Erstes Blatt W. Jahrgang 8rettag, 22. Dezember |9U General-Anzeiger für Oberhessen Itt. 501 Tct Lietzener Anzeige» erschein« täglich, auuet CoiinlaqS. - Beilagen: viermal rvScbenthd) LirbencrZamilitnblLtler. XWC'I :oüd)en«I.KTalt allein mit 69982 307 Mk., ivährend lieb der Voranschlag für 1911 auf 80122 272 Mt. bezw 67 66‘J 609 Mk. stellte Tao Dm Voranschlag beigefügte Exposee des FinanzininisterS Heilt feit, Dan bereite in Der Tenkschnft zum lauf.ndcn Voranschlag angegeben n erben konnte, es i'dyeinc sich eine, wenn auch langsam vorwärts schreitende V?s'erung ter nirtsckafttichen Verhältnisse an$ubahncn; erfreulicherweis? lasie fiel jc;t lager, bau diese Besserung tatsächlich eingetreten ifi_uno netter anbati. Tos günstige Ergebnis des vorliegenden Staatsooranichiags iil im wesentlichen erreicht worden durch die fibcrrafd'enD stark in Die höhe gegangenen Ucbersckmi'se auS Dein Erträgnis der preußisch hessischen Eisen- babngcmeinidvift. Tic im Voranschlag für 1910 mit 12 654 000 Mark eingestellt waren, sich aber in Wirklichkeit aus rund 15 327 000 Ml. beliefen, so das ein Ueberschuß von rund 2 500000 Mark verbleibt: für das Jahr 1912 sind die Ueberschüsse auf 162150 000 Mk cingeschäft worden Bevor wir nun aus die einzelnen Tarstellung.n des snnanzwesens ndlytr eingehen, rooLen wir einige kritische Betrachtungen allgemeiner Natur vorausschicken. Ter Aufschwuna der finanziellen Verhältnisse des Landes, dessen auch in bet Thronrede bei Eröffnung des 35. Landtages gedacht wurde, lies; erwarten, datz die seit Jahren surüdaeilelUcn Forderungen, welch? die Staateumvaltung von icher al# dringlich bezeichnete, für das Jahr 1912 zur Wahrheit werden roürocn. Tic Thronrede lies; auch vermuten, das; Die Regierung manche der Aufgaben, die ihr oblagen, erfüllen wollte. ÄaS jedoch die Regierung als dringlich hielt, lann man jefct erst aus dem neuen Voransanag für 1912 füj.iefccn. Trcterl.i Tinge sind eS, bnen Erledigung Die Negierung alS dringlich bezeichnet. In er Her Linie eine andere gesetzliche Rcgctung dec Staatsschuld, weiterhin die Gründung eine- Ll u s g l e i ch S f o n d s, sowie die Vesscritellung D;r Beamte n. Tu diese sämtlichen Materialien bereits gcnihd) geregelt sind, die Schuldentilgung durch das Ludwigsbahnge ep von 1896, Die Gründung cüufi Reservefonds Durd^ daS 'u uS gl eich iondSgesetz vom Jahre 1901, die Bezahlung der Staa.sbiwi.itcn durch cie . ioldungsordnung Dam Iah.c 1895, ist eine Aend.rung nur möglich auf Dem Wege der Gesetze g e b u n g. Ticic soll nunmehr eiufetzen und Der Voranlchlag lür 1912 ist, teilweise bereits in der Erwartung, Dau einige von diesen Gesc^ntwüneu »e. -bschielet weroen, onfgeüclü worden. So vor allem ist der Tigungs- und Ausglcrchch'onds bereits iui Xapitcl 116 a utw Die itunere ^diutDcir.ilg^i^ im Maviicl 114 des Etats berücksichtigt. Ter Voransrnla^ 1912 schlietzt, obwohl eine Schulden.ilguiig von nahezu 2 Millionen Mart vorgesehen ist, und obwohl eine Rücklage m Den Ausgleich- und Tilgung.'wnds von rund 60J 000 Mt. Dorgcicycn in, mit einem Ueberschutz von 420 OOU Mk. ab. Tiefer lebte Betrag wäre zunächst, wr.in bereits im Etatsjahr 1912 aua) die Be- fclDung Der Staatsbeamten einer Reunion unterzogen werden lann, lür diesen Zweck zur Bersügung. ES fragt sich aber, ob nicht noch weitere Betrage fluhig gemacht werden konnten, da eine Beil er stell ung Der Ltaaisoeamt.n Dimgeiio nolwendig und auch von Der Regierung anerkannt ist. Es mutz in erncr Linie deshalb Darauf hmgewiesen werden, datz Die jur Den Ausglcich- und TilgutgsomS uno üic öbc von 288 000 Mk. sollten noch die zur Tilgung der Staatsschuld au3 JRcntcnfapital verfügbaren Mittel von 107 200 Mk., sowie die verfügbaren Betrage am die aus Anlciltemittel bestrittenen Vorschüsse der fraiun • staatskasse an den Erneuerungsfonds in Bad Nauheim, an dem TomanenergänzungSfondS und an der Tomanen-Ver- waltung mit insgesamt 510000 Mark zu Tilgungszweden Dienen. Weiterhin ist als besondere Tilgung rin Betrag von 446 382 Mk. (’/» der nicht werbenden Staatsschuld) für Tilgungszwecke vorgesehen. Würde sich roieocrum eine Verständigung Der beiden Kammern ingleicher Höhe wie im letzten Jahre erzielen lassen, so wäre für die Tilgung ein Betrag von rund 1750 000 Mark vorzusehen. TicS würde gegenüber Den vorgesehenen 1950000 Mk. einen für andere Zwecke verfügbaren Betrag von 200000 Mk. bedeuten. Tie Notwendigkeit einer ausreichenden Versicherung gegen Rückschläge erscheint für unser Land durchaus notwendig, und eS ist deshalb Die Schaffung eines genügend dotierten Ausgleichs- und Tilgungsfonds wohl zu begrüben. ES fragt sich aber, ob die Dotierung Dieses Fonds mit einem Betrag von 2 650 000 Mk., wie sie für den Voranschlag 1912 vorgesehen ist, notwendig erscheint. Hier würde wohl ein Betrag von etwa 2 000000 Mark genügen und für andere Zwecke der übcrsckjüsfige Betrag von 630 000 Mark vor- fügbar werden. Es