161. Jahrgang Zweites Blatt D. 49 Erscheint tSqNch m# Ät8na5me beS Gönntaa». General-Rnzeiger für Gberheffen Die ^Wefcfnet FaMNenblStter" werden bem ySnjetfler' d ter mal wöchentlich beigelegt, öaS 'KttUblatt fit bat Kreis fielen“ zweimal wöchentlich. Die „taAdwiNichaftltchkn Zeit- fragen" «Schemen monatlich zweimal. Montag, 27. Zebrnar ton Rotfltwnfbnrtf und Berlaq der vrüdNchen UnwerfttötS» Buch» und toteinbrudcrei. R. Sange, Dießen. Redaktion, Eroeditton und Druckerei: Schulstraße 7. Expedttion und Verlag: Redaktwn:-L4tS 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGteßen- mit an gische -kann * ^ageskalender iür Montag, 27. Febr. Leffentl. Aählervcrsammlung dernationallibcralen Partei. Redner ReichstagSabg. Lr. St res e mann. Abends Uhr in Steins Garten. * * * Gerichtsper so Italien. Ter Kaiser hat im Namen bfv Reichs den toef'iichcu Oberlandesgerichisrat Dr. Buss in Tarmstadl ;uin Reichsgerichlsrat ernannt. - * 2 a n b h> i r t f d) a f t v t a m m e_r. In seiner Sitzung tun Samstag nahm der Vorstand Stellung zum Bericht bet Rechnungsprüfungstommission Weiter wurde der toauptvoranschiag der Landwirtschaftstammer für 1911 und Die nächsten Arbeiten der Reichstags. Aus Berlin wird uns schrieben Die Geschäftslage bcs Reichstags warb jetzt auch in Regierungskreisen recht pessimistisch betrachtet. Man trägt sich bereits mit dein Gedanken, daß es kaum möglich sein tinrb die großen Vorlagen vor den Neuwahlen noch unter Dach zu bringen Der Etat birrftc aller Dorausficktt nach bis zum 1. April verabschiedet werden können. Die Regierung hegt neuerdings den Wunsch, zwischen Ostern un d V s i n g st e n die zweite Lesung devR/ei ch s v e r, i ch e rungsordnung in Angriff zu nehmen. Es soll wenigstens der Versuch gemacht werden, diese Vorlage zu bernb schieben: in parlamentarischen Kreisen steht man diesem Versuche sehr skeptisch gegenüber. Würde J)er Reichstag bie Reichsversicherungsordnung gleich nach Ostern beraten, jo würde die Stra i vrozeßordnung ins totnlertrefsen geraten Bei der bisherigen Beratung der Strafprozeß- ördnung haben sich so viel Differenzpunkte zwisclzen der Mehrheit des Reichstags und der Regierung gezeigt, daß bic Verabschiedung dieser Vorlage mit großen Schwierigseiten verknüpft ist An eine Verabschiedung des Schiff- sahrtsabgabengesctzes vor den Neuwahlen glaubt man in parlamentarnchen Kreisen nicht mehr, doch nimmt man mit großer Bestimmtheit an, daß die elsaß lotbritt- gischen Ver fassitngsg es etz e . einer befriedigenden Lösung entgegengeführt werden können. Für die Abhaltung einer Herbstsession dürfte sich im Reichstage kaum eine Mehrheit finden, zumal sich bereits um Pstngsten herum die Sachlage genauer überblicken lassen loirb und man bereits bann das Schicksal der Vorlagen voraussehen 2. Sitzung Großherzoglicher' Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll-Auszug. * Gießen, den 13. Februar 1911. Anruescnd sind die Herren: Geheimer Stommer^icntal Heich.'l- beim als Vorsitzender, .Kommerzienrat Grünewald ab werter tcüvertretender Vorsitzender, Türbccl, .Kommerzienrat H.oos, Fhring, Noll, Röhr, Rühl, Zurbuw und der Synditns. 1. Entwurf eines Bersicherungsgesctzes für A n g e st e l l t c. Nach einem Referat des Syndikus und nach gründlicher Aus spräche beschließt die Handelskammer in einer vorläufigen Erklärung zu dem Gesetzentwurf Stellung zu nehmen. Diese Erklärung hat den folgenden Wortlaut: Fn Würdigung der Tatsache, daß der weitaus größere Teil der Prrvatangestellten nicht in der Lage ist, sich aus eigener «rast eine ausreichende Fürsorge für Invalidität, Alter imb Tod zu siche ni, er leimt die .Handelskammer grundsätzlich eilte Ita al - liehe Fürsorge für die Angestellten und deren Hinterbliebenen als ein sozialpolitisches Bedürfnis an. Zur Turchführung dieser Fürsorge auf staatlicher Grundlage sieht nun der Entwurf die Errichtung einer besmtderen Ver sicherungsanftalt vor, weil allein an’ diesem Wege den Wünschen der Pri'oatangestcllten auf angemessenes Ruhegeld und hinreichende. Versorgung ihrer .Hinterbliebenen Reckmnng getragen werden könne. Die SDanbelstantmcr kann sich mit dieser Art der Regelung nicht einverstanden erklären, weil mit der Errichtung einer Sonder lasse cm neuer umfangreicher und sehr kostspieliger Berwaltungsapporat DcrfnübTt ist. Die beteiligten Kreise aber haben, wenn sie schon zu den .kosten dieser Versicherung herangezogen werden sollen, ein wohlbegründetes Recht darauf, zu fordern, daß die neue Einrichtung so einfach und auch so billig wie möglich gestaltet wird. Dieses mit allen Mitteln zu erstrebende Ziel dürste sich nach Ansicht der Kammer am zweckmäßigsten dadurch erreichen lassen, daß die Bersickterung für Angestellte an die reichsgesetzliche Zn- validenversichcrung durch Bildung weiterer Lohn» assen äuge - gliedert wird und ihr die bei letzterer schon bestehenden Einrich-- tungen in weitestem Umfange dienstbar gemacht werden. Erweist sich aber aus den in der Begründung zum Entwürfe angeführten Gründen, deren Gewichtigkeit durchaus nicht verkannt werden soll, der Ausbau der Invalidenversicherung in der on- gedeuteten Richtung in der Tat für undurchführbar, dann verdient allerdings die Errichtung einer Sonderlasse, wie sie der Entwurf Vorsicht, vor allen anderen Vorschlägen den Vorzug- Es muß dann aber auch nt strenger Folgerichtigkeit die Forderung erhoben werden, daß die Versicherung für Angestellte, soweit der Personcn- kreis der Versickrernngspslichtigen in Betracht kommt, vollständig von der Invalidntversickwrung getrennt wird. Diese Schlußfolgerung ist jedoch in dem Entwürfe nicht gezogen worden, denn es ist in demselben eine Toppeiversicherung für denjeniaen Teil der Angestellten vorgesehen, welche ein Gehalt bis zu 2000 Mark beziehen. Diese Toppelverficherung ist aber unhaltbar.