Die heutige Nummer umsaht 20 Seiten. ist frohen — Teutsckc 23 u r ;i c n r a f) 11 1911 Tie Vereinigung zur Erhaltung ocutscher Burgen uMc-cni.-mnt ihre diesjährige Vurgenjahr: ux den Tagen vom 10. bis 14. Juni nach Wärt-, rem berg, dem alten Kulturland, dessen unerschöpflicher Schatz? meiner LebenS und Künstlerlaufbahn haben nb?r plötzlich nur dieses Lieblingsprojett zurückgerufen, und nur die Ausführung desselben kann mir zur Erholung über die unendlichen Schwierigkeiten meiner Lage hinweghelfcn." Er erzählt, wie ihm nach einem verlorenen Jahr Plötz lich die wunderlichen „Meistersinger" a-lstauchlen, „und mit einem Schlage fühlte ich mich wieder £*ctt meines Sdstcki'als LÜenbar baue mein guter Stern mir dieses originelle, durchaus heitere, ja luftige Sujet gegeben, um mir im bedenk- Hdiften Augenblicke damit zu Helsen. . . Ter Stofs erlaubt mit eine klare, durchsichtig-kernige Musik heiterster Färbung zu liefern; dennoch werden sie schon bei Turdile'img des Entwurfs gesunden haben, bau mein eigentümlicher Ton selcht bis zur schwärmerisck>en ^cmütlirfifcit ganz und voll auch hier angeschlagen werden wird. In Summa rechne ich gerade in der jetzigen Zeit darauf, den recht eigentlichen Nerv des deutschen Lebens getroffen zu haben, iinD zwar in der Weise, wie er gerade auch im Ausland als originell anerkannt und geliebt ist. Ick entsinne mich B. den Tireltor der Grasten Coer in Paris, als er die höchst originellen deutschen Trachten des 15. und 16. Jahrhunderts mit nur durch sah, seufzen gehört zu haben: „ach, brächten Sie uns einmal eine £pcr in diesem Kostüm! das kann ich leider nie einmal an- wenden'." Aber ohne einen bedeutenden Dorschutz, „um peinigend. Schulden davon zu bezahlen und den äugen- bildlichen Bedürfnijfen einer trüben Lage und eines durchaus gestörten Haushaltes zu entsprechen", kann er an ein beginnen der Arbeit nicht denken. Er erhält denn auch lOOCK) Frks Aber bald kommen neue Bitten: „Es ist der letzte Kampf nut einer schrecklichen Vergangenheit, den ich zu bestehen lhibe. Stehen Sie mir nach Kräften bei.'" Widerstrebend gewährt Schott neue Vorschüsse, und so wird denn gegen Ende Januar 1862 in Paris die Tiditung der Meistersinger" vollendet: „Hätte ick) nicht meine Arbeit gehabt, ich wüßte jetzt wirklich nicht, wie ich s überstanden hätte,; aber ich habe mich wie in eine letzte Festung da hinein geworfen und — in 4 Tagen ist das ganze Gedicht fertig." Am 5. Februar findet die Vorlesung des Werkes bei Schott in Mainz statt; besonders die musikalifche Gattin des Verlegers, Bettn, erweist sich dem „armen Ntufikcmten" freundlich, Hattet ihn sogar mit Lemenzeug und Geschirr aus. Wagners Geldnot steigt immer höher, immer dringender bestürmt er Schot: um neue Summen, da alle anderen Hilfsmittel erschöpft sind. Einen Brief aus Bieberich vom 21. August 1862 schließt er mit den Worten: abschnittes vöm November 1910 bis Au den Cfterfenen war hauptsächlich durch die Beratung des Haushalts unb seiner drei ?kcbengesetze, des Friedeuspräsenzgesetzes, de. Zuwachssteuergesetzes unb des Neichsbesrenerungsgesetzes ausgefüllt Im übrigen galt die Arbeit des Reichstags in diesem Abschnitt der Vorberaning einer Ne-.lw wichtiger Gesetze in ben Ausschüssen Tav Arbeit sammergesetz wurde in zweiter Lesung beraten, dürfte aber wegen schwerwiegender Meinungsverschiedenheiten zwischen Regierung und Parlament als gescheitert zu betrachten fein Tic zweite Lesung der Strasprozetzorbnirng wurde zu einem genmicn Teile beraten, im Februar aber unterbrorimt, um zunächst die Hanshattsberatimgen zu fördern. Es erscheint zweifelhaft, ob die Strafproiegordnung und die Heine Novelle zum Strafgesetzbuch, die nod) in dritter Lesung zu beraten ist, im Herbst noch verabschiedet wird, da man in RcichStagSkreisen der Meinung ist, das; das neue Strafgesetzbuch vom neuen Reichstag erledigt werden wird unb es feinen Zweck haben dürfte, vorher noch Notgesetze zu verabschiedeii. Nachdem die Reichsversiche- rungsordiiung und die elsaß-lothringische Bersassnngsvor läge noch kurz vor Toresschluß von den Ausschüssen zu Ende beraten waren, gelang e: dem Reichstag noch in deut lurzeii Tagungsabschnilt zwischen Sstern und Pfingsten, diese Vorlagen zum Abschluß zu bringen. Für die Herb st l a g u n g, die voraussichtlich nicht viel mehr aü <• W o d) c n dauern loirb, bleiben Vorbehalten das Sd)ifiahrlsabgaben - gesetz, daS üurpfuschergesetz, das Privatbeamtenversiche rungsgesetz, das Hausarbeit-: gesetz und die Gewerbeord- nungsuovelle, sowie das Gesetz betreffend Aufhebung des Hilfskassengesetzes, ferner die Slrafprozeßreform, das Ar- beitstammergesetz und die Novelle zum otraigefctybudi. Welche von diesen Gesetzen im Herbst noch zur Verabschiedung fonunen, laßt sich noch nicht übersehen Neben etwa 20 kleineren Gesetzen hat der Sleichstag noch den deutsch- schwedischen Handelsvertrag und den Einwuri über die vor lausige Regelung unserer .Handelsbeziehungen zu Japan, ein Patentausführungsgesetz unb eine Novelle zum Zündwarensteuergesetz beraten, ferner einige Anfragen (Bekämpfung der Rebfchad.ingv, Bekämpfung der Lebensmittel- tencrung, Aushebung ocs Zlindwarensteuergejetzes- und einige ivenigc Anträge. eine Fortsetzung jener Politik, die im Jahre 1902 zur Aushebung des Tittatur Paragraplum führte. Wenn Herr v. Bethmaim-Hollweg mit der VersaiiungS- änberung in Elsaß Lothringen in