Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten. und Schaffelle, Wolle. auch in gezogen. Ein Aufstand in Kanton. -politische Wochenschau. Gietzen, 29. April. Das marolkanischc Problem quillt unter den dürftigen Pfellern der Beschlüfsc von Algeciras von neuem hervor. Wir find heute in einer Lage, die große Aehnlichkeit mit der von 1904 hat. Wiederum hat nämlich England das Vorgehen Frankreichs gutgeheißen, und die legten englischen Regie rungSertlärungen im Unterhause stellen die deutschen Re- gicmibcn vor neue Entscheidungen Fünf Jahre sind seit Dem Abschluß der dentwürdigen Konferenz verflossen; Franl- rcich ist in dieser Zeit wahrlich nicht untätig geblieben. Als europäische Vormacht im Lande des Machten hat cs, ausgerüstet mit den ihm zugebilligten polizeilichen^Besugnissen, aus den unvermeiolimeu Verwicklungen und Streitigkeiten unter den marokkanischen Stämmen ftetig seine Vorteile zu ziehen gewußt. Man ließ „den Armen schuldig werden" und überließ ihn bann der Pein gesalzener Rechnungen für die „friedliche Durchdringung". Muley Hafid, der zuerst traftvoll die Herrschaft an sich gebracht hatte, entging den französischen Fangschlingen so wenig wie fein schwächerer Vorgänger au, bein Sultänsthron. Ter Bund mit Marianne wurde ihm sehr kostspielig, unb die durch Steuern und Abgaben ausgefogenen Stämme wendeten sich von ihm ab. Wenn er nun in höchster Not wieder die Franzosen zu Hilfe rief, so wird nach der Befreiung der Hauptstadt seine Sul- ianvtronc doch nur noch einen taum sichtbaren Glanz haben. Heber den grauen Mauern unb Türmen der Fesrungsstabi wird sich die Trikolore entfalten. Mit der Herrlichkeit der Sultane von Marokko wird es bald aus sein. 211t» Hessen. Der diesjährige Parteitag der Fortschrittlichen Volkspartei des Großherzogtums Hessen Höbet am 27. und 28. Mai in Bingen statt. Am 27. Mai tagen in Vollversammlungen der Parteivorstanb und der Lande-, ausschuß; am Vormittag des 28. Mai wird ber Parteitag m? gehalten, zu dem alle Parteimitglieder Zutritt und Sliminrechl Haden. Für den Nachmittag des 28. Mai ist eine öffentliche Volksversammlung mit hervorragenden Parteimitgliedern als Rednern vorgesehen. Dom Ausstand in Mexiko. Mexiko, 28. April. Heute ist der Ausschuß zur Eröffnung der Friede ns Verhandlungen nach El Paso ab gereift. Newyork, 28. April. Aus Tueson (Arizona) wird gc meldet, daß ein Gcfeebt -wischenden Bundestruppen und Ä u f st ä n d i s ch e n bei H o r e a s i t a s ftattgesunben habe, wobei 40 Mann gefallen seien. eim'aat, Kanariensaat, Futter- rakharz, Bienenwachs, Ziegen- Kanton, 28. April. Infolge der Verhaftung eines angeblichen Revolutionärs zogen seine Genossen mit Revolvern bewaffnet nach dem Palast des Vizekönigs und steckten ihn in Brand. Tie Truppen gingen gegen die Aufrührer vor und töteten einige. (Sin Lberst wurde verwundet, viele Verhaftungen wurden vorgenommen. , , _ ,, Hongkong, 28. April. Aus dem Ausstandsgebiet Kanton traf ein Dampfer mit etwa 100 Flüchtlingen meist Frauen, ein. Es verlautet, bet den Zu- fammenslößen mit den Truppen seien gegen dreihundert Aufständische getötet worden. Ter deutsche Handel mit Marokko hat im vorigen Jahr einen Wert von rund 15 Millionen Mk. erreicht. Davon cnnallcn 9—10 Millionen Mk. auf die Einfuhr marokkanischer Erzeugnisse nach Deutschland und 5 Millionen Mk. auf die deutsche Ausfuhr nach Marokko. Droh der mancherlei Schwierigkeiten haben sich nach der „Deutschen volkswirlsch. Korresp." die beiderseitigen Handelsbeziehungen in den letzten Jahren recht gut entwickelt. Von 1906 bis 1908 ist die Einfuhr Deutschlands aus Marokko um beinahe 100 Prozent gestiegen, dann ist sie allerdings etwas zurückgegangen, um im Jahre 1910 wieder annähernd den in 1908 innegehabten Wert M erreichen. Die deutsche Ausfuhr nach Marokko hatte in den Jahren 1906 bis 1908 einen Wert von 1,8, 1,2 und 1,8 Millionen Mk., ist aber 1909 aus 3,5 und 1910 auf rund 5 Millionen Mk. gestiegen. Hauptsächlich ist diese Steigerung durch die deutsche Zuckerausfuhr nach Marokko herbeigeführt worden, die 1909 einen Wert von 1,7 und 1910 von 2,5 Millionen Mk. erreicht und im ersten Vierteljahr 1911 wiederum um 50 Prozent gegenüber dem ersten Vierteljahr 1910 sich vermehrt hat. Neben Zucker waren bisher wollene stleiderswsfe, verschiedene Arten von Maschinen und Goldwaren die wichngslen Ausfuhrartikel. Die bcDeutenblteir Ein- suhrwaren sind Gerste, Weizen, Le' bohlten, Baumöl, Mandeln, Sandarakharz, kennzeichnet in der „Kreuzzeitung" die französische Marocko- politit mit scharfen Ausdrücken als vertragswidrig und unehrlich. Andere deutsche Zeitungen, die sich gleichfalls in einer ähnlichen Beurteilung des französischen Vorgehens einig sind, stellen gleichwohl die alte Bülow-Frage: Sollen wir Marokkos wegen vorn Leder ziehen? Herr Kiderlen- Wächter schweigt noch. Wir hoffen, baß er zur rechten Zeit den Mund auftun und dem Freihcrrn v. Schoen in Paris auch einmal eine andere Aufgabe zuiveisen wird, als für deutsche Schullinder einen Ball abzuhaltcn. Die kindlichen Schnlaufsatzgefchichten machen gegenwärtig nicht die ganze Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen aus . . . Von größtem Interesse für die ganze Kulturwelt sind die neuesten Unstimmigkeiten in der jungtürkischen Bewegung, von denen leider nur wenige und unzulängliche Meldungen verbreitet worden sind. Nachdem aber gestern eine neue Proklamation der „Dissidenten" in Konstantinopel erschienen ist, bestätigt es sich, daß im Iungtürkentum ein Zug nach rechts sich bemerkbar gemacht hat.. ^er neu erwachte nationale Zug gegenüber liberalisierenden kosmopolitischen Bestrebungeii ist ja sehr leicht zu erklären. Wie Marokko, so sieht sich auch der „kranke Mann" von Helfern und Aerzten umgeben. Die Natur hat sich aber bei ihm zu einem guten Stück selber geholfen. Es gibt jetzt in der Türkei wohl nur noch wenig Politiker von einigem Einfluß, die den aus dein Westen übernommenen, tatsächlich notwendigen Umgestaltungen abhold gegenüber^ stehen. Allein die neuesten Ereignisse zeigen den Türken, baß sie auch auf den Zusammenlsalt des Reiches beizeiten Bedacht nehmen müssen. Die kretische und die mazedonische Frage bringt den Männern am Goldenen Horn unaufhörlich Besorgnisse, dazu kommen die Aufstände in Renten und Albanien. Und wer würde cs den Türken verdenken wollen, wenn sie der neuesten Eisen- babnpolitif, die durch fremdes Geld und fremden Einfluß ins Stollen gekommen ist, mit einigen Besorgnissen gegenüberstehen. Um die vielfach noch mittelalterlichen ZU- stände zu modernisieren, braucht man Geld, viel Geld, und das fehlt den Rtuselmanen. Sie wollen daher Maß halten und sich nicht von den wetteifernden Fremden Übervorteilen lassen. Die Dissidenten gehen wohl auch von der gesunden Erwägung aus, daß die Regierung mit dem Volk im Einklang bleiben müsse. In dieser Beziehung hat der in Paris weilende reformfreundliche Prinz s-ebahed- bin, der jetzt wieder nach Konstantinopel berufen werden Ausland. Die Abreise des Kaisers Franz Joses nach Osenpest bezw. Gödöllö wurde auf den 2. Mai nachmittags festgesetzt. Es verlautet, die Aufenthaltsdauer in Ungarn sei nicht sechs, sondern nur drei Wochen. Das Befinden des Kaisers ist vortrefflich. Das „Wiener Freindcnblatt" meldet Über Veränderungen im ö st c r r e i ch i s ch e n d i p l o m