161. Jahrgang Drittes Blatt Nr. 71 Erscheint täglich mit Ausnahme der SonntagL, mir von ib gewiffen- w langen. Abg. Dr. Dröschcr (Kons.): Wählcr. Meteorologische Beobachtung^ der Station Sietzen. haben, wird. feit das Mhler^ hMiiil Mai daran liess, die oßentr > beiirebt [M nbcoenpaltung vir als Sei» Redaktion, Expedition und Druckerei: «schul' stratze 7. Expebttion und Vertag: e-SS bl. Redaltionr^S 112. Tel.-2ldr.: AnteigerGrehen. Abg. Noske (Soz.)r Utopistereien. Die nackte Wirklich- Wir fordern mit allem Nachdruck für eine beträchtliche Verminderung der Schutz. Die „Eiehener ZamillenbläNer" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich bergelegt, das „Kreüblart für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftliche« Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. zrettag, 24. Mär; M Rotationsdruck und Verlag der Drübl'schen Universität» - Buch- und Steindruckerei. 9L Lange, Dietzen. Sozialdemokratie hinein. Für gesetzgeberische Gewaltmatznahmen gegen die Unternehmer in unseren Kolonien sind wir ntdit zu hoben, erfrenlidi ,st die wachsende Bedeutung der kolonralen S'anbtoktfdiaft. Wir müssen immer mehr dazu kommen, daß die notiDcnbigr.i Robprodultc, wie Baumwolle ujw., aus unteren Kolonien gewonnen werden. Tie Produkte der Viehzucht, vor edlem Flettch, müssen in erster Linie in den Kolonien zur Ler° Wendung kommen. Ter deutsche Markt soll mit kolonialem Fleisch nicht beschick! incrbcn. (Lebhartes Hort! Hort! l'ukS.) ein staatliches Kreditinstitut muh in Sudwestafrika schleunig,t errichtet werden. Notwendig ist die Weiterfuhrnng der oitarrna- niichen Zentralbahn bis zum Tanganiila-see und die Fort- r'ührung der Kilimandscharobahn bis zu den Marubergen, wo ein Natronsce gewinnbringend anßgebeulet werden und mer Scu-- Itarbcn bringen kann. Nack allem erkennen wir dankend an: Es geht vorwärts! (Beifall rechts.) Höchste Temperatur a,n 22. bis Niedrigne , . 22. , ihiedericlilaa 0,0 mm. Toppclzenrner in 19UJ, i.0 3bJ W-*sentner ui 1908, 229 >20 Toppe, zcnrncr in 1907, 66 450 Toppclzenrner in 190b, 40 690 Doppel-.entner in 1905 und 35 140 Toppelzentner in 1904. Sic Ausfuhr im Jahre 1910 roar also zwölsinal so groß als die im Jahre ' 1904. Marne. fc. Wiesbaden, 23. März. Heu- «nb Strohmarkt. '2lngcial)icn roaien 15 Wagen Heu und Llroh. Bian notierte: Heu b.OO-7.2u Alk., Stroh (Richtstroh) 4.30—5.20 'Dir. — Frucklmarkt. Haier 16.-0—16.00 Bit. Alles (üv 100 Kilo. Limburg a. d. Lahn, 22. März. Fruchtmark!. -urch- jchnittspreiS pro Aialter. Roter Weizen (ilafiauischer) 16,50 Mk^ iveiBec Weizen (angebaute Fremdsorle) 16,00 Alk., Korn 11,60 'M., Gerste: Fnttergersle 0,00 Alk., Brangersie b0,00 Alt., yater Alk. 7,75 Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln 7,04—8,00 Alk. Spielplan »es Siebener Siadtth.aters. TrrelUon: ©ermann oieuigotucr. 