Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. in o. vom marotlanischen Nriegrjchauplatz. Die Lage der Truppen Brömonds und seiner Unterführer wird nach wie vor ungünstig geschildert. Nach der „Adln Ztg." ist die Stadt Mekines, gan'z in der Nähe von Fez, vollständig in die Hände der Aufständischen geraten Muley Hafid wurde dort wieder einmal für abgeseht erklär!. Vielleicht hat sein angeblicher Wunsch, die Franzosen möd) ten ihm zu Hilfe kommen, seine Lage nur verschlimmert. Wn erhalten folgende Meldungen: Tanger, 27. April. Die Truppen Brömonds wurden am 2S. April von den Chiraga, Med Djamaa, Beni Hassen und den Scherardas angegriffen. Das Heer versucht, nach Raselma zu gelangen. Nach einem von Brömond cingegangenen Bericht war er am 21. April früh nach Norden in der Richtung nach dem Sebufluß anfgebrochen, um sich mit dem Vizckonsnl Boisfet zu vereinigen. Bald nach dem Biarschantritt, de.' wegen bc-3 sumpfigen Geländes und des Transportes der Manien großen Schwierigkeiten begegnete, zeigte sich der Feind, doch wurde er von der Kavallerie zunächst zurück, gehalten. Um 10 Uhr erfolgte der Angriff des etwa öOOd Mann starken Feindes, der abgewiesen wurde. Ein kur; darauf unternommener Gegenangriff warf den Feind zurück. Ein späterer Angriff ton 800 Udaga wurde ebenfalls zurück geschlagen. Getötet mürbe ein Mann, verwundet sechs. Das Heer verfügt noch über 210000 Patronen und 278 Granaten. Die Scherardas, die mit großer Erbitterung kämpften, verloren 60 Tote. Briefe aus A I k a s s a r (nordwestlich von Fez) besagen, der dortige französische Konfularagent versuchte dem Heere Bremonds Lebensrnittel zu überbringen, sei aber von den Ausständigen eingeschlosjen und auf^'rstande, Doryurüdeii ober umzukehren. Für seine Sicherheit wird gefürchtet Bon Lar ach sind Polizeimannschaften unter dem Kommando eines spanischen .Hauptmanns nach Alkassar gegangen. Aus Fezsindheutcund gestern kcincNach - richten ein getroffen. Die Hilfe aus dec Provinz Schauja. Casablanca, 27. April. Die Kolonne Bru- lard beendete ihre Formierung bei Buznika. Sie besteht aus drei Bataillonen, einer Eskadron, zwei reitenden Bal terie, zwei Zügen Gebirtsartillerie, einem Zuge Mitrai - lensen und dem dazugehörigen Train. Die Gesamtstärke beläuft sich auf über dreitausend Mann. Bkan denkt an die Möglichkeit, aus den Mannschaften der Kriegsschiffe bei Mehedia eine Landungsabteilung aufzustellen. El M r a n i ist nach Buznika aufgebrochen, um sich den Truppen anzuschließen. Die Herrschaft der Aufftändischen in Mekines. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Tanger vom 27. April: Von der Einnahme Mekines, wo kein Europäer wohnt, durch die Berber ist nicht die Rede, vielmehr ernannten die Einwohner schon vor längerer Zeit int Einverständnis mit den Aufständischen einen Revolutions- führer, der unliebsame Abgaben abschaffte und jetzt den Aufständischen den Zutritt in die Stadt gestatte. Dabei fand keinerlei Gemetzel statt. Nur das Zudenvicrtcl bot ein Geldgeschenk als freiwillige Abgabe bar. Mul ay Hafib würbe wegen der Einräumung seines Einflusses an Frankreich für abgesetzt erklärt Bassermann und Girardi. Einem Herrn der „N.W.J." gegenüber fat sich jetzt der sonst etwas schlveigsame und zurückhaltende Albert Soffer» mann über den berühmten Jfftandring ausgesprochen, den er von Friedrich Haase erbte. Der Besucher fragte, ob Bassermann denn auii) schon sich schlüssig geworden sei, wem er eventuell das intereiiantc Erblick ivcüer vererben, hiö heißt, wen er für den größten deutschen Schauspieler der Gegenwart erklären würde. Sah ermann antwortete: „Bis jetzt bat mir von allen lebenden Lchauipielern den stärksten Eindruck — Alexander G i rardi gemacht. Ich war überrascht und begeistert ton der Emsachhett der Mittel, mit der er seine große Wirkungen erzielt. Gerade für mich als Schauspieler war es überwältigend, zu sehen, welch große Kauft er selbst in schlechteii Possen zu entfalten und mit welch prachtvoller Einjachheit er so tiefgehende Eindrücke hervorzubringen vermag." ^lls der Besucher ernwarf, ob das Rollenfach Girardis ihn (Bassermann) nicht verhiitdern würde, den Ring ihm zu vermachen, / antmortete er: ,Lch würde deswegen absolut keinen Anftand nehmen, es zu tun." lieber seinen Direktor Reinhardt sprach sich Basser- mann wie folgt aus: „Reinhardt ist ein Direktor und Regniern, mit dem es sich prachtvoll arbeiten läßt. Es ist gewiß nccht viel gesagt, wenn ich bepaupte, daß von Max Reinhardt die ganze deutsche Schauspielkunst schon viel profitiert hat und daß alle Regisseure ohne Ausnahme ton ihm viel lernen können und auch bereits gelernt haben. Seine wahre Bedeutung kann man erst erkennen, wenn man mit ihm zusammengearbeitet hat. Es ist einfach fabelhaft, wie er befruchtend auf den -schauspieler wirkt, was er aus dem Darsteller herausholt und was andersefts ihm selbst an neuen Ideen, neuen Nuaneen einfällt, wenn er auf den Proben dem Spiel des Schauspielers zusieht. So findet eine der Darstellung höchst ersprießliche gegenteilige Anregung und Befruchtung zwischen Regisseur und Sclxiuspieler statt, wie sie wohl seit der unvergeßlichen Tätigtest des Herzogs von Meiningen keinem Regisseur zu danken mar." Bassermann kam, wie er bei dieser Gelegenheit erzählte, nach Meiningen, als gerade bie Gastspielreisen des Meininger Ensembles aufhörten. Er hat auch noch unter der Leitung des Herzogs gespielt, zum Beispiel im „Kaufmann ton_ Venedig". „Es war ganz wmidervoll", sagte er, „was der ^Herzog für Wirkungen zu erzielen mußte, welch unerhört feine Stimmungen er hnvorzuzaubern verstand. In dieser Beziehung kann man Reinhardt einen „Nachfahren des Herzogs ton Meiningen, nennen. _ Der Unterschied ist vielleicht nur der, daß Reinhardt auch auf den einzelnen Schauspieler befruchtend wirdkt, während — 200000 Mark für eine Gutenbergbibel. Am Eröffnungstage der Versteigerung, der Hoe-Bibliothek ui New- y ort wurde die erste Ausgabe (®ntio pnnceps, der Bibel 14oOJ bis 1455 von Gutenberg und Fust gedruckt, von dem kali- fornischeir Millionär Huntington für 200 000 Mark erworben, den höchsten Preis, der je für ein einzelnes Buch bezahlt worden ist. etwas über das Doppelte, was vor einigen Jahren Pierpoiü Morgan für den Mainzer Psalter vpn 1459 bezahlte. Das war der höchste Preis, der bisher für ein Buch bezahlt rourbe. Hoe hatte dte Bibel für 80 000 Mark von Quaritch, dem au* Deutschland stammenden König der Londoner Antiauare, erstanden. Im Jahre 1825 gehörte sie einem englischen Buch- bäniüer, der sic auf 10000 Mark bewertete. 