arischen T i e n ft: Ter bisherige österreichisch-ungarische Gesandte in Sofia, J-reil-err v. Giskra, ber von seinem Posten scheidet, wurde Gesandter im Haag. An seine Stelle tritt der bisherige Legationsrat von der österreichifch-ungarischen Botschaft in Loudon, Gras v. Tarnowski. Als Nachfolger des zum Gesandten in Dresden ernannten Grafen v. Forgach wurde der bisherige Legations rat in Bukarest, Stefan U g r o n, Gesandter in Belgrad. Wie das Reutersche Bureau erfährt, hat die englische Regierung, indem sie von der persischen Regierung das Lptionsrecht aus den Bau der Bahnlinie M u Hammer a—Ehoremabad fordert, lediglich kommerzielle Möglichkeiten im Auge. Es -fei Tatsache, daß der britische Handel in Westpersien sich aus etwa eine Million Psund Sterling belairc und mit der Entwicklung der Petrolcumindustrie noch steigen werde. Es sei deshalb nicht notwendig, nach politischen Gründen zu suchen und cs sei kein Grund zu der Annahme vorhanden, daß diese Angelegenheit mit der Bagdad-Bahn oder mit den äugen blicklich in Konstantinopel schwebenden Verhandlungen in Verbindung stehe. Aus einer großen Versammlung in derGuildhall -nLondon wurde eine Enschlicsung -,u nun fiten des Schiedsgerichlsvertrages zwischen England und Amerika angenommen. Premierminister Asquith erklärte, die beiden großen englisch sprechenden Demokratien seien dahin gelangt, einen Krieg gegeneinander als ein unfaßbares Verbrechen anzusehen. Ein Abkommen zwiickien ihnen, das den Krieg als Mittel zur Lösung von Schwierigkeiten abschasse, werde einen bemerkenswerten Sieg ber Vernumt bedeuten. Tas Abkommen versolge keine weilergehendcn politischen Zwecke und bedeute feine Bedrohung irgend eines Teiles des Menschengeschlechts und kein Bündnis für eine Verteidigung oder einen Angriff. Er hoffe, daß sich weitere Fortschritte aus dem Abkommen entwickeln würden, aber England könne für jetzt nicht von weiser Wachsamkeit lassen zur Sicherung seines über alle Weltteile ausgedehnten Besitzes. Llus Kristiania wird gemeldet: Ter heutige Staatsrat ermächtigte die Regierung, tut Ltorthing einen Gesetzentwurf über die Ausnahme einer Staatsanleihe bis z u 60 Mill. Kronen einzubringen. Präsident Tast hielt am Tonnerstag aus einem Bankett, an dem der deutsche Botschafter teilnahm, eine Rede, in der er dafür eintrat, daß der Senat den Gegenseitigkeitsvertrag mit Kanada ohne Abänderungen ratifiziere. Wenn der Die Lage in und um 8ez. Es ist höchst ouifauig, baß oie frauzaflsche Regierung so wenig ausreichende Nachrichten zu veröffentlichen weiß. Man hat den Eindruck, als solle die Entscheidung etwas hinausgeschleppt werden. Interessant ist, daß jetzt auch von englischer Seite zugegeben wird, daß ein frembenfcinb- liches Element mit im Spiele ist: Paris, 28. Avril. Tie Regierung erhielt bis heute mittag keinerlei Nachricht über Bremond und betrachtet deshalb das Gerücht, daß Bremond tot sei, als unrichtig. El Mrani ist mit der Truppenabteilung aus der Schauja in Elkunitza, General Moinier mit seiner Kolonne am 27. April abends in Rabat eingetroffen. Wie der „Agence Havas" aus Ceuta über Tetuan gemeldet wird, herrscht in Ceuta rege militärische Tätig» feit Die Spanier schickten Unterhändler an die Notabeln des Andjerastammes um durch hohe Belohnungen zu veranlassen, daß sie Eingeborenen-Kontingente im Hinblick auf den'Marsch auf Tetuan für die Armee stellen. Tanger, 28. April. Wie das Reutersche Bureau aus Fez meldet, war die Stadt am 22. April ruhig Zur Unterstützung sind am selben Tage 1500 berittene Tazaleute dort angekommen. Marseille, 28. April. 600 K o l o n i a l s v l d a t e n traten die Ausreise nach Casablanca an. London, 28. 2lpril. Wi^ das Reutersche Bureau erfährt, herrscht in den diplomatischen Kreisen Londons zwar große Ungewißheit über die wirkliche Lage in Fez, doch ist man der Ansicht, daß der gegenwärtige Ausbruch ernsthafter sei, als die sonst unter den Stämmen Marokkos üblichen Unruhen, da sich die Meinung immer mehr verbreitet, daß auch das f r c m d e n f e i n d l i ch e E l e m e u t n i ch t fehlt. In bezug auf die Haltung Frankreichs wird dem Vertrauen Ausdruck verliehen, daß man nur nach Fez zu gehen wünsche, wenn die Lage der Fremden dies unvermeidlich machen ollte und daß unter keinen Umständen die französischen Truppen dort dauernd bleiben werden. Wohlunterrichtete Kreise meinen, baß Frankreich gewissenhaft vermeiden werde, die aus der Algeeirasakte hervorgehenden Rechte zu überschreiten und daß wirklich in der Lage nichts enthalten sei, was zu Verwickelungen unter den Mächten An- aß geben könnte. Der Kaijer in Korfu. Achilleion, 28. April. Der Kaiser beßab sich im Automobil nach G a r i tz a , wo auch der König und die lönigliche Familie erschienen waren. Gefunden wurde gestern noch ein Stück eines Ziegels mit dem Anfang einer Inschrift, wohl von einer späteren Reparatur des Tempels yerstammend. Heute wurde an der von Professor Dörpselb ber» muteien Stelle ein guterhaltener T r i g l Y P h von 61 Zenti» meter Breite unb 109 Zentimeter Höhe, wahrscheinlich zu ber Haupt Ostfront gehörig, gesunden. Ferner in gewißem Ab stand davor ein Stück eines Marmorsimses, offenbar ebenfalls zum Lftgiebel gehörig, da es im Gegensatz zu den bisher gefunbenen glatten Stücken bes Westgieveis mit einer in Relief gearbeiteten dorischen Blattwelle geschmückt ist. Nunmehr kann die Länge des Tempels auf über 40 Meter, die Achsenweite der Säulen auf ungefähr 3,20 Meter festgestellt werden. Die deutschen Gäste nahmen das Frühstück mit dem König und ber königlichen Familie im Schloß Monrepvs Wir erhalten jetzt täglich eine Fülle von Meldungen aus dem Aufstandsgebiet. Danach scheint jetzt allerdings die Saat der Franzosen reif zu sein. Die schöne Proklamation an die aufrührerischen Stämme, in der versprochen wurde, das französische Vorgehen werde aufhören, sobald Ruhe eintrete, hat gewirkt wie ein müdes Glockenzeichen bei einem tosenden Ungewitter; sie verhallte ungehört. Kein Mensch auch außerhalb des Scherifenreiches gmubt an die franzöflschen Versicherungen, das neue Unternehmen gelte nicht der Landbesetzung. Nur leine Katastrophe, sondern langsames aber sicheres Vorrücken, das ist offenbar die kluge Parole unferer westlichen Nachbarn. Die Europäer in Fez sind bedroht, da gilt es zu handeln. „T i e M a ch t de r D i n g - nennt es im „Tag" ein Franzose, der Professor Henri Hauser in Dijon. Und er fugt hinzu, das scherifische Reich müsse organisiert, nicht zerstört werden. Heute sei es „ein mülelalierliches Fossil in der modernen Welt". Ter französische Patriot fpricht auch von „Zugeständnissen"; „die Algerien beherrschende Macht" könne sie zwar tn Nordafrika nicht machen, aber später vielleicht anderswo. Unter dem Dauerregen in Marokko wartet Frankreich gelassen bas Ausschießen seiner Saat ab. Die noch widerstrebenden Mächte sollen sich allmählich an die „Viacht der Tinge" gewöhnen. Wird Teutschland wirtlich mit einer Kvhlen- flaiion in Mogador sich abspeisen lassen, während Frankreich darauf ausgeht, die Selbständigkeit Marolkos und die Handelsfreiheit der übrigen Völker dort zu vernichten? Prof. Schiemann, der mit dem Berliner auswärtigen Amt dieser Frage wohl nicht ohne Fühlung dasteht, ict in der „Kreuzzeitung" die französische Marolko- soll, interessante Tarlegungen gemacht. Nach der „Franks. Ztg." tritt er in einer jüngst erschienenen Schrift für die Dezentralisierung der Verwaltung ein, und man geht wohl nicht fehl, wenn er damit auch den islamitischen Charakter des ottomanischen Reiches ftär^r betont wissen will. Der private Unternehmungsgeist, so meint er, müsse in der Türkei geweckt werden. Wer wollte verkennen, daß in solchen Gedanken der Zukunft des Reiches besser gedient würde als mit den SchnellzugSfahrten übereilter neuerungssüchtiger Parlamentsbeschlüsse ? Infolge der neuesten Kundgebungen sollen die Wahlen des Vorstandes der jung- türkischen Partei wiederum verschoben worden fein. Wir dürfen glücklicherweise annehmen, daß bei dem neuen Gang der Dinge die bisherige deutschfreundliche Politik der türkischen Regierung beibehalten würde. Die Sährung in China. Wie sehr die Beunruhigung der Chinesen dem wachsenden Vordringen Rußlands und Japans gegenüber zunimmt, beweisen auch heute wieder einige Melbungen: Kirin', 28. Avril. Ter Gouverneur unterbreitete dem Thron einen Bericht, in dem gebeten wirb, einen Teil der 60 Miliione.