Nr. 300 Tie „eiefceiei LamlIlendILNer" roerben dem ,t beanstandet worden 3ic ivird amu von dem Kreistag g-enehmigt, ebenso werden die Kreditüb rschrettungen zu Lasten der nachgewiesenen Deckungsmittel gutgeheiß-n. 2. Festsetzung des Kreiskassevoranschlags für 1912. Der Vorsitzende gibt zunächst einen Ucberblick über den Sand der Kreisfinanzen und weist besonders au Hand sta'.istischeu Ma terials nach, daß der fit id vur Bestreitung seiner ?tusgaben in der Hauptsockic auf Umlagen angewiefen ist, die höher s nd, wie in den Ä r isen der berdeii anderen Provinzen. Der Kreis auSfchust habe deshalb geglaubt, bei Slufftclium des Voranschlags die größte Svarfarnkrit walten lassen zu sollen. Trotz der vor aefeh nen Erhöhung der Umlagen sei es nich: möglich gewesen, die Straße All tidorf-Heuchelbrirn in den Voransch.ao cinzustellen wie dies in dun vorigen Kreistag beschlossen worden sei. Mit bestimmend hierfür sei gewesen, daß der Provinz ial-Aiisfckmß fiel dahin schlüssig gemacht habe, für neue Straßen infolangc kein Zuschüsse aus Provinzialmitteln mehr zu gewähren, als nicht die bereits früher bcfd)loffencn Bauten ausgeführt seien Selbst wenn aber der Kreis die Baukosten burd) eine Anleihe decke, werde der Austvand an Zinsen den Voranschlag so belasten, dost eine weitere Erhöhung der Umlagen unausbleiblich sei Er möchte bei dieser Gelegenheit auch der Meinung entgegentreten, als wenn Kreis und Provinz im (Mbc schwämmen, nachdeni nun das Wasserwerk Inheiden gebaut fei. Wenn wirklich der aus Inheiden erzielte Ucbersckntß zu einem Teil von der Pro Vinz verzinslich angelegt werbe und die Zinsen bes hiernach an gelegten Kapitals zur Verminderung der Umlagen benutzt würben, so erfordere es doch einen Zeitraum von 40—45 Jahren, um die Umlagen auf einen annähernd günstigen Sand zu bringen wie bcn.nigc in den anderen Provinzen sei. Selbstverständlich werbe dies auch auf die Kreisumlagen rückwirken, aber vorläufig jei der Zeitpunkt, wann dies gefd-ehcn, noch gar nicht abzu sehen. fcieraiif wirb in die Beratung der einzelnen Kapitel des Voranschlags cingctreten. Zu Rubrik VII, 4, Unterhaltung der KreiSstratzen, bemerkt Kreistagsabgeordneter Grünewald - Gießen, dast ein großer Teil der Mrdöftraßen sich in mangelhaftem Zustand befinde DieS falle besonders auf, wenn man aus dem Ausland komme Er nenne nur die Ortsdurchfahrt Langsdorf, die Straße Großen Linden—LanggönS und den Teil bei Straße Gießen—Nodheim von ba an, wo die Gemarkungsgrenze von Gießen aufhöre bis an bic Abzweigung nach Sxudydbeim. Der Vorsitzende erwidert, baß bie Kreisverwaltung bc strebt sei, die Straßen mit der Zeit derart zu verbessern, bat; man, soweit es mit Rücksicht auf bi? Bodenverhöltn.ss' möglich sei, mit dem Zustand sufrieben fein könne Für das nächste Jahr seien die Straßenstrecken Langgöns—Kreisgrcnze, Lich— Langsdorf, G'.eßen Steinbach—Lich, Lich— Eberstabt—Lber-Hör- gern, Klein-Linden—Dutenhofen und a. m. jum Walzen vor- flcfebm T,e Straße nack) Robheim sei seines Wissens in gutem Zustand Tie Bahn fabe aber kür-lich ihr Gleis höher gelegt uno es fei möglid), daß dadurch die Straße berührt roorben )ci An dem Zustand der Straßen sei aber auch die schlechte Behänd hing der Felbwegabfahrten fdmlb. . Kreistagsabg. Grünewald bemerkt hierauf, Bürgermeister Krerling von .