^ Hat man sich m der Begründung des Entwurfes einmal auf den Standpunkt gestellt, daß eine Erfüllung der Wünsche der Privatangestcttten im Rahmen der Invalidenversicherung unter Beibehaltung der dieser Versicherung zu Grunde gelegten Beiträge, der Altersgrenze von 70 Zähren für die Altersrente und des Begriffs der Erwerbs- nnfäbigkeit aus versicherungstechnisehen Gründen eine Unmöglich - fett ist, bann muß man auch in konseauenier Weise die Angestellten, welche bis zu einem Gehalt von 2000 Mark der Alters und Zn vo 1 tdenversicherung unterworfen sind, aus dieser herausnehmeu und sie nicht gleichzeitig beiden Versicherungen unterstellen wollen. Wenn in der Begründung zu dem Entwurf gegen die Herausnahme dieses Teils der Privatangestellten als eines der Argumente geltend gemacht wird, oaß durch die Befreiung icner Angestellten von der Invalidenversicherung der Kreis der dieser Versicherung unterliegenden Personen wesentlich eingeschränkt wird und von dieser Einsckiränkung schwere finanzielle Folgen zu befürchten sind, so muß doch dem entgegengehalten werden, daß die Zahl der hier in Betracht kommenden Personen im Verhältnis zu der Gesamtzahl ocr Versicherungspflichtigen doch nur einen kleinen Bruch- teil darstellt. <10 Prozent. > Als durchaus rolgerichttg muß es, auch schon im Interesse b-"C wünschenswerten Einheitlichkeit der Pensionsleistungen an die :i । gestellten, bezeichnet werden, wenn der Entwurf bereits best i nbr Penswnskassen als vollgültige Ersatzin stit ute für die die Tagesordnung ber auf den 1 <. unb 18 März einzu- berufenben Hauptversammlung sestgcstellt " Ein hessische r Lkstlossertag findet am 26. März in Mainz statt Auf ilm wird bic Gründung eines yefsuchen S^hlosscrmrötervervanbes erfolgen, defsen .Hauptaufgabe darin bestehen wird, die Interessen des hei mischen Handwerks bei Arbeitsvergebungen walriz.,nehmen B o in Rote n .treu z Ter Vorstand des hessischen Londesvereins vom Roten Kreuz hat am onntag als Nachfolger des verstorbeuen Wirklichen Geheimerats D. Buchner den Generalleutnant Korwan zu Darmstadt zu seinem Vorsitzenden gewählt. " Stadttheater. Am Dienstag go'liert in ,Raub der Sabinerinnen" Frau Maria Duval von Berlin als Friederike: die Tarne ist für nächstes Jahr als Vertreterin des Faches der Anstandsdamen in Aussicht genommen. — Pm nächsten Freitag findet ausnahmsweise keine Vorstellung statt, da dieser Tag für die zweite , Faust "-Vorstellung in Marburg benötigt wird. Landkreis Gießen. Heuchelheim, 26. Febr. Gestern abend hielt, der K'riegerverern im „Treppchen" sein Farn ilienfest ab. Geometer Stephan aus stausenberg hielt einen Vortrag über seine Erlebnifse in Afrika im Kampfe gegen die toerero Nachdem der Redner seine mit großem Beifall ausgenommenen Ausfitstrunacn beendet hatte, dankte der erste Vorsitzeube dem Vortragenden. Er schloß nut einem Hoch auf bas deutsche Vaterland. Eine Verlosung bildete den Schluß ber Feier. _ .. = 'S anbringen, 26. Febr. seitdem die Ehamottesabrit Mainzlar, Inh. Scheidhauer u. Giesing, die Quarzit ans- beute in hiesiger Gemarkung gepachtet, fomidjt hier ein reger Verkehr, der manchem Arbeiter sicheren lohn'nden Verdienst und der Gemeinde eine gute EiunahmcanAle gebracht hat. Gegen wärtig legt man ein Schienengeleis c von der Bruchst.'lle nach der Fabrik. Tie bereits ausgcarbeitcten neu gen «tsuv- h auf en beweisen, welchen hohen Weit unsere ^uu>- distrikte beherberge,!, Hofsentlich werden auch unsere reichen Tonpaar mit seinem Hofstaat dem Gala Elüe Maskenball im nabmdnrt Saalbau bei Sonntag früh 7 Ubr 11 nmr großes Wecken der Prinzengardekapelle und um 11 Uhr Parade auf dem Manen» platz. Ten Glanzpunkt des Karnevals bildete der große >1 ar» n e v a l f c st zug am Nachmittag, bei aidäijlid, des 25 jährigen Jubiläums mit besonderer Sorgfalt und erheblichem Kosten am >vand arrangiert worden war. Der Festzizg, der nicht nur ganz Tarmstadl aui die Beine gebracht, sondern auch zahlreich^ ^>» schauer aus der Umgegend, auch aus Mainz, Worms, - fstn dach. Frankfurt uiw., i vtlicigclocft hatte, >vies neben ..iblrctmcn kostümierten Musikkapellen ein' ganze Reihe zum Teil icbr ort • gincller Gruppen aus, >o den Halleüscken Kometen, Pas spinnte neue Konzert- und Festjptclhaus, ein Säuglingsheim mit Temon slralionen, den Reichstag ber Zukunft unter stärket mstili'.'ischcr Bewachung, das LujiichlÜ „3- 25", die Nordvolerpebition, fric Tanzschule Schlenku, die zu Grabe gettagen- Zündholz- industric, hiibsch arrara,icite erotische Gruvpeil und Truppen :md Reisige aUrr Art. Ai" dem Balkon des allen Palais am Lunen- platz verfolgten der Großherzog und die Großherzogm mit den kleinen Prinzen und Gefolge den lang ausgedehnten <>-esl,zug. und bann wurden die kantevalistischcn Fürstlichteiieii nut dcm Hoi float und dem Elferrat vom Großherzogspaar in längerer Audienz