Bezug auf ihre Wirkung sich vielleicht auch zu sanguinischen Erwartungen lckngibt, so ist doch die Gesinnung, die ihn leitet, im besten Linne liberal, und sie niuß bei denen, die ihn bisher scharf bekämpft haben, versöhnlich wirken In seiner Auseinandersetzung mit Herrn v. Oldenburg, dem unverfälschten ein- seiligen preußischen Junker, hat der Kanzler Worte gc braud)t, die in der Presse den lautesten Widerhall gefunden haben und nach der allgemeinen Auffassung ihn in einen scharfen * egensas mndsätzen der konservativen Partei stellen. „Tic Zukunst wird lehren, ob diejenigen, d,e ßillstehcu bleiben wollen, oder die, tueldie vorwärts gehen, recht haben " Chur diesen Satz allzu weit verallgemeinernd auszulegen, so daß er die konservative Grundregel bc lampsen würde, kommt man dock zu dem Schluß, das; der Kanzler der voraussichtlichen Wirkung seiner Worte sich wohl bewußt war „Stürmischer Beifall", so hieß es danach in dem Sitzungsbericht. Tic „>kreuzzeitung" erhob Widerspruch gegen den Ausspruch Ti' „Bossische Ztg." verspricht Herrn v. Bethmauu-Holltoeg schon „eine weit größere Volkstümlichkeit", wenn er öfter jo „frisch, fröhlid), rück haltlos, gegen das ostelbische Junkertum das Wort nähme". Vielleicht hat der Kanzler mit einer gewissen Genug tuung die tz eiegenhcit ergriffen, durchblickeu zu lassen, daß er fein Schleppenträger der konservativen Partei sei. Warum sollte man es ihm Übelnehmen, wenn er den parlamentarischen Erfolg auch in feinen Nebenwirkungen berechnet? Wäre cs im Interesse der allgemeinen politischen Lage gewesen, rocnii die Sucher auf dem Wahlkriegspfade Nagend und raifonnicrcnb auScinauber gegangen wären'? Schon hat eine uulsliberale Zeitung bekannt, die Kanzler- worte von, Stillstand und Fortschreiten würden keine üble Wahlparole sein. Es wäre immerhin etwas gewonnen, wenn das Regierungsschisflein nicht in den Wahlstrudel l ineiugezogen wirb. Man hat titiic llrfadjc, über die sozial- demotratische Regierungspartei sicki aufzuregen Wenn Herr v. Oldenburg dramatisd) erklärte, mit beit Sozialdemotraten könne er sich über die Geschicke Elsaß Lotpriiigens nicht einigen, solange die Kaiserstandarte über dem Schlosse wehe, so war das ein Flintenschuß ins Blaue, und dadurch ist bis zu einem gewissen Grade sogar die Verlegenheit der Kon- lervaliven ossenbar geworden. Herr v. Be:hmann Holllveg hat diese schöne Phrase auch sogleich zerstört, indem er er Härte, die Regierung habe bei ihren Entschließungen keines- wegs die Sozialdemolraten zu Rate gezogen. Ter Reichstag darf einmal gelobt werden. Er hat große, wichtige Arbeiten zu Ende geführt, unb totr werden hofjentlich dahin kommen, daß die Herrschaft der Phrase immer mehr ausgeschattet werde. Tic Tagung im Herbst wird dem allen Reichstag noch genug 3:1 tun geben. Aber die Lockungen des neuen, gestern angenommenen Tiäten- gcsetzes werden die Sott-Vertreter frisch und arbeitssreudig erhallen 93 stimmen bei 7 Enthaltungen. Tie Angelegenheiten der Reichslande hatten nichts derart zu Kampf unb Haß aur reizendes, wie etwa die Geld unb Sleuerfragen. Es handelte sich zumeist um Grundsätze und Traditionen Aber die Eni schcioung war wichtig unb weittragend. _ Unitarismus und Föderalismus ftanbeu einander gegenüber, und zu den grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten traten sehr ver schiedene Äus'assungen über die praktische Wirkung, die jene neuen Gesetze auf das Verhältnis von Elsag Lothringen zum Reiche ausüben werden. Ter Höhepunkt der Auchprache wurde in der Sitzung am Tienstag erreicht Ta faßte der Reichslanzler nochmals seine Gesichtspunlte wirksam zu fammeu. Setten hat er so tief tu seine innersten Ueberzen gungen, seine persönlichen Einlagen blicken lassen als an diesem Tage Aus die Parole UnitariSmüS ober Partiku- lariSmuS ließ er ]id) nicht cm Er gehe, so sagte er, die Bismarck scheu Wege weiter. Und in der 'Tat dar, man die Befürchtungen, als tonnte das neue gesetzgeberische Vorgehen in der Richtung partifulariftifd)cr Auswüchse Unheil stiften, nicht allzu ernst nehmeu. Ter Kanzler könn e nut Recht darauf verweisen, daß selbständige Landesinteresfen im Reichslande zetzt schon bestehen, daß es nur gelte, ein schon bestehendes Hans wohnlicher einzurichten Was aber aus de» Kanzlers' Standpunkt so entschieden hervorging, das ist ein schönes, sympathisches Bekenntnis zu liberalen staats- auffassungen, benu er will Ungerechtig etten bcjct.igen, toi l die Tentscheu im Reichslande zu unbenachteiligten, gleich, berechtigten deutschen Staatsbürgern machen. v>ni Ver- traucn auf den fortschreitendeii deutschen gelehnt haben. Einige crllärtcii den Schritt für unangemessen, da dir Xürtei ein unabhängiger Staat fei, und iw übrigen sei das der bisherigen Haltung der Pforte nicht festzuscetten, was den Schrur rechtjerttgen könne. Schließlich erklärten die Mächte, Montenegro müsse die strengste Zurückhaltung und Neutralität beobachten. Tie jungtürkiiche Kammerpartei beriet über die Stellung, die )ic zu dem etwa vom Großivesir verlangten Vertrauensvotum einKunehmen habe. Mehrere Abgeordnete, besonders die Ttssidenten, griffen, wie verlautet, den Großwestr an, der trotz wiederholter Vertrauensvoten keine Erfolge aufzuweisen habe. Mehrere schlugen den Scnats- prasidenten Said als künftigen Großwestr unter der Bedingung vor, daß Hakti Bau das Ministerium des Aeußern übernehme. Wenige unterstützten die Kandidatur des Lon- „9t u r jetzt: Schleunige Hilfe! S 0 n st g ej) c i ch i n s Wasser!" und gleich darauf am 24. „Tun Sie das Nötige schleunig: ich bin im äußersten Bedürfnis. Ich kann Ihnen nicht mehr lagen a ls: „Sie müssen mir helfen!" Auf bieft Hilfeschreie antwortete her bereits genugsam in Anspruch genommene Verleger nicht, unb Wagner schreibt im Oktober in bitterster Stimmuna: „Turch Hunger kann man viel erzwingen, aber nicht Arbeiten höherer An. Lhvr glauben xie, wenn ima) des Nachts die Sorgen- nicht schlafen ließen, >oerdc ich Tags Heiterkeit und gute Einfälle für meine Arbeit haben'?