Grftcs Blatt 161. Jahrgang Samstag, 25. Dezember (<)V Siehener Anzeiger biet.'il bifi Donniliagfl 9 Uhr. Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhofstrahe |6a. Die heutige Nummer umsaht 18 Seiten. ricrtet« 'nrcb l'icllen ; durch Nr. 302 Tu Sletzener Hnjeigtt eddirtm täglich, auuet Sonntags. - Beilagen: etennnl möd’ciuhd) SlebenerFamiliertbläNer. zwcmml ivörbcniLKreis: blailfür6tnKrci$6itfjtn (TienSlag uiibarcimn); zwennol nionnil. land- wlrlschaslliche 5filfrar.cn rijeiqentr,l: ix Bell, 3u Weihnachten t Gießen, 23. Dezember. DeS höchsten kirchlichen Festes fromme Glocken durch, kjcillen diesmal eine nährende und bewegte Zeit. Et- sind keine Hirten auf dem Felde, die in heiligem Schauer wundersamer Botschaft warten. „Der einst den frommen Knaben Isens, den Hirten sich zum Streiter ausersehcn und stets den Hirten gnädig sich erwies", er schaut auf den Wahlkampf nieder. Wie in den Zeiten beo alten Testaments gilt es wieder einmal Streit und Kampf. Aber die das Banner der Religion diesmal wieder mit besonderem Eifer in den Wcchlkämpsen Veraufträgen und als einzige Parole verkünden, es gehe gegen Umsturz und Unglauben, ihnen geht es wie den Pharisäern, die Jesus auS dem Tempel verjagte. Wenn klerilale und konservative Partei- männer oft sagten, der Liberalismus sei eine Durchgangs- station kür die Sozialdemokratie, so ist das doch eine recht willkürliche und oberflächliche Behauf'tuna. Der Herr sieht das Herz an, und die ihr Christentum so auf den Markt stellen, sind ihm nicht wohlgefällig. Tie Religion spielt in diesem Reid>stagswal)ltamps kaum eine Rolle: es sei denn, daß man davor warnen wollte, daß der G-eist Ore- gors VIL wieder um Iich greise, in einer Zeit, die mittel» alterliche Gebote abgestreifl hat und die dem päpstlichen Epigonen das Motu proprio aus deutschem Rechtsdodcn ver- wehren mutz. Aber die Wanderredner, die allenthalben durch die deutschen G-aue eilen, werden in der feierlichen Stunde der Weih- nacht doch inne l-alten und die Streitaxt für kurze Zeit ruhen lassen. Tas Wort „Friede aus Erden!" ist (ein Gebot, das für alle Momente des Lebens Gültigkeit hat- aber cS ist eine Verheißung, die dem Meirichen Bedürfnis ist und die er, ohne ba? ewige Pa.ßos der Joeol.oaen, Uno o. ne praktische Notwendigkeiten beiseite zu sehen, doch zuzeiten in sich selbst erfüllen darf. Sie ist eine wohltätige Hemmung, die uns hindert, daß wir uns im Kleinlichen zu sehr verlieren, sie weist uns auf den größeren, edleren Gehalt, der, wenn ihm oft auch ein Gran von Sdjlccntem anzrn hasten scheint, doch nicht, nach Khaleipearcs seiner Beobachtung, mit diesem Gran von Schlechtem in die «chmach hinabgezogen werden sollte Leidet macht sich noch allzu viel Splttterricbtertum breit, und es ist kaum Aussicht vorhanden, daß unsere c^esepesresormen hier Bresche legen können. Das Gesetz und feine Anwendung sind rart unb unbieg.am, aber das suhlende Herz und der sehende Berstand des Menschen dür,en nicht in der Enge bleiben. Wie viele haben nicht über den alten Schriststellcr VKty beim An-.gana seines Belcidigungs- prozesses geschmäi-t, obgleich er feine Vergehungen feit Jahrzehnten gebüßt hat! Wie viele können es utchl ein,ehen, daß bedeutende Begabung unb Veranlagung, auch wenn sie mit einem Grau von Schlechtem behauet sinb, in der Teilnahme unb Achtung Höher stehen jodten, als die unauffälligen, geglätteten Durchschui.tsmen.chen, bcucn oft mehr Äufittertsaulkeit zugeweuoet wird, a.s uvnen gut ist. Biet- leicht ist auch Herr Lebius zu dieser letzten stategocie zu rechnen. Ten Polttitcr mahnt die christliche Friedensverheißung, >cn Sporn des Fanatismus abzuschnallen, den Parteihader, o wett es gehl, einzu,chränten. Das gilt vor allem für )cn Liberalismus, der sich seines Namens wieder tolzer bewußt werden sollte, aua) bei der Behandlung des Gegners oder, noch mehr, des liberalen Mitbruders. Zn Gießen sind wir ja glucllicherwei.e in den letzten Tagen in dieser Hin ficht auf eine geglättete Bahn geiommeii. ^as Ziel jahrelangen Strebens nach einem Zusainniensmluß der liberalen Kräfte ist jetzt erreicht. Denn Gießen auch kein Florenz ist noch werden kann, wo die Parteien der Weißen und Schwarzen sich bekriegten und zerrieben, alS Tante unter ihnen wandelte, so war es doch schlimm genug bisher. Immer neue Eier der Zwietracht unb Eifersucht waren ausgebrütet worden, unb wer weiß, ob nidir, wenn man das ungeftra t hätte tun können, auch Verbannungen ausgesprochen unb Guter eingezogen worden wären. Aber der Pakt der Versöhnung vt jetzt verbrieft und besiegelt' Freuen wir uns darüber! Tenn je-.tt ist der Liberalismus im Gießener Wahlkreis nicht mehr zur Einflußlosigkeit verdammt unb er kann fein Banner mit größerem Stelze entfallen. Wenn er es tut tm Sinne des echten liberalen Gedankens, der ebensoweit entfernt ist von Streitsucht unb Hetze wie von schwächlicher Selbstverleugnung, so kann sich der Steg an feine Fahne heften. Der erwählte San- didat Erkelenz scheint, wie wie schon auSgesührt haben, diesen Forderungen zu entsprechen. Trotzdem der Wahllampf cu.brennt unb die Wellpolitik ein Spottlied über die HimmelSbolschasl „Friede auf Erden" anzustimmen scheint, lau'chcn wir den alten, ernsten Glocken auch dieses Jahr mit unoerniinbcrter Andacht. Ein großes starkes Volk, das durch seine Tüchtigkeit in der Welt voran- gekommen ist, wird allen Ränken seiner Widersacher Trotz bieten unb sich durchzuringen im Jen. ES wird durch Kamps zum Ziele kommen, auch in feinen inneren Angelegenheiten soll in Hütten und Palästen die frohe Bolfchatt ein- ziehen! Wir wollen wieder etwas von den Bindern lernen: Vertrauen unb Freudiglci:, wollen nicht vergrämen in den Sorgen der strudelnden Zeit. Ter milde Stern der heiligen Nacht zeigt uns den rechten Weg, und, umblickend in eine Well bau 'SchwierigG'i.e.l ::i.o sumpfe, vernc.