'Montag den 27. März, abends ö Uhr, bei kleinen Preisen: Benefiz iiir Herrn Regisseur (Surt (Sühne: „Flachsmann als Erzieher." Komödie in 3 Auszügen von Cito Ernst. Ende gegen 10' . Uhr. Dienstag den 28. März, abends 8 Uhr (21. Tienslags- Abonnement - Vornellung): „Herr und Diener/ Ende gegen 10'/, Uhr. Miitwoch, *9. März, abends 8 Uhr, bei Bolkspreisen: Voltsvornellung (niucr 'Milivirlrmg der Rnoclle des hiesigen Jn- mntcuc-yvcginiciU5): „Ter ndele Bauer." Ende 107. Uhr. Freitag een .1. 'März, abends 8 Uhr (2o. Freitags-Abonnemenl-Borslellung „Heimat." Ende h 7. Uhr. _ Zn Vorbereitung: Dienstag den 4. April: Beneftz tue Herrn Oberregisseur Hern, Vakoi: .Es lebe das Leben." DaS waren ist anders, nächste Jahr Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Abg. Ledcbour (Soz.): Es erfüllt mich immer mit Bewunderung, wenn ich den Dr. TrÖscher hier höre. Welche Menge von Wonnegefühlen !£' doch in der Brust dieses Mannes Platz! (Heiterkeit hnM Gr schwärmt jeben Staatssekretär an. Er hat Wernburg mit Rubeln voll Lob überschüttet, heute Lindequiit, morgen wird er eß fernem Nachfolger gegenüber tun. Unterschiedslos bedenkt er leden Staatssekretai Statt daß Buch znzuklappen und abzutreten, hat er in stark verwässerter Form und darum weniger genießbarer Auflage die Ausführungen ErzbcrgerS wiederholt. Nur emS war neu; Er sucht, sich in unsere Seelen zu versetzen und behaupte Je, auch wir seien für die Kolonialpolttik gewonnen. Unsere Par e, als solche ist aber immer noch grundsätzlich dagegen. Vier Milliarden für Natron will Herr Tröscher auS dem innersten Afrika herauschleppenl Ach, wenn daS doch ber gute Dernburg erlebt hätte, das; seine Phantasien noch übertroffen werden. (Heiterkeit.) Nack btr Tattelk.stc der Natronsee! Der^Redner spricht dann über die Streitigkeiten der Raffern mit ber § t r m a doppel. Die mit den Koffern abgeschlossenen Vertrage sind direkt unsittlich. Das Militär bat die Ausständigen provoziert. Wir protestieren gegen die Parteinahme des Staats,ekretars für bic Arbeitgeber und gegen die militaristische Verseuchung, die sich hierbei gezeia- bat. Auch in diesem Jahre verlangen wir, baß den Hereros soviel Land zur Verfügung gestellt wird als sie^zur Wiedcrai.snabme der vor dem Slricg von ihnen betriebenen Viehzucht gebrauchen. (Zu.'ife des Abg. Koller.) Ihre Parte, hat m früheren Jahren fa selbst sich auf unseren Standpunkt ge- stellt. Sie setzen sich also frivclerweise mit Ihrer eigenen Parte, in Widerspruch. (Vizepräsident Schultz rügt den Ausdruck Soll«. ibenben aus allen an Mister 0 bti HäifSMenza Husten t , Heiserkeit überall ärztlich verordnet. Erhältlich in Aiwtheten, Trogen-und Mineralioasferhandlimgen. iss' ,, Haupt-Depot: 2. LLciicl, toiewcu, Lonnenftr.6, Tel.88. £andwirh'd?aft r. Aus dem Vogelsberg, *23. März. Wie in der Welterau, so ist auch im Vogelsberg das D i nlerg ctreibe stark ausge wintert, untern, Schnee „crurat", auch teilweise durch ^Näusefratz vernichtet und mus; fast durchweg um- gepflügt und durch Sommerfrucht ersetzt werden. F. C. Wiesbaden, 23. März. Wie wichtig d,e Kontrolle des Handels mit- Dünge- und Mutter m i 11 e I n in, beweist folgende 'Mitteilung der agrikultur-chemischen Vciluchs- ftation der Landwirtichauskammer Wiesbaden. 