Bremen einen recht kräftig dahinbrausenöen modernen Verkehr, dem Marktplatz, dem Rathaus und dem Roland aber eine stimmungsvolle vornehme Ruhe etwas abseits von diesem Strome wünschen." der Zweiten Kammer wurde heute unter Vorsitz seines Präsidenten, Abg. Dr. Osann, mit der Spezialberatung des neuen Staatshaushalts begonnen. Kapitel 1, Reste aus früheren Jahren, weist einen Ueberfchutz von 420 655 Mark auf und wurde Aur dem hessischen Ananzaurschutz. R. B. Darmstadt, 4. Jan. Vom Finanzausschuß Der Roland im Umherziehen. Man schreibt uns aus Bremen: Um Roland den Riesen 'am Rathaus in Bremen, dessen Standbild zurzeit noch immer standhaft und fest mitten auf dem Marktplatze der alten Hanseaten- stadt steht, tobt ein erbitterter Kampf in der Bremer Bürgerschaft. Tas weltbekannte 'Steinbild, zugleich eines der ältesten Bau- kenkmäler Deutschlands überhaupt, soll von seinem Standpunkt, den es seit vielen Jahrhunderten innegehabt, entfernt werden. Tie elektrische Straßenbahn ist es, welche die Figur als Verkehrshindernis empfindet und da sie den Bremer Marktplatz zum Lauptumsteigeplatz gewählt hat, so ist ihr das ehrliche Standbild tatsächlich zu einem „Stein des Anstoßes" geworden. Bekanntlich knüpft sich an die Rolandssäulen, wie sie sich in norddeutschen Städiten außer in Bremen, z. B. in Wedel, Müchel, Halle, Nordhausen, Magdeburg, Brandenburg, Perleberg, Zerbst, Stendal usw. finden und gewöhnlich einen geharnischten oder metalltragenden, barhäuptigen Mann mit dem Schwert in der Hand darstellen, ein alter Streit über ihre Bedeutung. Man hält sie für ein äußerliches Zeichen der eigenen Gerichtsbarkeit oder Neichsfreiheit des Ortes, und überall ist man bemüht, diese uralten Denkmäler sorgfältig zu erhalten. Gegen die Versetzung in Bremen wendet sich der als Altertumskenner vielgenannte Professor E. H o e g g in einem Artikel, in welchem er der Meinung widerspricht, daß bem Roland und seiner Erscheinung im Standbilde durch eine Verschiebung kein Eintrag geschehe. Wenn man an den bewährten Standort rühre, so vermöge niemand zu sagen, welche Wirkung eint-eten werde. Und selbst die berühmtesten, Sachverständigen Deutschlands könnten nicht mehr sagen als: „vermutlich wird es bedenklich sein", oder: „vermutlich wird es unbedenklich fein". Nach einem Gutachten von maßgebender Stelle sei allerdings bei bem heutigen Stande der Technik eine Verschiebung des Standbildes wohl möglich, aber niemand könne dafür eine Garantie übernehmen, ob nicht bei dieser Arbeit erhebliche Schaden (Sprünge, abgebrochene Ecken und bergt mehr) an dem Gestein entstehen. Und damit scheine ihm das Urteil über die Verschiebungsidee fd)on gesprochen, deren Ausführung wahrscheinlich die Entrüstung Deutschlands erregen würde. Profes>or Hoegg gibt im Ansckstuß hieran die Anregung, dem Verkehr eine an» bere Richtung anzuweisen, indem man einfach den Wagenverkehr außen um den Roland, also um dessen Schwertseite herumführt, derart, daß er auf eine längliche Verkehrsinsel zu stehen läme, die den Bahnverkehr und ben übrigen Wagenverkehr auseinander hielte. Dem Uebelstande, daß die elektrischen Wagen gerade zwischen Roland hielten, könne leicht abgeholfen werden, wenn man diese Haltestelle vor die Platzeingänge hinaus,, also an das Kaiser Wilhelm-Denkmal einerseits und vor die Börje andererseits verlege. Ter HEtckel schließt mit den Worten: „Ich möchte Leiche, in der Hand einen Brief an den Geliebten haltend, bei nun die Pilgerfahrt nach dem heiligen Lande antritt. Der Mangel an Konzentration, durch dessen Vorschub» den die Leidensgeschichte des Amfortas, das Idyll zwischen Lanzelot und Elaine und die Ehebrnchsaffäre am Hofe des Artus ganz auseinanderfallen, die Unk.arheit in her Charakterzeichnung Lanzelots, eines der Helden, die nie wissen, was sie wollen, der Schematismus und die Mutlosigkeit der übr^'en Personen schwächen die Teilnahme an dem Stück in steigendem Maße und bilden für die Darstellung fast unübersteigbare Schranken. Trotzdem fesselte Mayßler als Lanzelot zuweilen durch männ ich wilde Energie, und wie Frau Eysoldt als Elaine sich in die iyr gewiß wesensfremde Sphäre unschuldsvoller blonder Jungfräulichkeit hineinfühlte, war das Einzige, was an dem ganzen Abend etwas wie Spannung weckte. Die grauen an der Berliner Universität. Die Zahl der Frauen, die im lausenden Wintersemester an der Berliner Universität immatrikuliert sind, hat wiederum eine starke Zunahme erfahren. Es sind 806 gegen 632 im vorigen Winter und 626 int Sommer. Von ihnen haben nach der „Voss. Ztg." 314 im Herbste die Berliner Universität neu bezogen. Zwei von 'ihnen studieren Theologie, 11 gehören der Juristen- fakultät an, 159 sind Medizinerinnen und 634 nerteüen sich auf die Fächer der philosophischen Fakultät. Dazu kommen iroch 256 Damen, welche, ohne immatrikuliert zu sein, vom Rel'hor einen .Erlaubnisschein zum Hören von Vorlesungen erhielten, 7 weibliche Studierende der Technischen .Hochschule und, MN die Ziffern für das weibliche akademtsche Berlin zu schließen, 128 Damen, die an ben Lehrinstituten der Berliner Akademie der Künste arbeiten. Nicht weniger als 119 7 studierende Frauen gibt es demnach zurzeit in Berlin. Interessant ist, welche Studienfächer sich die Damen erwählt haben. Während früher die Medizinerinnen bei weitem überwogen, sind die Jüngerinnen der Heilkunde jetzt von den weiblichen Studierenden der neueren Sprachen überholt worden. Ueberhaupt ist die Regel, daß die studierenden Frauen sich die Fächer erwählen, welche über das Oberlehrerrnnen- examen ober durch eine andere Prüfung eine Stellung, Berliner Theaterbrief. Ein neues Gralsdrama. Aus Berlin, 4. Jan., wird uns geschrieben: „Schon sendet nach dem Säumigen der.Gral" — das war, wie wir aus Richard Wagner wissen, wohl im Falle Lohengrin nötig. Im Falle des Dichters Eduard Stucken ist eine solche Mahnung unnötig: er ist mit heißem Bemühen dabei, dem Gral zu dienen. Auf seine Weise. Indem er vom Standpunkte eines gebildeten Deutschen, der, zu alt bereits, um in romantischem Ueberschwang zu verfallen, und doch noch jung genug, um sich von dem geheimnisvollen Zauber der Tafelrunde des Königs Artus die Phantasie erregen zu lassen, die alten Läuterungs- und Sühnungsgedaiiken, die in diesem Sagenkreise so vielfach angeschlagen werden, durch die Hineinführung in modernere Auffassung wieder lebendig zu machen und zur Geltung zu bringen versucht. Ein Versuch, der, man denke nur an Richard Wagner, wahrhaftig nichts erschütternd Neues oder gar Revolutionäres mehr in sich .birgt. Und überdies uns in Stuckenscher „Aufmachung" nicht durch neue symbolische Beziehungen näher kommt, sondern durch unendlich lange Versreihen uns eher entfremdet und zu verwirrenden Knäueln verstrickt wird. Die Person des a n z e l o t" stellte Stucken diesmal in den Mittelpunkt, der sich des Amfortas kindlich- blonde Tochter Elaine zur Minne erkoren. Einen Augenblick taucht die Hoffnung auf, daß er so rein und innerlich keusch fei wie sie, daß aus beider Vereinigung das Kindlein ersprießen könnte, das dem siechen Amfortas, dem blutenden Lanzenspeer und dem heiligen Gral Genesung und Erlösung bringen werde. Aber Lanzelot ist nicht betreute Held; seit Jahren liegt er in Banben der Königin Ginover, her Gattin seines Freundes Artus, und ist barm so fest verstrickt, daß er um ihretwillen bie liebenbe Maid, als sie mit ihrem Knäblein Einlaß ins Schloß erbittet, verleugnet unb von dannen flüchten läßt, bis ihn schliefj- lich doch die Reue übermannt und er ihr nacheilt. Natürlich, da es zu sp.