-men wir doch deutlich unter dem deutschen Weihnachtsbaum die traute, fromme HimmelSmär! Die Kcirt)$tagstnal)ib:n)egung. Tie liberale Agitation in (Slezen-Grunberg Nidda. Wir erhallen voiu Wahlausschuß für die itanbibatur Erkelenz folgenden Wochenbericht: In die zweite Woche der Wahlarbeit fallen schon die Strahlen bev Weihnachtsfestes. Ter liberale Wahlausschuß hat seine Berfammlungc-taligkert am Donnerstag eingestellt, wird fic aber schon "a m dritten Feiertag wieder mit aller Miaft aufnehmen. Von Sonnlag dis Donnerstag wurden Li Versammlungen abgehalten und baüon 14 bura) den Kandidaten selbst besucht. In Echzell waren offenbar eine Reihe Bündler anwesend. Sie zogen es jedoch vor, einer nach dem andern zu verschwin- den, ohne ihre Sache zu vertreten. Nun in Ranstadt nahm ein Anhänger der Kandidatur Werner das Wort, aber das Bauernprogramm des Herrn Erkelenz war für den Gegner eine ljartc Nuß. Er mußte sich so gut als es ging zwischeil Großgrundbesitz und Baucrnpoluik burch- luinben und versuchte das, moem er den ailwe.enoen Bauern klar machen wollte, daß hone Booenpreise für sie nützlich seien. Den Schluß der Sonntagsver,ammlun^ bildete eine glänzende liberale Kundgebung in Oder-Schmitten, am Montag führte in Treis an der Lumda ein Vertreter des ttntt,emitismus einen Lovge.ang auf den Großgrundbesitz ans. Am selben Abend war eine gut besuchte Versammlung in Staufenberg, zu der sich ein großer Teil „(1)61101! en" eingefunben hatte. Ihr bi ebner, Herr Häuser, bediente sich in fünibiertelftünbigen Aussüh- rungeii bet bekannten Anrciperiak.tt des wrn-ren Jacob. Alle Parteien find grundschlecht, bloß die Soziackrcmotraiic ......Herr Erletcnz ,poltcte Lbur bieje i'.iethobe unb in das Gerächter stimmten bann auch die mit etwas Mutterwitz gesegneten „Geno.fen" ein. Ausgenommen Herr Häuser, der etwas von „persönlich werben" stammelte, wahrend er gerade kurz voriger den liberalen 'air.ou . ni « s unzuverlässig und damit als uni.isich iw: . w. boi: -. Tienslag war eine große Versammlung in '?< t b b a, ui der neben Herrn Erkelenz Herr Pfarrer ft or cII chic schwungvolle Ansprache i ielt. Fauerbach und Attenberg hatten gut besuchte und stänzend verlaufene Bersammiune.u am Mittwoch, wahrend B ob e n b a u s c n zu is waren in Crlcnberg Gegenstand von Anfragen, auf die Herr Erkelenz tressende, zusriedenftelkendc Au ins: gab Et crHartc sich für Erhaltung und wenn nötig für den Ausbau derjenigen Zölle, die dem Bauern nützen und gegen bic Zölle, bi * den Großgrundbesitz künstlich bevorzugten, wie Futtermittelzölle Wie der Staat Arbeiters^ .! ge e".e erlaßen müsse zum Schuye dec Arbeiter, so fei er verpflichtet, für die Erdallung des Bauernstandes einzutreten, weil dieser die wichtigste Grundlage jedes Staatswesens sei. Am Donnerstag mußte eine angesagte Versammlung in Groß-Linden im letzten Augenblick aussailen, weil nach den Angaben der Gemeindelehärden plötzlich in elf Gehöften dieMaul- und St l a u e n f e u di c ausgebrochen fei Versammlungen in Hansen und Steinberg verliefen gut unb besonders die letztere wies einen zufriedenstellenden Besuch auf, obwohl zu gleicher Zeit Herr Tr. Werner in Watzenborn sprach. Ein Landwirt versuchte anfänglich, den Großgriuibbiiitz zu verteidigen, änderte aber unter der Wucht des von Herrn Erkelenz aus den hessischen Berhältniiieu vorgetragenen Materials seine Anschauung und sprach schließlich den Wunsch auS, Herrn Erkelenz gewählt zu sehen. Das große Ereignis der Woche war die endgültig vollzogene Einigung aller Liberalen. Ihre iurdp lchlagskrast bewährt fick) schon in her Prompthctt, mit der Herr Tr. Werner seine Tarmstädtcr Pre.jconstanbibatur aufgegeben hat. Trum gilt cs, voni rechten bis zum Ihnen Finget die Emigung in der Praxis erstarken zu taffen, um sie als leuchtendes Beispiet ,ür ganz Hessen in den kommenden Jahren wirkungsvoll zu machen. Der Bund der Landwirte für Tr. Werver. Gießen, 23. Tez. In der gestern hier veranstalteten Vertranensmanner-Persammlung des Bundes der Landwirte wurde e i n ft t in m i g beschloßen, den Reichs- tagslaudidaten der Wirtfchastttchen Vereinigung, Herrn Dr. F. Werner tatkräftigst zic unterstützen. AuS dem Aeichktagswahlbezirk Darmstadt—Groß-Gerau. bs. Darmstadt, 22. De». Tie Fortschrittliche VolkSvartei hielt heute abenb im „Kaisersaal" eine gut besuchte Wähtcrversaminlung ab, in bet der Stanöibat dieser Partei, Tr. Strecker, seine pvtitlschen Anschauungen dartegtc unb die Punkte hervorhob, in denen üch seine Partei von den anderen unterscheide. Ein Zusammengehen mit der Sozialoemokratce sei dcshaw nicht möglich, roeil diese Partei in Fragen pratttjcher Polilit völlig versage. Tic Nativnat- hucraicn wendeten sich nicht mit der notigen Scharic nach rechts, und vom Zentrum trenne sich die Fortichrutliche Voltsvartti in sehr vielen Puntten, beionderS aber in Schutangetegenheuen In Oer sich anschliegenben etussprache sprachen u. a. auch mni iojial- demvtratiiche Leoner, Oie der F-ortschrittlicheu Vottsuartci Zn- lonseauen; in ihren Vielen vorwar.'-n. Ihnen am^orietc Der t!aiwtagsabgeordnete Henrich und der sociichrlttliche Munbibat jür Den Neichstagswahlkrels Wormö-Hevvcnlielm, otuubenucc Becker, der bcionDcrs das von den Sojialbemolraten an- gegrüiene 8ieichsvereinsgesev verteidigte. Die Manbioatur des von den Deut ich-Sozialen und Christ- lich-Sozialen auigeüeltten Dr. F. Werner wurde, wie wir enohren, jutüdgejogen mit der tzegrunoung, daß Die iarmnäbter ManoiDatur Dr. Werners feine Haupttaiwidaruc in Gieren bc eimrächtigen konnte. Auch ist man dabei von der Erwägung ausgcgangen. Daß bei Au, rechter Haltung der itanDioatur hic G.- lahr bestünde. Daß der SoziatDemokrat bereits im enten Wan! gange lugen wird. Ten Wählern wird empfohlen, weder jät Den Frenmnigen, iwd) kür Den soziatDenwlraini zu lummen. AlcxanSrc Voucher. Vor einem halben Jahrhund.rl, am 27. T.'cmber 1861, starb Ztn Mann, der in Drei rau?: r Hin,i.tl Dao Ausiehen Der Welt zu erregen wußte; durch seine Kunst, Durd- seine irartncrcnic Aeh.i- lichkeil mit Napoleon unb durch fei» hohe.' Atter. Lie-- war ^Uexandre Boucher. Von seiner Kunst ipea^) i.ian oieiieiüit am wenigsten, obwohl er zu den größten Geigern seiner Zeit gehenk . von ।einer Ächnlichkctt mit dem groben Morien ivrac. .;i ee u.ie die Welt sehr viel, unb diese Toppttgaiigerichuit hat u n eigentlich erst berühmt gemacht, gab ihm ugar zcttwcüig eine volur'che, ja historisch? Vcbeutung. Von Bouchers hoh-m Alter ab^r bcj :.i.; man zu sprechen, als |eine Aehnlichcert mit Napoleon, nach D.m Tobe bes Stör,en, mehr unb mehr an.Bebauung verlor. Vieckeic-u war gerade dies Alter die grvvie le..'. fcu.c Hoffnungen; er niußle in Kaf.eehaujern uuD 'odiiotalen <22 (Dielen. Ja, er wurde sogar Ttener. In epanien nahm e-ann sein Geschick wieder eine frcunD.id.c Weisung. Er ivar natu ’-.aeru) gegangen, weil cr wußte, daß Kart IV., Der 'panische G.:ag, gern Uuninernmiit trieb unb feine Kunst zu sö-ützcu luiiicn wurde, kicher wie an b.n König heranttminen. Den an Heer ton e’ Schranzen unb Tieueru unb eine strenge cäie..c u>.:gaoen? '^oua.-er ibcrliucte fron Hof, inbem cr üo währe.10 ci.u.' Ausritts l Uvnig-3 in Die Portte.wcl-iwng D.s,S.>.s ei.i .. .i-i u.n ptt/ '.ich au geigen anjing, ars Der eijiiig nahte. .-r zu Sr...er entstand das G.rücht von Bouchers bitterer Armut wohl da- üueuj, oatz tr, ivic txiOui^iU, u.j uu ..