Zweiter Blatt 16b Jahrgang Ausnahme der sonntags. L'anbet- ührer S?rrr Ihcffüin gnur cral’i' m< MM von ab rankfurter Landstraße abzweigt, ereignete sich kurz nach ö Uhr ein gräßlicher Unglücksfall. U St1 Nr. 20Z etlcbetm tagll» ich. Die ..laadwirilchastlichea itlU kN" «Schemen monatlich zweimal. 'erung---- cfa Außerhalb- tu «»«e-ruer .Hnjeifler* „KrrUblot< i Diana. bv?( t'nij- m-Pension. Zur Natt- gtc Preise, Mk.U0-<' kl. Zimmer.__ ige. । lPothekeu -^^amllteadlLNrr" werden dem nermal wöchentlich beigelegt, daß fit bei Kreis -letzen" zweimal Montag, V September (9U Notattonsdruck und Vertag der vrüblichen Universität-- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion. Espeditton und Druckerei: Schul« Kraße 7. örpebitien und Verlag: tM>5L Redaktton: e^-nr. TeL-Adr^ AnzeigerG'eben. ilt Edelweiss r, Giessen Krofdorf« Str. C ei für Herren- uchl und militärischer Tüchtigkeit nutzbar machen und sich um Ltc Sache der Union große tfcrtncmre erwerben. Spater legte er als rrralstabSchel Washingtons- und sodann als Generalquarticr- iftei Greenes so hohe Führereigenschasten an den Tag und |te unmittelbar in bedeutsamer Weise mit an der sieg- ^»1» j, 6 as Leinen j, lch mi 1et, AIS der D-Zug, der um 5.37 Uhr den hiesigen Bahnhof verläßt, den Bahnübergang passierte, rannte ein mit drei Personen besetztes Automobil, aus der gleichen Nichtuna kommend, gegen die Schranke, hob diese in die Löhe und wurde von dem drittletzten Wagen des Zuges ersaßt. Ter Anprall war so l-cftig, daß das Trittbrett des Eisenbahnwagens mitsamt den EUenteilen glatt abgerissen wurde. Bon den Insassen deS Automobils erhielt nur der Werkmeister Kühn von der Firma Dürkopp in Dielefeld schwere Verletzungen. Tie übrigen Insassen waren unversehrt geblieben. Wie aus den Spuren ersichtlich ist, hat das Auto 25 Schritte vor dem Uebergang gebremst, die Bremse muß jedoch versagt haben. Tas stark befdxibigtc Auto wurde heute abend auf einem Rollwagen nach Gießen gefahren. Jchen Durchführung der Unabhängigkeit-- Im ps e. Wir in Deutschland verstehen wohl den besonderen hlz, mit dem unsere LtammeSgciwssen, die jenseits des Ozcan- je zweite öcimat gefunden haben, auf den uns gemeinsamen :rvorragenden Landsmann bilden und wir empfinden Hobe Be- ,-iedigung über die Ehrung, die die ganze amerikanische Ration bajn aus deutschem Stamme entsprossenen Führer und Mitbürger, setmer Verdienste in ernster Zeit emgedenk, nun zuteil werden laßt. G«»ru gil8' , Potsdam, 2. Sept, za» Mitgtieb oev üincritani- schen Kongresses, £crr Richard Bartholdt, übergab heute dem Kaiser das tm Garten der Kommandantur ausgestelltc Steuben-Tenktnal mit folgender Ansprache: Euere Ma,estät! Im Auftrage deS Präsidenten der Vereinigten stauten surd wir überS Meer gekommen, um in Vollziehung eine» Uongreßbeschlusses Sr. Slajeftütbem Teutschen Kaiser unb dem deutschen Volke da» von Jaeger- Meisterhand ge- schasse ne Standbild des GerreralS von öteuben, eines großen Teutfdxn, BüraerS und Del den zweier Wellen, als Geschenk des amerikanischen Volke- darzubieten Wenn ich in Erfüllung dieser ehrenvolle,! Mission der Dolmetsch der Gedanken und Gefühle des anicrilanu'cuen Volke- sein darf, so freut es mich, im Namen der Sonderbotschasl de- Präsidenten versichern zu können, daß das dargebotene Geschenk ein Unterpfand de- Friedens und der Freundschaft sein soll und zugleich eine eherne Bürgschaft für die Aufrichtigkeit des von uns Amenkanern gehegten heiligen Wunsches, daß die Bande traditioneller Freundschaft, ivelche, gefestigt durch den Kitt der Blutsverwandtschaft, das große Deutschland st cts so innig mit den Vereinigten Staaten verknüpft haben, sich immer enger um die beiden Kulturvölker schlingen mögen. Ter Name Steul'en hat jenseits de- Meeres einen gar guten Klang. Sein Träger mar die Verkörperung deutscher Crbming und deutscher Manneszucht und icner Treue, von der der Dichter sagt, daß, wenn sie nicht so alt wäre wie die Welt, gewiß ein Deutscher sie erfunden hätte. Er war nicht nur der Ordnung schaffende Genius der Kolonial-Armec, sondern auch der unermüdliche Organisator des Sieges In gerechter Würdigung seiner großen Verdienste errichtete ein dank- darc- Volk, nationale Unterschiede hochherzig außer Acht lassend, feinen Manen vor dem Weißen Sxmfe in Washington ein Tenk- mal, welches jene Verdienste sowie Überhaupt den rühmlichsten Anteil der TeutsclKn an der großen „Frei von England"-Bewegung versinnbildlicht und spateren Geschlechtern in dankbare