- Tic „Meistersinger" waren letzt der Vollendung nahe, ivenn Sie icit ich miu- c>a;u hier niederlief;, die gehörige Sorge für mich getragen hatten. Sie hatten genug getan, — und erkenne ich dieses stets _an! — mich zur unter- neymung einer solchen Arbeit in den Stand zu setzen: — nun ■ mussten Sie auch weiter gel-en, und da es imzi.; war unb nicht anders ging — mich auch guter Laune dabei erhallen Kostete es 31 nen i'ph;, io waren l.ur ol-e. nirgends angewandt, nährend Sparsamkeit und Aengstlichkeit alles lahmte. Seil Ende August — nun bald zwei Monsre — lacken Sie mich geradezu in der Lage eines Ertrinkenden." Sck)ott antwortet Darauf: „Ten gewünschten größeren Betrag kann ich Ihnen nicht zur Verfügung stellen Ueber- haupt kann ein Musikverleger Ihre Bedürfnisse nicht bc* streiten: dies kann nur ein enorm reicher Bankier oder ein Fürst, der über Millionen zu verfügen hat." Wagner ist g.'zwungen, um Broterwerb Kon-' zerte zu geben; das Schaffen an der Musik der „Meister- 1 ingcr" ist gehemmt. „Machen Sic mich zum Meister meiner ngt et Schott, und dieser hilft nun wieder weiter, so daß die Arbeit ausgenommen werden iann. Aber die Berufung nach München verursacht neue Störung; ftönig Ludwig interessiert sich mehr für die Nibelungen, und so kann Wagner crit am IC. August 1866 aus Luzern an Schott schreiben, daß die „Meistersinger" endlich ihrer Vollendung entgegengehen. 1868 erleben sie in München ihre Uraufführung, wie es Wagner bereits in seiner ersten Ankündigung des Plans an Schott, allerdings um sechs Jahre früher, prophezeit hatte. So war es Sck-ott, der 1874 starb, wenigstens noch vergönnt, den beginnenden Siegeszug dieses Sorgenkindes seines Berlages zu erleben. Der Reichstag fleht am Schlüsse eines aiucituieiaicn SessionSabschnittes. Nach sechsmonatlieber Tätigkeit geht er in die Sommerferien, um nach einer vierteljährlichen Pause seine Arbeiten nochmals aufzunelMcn und das noch vorliegende Material zu erledigen. Ter erste Teil des letzten ^esfions- giemngspartei". Was brachte so große Umwandlung zustande? Tas elsaß-lothringische "Ärfassuugs- unb Wahlgesetz in zweiter Lesung angenommen worden und bildet mit der neuen Reichsversicherungsorduung, die auch soweit im Hasen ist, ein Arbeitsergebnis, das dem Kanzler einen Piingsttaa schaffen mag. In der gestrigen dritten erfolgte die Annahme der Vorlagen mit 211 gegen Heues von der Entstehungsgeschichte der Meistersinger. Tic große Verösfent ..^uug b? • Briefwechsels Richard Wagners mit seinen Verlegern findet ihre Fortsetzung ut dem soeben erschienen zweiten Bande, der wie der erste von Pros. Wilhelm Aitmanu herausgegeben ist und die Beziehungen des Meisters zu dem Mainzer Muiikverlagc । B. Schott s Söhne darsteltt In mehr als 200 Briefen Wagners enthüllt sich sein Verhältnis zu Franz Schott, der den Verlag der „Meistersinger" und des „Rings der Nibelungen" übernahm, und zu feinen Nachfolgern, die das „Siegfried Idyll" und den „Parsifal" erwarben, -icr Schöpfer des modernen Musildramas hat feinem Verleger durch ewige G e l d f 0 r d e r u u g e n große cargen gc macht; es ist zwischen ihnen zu Verstimmungen und Gegensätzlichkeiten alter Art gekommen, und das vesondere rnci tiub unter den Schottichen Verlagsobjekten waren bic Meistersinger von Nürnberg", die den Hauptgegenstand dieses Briefwechsels bilden. Nach seinen Zwlstigkeiten mit Breitkopf und Härtel hatte sich Wagner an Schott gewandt und von diesem für den Verlag des „Rheiugo ds 10000 Frks erhalten. In einem Brief vom 30. l Uober 1861 aus Wien spricht er nun Schott von einem neuen Plan, durch den er die langwierige und angreifende Arbeit an dem Nibelungenwerke unterbrechen wolle. Es |oll eine leichte und schnell zu beendende Arbeit werden, sur d,e^ er bereits einen vollständigen Entwurf vertagt hat. Tie Oper heißt „Tic Meistersinger von Nürnbergs unb_ her — i'ovial-poctiscbc - .'önuotbelb in „Hans wachs ', xer Ltost bat auüerobcntlid) viel Genuilllch-Trolllgcs, und ick rühme mich mit diesem gänzlich von mir erfniidenen Original Plan, etwas ganz Unerwartetes, Eigentümliches getroffen u Hadem xcr im Beit liege. Ein richtiger Walzer hat alle die unausgesprochene Liebe eines Mannes für eine Frau in sich. Er ist ein einfaches Liebesgedicht in Musik. Ta bars feine Note zuviel sein. Ich kann feinen Walzer schreiben, wenn mich bie Sache nicht packt. Um mein Bestes zu geben, muß ich mich in meine Heldinnen verlieben; sie müssen mir so lebendig sein, daß ich mit ihnen in Tönen sprechen kann. Ach! wie habe ich meine unsichtbaren Heldinnen alle geliebt, eine immer mehr wie die andere, wie sehr muy ich die Sonja in der „Lustigen Witwe" geliebt haben" . . . Wer unter all den schönen Walzern Löhars fehlt sein bester, den das Publikum