Samstag, 29. Zull 19H 161. Jahrgang Erstes Blatt Die heutige Nummer umfafct 14 Seiten. Aus Briefen Robert Kod)$. gc itranrgeit yandeit, Deren fortiaufenDc Deovamrung viel Zeil erfordert. Aber fie gehen vorwärts, und ich bin mit unseren Resultaten recht zufrieden. Auch gesundheitlich Sie Mcetengenfrage von Gibraltar. Tie „Kreuzztg." erhält eine .'Zuschrift, in der wesentliche Bedeulen gegen die Einverleibung von ganz Marokko in Frankreich geäußert werden: Tatsache ist, baß von dem Augenblick an, Ivo ganz Marokko an Frankreich hcle, em? Wer rvcränderung im 'JJi 111el • meer erfolgte, die sich allmählich bis m die entfernten Winkel aui der langen Linie über Genua, Neapel, Venedig, Trieft, Fiume, Salonik, Konstantinopel, Odessa, Smnrno und Llc^anbra er- streckte. Ta Frankreich früher oder später nicht unterlassen würde, gegenüber von Gibraltar 'ich eine beseitigte Stellung zu verschaffen, so kämen dann, da der Suestanak in englischer Hand liegt und and) für ichwere Kriegsschiffe unzulänglid) ist, alle User- floaten unter franzöiisdser Kontrolle. Diejenigen Politiker de- Mittelmeeres, baten ein weiter Blick eignet, berufen sich für diesen Fall auf — England. Fd) nehme nun ohne weiteres an, das; Frankreich ben Engländern in bezug aus Fiottenrüstung, auf Die atlantische zinste und namentlid) in bezug auf Befestigung der Meerenge in der Gegend von Tanger ganz bestimmte Zusagen gemacht hat, und Englands Staatsmänner werden über diese Zusagen, beispielsweise Italien gegenüber, fane besondere Verschwiegenheit geübt haben Aber das alles schlummert in Geheimnissen ! Die Gesahr unsrer Zeit ist die geheime Diplomat!.. Wie Zusagen gehalten werden, sieht man ja deutlich an der Befestigung von Biferta, wie neuestens bei der Akgecirasakte. Nicht geheime Versprechungen sind geeignet, in solchen Lebensfragen anklagender Besserwisserei vor die Fuße Hüpfen. Kritik kann unsere Auslandspolink, die in den letzten Jahren jo häufig die Richtung verloren hatte, vertragen, aber mit effektvollen Ratschlägen zu unrechter Zeit sollte man sie verschonen. Das Vorkommnis in der Luisenkircke zu Charlotten' bürg, wo eine Mitttärabteilung den Gottesdienst verließ, als Pfarrer Äraatz den Fall Iatl sehr unerquickliche Unterbrechung der sommerlichen Stille in der inneren Politik. Der Fall hat natürlich mehr als lokale Bedeutung. Heute wird bekannt, daß der Mirdicn- Vertretung der Luiscngemeindc ein Antrag vorliegc, den Vertrag zu kündigen, ivvnach die betreffenbe Truppe das Recht hat, den Gottesdienst zu besuchen. Tic in der Regel iurz entschlossene „Deutsche Tageszeitung" erhebt daraus hm schon die Forderung, die in Betracht komnienden Avmmandobehörden müßten prüfen, ob nicht der Gottei dienst da zu mciben sei, wo nicht das reine Evangelium gelehrt werde. So weit sind wir also schon! Offiziere entscheiden über religiöse Wahrheiten oder Irrtümer? Wir glauben, daß sie btefe neuen Befugt isse gern von sich cchschütteln werden. Der Auszug aus der Luisenlirche Hal ,a schon den Eindruck erweckt, daß rauhe Soldatenherzen l-ci den Heilsprüfungen religiöser Bedürfnisse der ihrer £bl,ut unterstellten Kirchgänger mit einer Kriegserklärung an den Pastor allzu rasch bei der Hand find Wir wollen ce- nicht entscheiden, ob Pfarrer Kraatz in seiner Predigt dem Falle Iatho nicht einen zu breiten Raum gewahrt habe Es wird neuerdings behauptet, vierzehn Tage vorher habe rselben Kanzel das Thema Iaiho scharf in entgegengesetztem Sinne behandelt Vielleicht hat dieser Wetteifer zweier Theologen vor versani- melier Gemeinde in manchen Herzen begreiflichen Unwillen geweckt Aber für einen Abzug ganzer Truppenteile war unter keinen Umständen Anla Dem kommandierenden Offizier stand cs keinesfalls zu, mit feinem — vielleicht berccktigien — fubjelliven Urteil unter Mithilfe seiner Soldaten während des Gottesdienstes eine Kundgebung zu veranstalten. Ein mit Talt begabter Zuhörer hätte, wenn er die Ausführungen des Pastors and) innerlich ablehnte, feinen Lärm verursacht, es vielmehr vor- gezogen, nicht einmal eine Miene zu verziehen. Kommen wirklich Entgleisungen der Prediger vor, so ist in der Regel dafür gesorgt, daß andere, unmilitärische Autoritäten den crfi rbcrlid)eu W>-' s,rudj ins Werk sehen. Mein Zweifel, das Verhalten der Ofsiziere tu der Luisenlirche entsprang einem überraschenden angel an Talt. Es heißt, über den Vorfall solle auch dem Kaiser Bericht erstattet iverbcn. Bei der Strenggläubigicit, die ihm eigen ist, wird er dennoch zweifellos die uelcuigten Lifiziere eines Handlungen ist und bleibt ans jeden Fall eine unbegreifliche Rk । Kvürdigkeit. „Ich befinde mich/ 15. August 1905, „abgesehen von Kleinigkeiten, die nicht der Rede wert sind, recht wohl. Etwa vier Monate lang war ich im Innern von Afrika, habe viele Strapazen, anstrengende Märsche durch Sümpfe und über hohe Gebirge machen müssen und habe mich daoei besser geühtt als an der Küste mit ihrem Treibhausllima. Deswegen bin ich auch wieder ins Gebirge gegangen, wo es lühler ist. Amani, wo ich mich jetzt befinde und Vorläufig auch bleiben werde, liegt im Cftufambaragebirge, etwa 900 Meter hock', auf allen Seiten von Bergen und von Urwald umgebe::. Mit meinen Arbeiten habe ich viel Glück gehabt; es ist mir alles, was ich in Angriff genommen, über alles Erwarten gelungen. Augenblicklich beschäftige ich mich noch mit der Tsetsekrankheit und hoffe auch damit zu einem befriedi- genden Abschluß zu gelangen. Tarnt erst kann ich an | ' schreibt < r, „da eS fmi um eine seh'- und Strapazen. „Ich befinde mich," schreibt er am s wierige urankljeit handelt, deren fortlausende Beobachtung nw na t! i di 75'ÖU ol ertel- i äbrtid) M. 2J0; durch Ibbole- il 3roriflfitnert •nonatfid) 65 PI.; durch die Post Mk.L—viertel- hibrL auSldil Bestelle Zeilenprert: lokal lüPs^ aulmärN 80 Vlennig. Chefredakteur: A-Goetz. Verantwortlich für den volinschen Dell: ttuaufi tftt .Feuilleton^, ,13ermÜd)tc6* und ,®frid)(*|aale: ft. Neu- raih; für .Stadt und Vonb': LHeß; iür den Anzeigenteil: H. Beck. geht es nur