ät ift. Im letzten Akt scheu wir sie als Die heutige Nummer umfaßt 10 Seilen.__ Der Streit um öas deutsch-russische Abkommen. Seit einigen Tagen bemüht sich ein Teil der französischen und englischen Presse, die Ergebnisse der Potsdamer Begegnung dahin zu verkleinern, daß das dort mündlich vereinbarte Abkommen zwischen Deutschland und Rußlaiid sich nur auf Persien unb die Türkei bezöge, obwohl der deutsche Reichskanzler am 10. Dezember un Reichstage ausdrücklich erklärt hatte, baß sich in Potsdam Deutschland und Rußland verpflichtet hätten, sich in keinerlei Kvmbütationen einzulassen, die eine aggressive Spitze gegen den anderen Zeil haben könnten. Den Anfang zu dieser Preßkampagne machte die „Nowoje Wremja", was umso auffalletider ist, als dieses Blatt dem russischen Auswärtigen Amt sehr nahesteht, ,so daß Herr v. Sasso- n 0 w, wenn chm daran gelegen wäre, diese irrtümliche Darstellung zu berichtigen, wohl schon längst Mittel und Wege dazu gesunden 'hätte. Aber nichts von alledem. Unb ebenso aujfaUenb ist es, daß bie „Nordb. Allg. Zeitung" noch nickst zu dieser Angelegenheit Stellung genommen hat. Man fragt sich daher unwillkürlich: Wer hat denn mm eigentlich über das deutsch-russische Abkommen bie Wahrheit gesagt? Herr v. Bethmann-Hollweg, ober Nowoje Wremja, Times, Temps, Petit Parisien, Echo be Paris usw.? Die Antwort darauf kann eigentlich nur lauten, daß beide Recht haben. Denn wenn z. B. Echo de Paris meldet, daß das Potsdamer Abkommen „revidiert sei und sich nur erstrecke 1. auf die Anerkennung der besonderen Situation Rußlands in Persien durch Deutschland im Einklang mit dem russisch-englischen Abkommen und auf bie Zubilligung gewisser wirtschaftlicher Vorteile für Deutschland im nördlichen Persien unb 2. auf bie Abzweigung der Linie nach Khanikin von der Bagdadbahn, so ist das wohl durck)aus richtig; nur bedeutet es keine Revision des Potsdamer Abkommens, sondern ist nur als erste Frucht der in Potsdam vollzogenen deutsch-russischen Annäherung zu betrachten, der wohl die Verständigung über die Balnmsragen als zweite nur zu bald folgen dürfte. Daraus deuten auch die jetzt wieder angeknüpften Beziehungen zwischen Wien unb Petersburg zur Genüge hin. Die Erklärungen Bethmann-Hollwegs im Reichstage bleiben also inhaltlich voll bestehen: das deutsck-rusfische Abkornmen hat eine viel größere Tragweite, als es die französische Presse, die es nur mit bem deutsch-französischen Marokkoabkommen vergleicht, für gut hält, ihren Landsleuten mitzuteilen. Man will ihnen scheinbar die bittere Medizin der veränderten politischen Lage löffelweise beibringen, um so für Pichon, der endlich am 12. Januar vor oer Kammer über die auswärtige Politik sprechen soll, die Lage zu retten. Deshalb verwechselt man absichtlich Inhalt und.Wirkungen des deutsch-russisen Abkommens unb begnügt sich im übrigen damit, immer wieder festzustellen, daß der Zweibund davon nicht berührt werde, was auch vorläufig den Tatsachen entspricht. gefetzt. Beim Kapitel Weinbaudomänen ist eine Einnahme von 127 487 Mk. und eine Ausgabe von 178 526 Mk. verzeichnet, so daß ein Zuschuß von über 51 000 Mk. erforderlich ist. Dieses ungünstige Rechnungsergebnis hat seinen Grund darin, daß sich das vermutliche Erträgnis für den Wein des Jahres 1909 anstatt, wie im Vorjahr, auf 170 000 Mk., nur auf 120 000 Mk: stellen wird. Der Ausschuß behielt sich vor, hierüber zunächst noch eine Besprechung mit der Regierung abzuhalten und vielleicht doch noch etwa die Hälfte des vermutlichen Ausfalls als Einnahme einzustellen. Ohne Aussprache genehmigt wurden die Kapitel Holzmagazin zu Darmstadt, Ausgabe 7979 Mk. und Kapitalzinsen und Sonstiges 35 000 Mk. Zu einer lebhaften Aussprache gab Kap. 7 a, Braunkohlenbergwerk „Gute Hoffnung", Anlaß, wobei mehrere Redner ihrer Verwunderung über das geringe Erträgnis Ausdruck gaben. Die Ausgaben sind hier auf 203 900 Mk., die Gesamteinnahmen auf 205 250 Mk. berechnet, so daß nur eine ganz geringe Verzinsung vorhanden ist. Da die Regierung zur Verbesserung des Erträgnisses die Anlage einer Brikettfabrik und einer elektrischen Zentrale vorbereitet, so soll das ganze Kapitel noch einer näheren Erörterung im Beisein der Regierung unterzogen werden. Bei Kap. 8, Saline Badeanstalt und Tiesbauamt Bad-Nauheim und Bad Salzhausen konnte von der Regierung ein sehr günstiger Voranschlag ausgestellt werden, der 86 000 Mk. höhere Einnahmen für Bäder, Kurtaxe und Eintrittsgelder vorsieht. Dagegen erfordert Bad Salzhausen wieder einen erheblichen Zuschuß: die Einnahmen sind auf 22 100 Mk., die Ausgaben auf 46 070 Mk. berechnet. Das Kapitel gab keinen Anlaß zu Beanstandungen, auch das folgende Kapitel 9, Samen-Klenganstalt zu Gammelsbach i. O. (Ausgabe 25 642 Mk., Einnahme 27 120 Mark», nicht. Das Kapitel 10, S t a a t s e i s e n b a h n e n , Einnahme 14 980 000 Mk., Ausgabe 350 000 Mk., wurde erledigt bis auf eine nähere Rücksprache mit der Regierung über die ganze diesbezügliche Finanzgestaltung. Kap. 11, Lotterie, Einnahme 805 810 Mark, wurde ohne Aussprache genehmigt. Der Ausschuß beschäftigte sich dann weiter mit dem Haushalt des Staatsmini st e- rrums, Gesamtausgabe 458560 Mk., der eine Einnahme für Kapitel Oberrcchnungskammer 165 000 Mk. gegenübersteht. Heber das letztere Kapitel wurde bie Beratung noch ausges^t, da man erst die diesbezüglichen Verhandlungen des Vereinfachungs- und Ersparnisausschusses abwarten will. Kap. Ministerium, Ausgabe 89 168 Mk., und Kap. Auswärtiges und Bundesverhältnisse 38 000 Mk. wurden genehmigt. Bei dieser Gelegenheit nahm Abg. Dr. Osann Gelegenheit, dem in Berlin gestorbenen hessischen Gesandten und Bevollmächtigten zum Bundesrat, Freiherrn v. Sägern, einen herzlichen Nachruf und Dank für seine langjährigen Dienste zum Wohle des Hesfenlandes zu widmen. Die Kapitel Kabinettsdirektion 13 880 Mk., Verwaltungsgerichtshof 7190 Mk., Haus- und Staatsarchiv 17 992 Mk., Rhein- iclstffahrt 3652 Mk., Sterbeguartale 1500 Mk. und Porto und Telegraphen- und Fernspreclsgebühren 3200 Mk. wurden nicht beanstandet. Bei letzterem Kapitel wurde im Ausschuß der Genugtuung darüber Ausdruck gegeben, daß die Regierung die im vorigen Jahr angeregte Kündigung des Portovertrages mit der Reichspostverwaltung zum 1. Juli 1910 vollzogen hat, wodurch für den Staatshaushalt eine jährliche Ersparnis von 42 000 Ml. erzielt wird. Zur Beratung kamen dann noch die Kapitel des Ministeriums des Innern, Oefsentliche Gesundheitspflege und Veterinärwesen (53—60) und Bcamtenfürforge, Unterstützungs- und Versicherungswesen (61—70), wobei sich keine Beanstandungen ergaben. Nur bei Kap. 65, Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke, soll noch eine Besprechung mit der Regierung über die Geschichte und das Wesen dieses Fonds herbeigeführt werden. Beim Haushalt des Ministeriums der Finanzen wurde bann die Sitzung der vorgerückten Zeit wegen auf morgen vertagt. Zu dieser Sitzung ist auch die Regierung eingeladen worden, um bie nötigen Auskünfte und Erläuterungen über bie einzelnen Beanstandungen zu geben. Am Freitag soll bie Beratung des Haushalts fortgesetzt, bie Sitzung aber um 11 Uhr abgebrochen w. 4 Erstes Blatt W. Zahrgang Donnerstag, 5. Zannar M BiitDlCnvllCi ZlilwWr WM ®eiera|.