Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten geworben ist? cllunfl bcv Kaisers und des Statthalter» »6. ab 1908 ehe Anleihfi. Ü.| --- HL M.l liehe Lese« Lirriö ÄM* Vhr» **' Ulte öO e.Ahtie°. Jahres ihren in vielen Hir- °b 1998 ab 1'904 ab 1904 ab 1996 4050t 11 "2043t aus Blättern oec Stechpalme Sachrpe schräg über die rechte waren häu'ig noch die Bluten Pfingsten blühender Orchideen und deshalb im BolkSmundc • ab 1905 ■ ab 1906 . 2000t 1 b. 1913 . 1000t r ilO5o.81 y b, 1880 । v. 1886 . obgtiL • - «bl. Lin ob 1905 • b. 1912 1906 aucr, daN nunmehr wieder die bessere Zeit des Anfang genommen Hal. Eine wichtige Rolle spielen die Blumen auch 1892 i. P. 1888 i. e. 1909 1 S. i,(Ä . tenbrauchcn. Vielfach ist es Sirte, an einem der ersten Pfingsttage Pferde und Kühe 3um ersten Male auf die Brachweide zu treiben, und in Niederdeutschland ist Pfingsten deshalb vorzugsweise ein Fest der Hirten und der mit dem Vieh beschäftig 1 en Tienstboicn auf dem Lande. An einigen Orten gehört die Milch, die cm Pfingfttage gmiolfci: wird, ocn Mägden, und sie machen Nr. 129 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich Oiehener^amilienblätter. zweimal roÖd)cnil.Xiei$: blattsürdenNreisSiehen Die Lniführuiig Oes Ingenieurs Richter. Der Ingenieur Richter schwebt immer noch in Gefahr. Die heutigen Meldungen lauten widersprechend. Einmal heißt es, die Räuber seien umzingelt und dann wieder, die Verfolgung sei im Jnteresfe Richters abgebrochen. Halle, 2. Juni. Tie Zeißwerke in Jena erhielten die Nachricht, dafz die Banditen, die den Ingenieur Richter entführten, in ihrem Schlupfwinkel aufgespürt und von tückischen Truppen umzingelt seien: doch wage man nicht, vorzugchcn, da man sonst für Richters Leben fürchtet. llüM. ab 1907 ib 1997. -Fr. IS SirtlDd pfingstdlumen. Von Iran; Pflug k. Zn Pfingsten prangt die Natur in vollem bräutlichen Schmucke. Dicht wölbt sich schon, das Dach des Waldes, der grüne Teppich in Feld und Flur, in Hain und Garten ist mit einer reichen Fülle farbenprächtiger Blumen und Blüten durchwirlt, und überall begegnet unser Auge jungem, zartem Grün und leuchtenden Farben. Kein Wunder, daß gerade an diesem Feste die grünende und blühende Natur von feher eine so bedeuuame Rolle spielte. Und wenn wir heute auch nicht mehr in überströmender Frühlings- freubc und Frül lingsseligleit hinausziehen in den maienfrischen Wald, um uns den Pfingstbaum selbst zu holen, missen wollen Wir ihn doch nicht. Ter geheimnisvolle Zauber, den das neuerwachte Leben in der Natur immer und überall auf das Menscheu- genuit ausübte, er hat auch heute noch nichts von seiner alten, tiefen Wirkung verloren, und freudig schmücken wir Haus und Hof, Stube und Kammer mit frischgrünen Zweigen. Unzertrennlich wie der Schmuck und Tust der Birkcnzweige ist in vielen Gegenden unseres Vaterlandes die wohlriechende Kalmusstaude mit dem Pfingstfest verbunden. Namentlich in Norddeutschland ziert man mit ihr Tor und Tür, Pfosten und Fenster: jedes Bild und jeder Sims zeigt den grünen Fest'ckmuck, und oft zerschneidet man die Pflanze in Heine ©tütfefeen und streut sie in die Wohnungen. Auf den blinlcnb weißen Tielen der altbüuerlichen Gehöfte nimmt sich das saftige Grün wunderhübsch aus, weich und lautlos schreitet der Fuiz darüber hinweg, und stark und würzig ist der Tust, der das ganze Haus durcl-ziehi. In der Mark müht sich noch hier und da Jung und Alt, den üalmusstengcl lünftgcrccht zu teilen und die Kalmusseele, d. s. die innersten fleischfarbenen Rundblättchen unversehrt heraus- Zuschälen und ohne Hüfe der Zähne durch einen einfachen Zungen- I schlag zu verschlucken, „das löst die Zunge und stärkt das Herz". Utbrigens ist auch der starke Geruch der Pflanze nicht ohne Bedeutung, nach der festen Ueberzeugung manches biederen Land urannes soll er Haus und Hof, Mensch und Tier vor allerlei unheilbringenden Mächten und schlimmen Mrantbeiten bewahren. Tie Gewinnung des Kalmus ist nicht ganz ungefährlich. Er oebeibt nur auf feuchtem, sumpfigem Boden, namentlich an sumpfigen Flußrändern, und es ist nicht ratsam, ihn von der Ämdseüe auS zu gewinnen, allzuleicht gibt der Boden nach und der Mensch ist unrettbar verloren. Arn sichersten gewinnt man ihn, mdern man mit einem Nachen am Ufer dahinfährt. Seine Heimat ist wahrscheinlich in Indien zu suchen: nach Deutschland tarn im 15. Jahrhund eit. Bekannt war er aber auch schon vorher bei uns, man bezog ihn auf dem Wege über Italien, er wurde m den großen Metropolen des gcrmaniidwn Südens sehr hoch ^schätzt, und wer zu Pfingsten in feinem Hause die „Eh.ttmus- ^rzel" aufweisen konnte, war nicht wenig stolz auf dies seltene Iler> gefertigter .stranz wie eine Schütter gehängt. In ben st tanz von zwei in dortiger Gegend um ■£. lalisolia uno L. maculala, sich ein Fest, indem sie diese in Gesellschaft verspeisen. Tas Mädchen oder der Bursche, der beim Austreiben des Viehs zu- lev-t amommt, wird Pfingstsuch-, das Mädchen P'ingstbram oder Pfingstjungfer, das zuletzt auf dem Plan erscheinende Rind, ic nachdem es eine Kuh oder ein Ochse ist, Pfingstl au oder Psingst- oüe genannt. Tie Pfingstiüh oder der Pfingstochse, mitunter auch die Pnngstbraut ober der Ps'ingstfuchs, werden dann unter großem Jubel mit Blumen und Laub gefchmückl ober gekrönt, weshalb man ,a noch heute die Redensart hat: Geputzt fein wie ein Pfingstochse. An anderen Lnen wird die Pfingstbraut nicht mit Blumrn, lonbern mit einem Nessel- oder Ltrohl'ranz ausgeputzt. Wieder an andern geschieht dies der Pfingstiüh oder dem Pfingstochsen, wogegen die zuerst auf dem Platze ankommende Kuh oder das zuerst erscheinende Mädchen nut Blumen gefchmüat wird. Ties ist dann Die Psingstbraut oder Königin des Festes. sriedenheit und Mißmut erwuchs und wie die allgemeine politische Entwicklung, das Emporkommen der Vozialdemokraiie, die Verschärfung der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gegensätze die im Reichslande zu lösende Ausgabe noch schwieriger und verwickelter machten. Auf der anderen Seite freilich wird, so führte er weiter aus, die Anziehungskraft des riesigen politischen und roirtfri>aithd)cit Gewichts des Reiches immer stärker und machte jede Lösung gleichsam plmsich unmöglich. Dem Schielen nach Frankreich aber wird sein stärkster Anreiz genommen, wenn das Gefühl schwindet, daß man in schroffem Gegensatz zu der Verhätschelung von fr an zö fisch er Seite in Deutschland doch immer nur Bürger zweiter Klasse sei. Was ist nun eigentlich das Gefährliche an der Reform, wie sie in diesen Tagen nach langen Mühen Gesetz BczngSprel»: monatlich 75^., eierte!- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post TIL 2.—viertel- läbrL au5fd)L Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15P1T auswärts 20 Pfenniq. 6 hefredakteur: U Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton*, „Vermischtes* und .GeiichlSlaal": R. Reu- 1.(1. - k. - HL-.- Fr. L' P'I. M A. R. - ib 1901. ' 1914. . ' ' d. 1910 . ' ' d. 1910. . . .....i Im Münsterischeu zogen iwch vor nicht langer Zeit die Kinder con Haus ja Haus und sammelten unter Gesang Eiei ein, die dann gesotten und gemeinschaftlich verzehrt wurden Ter zuletzt autommende Knabe erhielt Len Namen „Pinksteblömc' .Psingstblume. Ihm wurde ein Gewürz. Selbstverständlich wurde u auch entsprechend teuer bezahlt, und der Patrizier Anton Tücher aus Nürnberg führt ausdrücklich in seinen Büchern an, daß er im Jahre 1503 neben Mandeln, Zuckerkant und Rhabarver aus Venedig auch ,,2 Loth E Kalmus" bezogen habe, späterhin sank natürlich der Wert des Kalmus in dem Maße, wie er sich bei uns cinbürgenc. Eine prächtige Psingstblume ist die Päenie, die meist zu Pfingsten 11,re großen, purpurroten Blüten entfaltet, und vom Voll als Pfingstrose bezeichnet wird. Ihren Namen leiteten die Griechen, bei denen sie als wildwachlende Pflanze ziemlich häufig war, von Paon, einem V.i. ainen des allheilenden Apollo ab, der damit glückliche Kuren vollzog und auch Pluto, den Gott der Unterwelt, gesund machte. ES war übrigens nicht leicht, die Päonie zu erlangen, denn der Speckt bewachte sie und stieß jeden, der sie ausgraben wollte, nach den Augen. Man burrte daher nur des Nachts, wenn der Vogel schlief, an die Arbeit gehen. Im Mittelalter legte man das Jlraut auf die Herzgrube gegen Alpdrücken, lallende Sucht fEvilepsie und Gicht. Noch heute binbet man im Aargau Kindern, die Krümme haben, ein Baud aus 77 Päonienbl altern um: fällt ihnen das Zahnen schwer, so befestigt man eine Schnur aus den Samen an dem Halse. Am stärksten wirkt die Straft der Gichtrose, wenn sie im März bei abnehmendem Lichte gegraben wird Psingstblume nennt man auch die Schwerilüie Iris). Sie war schon iin Alt.ttum bekannt uni) beliebt, uni> da die Ins als schnellfüßige, goldgeflügelte Götterbotin die Seelen der Frauen und Mädchen an den Ort ihrer Bestimmung führte, vflanzten die Griechen die nach ihr benannte Blume auf die Gräber der Verstorbenen. Bis in die Gegenwart hat sich diese Sitte erhalten. In der ttordischen Mlsthologie stand der Himmelschwertel jedenfalls mit dem Kultus einer Fcühlingsgöttin in Verbindung. Auch dienten die Blätter zum Schmuck der Psingstbraut, die nach altem, deutschem Brauch um Pfingsten ihren Ehrenzug hielt. Reste dieser alten Sitte haben jich in Holland erhalten. Irin Mädchen wird hier mit Bändern und Blumen reich geschmückt und unter dem Namen „Pinseter bloem", wie auf holländisch die Iris beißt, als personifizierter Frühling auf einem kleinen Wagen eingefühn. Arme Weiber ziehen denselben, und jeder, der ihn lommen sieht, wirst ihnen em Scherslein z.i; freut er sich doch her Trauer#, ten. Yviihllckch. . Mi JtaLJte. ilnatil tW ■ «aiice HW. . -- Eine Kunögebiiug über die neuen e!sah-lothrmgischen Gesetze. Teilt Reichskanzler i^ gt, ... ui2 mancherlei Angriffe, die ihm aus seiner Haltung in den elsaß-lothringischen Ver- fajsungSfragen erwuchsen — Maximilian Harden hat in seiner heutigen „Z.ttunst" wohl die schroffsten, beinahe gehässig üingenden Borwürfe erhoben —, ein Verteidiger, wahrscheinlich in einem süddeutschen Staatsmann'e, erstanden. Tic amtliche „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" ver- össentlicht einen aus süddeutscher Feder fiamuien- öen Artikel „Vierzig Jahre Reichsland", der an die Tatsache anknüpft, daß am 3. Juni 1871 der erste Tenlsche Reichstag dem ihm Vorgelegen Gesetz über du Vereinigung von Elsaß und Lothringen mir dem Tcutschen Reiche zu- gestimmt hat und daß somit die Reichsgeschichte in diesen Tagen eine Art Jubiläum feiert. Ter Artikel sucht dar zutun, wie aus endlosen Verzögerungen und Enttäuschungen allmählich eine unerfreuliche Saat d 0 it Unzu - TA SÄ SxSK «Wvi ilr.20 - ült.10 W ist nicht geschwächt, vielmehr verstärkt worben. Soll es etwa dos Oberhaus sein, das zur Hälfte aus vom Kaiser ernannten Mitgliedern besteht und in das die politisch reifsten Elemente ein treten werben ? Oder das Wahlrecht für die zweite K a m m e r, das doch feine wesentlich anderen Zustände hervor bringen wird, als sie dasselbe Wahlrecht int ganzen übrigen Süddeiitsckland, in Baden, in Württemberg und Bayern geschaffen hat, und das nebenbei ganz gewiß nicht im französischen »inne wirken wird, weil es die französisch beeinflußte Oberschicht zugunsten der breiten, zweifellos deutschen Schichten der Be- oöllerungj’.urürfbrängt. Tie Alterspluralstimmeu waren ja als gewisser Schutz gegenüber den unreifen jugendlichen Elementen gedacht und hätten sicherlich so gewirft; auf der anderen Seite aber waren sie zunächst gerade der abfterbenben Generation zugute gekommen, die noch mehr unter französischem Einfluß steht, als die auf dem Boden des Reichs geborene. Oder endlich die B u n d e s r a t s st i m m e n? An der historisch begründeten, auf die mächtigsten Realitäten der Welt gestützten Machtstellung Preußens im Reich werden sic tatsächlich nichts ändern. Tatz die Mlaufcl bezüglich ihrer Anrechnung der Ehre Preußens zu nahe trete, ist mir ein schwer begreiflicher Standpunkt: denn wie kann ein Opfer, das in einer nationalen Frage freiwillig gebracht wird, etwas anderes als ein Ehrentitel fein'? Tatsächlich werden aber doch die Fälle, in denen der Statthalter von dem ihm erteilten Rechte Gebrauch macht, die drei. Stimmen anders zu instruieren, als der Kaiser und König die Stimmen Preußens instruiert, nur bei Entschließungen über wirt - schaftliche Angelegenheiten vorkommen. Oder glaubt man, daß in einer hochpolitischen Frage der Statthalter, der doch ein Vertrauensmann des Kaisers und des Reichskanzlers sein muß, feinen eigenen 'Weg gehen könnte? Tie Frage Kellen, heißt sie verneinen. Jedenfalls steht einer seltenen und auf wirtschaftliche Interessen beschränkten Oppofitionsmöglichkeit der ungeheure moralische und erzieherische Wen der verantwortlichen Mitarbeit an der X'i'iung der Reichsgeschäfte gegenüber, die sicherlich, wie kaum etwas anderes geeignet ist, das Band, das Elfaß-Lothringen mit bent Reiche verbindet, fester, stärker und inniger zu machen, und so deutsch und verdeutschend zu wirken. Die Frage, ob das in d u neuen Gesetzen zum Ausdruck kommende Vertrauen berechtigt ist ober nicht, rückhaltlos zu bejahen, erfordert allerdings einen gewissen Optimismus. Aber ohne ein gewisses Maß von Optimismus läßt sich überhaupt nicht regieren. (Dienstag undJrenag); zweimal monail. Land wirtschaftliche Seitsrage, fiemipred) - Anschlüsse. für die Redaktion 112, __ General-Anzeiger für Gderyessen für die Tagesnummer Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Univ.-Vuch- und 5teindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedilion und Druckerei: Zchulftraße 7. j @ .la«ür bei ' DonTUttn^ vlche Schwierigkeiten ent« gegengestemmt worden sind, bleibt unerfreulich. Auch die Einschränkung der Wöchnerinnenbeihilfe auf dem Lande hat Mißstimmung erregt. Immerhin darf man nicht übertreiben. Tie Sozialdemotratie schwelgr, angesichts der l'ieu Wahlen, in Agitcuionsmaterial. Es in oft nicht ethisches und soziales Empfinden in seiner Reinheit, was sich agitatorisch gegen die Ordnung der Tinge auflehnt. Von London, wo die Not der untersten Slaitde erbarmungswürdig ist, hat Frau Lily Braun (die eben un Münchener Verlag von Albert Langen einen zweiten, sehr interessantc.il und lesenswerten Band ihrer „Memoiren einer Sozialistin" herausgegedert hat) „ein verächtliches Lächeln für die Größe und Einheitlichteir sozialer Hilfsarbeit" mitgenommen. Sie entrollt erschütternde Bilder vorn Elend der Armen in Whitechapel. Eine Stelle ist besonders charatteristisch: „Ein kleiner Bub mit krummen Beinen wollte sich eben heim lich mit dem gefundenen Rest einer Banane aus dem Mreid der Geführten davon schleichen. Ein triumphierendes Grillten verzerrte sein Gesichtchen. Aber schon sielen die an bereit wutheulend über ihn her und rissen ihm die faden ichcinigen Lumpen von dem armen rhachilischen Körper. Er weinte nicht, er duckte sich nur ein wenig und versuchte, Pnugstblumeu genannt, eiugeflochten. In Ermangelung von Stechpalmen wurde der Mranz wohl auch aus Immergrün Vinca minor gefertigt. Tie Mnaben zogen nun von Haus zu Haus und sangen ein Lied, das mit den Worten begann: Pinksteblöm, du suhle Hohn, Hädd's du ehr umtaohn. . . . Dieser Brauch erinnert an den der Altmark, wo oer Pferde- junge, der fein Pferd zuletzt hinaus treibt, zum „bunten Jungen' wird, indem man ihn vom ttovf bis zu den Füßen mit Feldblumen behängt. Nachmittags führt man ihn im Torf von Hoi zu Host und derjenige, Oer zuerst auf die Weide gekommen und Taufchleover heißt, spricht folgende Reime: Wir bringen einen bunten Jungen ins Haus, Wer ihn sehen will, der komme heraus; Tie Blumen haben wir für uns gepflückt, Ta haben wir ihn mit ausgefckmückt: Und hätten wir uns noch eher bedacht. So Hutten wir ihn noch bei'er gemadjt. Sechs Eier, sechs Treier, n’ Stück Speck, So gehn wir gleich wieder weg, worauf die Jungen ein Geschenk erhalten. Während hier die <_ ..cklung in Blumen zur Strafe geschieht, gilt cs tMd.riwtts ;.e ein. Ehre, Man wählt einen in . • • • )mteinö.l88J zbach d. 1881 ytrliitr M'- , -*-«S So-hülll» W Suöeru« tnncorN« W Erstes Blatt Jahrgang Samstag, 5. Juni M Giehener Anzeiger die zertretene Banane vom Pflaster abzukratzen, aus seinen verschwollenen Augen traf mich dabei ein Blick voll grsnzen- loser Verzweiflung." Ein trauriger, weher Einblick in menschlichen Jammer. Aber man darf daraus doch nicht so folgern, wie es Frau Lily Braun tut. Auch in seiner heutigen Gestalt kann der Staat die schlimmsten Zustände der Armut allmählich beseitigen; utopische Wunsche bleiben unerfüllt. Der große Meister, den Herr Gothein am Mittwoch seinen Parteigenossen genannt hat, war auch ein Prediger der Menschenliebe, und.nicht minder gräbt sich's uns ins Herz cm, wie er in seinen empfindsamsten Tagen jenes wundervolle Bildchen malte von den beiden an oer Erde sitzenden Kindern, wie das älteste von der zuruckkehrenden Mutter einen halben Weck erhält, indem sie erzählt, wie der lose Vogel das Pfännchen zerbrochen habe, „als er sich mit Philippjen um die Scharre des Breis zankte". Tas Los der Armen war auch damals hart. In fteicm Fortschritt müssen wir in der Gesetzgebung über die schlimmsten liebet hinweg- kommen. Tie Psingstfreude ist auch dort getrübt worden, wo Gewitterstürme und Regengüsse die Ernte vernichtet, ja, die Häuser sortgeschwemmt haben; und nicht immer Hal unser Vater seinem Verderber geboten, nach Klopstocks Worten, „an unserer Hütte vorüber',ugehen". Tausend Klagen, denen die Staatshilfe durch Nvlstandsatlfwen- dungen nur dürftig abzuhelieu vermag. Aber ist es im .'Jtiuen, im Leben der draußen wachjeitoen und blühenden Natur anders? Einen fchöneren Ausruf hat Goethe selten getan als diesen: „Ha! nicht die große seltene Not der Welt, diese Finnen, die eure Dörfer wegspulen, diese Erdbeben, die eure Statue verschlingen, rühren mich; mir untergräbt das Herz die verz.'h.eiwe Kraft, die in dem All der Natur verborgen liegt; die nichts gebildet hat, das nicht feinen Nachbar, nicht sich selbst zerstörte." Tas liebliche Pfingstfest entfaltet alles Leven draußen in seiner reichsten Pracht. Hoch steheit die Saaten, und die Rose erwacht in den Garten. Wo aber sind die holden Wunder des Frühlirigs, die kleinen B.umen des Maien? Erloschen sind die ftolzen erzen der Kastanien, dahingewelkt r: die duf tende Prachr des Flieders. Ueber's Jahr aber wird alles zu neuem Leben erwachen. Ist das der Psingstgeist, der auch den Menschen ein neues Leben verkündet? A dem H. B. f et frist ritersweg 1 ^itet W »i SHl-Wz Kichs Sn Mn Atme« Rcheil Geiste Christi reden: „Ach, hier ist alles Stcrnb unb' Nacht, Die Wahn unb Sünde trübe macht; Ach, hier ist alles Not und Tod, Geht uns nicht auf dein Morgenrot. Das Morgenrot bet bessern Welt, Das tote ein Hauch vom Himmel fällt^ Als Gottes Macht und Gottes Lust Durchblitzt die kranke Menschenbrust.