Erinnerung rufen wird. Und die heutige Feier? Sie ist gewiß ein Akt internationaler Löslichkeit, aber dürfen wir die bereitwillige Au» nähme dieses Standbildes nicht auch dahin beuten, daß Steudens altes Vaterland und sein hoher Herrscher gerne Tiejenigen würdigen, rocldic dein beutfdxn Namen in der Fremde Ehre gemacht haben? Tie Tatsache, daß da» auf bcuticpeni Boden errichtete Steuden-Denkmal auch diese Sprache redet, wird von Millionen Herzen jenseits des Meeres, die anläßlich dieses Aktes heute an sich höher schlagen, mit Hellern Jubel begrüßt werden. Bon der fachlitbcn zur politiscktcn und ideellen Bedeutung dieser Feier ist nur ein Schrm. Gibt es wohl zwei Völker, die, auf der Tradition Ungetrübter Freundschaft fußend unb einer Zukunft noch innigerer Beziehungen entgcgenblidcnb, besser berufen wären, in dem großen £i u m a n i sie t u n g swerk d er Zeit, in der Förderung von Kunst unb Wissenschaft und in allen auf die Hebung der Volkswohlfahrt gerichteten Bestrebungen ge- meinsameSache zu machen ? Wir leben in einer Zeit internationaler Verständigung, ivelche die Erkenntnis gereift hat, daß die friedliche iuiich. teilen, soweit sie fertig gestellt sind, eingehend bisichligl und auch durch die anderen, die erst späterhin bezogen werden, ein Rundgang gemacht Im G^ensatz zu den sonstigen Anstalten ist man hier, teils aus Mckficht auf die Bodengestaltung, teils aus anderen Gründeri, von der feufrer üblichen Bauweise solcher Zum Cn bn nädmiäbnflen Hauptversammlung wurde Binae n gewLdU Den SkrMnNunoen. htc fub In- nach 3 llbr auM'chntrn. folgte im selben Lokal ein gemeinsame MmsA-madi — Im Anschluß an die VauMwriammluna wählte der au-sck us. noch zu Mitaliedern die ixnen Professor Bau, iarm- ftabt, Übemiker 1t Kastner- Dannstad! Lehrer Kcil^clein- Linden und t'auptlebrer Rudolph- Alsfeld Zum ersten -c d»ab- meister wurde wiederum i'auptmann a D Volkmar, zum ersten Schnfifübrer fcerr Rat Lonne und jum zw'ten -chrift- Anstalten abgewichen. Man hat davon abgesehen, die Wirtschaftsgebäude als Längsachse und rechts und links davon die L'tanner- und Frauenabteilungen unterzubringen, sondern legte die Wirrschastsgcbäude zusammen in Die Nähe des Eingangs, so daß aller geschäftliche Verkehr und die damit verbundene Unruhe von den Krankenhäusern abgehalten sind. Man ging auch — sowohl aus pspchologtjck- hygienischen als auch ästhetischen Gründen - - von dem seither üblichen „KorridorM" — dem -tasernenba.i und wählte dafür den gefälligen, in jeder Beziehung ovi leilhafteren, wenn auch etwas kostspieligere u i'üüil'.v.mi Tadurch wirkt die ganze Anstalt viel mehr ul:- Jiilcr Io Lome denn als Krankenhaus. Tic Anstalt, die naui ihre: endgültigen Vollendung — neben den 100 Angestellten 43o Patienten aufnehmen kann, erstreckt sich ut> . ein uc- lände von 95 Morgen und wird nach ihrem völligen Aus- Ein (olgtnfdimcrer XutomobilunfaD. Gießen, 4 Sept lieber einen schweren Äntomobilunfall, der sich gestern früh bei Niedcrweimar ereignete und dem ein Menschenleben zum Opfer fiel, wird un» berichtet Einen folgenschweren Aiitomobilunsall erlitt gestern der Automobill)äiidler Kronenberg von hier. Er kam gestern früh mit seinem Automobil von Marburg. Ms Insassen befanben sich bei ihm der Werkmeister Kühn von den Fahrradwerken Dürkopp in Bieleseid und ein Kind des Kronenberg Bei N i e d e r w c i m a r wollte Kronenberg den Bahnübergang passieren und fuhr in bat gerade vorüberfahrenben D-Zug Kussel—Gicßai hinein. Werkmeister Äübn erlitt derart schwere Verletzungen, bay er bereit# tm Zuge, in dem man denselben mit hierher nahm, verstarb Die Leiche wurde tn die Leichenhalle am Friedhof hier verbracht und zunächst der Kgl. LtaatSanwaltschait Marburg, die die Untersuchung zu führen hat, von dem Unfall Mitteilung gemacht Krone n b c r g unb b n 6 Kind blieben unverletzt Ob die Schranke am llebergang geschlossen war und wen die Schuld am Unfall trifft, muß durch die Untersuchung noch ausgeklärt werden. Zu dieser Nachricht, die wir mit anderer Teuerung bereits gestern durch Aushang bekannt gemacht haben, erhalten ivir heute noch folgende Nachrichten. Kronenberg hatte am Lamstag avcnd 10 Uhr mit einem neuen Automobil die Fabrik in Bielefeld verlassen und der Werkmeister Kühn, dessen Frau hier bei Kronenberg au Besuch weilte, fuhr mit ihm rt'roncnberg hatte nach feiner Darstellung etwa 50 Meter vor dem Bahnübergang anscheinenb die Gewalt über oaS Automobil bei* loren, weil eS mit dem Hinteren Teil schleuderte. Er