Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten» völlig unvorbereitet sei. Baß- und Altsolo, oöer der schöne Altgesang in der soloane 3d) folge dir nach", zu dem der Frauenchoc einen vom All meister Bach geschickt hineingeworsenen Vers nach der Melotn. O Haupt voll Blut und Wunden" sang. Freunde voller Mang Wirkung, großartiger Harmonisierung, eures kraftvollen Chors kamen bei dem Lchlußchoral „Jesu, ocittc Passion" sicher ans ihre Rechnung. Als Pleister des Instrumental und Volaliai.cs har Lach mit diesem Schluß die nachhaltige Wirtung Der einzelnen Teile nocn verstärkt, so daß die Acenge nach 1‘ ?i!unbigcir, andächtigem ^auscherr befriedigt und voll Dankbarkeit ßegcii bic Fchövfcr erhebender Musik und gegen die ausübenden Mln.tler, MiUvirkendcn und Dirigenten die chchtgcfnlltc Kirche verla,sen konnte, mit dem Bedauern, daß ein solches ^tirchenkonzert, wentt auch in n einer cm Rahmen, nicht öfter geboten wird. — Gießener Stabtt Heater. Uriel Acost a. Zum Gedächtnis des unglücklichen Karl Gutzkow, dessen Geburtstag sich am 17. März zum hundertsten P'cake gejährt hatte, wurde gestern sein bedeutsamstes Äühnenwerk, das „Witterungsbaro-neter für die öffentlichen Zustände", Uriel Acosta, ausgefiihrt, und zwar mit einem echebttcheu Erfolg. Als Acosta soielte Willy Kaiser vorn sladr thcater in Bieiefeio auf Anstellung, und roenn bet Gast durch die Reise auch offensichtlich ermüdet war, so zeigte er sich doch als einen verständnisvollen, überlegenden Dor- steiler, der noch eine heilige Begeisterung hüte: und nicht nur mit dem Hirn, ,andern auch mit dem .Kerzen bei seiner Ausgabe ist. Kleine Fehler in der Aussprache, namentlich von g und ch sind zu überwinden; sie waren auch nicht so erheblich, das; sie bei der Frage einer Verpflichtung störend ins Gewicht fallen dürften Wie sehr der .unifiie.- im übrigen gefiel, das bewies ber außerordentliche Beifall, der ihm zuteil wurde. Auch unsere einheimtü-.ien Dar steiler taten ihr bestes zum Gelingen, insoweit wena je ., als es die Herren betrifft. Hermann Bakof an erster Stelle als wohlmeinender, lebenskluger de Silva, ber besten Figur des Stückes, die er zu einer schlichten, eindringlichen Wirkung brod)tc. Kurt Gühne sprach den Rabbi Ben Akiba und stellte seinen kleinen, aber ge Neue ruifijche Drohungen au China Petersburg, -ö. März. Der zeitweilige $ e r weser der auswärtigen Angelegenheiten ließ dem russischen Gesandten in Peking folgendes Telegramm zugehen: Tie Verhandlungen der letzten Monate überzeugten bic Kaiserliche Regierung, bar bic chinesische Regierung danach fticbt, durch ausweichende Antworten bic in der rusti- jchen Role vom 1U. Februar bargclcgtcn Pnnltc adzulehncn. Welche Einflüsse da zu Gunsten Stolypins und welche zu Gunsten Kolowzews tätig gewesen sind, wird wohl noch einige Zeit Geheimnis von Zarskoje-Selo bleiben. Tas aber weiß man schon heute: daß die Krise so lange andauerte und daraus schließlich nicht Kokowzew, sondern Stolypin als Triumphator hervorging, lag daran, daß 'lokowzew für die Uebernahme des .Ministeriums die Neu Besetzung non vier Ministerposten zur Bedingung machte, wogegen der Zar Bedenken hatte. Auch feyeinen bie Freunde Stolypins es verstanden zu haben, Kokowzew, der in der deutschen Presse als Realtionär schlimmster Sorte bezeichnet wurde, als Liberalen erscheinen zu laisen, der in jetziger 3eit, wo Gesetze, wie die Aufycbung der Rayonbeschrantung für die Juden, von der Duma verlangt würden, für den Ministerpräsidentenposten durckwus ung.eignet sei. Genug, der Zar gab schließlich Stolypin den Vorzug; nur war es äußerst schwer, diesen zur Zurückna.,nne seines Entinjsungs- gejuches zu bewegen, da der Gekränkte eme eklatante Genug- i iiung forderte. Was Stolypin zuerst zur Bedinguiig machte, als der Flügeiadjutant des Zaren, Dedjuiin, am 22. März bei ihm erschien, wissen wir nicht genau. Es heisst, er habe die Aus- liejcrung der Verschwörer Trepow und Durnowo, die Auslosung des Reichsrats, der die nationalen Wahlkurien für bie Lemstwos der Westprovinzen abgelehnt und so den akuten Grund zum Rücktrittsgesuch Stolypins gegeben halte, verlangt, sowie als Anerkennung für sich bie Kanzler- unb Graienwürbe, nach benen er, wie man weiß, schon lange strebt. Wie es scheint, hat bann der Großfürst Rikolai Nikolajewitsch tags barauf — übrigens ein angenehmer Auftrag für ein Mitglied ber Zarenfamilic — Stolypin zu bestimmen gewußt, die Bedingung der ^luflöiung des Reichsrats, bie, ba der Reichsrat ja nur zur Halste aus gewählten Mitgliedern besteht, eigentlich wenig Sinn hatte, fallen zu lassen, aus die geforderte Standes- unb Rangerhöhung — wohl nur in diesem Augenblick — zu ver-- 'iasten und gegen die Verschwörer Miloe walten zu lassen. Trotzdem ist das, was Stolypin erreicht hat, noch immer groß genug und wohl in der Hauptsache dem Umstand zuzuschreiben, daß der Reichsrai den ganzen siolypinschen Entwurf über die Einführung der Seinstwos in den West- provinzen mit 134 gegen 23 Stimmen verworfen hat. Tiefe Halsstarrigkeit müßte der Zar, nachdem die TeputatwnS- afferre zu gunsten Stolypins erledigt war, umsomehr als einen ihm persönlich angetanen Assront cmpsinden, als Das Kaiferpaar in Venedig. Venedig, 25. Mürz. Tas Kais er paar und tue Prinzessin Viktoria Luise sind um W Uhr heute mittag hier eingetrofsen und wurden am Bahnhof von dem Herzog der'Abruzzen empfangen. Bei dem privaten Charakter des Besuches sand keinerlei anrtlicher Empfang statt, doch fanden sich zur Begrüßung außer dem Herzog der Abruzzen der deutsche Militär- und Manneattachö auv Rom ein, sowie der deutsche Konsul von Venedig, ferner die Mitglieder der deutschen Kolonie mit Damen. Der Herzog der Abruzzen führte die Kaiserin durch den Bahn Hof zur Bootaulegestellc. Das Kaiserpaar, bic Prinzessin unb bas Gefolge fuhren in Booten ber „Hohen zollem" durch beit Canal bc Grande zur Kaiseriacht, wo sie Wob- nuiig nahmen. Ein zahlreiches Publikum begrüßte ba> Kais er paar. Ter Kaiser verblieb nachmittags an Bord Die Kaiserin und Prinzessin Viktoria Luise besuchten die „Academia delle belle ani". Die