^Au^ch- zum Bau der Kirili-Hunt- ch un bahn zu verwenden, der eine große wirtschaftliche Bedeutung im Sinne der Verdrängung des russich en Einflusses beizumessen sei. Han kau, 28. April. Der Präsident des Provinzial k o m i t e e s der Provinz Hu-Pe begab sich nach Peting, um die Einberufung einer außerordentlichen Versammlung der ko nst i t u t io n e ll en P a r t ei z u r Beratung der gegenwärtigen Lage Chinas zu rodern. Die Bevölterung gab dem Präsidenten feierliches Geleit bis zum Bahnhof, bie Beamten hielten sich fern. Tokio, 28. April. Wie die Blätter melden, hat I a p a n der chinesischen Regierung seinen finanziellen Ratan- geboten. Tie Regierung hat bei japanischen Privatfirmen zwei Panzerschiffe von je 26800 Tonnen bestellt. Tie ionüerticrie Anleihe ist infolge von Gerüchten über einen Kabinettswechsel um 1* 2 Dens gefallen. Mukden, 28. April. Der bisherige Generalgouverneur ber Mandschurei H s i L i a n g gab heute ben Mitgliedern der P e ft tonferenz ein Abschiedsdiner; gemäß dem Wunsch des Vertreters der chinesischen Regierung, in den Entschließungen von politischen Fragen abzu- e h e n, wurde der Plan des mexikanischen Delegierten, in ;anz China eine sanitäre Organßalion einzuführen, zurück- Nr. 100 Erst« Blatt W. Jahrgang . Samstag, 29. April M D-r «ftBefltr Hnjeiger M Xafr D mo^atUck75P0,vückel- erfche.nl täglich, auver A ▲ I A jährlich M. 2.20-, durch » Glekener Anleger «Z »«ä" General-Anzeiger für Oberhejfen WSM Annahme von Anzeigen Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruderei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: 5ckulftratze 7. ^nd-^E.Heb;^ür den ö! Mrmiün^yu'ijr' Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäftrstelle Bahnhofstraße 16a.__________________ ainn tgenteii: H. Beck. Mutt im 8 der Salzb, Für h Hi fc die Kit em Nranz- !ch tri jagen b tumaiinai)n. Herrenflieger und Liedhaberslieger. Darmstadt, 28. April. Zivischeu dem preußischen Krieg s in in i st er i u m und dein Präsidium des Z uv er- l ä s s i g k e i t s f l u g e s am O b e r r h e > n löuröe vereindarl, daß sich die Oifiziere an den allgeineineu Wetlfliegeu nicht beteiligen. Dagegen ist ihre Teilnahme an dem beschlosseueii Oisizier- S o n d e r i l u g tn Aussicht genommen. Zur Oisiziere kommen nur Ehrenpreise in Frage, (Hht dieser Entscheionng hat daS preußische ttriegsminislenum einen bedeulungsvoUen Schritt unternommen, indeni es die T e i l >i a h ni e von Offizieren an den inil Geldpreisen ausgestarielen Flügen nicht srelgegeben Hai. Es hat damit emen scharfen Uulerichieü zivischen Herrenstiegern und anderen ausgestellt, die sich wieoeruiu in Veruisflieger und Liebhaber unterjchelden. Es ist sraglicy, ob diese scharie Unterscheidung der deutichen Flugindilstrie imö dem militärischen Flug- jport nlitstich ist. Die Red.> bei Vertrag dahin abgeändert werde, daß Kanada weitere Zugeständnisse erhalte, ohne seinerseits Gegenzugeständnisse zu gewähren, würde Gefahr eintreten, daß andere Länder auf Grund der Meistbegünstigungsklausel auch solche Zugeständnisse fordern könnten. I I • •'’llfl ’v u* Oii-t s Ltz»! a«»'1 vfoj® r rJbeiöi^ ^eilelh Lot niet1 5, ihren bc händisch Li -Vn L-nigeia&r. Lern flau« fetMI ge 2et.gr i' Li dänischen pichen Sd jiine, al-1 erjtt btt II kBngsM i' Sei einer gjblach, i>t Zn Kal m König «ihastet her (beriet R.-B. Darmstadt, 28. April. Tie Strafkammer be- ' schäitigte sich helite mit einem unglückseligen Wurf, durch den mit 24. Januar d. I. der siebenjährige Philipp Aiohr in Kelsterbach das rechte Auge verlor und wegen dessen der 20 Jahre alte Bäckergehilie Leopold Siesel von da der schweren Körper- Verletzung angeklagi war. Ter Gehilfe ist bei einem Perwandieu, den» Bäckermeister Adler, beschäftigt und an jenem Nachmittag hatte die ganze Fainilie Fichtenivellen von der Straße ins Haus gebracht. Ter verletzte Junge und ein anderer hielten sich dabei auf und standen auf einmal auf einem einspringenden Winkel, in den ' aus dein Adlerschen Hause eine Tür führt. 91 ad) Angabe des Berichten erschien plötzlich über jener Tür die Hand und der Kops Siesels, uub es erfolgte der verhängnisvolle Wurf. Andere Zeugen haben den Angeklagten nicht gesehen und er selbst stellte die Tat entsck)ieden in Abrede. Ter Angellagke wurde der schweren Körper- verlötzung für schuldig befunden und unter Zubilligung mildernder Uinslände zu einem Al o n a t G e f ä ii g n t S und Zahlung einer Buße von 6000 9)1 L verurteilt. Krefeld, 28. April. Im Prozeß gegen den Notar Werner Güntzer - Kempen, der 277 521 Mk. unterschlug, lautete das Urteil wegen Unterschlagungen im Amte, gewinnsüchtiger Urkundenfälschung und betrügerischen Bankerotts auf fünf Jahre Zuchthaus und 1500 Mark Geld [träfe. jminermann zu 80 _____ -Geldstrafe verurteilt worden. Die beiden Frauen machten heute geltend, daß sie ein Gerücht über den betr. Arzt dem Gendarmen zur dienstlichen Verfolgung angezeigt hätten, weiter aber auch nichts. Das Gericht htelt nach längerer Verhandlung diese Schutzbehauptung für nicht widerlegt und sprach die Angeklagten frei. Der Gatte der Frau Dikomeit verbüßt noch seine Strafe, Zimmermann befindet sich schon seit längerer Zeit auf freiem Fuße. Kreis Lauterbach. ^Lauterbach, 28. April. Gestern fand im Saalbau zum Johannesberg hier die diesjährige Bürgermeister- versammlung des Kreises Lauterbach statt. Vom Kreisamt waren anwesend Kreisrat v. Bechtold und Kreisamtmann Herberg. Außerdem Kreisveterinärarzt Dr. Kick und der Gefchästsführer des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverbandes aus Frankfurt a. M. Nachdem der Vorsitzende Kreisrat v. Bechtold die Anwesenden begrüßt hatte, hielt Kreisveterinärarzt Dr. Kick das Wort zu einem Vortrag über dieBekämpfunaderMaul-unoKlauen- seuche. In längeren Ausführungen schttdrrle Dr. Kick eingehend dieses Thema, die notwendigen Maßregeln zur Bekämpfung dieser Seuche und ermahnte die Bürgermeister zur strengen und gewissenhaften Durchführung der angeordneten Vorsichtsmaßregeln. Nach Beendigung dieses Vortrags sprach der Geschäftsführer des Micreloeutschen Arbeitsnachweisverbandes Dr. Schlotter aus Frankfurt über Arbeitsnachweis und Landwirtschaft- Er betonte besonders, daß auch in ländlichen Kreisen die Organisation des Arbeitsnachweises zweamäß.g sei. Kreisrat v. Bechtold will die Angelegenheit bei dem Kreisausschuß anregen und für die Krei,e Alsfeld, Lauterbach und Schotten die Errichtung eines gemeinschaftlichen Arbeitsnachweises in Vorschlag bringen. Daraus folgte eine eingehende Besprechung über den am 6. bezw. 7. Mai stattsindenden Blum en tag der Großherzogin. Ein gemeinschaftliches Essen beschloß die Versammlung, woraus ein ge,eiliger Teil folgte, der die Teilnehmer noch einige Zeit zusammenhielt. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 28. Aprn. Durch Entschließung )es Reichsamts des Innern vom 11. April ist die Ernst Ludwig-Schule zu Bad-Nauheim als militär- bere chtigt im Sinne des § 90, 2c der Wehrordnung anerkannt worden und zwar mit rückwirkender Geltung für den Ostertermin 1911. Sie gehört demnach fortan zu den Schulen, an denen auf Grund der Abschlußprüfung nach der Prüfungsordnung vom 15. Dezember 1899 und den Bestimmungen vom 30. Januar 1900 das Befähigungszeugnis zum einjährig-freiwilligen Militärdienst erworben werden kann. Die entsprechende Bekanntmachung wird im nächsten Gesamtverzeichnis der militärberechtigten Lehr- anstakten erfolgen. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 28. April. K'irchenrat Herm. Sartorius ist gestern im 74. Lebensjahr nach langem schweren Leiden hier gestorben. Mit ihm ist wieder ein verdienstvoller Geistlicher unserer evangelischen Landeskirche heimgegangen. Geboren am 2. März 1838 in Alten- chlirf, trat Sartorius 1862 als Vikar in Lich in den hessischen Kirchendienst ein, wurde 186 Z Pfarrverwalter in Herbstein und kam dann im September 1871 als Pfarrer nach Groß-Karben, wo er bis zu seiner Ruheslandsversetzung 26 Jahre lang in reichem Segen gewirkt hat. Von Januar 1899 bis Juck 1905 war er Dekan des Dekanats Ziodheim. Am 31. August 1907 ließ Sartorius sich pen- ionieren und erhielt n. d. Darm st. Ztg. als Anerkennung ür seine langjährigen treu geleisteten Dienste vom Groß- jerzog den Eyarakter als Kirchenrat. -o. Mainz, 28. April. In einigen Zeitungen stand vor einiger Zett eine Anzeige, in der Geld bedürftigen sichere Hilfe versprochen wurde. Eine Mainzer Familie wandte sich an die angegebene Adresse und erhielt von einem Herrn A. Bohn in Erfurt ein Schreiben, dem ein Vertrag beigelegt war, laut dessen dem Bohn für eine Darlehensvermittlung sofort 20 Mark einzusenden waren. Das Geld wurde von den Leuten, die nur in augenblicklicher Verlegenheit waren, nach Erfurt gesandt. Daraus kam n^tn ein weiterer Bettelbrief, diesmal aus Plauen von einem angeblichen Kreditinstitut, das für feine Bemühungen einen baren Vorschuß von 100 Mart verlangte. Das wären nun schon 120 Mark gewesen, die für die Aussicht, ein Darlehen von 1000 Mark zu erhalten, im voraus gezahlt werden sollten, die Familie verzichtete'und gab ihre 20 Mark lieber verloren. Nun kommt aus Erfurt die Nachricht, daß man sich mit Herrn Bohn und mit dem „Kreditinstitut" bereits eingehend beschäftige. Es handelt sich um den Schuhmacher Albert Bohn, Anen- schanze in Erfurt wohnhaft, gegen den aus allen Gegenden Deutschlands etwa 200 Anzeigen wegen Betrugs üorlieqcn Auch in Zahlbach sind mehrere Leute mit Bohn in Verbindung getreten, sie zahlten ihm aber den verlanaten „Vorschuß" nicht. d). Singen, 28. April. Ta in der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung die Annahme des Voranschlags für 1911 verweigert worden war, mußte eine zweite Lesung des Voranschlags ftattfinben. Die Heutige •öifrung beschäftigte sich denn auch ausgiebig damit und alle die Grunde, die für und gegen eine Kanalsteuer, den Kernpunkt, mit dem der Voranschlag steht oder fällt, sprechen, wurden Dorgcbratfn. ^abet brachte der Finanzausschuß einen Vermittlungsantrag ein, der, wenn die Erhöhung der Umlagen von 120 auf 125 Prozent mit einer Kanalsteuer im Gesamtbeträge von rund 20000 Marl lallen würde, nur die Hälfte der Kanalsteuer für ein halbes Iaht mit 10 000 Merk erheben wollte, dabei aber eine Erhöhung der Umlagen auf 130 Prozent vorsah. Bei der Abstimmung wurde der erste Vorschlag abgelehnt und der Antrag des Finanzausschuss.^ angenommen. Hessen-Nassau. == Fellingshausen, 28. April. Nachdem auch für unsere Gemeinde in Fräulein Luise Weber eine HauShal- tungslehrerin ausgebildet worden ist, kommt mit" Beginn des neuen Schuljahres der Kochunterricht für die Schulmädchen des oberen Jahrgangs zur Einführung. Dies ist umsomehr zu begrüßen, als fast alle jungen Mädchen und Frauen in den Zigarrenfabriken Beschäftigung nehmen und von der Führung eines Haushaltes oft wenig verstehen. tionhi Tas Ko, M 93erin I "Ans Hx, Mbers b Rlinsti u: 1 Wie, geb. nach! gleichste, " angen gleich ; ? b« Mie b Si au >, ben )( Marburg, 28. April. Die Ehefrauen der bekannten Hartenroder „Wunderdoktoren" Dikomeit und Zimmermann hatten sich heute hier am Landgericht wegen Beleidigung des praktischen Arztes Dr. Haun in Gladenbach zu verantworten. Sie wurden beschuldigt, ihn bei dem Gendarmerie-Wachtmeister in Hartenrod im Laufe eines Privatgesvrächs einer verbrecherischen Handlung beschuldigt und dadurch schwer beleidigt zu haben. Vom Schöffengericht in Gladenbach war die — r,:...... und die Frau Dikomeit §u Muß herbeiführt, vielmehr soll die Frage der Staatsschule auf die Tagesordnung der nächsten Hauptversammlung gesetzt werden. Der Darmstädter Lehrerverein bezeichnet die Ordensauszeichnungen für die Volksfchullehrer als unerträglich. Er beantragt deshalb, der Vorstand möge dahin wirken, daß keine Volksschullehrer mehr zu einer Ordensanszeichnuna vorgeschlagen werden möchten. Die Errichtung einer Krankenkasse für Volksschul- Mehrer beantragen die Bezirksvereine Nieder-Moos und Reichelsheim i. O. Die Notwendigkeit einer solchen Selbst- bilfe der Lehrer ist nach dem. Antrag in den geringen Gehaltsverhältnissen bedingt. Die Kasse soll schon am 1. Januar 1912 in Kraft treten. Der Darmstädter Lehrer- verein beantragt, den Schulboten vom 1. Januar 1912 an in deutscher Schrift zu drucken. — Nach dem Voranschlag des Landes-Lehrervereins betragen für das Vereinsjahr 1912 die Einnahmen 14 955 Mk., die Beiträge der 3500 Mitglieder betragen 14 000 Mk. ** Nochmals d i e Wertzuwachs st euer. Von Rechtsanwalt Raab erhalten wir folgende Zuschrift: In dem in Nr. 98 erschienenen Bericht über meinen V ortrag über Wertzuwachs steuer sind verschiedene mißverständliche — wohl durch die Schwierigkeit der Materie erklärliche — Wendungen enthalten. Tatsächlich ist, mir schon eine gut gemeinte „Belehrung" zugegangen, die ich durch Brief beantwortet habe. Es würde aber 8u weit führen, wollte ich in Form einer längeren Zuschrift Ihren Bericht ergänzen.. Ich begnüge mich deshalb mit dieser Feststellung : Das Gesetz ist sdion einige Zeit im Buchhandel erschienen; es gibt schon eine ganze Anzahl Kommentare, darunter auch die Gareissche Ausgabe im Rothschen Verlag. Nur die Ausfüh- rungsbestimmungen usw. sind im Buchhandel noch nicht erschienen, ebenso die landesgesetzlichen Bestimmungen, abgesehen von einzelnen Bekanntmachungen. — Ter Wertzuwachs wird dann nicht besteuert, wenn die S t e u er (nicht der Wertzuwachs) unter 20 Mk. betragen würde. Die Befreiung von der Steuer bei unter 20 000 Mark Gebäudewert usw. ist an die im Bericht nicht erwähnte weitere Voraussetzung geknüpft, daß Veräußerer und