt, wurde verhaftet. Er bereitet jedoch jede Beziehung zu dem Raube. Tie Geliebte ürvellos, welche seine Wohnung teilte, will nicht gewußt haben, woher das Geld stammt. * V o m W e 11 c r. In der Nacht zum Sonntag sank bie Temperatur auf 2 Grad unter Null. Am Sonntag konnten die Kunsteisbahnen in Betrieb genommen werden. — Wie aus Ilmenau gemeldet wird, find durch einen starken Rauhfrost die Telegraphen - und Telephonverbindungen zum größten Teil unterbrochen. Auf einer einzigen Strecke lagen 40 Trähte am Boden. — Auf den Bergen hegt Der Schnee 20 bis 80 Zentimeter hoch. — In dem rheinischen Jundujttie- gebiet trat in der Nacht zum Sonntag starker Schneefall ein, Der bis zum Mittag andielt. — An der 'Jäirbfee und Der Elbmündung herrscht seit Einbruch bet Nacht zum Sonntag starker Nordoststurm, der die Schiffahrt gefährdet. Kleine aage$d)ronit « «A-U ei«bts8l, . " Sreitaq ' « «Ä ■ Äff? fr' «J® Ök'U-h nr.:: J A. aus welchem .^be; 8om bebauen •i* fe|tgelegten ? ■serrugung unb bk'L - J »u beantragen, bäu Ml' genommen /1 Mhnps.'asiermig iü u\ * ® wirb feflgäL yuBlteigc namentli I ® Unfälle kaum »■.. | ivohiminderg-^. ' der Lttahe roirb iBenteil-j soll 1‘tottö! s getobt für bic m ebeuienbe Äufwenanf e mit bet Anbeek erdendes Satlekn r| dt der Sißung nnti, | en> cgs befchioffkn j Emann bem Wem tute! iftete Freskvgmälb!»' Ter PVnieinbmt i it an, baß bas?■.?? ititrägt unb yim iitb. Inf er alte?, zim l. ubau Plaj: rna5- . i Vorfommci na: • , sfest bn g" ftfltt. Zu bei ittBftflbt? (ito'l en 24. 11 patriotijdp tillrcl Sortraq über bei» I )() Jahren SWbSI I q 1812 irrtnifi b:| harten SiMt^'l und w *y.:| ^rhabmeH Dorb?: i ssoch auf daA | des 24. fJjoncmW' ‘ Hammer i L saiigverein^icbS I nahm. ErM'7. I inem ßiefanß »-5 > cher ausnihrte,.^.! Vorgänge zu I a girier l äblicken tainwjj ise weüerbaut'^W V entgcgeu'oo« I eine offen; ch gern erpifü^l ch ' doch. «* « Orches I n Tiirnvetti«^ I Hebung der I 'tiaui * I . qriinbM111 ... I i« einger*. nlaniiing * :|i; I ent Pr°m ötenbiuS A..I 'bstb-uE^ n ang-p'l-"-'' 'j i fdiahigung für mid) fein folk. daß diese llmDabrbrifnt in bit Cef’entlicbfeit gebracht worden find, weiß ich nicht: aber das richtigste wäre gewesen, wenn man mn1i auch gehört hätte: ich glaube mit Bestimmtheit sagen zu können, daß mein h>,scbafls- rrinzip stets ein ganz anderes gewesen ist. Durch meine sämtlichen Lieferanten kann ich hieir' beweisen. Zur Aufklärung der ÄanafieUic crung muß ich mitteilen, daß ick feinerzeit zu der So Ulpolilu'chcn Titzung cmgclabcn war, >vo mir ausbrücklich aufgegeben wurde, von iämUidien 1 idigen KarU" >el gross ist en zu kaufen; nachdem ich einen Waggon prima Larto' ttn cuniorticrt ivj zu 7 Mk geliefert wurden, von einer biefigen Firma gekauft batte, würbe mir schon mit dem Rechtsanivalt ^edrohl. luenn ich nicht auch anbei en Firmen abnefamen würbe: msolgedeffen kauften wir tuten Waggon Mar- toffef von einem anderen Grofsisten vier. Der beteuerte, daß btc Ware fehr schön sei, er hätte sie eigentlich dnbenvatig zu 100 Mk. diu Waggon teurer verlaun. Mithin muhte ich dock bem Herrn Glauben schenken. Den britten Waggon laut ton ro.r wieder von einer anderen Firma hier. Ter Hcri selbst sagte mir: ich habe cimn wunderschönen Waggon ftarUf ei (Maanum bonum) am Lager stehen, der paßt für bie Stabt. Ich befiditigte biCfclben und crliaric, daß bie Mariofidn zwar ichön seien, aber für bie Stabt müßten bicidben nochmals auSgde>en werden. So wurde mir vorivrochcn, alles zu tun, was möglich wäre Die Kanoifdn imb bann von dem Grofsisten gesackt und plombiert worben: bic vier Lieferanten haben bie Martoifdn am Lager abgcholi und in bie Stabt gefahren, mithin kann mich bock, absolut keine Schuld treficn. Ich habe dem Herrn es telephoniich mitgncilt, daß Die Kartoffeln nicht sauber verlesen seien, da wurde