fuhr so gegen einen Prellbock an, K uhn tvar nach feiner An- fichl dabei entweder auS dem Auto gefprungat oder heraus geichleudert worden. Tas Auw wurde vom D-Zug nur am Verdeck gefaßt und so blieb Kronenberg und fein SVinb unbeschädigt. Zu dem Unglück wird uns noch berichtet: [] Marburg, 3. Sept. Etwa eine Stunde südlich unserer Stadt, wo dicht hinter dem Dorfe Gisselberg die Herborner Straße sich [aushaltungen, 3 und Hotels. te Schonung usfühmng - d meine Abteilung Nasswäsche richtnngeo. durch meine Vu» Die Übergabe des Steubenbcntmals an den Kaifer. Mm Samstag sand in Potsdam die llebcrgabc jener Äopt® des im Jahre 1871 in Washington errichteten Steuben- tzvchWnalS statt, die von den Vereinigten Staatat als eine SeEengabe für das vom Kaiser sür Washington gestislete Menkmal des „Altcm Fritz" dem deutschen Volke gespendet Nvorden ist. Friedrich Wilhelm v. Steuden, der 1730 in »Magdeburg geboern wurde, war 1777, nachdem er al: Ssfizier Lntcr Friedrich dem Großen g«*bient und mehrere Schlachten ^iritgemacht hatte, nach Amerika gegangen Seine Ver- Idienste werden in der „Nordd. Mlgem Ztg." wie folgt Iskizziert: U General von ber als junger Offizier unter Fiied- 4 ch dem Großen gefochten unb seine reisen Mannc-jahre dem Mienstr für den jungen Freistaat jenseit- de- Ozeans gewidmet Kat, vertritt für seine Peaon uno Tur ungezäluu- namgefolgte MStammesgenoiien den Anteil, den da- Deutschtum zu dem «I u f b a u des großen amerikanischen «Semem- Nvesens beigetragen hat, das letzt al- Weltmacht in die.Gescbich M»er Völker mubestimmend angreist. Als Generalinspekteur des Mmenkanischeu .»ecres tonnte « 'eneral v St uben die un Lieben- Uährigen StTiegt gewonnenen Ersahrungen für die Organisation Iber amerikani'chkn Truppen und ihre Erziehung zur Mannes- baben Sie aus bie blutsverwandten Beziedungen und :i u n t f r b r o d) e n e Freundschaft die deutichc unb die amerikanische Nation mnr.ranber^ verbinden unb de» beuiidxn VolkcS Tank entgegen zn nehmen, daß Sie hierher gekommen sind unb uns dieses schöne Tenkmal übergeben 1- bars der (rrmaruir ::d geben, daß Sie sich auch bei dem Herrn Präsib.niten unb bem amenfannrfxn Volk zum Dolmetsch dieser unserer Gefühle machen tvollcn." 1er Kaiser sah sehr gut auS und sprach mit kräftiger Stimme. Am Schluß feiner Worte gab der Kaiser das Zeichen zur Enthüllung, und unter den Klangen des Präsentiermarsches sicl die Hülle vom Dvnkmal. Wafters, welche der Feier von einem Fenster des Schlosses aus zugesehen hatte. Bei der Fruhstückstafel erhob sich der Kaiser und brachte den Dank an Amerika in einem Tnnkspruch auf das Wohl der amerikanischen Nation und des Präsidenten Tast mit einem dreimaligen Hurra aus. Wahrend der Tafel trank der Kaiser dem bisherigen Botschafter Hill freundlich zu Der Kaiser richtete an den Präsidenten Taft jolgendcs Telegramm: 2tcubcn-1enfinal soeben enthüllt In meinem Namen, wie im Namen des deutschen Volkes sänke ich Ihnen herzlichst für das schöne Gcjchenk, das ein so erirculicheS Zcugnrs ist für die Freundschaft zwischen der deutschen und amerikanischen Nation. Eme Veröfsentlichullg des Botschafters Hill. Der:litt, 4 Sept. Der fcheidcndc amerikanische Botschafter Hill hat Pen amerikanischen Blättern folgende Mitteilung gemacht: Ich lam: Deutschland nicht veruiifcn, ohne auszusprechen, teie ,ehr ui» bic FrcuiwUchkeiten würdigc, die mir hier zu teil geworden stnd, besonders von feiten Seiner Majestät des Kaiser-, ber in hulbvollcr Weise bat Wunsch angebaitct hat, mir eine Auszeichnung zu ertvemn, berat Annahme mir jebod) tue Gesetze meines Landes verbieten. Dagegen habe ich von Seiner Majestät als Erinnerung an unsere angenehmen Beziehungen eine Porzellanvasc aus ber Kömgiichcu Manufaktur annebmeii können unb ich bringe meinen Tank für dieses Freunb- schaftszeichcii gern zu öfscmlichem AuShrud. Zur Seit meines Diiidtrittü im vcrgangenai 2kpril wurde viel nad) dem Grunde geforscht. ES wurde eine sorgfältig vorbereitete Legende in Umlauf gesetzt, die meine Haltung bei den deuljäi-amerikanischcii Virhaiidlungen über den ftalijireit betraf. Man luollte angeblich zu der Versicherung ainoiuicrt fein, daß meine Haltung dem Staatsbepartement mißfallen hätte In- bem ich jetzt sechs Monate, nachdem über meinen Rücktritt beschlossen wurde, mein Amt verlasse, wird es, meint ich, dem Präsidenten lieb sein, wenn ich nunmehr eine eigenhändige Aeußcrung von »hm vcrossemliche, die er vor einigen Monaten getan hat, unb die geeignet