Abendtafel fand an Bord der „Hohen zollern" statt. _ . Venedig, 26. März. Tie Kaiserin und diePrin - zess in Viktoria Luise unternahmen gestern nachmit »er Reichsrat wissen mußte, daß der Zar Stolypin wieder • ein Vertrauen zugcwendet hatte. So siel die Genugtuung ; ür den wieder in jein Amt eingesetzten Ministerpräsidenten »esto glänzender ans. Werden hoch die beiden Verschwörer und Anführer der Hetze im Reichsrat, Trepow unb Turnowo, bis zum Januar nächsten Jahres „beurlaubt"', ihnen al,o jede Einwirkung aus den Reichsrat genommen, und muffen wch der Reichsrat selbst unb die Tmna, um einen Denkzettel zu erhalten, ihre Beratungen drei Tage lang unter- »rechen. Stolypin aber wird weiter die Genugtuung zuteil, daß er bei der Auswahl derjenigen Reichsratsmilgtteder, die der Zar zu ernennen hat, also der Hälfte, em gewichtiges Won miizusprechen hat, und daß der «cmstwo- Eiitwürf auf Grund bes Artikels 8« der Berfa,,ung auf allerhöchsten Befehl in Kraft tritt, trotz feiner Ablehnung im Reichsrat. Das bebeutet zwar, ba ein solcher Ukas inner l;alb zweier Monate von Reichsrat unb Duma angenojn men fein muß, um nicht seine Gültigkeit zu verlieren, für ben Augenblick pra-liftch nicht viel. Politisch aver z.igt cv, baß ber Zar sich mit bem Siolypinschen Entwurf vo.l.g aus- gesöhnt bat, so baß es sich ber Reichsrat wohl uoenegen wirb, in bic,er Angelegenheit gegen Stolypin unb damit gegen den Zaren selbst aufziitreten. £b trotz ahCDcm ^s.o.y^iu uo.., lange am buibcr bleibt, möchicii wir bezweisCtU. jioar herrscht unter leinen Gegnern auf der Rechten und im Zen-rum, sowie in ber Hof- tamarilla, über seinen Sieg äugend.icklich grotze^Bestur- '-unq, die sich paralamentariich darin äußert, bap Stolypin freundliche Mitglieder ber Rechlen unb,des Zentrums ihre Parteifahne verlassen und zu den gemäßigten Nationalisten und Lktobristen überschwenken. So wirkt cm Jlöort Väterchens" im heiligen "Rußland. Aber die Feinbe ^i0ty- pins — unb bereu hat er, wie bie gestrige Abstimmung im ReichSrat gezeigt hat, genug — durften deshalb ihren Kampf gegen ihn schwerlich aufgeben. etc werden nur zu bald eine neue Mine gegen iyn aufftattern ia,,en und sich dazu wohl eine bessere Gelegeiiheit aus.uchen, als es ber Sloiypinichc Entwurf über bic ^emstwos eigentiia.) war. Petersburg, 26. März. In ber Abenbfttzung ber Duma -Fraltion ber Oktobristen lüiibigtc Guisch- totü an, baß er bas Amt als Dumapräsibent nieb erlege. Die Frakiion beschloß, gegen bic Gesetzesvorlage über bie Lemstwos in ben W e st g o u v e r n e rn e n ts zu stimmen, wenn bas Gesetz auf Grund von § 87 ber Grundgesetze burchgcfüyrt wird. Die Frage ber Frieder- kegung bei Mauäate aller Mitgkiedec ber Fraktion wurde bis zur nächsten Fraklionsfitzuug offen gelassen. Die amtliche „Rossija" führt aus: Tie nngcliinbigtc llntcvbredmng ber Tagung der gc,etzgcbcndcn Jnstitulion wird der Regierung die MSglictzrcit geben, Die eentfh mogeictzvorlagc auf Grund von § 87 der Grundgesetze durchzu- lüliten Tiefe Maßregel bezeug; einerseits die tritt ichloycnhclt der l ochsten Obrigkeit, auf der Grundlage einer nationalen Politik fest zu bestehen: andcrelseüs wird sie Der russischen Bcvöllcrung der Weslgouvernements Söerubtgung bringen, die durch alles Geschehene verwirrt unb moralisch erschüttert war. Wcoer die bicichs- dnma noch der Reichsrai können sagen, daß durch die genannte Maßregel ihre Rechte übertreten werden; denn Die auf Grund von §87 eingeführien Gesetze müssen bei ben gesetzgebenden ttörper- schasien cingebradü werben und cs können in ber Folge alle Aenderungcn Dorgenommen werden, die bie Reich sduma ober der Reichsrai für nonvenbig beiinbcn sollten. Tonmaleude auch den Alten nicht unbekannt war, iaun man an dem „Ich fahre aus zu meinem Vater" sehen. Dü sickuvebenden Töne bei ,,'ahrc" sollen wohl auf das schwingen, auf <)lügelichlag, auf das Einporstrcben Hinweisen. An dritter Stelle lang die Knabenchorschule unter Leitung des Crganiiteu Gtulach 2 Chore a eavella „Ach, Jesu mein", ein m Volkston gehaltenes ciniachcs Liedchen, das viellcichk einst ein Volkslied gewesen ist unb dem man bann einen geiitlichcu Text mitergelegt hat: ferner „Ter Herr wird Die Tranen", eine nicht leicht zu stngende Komvosüiou Des Gcianglehrcrs >vcrm. Franke Wenn Dort Die sollen lieblichen Stimmen anipradien, waren es hier Straft unb Sicherheit des Vortrags; betannt ift bei Der Knabenckorschule Die reine Aussprache, das Aushalten des Tons bis zum zartesien Austtang unD Der saubere Vortrag. Man hört diese Meinen gern ihren gcrciftcreii Gesangsgcnoiien das Programm abwechslungsreicher machen. Als letzter Hauptpunkt kamen zwei L a ch 1 di c Ä’ antaten zum Vortrag, „Jesus nahm zu sich die Zwölfe" und „Sehet, wir gehn rinauf gen Jerusalem". Hier wirkten -ologeiang Gilt Teiwr unb Baß', Frauenchor unD gemuchler Evor, llemes Orchester Mlarinetrc unb Streichmusik., Flügel und ^rgel zusammen, um in der Gesamtwirkung cm einDruck-volles Mmikituck ;u Gehör zu bringen, abwechslungsvoll in seinen einzelnen Sätzen, in ben Rezuatwcn unb Arien und eigenartig in der Imtrumcntal- bcglei-ung und in der reichhaltigen Heranziehung eines Flügels, als Saiteninstrument, zu dem gezogenen Crgcltlang. Tie Klavierbegleitung lag in den Händen Des 1 rotenors Trautmaun, Der zugleich, soweit ihm der anivnichsvolle »tlaviervart Zett ließ, als Dirigent sich betätigen mußte. Wenn hierbei alles klappte, ist es schließlich das Berdiewt aller Mtt- wirkenden, dank der jalnriangcn, vortrefflichen Schulung und bem unermüdlichen Streben des Chors naco Woterb-ldun^ Bon Einzelheiten ist bei cnlmaligcm Anhoren wlcher miC,en- werkc mit sicherem Urteil schwerlich viel zu sagen. Es in dies aud) k m Lchaden, Da sonst die Gcsahr d.'s IcrviluckenS Des Gesamteindruas zu nahe lic^t. Manche batten bei Bach nicht bic eigentümliche Klangfarbe in ber Begleitung zum Bavrezuatw Mein Jesus, ziehe mich . . . ." vermutet: eigenartig bie lang gelogenen zitternden Striche gcDampjtcr Gc.ge, mit lang ge- naltencn Klavieraikorden. Andren mag bewnders bic Bravour vQUf5 auf Dem e in „ewiges" Aut ut der Zenoraric