«x. n Die Deut'chen in Argentinien. Mit der Stellung, die deutsche Kausleute und Teut'. .an^_- Handel sich in D.r graßc.t argen.ims^en Nepuo.it uno 1.0.0.i-.r- der. 111 Buenos Aa.s crober. haben, be'_;a tijt s.ch Der b mnn.c Mcrreipono.nl Des „oigaro , -j u l c » <) a r c t, . . . e a.g.. Jeu ui cao-üüi.r^a weilt. aSu einem unteren u.hcn vt....» uiub Der iranjoniu^e rocooach.er cuitauuien, £>ag die xeoxiuxm i in Argentinien in den letzten 30 Jahren Frankreich weit über- flügcU haben und sich Mit Nieienscyrttten der bisher beherrichai- den Stillung Englands in diesem zukunstsreichen Lanoe LuO- Amerikas nah.rn. In Dem lo-önen^Billenvorort Belgrano leben die Teutschen von Buenos Atr.s Scuc an Seite mit ihren englischen y Hern. Es ist, so meint Hurcl, saß wie im Gruuewalo, hier studet man Oie gleiche ciniache und herzliche Gastlichlett, oiacibt:*. Tieiist mabaKii mit blonden Zöpicn, Die einem nach Dem E sen Sa!- valorbter servieren. Tie Zahl der tn Argentinien leben, a 2nt: ’d^n hat bereits die der Engländer um 10 0CNJ üoerslügett; louO zahlten Die Engländer 33VÜ1, Die Teutschen abci A V.y-'t Hupfe. Und ivenn man sich dabei nicht aui die Reich-deutschen beschrankt, wenn man Die Lenerreicher uno die Schirc, .er m.t deutsch:! Muttersprache in Betracht zieht, so erhöht s-.ch d.- Zahl der Kousttute und Koloninen beuiiu.€ii Stammes in Argentinien aus 112 000. Plan zählt in der Nepubtit nicht ror Niger als 20 deutsche Vereine uno 2 große Klubs, von beac.t ccr el.gan.eilc in der Eordobauraße lieg! icr lres.cn tu .e..u' uno österreichischen Tiplomaun uno Hausleulc ufammen, die mit iüf/cm Elser und glänzendem Eriolge am Werte sind, ihr? ciiGhiüMi Nebenbuhler Stud um Sind zu verdrängen. £i.)'rt dcursche Hiub ui ein prächktgcs nwDcrnes Gebauoc rfi ; Si:iian ran:, grobem Sptva'aaL Öcia'aal, Galerien uno Gärten, denn öie b.uiia.-en suchen immer frische Luft Und sic haben aua ihre grcij.n Wohltätigleitanstatien, ihr Hospital, ihr? Schulen, wo die ninder Svanua» lernen uru> auch d.e argen.mist. Nc lionalhrmne singen. Und dabct sicht Der oeurichc Einttuß, t-. m Ehtle uno in Brasilien schon Heu c so stark in, in sitgtntr.i: noa) in (einem einfang. S.e kamen als lc?.ie in fei es X'c.i uno hatten gegen die gewaltige Macht englischen Geldes zu kampien, die alle großen 0 len.iichen Arbeiten bereit an fn geriiiat hatte. _SIut ter.t Gei-ie.c des Hant.ls hallen bercus v. Loantcr, t-. Italiener und b.e Franzosen : a? : setzt Uno trotzdem nininu Deutschland int wirtschaft IG .' rahmt .0. alt an cas W :.-n einer intet isenin -u.oauu.ie, y** iy-- Her.eete: mit ;o,e.i G- - ;•! aus'u.oa^.eu. we , uns es - --- Uter.i Hance und ihre.i Ha. .Ansc.^cri uno G^.'ung u,ui..n, uno ii)i e.ier^ uno iyre ^aijigleu kennt lerne Onaiiun. ^u^e.uj 1.. es uen Deuticheu ac4Uiide4i, die argentrntiche Nachdem, wie wir bereits gestern mitteiltcn, der Bund der Landwirte eine Unterstützung der Kandidatur Werner abgelehnt hat, haben fidi nun auch die anderen rechten Parteien entschlossen, diese Kandidatur zurückzuziehen. Man hat offenbar eingesehen, daß man hier einen taktischen Fehler begangen hatte. Tiefe Zurückziehung ist ohne jede Vereinbarung etwa mit der hiesigen nationalliberalen Partei erfolgt. Es wurden von dieser keinerlei Erklärungen irgendwelcher Art abgegeben. Tie ausgegebene Wahlparole verweigert zwar dem Freisinnigen und dem Sozialdemokraten eine Unterstützung, sägt eine solche aber auch nicht den Nationalliberalcn zu. Es ist anzunehmen, daß die Wähler der rechten Parteien nunmehr ebenfalls für Tr. Osann eintreten, so das; alle Aussicht vorhanden ist, daß der Wahlkreis Tarmstadt-Groß-Gerau auch weiterhin in bürgerlichem Besitz bleibt. Aus dem Wahlkreis Marburg-Kirchhain-Franlenberg. ( ) Marburg, 21. Dez. Die nationalliberale Partei erlaßt heute einen Wahlaufruf zugunsten des freikonservativcn Kandidaten Prof. Dr. Johann Viktor Bredt, Regierungsassessor a. D. und Mitglied des preußischen Landtags. Die Entscheidung in Persien. Persien hat sich jetzt endgültig wieder vor dem russischen Bären geduckt und den Generalschatzmeister Shuster entlassen. Wir erhalten folgende Meldungen: Petersburg, 22. Dez. Ter persische Geschäftsträger erschien im Auswärtigen Amt und erklärte namens der Regierung, Persien nehme all e Forde rungendesrusst sch en Ultimatums an. Der Minister des Aeußern nahm von der Mitteilung Kenntnis. T e h e r a n, 22. Dez. Ter Generalsckwtzmeister Sh u st e r ist von seiner Entlassung benachrichtigt worden. Morgen werden die Bazare wieder geöffnet. Die Regierung, durch blutige Ereignisse in Täbris und Rescht beunruhigt, sandte den Ortsbehörden und den Endschumen die Meldung von der Beendigung des Konfliktes mit Rußland und erteilte strenge Weisung, die Feindseligkeiten unverzüglich ein* zustellen, mit den russischen Konsuln in Verhandlung zu treten und die normale Lage wiederherzustellen. Tie russisch-persischen Straßenkämpfe. Ueber die hier erwähnten blutigen Zwischenfälle wird noch gemeldet: Petersburg, 22. Tez. Von der Petersburger Telegraphenagentur werden zu dem gestrigen Kampf zwischen russischen Truppen und Persern in Täbris noch solgende Einzelheiten gemeldet: Nachdem eine russische Patrouille in der Nähe des Hauses des Gouverneurs beschossen worden war, eröffneten die Fidai ein Gewehrfeuer puf die russische Abteilung. Der Straßenkampf dauerte bis in die Nacht. Die alte Zitadelle wurde bombardiert. Wegen der ernstlichen Gefahr für die russischen Untertanen bat der Generalkonsul um Verstärkungen. Aus Rescht wird derselben Agentur gemeldet: Gestern nachmittag wurden russische Kosaken aus einem Hinterhalt beschossen. An dem Ueberfall waren außer einheimischen Banden auch türkische Armenier, Gendarmen und Polizisten beteiligt, die aus dem Hause des Gouverneurs unter Leitung des Polizeimeisters schossen. Tie Angreifer wurden aus dem Hinterhalt vertrieben und die Karawanserei von den Russen genommen. Ein Teil der Angreifer versteckte sich in dem türkischen Konsulat. Tie Russen hatten keine Verluste. Bei den Persern wurden bei ihrer Entwaffnung russische Gewehre gesunden. Der italienisch-türkilche Krieg. Ein egyptischer Postdampser beschlagnahmt. London, 22. Tez. Nach einer Lloydsmeldung aus Alexandria wurde der ägyptische Postdampfer „Nenzaleh", der sich mit 30 000 Pfund Sterling an Bord nach Hodewah unterwegs befand, von dem italienischen Kriegsschiff „Pua- lia" beschlagnahmt. Eine Niederlage der Italiener Bei Zanzur« Konstantinopel, 22. Tez. Nach einer Depesche des Oberbefehlshabers vor Tripolis versuchten die in Zanzur befindlichen Italiener die türkische Telegraphenleitung in der Nähe von Zanzur zu zerstören, mußten sich jedoch infolge des Widerstandes per Türken und Araber nach Zanzur zu rück zieh en. Am nächsten Tage griffen die Türken und Araber Zanzur an. Tie Italiener mußten die Stadt räumen und verloren 48 Tote, darunter drei Offiziere und hatten über 300 Verwundete. Auf Seiten der Türken und Araber fielen neun Mann, verwundet wurden 40. 