bliebe, wenn man diesen Vorschlägen folgen würde, eine Summe von etwa 1300 000 Mk. für Die Erhöhung der Bezüge, Der Beamten, Der Lehrer, Der Staatsdienstanwärter, Der Hinterbliebenen und Der Pensionäre zur Verfügung. Dieser Betrag wird zu einer ausreichenden und Durchgreifenden Besoldung nicht genügen. ES mutz jedoch in dieser Zeit Der Not darauf Beoacht genommen werden, datz die Steuerzahler durch irgendwelche Aniorderungcn nicht zu stark in Anipruch genommen werden. Andererseits ist es die Ver- pslichtung des Staates als Brotherr der Beamten, iür Diese m ausreichender Weife zu sorgen, damit sic nicht im Mamui umS Dasein in Not geraten. Wol.tc man zur Ausbesserung der Staatsbeamten eine Erhöhung Der Einkommensteuer um etwa 5 Proz. für zulässig halten, so roürDc Dies ein Mehr an Steuern um ein« *-(M ->uU . ■ u > och j ibn' b c,ni aisdnnn zur Bersügung stehenden Mitteln von nahezu 2 000 000 Mark wäre eine durchgreisende Acsserstellung der Beamten möglich. Wir hosfen, datz Die Beratungen der Stände mit Der Negierung einen gedeihlichen Mschluß erhalten und datz nicht nur durch die Gkündung eines ausreichenden Ncicrvesonds der Staatshaushalt gegen Die Schwantungen des Wirtschastslebcns und durch <*inc uusreichend^ Sämldci' .'.mng Die ynarjiclLf Siche. stellnng dcS Staates gewährleistet wird, |andern datz auch den Beamten die seit Jahren crurebtc Verbesserung in ihren Bezügen mit den vorhandenen Mitteln zuteil wird. Von Den Betrieb.etgednisjeu der preutzisch-hefsifchen Eisenbahn Die „Nordd. Allgein. Ztg." fchreibt: Die Be.ricbsein- naljmcn der preutzisch-hessischen StaatSeiscn- bahnen betragen im November gegenüber dem gleichen Monat des Vor,a./res im Personenverkehr. 2.1 Mi.ll. Mark — 5.03 Proz., im Güterverkehr 14.7 Mill. = 11.80 Proz., insgejamt nach Abzug einer Minderernnal)me aus sonstigen Quellen 15.7 Mill. Mark — 8.92 Proz. mehr. Die Za.,'l der Sonn- und Wcr..tage war in beiden Jahren gleich. Auch in diesem Monat waren die Leistungen Der Eifenbahnvertvaltung im Eüterocrwehr noch criyebliuj höher, als aus den Einnahmen hervorgeht, oa sich bei diesen abermals ein FrachtauSsall iniolge der Notstandstarife für 9tal/rungö-, ö'Utter- und Düngii.iiitel bemerkbar macht. Man kann annehmen, daß sich Die wirklichen Leistun- g e n der Eisenva.m gegen bas Vorjahr um 1 3 d iS 14 P r o z. gesteigert Haden. Wenn tro^dem nicht alle geforderten ki-agcit gestellt werden konnten, so geht Daraus hervor, wie die Ansvroerungen über alle Erwartungen hinaus — zu erheblichem Teü infolge des Versagens der Walierstratzen — gestiegen find. Der italienisch-tiiritsche Krieg. Dieder ein paar Kampsberickite der Italiener. Sie reden in ihrer amtlichen Meldung mehrfach davon, datz die Vorstötze deS FcindeS mit grvtzcr Otcivalt aiisgesührt worden feien, nnb dann sollen ihre eigenen Verluste kaum nennenswert, bic ber Türken aber grost gemefen fern. Tie Berichte sinb eben im italienischen Sinne gefärbt; das beweist schon der eine Satz: Tie Haltung ber Ztalwner sei wie immer mustergültig gewesen. Tas ist bad alte, bc- lannte Schema: Der Kampf bei der Lase Birtobras. Tripoli-, 21. Dez. lAgencia Stcfani.) Uebcr beit Kamps bei BirtobraS am 10. Dezember werben folgende Einzelheiten berichtet: Sberst Fara, der von dem Kommandanten der ersten Division, General Giralbi, beauftragt worden war, den 5-cinb, der die OEenze BirtobraS besetzt hielt, zu überraschen, brach früh morgend von Ain Zara mit Bataillonen ber Bersaglteri, einem Balai'.lon Grenadiere, einer Abteilung Gebirgsschutzen nnb enter Schwadron .Kavallerie auf und gelangte gegen 1.11 Uhr in Die Nähe der Oafe Nach kurzem vorbereitendem Artilleriefeuer ließ Fara bic Grenabiere zum Angriff nach Cftcn Vorgehen. Er beabsichtigte, von bieser Seite unb im Sübcn bte Cafe einzuschlietzen, mährend baS Gros ber Streitkräfte in abiuartcnbcr Stellung blieb, um für jede Eventualität bereit zu fein, je nachdem der Feind feine Truppen entwickelte. Während die Grenadiere fchncll entfchloffen die kleinen Mauern, Hecken und Dünen der Umgebung der Cafe angriffen, sahen f i e f i ch plötzlich vor den b e f c ft i g t e n Stellungen deS Feindes, der auf die ilalteitifchen Truppen em lebhaftes unb auhaltcnbcS Feuer eröffnete. Währenbbcffen u.. rten Vlbtciluiigen der regulären türkischen Infanterie, begleitet unb gebockt von Kavalle rie, ein Manöver aus, um bte Italiener von ber rechten Seite einzuschlietzen. Der Feind wirb minbestens auf über 3000 Mann gcsckxchl, von benen ein Drittel reguläre türkische Soldaten sind. Lbcrst Fara konzentrierte feine Strcitiräftc auf die rechte Seite. Der Feind machte feinerjcil. wiederholte An- grisse auf die Italiener, wobei in schnell aufgeworfenen Gräben, ui denen man sich auf 300 Meter näherte, alle Angriffe unter schweren Verlusten des Feindes z>'ruciiilich, daß Fr^t und Eis im Flachland sich in Kürze ein,teilen. Für bic Lsci.-nacht.