seine Frau im letzten Jahr weniger als 2000 Mk. Einkommen versteuert haben. Die Bemerkung über Hinzurechnungen und 21/? Proz. 5^, Meter, Mark und Jahre ist eine irrige Auffassung. Die Sache ist viel zu sd)wierig und diffizil, um hier mit wenigen Worten erklärt werden zu können. Bei der für mobile Werte in Aussicht stehenden Wertzuwachssteuer habe ich „Warenlager" nicht erwähnt, sondern Gemälde, Teppick)e, Raritäten usw., auf die das Reich in vielleicht nicht zu langer Zeit die Prinzipien der Wertzuwachsbesteuerung ausdehnen wird. Landkreis Gieszen. O Heuchelheim, 29. April. Morgen werden hier 57 Kinder konfirmiert, 34 Mädchen und 23 Knaben. Diese Zahl bedeutet gegen das Vorjahr, in dem 63 Konfirmanden eingesegnet wurden, einen kleinen Rückgang, sie wird aber in den nächsten Jahren wieder bedeutend steigen, da schon im vorigen Jahre die 8. Schulklasse eingerichtet wurde. = Wieseck, .28. April. Arn 1. Mai d. I. blickt Frau Helene Schäfer von hier auf eine 50jährige Tätigkeit im Hause Gg. Heinr. Sch-rn. : - in Gießen zurück. Daß Einigkeit und gutes Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vielfach besteht, bezeug! auaj oct llmitano, daß in diesem Jahre auch der Heizer 'Heinr. Wagner von hier ebenfalls 50 Jahre in obengenannt« Firma tätig ist. Handel. Von der Neuhsbank. Berlin, 28. Aptst. In der yeuägen Sitzung des Zentral- ausschusses der Reichs bank, teilte Präsident von Haven- st e i n zunächst die Veränderungen, welche der Status der Bank soweit die Abrechnungen bisher vorliegen, vorn 23. bis 27. April erfahren hat. Tie Anlagen weisen eine Zunahme um 4 Millionen Wirf gegen eine Abnahme von 15 Millionen Mark in der gleichen Zeit des Vorjahres auf, der Barvorrat nahm um 26 Millionen gegen.16 Millionen im Vorjahre zu. Der 9iotenumlauf hat um 25 Millionen abgenommen gegen 20 Millionen im Vorjahre. Die Notenreierve beträgt 320 Millionen am 27. April gegen 230 Millionen im Vorfahre. Die letzte Ziffer würde sich nach der jeßt geltenden Berechnung auf 308 Millionen erhöhen, so daß der gegenwärtige Stand um 12 Millionen sich gegen das Vorjahr besser stelle. Die übrigen Darlegungen des Präsidenten bezogen sich hauptsächlich auf die große Anspannung und Steigerung der Ansprüche am 31. März 1911. Trotz start er Auslandguthaben sei bei uns in der letzten Märzwoche ein so starker Geldbedarf hervor- getreten, daß sich der Betrag der ungedeckten Noten in einer Woche um 731 Millionen erhöhte. Eine Steigerung, wie sie in einer Woche noch niemals vorgekommen sei. Auch die Lösung der Anspannung habe fich nur langsam vollzogen. Im vorigen Jahre habe sich in der Zeit vom 23. März bis -um 23. April eine Abnahme der Anlagen um 60 Millionen vollzogen, in diesem Jahre sei vom 23. März bis 22. April eine Steigerung von 60 Millionen eingetreten. Bedenklich sei auch, daß sick) die Erhöhung der Anspannungen zu den Quartalterminen fortsetzte, obwohl wir uns zwar in einer allmählichen Besserung der wirtschaftlichen Konjunktur, aber durchaus nicht in der Zeit der Hod)konjunktur befinden. Bei diesen Verhältnissen sei die Bank nicht in der Lage, eine Diskontermäßigung zu beantragen. Kieme eagesuKomt. Auf der Bahnstrecke Heimbach—Baumholder (Birkenfeld) e x - plädierte bei einem Tunnelbau eine alte vergessene Sprengpatrone. Ein Arbeiter wurde getötet, drei erlitten schwere Verletzungen. Der Großherzog von Sachsen--Weimar überwies anläßlich der Taufe der am 20. März gebotenen Prinzessin dem Das schwedische Königspaar in Karlsruhe. Karlsruhe, 28. April. Das schwedische Kö- rtigspaar ist heute abend nach 8 Uhr hier eingetroffen. Zum Empfang waren auf dem Bahnhof erschienen: der Großherzog und die Großherzogin sowie die Großherzogin Luise. Nach herzlicher Begrüßung stthren die Fürstlichkeiten im Wagen zum Großherzoglichen Schloß. Der König von Schwären war in Zivil, während der Großherzog schwedische Generalsuniform trug. Ans StaOt «nO £ano» Gießen, 29. April 1911. ** Tageskalender: Kolosseum: Täglich Lichtspiele. Kinematograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Anlagemusik am Sonntag vormittag 11 Vs Uhr in der Süd-Anlage. Spielplan: 1. Große Phantasie aus der Oper: „Die Hugenotten" von G. Meyerbeer. 2. Ouvertüre „Deutsche Burschenschaft" von E. Weidt. 3. Gold und (Silber,! Walzer von Fr. Schär. 4. Armeemarsch Nr. 73. * ** Der Tasch enfahrplan des Gießener Anzeigers für den Sommerfahrplan 1911 ist in der ge- u uten Ausliattung, aber wesentlich erweitert, erschienen. • -)t nur die in unserem Verkehrsgebiet neu eröffneten Nebenbahnen haben Aufnahme gefunden, sondern auch eine Neihe älterer Strecken, die an die seither in dem Fahrplanbuch enthaltenen Strecken anschließen und deren Hinzunahine für die weitaus meisten Benutzer unseres Fahrplans die sD?it» führung eines größeren Kursbuches unnötig machen wird. So wurde z. B. die wichtige Strecke Betzdorf — Siegen — Hagen, auf der von Frankfurt über Gießen direkte Schnellzüge verkehren, neu ausgenommen, ferner die Strecken Biedenkopf — Dillenburg, Frankenberg — Arfeld, Frankenberg— Bestwig, Herborn —Westerburg und Hersfeld —Treysa. Mehrere Strecken wurden durch Hinzunahme von Fortsetzungen ergänzt, so Butzbach—Rockenberg bis Bad-Nauheim, Friedberg—Homburg v. d. H. enthält noch Bad-Nauheim, Marburg—Frankenberg wird bis Corbach und Weilburg- Weilmünster bis Usingen erweitert. Der Taschenfahrplan, der durch seine Erweiterung nichts von seiner bisherigen Handlichkeit verloren hat, wird der Stadtauflage heute und der übrigen Auflage am Montag beigefügt werden. * . ** Vom Zarenbesuch. Der russ. Zeremonien- meister Graf Tolstoy, Direktor der kaiserlichen Eremitage, der sich auf einer Reise nach Rom befindet, ist in Darmstadt eingetroffen und gedenkt einige Tage dort zu verweilen. — Man gebt wohl nicht fehl in der Annahme, daß dieser Besuch mit der diesjährigen Reise der russischen Kaiserfamilie nach Bad-Nauheim zufammenhängt. ** Staats-Prüfungen. Kommenden Montag beginnen in Darm st adt die Staats-Prüfungen für die mittleren Stellen im Finanz fach und heute für die Forst warte. Zur ersteren Haven sich 11 Kandidaten gemeldet, zur letzteren 28, die sich zu einem großen Teil aus Berufssoldaten rekrutieren. Danach ist die Zahl der Prüflinge für das Finanzfach gegen das Vorjahr um 7 zurückgegangen, die der Forstwartprüflinge um ebensoviel gestiegen. — Ernannt wurde der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Homberg Jak. Lichtenfels zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach. *• Die Architekten-Ausstellung in der alten Klinik wird morgen abend geschlossen. ** K u n ft verein. Die Ausstellung ist mit einer recht interessanten Kollektion Gemälde des Malers Gebhard -Karlsruhe bereichert worden; leider können aber die Bilder nur acht Tage ausgestellt bleiben, da sie bereits am 10. Mai wieder in Frankfurt zur Ausstellung gelangen. Dem Wunsche vieler Ausstellungsbesucher entsprechend, ist es möglich geworden, die seither ausgestellten Kollektionen von E. Eimer, H. v. Volkmann, K. Oenike und das große Gemälde von R. Scholz noch für die nächste Woche in der Ausstellung zu belassen und es wäre erfreulich, wenn sich die Kauflust, die sich bei Eröffnung dieser Ausstellung zeigte, auch nock) in den letzten Tagen bemerkbar machen würde. *• Verbreiterung der Wo 1 kengasse. Seck Jahren hat die Stadt vergeblich