28 Firmen liehen unter Kontrolle der Versuchsstation. Von diesen «abriziereii, beziv. .bringen in den Handel, Dünge- und nulleuniltel Iß^jirmcn, nui Düngemittel 5 Firmen, nur Futtermittel 7 ,,-innen, cchadenersat;- iälle kamen im abgelaufenen Jahre im ganzen 2o vor (gegen im Vor,ahre> und zwar 25 bei Düngemitteln und feine bei tfuttci- nutteln. Bei im ganzen unteiiuchlen 179 ThomaSmehtproben feinen 23 Schadcnersatziätle vor. Bei im ganzen untersuchten 23 Ummomat- snpervhosphatvrobeu kamen 2 Schadencrsatziälle vor. erEciamt- geldbelrag der SchadenersatziäUe bcläusl sich aui 860,08 -ft. (gegen 595,80 Mk. un Vorfahre). ___ Herr Eczberger hat mir nicht nur alle Rosinen aus dem Kolonialkuchen vorwegacnommcn, sondern er hat auch den ganzen Kuchen aufgcgcsien. (Heiterkeit.) Wir können uns seinen anerkennenden Worten nur anschliestcu. Etwaige Härten bei der Rackverzollung müssen gemildert oder ganz beseitigt werden. Die Errichtung von Erholungsstätten soll möglichst unterstützt werden. Tann wird man auch die Tienstperiode auf mindestens drei Jahre fcstsetzcn können. Ter Nachwuchs für die Verwaltung soll möglichst auS den Kolonien genommen werden. DaS Verständnis Tür die Notwendigkeit unserer Kolonien ist Gemeingut aller Schichten der Bevölkerung geworden, bis tief in die Reihen der in dkl (liasll'che" 7 ■** jen 23. Diärz — -4- 15,5 •« 23* „ — -j- 0,8 “C* ernäbning nutzbar zu machen. Wir werden seiner^ Zeit auck einen Antrag stellen, gefror cnes F leisck auö ^ndwest- afr ika einzuführen. (Beifall linfe.) Abg. D'r. Paasche (Natl.): Herr Ledebour bat Herrn Dröschcr bart mitgenommen. Aber wir sind allzumal. Sünder. 2Benn ein Thema stundenlang turd bic Debatte geschleppt wird, sind Wiederholungen unvcrmciblut- 23ir brinoen b e m Staatssekretär volles -vertrauen entgegen. Als einem praktischen, mutigen Beamten, ber die Kolonien durchaus kennt, und der bestrebt ist, sie nad> allen Richtungen zu fördern. W.r hoffen, dass nicht etwa wieder cm f'ureautratii‘dxr Geist in die Kolonialverwaltung einzieht. Wir standen oft m hartem Streit mit dem Staatssekretär Dernburg. aber er ist e? gewesen, der eine großzügige Verkehrc-^olitik etu- geleitet hat. Er hat es vein'tanden, daS Eisenbahnnetz anszul'auen. er hat e5 nach großen Gesichtspunkten geschickt angelvgt und Durch- geführt. Seiner geschäftlickvn und finanziellen ^Routine war c-> zu verdanken, daß diese Eisenbahnvrojekte ans eine gesunde finanzielle Basis gestellt werden. Sie haben wesentlich zur En'- nidlung ber Kolonien bcigetragen. Wir freuen uns dessen, toctl gcrabc wir von jeher für die Kolonien cingetrctcn sind, zum -teil unter dem Hohn derer, die sich jetzt alß Kelonialbegeistert- auf- spielen. Das Hypothekenbank-Projekt für Slvakopnnmd liegt feit zwei Jahren bereit, das Geld ist da; warum zaudert der Staats fefretär? Schließlich