einpfangeu, wobei den kleinen Prinzen Ell'wn Anzüge und Pruichen Überreicht wurden. Die Großherzoglichc Familie amüHcrt? um köstlich über den pomphaften närrischen Auszug unb beteiligten sich mit den Heinen Prinzen lebhaft an dem Werfen mit Vu|t schlangen und Konfetti vom Balkon aus W. Vorn Untermain, 25. Febr. Turch den starken Zufluß ber hvck> augeschwollenen Nebenflüsse ist der U n term.ttin zwischen Flörsheim und Kostheini aus den Ufern getreten und überschwemmt bas nahelieyende Acker unb Wiesengelüube. Auch bic sogcuaunlcn .4 rippen au dem rechten Ufer sind hoch überschwemmt. W. Gernsheim, 25. Febr. Ten Tob burcki -s l u i z in ber Sch e u n e lsttt bic 48 Jahre alte Barbara Treu dell erlitten. Sie wollte Stroh herab holen, trat fehl unb stürzte aus beträchtlicher ,v* *öhe auf beu Boden ber renne Szicrbci zog sie sich derart jckstvere Verletzungen zu, daß sie jetzt an bereu Folgen gestorben ist W. M o m b a ch , 25. Febr. Umfangreiche Diebstähle wurden in einer hiesigen Kvnfcrvensabiik entdeckt. Große Mengen Obst und Konserven, ja ganze Eimer voll Marmelade, wurden von den Arbeiterinnen qestohleu. Bet einzelnen' soll mau ein ganzes Lager zu »ause entdeckt haben. Tie Ticbiti neu würben entlassen uub werben sich außerbem noch vor Gericht zu verantworten haben. öfters hier begrüßen zu können . /_■ Ettingshausen, 25. Febr. Zwei Lrchtb tl- derabenbe veranstaltete unser Psarrer Ries in ber Kirche. Am ersten t'Utcnb zeigte er „Luthers Leben und seine Zeitgenossen". Tic Silber waren sehr schön, unb so kam es, daß am zweiten -Abend bas Gotteshaus noch stärker beicht mar. Ter Lichtbildervortrag behandelte eine Reise nach Palästina Tic wohlgeluugeneu Bilder zeigten bas heilige Land, bic heiligen Crtc in Jerusalem unb bas Leben und Treiben ber Bewohner Palästinas. Ter Weber- schuß ber -aibenbe soll zur Erbauung röter Ätciftfinbcr» ch ul e benutzt werden, wozu ein Menscheufreund bereits 100 Mk. gestiftet hat. f Lauter, 24. Febr. Bei der heutigen Iagdvervach- tu ng wurden 88 5 Mark erzielt. Bisher war der Pachtpreis 440 Mark. Kreis Lauterbach. = La uter b ach, 25. Febr. Gefteru vormittag tagte hier bic Schnöbe bes evana. Dekanats Lauterbach für 1911. Sie unirbe bunt) Pfarrer Wahl, Queck, mit einer Prebigt eröffnet. Nach Erlcbignuq bes geschäftlichen Teils, ber vorjährigen Shnobe unb Erläuterung des Jahresberichts bcs Dckauatsausschusses gedachte Dekan Schmidt, Schlitz, in anertennenben Worten der Verdienste des aus dem Tekanat ausgeschiedeneu, nach Bosenheim verwogenen, langjährigen Gefchästsführers des Dekanats-Erziehungs- Vereins find -Stellvertreters, Pfarrer Türck, Frischborn. Psarnr Lenz, Stockhausen, hielt sodann einen Vortrag über „bic Stellung ber Kirche zu ben Sekten unb ähnlichen Bestrebungen mit Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse des Dekanats", dem sich Oberpfarrer Müller, Lauterbach, in einem weiteren Vortrag auschloß. Beiden Vorträgcii folgte eine lebhafte Erörterung. Pfarrer Schäfer, .«Zartershausen, berichtete über die „äußere Mission", worauf man zur Wahl eines Dekanatsstellvertreters schritt. Als solcher wurde Oberpsarrcr Müller- Lauterbach gewählt. Pfarrer Schäfer- Hartershausen, der seit dem Ausscheiden des Pfarrers Türck bic Geschäfte bcs ^ekanatserziebuilgsvereins versah, wurde zum Leiter dieses Vereins gewählt." Ferner wurden noch Beschlüsse über btc Ausbildung einer Dekanats kranken pfleg er in aufgenommen. Am Nachmittag folgte ein gemeinsames Mittagessen in der Restauration zum Jvhamicsberg^ ? Herbstein, 25. Febr. DaS BczlrkS-Krieger- fest findet am 18. und 19. Juni in Hörgenau statt. Kreis Schotten. r lll r ich stein, 26. Febr. An dem morgen hier be- ginnenben Lehrgang der st. r eish aus h altungs- imb Kochschule werben nur ach t Schülerinnen leilnehrnen. -^-er Schatzmeister bes hessischen Lanbcsverbandcs vom deutschen" Flöttrnvcrröi, Szvmiptmami o. T. Bollm ar, hielt gestern im Saale bes „Darmstädter Hof" hier einen »ertrag üBer „Fahrten an bic Wasserkante". Startendura nnö Rheinhessen. cu über bic etwaigen Meinungsver schiebclrheitcu bezüglich ber drei Gesetzesvorlagen schlüssig zu machen. Aus Stabt und Cand* Gießen, 27. Februar 1911. Das Bahnprojekt Niesten -Biedenkopf. Von tofborf, 25. Febr, wird uns geschrieben: „Tie Stabt Gießen ist »iwtenpunkt mehrerer Eisenbahn finieii Eine neue Strecke soll sic bcmuächst erhalten. Es jchweben Vcrhaubluugeu zwischen den in Frage kommen ben Lrtsbchörben unb Interessenten über ben Bau einer Bahn in bezw. durch ba£' Hinterland Dieses Hinterland, teils zum Kreise Wetzlar, teils zu Biedenkopf gehörig, fleht mit Wieweit in wirtschaftlichen und geschäftlichen Beziehungeu in eng ft er Ver b t n u n g Daher erklärt sich auch, baß cs voii jebem berftan.ben wird, warum mau einem anderen Bahiiprojekt, durch bas bas Hinterland von Wetzlar aus erschlossen wer den soll, feindlich entgegensteht. In entgegentommenfter Weise Hal der Stobtvvrstand von Gießen' sich mit ben Vorarbeiten befaßt. Nicht wenig Muhe wird btc richtige Lösung der Frage kosten. Von besonderer Schwicrigtcit wird bic Abzweigung ber neuen Bohn von dem Gießener Netz sein, toter sind mehrere, nicht zu beseitigende .Hindernisse. Genannt seien, bas Elektrizitätswerk, ber Bahnkörper der Bicbertalbahn, der städtische Viel)' unb Schlachthos unb bie Lahn. Dieser Umstand