\?eud)elh?ini bestätige ihm, daß tatsächlich ein Teil der Straße nach Robheim, der dem Kr-ns gelxire, in schlechtem Juftanb fei. Im übrigen sei ihm versichert worben, datz bic Unterhaltung mit Kleinpflaster billiger märe, obwohl man diel Ieid;t dazu größere K.rpitalien aufnehmen nni 'e. Auch bie Aus beiicrung solle leichter vorzunehmen fein. Wenn dies zukrene, bann bitte er zu erwägen, ob nickst nach und nadi audi in dem dies festigen Kreis bic Straßen mit .wieinpflafier versehen werben ; sollten, wie dies in Starkenburg jetzt schon g eiche he. ^cr Vorsitzende willst baraui bin, daß der Kilometer I KleikUTflaster etwa 35 000 Mk. koste. In Starkenburg sei tne Aus । ^ilTTuna mit :)lürffid)t auf bic niedrigeren Umlagen leidster mog I Iid> Tie Provinz Oberhessen habe aber muh mit Kleinpflaster anlagcn begonnen, Über die der Kreisbauin,pekwr AuskunN geben ^Kreisbauimvektor Hechler: Zweifellos sei Kleinpflaster am btt Tauer billiger wie Chaussierung, zumal auch an ^arta löhnen gespart werde. Man müsse nur vvOidstig icin und die Anlage erst vornehmen, nachdem alle Kanaluanons- u«w. Ar beiten au£gcfübrt seien und ber Boden sich gesetzt habe xer Drovinzialausidiuß von C her helfen habe deshalb auch brichlonen, 3ufdüh‘fc nur unter der Voraussetzung zu gewahren, datz berariice Arbeiten nicht mehr auszuführen feien, xxe ^aupriache |tt aber, baß bie Anlage sehr teuer sei. Im übrigen mochte er Ten üdlen, baß, ivenn Starkenburg jetzt zu ftinn^lancr übergehe, dies nur bas Gießener Rezept fei, denn btc uu^rubrung ton Kdinpslaster sei in Gießen schon vor Jahren be,ckstoue:i worden Unb s. D. nur an der Kvstensrage gridjcüexi. . . Kreistagsabg. Grünewald. Der Krcisbauimpekior hab? Sl seinen ©rünben noch neue hinzugesügt und es wäre jvom jwetfmäüig, einmal Berechnung aufzumachen Gr nunie es rur kurzsichtig halten, wenn man »age, weil letzt fein ®eu> Da in, nache man etwas Unzweckmäßiges. Man solle lieber eine .Inlitrre cufnchmvii und nicht nur in der Theorie die Anlage preiten, ion dem auch in praxi dazu übergehen. . . Kreistagsabg. Oberbürgermeister Mecum teilt nut, mb bu Stccht sehr gute Erfahrungen mit ihren Kleinpflasteranlaaen ge macht Ixibv Er Ijabe schon im Kreisausschussc an regen nrouni, bau einzelne Kreisstr aßen mit Kleinpflaster versehen rvürbm. Natur^ lich habe man auch in der Stadt gewartet, bis der Boden |i£h • gefetzt habe. . Der Vorsitzende will eine Berechnung aunnachen uno L- demnächst dem Kreistag vorlegen lassen. Kreistagsabg. L> ir schho r n-Gießen beantragt, dies als Vunsch bös Kreistages in das Protokoll zu setzen. Ter Antrag Wb angenommen. Zu Rmbrik VII, 5, Neubau der Kreisstratzen, er- ILcrt Kreistagsabg. Leun- Großen-Linden, .er glaube, es lägen Gründe genug vor, baß man heute schon beschieße, die KreiSstraßr -fllenbori-Heuchelheim im kommenden Jahr auszu ühren. Spater könne man dann auch zu K.cinPflaster übergehen Ausführung bi zum Jahre 1913 zurückzustellen. Kr.i.tigsabo Kreiling-veuchelheim betont daß zwilchen refcr statt finde, der fick, nach Au fuhruug b r Straße nocki heben werde. Auch er bitte, bie Straße noch in biciem Jahre zu bauen ?lrci.tagdabflcrrbnetcr Leun begründet . nochmals ieinri Standpunk:, worauf Kreisbauinfpeklor Hechler baS Projek: näher erläutert. KreiStagSabgeordneter Sinn Gießen warnt vor einer weiteren Erhöhung her Umlagen unb macht noch darauf au merksam, daß bic Stadt Gießen, bie bie Stifte ber Kreis- Umlagen