gut, und es wäre soweit alles sehr schön, wenn das Leben hier nicht so eintönig wäre. Ich muß den ganzen Tag mitroflopicrcu und fast immer dieselben Dinge, das ist sehr ermüdend. . . Morgen will ich in eine neue Hütte ziehen, die besser gelegen ist und eine schönere Aussicht hat, Sie wird auch trockener und behaglicher sein Man lernl eben immer mehr, wie man Hütten aus Holz und Gras zu bauen hat Tie ersten waren» recht schlecht, besonders das Dach taugio nichts, es war zu flach und ließ deswegen den Regen durch. Jetzt habe ich mir eine Hütte mit sehr steilem Dach bauen lassen, von dem der Regen besser abfließen kann. In meine bisherige wird Regierungsrat Beck ziehen, und besten Hütte bekommt ein junger Arzt, der von Dar- efsalam geschickt wird, um Schlafkrankheit zu lernen. So vererbt sich eine Hütte immer von einem auf den anderen." Irn Juni wird Koch recht ernstlich krank. „Fünf Wochen habe ich beständig liegend oder sitzend zubringen müssen", schreibt er unter dem 27. Juli 1907 an seine Tochter. „Aber kaum konnte ich wieder auf fein, da habe ich mich auf die Reise gemacht und bin nach Hiiiba und Schirati gefahren, beides deutsche Stationen am See, wo nach allen Anzeichen die Schlafkrankheit zum Ausbruch gekommen war. Ta bot sich mir Die Gelegenheit wieder, wie in früheren Jahren, durch die afrikanische Steppe zu marschieren, ab und an auch auf die Jagd zu gehen, und das hat mich bald wieder gesund gemacht. Ich fühle mich jetzt so wohl wie kaum zuvor. 9hin sitze ich aber schon wieder Tag für Tag nm Mikroskop, und da furchte ich fast, daß das nicht gut für mich ist." Erst im November 1907 kehrte Koch von dieser afri- lanischen Studienreise zurück. Er hat danach nur noc. eine große Reise, 190b nach Nordamerika und Japan, unter nommen. Oie Verhandlungen um litaroho werden fortgesetzt. Einige Llütler haben schon wieder „festgestellt", die deutsch-französischen Verhanoliinaen seien „so gut wie abgeschlossen", und Herr v. Kioerlen-Wächter habe den Abschluß beschleunigt, um den Kaiser bei feiner Rückkehr vor rollendere Tatsachen stellen zu tönnen. Was von diesen Gerüchten zu hallen ist, geht aus folgenden Meldungen hervor: Tic „Köln. Ztg." meldet au-5 Berlin: Aud) in hiesigen maßgebenden Kreisen sieht man mit Befriedigung, datz England eine freundschaftliche V e r ft ändiguug -wischen Teutfchland und Frankreich wünscht: ist aber nicht der Ansicht, daß dec u n m i 11 c 1 b a r c Einslu ß llr. 176 Der Siebener liqetyet erscheint täglich, anher Sonntag*. - ^Beilagen: viermal wöchentlich SicheverLainiliendlittter. zweimal wöchenil.Xretr« blatt für Den Kreis «ießcu (TienStag und Freitag): zweimal monotL Land wirtschaftliche Leitfrager. Fernfprech - Anschlüße. politische Wochenschau. Gießen, 29. Juli. Die glühend heißen Hundstage pflegen auch der besten fiulturmenfdicn Interest an(, wenn nicht lahni' zulegen, so doch erheblich zu vermindern Aber neben den großen Feuersbrünsten, die in allen Gegenden einvorloder- ten, war ein Gespenst wachgerusen worden, das seine Glieder reckte und mehr als der Elemente Zerstörungswut die Welt in Sorge versetzte: die Kriegsgefahr. „Sollen wir Marokkos wegen vom Leder zieheni“, diese Frage des Fürsten Bülow schien noch einmal bejaht werden zu sollen. Der alte deutsch-englische Hader war wieder ertoao.it. Vom Kanal herüber erschollen die alten tzetzrufe des uniicbene- toürbigcn Vetters. Durch die deutschen Zeitungen zog sich ein tiefer Groll über die englische Mißgunst. Die vielen Ansätze, das Verhältnis zwischen beiben Völkern zu beffern, schienen mit einem Schlage vernichtet zu sein. Es ist nicht das geringste Ergebnis der voracftrigen Rede des englischen Ministerpräsidenten, daß diese Gewitterwolteu vielleicht ioieder einer dauernden Klärung weichen werden. In ben Verhandlungen um Marokko selbst ist es ja zwar noch zu reinerlei Entscheidung gekommen. Aber Herr Eambon toiio jetzt dem Blick des Herrn o. üiderlen nicht mehr answeichen können, wird die werbende Handbewegung nach London einstweilen ausgeben müssen. Tas ist besser al 5 eine neue Algeeiras-Konferenz. Und hoffentlich bringt der deutsche Staatssekretär in dem feinen Vorgängern so häufig entwischten marokkanischen Schmetterling nicht ein an wertlosem ftongoftrid) heimisches Insekt in die deutsche Sammlung. Daß Deutschland neuen SiedelungslandeS bedarf, um den Zuwachs feiner Bevölkerung, der jährlich nahezu eine Million beträgt, künftig in deutscher Arbeitsgemeinschaft unterhalten zu tönnen, wird jetzt von fo ziemlich allen Volk klassen begriffen. Dr. Paul Rohrbach, der t-.rzlich im Buck) Verlag der „Hilfe" ein interessantes und wertvolles Buch, „Deutschland unter den Weltvölkern", herausgab, scheint recht zu haben: der Liberalismus ist an der neuen deutschen Weltpolitik in vorderster Linie in.eressierl. Roy. bad), ein ^titrämpfer und Freund Friedrich Naumanns, hegt selbst linksliberale Absichten. Richt ohne Bereckstigung behauptet er, daß bei den Konservativen, dem Zentrum und den Sozialdemokraten eine Förderung der nationalen Ans- breitungsnouvendigkeiten im Sinne des neuen überseeischen, weltpolitischen Deutschlands nur in dem Maße erwartet werden könne, in dem fie sich etwa entschließen, ihren geistigen und historischen Entwicklungspnilzipieu gegenüber inkonsequent zu fein. In diesen kritischen Tagen hat es sich aber gezeigt, daß konservative und Zentrums-Blatter der von uns hervorgehobenen nationalen Haltttng der Frankfurter Zeitung nicht nachstanden. Es gilt nicht nur, der Regierung Treue zu halten, fonbern selbst tatkräftig und freudig mitzuarbeiten. Wir teilen den Wunsch Dr. Rohrbachs — der übrigens in seinem Bilche hanplsächlich die englische Opposition dem deutschen Streben gegenüber sehr interessant, aber nicht immer einleuchtend beiiüiibelt —, daß bei uns Deutschen künftig immer mehr „unter dem Druck neuer Tatsachenerkenntnis die Trennung von dem alten Parteiideal und die Bereinigung mit der nationalen Zu- lunstshoffnung erfolgen möge“. Freilich bar: man dann nicht, wie Harden dies