nie zu hören bekommen wird, denn er hat ihn voriges Jahr verloren. Tas war eine gar tragikomische Geschichte. Lshar ging im Wald bei Ischl spazieren, als ihm plötzlich eine entzückende Walzermelodie einfiel, in der die Musik der Vögel roiebertlang. Es war sehr heiß an dem Tage, er hatte seinen üragen abgenommen und trug ihn in der Hand. Was war natürlicher, als daß er die Noten seines neuen Walzers rasch auf das weiße Leinen schrieb? Ein Gewitter endet jäh sein Schäften. Ganz naß kommt er nach Hause und legt den sorgsam behüteten iTragen auf den Tisch im Wohnzimmer. Aber dann kommen wichtige Geschäfte, er vergißt Walzer und Kragen, und als er sich am nächsten Aiorgen des kostbaren Wäschestücks erinnert, da hat es bas Zimmermädchen bereits der Waschfrau überantwortet, und Lehars^ beiter Walzer ist dem schonungslosen Ansturm von Wasser und Seife erlegen. „Die Melodien, die mir so plötzlich eimallen, sind säst immer die besten", plauderte Lähar weiter. „Einmal war ich während eines Regens in Hay-Marfet. Ich hatte nrich unter eine Wagenremise geflüchtet und sah zu, wie die Leute eckig hm und her liefen. Der Rhythmus der lausenden Füße brachte mich auf ein Lieb. Ich schrieb es in ber Wagenremise aus einen alten Briesumschlag hin, und es war eine der besten Sachen in der „Lustigen Witroe". L6har arbeitet augenblicklich an zwei neuen Operetten „Eva" unb „Endlich allein". Die erste hat einen belgischen Schauplatz, bie zweite spielt in ber Schweiz. unseres in der drillen Wahlperiode stehenden Bürgermeisters Lehr. Kreis Lauterbach. Crainfeld, 26. Mai. Unsere vor etwa 15 Jahren erbaute Wasserleitung entspricht nicht den gestellten Anforderungen, namentlich im Sommer stellt sich Wassermangel ein, was sich ganz besonders bei Ausbruch von Feuer wie bei den beiden Bränden jüngster Zeit sehr be» merkbar macht. Obwohl viele ergiebige Quellen in ber Gemarkung liegen, fehlt einer etwatgcn Reserveleitung das nötige Gefälle, da unser Torf etwas höher liegt. Die Gemeindeverwaltung muß sich daher nach Quellen in bem nicht allzuweit entfernt liegenben Oberwalbe ums eben. Sehr leicht ließe sich ein Anschluß an das Wasserwerk ber Gemeinde Grebenhain ermöglichen. Kreis Schotten. a. Glashütten, 27. Mai. Die Arbeiten an unserem neuerbauten Schulhause schreiten rüstig voran, so daß der Bau im Sommer ober Früh herb st seiner Bestimmung übergeben werden kann. DaS HauS ist prachtvoll gelegen unb enthält zwei Schulsäle unb zwei Lehrerwohnungent. Tie Gemeinbe hat große Opfer bringen müssen, aber sie kann auch auf ihren Neubau stolz sein. ---- Volkartshain, 25. Mai. Hier wurde der Bürgermeister Winecker zum dritten Male einstimmig wiedergewählt. Kreis Friedberg. ----Bad-Nauheim, 26. Mai. Bis zum 25. Mai und 7 886 Kurgäste angefommen, wooon an genanntem Tage noch 5582 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 25. Mai — 71 569 abgegeben. fc. Wobnbach, 26. Mai. Hier wurde der Landwirt Gustao Wolf einstimmig (mit 83 Stimmen) zum Beigeordneten gewählt. fc. Vilbel, 27. Mai. Am 1. Juni d. IS. tritt zwischen Vilbel unb Frankfurt a. M. eine Automobilverbindung für den Personenverkehr in Kraft. Die Fahrzeit dauert 15 Minuten, der Fahrpreis ist für Abonnenten auf 12 Mark monatlich festgesetzt. Je 20 Per- sonen finden in dem Wagen Platz. Starkenburg und Rheinhessen« fc. Darmstadt, 26. Mai. Heute vollendete in voller Rüstigkeit der Oberst ä la suite des Hessisch en Kontingents, Hofmarschall a. D. Karl v. Küchler, feinen 80. Geburtstag. v. Küchler wurde am 26. Mai 1831 zu Butzbach als Sohn des damaligen Majors Küchler geboren. Er trat 1847 in das Garde-Regiment „Chevaulegers" ein, in dem schon sein Großvater und fein Vater gestanden haben, und in dem er den badischen Feldzug 1849 mit- machte. 1865 wurde er Flügeladjutant deS Großherzogs Ludwig III. von Hessen und später Hofmarschall. An den Feldzügen 1866 und 1870/71 nahm er teil. Nach dem 1877 erfolgten Tode des Großherzogs Ludwig III. schied v. K. aus dem Hofdienste aus, da Großherzog Ludwig IV. es v. Küchler nicht vergessen konnte, daß dieser in der Stellung als Hofmarschall bie Ehe Großherzogs Ludwig III. mit Frau v. Hochstaedten, geb. Magdalene Appel, nicht verhindert hatte. 1880 trat v. Küchler in den Dienst des Landgrasen Friedrich von Heften in PhilippZruhe unb wurde zu beifen Hofmarschall ernannt, welche Stellung er bis zum Herbst 1885 inne hatte. .Seitbem lebt er im Ruhestand in Darmstadt. m. Offenbach, 26. Mai. Die heutige Sitzung der Stadtverordneten war nur von kurzer Dauer, da alle vorliegenden Punkte glatte Erledigung fanden. Anstelle des bisherigen Belg. Walter, dessen Amtsperiode am 30. Juni b. I. abläuft, würbe Bauinspektor Ernst Weil von hier mit 38 von 40 abgegebenen Stimmen auf die Dauer von 6 Jahren gewählt; ein Stimmzettel war ungültig, der andere unbeschrieben. Das Anfangsgehalt beträgt 8U0J Mk. Tie Stadtverordneten beschlossen, daß die .Vertretung des Bürgermeisters dem juristischen Beigeordneten Rech und nicht dem dienstältesten Beig. Porth übertragen wird, da dieser weder Jurist noch Verwaltungsbeamler vor seiner Wahl zum Beigeordneten war. — Zum Polizeiinspektor wurde Kommissar v. Sillich aus Harburg gewählt. Die Anstellung erfolgt zunächst auf ein Probejahr. — Die Gemeinden Mühlheim, Rumpenheim und der Stadtteil Bürgel haben unter dem Hochwasser arg zu leiden. Um den lieber- schwemmungen wirk'iamer