kommt ja jede Kritik über die Kolonien auf ein Urteil über den Staatssekretär Dernburg heraus Nun ist von einem konservativen Agitator behauptet icor ben, Dernburg habe am Schlüsse seiner Amtsführung eine Milliarde deutschen Volksvermögens an Börsenspekulanten verschenkt. Eine derartige Verdächtigung eines verdienten Staatsmannes ist doch weit über das berechtigte Maß parteipolitischer Kritik hinaus. (Beifall links.) ES ist unerhört zu sagen, daß d i c D e r n b u r g sck'en Verträge, die die verbündeten Regierungen abgeschlossen haben, im Interesse einiger weniger Spekulanten liegen sollen. (Beifall links.) Abg. v. Licbert (Rv.): „friDol".) Abg. Goller (231<): .<5err L-deboui mag an einem großen Mangel an Stoff leiden, sonst balle er mich nicht zu apostrophieren brauchen Wir stehen dem Siaatssekrctär ebenso unvoreingenommen gegenüber wie seinem Vorgänger. Er wird ja auch in Den Punkten, die heute zur Debatte sichen, dieselben Bahnen wandeln. Jedenfalls schätzen wir ihn als tüchtigen Praktiker und e n n er ber Verhältnisse. Eine Verringerung der Schutztruppe ist durchaus möglich. Zu befürchten sind nur noch die Bastards, die man anderweitig beschäftigen muß. Der Pensionsfonds ist zu stark überlastet, weil angeblich alle Beamten herzkrank werden. In die Kolonien muffen vor allem Aerzte, landwirtschaftliche und tforfh beamte geschickt werden. Unsere Musterkoloni e.T og o enttäuscht leider. Sie ist seit Jahren im Rückgang begriffen. Jedenfalls haben wir gelernt, daß die Plantagenwirtschaft der Emge- borenenfultur überlegen ist. Natürlich sollen dabei d,e Rechte des Negers in seder Weise gewahrt werden. Recht betrüblich ist eß. daß £>crr Ledebour sich nickt einmal persönlich von der Lage der Neger überzeugt. Dann würde er seine Ucbertrcißungen lassen. Mer nickt zugibi, daß unter unsere^ Verwaltung die Verhältnisse besser geworden sind, der kennt die Sacklage nicht; mit dem erübrigt sich jede Auseinandersetzung.^ Alle Wunsche mich Selbst- verwallung unlcrftütien wir au>3 wärmste. Tie Kreditanstalt ist drin-end notwendig. In den ^crmerkreisen herrscht jetzt ein erfreulicher aesunder Optimismus. Die Viebzucht gedeiht. In einiger Zeit wird man vielleicht nicht mehr wissen, wohin mit dem Vieh. Jetzt ist diese Frage aber noch nicht akut. Da ist es doch sehr kleinlich von unseren heimischen Agrariern, fick setzt ickou gegen die Einführung kolonialen Fleisches zu wehren Nein, im Gegenteil, wir treten nur für unsere Kolonien ein weil wir boficn, sie einmal für die Volks- flut bau »Ä j ss&l - Un M. nun w, »°» 2k £ bien? öaensöerbäü. Jtuinnüede; ^lche nnbeg pofl ein KJ«, inen Iöbl fluch an aüe 7 b[1 es nch ^“teilen - .