jetzt in seiner „Zukunft" ivtebcr tut, einer zielbewußten Regierung vor wichtigen Enk.Deibungen, chne die diplomatische Lage genau zu kennell, mit allerlei Die Heimreise denken." Im Sommer 1906 ist er wieder „auf der Wanderschaft und auf der Suche nach der Schlafkrankheit". Aus Sefe bei Entebbe schreibt er nach mannigfachen Wanderungen durch Deutschostafrika am 24. Oktober 1906: „Endlich hat bas Wanderleben aufgehört, und ich sitze nun fest auf den Sese-Inseln im Viktorla-Ryanza. Hier gibt es mehr Schlafkrankheit, als wir brauchen können. Ta kann ich die Schlaf- fr an 11) eit nach allen Richtungen studieren, und das geschieht bann auch gründlich. Meine Herren Asfistenten und ich selbst sind von des Morgens früh, wenmdie Sonne aufgeht, bis abends, wenn es anfängt, dunkel zu werden, an der Arbeit. Ta müssen Hunderte von Üranfen untersucht und behandelt werden, und viele mikroskopische Untersuchungen sind auszuführen. Bis jetzt geht auch alles gut. eigentlich über Erwarten gut, und wenn es Dabei bleibt, dann ist es möglich, daß ich viel früher fertig werde, als ich gedacht hatte Wir leben hier wett ab von aller Kultur. Ich wohne im Zelt: über das ich mir eine Grashütte habe bauen lassen, um gegen Wind und Regen etwas besser geschützt zu sein. . . . Am 3. März 1907 ist Koch noch immer auf den Seje- . „Unsere Untersuchungen tonnen nur langsam vorder Rede auf die B c r d a n d l u n a c n so «roß m, nne man an manchen Stellen anzunehmen schein: Iedemakks wird bte Haltnna Deutschlands in dieser Frage nach wie vor nur b n t di Die eigenen roohl etroogenen 3nteceffen bc- nimmt blähen. . _... Rambouillet, 28. Iutt In der heutigen Sitzung des Ministerrats sprach de Selbes auch über die auswärtige Lage und Über die schwebenden Verhandlungen, die einen normalen Verlauf nähmen. Tie Stimmung in England. Als Beleg dafür, wie die öfsenttiche Meinung in England die letzte Reoe des Herrn Asquith ausgenommen hat, bringt das amtliche Wolsstche Bureau solgende Aussührun- gen der „Westminster Gazette" zum Abdruck: Tic „Westminster Gazette" schreibt: Wir haben es mit einer Lage »u tun, die, wenn sie nicht vorsichtig und klug bebanbelt wird, Folgen baden könnte, die in gar keinem Verl-ällms zn den Anläfseii sieben würden, die sie berbciiulnicii Wird sie aber klug und vorsichtig bebanbelt, bann dürste sie, und wie wir hoffen, wird sie zu einem dauernden und besseren Einvernehmen zwischen allen beteiligten Mächten führen. Glüdlicherweise ist guter Grund Ali der Annahme vorhanden, daß die Tiplomatie nach einigen Tagen der Erregung in ein ruhigeres und normaleres Fahrwaver jurudlehrt. Wir bedauern osfcn, da» zwischen uns und 4.culld' I mb die Tiplomatie so bald «ach dem Bernd) des Kaisens nach einer augenidiciiUiu.eii Besserung der gegenseitigen Beziehuilgen ;u einem Punkte der Spannung gekommen tft. Wir erkannlen vlötzlich, daß Cie Aloecirasakte und die folgende deutsdi-tranzo» mdic Verständigung mehr ein diplomatisches F11ckwerk naren, als eine Lösung des Riaroklopioblenis und der tragen. Die Dein Problem zu Gruiidc tagen. ES gereicht jcpt allen zum Vorlech Daß Die Wirklidsteiten ui das '.'luge gefaßt werden, und «ine wirkliche Auseinandersetzung ßattfiiibet Wir glauben feinen Augenblick, daß dies ohne Opfer von beiden Seilen möglich in. Tas Blatt bdampft neuer die Legende, daß England bestrebt fei, eine angemessene Expansion Deutschlands zu verhindern, die iym iwtmenöigen Zugänge zur See zu versperren und seine Tiplomatie in der ganzen Welt zu durchlreuzen und nblieut: Wir haben leine solche Absicht und freuen uns. Daß der Premtermmister durch seine ufientluDC Ertlaruna beweisen konnte, daß wir einen de u t fch- i r a nzö sis ch cn AnSak e ich in Wcstasrika nicht zn verhindern beabsichtigen. Wir wünschen außcTbcm ein Auftommen der Legende ;u verhindern, die, wenn sie unwidersprochen bliebe, der deutsch-englischen Rivalität neue Gelegenheit und eine schärfere Spitze geben würde. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Annahme von -neigen Hotottonsbrud und Verlag der vrühf'schen Univ.'vuch. und Zkeindruckerei H. Lange. NedaMon, Lrpedition «nd vruckerei: Stbulstraße 7. bi! Sormütagfinymub” vudingen: Fernsprecher Nr. 50 Lefchästsstelle Bahnhofstraße 16a. Die wissenschaftliche Bedeutung Robert Kochs ist bc reits vielfach) in ihrer scgcnbringenden Bedeutu.ig für die Menschheit gewürdigt worden; aber von dem Prwatleoen deS fellenen Mannes ist bisher ivcnig in die Oesfentlichkelt gedrungen. Deshalb sind eine Reihe von Briefen, die fein Schwiegersohn, Generaloberarzt E. Pfuhl in der „Deutschen Revue" veröffentlicht, für uns von besonderer Bedeutuitg, denn fie zeigen den großen Arzt von der rein menschlichen Seite, lassen in der Erzählung seiner Arbeiten utw Reise erlebniffe die bedeutende und liebenswerte Persönlichkeit erkennen. Die Briefe sind zum größten Teil an seine Tochter gerichtet und heben an mit einem Schreiben zum 8. Geburtstag seines „Trudchen", in dem sich Kochs V at er- liebe reizend ausdrückt. „Zn Deinem Geburtstage wünsche ich Dir reckt viel Glück. Du mir ft nun schon acht Jahre alt und mußt von jetzt ab ein recht verständiges Mädel werden, in der Schule tüchtig was lernen, der Mutter in der Küche helfen, Blumen warten, die Tiere füttern und mir beim Mikroskopieren die Gläser putzen und Algen sammeln. Das alles toirft Du schon besorgen müssen, und jedes folgende Jahr wirst Dü uns noch mehr Arbeit abnehmen. Zuletzt können Mama und Papa ben ganzen Tag im Lehnstuhl sitzen, und unser liebes Trubelchen wirb für uns kochen unb mikroskopieren unb Rezepte schreiben. Ach, bas ivird einmal eine schöne Zeit werden. Aber nun bleib auch nicht mehr zu lange fort. Tie Tiere suchen jeden Tag in allen Ecken, und Jutta Idas Dienstmädchen) seufzt immer, und ich denke manches Mal, wenn die Tür leise auf geht, jetzt kommt mein Mädel, und wenn ich hinsehe, ist es ein fremder Mensch." Von seinen Forschungsreiseii weiß Koch der Tochter stets allerlei Interessantes zu berichten. So folgen wir ihm aus feinen