«njeiger für ObtrW« WU »nna^rne9 von Anzeige» Rotationsdruck «nd Verlag der Brühl*fchen Univ.-Vllch- und Zteindruckerei H Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schuiftratze r. Lon^-E Heß'^ür den biß üonniua%n9mm" Expedition für Büdingen: Bahnhofstraße Iba. - Telephon Nr. 50. Anzeigenteil: y. Beck. Bei dieser Sachlage hat natürlich die „Nordd- Allg. Ztg." keine Veranlassung, die Meldungen der französischen Presse richtigzustellen. Täte Herr v. Bethmann-Hollweg das, so würde er wahrscheinlich Deutschland um alle Wei- uj __________________ ______________________ teren Früchte der Potsdamer Begegnung bringen. Denn ohne"Aussprache'genehmcht. ""Kapitel Kameral- unb Forstdomänen, in Frankreich würde sich dann ein Sturm der Entrüstung Einnahme 6 111435 Mk., Ausgabe 5 019 698 Mk., wird aus- erheben, zunächst gegen Pichon, dessen Rücktritt man in Berlin rchaus nicht wünschen kann, und bann gegen Rußland, dessen Kredit man durch Auf den Marktwerfen seiner Anleihepapiere völlig erschüttern würde. Aus diesem Grunde schweigt aber auch der Minister des Auswärtigen, Sassonow. Jhüt kann es gar nicht so unlieb sein, wenn man in Frankreich und England die Ecklärungen des deutschen Reichskanzlers möglichst lange anzweifelt. Keine Anwendung der Lnteignungrgesetzer in den ©ftmarten? Schon feit längerer Zeit gehen Gerüchte durch die Presse, daß der preußische Ministerpräsibent, Herr v. Bethmann-Hollweg, von ber Anwerbung bes Enteignungsgesetzes in ben Ottmarken Abstanb nehmen wolle, ba er bei ber augenblicklichen Lage im Reiche alles vermeiben muß, wodurch er es mit bem bie Polen schützenden Zentrum verdürbe. Man wies auch auf Wünsche Oesterreichs hin. Diesen Gerüchten ist hie und ba, aber niemals von amtlicher Seite, widersprochen worben, wahrscheinlich mit Unrecht, benn bas preußische Staatsministerium hat einen bahinzielenben Antrag des Ansiedlungsausschusses bislter liegen lassen, und jetzt melden sowohl bie „neue Gesellschaftliche Korrespondenz", als auch bie „Rheinisch-Westfälische Zeitung" übereinstimmend, daß das Enteignungsgesetz nicht zur Anwendung gelangen wird, wir also glücklich wieder bei ben Tagen ber Verhätschelung der Polen angelangt sinb, unb bie zielbewußte nationale Ostmarkenpolitik des Fürsten Bismarck und Fürsten Bülow unter Bethmann-Hollweg wieder verlassen, trotzdem dieser selbst im Ministerium saß, als das Enteignungsgesetz dort be- schlossap wurde. , , Nun ist ja das Enteignungsgesetz freilich, weil es eine Art Ausnahmegesetz barstellt, von mancher Seite gekabelt werden. Aber man sage uns boch, wie man bas Germanisierungswerk in ben Öftmarfen zur Abwelw bes stetig vorbrängenden Polentums fort- sühren soll, wenn e5 heute dem Ansieblungsausschuß unmöglich ist, Land im freihändigen Verkauf zu erwerben? Sie hat augenblicklich nur noch etwa 70 000 Hektar zur Verfügung, von denen aber nur 45 000 als reines Stellenland für etwa 20 000 Köpfe in Betracht kommen, so daß, wenn jetzt nicht polnische Güter enteignet werden, in 2 bis 3 Jahren die gesamte Ansiedlungstätigkeit in der Ostmarck zum Stillstand kommen muß, ba bie Parzellierung nicht vorbereitet werden kann. Es ist zwar äußerst mißlich, daß die Kassen des Ansiedlungs- ausschusses baldigst einer Neuaufsüllung bedürsen, bei der gegenwärtigen Finanzlage Preußens man sich aber höchst ungern dazu entschließt, bem Landtag eine bahingehende Forberung zu unterbreiten. Aber wir meinen, wer in ber Ostmarkenpolitik einmal A gesagt hat, muß auch D sagen, unb die Segnungen, die der Ansieblungsausschuß bem Osten bisher auch in wirtschaftlicher Beziehung gebracht hat, sind so über allen Zweifel erhaben, daß für diesen Zweck durchaus Geld ba sein müßte. Ist man aber gezwungen, hier zu sparen, und setzt bie Anwenbung bes Enteignungsgesetzes in Posen unb Westpreußen nur aus finanziellen, nicht aus politischen Grünben aus, so unteritette man boch wenigstens auch Schlesien ben Befugnissen bes Ansiedlungsaus- schusfes, wo sich die Polen immer mehr ankaufen. Dann geraten bie Ansiedlungsgeschäste nicht ins Stocken, unb ber Haushalt bes preußischen Staates wird nicht allzusehr belastet, ba in Schlesien heute noch Lanb zu verhältnismäßig billigen Preisen zu haben ist. Lin Tag in Ser Fliegerschule von Mourmelon. „Summen Sie znm '^roueilug des 100 ll.^.-Apparates von Latharn." So lautete das lakonische Telegramm der flieget«, lajiuie von Aiounnelon-le-Granb, dem Jutes Ehancel edigit Folge leistete. In den „Lectures Honr tons" gibt er nun eine an» ,lcu£ bert. Da kommt der Briefträger daher: oben vom Fenster wirb ihm von einem Flieger eine Schnur jugewonen, an ber bie Post emporgezogen wirb, ein Bahnbeamter, der ein Palet bn.igt, wirb latoniich ausgeiordert, feine Xia|t durchs Fenster mniüiiiv» werfen, flinke Lände fangen den Karton auf, unb batui i/ori man eine jubelnde Stimme: „Na endlich, ich habe meine neue Luit* im praktischen Leben sichern, während die sogenannten Lieblingssächer unter den Kommilitoninnen nicht viele An-1 Hänger finden. Es macht sich hier erfreulicherweise ein gesunder, praktischer Zug geltend. So haben 143 Frauen zurzeit an der Berliner Universität das Studium der neuen Philologie erwählt und 146 studieren Deutsch. Diese Zahl erscheint umso größer, als bekanntlich der eine Ordinarius der Germanistik Frauen nicht zuläßt, während dafür im I Kolleg von Erich Schmidt schon die Kommilitoninnen einen starken Prozentsatz bilden. Geschichte haben 49 Damen erwählt, die strenge Mathematik sogar 40, und auf die I abstrakte Philosophie sind nicht weniger als 34 Frauen! eingeschworen, wozu noch zwei. Psychologinnen kommen. Die Kunstgeschichte zählt 28 Jüngerinnen. Gegenüber den | großen Ziffern im Sprachstudium ist das Interesse der Weiblichkeit für die Naturwissenschaften merklich geringer. 25 find dafür inskribiert, außerdem 13 Frauen für Ehemie, 6 für Geographie, 4 für Physik, 3 für Zoo- logie, 2 für Botanik, je eine für PharmaUuogie und Astro- nomie. Bei dem ausgebreiteten Interesse der Frauen für das Sprachstudium haben auch die entlegeneren Gebiete hier für fie Reize. So haben sich nicht weniger als 21 Frauen der alten Philologie ergeben, sogar die selten betretenen Gebiete des vergleichenden Sprachstudiums, des Sanskrit, der Orientalistik und der Aegyptologie zählen! je einen weiblichen Interessenten. Drei haben die Arck)äo- logie erwählt. Während die Zahl der Musikjüngerinnen ja Legion ist, studieren nur zwei Damen an der Universität Musitloissenschaft. 