Die heutige Nummer umfafot 12 Seiten. gar nicht an; er sagte bei der ch durchaus fort haben, aber man Vereinfachung -er württembergijchen 5taat§verwaltnng. Stuttgart, 27. Febr. Der „StaatSai^etgcr" ver- öffentlich! heute die von der Regierung dein Landtage unterbreiteten Vorschläge zur Vereinfackumg der Staatsverwal hntfl. 'Sollten die Vorschläge verwirklicht werden, so wird sich insgesamt eine jährliche Ersparnis von 2,9 Millionen Mart ergeben, von d-enen 1,3 Millionen auf die Berkehrs- änstalten entfallen. Besonders umfaffenb ist die Neuorganisation in den Departements des Innern. Die d t e r Kreisregierungen sollen aufgehoben werden, ihre Geschäfte an das Ministerium, die Oberinstanz und an zwei im Ministerium neu zu schaffenden Abteilungen für Gemeindeaufsicht und für Gewerbe» und Wasserpolizei über- gehen. Das Medizinalkollegium soll in eine Miniftertal- abteilung für das Gesundl>eitswesen umgewandelt werden. Von den Oberämtern sollen 21 zusammengelegt werden, ehenfo im Finanzdepartement 21 Kameralamter. Im Kull- devartement sollen kleine Pfarreien allmählich vereinigt, werden, ebenso kleine, hähere Schulen. Das Prüfungswesen soll vereinfacht, die Schulgelder für die höheren -chulen erhöht werden. Die Zahl der Generalsuperinten- deuten wird um eine vernrindert. Für die Neuerungen, die im Interesse der Beamten und der beteiligten Orte möglichst schonend durchgeführt werden sollen, sind größere Fristen ,dis zu zehn und mehr Jahren) vorgesehen. . I Summe von 1049 000 Mk. für die Einkommen unter 900 Mk nur auf die Steuerzahler von 4000 Mk aufwärts ausschlagen Schiller und der KarneüaL Der Faschingsjubel schwingt sich in diesen ^^en wied« zu ferner höchsten Ausgelassenheit empor, bevor nut ber fahlen Dämmerung btt Aschermittwochs die Zeit der Fasten und dcr innt^n Einkehr beginnen soll. Da wird manch fröhlicher Besucher prächtiger Redouten gern daran erinnert werden, er in jemer Freude am bunten Narrentand des Lcbats emen ha , den er vielleicht am wenigsten als Bemcher vonM^lenstiten ve muten wird, nämlich Friedrich schiller. In der.^nen^an Tung von Schillers Gesprächen, bte Iullu,- ^wren un Infelvcrlog herausgegeben HU und die uns da- intimste und lebendigste Bild von der Jndivibualltat unseres sstohen MuonU dichters vcrmitteU, werden eine Reihe von Berichten Egcfuhrll die Schiller auf der Redoute zeigen. Aus der großen .^resdrner 7raschingsmaSkerade von 1787 lvar es, wo er dtc so in i 2eben eingreifende Bekanntschaft der schönen, .koketten Äenriette von Arnim machte, die ihm Seele und Sinne tn all die -Analen einer unwürdigen Liebe verstrickte. Marie Körner, bte Frau von Schillers Freund, erzählt davon: „Unter dem tobenden Lärm und Geschwirr der hier aus allen Ländern und Vollem Vers am» melten, ausgelassenen Narrenwelt wurde mir ganz urthetmita) iu Mute, ich ließ den Arm meines Mannes nicht los, ©über führte Dotchen, und so war SckftXer auf sich und sein gutes Gluck angewiesen. Nach einigen Stunden verließ ich mit ftörner mw Schwester den Redoutensaal, und wir fuhren nach Haus. Schiller und Huber blieben .och da, und von letzterem erfuhr ich, daß Freund Schiller von der Maskenfreiheit sehr ungenierten Gebrauch und eine ihm sehr zusagende Bekanntschaft gemacht habe. Aus diesem Maskenbälle befand ftch Frau von Arnim, Gardedame der Smfbamcii, mit ihren drei Docht em, von denen die zweite für aus- gezeichnet schön imd — kokett galt. Sie hatte die Maske einer Zigeunerin gewählt: dies gab ihr die Freiheit, einem leden ihre fünfte und Dienste als Wahrsagerin anzubieten. Sobald Frau von Arnim davon Kenntnis erhalten hatte, daß Scklller, der berühmte Dichter der „Räuber", sich gegenwärtig befinde, veranlaßte sie ihre schöne Tochter Natalie (Henriette), ihm allerhand schmeichelhafte Prophezeiungen zu sagen. Lcknller nahm dies sehr wohl aus und blieb die ganze Ballnacht hindurch ihr unzertrennlicher Gefährte." Selbst in Weimar nochmals er sich bereits ganz in die grandiose Einsamkeit seiner heroischen Ideenwelt einge- fDonnen hatte, ließ er 'ich noch zu einem solchen ,T;ubeltiagft verlocken imb folgte bisweilen der Einladung zu Maskeraden, ^wte sie ihm von seinen jungen Freunden, —- .etwa dem jüngeren Boß, zuteil wurden. Boß har sich denn auch Einzelstaaten. Der Redner berechnete bann, daß Steffen int nächsten Jahre nicht weniger als 3 300 000 Mark durch Erhöhung der direkten Steuern decken müsse, tvenn gelegentlich der Reichsnnanztcform die fei' Jahren gestundeten Matrikularbeitrage nicht vorn Reich übernommen worden wären, und daß dies dann abermals em Mehr von LO Lro'.tni zu den bereits ft'ft cum Vonahr erhobenen la Prö sent Steuererbölmng bedeuten wurde. Seiner Erinnerung nack hätten- aud) die sozialdemokratischen Vertreter im Budgetausschutz des Reichstags die Notwendigkeit einer Mehraufbringung von 400 bi« 500 Millionen nicht verkannt und wenn die Summe nicht durch die Reform aufgebracht worden wäre, so hätte fic eben durch erhöhte Matrikularbc-iträge besckxnft werden 'missen; bet nits bebe ulen aber 1000 000 Mattikularbciträgc etwa 10 Prozent steuer- erhöhung. Es fei nicht nur feine eigene, fonbern audi bic M e i - „unn der hessischen Regierung, daß bte Reichsfiuanz reform den Bundesstaaten eine sehr erhebliche Erleichterung gebracht habe, wie dies auch jungst erst von der Wurttamb^r glichen fRc- gtcrung m der Kammer offen anerkannt wurde. Weiter führte der Redner aus- löerr Ulrich drack'e bann wieder ferne Vorschlag? aufs Davet die Not der Beamten und die> ganze Fmanzresorm überhaupt zu beseitigen dadurch, daß man die Vermögenssteuer und b;e Ein- tormnemieuer mogrcisiv Härter ausgeftattef und er hat jid), jou> das vielfach in solchen Dingen geschieht, in einer wntg burdv fiduigen Wolke allgemeine Redewendungen bewegt. ^,ch will deshalb'hier mit ein paar Zahlen aufwarten, die vielleicht auch Herrn Ulrich klar machen werden, daß man ja tbeoretli ch der Meinung sein kann: „Der