Fahrten nach Aegvp:en zur Bekämpfung der Eholera, nach Indien, wo er sich weiter der Erforschung dieser Menschheitsgeißel roibmci. Am interessantesten sind die Berichte, die er ihr von seinen afrikanischen Reisen zum „ Studium der Schlafkrankheit mitteilt. In der k Am biologischen Versuchsstation Amani richtet sich der 61 lährige | ^njeln. eilen, die die diesjährige Probe aus/ lein viele. lehnung nahegelegt. ataillone 9ir. 21 unt> 25, öas nur aus des Ab- Ausland. Die türkische Regierung setzte 5000 Pfund für den Ban einer Straße von Skut ari nach Tuzi aus. Außer- dem srnd andere Straßenbauten geplant, die als Konzessionen an die Albanesen hmgestellt werden. Deutsches rlerch. Der Kaiser sandte dem Generaldirektor Ballin von der Nordlandreise aus Bergen folgendes Telegramm: „Der Dampfer „Cincinnati" der Hamburg-Amerika-Linie, Kapitän Schuelke, verließ soeben den Hafen von Bergen, indem er um die zu Anker liegende Jacht „Hohenzollern" herumdampfte. Zwischen beiden Schiffen war nur ein Abstand von 150 Metern, ebensoviel zwischen der „Cincinnati" und dem Land. Tas Schiff drehte tadellos fast auf der Stelle. Ich habe dem Kapitän durch Signal „Bravo, vorzügliches Manöver" meine Bewunderung und Anerkennung ausgesprochen. Durch dies hervorragende Manöver hat Kapitän Schuelke bei allen Zuschauern bei uns an Bord und vor allem bei den Norwegern am Land das Ansehen der Hambnrg-Amerika-Linie in das hellste Licht gesetzt. , Die „Hohenzollern" mit dem Kaiser an Bord traf nebst Begleitschiffen am Freitag um 6.20 Uhr im Hafen von Swinemünde ein. Es ist herrliches Wetter. Tie Besatzung des deutschen Schulfchiffs der deutschen Schul- fchiffsvereine „Großherzogin Elisabeth" nahm in den Masten Paradeaufstellung. Tie nach vielen Tausenden zählende Menschenmenge begrüßte den Kaiser mit Begeisterung. Airche und Schule. Die beiden Verteidiger Pfarrer Jathos, Pfarrer Traub und Prof. Baumgarten, haben fol- föin gerichtet ^°"Mschen Obertirchenrat in Hochwürdigen Evangelischen Oberkirchenrat bitten die unter» zerchneten Verteidiger des Herrn Pfarrers Jatho um Auskunft Dtnbx!L,\n.rae?e be§ Komglichen Konsistoriums in Koblenz: \eri0e2 ^arrcr Karl Jatho in Köln" zu- bezw. in welchem Sinne dieselbe verstanden werden soll. 9tach allen bisherigen Darstellungen des dre vom Evangelischen Oberkirchenrat unwider- Äs entkMeMtor kin T' t ??“ bCm T11 L-rlchr- seines lirhp LS?JL 2ltcI unangetastet. Die Ursprung. K Aberkirchenrats hatte in § 14 ausdrücklich den Worten' Pb™ unb.ri”l »och betont mit ben Mta- ÄZ "LSn?nsIö'Le ÄZl'L =res 8®6SSS wurde namluh die AnsteUungsfähiateit in einrr ü s r?9 cvangelstchen Laiweskirche unmöglia, machen. TesÄ bitten wtt Königliche Koniiltorinni in Uvblenz aiiwei^i zu wollen' rnuzuteilen, daß er im Besttz seines Titels Aus SmSt und Land. Gießen, 29. Juli 1911. ** Tageskalender für Samstag den 29. und Sonntag den 30. Juli: Zirkus B l u m e n f e l ö: Samstag und Sonntag, nachmittags 4 und abends t>74 Uhr große Borltellungen. Volkslieder tag des mitteldeillfchen Sänger- blindes aus der .Liebigshöhe". Loimlag nachniiltag 4 Uhr. Biograph: Neuer ^pttlplan. K c n e m a l v g r a p p: ^v-v« i ^vielplan. * _ ** Erhöhung des Milchpreisc 8. In der gestrigen Versammlung der Niilchhändlcr und Milchprodiizenlen wurde m Anbetracht des durch die knappen Futtervcrhältnisse beuchenden Niilchmangels, sowie infolge des Umstandes, daß durch die in den Nachbarstädtcn bereits vorausgegangene Preiserhöhung unserer Umgebung immer mehr Milch entzogen wird, beschlossen, deii Milchpreis für Gießen vorn 1. August 1911 an auf 2 2 Pfg. für den Liter zu erhöhen. _, ** Voltsliedertag des Mitteldeutschen Sänger verbau des. Jicsolge mehr.acher Anfragen sei mitgeteilt, daß zu den: morgigen Volksliedertag des Niittel- deulschen Sängerverbandes jedermann Zutritt hat. (Näheres f. Anzeigeteil der heutigen Nr. d. Bl.) ** V. H. C. Die Zweigvereine Frankfurt, Hanau und Offenbach vom Vogelsberger Höhen-Club unternehmen Sonntag, 30. Juli, eine Nheiufahrt. Mit einem Souderzuge geht es 6.35 Uhr üorm. von Sachsenhausen nach Mainz. Hier werden bje Ausflügler, von der Regi- meutsmujik des 27. Art.-Negts. in Empfang genommen und bann geht es mit Souderdampfer nach Boppard. Von hier wird auf den Vierseenplatz gewandert, und nach kurzem Aufenthalt bringt der Dampfer in vierstündiger Fahrt die V. H. C.er wieder nach Mainz zurück, von wo um 10 Uhr die Rückfahrt angetreten wird. ** Der Zirkus Biumeuseld reist am 31. Juli früh 41/2 Uhr mit Souderzug nach Alsfeld weiter. "Aufsehen erregte gestern nachmittag eine Dame in einem Hofenrock, der übrigens recht nett ausfah. Das Publikum war erfreulicherweise wesentlich zurückhaltender wie in anderen Städten und schaute der Lame nur nach, ohne sie sonst irgendwie zu belästigen. ** Unfall. Gestern nachmittag gegen 6 Uhr raste ein scheu gewordenes Pferd mit einem Bäckerwagen von der Stephanstraße in die Bleichstraße. Hier fiel der Wagen um, aber da er nicht besetzt war, geschah glücklicherweise kein weiterer Schaden. ** Grober Unfug. Eine ältere Dame wurde in einer Badeanstalt kürzlich dadurch heftia erschreckt, daß sie hinter der Treppe des Zellenbades einen Mann gewahrte, der sich dort eingefchwommen haue. Ob der Mann nur einen unpassenden scherz machen wollte oder schlimmeres beabsichtigte, konnte nicht sestgestellt werden. Der Gatte der Dame hat eine Belohnung von 30 Mark auf die Ermittelung des Mannes ausgesetzt. — Es wäre drmgeiw zu wünschen, daß alle Vorkehrungen getroffen wurden, um in Zukunft solche Zwischenfälle unmöglich zu machen da )on|t — namentlich bei schreckhaften ober nervösen Leuttn — cm ma.it wieder gut zu malendes Unglück eintreten könnte. . ** So nderzüge Wegen des starken Personenverkehrs wird vom 1. August bis 15. September d. I. zu dem Schnellzug Nr. 4b, der mittags 1,30 Uhr von hier nach Berlin fährt, ein Nachzug von (ließen nach Sangerhausen gefahren dec Gießen nm 1,40 Uhr verläßt. Er führt Durchgangswagen nach Halle und Leipzig. ’ Landkreis Gießen. = Klein-Linden, 