entgegentreten zu können, wurde- die Beseitigung des sog. Hochwasserschlauches beschlossen und zwar soll das gesamte Ueberschwemmungs- gebiet, das 666 Hektar umfaßt, eingedeicht werden. Zu diesem Zwecke soll ein Deichverband der in Frage kommenden Gemeinden gegründet werden. Die Kosten dieses Dammes betragen runv 812 000 Mk. Vom Staate rechnet man hierzu mit einem Zusckuß in Höhe von 461 OOJ Mk., während die übrigen 351000 Mk. von den Gemeinden aufgebracht werden müssen. Es entfallen auf Mühlheim 110 bOO Mk., Rumpenheim 72000 Mk. und Oftenbach-Burgel 1680JO Mk. Die Versammlung stimmte dem Projekte grundsätzlich zu. -- Dem Theaterdirektor Otto Fricke, der heute abend das Sommertheater im Schützenhof eröffnet, wurde für die Spielzeit bis zum 30. September eine Subvention von 900 Mk. gewährt, unter der Maßgabe, daß er wöchentlich 2 Vorstellungen gibt. a i n z, 26. Mai. In den"letzten Tagen sind eine größere Anzahl falscher Zweimarkstücke angehalten worden, die aus einer größeren „Werkstatt" zu ftammen scheinen, denn es handelt sich um Produkte aus zwei verschiedenen Formen, die eine mit dem Bildnis Kaiser Wilhelms II. unb bem Münzzeichen A, die andere mit dem Bild König Ottos von Bayern und dem Münz- zeichen B. Beide tragen die Jahreszahl 1899. Die Falji- filate sind nur schlecht von guten Münzen zu unterscheiden, Denn Klang und Farbe sind täuschend, obwohl die Blecke- rung nicht zu verkennen ist. Sie füülen sich etwas fettig an und sind schwärzlich an den Rändern angelaufen. In einem Geschäft der Flachsmarktstraße sind am Sonntag zwei solcher Falschstücke eingenommen worden, aber auai Landleute haben auf dem Markt falsche Zweimarkstücke erhalten. Hessen-Nassau. X. Hanau, 26. Ü)lai. Wegen Wechselsälschungen ist in Salinünster der Mitinhaber der kürzlich in Konkurs geratenen Finna I. Heid & Sohn, Dampfziegeleibesitzer,Johannes Heid in Haft genommen worden. Er hat nach seinem Geständnis bie Akzepte einer Anzahl Personen in Steinau, Soden, Salmünster unb Aufenau gefälscht. n. Diez, 26. Mai. Heute wirb hier der Achluhr- Ladenschluß für alle offenen Verkaufsstellen eingeführt. et gesichter. Ter Flug Trerden—Leipzig. wagen Trauerfall geschlossen Mi Gießen, den 27. Mai 1911. wegen Trauerlall geschlossen Danksagung in Sekerswe^ 24, Georg Wallenfels, a”/. en) jum 8(, Xlederlacc Glessen bei Emil Fischbach, Am Montag und Dienstag den 29, u. 30. d. Mts. bleibt das Geschäft Am Montag und Dienstag den 29. u. 30. d. Mts. bleibt das Geschäft * “‘■ic. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem unS betroffenen schweren Verlust unseres lieben Verstorbenen Herrn Karl Eichmann sagen wir innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lttilic Eichmann und Kinder. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unserer lieben unvergeßlichen Schwester, Schwägerin und Tante, sowie dem Herrn Psarrec Gerich für die trostreichen Worte am Grabe sagen herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Sauber und solide gearbeitete M Badewannen erhalt. Sie von 17 Mk- an bet J. B. Häuser Neustadt 66 Telephon 660 » d- 38. te N. eine An: rkchr in k »hrpreis ist ■ t 3e 20 V TAPETEN! „ro i •' H«W5B«ITZEI»h258RABAIT i.li: ____________________________' ______________ - WelteraiiiFid'leit in Hessen am Sonntag öem 28 Mai 1011 OTeift beiter und trocken, Temperatur wenig verändert, madige o|l- lidie Löinde, vereinzelt (üewnierdtlüuitg. N. Reiss Frankfurter Schuhlager Mäusburg 12. Leipzig, 26. Mai. Die offiziellen Zeiten für den Flug Dresden —Leipzig sind: Lindpaintner brauchte 55 Minuten 10 Sekunden und landete um 7 Uhr 40 Minuten, L a i t s ch brauchte 72 Minuten 55 Sekunden und landete 8 Uljr 1 Minute, beide ohne Zwischenlandung. - Zeit ft.’, lttgt. v; «eilen irY Ziehen £ W IL endete in boEr, en Konlingerü ieinen 80. ii 1831 zu ty Wer gehört- cvaulegers" n- Batet geflanl- dzug 1849 r. es Äroßbrrz:^ rschall. Inte Nach dem 1: HI. Web t. Subivtg IV. e in btt ätelhi: ldwl'g III. r )el, nW y. lUhLUÄL» .u?Sdsc 1 : tm St-, Concours hippique Donnerstag. 22. u. Freitag:. 23. Juni, nachm. 3 Ihr in Cassel im grossen Ring der Landwirtschaftlichen Ausstellung. Hoch-. Jajxd- u. <*ehor*am»*pringkonkurrenren, Prüfungen f. Heitpterde. Dumcn-Kelten, .Haterlal- prüfungen deutscher Pferde und für dcut*che* Kaltblut (Zwei- u. Vierspänner), Trüber-Konkurrent, Viererzüge usw. usw. XennungRMchlnß: Mittwoch den 31. Mai, nachm. 6 Uir beim Kartell tilr Keil- und Fahr-Sport, Berlin, Mitteistr. 23 L ZuHchuuerknrten leinschl. der Eintritts zur Landwlrt- sebafti. Ausstellung!: Mitteltribünc- 6 M., num. Seitentribünen 5 M, unnum. 4 M., Stehplatz 3..AJ M. pro Tag. Am 23. Juni pro Platz 1 M. billiger. Bllletvorverkauf bei W, Range, Obere Königstr. 49 und bei 11 Schl unk. Obere Königstr. I5S in Cassel es"/, flui der üanbiirü Torfe Jerstedt d>.....-- -- - menberg- Schöneberg bet Berlin tn einen Automobil, vom Besitzer selbst gesteuert, ging dal. Die drei Insassen wurden berauSgeschlcu^rt. ^Blumenberg wurde sofort getötet, sein Mitfahrer Tr. Vink, lohne bet tführer lCl Au^^?u rnberg wird gemeldet: Ein Zahnarzt wurde wegen Kubvelei zu »Monaten Gefünants verurteilt. In die peinliche Affäre waren 24 Herren und 22 Damen her besseren Gesellschast-kreise verwickelt ^n an voran, >, > w achlvoll 9t>. vhnungkn^ • er l,e kann butbt v. • Mate pinftx Schuhhaus Ernst Ludwig Selters weg 53. gcgr. 1836. Saison-ISröfinnng! LllsiviLN- uni) üastenbader ♦ Luft-, Licht- uni) sonutnini) FahreLbeilrag für ordentliche Mitglieder Mk. 3.