gefallen haben oder Der schöne TSechselgesang tm Rezttattvo Arww ut $toh)pin Triumphator! Die Mine, die die llltiarcaltionärc des Reichsrats unter Führung von Trepow und Turnowo dem Ministerpräsi- oenten Stolypin aelegt hatten, ist nicht explodiert, hat Stoly- pin nicht unter den Trümmern seiner Prini|lerherrlichkeit begraben: Stolypin triumphiert über seine Gegner. Zwar schien es, als am 21. März Stolypin dem Zaren sein Rücktrittsgesuch unterbreitete, und dieses ohne weiteres angenommen wurde, als sei es den realcionaren Intriganten gelungen, den Zaren völlig gegen Stolypin einzuneymen und ihm den Glauben beizudringen, daß der Ministerpräsident ein frivole- Spiel mit ihm getrieben ljabc, iubcm er, um feinen Gesetzentwurf über bie Einführung ber Semstwovcr waltung in ben Westprovinzen zu unterstützen, in Petersburg Deputationen habe erscheinen lassen, bie um bie Einführung Daten, aber von Stolypin inszeniert worden feien. Doch tarn diese Jntrigue, obwohl der Flnanzminister Kokowzew als Nachfolger Stolypin bereits gcnaiuu wurde, ans Tageslicht; nur tappte man von Donnerstag vis Samstag völlig im x unfein, ob Stolypin bleiben ober Kokowzew ihn crfcr.cn würbe. aifat hie dnnciiidK Regierung einerseits in bem am 19. ’Aors ton mssiN^ Gesandten cingchändigten Memorandum un'crcm und Billigt -'N- d.° Enncknnn eines ruinidxii Konsulates tn Mobbe nicht adbanglg r werde von der Einführung von Zollabgaben, aberanbcrit seit« über die anderen Konsulate, thnren Unuljnmg ba Arttkel 10 des Petersburger VeNrages oornchü und uba du Monopole, die in der Provinz vsintdiait im Widerspruch mu ben Vertretern nut den Mächten eingeführt mcrden und sag i Lacken des Handels mit Lokalcr-eugmsten würden dm rusti ax n Hänblem Die gleichen Bedingungen wie d«n chimsischcn gestett., nxtbei sie bas vertragliche Recht der Rulicn , IN ier Mongolei und in Westchina ohne die Entrichtung ngmd w6ch c Zölle oder Steuern Handel zu treiben, ganz imbcad)tct luf . In Anbetracht der völligen N u tz l o i i g k e i t d e r n r tiger Verhandlungen, in denen die chine|lsch? Negierung nur einen Anlaß sucht, die russischen Bertragsrechle mrch .Irgn mente 7u beschränken, die sie selbst spater fallen zu lasten gezwungen ist, sicht sich Die russische Regierung genötigt, letzt di.iem Durch nichts gcrcchlsertigten vinziel en - 'i End' zu machen und die chinesi|chc Regierung zu bitten, du Mäßigkeit und die liebere in stimm ung^ aller punkte milder russischen Note vom lb. (yebruar mit D c n Verträgen sormell zu bestätigen. Nur nach einer derartigen Bestätigung kann die Kaiserliche Negi^ung eulwililgeii, über die Fragen, betreuend die Einführung von Zollabgaben, bic Lckiaffung eines besonderen Reguns für Den Techandcl, iü»c irgend melde partielle Abänderungen des Vertrages von 1881 in Berl-andlungeu zu treten. Die Kayerluhe Regierung ist bereit, auf Die Antwort dicicr Note bis z u rn 28. Ma r 0 - u war t en macht jeDoch darauf aufmerksam, daß |ic sich, wenn bis zu den angegebenen Termin leine crsckwpsendc und befri^)igcndc Untwvri bezüglich aller seckzs Punkte Der Note vom 16. Februar einGifsi, Die Freiheit des Handels v o r b e h a lt imd daß pe Die chinesische Regierung für die von ihr an den Lag gelegte Harlnädigkeit verantwort l ich m a ch t Wie Reuter dazu aus Peling meldet, f o 1 l d i e r agc sehr e r n ft fein. Man glaubt, daß, wenn China innerhalb ber gesetzten Frist sich nicht bebingungslos auf Den Ltanbpuntt ber rusiifchen Note vom lb. ^edruar stellt, Rußlanb Zwangsmaßnahmen, bie berertS vorberei- tet feien, ergreifen wirb. Peking, 26. März. Tas Auswärtige Ami hat nach langen wichtigen Beratungen dem hiesigen russischen Gesandten die Versicherung gegeben, daß China morgen rückhaltlos die Forderungen Rußlands b e w i l' ligen werde. Man ist hier allgemein der Ansicht, daß China keine andere Wahl hat, weil eS aus einen Krieg Geistliche Musiiaussührung des Lvangelischen ttirchengrsangvereins. Gießen, 26. März. Zur Mittagszeü hatte am Loimlag pic Mi.uärtäpclle in der Anlage Mendelssohns „Frühlingslied" gespielt, b.'iicn weicher Eha ratter zu dem stürmischen Wetter vaßlc, wie Hoffnung zur rauhen Wirklid>fcit Wie die Lerchen i'tpon vor Wochen ;u uüg jubilierten, hatten wohl auch die tWeimlien sich mit ihrer Fiuhluigsitinimung gründlich verrredpict. Die Strenge Drangen in der Natur malmte »um Zurückstellen eitler Träume zur Einkehr ins Innere, ^.er Ernst der Passionszeit tarn wieder zur Geltung, für geiitlm;: Musikauffühiung der richtige Ltimmungshiiucrgrund. Wen es Da am AbcnD zur Stadtkirche gezogen hatte, der ließ siä» von den cimcüciwen Mtängcii oer eget i-inotreuen für Die Hauptsttickc des Abends. .. . iHlö Präludium Diente eine Pa । > aiaglia Dc« rrgcitom- honiften Buxtehude, ein alter italienisch ernster ^anz „Hahneschritt"), m weicher, zarter Figuration, bei ler die Klang- luirlunqcn der verschiedenen Register^ bu- zum Fcrnwcrl, ichon zur Geltung kamen. Ter Mompomit hat hier nickst mir Den Baß ostinalo („harenädig") gestauei, er verlegt das Wiederholen auck) in Die führenden Siimmcn, uud^auch r-a nicht nur in Thrasc oder Motiv, sondern auf beufclben Ton. ■ Als Hauvipuntt Des Programm-.' roigtcn 2 bibliicyc Szenen, ndmlicr Pharisäer und Zöllner und ^iterdialog, von öeinndi 3 tzür. d-r. 1LC 2-1 -e . 7- Der hervorragendile deutichc Monipn.u,. Dc» 17. ^ahrhund.ris gilt, auch die erste deursche Oper ichncb. _ Tie Erzählung vom Pyariiäer und Zoluicr leitet der §rauen- d»t ein an den sich bie in einander grctjenöcn ^ologemngc des Phariiäers Baß: Reinhardt-Tarmstc.Dti und Zöllners «L-enor: Breiding-Franksi.lrt) ans-ließen, worauf der Chvr die Rechtfertigung t-es Zöllners Eunbgib,. Bewnders gefällig wirkt die Abwechslung, die ber Tondichter dem lieh immer wleDerholenden „Gott sei mir Sünder gnädig" S'bt und Die Ltclgerung im „Ter soll er! ohet werden" Dey gemischten Ehor.