^ ab als zu. Man muß ein Buch, nrie den Roman „Grete Lenz", von einem so erfahrenen Kenner unseres Volkslebens^ ime es Heinrich Sohnrey ist, lesen, um die Gefahr, bte die großstädtische Kultur dem persönlichen Leben bringt, zu erkennen. Noch weniger hat sich durch die Kultur das Glücksempsinden des einzelnen Menschen gesteigert. Goethe: reiste 1786 mit der Postchaise nach Italien, Ludwig Richter! legte 1824 den Weg nach Rom über den Brenner und! Verona größtenteils zu Fuß zurück, ob jedoch die Menschen, die heute mit dem Luxuszuge nach der „ewigen Stadt" reisen, die Wunderwelt des Südens mit demselben Entzücken schauen wie diese beiden, ist zum minbesten zweifelhaft. Gegen die schweren Hemmungen, des Lebens, gegen Krankheit, Alter, Tod, Leid schützt die Technik so wenig, wie eine Festungsanlage aus der Zeit Vaubans gegen die modernen Ricsengeschütze. Deshalb wird die Menschheit immer noch den Trost und den Frieden suchen, die Kraft und den Antrieb begehren, die in den Männern lebten, die am Psingstfeste zu Jerusalem mit anderen Zungen redeten, und wird mit Ernst Moritz Arndt zu dem Geiste Gottes unb Deutsches Keidt Die Blätter melden aus Köln: Die Haupwerhändlung im Verfahren gegen den Pfarrer Jatho im Spruchkollegium wurde aus den 23. Juni festgesetzt. •• Tageskalender. Samstag, 3. Juni: Wohltätig, iskonzert der Regimentskaveüe zum Besten des Invaliden. Ausland. In Rvm fand" am Freitag vormittag die feierliche Grundsteinlegung für die deutsche evangelische Kirche in Gegenwart des Botschafters v. I a g o w , des bayerischen Gesandten Frhrn. von und zu der Tann-Rathsamhausen, des Konsuls Schnitzler des Fürsten Bülow und zahlreicher Mitglieder der deutschen Kolonie statt. Das Zuchtpolizeigericht in Paris verurteilte RoUet und M a i m o n wegen Spionage zu zwei Jahren Gefängnis und 1000 Franks Geldstrafe. Palliez zu drei Monaten Gefängnis. Der französische Senat beriet über die Anfragen, betr. die Anwendung des Altersversorgungsgesetzes. Der Minister für Arbeit und soziale Fürsorge Bonconr erklärte, ein so bedeutendes Gesetz müsse mit Maß angewandt werden. Der Minister bat die republikanische Mehrl)eit, nicht ihr eigenes Werk zu verleugnen und der Regierung, die mit der Slnwendung des Gesetzes betraut sei, das Vertrauen auszusprechen. Der Senat nahm mit 225 gegen zwei Stimmen die Tagesordnung Combes an, die der Regierung das Vertrauen ausspricht, daß sie das Altersversorgungsgesetz zur Anwendung bringen und Vorschläge über diejenigen Äenderungen machen werde, die die Erfahrung als notwendig erweisen loerde. Tie Tclegraphenverwaltungen von England und Belgien haben beschlossen, eine neue Fernsprecheinrichtung zwischen den beiden Staaten herzustellen. Wie das Reutersche Bureau erfährt, nahm die britische Reichslonferenz eine Entschließung an, daß die Londoner Dom Uaiserpaar. Berlin, 2. Juni. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser empfing im Beisein des Unterstaatssckretärs des Auswärtigen Amtes, Zimmermann, den neu Ernannten hessischen außerordentlichen Gesandten Frhrn. v. Biegeleben zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens. Pasewalk, 2. Juni. Die Kaiserin traf um 10 Uhr 50 Min. hier ein, begab sich in der Uniform ihres Kürassierregiments nach dem Marktplatz zur Regime n t s f e i e r. Der Regimentskommandeur hielt eine Ansprache, in welcher er der Kaiserin für ihren Besuch dankte und mit einem Kaiserhoch schloß. Nach der Parade ritt die Kaiserin an der Sp itz^e der Standarteneskadron zum Kommandeurhause zurück. Die Kaiserin ist, so wird aus Potsdam gemeldet, aus Pasewalk am Freitag abend kurz nach 7 Uhr wieder in Potsdam eingetroffen und begab sich später in das Kabinettshaus zum Besuche des erkrankten Prinzen Joachim. .»es ■ F, „ujt mit Kfts. Zins Staöt und Lcrnd. Gießen, 3. Juni 1911. Pfingsten. Es bedarf keiner großen Beweisführung, wenn man dem Menschen unserer Tage klar machen will, daß der menschliche Geist in den letzten 100 Jahren Staunenswertes auf allen Gebieten geleistet hat. Auf dem Gebiete der Technik sind in rascher Folge Wunderdinge geschehen. Es leben jetzt noch Menschen, die in ihrer Kindheit nichts von einer Eisenbahn wußten. Am 21. April 1827 legte das erste Dampfschiff, ein holländisches Boot, auf der Bergfahrt in Mainz an. Ein pfälzischer Schriftsteller hat um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert den Luftballon „Pariser Gaukelei" genannt, für die der Deutsche zu ernst sei. Unsere moderne Städtekultur übertrifft bei weitem die des Mittelalters, die — man denke an die Bauwerke, die sie geschaffen hat — von besonderer Kraft und Feinheit war. Diese Errungenschaften verleiten manchen modernen Menschen dazu, den Wert der Technik und Kultur gewaltig zu überschätzen und der Kraft der Religion zu mißtrauen. Glaube, Gottseligkeit, Buße, Lebenserneuerung sind ihm Worte aus einer Sprache, die er nicht miehr versteht. Vollends mit der Tatsache, die dem Psingstfeste zu Grunde liegt, mit der Ausgießung des heiligen Geistes weiß er nichts anzufangen. Nun mag man sich zu dem Berichte der Bibel über dieses Geschehnis stellen wie man will, das wird jeder unbefangene Historiker zugeben, daß jene Vorgänge auf dem Psingstfeste zu Jerusalem der Ausgangspunkt eines neuen Lebens gewesen sind. Eine kleine Gruppe von Menschen schließt sich zusammen, um unter ungeheueren Schwierigkeiten und Gefahren die Sache Jesu Christi auszubreiten. Sie gehen, wie man nach dem damaligen Stande der geographischen Erkenntnis sagte, „bis an das Ende der Erde" und gründen allenthalben christliche Gemeinden. Paulus, dem wir die Schilderung des eigentümlichen Geisteslebens der ältesten Christenheit verdanken, entfaltete eine weltumfassende Wirksamkeit, er schreibt Trostworte, die nachwirken bis auf unsere Zeit, er setzt sich mit den höchsten Problemen des Lebens auseinander. Um