161. Jahrgang Dritter Blatt Nr. 48 Mciiumg kui Vertikale der weißen in bat vcrs Hieben ft farbigen Reflexen nc Die Aurstevung öes Kunftoereins. G^cheinl a-vch mtt «utnaÄHT« btf Die „Oietzoer L«riltend lütter" werben be* .Anreiqer^ viermal wöchentlich beigelegt, baL 'Krelsblott für bei Krds »ieheit" zweimal wöchentlich. Die ..canbwirttchaftlichen SeU- frage»- erfcheinen monatlich zweimal. so dringend noiwcndigc Revision des Gemeinschaftsvcnrags xn die Wege zu leiten. hessische swette Kammer. R.B. Darmsrabt, 24. Febr. DM Regierungstische: Staatsminister Ewald. Minister des Innern n. Hombergt, Gebeimeräte Dr. Becker. FrI«. v. Br egeleben, Best. Ministerialräte Lorb acher und Hol- brochenen Tür. Von Wärme und von hellerem Licht durchflutet das andere Bild „Mein Salon". Auch hier das raumschaffende Mittel des überschnittenen Stuhles am vorderen Rande. Die künst- lcrischc Arbeit geht aus dem Dunklen ins Helle bis zu der höchsten Steigerung des Lichtes in dem Slontraft der warmgelbm und der kaltblauen Gardine. Auf solche Kontraste zwtsckat kalten und warmen Farben und die Tönung der Zwischennuancen tu auch das Stil [eben nut der blitzenden Messingkanne vor der roten Platte gestellt. Ganz warm, fast altmeisterlich braungelb wirkt die Apotheke 'in Pirna mit ihrer, wieder aus rein malerischen Mitteln gewonnenen Tiefe. — In dem Bilde der Barockkrrche zu lieber- lingen ist das Wesen dieses eminent künstlerischen Bau-Stiles wundervoll erfaßt. Wie üt der Lottk ist auch int Jnnenruum der Barock Bewegung uni) Linienrcichtum: und dieser an sich schon malerische Charakter ist durch die malerischen Mettel der „Wiedergabe noch gesteigert. Cs ist Morgenltrmmung. In den ^>t-Chor fällt 'warmes Frsthsonnenlicht, das auch über die Bänke des Mittelschiffes nod) 'hinstreicht, dann aber in dem.weißen Raume nach oben und in den Seitenschiffen schummrig verklingt bis zur blauen Dämmerung, llnd aus dieser kühlen Stimmung bricht wie eine Fanfare das Rot und bei farbige Linienreichtum der äanzel. Wir tonnen lstec nicht alle die Variationen in Licht-, i_>nft- und Farbenstimmung einzeln verfolgen: den Farbenreichtum auf dem Futerieur mit dem lesenden Mädchen, mit dem ver- blünenden Ci fett des Blickes vom Dunkel ins Helle, bw kümt- lerische Einheit der Mittagssnmmung auf „12 Uhr", die gelbe Schürze und die blaue Vase aus dem Bilde im Mostkeller. Das Hangen der Bilder Kuhls hat bei den ungünMgen Licht- und Raumverbältiiisseii unseres Xlunstverernsaales und dem fast gleichen Format der meisten Bilder besondere Schwierigkeiten gemacht: man muß nd) — das ist aber Regel für jedes moderne Bild — geduldig einen reflexfreien Standpunkt lüdicn, um zum rollen Genuß dieser Meisterschöpsungen zu kommen. Zu H a b l i k s Silbern ist der geiiHgc Zugang nicht leicht iu finden. Er ist wohl stark von van Gogh beeinflußt und überläßt wie dieser unendlich viel der gestaltenden Mitarbeit des Betrachters. '21m leichtesten ist wohl der dekorative Farbenreichtum des Chrnianthemumstraußes und die düstere Stimmung des Hohlwege- >h iaisen. Utib von diesen Bildern aus wird man auch zum Verständnis so unendlich schwerer Probleme wie dessen der Sonnenstudie gelangen: in der Tat reagiert die menschliche Retzhaut bei der Betrachtung dieses Vorranges in der Natur so. daß die Sonne, die durch Daum« bricht., plötzlich als volle Lcheibe vor den Summum yt jdchen schckltt. Den IahrmarL kann mein Samstag, 25. gebruar 19U JRotatwtBbmd und Verlag ber Brüblfchen UnwersuälS - Buch- und 3ttinbrurage in ber M.immer zur Verhandlung gelange. ^ie Notwendig int strengster Svarsamteit werde ber Regierung VeranlasfMig sem, weitere Vereinfachungen iutd Ersvarnstse nach Möglichkeit durch- zuführen. In der Verein^achungskommission werde auch der Hl atz fein, die ?lnregnng des 2lbg. Illridi zu erörtern, ob man die gc- "amte Verantwortung für bas hciiiidrc Staatswesen nicht einem eruzjgeu Minister überlassen solle. Abg. Ulrich l)obe gestern auch das Verbot der Proteswersammlung in Langen kritisiert und es ab3' eine Vergewaltigung des VeriammlungSrechts bezeichnet Die Regierung sei im Gegenteil der Meinung, daß fie f,ck, mitschuldig gemacht haben würde, wenn sie diese Versammlung zugelassen hatte. lLebh.' Beifall.) Sie wurde fid, mitschuldig gemault lmben an bei- Verletzung ber elementarsten Gebote bes Gastrechts flautes, allg. Bravo'', nrstschulbig einer politisch ebenso unklugen, wie morahjch verwerflichen Hcmbluugsweise bem Repräsentanten eines großen benachbarten Volkes gegenüber lgroßer Beifall'', mitschuldig an einer Demonstration, bic int Widerspruch fteht mit bett Anschauungen ber