15 halten daS Fach der Zahnbeilkunde für aussichtsreich, so daß also wohl bald die Zahl unserer Zahnkünstlerinnen eine beträchtliche Steigerung erfahren wird. Nur eine Dame studiert Pädagogik — man sollte doch denken, daß gerade daS ein für unsere Frauen recht naheliegendes Fach sei. Den größten Prozentsatz der weiblichen Kommilitoninnen stellt die Provinz Brandenburg mit Berlin. Ihr entstammen 278 studierende Frauen. Tie übrigen deutschen Bundesstaaten find nur schwach vertreten, während 25 Oesterreicherinnen und Ungarinnen gezählt werden. Eine noch größere Zahl von weiblichen Studierenden sendet Ruß- la tu) (74) und Amerika (65) nach Berlin. Eine Anzahl von Frauen gehört auch bereits zum Beamtenstabe der wisseuichastlicheu Anstalten der Berliner Universität. Teilnahme rechnen. * • Paketeinsammlung durch die Post. Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Post abzusendende Pakete auf Bestellung au9 den Wohnungen abholen läßt. Alan braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte ober einen Zettel nut den Worten: .Paket abzuholen bei (Raine unb Wohnung) unfrankiert in den nächsten Briefkasten zu werfen ober einem Briefträger mitzugeben, unb bie Senbung wird bei der nächsten Paketbestellfahrt gegen eine Gebühr ttVVttfcVV ........... „..... „ von 10 Pfg. vom Hause beS Absenders abgeholt. 5)aS Her-1 müDe^rfomm^ iammcln sich im SpcUiaal bie fahren ist einfach unb bequem unb besonberS solchen Per- Kameraden im Kampie um bie Eroberung ber tujie, an einem fönen ju empfehlen, Denen ein Sicnftbote nicht jur «K. »reu jügung steht. Gammermann." „Prächtiger Flug, glatt gelandet, »eitanger", Mia * ♦ Schutz den Pferden im Winter! Es kommt „Und nun lerne ich bie einzelnen Herren tennen, alle bie im Winter vielfach vor, daß sich die P-erde nach längerem I eifrigen Möimer, ihrer gegen jivanjig, die aus aller Herra» jchw^ZugT unb j-hwL g-Li-n hab?» un!! mit L« E, dem Geschirr längere Zeil im Freien stehen musien. Daun 1I b & cin nj~ier, fluger, gewandter Pilot ist; lebesrnal, zittern sie vor Frost, denn die Geschtrrfuhrer haben nicht ciner seiner Schüler zum erstenmal allein fliegt, ist er auf- daran gedacht, bie dampfenden stiere mit warmen Decken boirot, brummt unb zittert, bis ba5 Wagnis vorüber i|L* zuzudecten. Die Folgen der Versäumnis find dann Gt- -V £bcrft non ber taiierlid) rumsen Q>arbe, ein tüdjtigei I tältunn unb rheumatische Leiden der P,erde, wodurch viel l Offizier, aber ein resigniertes Opfer der Flugkunst. -Lein Herr Unannehmlichkeiten und Kosten entstehen, während d.e uh- unö Zar hat ihn nach EHLlons geiajidt um oas vliegen tzu er- schuldigen Tiere große Schmerzen ausyalten müssen. Sind lernen; er hat gehorast, aber dw neue glicht steht ihm lvemg gut oie Fuhrleute nicht selber so rücksichtsvoll, eine Deoe über- an, unb jedesmal, da er m die Tlugmchchtne IteigenIl°Wi « zulegen, so sollte das Publikum |ie mahnend darauf auf- der'„^anariu ber Flug tunst", ein magi/imgcr junger merksam machen. or er . , Leutnant, der es nickst lassen lann, in phantastischer Ausmalung • • 'Dia ul» unb Klauenseuche. Neue AuSbruchc - .Abenteuer in den Lüften immer wieder zu erzalstcm Aber der Seuche sind gemeldet aus Metz (Schlachtviehhof). bicie kleine Schwäche wird ausgewogen durch bie faqaax, bau ei 1 . jene Abenteuer auch wirklich erlebt hat und vor lemer Tollkühn- Landkreis Gießen. e I zurück schreckt. r.Londorf,4. Jaw Die Vorarbeiten zu dem P fi n g EndUa» ist ber Nachmittag vorüber, alles eilt ans den Flugplatz, ff e n d I hier staUttndenden Gesangwett st reit fmo Wäbrenb einer der Lehrer aufsteigt, setzt man ben lungften txbnler, in vollem toanaa Sm Februar nnbei der Vertretertag ^n fröhlickstn „Benjamin", in bie „Tonne".,Das ist em ,uui- Liiati. Zahlreiche Sei eine haben ihr Erscheinen bereits -n-! reich konstruierter Apparat, den der Pllot Lafsmu geicha.wn hat^ *♦ Ringkamps-Konkurrenzim Kolosseum. Die Veranstaltung neigt sich ihrem Ende zu, der größte Teil der Ringer ist durch vier Niederlagen ausgeschieden. Es sind nur noch sechs übrig geblieben. Da die 3000 Mk. | in vier Teile geteilt werden, müssen noch zwei Mann' ausscheiden, aus diesem Grunde sind heute besonders scharfe Käiüpfe zu erwarten. Gestern rangen zuerst Nurllah und Bilkan, letzterer legte sich ganz auf die Verteidigung, jedoch siegte Nurllah schon nach 7 Minuten. Der Kampf Hitzler gegen Christensen bot dann recht spannende Momente, Hitzler, der feinem Gegner an Kraft und Technik überlegen ist, siegte nach 14 Minuten durch Armsallgriff. Recht stürmisch ging es dann beim Ent- scheidungskampf Jackson gegen Eggeberg zu. Der Ameritarier zeigte sich gestern von seiner schlimmsten Seite und mußte verschiedentlich venoarnt werden. Erst als der Kampfleiter mit Disqualifikation drohte, besann sich der Amerikaner eines besseren und siegte dann in einer ! Gesamtzeit von 46 Minuten. Einen überraschenden Verlaus nahm dann der wiederaufgenommene Kamps zwischen Eberle und Eordy Bill. Letzterer hatte gegen seine erste Niederlage protestiert. Beim gestrigen Kamps gelang es Eberle schon nach 9 Minuten, den Indianer durch Untergriff zu besiegen. Der heutige Abend bringt drei Entscheidungskämpfe, u. a. den Kampf Eberle gegen Nurllah. •* Mutterschutz. Der auf Freitag, den 6. Januar, gesagt, so daß auf eine gute Beteiligung zu hoffen ist. Auch an Stiftern von Preisen fehlt es nicht, unter anderen hat auch die Gesamtfamilie der Freiherrn von Nordeck zur Rabenau einen größeren.Geldpreis in Aussicht gestellt, wahrend die einzelnen Mitglieder der Freiherrlichen Familie wertvolle Kunstgegenstände stiften werden. Auck< Lo::d.'r s Einwohner und die hiesigen Vereine werden dem „Frohsinn" zu seinem Jubesieste namhafte Preise überweisen, so daß zu erwarten ist, daß die teilnehmenden Vereine schöne Erinnerungen mit nach Haufe nehmen können. Kreis AlSsclö. § Rupper ten r o d, 4. Jan. Heute begann hier im Saale des „Reichsadler" die Kreis-Wand e rhaus- haltungs schule ihren auf sieben Wochen berechneten Kursus. Hieran nehmen 25 Schülerinnen, wovon zwei von Wettsaasen, teil. Die Leitung liegt in der Hand der Haushaltungslehrerin, Fräulein Holzer aus Homberg a. O. X Ermenrod, 4. Jan. Was für abgehärtete Menschen die Zigeuner sind, das zeigte sich hier bei einer Zigeunersfrau, die der Kiapperstorch während des Aufenthalts der Truppe hier besuchte. Die hiesige Hebamme, bie man von dem zu erwartenden Ereignis in Kenntnis gesetzt, ließ eine Stube wärmen und zur Ausnahme der Zigeunerin'Herrichten. Als man letztere ein* geführt, da entarte sie, hier sei es ihr zu wann, eine solche Wärme könne sie nicht aushalten. Sie wählte dann als EmpsangSort des Storches — einen Keller. = Flensungen, 4. Jan. Gegenwärtig werden an der Hauptstraße unserer Gemarkung 25 E s e n ge- | fällt Das geschieht auf Veranlas.ung unserer