1 ' Aus dem hessischen Staalrvoranschlag. Von den Einzelheiten des Voranschlags für die Verwaltung sei erwähnt: i . Die Hauptabteilung: Domänen des Grobherzoglichen Hauses, schließt gegen 1911 mit einem um 140690 Mark 50 Pfg. größeren Ueberschuß ab, nämlich mit 1 219 256 Mk. 05 Pfg. bei einer Gesamteinnahme von 6 449 420 Mk. 50 Pfg. und einer Gesamtausgabe von 5 230 164 Mk. 45 Pfg. Tie Einnahme aus Holz wurde um 158 000 Mk., auf 488 000 Mk. erhöht, indem 440 000 Festmeter Holz und Rinde zur Fällung vorgesehen find und 10 Wik. 20 Pfg. Erlös für den J-estmeter erwartet uerden gegen 433 000 Festmeter und 10 Mk. Erlös 1911. Ter Ertrag aus den Weinbaudomünen zeigt eine weüere Verschlechterung, die auf das geringe Ergebnis des Herbstes 1910, das für Rechnung des Jahres 1912 versteigert wird, zurückzuführen Mt 'Sie Einnahme aus Wein mußte um rund 30 000 Mk. er* Armee nahezu ganz zu germanisieren, deutsch sind die Geschütze, deutsch die Disziplin und deutsch die Taktik. Während ich in Buenos Aires war, weilte dort eine Mission von 9 deutschen Offizieren, und 40 argentinische Offiziere tun gegenwärtig im deutschen Heere Dienst. Ein beutfajer Offizier leitet die argentinische Militärakademie, die Uniformen des Heeres find zum Teil deutsch: es. ist überflüssig, bei der Bedeutung dieser Tatsacye zu verweilen. Mit verständlicher Büterkeit spricht der Franzose davon, daß bei der Auswahl der Geschütze im Wettbewerb zwischen Krupp und Schneider-Creusot die Argentinier sich für die deutschen Geschütze entschieden, während, wie Huret wohl auf Grund besonderer artilleristischer Fachkenntnisse versichert, die Krupp- Geschütze sich bei den Proben mit den französischen nicht vergleichen konnten. Dasselbe gilt für die Wissenschaft; deutsche Professoren lehren als einzige ausländische an den Universitäten des Landes. Während der deutsche Handel von 1870 bis heute von 9 Millionen auf 74u Millionen gestiegen ist, wuchs in der gleichen Zeit der französiscl^e nur von 90 auf 400 Millionen. Tie deutsche Industrie liefert die Schienen und Lokomotiven, sogar an die französischen und selbst die englischen Bahngeiell- schasten. Die elektrische Industrie in Buenos Aires ist längst von den Deutschen erobert. Selbständige deutsche Bankunter- nd;mungen sind entstanden und tun ein Uevriges, um die Hanöels- bLziehungen zwischen Argeickmien und Deutschland noch enger zu gestalten. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. 'A/er aus Deutscht-ano stammende ^utuib.inaiifcr Johann Tiudvif Radau, Mitgüed der AkadLmie der Wilsensck-aften, in in Paris im 77. Lebensjahre gestorben. In P a r i y in der Piv-eßor ■bet Medizin Lannelongue gestorben. — In Barcelona starb Juan Maregull, der grösste Dichter Eataloniens, der auch Werke Goethes ins Spaniiche ü der setzt e. mäßigt werden, so daß sich ein Zuschuß vvn 81 20s Mk. 02 Psg. ergibt gegen 51038 Mk. 52 Pf. in 1911. Tie Hauptabteilung: Staatsdomänen, verzeichnet eine Einnahme von 18 363 370 Mk. 06 Pfg. und eine Ausgabe von 2 352 081 Mk., sonach einen Ueberschuß von 16 Oll 289 Mk. 06 Pfg. oder 1 153 0-11 Mk. mehr als 1911. 'Dieses Mehr ist in der Hauptsache den Staatseisenbahnen zu danken. Infolge Besserung irr wirtschaftlichen Verhältnisse und durch verschiedene Ersparnismaßnahmen der Gemeinschaftsverwaltung, die den Betriebskoeffizienten von 74,62 Prozent in 1908 auf 68,99 Prozent 1909 und 67,27 Prozent 1910 zurückgehen ließen, hoben sich die Anteile Hessens an den Betriebsüberschuß der Eisenbahngemeinschaft. 1911 wird der Anteil statt veranschlagter 14 980 000 Mk. mindestens 16 000 000 Mk. betragen. Für 1912 sind 16 215 000 Mk. eingestellt, was gegen die Vorsehung tu 1911 ein Mehr von 1235 000 Mk. bedeutet. Die von den Staatseisenbahnen zu zahlenden öffentlichen Abgaben sind zu 480 000 Mk. veranschlagt. Der Etat für das Braunkohlenbergwerk Ludwigs- Hoffnung war nochmals in der seitherigen Weise aufzustellen. Er schließt infolge Rückgangs des Msatzes, Sinkens der Preise Tür Preßsteine usw. eigentlich mit einem Zuschußbedarf von 10 334 Mk. ab, wurde aber durch Kürzung der Abführung an den Erneuerungsfonds um diesen Betrag in Einnahme und Ausgabe ausgeglichen. Hiernach ergibt sich gegen 1911 mit einem Ueberschuß von 1304 Mk. nur eine Verschlechterung in Höhe dieses Betrags. Tie Einnahmen der Badeanstalt Bad-Nauheim steigen infolge dauernder Zunahme des Besuchs und der Bäderabgabe stetig an. Sie konnten um 112 000 Mk., auf 1 591 000 Mk. erhöht werden. Die Ausgaben sind mit 1464 150 Mk. eingestellt, so daß also ein Ueberschuß erscheint von 126 850 Mk. Für Bad-Salzhausen sind die Einnahmen zu 22 800 Mk,. die Ausgaben zu 49 650 Mk. veranschlagt. Das Bad verlangt danach einen Zuschuß von 26 850 Mk. Ter bei Vergleich beider Abschlüsse, also nach 'Deckung des Zuschujs.s für Bad-Salzhausen aus dem Ueberschuß von Ba^Manheim, verbleibende Ueberschuß von 100 000 Mk. fließt, wie bisher, der Staatskasse zu. Tabei ist in dem Bad-Nauheimer Etat eine Ablieferung an den Erneuerungsfonds Bad-Nauheim von 512 250 Mk., 100 240 Mk. mehr als 1911, vorgesehen. Dieser Fonds hatte Ende 1910 einen Bestand von 949 303 Mk. 42 Pfg. Ende 1911 wird, nach Deckung weiterer Geländeankaufskosten von mutmaßlich 200000 Mk., der Bestand voraussichtlich 836 800 Mk. sein. Andererseits waren dein Fonds bis Ende 1910 zur Bestreitung von Bauausgaben vorgeschossen 8 288 379 Mk. 23 Pfg., welcher Betrag sich bis Ende 1911 aus etwa 8853 379 Mk. erhöhen wird. Die seinerzeit genehmigten Neu- und Umbauten sind nun im großen und ganzen fertig- gestellt. Im Vermögensetat war nur noch zum Neubau einer Dienstwohnung für den Siedemeister der neuen Saline ein Betrag von 13 000 Mk. vorzusehen, der indessen aus Ersparnissen gedeckt werden soll. In der Hauptabteilung: Lotterie, ist der Betrag von 805 810 Mk. eingestellt. Hauptabteilung: Direkte Steuern, Regalien, indirekte Auflagen und Einnahmen aus verschie- denenQuellen. Die Einnahmen aus direkten Steuern konnten bei Zugrundelegung der seit 1910 gültigen und für 1912 wieder vvrgeschlagenen Satze iu.it 414 300 Mk., auf nun 19 202 600 Mt. erhöht werden. Daran sind beteiligt: die Einkommensteuer mit einem Mehr von 341300 Mk., und einer Gesamtsumme von 14 575 300 Mk., die Vermögenssteuer mit einem Mehr von 73 000 Mark und einer Gesamtsumme von 4 541300 Mk. unb die Wandergewerbesteuer mit dem bisherigen Ansatz von 86 000 Mk. Me Einnahme aus Stempel, die 1907 und 1908 starke Rückschläge auswies, scheint wieder langsam anzusteigen, sie konnte mit 3 880 000 Mark, oder 124 200 Mk. mehr als 1911, vorgesehen werden. Aus bem Ausgabeteil ist die Einstellung eines Betrags von 70 000 Mk. hervorzuheben, bestimmt zur Deckung eines Teils der Kosten der Vorarbeiten für die Einführung des neuen Gemeinde- umlagengesetzes und der ersttnaligen