-- lage wenigstens vefieht fv gut wie feine Ho.inung. ^oe.i,o Dcrvatt cs ,ich mit den Sa)>ieeaussia).en |ur oas F,aa)iano. Auch in unseren Mittelgebirgen, Taunus, Vogelsberg unb Rhön dürste Laum mit einer genügenden Schncedeac zu rechnen sein; zurzeit sind alle ocutiiyen Mickeigevirge ichnceirci. Dagegen wei.cn vcr.chiedenc Anzeichen oarau, yin, datz um Die Jahreswende ein stärkeres Sinken oer Temveratur in der Hohe und Lchncc in den Bergen ,ich einftellen. — 3um Streit um das BiSmarck-National- Denfmal. In ber Berliner „Tägltwen RunDiwau" ergreift Geh. Reg.-Rai Prof. Er. Bau! El em en Das Wort, uni haj gcg.n Angriffe zu wehren, Die Die „Tägliche Rundfwau' uns Wilhelm Schäfer in Sawcn des B.smaick-Aa.wnalDcnkmats gegen ihn unictiwmm.il haben. Professor (Hemen i-r, »Die belannt fein Durfte, Vorslvcnoer Des Tentmälcnaicd Der Rb mlaiwc uno als solcocr wcitz er immerhin beruhigenD unD klärens bas Wort zu führen. TrofzD.m bringen feine ckus.ührungen Durchaus mch.S NeucS, ionDcm rckapi-ulie.e.i leoiqlrch now einmal die hinrüa.cnD bcianmen Boigängc: Die meberubmeuernbe Tatfa^: rollmDs, Datz alle namhaften Mitglieder Des Kunmeraus'chusfeS ibc Amt niebcrgck'gt haben, außer Straft zu fepen, i,t Der Elcmcnsche Ariitcl außer,tanDe. — Der Pfau ber Tcuselsanbeter ii.i Britischen Museum. Aus Tcthi wird dciich:ei: Im Za-ammenhang mit Der inDil'Äen xaiserkrönung ..itd bas Brunche »uu»L-uin jn £'cn- bon um cm auücrorbcnidti uucr.i anics uno idi a.ncs cüä. bc reiiert werden: der bekannte 3ammict Mr. 3 dj i g e r fct lid, eickichioiicn, zur Erinnerung an d.n lepicn Zuibir Dem Britischen Riaifcum Den berühmter, grancuen Siahlp au zu ü-cr rocien »i't. Die rnerkwürDige Sekte, bie noch heute beuehr, verehrt Suafcr a»5 u>*t y..-' -- E,-—-..., -•••■ ü-i ..i.ngo-Gc- victes mti ben Eurovucrn verknüpfen, crmh.t ter engluche Olcift- licye Xlumley Davies m einem An iape De: ^umu ul Home einige interes,ante Beispiele. Tie Regn bringen Dem weißcn Manne eine abcigläu.uG Furckt c.ugegen, ,ino in diese Angst mischt sich em geheimer g.ühender Vaf' gegen tic fremofll .jaubeter. Wenn immer m Dm nbgeicacnerc.i GegenDen ein Weitzer ich dem Tone n-hert, legt sich diese Furcht wie em Alp auf alle Schwarzen. Und ne bcgniiiv.il Diu. ah.iung»,oott. auj.. «... i.,.- iwaic Sie halten Den weißen Mann nie einen bviai Zauber.r und grnuoen, uUR er in Den Tic en Des M.eter lebt Su.giit nicht o.: Schnu, von Denen man ziur't nur dee !^i.itt,vipen. Dann Die Malte unb ich.ics l.ch ben : lumrr sicht, curliä', aus D::n Meere auf? Uno nenn D.e Schiffe wieder fortfahren, ficht man sie dann nicht wieder in des Mccr btna«.. .Um .u r U.w w- itu oicie Jciveiif nveu niQ.1 genügen, muy nicht t c sslgende jcü::i lcartbelte, wenn wir widerstanden unb als Nebenpersonen, wenn wir nachgeben. Das ist kurz zusammen gefaßt die ganze Gescknchte des marolkanischeii Abenteuers. E n g land denkt nur an bic See Verbindungen seines ungeheuren Reiches, es opfert ihnen zuerst seine Verbündeten und bie famose Entente Cordiale ist nur eine diplo- matis che Wolke, bic unsere untergeordnete Haltung verhüllte oder verbarg. Weit davon entfernt ein Meisterwerk zu sein, erweilt sich die Operation als ungeschickt unb gefährlich von der ersten bis zur letzten ©tunbe." Etwas Wahres ist an dieser Charakterisierung der ena- kischen Machtgier. Kairo, 21. Dez. (Agence Havas.) Die ägyptischM Truppen besetzten Solurn. den Parteien, Dr. F. Werner, im hiesigen Wahlkreise nicht zu unterstützen, sondern mit aller Kraft für den nationalliberalen Kandidaten Dr. Osann cinzutre- t en. — Offenbar sind also bie Vertrauensmänner des Bundes der Landwirte von der durchaus richtigen Annahme ausgegangen, daß eine jede Zersplitterung der Stim- meu im Wahlkreise Darmstadt-Grotz-Gerau der Sozialdemokratie Vorteil bringen müsse. D a r m st a d t, 21. Dez. Wie die „Darmstädter Zeitung" erfährt, hat das' Großherzogliche Staatsministerium die Wahll'ommissare angewiesen, den Termin für etwa notwendig werdende Stichwal) len auf Montag den 22. Januar anzuberaumen. Aus Staöt und Cand. M i e । en, 22. L czcinber 1911. * * Tageskalenber. Stadttheater. Freitagabend 8 Uhr „Uriel Acosta". Samstag nachmittag Z'/^UHr Kindervorstellung : „Dornröschen". * * * Von der Gendarmerie. Der Grotzherzog hat den mit der Versetzung der Stelle eines zweiten Offiziers des Gen- darmeriekorps beauftragten Hauptmenn a. D. Alfred Mootz zum zweiten Offizier des Gendarmeriekorps mit dem Diensttitel Rittmeister ernannt. * * D i en stju biläum. Am 1. Weihnachtsseiertag begeht Herr Johannes Weiß sein 25jähriges Dienstjubiläum in voller Rüstigkeit. * * Stadttheater. Um mehrfachen Wünschen zu entsprechen, wird die Direktion bei der Vorstellimg am 1. Weihnachts- feiertag, bie Gerhart Hauptmanns Traumbichtung „Han neles H i m m e l s a h r t" zum ersten Mal für Gießen bringt, Gutscheine gelten lassen. Doch sie bemerkt, daß bas Werk auch im Abonnement