mir zur Antwort, laßt sie stehen. Jniolgeoejscn wurdeii nubt alle 200 Zentner abgenommen. Jetzt hat es sich herauSgestellt, daß es bie Firma sogar gewußt hat, daß die Kartosietn einen leichten Frost hatten: von meinem Lieser amen, wo ich immer kaute, wäre mir solche Ware nicht verabfolgt worden, dies find bic Folgen, baß mir aufgegeben wurde, bei jedem hiesigen Grossisten zu taufen. Was bie Reklamationen anbelangt, io ist cS auch entschieden über- irieben worden, z. B. sind Kartofsd pro Zenmer 3,60 Mk., unsortierte Ware, beanstandet inorbcn, weil sie nicht verlesen waren unb die Futterkartos.ei kostet der Zentner 3—3,50 Mk. was sollen wir benn eigentlich liefern? Tic Leute glaubten, die Stadt habe einen gewißen Betrag für drotstandSkartofjelliefe- rungen bewilligt, was doch nicht der Fall, unb glaube ich, daß dies womöglich der Grund war zu den Beschwerden. Es wird mchr Leben über diese Sache gemacht, als eigentlich notig, es sind im ganzen 12 Reklamationen von 110 Bestellern gemacht worden unD möchte ich den Herrn Stadtvätern, bie io erbost über bic Ka r tos iei Händl er in bei Sitzung waren, anratcii. selbst bie Äartofidlieicrung zu übernehmen, dann wären sicher mehr, als bie doppelte Anzahl der Beschwerben cingdaufen, wie z. B. bie hiesige Bahnverwattung, bic Stadt Frankfurt a. M., Wiesbaden usw.; bic haben Erfahrungen gemacht. Bemerken möchte ich noch, baß ich für bie 3,50 Mk. Kartoffel 3,25 Mk. unb für die 4 Mk. 3,65 Mk. bezahlt habe, mithin ist also in Anbetracht der Ausfuhre usw. an einen auch nur kleinen Verdienst nicht zu denken. Ich erkläre nur noch, daß sämtliche Reklamationen erledigt worben siM> unb was bie Lieferung an mich von den Grossisten unb die öffentlichen Beleidigungen gegen mich anbetrifft, so wirb biefe .Angelegenheit ein gerichtliches Nachspiel haben. I. Weisel, Kartoffelhandlung. (Von der Kartofsdhandlung St. Sier wirb uns mitgeteilt, daß sie an der Äarioffdlieferung nicht beteiligt gewesen sei. Reb.> Lollar, dem ttreisstratzenwart Christian Gl'anz II. zu Ädingem Dem Walbarbeiter Aug. Göv zu Freienseen, dem Holzhauer Gg. Hildebrand zu Oppershofen, dem Kreissttaßemvai'l Peter Jakob zu Mufchenheim, dem Fabrikarbeiter Will). Michel zu olcinberg [itreiö Schotten), dem Sandgießermeister Karl Nagel zu Gadern, dem Weber Iohs. Lrtwem zu Frifchborn, dem Waldarbeiter Heb. Rehberger zu Gunzenau, dem >lieiS|traßen- wart Marlin Reitz zu Holzheim, dem Waldarbeiter Heinrich Rinker III, zu Nonnenroth, bem Krcisstraßenwart Hch. Röh- r i g I. zu Homberg a. b. Ohm, bem Waldarbeiter Gg. Schaad III. öu Laubacb, dem Steinschläger Hch. Schmulbach I. zu Wind- hauien, dein Waldarbeiter Iohs. Stockmann zu Swcklwnjen ^trciv Lauterbach), dem Waldarbeiter Konr. V o n e i f f zu Laitvach, cer Sulturarbcitcrin Margarete Weimer zu innigen. — U hu f r. I. t r aU 17.4rfin 11nqa 3pielplan der vereinigten zrankfnrter Stadttheater. ember 1911. Der Großherzogliche Fewoereinigungskommissär: _________Kimber ger, Großh. Kreisamtmann. _____ Betr.: jdbbcreinigung v :Uc a in }lar. Tie zweite «etueigerung der Maiiegrundfmcke findet Montag, ben 4. Dezember 1911, vormittags 9it Uhr, in der Gastwirtschaft Müll« zu Mainzlar statt. Friedberg, ben 24. November 1911. Großherzogliche Feldoereinigungskommijjar; xirnberger, Großh. Kreisarmmans. Zchneebericht des SchillubS Wintersporl, Ojicßen (Gießener Schiklub). Hoherodskopf: Schneehöhe 25 cm, nur im Wald ge- schlosiene Schneedecke, auf der Heide verweht. Letzte Nachrichten. Lille, 27. Noo. Der Erzbischof von Cainbray hielt gestern hier eine Rede, in der er uneingeschränkte Freiheit im Unterricht und religiöse Freiheit für die Beamten und Soldaten verlangte. AeEtere Paare zu und unter Einkauf Kamelhaar »Schuhe billigst Die W Schuhwarenhaus W. 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