Veranlagung nach seinen Vorschriften. Die Kosten der eigentlichen Veranlagung werden später von den Guneinden wieder ersetzt. iDie Schreibhilfekosten sind bei den Finanzämtern um 23 000 Mk., auf jetzt 223 000 Mk., bei den Bezirkskasien um 6100 Mk., auf jetit 80 000 Mk., gewachsen — hauptsächlich infolge Aus rückens Ser Gehilfen in den Vergütungssätzen, bei den Finanzämtern zum kleineren Teil auch veranlaßt durch die Arbeitsvermehrung, die das Reichszuwachssteuergesetz brachte. Der ftrebit für Ausfälle, Abgänge und Nock)- lasse mußte der erhöhten Einnahme entspreck-end um 27 370 Mk. erhöht werden, er beträgt nunmehr 1 267 370 2)1 f. Insgesamt schließt die Hauptabteilung ab mit einer Einnahme von 24 215 770 Mark und einer Ausgabe von 2 773 984 Mk., sonach einem Ueber- schuß von 21441 786 Mk. oder 453 085 Mk. mehr als 1911. In der Hauptabteilung: Land stände, ist ein Steigen des Zuschußbedarfs um 13 520 Mk., auf 146 098 Mk. zu verzeichnen, veranlaßt in der Hauptsache durch die Vermehrung der Zahl der Abgeordneten der Zweiten Kammer und durch die beabsichtigte Herstellung der Fassaden des Ständehauses. Aus der Hauptabteilung: S t a a t s mi ni ster iu m, sind zwei Mehrforderungen hervorzuheben: eine von 7000 Mk. wegen Einstellung eines Bureaubeamten bei der Vertretung im Bundesrat und stärkerer Unterstützung des Bundesratsbevollmächtigten und eine von 10 870 Mk. wegen Neugestaltung des Verwaltungsgerichtshofes nach dem neuen Verwol- rungsrechtspflegegesetz. Tafür werden aus Gebühren wegen der vor dem Verwaltungsgerichtshof zu verhandelnden Sachen und aus Ersatz von Visitationskosten der städtischen usw. Kosten durch Beamte der Oberrechnungskammer 6300 Mk. und 11 000 Mk. mehr erwartet, so daß der Zuschußbedarf der Hauptabteilung mit 293 118 Mark fast der gleiche bleibt (= 293 260 Mk.). Die Hauptabteilung M i n i st e r iu m d e s I n ne r n, beziffert ihren Zuschußbedarf auf 12 867 762 Mk. bei 7 591 736 Mk. Einnahme und 20 459 498 Mk. Ausgabe. Er ist gegen 1911 um 233 965 Mk. gewachsen und verteilt sich auf die Hauptabteilung wie folgt: 1. Zentralverwaltung 778 200 Mk. 4- 162894 Mk.), 2. Lokai- und Polizeioerwaltuug 1634 382 Mk. (± 22 036 Mk.), 3. Kirchen- und Religionsgemeinschaften 483 221 Mk., 4. Bildung und Erziehung, Kunst und Wissenschaft 6 371460 Mk. +116 984 Mark-, 5. Oessentliche Gefundhütspflege und Veterinärwesen 1008 296 Mk. (+ 32 876 Mk.), 6. Fürsorge für Hinterbliebene von Beamten, Unterstützungs- und Versicherungswesen 264 563 Mk. (+ 65 922 Mk.), 7. Landeskultur und Landwirtschaft 723 365 Mk. (+ 2474 Mk.), 8. Bergbau, Verkehr, Handel und Gewerbe 1 604 275 Mark (— 23 221 Mk.). Aus Stadt und Land. Gictzen, 23. Dezember 1911. Weihnachten. Die Reisenden, die in unseren Tagen nach dem Morgenland gezogen sind, um Palästina zu sehen, sind allesamt enttäuscht zurückgekehrt. Ihre Phantasie hatte das heilige Land mit reizenden Zügen und buneen Farben ausgeschmüat. Sie sahen Jerusalem, die hocygevauce S.aot gtunzend im Abendlichte. Sie schauten Bethlehem, beschattet von Palmen unb Terebinthen, und den See Genezareth bläulich schimmernd, seine Oberfläche belebt von flatternden Segeln, sein Gestade eingefaßt von lieblichen Ortschaften. Sie sahen stolze Juden durch die Straßen Jerusalems schreiten und dunkeläugige Mädchen, die nach alter Art den Krug auf der Schulter trugen, hinab zu dem Brunnen im Felde steigen. Sie glaubten, allenthalben die Spuren einer großen Vergangenheit zu finden, als sie aber hinkamen, sanden sie nichts, als orientalische Verkommenheit, eine untergehende Welt, selbst das Land ohne Reiz; es sagt ein Dichter aus unserer Zeit: Nicht Baum, nicht Blume, uLjt Schmcltcr- ling, wo Jungfrau Nöaria beten ging. Auch imr wurden sehr enttäusch r sein, wenn wir in Bettsteyem, wo einst im Stalle die StTippe gestanden hat, unser Weih nachts fest feiern wollten, nein, was bei uns, so ost der heilige Abend wieder- kehrl, und so oft das Ehrijt,est durch das Dunkel der Winrer- tage berannaht, das Gemüt in Schwingung bat ist nicht dort gewachsen, wo der Oelbaum blüht und die kahlen Felsen von blendendem Lichte übergossen sind, sondern in unserem lieben Vaterlande. Deutsch ist der Christ- bäum, dessen Lichter am Weilnachtsabend brennen, deutsch» die Sehnsucht, die sich an diesem Abend in das Vaterhaus und in die Kindheit zurücktränmt. Das deutsche Volkslied hat der Mutter Jesu Wiegenlieder in den Mund gelegt, wie sie niemals eine Mutter im Morgenland, wie sie aber tausendfach eine deutsche Mutter ihrem Kinde gesungen hat. Kann es etwas reizerenderes geben als daS Wiegenlied aus „Des Knaben Wunderhorn": O Jesulein gart, dein Kripplein ist hart? Und die Meister des deutschen Holzschnittes, Albrecht Dürer und Ludwig Richter, haben die Geburt des Heilandes nach Deutschland verlegt. . Sie zeichnen Maria als eine junge deutsche Frau und die Hirten nach dem Liede: Sie kommen herbei mit Pfeif' und Schalmei. Die Landschaft, die ihre Figuren umrahmt, weist unverkennbar nach Nürnberg oder nach Sachsen. Der feiert jedoch das Weihnachtsfest nicht recht, der nur den eigentümlichen Stimmungszauber des Festes auf sich wirken läßt. Weihnächte will uns zeigen, was Jesus der Welt gebracht hat. Er hat ihr keine neue Lehre gebracht. Sokrates, Kant und Nietzsche haben gelehrt, Jesus bringt eine neue Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit ist das Leben in Gott. Ohne die Kraft dieses Lebens sind wir arm; denn diese Welt ist keine Stätte des Glückes und des Friedens. Luther hat sie richtig aufgefaßt, wenn er sagt: Diese Welt ist ein unseliges Uebel, und des Weinens ist kein Ende, bis daß wir in die Grube verscharret werde-n. Aber derselbe Luther hat — man möchte sagen: in klassischer Form — der Menschheit gesagt, was Christus ihr ist, wenn er in einem Weihnachtslrede singt: Das ew'ge Licht geht da herein, gibt der Welt einen neuen Schein; es leucht' wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Geschichte und Gegenwart bestätigen'uns, daß Jesus den müden Seelen neue Krast, den Traurigen Trost, den Sterbenden Zuversicht, denen, die gefehlt l)aben, Achtung vor sich selbst und den Mut, neue Wege zu gehen, gegeben hat. Freilich, auch, nachdem ör in die Welt getommeit. ist, bleibt das Leid und bleibt das Uebel, es bleibt das Alt- Werden und das Sterben, es bleiben die Kindergräber, es bleibt das große Heer der Mühseligen und Beladenen, aber es bleibt auch Christus, der alle Not zu Ende bringt. Durch das Weltall weht der Hauch der Vergänglichkeit wie der Dezembersturm durch den kahlen Wald, das Weihnachtsfest aber predigt uns: Alles Ding nährt seine Zeit,. Gottes Lieb' in Ewigkeit. H. B. * * Tageskalender Stadttheater: Montag, 25.Te^> (1. Feiertag): „Hanneies Hiinmelfahr t". Abends 71/, Uhr. Dienstag, L>. Tez. (2. Feiertag): „Glaube und Heimat"; nachmittag 3h, Uhr. ,D a s k l e i n e S ch o k o l a d e n m ä d ch e n"; abends 7H, Uhr. Mittwoch, 27. Tez.: R i n b e r v or ft e t l n n g: ,D o r irr ö § chen", nachmittags 3H, Uhr. Kolosseum: Täglich Vorstellung. Kinematogravh: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Voritellung. Milltärkonzerte am 2. Feiertag in Steins Garten, Anfang 4 Uhr nachmittags; am 3. Feiertag auf der Liebigshöhe, Auiang h,5 Uhr nachmittags. K u n st v e r e t n: Neue Ausstellung. A n l a g e m u s i k am Lomuag, 24. Tez., vormittags 11h, Uhr in der Süd-Anlage (mir bei gutem Wetter). Spielplan: 1. Ungarische Rhapsodie Nr. 2 in D-moll und G-dur (au Graf Ladislaus Leteki) von Fr. v. Liszt. 