versucht, das Llnwesen der Witwe Marx, Wolkengasse 15, das mit seiner Häuserfront bis unmittelbar an die Fahrbahn Vorstand, zu erwerben. Die Eigentümerin stellte bisher eine Forderung, die nach Ansicht der städtischen Verwaltung zu hoch war. Durch den Verkauf des Nachbarhauses Wolkengasse 16 an die Firma G. und W. Schuchard, die die Hintergebäude dieser Hofreite niederlegen läßt und an deren Stelle eine gärtnerische Anlage her- stellt, wurde deren früherer Besitzer, Fuhrunternehmer Aug. Nlarx, veranlaßt, das HauS seiner Dlutter zu übernehmen. Es ist jetzt niedergelegt worden und an seiner Stelle soll nach Planen des Architekten Huhn ein Neubau entstehen, wobei das nötige Bürgersteiggelände zu 35 Mk. für den Quadratmeter an die Stadt abgetreten wird. Es hat sich also hier durch Abwarten eine Straßenoerbreiterung machen lassen, ohne daß die Stadt einen schwer wieder zu veräußernden Bauplatz zu erwerben genötigt war. ** Baugenossenschaft. Am Donnerstag traten zum erstenmal Vorstand und Aufsichtsrat der neugegründeten gemeinnützigen Baugenossensd)ast zusammen, um über die zunächst nach der gerichtlichen Eintragung erforderlichen Schritte zu beraten. Die im Vordergrund stehenden Fragen Geldbeschaffung und Geländeerwerb wuroen eingehend erörtert und beschlossen, einem Ausschuß die dazu erforderlichen Vorarbeiten zu über» tragen, dessen Vorschläge demnächst einer Mitgliederversammlung : unterbreitet werden sollen. Man hofft, zahlreich geäußerten Wünschen nach Erbauung von Einfamilienhäusern mit ent- < sprechendem Garten Rechnung tragen zu können, wenn die Ge- ländeerwerbssrage sich in einigermaßen befriedigender Weise lösen läßt. Weitere Anmeldungen von Mitgliedern bittet man an den Vorstand der Baugenossenschaft zu richten, der auch gerne bereit ist, rede gewünschte Auskunft zu erteilen. ** Vom hessiscyen Landes-Lehrerverein. Eine wichtige Tagesordnung steht der Hauptversammlung in Auerbach bevor. Betreffs Verstaatlichung der Volksschule haben viele Bezirtsvereine Anträge gestellt, z. B. König, Darmstadt, Mainz, Osfenbacb, Ar- heilgen, Eberftadt-Pfungstadt, Wolfskehlen, Lauterbncy, Ob.- Ramstadt, Breuberg und Kirch-Brombach. Besonders die ländlichen Bezirksvereine fordern energisch die Verstaatlichung der Volksschule. Den städtischen Vereinen Mainz, Offenbach und Darmstadt scheint die Frage noch nicht genügend geklärt zu sein, fie wünschen deshalb, daß die Landes-Lehrerversammlung noch keinen endgültigen Be- ( verlange der Kapelle des neuen Friedhofs auS statt. (2911 ■ b) Souillon-würfei -w ® Danksagung U£ kS Dank April 1911. Salzböden, 29. 2906 Grabeuslraße 7. D7i tz. Klippstein in Langsdorf. Cream Prima Apfelwein Amtlich er Teil. Der in dem G (B*/4 Carl Schund? ünffallafion Selters weg 52 Billigite Prelle Sauberite Husführung 0 PW MWchWmnes Bettnässen. sehr trostreichen sagen herzlichen GOLDENE MEDAILLEN PARIS 1900 ST.L0U15I904 ammer bebaut) ben am Bernstein ussboden Lark: Farbe Apfelsinen Zitronen Sicd-Cicr Sauerkraut Salz-Gurken Heringe Niederlage Giessen bei Emil Fischbach, Auskunft erthelleu Red Star Linie in Antwerpen, W. Zullmana in Gießen, Visitenkarten liefert rasch and billigst Brühl'scbe üelv-ürsckercL nationalen Falschspieler und Hochsmbler. 6an nnrfltdxr Name ift Rudolf Stallmann, er war früher Handlungsgehilfe in Berlin. Automobil-\ ertreier: h ilti. Hamel, GIcmmcu. Blcichntrafiee Für Fahrräder: Adam Kircher, «leasen, Blelcbstraswe. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen, sowie für die Dielen, während ihrer langjährigen Krankheit erwiesenen Freundlichkeiten, für die zahlreichen Damen-Verein „Gabelsberger“ Mittwoch, 3. Mai Vereinsabeud. Preiövcrtciluna an die Teil nehmet deS lebten Anfänger' Kursus.v®l Berfteigeruug. Montag den 1. k. Mts. tonen dadier Walltorttr. 6 (Darm ttädter Haus) 1 Büfett, 1 Schreibtisch, 1 Bib- liotUetidjrant, 1 llluiitautoinat und 2 Säcke mit Hornleiteu, 1 Ladeneinrichtung, 1 Waren- regnl, l^ademhete, I Slähinasch., 2u Paar verrenschnursnefel, 1 Pferd, sowie Sattlerwaten und Haus- u. Küchengeräte aü. Art Denieiflert werden. 103526 Gienen, am 29. Avril 1911. Seioe 1. Geridusoollaeher. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wagner , Heuser , Bogel. Schteinermeishrrs Schenk zu bT Brut Eier toter Rhode-Island, vorzügliche veac» u. Fleischyühnet, Dtzd.At.4.— KU. Bervackung. »rau ($. Müller, Kinzenbach bei Gienen. 1632 Heule Rindfleifch 58 Psg. Bekanntmachung Betr.: Milzbrand in Garbenteich. Garbenteich ausgebrochene Milzbrand ist erloschen. Gießen, den 27. April. 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. Befreiung garant Auskunft umsonst Alt u. Geschl. angeb. B.Schoenc QCo.J Frankfurt a. PL 120 Letzte Nachrichten. R. B. Darmstadt, 29. April. Die gestern abend ad- gehallenc Vertraucnsmännerversanunlung der Nationalliberalen hat den Direktor des Realgymnasiums, Geh. Schulrat Münch als Kandidat für die LandtagSersatzwahl aufgestellt unserer Seife, für elektrifdie Licht-, Kraft=, Celephon- u. Klingelanlagen Gas-, Waiier- und Hla fehl neu- - Anlagen — ,■ .Neebihmamren weise msa nrtct* 1 ■ — Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft. Abteilung Lanolin-Fabrik Martlnlkenfelde. Cbarh ttetiburg, Salzofer 16 in_____...__________________ Seltersweg 24, Georg Wallenfels, Marktplatz 21.(hv~2/. Lanolin and B“/. Lanolin Unsere marke „Pfeilring“ allein Bcrmietuugdlifte des Amins der Hausbcßtzcr. 5 Zimmcrwobuuug sofort Bleich,trage 8 p. sofort Friedrichstraße 15 v. 1. 7. 1911 Friedtichutaße 17 HL sosort Goethejtraße 67 1L 1. 7. 1911 Vlebtflinafec 96 L L 7. 1911 Molileuraße 22 HI. sosort Steinstraße 19 IL sofort West-Anlage 5 L 15. 6. 1911 Wilsonsltaße 10 I. L 7. 1911 Roouitraße 30 L 6 Zimmer 1. 7. 1911 Liebiguraße 37 L 7. 1911 Ludwigstraße 26 p. sofort ^udmiguraße 19 p. soiori ViebißinaBc 17 L 7. 1911 Stephanstraße 15 L sofort West-Anlage 51L sorort Lu-Anlage 38 I. sosort Sievhanuraße 25 IL 7 dimmet sofort Ludwigitrage 42 p. 1. 7. 1911 ILudwiguraße 45 L sofort Bahnhofstraße 42 IL L 7. 1911 tZriedrichstr. 17 sofort Walltorstrage 24 L 8 dimmet L 7. 1911 Waüloruraße 48 1 Billa zum AUciuwobneu sofort Kiarburger Straße 14 Werkstätte ut. Lagerplatz sosort Bahnoosuraße 34 Möblierte dimmet sofort Seltersweg 70 1. ^-dimmerwobnung mit Küche und dubeböt L 7. 1911 «ZriedrichUraße 17 HI. sofort Licherslraße 17 p. Hth. 15. Mai 'Marburger Straße 60 1. Juli Reuen Baue 17. 3 dimmerwobnung. 1. 7.1911 frankfurter Straße 89 p. 4 dimmerwobnung. L 7.1911 Auerweg 56 1. 1. 7.1911 Bahnhofstraße 42 p. sosort Liomarlftraße 9 HL 1. 7.1911 Crednerftraße 38 sofort Ftieütichsrtave 13 H. sofort Goetheftrave 69IV. L 7. 1911 Äaifer-Allee 5IIL 1. 7. 1911 Liebigsttaße 91 IL sofort Moltkeftr. 2, Gartenhaus 1. 6. 1911 Seltersweg 50. Nähere Auskunft erteilt unser Wobnuugsuachweis Selterswea 2«, [vM/, Kranz- und Blumcnspenden, insbesondere für die Worte deS Herrn Pfarrer Sprödt A> ^at)Tt alle ütrtn n 'Itoimuitn, idjimliaj W inä £>qu8 y- fidj Savei out üiifd, in Öen Äilgabe bti und btx R07 Indrre jeufli stelste Sie 2|et iläMen (jlur 3et^eIz Gartenkies 11 liefern wir ab hier zu I 2)it 30 pro 200 Zentner. I Muster zu Diensten. Rhein - N aetmuische tiesellschatt, Laurenburg a. Lahn. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlaut der Witterung seit geftem früh: Tie Wetterlage bat sich neuerdings verschlechtert. TaS Ties über der Nordsee ist wieder in Dersiärkting begriffen und erhält vom Cjean her neuen Zuzug. Bewölkung und Lustbewegung haben daher nur ganz vorübergebend etwas abgenommen. 5m Lause deS Vormittags seqen bei auffrischenden Westwinden neue Stegen ein. Tie Morgen- leinpcraturcn liegen bei 10 Gr. und sind gegen gestern kaum verändert. Unter dem Einfluß der Zyklone tritt böige« Wetter ein. WetterauSsichten m Hessen am Sonntag dem 30 Avril 1911: Häufig starke Regen'älle, starke böige Westwinde, etwa« kühler. r $Wia v ‘Mw T. töS), unb Et ENlvUNki > n bttltfaj*. Beantrag’r; 125 tuL- t halbe- £ ^böbünq k, imung lUljausschui^ 3 Sick. *20 Psg. Dvd. 75 Psg. Stück 6 Pia. Ttzd. 60 Psg. 10 Stück 65 Psg. Psund b Psg. Stück 4—5 Psg. 5 Psg. Hch. Rcutcr LudwigSPlatz 4 Rabattmartcu-Ausgabe. !U32till gts.gtsch. Dose 50 Stück Mark 1,25 „ 100 „ „ 2,25 „ 250 ,, „ o,50 bei größerer Abnahme billiger. Maggi- und Dxo-Bouillon-Würsel Jacob Maternus Kolonialwaren und Delikatessen Gießen, Telephon 837 Ecke Klinik- uud Frauksurter Straße._______(2152 ro a l b fl ä 11 c r j c c werben xueo vicieö davr roxeoer wrt^ciev» und zwar mit ausgezeichnetem Künstlerpersonal. Außer sonnigen hervorragenden Neuheiten werden auch Lustspiele, namentlich Sbakespearesche, in den Spiel plan ausgenommen. — DaS DerlagS- recht für „Rosenbavalier" ist um 250 000 Mark für England unb A m e r i i a erworben worden. Kakaos — Schokoladen zu Brabritpreffen in Gießen bei 3rau Umma Lellyeim, Bismarckstr. 38 08075] Roicuvfädle, Baum- unb Waschpfäble u. Waicvicilstützcn sowie Erbicureiier, schöne Boh- ucm'tangcn — das Hunden von 6 Mark an — empfiehlt billig K. Gerth, ^andmannsiraße 1 “tu 81. f jn bei gUlt^ Ei 5*^ -- stz S*Ü *£>• hl lll iÄTpjTj u.Bruieter bewahrt, (scfiugci " Katalog gratis. Geslügclhof, Mergentheim 284. Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere hebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Pfarrer 5zenricy geb. Mönnig im 87. Lebensjahre gestern früh sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Flamen: Friedr. Gäus uud Frau. Gießen (Bahnhofstraße 44), den 29. April 1911. Die Beerdigung findet Montag den 1. Mai, 4 Uhr nachmittags, von 'km auch i • I ne hüllst- I mit «e8tn!I I sür tk I ‘l^tunc | ungen M. kschäftigung 63 o|t toenig 1 neu der bt- \ ^omcit unt ] ericht wega ' , in ©laben igi, ihn bei i 1 Saufe einer- nng ^beschul, om Schössen- I marni zu K fe verurteil! geltend, das barmen zur I r aber aud; 1 iblung diest ich die An- !it verbüßt schon fcü prima Kopfsalat Frcilaud-Salat Aopf 12 und 14 Pfg. Zitronen schöne, saftige Frucht Dutzend 60, 70, 80 Pfg. Jakob Maternus Telephon 337. 2912 Montag den 1. Mai, abends 8*/s Uhr Hauptübung. Antreten 8‘/< Uhr am Sprißenh. v9/4) Tas ttommando. Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Karl Schmidt, Tanzlehrer Wetziteingaffe 31 (427 Wei " nt m./® i)n S Rt ohn, 6 boriiffl" Planar,'. Kuiift und Wissenschaft. — Für die 8. Versa mmlunader Tuberkulös c 5r ite, die am 12. und 13. Juni in Dresden stattsindet, ist nach der „Münch. Mcd. Wocbenschr." folgende Tagesordnung festgesetzt worden: Bericht über die Organisation der Tuberkulosc- dckämvsung in Sachsen, lieber Kläranlagen für Anstalten und Einzelgebäude, dydriatrische Behandlung in den Lungenheilstätten. Erfahrungen über das Kochsche albumo je trete Tuberkulin. Zuber* htlinreaflion und Anaphylaxie. — Mit der Versammlung ist eine gemeinsame Besichtigung der Hygteneausstcllung und im Anschluß an die Versammlung ein Bciuch der sächsischen Tuberkulose- etnrichtungcn vorgesehen. — ShakeSspeare ermordet? — Eine sehr seltsame Nachricht über ShakeSspeare unb Bacon, die wir unter Vorbehalt wiedergeben, wird und auS London mitgeteilt: Der bekannte Baconiorscher, Dr Owen, der seit einigen Monaten im Whc - fluß nach Baconschen Manuskripten forscht, die beweisen sollen, daß Shakespeares Werke von Bacon geschrieben würden, will entdeckt haben, daß S h a k e s P e a r e bei Bacon Erpressungsversuche anftcllte unb von diesem ermordet wurde. Den Mord soll Bacon in Gemeinschaft mit einem gewissen Johnson begangen haben. Hierbei soll ShakeSspeare der Kopf abgeschlagen worden fein. — Kurze Nachrichten auS Kunst und Wissenschaft. Die Jubllaumsausgaoe von ssa)om)crrd „Glaube und Heimat'', das fünfzigste Tausend, erscheint Mitte Mai, fünf Monate nach der Uraufführung dcS Werkes im Deutschen Volksthcater in Wien. — Seinen 70. Geburtstag feiert am 1. Mai der Direktor der Univerfitätsbibliolhek in Erlangen Oberbibliothekar Dr. theol. et Phil. Markus Zucker. — Geheimer Rcgierungörat Dr. Wilhelm Weißbrodt, ord. Professor für klasfifche Philologie und antike Kunst am Lyceum Hosianum zu Braunsberg vollendet am 1. Mai das 75. Lebensjahr. — Professor Dr. meb. Emil Kraepelin, Direktor der psychiatrischen Klinik in M ü n- d) c n , wurde von der Gesellschaft der Wissensck>aften in Christ i a n i a zum auäroäriigcn Mitglied ernannt. — Die Aufführungen im Freilichtheater Herten st ein am Vier- Restaurant Metropol Sonntag, 30. April KONZERT s 'atriolischen JnstitutdeSFrauenveretnS für das Groß- warum Sachsen 100 000 Mk. als Eigentum. . Dresden sind sämtliche Friseurgehilfen am Freitag in ben Ausstand getreten. Der berüchtigte Ein- unb Ausbrecher Max Schlmangr, btr fick selbst zum General der amerikanischen Armee und zum Lrasen de Passy erhoben batte und dessen Wen teuer und -chwindelfahrten allerwärts Aufsehen erregten, wurde in Lehde bei Lübbenau entdeckt und in Haft genommen. Er war unlangll aus dem Heilbronner Gefängnis ausgebrocken und trieb sich seit etroa adht Tagen als Ingenieur Wendt in der Gegend deS Spree- "°^"n H^l"o es heim beläuft sich die Zahl der Erkrankungen infolge Vergiftung durch Hackfleisch aus 87. Tie Kranken befinden sich auf dem Wege der Besseruntz. — Zu bat Masstnerkrankungen wird amtlich festgestellt, baß drei Hildesheimer Metzger nach einfacher tierärztlicher Unter» suchung, ohne die Sperre zu passieren, das Fletfch verarbeitet haben. _ . Nack, Dem tvenuß von Pilzen erkrankte in L preewttz- 6om m er bei Hoyerswerda die Frau des Schachtrncifters Zill mst ihren beiden Lindern. Der 7jährige Sohn ist bereits ge- ’tOT3m%iftoriaftift in Krefeld, dem Kinderhort des Lakerländischen Frauenvereins, sind 5 0 Kinder und eine An- stall-^ichwester unter Vergiftungserscheinunge n ernanft Zwei minder sind bereits gestorben. Zehn Kinder Hegen schwer krank danieder, drei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Die Anstalt wurde geschlossen und die Reste der aeslcrn genoii'encn Speisen zwecks chemischer Untersuchung nach Düsseldorf geschickt. Der griechische Dampfer „Elle" bohrte in der Nordsee ben dänischen Dampfer „Alfa" in den Grund. Vier Mann des dänischen Schiffes ertranken. Ter Kapitän schlief in seiner Äabme, als sich der Unfall ereignete. Er wurde durch den Bugspriet der „eile" schwer verletzt. Er kletterte bann an dem Bugspriet entlang und rettete so sein 2eben. Bei einem Großseuer, bas in dem russischen Grcnzort Gorny auSbrach, ist eine sechsköpfige Familie umgetommen. In Kalkutta wurve cm Deutscher, der sich Gras' Rudolf von König nannte, auf Ersuckien der Berliner Pvlst;eibehörde verhaftet. Er ist einer der bekanntesten, gefährlichsten, inter» Trockencö, rurzgeschnittenes AbsaUyolz lSchwartenl zum Feueranmachen liefen, von ü Ztr. an für Mk. 1.15 pro dtr. frei ans HauS. (226 B. Nuhn, Lollar. Hervorragend leisiungsfäh. Iss11/ Möbel-Haus (lein Abzahlungsgeschäft) liefert an Beamte und Private Zimm.