nberroälfigcnbeit Mehrheit nicht nur des hcimeben, sondern auch des ganzen deutschen Volkes (lang anhaltender Beifall, Widerspruch bei ben Sozialdemokraten) und deshalb haben wir es für unsere Pflicht gehalten, an der Hand bes Gesetzes biese Versammlung zu verbieten, weil die Gefahr zur Anstiftung von gesetz • widrigen Wandlungen vorlag. Zum Beweis Tür den Aon. tn welchem die Einlabmia zu der Versammlung in bett soztoldemo- krottschen Blattern errahtfe, verliest der^ Re Mister einen Aufruf bet Frankfurter Volksstimme vom 1. September v. I-, worin Ausdrücke rote „Vertreter des russischen Hentershstems", „Men,dien» idiläditcr im PurpurrnMitel", „Blutschuld seiner blutgierigen Schergen", „infanie Blutschuld", „Tiefem Henker muß man lebe. Gastfreundschaft verweigern, hinaus mit ihm'.", „Den Blutzareu zu verachten" uff. Vorkommen Die Verlesung diefer A>isdruae wirb von ber großen Mehrheit fortgesetzt mit sehr lauten Pfuirufen und anderen Ausdrücken der Entrüstung begleitet, wahrend sicki die Sozialdemokraten mit Rufen, wie „sehr richtig!", „nun M - Ta^ ist doch auch der Fall!" dagegen wenden. Der Minister schließt unter lauter Zustimmung der großen Mehrheit, er t volle sich mit der Wiedergabe dieser Ausdrücke begnügen, das >3zuiS werde bar ms enennen, baß wir klick, eine Gefahr bex ?tu.frciznng zu Gewalttätigkeiten oorlag. Tie Regierung unb nicmanb tonnte bic V^raiilwortung übernehmen, daß durch diefc 'Jutfrci,jungen nicht Gräueltaten bewirkt werden könnten. Das zu verhüten, war die cinfache Pflickst der Regierimg. (Lebhalter anhaltender bruar 1910^ in Souveränitätsrechte umzuwandcln. Das war natürlich ein Vertragsbruch, wie er schlimmer nicht qebadit werden konnte; nur schützte die Ehineien vor einem gemeinsamen Vorgehen Rußlands und Englands ui ber T ibetsrage bisher der Umstand, dasz diese zu den litzlimsten asiatischen Fragen gehört und deshalb auch bei Abschluß bcö englisch-ruisischen Abkommens über Zentralasien mit gutem Bedacht ausgcschaltct wurde. Daß aber England jpäter einmal die Tibctfraac wieder ansrolien wurde, ging schon aus ber Aufnahme hervor, die der abgesetztc xalai Lama in Indien fand. Tnrr konnte diese Aktion alleui int Einvernehmen mit Rußland erfolgen, und wenn England seyt seine Zustimmung zu dem russischen Borgetzen hinsichtlich der Mongolei davon abhängig gemacht hat. bar, Rußlanb ihm bei ber Lrbnung ber tibetanischen Angelcgen- heitert hilfreiche Hand leiht, so wäre bas fehl: t’.critxmbndi. Rnr wird mein sich fragen müssen, ob England tat,achi'.ch diese Bedingung gestellt hat, unb ob der gegenwärtige Angenblick gerade jo fehr geeignet ist, die ^ibetsrage, iuu noch dazu in so energischer Weise, aufs Tapet zu bringen. Auch die anderen Machte werden in dieser BcziehunA ein Wort mitzureden haben, vor allem die Vereinigten »staa- ten, die es picht dulden können, das; ihr Bundesgenoffe in einem Zukunftskriege gegen Japan, daß China in diefer Weise von Franzosen, Engländern unb Russen gc;djroaa). unb verkleinert wirb. Ter „Matin" teilt in einer anscheinend amtlichen Note mit, das. Chin a der russischen Regierung nicht nur vollständige Genugtuung gegeben habe, frndern 1ich sogar bereit erklärt habe, den im August dieses >)ühres nbiaufcnbcn ruflisch-chinesischen Per trag vom Jahre 1881 mit einigen Abänberungen zu verlängern. Auge mid) fast nur als Farbeirstudie empfinbcii lassen, schwer nur zum Bilde zusammenseheii. Mit feinem und zartem Gefühl geht Hermann Neil den Reizen brr seuchttonigen Luftstimmung über bem Tal bes unteren Main nach ober ber über ber hessischen Ebene ober ben farbigen Nontrasten bes Sonnenlichtes im Walb. Auf feinen bekorativen Studien fügt Hdi der sehr graziöse Zug der Silhuettc mit der geschmackvollen Farbe zu einer guten Bilbeinheit zusammen. Der '2lntwerpener F. Block, dessen Vorsahren aus unserer Stadt stammen, will bic schwerrnüttge Stimmung ber norbüchen Natur seinei- Heimat wiedergeben. Am besten ist'ihm das wohl in dem Stück aus Srüggc gelungen. H. Krehßig malt frisch und ursprünglich in kraftvoll leuchtender Farbe. Er ist noch ein Werdender, bem gelegentlich auch ein Versuch mißlingen barr. Wer aber so wundervoll die Bewegung des Wassers auf bem sonnigen Tag am See ober bic 3ntimität bes oberbayrischen Gehöftes wieberzugeben weiß, läßt nod) sehr viel erhoffen. Wilhelm Wölkes buchkünstlerifchc Arbeiten beweisen das Geschick bes mobernen Kunstgewerblers in Entwurf unb Ausführung material gerecht und künstlerisch zu gestalten. Tr. Christian Rauch. » — Französische Forschungen in ber Sa- Hara. Aus der Sahara sind verschiedene französische Lfsr- -.irre