veranlaßt zu bem Gedanken, die neue Bahn hart nördlich b o n Gießen abzuzweigen, in ber ungefähren Höhe der Militär Schwimmanstalt. Tiefer Gedanke rückt die Verwirklichung des schon lange projektierten Gießener N o r b b a h u h v f s näher. _ Als nächste Ortschaften, bic sehnsüchtig bes schienen anschlusses mit Gießen harren, finb Krofbors, Glei - berg unb Launsbach zu nennen. Letzteres müßte sich mit einer Haltestelle begnügen, beim bie Durchbohruns des Wettenbergs würde doch zu teuer kommen. Krosbor unb Gleiberg haben 2500 Einwohner, für bie bie Bahn den größten Wert hat, aber nur bann, wenn sie direkt, also ohne jeglichen Umweg, nach Gießen sährt, damit erstens der Fahrpreis 4. Klasse 10 Pfg. nicht übersteigt, unb zweitens man mit der Bahn eher in Gießen ist als zu Fuß. Letzteres würde nicht her Fall sein, wenn ein anderer Weg für bic Bahn gewählt würde, nämlich der zweite mögliche: Windhof-Abeubstern, Westabhang Gleibcrg- Krosdvrf. Zu Versammlungen ist schon ber Gedanke eingehend erörtert worden, bic Bahn über Abeudstern zu bauen Tas allgemeine Interesse verlangt aber bie ersterwähnte Linienführung, zzumal Abcubsteru schon nad) vier Richtungen Bahnverbindung hat. Von Krofdorf nimmt die Bahn einen westlichen Lauf und verbindet Rodheim und Vetzberg OBahnhof Rodhcim', um bann weiter narb Königsberg und toohcusolmS ioroic durch das übrige .Hinterland ihrem Ziele Biedenkopf zugeführt zu werden. lager bald aufgct'chlost'en , Lich. 25. Febr. Tic gelinge AunuHiuug von Lest in gs „Minna Do n B arnHel nt" bedeutet für den B o l k S b t L dungsveretn einen vollen Erfolg, sowohl inbezug aut die außerordentlich zahlreiche Beteiligung seitens der Licher Burger- schast als auch hinsichtlich der Tarbietuitgeii. Tank dn liebevollen Hingabe, mit ber sämtliche Schauspieler sich ihrer sollen eat- [ebigtcii, erfuhr das Stück eine recht ansprechende Wiedergabe. Tas Publilnni brachte denn auch feinen Beifall und seine Anerkennung in wiederholten Hervorrufen zum -lliisdruck. Tas Rhetn- Meiu. Vcrbandstheater hat sich durch diese Ausführung vorzüglich eiugeführt, und wir hoffen, es während der nächsten Sptelfat)ou Amtliche Bersichchnng überhaupt nicht Kvläßt. Denn würden alle dem inzwischen festgestellt roorb'i.L'ift, daß auch in Preußen in den in Frage kommenden finnbesteucii L-ic Abbaltmrg von Viehmarkten 'O = B Wetter £ 26. 2atj ■26. 9”! 68 !WNW 6 • 82 I NW j 2 82 | W i 2 it 27. Höchste Temperatur am 25. bis 26. Februar — Niedrigste „ „ 25. r 26. = Diiederschlag - 2,9 mm. 1407 3,33 Fstm., Gesehliche Gesellenprüfung KM., Die hm, Großh. Baurat. BZV, Holz-Submission Angebots Scherff. 51 1 Stück 2. Kl., 3tm.== Fstm. n 170 Fstm. Stück 25—29 ZtM. = 11,71 Fstm. Holz Auskunft erteilt d. I 1414 2,64 16,00 15,10 41,44 129,44 40—49 30—39 25—29 20—24 12—19 4 26 65 136 208 6 14 37 472 Das 12 16 64 560 •*37,0 746,0 749,3 4. Kl. 5a. „ 5b. „ Febr. 1911 3. 4. 5a. 5b. = 18,95 = 110,01 Fm. Fm. 5 9 10 ff Sonnenschein Bew. Hinunel Bed. Himmel Lich, 23. Februar 1911. Großherzogliches Amtsgericht. Die diesjährige Gesellenprüfung für den Bezirk Lich findet im Monat April statt. Anmeldungen hierzu sind an den unterzeichneten Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, woselbst auch die Anmeldeformulare zu erhalten find, längstens bis zum 25. März d. I. einzureichen. Dorf-.Gill, den 25. Februar 1911. Großh. Bürgermeisterei Dorf-Gill. Kuhl. zurelchen. RüddingShausen, den 25. Februar 1911. Großh. Bürgermeisterei. Braun. B”/3 Statthalterpolais herruhren, erblickten die genannten Herren eine Beleidigung und erhoben Privatllage. 2.S* a " 8S Z t» Vergebung von Bauarbeiten. Die tue die Einfriedigungen und Hofaulage des Neubaues der höhere» Bürgerschule zu Grünberg erforderlichen Arbeiten und Lieferungen wie: Erd- und Maurer-, Steinmetz- (Lungsteinwerkstücke), Zimmer-, Schreiner-, Schlosser-, Weißbinder-, Pflaster-, Ehaussier-, Erdbewegungs- und Planierarbeiten, sowie die BasaltgruSlieferung sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen im Sitzungszimmer der Großh. Bürgermeisterei Grünberg während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind, verschlossen und postfrei, bis spätestens am Dienstag den 7. Marz d. Js., nachmittags P/2 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Grünberg einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, den 22. Februar 1911. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. 28,07 33,89 2,04 19,01 + 8,6 ° 0. 4" 3,7'0. i a 4Z 8? In unser Handelsregister Abt. A. Nr. 15 wurde heute eingetragen, daß die Firma Wilhelm Fröhlich, Lich, erloschen ist. b) Forstwartei II. Distrikt Langebruch, Kinmvald, Steinwald pp Aus den Waldungen der Gemeinde RüddingShausen soll folgendes Stammholz im Wege öffentlichen 7,1 5,1 4,0 । 5,0 2.