gegeben wirb. * * Belohnung für Ermittlung von Obstbaum- frebtern. In letzter Zeit sinb wieberholt Obstbäume an Kreis- stratzen von roher Hand beschädigt worben. So würben in ber Nacht auf Montag, 18. Dezember, an der K r e i s st r a ß e Burkhardsfelden— Albach wieder vier Aepfelbäumchen ab» geschnitten. Das Kreisamt Gießen setzt wiederholt eine Belohnung von 50 Mk. für den aus, der bie rohen Gesellen ihm derart namhaft macht, baß bereit Bestrafung veranlaßt werden kann. Kreis Buüingcn. O Hirzenhain, 21. Dez. Die Buderusscheu Eisenwerke Hirzenhain vergrößern sich ständig. Nachdem in diesem Jahre fortgesetzt gebaut worden war, sollen im kommenden Jahre an der Kreisstraße Hirzenhain' Merkenfritz mehrere neue Gebäude errichtet werden. Kreis Alsfeld. * * Alsfeld, 20. Dez. Am Mittwoch fand im „Deutschen Hause" hier eine B ü r a e r m e i st e r v e r s a m m- lung des Kreises Alsfeld unter dem Vorsitz des .Kreisrats Dr. Heinrichs statt. Bürgermeister Dr. Völ- sin g-Alsfeld hielt einen Vortrag über die neue Landgemeindeordnung. Tierarzt Dr. Stein von Groß- Felda sprach über Krankheiten des Rindviehs. An beide Vorträge schloß sich eine rege Aussprache an. Sodann kamen noch Fragen der Verwaltung zur Besprechung, die eingehend erörtert wurden. An bie Sitzung schloß sich ein gemeinsames Mittagessen im Hotel „Zum Deutschen Hause" an, bei bem Kreisrat Dr. Heinrichs das Hoch auf den Landesherrn ausbrachte. s. Homberg, 21. Dez. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde unser seitheriger Beigeordneter Wilhelm Spanier mit 219 Stimmen gewählt. Herr Spamer hat seit zwei Monaten 'bie Geschäfte für die Bürgermeisterei- versehen unb es wird ihm nicht schwer fallen, das Amt zu versehen. Kreis Lauterback. ~ Großenlüder, 20. 2)ej. Dem seither in Lauterbach, jetzt iu Großenlüder wohnhaften früheren Rechtsanwalt Dr. Herrmann, der in vorigem Jahr von der. Strafkammer in Gießen wegen Unterschlagung und Untreue zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt und deshalb durch ein ehrengerichtliches Verfahren vor dem Ehrengerichtshof in Leipzig von bet Ausübung des Berufs als Rechtsanwalt ausgeschlossen wurde, ist jetzt auch von dem Kreisausschuß in Lauterbach die gewerbsmäßige Besorgung fremder Re cht s a n g eleg e n hei t en untersagt worden. Dr. Herrmann hatte seit einiger Zeit das Gewerbe als Rechtskonsulent ausgeübt und neben seinem hiesigen Wohnsitz sein seitheriges Bureau in Lauterbach beibehalten. Kreis Schotten. i. Gedern, 21. Dez. Ein hiesiger Geschäftsmann, der bei dem! Eisenbahnunfall zu Hungen am 8. Juni gesundheitliche Schädigungen erlitt, erhielt vom Eisenbahnsiskus eine einmalige Abfindungssumme von 25 000 Mk. Starkenburg und Rheinhessen. (ch) Bingen, 21. Dez. In ber heutigen Sitzung der Stadtverordneten brachte Bürgermeister Neff ein Schreiben des Kreisamtes Bingen wegen der Erbaupng einer Brücke über den Rhein zwischen Bingen unb Rüdesheim zur Vorlage. Diese Brücke soll 3Vs Kilometer oberhalb Bingen zwischen Kempten und Gaulsheim erbaut werden. Auf den Pfeilern, die von der Eisenbahnbehörde erbaut werden, läßt sich eine Straßenbrücke noch anbringen, freilich müßten die Kosten die beteiligten Interessenten aufbringen. Diese betragen für die 1200 Meter lange Ucke allein 4 400 000 Mark — die Wormser Brücke, die nur 930 Meter lang ist, kostete 2 223 000 Mark. Tie Mehrkosten lür die Straßenbrücke würden 3 200 000 Mark betragen, die zum Teil vom hessischen Staat, der Provinz, dem Kreis und den Gemeinden aufzubringen sein würden. Auf den Staat würden drei Achtel, die Provinz und den Kreis je zwei Achtel, die Gemeinde Bingen em 9lchtel entfallen und zwar von der Summe von 1 710000 Mark. Tie Stadt hätte etwa 213 750 Mark cn?1» Kosten der ganzen Brücke würden sich auf etwa 7 317 000 Mark belaufen. An die Eisenbahnbehörde wurde das Ansuchen _ aestellt, einen Fußgängersteg der Brücke anzufügen. Dieser wurde bet Nebel und Eisgang, wie man annimmt, sehr von Vorteil sein. Die Stadtverordnetenversammlung überwies die Angelegenheit an den Finanzausschuß zur Vorberatung. Hessen-Nassau. k • °mm, 22. Der bieftge Kriegerverein feiert kommendes Jahr un Juni sein Fest der Fahnenweihe. Die Lieferung der Fahne wurde dieser Tage dem Fahnenlieferanten Hermann Hisgen-Lich übertragen. .. K.?i"brich a. Rh 21. Dez. Im Herbst 1913 wird lcf—!n Jülich nach hier per- Garnisml S8iebrtc^cr Unteroffizierschule kommt nach Wetzlar in 'm 1' ?!Dez. Der Primaner Di ttmar vom Staduschen Realgymnasium v e r g l f t e t e s i ch. Von der Schulleitung wird erklärt, der Selbstmord sei nicht auf irgendwelche Differenten in der Schule zuruckzuführen. — Die Maschinenfabrik Henschel verteilte aus Anlaß der Fertigstellung der 11000 Lokomotive Gratifikationen an sämtliche Beamten und eingedrückt unb außerdem den Hals durch einen Leinen-, streifen zugeschnürt hatte. Die Tat. erregte umsomehr Aufsehen, als sie am hellen