trage, bann auch ihre Umlagen erhöhen müfie Man könne ja bie Straße erst einmal mit Schotter au'füllen unb bann bei trockenem Wetter einmal en. ■ ter öirfchHorn: Er sehe n Tat bic finan i llen (sdiroicricf i cm derart f int, baß bic Stro ' m biefem Jahr kaum auSzuführen sei Wei! beim aber gc *?art »erben solle, fo frage er, ob es notwendig sei und ob ein wirkliche Bedürfnis vorliege, • die Fahrbahn ber Brücke zwifd-en Zungen unb Robheim von 3,75 Meter auf 8 Meter zu vor- (.rcilcrn unb baburd) eine Au gäbe von 14 000 Mark ’u verursachen. Könne man nicht bic Ausgabe sparen und für bic Straße verwenden, die schon -ebn Jahre lang beschlos'en fei? Jedenfalls hoffe er, daß bie Straße SjeudHbe m—Allcndors im nächsten Voranschlagsiahr endlich zur '2lu*mhrunfl gelange. Ter Vorsitzende erwidert, eS hantele sich um einen Brückenumbau an ber Straße >?ungcn—R dheim, brr von jedem Eingeweihten für unbedingt noiw ndig gehalten werde Tic alle Brücke stehe auf beiden Seiten schräg zu der Einmündung der fireiöstraße. roeld>er Zustand beseitigt werden müsse. Ter Wunsch auf Verbreiterung bestche auch sck)on jahrelang. fireistagSabgeorbneter tz i r s ch h o r n : Ter Unterschied bestehe dann, daß der Kreistag das eine beschlossen habe unb das andere nicht. Tie Verhältnisse, die jebermann bekannt seien, seien bem Kreistag unbekannt Er möchte deshalb barum bitten, wenn roicber derartige Vorschläge gemacht würben, baß man bann auch eine Motivierung in den Voranschlag hereinbringe. Ter Vorfitzcnoe weist nochmals auf bie schlechte Füian> (age des Kreises hin und schlägt vor, wenn man die Straße bauen wolle, bie Umlagen um 0,25 Prozent zu erhöhen. Kreistagsabgeorbnetcr Oberbürgermeister Meeum: Tie Umlagen zur Kreiskaffe seien in wenigen Jahren von 16,2 auf 20 Prozent gestiegen. Tas bedeute für bic Stadt Gießen eine Mehrbelastung von jährlich 33 000 Mark. Trotzdem sei die Stadt fett längerer Zeit auf demselben Steuersatz geblieben. Ticse 33 000 Mark fehlten alfo in bem städtischen Voranschlag unb es werde die Zeit kommen, daß man auch in der Stadt die Umlagen erhöhen müsse Wenn bic .Kreisumlagen jetzt nochmals erhöbt würden, fo müsse bie Stadt auch alsbald bic Umlagen erhöhen unb er müsse bann in ber Stadtverordneten-Dersammlung erklären: Ja, der Kreis ist schuld. Tas werde selbstverständlich in der ganzen Stadt böses Blut setzen. Wenn man aber mit ber Straße noch ein Jahr warte, dann komme das neue Gemeinde umlagengesetz. Ta sei es viel leichter, mit der Steuer in die Höhe zu gehen, da auch Grund- und Gewerbesteuer zurückgingen. Er bitte deshalb, die Straße bis zum nächsten Jahr zu ver- Kreistagsabgeorbnelcr Leun: Man könne ja die Straße 1912 bauen. Tas Kapital dazu werde doch erst 1913 ausgenommen werden. Wenn es aber auch nicht fo wäre, so kämen doch nur bic Zinsen für ein halbes Jahr in Betracht. Kreistagscbgeorbneter Hirschhorn: Tas döse Blut, von bem der Oberbürgermeister spreche, fürchte er nicht: aber er türchtc bie finanzielle Rot. So leib es ihm tue, so könne man boch diesmal eine Erhöhung ber Umlagen nicht eintreten lassen. Kreistagsabgeorbnetcr Wallenfels- Gießen: Er kenne die Straße schon seit 50 Jahren Es komme nicht daraus an, ob sie ein Jahr früher ober später gebaut werde Man müsse erst abwarten, was bas neue Otemeindeumlagengesetz bringe. Krcistagsabgeorbneter Kreiling: Er bitte vor der Abstimmung :u bedenken, wie oft schon über diesen Gegenstand verhandelt worden sei Denn diesmal die Straße nicht genehmigt werde, fo sei man im nächsten Jahre wieder gerade so weit. Es wird hierauf mit allen gegen 5 Stimmen beschlossen, bie Straße 1912 nicht z u bauen ?icd> kurzer Besprechung wirb sodann ein Vorschlag des Vorsitzenden angenommen, den KreiSausscbuß ju ersuchen, z n beschließen, die Straße in den nächsten Voranschlag aufzunehmen ohne Rücksicht daraus, vb dadurch die Umlagen erhöht werden müßten oder nicht. streistagsabgeorbneter Hirschhorn: Er möchte gerne bie Gründe kennen lernen, aus denen der Umbau der Horloff-Brücke an ber Straße Hungen—Rodheim nötig sei. Kreisbauinspektor Hechler erläutert das Projekt Kreistagsabgeordneler Grünewald fragt, ob, gemessen an ber Straße Heuchelheim—Allendorf, diese Angelegenheit dringlicher sei. L , Kreisbauinfpektor Heckler: sic fei tmoTcm dringlicher, als die Brücke ein Bauwerk eines öffentlichen Verbandes fei. Wer die Brücke benutze, könne verlangen, daß sie in einwandfreiem Zustande fei. _ w Kreisiagsabgeordneter Hirschhorn: Kach bieier Motivierung -.lebe er den beabfidnigten Lideripruch zurück >ur die Zukunft bitte er aber wiederholt, die Motivierung m die Vorlage aufzunchmen. _ . , _, . . . Kreistagsabgeordneter Zimmer- Gründers: ^am lei der Zustand der Horlof'drückc sehr befaimt und er halte es für sehr nötig, daß sie gemacht iverbe. D i e Ausführung der Bruckcwtrd hieraus ohne Widerspruchbe schloss en. Bei Wubrit X, 1, 3ammelwa»cnmenterei, regt Krei'lagsabgcordncner Sinn Gteß-m an, aud) für bic Maschinen künftig eine Abschreibung vorzuieiren (jÄ erhebt sich dagegen kein Bidenpruch. Hierauf )vird der Voranschlag mit einer Ge- sarnl-Einnahme und -Ausgabe von 665 934 Mk. 5 Pf. genehmigt. 3. Wahl zweier Ersatzmitglieder zum Kreis- aU§@e|U 3ufnitat Hirschhorn- Gießen hegt jormetie Bedenken, ob es möglich fei, jetzt schon Wahlen mu Gruntz d neuen KreiSordnung vorzunehvien, tne ein am L April 1912 in firaft trete. Er regt deshalb an, die Wahl bis zum nadntrn ÄrcvMag zu verschieben. Ter Vorsitzende erhärt, er habe eigentlich keine Ve- 1 April 1912 auSaeübt. Er sei d>r Anficht, daß das was uir Ausführung ber Gesetze notwendig in, doibereitet werden müHC. Acä/dcm Krelstagckabgeordneier Hirschhorn seinen 2tnb- punlt nochmals bcgninbct und Äxti»iag*ibg. Grünewald ibn unterstützt batte, beschließt der Kreistag gram 2Stimmen d i c Wahl letzt vorzunehmen. ?lui Vorfchlaa b.-' Kreiling- Heuchelheim werden fefcann Stimmer uenrat d' t r - m c r und Stadtverordneter Winn - Gießen als Eriatzmitglieder des KreiSauSschusses durch Zuruf gewählt. 4 Wahl eine- Sachverständigen für die nack» dem Gesetze über Kriegsleistungen vom 13. Juni 1873 vorzunehmenden Abschätzungen Durch Zuruf wird auf Vorich'au des >tre . iu Schusses Privatier August Klein, früher in Hof Ibach, gewählt 5 Anträge und Mitteilungen Ter Mrcivtag gen bmigt eine Re,he von Verkäufen von .'Itcu'- (Tclänbe uno crmädüigt nmtcr generell den Krci.auS'dmß, für die F.lge alle Geländcverkäuic bis zu 1000 Mark im flamen deS Kreistages zu genehmigen. Krc-.tigsabg. H l r^-Watzenborn führt darüber Bcsdiwerde, bc ote Abwässer der sammel wasenmeisterei im Teil in bei; .ia.b oer Mark^ctwss usd'aft <^arbentrich abgebrfidt würden. Dadurch se en schon einzelne ?iichtenbäume eingegangen. Außerdem fei dies in