^r'ö>tlichkkii " des Cnte e>en oeritebt Lollük. Der neue Staatssekretär hat zum ersten Male seinen Etat vor dem llieechStag zu vertreten. Mit der finanziellen Gestaltung des Kolonialetats können wir zufrieden fein. 75 Prozent der Ausgaben werden von den Kolonien bereits selbst getragen. Mau sollte aber einmal alle Kolonien nach einem großzügigen Plan aus dem Reichözuschuh hcrausnchmcn Die Truppcnzahl könnte bebeutenb rebuziert unb baburch allein 6*a Millionen Mark schon im nächsten Jahre erspart werben. Der Rcbner gibt e ta t- technische Anregungen, er ist für Beibehaltung beS Aus- z gleickSsonbS als Spartopf bis zu einer gewissen Höhe. Die Eingeborenenfrage ist setzt die Hauptsorge unserer Kolonialpolitik. Wir hoffen, daß die Unruhen in Ponape zu einer Entwaffnung Der Eingeborenen fuhren ioerben. DaS mag schwer sein, läßt sich avcr setzt gewiß burch- führen. Z-'sammenstöße zwischen Weißen und Schwarzen, wie einer setzt wieder beim Bahnbau in Südwcst sich ereignet bat, sollten bintangebaltcn werben. Dazu ist eS nötig, daß die letzten Reste der Zwangsarbeit beseitigt werden, die sich noch niigcnDS bewährt hat. Weit eher empfiehlt sich bic Besteuerung Der Eingeborenen. Die Anstellung von Eingeborenen- Ji o m in i I f a r e n begrüßen wir als eine vernünftige Institution. Mittel dazu wirb ber Reichstag wobl stets gern bewilligen. Die staatlichen Behörden müssen immer Hanb in Hanb geben mit ben Missionaren. DaS geschieht ja mit wenigen Ausnahmen auch überall. Der Ruf nach Selbstverwaltung wird immer lauter unb berechtigter besonders in Samoa unb in Sud- west. Natürlich bat bic Selbstverwaltung die Selbsterbaltung zur Voraussetzung. Ich möchte fragen, ob ber Wunsch des Reichstages, die Gemeinden mit Land ausreichend auSzustatten, erfüllt worden ist, oder ob daö noch geschehen soll. Die von allen Seiten gewünschte Landes-Kreditanstalt sollte zunächst in Sud- west errichtet werden, und zwar unter staatlicher Mitwirkung. Der Mangel an Kolonialbeamten scheint nun endgültig aufgehört zu - ■ Wir wünschen, daß die elatsmäßige Anstellung zur Regel ______ Damit wird dem häufigen Wechsel in der Beamtenschaft borgebeugt. Die Frage bet Nachverzollung, bic zu großen Unzuträglichkeiten geführt hat, bebarf bringenb einer befriebigen» den Lösung. Bei ben Eisenbahnbauten müssen wir energisch eine sorgfältigere unb zuverlässigere Vorarbeit ber« Deutscher Reichstag. 155. Sitzung, Donnerstag, ben 23. März. Am Tische des BunbeSratS: Dr. D e l b r ü ck , Dr. v. L i n b c - q n i st. Präsident Graf Schwerin«Löwitz eröffnet bic Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten. Die namentlichen Abstimmungen zur Kali- propaganba ergeben Die Ablehnung bes Antrages ber Volkspartei bett, das Verbot ber Zuwendung an politischen Ctga« nisationen mit 197 gegen 130 Stimmen (in ber Minberheit bie Volkspartei, die Sozialoemokratie und die Mehrheit ber National- liberalen). sowie be-5 Antrages ber Sozialdemokraten, der bic ganze Äaliabgabc ber Reichskasse für sozialpolitische Zwecke zu- führen will, mit 237 gegen 88 Stimmen (in ber Minderheit bie Sozialdemokraten und die Volkspartei). Der Kolonlalefat Berichterstalter ist Abg Dr. Scmler (Natl.) Der Präsident teilt mit, daß sich alle Parteien doh n geeinigt haben, den Baumwollbau, die