Tage ausgeführt worden war. Ein Schrei der Entrüstung ging durch die ganze Bevölkerung. Schon nach wenigen Tagen wurden die Täter in der Person des 21 Jahre alten Schlossers und Chauffeurs Wilhelm Erbe aus Frankfurt a. M. und des 15 Jahre alten Schmiedelehrlings Heinrich Wolf von Niedernrörlen ermittelt und festgenommen. Am 29. September l. Js. wurde nach zweitägiger Schwurgerichtsverhandlung Erbe wegen Raubmords zum Tode, der minderjährige Wolf zu einer elfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Außerdem erhielt die Geliebte Erbes, eine Schwester des jungen Wolf, namens Kätchen Wolf, wegen Beihilfe zum Raub 2 Jahre Gefängnis. Erbe legte Revision ein, sie wurde aber vom Reichsgericht als unbegründet zurückgewiesen. Das letzte Mittel, das ihm offen stand, war die Begnadigung durch den Großherzog. Aber weder in der Tat noch in der Person des Schuldigen lagen irgendwelche Momente, welche zugunsten des Verurteilten gesprochen hätten. Erbe selbst wünschte keine Begnadigung. Er zog ein schnelles Ende einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe vor. In eingeweihten Kreisen war man deshalb durchaus nicht überrascht, als man vernahm, daß die vom Verteidiger und der Mutter des Angeklagten eingereichten Gnadengesuche abschläglich beschießen worden seien. Gestern morgen kurz vor 8 Uhr wurde Erbe in die sog. Delinquentenzelle gebracht, in der die zum Tode Verurteilten gewöhnlich die letzten 24 Stunden ihres Lebens zu verbringen pflegen. Als er hier des Oberstaatsanwaltes und eines weiteren Gerichtsbeamten ansichtig wurde, rief er: „Ich weiß schon, was Sie mir birnogn, Sie brauchen mir gar nichts zu sagen!" Der Oberstaatsanwalt eröffnete ihm hierauf, daß der Großherzog von seinem Begnadigungsrechte keinen Gebrauch gemacht habe und daß die Strafe genau 24 Stunden später vollstreckt werden würde. Erbe sagte: „Gott sei dank, daß es soweit ist!" Es wurde ihm bekanntgegeben, daß seine Mutter benachrichtigt sei und jedenfalls im Laufe des Tages eintreffen werde. Er bat, auch seine Schwester telephonisch benachrichtigen zu lassen. Andere Wünsche erklärte er vorerst nicht zu haben. Erbe trug hierbei das gewöhnliche, von der Schwurgerichtsverhandlung her betonnte freie Betragen zur Schau. Herr Pfarrer Ausfeld von hier verblieb darauf längere Zeit bei dem Verurteilten, der sich für den Zuspruch des Geistlichen empfänglich zeigte. Er war hierbei sehr lebhaft, lachte sogar und bemerkte: „Ich bin nun halt mal so 'n Kerl!" Kurze Zeit darauf empfing Erbe den Besuch seines Verteidigers, des Rechtsanwalts Kaufmann. Als dieser die Zelle betrat, rief er ihm zu: „Morgen beginnt die Wand zu wackeln, und Weihnachten feiern wir oben, da ist's schöner!" Später wünschte Erbe Zigaretten zu rauchen, die ihm verabreicht wurden. Auch sprach er Speise und Trank im Laufe des Tages zu. Gegen 11 Uhr fanden sich seine Mutter und eine in MainA wohnende Schwester ein (diese siel durch ihre elegante Toilette auf), von denen er sich verabschiedete. Ueberhaupt ist die Anhänglichkeit an seine Verwandten ber einzige Zug im Charakter Erbes, der sympathisch berührt. Im übrigen ist er das rechte Kind der Großstadt. Genußsucht und Müßiggang brachten ihn bald auf die schiefe Ebene, auf der es dann mit Riesenschritten bergab ging. .Die Hinrichtung selbst war auf heute morgen 8 Uhr angesetzt. Pünktlich um 8 Uhr erschien Oberstaatsanwalt Hofmann, begleitet von Staatsanwalt Dr. Brill sowie Landgerichtsräten Schmahl und Schnitzspahn und Gerichts- AssessorSeibert. Außerdem war der Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Kaufmann, erschienen. Erbe wurde vovgeführt, vom Geistlichen begleitet. Die Festigkeit, die er noch tags zuvor gezeigt hatte, war gewichen Er weinte bitterlich uno rief verzweiflnngsvoll: „Meine Mutter, meine arme Mutter! Meine Schwester!" Der Geistliche sprach darauf einige kurze, zu Herzen gehende Worte. Hierauf erklärte der Oberstaatsanwalt, daß, nachdem der Großherzog von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht habe, er den Angeklagten dem Nachrichter übergebe, um ihn vom Leben zum Tode zu befördern. Erbe hielt bewegt dem Oberstaatsanwalt die 5^and hin und sagte: „Adieu, Herr Oberstaatsanwalt!" Der Oberstaatsamvalt ergriff die dargebotcne Hand. Darauf faßte der Scharfrichter, ein alter Herr in grauen Haaren, den Angeklagten an dem Arm und führte ihn die Stufe zu dem Schafott hinan. Ms Erbe bereits angeschnallt war, rief er noch bewegt und mit lauter Stimme: „Ehre sei Gott in der Höhe!" Im nächsten Moment war das Brett vorgeschoben, das Beil sauste nieder. Vermachtes. * Das Unwetter der letzten Tage hat in ganz Europa Schaden angerichtet. In Köln verursachte der Weststurm bedeutende Schäden. Die Nebenflüsse des Rheins führen Hochwasser. Verschiedene Betriebe im Industriegebiet stellten deshalb ihre Arbeiten ein. Weite Strecken sind übeffchwemmt. Auf dein Bahnsteig des