« I 4,7 Bekanntmachung. Der Voranschlag.der Gemeinde Dorf-Gill für 1911 Rj. liegt wegen Ilmlagenerhöhung vom 28. d. Mts. einschl. ab nochmals auf unserm Bureau acht Tage lang zur Einsicht offen. Luftschiffahrt. Deutscher Z uv erl äs s i gk e itö fl u g amOberrhein. Frankfurt a. M., 24. Febr. Schon heule kann gesagt werden, daß für den vom Kartell der südwestdeutschen Luftschiffer- vereine in der letzten Maiwoche zu veranstaltenden „Teulfchen Zuverlässigkeitsflug am Oberrhein" das regste Interesse herrschr, Flieger und Fliegerschulen haben zahlreiche Anmeldungen ergehen lasten. Annähernd 20 der bedeutendsten deutschen Flieger, darunter Engelhard, Jablonsky, Kahnt, v. Gorrissen, Ieanmn u. a. haben bereits ihre Beteiligung m sichere Aussicht gestellt. Zur Festsetzung der Ausschreibung wird man zunächst eine Konferenz einberusen, zu der auch das Kriegsministerium Vertreter entsenden wird. Die Stadt Frankfurt soll für bte großen Kosten des Fluges 50000 Alk. aufbringen. Der Stadtverordneten-Versammlung ist eine Eingabe um Bewilligung von 20 000 Mk. 511 diesem Fluge gemacht worden, Voraussichtltch wird eine kleine Aenderung der Strecke erfolgen müssen. Alts der Pfalz, die nach dem ersten Programm iltcht berührt werden sollte, ist man von allen Seiten nut sympathischen Kundgebungen an beit Organisationsausschuß herangetreten, so daß man augenblicklich erwägt, ob der Flug nicht über dieses Gebiet ausgedehnt werden kann. In diesem Falle wird voraussichtlich die Strecke über Wiesbaden Fortfällen, weil dort weniger Interesse für den Flug vorhanden ist. Auch die Ausstellung, die sich in der Frankfurter Festhalle dem Ueberlandflug anschUeßen soll, findet in den industriellen Kreisen weitgehendste Beachtung und Förderung, namentlich von den französischen Flugzeugsabriken sowie von dem Auslande gehen täglich zahlreiche Anfragen wegen Beteiligung an diesem „Flugtechnischen Salon" ein, so daß auch hier ein lückenloses Btld des heutigen Standes der Flugtechmk zu erwarten ist. In Frankfurt, das als letzte Strecke dos Zuverlässigkeit^, fluges in den Vordergrund des Interesses gerückt werden wird, soll durch private Aufbringung dafür gesorgt werden, daß besonders spannende Preisflüge oorgeführt werden können. Lich, den 13 Februar 1911. v"/, 6M. Fm. Fm, bieienigen Privatangestellten, welche schon jetzt in einer Fabrikpensionskasse, einer Penswnskasse von Berufsvereinen oder in einer sonstigen Wohlfahrtseinrichtung versichert sind, von der staatlichen Zwangsversicherung befreit werden, dann würde entweder deren Bestand überhaupt in Frage gestellt ober es müßten, um nur einigermaßen angemessene Leistungen zu bieten, Beiträge in solcher Höhe gefordert werden, daß sie weder von den Arbeitgebern noch von den Angestellten getragen werden könnten. Die Handelskammer billigt deshalb die Bestimmungen des Entwurfes über das Verhältnis der Reichsversicherungsanstalt zu den bestehenden privaten Versichemngseinrichtungen. Hingegen ist es nicht recht verständlich, weshalb der Gesetzentwurf diejenigen Angestellten, welche bei Inkrafttreten des Gesetzes bereits ein Gehalt von mehr als 5000 Mark beziehen, von der Versicherung ausschließt und ihnen nicht einmal das Recht der freiwilligen Versicherung zugestehen will. In der Begründung des Entwurfes wird allerdings gesagt, daß Angestellte mit höheren Gehaltsbezügen als 5000 Mark wohl in der Lage seien, sich die eigene Fürsorge und die Versorgung ihrer Angehörigen aus eigenen Mitteln zu sichern. Dieser Behauptung in so allgemeiner Aufstellung fann doch wohl nur bedingte Richtigkeit zugesprochen werden, denn sie dürste ost genug durch die Wirklichkeit widerlegt werden. Es ist deshalb das Verlangen nickt als unberechtigt zu betrachten, toeitn entweder diesen Angestellten das Recht der frei» willigen Versicherung zuerkannt wird oder wenn alle Angestellten ohne Rücksicht auf die Höhe des Gehalts, jedoch unter Begrenzung des pensionsfähigen Betrags auf 5000 Mark, der staatlichen Zwangsversicherung unterworfen werden. Es muß ferner als lagert in verschiedenen Distrikten, nähere Forstwart Kalberlah dahier. Die Angebote sind längstens Freitag den 3. März nachm. 21/, Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei ein- 38,08 Kiefern-Stämme 5a Kl., Bauholz, 57,53 jm., Kiefern-Stämme 5b Kl., Grubenholz, 48,57 Fm., Fichten-Stämme 3. Kl., 30—39 Ztm. Dchm., 8,61 v... 30 Fichten-Stämme 4. Kl., 25—29 Ztm. Dchm., 32,59 Fm., 49 Fichten-Stämme 53 Kl., 20—24 Ztm. Dchm., 32,68 Fm., 136 Fichten-Stämme 5b Kl., 12—19 Ztm. Dchm., 39,42 Fm. dringend wünschenswert bezeichnet werden, wenn mit diesem Gesetze sowohl den selbständigen Inhabern Heinerer und mittlerer Handelsgeschäfte als auch kleineren Handwerksmeistern die schon lange ersehnte Gelegenheit geboten wird, für sich selbst und ihre Hinterbliebenen eine angemessene Fürsorge zu schaffen. Mit der Abstufung der Beiträge, wie sie der Entwurf vorsieht, kann die Handelskammer ihr Einverständnis erüären; gleichwohl vermag sie ihre Bedenken nicht zu unterdrücken, ob dic kleineren und mittleren Geschäftsinhaber in der Sage sein werden, diese neuen sozialen Lasten ;n tragen. Jedenfalls kann wo bl kaum ein Zweifel darüber bestehen, daß hierdurch die Lage des Kleinhandels, welche schor: jetzt recht wenig erfreulich ist, nock schwieriger gestaltet wird. Es sollte deshalb die Gewährung eines Reichszuschusses wenigstens bei den unteren Gehaltsklassen ernstlich in Erwägung gezogen werden. Mck der neuen vorgeschlagenen Organisation der Versicherung ist die Handelskammer grundsätzlich einverstanden; nur hält sie eine Vereinfachung in der Richtung für wünschenswert, daß die vorgesehenen Schiedsgerichte und das Oberschiedsgericht an die bestehenden Schiedsgerichte der Arbeiterversicherung uni) an das Reichsversicherungsanrt durch Bildung besonderer Abteilungen für die Angestellten angegliedert werden, das Institut der Vertrauensmänner als überflüssig beseitigt, das Beitragsverfahren weniger kompliziert gestaltet und den Beteiligten in den verschiedenen Organen der Reichsversicherungsanstalt ein größeres Recht der Selbstverwaltung eingeräumt wird. 2. Ersatzwahl zur Handelskammer. Nachdem das Großh. 