1873 gelangte )ie jur 68 000 Mart in den Besitz des Lord Ashburnham, aus dessen Sammlung Duarüch sie erwarb. Die Ausgabe besteht aus z-wei Bänden rn Schwetnsleder mü Holzunterlage und Metallbeschlägen und ist insofern für Privatbesitzer ein ganz einziges Buch, als kein zweites befannt ist, das ebenfalls auf Pergament gedruckt roäre und Aussicht hätte, auf den Markt zu kommen; denn, die vorhaitdenen Exemplare, vielleicht ein Dutzend, gehören alle öffenl- Iid>eu Sammlungen an. _ Die Uhr mit den drei Grazien. Der kürzlich in Paris verstorbene Gras Isaac de Carnondo, ein aus Rumänien stammender, in Italien gegrafter, millionenreicher Ban'ier hat, wie man sich erinnert, seine bedeutenden üunstichätzc dem Museum des Louvre vermacht. Die Testamentsvollstrecker des Grafen sind jetzt, jo berichtet man aus Paris, damit beschäftigt. — Die Wiesbadener Intendantur. Dr. Kurt Mutzenbecher, von deut es bereite mehrfach hieß, daß er sich auf seinem Wiesbadener Jntendanturpo st e n nicht recht behaglich fühle, wird seine Stellung nunmehr cntgultig verlassen. Er scheidet am 1. August aus Wiesbaden, wird aber bis dahin Urlaub nehmen und demzuiolge auch bei der Leitung der vor dem Kaiser stattfindenden Maisestspiele nicht mehr beteiligt sein Dr. v. Mutzenbechcr erfreute sich in Theater treuen großer persönlicher Beliebtheit, hat sich aber wohl in 1 einen künstlerischen Ueberzeugungen nicht immer in Ucbereinflimmung mü dem obersten Ehe, der Wiesbadener Hofbühne, dem Graien v Hülsen gewußt, als dessen Nachfolger er vor einigen Jahren an dieses Institut berufen worden i)L Es ist noch unbcftümnt, wer ihn ablösen wird. dieses Sermäuftni» an yerm Tujai^ui'oeaumeß, den Unterstaats felretär der fajünen Künste, auszulicfem, und es wird nicht mehr lange dauern, bis die „Sammlung Eamondo" eine allen Blicken zugängliche ‘Nufftdlung gefunden haben wird. Das wertvollste Stück der Sammlung ui die Standuhr mit den dr e i G r a - zten, die Etienne-Maur ne »Jalconnet, der berühmte Bildhauer, der von 1716 bis 1791 lebte, schuf Und es bürfie wenige Kunstwerke geben, die im Laufe einer verhältnismäßig kurzen Zeit so fabelhaft im Werte gestiegen sind, wie diese Uhr. Sie stellt drei Grazien vor, die sich, untereinander durch Blumengewinde verbunden, an eine Säule lehnen, auf der sich eine zweihenklige Base erg.b-. Em schmaler Streifen an der Base dient als Zifferblatt. Schon die Zeitgenossen Falconini-- bemunderten diese Ura;icn, von ocneit der Philosoph Diderot ün Scherz gesagt haben soll: sie zeigten alles, nur nicht oie Stunden. Im Jahre 1855 befand sich die Uhr im Besitze eines ^luusmanns IN Frantsurt a. M. Hier sah sie ein erfahrener Kunsthändler, erwarb sie für 1200 Mark und verkaufte sie bald darauf um 5600 'DJlart an den Baron Double, einen der bc lamitcften Pariser Munüfammler. Nach dem Tode des Barons Double, 1881, wurde sein Nachlaß in alle Winde zerstreut. Graf Isaac de Eamondo kaufte bei der Versteigerung, die eine der bebeiitenbften ihrer Art war und im Ganzen 2 600 000 Franken brachte, die Uhr Falconnets für Die Summe von 101 000 Franken. Man sand den Preis damals schrecklich hoch, ja er wurde geradezu als ein Beispiel dafür, zu welchen uni innigen Ausgaben die Sammlerwut führen könne, angesehen. Aber als die Uhr 1900 in der Ausstellung der französischen Künste in Paris zu sehen war und allgemein Bewunderung erregte, bot ein Amerikaner für sie eine runde Million. Aber Graf Eamondo verlangte deren zwei, und an diesem klcinen Unterschied scheiterte das Geschäft. Somit hat das zarte und zerbrechliche .Kunstwerk in dem Zeiträume eines halben Irhrl-underts mindestens um das tausendfache seines Wertes zugenommen, eine Taisache, die auf Die Phantasie neue Steuern suchender Volksbeglücker eigentlich recht anregend wirken müßte. — Der zurechtgewiesene Mann der Wissenschaft. Während seines Aufenthaltes in,Schottland erfuhr der berühmte deutsche Chemüer Hofmann, wie strenge dort der Sonntag gehalten wird. Er tarn, wie eine englische Zeitung erzählt, an einem Sonnabend spät in Glasgow an und suchte am folgenden Morgen Sir William Thompson später Lord Kelvin auf. Auf sein Klingeln wurde ihm von einem Hausmädchen geöffnet, das auf dte Frage nach Sir -Jillum antwortete, er sei nicht daheim. „Wo kann ich ihn wohl treffen?" fragte Der Besucher. „Sie werden ihn in der Kirche sinoen ', war die Antwort — „wo Sie jetzt eigentlich ja auch fein sollten!" Per abgejagte Königsbcjud) Man kann es König Peter von Serbien nicht verdenken, wenn er danach trachtet, von den übrigen Monarechn als gleichberechtigter Kollege angesehen und von ihnen empfangen zu iverden. Aber die ganze Art und Weise, wie er über die Leichen Alexanders und Dragas hinweg im Jahre 1903 auf den serbischen Königsthron gelangte, sowie die Unannehmlichkeiten, die ihm sein erstgeborener Sohn Georg bereitete, und die ganzen verfahrenen inneren Verhältnisse Serbiens ließen doch die europäischen Fürsten lange Zeit Bedenken tragen, Peter narageorgewitsch die Hand zu schütteln. Zwar erkannten chn die europäischen Machte tchließlich als König von Serbien an, aber schon das lange jogern Englands bewies, daß man dem Bestände seiner Dynastie nicht recht traute. Mönig Peter hat sich trotzdem, so gut es eben ging, jetzt acht Jahre lang auf dem serbischen Königsthron zu halten gewußt, ja, er hat sogar da- ourch, daß er sich eng an Rußland anschloß, es möglich gemacht, im Zeichen der Jswolskischen Balkanpolitit an Den Hosen von Petersburg, Konstantinopel, Sophia und Eettinje empfangen zu werden. Es wird ihm auch geschmeichelt haben, daß er in diesem Jahre sogar Rom besuchen durfte, also die Hauptstadt eines Dreibundstaates; nur täuschte er sich, wenn er von dbrt aws die Brücke zu gingen glaubte nach den beiden übrigen Dreibundhaupt stabten, nach Wien und Berlin. Denn in Italien, mit dessen Königsfamilie er über Montenegro in verwandtschaftlichen Beziehungen steht, und das im jetzigen Jubi- läumsjahre eine allgemeine Monarchenkarawanserei zu werden verspricht, mögen auch Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef fehlen, nahm man schließlich auch mit oincm Balkan- monarchen vorlieb und bejubelte ihn pflichtgemäß. Für eine Zusammenkunft zwischen Kaiscr^Franz Joses und König Peter von Serbien lag dagegen die Sache anders. Man muß sich vergegenwärtigen, daß Oefterreich-llngam im Frühjahr 1909 gegen Serbien mobil machen mußte, weil dieses sich gegen die Einverleibung Bosniens und der tzerzegowina burd) Oesterreich-Ungarn aus Gründen der großserbischen Propaganda mit Händen und Füßen sträubte. Man muß sich auch erinnern, daß Serbien bis vor kurzem mit Oesterreich-Ungarn in einem Zollkrieg lebte Und wenn auch beide Differenzen jetzt friedlich ausgetragen sind, so haben sie doch Verbitterung genug sowohl ui Serbien, als auch in Oesterreich-Ungarn hinterlassen. Man suchte deshalb in Oesterreich-Ungarn zunächst einen Ausgleich dahin zu treffen, daß die Begegnung der beiden