Wriezener Bahnhofes wurde ein Bahnarbeiter vom Sturm in dem Augenblick auf die Schienen geschleudert, als ein Zug die Station verließ, und auf der Stelle getötet. — In ganz Belgien herrscht ein starker Sturm, begleitet von heftigen Niederschlägen. Von überall werde» Einstürze von Neubauten gemeldet. Eine in Gent im Ban begriffene Halle der künftigen Weltausstellung ist ein- gestürzt. Viele Ostender Fischerbarken luerben vermißt. In Waereghem tötete ein einstürzender Fabrikschornstein einen Arbeiter, mehrere wurden verletzt. — Während des gestrigen heftigen Sturmes stockte der Schiffsverkehr im Aermelkanal nahezu vollständig. An der Küste von Calais und Dieppe wurden zahlreiche Fischerboote an den Strand geworfen, die zerschellten. In Paris stürzten Schornsteine herab, die Vorübergehende trafen und sie mehr oder weniger verwundeten. Von einem Neubau fiel ein hinaufgewundener Stein herab und verletzte fünf Arbeiter schwer. — Aus London wird gemeldet: Durch die seit einigen Tagen niedergehenden Regenmassen sind bereits weite Strecken des Landes u n t e r W a s s e r gesetzt worden. Bei R e s o l v e n .(Wales) b rach ber Damm des Flusses und überflutete die Stadt. Die Einwohnerschaft flüchtete. Kleine 2age$d}ionit In der Rixdorfer Stadtvewrdnetentierscunmlung kam es zu lebhaften Auseinandersetzungen wegen des Antrages, an minderbemittelte Familien 'Diphtherie-Heilserum auf städtisckw Kosten ab-> zuaeben. Schließlich lirurbe beschlossen, Heilserum gratis zu verabfolgen an alle, die nicht über 2000 Mark an Einkommen haben. Erbe; hinrichtuni. Das Abkommen der Stadt Köln mit der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft und den Siemens-Schuckert-Werken wegen Errichtung einer elektrisckjen Schnellbahn zwischen Köln und eIb^.rrf ^abgeschlossen. Das Abkommen wurde heute von der Kölner >Ltadtverordnebenversammlung genehmigt Aus $0 l a wird gemeldet, daß in der Kohlengrube Co spa nv eine mit Dynamit geladene Sprengpatrone zu früh los ging. Von den fünf Arbeitern, die schwere Brandwunden erlitten- gestorben. nr s. Gießen, 22. Dez Am st. Juli 1911 wurde zu Niederrnörlen bei Bad-Nau- heim. dre Ehefrau des Zigeleiarbeiters Georg Walther ermordet unb beraubt. Den Tätern waren etwa 350 Mk bares Geld tn bic Hände gefallen. Der Tod war dadurck ___ M, c,. UctMaeiilbrt baS d-r Wer feinem Opfer lieben RÜ-penI W dr«k AiÄ x ormiud.j* um y ihn . ui nut i'iroiflt. r unweit Geldern ein Güter- Hindernis M onta ■ Um stille Teilnahme bitten 76M L neuHadf 8 Schokoladen - Spezial ■ Geschäft. IU 7622 Seltereweg 24 Telephon 267 Amtlicher Teil. lose und in Toten in dünnen Scheiben Gebrüder Berdux Becker. •7610 AllMe BtlalllltinMngkii htr Stabt Wen Fernsprecher 231 Bahnhofstr. 27 JETTES Weihnachts - Geschenke! .7455 Grösste Auswahl bei Eberh. Metzger Nacht, Seltersweg 70. iiiiiiiiiiiiiiminiiiiiiiiiinii!i1! !IIIII!UIIIIIIIII N.Reiss 112 Mäusoorg 12 yniiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiililll JIIIUIIII OetKer’s Rezepte V4.' *• 70 10 Lager optischer Waren und Artikel zur Krankenpflege. 1 125 Fichten-Derbslangen 150 Fichten-ReiSllangen 5 Meter Fichten-Knüppel 20,67 Jstm. 17 7,7 , 3,57 , 29,14 , 2,4 , A, den S5. Dezember: rScihnachtSfeft. an: Gclegeuhett zur heil. Beicht. Lhril> metle. und 7 Uhr: pL Messen. A>i-te'ling der hl. Hommimion. Va IVa Illa DeHKatess- v i Körbchen i • #11 FraDkLScbuhlager Holz versteigert werden: 1. 65 Flchtrn-Stämme Vb mit Vormittag« von 5 Uhr r , 6 , , , 6, 6*/, , um 8 Uhr: Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (LudwigSplatz 4), den 22. Dezember 1911. Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. Dezember, norm. 11 Uhr von der Kapelle des neuen FriedpotS auS statt. zuq hinein der sich dermaßen in den Drähten verwickelte, daß Hllsomatmschafien herbei gerufen werden mußten. DaS verursachte große Storungen im Durchgangsverkehr. Von der Nordsee kommen bcjtanbiß Hrod-- posten über Seeunfälle. in jeder Preislage, freseb mack voll arrantriert, sind beliebte Anfang der Versteigerung vormittags 10 Uhr im Hinter, roalb bei den Stangen. Muschenheim, am 20. Dezember 1911. Großherzogliche Bürgermeisterei. Kirchliche Nachrichten, (toangeiuax loemeinde. Sonntag, den 24 Dezember, 4. Advent. -otttiüirntt. 3n der 5tadtkirche. vormitfaoS 9Z, Uhr: Pfarraffisteut Schorlemmer. Nachmittag- 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Nmderktrche der Motiyaus- und MarknSgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Wechnacht-vesper für die Militärgemeinde. Pfarrer Schwabe. In öer 3obannfsfird>t. Vormittag« 9'/, Uhr: Pfarrer BechtolSbeimer. Nachmittag« 3 Uhr: Weihnachtsfeier lür die Kinderkirche der kukasgemeinde Piarrer Bechlaisheimer. 1. Wcibnacht-feiertay, den 26. Dezember: Kollekte für die Kleinkmder-Bewahranstalt. Jn der $taöilirct)t. Vormittags 91/, Uhr: Piarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Piarrafsißeilt Schorlemmer. 