zurückgekehrt, deren Aufnahmen eine wesentliche Bereicherung der Narte in Aussicht nehmen. Nach „Pelerm. Mittlg." hat Kapt. M. I. E. N i e g e r von Tidikelt aus mit seinen Kamelreitern die Grenzgebiete von Südalgerien fr- wohl nach Südmarokko wie nach Tripolitanien durchstreift. Durch Kapt. M. E o r t i e r s astronom. Positionsbestimmungen wird dem ganzen Tuareggebiet zwischen Tuat im Norden und dem Niger im Süden eine sichere Grundlage verliehen werden: seine Reise hat zwei Jahre in Anspruä) genommen. Ein fast iungfräulickies Gebiet hat Kapt. A. C o t t e s für bic Karte erschlossen durch seinen Zug von der Oase Air über die große Karawanenstraße Tripolis—Tschad fee nach Obis an die Grenze von Tibefti. Bei Jat zwischen Murfuk unb Bilma traf er mit einer von Tripolis kommenden, nach E. vorrückenden türkischen Truppe zusammen; wenn auch Feindseligkeiten vermieden wurden, so hat sich dadurch doch eine genaue Grenzbestimirmng in diesem Gebiet als ivün- jcheuSwert herausgestellt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhefsen bringen? . Ueber trie Verhältnisse an der Grenze Jndochinas wird < man nähere Mitteilungen abwarten müssen, ehe man^dazu ’ Stellung nimmt. Gerade für Frankreich, das fick) die Schaf- ' fung eines Riesenreiches in Nordafrika zur 2lufgabe gemacht und dort noch sehr große Schwierigkeiten zu über winden hat, liegt wohl leine Veranlassung vor, auch seinen ostasiatischen Kolonialbesitz zu vergrößern. Anders dagegen steht es mit Eiigland unb mit Rußland. Rußland will die Schlappe, die die Politik eines Iswolski auf bem Balkan erlitten, durch eine Aktion in Asien wettmachen und sucht sich dafür natürlich nicht das kriegsgewaltige Japan aus, sondern China, das, mitten in umfassenden Reformen be griffen, ihm um so weniger gewachsen sein kann, als auch die Pest unb gewisse Thronstreitigkeiten seine Widerstands kraft lähmen.' Daß sich Sasanow für diese Politik den Rücken gegen Deutschland und demzufolge auch indirekt 'gegen Oesterreich-Ungarn durch das Potsdamer Wommen gedeckt hat, bedeutet einen äußerst klugen Schachzng, wenn man auch zweifelhaft sein kann, ob sich die Bestimmung des Abtominens, daß Rußland und Deutschland sich jeder einander feindlichen Kombination sernhalten wollen, aus ganz Asien und nicht nur auf Persien erstreckt. Jedeiifalls durfte Deutschland seine .Hand für das so schwer bedrohte China kaum ins Feuer legen, um so weniger, als Rußland sich hier, wenn die aus Shanghai verbreiteten Meldungen richtig sind, bet Ausrottung der Tibetfrage unzweifelhaft an der Seite Englands befindet. Es mag ja nun fein, daß die Meldungen vom Einmarsch russischer und englischer Truppen in Tibet den Ereignissen weit vorauseilen. Man kann aber annehmen, daß Rußland unb Englaiid gewisse Truppenveränderungen an der tibctaiu- schen Grenze vorgenommen haben, die den chinesischen Grenz- behörven wichtig genug erschienen, um an ben Residenten in Lhassa weiter gemeldet zu werden. Nun sind zwar die Chinesen in ganz Asien als Angsthasen bekannt, aber auf der anderen Seite fühlen sie sich auch in ihrer Stel hrng in Tibet, das sie vor einigen Jahren besetzten, nicht ganz sicher. Denn sie haben hier, nachdem Rußland und England iich Ende August 1907 dazu verpflichtet hatten, auch in Tibet die territoriale Integrität Chinas zu respektieren und die Souveränität Chinas anzuerkenuen, diese Enthaltsamkeit der beiden Großmächte dazu benutzt, ihre Sonzeränitätsrechle durch Fortjagen des Dalai Lama (Fest n g e r. Vizepräsident Korell eröffnet die Sitzung um 9*4 Uhr. Tai, Haus fetzt die .HauptaiiSjprache über den Haushalt für 1911 fort Abg. Rcb fr. Vp.) führt aus, er fämre der Entwickelung unserer fmanzpolitiscken Verhältnisfe nur mit Besorgnis entgegen- sehen. Tic Ucberschüsse aus den Eisenbalmeinnahnien berauben sich auf einem sehr schwankenden Boden, aus dem sich keine gc- iunbe Fiiiaiij-icbrrung burdi-iilreit lasse. Xie Eiienbadnfchuld fei burdjitiaiittlid; um über n Millionen aiigenmdjcit, während bic lieber)ctilffc nur bürdüdniirtiid) etwa "2,6 Millionen betrugen. Das Sckittbciitilgungsg.sc.-tz hätte, schon int vorigen Jahre an> äenciiimen werben müßen, cs fdyetterte aber an bem Wiberfpruch 0^' Ersten Kammer. Hätte her Finanzausschuß Zweiter Nummer domals energischer auf ber Enebigung des Ge.etzeS beitanben. io wäre cs nid Leid't schon damals angenommen roprbcii Nach feiner ,ic der Finanzausschuß dieses Gesetz, das im Interesse des Lande.