-. Im Ostcrdmwg singen Baß und Lenor dcn iragenden ^c,us Alt Fräulein Rechardl-oramjurt- und covranjo" rau teilt „luller- Wetzlar) die suckjcndc Maria Magdc-icna, ein sehr Danibarc^rua mr gefühlvollen Lologcäng, voll intimen Reizes, ^-ckcho leit, Sei/:,such, und Schön heil des Zufammenklangs! Toy bas Nr. 73 Erstes Blatt 161. Jahrgang montag, ^Mcnz Ml Der «iefiener Anzeiger JBTOEl' M monatlich75P^viertel- -s vj irntiivi ainv iuv i wirtschaftlichereitfracer ■ M * ” MM Veranuvottl'ch für den '-miltned) -9In|d)liifie volilischen Teil: August General-Anzeiger für Gberyessen 3OTa$me" «n*ä»)ei9« Rotationsömit tmi Verlag der Srühl'Ichen UniD..Bud). und SteindruSerei R. ränge. Redaktion. Lrp'diNsn und vruckerel^ Libulftratze 7. L^.. ».s-i'.w'd-n L XÄ“ vüdingeu: zernsprecher Rr. 50 Seichäslsftelle vahnhalftratze lb-.__ tag eine Gondelfahrt und besuchten mehrere Sehenswürdigkeiten. Ter Kaiser machte mehrere Besuche bei Mitgliedern der hiesigen Gesellschaft. Aus Hefferr. Tie natioualliberale Partei und die G i e s; e u e r S t i ch w a h l p a r o l e. Im „Mainzer Tgbl." läßt die Leitung der Mainzer Nationalliberalen folgende Erklärung veröffentlichen: Die Osicßcner Nationalliberalen haben dm»'' ihre Stich- wahlvarole den gewiß unbeabsichtigten Erfolg gehabt, daß ihnen von manchen Seiten antisemitische Beweggründe unterschoben wurden. Es bedarf ja eigentlich keines Dörtes der Versicherung, daß derartige Beweggründe bei der Ausgabe der Stichwahlparolc auch nicht die mindeste Rolle gespielt haben, ebenso wenig wie cs einer Versicherung bedarf, daß die nationalliberalc Partei von Antisemitismus vollkommen frei ist. Das leitende Motiv der Gießener Nationalliberalen war ja offenbar, daß sie es in nationalem Interesse gelegen erachteten, jeden bürgerlichen Kandidaten, einerlei welcher Richtung, gegenüber einem Sozialdemokraten zu unterstützen.. Sie haben dabei wohl übersehen, daß es ebenso wenig im wirklich nationalliberalen Interesse, nämlich bem, einer ruhigen und gedeihlichen Entwicklung unseres Nationalstaats liegt, einen antisemitischen Rassekanrpfer, wie einen sozialistischen Klassenkämpfer zu unterstützen. Der Zweck dieser Erklärung ist offenbar, den Verhetzungen entgegenzutreten, die darin lagen, daß man der Neigung, für den nationalen Kundidatc. zu stimmen, antisemitische Beweggründe unterschob. Ter Ton ist auch wesentlich milder, al? die ziemlich schroffe Art, mit der die „Köln. Ztg." die zahlreichen Andersgesinnten ihrer Partei im Reiche behandelt hat, indem sie u. a. schrieb: „In dem Verhalten der Gießener Nationalliebralen offenbart sich ein solches Maß von Selbstüberwindung, nationalem Gefühl und Disziplin, daß ihnen niemand die Anerkennung für den Beweis dieser Tugenden versagen kann. Eine andere Frage aber ist, ob diese Tugenden der Gießener zur Nachahmung auffordern, ob die Nationalliberalen im Reiche da? Verl ulten ihrer hessischen Parteigenossen verstehen und billigen. Da würde man nun die Volksßimmung gründlich verkennen, wenn man nicht sagte, daß einer großen Zahl der nationalliberalen Wähler im Reiche das stramme Eürtreten für den Antisemiten int Interesse des nationalen Rufes der Partei überflüsiig erscheint, weil die Partei nicht solche Gewaltkuren zu macken braucht, um ihren robusten nationalen Charakter zu beweisen, daß aber die Selbstachtung der Partei dieses bedingungslose Abschwenken zu den Antisemiten geradezu verbieten mußte. In Gießen hat der Nativnalliberalismus gezeigt, daß man politische Tugenden so übertreiben kann, daß sie menschlich unverständlich und zu Untugenden werden können Der nationale Politiker mit liberalem Herzen hätte in Gießen u. E. nichts anderes machen können, als „Gewehr bei Fuß" die radikalen Gegensätze gegeneinander toben lassen. Ergriff er eine Partei, so mußte er eine Schuld auf sich laden." Ob die hier der nationalliberalen Parteileitung empfohlene Stimmenfreigabe an dem Ergebnis der Gießener Wahl das Geringste geändert haben würde, muß umsomehr bezweifelt werden, als in der fortschrittlichen Partei ja die Erfahrung vorliegt, daß trotz der Parole für Beckmann so viele Wähler Korells zu Werner übergegangen sind. Deutsches Reich. Der Kaiser ernannte den Reichskanzler bei Gelegenheit des Stapellaufes des Linienschiffes Kaiser" in Kiel zum Generalmajor Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt zur Aussprache über die elsaß-lothringische 33 er» fassungsfrage im preußischen Abgeordnetenhaus: „Es ist bedauerlich für Die Sache, aber nicht entscheidend, daß immer wieoer die Musterungen der elsaß-lothringischen Politiker dazu beitragen, die Bedenken gegen die Verfassungsreform zu verstärken. Man gewinnt den Eindruck, als ob es bei den Agitationen darauf angelegt sei, keine Vcrfassungsreform zustande kommen zu lassen. Es wäre zu wünschen, daß die ruhigen Elemente des Reichslandes sich der Schädlichkeit und der Gefahr solcher Treibereien bewußt werden." Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Mehrere Gemeinden, die nach $ GO Absatz 2 des Zuwachssteuergesetzes befugt sind, die Belassung ihrer bisherigen Zuwachsfteuersatzung beim Reichskanzler zu beantragen, halten mit der Stellung solcher Anträge zurück, bis sie die Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetze oder die Festsetzung des Durchschnittsvertrages durch den Bundesrat erfahren oder ihre Gemeindevertretungen befragt hätten. Diese Gemeinden gehen von unzutreffenden Voraussetzungen aus. Die Anträge auf Belassung der bisherigen Satzung können, soweit sie überhaupt aussichtsvoll erscheinen, nur berücksichtigt werden, wenn sie vor dem 1. April ohne Vorbehalt gestellt und bei dem Reichskanzler eingegangen sind. wichtigen Austritt mit machtvollem Eindruck dar. Ter Auftritt der Mutter und der Brüder Uriels hinterließ bedauerlicherweise keinen ähnlichen Eindruck, obwohl er ebenfalls ein Angelpunkt ist. Frünzi Ko ch war eine liebe Judith, aber das soll diese hochgeistige Jüdin, die so viele Züge von Herweghs Frau trägt, ja gar nicht sein, und so blieb Fräulein Koch der Judith alles schuldig. Weniger düstere Verschlossenheit und mehr tätigen Hatz hätte ich dem Eiferer Santos, Rolf Gunolts, gewünscht. Karl Marx paßte sich als Jochai ebenso wie Karl Volck als Manasse verständnisvoll in das Spiel ein. Kurt Goldberg spielte den Ruben, und Hilde Engel den Knaben Spinoza sehr gefällig. Die Aufführung mürbe von Kurt Gühne geleitet. K. N. — Eine kostbare Münze. 