3n der Zohonnesfirche. vormittag« 97, Uhr : Piarrer A u S i e l d. Reichte und heil Abendmahl <ür LnkaS- und Johannes- gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abend« 6 Uhr: Proi. D. Eck. 2. Weih na chtöfe tert ag, den 26. Dezember^ Jn der Ztadtkirche. PormittaaS 9^ Uhr Pfarrer D. Schlaffer. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markus. Schokoladen-Kuchen. Zutaten: 250g Butter, 500g Zucker, 6 Eier, das Welle zu Schnee geschlagen, 500g Mehl, 1 Päckchen von Dr. Octker’s Vanlllln-Zucker, 1 Päckchen von Dr. Oetker's Backpulver, 3 Eßlöffel voll Kakao, 1 kleine Tasse Milch oder Rahm. Zubereitung: Die Butter rühre zu Sahne, gib Zucker, Eigelb, Vanillin-Zucker, Milch, Mehl, diese» mit dem Backpulver gemischt, daran und zuletzt den Schnee der 6 Eiweiß. Teile die Masse, menge unter die eine Hüfte den Kakao, fülle den Teig abwechselnd in die gefettete Form und backe den Kuchen i bis !*/« Stunden. Familie Fabel Familie Kreiling Familie Balser. Wlefeck, 22. Dezember 1911. amen'Stiefd! zum Knöpfen u. Schnüren in Lack, Chevreaux und nut Stofieinsatz Todes-Anzeige. Gott bem Allmächtigen Hat eö gefallen, unsere innigst geliebte Mutter, Schwester, Schwiegermutter und Grobmutter ftnu fiatljuriiia Umschling im Alter von 66 Jahren plötzlich und unerwartet in ein besseres Jenseits abzurufen. Holzversteigerung im VJhifdjeiilicinur U>« 15 -Sh, i,eI' 'n inet eliinhTi «tot / n-m-xs tiSf 'm Rnchs^.^i- den SrosberS tt|on d-z m?”1 ttbenstäng. rLZ ^eerbeinbtet» Grünet EN lhres Lebens zu MiÄ^^nwnltej .^Nchtig wurde, rief tmegtt, Sie brauche, taatsanwalt eröffnete einem Begnadigung;. unb daß die Strafe Werden würde, Erbe 1ft- Es wurde ihm »enachrichtigt sei und efien werde. Er bat, ^richtigen zu lassen W zu haben. Erbe er SchwurgerichtSver» :en zur Schau, hen J herauf längere Zei n Zuspruch des Geiß hierbei sehr lebhaft t nun halt mal so i h:be den Besuch seins lfmann. As dieser i: „Morgen beginn: hten feiern wir oben, : 6rbe Zigaretten pt Auch sprach er Speise Gegen 11 Uhr ianbt b z wohnende Schoesm lifettc auf), ton denen ist die änfringliikü j im Harakiri W, gen ist tt boä xttit ) Müßiggang brach» . t es bann mit Ries' gemeinde. stiimeiöung votier oc< Dem Wartet jebet Gemeinde erbeten. Abends 5 Uhr: Liturgischer tootietbieiv't. PfarrerS chwade. 3n 6tr JoNnntsfirdM. Pormittaq» 97, Uhr: Pfarrer B e ch t o I - h e i m e r. Abend« b Uhr: Stehe Siadttirche. 9lm Neu,ahr«tage wird m beiden Kirchen eine besondere Kollekte ur die Armen erhoben werden. m.a würbe ein ? hie S-d US r Stnn 7° i^, ehenden,.7?gefe?l..^2 * S5j** .Mt B*.»" WS :: Gernncheite Aale :: i-r - pfündig Hummer :: :: CebStxrbincn —Kaviar, Metzer ii. Sraillischmigkr— „ Fichten-Reisig , Fichten-Stockholz Letzte llacbricbtcn. -i- Löln, 22. Dcz. (Eigener Drahtbericht.» Ter orkanartigeSrurm hat hier vielfachen Scha^ ben angerichtet. Auf ber Strecke Eöln-Ämsterbam iß ber Verkehr vielfach unterbrochen, ba Telegraphen ftangcnumnefallen sind. Jn ciii solches Verkehrs- Kekannlmachmg. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Großen-Linden. Wegen Ausbruchs dec Maul- unb ZNauenseuche in Großer»« Linben wirb ein Sperrbenrk gebilbet: dieser umfaßt ben Orl unb die GTmarkung Großen>Linden ausschließlich beS Braun- sieinbergwerks In bas bestehende Beobachtung Sa ebiet werden die Gemarkungen Klein-Linden unb Ällenborf o b. Lahn einbeiogen Für ben Sperrbezirk und ba« Be> c5ad)tunq«gcbtet gelten die Bestimmungen unter II, IV, V und VI unserer Bekanntmachung vom 11. November 1911, Gießener Anzeiger Nr. 267, unb die hterzu erlassenen Ergänzungen vom 30. November 1911, Kreisblatt Nr. 94. Greßcn, ben 21. Tfiember 1911. Großher-ogllweS ZkreiSamt Gießen. 3. 83.: Langermann. 2. 23 3. 6 4. 2 Selbeteingeachnittenee Sauerkraut Pfund 15 Pfg. bei 7140 Emil Fischbach, Gießen Bekanntmachung. Der Sveugler und Installateur 3akob ^lefer schmied. 2 Tchuhmacher. 2 Friseure. 1 Schneider, zwei Backer. 1 Glafcr, 1 Warner. 2 2*micbc. 1 schreiner, Maler, Ansireidrei unb Lackierer, Beinbincer, landwirt'ch. Arbeiter ipau6* uni Aabtburicben, Tag lohnet. VaBetaiLeucr. Pu»-, Wasch- unb Lauf fronen. 1 Näherin, 1 HanblungHgehUfe, 1 Bureaugehille, 1 Hilf» monleur , Ä (Sach und Schankwirrjchastsverwnal: Kellner. Aushilfskellner, Läufer, 1 SuShtUSLöchm tB1*#*. , um 11 llbr: Heil. Meße mit Predigt. Rachm tlagS um llbr: gtieditbe Pefver mit Segen. Nachmittags um ö Uhr und abends um 8 Uhr: Ackegenheii zur heil. Beicht. Zienitaq, den 26. Tete mb et: Zes« ves 61. Ztefnnn*. Lorintttag» von 6m übt an; v>elegenbeii zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die edle hl. Diene. , , 8 , Ausiettimg der hl. flommunion. • , 2 , Lochantt. . .11 . öl. Messe. Nachmittag« um 5* , llbr: ,.c t-Andacht mit Segen. S1 Schuhbaus L. Süss Te,<*° Alleinverkauf der berühmten „Here“-Schuhwaren. Restauration ,Wa£nersruh Weihnachtsfeiern der Stadtrmssion [7631] Neuenweg, 31 Neuenweg 31 