—, für auBcrorbcm- iidic ibtitglieder Mk. 4.—. Söhne von Miigliede.ii können das Lad blö zum 14. ^oensiahre unentgeltlich benutzen. Für Schüler, bereit Later bem herein nicht angeboren, ist der Beitrag aur Ult löü leitgqcöt. D i» ige W-W Kt, ba ollt» n. ibe am Seil w»>- : bie Taur: r.. | r ungültig, v. betragt K^-- Arirclunz: i neten ttagen iwA imtec oor j^- Polizeiin!^ tB gmäiltr iahr. ",. 5tabüeilM Ilm den lü I ,u tonnen, serjchlau^U jet^rocmmm're (fit werden I ,[len W I alte W^. ’ 003 Ä *: nie« «Jlft i Ä* t Mtbe I«1 : Oj et *- ArA »“. He *• ien A, * jä;' «ü? abit & Sir -chihscMitt u. Mciil» m Giesten werden Lchuowaren in jeder Ausführung biuigu und ^^lek'^iit sehr emviehlens wert, wenn mchi genügend GehiOen zur ^Reheltaruen^wollen ihre rldresse | um. oktiti a. d. Sieg. Äa* senden. ■£** Vcrmifditc». • Tie Mutterliebe der Walfische. Die Walfisch- länger willen, dab sie gut tun, ihre Angriffe nur gegen ausgewachsene Walfische zu richten, nicht aber gegen Walfischiiinge oder, ivie man sie zu bezeichnen vfle t, ^Walfischlalber". ^j-djon nut den ausgewachsenen Walfischen bat mau einen schweren ctanö. (Yieiflnct etz sich aber, bau zulällig ein Walsilchkalb verwundet wird, so geierdel sich bie Muller >oie rasend und geht gegen die lernt)- lichen Schiffe nut ungeheurer Rralt vor. Ten Walfischsängern liegt nun meist gar nichts daran, ein Walfischlalb zu verwunden oder zu löini, weil es sich viel besser lohnt, ailrgewachseue Walfische zu cibemen. Turch Zi.'all kommt es aber bod) ivohl einmal vor. So creigiiele fid) tiirzlich im lUeerbuJcn von Raluormcn bet qoU, bau ö2 (leine Lbalfilchsanger aiisgezogen waren, bau sie einiger Walfische ansichtig würben und durch bas llngeschid eine- ihrer Leuie em rralsischkalb getötet wnrbc. Tarans geberdele fid) die 'j)hitter so rajetid und schlug mit solcher stra'l nm fid), ganz offenbar mit bet Absicht, den Menschen, bie ioc ba» Liebste geraubt batten, möglichst viel Unheil anzutun, bau in weniger al« einer elunbe von den 52 sZahrzengen nicht weniger al« 6u zerstört waren und eine Anzahl von Menschen habet gelötet wurde, während die letzten »wet Schiffe und bie übrig gebliebene Besatzung stcb nur durch schleunige Flucht vor der Wut ber Walfischmutter retten konnten. Kleine Gage$*roni!. Aus Fulda wird gemeldet: Das einzige 7 librige Säbn* tften ber Witwe 3 ahn entzündete in Ädwesendeit 'einer .Jeutter den Spnuuöapparat Dieser elvlodrerte und die oianmxe wra« Leben bt-5 fl"inbK nicht mehr retten, ba5 einige stunden später unter atiiHlidKn Schmerzen starb u Auf bet Landstras.c vh»lar— Vdbeflheim fuhr gleich hintm dem Torfe herftebt ba-5 Automobil des Fabriwesttzers BU* Langholz wag en im ibei tn Trümmer. Sar- Vernt<*lgcrung. "W Montag den 29. d. M., »ach mittags 2‘, Ubr, sollen dahier UtinUtorftr.t» iDarmitädt- HauSl: lliuan mit Umbau, l Lchreibttsch, iBllffet, 1 L'abcneinrichL, 1 Waren schrank, 1 Musikautomat, 2 Säcke mit formellen, 51 Paar Herren- schnüriuesel, W Schlienkörbe, 20 Brone Waschkannen, 2 ^iahmaich., 1 Cioschranl, 1 Schlitten, 1 Staffen- schrank, mehrere vietbe ».Wagen, sowie verschieb. Hauo- u. Stüchen- avrdtc versteigert werben. (Rieben, am 27. Diät 191L **** Seipel, Gerichtsvollzieher. L'elb-lTafloner-SitflL 12. Gr. Heff.l Str. 24. J.'Nr 1325. Darmstadt, den 20. Mat 191L TaS gegen den Dragoner Ludw. Vcbcrmann der dtesieitigen5.Es- tabron unterm 17. Mat DU Nr I i:~25 erlassene ^abnbungfrerfutben ist erledigt. |Dr/« I. SL d. R.-S: Erbgraf zu (SaiteIL LMchissahtt. Der oberrheiaische Zuverliffigkeitkplis. Frankfurt Dlmutcn den Flug von Schwetzingen nach Frankfurt am- getreten I>auc m um 8 Uhr 45 Minuten am hiesigen Flug- plab glatt gelandet. T a r m ft a b l, 26. Mai. Leutnant Förster ist um 8 Uhr 10 Minuten hier niedergegangen und hat um 8 Uhr 20 Minuten ven -blciierflug nach FranNurt angetrcten. Löitterstätter mutzte bei Finthen bei Mainz landen, da er oeu Startplatz Mamz infolye falscher Cnentierung über- jlogvn halt«. (Lr gedenkt jedoch werter zu fliegen. X) i r t b, der kurz vor 7 Uhr in Frankfurt landete, beitichtet. Daß er und jein Begleiter m durchschnittlicher döhe von IbO Metern iubren und ivahrend der ganzen Fahrt mit böigen Winden zu tämuitn hatten. Frankfurt, 26. Maü Leutnant Förster rst nach Gut» bruch ber Dunkelheit um 9.22 Uhr mit seinem Bassagicr, Leutnant Mahnte, auf dem Flugfeld glatt gelandet, nachdem er kurz t-otber aui dem K.uorlicgenvcn iLrcrzierp.atz niebergugangen war. Wie die CberlcUung besOberrheinischenUeberland- nluges mitteilt, ist ber Apparat WitterstäUers wieder intakt. Witter ft älter, den seine uninütnllige Landung bei ointl^n in Der Nähe von Mainz arg mitgenommen bat, befindet sich auf ton Wege der Besserung. — Ter Flieger Werntgcn ist mit rer Bahn hier eingetroffen, ebenso sein Flugzeug, dessen Reparatur lofort in Angriff genommen wurde. Frankfurt a. M.. 27. Mai. Leutnant Förster mit Leumant Mahnte als Passagier ist um 4.54 Uhr auf „Albatros" .um Rundsluge Frankfurt — Tarnt fladt — Frankfurt gcilarlet 23 c a ii n i n um 5 Uhr 9 Min. 23 Sek., tzirth mit Graf Spee »113 Passagier um 5 Uhr 13 Min. 15 Sek. Leutnant Frhr. v ä hü na Härtete um 1 Uhr 39 Min. 5 Sek. cb jkarlömhe und gedenkt in Mannheim eine Zwischenlandung loorzunehmen. Re i cha rdt, der um 5 Uhr 13 L»ek. in Mainz >wigestiegen mar, ist hier um 5 Uhr 30 Min. glatt gelandet. Frankfurt a. Pi., 27. Mai. Reichardt mutzte um .8.05 Uhr bei lieber ad) abermals eine Zwischenlandung ronicbmen. Er flieg schon um 8.10 Uhr wieder auf und landete un 8.17 Uhr in Darmstadt. 