ist, jene Legende, die einige Blätter aufrecht zu erhalten gesucht haben, zum Schweigen zu bringen unb auszurotlen. Er faßt: „Ich iiürcibe letzt, um Ihnen zu versichern, daß ich niemals den geringsten Grund halte, Ihre Haltung unb Tätigkeit auf dem so nichtigen Berliner Posten zn kritisieren. Eie iinb Ihrer Ausgabe in jeder Weise gerecht gcivordcn, und ich habe gerne Gelegenheit genommen, nachdrücklich uno kategorisch zu bcitrcitcn, daß Ihr Rücktritt wegen irgend einer Unzufriedenheit der Regierung mit Ihrer Führung der Geschäfte in ber Mali- oder irgend einer andern. ön;gc erfolgt fei. Ich schreibe Ihnen dies, denn Sie haben Anspruch am eine klare Aeuyerung über Ihre gefriedigte Grschäfts- mhrung, unb zwar von ieiten dessen, den Sie gut unb würdig in der großen Hauptstadt Berlin vertreten haben." Hauptversammlung der hessischen Landesverbandes ces Deutschen zlottenoereins. R. B. A u e r b a ch, 3. Sept. Ter hessische Landesverband d-es Teurichen Floitenoereins hielt heute im Saal des Gasthauses „Zur Bergstraße" in Auerbach seine diesjährige Hoiimv'.rsammlung ab, bie von Vertretern der ÜD:is- unb Ortsgruppen aus allen Teilen bei Groß- herzogtumS zahlreich besucht war. Der Vorsitzende des Lanbes- verlHinbe», Herr 1r. D. Merck, begrüßre die Teünebmer unb gab bekannt, daß General z. T. Korwan fein Amt als zweiter Vorsitzender mcbcrgclcgt habe, weil er zum ersten Vorsitzenden bei LandesvereuiS vom Sloten Kreuz gewählt wurde. Er habe sich um die Bestrebungen deS FLoucirverems sehr verdient gemacht unb zum Dank sei ihm auch von Berlin das Ehrendiplom verliehen rooroai. An Stelle deS Ausgescknedenen hat ftxmire» Admiral Westphal- Tran'a den ftellomrercmben Vorsitz übernommen. Die Ansprache bes Borsipeyben schloß mit einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser unb Den Großherzog. Kreisrat Eckstein begrüßte die Scriammiung namenS des Grotzh. Kretsamts Bensheim. Daraus erstattete KoMre-Admiral Westphal den Jahresbericht, wobei er besonders aut die Notwendigkeit einer intensiveren Werbetätigkeit hmwieS und über die Schul- unb GeseUschastSfahrten berichtete Der vom Schatzmeistei, Hauptmann a. D. voll mar, erstattete Rcchen- schastsberich: balanjtert in Einnahme und Ausgabe mit 15152 Mk. In dem Voranschlag für 1911 wurde die Einnahme auf 14 '.MO Mk. und die Ansaabe aus 14 100 Mack festgcstellt. Bei der bann ab- gehalten en Neuwahl des D'anbeeauSichusies wurden die Herren Tr. D. Merck und Kontrc-.'ldmiral Westphal einstimmig wieder zn Vorsitzenden gewählt. Die bisherigen Beisitzer wurden zumeist nncöeigeioäblt. An Stelle mehrerer ausgeschiebener Beisitzer wurden ncugewählt dir Herren Oberstleutnant M o o tz - Aurrdach und Oberstabsarzt Tr. Lolkenra:-Maiiiz. Heber den Verlaut der HauvN'ersammlung in ^Nürnberg ematteic £ berbürgermrifter a. D. Schäfer einen längeren Berichi. Dre Versammlung beschloß einstimmig, der ui dtürnbcrg gefaßten Entschließung, wonach der Bou der Ersatzkreuzer anstatt m sechs, in Drei Jahren erfolgen soll, bcizutreten. An den .:)roßherzog und den Lraiidemen deS Deutschen Floltenvercins^Adm.ral Koster, wurden Begrüßung-' tclegrammc abgesandt Der Großh^rzog erwiderte ufort mit folgendem Telegramm: „Sprechen Sie bem Hessischen Landesverband des Dcutschen Flottenvcreins meinen besten Dank für feine treue Huldigung aus. Ernst Ludwig." jäle, in denen die Pfleglinge am langen, bequemen Tischen lihre Mahlzeiten einnehmen, spielen, lesen oder sich sonstwie der wieder von Berlin im Jagdschloß WolfSgarten eingetroffen. es ge- Zar lind Zimmermann. Sonntag, den 10. September: *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ufa Meteorologischeveodachtungen der Station Gieften Sept. cv Weller s bl eo Höchste Temperatur am 2. bis 3. Septbr. 3. schenkte der hier Neu-Seeland eine X. Hanau, neugeschaffene und zur Ausschreibung der Stadt Hanau gekommene, mit 3 3. 4 37 64 76 WNW NW NE Sonnenschein KlarerHimmrl Sonnenschein 0 0 1 Der Herr öoV Mittwoch, ben 11.6 12 4 9,9 211 d" € L 30.2 218 15,5 ansehnliche Summe. Hessen-Nassau. 1. Sept. Um die von unterhalten können. Zur Beschäftigung dient außer der Hausarbeit der große Garten, in dem ein Teil des Küchenbedarss der Anstalt gezogen wird, in dem die Kranken erfahrungsgemäß gm liebsten arbeiten. Die Anstalt wird heute ihre ersten Patienten aufnehmen; etwa 20 Pfleglinge, die seither in der Psychiatrischen Klinik untergebracht waren, werden in die Anstalt überführt werden. Damit ist Oberhessen in den Besitz einer eigenen Anstalt gekommen, und es wird für die Folge nicht mehr nötig fern, daß Geistes- und Gemütskranke aus unserer Provinz in auswärtigen Anstalten, wie Heppenheim, Phi- Üppstal und Alzey untergebracht werden, wodurch für die besuchenden Angehörigen viel Zeit und Geld verloren ging, da sie manchmal einen ganzen Tag auf der Bahn zubringen mußten. — Auf die Geschichte der Anstalt werden wir in einem besonderen Artikel eingehen. 