1450 Dollar hat ein Münzensammler aus Philadelphia, S. H. C h a p m a n, für ein goldenes Dreidollar st ücl bezahlt, das im Jahre 1870 in San Franzisko geprägt wurde. Die Münze ist eine" der seltensten und wertvollsten, die es gibt, denn außer diesem Exemplar existiert nur noch ein einziges, das sich in der Münze von San Franzisko befindet. Als man im Jahre 1870 beschloß, die neue kalifornische Münze zu erbauen, wurde vorher noch von jeder Art Münzen, die in der bisherigen Münze von San Franzisko hergestellt worden waren, ein Exemplar geprägt. Im Jahre 1870 waren nun keine Dreidollar stücke in San Franzisko hergestellt uwrden: da aber eine vollständige Sammlung aller Münzsotten vorhanden sein sollte, ließ der Münzdirektor Harmstcad ein Dreidollarstück mit der Jahreszahl 1870 schlagen und dann noch ein zweites für sich selbst. Dieses zweite Stück, dessen Authentizität durch eine schriftliche Bestätigung Hannsteads außer Zweifel ist, wurde nun von Chapmcm erworben. Es blieb zunächst eine Reihe von Jahren in Hannsteads Familie, kam dann in den Handel, wo es die höchste Sehnsucht jedes amerikanischen Sammlers bildete, wurde schließlich von William H. Woodin gekauft und ist nun bei der Veräußerung seiner Sanimlung zu Neuyork in Chapmaus Hande übergegangen. — Kurze Na chrichten aus Kunst u. Wissenschaft. In Hamburg ist der Direktor der Botanischen Staatsiiistitute, Professor Dr. Eduard Zacharias, gestorben. — Der Augenarzt, Geh. Med.-3iat Professor Dr. Carl Völckers in Kiel vollendet am 28. Vlärz das 75. Lebensjahr. Ostern 1907 trat Völckers vom Lehramte zurück. Im französischen Mini st errat unte^eichnete Präsident Falliöres ein Dekret }ur Durchführung^oes Gesetzes über die Altersversicherung für oie Industrie- und ländliche7i Arbeiter. Der Ministerrat stimmte den AuSsiihrungsbesttmmungen für das Gesetz zu. Aus Fez wird unterm 18. März gemeldet: Muley Hafid empfing die Abgesandten von Benimter, welche erllärten, sie hätten nicht die Absicht, die Waffen gegen den Machs en zu erheben, sie wollten nur die benachbarten Stämme zwingen, sich mit ihnen zum Protest gegen die Erpressungen El Glauis zu bereinigen. Der Sultan gewährte ihnen Verzeihung. Fast alle Stämme der Scherardas untertoarfen sich. Weiter wird gemeldet: Da der Sultan sich weigerte, die Gefangenen der Beni Mter freizugeben, so griff dieser Stamm, wie aus Berichten voll Eilboten hervorgeht, die Fez am 21. März verließen, die Hauptstadt an, wurde aber zurückgeschlagen. Der Kbalif von Casablanca und die Paschas von Rabat und Saleh erhielten vorn Sultan den Befehl, allen Angehörigen des Zaer-Starnmes den Zutritt zu ihren Märkten zu untersagen, bis die Urheber des Ueberfalles auf die Kolonne Marchand ausgeliefert sind. Aus Bagdad wird gemeldet: Seit der Entlassung des Malis Nazim Pascha herrschen hier Unruhen. Es kommen zahlreiche Räubereien vor. In Kerbela, das von aufständischen Arabern umzingelt ist, herrscht der Bürgerkrieg. Wie Associated Preß aus Presiale in Texas berichtet, wurden die Aufrührer von den Regierungstruppen bei Chihuahua geschlagen. Auf Seiten der Regierungstruppen sind 160 Mann gefallen. Heer und Flotte. Berlin, 25. März. Der „Reichsanzeiger' gibt die Verleihung be5 Schwarzen Adlerordens an den General z. D. von Be necken do rfs und von Hindenburg bekannt. Aus Stadt und Land. Gießen, 27. März 1911. ** Tageskalender für Montag, 27. März. Stadttheater: Benefiz für Regisseuü Gühne: „Flachsmann als Erzieher.' Anfang 8 Uhr * ** Für den allgemeinen Buß- und Bettag hat der Groß Herzog die nachfolgenden Bibelstellen als Predigi- texte ausgewählt und bestimmt: 1. Für den Vormittag: 2. Korinther 5, 17: „Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur: das alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden." 2. Für den Nachmittag: Psalm 34, 19: „Der Herr ist nahe bei denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die zerschlagenes Gemüt haben." •* Die Schlußprüfung für Handarbeitslehrerinnen an der Aliceschule fand am Freitag durch Kreisschulinspektor Professor Dr. Alles im Beisein des Oberbürgermeisters Mecum, des Profesiors Fromme und der Präsidentin des Alice-Fraiienvereins Frau Gebhardt statt. Die 15 Schülerinnen bestanden sämtlich. Die bisherige Leiterin der Aliceschule, Fräulein Möser, scheidet jetzt von ihrem Amte. ** Paketvevkehr nachdem Ausland. Vom 1. April ab ist bei allen Postväckereien — nicht mehr bloß bei Paketen mit Wertangabe — nach dem Zollauslande das für die deutsche Warenverkehrsstatistik erforderliche Doppel der Zollinhaltserklärungen auf einem Formular von grüner Farbe auszufertigen. Die Bezeichnung der Gattung der Ware in dem Doppel braucht mit den Angaben in den für das Ausland bestimmten Zoll- inhaltserllärungen nicht übereinzustimmen. Der Absender ist berechtigt, Angaben, die er zur Wahrung geschäftlicher Beziehungen geheim halten will, dem Doppel in verschlossenem, an die Anmeldestelle gerichteten, mit dem Doppel fest verbundenen Briefumschläge beizufügen. In dem Doppel ist in diesem Falle auf den beigefügten Brief hinzuweisen. Das Kaiserliche Statistische Amt Tarnt in besonderen Fällen auf Mittag des Absenders gestatten, daß von der Angabe des Wertes in dem Doppel oder von der Beifügung von Wertangaben in verschlossenem Briefumschlag abgesehen wird, wenn der Absender sich verpflichtet, ihm den Wert entweder für die einzelne Sendung oder in bestimmten Zeitabschnitten für mehrere Sendtmgen gleicher Art unmittelbar anzugeben. In die, em Falle hat der Absender am Kopfe des Doppels den Vermerk „Wertanmcldimg beim Kaiserlichen Sta- tiftischen Amte niederzuschreiben. Die Zollinhattecrk'äriingen nebst dem Doppel und den etwaigen sonstigen Begleitpapieren (Ursprungszeugnisse, Rechnungen usw.) sind mit Klammern oder ähnlichen Befestigungsmitteln — nicht mit Stecknadeln — haltbar an der Begleitadresse zu befestigen. Das Doppel ist an letzter Stelle, also hinter den übrigen Begleitpapieren, beizufügen, damit es zwecks Ueberweisung an die Anmeldestelle ohne weiteres abgenommen werden kann. " Tierschutzverein. Die Hauptversammlung des Tierschutzvereins für Hessen findet Mittwoch, 3. Mai, zu Oppenheim auf der Landskrone unter Vorsitz des Geh. Oberschulrats Dr. Scheuermann statt. Pros. Dr. Heineck ans Alzey wird einen Vortrag über „Brutpflege im Tierreich" halten. ** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus MönchSrot, Regierungsbezirk Mittelfranken. Landkreis Gießen. 