'Frankfurt a. M., 27. Mar. §irth ist um 6.32 Uhr alt uan hiesigen Flugplatz als erster glatt gelandet. AIS zweier der Teilnehmer an dem Nundslug landete ber 5.58 Uhr in Tarmstadt eufgeft^gene Leutnant .Förster um 6,38 Uhr glatt auf dem hiesigen Fluggelände. R. B. Darmstadt, 27. Mai. Schon von 6 Uhr ab ■Dar der Truppenübungsplatz bei Tarmstadt von Tausenden on Zuschauern besetzt. Auch das DrotzherzogSpaar, Prinz Heinrich von Preutzen, daS Prinzenpaar Franz Josef von Callenberg und da- Fürslenpaar zu SolmS-Ltch waren an» vejend. Fürst er traf um 5,27 Uhr ein und landete fünf Minuten spater glatt. Hulh lam um -5,39 Uhr und ging Ebenfalls glatt nieder. Dte Nückfahrt nach Frantfurt trat Förster um 5,47 Uhr und Hirth kurz vor 6 Uhr au. Zeannin mutzte wegen eines MotordefektS am Riedhof bet gegen 7 Uhr pünktlich landete. Den zweiten Flieger sichtete man kurz nach 6 Uhr. C* war eannin, der an dem Fluge auyer Apnkurren» teilmmmt _nter stürmischem Jubel landete der hier schon bekannte Pilot glatt und tadellos. De4 böigen Windes wegen konnte 3eannin am Morgen feinen Flug nicht mehr fortsetzen, und so startete er erst am Abend um 8.02 Uhr, fuhr in elegantem Bogen um den Flugplatz und wandte sich nach Frankturt, wo er 8.40 Uhr pünktlich sein Ziel erreichte. Gegen Sy* Uhr am Morgen trat Brinz vrtnrich von Preutzen auf dem Sande ein und kurze Zeit darauf Prinz Wilhelm von Sad^en * Weunar, der Lhrenvortitzende mtt den Herren beS Vauptausichuueo. Ter dritte Flieger, ber in früher Morgenstunde in Mannheim nach Piainz startete — WitterstStter —.hatte sich tn ber diichcung ein ivenig aeirrt und war in der Nähe der irricdhote niedergegangen, wobei der Apparat etwa- unsanft zu Boden kam und bas vordere döhensteuer beschädigt wurde. Wttterstatter wurde von seinem Sitz geschleudert, erlitt jedoch keine schwere Verletzung. Einige ÄntoS begaben sich zur Uniallftäle, wo Pilot Eul^und der Einjährige Reichardt schon mit der AuSdesierung de4 Flugzeuges beschäftigt nxiren, an der sich halb darauf auch '-Lrinj Heinrich von Preutzen beteiligte. Der Apparat wurde un Lcmie bei TageS völlig hergestellt und heute abend cnolgtc durch den Einjährigen Retchardt die öriterfahrt zum Lande. Die Stapelten der Mainzer Regimenter spielten den xag über auf dem Lande, wo auch gegen 8 Uhr der Holländer Fogger noch emtge wohlgelungene Schleisenfalirten unternahm. Gegen 7,10 Uhr wurde der OsfizierSftieger Förste in der Höhe von tarmstadt Lachfenhausen landen, während Rat nach am Fronkfurler Osthofen eine Notlandung vornehmen mußte. Erster Preisträger ist Hirtb. Don Main» geht uni noch folgende Schilderung über den Verlauf des geitrigen Flugtage» in: ' ! Mainz, 26. Mai. -urz nach 5*4 Ubr erschienen der Gouverneur Graf von Schlieffen und Provinzialdirektor .tr. Br.nden und kurz« Zvit daran'' trafen auch der O^rotzherzog Ernst Ludwig, Prmz mtd Prinzessin Franz Jose, von Battenberg auf dem Mainzer Sand em. — Gegen b3;* Uhr -eigte stch über dem Laldrande ein Rlug I tu g f da» in kurzer Zett lieber und glatt landete Ter ente AnkömnUing war L>irtb, der um 6.25 Ubr sofort zum Oeittrsltegen nach Frankfurt startete, wo Verlangen Sie franko gegen franko Katalog I........Tapete von 14- 45Pfennig Katalog II........ Tafte von ■'»- "0 Pfennig Kataloc III........Tapete von .5-»O Pfennig Ringfreie Tapeten-lndustrloC.Kupach, Frankfurt a.M.0. Alte Oaasa Nr. 14. Darmetttdlcr Pferde-Lotterie Ziehung am 14. Juni 4ü0 Gewinne L W. v. 15000 Mk. Hauptgewinne L W. v. 4000,2000 Mk. ferner 10 Pferde oder Fohlen i W. von 5800 sowie 438 Gewinne L W. v. 3200 Mk Lose ä 1 Mk. (Liste und Porto *3) Pfg-i IX/j durch L. F. Ohnncker. Darmstadt, u. allen bekannten V erfcaufssteUen. ßccr unö Flotte. Der König von England wurde nach dem „MUstür- wochenblatt" zum Gcneralfeldmarschall der preutzt- scheu Arme c ernannt. Die Urauerieier Jur des sranMjchcn Kricgsminifter. Paris, 26. Mai. Tic Trauerseier für Berteau^ fanb heute vormittag im Ministerium unter grotzcr Beteiligung statt. Präsident Falliöres, die gesamte Regierung, dte Kammerbureauc', zahlreiche Abgeordnete und daS gesamte diplomatische jlorpd nahmen daran teil. Als Vertreter des Königs von England wohnte (General French der Feier bei. Nach den Reden zog sich Präsident Falliöreö Auriuf. Ter von der Trikolore bedeckte Sarg wurde auf eine Lafette gehoben und, umgeben von Truppenabteilungen, nack) dem Bahnhof Bois de Boulogne gebracht, von wo aus dte Leiche nach Ehatau ubergefuhrt wird. Eine große Menschenmenge grüßte den Sarg respektvoll. Paris, 26. Mai. General Goiran, Kommandant des 6. Armeekorps, nahm das von dem Ministerpräsidenten angebotene Portefeuille des Krieges an. Tie Ernennung des Generals Goiran, die nach dem Leichenbegängnis Berteaux' bekannt mürbe, rief eine gewisse Aufregung unter vielen Abgeordneten hervor, die un$u frieden darüber waren, daß von der Gepflogenheit, eine Zivilperson an die Spitze des KriegSmintstertttms zu berufen, abgegangen worden war Auch unter den Ministern, mit denen Monis wegen Zeitmangel die Anaelegen- heit nicht besprechen konnte, die gewünscht hatten, daß der