das Jahr 1000 ist die Christia- nisierung des Abendlandes vollendet; das Leben aus Gott, der Geist aus Gott, wie er am deutlichsten in Jesus in die Erscheinung getreten ist, erfüllt Millionen von Herzen. Dieses Leben, diesen Geist brauchen auch wir. Zwar über eine Christenheit, die sich sperrt gegen Kultur und Bildung, wird die Weltgeschichte zur Tagesordnung übergehen, aber auch der Allermodernste wird nicht behaupten, daß die Kultur das Menschengeschlecht wesentlich besser, liebevoller und versöhnlicher gemacht habe. Unsere Strafanstalten sind überfüllt, die Roheitsverbrechen nehmen eher o Juni JQÜSSt '■SÄ S» Sßs" Mi Sa — Spuren prähistorischen Götterglaubens im Alten Testament weist Hermann Gunkel, der Gießener Theologe und Relrgionshistoriker, in seinem soeben bei Vandenhoeck u. Ruprecht in Göttingen erscheinenden Buche „Die Urgeschichte und die Patriarchen" (Schriften des Alten Testaments in Auswahl übersetzt und für die Gegenwart erklärt, I, 1.) in Bestandteilen der Jakob- sage nach, die urzeitliche Züge enthält, welche schon zur Zeit der schriftlichen Fixierung der bis dahin mündlich überlieferten Geschichten nicht mehr verstanden und daher anders gedeutet wurden. Jakob hatte in Bethel im Traum die Himmelsleiter erblickt, an der die Engel auf und nieder stiegen. „Den Stein", so führt Gunkel aus, „auf dem die himmlische Letter gestanden hat, behandelt Jakob nun als einen heiligen: er stellt ihn als „Massebe" auf und begießt ihn mit Del. Dieser Stein ist das eigentliche Heiligtum von Bethel. Steirwerehrung ist im Orient bei Phöniziern, Babyloniern, Syriern, Arabern (Kaaba), Aegyptern (Obelisken) heimisch und auch dem ältesten Israel wohlbekannt. Masseben, d. h. mehr oder weniger kunstvoll behauene und senkrecht aufgestellte Felsblöcke, stammten in Kanaan aus vorgeschichtlicher Religion und standen wohl in jedem wohl ausgestatteten Heiligtum. Die älteste Anschauung ist dabei, daß der Stein gottbeseelt sei, eine Anschauung, die auch für Israel durch den Namen dieses Steines „Bethel" „Gotteshaus" belegt ist. Der für die Steinverehrung bezeichnende Seerechtsdcklaration ratifiziert werden soll. Der Vertreter Australiens enthielt sich der Abstimmung. 2lus London wird berichtet: Mc. Gowen,derPremier- Minister von N e u s ü d w a l e s , ist in Begleitung des Unterschatzsekretärs H o l l im a n und des beratenden Ingenieurs bei der Regierung von Neusüdwales, Davids, nach Deutschland abgefahren, um die deutschen Untergrundbahnen und Tunnels zu studieren. Die Reise wird Köln, Bonn, Wiesbaden, Koblenz, Essen (Ruhr), Berlin und Hamburg berühren. Die Teilnehmer an der Studienreise werden am 11. d. M. wieder in London eintreffen. Nach einem bei der Hamburg-Amerika-Linie eingegangenen Telegramm ist Expräsident Diaz am 31. Mai in Vera Cruz an Bord des Dampfers „Ppiranga" gegangen. In seiner Begleitung befinden sich seine Gemahlin, sein Sohn mit Familie und einige Herren des Gefolges, insgesamt 22 Personen. Die Truppen erwiesen ihm militärische Ehrenbezeugungen. Die Bevölkerung bereitete ihm begeisterte Kundgebungen. Die „Dpi- ranga" verließ am 1. Juni Vera Cruz. Diaz begibt sich voraussichtlich nach Le Havre. Brauch, die Steine zu falben, ursprünglich als Speisung des im Steine hausenden Gottes gedacht, ist gleichfalls in der Bethel-Geschichte bezeugt. Stuf späterer, entwickelterer Stufe geht dann der Gedanke vom Wohnen der Gottheit in diesen Steinen allmählich verloren. Schon die alte Sage versteht den ursprünglich so engen Zusammenhang von Stein und Gott nicht mehr und begründet ihn durch eine Geschichte, wonach der Stein zur Erinnerung an eine göttliche Offenbarung oder ein anderes Ereignis aufgestellt worden ist; auch hat sie die Salbung nicht mehr als ein der Gottheit des Steins dargebrachtes Opfer, sondern nur als Ritus der Einweihung verstanden. Auch im Ringen Jakobs mit „Gott" sieht Gunkel ein Zeugnis uralten vorisraelitischen Dämonenglaubens, lieber die Art dieses „Gottes" sagt er: Er ist ein den Menschen feindliches Wesen, das hier an der Furt des Jabbok am Wege lauert, den arglosen Wanderer überfällt und auf Leben und Tod mit ihm ringt. Vielleicht dürfen mir uns vorstellen, daß er der Flußgott ist und dem Jakob zürnt, well er seine Furt überschreitet. Die Kraft des Gottes haben wir uns größer als die der gewöhnlichen Menschenkinder, aber doch auch nicht allzugroß zu denken: durch Jakobs gewaltigen Schlag wird er gebändigt. Zu einer wilden Mordlust paßt seine lichtscheue Art: er muß mit der Nacht verschwinden. Sein Name wird von den ältesten Quellen nicht genannt. Jahve ist dieser Gott jedenfalls nicht; Jahve ist ja der Gott, der Jakob liebt und ihm hilft. Diese Gottesfigur ist ein bedeutsamer Beitrag für unser Wissen über die vorisraelitische, durch den Jahve- Glauben zurückgedrängte Religion." Nach Diefer Seite hat Professor Gunkel noch zahlreiche ähnliche Spuren vorgeschichtlichen Seelenlebens im 1. Mose aufgedeckt. Die scharfsinnige Durchforschung und Erklärung der Genesis, tote sie Gunkel hier bietet, muß ihr die verlorene Teilnahme des Gebildeten roiebergetoinnen, er lernt das Buch jetzt eigentlich erst kennen und findet zugleich Schätze der Poesie darin, an denen er bislang vorübergegangen ist. ehrenhaften Burschen oder Knaben, hüllt ihn ganz in grünes Laub und schmückt ihn wohl auch noch mit einer Blumenkrone. Dann führt man das Laubmännchen, den Pfingstbutz, Pfingst- qnack, Latttchkönig oder wie diese wichtige Person je nach den verschiedenen Gegenden genannt wird unter bem hellen Jubel des ganzen Ortes im Dorfe herum. Wir können hier nicht näher auf all diese volkstümlichen Bräuche eingehen, jedenfalls Huben wir sie aber aufzufassen als Rest" des altgermanischen Wald- imb Feldkultus, aus denen noch deutlich erkennbar ist, mit welcher Freude unsere Vorfahren den lebenspendenden, segenbringendcn Frühling begrüßten. Aus dem Finaiizausschutz der hessischen Zweiten Kammer. R.B. Darmstadt, 2. Juni. DerFin anz auss chuß der Zweiten Kammer hielt heute vormittag unter Vorsitz des Abg. Dr. Osann eine gemeinsame Sitzung mit der Regierung ab, für welche Finanzminister Braun, Geheimerat Wilbrand, Geh. Oberforstrat