Gemeindevertretung. Ein gleiches Fällen sollte mit allen Eschen geschehen, die noch an genannter Landstraße vor Mücke nach Ruppertenrod stehen. Es ist durchaus nicl)t er]id)t- sich, warum man in früherer Zeit solche Baume, die weder eine Zierde, noch einen Nutzen, dagegen großen Schaden bilden, gepflanzt hat. Nicht weniger als 30 Meter weit sendet die Esche ihre Wurzeln in das benachbarte Ackerfeld. Wo Eschen stehen, da offenbart die unfruchtbare Stelle des Ackers üjren verderbllchen Einfluß. Man füllte Überall die Eschen durch Linden ersetzen, die als Zierd« die Straße verschönern und als Bienettweioe der Bteiten- zucht sehr bienlui) find. Die Kreisstraßenverwaltung hat sehr wohl daran getan, daß sie den Bahnweg nach Mücke und die Straße zwischen Ermenrod-Groß-Felda mit Lindau bepflanzen ließ. Kreis Friedberg. A Butzbach, 4. Jan. Benn Rodeln am Schrenzer- berg, daS hier bis jetzt ohne jeglichen Unfall abgelaufcn war, verunglückten gestern mehrere Kmder. — Ein 1 4jü hngeS Niädchen erlitt einen Beinbruch und zog sich verschiedene Verletzungen am Kopfe zu. Hessen-Nassau. r. Rodheim a. d. hiebet, 4. Jan. Dm Wege nach Hof Haina haben im Vorwiitter {teigige Hände eine Rodelbahn von nahezu 1 Klm. Länge und an der „Sck)mttter Mühle" eine vortreffliche Eisbahn angelegt, auf denen alltäglich ein fröhliches Treiben herrscht. Noch vor einem Jahrzehnt konnte in unserer Gegend saft niemand 2d)litt- schuhe laufen und heute huldigt jung und alt Di.fern Sport. X. Gelnhausen, 4. Jan. Dem nach Berltn ind Ministerium des Innern berufenen seitherigen Landrat v. Gröning veranstalteten Kreisausschug unD Kreistag eine Abschiedsfeier. Kreisdeputierter Tr. Schindler widmete dem Scheidenden mit anerkennenden Morien un Namen des Kreises Gelnhausen einen Potal, der den am Eingänge des Kreis Hauses eingemeißelten Spruch „Alles, recht richten" trägt W. Fulda, 5. Jan. Das hiesige Genossenschaf t s k o r n h a us ist heute nacht abgebrannt Der Schaden ist außerordentlich groß. Aus Qefrcii» Der „Reichsanzeiger" sagt in einem Nekrolog auf ben hessischen Gesandten Frhrn. v. Gagern: Tie Regierung beklagt aufrichtig den Heimgang dieses Staatsmannes, I ber es sich wahrend seiner hiesigen Tättgkeit stets angelegen sein I ließ, die bundcsfreundlichen Beziehungen zu pflegen und zu fördern und der sich einer aUgemetnen Wertschätzung und Ver- iö^ar m ft a b t, 4. Jan. Beim Ableben des hessischen! Gesandten und Vundesratsbevollmächtigten, Frhrn. v. Gagern, sprick-l der Korrespondent ber Frff. Zig. unter der tteberschnft: „Umbildung des hessischen Minifteriums" allerlm Vermutungen über einen Personenwechsel in verschiedenen Mini- ftmalämlcm aus. Diese Kombinationen fallen durck die Tat-I jache in Nichts zusammen, daß bereits heute das langjährige stellvertretende Mitglied des Bundesrats, Hescr Geheimer Staatsrat Krug von Nidda, vom Großherzog mit der Führung der Geschäfte des Gesandten in Berlin beauftragt worden ist Der Staatsrat ist auch bereits im Laufe des heuitgen TageS in Begleituilg des Oberregierungrats Weber nach Berlin abgereift. I Oberlehrer Dr. Strecker in Bad-Nauheim hall einen sechswöchigen Erholungsurlaub angetreten. Deutscher Hctcb. Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreM: Der Botschafter FreiherrMumm von Schwarzenstein trat kurz vor Weihnachten von Aegypten aus bie Rückreise nach Oft» aficn an. Wie wir hören, sah sich ber Botschafter genötigt, wegen eines Augenleidens feinen Abschied einzureichen, hat sich aber bereit finden lassen, nochmals auf kurze Zeit zu seinem Poften zurückzukehrcn, um dem Kronprinzen während feines Aufenthalts in Japan seine reichen Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. Nach Abschluß des Besuches wird dann Frhr. v. Mumm den erbetenen Abschied erhalten. Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" teilt mit, daß bie vvn der Bundesregierung versuchsweise eingeführte Anleitung zur Zollabfertigung von Roggenkleie und Weizen k l e i e, bie das Siebverfahren zur Unterscheidung zollfrei einzulassender Kleie von der mehlreichen als Mehl zu verzollenden ftleie vorschiebt, wesentlich unverändert bald allgemein cingesührt werden soll, da sie sich bewährt. Sie soll etwa am 1. Februar in Kraft treten unter Zubilligung einer mehrmonatigen Frist, während ber die obersten Landes, manzbehörden, zur Vermeidmrg von Härten auch für die zollpflichtig erklärten Erzeugnisse zur Denaturierung zulassen können. Eine entsprechende Vorlage geht dem Bundesrat in diesen Tagen zu. Tie „Karlsruher Zeitung" meldet: Der Großherzog empfing am Mittwoch abend den Staatssekretär des Rerchs- justtzamts, Wttkl. Geh. Rat Tr. Lis eo , und hierauf den Staatssekretär des Auswärttgen Amis, Wirkt. Geh. Rat v. Kiderlen- Wächter. Tie beiden Staatssekretäre wurden sodann vvn ber Großherzogin empfangen. Um 8 Uhr findet zu Ehren ber Genannten ein Essen iiw großherzoglichen Palais statt, zu dem verschiedene Einladungen ergangen sind. 2Uislaiio. Kaiser Franz Josef Mit sich wohl. Der Schnupfen tfttm Rückgang begriffen; Heiserkeit besteht nur noch in geringem Grade, so daß begründete Hoffnung vorhanden ist, daß das Unwohlsein in den allernächsten Tagen behoben sein wird. Die Verhandlungen ber Landtags-Parteien, wodurch die Tagung des böhmischen Landtages erreicht werden sollte, sind gescheitert. Tie Vermittlungsvorschläge der Deutschen, l wie der Tsck/echen, mürben von der Gegenpartei abgclcljatt, Eine Fortsetzung der Beratungen ist vorläufig nicht geplant. Nach Depeschen des Valis von fernen, sand zwilchen tür -! tischen Truppen und Rebellen tm Sandschak Ta a z ein Kampf statt, wobei die Rebellen einen 23 er lüft von 63 Toten Und 113 Verwundeten hatten, bie Truppen einen solchen von 40 Toten und Verwundeten. Auch bei Hab je kam es zu Zu- fammenftöüen zwischen Tnwpen und Rebellen, wobei diese 16 Tode antb 41 Verwundete, die Truppen dagegen einen Toten hatten. Der Aus stand der Setzer in Helsingfors dauert fort. Da von den sozialdemokratischen Druckereien bie Lohn- Torberungen ber Setzer erfüllt wurden, beschlossen die Besitzer ber finnischen Papierfabriken auf Antrag beS Verbundes der Druckereibesitzer, während der Dauer des Ausstandes nur ben- jeiligen Druckereien unb Verlegern Papier zu liefern, mit denen Jahreskontratte bestehen. Die Setzer haben den Beistand der inleianitonalen sozialistischen Organisationen zugesichcrt erhalten. Wie aus Port S aib in Algier gemeldet wird, treffen die spanischen Militärbehörden für den EmpfangdesKönigS 1909 arüne Linie rote Linie Zusammen Einnahme Personen, die befördert sind. Mk. November 19 320 29 026 48 351 4 722.77 Dezember 45 860 64 646 110 506 10 77..56 1910 Januar 39 539 57 405 96 944 9 432.49 Februar 35 392 50 583 83 975 8 429.35 März 39 781 54 5 6 94u67 9 163.67 April 35 870 50129 85 999 8 361.37 Mai 46 816 67 663 114 478 11157.31 Juni 48 267 76 500 124 767 12 162.21 Juli 47 281 73 530 120 811 11 765.28 August 42 879 58 283 101 162 9 836.94 September 38 430 51 227 89 657 8 709.90 Oktober 40 624 57 002 97 626 9 487.43 November 43 197 57 012 10J 240 9 746.54 Dezember 40 922 55 070 95 992 9 338.30 Summa Pers. 564 183 803 u92 1 367 8,5 133 uVl.01 L" w ‘ft'«? 