reiche Mann kann viel mehr bezahl em Es zeigt sich eben auch hier, wie so oft tm Sebcfi, daß Theorie und Praxis Nicht tm stehen. Herr Ulrich führt aus, man muffe unter allen Urnltaittn, Vie fo)ialöemotratifd) a.: Bezüglich der Reichsfinanzreform lehne ich das Prophezeien darüber ab, wie die Quittung, die durch den Stimmzettel dem- nächst gegeben wird, etwa cmssallen dürfte für die eine ober tue anbere Partei. Ich glaube aber, das ist etwas, was nicht recht ziehen tarnt, denn die 5 in ans reform müßte noch er st gemacht werden, von der die Herr«! auf der^lmksfeftm Seite nicht glauben, daß die Quittung durch die Stimmzettel zu ihren Ungunften ausfällt. Es war ja erfreulich, wie Herr Ulrich gestern die ursprünglichen Vorlagen der Reichs regierung in Schutz genommen hat, insbesondere, mit welcher Darme er für die Erbschaftssteuer eingetreten ift und was damit lufammenhängt. Ja, tvenn man sich darauf verlassen könnte, daß diese Wärme aud) bis zum entscheidenden Moment anhält (Heiterkeit und Rufe: Sehr gut!), bann wäre bas etwas aiweres. Nach oen Auseinandersetzungen der Herren unter sich wird man aber rcchl kaum den richtigen Schluß daraus ziehen komien, wie die Sache gehen würde, wenn es zum Klappen tarn:, l^ehr richtig!' Das muß aber hier dock gesagt werden: daß di? Reichs- fmanzresorm zustandcgekommen ist, das ist eine erfreuliche Tatsache und eine dankenswerte Tat, insbesondere tm ^ntereffe der 5entrumsanträ9C im Reichstag. Das Zentrumhat zur zweiten Beratung des Haushalts f ti r das Rcichsa m t des Innern tut Reichstage folgende Entschließungen beantragt: 1. die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die Vorschriften der Gewerbeordnung über die Detail- reisenden und Hausierer dahin abgeänbert werden, daß die Einzelstaaten nach Lage ihrer Verhältnisse weiter- gehende Einschränkungen treffen können; 2. die verbündeten Regierungen zu ersuchrn, dem Reichstag einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die Var- schirften einer Gewerbeordnung über die Wand erlag er und Wanderauktionen erheblich verschärft werden; den heimlichen Warenhandel durch scharfe Durchführung der bestehenden Gesetze (Gewerbeordnung, Nahrungsmittel- gesctz, einzelstaatliche Steuergesetze usw.) zu unterdrücken; 3. die verbündeten Regierungen zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die sogenannte Abonnenten Versicherung (jede Art Verbindung von Zeittingsabonnement und Versicherung) verboten wird. Zur zweiten Beratung des Etats für den Reichskanzler beantragt das Zentrum, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die Zusammenstellung der Entschließungen des Bundesrats auf die Beschlüsse molllen, so würde das für diese wieder einen Zuschlag von 20 Prozent bedeuten und wenn wir die -stemvelcinnahmen von 3 755 000 Mk. aus sie ausschlagen wollten, io würde daS einen rocitcrcn Zuschlag von 60 Prozent erfordern. Wit tarnen allo bann zu noch ganz anberen Summen als bic vorder genannten ,Abg. Ulrich ruft, das find SelbstverständlichkeiienEs Ot nur merkwürdig, Herr Ulrich, locnn tas ^IbinmfianNtcbfeUen fuih, daß Sie diese nicht erwähnen (Heiterkeit, ionbem öte Wremen immer mir: Wir können den großen Steuerzahlern mehr ab nehmen Es scheint Tür die anderen Herren hier im Dame dock ein gewisses Interesse gehabt zu haben, d,ew Tinge einmal etwas näher zu erwähnen. (Heiterkeit und Benall.) dieses Bild Schillers auf der Redoute besonders lebendig em-- geprägt, und in seinen Briesen und Erinnerungen kommt er immer wieder daraus zurück, wie unendlich liebenswürdig und überirdifch heiter der große Mann hier war. Ein Jahr vor feinem Tobe waren sie das leptemal so ausgelassen fröhlich zusammen. -Lchiller war mit ferner Frau da, aber er suchte sich bald ent gemütliches Plätzchen au« baä „mit neuen Champagnerflaseben, Rotem und Weitzern, bepflanzt" war. „Tie schillern" wollte.schließlich noch Dame gehen und schickte nacheinander drei Abgesandte an ihren Mann. Tas stand ober dem Schiller gar nicht an; er sagte bei der letzten Botschaft: „Man wül mich durchaus fort haben, aber man soll durchaus seinen Willen nicht haben." Ta haben mir zusammen qesessen bis gegen drei Uhr, um unseren Trinkkönig herum, den herrlichen Schiller. Du glaubst nicht und kannst es auch gar nicht begreifen, wie liebenswürdig der Mann war Denke dir, wir tranken unsere neun Flaschen richtig aus, ,chwel0U Mart bis 2600 Mark, damit gedient fein würde, roenn man ihnen . roeiterv 10»/» Steuern aufschlagen molltc. (Herr Ulridi rurt: das braucht man nicht! und? Cbcn!) Wenn roü bat ^eilten nach oben mehr aufladat roollai, dann kommen rotr noch zu ganz andern Sätzat (Wg. Ulrich ruft: das macht doch nichts! Dar Ulrich, das „Machen" an herantroortlidxir stelle ut cnxh viel schwerer, als solche miverantmörtliche Vorschläge lZusttmmung). Sie wollat ja aber nickt nur diese Steuerbefreiung, londern Sie wollen auch unferc Stcmvel beseitigt wissen und den Betrag dafür cbemälls durch Erhöhung der direkten Steuern auibnngen. Das sind weitere 3 755 000 ?Jiarf, die also das Budget belasten würden. Es würde weiter das einer Erhöhung von 3an» der Steuern bedeuten, mit den vorhin erwähnten W"o und den seit dem vorigen Jahre erhobenen 15"/» also int ganzen 6 0,» .31 c u e r c r h ö h u n g Hört, hört). Wir fwöen juricü cuiai Maximalsteueriatz von 5° > für den Staat, dazu nach illnci-5 Vorick'.lägen 60°u Zuschlag, würde 8"b Steuer vom Ein- lommen für Staat und Gemeinden bedeuten. Nehmen ne iiim die Steuerverhältnisse in Offenbach nnd rechnen ^tc sich bas fefber aus! «Große Heiterkeit.) Abg. Ulrich rurt: ^tc lachen. Ruse rechts: Eine teure Wirtsckmtt daS! ^er Redner fährt fort: Meine Herren, ich führe hier .nur d,e Tatsachen an, und enthalte mich jeder Kritik. Wenn cs fick um Mainz handelte, würde ick «ruck' Mainz genannt haben. Es ist aber zufällig .Derr Ulrich von Osienbach. Rechnen Sie fclbcr aus, um .wieviel sich die Steuern erhöhen würden, wenn cs nach seinen Vorick'lageii ginge. UnD dann möchte ich doch fragen.