- Einricht^ sowie einz. Möbelstücke und Teppiche. Lilligue Preise. Zahlung nach UebereinkunsL Gest. HhtteiL erb. u. F. (i. B. 645 an 9tud. Moste, Frankfurt a. M. Konkursveifahren. Das Konkursverfahren über das Verwögen des Kaufmanns HcrmannLublinsti, Inhabers der Finna Hermann Lublinski und besten Ehefrau Julie, geb. Samuel in Gießen wird, nachdem der in dem Vergleichstermine vom lö.März 1911 angenommene Zwangs- vergleich durch rechtskräftigen Beschluß vom 15. März 1911 bestätigt ist und nach Abnahme dec Schlußcechung, hierdurch aufgehoben. (b°/4 Gießen, den 26. April 1911. Großherzogliches Amtsgericht. Versteigerung. Montag den 1. Mai, mitlag-s um 12 libr, wird ein bei Gr. Pouzeiami eingelieferter Jagdhund öcnteiflCVL 2b90 Gießen, den 29. April 1911. Kümmel, Polizei-Wachtmeister. üsselsheim > Deutsche er$tH. Solidaria-Fahrräder < auf Wunsch ' 1 Teilzahlung! KiZkA,Anzahl.: 20. 30, < 1 y)S0 Mk. AbzahL < • 7—15 Mk. mon. < > Zubehörteile ipottbllllg. Prclsilst grt < > ' ; J. JEN DROSCH & Co., < > , Charlottcnburg No. 251 > Selüstgekeiterteo prima naturreinen Apfelwein in Flaschen — auch Gebinden empfiehlt Wilh. floblcrmann, Küsermstr.. 'JicuUrtbt 12.______2914 Z « z 5 ul W MrlM Ll Collie ÄJ Stern Jjßinü ^-2 |o|Uainp][er Antwerpen nach und Badeeinridifungen erstklassige Fabrikate allerbilligste Preise. Carl Schunck Seifersweg 52 Biograph Plockstraße 12 Plockstraße 12 W* Ab heute Sie 8lmzlkiß»«g der kiumckMWkoÄWmBkuH: Botel-talanil Slein’s Garten ■ fiisei Besitzer C. Stein :: Grosser und kleiner Saal mit Nebenzimmer :: Herrlicher Gartenaufenthalt M —............- ■■ = Fremdenpension -- Mittagstisch in und äusser Abonnement von 1/21__2 Uhr heißer Blut Dramatischer Zweiakter von Urban Gab, — dem Verfasser von »Abgründe" usw. Hauptdarsteller: Möller, Chauffeur......Leo Peukert, Berlin Kommerzienrat Magnus .... Georg Schrader, Berlin Jonna, seine Fran ......Asta Nielsen, die bcrühinet Kopenhagener Künstlerin, die auch in „Abgründe" usw. die Hauptrollen spielte und sich in diesem Film „Heißes Blut" in ihrem meisterhaften Spiel noch selbst übertroffen hat. Ein Meisterwerk der Darftellungskrrnft Von Anfang bis zum Ende voller Spannung. Vorführungsdauer dieses Zweiakters ca. 1 Stunde. Außer „Heißes Blut" werden noch vorgeführt: *^8$ Das hochinteressante neue Path^-Journal 03501 Die köstliche Komödie: List der Verliebten, amerikanischer Schlager Das wunderbare Tonbild: Arie des Figaro aus „Der Barbier von Sevilla". Außerdem heute: Der dramatische Kunstsilm Der Liebe Gewalt. Keine erhöhten Preise. Sprach-Schule für Griessen Englisch u. Französisch durch akademisch gebildete, geprüfte nationale Lehrkräfte Da “The Linguist School“ (Mainz, Wiesbaden usw.) beabsichtigt, in Gießen eine Nebenschule zu errichten, wird am Montag; den 1. Mai. abends 81/« Uhr, im Cafö Metropol, Plockstr., eine Engi. abgehalten werden, um dem Publikum eine Idee des Unterrichts nach “The Linguist“ erfolgr. Methode zu geben. Gleichzeitig wird Mr. A. R. Cusden (von der Universität in London) einen Engi. Hs-Iortai über “The Evolution of the Modern Method of Teaching Language-“ abhalten. L03304 Das verehrliche Publikum wird hierdurch höflichst eingeladen. Handstickereien aller Art, Bunt-Stickereien auch für Konfektion, werd, billigst angefertigt Mineral-Wasser Alle Sorten Gesundbrunnen und Tafelwasser empfiehlt z Emil Fischbach Kinematograph. Babubofstrahe 54. (03491) Babrchofftratze 54. DerhöchsteTriumphderKirrernatographie Jeder überzeuge sich! Jeder staune! todnl großes Theaterdrama in 3 Akten von Urban Gad, Verfaffer von Abgründe, in der Hauptrolle spielt Asta Nielsen, die bekannte Tänzerin auS „Abgründe". 800 m lang. Spieldauer ca. 50 Minuten. Nach dem einstimmigen Urteil berufener Interessenten und weltbekannter Künstler ist •W* „Heißes Blut" viel künstlerischer, spannender, ja aufregender als die großen Schlager wie „Abgründe" und „Weiße Sklavin". Was „Heißes Blut" aber vor allem auszeichnet, ist das meisterhafte Spiel von „Asta Nielsen", die sich in diesem Film selbst übertroffen hat. Der Filin „Heißes Blut" stellt alles bisher Gebotene auf dem Gebiete der mimischen Darstellung, des dramatischen Aufbaues, der photographischen Ausführung und der Pracht und Gediegenheit der Ausstattung in den Schatten. Sowie das weitere Schlager-Programm: Das goldene Mahl 420 m lang, großer amerikanischer, dramatischer Kunstsilm. Musette, usw. usw. ein Pariser Sittendrama. Cafe Am end 2227 Täglich Künstler-Konzert Anfang 4 Uhr Eintritt frei Cafe storia Vornehmstes grösstes Cafti am Platze. Anerkannt vorzüglicher Kaffee — Eigene Konditorei mit Verwendung nur reiner Silssrahmnutter — 2 franz Billards mit Kegelspielen pro Stunde 60 Pfg. — Schach, Domino, Kartenspiele und Damenbrett stehen den verehrt Gästen zur freien Verfügung. NB. Neaeinführang: Von nachmittags 2—7 Uhr Kaffee „Stamm“ bestehend aus einer Kanne Kaffee und einer Kanne Milch mit Schlagsahne dazu, Preis 25 Pfg., sowie „Kaffee a la Paris“ bestehend aus einer Tasse Kaffee schwarz oder braun mit einem franz. Kognak oder franz. Kirschwasser dazu, Preis 40 Pfg. — Original Münchener und Pilsener Biere — Echte Holland. Bois u. Stibbe sowie franz. Cusenier-Liqueure — Beste Weine hiesiger und auswärtiger Firmen (274k Gasherde Billigste Preise Carl Schunck Seltersweg 52 a»/4 Seltersweg 52 llcdkMllmln SnHturWc 36-38 WMrjirch 36-38 Telephon 645. V. Probst Telephon 645. Heute zum letzten Male Große Sommerwoche bei ermäßigten Preisen. -Elite-Schlager-Programm Wael iil die „Forma“ Ergreifendes Drama, wunderbar koloriert. Rethenfolge der Bilder: 1. Der Kardinal Bebbiena äußert Raffael den Wunsch, seine Heichnunakit zu bewundern. 2. Lieber Meister! Ich erwarte Euch im Palaste, ich möchte gern Eme berühmten Kartons für die Ausschmückung der vatikanischen Logen , n schert. Kardinal Bernardo Bebbiena. 3. Erste Begegnung Raffaels mit der Fornarina. 4. Als Maria Bebbiena im Hause ihres Onkels, deS Kardinals Bernado 1 Bebbiena, Raffael sieht, wird sie von leidenschaftlicher Liebe zu ihm I erfaßt und ersucht ihn um eine Zusammenkunft. 5. Die Fornarina willigt ein, Raffael in seinem Atelier Modell zu stehen. 6. Maria Bebbiena gesteht Raffael ihre Liebe, die er aber nicht erwidert 7. Raffael und die Fornarina wohnen einem Borbetzuge deS Papstes mi seinem Gefolge bei. 8. Als Raffael erfährt, daß Maria Bebbiena im Sterben liegt, eilt er an ihr Lager. 9. Während Raffael fein Meisterwerk „Die Verklärung" malt, wirt er von einem plötzlichen Unwohlsein befallen. 10. Unter dem Beistand des Kardinals von Medici und der Fornaüva stirbt Raffael vor seinem Meisterwerk. 03518 Der Zweifel Drama aus dem Leben. Rückkehr zur Pflicht. »w-rmmd-r wt>w Rauke s erster Aprilscherz. 3™ Tonbild: Ein Frühlingsausflug. The six Promton Girls. V-m-ts-gum Papa Frühling. ®int fiom8l,ic. feg ~ / n Farbenktnematographie Afrikanische Vögel und ihre Feinde. Sehr lehrreich. Naturaufnahme. Tommy's Zahnweh. Stefan 1™^. Wollen Sie bequem und angenehm gehen? Machen Sie einen Versuch mit Emst-Ludwig-Stiefeln! Luxus- Ausführung M. 15.50 Einheitspreis für Damen u. Herren M. 12.50 Schuh-Haus Telephon 754 Seltersweg 53 Separat-Anprobier-Salon für Damen.