Monarchen nicht in Wien, sondern in Ofenpest stattfinden sollte. Doch wie in Wien der Polizeipräsident erklärte, daß er feine Verantwortung für bic Haltung des Publikums übernehmen konnte, so tat das nämliche sein Lsenpester Kollege. Und nun erst die Serben! Die Leute, die dort den Patriotismus gepachtet haben, erklärten mit Entrüstung, daß sie ihren König nicht nach Oesterreick)-Ungarn reisen lassen wollten, und sollten sie den königlichen Eisenbahnzug in die Lust sprengen oder die Geleise aufreißen. Da befand sich denn der arme Peter, der so gerne nach Wien oder wenigstens nach Ofenpest gefahren wäre, in einer recht üblen Lage. Es mußten irgendwelche Gründe gefunden werden, um das Unterbleiben oder Verschieben des Besuches König Peters anderweitig zu rechtfertigen. Und dafür gab ein leichter Katarrh Kaiser Franz Josefs die erwünschte Unterlage. Man hat sich immer gewundert, daß der leichten Erkältung Kaiser Franz Josefs von amllicher Seite soviel Gewicht beigemessen wurde, und sieht nun, daß der ganze Zweck dieser Ausstreuungen ledigllch der war, den Empfang des Königs von Serbien aus unbeftimmtc Zeit hinaus zu verschieben. Es wird deshalb der Aufenthalt Kaiser Franz Josefs in Ofenpest abgekürzt, damit er sich im Anschluß daran in der staubfreien Luft von Gödollo aufhalten kann. Nur ist daraus nicht ersichtlich, weshalb .ivaiser Franz Josef, der doch in Ofenpest und Godollö Audienzen genug erteilt, nicht auch mit dem König Peter von Serbien ein paar Worte wechseln tairn, auf die dieser den größten Wert legt. Es bleibt immer unverständlich, daß der österreichische Minister des Auswärtigen Graf Aehrenthol und der serbische Dr. Mllowanowitsch die becherseitige Voltsstimmung nicht berücksichtigt haben, als sie die Zusammenkunft der Monarchen verabredeten, und es berührt wirklich komisch, daß gerade der ehrwürdige Kaiser Franz Josef jetzt aus diesen! Grunde absolut den Husten haben muß. Wien, 27. ylpril. Das Befinden des Kaisers ist andauernd sehr zufriedenstellend, der Gesundheitszustand kann als normal bezeichnet werden. Da er jedoch noch einiger Schonung bedarf, ließ der Älonarch ftch beftimmen, von der Abnahme der diesjährigen Parade abzusteheii, um sich nicht den Gefahren der unbeständigen Witterung auszusetzen. Aus Anordnung des Kaisers fmoet die Parade trotzdem statt, die Erzherzog Franz Ferdinaiid abnimmt. Das amtliche Fremdenblatt bestreitet es, daß für den Aufschub des Emp.anges „nur" politische Gründe maßgebend gewesen seien: Wien, 27. Avril. Das „tirrcmbcnblatt" wende: fich gegen Die Kommentare, die hinter dem Aufschub deä Empfanges des scrbifchcn Königs in Cienpcft verschiedene politische Gründe vermuten und betont auf das Nachdrücklichste, daß die Sorbereitungen für den Empfang bereits in allen Punkten beendet waren, daß lediglich der Rat der Aerzte den Kaifer bewegt habe. Der Rücksicht auf fein Schonungsbedürftiis ein Zugeständnis zu machen. Die Auffassung zu verbreiten, daß damit nur politische Motive verdeckt werden sollten, muß als bedauerliche Ungehörigleit bezeichnet werden gegenüber der Tatsache, daß die Politik der Monarchie und Serbiens in der Richtung auf eine Kinicruug der Beziehung und mtensiveren Pflege der ivirtsckaft- lichen Beziehungen tätig gewesen sei. Der Sensation cmiach er ei sei gewiß icinerlei Bedeutung beizumessen. Dies werde übrigens vermutlich binnen kurzem aller Welt klar werden, an dem Tag nämlich, wo der aufgeschobene Besuch des serbischen Königs statt- finden wird. Ofenpest, 27. ‘dtpril. Der „P ester Lloyd" schreibt über bic Absage des Besuches des Königs von Serbien: „Sn Serbien wird man die Ursachen, die den Aufschub des Besuches herbeisühtten, wohl zu würdigen wissen. Es handell sich um teinerlei politische Nebenrücyichten, noch um Gründe des Äof- zeremoniells, soiidern lediglich um die Fürsorge für die Gemndheit des greifen Monarchen. Die Agitation in der serbischen Preße vermochte eine Verstimmung nicht herbetzusührcn. Trc Beziehungen zwischen Serbien und der Monarchie beruhen heute nicht mehr auf Stimmungen, sondern auf realpoiußcher 'äuiiaiiimg." Andere Blatter |inb leooch oer s2inia;auung, uuß die Belgrader An- lünbigimg einer Wider spruchsversammlung mib bie Drohung mit Kundgebungen den Aunchub des Befuchs herbeigeführt Hütten. Wien, 27. Aprll. Der österreich-ungarische Gesandte in Belgrad, Gras Forgach, roirb demnächst seinen Posten verlassen. Er geht als Gesandter nach Dresden. _ Des Herzogs Sinn nur auf Die SLimmmig des Ganzen und die Massenwirkung gerichtet war. Reinhardt ist eben neben |einer großen Farbenfreudig leck, seinem erlesenen Geichmack noch em eminent tüchtiger Regisseur, den man nur mit Heinrich Laub einem Atem nennen kann." Nr. 99 Erst« Blatt 161. Jahrgang Sreitag, 28. April 19ft WGietzenerÄnzeiger SS General-Anzeiger für Merhessen MM iinnattmejm ^igeit Bo(aflon$t>nt™ bi omiS"”uT Bübingen: Zernsprecher Nr. 50 Seschästsstelle Sahnhssstratze <6a. H. junb iÖl u f a 1) e l Sic als Nachfolger V) e s abgesetz - ten Sultans Abdul Asis ausge:rufen. Zu den neuen Münzprägung en, wird und aus Berlin geschrieben: Im iL^udgetausschuß des Reichsrugs ist darüber Kmge geführt w-L'rden, daß im letzten Jahre zu wenig Silbermünzen ausg^vrägl worden sind. Diese Klagen sind reicht berechtigt. Nachdem vor etwa 2 Jahren die Neuprägung von Zweima.rk- und Füns- markstücten vorläufig eingestellt worden war, da der vorhandene Bedarf hinreichend gedeckt war und pt mit Rücksicht auf die Beliebtheit des neuen Dreimarkstücks dieses in großem Umfange ausprägte, ist jetzt wieder angeordnet worden, daß auch die Zwei- und die Fünf marks stücke wieder neu ausgeprägt werden. So sind für das Jalsr 1911 für 30 Millionen Mark Dreimarkstücke, für 5 Milli o?nen Mark Zweimartstücke und für 5 Millionen Mark Fün s Markstücke bei der Münze in Auftrag gegeben worden.. Diesen 40 Millionen Mark Silbergeld für 1911 stehen 50 Millionen Mark Silbergeld für 1909 und 40 Millionen Mai: k Silbergeld für 1910 gegenüber, so daß also in den letzten .3 Jahren fiir 130 Millionen Mark Silbergeld ausgegeben i'esp. bestellt worden ist. Es befinden sich zurzeit etwa 255 Millionen Mark Fünfmarkstücke und über 300 Millionen Marl Zweimarkstücke im Verkehr. Bis Ende 1910 waren estdva für 80 Millionen Mark Dreimarkstücke im Verkehr. Was das neue 25-Pfenuigstück anbelan'.