^wurden wenn Sie etwa tn Offenbach an verantwortlicher Stelle stunden, Ihren Steuerzahlern eine derartige Steuer zumuten fönnen ? joerr Ulruli nnb feine Freunde gehen aber noch weiter, sie sagen: r.en kleinen Leuten wollen wir das nicht zumuten, die Großen können aarr mehr bezahlnt! ?si, meine Herren, dann erhöben ^ic diefe 8co Gesamtbelastung der großen Steuerzahler, noch mehr Ul'.r Ulrich: das will ich auch!) glauben Sie denn, Herr Ulrich — tm fprcl-c hier nicht davon, ob die Leute, das Mehr zahlen tonnen, sondern ich frage: glauben Sie, daß ne das zahlen wollen (Heiterkeit. Ist denn her Weg von Offenbach nach Frankfurt wirklich so weit, daß m.in nickt annehmen muß daß jemand, der von Frankfurt aus sein Geickfast tn Cifcnbad betreiben kann, lieber in Frankfurt roohneit wird, roenn. ci dort, einige te"st."d M / /nlliger wohmm kann? Die Ersabrungen, die wir bisher auf diesem i «niet gemacht yaven, spreckkir bodf eine deutliche Sprache «Rufe: sehr richtig.) eie ah Ulridi gewandt) sprechen immer nur von dem einen Mann in Mainz? Fragen sie doch nur einmal Ihre Kollegen von Mainz, die auf Ihrem Parteistandpunlt stehen, ob es lick da wirklich nur 'um den einen Mann in Mainz handelt! fönntai Ihnen Tutjenbc von bort genannt werben. Ick» führe Ihnen z. V. eine große Gesellschaft von dort an, die lediglich deshalb, weil man sie bezügl. der Gemeindesteuern etwas unsanster airfaiien wollte, als man in Preußen allen Ernstes damit umging, nicht ihren Betrieb aus Hessen zu verlegen, denn das geht ,a nicht so leicht, die aber ihren Sitz nach ncsien-Nassau verlegen wollte und Damit der Gemeinde einen Verlust an steuern jugefuat hätte, der in die Zebntausende gegangen wäre. Es ift damals Den vereinten Vermittelungen aller Beteiligten Zellingen, eine Verständigung zu treffen, die beiden Teilen gerecht wurde, und damit der Gemeinde diese Steuerkraft zu erhalten. Ick meine, meine Herren, nach derartigen praktischen Erfahrungen wird man etwas vorsichtiger, im Handeln und *im' Ausfuhren, wenn aud) nickt immer im Verlangen (Heiterkeit.) Herr Ulridi hat geftern aud) davon gesprochen, man könnte bic Einkommen-bis zu 4000 Mark von icber Iuschlagssteuer freilassen. Die Einkommen über 4000 Mk. bringen zurzeit eine Einkommensteuer von zmommen 6 900 000 Mk. ober mit anberen Worten, icdes Prozent Steuererhöhung für diese bringt uns 60 000 Mk. Wenn wir alw die — Bon der deutschen Südpolexpedition. Am «ülantag nachmittag fmtb durch einen kleinen Kreis geladeneck Gäste, darunter Herzog Emst von Sachsen-Altenburg, präsidieren - ber Bürgermeister Dr. Predöhl imb bayerischer Gesandter Graf Lerckumscld, eine Besichtigung des für die deutf ch e Südpolexpedition bestimmten Schiffes „Deutschland" statt. Das Schiff, das eine elektrische Licht- imb Telcftrnken-Anlage erhält, wird nack dem auf der Werft von Blohm imb Doß erfolgten Umbau einen Ramngehalt von etwa 600 Tonnen haben. Die Kosten bar Erpeoition i'inb auf 1400000 Mark veranschlagt. Die Ausreise soll Anfang Mai erfolgen. Am Wend fand zu Ehren des Leiters der Expedition, Oberleutnant Filchners, ein lleines Festessen statt. — In dem Aufsatz „Die Ausstellung des Kunst>- V er ein»" ist durch Verheben einer Zeile bei der Korrektur eine «Störung entstanden, Durch die der Satz unverftänblid) wurde. Es muß beißen Spalte 1 Zeile 9 von unten: Eng miteinander im Motiv und in ber Technik verwandt, aber dock in unendlich« feinen Nüancen verschieden und dämm besonders bantbare Studien- ob,ekle sind die beiden Darstellungen eleganter Innenräume, die auf der Stellwand hängen. Ferner muß es in der zweiten Spalte, Zeile 3 von unten Vorgang anstatt Vorrang und Zelle 14 von oben Gotik anstatt Ootck. — Eine gute Fastnachtsreklame, die zweifellos für manchen sehr verlockend ist, erläßt ein Gasthofbesitzer in Darmstadt : Hotel „Prinz Earl". Während der Fastnachtstage hübet in meinem Hotel fein Konzert statt. Wer die Fastnachtstagc angenehm imb ruhig verbringen will, hat im Hotel „Prinz Csat!" bic beste Gelegenheit, aufmerksam unb gut bedient zu werden. Gleichzettig empfehle ich meinen werten Gälten unb Gönnern meine wo hl gepflegt en Biere, vorzügliche Weine unb gute Küche H. E. — Kurze Nachrichten a"s Kunst u. Wissenschaft. D-eni Verlagsbuchhändler Dr. pbil. PaulSiebeckinTübingen wurde vorn König von Württemberg die große goldene Medaille für Kirnst unb Wissenschaft am Bande des Kronenordens verliehen. - Durck rmat Leipziger Großtäufmanii wurde dem Kulturhistorischen Institut an der Unwern tat Leipzig eine Schenkung, gemacht, die in einer Sammlung von 30 000 un veröffentlichten Briesen unb Manuskripten neuerer Autoren besteht Es finden sich hunderte von lebenstrotzenden Briefen Lllien- erons, die aufgeregten Nachrichtm Hermann Conradis unb groß Teile seines Nachtasses, Briefe von Theodor Fontaue unb vieles andere. Es handelt sich um die «Sammlung des früher M Leipziger Verlegers Wilhelm Friedrich. Nr. 50 Erster Blatt M. Zahrgang Dienstag, 28. SOna m W Gietzener Anzeiger ■ Fernlprech-Anfchlüfte: vrjr pollttschen Teil: August »«gS General-Anzeiger für Oberhessen SegS Botationsöm« MI» Verlag der vniheichen Unio.vuchr lind Steinörudtrti H. Lange, «edaltion, LrpedMsn an» vruSerei: Schulftratze 7. ÄÄJTu£ Büöingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschästrftelle vahn»osftr°g. 16a. w^nu.i: H. arf. in -eK Reichstags alljährlich mit dem Reichshaushalls-Etat -vrzulegen. Es eigene1 nnrMarl m verlwi uiere zn • Pis Mb/g.ohn ?Micte m m Mieder M Nax Sie tWfurt n.9 — teleobi Aus StaOa un6> LunS. Gießen, 28. Februar 1911. Der städtische Voranschlag für 1911. Der neue Voranschlag der Stadt Gießen, der jetzt den Stadtverordneten zugegangen ist, weist im allgemeinen ein recfyt erfreu!iches Bild auf. Das bedeutet um so mehr, als der Gesamtvoranschlag in Einnahme und Ausgabe zum erstenmale fünf Million Mark überschreitet und verschiedene Umstände den Voranschlag nicht gerade günstig beeinflußten, wie z. B. das verhältnismäßig sehr geringe Anwachsen der Einnahmen aus den Gemeindesteuern und die Zahlung von 91 OOO Mk. zu den Grunderwerbskosten der Eisenbahn Lollar—Londorf, Die Reichrtagrersatzwahl in Allensiein. 