2. Große Fantasie a. d. Oper „Tannhäuser" (Ter Säugerkrieg auf der Wartburg) von R. Wagner. 3. Ouvertüre zur Oper „Ascanio vou Alber" von W. A. Mozart. 4. Marsch tu d. Oper „Hansel und Gretel", von E. Humperdmk. * " Weihnti' Turnhalle der Sta nc'tetn abend die zu )er die Anyel p ries zahlreich hicsang von ,Ehi „ Prinz fc IJw uiiD * sie wti i. w. (l’San U ? WH rrain-Bats.A J $ itt LandivM L ( Ws der Erlaubnis uinaipor (1 ftoarit beiordert oei M zuin Lberveten ILarmiiadt) und j^rderl der Unterve ; **In denRu Ur am Landeszua L Achsuchcn. I "Vortrag Gießen vom Lian für den An iWdlvirtschastskan ihm hervorgek miar, vormittags 10,10—11.30 Uhr [labt über Geldm bis 1 Uhr Profef iveltwirtschafiNche hjirfuna besonder- I findet die Besprec I für die sämtliche 13 Mk., Karten st ei öffnet. In sei I zunächst die Ents Sodann sprach e: Mdchenhortes, : bie bie iwnSreid al fangen stöhücht'Ä I jpiel golden I Wct\\ ^inderszen sreuvilßtzcn Spnü dem Ueberschuß t konnten die 63 ss bedacht nierden. ** Eine Tr auerfeier für den Beigeordne» ten Geh. Iustizrat Dr. Schäfer sand gestern vormittag 11 Uyr bei sehr zahlreicher Beteiligung in der Ka-> pelle des neuen Friedhofs statt. Um den mit zahlreichen Kranzspenden geschmückten Sarg hatten sich außer den Familienangehörigen des Verstorbenen zahlreiche behördliche Vertreter, saft sämtliche Mttglieder der Stadtverordneten- Versammlung uird zahlreiche sonstige Freunde des verstorbenen hervorragenden Bürgers von Gießen eingefunden. Die schlichte, aber dudurch um so tiefer wirkende Trauer- feier entsprach so recht dem alten Prunk abholden Sinn des Dah iuge schieb en en. Pfarrer Bechtolsheimer hielt die tiefempsmibene Gedächtnisrede, der er oas Work zugrunde legte „Ich muß wirken die Worte des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken lann." Er schilderte darin den Charakter und die rastlose Tätigkeit des Verstorbenen im Beruf, int öffentlichen Leben uno im Kreise seiner Familie mit bewegten, zu Herzen gehenden Worten. Tann legten Kränze am Sarge nieder Lauogerichtspräiident Güngerich für die richterlichen Kollegen Dr. Schäfers, die ihm ein treues Gedenken bewahren würden. Provinziäldirektor Geheimerat Dr. U sing er gedachte der treuen Mitarbeit des Entschlafenen an den Arbeiten der Kreis- und Probinzialver- waltung, die er noch am Vortage seines Todes in der Sitzung des Kreistages betätigt yabe. Oberbürgermeister M ecum sand anerkennende Worte für die 16sährtge Tättg- keit Dr. Schäfers als Stadtverordneter, die er allezeit nach dem Grundsatz getan habe, den er bei seiner Verewigung als Beigeordneter vor wenigen Tagen als seinen 2eii,iern für fein öffentliches Wirten ausgesprochen habe, daß in erster Linie für ihn das öffentliche Wohl maßgebend sein solle. Nur wenige Tage habe der Entschlafene das höchste Ehrenamt, das die Stadt zu vergeben habe, versehen können. Sie verliere viel an ihm und werde ihm ein treues Andenken bewahren. Für den oberhessifchen Geschichtsverein, dessen Vorstand Dr. Schäfer 16 Jahre lang angehörte, sprach Geh. Hofrat Prof. Dr. Behaghel warme Worte des Gedenkens. Weitere Ansprachen hielten noch Rechtsanwalt En gisch für den Freundestreis und Stadtv. Loder für die Altersgenossen des Entschlafenen. Hiermit hatte die Trauerseier ihr Ende erreicht, die einem" um die Stadt Gießen wohlverdienten Manne galt, von dem der Geistliche mit Recht sagen konnte, daß er ein reiches und gutes Leben geführt habe. * * Lehrer Personalien. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Löwenstein-Werlheirn-Rosenberg und dem Fürpen unb Grafen zu Erbaü)-Scyönberg auf Die Lehrerstelle an der Gc- meindeschule zu Kimvacy präsentierte Schulamtsaspiraut Jvh. Pons auS Gräfenhausen, L'reis Darmstaot, für Diese Stelle. — Erledigt ist eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehreriw stelle an Der GemeinDeschule zu Sponsheim. * * Aus dem Militärwochenblatt. Im Beurlaui>- tenfianbe wurden befördert zum Oberleutnant Der Leutnant d. Res. Graf v. Zeppelin (IV Berlin) des GarDe-Drag.-RegtS. (1. Hess.) Nr. 23, zum Leutnant b. Res. der Vizewachtmeister Ried es et Frhr. zu Eisenbach (Guben) Des Leib-Drag.-Regts. (2. Hess.) Nr. 24, Die VizeselDwebel Huhn (Barmen) des Jns.-Negts. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, Hpbach ll Elfen), Des ** Berichti erstes Bhatt „W e än schr film entfiel peile von unien m statt „ntadn es ber folgenden Satz Herr» Tie ließen, 23. De gan6 unser. ■er sen Ur die bei dem £infd Schwiegervater L" »cm na Statt Karten Verlobte Giemen Danksagung 7661 Gießen, 23. Dezember 1911. Ter Vorstand c i richtigen Dank I Ruttershausen, 23. Dezember 1911. 7 «45 Amtlicher Teil. Jerol das Beste Georg Erdmann und Angehörige. Selma Stein Wilhelm Stern t. gegen Kopfe*, zppen gegen HaaMrusMl UNß. ig in BtwA g aui btt tiWW. Vekanntmachung. vetr.r SRanl« und Klauenseuche. Wegen «u-behuung der Maul« und Klauenseuche tu Sich wird uunmryr der dort gebildete Sperrbezirk auf dia grsawke «cmarkuug ausgedehnt. Greben, den 20. Dezember 191L Grvßherzogliches Kreisamt Ließ«, , I, B.: LangermanL Brunnen zuzudecken, ihm nickt oblag, weil ihm diel er wtdJT gehörte tr» erfolgte deshalb Freisprechung ter: HJIunlaq, 25.2c r t‘. 2/öenö« 71/, llöi 7 und Htlmat'. ilaDenmäbttitn*. idervorstehllns- Visitenkarten liefert r^eoh end öilligs bach des Vogelsberger Höhenklubs sprach Dehler Aad Ltnck. Rudingshain bei Schotten, über ,Tie Aultur der Bewohner des VogelSberqS (rer Chatten) zurzeit ihres Zusammentreffens mit den Römern^. An der Hand geschichtlicher Quellen zeigte der Redner, daß die SUdtur der Germanen überhaupt und der Chatten be» sonders zur RSmerzelt weit höher gewesen fei, als man für gewöhnlich anzunehmen pflege. Ta wir aber seither allem aus entstellte Berichte rönnscher Feldherren und Schriftsteller angewiesen waren, die unsere Vorfahren oft nur auS den mündlichen, mein zu Gunsten der Römer stark übertriebenen Schilderungen kannten, so ist eS begreiflich, wenn der Kultur- zustand der Chatten in einem ungunmgeren Lichte erscheint, als er eS in dec Tat gewesen. Dem Vortragenden spendeten die zahlreichen Zuhörer lebhaften Beifall. Hessen-Nassau. fc. Wiesbaden, 22. Dez. Vorn Regierungspräsidenten ist eine Polizeiverordnung betreffend die Ver- Hinderung der Verunstaltung landwirtschaftlich hervorragender Gegenden auf den ganzen Regierungsbezirk Wiesbaden ausgedehnt worden. Sie galt seither nur für die Kreise WieSbadcn- Land, Obertaunus, Untertaunus, Rheingau, St. Goarshausen und Unterwesterwald. 