^t, so sind bis zum 1. April 1911 für 5 Millionen Mark geprägt worden und für abermals 5 Millionen Mark für, das laufende Jahr in Auftrag gegeben worden. Von den 20 Mk., die laut Gesetz auf den Kopf der Bevölkerung an Selber ausgeprägt werden dürfen, sind bis jetzt 17.4 Mk. pro HÄopf ausgeprägt worden. Das Zehnmarkstück nicht nrehr auszuprägen, wie gewünscht worden ist, ist nicht beabßl'ch- tigt, ebensowenig ist eine Ausprägung von Fünfzi' g- markstücken in Gold geplant, wie vorgeschlagen werden ist, zumal eine solche Ausprägung mit unseren Wauh- rungsgrundsätzen nicht vereinbar rft. Der Kaffer in Korfu. Achilleion, 27. April. Der Kaiser begab sich heute früh zu Fuß über Perama und Canone nach G a r i tz a , wo nunmehr die Ausgrabungen mit reichlich vermehrten Arbeitskräften fortgesetzt werden. Auch die Kaiserin, Prinzessin Viktoria Luise, der Kronprinz von Griechenland mit Gemahlin und Brüdern waren erschienen. Außer den Professoren Doerpfeld und Karo waren Mitglieder des Ausschusses der griechischen Regierung zur Vornahme der nötigen Enteignungen anwesend, nämlich der Direktor des Nationalmuseums in Athen Professor Stais, der Direktor des Münzkabinetts in Athen Professor Svoronos, der Professor der Archäologie an der Universität Athen Tfuntas. Gefunden wurden unter anderem kleinere Brucystücke von Säulen, ein kleiner weiblicher Kopf aus Terracotta, vermutlich von einem Weih- gefchenk herrührend. Die Frühstückstafel fand auf der „Hohenzollern" statt. Die Königinmutter von England hat Korfu verlassen. Deutsches Reich. Die Vorträge des Reichsschatzamts über die Reichszuwachssteuer für Staats- und kommunale Beamte, die mit der Erhebung und Veranlagung dieser Steuer betraut werden sollen, haben am Donnerstag im Sitzungssaal des Reichstags ihren Anfang genommen. An dem Vortragskursus nehmen 380 Beamte teil. Die Vorträge verfolgen den Zweck, die Beamten mit den Schwierigkeiten der Reichszuwachssteuermaterie bekannt zu machen. Der Kursus wird drei Tage dauern. Wie die „Wiesbadener Zeitung" an zuständiges Stelle erfährt, wird dem am 8. Mai in Wiesbaden zusammentretenden Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden eine Vorlage der Staatsregierung zugehen, welche eine planmäßig organisierte, hoch berechnete Hilfe aus Staatsmitteln und aus Mitten des Bezirksverbandes für di e notleidenden Rheingauer Winzer zum Ziele hat. Die Hilfe wird in Fo!rm zinsfreier Darlehen gewährt. Auf die Zurückzahlung eines Teilbetrages der Darlehnssumme soll vom Staate und Bezirkewerbande von vornherein verzichtet werden. Ausland. Die Reise des Präsidenten Falliöres nach Tunis ist mit dem 27. d. M. beendet. An diesem Tage fand in Suk el Arba ein Frühstück statt, lvährenddessen der Rasident dem Präsidenten für seinen Besuch dankte. Falliöres gab ferner Freude über das in Tunis Gesehene lebhaften Ausdruck und gedachte mit bewegten Worten der tunesischen Soldaten, die jetzt bestimmt seien, nach Marokko zu gehen. Falliöres reiste abends nach T o u l o n ab. Dem „Echo de Paris" zufolge haben nun auch die Gesellschaften der Paris — Lyon — Mittelmeer-Bahn und der Südbahn dem französischen Arbeitsminister mitgeterlt, daß sie seiner Aufforderung betreffs der Wiederanstellung der entlassenen Eisenbahnangestellten nicht nachkommen können. Sobald die Antworten aller Bahngesellschaften eingetragen sein werden, wird das Ministerium über die hierdurch gefdjaffene Lage beraten. Im euglischenOberhause Eünbigte Lord Curzanan, Lord Landsdowne bringe am 8. Mai den auf den Vorschlägen der Unionisten beruhenden Gesetzentwurf zur Reform des Ob erh au s es ein. Das norwegische Stört hing hat 500 000 Kronen als letzte Rate für einen Torpedojäger, 2 400 000 Kronen für die Fortsetzung des Baues eines zweiten und für die Kiellegung eines dritten und vierten Unterseebootes, 200000 Kronen für Kanonen und 100000 Kronen für Minenmaterial bewilligt. Die Forderung von einer Million Kronen für die Kiellegung eines fünften Panzerschiffes wurde mit 78 gegen 43 Stimmen abgelehnt. Nach einer Konstantinopeler Blättermeldung sind in der Landschaft Nedscha Unruhen ausgebrochen. Nachrichten der Pforte zufolge ift die Vorhut des Großscheriss von Mekka bereits an der Grenze von Asfir eingetroffen. — Aus Anlaß des Jahrestages der Thronbesteigung begnadigte der Sultan 73 wegen der vorjährigen albanischen Unruhen vom Kriegsgerichte in Debra, 267 wegen der Unruhen in Adana Verurteilte. Aus Teheran wird gemeldet: Nachdem in der Sitzung der Medschilis am Donnerstag die erste Lesung der Vorlage über die englische Anleihe beendet war, bat der Finanzminister, die zweite Lesung sofort folgen zu lassen. Die Demokraten widersprachen energisch. Bei der Abstimmung erklärten sich nur 33 von 70 Abgeordneten für den Vorschlag des Finanzministers. Diese Niederlage der Regierung wird möglicherweise ihren Rücktritt herbeisühren. Lin nieSerlänüischer Eewalistreich? Manila, 27. April. Der „Rekuter" meldet aus Jolo: Die Holländer nahmen die Insel Palmas in Besitz, holten dort die amerikanische Flagge nieder und hißten die holländische. Die Vereinigten Staaten protestierten nicht, da die Insel für sie wertlos ist. Washington, 27. April. Die Regierung erhielt keine Nachrichten von der Besitzergreifung der Insel Palmas durch die Holländer. Amtlich wird aber erklärt, daß es, abgesehen von der Gefühlsfrage, keinen Unterschied ausmache, wessen Flagge auf der Insel wehe. Die Insel Palmas liegt in der Nähe der Südspitze der Philippinnen. Sie ist in der Tat unbedeutend. Die Niederlande besitzt etwa 100 Kilometer südlich davon die Palaver- oder Salibaboe-Jnseln. Aus sraSt imO Land. Gießen, 28. April 1911. *' Tageskalender lür Freitag, 28. April: Bürger: verein Gießen. Abends 81/, Uhr im .Einborn": Haupt- versaminluiig, daran anftlueßend um 93/4 Uhr: AUgem. Bürger- verjammlung: Veikehrs'ragen für Gießen. Ortskrankenkasse Gießen: Allg. Versammlung: Tie Reitbsoersicherungsordmmg. RediierReichstagsabg. Bufold- iZriedberg. Abends 8«/, Uhr in Steins Garten. * ** Der VerkaufZtag der Großherzogin ist end. gültig auf den 13. Juni und die folgenden Tage angesetzt. — Architekt Hans Meyer ist diese Woche vom Großherzogspaar empfangen ivorden und hat die fertigen Entwürfe zu der Einriehtuug des VerkaufStages vorgelegt, die Billigung fanden. Der Großherzog ordnete an, daß die Arbeiten und Lieferungen zu der Veranstaltung nur bei Gießener Handwerkern und Gewerbetreibenden bestellt werden und bemerkte dabei, daß er wisse, daß man in Gießen alles ebenso gut und preiswert haben könne ivie anderwärts. ** Ordensverleihungen. Der Großherzog hat dem Reallehrer an der Realschule zu Gernsheim Adam Böhm das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Zeichner und Maler Clemens Kissel in Mainz das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der König von Preußen hat den nachbenannten Offizieren ufto. die Erlaubnis zur Anlegung der ihnen verliehenen nicht- preußischen Orden erteilt, und zwar des Komturkreuzes mit dem Stern des spanischen Ordens Isabellas der Katholischen: dem Oberst von der Schulenburg Kommandeur des Garde-Dragoner-Regiments (1. Hessisches) Nr. 23; des russischen St. Annenordens vierter Klasse: dem Obermusikmeister Löb er im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Hessisches) Nr. 116, dem Obermusikmeister Schleifer im Jnfanterie-Leibregiment Großherzogin (3. Hessisches) Nr. 117, dem Obermusi kmeister Pagel im 5. Hessischen ^Infanterie-Regiment N^. 