Gickcn, Löbcrstrafie 14. [010328 Gelegenheits-)l ASTHMA ■ KailfhSinS leidende erhalten ein. neu pal MUUIMWMU InhollAO.lnnni.nt 2IIT fnl valent. liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii WeihllllPK-BMerilllg mit Verlssuug Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Kmematograph Ehemalige Artilleristen und Freunde ivillkommen. Praktische Geschenke Babubosstrahe 54 J010326J Babnbosstrahe 54 5 Drama in empfiehlt 7283 & -4 Monte g, den 25. Dezember 1911, nachmittags 5 Uhr, im Cafe Ebel Marktstrasse 9 u. Wettergasse to © per Flasche von Mk. 1.20 an bis zu Mk. 6.50. Depot für Gießen, Offerten und Proben bei -- ZU Sowie 09 IO 8 M8 Wie alljährlich, so haben wir auch dieses Jahr zu Weihnachten ein Tfisitenkarten liefert rtmcb end billigst Brühl eebe Oan^-Ürsctcrd. Bei der Weihnachtsfeier ist ein duukclgrauer Hut vertauscht worden, der umgebend im Casü Ebel abzugeben ist. V/u Der Vorstand. Kodak’* und andere Marken in gröht. Auswahl vorrätig in der Central-Drogerie Emil Karn, Schulstr'afic. t7231 Anfang 4 Uhr. Es ladet ergebend ein Inhalier-Apparat zur kosten- freien dreüvöchlgen Gratisprobe. Laubsäge und Werkzeugkasten Kinder-Kochgeschirre Kinder-Kochherde Kinder-Bügeleisen Dampfmaschinen Eisenbahnen Kinematographen Spezialität: Naturreine fein- ei keimt Stiefel u. Schuhe für Jagd und jeden Wintersport zu mässigen Preisen. Aufsehen erregendes Detektivdrama in 2 Akten Eine Sensation ohnegleichen! Oer1 grösste l'JeStecMager! sowie die übrigen Programm-Kummern. " Eintritt 50 Pfg. 7637 M. Weber. Sonntag, 24. Dezember, nachmittags 3*/a Ubr: Wkihuatztsfeikr d-s christl. Vcrcnis jg. Männer. 1. WeibnachtStag, abcndS SV« Nbr: Weihnachtsfeier des Jungfrauenvereins. 2. WeibnachtStag, Dienstag, abends 7 Ubr: Weihnachtsfeier der Sonntagsschnlc. Au allen diesen feiern ist der Zutritt völlig frei nir jedermann. Ärttllerie-Verein. Bahnhofstr. 14 Grosse Partie-Posten Schürzen 010330 Unterzeuge Taschentücher weit unter Preis! Morgen SamStag abend, 8V, Uhr beginnend = „Zither-Äbend“ == Hierzu find alle freunde u. Gönner des AilbersvielS eingeladru. blöt Z Akten. Spieldauer 1 Stunde bewundern, das übrige neue Programm. 1. Weihnachtsfeicrtag = Konzert = ausgeführt von Mitgliedern der Kapelle des Jnf.-Regt. 116 Vereinigte Weingutsbesitzer G.m.b.H. Coblenz an Rhein und Mosel. Gebrüder Berdux Bahnhofstraße 27. a ’/la Fernsprecher 231. | Empfehle: la. Bock-Bier Restauration Spuck Brauerei Ausschank vom Giefieuer Braübaus. --------------- Word-Anlnre 3M. --------------- ifrvvvfr**»**4*******»^ la. Bockbier herausgegeben und halten wir solches bestens empfohlen. Um zu räumen, verkaufe einen Posten la. amerik. 6ummi=Sdiuhe für a”/„ Herren 4.50 Damen Z60 Mädchen 995 Kinder 045 ^Mk. W Mk. “Mk. MMk. Petersbnrger GummiscLuiie, Kamelhaarschnhe sämtliche Winter-Artikel sehr billig. NOniAA Frank,urter Schublager • HEISS. „ «MESSEN la8/., ;.;ci e • *v8UWj Mäusburgl2. Tel.539. Mir Zflffl letzten M ist die unübertreffliche Tragöde 21staNielsen in Zigeuner Wß«r Berrnmn, lriMhhlg. Bopl- o. KleitWiirslen Zalm-BMeo, Kämme A. Welz. - Stadttheater Giessen Direktion: Hermann Stelngoetter. Freitag, den LL.Dezember 1011 abends 8 Ubr: 11. Freitag-Abonnem.-Borstellum Gewöhnt. Preise Gewöhnt. Preise Uriel Acosta Trauerspiel in 5 Auszügen tmtt Kart Gutzkow. Ende 10»/, Uhr. SamStag, den 23.Dezemb. 1911 nachmittags 31/, Ubr W* Kinder - Vorstellung! "WS Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesiaenJnfanteric-Regiments „Soifer Wilhelm" Nr. 116. Kleine Preise. Kleine Preise. Dornröschen Ein Märchen in 3 Bildern mm C. A. Görner. Ende 5-/, Uhr. a”/u- Voranzeige a Montag, den 1. Januar 1912 abcndS 7'/, Ubr. Gewöhnt. Preise Gewöhnt. Prem Bummelstudenten Große Posse m. Gesang i o Bilder« nach E. Pohl u. H. Wilkens. „Aus eignen Fühen" von Bernauer u Schanzer. — Musik von Sonraoi Beuschncider undBogumiiZeplei Rascher und dauernder @rtolg. Zahlreiche Anerkennungen. Illustrierte Broschüre gratis. ss’/u L. Röth I. Fabrik chirurg. Instrumente, Soderstrafie 5, vai-ms>adt 4. 5h__________________________ Jägi?cklh$cliei Duteabefei sx M. * *?£ ivöche"'^,' fragen ers< Einnahme Ein, Zieicksöruckerel Reib'k»ab'wm $erid)iei)eiic ticuD Reichstag. • • Reimskanzler . Aiiswärllges aj Reichsamt des > Reichsdeer >mr Lundesllaalen Reichslieer l'ur samtheit der < Reichsmilitärger Berwalnmg der Reichsj'Mllverw Reichsscha'ian't Reichskoloiiialan Reicheeiiciibahnc Reichsschnld ■ Rechnungshof Allgemeiner Pe Relchsinvallden^ Allgemeine Finan Zölle, Llenem ur Lu. 1. Zölle , 2. Ladaki , 3. Zigau „ 4. Zucker , 5. Ealzstl , 6. Bram , 7. tzfsigil , 8. Scljiu , 9. Üeiidu , 10. Zünd! , 11. Brach abqab , 12. L;nel n 13. Wechi , 14. theiai A. Ä B. Re 6. Üt a) b) D. is t E. t-e ?. (Al l tut G. Ito XM h. e , J. ISt » 15. Zuiv • 16. El bst » 1?. 2tüh, Ausgleichsbelräg und Gebühr Andere Rusgleick ^ankivcseil . SoiliUgg^ ^alritularbeitiag ®ui d°>I §c?Ben S>‘