'Dtinifterium mit Verfügung vorn 1, Februar d. I. auf Grund des Artikels 19 des Handelskammergesetzes eine Ersatzwahl für das verstorbene Mitglied, Herrn Kommerzienrat L. Heyligenstaedt, angeordnet hat, wird für die Vornahme dieser Ersatzwahl Termin auf Donnerstag den 23. Februar, nachmittags 2—6 Uhr, bestimmt, wobei als Wahlkommissar Herr August Noll fungieren wird. 3. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes hervorzuheben: Am 4. Februar d. Js. hat in Mainz eine Vertreterkonferenz der hessischen Handelskammern stattgefunüen; Gegenstand der Verhandlungen bildeten der Entwurf eines Versicherungsgesetzes für Angestellte, Entwurf einer Fernsprechgebührenordnung, Entwurf eines Gesetzes betr. den PatentausführungSzwang, Ausverkaufswesen, Gemeindeumlagen, Schiffahrtsabgaben. Der Syndikus sr- stattet hierüber Bericht. b) Veredelungsverkehr. In einem Bericht an das Großh. Ministerium des Innern hat sich die Handelskammer gegen dm beim Bundesrat gestellten Antrag auf Zulassung eines zollfreien Veredelungsverkehrs mit ausländischem gepökelten Rindfleisch im Interesse der deutschen Büchfenfleischfabrikatton ausgesprochen: hingegen hatte sie Bedenken gegen die Zulassung eines zollfreien Veredelungsverkehrs mit ausländischen halbseidenen Geweben zum Bleichen, Merzerisieren und Nitrieren nicht geltend zu machen. c) In ihrer letzten Sitzung hatte die Handelskammer beschlossen, wegen Aushebung des Verbots der Viehmärkte in Gießen eventuell in Gemeinschaft mit der Großh. Bürgermeisterei Gießen beim Großh. Ministerium des Innern vorstellig zu werden. Nach- GerichtssaaL. München, 25. Febr. Das oberbayrische Schwurgericht beschäftigte sich in dreitägiger Verhandlung mit dem angeklagten Monteur Anton Ulrich, seiner Ehefrau Karoline Ulrich und dem Metzger Ludwig A s ch b e r g e r, welcke am 10. August vorigen Jahres die 67 Jahre alte Privatiere Ida Feldmeier, bei der die Karolme Ulrich mit gefälschten Zeugnissen zum Schein als Dienstmädchen eintrat, überfallen, gefesselt und geknebelt hatten, wobei Frau Feldmeier den Erstickungstod fand. Anton Ulrich und Ludwig Aschberger wurden zu lebenslänglichem Zuchthaus und Karoline Ulrich zu 15 Jähren Zuchthaus verurteilt. Straßburg, i. E., 25. Febr. Nach nahezu dreieinhalb- stündrger Verhandlung wurde heute vom Schöffengericht in der Privatklage fache des Statthaltereibureaus, d. i. der Herren Geh. RegierungSrat Dieckhoff, Regierungsrat Cronan und Geheimer Rechnungsrat Scheuermann, sowie des Majors v. Donop, persönlichen Adjutanten des Statthalters, der Chefredatteur Adolf Nießner von der „R h ein i s ch-W e ft sä - l i s ch e n - Z e i t u n g" in Essen wegen Vergehens gegen den § 186 des Strafgesetzbuchs zu 200MarkGeld strafe, sowie Tragung der Kosten unter der Auflage Der Veröffentlichung des Urteilstenors in der „Straßburger Post", der „Metzer Zeitung", der „Frankfurter Zeitung" und der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" verurteilt. — Die Verhandlung gegen die Mitangeklagten Redakteure E. Beckmmm und M. Dreßler, ebenfalls von der „Rheinisch- Westfälischen Zeitung", wurde auf den 1. April, vormittags 10 Uhr vertagt. Der Verhandlung wohnten als Vertreter der Staatsanwaltschaft Staatsanwallschaftsrat Wittmann bei. Der Klage lag eine Reihe von Artikeln „Stimmen aus pem Reichslandc" zu Grunde, die im Lause des Jahres in der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" erschienen waren und die Frage der Verfassüngs--- resorm zum Gegenstand hatten. In der Behauptung der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung", daß diese Artikel aus der Umgebung der Statthalterei bezw. von einer angesehenen Persönlichkeit des verboten wurde unb die Viehseuche noch an Ausdehnung gewonnen hat, ist vorerst davon abgesehen worden, Schritte in der ange- beuteten Richtung zu tun. Die Handelskammer befindet sich hierbei in Uebereinstimmung mit der Großh. Bürgermeisterei Gießen. d) Im Interesse des im Kammerbezirk stark vertretenen Handels mit Roggen und Weizentteie ist die Handelskammer beim Bundesrat und bei der Großh. Regierung wegen Außerkraftsetzung einer von den Bundesregierungen eingeführten vorläufigen „Anleitung für die Zollabfertigung von Roggen- und Weizenlleie" und wegen Beibehaltung der bisherigen Bestimmungen vorstellig geworden. 