2111 cn ft ein, 27. Febr. Bei der Reichstags-Ersatzwahl 'm Wahlkreise 2lllenstein-Röfsel wurden bis 11 Uhr abends gezählt: Für Rittergutsbesitzer OrlowSki-Kutzborn (Ztr.) 10 733, für Pfarrer BarczewSki (Pole) 6 793, für Rechtsanwalt Haase (Sozialdemokrat) 303 Stimmen. Eine Anzahl Bezirke steht noch aus. Die Wahl Orlowskis gilt gesichert. Der Wahlkreis war mit Ausnahme der Legislaturperiode 1893—1898, in der der Pole Dr. v. WolSzlegier daS Mandat innehatte, seit 1871 stets im Besitz des Zentrums. Im Jahre 1907 siegte dessen Kandidat Hirschberg im ersten Wahl- gang mit 12 944 Stimmen gegen den Polen CzarlinSki, der 5380 Stimmen auf sich vereinigte. rtz-s." Telegra SS .$!e Sei Hause- S' LIch Mi» und & ’S Sngebo Langbein ^5 6hm U3li1011 "t sSS 7*. nebii ?ctet ] 2lustancL DieBeerdigungdesKriegsministersBrun fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung flott. Präsident Falliöres, die Minister und das diplomatische Korps nahmen daran teil. General Michel gab bei der Trauerfeier ein Lebensbild des Verstorbenen. In seiner Gedächtnisrede auf General Brun gedachte Briand namentlich der Tatsache, daß die Laufbahn des Verstorbenen in einer schmerzlichen Stunde begonnen habe, die auf sein Herz einen unauslöschlichen Eindruck machte, daß er als Chef des Gcneralstabs das Rekrutierungsgesetz buräv» führte. Das Hauptverdienst, das er in feiner Lausbahn als Minister aufzuweiscn habe, beruhe darin, für die Landesverteidigung hie neuesten Errungenschaften der Wissenschaft nutzbar gemacht zu haben: ihm sei es zu danken, daß die französische Luftflotte einen bedeutenden Vorsprung vor allen anderen aufzuweisen habe. Der russische Minister für V ol k s a u f k l ä r u n g genehmigte 12 Professoren der Universität Moskau ihre Abschiedsgesuche. Auf Anordnung des Ministers wurden wegen Teilnahme an den Unruhen auf her Universität Petersburg 67, Moskau 75, den Universitäten Charkow, 2ioworossisk, Kiew und Warschau 148 Studierende relegiert. Aus Trient wird berichtet: Das österreichische Konzen i o n s g e s u ch für die Schiffahrt auf dem Gardasee wurde von der italienischen Behörde in Verona abgelehnt. Die Nachricht erregt hier großes Aufsehen, da mau der Ansicht ist, daß Oesterreich laut dem Handelsvertrag ein Recht auf die Schifffahrt bat. l»? i l ch e K riegSminister ist am Montag nach, mittag endgültig zuruckgetreten. Washington wird gemeldet: Kontreadmiral Hugo $ 1 nFu 5 1UIU.^C 015 Nachfolger des Kontreadmirals Schröder zum Oberkommanoanten der a t l a n t i s ch e n F l o 11 e ernannt. Die Betriebsrechnung schließt mit 3147 008,90 Mark ab gegen 3149 938 Mk. im laufenden Voranschlag, während die Endsumme der Vermögensrechnung 1 903 726,25 Mk. (1910: 1 754 986,47 Mk.) beträgt. 2d nach schließt der gesamte Voranschlag mit 5 050 735,15 Mk. ab gegen 4 904 925,23 Mk. im vorjährigen städtischen Haushalt. Der günstige Stand der städtischen Finanzen erhellt namentlich aus der erf ' erlichen'Tatsache, daß auch in diesem Jahre wieder von einer Erhöhung der Gemeindesteuern abgesehen werden kann. Es bleibt also bei dem Satz von 120 Proz. der (nicht erhöhten) staatlichen Einkommensteuer und der doppelten Grundzahlen der Realsteuern. Dabei steigt der voraussichtliche Steuerertrag nur von 106-3 275,04 Mk. auf 1069 280 Mk., eine so geringe Steigerung, wie sie seit Jahren nicht vorgekommen ist. Die Ursachen dieses geringen Wachstums des Gießener Steuerertrages werden wohl in der immer noch nicht ganz ruhigen Laae eines der wichtigsten hiesigen Industrien, der Tabak- uno Zigarren-Jndustrie, zu suchen sein, dann aber auch in dem Umstand, daß die Steuerveranlagung jetzt, nachdem das staatliche Steuergesetz seit einem Jahrzehnt in Kraft ist, genauer erfolgt, als es in den ersten Jahren der Gültig feit dieses Gesetzes der Fall war und deshalb die Veranlagung der einzelnen aufeinander folgenden Jahre nicht mehr so stark wie früher von einander abweicht. Trotz der steigenden Aufgaben der Gemeindeverwaltungen tst es gelungen, oen Betriebsvoranschlag, also die laufenden Einnahmen, ohne Erhöhung abzuschließen, trotzdem einzelne Ausgabeposten, wie die für die Schulen, die Zwecke des Kreises und der Provinz und die Kapitalzinsen erheblich gestiegen sind. Es erklärt sich dies daraus, daß einmal die Schuldentilgung weniger erfordert als im vorigen Jahr und zum anderen die günstige Entwickelung der städtischen Straßenbahn es ermöglicht, mit 11464 Mark anstatt 28676 Mark städtischen Zuschuß auszu kommen. Auf Einzelheiten des Voranschlags wird noch zurück- zukommen sein. — Tageskalender für Dienstag, 28. Febr.: Stadt- tHeater: »Der Raub der Sabinermnen.* Anfang 8 Uhr. ** Für die Sitzung der Stadtverordnet en-Versa mm lang Donnerstag den 2. März 1911, nachmittags 4 Uhr. wenn nötig Fortsetzung am Freitag den 3. März, 4 Uhr, ift folgende Tagesordnung aufgestellt: 1. Einführung und Verpflichtung des Beigeordneten Kommerzienrat Emmelius. 2. Mitteilungen. 3. Baugesuch Heinrich Horn für die Bleichstraße. 4. Baugesuch Karl Horn für die Marktstraße. 5. Einfriedigungen K. W. Henrich, Rodheimer Straße öl, 53. 6. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. 7. Verlegung des Brausebades im Schulhaus, an der West- Anlage. 8. Bewachung flöht Gebäude durch hie Wach- und Schließ gefellichaft. 9. Gefuich des Leiepallenverehrs um Ueberlanung eines Torhäuschens am Neuenweger Tor. 10. Kündigung voit Hypotheken. 11. Verkauf von Grundstücken. 12. Emiührungs- beftbnmungen zum Gaseinheitspreis. 13. Einführung von Polizeihunden. 14. Gesuch des August Wallenfels, Marktplatz 17, um Erlaubnis zum Branntweinveriauf. 15. Verwaltungsbericht für 1909. 