51,0 .52,2 • 54,9 Zum ersten Male: nachmittags 3% Uhr: :clegraphenassistent Reitz, eröffnete die Versammlung und be- lßte die zahlreich erschienenen Kameraden, insbesondere bic einem Anfangsgehalt von 8500 Vn versehene Stelle eines Stadtbaurats haben sich, nachdem heute die Anmelderist abgelaufen ist, 84 Bewerber gemeldet. kinder." Samstag, den 9. September: Aus Statt unt Land. Gießen, 4. September 1911. Müller'sche Badeanstalt. Wass erwärme der Lahn a m 4. S e p tb r.: 176 R. Eine Ehe." Sonntag, den 10. September : „Glaube und veimat." Abends 7 Uhr L.U. Habilitation. Dem Assistenten am psycho- beleuchtung der Heimweg angetreten. , ** Der Verein ehemaliger 116er (Kaiser-Wilhelm- ** D! aul - und Klauenseuche. Der Ausbruch Seuche ist gemeldet aus Mannheim (Schlachtviehhof) KIZINe KIOS™ Türk.Tabak-& Cigarctten-Fabrik„Kios" o E. Robert Böhme, Dresden. Der Evangelimaim." Montag, den 11. September, abends 71/, Uhr: „Orpheus in der Unterwelt/ Dienstag, den 12. September: Zum ersten Male: „König für einen Tag.- Mittwoch, den 13. September: „Der Rosenkavalier.' Schauspielhaus. Montag, den 4. September"): „Flachsmann als Erzieher.' Dienstag, den 5. September: „Tie Braut von Messina." Mittwoch den 6. September: „Madame Bonivard." Donnerstag, den 7. September, abends 71/, Uhr: „Glaube und Heimat." Freitag, den 8. September: „Zopf und Schwert." Samsrag, den 9. Sept.: Spielplan der vereinigten .Srantfurter Stadttheater. Gxcrnhaus. Montag, den 4. September, abends 71/, Uhr: „Ter Bettelstudent." Tienstag, den 5. September*): „Cavalleria rusticana.“ Hieraus: „Der Bajazzo." Aiittivoch, den 6. September, abends 7‘/0 Uhr: „Ter Gras von Luxemburg." Donnerstag, den 7. Sept., abends 6)^ Uhr: „Lohengrin." Freitag, den 8. September: „Königs- 2 2 2 am 31. August d. Js. Kreis Büdingen. „Ter Herr Hofrat." Montag, den 11. September rat." Dienstag, den 12. September: „Eine Ehe. 13. September: „Eine Ehe." Niedrigste , , 2. Niederschlag: 0,0 mm. = Kohden, 31. Aug. Auf dem dieser Tage hier abgeheltenen Hassia-Bezirkstag richtete der stellvertretende Bezirks Vorsteher — Kreisfeuerwehr-Jnspekbor Vetzbergerin Nidda — nachdem er den Bericht über den Hassiatag in Friedberg erstattet hatte, daran anschließend folgende Mahnung an die Versammlung: „Lassen Sie mich vor unserem Auseinandergehen einige Worte an unsere jungen Kameraden richten! —Wir alten Veteranen sind an dem Meilenstein angelangt, von dem man rückwärts zu sehen pflegt. Und da liegt mir etwas auf dem Herzen, waldiges Reich, sie darf gewiß nicht unterschätzt werden, zumal in letzter Zeit — ich brauche ja nur auf unser energisches, durchaus berechtigtes Vorgehen in Marokko hinzuweisen — die Reibungsflache unter den europäischen Großstaaten größer geworden ist, ick sage, sollten Neid und Mißgunst und die ganz unbegründeten Forderungen unserer Nachbarn an der Seine und Temse uns zwingen, unsere Ehre mit dem Schwert zu wahren, dann scheuen wir auch den Krieg nicht, die Kriegsangst braucht uns nicht Gesangs- 'unb Einzelvorträge wechselten miteinander ab und hielten die Teilnehmer noch lange Zeit zusammen. ** Ein heißer Septembertag. Der gestrige Sonntag brachte wieder eine wesentliche Steigerung der Hitze, so daß in vielen Gegenden Mitteldeutschlands 32° Nachmittagswärme erreicht oder sogar überschritten wurden. Die Erhitzung kam durch ungehinderte Sonneneinstrahlung bei klarem Himmel und durch Lufttransport aus südlichen Gebieten zustande. Auf der Vorder- au§ Berlin, wurde am 28. August d. I. die venia legendi für das Fach der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der experimentellen Psychologie an unserer Universität erteilt. Seine Habilitationsschrift trägt den Titel: „Ueber Vorstellungen." ** Erledigte Lehr erstell en. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Glashütten. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hopf- manu s f e l d. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektor- dienst verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zahmen. Mit der Stelle ist Lektordienst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. ** Ruhestands Versetzung. Der Großherzog hat den Dirigenten bei der zweiten Justifikatur-Abteilung der Oberrechnungskammer, Rechnungsrat Heinrich Weber auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand versetzt und ihm die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Das Groß herzoglich hessische Regierungsblatt enthalt in seiner Nr. 24: 1. Bekanntmachung, den Uebersetzer und Dolmetscher für die polnische Sprache im Geschäftsbereich sämtlicher Ministerien bctr. — 2. Bekanntmachung, die Bestellung des Denkmalrats betr. — 3. Verzeichnis der Vorlesungen, Hebungen und Praktika, welche im Wintersemester 1911/12 in den sechs Fachäbtei- lungen der Großh. Technischen Hochschule zu Darmstadt abgehalten werden. — 4. Ordensverleihungen. — 5. Verleihung der Staatsmedaille für Ausstellungen. —6. Namensveränderungen. — 7. Dienstnachrichten. * Bevölkerungsbewegung in Hessen-Nassau. Nach der jetzt veröffentlichten Statistik betrug die Einwohner, zahl Hessen-Nassaus am 1. Dezember 1910 2 221 021 gegen 2 070 052 am 1. Dezember 1905. Die Zunahme aufs Hundert der Bevölkerung gerechnet betrug in den Zäblungs- Perioden 1890=1895 5,55, von 1895—1900 8,04, von 1900—1905 9,7 und von 1905—1910 7,29. ** Eisenbahnwünsche. Die Bäderzüge 27 und 28 Wiesbaden — Frankfurt — Hornburg — Bad Nauheim — Wildungen — Harzburg — Berlin erfreuen sich großer Beliebtheit, wie die starke Benutzung zeigt. Leider werden sie vom 1. Oktober bis 1. März nicht gefahren werden und doch hätte vielleicht ein Versuch eine genügende Be- rncherzahl gezeitigt, um sie auch nach dem 1. Oktober weiter- besteh-en zu lassen. Wird darauf auch in diesem Winter-Halbjahr nicht mehr zu rechnen fein, so doch hoffentlich um so sicherer im nächstjährigen. Ebenso populär sind die Eil- rüge aus der Bahnstrecke Gießen—Fulda geworden, die die Beteiligten gewiß nicht mehr entbehren möchten. Nun + 30,7' C. -b 8,9 "J. tzmr cörtte über zwei Millionen Mark kosten Es sind ins-Iwürde es vielseitig gehegten und auch schon öfters laut - ----- - ‘ ' '■ ■ gewordenen Wünschen sehr entsprechen, wenn auch dre Bahnlinie Gießen-Gelnhausen mit einem gleichen Eilzugs- paar bedacht würde. Des Dankes aller Beteligten könnte sich die Kgl. Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. ver- lichert halten. Außerdem wird man hoffentlich baldmöglichst dazu übergel)en, außer dem bisher mitgefuhrten Kurswagen Koblenz—Berlin auch einen solchen von Köln dorthin zu führen, der mit dem Schnellzug 11.23 Uhr (Köln—Gießen—Frankfurt) hier eintreffen müßte, um in )cn Schnellzug 11.30 Uhr (Gießen—Marburg—Kassel- Berlin) hier einrangiert zu werden. ** Der Krieg erverein Gießen veranstaltete geftern zur Erinnerung an den Tag von Sedan ein W albtest im Philo- wphenwald. Um 4 Uhr war der mit Fahnen unb lumpums geschmückte Festplatz sckwn dicht besetzt. 'Der erste SBorufoenbc, Hauptmann d. L. Gabriel, würdigte in seiner Begrüßungsansprache Die Bedeutung des Sedan tag es und brachte ein begeistert cuy- gcnomrSenes Hoch auf den Kaiser und Großherzog aus. Dann sprachen noch Bezirksvorsitzender Daab-Lollar und Vetzverger- Jiibba. Für die Kinder wurden eine Polonaise sowie Spiele veranstaltet, von denen das Wurstschnappen und das Holzschuh- aufev besonders heiter verliefen. Wäl-rend der Kinderspiele hatte j er eite das Preisschießen begonnen. Die Beteiligung war iel)r rege; es wurden etwa 750 Schüsse abgegeben. Besondere Anziehung übten aber die turnerischen Vorführungen des Manner- Turnvereins aus. Bald nach 9 Uhr wurde unter Lampion- davon zurückzuhalten, dann reden wir mit Bismarck: „Wir Deutsche fürchten Gott, sonst niemand auf der Welt!", und dann dürfen wir wohl die begründete Hoffnung hegen, daß unsere Jugend ihren Vätern nicht nachsteht und das von ihnen Errungene bis zum letzten Tropfen Blut verteidigt. Wir alle stehen dann für unser geliebtes Vaterland Mann für Mann. Geloben wir dies heute und stimmen Sie mit mir ein in den Rus: „Unser liebes deutsches Vaterland hoch! hoch! hoch! Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 3. Sept. Durch den Mangel an Weidefutter haben einige Tierhalter ihr Vieh schon von der Jungviehweide geholt. Ein Teil der Landwirte zieht es allerdings vor, die Tiere trotzdem bis zum Schlüsse der Weideperiode gegen Entrichtung der entstehenden Mehrkosten durch Ankauf von Futtermitteln auf der Weide zu belassen. Hörgenau, 3. Sept. Bei der Wahl eines Bei- qeordneten wurde der Landwirt Karl Lang nut 11 Stimmen gewählt. Der seitherige Beigeordnete Heinrich Oestreich erhielt 7 Stimmen. A Frischborn, 3. Sept. Auf dem Freiherrlich Ried- eselschen Schloßgut begingen Franz Roß mähler und seine Ehefrau ihre goldene Hochzeit. Kreis Friedberg. b. Butzbach, 1. Sept. Heute fand bei Butzbach und Os heim das Scharfschießen der 21. A r t i l l e r i e b r i g a d e statt. Geschossen wurde von Norden nach Süden in der Richtung auf Ober-Mörlen und Langenheim, auf einen Berg. Viele Zuschauer hatten sich von nah und fern, beionders bei Butzbach, sowie auf der Anhöhe westlich von Friedberg in der Nähe des Hofes Hasselheck ausgestellt. Während des Feuerns gerieten plötzlich drei Zivilpersonen durch eigene Schuld mitten unter die einschlagenden Geschosse, worauf sie verzweifelt hin und her liefen. Das Schießen war das interessanteste, das jemals hier beobachtet wurde, weil außer den beiden Feldartillerie-Regimentem Nr. 27 und 63 auch das Fußartillerie-Regiment Nr. 3 aus Mainz daran teilnahm. _ ... , r das herunter muß, gerade in der jetzigen politisch ernsten / r Zeit. Gewiß wünschen wir alle die Fortdauer des Friedens, vr.v.t.r cxr1.«e«> l. i_.ee... so lange wir ihn in Ehren genießen können. 40 Jahre haben wir unsere Friedensliebe -bewiesen. Sollten wir aber durch logischen Institut der Akademie für Sozial- und Handels- die Verhältnisse gezwungen werden, zum Schwert zu greifen, Wissenschaften in Frankfurt a. M., Dr. phil. Kurt Koffka die Gefahr des Krieges besteht ja für unser großes ge- Ä Griedel, 3. Sept. Zu dem Neubau unserer Kirche geborene William Heinz in Hockitiko au »esamt 19 Gebäude errichtet worden, und zwar acht Wirt schastshäuser und 11 Krankenhäuser. Die Wirtschaftshäuser bestehen aus dem Verwaltungsgebäude, den beiden Wohnhäusern des Direktors und des Oberarztes, dem Pförtnerhaus, dem Wasch- und Kesselbaus, der Kochküche, der Ka pelle und dem Leichenhaus, das außerhalb der Reihe in den hintersten Teil der Anlage verwiesen wurde. Die Krankenhäuser bestehen aus je zwei Landhäusern für ruhige Männer und Frauen, aus je einem großen einstöckigen Bau für Wachbedürftige, aus je zlvei für unruhige Krank, und aus dem sog. festen Haus, in dem die strafrechtlick zur Verantwortung gezogenen, die auf ihren Geisteszustand Untersucht werden sollen, ebenso untergebracht werden, wic Seskrank gewordene Strafgefangene. Die Männerabtei ist von der Frauenabteilung natürlich getrennt. Gegensatz zu den anderen Heil- und Pflegeanstalten, die auch nach außenhin derart gesichert sind, daß man ihnen ihre Verwendung sofort ansiebt, hat man sich hier im Interesse der Kranken beinüht, oer Anstalt ein Aussehen zu geben, das sie nicht von anderen Krankenhäusern unter, scheidet, indem man von Mauern und Gittern nach Möglichkeit absah. Umsomehr wurde für die innere, z. T. mar fierte, Sicherheit gesorgt. Alle Türen und Fenster habet; selbstverständlich keine Klinken, die Fenstersprossen sinds aus sEisen und die Verglasung so stark, daß sie auch sehr hef Ligen Schlägen widerstehen können. In dein festen Haus _______ . . . sind die Sicherungen noch stärker und dabei so sinnreich Regiment) hielt am Samstag seine zweite Monateversammlung xm jffebaut, daß z. B. die zweite Tür nicht in das Schlos Lass Amend ab, zugleich mit der Feier des Sedantages und schnappt, wenn die innere, dem Gefangenen am nächster: )er Aufnahme des 3M. Mitglieds. Der ztverte Vorsttzende,^Ober- äwäbmku äfcsÄ ÄsäwsääsÄ Rücksicht genommen, Nne mau auch tn der onsttgen Eiti- darauf hielt der 1. Vorsitzende, Rechtsanwalt Kaufmann, richtung lichte Farben angewendet und der schonen klareii rinen Vortrag über die Schlacht bei Sedan, der ungeteilten m 2 e - .5 anheimelnde Gemütlichkeit gegeben hat. _____ ______ Für das leibliche Wohl sorgt außer einem Stab tüch- Aufnahme des 300. Mitglieds. -. — tiner Pfleger und Mlegerinnen, die riesige, vorzüglich ein daß inzwischen der Verein auf 333 Mitglieder angewach,en sei. gerichtete Küche, die jede Hausfrau in Entzücken versetzt, die mitPinnither ab und nicht kleinere Waschküche mit ihren großen maschinellen Wasch-, Trocken- und Manganlagen, sowie die Niederdruck dampsheizung, die vom Kesselhaus aus bedient wird und sämtliche Gebäude mit Wärme versorgt. Die hierzu nötigen Rohre liegen in unterirdischen Gängen, die mit elektrischer Beleuchtung versehen sind. Ferner sind hier die rnuster- -------------------------- ------- «... gültigen Baderäume zu erwähnen, von denen in jedem seite eines kleinen von (Higland zugezogenen Randwirbels wehten Gebäude mehrere vorhanden sind, und die großen Speise- lebhafte südliche Luftströmung. Der 3. September wird m «Ztr, in hnnnn hi, qWpnHnae am lanara. beauemen Tisckei, der Wlttemngsgeschichte wieder -m-besondere Rolle sp elm Nach ben langjährigen Beobachtungen des Physikalischen Vereins m Frankfurt seit 1857 trat eine ähnliche Erhitzung nur am 2. Sept. 1903 mit 32° ein. Besonders heiße Tage mit 30—32° Nachmittagswärme waren auch der 1. Sept. 1886, der 3. und 4. 