gesundheitlicher Beziehung zu beanstanden. Er bitte um Abhilfe. Regierungsrat Wclcker fuhrt dies darauf zurück, daß der Untern.bmer, d r die ?lbfuhr der Abwässer übernommen Iwbc, ne- streikt habe. Wenn wirklich Flüssigkeit adgedrückt worden sei, o fei dieS ohne Wissen ber Ureisvcrwaltung gefdiehen. ler Vorsitzende sagt Untersuchung des . alle» zu und ilbließt hierauf mit Worten deS Tankes den Ätewiag. ttiiffcbijpbrt DerPatentkampf der Brüder Wright. Ans 91 e u- i) o r f wird berichtet: Nachden, cs den Brüden, Wriaht auf bhunb ihrer l-aientanftnücbc achingcn in, eine richterliche Eiitscheidnng zu envirlen, die dem tzekaniiten englischen (Uicgei Grahn in W l>, t e fortan in Amerika jeden Jlngverinch ucibietet unb ibn obenbrrin »och dazu zwmc.t, der Wright- csellschast über die feit dem 29. 'Jlouembcr 19i0 in Amerika erzielten Einnahmen Rechenschriit abznlegen, gehen die beiden amerikanischen Erfinder der ?,lngkunst noch einen Schritt ive ter. In einem neuen Proiesse verlangen sie, laß Graham White aud) über seine früheren Einnahmen iNcd'cn- idiaft ableae unb die bet ^lufltiimplen ueibienien Summen der Wiigbt-Gesellfchaft abzulietern habe. Tiefe Forderungen ucrbidileu sich bei dem neuen Rechtsstreit au< einen Schadeneifaizanst'rnch tu, Werte von 0 00 > Mk Tie Patcme, deren alleiniges !)!ed)t bic Bruder Wright bei diesen Geridttskämolen für sich beanipmd)cn, unb fo weitgehend, bau letzt und fiir künftige Zeiten alle ^lteaer in Amerika r-en beicen Brüdern 111 b u t p i 11 di t i g (em müssen. Zie Wlliaht-Otelellfdiaft stellt die Behauptung auf, daß die beiden prüder fchlechtbin ,das Pimzip deS .aiigefi* criiiuben haben. ES soll nun gerichtlich leitncftellt iverden, ivie wen bie Enmahmen Grahame Whites auf seine persönliche Ge'chicklichleit a;-? ,uie.,cr znruckgeinhrl werden lönnen unb vor allem, wie we i die flu i- technlschen Erfindungen ber Brüder Wright bet diesen 3lügen ausschlaggebend waren. Tie Niesellschaft dcaniprucht an icbciii gewonnenen Preis ihren Anteil. Tie Bei suche der beiden Brüder, die Alugfunft in den Bereinigten Staaten für sich zu monovoli- steren, erregen begreifiichcrweise die größte Thufnuinuuiq. J’/an 'st allgemein überzeugt, daß die Prozesse gegen Wrahanic White nur einen ersten Versuch zu viel weiter gehenden .'.'lahuahuicn bilden. Wenn es den WrightS gelingt, ihre Patentansprüche vor vieiicht in noch größerem Maße dmchznsetzen, so lourbc uoraiib- fichtlich die nächste Aolge fein, daß die Brüder Wright allen europäischen Fliegern das Fliegen in Amerika überhaupt verbieten ober ihre Finge von besonderen Abinachvngen abhängig machen würden, die der Wright-Gesellschaft einen Anteil an allen Einnahmen zusichern. Handel. Lruffclkr Zuckerkonvenlioa. Obgleich die Bestlmmuuqen der Brüsseler Znckerkonoention noch bis zum 31. Angust 1613 Weitung haben, hat gleichivohl Rußland im rerbfte bei dem Brüsseler ständigen AnSschuß den Antrag gestellt, sein AnSfuhrkontingent für bas Oabr 1911/12 um 30U0UU To. zu erhöhen. In der Dezember-Tagung des 'ländigen Ausschusses zu Brüssel ist dieser r-orichlag Rußlands, ebenso ivie seine anderen Vorschläge für die Verlängerung der Konvention alS ungeeignet befunden worden. Auch die Versuche, aus dem Wege der Aenberung ber russischen Zudersteuergesetzgebiing unb ber Herabsetzung ber russischen Zuckerprämicn zu einer Verständigung mit Rußland zu gelangen, find ohne Erfolg geblieben. Ter Ausschuß hat sich daraufhin biS zum 29. Januar vertagt. ES ist auch gar nicht abzusehen, daß ber Vorschlag Rußlands die Genehmigung der anderen Ronueniü>n5mitqlieöcr r.nben wirb. Tie ceut'rf-.c Rüben- zucker-Iiidnstrie und die rübenbauciibc Landwirtscha't l aben sich unbedingt gegen die Annahme deS russtsehen Anträge.