7 vormittag 11*I, Ub | ). öpieipltin: 1. Iw I M (an W Ladielaut' iie a. d. Lver »Tann- utn) von St. Lagnn. /von < 51. Wiojan von (i. Humperduil. bedacht werden. M - Berichtigung. In Nr 301 vom 22 Dezember 1911 erstes Blatt „W et t e r a u S «i chte n für die Fere r t a g e ist ein f.br iinnenii'.cllenber Druckfehler unlerlauien. Zn der verton ßnl von un.cn muh es bcir.en „macht es sehr u n ualt „macht es sehr ivahridiemlid)". Hierdurch Ul der Smn bcr fohunben Sätze entstellt. _ . Weihnachten 1911 Stuttgart Danksagung. Für die herzliche Teilnahme beim Heimgang unserer heben Verstorbenen sagen auf- Vereinzur Förderung eines Saalliaiies in ßieBen (E. V.) General-Versammlung Mittwoch, bett 3 Januar 1912, abends 6 Uhr im Restaurant Grobherzog. Tagesordnung: 1. Satzungsänderung. 2. Dorflandswahl. 3. Verschiedenes. ZuMtsttzlk «tojje für Ueberzieber, Anzüge. Hosen ferner sklbstgeintigte Joppen und 1 Volte« Wi»ter Kavve». Wilh. Stumpf 9 Sonnen«tra»*e 9. Dom weiter. H i rschbera (Schlesien. 22 De» Seit zwei Tage« bat ei im Hochgebirge stark geschneit Tie schneeb^e Beträgt durckichnitllich gegen 80 Zentimeter. Zm Tale hat e* dagegen mehrsach geregnet. Zürich. 22. Te» Seit gestern wütet in her ganieit Schweiz ein «türm von außerordentlicher stärke, bet an manchen Crten großen Schaden .inritbtrir Au> dem Züricher «er verursachte Der Sturm mächtige Wasser Hosen. ** 3 n den Ruhestand versetzt wurde der Gesangenaus- sehcr am LandeszuchthauL Marienschloß Karl Liebel er auf |hn NachsuchiN. *♦ BortragskursfürpraktischeLandwirti in Gießen vom 2. bis ö. Januar. Der Stundenplan für den xirrsus ist veröffentlicht unb kann durch dic Landwirtschaftskammer in Darmstadt bezogen werden. Wie aus ihni hervorgeht, findet die Eröffnung DicnStag, 2. Januar, vormittags 10 Uhr, in der Turnhalle statt. Bon Uhr spricht Regierungsrat Ba^tian-Larm en Beigeordnc« >r sand gestern vor- Heiligung in dec w den mit -ahlreichcn n sich außer den v»' Zahlreiche behördliche Ltadtverordnetcil- Freunde des wy Ließen eingesunden ser wirkende W« 'tun! °th«ld-" L .tolsheinier hliN „ r das Wort zu- )rte des, der mich 5C' m/lüeNalht, da SS °r » filstsi r,di-«LigM ei feiner ucu.[eu I n als seulbn j, rsoh Aas W: t versehe» 6* | n habch v^ merde ^ ^sch^ te, daß itigt to^ n9V , 31» .<1 v>- I 16lfher wA Letzte Nachrichten. ksouvernenr v. Rechenberg. Berlin, 23. Dez. Wie die „Morgenpost" hört, tritt der Gouverneur von Dcutsch-Ostafrika, v Rechenbera, in den nächsten Tagen eine mehrwöchigeErbolungS- reise an und erst nachl-er wird eS sich entscheiden, ob Herr v. Rechenbera ivieber nach Ostafrika zurückkehrt oder in den diplomatischen Dienst übernommen wird. Ter Hanfabund genta Frhrn. v. Hehl. bS 'Darmstadt, Li Dei Dic BcurksgNippe Darmstadt des Ö a n s a b n n d e s bat gestern einstimmig beschlviicn, im Rerchs- lagsnahlkrci- Worms -^Heppenheim gegen die Kandidatur des J-rciherrn vonveyl Stellung zu nchmen und den fortidjrittlicbcn Kandidaten Becker zu unterstützen, da dieser der einzige Kandidat sei, der im Sinne der Grundsätze des Bundes der Landwirte wirken werde. e () Marburg, 23 Dez. Heute nacht brach im Geschäft s h au s S ch ä s e r in der Barfüßerstraße 26 G r o st - feuer aus, durch das auch die Nachbarhäuser besck-äbigt wurden. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Gallen, VaterS, Schwiegervaters, Großvaters und Onkels des Herr» Tclegrapheu-Sekretärs L P. Job. Pabst sagen aufrichtigsten Dank. Die trauernde» Hiuterbliebeueu. Kreis fcrirbbrrg. L. Friedberg, 22. Dez Am ersten Tage nock dem Eintreffen auS den Veihnachrsferien. am 9 Januar, wird die Klaffe la unseres Lehrerseminar- in dic schriftliche Abgang-Prüfung gehen 26 Abiturienten werden (ich der Prüfung ur?erz»ehen. Siürtrniuii^ und Rheinhessen. — Darmstadt, 22. Dez. Heute vormittag nahm der 14. Lehrgang der SchutzmannSschulc für Hessen, an dem vier Schutzleute auS Mainz, zwei Schutzleute auS Darmstadt, ein Schutzmann auS Bad-Nauheim, ein Schutzmann aus Gießen und je cm Polizei- kommissär-Anwärter aus Darmstadt, Mainz und Worms, zusammen elf Mann, teilnahmen, sein Ende Zu der Prüfung, die unter dem Vorsitz des RegierungsratS Gennes stattsand, wareil außer den Unlerrichtserteilern Provin- zialdirektor Fey und noch verschiedene Herren als Vcr- tretet der beteiligten Städte erschienen. DaS Ergebnis bei Prüfung kann als günstig bezeichnet werden. Am Nachmittag sand eine praktische Prüfung im RettunaS- uni KrantenbesörderungSdienft sonne im Turnunterricht statt — Darmstadt, 22. Dez Die ordentliche Mitgliederversammlung deS hessischen gemeinnützigen Vereins zur Vermittlung von Land - und Kur- ausenthaltcn sand dieser Tage hier sta.t. Geh Ober- iinaiizrat Dr. Fuchs gedachte in warmen Worten der Ber- oienste des oerilorbenen longiähriaen ersten Vorsitzenden nechtöanwalts «chneeberger. Raa) Bcrleiung d^s e.chästs- mib deS Kassenberichts wurde dem GejchäitS,ührer Eni- iastung erteilt In der nun solgenden Vorstands,chung wurde zum ersten Dorsttzenden des Vereins Geheime Ober- ,orftrat Diefenbach in Tarmjiadt gewählt. Zurzeit find die Vorarbeiten für die Hi'rausgabe eines neuen Verzeichnisses der Sommerwohnungen im Ckmgc. Tie einzelnen Üensionsinhaber find bereits aufgeiordert worden, bim Vereine die notigen Mitteilungen zwecks Ausnahme in das Verzeichnis zu machen. 'Ille die PenjionSlm.iwer, die in das Borüwariei Weickartohaln: Stamme: 2 Eichen 11. Mlaflc 1,7V «Mm., 10 Eichen M. «lasse — lL;»t Film., 45 Eichen IV. Klaffe 17^6 Whn., 24 Eichen V. Älosfe - 13,40 Fftm., 3 Eichen VI. Klage - L<>7 .V'llw, 1 Birke iV «lasse = 0,42 .Vim, 3 flietern ILRlafie -4,lht)imi.,80Micicrn lIÜLlofse - 31,72 47 «.eiern IV. Klasse - SV» .>üm- liefern V . Klaffe - 3Z4 Mim. 1 .V'chie 111. «lasse - «>ftm. 1 iVichtr IV. «laue - 0^0 iVffnk, 1 ,>ichie Va Klage - Finn. Derbiiangen - 14 sichten 0L1 »3fUn. NNAkmüppci: 3 Am. .Zichien. ,__ Scheiter: 6 Win. pichen. 22 Am. Erlen. L« Rm. Kiefern. Knüppel: 18 Sim. Elchen, 10 Rm. Erlen. 1 Rm Aspe. 2M Shn. Kiefern, 4 Sim. Värchen, 32 Rm. sichten. Reilerknüvvel: 45 Rm. «feiern. Reina: UO Rur Eichen. 52 Rm. Erlen. 14 Wm. Riefern. Stocke. 18 Rm. Eichen, s Rm. Erlen. 14 Rm. Kiefern. 