Joseph, Oberfinanzrat Rohde und Oberbaurat Kilian erschienen waren. Den Hauptgegenstand der Beratung bildete die Regierungsvorlage, betr. den Verkauf des Boxheim er Hofes bei Lampertheim. In dem Gesetzentwurf ersucht die Regierung um die Ermächtigung nach, das Hofgut ,-Box- heimer Hof" in der Gemarkung Bürstadt, das etroa 124 ha umfaßt, für den Preis von 300 000 Mark an den jetzigen Pächter, Herrn Schudt, zu verkaufen. Dagegen ist von einem früheren Kaufliebhaber, dessen Vorfahren auf dem Gute ansässig waren und der vor längerer Zit einen Kaufpreis von 330000 Mark geboten hatte, Einspruch erhoben worden. In der heutigen Ausschußsitzung wurde nun von der Regierung auf das Vorteilhafte des Kaufangebotes hin- getoiefen und dabei betont, daß für die Erhaltung des Gutes in fiskalischem Besitz keinerlei volkswirtschaftliche Gründe vorliegen. Dagegen wurden von mehreren Ausschußmitgliedern finanzielle und juristische Bedenken geltend gemacht und auf die möglicherweise eintretenden Folgen hingewiesen. Die endgültige Beschlußfassung darüber wurde aber nach längerer Verhandlung vertagt. lieber die Vorstellung, betr. die Bahn Bensheim — Lind enfels wurde die Beschlußfassung ebenfalls ausgesetzt und zwar in Rücksicht auf die zurzeit noch schwebenden Verhandlungen über das Bahnbauprojekt. Die Vorstellung der Gemeinde Birkenau um Errichtung einer Haltestelle wurde abgelehnt, die Vorstellung der Gemeinde Hornbach, betreffs der Bahnlinie Weinheim—Fürth angenommen. Bezüglich der Vorstellung der Bürgermeisterei Bretzenheim um Errichtung einer Güterladestelle wurde noch kein endgültiger Beschluß gefaßt, doch sind Verhandlungen im Gange, wonach dem Wunsch dieser Gemeinde Rechnung getragen werden dürfte. Die Vorstellung des Gütervorstehers Stumpf in Worms wurde abgelehnt, lieber den Antrag Dr. Osann, betr. Wasserschäden, den Antrag Buch, betr. Reliktenversorgung der Voltsschullehrer, den Antrag Finger, betr. Landwirtschaftslehrer, sowie über die Vorstellung der deutschen Militäranwärter, betr. die Vermehrung ihrer Stellen und einige andere Vorstellungen soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses beraten roeroen, die auf Mittwoch, 14. Juni, anberaumt worden ist. Salonik, 2. Juni. Die Verhandlungen wegen der Freilassung Richters dürften noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die Höhe des Lösegeldes ist noch unbekannt, da man noch keine Fühlung mit den Räubern hat. Auch die prinzipielle Frage, ob die türkische Regierung das Lösegeld trägt, ist noch unentschieden. Indessen verlautet an zuständiger Stelle, daß die Regierung bereit sei, das Lösegeld zu tragen. Inzwischen wurde Die Verfolgung der Räuber im Interesse Richters ganz abgebrochen. dank. Abends 8 Uhr in Siems Garten. Dienstag, *>■ Juni: Milltärkonzert auf der Liebigshohe. Nackinitlag 5 Uhr. Kinematograph: Neuer Spielplcur, Biograph: Neuer Spielplan.. » •• Neue Forstassessoren. Die Forstreferendare Karl Eichenauer auS Ober-Ohmen, Walter LuciuS ans Alt- Nhese (Mecklenburg-Schwerin), Ludw. Nikolaus aus Hausen bei Gießen und Herrn. Rühl auS Schotten wurden zu Forst, assessoren ernannt. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Phil. Grall auS Erbach i. O., unter Zurücknahme des Dekrets für Rüstelsheim, eine Lehrersiclle an der Gemeindeschule zu Bensheim. — Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Gan-Heppenheim. Die evang. Schnlstelle zu Feldkrücken; mit ihr ist Organisten- und Vorlesedienst verbunden; dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Köddingen; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden; dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. •• Kun st verein. Die Gemälde-Ausstellung am Brand ist am 1. unb 2. Feiertag geöffnet. ** «Ortsgruppe Gießen des Hessischen Vereins für Luftschiffahrt. Arn Donnerstag abenbi waren die Mitglieder des neu begründeten Luftschiffahtts- vereins im Großherzog von Hessen versammelt. Als Vorsitzender des bereits aus 31 Mitgliedern bestehenden Vereins wurde einstimmig Professor Dr. Sievers gewählt. Der Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung der Luftschiffahrt unb zwar durch Veranstaltung von Ballonfahrten zu wissenschaftlichen und sportlichen Zwecken, durch Abhaltung von Vorträgen. Die nächste Ballonfahrt, wozu sich bereits zwei Mitfahrer gemeldet haben (ein dritter Platz ist noch frei) erfolgt während der Anwesenheit des Großherzogspaares in Gießen und man hofft, daß der Großherzog einer Einladung, der Abfahrt beizuwohnen, entsprechen wird. Lehrer Schmidt berichtete in der Versammlung eingehend über die Eindrücke und Erlebnisse der ersten Fahrt und zeigt eine photographische Aufnahme von Gießen aus ber Vogelschau. Das Bild wird vergrößert werden. Der Vorsitzende, Professor Dr. Sievers, clHärte, daß der Verein es stets ablehnen werde, sich an Wettfahrten zu beteiligen. Man werde unter allen Umständen daran festhalten, daß nur bei gutem Wetter und nach Einholung der Wetterprognose gefahren wird. •• Einen eigenartigen Betrugsversuch verübten vor einigen Tagen zwei 16jährige Burschen von hier. Sie begaben sich in ein HauS ber Frankfurter Straße unb brachten vor, sie seien Dachbecker unb von ihrem Meister beauftragt, bas Dach zu reparieren. Nachbem sie eine Zeitlang auf dem Dache gewirtschaftet hatten, begaben sie sich zur Ehefrau dr? Hausbesitzers unb verlangten den Arbeitslohn, der ihnen aber nicht auSgezahlt würbe. Es stellte sich bann später heran«,, daß bie Burschen baS Dach demoliert unb einen größeren Schaben angerichtet hatten. Beide Burschen haben auch eine Baubude am Seltersberg erbrochen und daraus Schuhe und sonstige Wertsachen gestohlen. Landkreis Gießen. -i- Londorf, 3. Juni. Die letzten Vorbereitungen zu unserem Jubiläumsfeste sind im Gange. Wenn ber Himmel ein freundliches Gesicht zeigt, verspricht das Fest eines der schönsten zu werden, die hier gefeiert wurden. Die Preise zum Gesangs wett st reit sind bis zum ersten Feiertag /im Schaufenster des Kaufmanns I. Jonas au^ gestellt. U. a. hat der Großherzog einen Pokal und Führ, von Rabenau eine Bowle gestiftet. Die hiesigen Gastwirt« haben zwei Pokale gestiftet. Kreis Büdingen. = Bingenheim, 2. Juni. Der GroßHerzog Hai dem hiesigen Gemeindeeinnehmer, staatlichen Untererheber uni Kirchenrechner Karl Vogt das Allgemeine Ehrenzeichen mil der Inschrift ,Für langjährige treue Dienste" verliehen. Kreis Lauterbach. Willo fs, 2. Juni. Bei der heute hier borgenomme> neu Bürgermei st erwähl wurde der seitherige Bürger- meister, Johannes Weber II., mit 44 Stimmen wieoer- gewählt. Der Gegenkandidat, Johs. Hahn, erhielt viel Stimmen. .Von 70 Stimmberechtigten machten nur 48 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Kreis Schotten. st. Schotten, 1. Juni. In der heutigen öffeutlicheRi Gemeinoeratssitzung faßte der Staotvorstand nadb lebhaften Erörterungen, an denen sich Kreisamtmann Du Probst und die Herren Engel, Wendeberg und Mehrintz. beteiligten, den ein stimmigen Beschluß, daß die Stadl Schotten sich der Ueberlandzentrale Wölfersheim anschließt. Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 2. Juni. Zuot dritten Mole fett wenigen Wochen ist die Maul- und Klauenseuche ausge- 1W km | ta MM IN W «Vni-Ai ,e* @ino| e,*t ben r LZL fc" '■ »ui «.Wlanz Iie t bo 31 $ Qnb "in fe) * bä Ut«US 1910 Installation Sauberite Ausführung Seitenweg 52 billigste Preise Pfund 10 Mk. Pfund 10 Pfund 10 Pfg. Pfg- Pfund Mf abzahleni Mk. Pfund 40 Pfennig tz ^\e\AeTb 10 Stück Pfg. ScltcrRweg 52. 22 3 Pfund Pfg- Pfg. 3 Pfund Bell. HM ki Grösstes Möbel- und Warenversandhaus mit Kreditbewilligung Oberhessens Plockstr. 14/16 Glessen je 20140.34 6138.16 6 019.83 2 481.84 297.04 477.93 •»ast*. 29 238.27 Mitgliederstand Ende 1909 in 1910 Zugang Abgang Bestand pro Woche Frische Eier Neue Malta Neue Ziuiebelu hat ernt Korinthen Sultaninen Rosinen in 1910 Ende 1910 Teppiche Gardinen Portieren Tischdecken Bettvorlagen Chaiselonguedecken Grösste Äusiabl Billigste Preise kleioslelQzabl. 65 45 Grösstes Entgegenkommen Pfingstmontag 11 bi» 3 I hr geöffnet. Feinstes Mtenniehl Kaiser-Auszug Feinstes Kucheuniehl Pfund 40 UNd oO Pfund /O und 80 21 704.40 867.— krochen und Gehöstiverre angeordnet worden. Das erstemal war $ im Stalle eines Viehhändlers, was der Ackerbau treibenden Be- tölferung unserer Altstadt grostcn Schaden brachte, indem es zur •»eit war, wo die Felder ausgestellt wurden und die kleineren £c!onomen nicht mit den .Mhen hinaussahren konnten. Tann „urde das Rindmeh eines größeren Oekonomen davon befallen tnd jetzt ist die Seuche int etaU eines Milchwirtschaft treibenden flesitzers ausgebrochen. Ter marokkanische Abgeordnete bei den englischen Krönung?- feierUchkeitrn abgelehnt! für elekhiiche lildif-, Kraft», Celephon* u. KlingeUHnlageit Gas-, Waffer- und [Tlafdilnen- - Anlagen..... Tagesordnung: 1. Rechnungsablage für 1910, 2. Der- schiedenes. Forslrefenn^n^ : Lucius aus?:, kolaug auShn» en wurden zu tragen windeS, Erbach j. O„ n? i tim, eine Lebten - Erledigt hende CchulüeUksl zu (Jelbftöd!! nst verbunden: werden. 6in< r. ’fle^u Küddiim, nben; dem Wr Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlauf der Witterung seit gestern trüb: TaS £odj im Norden hat sich etwas verflacht und von Westen her bringen leichte Naudwirbel vor. Doch ist vorläufig noch mit Beständialcit der 'LUtterung zu rechnen. Auch für Montag ist keine wesentliche Aendenmg zu envarlcit WelteranSstchten m Wellen am Sonntag dem 4. Juni 1911: Trocken, heiter, warm, lokale Gewitter. pt&c Paris, 3. Juni Tie englische Negierung dem hier weilenden marokkanischen Minister de-> Neuste Darmstädter Pferde-Lotterie Ziehung am 14. Juni 450 Gewinne i. W. v. 15000 Mk Hauptgewinne i. W. v. 4000,2000 Mk. ferner 10 Pferde oder Fohlen i. W. von 5800 Mk. sowie 438 Gewinne L W. v. 3200 Mk. Lose ä 1 Mk. (Liste und Porto Pfg.) |D”/S durch L. F. Ohnucker, Darmstadt, u. allen bekannten Verkaufsstellen. Konsum-Berem Großen-Buscck eingetr. Genossenschaft mit unb. Haftpflicht. Sonntag den 11. Juni l. IS., nachmittags 3 Uhr Generalversammlung i Gastwirt Heinrich Brück. Aktiva. Warenbestand am 31. Dez. 1910 ^affa bestand am 31. Dez. 1910 Xusstände am 31. Dez. 1910 , ^anko-Ersatz vom ^Lagerhalter aus 1910 11632 Ausstellung. Lehrmittel. Jubiläumsausstellung der einzelnen Abteilungen der D L G. - io Wir tschaften auf dem Platze, darunter Obst- und Schaumwein-, Molkercikosthalien u. Kosthalle für alkoholfreie Obstgetränke. Täglich zweimal vor überdachten Tribünen -Vorführungen von Artillerie-, Kavallerie- und Zuchtpferden, Trachten auf dem Dorfanger. — Grosser Concours hipplque. - Schülerspiele. — Landwirtschaftliche und technische Vereine erhalten bei Mindestbezug von 50 Karten Ermässigungen. — Prospekte, Kataloge. Auskünfte durch: DeiLsche Landwirtschafts - Gesellschaft, Berlin SW., Dessauer Strasse 14. lebten,? UÄ tebet(n tb Nacht acht; E l Mokri, der den Sultan bei den Krönungsfeierlichkeiten in London vertreten sollte, durch den hiesigen großbritannischen Botschafter mitteilen lassen, daß die An wcf cn h eit Der marokkanischen Delegation bei der Krönung sf ei er nicht erwünscht sei. Tic Grausam feiten, die von der scherisischen Truppe besondere- bei den letzten Ausfällen gegen Z-rauen und Kinder verübt worden seien, würden in England als eitiehrenb für die Re gierung angesehen. Tie öffentliche Meinung Englands werde einer marokkanischen Delegation leicht einen un freundlichen Empfang bereiten, was vermieden werden solle Teltersweg 12 Telephon 2S5 Vertrauliche Auskünfte über Geschäfts- und Drivaiverhällnisie, Ruf, Charatler, Lebensweise, Mugist, eingehende Lerichie über Borleben von allen Plätzen Der Dell. Beobachtungen Tag und Nacht, in Badeorten, aui ber Reise, überall. Ermittelung von Zeugen. Beweismaterial zu allen Prozessen wez. hv-^ Bff in Ehescheidungs Prozessen Diskreb Zuverlässig. Große Erfolge. Nach auswärts erfolgt Besuch. Auskunftei and Detektiv-Büro C. Pippart Gaffet Königstr. V, Fernruf 34Ü3. Telear. - Adr. Pivvart Gasiel. Der Vorstand: H. Meyer, Direktor. K. Siegfried, Lagerhalter. Die Bilanz liegt 8 Tage in der Wohnung deS Direktors Meyer den Genoffen zur Einsicht offen. Bilanz Dom 31. Dezember 1910. -ten Äorb'ereiiA Jjt VW "*y‘£ e hichgen W Passiva. Reservefonds aus 1909 Geschäftsanteile Reingewinn aus 1910 Roch zu zahlender Gehalt auS 1910 Roch zu zahlende Mankovergütung für 1910 45 und 60 P^. Wanderausstellung iE Cassel. Mk. «. 