- .ibsotut notwendig fei, sehr wohl aad; ohne die An- weseuheit des Herrn Finonzministers erledigen können. Ter Redner acht bann ausführlich auf den Eisenbahngementschasts-- vertrag mit Preußen eiit, wobei er fick im wesentlichen aus die vielgenannte Brofdüre stützt. Die Denkschrift der Eisenbahn- bireftion Mainz habe iiadigeroieien, baß sich seit bem Bestehen der Eisenbahnaemcinsdmft der Personen- unb föütenn»rfchr auf ben Gcuieinichaftsstrecken stark veruiehrt, ia verdoppelt hat; bem- enl'vrechei'd hätte, sich aber auch ber Anteil Hessens an bem Rein ertrag erhoben müssen, was aber bekanntlich nicht gesd)ieht, ber Reinertrag fei vielmehr zurückgegaugcn. Er gebe zu, baß die Revision bes Vertrages keine so einfache sein werde, weil man mit dein schärfsten Widerstand Preußens rechn-'n müsse. Allein n-.ciut Heiieu alle die Rackst eile, die es durch den Vertrag erlitten hat, äiiianimcnitc.lit unb sich dann auf den Rechtsstandpunkt stellt, tanu werde wohl Preußen, wie jeder andere redttidoffene Kon- traf.ent, dem die Unhaltbar keil der vertraglichen Abmachungen nad-gciPieirn wird, nicht mehr ganz davon abstehen tonnen. Ein ^hingehender Antrag fei ia schon in der Kammer eingebracht: audj die Freisimngen würden nodi einen solchen Antrag stellen inib er hosfe, baß sich bie Zweite Kammer geschlossen zufammen- finben unb hinter bic Regierung stellen werde, um die für Helfen Auftollung der Tibetfrage? Die Kontroverse über die russische Drohuobe au China, in der Rußland eine weitere wirtschaftliche Festigung icmes Einstusfos in der Mongolei verlangt, ist trotz der Anttvort der Pekinger Diplomatie noch nicht abgeschlofsen, und schon kommt eine zweite Nachricht aus Asien, die in ihrer Bedeutung den erstgenannten russisch-chinesischen Konflikt bet weitem übertrifft. Läßt sich doch die Morning Post aus Shanghai melden, der Vizekönig von Tfetichuan habe dort- hin telegraphiert, daß rus,ische Truppen in Tibet einruckten, und daß nach Nachrichten aus Lhassa selbst auch engluche Truppen auf dem Wege inS Land wärem Gleichzeitig aber will man in Shanghai wissen, daß Frankreich Anstalten mache, von Jndockina aus in die Provinz Jünnan etnzu marschieren. Es sieht also fast so aus, als ob nunmehi die ganze Tripleentente gegen China mobil mache. Run ist zwar Shanghai als Lügennest so bekannt, daß man diese Meldung nicht ohne weiteres für bare Münze zu nehmen braucht. Sie stehen auch mit der unfreund sichen Haltung F-rankreichs und Englands gegenüber dem jüngsten Vorgehett ber Russen gegen China tu direktem Widerspruch. Oder sott es sich hier bewahrheiten, daß wahrend man in London und Paris unter der Devise: Haltet den Dieb! daraus hinwies, daß Deutschland hinter der russischen Drohnote stände, dieses Preßmanöver nur unternommen wurde, um China mit Deutschland zu ent zweien, um desto besser auch die englischen und französischen Ansprüche an China gleichzeitig zur Erledigung zu Sammel-Ausstclluiigen eines bedeutenden Kimstlers' sind das vornehmste Mittel zur künstlerischen Bildung des Kunstliebhabers. Dadurch, daß man ein unb benselben Künstler verschiedenen Problemen gegenüber sicht, wächst bas Interesse, wirb ber Wumck unb damit bte Fähigkeit bc3 „Einfühlens" in bas Kunstwerk angeregt, wirb bewirkt, baß der Befd)auer fid) in die secle des Künstlers versetzt, seinen Schaffensprvzeß und bamit bie göttliche Freude, daran nacbertebt. Unb solches Racherleben macht auch bescheiben; die vorgefaßte „ästhetische" zusanirncngelesene Meinung fchweigt, ber Künstler spricht unb wirb gehört. In der vorigen Ausstellung konnten wir uns in das Schaffen eines licbcnswürbigcn und vielseitigen Talents, wie D-etttnanns vertiefen. Diefcsmal haben wir einen ber großen Bahnbrecher ber neuen Kunst, ben Altmeister Gottharb Külst, ben Führer der Dresdener Moderne bei uns zu Gast. Er steht im 61. Jahr seines Lebens: sein Ruhm steht fest und braucht nidst mehr verteidigt zu werben. Alle diese Bilder zeigen Kühl als großen Maler im eigeMlichen Sinne des Wortes, der mit den spezifisch malerijdieii Mitteln von Farbe, Licht und Luft die Stimmung des Jnnenraiiincs einfängt und zu einer wundervollen Harmonie feiner, zum Teil prickelnd oikaiUer Farben steigert. Es lebt etwas von Pieter de Hood;s sanften stillzarten Tönen und wieder auch von des Delfter Vermeers, des größten Koloristen aller Zeiten, so unerhört raffinierten Farbenkomplexen in diesen Bildern Aber so genau und in gleichgestimmter seelischer Schwingung Kühl diese Großen studiert haben muß — er ist frei von jeder akademischen Anlehming, selbständig im Können des modernen Impressionisten, der in rascher Technik ben Stiimnnngsinomeut festhält, in breitem Strich, ber tm Auge bes Befchauers zufammenfchmflzt zur Fläche, unb er ist selbständig vor allem im