2. Ttenetae. den ». Januar 1912 au6 dem Tomaniatwalb. distrikt ^udenciche «Gemarkung C.uetfbprni: Stämme: 21 Elchen VI. «iafle = 1,19 Fit ar, 2 Liefern ll. Klaffe - 13) r>itm, 13 Kiefern III. filnfic = ^13 Fum. 10 Kiefern IV. flloffe - üÄ» i>ftm., 15 Kiefern V.«tafle - 7,97 ,>inn., 2 Siebten III. «tafle - L82 .Vitm-, 8 Ulchieu IV. Kl aste - 2Zib mtm, 5 .Vlchten Va Klane — 136 üriter Emrich au RöchaeS für das im Tifnift ,)udenetche lagernde Hol^ Tie Zufamuientunfl nndei am Momart, oornuitaa« 11 UHr. im Diftnkt Hölzchen bc. Rr. 1 des Ruvbol^eS und am DtenSia», Donnutaoe- 11 Uhr. im Ttfrnft Judenetche bei Nr. 3 deS Brenn- L°l*Cu Taskin den Distrikten KafverSwcild, Molkenborn, Einfürfte und Nemviefe zur Berne'qerung tommencc Hol» wird nicht vorgezetgt. Laubach, den 2L Dezember 1911. (Srokderzogl. cberiörstere, Lanback. UnbiK B*/» Kleine üoacLqronll. In Ricber-C chSnbausen bei Berlin raubten Sin- bretber in der Nacht »um tvmuia aus ban (MtnananF 6er Ortskrankenkasse, den sie mit Hilfe eine* oaucr|ioft~ gedost- önnctcn, 14(X) Mark bare« Geld, außerdem Spartaiken- gcldcr und Zdoupons. „ Tas Stuttgarter Immobilien- und Bau- geschüft t^rteilt aus Anlaß seines lOiäbriacn Be,letzens an icine Arbeiter Lienstaltcrspramien in Betraoe twn 40 000 Mark. . t In einer außerorbentlichen Sitzung der -swöntberger Stadt- oerordneteiwerfamnilung roudx die Besteuerung der Ktne- maiograptzen-Thealer mit 24 gegen 17 stimmen bc- ' ' ^Zwischen Beibnadnen unb Neuiatzr gebt von Breslau eine HiliSerpedl.wn de« Ze.üralverein- vom Roten ÄTeu£ »ur Errichtung eines Lazaretts in das türkische Lager bet Tripolis. litrcblivbc UadirifbU’ii, Evangelische Gemeinde. 3n der Ltadtkirche. Am 1. Weibnachi« Feiertag, abends 7 Uhr: Deihnacht-feier der Dereiuiguna der toustrmierten w e i d l f ch e n Jugend der Mattfäusgemeuibe. Tie steier der konfirmierten männlichen Jugend wird erst .m Nenjadr stattfinden. Wetteranssichten in PeNe" am Sonntag, t'rn 24. Teiember 1911: Aufbeiieriid, noch geringe Aiede^fchtäge (Im Dedlrge Schnee), kälter - pi böberen llagen und nachts ixroft. I Irck-Regts. Prinz Karl (4. Hess.) Rr. 118, Bizewachtmeister Funcke jHagen) des Großh Art.^Korps, 1. Hess. Felbart -Regt-Z I Hr 25>, Scheibler Hl >kölni des Leib-Drag.-Regts? f2. Hess) Pr. 24, und Andree (Hilbeshi-im) des Hess. Train-Bats Nr. 18; tu Oberleutnants die Leutnants b. Res. Eger (Lörrach) des Leibgarde Ins.-rliegts. (1. Hess.) Nr. 115, TbomaS, Hugo tWaint, des 1 Nass. Ini.-Regts. Nr. 87, Gilbert (I Tarrn- ftabti oes Leibgard.'Inf.-Regts. (1. Hess.« Nr. 115, Schütz ;Okular des 3 Lottzring Ins.-R«ts Nr 135, Le INser, Schneider (I Darmstadt) des 5. Hess. Inf.-Regts. Nr. 168, die Leutnants Haberkorn (I Darmstadt der Landw.-Felbart 1 Aufgebots, Sprengel, H e ß (I Darmuadt,, Goertz (Fried- berg) der Landw.-Iui. 2. Aufgebots, die LeutnanlS b. Ref Locher, Thurn ^Gießen) des Inf.-Regts. Slaiiet Wilhelir (2. Hess.) Nr. 116, Häuser (Frankfurt a. M ), Möller iMeschede des 5. Hess. Ins.-Regt- Nr 168, Zipp (I Darmstadt des V. Bad. Iw Regis. Nr. 170, Eichhorn IFrankfurt a M.) des Großh. Ari.-üorpS, 1. Hess. Feldari -Regts M. 25, Eichhorn (I Darmstadt), des 2. Bad. Feldart.-Negts. Nr. 30, Tönncroeg (Siegen), bes 2. Hess. Feldart -Regts. Nr. 61, Mönnig (Siegen», S ch w i n b - B o l l e r tWorins) bes Hess. Train-Bats. Nr. 16, R a t h (I Darmstadt-, Vizefeldw., zum Lt. der Landw.-Inf. 1. Aufgebots, zum Leutnant d. Res. der Bize- jÄdwebcl E r a m c r (1 Darmitadt) des Eisenbahn-RcgiS. Nr. 3. Der -lbschied bewilligt: Schmoele (SRünuerj, Hauptm. d. Res. des 2. Hess. Feloart.-Reais. Nr. 61, mit der Erlaubnis zum Tragen seiner bisherigen Uniform, Kotzenbera (Frankfurt am Maut-, Rittm. d. Res. des Garde-Drag.-NegtS. (1. Hess ) Nr. 23, Best >Worms), Hauptm. der Landw.-)nf. 2 Ausgebols, diesem mit der Erlaubnis zum Tragen ferner bisherigen Uniiorm, fernher (Worms), Cbcrlt. der Londm.-Feldarr. 2. AuigebolS. v [ i n g i v o r (1 Darmstadt), Ll. der Lanbio.-Inf. 2. Aufgebots, lern (Friedberg), Sjauptm b. Res. beS Garde-Iager-Bats., zum Ll-erarzt bejorbert der Assistenzarzt d. Res. Dr. L-avidS (Friedberg , zum Oberveterinär die Veterinäre b. Res. Dr Monnard (I i arnmabt) und Reinhardt (II Darmstadt), zum Veterinär besörderl der llntcrbcteriiiär d. Res. Dr. Claus (Wetzlar). D“/*_____________ WraM Cefen| und Herde flnd frei» vorrätig und werden »u den biiligucn Greifen abgegeben. OfengeachältDUrbeck Kavlauelgan»:, Tel. 5^9. 799i> Schuhhaus Won 010377 Grösste Zur Orientierung: GIESSEN Preise Dezember 1911 Zu Hause: Sonntag und Montag, 31. Dez. u. L Jan. 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Rech riehen foütbt dem Fragespiel bie Mitteilung Dr. Soli, ist, ,>v kolonialamts in sche Telegraphe und somit hab staatZsekretär z lange mehr aus Dr. WilhÄ baren, steht als nächst Sprache ging dann na i roo er indische lang im dort Dann studierte dienste beschäsi Kolonialadteill aus er (1898) lLstafrika) gep darauf mit de Samoa vertan maligen Wirr mit England ging, er znm wurde. Volll namentlich in wallet. Zn der C die Beinlinge Werbienft atige tum atytfyifite führte. Auch t vernment mm Reichszuschch nähme von 9 Das will bei immerhin etw Zähren die % Ar- &oli nidjt Vorwurf, daß, tum begünstig, der Mischehen schreite, und d halten, chinesif ^Mchtzüch w »«ren. 8enn »Wüubet »än Advttiche W« hei; J;!* von S^Moni, S tt«0 trotz d «cht ibet "’^Waburtg nur mit8betfI-d,er Ersann Giessen (Bleichstr. 24), Weihnachten 1911. IM Sonntag bis 7 Öhr Auswahe Seltersweg 19 abends B,!h3s4e W 1 mit. sich lallen 0? den antirl.' die ei«, töt, d°n be„ Ä g «ichtl-Mierlr ff “ f AS? e „„ ®i>e “'ä.% fSÄ SW JV' «q & M. 302 * $U ,AnZk'6-r ^rel5blatl st Aöchrnilich- fragte" erfreut das Buge und das ßerz. Darum nimmt jeder Bedacht darauf, bei feinen ßefdienken etwas Schönes zu haben ;; ;; ;; Das Richtige jedoch ist das Schöne mit dem nützlichen zu verbinden. Das ift nicht immer leicht. Geschenke, die diele beiden erften Eigenschaften hervorragend in lick vereinigen, lind bei mir in grofjer Auswahl am hager Sch empfehle hiervon fpezielf; Zuglampen In allen Busführungen Zuglülfer, Kronleuchter Cifdilampen Hmpeln für alle Räume, für elektr. [richt, Sa;-, Petroleum-u.SpirifusglühIicht.6asbügeIeifen,2Stück mit Erhitzer 10 Hlk., Tafchenlampen von 70 Pfg. an ©@®®®eeeee Stadttheater Giessen Direktion: Hormum Stelngoetter, Sonntag, ben 24. Tej. 1911 vr Steine Vorstellung. **US Montag, den 25. 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Meine Verlobung mit Fräulein Lotte Goeden, Tochter des verstorbenen Hauptmanns a D. Goeden und »einer Frau Gemahlin Auguste, geb. Fischer, beehre ich mich hierdurch ergebens! anzuzeigen. Ernst Krausse Königlicher Musikmeister im Grenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm II. (1. Fehles.) Nr. 10 Dina Brück Friede. Willy Pitz Verlobte Gießen, Weihnachten 191L 010340