168 und Dem Musikmeister Röse tim Infanterie-Regiment Prinz Karl (4. Hessisches) Nr. 118; Ues silbernen Verdienstkreuzes des sächsischen Hausordens dtw Wachsamkeit oder vom weißen Falken: dem Lazarett- V Lwwaltungs-Unterinspektor Weide zu Gießen. *" Erledigte Stellen. Erledigt sind: Mehrere Lehrer- und L e h re ri n st e lle n an dec Volksschule zu Darmstadt. Die Stelle eines Assistenten bei dem Steuerumr Pfungstadt. (Es werden nur Meldungen von dienstälteren Steueraussehern erbeten). •* Hessischer Blumentag. Am Montag dem 1. Mar, ach mittags 3 Uhr, findet in StemS Garten eine Sitzung des Hauptausschusses statt, zu dem auch sämtliche als Verkäuferinnen mitwirkende Damen geladen sind. Besondere Einladungen haben nur die jungen Damen erhalten, die üch nach der ersten Besprechung noch angemeldet haben; dageger» sind die, die an der ersten Besprechung teilgenommen haben und damals schon mündlich für den 1. Mai geladen wurden, nicht nochmals besonders eingeladen worden. Nach- träglich angemeldete Damen, die versehentlich keine Einladung erhalten haben sollten, werden gebeten, chre Anineldung gelegentlich der Sitzung zu wiederholen. — Für den Blumentag ist auch eine künstlerisch ausgestattete, illustrierte Blumentags. Festschrift in Vorbereitung. Sie wird neben anderem illustrativem Inhalt Bilder des Gcoßherzogpaares nach dem Porträt von Laszlo und einige neue Aufnahmen der Großherzoglichen Prinzen enthalten. 9ln Text enthält die Zeitiinq eine Ociginal- erzühlung des bekannten hessischen Dichters Alfred Bock, einen Aufsatz über die Ziele der Mutter- und Säuglingsfürsorge, Notizen, wie in den einzelnen Kreisen des Landes der Blumentag gefeiert wird, u. a. m. Hofrat Alexander Koch tn Darmstadt hat außerdem die reizenden Bildchen von Hengeler zur Verfügung gestellt, wie ec auch das künstlerische Arrangement in dankenswerter Weise übernommen hat. Der Preis wird nur 20 Pfg. betragen. Die Festschrift wird in der Woche vor dem Blumentag in allen geeigneten Läden und sonstwie verkauft werden und auch am Blumentag überall erhältlich fein. Sie wird als ein schönes, bleibendes Andenken an den Bliimentag willkommen fein. — Alle Veranstaltungen zum Blumentag, soweit sie stempelpflichtig sind, wurden vom Ministerium des Innern für stempelfrei erklärt. ** Die nächste Tagung der hessischen Schwurgerichte beginnt am 12. Juni. Vorsitzender des Schwurgerichts für Oberhessen ist Landgerichtsrat K o ch , des für Rheinhessen Landgerichtsrat Dr. Bruhn, und des für Starkenburg Landgerichtsrat Müller. ** Silberne Hochzeit feiern morgen die Eheleute Isaak Michel hier. * Na chtfernsprechdienst. Auf Antrag der Handelskammer hat die Kaiserliche Ober-Postdirektion in Darmstadt die Abhaltung des beschränkten Nachtdienstes bei der hiesigen Fecnspcech-Vermittelungsslelle gegen die Gewähr- leistungssumme von 650 Mark für ein weiteres Jahr genehmigt. • • I n dem Vortrag über die Reichswertzuwachssteuer, der am Mittwoch im HauSbesitzeroerein flattfanb, war mitgeteilt worden, daß das Gesetz noch nicht im Buchhandel erschienen sei. Demgegenüber können wir mitteilen, daß das neue Reichswertzuwachssteuergesetz in der ,m Verlag von Emil Roth hier erschienenen Sammlung ^Deu;sche Reichsgesetze in Einzel-Abdrucken" bereits erschienen ist. Wichtig für Reservisten. Alljährlich werden Gesuche um Gewährung der gesetzlichen Familien- nnterftützung für Landivehrleute und Reservisten zurück- gem.iesen, weil den Vorschriften nicht Rechnung getragen ist. iabei sind die Bedingungen keinesivegs schwer zu erfüllen, denn der Antrag auf Gewährung der Unterstützung kann noch volle- vier Wochen nach Beendigung der Hebung, zu der verheiratete Reservisten und Landwehrleute einberufen wurden, gefteff-t werden. Viele Gesuche werden unterlassen, weil die Betreffenden meinen, der Antrag müße bereits während der Uebunq gestellt werden. Er kann schon vor Beginn der Hebung; gestellt werden, sobald die Einberufungsordre in den Händen des Hebenden ist. Für dieses Jahr hat die Heeresverwaltung eine Bekanntmachung erlaßen, in Der Darauf bm. gewiesen wird, daß der Termin — vier Wochen nach Beendigung der Hebung —- genau eingehalten wird, spätere Anträge also auf keine Berücksichtigung zu hosten haben. Wer seinen Antrag schon vorher anbringt, dessen Familie kann bereits während der Hebung die Unterstützung erhalten. Kreis Büdingen. K.A. Büdingen, 27. April. Beim Blum en tag wird auch eine beschränkte Anzahl Wohlfahrtsfiguren: kleine Blumen tragende.Putten nach Entwürfen von Prof' Riegel-Darmstadt, angeboten werden. Sie sind hergestellt in der Fürstlich Jsenburgischen Manufaktur Schlierbach bei Wächtersbach in der'künstlerischen Art der berf^ inten Kopenhagener Porzellanmanufaktur und kosten 2 Ml. das Stück: es sind vier einzelne verschiedene Figuren. In dem Schau"- senster der Eberlingschen Hofbuchhandlung' hier find sie einige Tage ausgestellt. Bestellungen bittet man dort aufzugeben. Auch nach Nidda, Ortenberg, Altenstadt, Echzell und Hirzenhain werden einige Stück gesandt werden. X Aus dem Kreis Büdingen, 26. April. Wie tiefe Wunden der Ober-Mockstädter Kassenkrach einzelnen Familien geschlagen hat, zeigt folgender Fall. In einem Orte des Kreises Büdingen benötigte ein Handwerker in einfachen Verhältnissen zur Auszahlung de/Erbteils eines Kindes erster Ehe einige hundert Mark. Er lieh sie bei der genannten Kasse, mußte aber Kassenmitglied werden. Kurze Zeit daraus erfolgte der Krach und wie die anderen Geschädigten mußte nun der Handwerker für sein Teil am Schaden aufkommen, es waren ca. 2700 Mk. Sein ganzes Vermögen ging darauf und nun ist er mit seiner Familie in große Not versetzt, welche seine Verwandten mit aller Kraft zu steuern suchen. X Nidda, 26. April. Das seitherige warme Wetter hat sehr günstig auf die B aumblüte eingewirkt. Birnen, Kirschen, Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen und ähnliches haben fast verblüht. Die Aepfel sind noch zurück, zeigen aber eine Menge Knospen. Die anhaltende Dürre hat das Wachstum des Grases und des Klees zurückgehalten, doch ist noch nichts verloren. Kreis Schotten. -r Ober-Seibertenrod, 27. April. Die beiden Knaben des Gastwirts Kitz dahier spielten mit einem Beil, wobei der jüngere dem älteren einen Daumen abhackte. Kreis Friedberg. m. Friedberg, 27. April. Heute mittag fand eine Sitzung des Komitees für den Blum en tag unter dem Vorsitz des Regierungsassessors von Graney statt. Der Vorsitzende teilt mit, daß sich 112 Mädchen