Vorwurf. Schade, daß mir keine feiner Dresdener Landschaften bier'üorfüljreu tonnen mit ihrer virtuosen Darstellung der zitternden roaffergefättigten Luft üb:r ber Elbe. ober diese Büder find wohl alle in festen Händen. Eng und ber laltblaucn^arbinc. Aus solche Kontraste zwischen kalten und in unendlich feinen Rüancen verschieden unb darum besonders dankbare Studieiwbjettc find die beiden Tarstellmigen eleganter Jnnenräiime, bic am ber eteflroanb hängen. Aus des Künstlers jüngster Arbeit, dem Interieur mit Flügel ein dunklerer warm- «goldener Innenton unb ein geschickter Bildaussitzuitt, der an sich schon Raumtiefe schafft. Dann der Durchblick in das andere Ziimner auf bic blaue Tischdecke mit der gelben Vaje darauf; ferner die bildteilLude fött Erbschaf^ysrer tirte Derschkechterung der allgemeinen Wirt- Hchastslage gefolgert: die Hauptursache liege aber in den Maß- Bder Reichssinanzreform. Für das Jahr 1912 sei leider l mit wesentlichen Belastungen zu rechnen, z. B. einen von 370 000 Äkk. für Erbschaftssteuer und erheblichen t fttr ine neue Strafprozeßreform. Ftir die Eifenbafa- te doch eine werbende Schuld darstelle, verlange Herr te viel $n hohe Tilgung. Wenn Abg. Reh behaupte, daß ine Eisenbahnüberschüsse eine sinkende Tendenz hätten, so sei dies illnzutressend. Hessen habe in den 14 Jahren seit Bestehen des jEisenbahnvertrages rund 30 Millionen Mark für die laufende Ber- iwaltnng ausgeben können, was er besonders den Behauptungen des Dbg. Ulrich gegenüber betonen wolle. Hier kämen noch hinzu 'die Tilgung von 71/? Mill. Mark Schulden und besonders, daß die Zuschüsse ^ur Liidwigsbahir ein Ende genommen hätten. Wenn pran einmal über die Eisenbahngemeinschaftsfrage diskutiere, dann ifolle man doch auch die Vorteile der Äsenbahngemeinschaft an- ber'fernten mtb nicht nur immer beharrlich nach deren Nachteilen Archen. Man dürfe doch nicht seinem Kontrahenten fortwährend die Fensterscheiben einwerfen wollen. (Heiterkeit.) Er wolle übrigens «mertenncn, daß die gestrigen Ausführungen gegen den Gemein- Pchaftsvertrag viel maßvoller tonten, als bei früheren Kammer- oebatten und er gebe dabei ohne weiteres zu, daß man auf die Vsenbahnüberschülse nicht ganz fest und sichet bauen dürfe. Be- SÜglich der von der Reichstagskommission beschlossenen neuen strategischen Rheinbrücke bei Bingen bemerkt der Redner, daß der Regierung das Projekt nicht unbekannt gewesen sei. Wenn aber die Brücke mit als Straßenbrücke erbaut werde, so werde man sich an die früheren Borschläge des Finanzministers Gnauth halten müssen, wonach beim Bau einer Straßenbrücke das Kunst- straßengesetz zur Anwendung komme. Man dürfe doch nicht »laufen, daß das Reich eine Rheinbrücke speziell zugunsten Hessens Lauen würde. Mit Genugtuung konstatiere er, daß die Frage deiner verstärkten Schuldentllgung von allen Rednern als bte rnstngendste anerkannt werde, liefet die Frage bet Reichsfinanzreform unb ihre Wirkungen möge man verschiebener Meinung sein. Er halte aber das Zustandekommen der Reform int Inter- «esse der Bundesstaaten für eine erfreuliche und dankenswerte Tat: dies s« auch jüngst von der württemb er gischen Regierung aus- drücklich anerkannt worden. Ein besonderer Vorteil für die Einzel- staaten sei noch die Uebernahme der seit Jahren gestundeten Matri- kularfeiträge auf das Reich; wäre dies nicht geschehen, so hätte mindestens eine lOprozentige Steuererhöhung in Hessen erfolgen müssen. Eine Heranziehung der juristischen Personen zur Vermögenssteuer, wie sie Abg. Brauer wünschte, sei in keinem anderen Bundesstaat und werde auch wenig nützen. Cs sei auch untunlich, die hessischen Steuerverhältnisse mit der Steuerskala in anderen süddeutschen Staaten zu vergleichen. Die Forderung des Herrn Ulrich auf Einführung einer höheren Progression und auf Freilassung aller Einkommen bis 900 Mk. sei nach Lage der Sache nicht durchführbar. Die Steuerfreilassung würde eine etwa 10- vrozentige Steuererhöhung auch für alle kleinen Einkommen er- Wörtern und das würde doch Herr Ulrich gewiß nicht wollen. Andererseits würde eine zu starke Progression der Einkommen steuer eine bedenkliche Abwanderung der besitzenden Klassen nach bat Nachbarländern zur Folge haben. Es sei nicht damit getan, daß man sage, man solle einzelne Steuerzahler ruhig ziehen lassen. Er erinnere in dieser Beziehung nur an Vorkommnisse in Mainz (Firma Henkell und andere), wo es der Stadt und der Regierung große Schwierigkeiten gekostet Habe, recht empfindliche Schaden abzuwenden. Redner feflagt bann, daß in einigen Blättern in maßloser Weise für die Gehaltsaufbesserung der Beamten agitiert unb