4. Eingänge. a) Einem Wunscke des Handelsvereins in Lauterbach entsprechend beschließt die Handelskammer, bei der Kgl. Eisenbahndirektion Franksutt 0. M. wegen Einlegung eines weiteren Zugpaares auf ber Strecke Gießen—Fulda vorstellig zu werden. Die Handelskammer beschließt ferner, bei dieser Gelegenheit die Aufmerksamkeit der Eisenbahnverwaltung von neuem auf die bisher unerfüllt gebliebenen Wünsche betr. die Einlegung eines Abendzuges auf der Strecke Kassel—Frankfurt a. M. und die Unterbrechung der großen Pause zwisclM den Schnellzügen D 78 und D 46 auf der Strecke Gießen—Frankfurt a. M. durch einen neu einzulegenden Eil- oder Schnellzug zu lenken. b. Eine Anregung ans Interessentenkreisen gibt der Handels- fammer Veranlassung, zu beschließen, die Frage des einheitlichen Kohlenbezugs für die staatlichen Anstalten und Behörden von neuem zur Behandlung vor eine Konferenz der hessischen Handelskammern zu bringen. c) Neuerdings ist die Herstellung von Frachtbriefduplikaten im Durchschreibeverfahren zugelassen. Die Verwendung von Tintenstiften beim Eintrag der Angaben in dem Originalfvachtbries ist, nach einer Mitteilung der Kgl. Eisenbahn- direttion Franffurt a. M., dabei jedoch nicht statthaft. Zur Herstellung von Frachtbriefdublikaten im Durchpauseverfahren dienen vielmehr besonders hergerichtete, im Handel erhälttuhe Stahl- und Glasfedern, die es ermöglichen, daß die handschriftlichen Eintragungen mit Tinte geschehen: Bei Verwendung der Schreibmaschine findet das Durchschlageverfahren unter Benutzung von Blaupapier statt. d) Von unterrichteter Seite liegen noch Mitteilungen vor übet zweifelhafte Firmen in Argentinien, Großbritannien, Asiatische Türkei, Weltausstellung San Francisco 1915, zollfreie Durchfuhr von Postpaketen durch Rußland nach China und der Mandschurei. Nähere Auskunft hierüber wird auf dem Sekretariate der Handelskammer erteilt. Holz-Submission. Aus den Waldungen bei Gemeinde Mendorf an bei Lumda wenden Dienstag den 7. März l. I., vor mittags IO1/2 Uhr, nachverzeichnete Holzbeständc sub- missionSweise vergeben. a) Forstwartci I. Distrikt Rödern, Kalkberg, Dürnberg pp. 2. Fichten-Derbstangen: Stück 1. Kl., 10 u. 11 Ztm. Durchm. ----- 21,33 3. Kiefern-Stämme: -- Kiefern-Stämme 4. Kl., 25—29 Ztm. Dchm., 29,18 100 Kiefern-Stämme 5a Kl., Bauholz, 40,29 Fm., 188 Kiefern-Stämme 5b Kl., Grubenholz, 38,75 Fm., 1 Fichten-Stamm 1. Kl., 50 Ztm. Dchm., 3,53 Fm., 3 Fichten-Stämme 2. Kl., 40—4*9 Ztm. Dchm., 4,25 Für. 70 Fichten-Stämme 3. Kl., 30—39 Ztm. Dchm., 71,25 Km., 108 Fichten-Stämme 4. Kl., 25—29 Ztm. Dchm., 76,53 Km , 215 Fichten-Stämme 5a Kl., 20—24 Ztm. Dchm , 104,14 Fm., 362 Fichten-stämme 5b Kl., 12—19 Ztm Dchm., 00,28 Fm. Das Fichten-Stammholz ist zum Teil entrindet. Das Holz wird von den Forstwirten Krieger und Franz auf Wunsch vorgezeigt. Die Angebote haben sich genau aus dic verschiedenen Massen zu erstrecken. vergeben werden. 1. Fichten-Stämme Der Ausbau des Weges Dutenhosen-Dtünchholzhausen ist zu vergeben. Die Kosten sind auf 8100 M. veranschlagt. Plan und Kostenanschlag liegen auf meinem Bureau offen. £ fierten erbitte ich bis einschl. 9. März er. mir einzureichen. Krofdorf, 23. Februar 191L (ß*4/, Der Bürgermeister, Holzversteigerung in der fürstlichen Hard-Anlage zu Lich. Montag bett «. März, vorm. 9V3 Ubr: Scheitholz, Rm.: 10 Buchen, 3 Birkett (runbl; Knüppelholz, Rm.: 7 Eichen, 4 Ahorn, 12 Eschen. 3 Birken, 2 Akazien; Stöcke, Rm.: 7 Buchen, 10 Eichen A^Awttorockenj, Eschen, 8 Birten pp.; Reisholz und Wellen: A0 Buchen, 230 Eichen, üöO Weichholz pp.; 2 Rm. Eicken und 2 Rrn. ObubammReliig. - 14 Eicken = 8,37 Fstm. (27 bis 80 Elm. Durchm., 2,4 bis 8 Mtr. lang«: 4 Rotbuchen = 4,41 Fstm. 142 bis ->7 Ctuu Durchm., 4 bis 0,4 Mtr. lang); 35 Ahorn --- 6,94 Fstm. (Io biff 4o Elm. Durchm.. 2 bis 8,6 Mtr. lang); 55 (Lichen 18,93 38 Etm. Durchm^ 1 bis 11,8 Mtr. lang), 19 Akazien — 4,62 Fstm. (14 bis 41 Etm. Durch»»., 1,7 biß 13 Mtr. lang); e°'8Ä ofim. (23 bis 37 (Sim. Durch»»., 2,8 bis 5 Mtr. ' lötttcu -1,63 oft ui. >27 bis 33 Etm. Durchm., 3,8 biff Mtr. lamp; 10 oichteu Derbitanaen -- Jftm. — Blind wird ueriteigert aus dem Distrikt *)eufcrberg: 2U0 Nadelholz- NL ÄX*"“ " =*"• W“'***1 D»e Zusammenkunft ist auf dem Hardbergsweg nahe der Woh- rtung des Fortzwarts schöne. Die Bertauisbedingungen liegen auf unterzeichneter Bürgermeisterei offen. Aicgcbote sind bis zum Termin, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, cinzu- reichen. Allcndorf a. d. Lumda, am 25. Februar 1911. Großh. Bürgermeisterei Aliendors a. d. Lumda. ______________________Rein.__________________1408 Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein ilpreiswert ■in ■ M— — —.... die Brührsche Univ.-Druckerei. 2 Buchen-Stämmc 1. Kl., 60 u. 65 Ztm. Tckm., 3,24 Im., 2 Bucheu-Stämme 2. Kl., 50—59 Ztm. Dchm., 1,82 Fm , 11 Buchen-Stämme 3. Kl., 40—49 Ztm. Dchm., 11,60 Fm-, 21 Bucken-Stämme 4. Kl., 30—39 Ztm. Dchm., 14,66 Fm., 2 Buchen-Stämme 5a Kl., 25—29 Ztm. Dchm., 0,83 Fm., oc Kiefern-Stämme 3. Kl., 30—39 Ztm. Dchm., 18,27 Fm.. KieteiTn-Stänrnio 4 ti'f 90 Jt.n oa 1 w 3 Buchen-Stämme 2. Kl., 50—59 Ztm. Dchm., 27 Buchen-Stämme 3. Kl., 40—50 Ztm. Dchm., Bucheu-Stämme 4. Kl., 30—38 Ztm. Dchm., Kiesern-Stämme 2. Kl., 40—49 Ztm. Dch»u. Kiesern-Stämme 3. Kl., 30—39 Ztm. Dchm., Kiefern-Stämme 4. Kl., 25—29 Ztm. Dchm., 20—24 12—19 Handel» Die amerikanischen Bahnen und die Interstatc Comrnerce Bill. Heber die Lage, die durch die Emscheckung der Kommission über die Tariferhöhung der ameritanischen Eisenbahnen geschaffeii ist, rojrb man sich erst im Laufe der Woche ein klareres Bild machen lonnen. Aus das Wirtschaftsleben der Vereinigten Staaten wird der Entscheid aller Voraussicht nach einen ungünstigen Einfluß ausüben. Die Bahnen roerben vor allem ihre Ausgaben einschränlen. Bereits wird gemeldet, daß die Pennsylvania-Bahn einen früher erteilten Auftrag auf 50 Lolo Motiven zurückgezogeii hat. Ferner reduziert sic die Arbeits zeit in ihren Werkstätten. Richter Lorett, der Nachfolger .Harri maus im Präsiduun