für den Verkauf von Blumen gemeldet haben. Außer den Blumen sollen noch Postkarten zum Verkauf kommen. Vom Verkauf von Wohlfahrtsfiguren soll abgesehen werden. Ferner wurde beschlossen, falls am 7. Mai schlechtes Wetter herrscht, den Blumentag 8 Tage später, also am 14. Mai, abzuhalten. Die Stadtkapelle soll unter Mitwirkung der Militärmusikschule auf der Kaiserstraße konzertieren. — Ein Landwirt von Wickesheim stürzte heute morgen an dem UUHrzug in beut hiesigen Bahnhof ohnmächtig zusammen. Er wurde in den Wartesaal gebracht und sollte später mit der Bahn nach Hause fahren. Da sich sein Zustand nicht besserte, wurde er ins Hospital gebracht. L. Friedberg, 27. April. Morgen, 28. April, werden tf 390 Jahre, daß der Reichsherold Kaspar Sturm Dr. Martöc Luther auf seiner Rückreise vom Reichstage zu Worms hierher begleitete. Luther übemachtiete damals in dein Hause, jetzt Kaiserstraße 32, um dem eine Gedenktafel angebracht ist. Von Friedberg ans sandte Luther den Reichsherold mit einem Schreiben |ait Karl V. nach Worms wieder zurück. Er selbst reifte dann über Grünberg, Alsfeld nach Eisenach. Das Schwert, welches Kaspar Stnrnr damals trug, blieb hier zurück und kam später in den Besitz der Biedernagelschen Familie hier (jetzigen Biedernagelschen Hof buchhandlung). Viele Jahre stand es in den Geschäftsräumen der Buchhandlung in der Burg, bis es, obgleich Eigentum der Biedernagelschen Famllie bleibend, im Wetterauer Museum untergebracht wurde. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 27. April. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten teilte Oberbürgermeister Dr. Gläs- sing mit, daß das Ministerium der Finanzen den Beschluß, auf der städtischen Straßenbahn gegen Gebühr auch Hunde initfahren zu lassen, wegen Belästigung des Publikums und der Schaffner nichtgutgeheißen habe. Diese Maßnahme rief den Widerspruch eines Teiles der Versammlung, wie auch des Oberbürgermeisters gegen eine solche Bevormundung und Einschränkung des Selbstverwaltungsrechtes hervor, doch hat die Regierung nach den Bestimmungen über das Nebenbahngesetz das Recht zu dieser Verfügung. Eine lebhafte Aussprache veranlaßte die Anfrage des Stadtv. Aßmuth wegen der Bau kontra lle am neuen Darm st ad ter Bahnhof, dessen eiserne Kuppelhalle am ersten Osterfeiertag eingestürzt ist. Auf Veranlajsung der Eisenbahndirektion Mainz wurde seinerzeit die Kontrolle durch die städtische Baupolizei aufgehoben, aber nach dem Unglück wurde dec Baupolizei die Ueberwachung wieder übertragen. Ter Oberbürgermeister erklärte, daß man bezüglich der Ausführung eine Verantwortung nicht übernehmen könne, da die hiesige Baupolizei die Baupläne nicht zur Einsicht erhielt. Kreis Wetzlar. — A tz b a ch, 27. April. Gutes Glück im Fuchsgraben hatte Förster Schluß aus Atzbach. Nachdem sein Dackel acht Jung- üchse aus einem Bau, trotzdem die Füchsin im Bau war, avpor- tiert hatte, fing er jetzt sechs lebende junge Füchse. Der Dackel hatte die Fähe in einer halben Stunde schon in eine Sackröhre getrieben, so daß es nach einem Durchschlag an dieser Stelle möglich war, die Jungen lebendig zu bekommen. Die alte Füchsin hatte nur drei Läufe, der linke Hinterlauf fehlte. Der Dackel, der schon viele gute Leistungen aufzuweisen hat und nebenbei gut Verlorenes sucht und apportiert, freundet sich schon bald mit den Jungfüchsen. Hessen-Nassau. (-) Frankfurt a. M., 27. April. In einer von 1500 Männern und Frauen, die vom Verband der deutschen Juden und vom Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens einberufen war, sprachen Justizrat Breslauer- Berlin und RechtsanwaltDr. Löw enthal-Frankfurtüber )as Thema „Die Zurücksetzung der Juden im Heer". Folgende Entschließung fand einstimmige Annahme: „Im Gegensatz zu der Hebung aller anderen zivilisierten Großstaaten werden innerhalb des preußischen Heeres bte Soldaten jüdischen Glaubens bei der Beförderung hinter den Bekennern christlicher Religion und hinter den chrststlichen Söhnen jüdischer Eltern fortdauernd zurückgesetzt. Die Versammlung erhebt Wider- pmch gegen diesen verfassungs- und gesetzwidrigen Zustand und pricht die Erwartung aus, daß es den maßgebenden Stellen gelingen wird, diese beschämende und niederdrückende Ungerechtigkeit zu beseitigen und das Gesetz zur Durchführung zu brmgen." custschiffahN “ Frankfurt ö. M. Im Juli wird ein zweites Luft- ch i f f der Luftschiffahrtsaktieiigesellschaft in Dienst gestellt werden. Es erhalt zunächst Baden-Baden als Standort. Später soll es Vermischter. Eine Quelle der Kraft Apfelringe [hv1/, Nur echt In blauen Kartons ä I ML, niemals lose. Die beiden mit einem !intn Daumen Visitenkarten liefert rasch and Ddhgst ßröbl wtoe bester Konstruktion jeder Größe fabriziert ForsterW äschere im aschlnenrabriJi 'rüMSCU < BAMMfiR. F*r»t ILaatitt» N*76. Brtinellen Z Feigen Fflanmen Pfirsiche Zwetschen empfiehlt in verschiedenen Qualitäten, zn biltigsten Preisen Emil Fischbach wenn er täglich getrunken wird. Er schmeckt angenehm, ist leicht verdaulich und wollbekömmlich. Von tausenden von Aerzten - " wird er verordnet z z Aeltcfte Schwemmstein - Fabrik auh- Lyndik. fertigt auch gute ^emerftdielen.Pb.tÄies,NeMvicd ihv*/ii tag fand eine r dem Borsi) > . Der Sorben Serftuf I (unten joflen SBertauj von feinet ttutbc :tttt hnrschi, :. Mai, abiu- hing der $i iertn. - fc Drgm an br ' nächtig s- cht unb sollt Da fid) scä • gebracht, j yril, werten li t Dr. Aaa | ms W" -• ifo jetzt Von ytutetr; r Schmben ü reiste bann übe welches teile iter in den 9r- rnageiichen 8® baslsräMcn fr ltiun der : un imtcrgcbttS ist Kasseler Hafer-Kakao rn ffranffurt Rationiert werden. Die , fccrbü nach xxmiburg fahren, vorausgesetzt, daß der dortige Suhfd'ü'bofm irj-jg genug fertiggcMlt ist. für Gesunde und Kranke » Gross und Klein u Darmstädter Möbel-Einrichtungshaus Ettdwig Ziriimzrr Kunstgewerbliches Etablissement für Innenausstattungen Telephon 1441 DARMSTADT Beinrichstr. 67 Portofreie Zusendung meines Prachtkataloge*. 