8. Lollar, 27. März. Bei der am SamStag hier oorgenommenen Beigeordnetenwa hl wurden folgende Stimmen abgegeben: Gemeinderat Karl Gerlach 69, Schreinermeister Hr. Geißler VII. 69, Schuhmachermeister Ludw. Pfaff 45, Fabrikant C. Schiemangk 44, Gemeinderat Ludw. Hofmann V. 36, Landwirt Ludw. Geißler 31 und die drei weiteren Kandidaten zusammen 11 Stimmen. Zwei Zettel löaren ungültig. 95 Stimmen blieben der Wahlurne fern. Es findet also Stichwahl zwischen den beiden erstgenannten statt. Eine vorherige Einigung war trotz Einberufung einer Wählerversammlung nicht zustande zu bringen, daher die vielen Kandidaten. (!) Altcndors a. d. L d a., 27. März. Fünf Tage nach Der Reichstagsstichwahl hat sich hier ein „Vaterländischer Bürgerverein" gebildet, der die „Förderung und Erhaltung vaterländischer Gesinming" durch Vorträge usw. auf allen gemeinnützigen Gebieten, Haltung einer Bibliothek und von Zeitschriften sowie Bekämpfung der Schundliteratur, Jugendfürsorge in vaterländischer und gewerblicher Hinsicht u. a. m. erstrebt. Die gestern bei Gastwirt Zintzer abgehaltene erste Versammlung war von 75 Personen aller Stände besucht, von denen 70 dem neuen Verein bcigcfrctcn sind. Der Jahresbeitrag ist auf mindestens 50 Pfg. festgesetzt. b. Göbelnrod, 27. März. Am Freitag nachmittag fand die Schlußscier des hier abgehaltenen Koch- schul- und Handarbeits-Kursus im Saale dcS Gastwirts Ehr. Schultheiß statt. Die Zahl der Teilnehmerinnen betrug 21, wovon neun den Nachbarorten angehörten. Zur Prüfung hatten sich deren Eltern, sowie der Orts- und Schulvorstand eingefunbcH. Vom Kreisamt war Regierungsrat Welcker erschienen. Mit der Prüfung, die ein gutes Zeugnis ablegte, daß die Schülerinnen unter ihrer tüchtigen Leiterin, Frl. M u t s ch le r, die kurze Zeit fleißig ausgenützt hatten, war auch eine Ausstellung gefertigter Arbeiten verbunden. Nach der einstt'mdigcn Prüfung wurde für die Eingeladenen ein tadelloser Kaffee nebst Kuchen und Torte serviert, der vorzüglich mundete. Ansprache und Gesänge beschlossen die Feier, da mit den Abend- züaen die Gäste wieder abreiften. Tags darauf sand ein allgemeiner Spaziergang der Kursusteilnehmeriunen nach der Neumühle bei Grünberg statt. rm. Lich, 25. März. Bei der heutigen Wahl eines Bezirksvorsttzenben der LandwirtschaftSkammer für den Kreis Lich-Hungen wurde einstimmig Bürgermeister Dörrn er- Lich, als sein Stellverlreter der Bürgermeister Nicklas von Steinheim bei Hungen ebenfalls einstimmig gewählt. Kreis Alsfeld. 2$. Alsfeld, 25. März. Die lande s Polizei- liche Prüfung des Entwurfs zum neuen Bahnhof für die Gemarkungen Alsfeld unb Altenburg fand am Donnerstag statt. Das hessische Ministerium war vertreten durch Oberbaurat Kilian, die Eisenbahndirektton Frankfurt, durch Geheimrat Rügenberg und Regierungsrat Drescher. Der Prüfung wohnten noch bei Bürgermeister Dr. Dölsing und der Stadtvorstand. Die Prüfung der Pläne dauerte bis 1 Uhr. Nach dem Umbauprojekt kommen Güter- und Personenbahnhof etwa 150 bis 200 Meter weiter nach Altenburg zu stehen. Die jetzigen Gebäude werden abgebrochen. — Unser Kirchenbauverein hielt gestern seine Hauptversammlung ab. Dekan Sauerwein gab seinem Bedauern Ausdruck, daß das Interesse am Verein erlahme. Die Mitgliederbeiträge betrugen in 1910 nur 467.50 Mk., 34 Mitglieder traten aus, der Staatszuschutz fiel weg. Das Vereinsvermögen beläuft sich auf 14 743 Mark. Kreis Schotten. § Schott en, 25. März. Zu Ehren des am 1. Mull von hier scheideirden Lehrers Heinrich Schaaf veranstaltete der hiesige Bezirkslehrerverein im „Hessischen Haus" eine Abschieds feier, wobei der Obmann des Bezirks, Lehrer Linck, Rudingshain, dem Scheidenden die bester: Wünsche auf seinen ferneren Lebensweg entbot. Lehrer- Schaaf, der Ostern 1900 das Lehrersemitrar in Friedberg verließ, war dann als Schulverwalter in Herchenhain tätig, wurde dann in Schotten angestellt und geht mit Wirkung vom 1. April a l s Lehrer an die deutsche Schule in Paris. Kreis Friedberg. -h AnS der Wetterau, 27. März. Nachdem gestern den ganzen Tag über ein heftiger Sturmwind wütete unb vielfach Bäume entwurzelte, haben sich Tal unb Höhen über Nacht wieder in eine leichte Schnecdccke gehüllt. Auch der Vogelsberg ist mit Neuschnee bedeckt. Starkenburg und Rheinhessen. R. B. D a r m st a d t, 26. März. Die nationalliberalen V c r trauensmänner des Reichstagswablkreises Bensheim- Erbach waren heute nachmittag im städtischen Saalbau bierselbst zu einer ersten offiziellen Besprechung über die kommende Reichstagswahl versammelt. Nach einem einleitenden Vortrag des Herrn Reichstagsabg. Dr. Osann über die Lage der Patteiver hältnisse im Wahlkreis fand eine eingehende Erörterung über die Kandibatenfrage statt. Nachdem diese Frage nach allen Seiten besprochen worden war, erfolgte die Abstimmung und es wurde mit allen gegen sechs Stimmen Herr Fabrikant Scior in Erbach als Kandidat aufgestellt. Herr Scior ist Anhänger der nationalliberalen Partei und wird den Standpunkt der Partei in durchaus landwirtschaftssreundlichem Sinne vertreten. d. Mainz, 26. März. Hier fanden sich gestern vormittag ungefähr 80 Schlossermeister aus Hesieu ein, um die Gründung eines hessischen Schlossermeister- Verband es vorzunehmeu. Vertreten waren Alzey, Bingen, Darmstadt, Gießen, Mainz, Bad-Nauheim, Offenbach, Worms und verschiedene kleinere Orte. Der In- nungsmeister der Mainzer Innung, Schlossermeister Schwarz, führte aus, daß sich das darniederliegende Handwerk zusammenschließe, um eine Besserung hcrbei- zufübren. Herr H e i n z e r l i n g-Darmstadt führte aus, daß der Gedanke aufgetaucht sei, einen hessischen Schlosser meister-Verband