Ministerrat über die Ernennung des 'tlriegSministers berate, herrscht Mißstimmung. Um diese zusnedenzu- (teilen, wird Präsident FalliöreS die Ernennung Goirans er t unterzeichnen, nachdem heute eine Sitzung des Mi- nisterrats slattgefunden hat. Man nimmt indessen als , ich er an, daß die Minister die Entscheidung des Ministerpräsidenten gutheißen werden und daß irgendwelche ernsten politischen Verwickelungen in keiner Weise zu befürchten sind. Achtling! Gastwirte! Achtung! Oeffentliche Versammlungen für alle S- arit- u- Äastwirie in Gietzen u. Umgegend finden statt. . • Montag den 2S. IRai, nachmittags 3 Uhr, Ul (SießCH/ bei Schermulv, Reuuadi 55, - j Montag den 2». Mai, avends , Ubr, tu Heumelyetm, bet A. Rinn, Gietzener Ltratze 40, . Ticnotag dcu 30. Mat, nachm. d‘, Uhr, tu ^tetttverg, bet »auicr, Wtlhelmuraire L . . Dienstag dcn 30. 3Mai, aticnDS b*;, Uhr, bet IU XvlClCCtv iHaltbcr, euoroifliuabe 1L Tagesordnung in allen Benammlungcu: _ & . «Ä »err 2°.°, ^^^adet f^ndlichit etn 04376 Der Einberuier,--- V*U B*S- ea< Ttef- MU SB «1 I Miichleeekie-, I UUrwrlHUtl , ■ Empfehle für den Ffingstbedarf Gelegenheitsposten in Herren-, Jünglings- und Knaben-Anziigen — bodoutend unter Preis. --------------- .»/. MM- Reichhaltige Auswahl in Wsascliblnsem UZsisZ Wasch-Anzügen. ■ • ~~ Kleiderstoffe, Blusenstoffe, Sammete. < Seidenzeuge, Anzugstoffo und Sommerdrells in reichlichem Sortiment zu billigsten Preisen. Telephon Nr. 395 Carl Marktstrasse 28 Giessener Konzert-V erein Mittwoch den 31. Mai 1911, abends 7 Uhr, mit einer HAUPT-PROBE: Dienstag den 30. Mai, abends 61/* Uhr, im NEUEN STADT-THEATER Zweiter Chorabend Konzert Zehntes AUSFÜHRENDE: Soll: Deklamation: Cher: Kinderetimmen: Ikrmonlnm: Planeferte: Fräulein Gertrud Geyershach (Sopran) l von der Hofoper in Herr Alfred Stephani (Bariton) 1 Darmstadt Fräulein Ida Strack aus Gießen Der akademische Gesangverein verstärkt durch Mitglieder des Kron- bauer’wchen Quartett vereint* Schüler und Schülerinnen des Großh. Landgraf-Ijiidwlg-Gymna- aiums und der Höhere» und erweiterten Mädchenschule unter der Leitung ihres Dirigenten Herrn Leopold Geiler Herr Otto Görlach Herr Assessor Curt Blumenau und Herr Professor G. Trautmann. PROGRAMM: l Zur Vorfeier der 7 I Geburtstag 100. Wiederkehr von |8 O38&. IL&U (geb. 22. Okt. 1811) Die Glocken des Strassburger Münsters Von Donnerstag den 22. bis Dienstag den 27. Juni 1911 Preise : Dauerkarte IC Mk. Tagespreise: 22. Joni 3 Mk. und 23. und 24. Juni 2 Mk., 25, 26. und 27. Juni 1 Mk. TamhUtorfi" 412 Pferde, Geflügel in Hallen und im Freien, LUUI8 IklCI Ga Kaninchen, Fische in eigenen Hallen und ____________________ Schäferhunde. — o Molkereiwaren, Samen, Dünger, Futter. Ä Erzeugnisse: "EP ■'f9 feH} 5% «VK Ausstellung, Lehrmittel. Jubiläumsausstellung der einzelnen Abteilungen der KwJJi vläAS 50-1 D -L -G- - 10 Wirtschaften auf dem Platze, darunter Obst- und Schaum- ** vx wein-, Molkereikosthallen u. Kosthalle für alkoholfreie Obstgetränke. WandcniMSStdMi tääzs.» Jlfc/A von Artillerie-, Kavallerie- und Zuchtpferden, Trachten auf dem Dorf- » cs anger. — Grosser Concours hippique. — Schülerspiele. — Land- Ä? VTh L'l wirtschaftliche und technische Vereine erhalten bei Mindestbezug von S'1 a> 50 Karten Ermässigungen. — Prospekte, Kataloge, Auskünfte durch: Deutschs Landwirtschafts - Gesellschaft, Berlin SW., Dessauer Stram 14. 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Zur Hauptprobe Mk. 1.50 (für Mitglieder 1.—), Schülerkarten Mk. 0.50. Oeffnnng des Theaters 6Vs bezw. 5a/< Uhr. vM/s Tapeten Linkrusta Linoleum Ferd. Nannstisl Blockstrasse 7. ntM Eintritt frei Anfang 4 Uhr Kinematograpl Babnbofftraffe 54. (04342) vabnbosstraffe 54. V Cafe Am end 2227 Täglich Künstler-Konzert Die Einbrecher in Der Falle Dramatische Episode auS dem Leben eines Mädchen?. Gottlieb Wurm hat Pech, humoristischer Schlager. viesührerlofeLokomotive Außerordentlich spannendes Drama. Wen es juckt, der kratze sich, Ä Die Uebergabe von Verdun Aeußerst spannendes Drama. Hie neuesten Ereigniste aus aller Welt, anu-a. [Rutter und Tochter Ergreifendes Drama auS dem Leben. .Sehnsucht, Tonbild. u. 50 jähriges Stiftungsfest des 3490 Gesangvereins „Frohsinn" am 5. und 6. Juni. Einem verehrt. Publikum die ergebene Mitteilung, daß mir die Festwirtschast zu obigem Wettstreit übertragen morden lst. Für gute Speisen und prima Getränke ist bestens gesorgt. 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Mai grobe Volksbelustigung Nachmittags 3 Uhr Eröffnung sämtlicher Geschäfte als Karussell, Schaukel, Schiebbude usm. mir Pfingsten ist noch ein Karussell frei Stein Entree. Kein Entree Zum recht zahlreichen Besuche laden ergebenst ein Wätl] Die Besitzer. Großes dramatisches Schauspiel. Musik: Troubadour-Phantasie von Dorn. Das I*ath6 - Journal Musik: Signalmarsch von Franz Lehar. Oskar in Verzweiflung Eine tolle Burleske. Musik: Sirenenzauber, Walzer von Manteufel. Die Tänzerin der Siva Großes indisches Drama, Kunstfilm. Musik: Ouvertüre zum Singspiel Hinterm Herd von Bauma»». Das Zigennermädchen Reizende Ballet-Pantomime. Musik: La bella Lolita, Walzer von Morena. Die gefährlichen Alten Großartige Komödie. Musik: Die Libelle, Idylle von Lange. Tonbild: Banjo Trio. 2. Diskusstonsabend. Dienstag den 30. Mai 8S/« M im Kai,erbos. .. „Unsere.vandclspoliiik-L^' (Redner: Redakteur venrit, Wetzlar.- _ D”/6] Der