28. Juli. Der hiesige Gesang- verein „Harmonie" hielt auf dec Burg seine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung standen: Nechnungs- ablage, Vorstandswahl und Beschlußfassting über die 25jährlge Jubelfeier tm Jahre 1912. DaS Vermögen des Vereins ist auf 100 Mk. gestiegen. Bei der Vorstandswahl wurden ae- wählt: Als 1. Präsident H. Wahl, 2. W. Klein, Rechner Fr. Jung, Schriftführer Karl Jung; die übrigen Vorstands- Mitglieder wurden wiedergcwählt. Bei der Besprechung über das nächstjährige Jubelfest wurde einstinnnig beschlossen, ein zweitägiges Fest auf dec Pfingstweide zu veranstalten, wozu alle Gesangvereine der Nachbarschaft Einladungen erhalten sollen. Als Tag der Abhaltung wurde der erste Sonntag im Juli bestimmt. a. Hungen, 28. Juli. Wassermangel im Vogelsberg. Die Wafferverforgung ist sehr schwierig geworden. Viel- l,, ) inan faum noch das nötigste Trinkwasser: ein Bad tonnen sich nur Begüterte leisten, sofern noch Wasser vorhanden ist. Das Volkswohl erfordert, daß auch auf mehr Badegelegenheiten geschaffen werden: au die Vache ist fein Verlaß. Tie großen Mengen Wasser die aus Oberhesten verkauft und abgeleitet sind, machen sich letzt als starker Verlust bemerkbar. Es gibt jedoch noch genug Wafjer in Oberyessen, das imtzbar zu machen ist. Wenn auch das Hochmoor auf dem Vogelsberg jetzt ausnahmsweise staubtrocken liegt, so fliesten noch, der Brünnhalten, sind gut, sie zu verwerten ist mindestens so wertvoll, als eine Gegend mit elektrischem Licht zu versorgen. △ Grünberg, 28. Juli. Das Gesckhiftshaus des Kaufmanns Moll ging für 45000 Mark in den Bentz eines Herrn Mathias aus Frankfurt über. Lauter, 28. Juli. Noch vor 40 Jahren befand fich fein Kirschbaum der besseren Sorten in der Gemarkung L a u ter, während jetzt die Einwohner ansehnliche Beträge aus Ulrichen erzielen. Auch die Gemeinde hat dank der einstmaligen Fürsorge des früheren Bürgermeisters Feldmann 1000 Mark aus Kirschen erlöst. Kreis Büdingen. 8. Büdingen, 28. Juli. Am 7. und 8. Oktober findet in L i n d h e i m eine Au § stellung für Erzeugnisse be§ Acker- und Obstbaues für die Bezirke Büdingen, Lindheim und Wenings statt. O Nidda, 28. Juli. Die in letzter Nacht zahlreich vorübergezogenen Gewitter brachten bei gewaltigen elektrischen Entladungen erst heute früh 5 Uhr ein wenig Regen, aber keine Abkühlung. Bei dem letzten Wetter heute früh 7 Uhr schlug der Blitz in die neben der Sparkasse etwas hochgelegene Villa des früheren Möbelfabrikanten, jetzigen Rentiers NingShausen, ohne zu zünden. Auch in der Umgebung der Stadt schlug der Blitz mehrfach ein. Ein soeben, abends, über unsere Stadt ziehendes Gewstter bringt endlich ergiebigen Regen. + Bad-Salzhausen, 28. Juli. Bei der gestern hier stattgefundenen Gemeinderats-Ersatzwahl wurde an Stelle des zum Großh. Beigeordneten bestätigten Gastwirts Röper Untererheber Schmidt neugewählt. + Unter-Schmitten, 28. Juli. Die Ehefrau des Maurermeisters Rau von hier wurde heute abend von dem in Nidda um 6.20 Uhr abgehenden Zuge überfahren und sofort getötet. Die Verunglückte wollte während eines heftigen Gewittersturmes in der Nähe der Stafselschen Papierfabrik wahrscheinlich ‘einem herabfallenden Aste ausweichen und kam dabei auf die längs dec Straße laufenden Bahnschiene. Vermutlich hat sie infolge des Sturmes den herankommenden Zug nicht gehört. Es wurden der Anfangs der sechziger Jahre stehenden Frau beide Beine oberhalb der Kniee abgefahren, außerdem hatte sie schwere Schädelverletzungen. Der Ehemann der Frau ist durch den Schrecken auch heftig erkrankt und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. 0. Orten berg, 28. Juli. Auf die große Hitze der letzten Tage folgte in dcr Nacht vorn Donnerstag auf Freitag cm heftiges Unwetter. Trotzoern war die Hitze am Freitag nicht viel geringer. Gegen Abend zog wieder ein Gewitter über die hiesige Gegend. — Die Ernte schreitet rüstig vor; Korn und Gerste sind bald eingebracht und ziem- lich gut ausgefallen Die ©rummeternte wird mäßig werden. • Kreis Alsfelb. △ Alsfeld, 28. Juli. Eine Kreisackerbau- und Obstausstellung für den Kreis Alsfeld soll vom 30. September bis 1. Oktober hier abgehalten werden. An Prepen stehen für Ackerbau 500 Mark, für Obstbau 900 Mark- zur Verfügung. Kreis Schotten. a. Schotten, 28. Juli. Infolge der Seuchengefahr wird der Rindvieh- und Pferdemarkt am Montag, dem 7. August, nicht ab geh alt en, der Schweinemarkt am 8. und K r a m m a r k t am 9. Augu/k indet statt. Das ist für Schotten und den Viehzucht treiben- >en Vogelsberg ein harter Schlag. Es wird im Vogels- berg auf diesen Markt gezüchtet und abgesetzt, mit dem Erlös deckt der Landwirt die an diesen Termin gesetzten Ge- äUe usw. Und gerade jetzt bei den schlechten Futterverhätt- nissen wäre mehr wie sonst zum Verkaufe gestellt worden: die Lahmlegung des Handels und Fernbleiben des Verkehrs bedeutet auch für Schotten einen Ausfall. Die beiden andern Tage sind nicht so bedeutend wie der erste, besonders der Krammarkt hat seine frühere Bedeutung als Vogelsberger Messe und Volksfest zum Teil eingebüßt. — Wahrscheinlich :n der Voraussetzung, daß der Pferdemarkt nicht stattfindet, haben bayerische Händler letzter Zeit in hiesiger Gegend und der Wetterau die Fohlen ziemlich alle aufgekauft. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 28. Juli. Bis zum 27. Juli ünb 24 275 Kurgäste angenommen, wovon an genanntem 4,age noch 8435 anwesend waren. Bäder wurden bis rum 27. Juli 288 152 abgegeben. ■r Qb/91nui)C,m' 28- Juli. Dec berühmte Schach, meister Miefes wird am nächsten Montag im Bad-Nau- Üeimec Schacherern im Tenms-Cafö eine Vorstellung im Blind spiel geben. Bei dieser schwersten Form des Schach, piels, die eine gewaltige Aufgabe an das Gedächtnis stellt steht dec Blmdspielec, abseits sitzend, die Schachbretter seiner amtlichen Gegner nicht. e ! 28. Juli. Die Stadtverwaltung U ^.neh'mgung der Stadtverordneten»-!. sÄ/S größeren Seit, und Spielplatz am Rande "le9ec.