16. Voranschlag für 1911. "Der Vorstand der Landwirtschastskammer beschäftigte sich gestern mit dem Entwurf der Ausführungsbestimmungen zum Reichsoiehseuchengesetz, sowie mit dem Entwurf eines Gesetzes über die Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallenes Vieh. Geh. Ober» medizinalrat Dr. Lorenz wohnte im Auftrag der Regierung öfen Verhandlungen bei. Mit wenigen Aenderungen wurde den Entwürfen zugestimmt. ** Der vierte der akademischen Vorträge, wird am Mittwoch, 1. März, ftattsinden. Prof. Dr. D a n n e- m an n wird über das Thema „Das hessische Irren- wefen" sprechen. Angesichts der bevorstehenden Erösf- nung der neuen Gießener Irrenanstalt dürfte der Vortrag besonderen Anteil erwecken. •* Die Gewerbebank hielt gestern abend ihre satzungsgemäße Generalversammlung ab, in der u. a. die Dividende entsprechend dem Vorschlag vom Vorstand und Aufsichtsrat auf 6V3 Proz. festgesetzt wurde. (Näherer Bericht folgt). Larneoal in Mainz. Mainz, 28. Feb'ruar. Freude und Frohsiim ist der tiesinnerliche Kern unseres rheinischen Karnevals, von dem sich die Leute draußen im Reich nur eine lumklare Vorstellung machen können. Ihnen liegt nicht wie uns die Freude und der Frohsinn im wallenden Blut — uns ist es Lebenselement. Doch wers nicht fühlt, der wird es nie erjagen. Das liegt tief, tief in unserem Blut. Wie glücklich tonnten die Menschen sein, wenn sie unser fröhliches rheinisches Blut in den Adern hätten, wenn sie so von Herzen lachen könnten über das Leben und seine Heine Eitelkeiten und über sich selbst. Dem Narrenkönig gehört nun einmal die Welt und alle Philo- sophie und alle Weisen der Welt können uns das nicht hin weg disputieren. Und wir leisten ihm willig Gefolgschaft, denn wer nicht einmal so aus vollem Herzen „verrückt" sein kann, ein „Narr" sein kann, der ist nie ein Weiser gewesen. Wie es glüht in unserem Wein so glüht es in uns, das rheinische Blut und braust und tollt wie fünfmalhundert- tausend Teufel. Das treibt und gärt und regt und wallt wie flüssiges Feuer, wie goldener Schein, und wer weiß, ob nicht der Nibelungenhort im Rhein die Freude ist, die wir nun erheben aus tiefem Grund. Uns ist die Freude der Sinn des Lebens — alles andere auf der Well verdunkelt ihn nur — und wir leben ihm, das ganze Jahr hindurch, am reinsten aber, am ursprünglichsten in den drei Fastnachtstagen. Und läuft das Jahr deshalb auch immer von Fastnacht zur Fastnacht. Und alles wird angesteckt, alles macht mit bei uns in Main r — vom Gouverneur an bis zum jüngsten Kind. Selbst das Militär ist beurlaubt, und die Lchulen sind geschlossen. Ta schließt sich keiner aus, der noch eine Münze im Beutel hat, keiner, und wenn er sich das Geld pumpen muß. Und warum soll er es nicht tun? Der trüben Tage sind viele im Jahre aber nur einmal im Jahre ist Fastnacht. Am Samstag mittag fängt es an. Da ziehen die Rekruten der Garden ein, abgerissene, fragwürdige Gestalten aus allen Erdteilen, aber selbst der Mohr wird rein gewaschen im Karneval und am Sonntag früh erhebt er sich und zeigt sich in strahlender Helle, angetan mit der blitzblanken Uniform des Prinzen 'Karneval, liefe er die Straßen flutet es, denn der Sonntag ist der Tag der Garden und der Kinder. Da ist keine Mutter, die ihren Liebling nicht in irgend ein Gewand steckt, kaum ein Vater, der seinen Heinen maskierten Sprößllng nicht stolz an der Hand führt. Alles ist von Farben und Leben und Freude erfüllt. Mittags geht dann der Trubel richtig los, da kommt die Jugend, die schöne, göttliche Jugend, die schäumende, übermütige; mit schelmischen Augen die Mädels, mit kecken Backen die Buben: ach Herrgott, rheinisch Blut, vollfastiges, kraftvolles Leben. Da weiß man doch, warum man lebt. Das lacht und tollt und singt und jubelt ohn Unterlaß. Luftschlangen und Konfetti — überall. Die Bäume sind davon überzogen wie eine Christtanne, auf den Straßen liegen die bunten Schnitzel fußhoch; man watet darin, unermüdlich, mit heiterer Lust, bis es dunkel lvird. Dann geht es auf die Bälle, oder in das närrische Hoftheater, oder auf den Jux- Platz. Man weiß gar nicht mehr recht wo man hingehen soll, soviel ist los. Und alles ist nodj Vorspiel; die Hauptsache kommt am Rosenmontag: her Zug, der Montagsball. Alles ist in Erwartung. Dor Zug, das ist der Angelpunkt des Jahres, und wer Stadtrat werden wlll, der muß dabei wenigstens als Berater mitgewirkt haben. Aber da hilft wer kann, auch ohne den Ehrgeiz, Stadtgroßvater zu werden. Wozu auch? Die andern bringen das Geld auch unter — und „mer hawe s ja, mer könnes ja!" Und das Wetter wird auch halten. Das üst schon immer so gewesen. Am Fastnachtsamstag regnets, am Sonntag schwankts, am Montag aber ift das herrlichste Wetter, und oas hält bis zum Aschermittwoch — aber dann schadet es auch nichts mehr, dann ift die Herrlichkeit ja doch vorbei. Vorläufig aber ist sie noch im Gange und der Himmel macht sein schönstes Gesicht. Kein Wunder! Nach einem alten Mainzer Sprüchwort ist ja auch unfer Herrgott ein Mainzer unb da muß er doch auf Fastnacht für gutes Weller sorgen. — Da kommt es aus der Ferne, der Narrhallamarsch, dem Mainzer Ohr die rooniug-fte Musik — Sie kommen! Sie kommen! Ein Geranne und Gemurmel geht durch die harrende Menge — die Straßenlaternen flammen auf: die Herolde erscheinen und lustig flackern die vierfarbigen Banner seiner Tollität des Prinzen Karneval im Sonnenschein . Dann kommt Gruppe und Gruppe, Wagen an Wagen : die Welt im Schallsjahr 1911. Das Groß Herzog s- Paar ist längst eingetroffen und im Kreisamtsgebäude abgestiegen, um sich von da aus den Zug anzusehen. Und er scheint ihm zu gefallen. Es ist Witz in der Sache, schon gleich im ersten Wagen die riesige „Modebobb", hinter der eine ganze Anzahl kleinerer Exemplare derselben Gattung gefahren wird, weil der Humpelrock chnen das Gehen nicht gestattet. Ueberhaupt die Damenmode. Eine „Montierhalle für moderne Damenhutungeheuer" erregt