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Zuimchst lehnte ich rundweg ab, dann aber sagte ich bei näherer $ glänzende» Geschäft, wenn auch nur 60 Prozent dessen wahr wäre, was Faulmann mit gesagt hatte. mit mit Mot ®ef»äftiteunben 1909 ein gr86m# @etotb< «r- rnnrhen buben und 40 Morgen davon sollen aut Sie enttauen sein. - Ä^l.: Jawohl, ich habe den Wert von28 700 Mark dafttt bezahlt. Die Chancen dort waren glanzend. Die ^.lknbadnlegte einen neuen Güterbahnhoi^ hin, es sollte ^A^^^nbustrie hinfommen. deute ist die Sache mindestens 300000 Mart roert- — Bors • Sie haben beim Ankauf von Heiligendamm den Wert auf 225 000 Mark angegeben. — öngeH : war btc nache auch wert. - Vors.: Am 25. Oktober 1910 mürbe nun über Ihr Vermögen der Konkurs eröffne^ — «ngefi.: .2°wohl. zwar infolge meiner Verhaftung. Ich konnte ja meine Werte gar nicht wmSrten — Vors.: DaS Verfahren wurde am 2L De- zembcr v. I. wegen Mangels an Masse WfltlMlt - Tas ist natürlich, wenn die Masse 0«ai*ÄU " ?en ?"ck g^ treten wird. Jeder präsentierte seine Wechsel, alle Welt machte ihre Forderungen geltend, da kommt schnell ent hoher Posten zu- Schlafzimmer Speisezimmer sowie komplette Wobnimgs- und Hiicheo- Einrichtungen Einzelne Möbel Divans, Schränke, Vertikos, Büffets, Bücherschränke, Schreibtische ete. etc. Möbelmagazin Aug. Ossmann 89 Seltersweg 89 Telephon 733. <1$* sie hatten einen grasten Bekanntenkreis, und fie 9°lhicTt .unm wieder, anfangs liebenswürdig lachend, dann J"1 endlich eifrig darüber diSkutierend^was alle diese Menschen eikM« sich von ihnen wollten. Gan; Ströget grüßte ww oben beim Hotel d'Angleterrc schien die Liebenswürdigkeit nut euren fall unverständlichen Lühepuntt angelangt *u fern. £)ier erft btrMe iüf) das junge Paar um und fand des Rätsels Polung. Uin panr 3dmtte hinter ihnen ging nämlich niemand andees als »önia Frcderik, sich augcnschciiUich köstlich über tue Verlegmyeu be5 jungen Paares amüsierend, das icvi mit ctwaS gezwungenem Lächeln seinerseits den König ehrerbietig grüßte. »Gottliebweißsichzuhelsen. Ein fAickteS Daiier (ein wts Thüringen hatte in Blankenburg i. Thüringen Ge schäfte zu besorgen und kehrte bei dieser Gelegenheit in cman Gasthof ein. Im Drang der Reise bemnktc er erst «ui der Ruch fahrt im Eisenbahnkupee, daß ,m Gasthof innen 9t ndi ad iegen gelassen hatte. DaS Unglück wollte es, daß er roeber den Namen des Gasthofs noch bat dcS Besitzers kannte, aber der Wacfcre wußte sich zu helfen, Er idiricb eine Postkarte mit der Adresse: „Andas große vaus mit den g r ü n en Fensterläden über der Brücke drüben, wo Got t. lieb * 6 cum amt aus Schwarzburg , et ne n R u ck s a ck hat liegen lassen, in Blankenburg. Und die findige M'nft brcditc die Karte richtig in das Daus mit den grünen Fensterläden und am nächsten Tag war Gottlieb roicbcr un Besitze seines Rucksack cs Lettaul der Witterung seit gestern früh: Tie Zyklone tm Norden der britischen Inseln ist ostwärts nach ^andl.mmenae zogen und hat in ganz Deutschland wiederholt o^^r ^rute. bei böigem Süd.vest gebracht In den höchsten Lagen der Mülel aebirge schneit es. Sowohl über Schottland, als auch über dem Sffi westlich Irland sind noch Ranbw.rbel zu erkennen, d morgen noch Regenschauer bringen, wenn Auch 'w ^gemeinen die Bewölkung jetzt abnimmt, ebenfo wce die Windstärke^ Wetterausslchten m Hessen am SamStag Dem zv^apru ivii. Bewölkung langsam abnehmend, doch noch geringe Regenschauer, schwächere Weslwinoe, kühl. Alle Sorten Käse wie: I Emmentaler Edamer Gouda Tilsiter Gervais Roquefort Camembert kaufen Sie stets frisch bei Carl Schwaab Telephon 27 Seltersweg 23 iU6onnt8agbbcn 30. St pr il, 2. nach Ostern: «»mittag« * " um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: veil. Messe mit Predigt. .. .. Nachmittags um 2 Uhr : Christenlehre; daraus Andacht furbie Abgestorbenen. Tienslag und Freitag abend um 6M Uhr ist Maiandacht. Freitag nm 7 Uhr ist Legcnsmesse. Der Zusammenbruch von Heiligendamm. Rostock, 27. Aprll. Ter Prozeß wegen des Zusammenbruchs bei FUAad^v^- ffaenbamm begann Donnerstag vormittag vor der Straslammn des Sf« Landgerichts. Die Anklage richtet sich gegkM'Marlitt werden 15 strafbare Haiidlungen zur 2aU gelegt, irunter 13 Betrugsfälle, ein Fall von Untreue und etn Vergehen -cqw die Konkursoronung. Dem Angeklagten F°ulmann wird rin,,eni)cter Betrug in vier Fällen und Beihilfe zum Betrug zur 2ÄeS, b^kgeflagten Schlieps schließlich »wer. SKe von Beihilfe zum Betrug zugunsten des Angeklagten. 2 ohn-Marlitt. «le brei Angeklagten erklären, baß |ie sich unschuldig suhlen. Tie Verhandlung wendet sich zunächst der Vernehmung des An- rtffiaaten Fohn-Marlitt zu, wöbet bie persönlichen unb btc Der möaensverhälmisse bes Angeklagten erörtert ?^den. Dreier kam m den Besitz eines nicht unbebeutenben Vermögens, das aber bald imeber verloren ging. Er beteiligte sich dann an industriellen 'umnnebm^ unb9 arbeitete sich, schnell empor. Di- Vermögens, .nerte bte er hatte, bestanden in einer grotzeren Anzahl Anteil Se dn m b. d. Damenwohnungen" m BerliN^Schön^ — Bors.: Es wird nun behauptet, daß Ste Wechsel und ‘'(fiepte aus bie „Damenwohnuntzen G. m. b. D- ilmlauf ^brockst haben, obwohl Sie dazu Nicht berechtigt waren. — Angekl Aa5 bestreite ich ganz entschieden. — Bors.: Sre stehen alio auf bem Ltandpunkt, daß Sie im vorigen Jahre zurzeit der Erwerbung v7n tzeiligeüdamm im Besitze von 250 VW M - dteser Damen- iuobnungsantcile gewesen sind und daß, diese Anteile auch wirkt ck . m<*rt mnrrn Run fragt es iich. Waren reujuiu) tm Besiv^dikser 250 000 Mk., so daß Sie darüber verfügm InnnSn? — Angekl.: Ich hatte darüber bie Verfügung. — Ferner roar er lebhaft beteiligt an ber „G. m. b. D-Mikisch, Segler m Berlin Diese Gesellschaft hatte zum Zwecke den Vertrieb von Auchern, Kolportagen und Zeitschristen. Ursprünglich waren Mi- lisch und Segler getrennt und der Angeklagte hatte bet der Airma Mikisch ein Guthaben von 17 000 Mk. — Angekl.. Diese jfticn hatte ich von der Firma Volkmar m Leipzig ium vollen Betrage erworben. -Vors.: Auf der andern Seite hatten Mikisch, Dealer u Eo. an Sie eine Forderung öon b-UUU ^cr. ^aefl • Fawohl. Ich hatte Akzepte der Firma m Umlauf — Dors.: Nun hat sowohl Ihr Kredit wie Ihr Debet an die Firma Mikisch, Segler u. Eo. ber 2eiter_ btt Filiale von Volkmar, Cyriaeus übernommen, so baß Sie mit ber &rma Mikisch, Segler u. Co. ins Reine gekommen warem lft)riacud hat durch Selbstmord geendet, unb ittrar, na(fibem er 800000 Mk. ber Firma Volkmar veruntreut hatte. Angell.. Ich habe etwas davon gehört, daß bie Sache nicht rem‘ ^r, ober ber Mann kann sich ja nicht mehr verantworten. — Vors.. Auch ^ct hch Segler u Co. sind in Konkurs geraten - Digell : Auch Me ich gehört. -Vors.: Trotzdem hat der Wechsclverkehr bis »um Frühjahr 1910 weiter gedauert. — Angell.. ^)as m richtig — Vors.: Sie haben eine ganze Reihe Blankoakzepte, an "S oon der Firma Mikisch, Segler u. Co. herruhcend, in Um- ^f gebracht, bie aber nur von einem .Ieschästssührer, Nämlich von dem MitangeNagten Schlieps unterschrieben waren. An- geklagter- Jawohl. Als ich aber merkte, daß Mikisch, Segler u Co. diese Wechsel nicht anerkannten, habe ich ihre Weiterbegebung eingestellt und fie sogar zurückgeholt, soweit es möglich roar. Bors.: Wie tarn denn nun die Sache zum Klappen? Angell. Schlieps: Ein Wechsel ging ium Protest, Erlitt nicht für bie nötige Deckung gesorgt hatte. — Dors.. Weiter ^at ber An- j geklagte Marlitt als Vermögenswerte angegeben^ ^tten der °OcfaI),z (Gesellschaft für allgemeine Hygiene). Die GesMZaU firfi »UL "lufaabe gemacht jnsbefondere die hygienische 3)er briferuna b^r Tcleplwne Stammkapital betrug.75 006 Mark Der Angeklagte Marlitt hat sich an bicfer Geselllchatt betelligt unb 45 000 Mark Aktien übernommen. Öat benn dte Gesellschaft SÄT« ÄftÄ« N-n Sie nun Lucht, bie Mtien b«^ Miau, von ecks der Deutschen Bank wegg^cbm haben ohne daß auf der Bank Deckung vorhanden roar. — ^gell . Da^ i LLn^^^ Äst"°zstnbSchL nid irH-itcreii Vermögensroert an, eine Villa in Suhl, bieSie für 39 000 Mark gekauft haben. 