^ Er soll teils tn den Wald, teils in das Wte,engelande fallen und allen Verhältnissen größeren Badeortes Rechnung tragen. Mit Beginn des Herbstes wird man den Platz Herrichten lassen — Obwohl das eine Wasserwerk dem Bedarf gerecht wird, hat trieb gesetztt^^ auch das alte Wasserwerk mit in Be- rine sichere Grundlage für die Sicherung der Mittelmeerftaaten zu bilden, sondern das vermöchte nur das internationale Recht. Die französischen Diplomaten werden entrüstet ausrufen, um so entfernte Dinge, um die Frage der Meerenge von Cadiz-Gibraltar handle es sich gar nicht! Wer aber miterlebt hat, wie sie in Tunis vorgingen und was sie aus Biserta gemacht haben, der wird über die Folgen der „friedlichen Durchdringung" keinen Augenblick im Zweifel sein: die jetzt schwebende Marok- kofrage ist die Meerengenfrage! Französische Leiden. Paris, 28. Juli. Aus Agadir wird dem „Echo de Paris" vom 20. d. M. gemeldet, daß der Kaid Gellult den Eingeborenen verboten habe, den daselbst eingetroffenen Franzosen und Engländern Grundstücke zu ver- fauf en; den Deutschen dagegen würde Mombassa eine freundliche Aufnahme bereiten. „ Paris, 28. Juli. Aus Fez wird vom 27. d. M. gemeldet, daß zwei französische Geschäftsleute auf dem Wege von Sefru vollständig a u s g e p l u n d e r t und ihrer Barschaft im Betrage von 10 000 Franks beraubt wurden. 88 80 ^fanlerie-Regimenttr 716, 117 118 Reaimen^Nr^ 3 die ULW 9?r' Teile der Feldartillertt-Negimen- eck Anfang Är ^*1 Kastel und Amöneburg findet das Pionier-Bawi0™$L1'1 ne nrefleril>c(4?11 c‘’Ü1 e Hebung durch aa» ^.wnier-rvataillon Nr. 21 unter Oberleitung des Obersten CÖefiS?$fii 35 »Bataillon hat die Ausgabe, das Fort «Phnt updnSoe 5 .“ und zu sturmen unter Anweisung aller zu morgen ^erfolate^dp^^u^^ 1)eutl3.e^ FcsMngstampfiüjjrung. Heute 1 in.rgen cifolgte der Sturm auf die Festung, nacbd'm füb die 1 .Truppen durch Lauf- und Schützengräben geuugejw toutbe der bisherige Tircltor Gustav Wolf I aewäkut' wahrend Otto Wol, I zum Tirektor bestimmt wuL ^ ' „ „ „ Starkenburg uns Nheiuhcstcn. es gttter^n " bei Ue&19e becc »roßen Sitze unirb: »M'äEDMMVvS Gewitter und Hitze. In der gestrigen und in der heutigen Nacht gingen in Oberhessen nach langer Pause heftige Gewitter nieder, die an manchen Orten auch die langerwarteten starken Regen- giisse gebracht haben. Leider haben die Blitze an manchen Orten erheblichen Schaden angerichtet, indem große Fruchtvorräte vernichtet wurden. Eine wesentliche Abkühlung ist aber anscheinend nirgends erfolgt. Wir haben seither folgende Nachrichten erhalten: Büdingen, 28. Juli. Heute morgen gegen 2 Uhr ging ein sehr heftiges Gewitter in unserem Talkessel nieder, das um 6 Uhr nochmals zurückkam. In der Kohlenhandlung Link schlug der Blitz in die Telephondrähte und in der Kohlenhandlung Schulz wurde das Dach teilweise abgerissen. Die Wässer aus dem Norden und Westen bet Stadt drückten einen Teil der Parkmauern ein und strömten dann die Obergasse und Erbsengasse hinunter, eine Menge Sand mit sich führend, der heute mfttels Wagen weggeräumt werden mußte. Heute abend gegen 6 bis 7 Uhr ging wieder ein weniger heftigeres Gewitter nieder mit kurzem, aber starken Regen verbunden. V 0 n h a u s e n, 28. Juli. Bei dem heute morgen niedergegangenen Gewitter brannte die gefüllte Scheune des Landwirts Fr. Kempf nieder. Auch im Wohnhaus wurde geringer Schaden angerichtet. Die Feuenvehren von Lorbach und Diebach waren zur Stelle. Mittel-Gründau, 28. Juli. Hier schlug der Blitz bei Landwirt W. Euler und im Schulhause ein, aber ohne zu zünden. h Marburg, 28. Juli. Heute stieg die Hitze an manchen Stellen wieder bis auf 34 Grad Celsius. Gegen 6 Uhr zog ein Gewitter, welches hier einen erfrischenden Regen brachte, über das Lahntal. Diedenhofen (Lothringen), 28. Juli. Hier schlug heute nachmittag bei einem schweren Gewitter dec Blitz in einen Neubau. Ein italienischer Arbeiter war sofort tot, ein zweiter, der vorn Blitz getroffen wurde, st arb nach einer Viertelstunde; ein dritter wurde betäubt, erholte sich aber bald wieder. ßcet und Flotte. Reserveoffiziere und Sozialdemokatie. Der Kriegsminister hat, wie die „Post" mitteilt, am 8. ^un 1911 folgende Verfügung erlassen: „Ein Offizier des Beurlaubtenstandes hat vor der L-ttch- wahl zu einer parlamentarischen Körperschaft zur Wahl eines Mitgliedes der sozialdemokratischen Partei öffentlich ouigejor» dert und sich auch sonst in diesem Sinne agitatorifch betätigt. Dem Offizier ist daraufhin der Abschied erteilt worden/ Der neue Chef deS französischen Generalstabes. R a m b 0 u i l l e t, 28. Juli. Im M i n i st e r r a t unterzeichnete Präsident Fallier es die Dekrete, durch dte em höherer Rat für die Landesverteidigung eingesetzt wird. Er setzt sich aus den Ministern des Krieges, des Aeußern, der Finanzen, der Marine und der Kolonien zusammen und steht unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten. Dem Rat wird eine ständige Studienabteilung beigegeben, gebildet aus drei höheren Offizieren, und zwar aus den Chefs der militärischen Operationsbureaus tn den Ministerien des Krieges, der Marine und der Kolonien. Ter Gen er al st ab der Armee und der technische Ausschuß des Generalstabes werden künftig von einem General abhängen mit dem Titel „Chef des allgemeinen Generalstabe s", der in K r i e g s z e i t e n den Oberbefehl über die Hauptarmce fuhrt. Der oberste Kriegsrat bleibt bestehen und besteht aus den kommandierenden Generälen der Armee. Ter Posten eines Vize- vräfidenten des Kciegsrats wird durch Schaffung des Ehefs oes allgemeinen Generalstabs unnötig und wird abgeschafft. Der Posten des Chefs des allgemeinen Generalstabs wird General Joffro übertragen. Der Generalstab der Armee bleibt unter der unmittelbaren Leitung des Generals Dubail. Jeder Armeekommandant hat ständig zu seiner Verfügung seinen Generalstabschef und einen Vertreter des Generalstabs der Armee. Weiter wurde beschlossen, daß den großen Flotten- Manövern, die am 4. September beginnen werden, eine Flottenschau voraufgehen soll, die Präsident Fallieres abhalten wird unter Teilnahme der Mitglieder der Regierung. Aus Paris wird gemeldet: General I 0 f f r e, dessen Ernennung zum Ches des Generalstabs der Armee am Freitag erfolgte, war bisher Generalinspetteur der Militärschulen und erfreut sich in den Kreisen der Armee großen Ansehens. Er ist 59 Jahre alt und hat demgemäß noch sechs Jahre aktiver Dienstzeit vor sich. Mehrere Pariser konservative Blätter sprechen die Ueberzeugung aus, daß der amtlich angegebene Grund, au§ dem General Pau den ihm angebotenen Posten abgelehnt haben soll, einen Vorwand bilde. Die Regierung habe offenbar Furcht vor den Radikalen, bet denen General Pau Kleritalismus verdächtig fei, dem General selbst die >''4 y" ft BAH Mr- t :,H.i - DK'L ”öe” WPJJ K r.Wtz Am 7, ."nq für^ b. OhoEft ■'- «•«ä* r. ■?,?