1.60 lenrot ilt, l"el fällt, Lust ' nbnijV H.1 8' Dohiiz,. Besten 1 °us der Liebig m, lde» AuS stell'..'^ geöffnet. iessischknl" )onnerstac^ ten LuslsaM lnnmelt. $*- )chcheudet>7!t ers gtMj jörbervglstb \ von ■ Zweck«, altonfalirt, wy in (ein bnttrt »4 Wesenheit W W offt, daß bet M t beizulvch^, v:- ächtete in dn.M e und Erlebmüi da stsche Anfna^c,«- ild wird W1- r Sievers, tM ,sich°nMM m Umständen M und nach W* gSversnch scheu von hin. Straße und d^ n Meister bcainv ine Zeitlang R sich zur SdksM i>«iiind dann l|* £ und tin« 9';-„ ch-» [>abe" “j Li , d°r°«S 1 Zövke, Treber, LH Locken, Haar-Ubr- kctten, Touvct' scheitel u. Perücken werden btllig an- sefertigt. Sncäialitat iu grauen u.weihen Vnarcu. jöVic werden gefärbt. . Tawen-Kovfwaichen mit Friiur 1 Mk. bet <879 SclterSweg 43. V Ecke Goetbcitr. frische Stangenspargel Pfund 60 Pfennig Frische Schnittspargel Schotts SÜciniiube. Frische Erdbccrbowlc. 3639 Letzte Nachricliten. Gorthetag in Weimar. Weimar, 3. Ium. Ter Goerhetag, zu dem Literaturfreunde aus ganz Deutschland uno Deutsch-Lesterrcich cinactrofsen sind, wurde gestern abend durch eine eindrucksvolle Vorstellung von Goethes Tragödie „Die natürliche Tochter" einqeleitet. Flottenmanöver mit Flngschiffubongen. Paris, 3. Juni. An den im September stattfindenden Flotte umanövcrn werden zu Aufllärungszwecken vier F l u a s ch i f f e t e i l n e h m e n, die von Seeoffizieren gelen't werden sollen. <ßcrid)tsianl. Wien, 2. Juni, jlcbtr den Aufenthalt des wegen der ^kannten Lergiftungsveriuche zu 20 Jahren schweren Kerker verurteilten Oberleutnant Hosrichter in der Strip anftolt Möllersdorf wird berichtet, der Gefangene habe die Er- cubnis Schreibcrdienste zu verrichten zurückgewiesen, austerdcm ; itternahm Hofrichter im Lause emeS Monats zwei Selbst- ! rordversuche. Er lernte Netze binden und schmuggelte tag- ' ich einige Fäden Baumwolle in seine Zelle, daraus machte er il) einen Strick, um sich zu erhängen. Vor einiger Zeit gestaltete nan ihm den Besuch seiner Schwester. Nach dem Besuch weinte ,mb tobte er tagelang und wollte nichts essen. W ie n , 2. Juni. Die desMordesander buckligen Näherin »Seife angeklagte Marie Bartuner wurde nach mehrlägigcr Üerhandlung zum Tode durch den Strang verurteilt. Ilornblumen-Gesellschaft Gießen veranstaltet Dienstag den 6. Juni ein Familien-fest auf der Sclteröböbe. 04570 Freunde und Gönner sind herzllch willkommen. I. A.: Der Vorstand. imlnviiMch!. Monfunwercin zu A.-Büseck »cingetrageue tzjcnosscuschait mit unb. Haftpsticht B.. Meyer I., Direktor. R. Siegfried, Lagerhalter. nach leihweise : allerbillig«t : größte Auswahl M SEtack in jeder beliebigen Zchriftart und Kartom DtltTTilrTCll forte, sowie mit Zirkeln aller studentischen V Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen örühl'sche UniverfitSts-vruckerei, Zchulstrahe 1 Von Donnerstag den 22. bis Dienstag den 27. Juni 1911 Preise: Dauerkarte 10 Mk. Tagespreise: 22. Juni 3 Mk. und 23. und 24. Juni 2 Mk., 23. 26. und 27. Juni 1 Mk. ei2 Pferde, Geflügel In Hallen und im Freien, mCnillBlQa Kaninchen, Fische In eigenen Hallen und ___________________ Schäferhunde. London, 3. Juni Ein Knabe fand auf der Straffe Diamanten des M a ff a r a ö 1 d) a 4 von Bikackir , die amerilanischen (Daunern zum Cpfcr gefallen sein sollten lsiche unter Vermischtes im 4. Blatt dieser stummer) und lieferte sie gegen reichliche Beloffnung ab. emj?> S SSÄ" W cale zusammen 299 . . 25 . . 274 350.— 29 238.27 297 2 - Üb Ätz, tzy iSfc- »i«“b'‘ssj.====s 8 . Molkereiwaren, Samen, Dünger, Futter, LT r?Plinni9QPe Konserven. Gerste, Bienen, Weine, Obst, _ _ / — <*] L.I IliM vG e Gemüse, Weiden, Flachs. — Grosse Aus- AA.WLMZW.S Maschinen«. Geräte:'BsäSS „ f» 'Lj, e ff* 4*3i ________________________________________ Darstellungen. Landarbeiter- landwirtschaftl................... (a-V, 9 Sie W VI. V SCHUTZ- i nur SCHUTZ- k MARKE M U W Ä; K ink5:; IM Mi! f.l'l kl isp H H j GS < w dgener & Schlöte! Goetheftrdfce 9 - Frankfurt a, M haben ein großes Lager Leinen- lädcenkleider Grosse Ausswahl Preislagen: Mk. 19.- 25.- 29. - bis 90.— Mk. 16.50 23.- 34.- 43.- 55.- etc. etc. Buchdrucker-GesaDOverein Gießen Belustigungen. Konrad Stumpf. 3609 Der Geschäfts-Verleg« Hochachtend meisters W. Vöbcr. 'Anfang 5 Uhr Wir fchöner Eintritt frei! Vorstand. 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Regiments „Kaiser Wilhelm" unter persönlicher Leitung des Herrn Obermunk- krjchrinl £ie ,Nentr. ,Wfler‘ „Kreisblatt W -öchenllich. fragt" er|« I tin uiterninntea: I »r erleben. teiligten hauptioä nacheinander zwei zu müsse. Eisenbahnhotel Dienstag den 6 Jnni von nachmittags 4 Uhr ab 04549 Freikonzert. Klein-Linden Gasthaus zur „Deutschen Eiche“ Am 2. Pfingstfeiertag Srotze Tanzmusik Eintritt frei, zzzzz Parkett. = Eintritt frei. Es ladet höfl. ein' 3623 Fritz Krüger. ZA J?lll{n Äni eti gm« s^griis Gr tung beb 3cnmu Freunde und Gönner des Vereins t durch die Agitati I l'-Msleituiig nichi . ttc eorlidiritte ( J 7 der Mlrizität, I B' ?IC imn|cr l \'?^".ha»d durcii; erzielt ! "univglich er iJnn mait eri( erprobt, mi .7*10)6.11 alle i Äy aui eie Ä !?ngsmam AIon neu- das gäii «»Ä1«. d DK * iG E.«ioti N üd ."tiitouiu S ° DK AR rt H Am 2. Feiertag, nachmittags 4 Uhr im Etablissement „Karlsruhe“ MM Familie»-Wert* mit Tanz M&II idrteg! MAe. IZstiM Ausflugsort. Ich bringe den geehrten Vereinen und Gästen meine Lokalitäten • in empfehlende Erinnerung. Grosser Saat u. mehrere Gastzimmer Schattiger Garten .. la. Hausmacher Wurst und Schinken . Modernste Formen Guter Sitz Line Durch den. I ü'i, io lesens I 5 aß i'*’1 w * II »int d»r»" “ S8«nW 6t® i” ■ wird, «i des jetzigen Reu Asatzivayl beg u beit Eine bestu in Düsseldorf I w-jl die bindend« Meten Sritjamfe Mtstags ftnbe: US Ab«. Frhrn tzalts, daß RachN löschen des Ma, vom W ?er bnaumen seien, jo ist es bei de blieben, wonach i L'jchsregiming frei Jfaije; — cii I inin ist der Reo I nicht gestellt; Lo I ordnung „in kü I i-ermimiing des I gelt werden barj | Zusammenhängen ISrsabwahl staitzi sür die hauptwa »livarten sein. Das Ergebt I aendes. 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