- unb bic Um- stoßung der geltenden Konoentlontzbestimmungen auSgc!prochen. ES ist anzunehmen, daß auch die deutsche Regierung dielen Standpunkt beim Wicberznsammentritt bes Ausschußes vertreten wird. Ohne eine Aenbcrung ber russischen Prämiengesetzgebung werden auch schwerlich Oesterreich unb Frankreich in eine voreilige Abänderung der Konventionssatzungen einwilligen. Es liegt also gegenwärtig keinerlei Veranlastung vor, heute schon mit der Möglichkeit ber Genehmigung des russischen Antrages unb ber bannt drohenden Beeinflussung beS europäischen ZuckermarkteS durch erhöhte Aufnahme deS russischen PräinieiizuckerS zu rechnen. Märkte. Limburg a. d. Lahu , 20. Tez. 7ruck t markt. Durchschnittspreis pro Tialter. Roter Reizen inastauisdwr» 17,10 Mk, weißer Weizen (angcbaidc Jremdiorte, 16^0 3?IL 7tom 13,70 ."., Geschwister Rosenbrock. Roman . . 4.50 Sudermann, H., Die indische Lilie. Novellen .... 4 — Thoma, E., Der Wittiber.............5.50 Villinger, Hermine, Ein Lebensbuch. Roman . . . 4 — Artbauer, Otto, Die Rifpiraten und ihre Heimat . . 5.40 Buchholz, Arend, Ernst von Bergmann. Mit Bergmanns Kriegsbriefen von 1866, 1870 und 1877, sowie tagebuchartigen Briefen aus San Remo über die Krankheit Kaiser Friedrichs..........13.75 Egelhaai. G., Bismarck. Sein Leben und sein Werk . 9.— Feuerbach-Mappe, herausg. vom Kunstwart .... 12.— Graul, R„ Deutsche Kunst in Wort und Farbe. Mit 96 farbigen Abbildungen ............18.— Grosse Denker, Eine Geschichte der Philosophie in Einzeldarstellungen. Herausg. v. E. v. Aster. 2 Bde. 16.— Harden, M.. Köpfe. Band II............ 8.— Roser, R., Friedlich der Grosse. Volksausgabe . . . 7.50 Lehmann, Max, Historische Aufsätze und Reden . . S.- Lenz, M., Kleine historische Schriften........11.— Mareks, E., Männer und Zeiten. Aufsätze und Reden zur neueren Geschichte- 2 Bände.......12.— Tristan und Isolde, Ein Liebes- u. Abenteuerroman, erzählt v. W. Vesper. Mit reichem Schmuck v. Käte Vesper-Waentig. (Bücher der Rose XV.). Pappbd. 1.80, Leinenbd................ 3.— Das neue Universum, Ein Jahrbuch der Erfindungen, Entdeckungen und Reiseschilderungen.....6.75 Wagner, Richard, Mein Leben. 2 Bde.......25.— Ziegler, Theob., Geistige und soziale Strömungen im 19. Jahrhundert. Volksausg...........5.50 Goldene Klassiker-Bibliothek. Nach den Urteilen von Fachantoritüten und der Presse die besten Ausgaben in dieser Preislage. Grosser, klarer Druck, holzfreies, nicht vergilbendes Papier. Stündig auf Lager — Ausführliche Prospekte bitte zu verlangen. D7/u Das malerische Giessen. 10 vielfarbige Kunstblätter von C. Armbrust. In Mappe .... 6.— Einzelblatt . . . 1 — ___Hervorragende diesjährige Weihnachtsgabe« AM ii. ttlpält ii Gold n. Silber Lager in reinigt man ohne Mühe und Zeitverlust, ohne Beschädigung der Stücke mit der KohlerPlatte allen Grössen Tausende im Gebrauch. 7216 Ludwig Kröll, Plockstr. Haus- und Küchengeräte Artikel 8p. Geschäft. SmII empfiehlt Ad. 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