**„ 5 Uhr, n ’> ""• 1-Ükn A,,,77R.r^ den der enn. *ute irüh 5m? d"atz?x/? Schiri ZE Ä*S»f “taftutMÄ?*1 ■=inem"ä «ft? J Zug nicht gehört, jz .Jahre ft«n^ erfe'au6eröem We er Memann bergan Erkrankt und mußte M die große Hitze der m TonnecZlag ach Wog war die H.ge Qm 11 "bend zog wieder ein ~~ ^ie Ernte schreitet atd emgebracht und ziem, ernte wird mäßig werden, lö. Kreisackerbau« und -eis Alsfeld soll Don : abgehalten werden, fln rk, ruc Qbftbau 900 Mack m. mfoiae der Seuchen« unb Pserdemarkt t abgehalten, der 'N markt am 9.5üigr > den Viehzucht trete. Es wird im Vogu» abgesetzt, mit dem üv t Termin gesetzten Ck« chlechten Futterverhäü' irkause gestellt worben. :rnbleiben des Verkehrt fall. Die beiden andern >er erste, besonders der itung als Vogelsberger hüßt. — Wahrscheinlich >emarkt nicht stattfindet, seit in hiesiger Äegend rlich alle ausgekaust. aln Bis zuni 27. Juli ’n, wovon an genannten! Bäder wurden bis zum i. Der berühmte Schach« r' Montag im Bad.Nau- ass eine Vorstellung fr mersten Form des Schach« an das Gedächtnis stelli. )f die Schachbretter fflnr. L L»S fSSSSS» si«« «s: mg tragen. M hernchl-n M ®. jQI Bedars 3«ed)t ’ e Wasscrinerk mü n Stell-des litt,ciel™VtU ”**- :te henk dm " (jiejtit tmcnt be *S l* zesangnls ne°3 ."SKi ysjs-fis v*$***& Sicher und Hcluncrzloa wirk! das erbte Radlaucr'ichc Hübncr augcninittcl. tyl. GU iMfl. Rur echt aus der Rroucn 'JUiochcfr, Berlin u. b. cvot in den menten Vlnoiüeteii und Drogerien. islr. Unbcbiuflt fcimircic, in warmer Jahreszeit zuvcrläinastc Nahrung für kleine Kinder. (m*/7 handel- — Zusammenschluß in der Masch inenindu- flrie Die Mascbinenbau-Akt -Ges B alcle in Bochum, deren Aknen kapital 2 Motionen Jiqrf beträgt, hat mit der 2Bcftiäh)d)eii Dtaschinenbau-Industrie Gustav M v l l u Eo , Alt i"ci in U in ik r f t tä ad? r t d? t c n. Tarrn (labt, 2b. Juli. Der Uirmatboicnt für technische 3Rüiuirrtnfienidxiftcn unb neuere Sprachen an Oer Technischen Hochschule, Ptuior a. D. Hermann von Pfistcr-Schwaig- husen, vollendet am 2. Alugust das 75. LebcuSiahr. Äeubedum, welche nn ?fftientamta! non 1 StilTwm Hart besitzt, einen Vertrag abgeschlossen. Tiefer lautet babm, hab von der Maichinendau-Mi Gei Bälde 750 voll etnacjabUe Inoaberakticn der Westfälischen Maschinenbau-Industrie Gustav Moll u. Lo. 9l!t -OVei. ä 1000 SH. vm\t Tivibenbcnbcrctbhgung ab 1 Juli 1911 im Austausch gegen 300 voll cingezahltc daleke^vlbien k 1000 Mk mit Dlvidendenberedingung ab Januar 191- übernommen werden Tie zwischen beiden firnen ichwebenden Patent Prozesse, auch diejenigen ge.ten die Emp'anger Mollschcr Addamps- aNumulatoren, sind Zugleich sämtlich durch einen Vergleich, der tvobl auch die Verbindung beider Unternehmungen zur Grund läge bat, erledigt. Die Balckegesellschast nimmt eine Kapitals- er Höhung von 5(0 00> Mk vor. Briefkasten der Bedaktion» m. 6. 300. Die ^sestimmitiigen imnibcr !Uid etwas roeil- lätrfig. T«*> Ministerium bestimmt icrord» bieic v^omnafurn, so baü Ihnen feine freie Wadi bleibt. Sie wenden sich am besten an den Leiter der In er in irragc konrrnciiden Anstalt, der Ihnen genaue Anweisungen geben kann oder persönlich an uni. gatten — Tie Verhandlungen wegen Aufhebung dei Brücken« gelbes der Srr'.^nb'ü M'.in-— inz-Kastel find wieder au'- genommen worden und kommen noch vorm 1. Cf laber zur Entscheidung. . , . - ,,. . ' M a in j, 2^ Juli TO f mt rndmutfat irori C mstcre- burschen ihre Pferde in der Nähe der Watrinschm Dadeansta!'. m die Schwemme führten, wurde das eine Pi erd vlonl.ch unrulr i und warf den 2hiridien aus dem sattel. Ali fein Kamerad ihn ;n Gefahr sah, wollte er ihm au3 der Not helfen, kam aber bab t selbst ht schlimme Bedrängnis. Zwei Schiffer eilten den mu oen Wellen ^ampfenben zu vilic und retteten sievomDode. ! tzeidesheim, 28. Juli deute nacht entlud sich üb.r ban Nheingau ein furchtbares Gewitter. In ber Näbe von Oestrich zündete der Blitz in der Mühle der Gebrüder Kremer, und in kurzer Zeit war daS ganze Anwesen ein Raub der Flammen. Menschen tarnen glücklicherweise nicht iU Schaden, doch wurden die teils sehr tcunn Maschinen völlig zerstört. Der ziemlich beträchtliche Schaden ist durch Bersichc- runfl gebetft. Heffcn-Nasfau. 0 AuS dem fireife Marburg, 28. Juli. Um eine Uebersichl über den Mangel an Futter und Streu- oorrat zu gewinnen und ob es erwünscht erscheint, auS den Staatswaldungen Futter und Streu abzngebcn, hat Landtat von und zu Löwenstein an die sämtlichen Bürgermeister de« fireises die Aufforderung ergehen laffen, sich umgehend hierzu zu äußern. • Stfibteunb Bestechungsunwesen. Immer wieder kommt es vor, daß die Städte bei der Terfung ihre» umfangreichen 2hdarfo oder beim Bezug der Roh- unb Lnlssstoffe für ihre släof.'chen Betriebe durch Bestechung von Angestellten schiver gc ±ätiqi werden. Auf Anregung deS CberbütgermeiNers einer <’)u>6nabt wird nun der 8erem gegen das BenechungSunweien, Berlin-eharlottenburg. ttantstraste 129, an dessen Spitze der Geheime Kommerzienrat Tr v. Brunck, Ludwigshafen, steht,,und dem bereits tahlreiche Behörden und Verbände unb 5')0 Industriebetriebe angeboren, seine Organisation auch aut die Städte autz- bebnen. Ter Verein richtet soeben an die Magistrate sämtlicher deutscher Städte über 10 000 Einwohner einen Aufruf zum