sogar der Brief eines, angeblichen Beamten abgedruckt worden fet, worin sogar zum Streik der Beamten aufg'efortert wurde. Redner schließt seine Aus- Whrungen mit dem Appell, daß man sowohl aus der Vergangen- feit als auch aus der gegenwärttgen Lage gute Lehren ziehen und daraus lernen möge. Man möge lernen, die im jetzigen Voranschlag durchgeführte Sparsamkeit auch für die Zukunft zu üben und alle Ausgaben möglichst zu beschränken, anderseits aber neue Einnahmequellen zu erschließen, wo sie sich darbieten. Dann würde auch für Hessen wieder die Zeit vollkommen gesunder Finanzen kommen, worauf hinzuarbeiten im eigensten Interesse unser aller liege. (Lebh. Beif.). Abg. Dr. W e b er’fefcricfe darauf namens seiner Parteifreunde ebenfalls die polttische Sage. Auch er ist erfreut, daß sich die Aussprache über den Eisenbah-nvertrag in so maßvollen Bahnen bewegt habe. Man habe wohl im allgemeinen das Gefühl, daß das jetzige Verhältnis nicht so weiter bestehen könne und man könne um so eher m eine Prüfung des VertragsverhältnisseÄ eintreten, als die Grundlagen für die Teilungsziffer sich in der Zwischenzeit verschoben hätten. Hessen habe heute nicht mehr das, was ihm nach Lage der Sache zukomme, das müsse auch Preußen einsehen: er hoffe, daß sich die Regierung feftrefen werde, das geeignete Material hierüber zu beschaffen, auf Grund dessen die fetreffenden Schritte vorbereitet werden können. Redner geht dann auf die Frage der Schuldentilgung näher ein und bespricht darauf mehrfache Ersparnisvorschläge in der Staatsverwaltung, besonders im Forstwesen und im Gebiet der Justizverwaltung. (Beifall.) Dbg. Köhler-Worms (natl.) spricht seine Freude darüber aus, daß das Budget ohne Fehlbetrag abschließe. Die Bevölkerung Hessens hätte auch eine erneute Steuererhöhung nicht vertragen können. Die Schuld an der ungünstigen Lage treffe auch die Regierung mit, die in der bessern Zeit an die Zukunft hätte denken müssen. Der Redner, der auf der Tribüne schwer zu verstehen ist, weist dann auf den ungeheuren Aufwand für den Schreib- hilfeapvarat hin; es werde geradezu schauderhaft viel für Sckreibhilse ausgegeben. Er geht bann eingehend auf den Gemeinschaftsvertrag näher ein, der Hessen zweifellos viel Vorteil gebracht habe. Das müsse namentlich den vielen schiefen Darstellungen in der Presse gegenüber betont werden. Wir könnten nur dankbar dafür sein, daß viele unserer hessischen Orte mit in die Eisenbahngemeinschatt eingezogen worden seien oder einen entsprechenden Aufschwung genommen hätten. Auch er sei dafür, daß diese Frage, die jetzt fet der Budgetberatung die Bevölkerung so tief bewege, einmal in autoritativer Weise klar gelegt werfe, und wenn Der Antrag Molthan auf Revision des Vertrages in der Weise untgeänbert würfe, baß burch ihn nur die Umlagen für eine Prüfung bet Frage geschaffen werben soll, ob ein Anlaß jur Revision vvrliegt, so wirb auch er unb feine Freunde fern Anträge zu stimm en können. (Beifall.) Abg. Molthan erklärt daraus, daß er im Einverständnis mit seinen politischen Freunden und int Interesse einer gemeinschaftlich wirksamen Aktion sich den Vorschlägen Köhlers anschließe und den Antrag in diesem Sinne ahänbern werfe. (Beifall.) Da rto chmehrere Redner zur Hauptaussprache vorgemerkt sind, wird die Sitzung nach 1 Ufa abgebrochen. Nächste Sitzung: Mittnwch vormittag 10 Uhr. 2)tc Hauptaussprache soll an diesem Tage zu Ende geführt werden. (BcricbtsfaaL R.-B. Darmstadt, 23 Febr. Tas Kriegsgericht der 25. Division verurteilte in der heutigen Verhandlung den vor- bestraften Taglöhner K: F. aus Bönstadt bei Friedberg, der seit Herbst 1908 im Garde-Dragoner-Regiment Nr. 23 dient, wegen fortgesetzten schweren, durch Mißbrauchs eines Dienstverhältnisses gualifizierten Diebstahls zu zwei Jahren Gefängnis, Ver- setzlmg m die zweite Klasse des Soldatenstandes und fijnfjäyrigem Ehrverlust. Donl Sommer v. I. an hat der Angeklagte die Kantine emes Regiments nächtlicherweile bestohlen. Währelid er auf Stallwache war, pflegte er durch ein Oberlichtfenster in die Kantine emzudrmgen und sich auf diese Weise Zigarren, Eßwaren u. dergl. anzueignen. Die Beute brachte er in eurem Versteck im Stalle unter. In der Anklage iuaren ihm sieben vollendete und ein ver- uchter schwerer Diebstahl zur Last gelegt. Am die Zeugenaussagen der Kantinenpächters-Eheleilte Haas, daß noch weitere Fälle vorgekommen seien, räumte er noch 15 solcher ein. 4 Der geprellte Piccolo. Als im Jahre 1904 die Lose für bte Zeppelin-Lotterie gezogen wurden, hatte der damals 14 Jahre alte Piccolo des Hotels Terminus das Glück, damit den Hauvttreffer in Höhe