8ut Familie "Oi!b.’r;§ ^estzöm ^mt hier >"W. ^rechneten Sf.iW Ä^nb bet ;r9 a. 0. /bartete (J iuh hier Zdahrenb ?*= »ich?- ?rcW in ° M Aui. lerere ein, ®Qrm, eine WU dann r. Il9 werden lj)en 0e. ^Cn Eichen : vor Diuät v^chl eiji^t, lci die weder uen Schaden /’letec weit Aborte Ae» unjruchtbate Man füllte e als Herde der dienen, Haltung hat 3 nach Rucke a mii Linden im kchrenzer« »geloujen war, 14fä tjngeS ich oerjchiedkne n Dege nach eine Rodel- x „echmitter jt, auf denen )ch vor einem rnand Lchiitl. Di.jem Lporl. h tierlüi ins iyen Hüiibiüt uab STiüiag 'r. Schindler i Worren ün der den am ,pnid) „Äües Genossen- tbtannL 2Cl1 llllh iMl 6 w) LCLClXlClUtU) 4 I _ -n nm.......4. «mm! zf« * a *- haGah ha nut Ball-Seide V. Mk.1.10 ab Vermisci)te» Amtlicher Wetterbericht. sie erhebt sich, das Piedeftal ungerechnet, auf einem natür- Bekanntmachung Ganz vorzüglich 0041 Das derzeit ohne Zweifel beste Scbuhputjmittel Pilo erhält das Leder und erzeugt im Nu eleganten dauerhaften Hochglanz! Letzte Nachrichten. Die beutjdjen Forderungen in Marokko. kommen sollen. Paris, 5. Jan. Der Abgeordnete M e u n i e r hat an den Juslizminiiler ein Gesuch gerichtet, in dem er um eine Revision Des Pcoze,scs gegen den Arvellerchsner Durand bittet. Durand sei auf Grund onenlunbig ial)a)ec Aussagen oecuaeilt worden und seine vollkommene Un|djulb |ei nachgewiesen. I/ic/ Tk'A PTFN1 i/r jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, Viöl ! F1n soJwie mit zirkeln aller studentischen Ver* anigu 'ngen liiert xu mäßigen Preisen die Brüll?sehe Univ.-Druckerei* wirken E. Walther’s Fichtennadel- Brustbonbons Zahlmlgsalljsordmvg. Im Honturfe Gg. Schock, Ludwigstraße 57 wird der Berichtigung der noch vor- handenen Rückstände binnen einer Woche entgegengesehen. Die KonlurSoerwattung. 166) L. Althoff. Die Vergeistung des Kranken. löün auen Li.auchetten, bu oas Menf^engeschl^cht überfallen, sind am meisten verbreitet, die tückischsten unb, Holzschuhe zmu Warm- unö Lrockenhalten empfiehlt U73 L. Koblcrmaun, Bleichstrabe 12. Die Gemeinde Büdingen beabsichtigt ein evtl. aEbrauchteS Schienengeleis (Rollbahn», etwa 10J Meter lang, mit 1 bis - Jioll« wchgen anzukausen. Mitteilung unö Preisangabe nimmt die unter- Acicuneie Bürgermeisterei enigegen. Büdingen, den 4. Mannar Ml. mnsiMAO„ Grogh. Büigerlnciiteret Büdingen. I e n b t Ortsgewerbeverein Büdingen, g. Mittwoch den 11. Januar öS. IS., abcndS '/,S Ubr stndel im Saale des „Holet Fürnenho^ der bereits angekündigie dnent- 11(4)6 Bortraa des Herrn stmmncrbirettov Wlu 1 ler über das iiimvciianie Thema „Bus dcu Mauern uud dem Burofriedcu BüdinacuS vor 300 uaürcu“ untu wozu wir alle Fküglirüer und kVreuiide desBercins hditlchn einladen. Cintritl frei. a.er BorUaud. * Die „Bankb rech er" von Monte Carlo. Die Schar der Spieler, die mit oder ohne System, aber ausnahmslos voll glänzender Erwartungen auf die mühelos zuilieüenden Reichtümer. --- -- ui wVonte Carlo im Casino emziehen, verlassen die Lvpielraume brachen b «»m S Ä l i t t s ch u h l a u f e n M't unmer erheblich „erleichtert", aber hin und wieder taucht rip drei Mädchen ern und "tranken. I doch ein Glücklicher auf, der für seine unglücklichen Lpielkollegen 2out amtlicher Statistik belief sich bet :D eibelber gcr Raa»e nimmt iuil> in den Kassenbestänven dec Bank energuch Fremdenbesuch im Jahre ItilO aut 1/68b7 Perzonen, d. h. au,räumt. Erst vor kurzem tonnte einer dieser Auserwählten, rmU> 5OX) mehr als im Boriahre. Mr. W. Tarnbrough, mit einem Remgewitm von nicht Saarbrücken wiro gemeldet: Beim Rodeln an weniger als 12bU OUU Mark die Heimreise nach London awlinem an der Strafe gelegenen Hügel fuhren zwei Knaben un treten, als der F-rucht eines Erholungsmonats uv PK)nte Carlo, ^t« von ü und V Jahren direkt in ein Fuhrwerk hrnem und Bei einer anderen Gelegenheit, so erzählt eine englische würben schwer verletzt. {ctjTift, &>nnte iviti)^ rn , tv»d rarkL-k_M- dniäIst* mit I ö ö ot b u t g meldet man: Wegen Unterschlagung keck an der englNchen Börse, das Eldorado der Spieler md Mark wurde der Borsitzenoe der Gersthack/ter Spar- eüicm Gewinn teil rund bOOOuO J/larf oerlaJien. ©w cülc ^^hkasse Schweigmann, verhastet. Haupt,ächlich sind solche ungewöhnlim.u Glücks,älle erregte dieser Gewmn m UlbiUe Keüa 2ü> lleütt fitiAe geschädigt. Carlo gewaltiges Aussehen, und der Fall lag in der Tat auch Blätter metben1 Dec Mord in der Blumen- tect'stoc» 6=ute tann man üb« biefe Manne des Eaes m ku-,er Ä-Ot E-der t zweifellos Ersolge gehabt, _ nachgrudeln, ieden,alls fügte es das^SchMwl,^datz der^Spieler^^ie Kriminalpolizei verfolgt zurzeck eine an------ - ^wy. _ ÄÄK| bcan^ ® 7.'‘ ‘ ’ÄÄÄ'Ä ” V”““ I bcschä,ligte sich die Öefsentlichkeit mit seinem fabelhaiten „Glück", I und man beneidete ihn um seine Spielerfolge. Er soll in zehn Tagen an den Spieltischen LOO 000 Mark gewonnen haben; dabei hatte er mit einem Kapital von nur 8000 Mark begonnen. Aber Wells selbst bestickt stets diese Erfolge und behauptete, fern Gewinn habe „nur" 140 000 Mark betragen. Solche Fälle blechen stets eine Seltenheit, beim in der Regel sind hohe Spielgewrnnfte auch mit hoben Einsätzen verbunden, und zuguterletzt bleibt doch die Bank im Vorteil. Im allgemeinen pflegen die Spieler auch nicht so große Summen sofort zu riskieren. Aber daß das Spiel- fieber nianchmal auch noch seine günstigen Folgen haben tann, beweist der Fall eine» jungen Amerikaners, der vor wenigen Jahren das Casino um 300 000 Mark reicher verliess, als er es betreten hacke. Ec war zum ersten Rial nach sDä>nte Carlo gekommen, wollte eigentlich gar nicht spielen, aber wie die meisten mochte er Nicht abreisen, ohne wenigstens einmal eine standesgemätze Summe verloren zu hoben. Er ging ins Casiiw, riskierte 1^000 Mart und war sie nach wenigen Minuten los. Aber stack der Ernüchterung folgte der Rausch, das verlorene Geld tat ihm leid, er wollte cs unter allen Umständen wieder gewinnen. Er setzte 30 000 Mark und verlor wieder. Sollte das Glück mir lud) nur mit immer höheren Summen zu bestechen sein? Der junge Amerikaner zog zum letzten Mal daS Portejeuckle, setzte 40 000 Mark, und diesmal war ihm das Schicksal günstig. Er begann zu gewinnen und als er 300 000 Mark in der Brieftasche halte, war er klug genug, vorsichtshalber schleunigst abjureiien, um Aller Versuchung zum Weckerjpielen zu entgehen. — DieRiesenstatueeinesJnbianerhäupt- lings. Aus 9Zctoi)orE wird berichtet: Nach drei Jahre langer Arbeit ist nun im Staate Illinois denen Tell der Ao» M ob’ä'aSmSeroo”jaiten''©iimnmäton babingleite; ba ift auj^atten. mieidi Unt-rschlagungen bei tiner Gülerabserügung. LLLWW'GWZM MMGM-WAL- «t, bad-betrug ,U®^Xt“"f , »ie 0talt Ä. eta nteteÜüs Ächt aut den Charakter der Brück, der sich durch gröbere Geldauögabeu öerdachlrg gemacht; f«M?tab™ « tteÄ Steucnlng nimmt, Mm, die sich I-tdst .ein Per» von Stent; »ulchnid; unb bauet b°-, >|t °er>chwundeu. L' 7aZ & X. Vacha i. Thür., 5. Jan. Der verstorbene Beigeord- 8!