zu gründen, um das Gewerbe wieder in die Höhe zu bringen. Der Konkurrenzneid mi'nfe ausgemer^t werden und jeder zur Hebung des Gewerbes beitragen. Wie notwendig ein Zusammenschluß sei, beweise der Tarif der Hochbauämter mit seinen Stundenlöhnen und das Submissionsunwesen. Die Zl/sjährige Lehrzeit müsse herbeigeführt und die Fortbildungsschule von Fachgenvfsen geleitet werden. Dann könne man auch bei der Süddeutschen Eisen- und Stahltrustsgenossenschaft manche Verbesserung durchführen. Der Redner wies auf ein Flugblatt hin, das der Verein Deutscher Eisenwarenhändler an die Schlosser- meister versandte, worin vor Gründung einer Rohstoff- Einkaufsaenossenschaft die Handwerker gewarnt werden. Jedenfalls befände sich der gen. Verein im Irrtum, wenn er annehme, daß der Zweck der Zusammenkunft eine solche Gründung sei. Herr Steinert verlas den Satzungs- Entwurf, der mit einigen Abänderungen angenommen wurde. Als Name und Sitz wurde bestimmt: Hessischer Schlossermeister-Verbaud, Sitz Darmstadt. In den Vorstand wurden gewählt: Erster Vorsitzender: Geist-Darm- ftabt, 2. Vors.: Heinzerling, Kassier: Roth, Schriftführer Jakoby, sämtlich in Darmstadt, als Beisitzer: Schwarz- Mainz, Hammerstein-Worms, Knipp-Bad-Nauheim, Kreiling-Gießen, Steinert-Offenbach. Tie Versammlung beschloß, den Vorschlag, sofort dem Süddeutschen Schlojser- meister-Verband beüutreten, vorläufig zurückzuftellen. Für Veröffentlichung Der Verbandsangelegenheiten, Submissionen usw. soll die Südd. Bau- und Kunstschlosser^ zeitung benützt werden, die zu diesem Zwecke dem Verband kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Ter Vorsitzende des neuen Verbandes lud die Anwesenden zum Süddeutschen Schlossermeister-Verbandstag ein, der vom 2.—4. September in Darmstadt tagt. Der nächste hessische Schlossermeister-Verbandstag findet nächstes Jahr in Wiwm-.. statt. — Der Unteroffizier Retzlaff der 5. Komp. de>? Jnf.-Regts. Nr. 117 sollte wegen Mißhandlung von Untergebenen und wegen Mißbrauchs der Dienstgewatt von seinem Vorgesetzten gemeldet werden. Als ihm dieses nütgeteUt wurde, eilte er auf seine Stube und schoß sich mit seinem Dienstgewehr, indem er mit dem Seitengewehr den Hahnen abdrückte, eine Kugel in die Brust Die Kuge ging durch den Körper und drang oben in die Stubendecke ein. Im Lazarett, wohin brr Schwerverletzte gebracht wurde, verstarb er nach kurzer Zeit. ti« * st--' Ducht"'' 0 beM. 1 tiid *. Teil mH erleb«1 batailw«- -- No v ehe seil srstgeietzt 1 ioird durch geleitet' a« schließ 3 ist auch bt an die b ergehe«. (8J ■ vlädche« no Kg-: auf der e Automo werken in aus Frank tot unter unglürfte bem Auto Anprall t Der Unfa bemerkt jedoch nu mobil ist nach Sta rm. Landw mann- von über die Kreis Büdingen nächst TOi erstattet, gaben 5l der 4°i 4 4° Johi SÄ! ueMuie vüd trd- und Feuerbeslalluogeu Prospekte erhflltlicb durch .^aruiager Kar| Zimmermann, Bauet Löweugane *-40. Televbon 692, derVestattungsgenofienfchaft ver freien Schreiuervereluignng Gtesten Nachdem gkslm nb roütett un* ib HSHkn fite gehüllt. 1: ^aale k,. ttis e?1' hm, dnbete >. ^Abeia. J3 fM ein 'ine? Tuc ben Rreis S!",r* - am 1. Av. af vnansto, fischen hau-' ' des Bczirk». >en die beftci; itbot. Lehre-, in Sriebbetp henhain tätig mit Birkuns sche Schulc libmltultt 8tn86tim ilbau f'ierfefä ntnbc Weite fiodrag M MX ’BttlWJ« mm M tit d a\\m ’ittltr , md rr ME* itant ®ti»r )i ist 8nbhr- pur.lt bet lettretm. ch gestern ttr- ( Hessen ein, £ ssermeistc | waren ®JR i-Nauhein Crte. Der > Schlossemei'ic: ltntebet(icflc^‘ sserunq W bt führte öl. eschen Äioiser je wieder in w O au-gemI beitrag M . der Tanf dn uni) H» ; n*i“6" er 5ubbeutl®® ■lf Äerbesseruns mbldtt hin. ba- n bic E einer »Wj atxrrnt merben irTJÄf w n M9?Är d-ks- d' ^rvary i|i?er; *-gi« S"b •Rjs >»s’ : jbl i‘l S,<- ■'x -' ftoitW- l; r 01 * n Un-' lnng^-M y® J** - [•«»Hi ' vahnhoj ,r9 fand ar jjr Dertretei j Dn Krank' Mernngsrar önnermeiim Wn9 bet °'efi kommen ?eier weiter 'oude werden ? hielt gestern «uerwein gab se am Verein in 1910 nur NaatSzuschu' ch aus 14 743 = WormS, 26. März. Am Sonntag, 2. April, wird hessischen Maler«. hier der Landesverband der Es ist daS maschine zurückgesührt. Oer MIM Landes-Hypothekenbank in Darmstadt und zwar: der Hessischen o o nimmt entgegen: Zeichnungen Alsbaldige Mitteldeutsche Credltbank Cale Amend Sämtliche Anfang 8 Uhr. Kinder-Stiefeln und Halbschuhen sind eingetroffen. Telephon 741 Marktplatz 2 Ausgabe der allgemeinen Babatt-Sparmarken. 72414 100,90% 1OO,7O°|( Damen-, Herren-, Mädchen- und (Die Blutspur) sowie da» vorzügliche Programm. Eintritt frei. 1472 täglich. Konzert des Soliirten-Orchester* H. Sandory unter Leitung des Violin - Virtuosen Jean Cornely Dem 2djreibev des Briefeo Dom 25. ds. Mts. beüen Tank »ür öie Mitteilungen über die An gelegenbeit vom 7. 11. 1910. Bitte jedoch umaenaueAngabe seiner Adresse, damit er svaler in biefer Sache vernommen werden kann.192416 ä 100,50° „ Letzte Nachrichten. Aaö drr tzessis qfn tirrften Kammer. R. B. Darmstad t, 27. Marz. Die Erste Kammer setzte heute die Beratungen fori Bei der Voranschlags-- beratunn wurde bei dem Kapitel über den Ausgteichsfonds beichlossen, den Ueberschusz von 272000 Mk. der Staats- fasse zu überweisen. Die Regierungsvorlage über Tilgung Der Staatsschulden wurde angenommen. g genehmigt. serlicherllkas timuiu, ikhcrbmd)L • WetteraiiSsichteu in t>eficu am Dieustaa dem 28 Marz iv'l. Zeitweise beiter, Stegen- und Schneeschaner, kühl, Nachtsrost, östliche Wir.Dc. ZJAVOL\ gegen Kopfcchuppen \ gegen Haarausfall ) Javclisiere dein Haar ? *v Javol das Beste Aelreste Schwemmstein - Fabrik auh. Lyndik. ienigt auch gute AemeMdielenBb.Gies,Neuwied Filiale Giessen. Giessen, 25. März 1911 Johannesstrasse 17, gegenüber der Johanneskirche. 4°/0 ige 1916 er, 4( 0 ige 1914 er, 4° 0 ige 1913 er, Lackierer - und Tünchermeister tagen. Hochachtungsvoll Wilhelm Kröck Landgrafenstraße 6, UL Lster Postkarten seine Ausiiihruna, für Wiederverkauser sehr billig solange Vorrat. 