unbändige Heiterkeit, ebenso der Wagen mit der Polizeiassistentin, „Polizeibutzl auf der Spur". Der „letzte echte Meenzer" in Spiritus erregt ebenfalls jubelnden Beifall, gerade wie die Finanzreform, der deutsche Michel, wie er unter der Last der Zündholzsteuer zusammenbricht. Der traurige Bacchus und die lustige Reblaus, die Folgen der Wiesbadener Kurtaxe, die Kleppergarde, die Ranzengarde und die Prinzengarde, wie immer mit lauter Begeisterung begrüßt, und vieles andere noch folgt. Den Schluß bildet der prächtige „Komiteewagen" in violett und gold, die „Opfer der Fenrzündu.ng", die städtischen Gaslöscher, uni) daun ganz zuletzt viel Volk — sehr viel Volk. Aus allen Nachbarstädten ist ein sehr großer Fremdenverkehr zu verzeichnen und nachmittags drängt es sich tüchtig in den Straßen und Gasthäusern. Auch her Ball in der Stadthalle ist sehr gut besucht — es geht in die iaufenbe — nud es sind ganz prächtige Masken darunter. Auch auf den Straßen herrscht bis in die Abendstunden und die ganze Nacht durch lebhaftes Leben und Treiben. Morgen geht es weiter. N. Der Rücktritt öes Kabinetts Briand. Paris, 27. Fefer. Briand stellt in dem Schreiben an den Präsidenten, in dem er seinen Rücktritt anzeigt, fest, daß die Kammer in zwei Gruppen gespalten sei. Gewisse Republikaner zeigten gegen den Ches der Regierung eine liefe unaufhörlich vergrößernde systematische Feindseligkeit. Sein Appell zugunsten eines politischen Ausgleichs unb einer politischen Beruhigung und zugunsten her Wetterführung des Werkes einer vernünftigen und toleranten Verweltlichung der Schule, die jedem Glauben Gerechtigkeit widerfahren lasse, sei nicht verstanden oder entstellt worden. Die daraus gegen ihn hervorgegangene politische Feindschaft mache die Verwirllichung der geplanten Reformen, die das gewagteste Programm bildeten, das dem Parlament je vorgelegt worden fei, unmöglich. Unsruchtbare Arbeit mmitten von Fallstricken unb Winkelzügen sei ihm zuwider. Die Politik des Kabilretts sei siegreich ans allen Zusammenstößen hervorgegangen, aber in seinen Händen sei sie gegenwärtig in Gefahr. Ein anderes Ministerium werde die notwendige Sammlung herbeiführen, um das vom Kabinett Briand unternommene Werk in die Tat umsetzen zu können. Allgemein glaubt man, daß her Präsident der Republik erst heute nach eingehenden Beratungen mit den beiden Parla- merckspräsidcnten, dem scheidenden Ministerpräsidenten und den Führern der republikanischen und der radikalen Gruppen an diejenigen Persönlichkeiten heranlleten werde, hie bezüglich der Bildung des neuen Kabinetts in Frage kommen. Sowohl der Kammerpräsident Brisson wie der Senatspräsident D u - dost dürften Falliöres gegenüber für eine Politik der Einigung und Verständigung unter den republikanischen Parteien eintreten. Es heißt, Dufeost werde die Ansicht aussprechen, daß eine solche Politik am erfolgreichsten durch einen Senator verwirklicht werden könnte. Auch aus den heutigen Erörterungen der Presse gewinnt man den Eindruck, daß die Lösung sehr schwierig sein werde. Die Vorstände der Gruppeit der Linken werden sich heute nachmittag sosoll nach der offiziellen Bekanntgabe des Rück- trills des Sabinetto in der Kammer versammeln, um über die Lage zu beraten.____________________________________________ Deiitfcbcs Reicl?. Wie man in parlamentarischen Kreisen annimmt, dürfte, so schreibt man uns aus Berlin, die Fernsprechgebührenordnung als aescheitert zu betrachten sein, ha der Budget- ausschuß des Reichstags, wie neuerdings miautet, den ihm nochmals überwiesenen Emwurf vorläufig nicht beraten werd, da man her Meinung ist, daß er feine Schuldigkeit getan habe, für eine nochmalige Beratung des Entwurfs fein ausreick)ender Grurto vorliege unb eine nochmalige Beratung nur zweckmäßig roäre, wenn her Ausschuß die Abänderungswünfche des Plenums leimen gelernt hätte. Die Fernsprechgebührenordnung wird also ebenso wie das Arbeitskammergesetz zu den Vorlagen gehören, die nn» verabschiedet bleiben werben. Der Budgetausschnß des Reichstags hat bei bei Beratung der einmaligen Ausgaben des M i l i t ä r h a u s h a l t s die Summe von 60 800 Mark zugesetzt und folgende Entschließungen angenommen: den Reichskanzler zu ersuchen, im Interesse her Sparsamkeck insbesondere bei Waffen- und Munitionslieferungen die bUliger liefernde Privatindustrie mehr heranzuziehen unb anderersecks den Reichsbetrieben, soweit sie bckliger mwduzieren können, mehr Aufträge zuzutvenben, ferner bcn Reiä)s- kan-ler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß der Kaufpreis für das Tempel Hofer Feld durch die Art her Bebauung dem Reiche nicht verkürzt werde, schließlich die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem. Reichstag baldigst einen Gesetzentwurf über die Einnahmen unb Ausgaben des Reichs unb über bcn Rechnungshof vor- sulegen. Der erste Vizepräsident des elsässischen Landesausschusses, Stadtrat a. D. Dr. Gunzert, ist gestorben. Die Blätter melden aus Berlin: Die liberale Fraktion ber CharlottenburgerStadtverordnelen- versammlung, die über die absolute Mehrheit verfügt, hat beschlossen, die von dem Regierungspräsidenten für alle Städte von Groß-Berlin angeregte Erhöhung der Einkommensteuer von 100 auf 110 Prozent abzulehnen. Gegen die von dem Magistrat von Berlin beab- sichtigte Aushebung der Jahrmärkte hat die Händlerver- einigung Protest erhoben. Für die Reich s tags stich w a hl Kempten-Ilmenau wurde der 17. März bestimmt. Dem „Posener Tageblatt" zufolge verbot die geistliche Behörde dem polnischen Pfarrer Kurze w s k i die ihm an gebotene Landtagskandidatur ihn Wahlkreise Krotoschin-Koschmin-Pleschen bei der Ersatzwahl für den verstorbenen Prälaten v. Jazszewski anzunehmen. Landkreis Gießen. — Rödgen, 27. Febr. Der Männergcsang- verein Rödgen feierte am Samstag abend sein Winterfest. Der Besuch war sehr stark. Präsident Etzel müll er eröffnete die Feierlichkeit durch eine längere