1895, 5. 1903, 7. 1895, 10. 1869 und der 13. Sept. 1867. Auf die letzte Erhitzung wird bald Abkühlung folgen, auch dürfte in dieser Woche Trübung und Regen zu erwarten fein. ... v gewendet und der schonen klaren rinim Vortrag über die Schlacht bei Sedan, der ungeteilten Raumgestaltung durch Bilder und Blumen eine reizend Beifall fand. Den Dank der Versammlung brachte der 2. Vor- ' sitzende zum Ausdruck. Der zweite Teil der Feier galt der ~" " ' ' — " ' Der 1. Vorsitzende teilte mit, Eingesandt. \ (Für Form und Inhalt aller unter Dieier Rub rik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gi.-getuiber teiucrlei Verantwortung.) Lauterbach, .2. Sept. Herr 'Dr. Heuser hat Recht: Im Pro gram m bekennen sich die Antisemiten als Freunde des Reichstaaswahlre chts. Wmn er bei meiner Rede in Schlitz, die der kurze Bericht nun „G. A." natürlich nur sehr unvollkommen wiedergibt, pgeger i gewesen wäre, würde er sogar gehört haben, daß ich den betreue, üben Satz des deutsch-sozialen Parteiprogramms zitierte. b. Muptete aber, daß man sich in dieser Beziehung auf die Antisemiten nicht verlassen könne. Beweis: ihr Verhalten bei der Rcuhs- inanzreform. In dem Programm heißt es: „KeE , weitere Vermehrung der indirekten Steuern, die die breiten Müssten des Volkes belasten, sondern direkte Steuern, insbesondere Erbs sts- teuer." Bei der Reichsfinanzreform sind aber die An^j emiten durchaus nicht geschlossen für die Er chaftssteuer eingetreten, sonst wäre diese emzige toi liebe Besitzsteuer unter den vielen neuen Lasten angenommen too den. Die sechs antisemitischen Gegner haben t' Schicksal entschieden. Andererseits trat die wirischastli Vereinigung entweder geschlossen (19) oder mit großer Majon (mindestens 14) ein für die Erhöhung der Biersteuer, Tabaksteu und Brannttoeinsteuer, für die Erhaltung der volle Liebesgabe an die Brenner, für die Verteuern des Kaffees und des Tees, für die Besteuerung Streichhölzer, für die Beibehaltung der Fahrkarte steuer. Deshalb, so folgere ich, ist auch nicht anzunehmen, daß dieI- Partei mit der Verteidigung des Reichstagswahlrechts Ernst mach ebensowenig wie mit dem Programmsatz „Fernhaltung ausläiD. bischer Arbeiter". 'Denn sie geht seit der Reichsfinanzrefor mit den Konservativen und ihrer Kerntruppe, dem Bund d Landwirte, durch 'Dick und Dünn. Gegen die wagte man si nicht zu wenden, und deshalb werden bic wenigen guten Punkte des Programms nicht hoch gehalten. / Es freut mich sehr, daß Herr Dr. Heuser bei der Redaktion des christlich-sozialen Programms mitgewirkt hat und also auch elbft fordert: Wahrung der politischen Rechte des Volkes. Hockend ich steht er in den kommeirden Wählerversammlungen auch Rede darüber, wie zu der Programmforderung die bisherigen Taten einer Partei im Reich unb in Hessen stimmen, und wie ec ich das Eintreten dafür in Zukunft denkt. Professor O. U r ft a b ti. . - ■.!_____ __------!------ . -------------------------------- Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vom 26 August biß J. September 1911. Kreis: Am 26. August waren verseucht: Boni 26.2lug. bis 1. Sept, sind neu verseucht : Boni 2ö.Vlug. bis 1. Sept, ist die Seuche erloschen tu: Darmstadt . _ — — Bensheim . Schwanheim, Zwingen- — — berg, Klein-Hausen — — Dieburg . . — — —— Erbach . . . — — —— Groß-Gerau Leeheim, Nauheim — Leeheim Hevpenheun Wimvien —— — Offenbach. . Dietesheim, Sprendlingen , Dudenhoien, Mühlheim, Hausen, Hainsladt, Dreieichen- hain, Seligenstadt Dietesheim, Muhlheim, Hainstadt Gießen . . . Ettingshausen, Holzheim, Ober-Hörgern, Bettenhausen, Gröningen, Eberstadt, Obbornhofen, Utphe Alsield . . . — — — Tübingen. . Bös-Gesaß, Berstadt Heuchelheim — Friedberg . Gambach, Heldenbergen, Ai önzenberg, Wohnbach, Nieder-Wöllstadt, Büdesheim, Melbach, Griedel Lauterbach. Lauterbach Angersbach Lauterbach Schotten . —— — — Atainz . . . — — — Alzey.... Bingen . . . — — — —— — — Oppenheim Bechtolsheim, Köngernheim — Bechtolsheim