2050 H. sstiistn, Bavierhandlnng. Konfirmanden - Stiefel in grosser Auswahl. LuMchisjahrt. Ein Luftballon in der R u I b o. Kassel, 27. März. Ter Freiballon .Alte n b u r n mit dem Fabrikanten Gerhard aus Gera, voibnchdruckereibes.t;^ Weibel, Gutsbesitzer Breituig und Siegierungsassesjor Handel aus Sllteubura st iirzte flefiem nachmittag an bet Urageubo'er (S.ilcn- bnbnbrücfe in die bodjuebenbe Fulda. Tic vier vcvren tonnten glucklichcrwe.se von einem etrombeamien auS den Ahnten gerettet werben. Einer der Berunglndten erlut einen Beinbruch und muhte em Nrankenbaud austiicheu. Ter L allon >vai um 11 Uhr ii. Altenburg ausgelt legen und hatte d,e etwa '4U Kilometer lange Strecke in kuavv drei Ltuuden zuruckgelegt. Wilh. Herbert Inh.: Carl Herbert Bei Burton-Trenc in England flog bas Dynamits magatin einer Kohlengrube in nie Luft. L üife wurden in > n?n Lchutthausen verwandelt. Um Fuhr mann wurde zermalmi Die aus Scilla (»horgin gemeldet toirb, ereignete Nch am Samstag ein sd)n»e r c s i i s e nda bnungiüd» «J oa 2ebnen-,ua brr Atl.-mtü lica-t Line die <'n.nbadtibrudi über den Alai ob 'lull pafiie. inr hJ rn.ai eittfll ' "c n; 40* assa qier sollen getötet ward n i in N Here -.'Nachrichten 'khlen. Jnt ,uratorium sur do> rui'i dK Tauvgummcnweien in ein Millionenbetrug aiiigcbedt worden. Subskription auf mtaiittictere Mliriele rnid üoimeal-OMiialioH Kleine Lagerchroiul. Bei Ausschachtungsarbeiten in lxr Nähe von Ober-^ol' lendors bei Bonn wurde eine Kille freigeledt, die ein mcniclp liches Skelett enthielt. Man.glaubt, es mit den UeberEcn eines seit mehreren Jahren vermigten ■ r Geschäfts-Kröffnung. Den verehrten Bewohnern von Sieben und Umgegend zur gefälligen Kenntnis, bah ich mit dem heutigen Tage cm Dachdecker-Geschäft eröffne. Durch genaue Fachkenntnis, die ich mir in nahezu zwanzigjähriger Taimken ni beinfclbcn erworben habe, bin ich in der Lage, alle DDYlomniinöcn Arbeiten .'rotnvt und solide ou?zuführen, und bitte mein Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen.. erste Mal, daß eine solche Tagung in gröfecmnJDlaBilabc veranstaltet wirb. Ueber die .Bekämpf«ng der Schmui;- konkurrenz und der § 10 des NeichslarifoerlragS' ivub der Vorsitzende des süddeutschen VerbandeS, Stolz aus München, sprechen. AreiS Wetzlar. 0 fiinzenbach, 26. März. Die heutige Jahreshaupl Versammlung im Kriegerverein war auherordenllich stark besucht Nachdem der geschäftliche Teil erledigt war, hielt Proicfior P r e n z e 1 - Wetzlar einen Vortrag. Ausgehend vom 1. April, dem Geburtstag des 1. Reichskanzlers, gab er vorerst einen Leber- blick über die Entwickelung des Deutschen Reiches und ttn weiten Teil machte er interessante Mitteilungen über feine Kriegs- erlebnisse als Eimährig-Freiwilliger bet bem britten Jäger- bataillon. Hessen-Nassau. R ob heim, 26. März. Für das BezirkSfener- w ehr fest, bas nunmehr endgültig auf den 16. und 17. Juli festgesetzt ist, werden bereits cifria Vorkehrungen gettosfen Es wird durch einen Kommers der Ortsvereine am Vorabend ein geleitet, am Sonntag morgen findet eine Hebung unserer Feuerwehr statt, an bie sich die Bezirksversammlung unmittelbar an- schriebt. Ter Festplatz liegt in nächster Nähe der Haltestelle und ist auch bei ungünstiger Witterung bequem zu erreichen. Auch an die benachbarten hessischen Wehren werden Einladungen ergeben _ , .W.) Biedenkopf, 25. März Hier kam ein Schulmädchen namens Strack dem Feuer zu nahe und verbrannte. Kg. Kirchhain, 26. März. Geitein abend hat nch auf der Straße von hier nach Marburg ein folgenichmereS Auto mobil Unglück ereignet Ein bei den Adleriabrrad- werken in Frankfurt beschäftigter Ehalisseur, Franz Rupperi auS Frankfurt, wurde in der Nähe des Dorfes Stausebach tot unter bem Automobil liegend aufgefunben. Ter Ver- ungliirfte hat {ebenfalls in rasendem Tempo gefahren, ist mit bem Auto gegen einen Baum gerannt, ~ hat sich durch den Anprall überschlagen und den Führer unter sich begraben. Der Unfall wurde von einem oorüberfahrenden Eisenbahuzug bemerkt und bann Hilfe herbeigerufen. Der Arzt lonnte jedoch nur den Tod deS Verunglückten feftftellen. Daß Automobil ist stark beschädigt. Die Leiche deS LhauffeurS wurde nach Stausebach überführt. rm. Frankfurt a. M., 25. März. Die Vereinigten Landwirte hielten heute hier unter dem Vorsitz von Vieh- mann Rumpenheim ihre Hauptversammlung ab, bie von über 100 Milchproduzcnten besucht war . Vertreter waren bic reife "rranfiiKt, Offenbach, Hanau, höchst, F r i edberg , Büdingen, Liesten, Gelnhausen, Homburg und Ulingen Ju- nächst wurde ourch Herrn h e n s e l - Tortelwkil der Kaifenbericht criiattet, uadi dem bic Gmnaljmen 10 663 Mk. und die Ausgaben 5835 Ml betragen, so das; mit den Zimen em Uebenchui; Biograph Plockatr. 12 <02408) Plocketr. 12 ^3cb litt an dauernder Stnhlver- stovsung.verb.m.heft.Kovssckiinerz. u. Blutwallungen sow. hartnäckig. Magenleiden Durch eine HauSkur mit Altbuch borftcr Mark: Svrudcl Stark rtitcUe (3ob - Eilen Mangan • tiodi- salzauellci wurde ick) von meinem V.ciben in loenigen Wochen befreit. TausendTcmk.E.J." Aerztl.warm emvf. Jl.ii'.Psg.i.d.UnivcrsitatS- Avotbeke goldenen Engel u. in ben Ti ogetlcu von Carl Leibei, 2U. ttilbiugcr, August Roll. Versteigerung. Dienstag den 28. ds. Mts., uachm. 2 Uhr, versteigere ich •Jieuuabt öö dahier, gegen Barzahlung. 1 eine Quantität Zuckerwaren, 2. 1 .Nassenictirank, 2 Billard, eine Steovmaichine, 1 valbverdeck und verschiedene Möbel, foivie 2 Wandnbreii. <2006 Bersteigerung zu 1, findet bc stimmt statt. Born, Gerichtsvollzieher in Gienen. seit längerer Zeit 101,40°/0 notierend ä 101,10° o ä 100,70°o Jur saat cmmetjtc jriino Wh- u. Spätfartoffrlii loroie alle 2077 Sämereien n nur hächftkeimender Ware. Sßrtttfd Cbü', Gemüse- und . VfilllCl, .^artoffelbanblunfl, Reuen Bäue 7. Telefon 612. WichNtisjjrPserdlbtsitzer Birk mol. Anerkannt laut Attest der Tierärztlichen Nlinik Berlin (fb., sowie von ben cruen und gröhten Reit- und Fahrinstituten als unübertroffenes 'Mittel gegen Lahmheiten der Pierde. XW Prosoekie rc. gratis. -M8 Niederlage für Giesten und Umgegend bei: (2073 Berthold ttulme, Sattlermeister Giesten, ^eltersweg 26. 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