von 60 000 Mk. zu machen. Als das der Oberkellner des Hotels, Ernst Aye, und der Zimmerkellner Prößl erfuhren, überredeten |te den Jungen, ihnen das Los zur Ein- faffterung zu übergeben. Von den 60 000 Mk. behielten sie jeder 15 0U0 Mk. für sich, so daß dem rechtmäßigen Eigentümer nur die Halste des Gewinnes verblieb. Als der Vater des Betrogenen von der Sache erfuhr, stellte er Strafantrag. Vorläufig konnte nur der Zimmerkellner gefaßt und au zwei Monaten Gefängnis verurteilt werben, da sich Aye nach London geflüchtet hatte. Als er Dort das Geld ausgegeben hatte, kehrte er nach Deutschland zurück, wo ihn in Lübeck die Polizei festnahm. In der Verhandlung vor der Strafkammer in München tvar er geständig; das Urteil lautete wegen strafbaren Eigennutzes auf drei Monate Gefängnis. ßanöd. " Konkurse in Hessen, lieber den Nachlaß des am 2o. Sept. 1910 verstorbenen Bierbrauers und Metzgers Heinrich Neuer von N e ck a r st e i n a ch wurde am 17. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Hill in Hirschhorn wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen find bis zum 4. März fei dem Amtsgericht Hirschhorn anzumelden. - Heber das Vermögen des Gastwirts und Spezereihändlers Valentin Aloifins Ai a s s i n g von Rembrücken ist am 1«. Februar das Konkursverfahren eröffnet worden. Konkursverwalter ist RechtS- nnmalt Nuß zu Selißenstadt. Die Anmeldefrist läuft bis 9. März bei dem Amtsgericht Seligenstadt. — Lieber das Vermögen bei Schreinermeisters Wilh. Knierim IV. in 2 st h o f c n wurde am 21. Febr. bas Konkursverfahren erönnet, da der Gemein- schnldner seine Zahlungen eingestellt hat. Rechtskonsulent Franz Schwan in Osthofen wirrde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zun, 18. März fei dem Amtsgericyt Osthofen anznmetden. — lieber den Nachlaß des am 28. Februar 1903 zu Worms verstorbenen HauptlehrerS Lndw. Muth, in W o r m s wohnhaft gewesen, wurde am 21. Februar das Kon- kursveriahren eröffnet. Amvaltsgehilfe Heinrich Müller in Worms wurde zum Konkursverioalter ernannt. Konkurswrde- rungen sind bis zum 8. März bei dem Amtsgericht WormS an- zumelden. Märkte. F.C. Wiesbaden. Diehhof-Marktbertcht vom 24. Febr. Auftrieb: Rinder -1 (Ochsen 8, Kühe 53, Bullen 0), Kälber 95, Schafe 25, Schweine 186. Tendenz: Rinder und Schweine lebhaft. Ochsen. _ Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 48—50 89—90 49 89 Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere auSgemäftete 48—50 88—90 49 89 Mäßig genährte junge und gut genährte allere......... 45—47 86—87 46 86 Ungejochte.......... 49—50 89—90 49 89 Bullen. Kälber mittelmäßig, Schafe und Breis Durch- pro 100 Bfb. schnitlspreis 100 Pfund Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes 44-46 80—84 45 82 Vollfletschige, jüngere 40—43 75—78 41 76 Färien, Kühe. Vollste,schige auSgemäftete Färsen höchst. Schlachtivertes 45—50 32—87 47 84 Vollfleljchlge ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 39—42 75-76 40 75 Aellere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jnngereKühe u. Färsen 35—38 70—73 36 71 Mäßig genährte Kühe mib Färsen . . 29—34 62-68 31 65 Kälber. Feinste Mastkälber 63- 65 105-108 64 106 Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 56—60 94-100 58 97 Geringere Mast- und gute Saugkälber 47-50 47-80 48 78 Geringere Saugkälber 50—55 86—92 62 89 Schafe. Mastlämmer u. jüngere Masthammel 42—00 84-00 42 84 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 46—00 60—00 46 60 Bollsteischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 46—00 60—00 46 60 Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 46—47 59—60 46 59 Ueberstand: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine ausverkauft. fc. Frankfurt a.M., 24.Febr. Heu- und Strohmarkt. Angefahreii waren 5 Wagen Heu und 2 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 8,00—8,50 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 2,80 bis 2,70 AU., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft langsam. Die Zufuhren waren aus .Oberheffen, dem Kreise Dieburo und ans dem Obertalinus. Zahn-Creme Mundwasser 9 jiuujoj ‘uonajinsiH ui ppuadtraidnji »ipubipif Ssp saspllv 89M 8sv jassaq aaqft.i -ajvff jsp na3an^avj}|J3 pun uapid|ads«|g iwüsy Sicher and schmerzlos wirkt das echte Radlauer'fche Hühner augenintttcl. Fl. 60 Psg. Rur echt aus der ütronenfMtotbefe, Vcrln, . 