der Union Vacificbahn ist der Meinung, daß die Entscheidung den Bahnen die Deckung ihres Geldbedarfs erschweren, wird. Immerhin würden sie in der Lage [ein, bie notwendigsten Summen aufbringen zu können. In Eiienbayn kreisen wird offen ausgesprochen, in letzter Linst würden dic Lest- tragenden der Entscheidung das erwerbstätige Publikum und die Spediteure selbst fein, insofern, als die Eisenbahnen nid)z. im Stande serii würden, die »iotwendigen Verbesserungen und Aus> dehnunaen vorzunehmeti. Immerhin heißt es, daß die Bahnen keme Berufung einlegen werden. Die Interstate Comnierce Kommission hält die Geschäftslage für günstig: die Kommiftwn konnte Nicht finden, daß die (Sifenbaljnen unterstützungsbedürftch seren- Ihre Bestätigung fand diese Ansicht durch eine dem Prasidenteii der -Idennsylvania-Bahn zugeschriebene Erklärung, di' der Kommission davon Kenntnis gibt, das; die Bahn feine Bc rufung einlege, sondern sich bei der Entscheidung beruhigen werde Meteorologische Beobachtungen der Station Gie^n. diefcrl fl« nftcb * G rtadi lang« SatieN'^ unb Onkel Sieh Die $ MagS 1 Sieh Für imserm fi Dank. Fi ' ivähml mgG jaljrtlanc KL liebienyr § in io reit mit unst 1423 Wieseck, den 27. Februar 1911. Fritz Rosenbaum Telephon 69». ^ Bilanz am 31. Dezember 1910. I «M. Mk. Mk. 1405 «ieken. 27. Februar 1911 1910 gingen ab Während Dampfwaschanstalt Edelweiss w« » - 3_i-v. xezx—«äw». C1*Men PH. Lindenstruth 6. Hch. Phil. Spaar. Gießen, 25. Februar 1911. 1429 Friedrich Wörner, Gleesen Krofdorfer Str. 12 Telephon 487 zu erwerben. 1417 01545 Gießen und Hungen, den 27. Februar 1911. i Seit 16 Jahren in Deutschland ein^eführt und beliebt. ! Eq groe Ton der Fabrik: Löwcnaanc 20 Kreditoren Reingewinn Nur echt mit dieser Schutzmarke. Kasten-Konto Utenstlien-Konto Waren-Konto Debitoren-Konto 2,54 85,34 8370.64 260.79 Die Zahl Während Im Namen der Hinterbliebenen: Katharina Heß. Stand dec Mitglieder Ende 1910 Beuern, den 25. Februar 1911. Für die trauernden Hinterbliebenen: Leonhard Schneider. Landw. Konsum-Verein II zu Beuern Eingetr. Gen. mit unbeschr. Haftpflicht. L. Minlos & Co., Köln-Ehrenfeld, Hoflieferanten. Hochachtungsvoll Fr. Schreiner Fabrik feiner Fleisch- und Wurstwaren. Für die untz bewiesene herzliche Teilnahme bei unserm schweren Verluste sagen wir allen innigsten Dank. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und detz Todes unserer unvergeßlichen Mutter, insbesondere auch für die jahrelange aufopfernde Hilfeleistungen der evangelischen Krankenschwestern sagen innigsten Dank. Danksagung Katharina Otter m so reichem Maße bewiesene Teilnabme sagen wir hier, mit unseren herzlichsten Dank Karl Otter II. mrd Kinder. in seinen Eigenschaften und Wirkung von dem hochangesehenen Chemiker der Seifen-Industrie Herrn Dr. C. F. Veite in Berlin auf das glänzendste begutachtet gibt blendend weisse, völlig geruchlose Wäsche und schont das Leinen m denkbarster Weise. Es reinigt die Wäsche schnell, sehr gründlich und ver- ursacht leichteste Arbeit. g Das ein Pfand-Paket kostet nur 25 Pfennige. ■ Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren- und Apotheker-Geschäften. ■ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit meiner lieben, unvergesslichen Frau, unserer treubesorgten Mutter 1 Helene Atzlbach, geb. Schadeck ftr die Heberolle und aufopfernde Pflege der bannhereigen Schwestern, für die trostreichen Worte des Herrn Kirchenrat D. Schlosser die vielen Blumenspenden und die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte sagen innigsten und tiefgefühltesten Dank Jakob Atzbach und Kinder. Giessen, 27. Februar 1911. Qfott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Gatten. Baten Lohn, «rüder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel August Margolf Kaufmann nach langem, schweren Leiden zu sich »u rufen. Im Namen der tieftrouemben Hinterbliebenen. P. Margolf, Ober-Bahnasfistem. Gießen lLiebigstr. 37). den 27. Februar 1911. Die Beerdigung findet Mittwoch den 1. März, nachmittags 4 Ubr. auf dem neuen Friedhof itatt. ILA Unsern Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir die traurige Mitteilung, dass heute Nacht um >/, 2 Uhr mein lieber Gatte, unser lieber Vater und Grossvater Herr Heinrich Henkel nach langem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Elisabeth HenkeL Giessen. Mainz, Angenrod, Offenbach, Brake, Londorf, den 27. Februar 1911. Die Beerdigung findet Mittwoch den 1. März, nachmittags 7, 4 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 1433 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir aus diesem Wege innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fra« Schäfer und Kinder. Einem verehrl. Publikum von Gießen und Umgebung teile ich hierdurch mit, daß ich mit dem heutigen Tage die Leitung meiner Filiale Ludwigsplatz 14 Herrn Metzgermeister Wilh. Hilgardt überragen habe. Herr Hilgardt wird bestrebt sem, durch stets prompte Bedienung das volle Vertrauen meiner verehrl. Kundschaft Amerika«. Neuplätterei für Herren- ——= Wäsche. ===== Spezial Wäscherei tür Haushaltungen, Ausstattungsgeschäfte und Hotels. Garantie für absolute Schonung : Konkurrenzlose Ausführung : Für sparsame Hausfrauen sind meine Abteilungen: Roll Wäsche und Nasswäsche die billigsten Einrichtungen. 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