^, ffSift laß beleidigt, als ich sehe, dast die Flieger kaum ,„u einem Gedanken verweilen Die Berichte aut «sdjötibrimii be nete Kommerzienrat Heyligenskaebt in Giessen hat ni mir hinauf bilden wo mir doch war, als sei etwas Aus^rordent- oein Gatten Marie Luisens; nirgends wird am die deigmigenhel Vaterstadt Vacha 30000 M k. vermacht, deren «ÄL&»siÄ*ms«Ä ää S"s*ä prrr.« & -«»... ............ LLL.L uu» Köln, 4. Jan. Die „Kölnische Zeitung" meldet trti3 dauerhaftesten Tartger : Die Arbeiten des Schiedsausschujses zur P rü- Süss L »um 2r,t'tragen: lein ermutigende- B-NÄÜ. Wer «s der erste rote Wann, der berderblrche Gchasir eriannrc, befriedigt im großen und ganzen die Betei-igten, nach- ^o-ibt ?cine Beit zu bedenken, sck>on hocke ich auf dem schmalen das Vordringen der Weißen für feine Rasse Hal n | 'hor wnrnFfnniirhp yfusirhiin frok eneraiieher Swe u 'd höre die Schicksalsworte: „Kontakt ! . . . Loö!" Der, mußte. Mit allen Mitteln, mit der Keller fdmnrrt, ein heftiger Windstotz surrt um meinen Kops mch^reißt mir die Mütze von den Ohren. Aber schon.spwce ich, wie wir dahiurollen: dann ein nu (MefuM bei Husten u. Heiserkeit zu 30 uud ÖO Plg. bei: Gustav Walter, Mlusburg IdL thv*ho 1,^ rin SuneridneiL und als man mir schließlich fröhlich zu „ro»em Behagen ,------ ... . ,, Urin«1 Luittause" gratuliert, beneide ich ini Stilleii diese künftigen! cknannehnilichtetten einer repräsentativen etelhmg beireit, und hat ^lle wr mn ihre Arbeit und chrcn Beruf." nur einen Wunsch: möglich" raicl) von ihrer camtlie■ Jortjulonu en glieaei um une amu u___ ___\ fld) nad) bein tl)C -.igestcheiten Herzogtum Parma znrnck- ---------- ff in in rsnrsettan zuziehen. Die wichtigste Stelle m ihren Zulnnstöplanen nimmt die EM Erove^rrr in ItUlUfian. IJtede noch Atr-les-Bams em, auf die sie sich lehr neut. Sonst ist Noch bevor gestern irgend welche Nachricht über den SchMtPlatz IIUIV Don oüerlei yiidjtigleiten bte Reoe, mit Ausnahme einiger m-, eines Erdbebens cingetronm war, haben gestern mehrere Bv- „resjautcr Stellen, schreibt sie am «. Ium 1814: ,Wu obaditungvitationen, u. a. üi 3ugenbeini, fceibelberg, Stuttgart, I ;d)teden [)Qi)C ,ch gestern die Nachricht vom Tode der Kaiserin überciiiitunmeub sestgeslellt, bau in der Nacht vom 3. aus ben I ^oiepl)tlte in der .Ec^ene" gelesen. Wie hat sie >o schnell sterben 4. Januar erti außergewöhnlich starkes Erdbeben^ stattgejunden I ^l^||cu j denle, das ivird unserem guten Al. Eorvijart Kummer haben müsse. Alsbald tarnen bann aus Turkestan folgende Atel-1 bctertciu- Um „ach Aix zu gehen, mutz sie sich von ihrem Lohne düngen: trennen. Sie tut das nicht ohne Bedauern, aber die 'Politik er'or- Petersburg, 4. Jan Nach einer amtlichen Meldung es eben, eie verzichtet überhaupt daran,, noch irgend eine wurden durch das heutige Erdbeben in Wjernyi einige Gebäude ^oUe zu spielen: .Gott und Sie wissen, w'e weit ich von jeöem unb iiafemen zerstört, wobei ein Artillerist getötet wurde. Bis- enfernl bin. Aber ich wollte auch meist em.nal oen gehör würben Herwig Reichen geborgen. Der Hauptstoß dev rocllen» I tl„ri]lcu Anschein davon erwecken/ In Aix blieb Alane Luije förmigen Eri'bebens ereignete sich um 1 Uhr 25 Petersburger Jett. I ÖQnll i0„ge allem unter der Cb^ut chrcs ^berhoimeisters, des Taschkent, 4. Jan. Amtliche Meldungen aus Ttzlernvi ^^n von Sleipperg, unb allerlei werüchie knup'ten sich an ihre besagen, daß das Erdbeben dort noch jortdauert, aber schon schwacher aiWßebeb„ten gemeuifainen Promenaden. Bon diesem sich an- , Wirb. Bon dem Mckckär Wurden zehn Mann vecwunbet und .^„„„nde», Verhältnis -ivischen der Cxtaiserm und dem General folgenschwersten, die Eriranrungen der Atmungsorgane, einer getötet, von den anoeren Einwohnern suid über 40 tot ^Erichte auch zu der io.arschai-in v Cannes,, bie fiel)I Ge,ahr ist besonders deshalb so groß, tmii d.ese Art unb viele verwund et. Alle^Hehmbauten m der ^ubcn-1 öavüÜCL- beunruhigte. ,schreiben ttte nur nur weiter ker (§rtrantutiqen zuerst sehr vernachlässigt Wird. Mir „ein stabt jüib eingestürzt, so baß 100 $ a m i U c n obbach los« vielen Gerüchten", antworiet ihr ne Kaiserin, ,^te wissen ia, wie I «Suiten" fänat es an oit nach einer „einfachen ckib J3n dec ganzen Stadt sind fast alle Gebäude be- ' . ihr Geplauder höre. Aber fürchten sie nichts von diesen bißchen Husten sangt es an, vsr nary mn» „rrn.u.^ schäd?gt, namentlich die beiden Gymnasien und das Haus des ^end?ronienaden. och habe auch den le.jesten Stenn der Gefühle, Erkaltung / ^och oster nach einer ^usluenzck Lder chtet Gouverneurs. Immerhin ist die Stadt nicht so schwer bctrofien Lg g.[e uuc Da vorwenen, abgeschworen, und mein Herz, das von auf em „bißchen Husten. Dann Wird der Schlaf schlechter, als durch bas Erdbeben des Jahres 1887, da seitdem an Stelle tft für eine Empfindung, die ich nie gekannt habe, wirb man wacht auf, ohne ausgeruht zu sem. Wie gelahmt, man der Steinbauten vielfach Holzbauten errichtet wurden. J immer-rui)ig unb ungestört bieiben.* Die Folgezeit yat 'teiiich Schleim aus, erst nur morgens, dann den ganzen Tag ttopal (Turkestan), 4. Jan. Um 12'/, Uhr mittags und ^«ein Schivur Unrecht gegeben, denn das Beryaitms zum Graien ^^^r, der Kops ist benommen, der Appellt schlecht, die Ge- um 2 Ubr nachmittags wurden hier abecmals E r d st o tz e verspürt. | ,jt(.iunerQ war durchaus nicht fo gleichgültig, wie ,ie öitfltbt, Jo**“ I »id^t^farbe wird fahl, das Auge kranchast glanzend, man ’ 1 Dem würbe bald sehr innig unb führte dann, nach Jlapoleons Xob,l . unfähig zur Arbeit, Ijat Atembeschwerden, Stiche in zu einet morganatischen Ehe. ^er Brust, man ist betrübt bis zur Verzweiflung — und Kleine CaaesdjroniL erfahrt dann schließlich, daß man an einer schon weit fort- ™ t . . . V . , qrm ns^nd geschrittenen Erkrantung der Atmungsoraane l.idet, die den AM Kannjein. mü> Stmganäen Körper schon stark in MiUeioenschast gezogen haL ben beim Schlittschuhlaufen bei der Haltestelle jut-ja öSJhln toirb mögliche getan, um der Kranryert Einhalt zu gebieten, Geld spielt keine Rolle mehr, es wirds alles probiert — meist mit sehr zweifelhaftem Erfolge! Denn um Erkrankungen der Atmungsorgane — Katarrhe, Keuch hu st en, Asthrna, Jnfluenzaü Lungenleiden — in einer der Heilung günstigen Lvekse! zu beeinflussen, gibt es eigentlich nur ein Mittel, d^e Ein-, atniung dünner, sehr s a u e r ft o f f r e i ch e r Luft, wie das am besten und natürlichsten geschieht, wenn sich der Kranke in einem Luftkurorte wie z. B. Davos aufhält! .Aber leider — wie wenige können es sich gönnen, Monate lang oder überhaupt einmal in Davos zu leben! Da hat man zu Sauerstoff-Inhalationen gegriffen, und i au5 eisernen Flaschen dem in eine Saug-Maste gesteckten . |t»ic U4M tx-wt. uui«»«..»—- —VIT - -- . , Patienten Sauerstoff zugeführt. Das Verfahren ist um- icdem Tische einmal die Marimalsumme auf eine bestimmte angebotene Mibibewe^ M stündlich, teuer und eine große Quälerei für den Kranken, Nummer. Noch heute, kann man. über, diese .Laune des Gllickes | ^^ch m^kurzer^Zeck der Haft * bet ^an hat zweifellos Erfolge gehabü nuiygmya», i«B*v « r —w —. - gi?