Ansprache, worin er hervorhob, daß unsere deutschen Volkslieder mehr gepflegt werden sollen und baß hierbei die Frauen und Jungfllluen bester mitwirken sollten. Sodann erfolgten Theater usw. unter Leitung der Frau Lehrer Koch, die großen Beifall ernteten. Die vorgetragenen Lieder zeigten, daß der Verein unter der Leitung des Dirigenten Koch auf einer hohen (Stufe sieht. DaS zeigt der stürmische Beifall, der nach jedem Lied den Sängern zuteil wurde. Tanz und sehr gut gegebene Konzertstücke hielten die Festteilnchmer bis zum Morgen beisammen. -b. Hungen, 27, Febr. Gestern abend veranstaltete der Turnverein im Saale der ^Traube* eine Abend- unterhaltung, die gut besucht war. Den Glanzpunkt des Abends bildete der von Herren und Damen schön ausgefuhrte Blumenreigen. Auch die Pyramiden, das Keulenschwingen, sowie die übrigen turnerischen Vorführungen zeugten von dem Fleiße und der Leistungsfähigkeit des Vereins und fanden lebhaften Anklang. SDlit Tanzvergnügen endigte die schön verlaufene Veranstaltung. Kreis Schotten. r. Eschenrod, 27. Febr. Der Wirt H. Hermann bat auf einem ihm gehörigen Grundstück ein Eisenstein- la g er gefunden, baS sehr reichhaltig zu fein scheint; die zur Untersuchung eingesandten Steine enthiellen bis zu 90 Proz. Eisen. Es wurden iyrn über 200 Hektar Mutungsrecht zuerkannt und wirb demnächst ein Vertreter der Großb. Bergbehörde die eingetriebenen Stollen besichtigen, um festzustellen, ob fragliches Terrain abbauwürbig ist ober ob es sich nur mn vereinzeltes Vorkommen handele Kreis Friedberg. m. Dorheim, 27. Febr. Unsere Gemeinde, eine der größten des Kreises Friedberg, wirb laut Rtinis'terialver- fügung am 1. April dem Amtsgericht Friebberig zugeteilt. Bis 1851 hatte Dorheim ein eigenes Gericht unb zwar für bie kur hessische Enklave Dorheim, Schwalheim, Rödgen und Nauheim unb gehörte bis 1866 zum Kreis Hanau, 1851 würbe sobann ber Sitz bes Amtsgerichts nach Bad-Naicheim verlegt. Die Ursache der Zuteilung unseres Ortes zu Friedberg besteht darin, daß Dorheim unmittelbar bei Friedberg liegt, das dtauheimer Amtsgericht mit Arbeit überhäuft ist und daß endlich das Amtsgerichtsgebäude in Friedberg durch Vlltbenutznng der seitherigen Oberamtsrichterwohnung bedeutend öcrarotot wov- den i& Der SjKrli«"; FÄ ‘,15 JS Nr auch n, ':h(^ iteiVt 'K»> [tJ a*»* m.’ 8‘N ®t" ’ft- & etnj La6tt «us N'Md-m UI haft h«®te $=ra” 4*' * ^indeverwai, °'I° blt ““Ben, tt0|J. Ä“>«. di, daraus, dak, jm Doti. Entwicte. 1«giicht, Zuschuß 'wch zurüL- "ten-Ber. millagS 4 Ubr lrz, 4 ilhr, ist und Brrpftich- 2. Mleiuin. - 4. BaugesM n L W. hm. rbeitm und Lieus an berikff und Lchlirß ii Udieiloijuny Kündigung von ■ Emiührunzr. ng von Polizei. rfqjla$ 17, iur lmgsbericht für ifisfommer AuSführungS- tz, sowie inil !>igung für an Geh. Ober* er Negierung ngcn mürbe ör-: Ltadt- 'g 8 Uhr, Botltäflt dr,Daune« he tzrren enden 6ti^« * der BvrUag i abend it|K ), in der u. t vom Vorstand irbe. (Nähern nnergcsang« sein Winter« Etzetmüller nspcache, worin c mehr gepflegt nd JunOuen toter ujw. unter Beifall ernteten, rein unter der m Stufe fleht, edem Sieb den igtbene Konzert« qen beisammen. oeranslattelc eine Abend« Glanzpunkt des hört ausgtiührie ^ulenschwingr", n z-"gten cin8 und fanden bigte die tz hermauv ein Wk >u •SS - andkli- . u. eine «Ts el9eIt W61- ^Sfi ft w*? nhellver M se^ vermischte». __ Die Wachspflanze. „TandeliNa" oder .„«acbs- Archen" wird von den Bewohnern einiger Landstriche rm rtikfr Meriko eine Pflanze genannt, bic dort öorfommt. Ihren tarnen verdankt ste, die übrigens ziemlich Ne,n und »ierlick» bleibt, ihrer Form, diewirklich einer rlemcn -a^cr^ -iknsick ist. und einer merkNTÜrdigen Eigenschaft, dass "e m allen Teilen, mit Ausnahme der Wurzel von einer fernen W überzogen ist. Bei den Botanikern führt ne keinen io »oÄscken Namen, sondern den gelehrten Euphyrkna anh- tiilitica Tas Wachs, das sie absondert, soll von so guter Qualität sein, dass eine Londoner Gesellschaft die damit eine vnw^unaS^obe gemacht bat, sich tereit erklärt hat, monat ich fünflig Sckiiisladungen davon a^u'tehmen und iM An^lub an bieses Angebot in Mexiko selbst eme Gesellschaft bu Äultut iftsa wertvollen Pflanze betreiben will. Kleine Cogerchrontt. „a* Unterschlagung von 78000 Mark fluchtig gewordene «A^hnerS mibbHborl in Bochum bat sich selbst gestellt. $1! h,m t)«ulktuten ®elbe hatte er bei seiner^ Flucht etwa 50(x) Mark in feiner Wohnung -urückgelassen. Bei seiner Lerhaf- m-ldm au« ff 8In: ®t> Trototiialutroal. »z in will eine graste Masse von ben C e b 1 ä n b e r e \ e n “Ä X Ma?rn,bY-Man.iaib (Oifd) bu,d> • <■. e u e der Provinzialarbeitsanstalt k u l t i v i er en lassen. f ^ädi lekgrainun, au« Bdfmgfor« imb Eisscholle mit vierzig von ben bei Lewe ns a ins Meer ge- föenffl 50) Mlch^n bei Ins,! e,'t-Sta,r an. Ein anbrrer Dell der bischer soll m# einer VSscholle bei Lokviste im Bwerfre« Sund gelandet fein. AuS delsingsor» und Riga sind Eisbrecher yn Rettung der übrigen abgegcmgen. An Bord deS deutschen Frachllxmwfers ."Toroovc^,, der au» Bahia Bianca in Dünkirchen rinttaf ist der 37tShrge Mechaniker Züitbdm Schutt, der M> in OTorrtnnbro n"«ef*W ballt, in einem Abart ermorbet aufgthmben »orbern 1Per !«*• nam nmt balbnadt itnb bet ffavi mit einem «afienneiicr iwtb vom Rum»! getrennt, ba« bureb bm geroattfamen e*nm ^r- brachen »l Es liegt Raubm arb vor. Der Mieder trt rmml Bahia Bianca an Borb belmdltcher Passagier, c>n etwa 30 täte gn Mann der sich Juez Renan nannte und sich auf der Flacht nach Belgien befand. . Am Gebiet deS Panamakanal» fort ein Er brüt f cv stattgesunden, der zu Besorgnissen Anlast gibt. Bet dem ErelgmS wurde eine Person getötet und mehrere verlevt. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicke Wetterdienststelle Siesten. Verlaut der Witterung seit gestern trüb: Ta« IfiNirte Hoch rückt ostwün« vor und da« westl'che T'el folgt ihm. Infolge- besten hat d.e Beioölkung wieder zugenommen und aus einzelnen Gebieten werden Negenfäste gemeldet. Startere Wu.de ^werden nur au« Norwegen und Norddeutschland gemeldet. D,e .rrostgrenze tu etwa« in westlicher Richtung coraebninnn Beim weiteren Bor- rücken de« westlichen Tief« dürfte ste wieder zuruckwe.chen und Regenläste ffeben bei stärkeren Winden in AnSstcht. 9 Weiteransstchten in Vesten am Mittwoch dem 1. Marz 1911. Trfib. Reg",fälle, etwas milder, windig *»5 cub. Letzte NachriLtzten. Eia Raudmordversoch ii Darmstadt rm. Dorrnftadl, 28. Febr Gestern abend um neun Uhr wurche auf die Fr au deS missischen Studenten ^labtmtr Turner in ihrer Wohnung. Riegerplab 8, 3. ötoef, em Raub Mordversuch verübt. Der etwa 3.» Jahre alte Täter, der einen grauen Detterinantel und grauen weichen Filzhut trug, bettelte und versetzte dabei der allein tn der Wohnung befindlichen Frau ^wei Stiche in ^bic linFe Brustseite mit einem spitzen Instrument. Tic Frau pel bewusstlos zu Boden Darauf entwendete der Unbekannte uus einer Kvmmode 150 Mk. und verschwand Ein Freund des Turner entdeckte nach etwa einer Stitude das Verbrechen. Die Verletzte ist außer Gefahr. Von dem Täter hat man neck keine Spur. Täglich neue günstige Berichte. Auf die mir zugefandte Probe bin habe ich mir sofort 2 Pakete besorgt. die jetzt ziemlich verbraucht find und zwar nehme tdi dcw crtiüfon bei Mattigkeit und Unwohlsein, verursach, durch duerefl Nasenbluten. Dies hat schon nach kurzem Gebrauch Obrek' Präva- rnteS aufgebört und mein Zmiand hat Heb wesentlich gebessert- Besonders austastenb ist bei mir die Gewichtszunahme. Der Ge fchmack deS 2Hofon ist vorzüglich und es bekommt mir auch lehr gut. 5in dieser Hinsicht kann ich eS jedem beitens cnivTchlcn. WiUkasten b.Lützen,9.8.10,G.Pinkewi tz. Unterschrift beglaubigt: LearHardnng. Notar. Äioson ist dao beste u. billigste Nähr- u. Krastlgungvmsttel nach fieberbaften Krankbeiien, Overanonen u. für Nervofe! crbftlt lieb in Avotbekew Drogerien ufw., Pake, ira. Mtlo) Mk 3 —. it>* , Sorglose Herrschaften und Mverlössiges Versonal 7h fi. »aß für all- G-«b^-uchwng nur ber sI°Z. nn» fchln-f-st. Bruno-Glühkörper jur D-rw-nbung kommen b-rf! ^n sch 9st mnn* »ufälliaen Stoss oder absichtlichen Schlag, gibt ein brillantes, gleichmäßiges Licht, spart viel ISanilODCL 'SÄnb-n^emf*: 2 Zimmer ”] jstinder Liegewagen bist. z. verk. oi-.., Landgr.-Pbil»vp'Platz8IV Möbl. Simmtr Dammstr. 31T. Bekanntmachung. 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Heute nachmittag 3 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden unsere liebe, gute Tante Für bte vielen Beweise herzlichster Teilnahme an unserem schweren Verlust sagen wir unseren aufrichtigsten Dank. Im Namen ber trauernd Hinterbliebenen: Louis Hammel und Familie Giessen (Stephanstrasse 15), Mannheim-Neckarau, Elisabeth (New-Jersey), 27. Februar 1911. W iw Pro Patria hochaktuelles, spannendes Drama im Unterseeboot. Im Namen der tieftrauernden Familie: Marie Strubel. G ifiret Fo M ber Lar Wernle *$ 'itien bewies A. "i Allgemeiner Mier trauenvereiü MUW imi. Donnerstag den 2. März, abends 8y4 Uhr, im Hotel Schütz WM» $ortr«g Mit M. Stririü M: SSt ffv iu erÄ PW fit i« noQ) Kräften ; Mit oudj nur Ziehenden! 8mz Eießcs iß echöckt hob der Merlirbßkll Lperettt DER GRAF VON LUXEMBURG Gespielt von den ersten dänischen Künstlern Winoua, Drama aus dem wilden Westen Mensch bezahle deine Schulden, Schönster humoristischer Schlager der je gezeigt wurde Attdasgeld, Episode aus den Tagen der franzö- stlchen Schreckensherrschaft HoBdes vis-a-vis, Größte Heiterkeit Weltreise des Kronprinzen, i. Serie, aktuell Immer höher, humoristisch Die Seeräuber, Tonbild. Herzlichen Dank allen Verwandten. Bekannten und Fre mden für die zahlreichen Beweise der Lieb ■ und Aufmerksamkeit die wir bei unserer Hochzeit von Ihnen erfahren durften. Ocffentliche Wählervcrsammlung für die Cale Amend Fastnachts-Dienstag karneval. Konzert Was soll eiottiisla von der GnMiiig wissen? 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Kd|0U jekt Ae Eu Wer des rregunfl tena* und die einzeln Hn8 Mrk ju Je eit beinahe nc ^usamlncni'eW jssifchen WB 'lunbenm Nach» vchr po» lanf bie Anhänger 6 vereinigen, tn liberalen Gedai Ausführung di, veidienslvollen nickt einseitige sondern das W „ationÄliberall diesem Sinne Greifen und 1 IStÄrfe, baß einander abw> beutend wenig 2en Nomen Ziel der Sozil Staatsweiens Und eine ftar! . ckmeingekomm indessen heute zialisti'scken ffl ijtoft SdjipDei. ftotittf ju Mär ig Imre das zu ton, der Ark Keis liefert W vom Äu liegt, in dem ' Stet Mlerdv \ mb allgemein' N zu mad 1 Idietir 2ernt lausmänn 'Nen sich ie In roirtic Zöpfe, Drcbcr, Locken, Haar-Uhr ketten, Toupet- scheitel u. Perücken werden billin an gefertigt. Spezialität in grauen u. weinen Haaren. Zöpfe werden gefärbt. » Dameu-Zropfwascheu mit Frisur 1 Mk. bei (879 H. Tichy, Beim ^iratsVcrmitlkr hervorragende amerikanische Komödie. ItcBcP bett SSoIfßtt, wunderbare Naturaufnahme. hiim Funilienuphpnliuteii spannender dramatischer 5iunstsilm. Das Pathe-Journal. Heute Dienstag grostes tollst Konzert imii Kappetl Anfang 5 Uhr nachmittags. 3435 agolesi selten schönes Drama aus dem Leben eines großen Künstlers, fcr «MM Ml Schlager-HumoreSke ersten Ranges. Kindliches Erbarmen, Tonbild: Dandy-Tanz. Ä £>* bewährt stch nun Äfl *J mehr Retter s £j_ Haarwasser (Müitchcu) staati. geprüft u. begutacht. w Z. h. um40Pf.u.Mfi1.10bei J. H. Fuhr.Sonnenftr.25. (hv*/, llbl-n Mundgeruch „Hclgolaudia" Zahnpasta. Tube 50 Pfg., vernichtet Z äutniöerreger, erhält die Zahne weig. Zm Ge- schurack ernlschend. 'Jiteberlanc Pelikan Apotheke, Äreuzvl. 2. inMiitit |r. Vmkr am Donnerstag, ». März, abends S*/2 Uhr, im Cafe Leib (früheres Kolosseum). Redner: MschM fr.IflW »oil Mm* BIppO» Alle Wähler sind um ihr Erscheinen gebeten. D18/ _________________________________ Der Wahlausschntz. 01540 Pernezgerung. Mittwoch den 1. Marz d. 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