8. Devot in den meisten Avocheken und Drogerien. (61*V, Gcwcrbebank zu Gießen eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Die verehrl. Mitglieder unserer Bank werden zu der Montag den Ä7. Februar er., abends 8% Uhr im Saale des Hotel Schütz stattftndenden 52. ordentlichen General-Versammlung ergebenst eingeladen. ein YveuesaMleV durch i/ärben mit* uorcxuns'sche tenlW!» Za haben in Itrogenhnnd- lanren and Apothekei. Ctm. Durchmesser 69 Ctm. Durchmesser 30 Ctm. Durchmesser 45 LrMirWstlichkr Kochllinmin e. 8. m. n. h 1388 Der Direktor JohS. Hantel. a) Nutzholz. 29 Eichenstämmc (Schnitholz) 30 bis mit 25,45 Fm. 27 Eichenstämme (Wagnerholz) unter mit 11,43 Fm. 4 Buchenstämmc (Schnittholz) 37 bis mit 2,48 Fm. Gießen, den 14. Februar 1911. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates: L. Petri II. Drucksachen aller Art dtoBf8bTscbeU*.-draciM#el Holzversteigerung. Donnerstag den 2. März lfd. Js., vormittags um IOV2 Uhr ansangend, soll im Wald der Gemeinde Mainzlar nachoerzeichneteS Holz versteigert werden: 208 Fichtenderbstangen 1. und 2. Klaffe mit 1873 Fm. b) Brennholz. Freitag den 3. März L I., vor«, um 81/, Uhr anfangend: 373 Rm. Buchenscheit, 53 Rm. Eichenscheit, 91 Rm. Buchenknüppel, 96 Rm. Eichen, Kiefern- und Fichtenknüppel, 7065 Stück Buchemvellen, 1945 Stück Eichen-, Kiefern- und Fichtenwellen. Die jedesmalige Zusammenkunft ist am Ende des Erch- weg§ am Waldeingang. Mainzlar, den 25. Februar 1911. Äroßh. Bürgermeisterei Mnualar. । Bogel. Institut Boltz Ilmenau i. Tbür. [hv”/, Ein].-, Fäbnr Prim.-, Abltur.-(Ex.) Schnell, sschcr. Pr. frei. z« Grotzeu-Liuden. 1386 Der Rechner Der Lagerhalter Pb. Pirr III. Gq. Muhl. Bilanz am 31. Aktiva. jM, Warenvorrat 4389.20 Kaffenvorrat 2257.01 Debttoren 3018.24 Dezember 1910. Passiva. JC Aufgenommene Kapitalien 1800.— Mitgliederguthaben 1453.— Reservefonds 1426.45 Betriebsrücklage 1382.35 Verlustkonto 330.15 Dividenden 3272.50 9664.45 Die Mitgliederzahl betru Wahrend 1910 gingen z Während 1910 gingen o Stand der Mitglieder E 9664.45 g Ende 1909 . 145 u . . . . 5 150 b . . . 4 nbc 1910 ... 146 Fm. u u n Der Kaufpreis ist n » w u H n v 3 3 1 ; 1 9 13 21 98 4. 6 a 5b Kiefernstämme 4. , 5a Kiefernstamm 5 b Lärchenstamm 5a Fichtenftämme 3. 1,76 1,35 0,30 0,68 6,86 11,13, 12,45 23,08 Ctm. Durchm mit 1,03 Submissions -Holzverkauf. Aus den Waldungen der Gemeinde Mainzlar soll nach- verzeichneteS Holz auf dem SubnlissionSwege verkauft werden. 1 Kiefernstamm 3. Kl. 33 25—29 20—24 16 24 30—39 25—29 20—24 12—19 pro Festmeter anzugeben. Die Gebote sind, genau nach Sortimenten und Klasfcn getrennt, bis zum Samstag dem 4. März L F., nachmittags 3 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo bte Bedingungen eingesehen werden können und die Eröffnung stattsindet. Mainzlar, den 25. Februar 1911. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. 1384 Versteigernng von Baugelände. Als Pslcaer und Beoollmächttater von Carl Plank III. Erben bringe ich zwecks ErbauSemanderletzung die nachstehenden Grundstücke mn sofortigem Zuschlag bet entsprechendem Gebot zur ftelwllligen Versteigerung durch Grotzh. Ortsgericht Gießen in deffen Dicuftlokal Donnerstag den 2. März 1911, nach«. 3 Uhr. 1. Gemarkung Gießen Flur V Nr. 269 — 1079 qm, t Flur V Nr. 270 - 538 qm, ttehi von der verlängerten Lndwiattraßc bis auf die als Straße vorgesehene Nodtbobl, d. h. den jetzigen Berbm- buimcrocfl »wischen Augenklinik fezw. Friedrichstraße und Wilbelmstraße; 2. Flur VII Nr. 56 - 4647 qm, hinter der Schönen Aussicht auf den Warttvea stoßend und nach der Klinikstratze »u gelegen; der dort befindliche Weg, Verbmdungsweg von Wartweg und Klmikstraße, »letzt auf dem Grenzstreifen des Ackers her; 3. Flur XIII Nr. 52 = 1661 qm, am Schiffenberger Weg, nahe dem letzten wfaff'srhen) Haus. Gießen, 25. Februar 1911. (D*^ Raab, R echtsanwalt. 1 Pfand-Paket Jakob Maternus Preislage der Zimmer von Mk. 700.™" bis Mk. 1,400.— Ludwig Alter D3rmstaJt Aufklärung D36/1 in Hessen. Einbruch und Diebstahl 1260 n MO mittel geröstet. 1172 H. F. Nassauer Neuenweg 15 Neuenweg 15 Trinkmit Aassee-Kroß-Röstnei wit tltftrifit« Bftriti. LalinkalkindHrieGrshen-Likiiev-Elchell Trinkmit 710 mit Trinkmit an den Vertreter Grosse Auswahl Solide Preise Bettnässen. sich 1350 durch offene offene offene bestes Waschmittel offene Türen Fenster Wasserleitungen Gashähne ist in Flaschen zu beziehen durch alle Plakaten bezeichneten Verkaufsstellen. Wo noch nicht vertreten, wende man Ganz neue Modelle in bekannter, erstklassiger, geschmackvoller Ausführung zu aussergewöhnlich blligen Engros-Preisen 1252 Telephon 854 326 brennendes Licht Feuer W asserrohrbrüche Obdachlose und Gesindel sowie durch Beschädigungen jeder Art Anschluss an ein bestorgani- übertrifft alle alkoholfreien Getränke an Wohlgeschmack u. 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