Ärh#T Jetzt aber ist es gelungen, aktive Sauer- ousiiahmslos gewann. Ter oberste Croupier tomvU? nachher er- ban Wdtbtt. • Qn hn- Nackt »um Mittwoch st off-Inhalationen zu bewerkstelligen ohne zählen, bau die Spielbank noch nie einen so „dosen Ang ge- AuS BreSlan Wird gemeldet. In der Nacht zum Acimvoch ' v , obne Maske, überhaupt ohne ban die Einbrecher identisch sind mck den Saiüräubern, bie n e n (patentamtlich geschützt und Schutzrechte in allen Kul- im Tezember in MySloivitz ben Bankeinbruch verübten unb hierbei turstaaten), btzi denen der Sauerstoff ac 11 v in statu ben Buchhalter Aniol erschossen. nascendi (im Dtornent des Freiwerdens) cingeatmet wird. ......... - Die Versuche haben ergeben, daß die feuchte, heiße 2talift HilO Wtffcnfd?afU Inhalation von aktivem Sauerstosf in Statu nas- — Gerhart Hauptmann toirb, so lesen wir in ber c e n d i, der Salzteilchen, Menthol und Teilchen o&oni- Doss Bta “ diese Woche in Berlin eintreffen, um tue letzten, fierenden Kvniserengeistes (ol. pini. pumil.) mit ui die At- 'itobtit ferner Tragikomödie „Die Ratte n" zu übemxxüjen, mungsorgane reißt, auf A st h rn a, K a t ar r h e de r Lu f t- beten Urauimfrrung am 13. Januar im Lessingtheater stattfinbet. we»e und Lungenleiden eine wunderbar wohltuende^ Der Dichter hat das zuletzt von ihm bevorzugte Geblet von Auffallend und unverkennbar^ AiärrlMi unb Legende verlassen, um sich, an seine naturalistischenI. .. . . nach der ersten Inhalation die Er-i Anfänge ermnerüd, wieder der näheren Wrrkichtei l ei cht eru ngder Atmung: dieses Gefühl der Das neue Stück spielt ui einem Be r 11 n e r ie u, am iun g w ächstmitiederneuenJnhalation. eman MM»oixn, ui dem sich em verkrachter Es ist somtt allen Leidenden jetzt die Möglichkeit ge- LL nX9 Ä^Äni^Lten, durch Station S°uerst°Ijs °h App°. ristisch mW drastisch angefeljene Mckieu unisaßt em Frauenschicksal, rat ihr Leiden zu lindern und wieder gesund zu werden, bas dem tragiia>e!i Ausgang von Rose Bec.idt mit einigen äußeren unbebingt sollte feder Leidende einen Versuch machen, zu- Aehnlichteiten folgt. Em braves, einsau-es Weib aus dem Volke, mal biefer Versuch nichts kostet. Man schreibe das natürlich der Kunst von Fcau Elj.e Lehmann anvertraut ist, nur ^ine Postkarte an die Berliner Chemische Fabrik, Ehar- kämpfst um cm Kind, das sie als ihr eigenes ausgibt, und da dec . 5/^184, auf der man seine genaue Adresse Ä, °rii dem iie iöTDt SHcmn unb ““ a“d| dc»°Vornamen, sowie Stadt, Stratze uird Harisnum. glücklich machen wollte, entdeckt wirb, so macht sie chiem Leben k) ibt unb mau erhält umgehend gratis! "tt Ende. ------------ unb franko eine Probe-Inhalation zugesaudt, 1 jo daß man sich ohne einen Pfennig Kosten vou, - - nr - , m. , .derWirkungdieseshilfreichenMittelsuber-^ Deffentliehe Wetterdienststelle Gießen. zeugen kann. ... .c WetterauSftchien in Hessen am Freitag, dem 6. Jan. 1911:1 ^un zögere nicht! Jeder Tag ist wichtig! Eine Schrift mit ausklärender Belehrung und Gutachten liegt der ko st ensreienProbe sendungeben sallsko st en- frei bei!__D&/i — Schon verzollt! — Verlangen Sie Master! — D»/t ame,n-Orche*ter. V. H. C. Zweig-Verein Giessen Freitag, 6. Fanuar abends ’/,9 Ubr im Hotel Einhorn: Vortrag des Herrn Reallehrer Will über Venedig smit Lichtbilder) Wir ersuchen unsere Mitglieder und deren Damen um recht zahlreiches Erscheinen. Galle null- kommen Sonntag, 8. Januar Vereinswauderung: Gladenbach, Hemmerich, Dünüberg, Bieder. iv*/t Abfahrt 8“ Uhr vormittag-. Führer: S. Wenzel und Ehr. Georg._______________ Lreitag den 6. Januar, abends 8 Ubr, in der Universität Vortrag* Danksagung. Für die uns in so reichem Matze erwiesene Teilnahme bet dem Hinscheiden meines lieben unvergetzlichen Gallen, unsere- Bruders, SchiegersobneS, SckiwagerS und OnkelS Herrn Justus Rau besonder- für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Fischer, der Schweller für die liebevolle Pflege, den Ber- eineu für die vielen Kranzfvcnden und für die so überaus zahlreiche Begleitung zu seiner letzten Ruhestätte sagen mir unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Tbcrcse Rau Wwe. geb. Staubach. Samötag den 7. Januar 1011, abend- 8 Uhr, findet im Saale des Cafe Leib unsere diedjährtge Weihnachts - Feier statt. Dieselbe ist verbunden mit Konzert, Theater Verlosung uud Ball. v'/, Um starken Besuch bittet Der Vorstand. Urtkifci11’! tbtr ein f Iilltttße i llnga ghifterliaat |diieii- d Btiöitnllt aln werbt »elöbtirü-1 fflbrisfliiiio sptiiütl bal Fnihnniii wni ßhrin bfii un-iari hkklkii roii au1 äunid Pmkrlwl, SMniiitnei belonbere Deleile-A 9loct) zösische ledhail der Ehret ou»«tf,edt lausende baiüt tri Cmutrs einem c Palme Aale $obl M wrlitbe i schniien :i flrüBauiqt^ aus dem ! iüfim Strlfihuiifl sein laßen: liehen bei m TeuliLI Madien emvfiehlt sich im lutauailll Wäschcauöbcsscrn. SclterSwcg 56, Nebenh. III. Primaner erteilt anerkannt gute und billige Nachhilfe. Schriftliche Angebote unt. 00073 a. d. Gietzener Anzeiger erb. Primaner erteilt gründ!. Nachhilfe. Schriftl. Angebote unter 0103 an den Gietz Anz. erb. Primaner iOberrealschule, ert jllng. Schülern Nachhilfe. Schristl. Angebote unter 0KM an den Gietzener Anzeiger erb. Oberprimaner (Oberrealsch.» etL gründl. Nachhilfe. Schristl. Anfragen unter 097 an den Gietzener Anzeiger erb. Zwicker Montag abend in der Dammstr. verloren. Geg Belohn abzugeben Dammstr. 251. (0010*3 Biograph Plocketr. 12 0111 Pieckstr. 12 Oer Herzog von Arles, Großes spannendes Drama. JmWaldnndanfderHeide Unübertroffen großartige Humoreske. Lebendig begraben. Amerikanisches Drama. Max nimmt ein Bad. Große Humoreske von Max Lindner. Der Banknote. Drama. Das malerische Tiflis. Reizende Naturaufnahme. _________IlNlbild: Holzschuhtänze._________ König!. Preuss Klassen-Lolterie Die Ziehung der I. Klasse 224. Lotterie beginnt am 13. Januar 1911 I non _ ^4 j?.. \ iede 15.- M. 10.- M. 20.- 8. 40- sind, solange Vorrat, zu beziehen durch die Königl. Preuss. Lotterie-Einnehmer in Giessen. Es empfiehlt sich die Lose schon jetzt abzuholen _ 8iefk AchlcM toallint £ ^>. Zola F in ieir m. Inner Kniend t Nahi toviunelnb ölantt T| ® bttti Witt St $ , ; '*r rt anolpfif "Men, "*inberi r _ IN Ntttt a kannte lAlet, Men sei K s Sgs* Di schweres Pony bill. abzuneb. (86 Näheres Riegelviad ISA. Gut erhalt, gebr. Hammerau- Kassenschrank zu verk. Off. unt. F. 387 a. den Gietzener Anzeiger erb. (I*/18 Amerikaner-Ofen, von zweien die Wahl, zu verkaufen. 177 .LeUrrSmeg 5L Laden. ffflttwrciii. WWceiV“ Näheres in der Geschäftsstelle Slitalisciesltilsaiiil vermittelt Priolltsillndk»,Ntbkrsktziiilgtii rc. Auskunft Montags, Mittw. und Areuags ‘/«S—‘/t4 Uhr in der Universität, Auditorium 2. (IP/i Frau cmilichli sich M ^lttnbeilern DOn Wäsche und ZlUDDCllCni Kleidungsstücken, sowie zur Hand Stickerei. □egen Haarausfall Javoaslere dein Haar Jevol da» Beste