3(t denn die Villa soviel Wert ge- wkn^ roie Sft beim Ankauf von Heiligendamm angoben nam- Äs^W^?sthr-n Sch rafaU to -Ilotgen Gc. lande bei Micl)enborf in ber 0iohe von Potsdam. >^ie wollen bort_ ♦ Schont die Frühlingsblumen! Aur Ausgabe der staatlichen Naturdenkmalpflege gehört nicht nur ; die Erhaltung dem Untergange geweihter Naturmerkwurdig- 1 ketten, sondern auch die liebevolle Pflege der alltäglichen Natur. Ein Aufruf zur Schonung der PUnzenwelt, dm das „Westpreußische Provinzialkomitce für Naturdenk- malpflege" erlassen hat, verdient in diesen holden i5ruhlings- tagen der Oesfentlichkeit näher gebracht zu twrben. Verödet doch in der Umgebung der Städte bie Pstanzmwelt immer mehr, verschwinden ooch seltene, durch große Bluten ausgezeichnete Pflanzen allmählich ganz durch den Ze^ törungstrieb der Großstädter! Ernst und eindringlich mahnt der Ausruf: „Schone die Pflanzen, schone vor allem die Frühlingsblumen! Brichst du Blumen, ser bescheiden, nimm nicht^gar so viele fort! . . . Ein Straußlein am »ut ziert den Wanderer, ein Riesenbusch kennzeichnet den rücksichtslosen Plünderer. Schneide Blumen uitt» Zweige stets vorsichtig mit einem scharfen Messer ab; die übrig- gebliebenen Telle entwickeln sich dann ^Eiter. Niemals Pflanzen mit den Wurzeln ausgraben, leine 3hmgc Don den Bäumen abreißen, sondern behutsam.aLschneiden, nicht bie Rinden der Bäume als Stammbuch benutzen. allen Schulen sollte dieser Ausruf den Gegenstand einer Lektion bilden und das Heranwachsende Geschlecht zur Pflege und Bewachung der Pflanzenwelt erziehen. . Der Kinematograph als Tetertiv Ter Kine- mnfnnrnnh ist berufen eine wichtige Rolle als Detektiv bei ber Suche nach den Rädelsführern während ber Aufruhrtage in bet Champagne ^spielen. Man hat eine Reche von Äine- matographenfllms während der Unruhen aufgenommen, und diese rourb'n jetzt den Behörden in Reims vorgcsuhrt, wobei eine -bv tabl von Winzern, bie jetzt im Gefängnis ftßen, ohne weiteres au^ den Blldcrn roiebererlannt wurden Als Vorführung zu Gnbc war, wurden Lastbefehle gegen verschiedene Personen aclafien, bie der Kinematograph unzweideutig als Teilnehmer bei den ■ G^walLften g7gen die Truppen festgestellt hatte. Es sind gegen- roärttg über 100 Winzer im Gefängnis zu ^ims und Epernay, ^gen die -um Teil der Kinematograph als objektiver Zeug, auf ' 6U^,C@TnrU»”itLrauenStoüt.bi8er Wiener Em° i i dem Schreibtisch das Silberzeug und aus den ^in^enbu ‘‘Ä’11 LL nL? Venu? «HL knenTr'auf^Senntny'Ä» * mnnn htöblid) unb nahm rasch auch noch den letzten Rest d MWWUWUsH „ot—en v°r kurzem uus ©tröget,, »er d-u»tjk-b° «"LbsÄ K°°ÜLn b?» Paar in Veiten^Mhlingsstummmg ein Spaziergang, uuj v Rettkncchl itramm Honneur SMckchan Ls Liichtig ifc .grübt- vor dem ©dxniHn • , muffte too er dem Reitknecht wieder, obgleich er "ich! m Aber diesem Gruße folgten schan dmnd S«n. Semen, viele..andere von gdi^tC/ und seine schone Gesck^iftsmadchen ul . - eine Ahnung zu haben, woher : S='Äİ^Änbafien tantarSbi hbltettü» . - ve Dürre k Mückgehalic « i jade! a# $ d Hs SB»: ittfl ,jj I vüchertisch. — Adolf Wäldes Pilzbüchlein für den Sammler und wandernden Mtursreund. Mu 10 farbigen ^aieln und Text- bildern Verlag von Emst Heinrich Moritzm Stuttgart. WaldeS Pilchüchlein ist für den Anfänger bestimmt unb m erfier 2inic für ben wandernden Naturfreund, der sich mit ber interefjanten Pslanzenfamllie der Pilze -.mher bekannt machen wüll Das Buch berücksichtigt in ausreichendem Maße die naturgeschlchtliche Seito, bdont bann nachdrücklich das rein Prakttsche für den Sammler eßbarer Pilze. katholische Gemeinde. Gottesdienst. <5am5taa ben 2 9. April 1911. , 9lad6mitiagS um b^Uhr uub abenM um 8 Uhr, ®elegeiit)eit Nüg,.* tn ben w,“ > :c ■ hier nan bolt 2 t toetbtn K ■ ?spnl. 5., «Ifllth,» Wer 3tc ein M bej’fcL r 1 I ralenmitflU unb iti» lnblverker fz ca. 2?») ist er mit )e seine Letzte Nachrichten. Aus Marokko. Paris, 27. April, liebet das aus Tanger gemel» bete Gerücht, Mai orBrümond s ei gefallen, war dis Mitternacht bei feiner amtlidjen Stelle eine DestattSung eingegangen. - Die Regierung hat entgegen anderslauten- ben Meldungen nicht die Abiicht, auch 6®.n6XSX aus eine Expedition nach Marokko zu entsenden. Die an die marofinnische Grenze entsandten gruppen sollen nur blC P a??s?28^Äil. Kriegsminister ® erteaur bespttch im Minister^at die in Marokko getrogenen Maßnahmen. Die Goums der Schauja hätten heute vormittag den doudegreg überschritten, die erste Abteilung der Kolonne solle morgen folgen. General Moinier behält das Oberkommando über i amtliche _ruDVcn. ^1^,8 vom Ausstande in Mexiko. Newyork, 28. April. Aus Nogales (MexM wird gemeldet : Nach authentischen Meldungen ist die Stadt M a- latlan in der Provinz Sinaloa von den Aufständischen einaefchlossen, die die Stadt von der Wafserzufuhr abgeschnitten haben sollen. Ein mexikanisches Kanonenboot soll die Stellung ber Aufständischen mit Granaten beschossen, auf die ver- cinten Vorstellungen der fremden Konsuln das ^euer ernaestlllt haben und in See gegangen sein, .^uga verkehren nicht, da die Aufständischen die Brücken verbrannt haben. Varis, 28. April. Der Ministerrat beschloß-. Umzüge und Straßeukundgebungen am 1. Mai zu ""Änqer. 27. April. Trotz aller Ableugnungen erhält -ich hier das Gerächt, daß eine Landung spanischer Truppen ju Larasch und ein Marsch der g-land-tm T^lppm naS, Tetuan bcvorstehe. Zehn Ipan.sche Osir- : ziere wellen seit einigen Tagen in Larasch, um die Aktion ’ oorzubereiteri. nfl!S Dltb, .. *u,(r efi,n >7^- iun9 M ä »„(.vä beiraun stM nun* R 0 mehr Retter s fJL vaarwasicr (München) kaatLReprüftu.benutadit. S. b. um 4O')Sf. u/UÜ-LlO bet J.H.Fnhr,Sonnenitr.25. (hv*/i 60 tote Ratten,Z Mäuse, fand man nach Ausleg. ein. Bat. „Es schmeckt prächtig". Pak. 50,100'1$!. 0)eftÜ!i.,2)iensch.unfchädl. 9ibk Pelikan-'Apoth., ÄreuspL Kinematograph Filialleiterin Bahnhofstraße 54. (03460) Bahnhofstraße 54. Heute zum letzten Male Das Der vorbereitende Ausschuß d26/4 Blumentische, Blumentische, Sessel, Spiegel, Kontorstühle und MnilllllmengeM gut gehendes, zu kaufen gesucht.. ladet ergebenst ein Das Komitee. Anfang nachmittags 4 Uhr. 03368 Für gute Speisen, Getränke u. 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