Schafzucht, sowie sämtliche bergrechtlichen Verhältnisse einschließlich ber Diamanten» regie unb bic Kriegskostenaufbringung für Sübwest auS ber all- gemeinen Besprechung auSzuichließen. Absi. Erzbcrger (Zentr.): ttiippen, besonbers in Sübwest. Tic phantasievoNen Scknldcrun. gen über die zu erwartende Hebung neuer Sckätze, bie wir auch beute wieder gehört haben, sind nur bazu angetan, leichtgläubige 7cutc zu i 'ranlassen. ihr Gelb in k.lcm-ale Gründungen hinein- zustecken, obwohl viele davon ovecsaul find. Vor solchen schwindel haften Scham lofi gleiten muß bringend gewarnt Ich bin zehn Jahre zu früh auf bie Welt gekommen Als iE Gouverneur von O st afrika war, war bicseö Amt keine Freude. Jetzt ist es anders, jetzt wird wirtsck)aftlich gearbeitet. Die Hmiptsach.' ist die Förderung der Eisenbahnpolitik unb bei deutschen Siedlung. Tie ost afrikanische Zcntralbahn wird ein Weltrekord sein und den beutidjen Namen bekannt machen in Afrika. Dann werden wir die Bodenschätze de? ichtvarzen Erbteils nach Eurova bringen können. Das stille Daressalam wird ein Welthafen werden. Tann können wir Tarifpoliti? treiben und die Steuerschraube anzichen. Damit wird auf die Eingeborenen ein gesunder moralischer Truck ausgcübl, ohne daß sie Schaden leihen. An den Eisenbahnlinien wurden auch bic jetzt umher streifenbcn Eingeborenen seßhaft werben. Wir sinb ein finber- reiches starkes Volk, wir wollen baher unsere Kolonien beutsd, machen, in allen Teilen, nicht bloß in Beamten unb Solbatcu. Sübwestafrika, Kamerun unb Ostafrika sinb ausgezeichnete (äiebl ungdge biete. Der jetzige Staatssekretär steht ber brutschen Besieblung freunblich gegenüber. Es muß aber noch mehr geschehen. Die Fahrt für Ansieblerfamilien muß vor billigt werben, ber Lanberwerb unb ber V' eheinkauf müssen erleichtert werben. Institute für tierärztliche Forschungen sinb notwcnbig. Ualholische Gemeinde. Sotterdienst. Sanislag den 25. März 1911: Nachmittage, um 5 Uhr und abends um 8 Uhr. Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag ben 26. März, 4. Fasten^Sonnlag: Z-est Mariae Berlünbignng. Vormittags von 67, Uhr an: (Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe. , uni 8 Uhr: Austeilung Der hl. Kommunion. „ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: Heil. 'Messe mit Predigt. Nachmittag; um 6 Uhr: Ehrifienlehre; Darauf Fest - Passion?» 2lnöacl)t mit Segen. Dienstag und Freitag abend um 67, Uhr ist Fastenandacht. CUUnyviiiuffc uvi.iviilUt. Sonntag den 26. März, Lätare: öotlcsbienft. 3n 0* Stacilirthc. Vormittags 97. Uhr: Pfarrer Schwabe. Vornnilags 11 Uhr: Kinberkirche lur die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 67t Uhr: Geistliche Mnsikaufsnhiung. Bloniag den 27. Marz, abends t Uhr: Vereinigung der konfirmierten w e i b 11 d) c n Ingens Der 'Matthäus gemeinde. 3a der Iohannesnrche. Vormittags 9'7. Uhr: Piaiimsisient ö a) o r I emm e r. Vormulugs 11 Uhr: Kinberkirche ’ur Die 7)Ol)anne5gcmeinbc. Piarrassiflent Schorlem m e r. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Ron» irmandcn Der EulaögemcinSc. Pfarrer Bechtolsheim er. 2Cird>c und fcbulc. Der 52. Jahresbericht des Zeulral-Ansschusses für die Z n n e r e 2! i ss i o n der deutschen c v a n g c l i s ch e n K i r ch e litber das Jahr 1910 ist im Truck erschienen. Im '1'hitelvunlt Der 'Arbeit des Jahres 1910 flanD ber vierte Apologetische Iu strukt io nskurs u s zu Berlin. Von großer Bedeutimg ’ur zahlreiche 'Arbeilszweige ber Jnneicn 'Mission war die im 'November abnchaltenc Konteren z. Die un Jahre 19g9 gcgiünbctc rauen- schule der inneren Mission Har 'sich gut eingejührt. Auch Der -weite Jahreskursus ist zurzeit wieder von etwa 50 ^dmlerinucn aus allen Gegenden Deutschlands sowie über 40 toqibitcntuinen bdudn Tie Seemannsmillion machte weitere Forlichnttc. Als Gesängnisail'seherinnen wurden 14 Anwärterinnen ausgebildet. Die Zentralstelle zur Förderiing der Volks- und Jugendlckture Qdb u a. neue Bnchcrverzeichni,sc für lurtgc Mädchen uitb über !populär-medizinische Lchri.ten, sowie ein Verzeichnis guter Bucher sissr da» deutichc Haus, heraus. Ein boonberer Ausichusi unlcrzog beit $oi ent murf zum d eu t sch e n t r a r g c > c tz b n.ch einer eingehenden Prüfung vom ,.rt r»eg.. 70 311 Topvcrzeittncr grei^ zeing 1910. Im ganzen 3ai)rt* lUiu hca die Ausfuhr betragen 518 100 Toppeizenmer gegen 392 34b werden. Um 1Y3 Uhr nimmt Staatssekretär von Lmdequist daS Wort zu einer Erwiderung auf Noske. Freitag 1 Uhr: Weiterberatung. Abends 77, Uhr: Versammlung der konsirmterlen männlichen Jugend der L i> k a s gemeinde Abends 8 Uhr: Btbelbejprechung im Johannes- saal. Altttwoch den 29. Aiärz, abends 6 Uhr: 5.P a s s i o n s a u d a ch 1. Pfarrer Bechtolshetmer. März 1911 Barometer aut 0° reduziert Temperatur bei Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Mrad ixr Bewölkung In 3cbntel der pchld tzimmelsfi. Wetter 23. 147,0 14.4 8,0 65 8 2 9 Sonnenschein 23. b* .46, > 9.6 6,8 76 NNE 2 4 Bew. Himmel 24 *44,3 1,7 4,7 91 N 2 5 Nebel, Reif Uv => o CO ex Co S «■ er 'S Os er s ö rt 3 3 431 o es o* -Q -a -e s <68- 3 S8 B to o rt iS e c Z 3: => 2:' c< i? 3 sr 3 o = ?sW o — es' —■ s-U E -»§ tos =■< es o — o Uv n =. 6)2 o ’ ' ~^7 S AZ2 5 i2^'co 3 C> 2,° P.-=X ?8 c #-t ß- *=, s SR —- ex ’S'» Cj 5 " Sf! S-"' S DE D r-, - ex =• -öS TT" ex 5 r-,e> S »9"’ Z-AK .««*$ p H p ex —£■ r5*3 er — 2 2 3 •C7 -n W 3 ~ <» 3 s S' ® 2: es S -s cz — ® r” s — 3:0 5-^ «3? s — | LZ. es' S 3 . n (?) ö CO^^sL-O's 2.^P,^.^q. = 2- Se ^es CZ- —- 2 2. 61 srs 3 cv r> O 3 iS .CP o: S CT" 3 S 3 .CO o •ex' s NO 3 -c s s CO 3 5 s =. g ® " s k- 3 —. O* S o - o eD^ __, eO ZZ o 2' Ä-’co 3 - , x5-H Ck <-. -s o Ä5 C: co ex —< co s ~ iS - es Usr Z s' <3" -5 ex 3 s Q p CT'- S- ' ex 3 Cv ~ KS o ,« rs '—r-tr 3 B' SW •SV 3 sK •9*2. SÖ 3 J 3 .-6)7/ **• ex exÖ^_ 9C^ 3. * M rt S 'S SS co 'S rt> <2^ Y c=o'»' ex * ,—» es rt 4—i 3 Ö 'S - er 3 3_o .Gfw L ex _. 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