Beitritt, um dadurch ein fostematisches aktive- Zusammenarbeiten von Industrie unb Städten zur Befämvsung deS BestechungSunweienS onzubabneu. Kleine Cag:s(broniL Die bisher unerkannt gebliebene Tote des M üllheirner (SiUnbabnunf alle wurde als die 24iädrige Marie Boh- n et auS Frutenho', Oberamt Ircudenstadt, festgestellt. Ter „Etoinger Zeiwna" zufolge telegraphierten d.e beiden Herren, die sich zur Fesntellung der Persönlichkeit deS angeblichen Raubmörder» Stolpe nach Belgrad begaben, dah der Berhastete mit Stolze nicht identisch ist. In einem yaferfelb m der Nähe der -stabt Öallc wurde der Mumuncrmeiiier Paul tngling mit einer fdjnhrcn Jt pf- rounbe tot aufgefunben. Anscheinend liegt Mord vor. Bon dem Täter fehu lebe Spur. Aus Dalle a. S. und der Umgegend, wo überall große 23 aiier not herrscht, wurden in Die medizinische fihnif in Valle zahlreiche Typhus franke cingcliefert Aus BibliSheiM (Untcrdfaß) wird gemeldet - Am i.vrct- tag vormittag brach in dem Anwesen der Bereinigten Pechel- bronner Lelwcrke Grotzseuer auS. Verbrannt sind 50 Waggon Sohlen und große Roh-Lelbehälder. Man fuhrt den Brand auf Selbstentzündung von Gasen zurück. Tte Losch- arbeiten nahmen über fünf Stunden in Anspruch. In der Nacht zum Freitag ist die SaroiicricTabrif Don Traun in deilbronn vollständig algcbtanut Auch eine Än,ahl fertiger automobile wurde zerstört. Ter Schaden i't sehr bedeutend. Ter auf der Fahrt von B e l f a st nach tz e y s h a n bestnbliche Dampfer „Antron" fließ in der irischen See bei starkem Rebel mit einem Scho nc r zusarn men. Ter Schoner rourte von dem Dampfer durchschnitten, sieben an Bord befindliche Personen ertranken. , - In einem Zimmer deS S)oteti Iroguet in Neudorf ist der 70jährigc Makler William,Jackion ermordet aufgefunden worden. Bon dem ^atce |ehlt jede -Lpur. Du H».. .ö. ♦ Der Brand auf dem Nordbahnhofe in Wien ift am Freitag nach 1 Uhr nachts lokalisiert worden. Tic Petro- leum- und Kohlenlager sind von den Flammen verschont geblieben. Letzte Nachrichten. Französische Militärflieger. Paris, 29. Juli Das 1 und 6. Armeekorps wird im Manöver einen Len kballon und 12 Flugzeuge erhalten. T-aS 7. rlorvö erhält 12 Flugzeuge. Die Zwilslieger, soweit sic zur Reserve oder Landwehr gehören, sollen zu diesen Manovern eingezogen werden. Paris, 29. JuU. Gestern abend starb der türkische Botschafter N a u m - P a s ch a in den Räumen deS diplomatischen MlubS infolge eines tzirnschla ge S beim Sartenspiel. F, Für einen Versuch senden eine . _a .. Probe buchse kostenfrei Muftter & Cie., Freiburg i. Brg. Gericht-saal. S) eibelbera, 28. Juli. Das hiesige Kriegsgericht verurteilte den Leutnant der Reserve, Professor S t r a fe e r, Lehrer an der hiesigen Lberrealschulc, wegen einer auf Grund schwerer Beleidigung erfolgten Herausforderung seiner beiden Spezialkollegen, der Professoren Ullrich und Schmidt, zum Zweikampf, zu vier Tagen Festungshaft. Gegen die beiden itartellträger Professor Strasters wurde ebenfalls auf Iestungsstrase und zwar gegen Professor Frey auf ein Tag unb gegen Professor Treibet auf vier Tage erkannt. Amtlicher Wetterbericht. WelterauSsichten in Hessen am Sonntag, dem 30. Juli 1911: Ziemlich heiler, wann, trocken, Gewitter. ueh> Kaynla !,,nd ““ »•■■<*« d®“ *<>• ->«»• •.lebenden dvl Liv von 12 Uhr niitu»«« bis 12 l ur nrc.it» nur für dringende Fälle sicher ansntrelTen: D Dr. Nchllephuke. tioetheetr. U. — »r. Geyer, Seitenweg - 4. Danksagung 4759 Giessen, 29. Juli 1911. 4722 Kinematograph Babnboistranc 54. 06128) Babnbofstrastc 54. Deutsche Luftscbi ffahrts - Actien - Gesellschaft Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme an unserm schweren Verlust sagt hiermit herzlichen Dank An fanff nachmittaffs 4 Uhr. .'. Eintritt für Nichtsänger 30 Pfff. Zahnarzt Tb. Frntig und Familie. Passagierfahrten mit dem Zeppelin - Luftschiff „Schwaben“. Bei günstiger, das heißt nicht stürmischer Wetterlage, sind von Ende Juli ab täglich Passagierfahrten von der LuftschifThalle Baden-Baden über die reizvollen Täler und Berge des Schwarz- waldea, in die Kheinebene bis Weißenburg und Wörth etc. von 2-stündiger Dauer zum Preise von 200 51k. pro Person geplant. Anmeldungen werden entgegengenommen bei der Hamburg - Amerika Linie ---- Abteilung Luftschiffahrt --- Baden-Baden. Sophienstrasse 5 Telegr.-Adresse: Hapag, Baden-Baden, Telephon Nr. 788 ID*/, Volksliedertag desMitteldeutschenSängerbundes am Sonntag, dem 30. Jall, im Etablissement Liiebigshöiie. L Teil: IL Teil: Volkslieder. Kunstchöre. G arten konzert ausgetührt von Mitgliedern der hiesigen Regts.-Kapelle. Gestern morgen emschUes nach langem, schwerem Leiden unser Söhnchen 4 liarl Heinrich im Alter von 8'/, Fahren. — Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinierbliebenen Familie Marl Heuvncr. ©leben (Wiesecker Weg 10>, den 29. Juli 1911. >06156 Die Beerdigung findet Sonntag, den 30. Juli, nachmittags 5 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie den kathol. Schwestern für die ausovsernde Pstege wahrend der Krankheit unserer heben Tante Frau JXtarie Brand Wwe. sagen auf diesem Wege innigen Dank. Die trauernden ^unterbliebenen: Familie Ä. Wcifeler Frau E. Bauer ©leben, sSudwigSvlatz 41, Frankfurt, den 29. Juli 1911. Der erste Schritt großes ergreifendes Drama. Der Geburtstag seiner Frau humoristischer Schlager. Tie drei Schwestern spannendes Drama. Tie Wurstesser, humoristisch. Tie neuesten Ereignisse aus aller Welt hochintereffant. Lachecke, Ttstbild. Die kleine Mama ergreifendes Drama. Eintrittskarten im Vorverkauf in der Mublkalienhdlg. E. Chnllier. Herzogi. Baugewerkschule Holzminden. E;r8?i,r* Hochbau u,rÖae' Tiefbau c. BommerunterrlrtitZ. Hprll. Reifeprüfung. IVInterunterrlcht 15. Oktober. Die Herzogl. Baugeu/erketbule lat Öen Kgl. preutz. Schulen gleichgestellt. ür*. Kipper ist verreist Vertreter im Hause : Wiiheimstrasse 8 a tut Zahnarzt Mr ist Verreist bis 20. August. Vertreter die Herren: 06132 Zahnarzt Frntig, Bahnhofstrasse Zahnarzt Reinewald. Frankfurter Strasse. s • Restaurant Windhof. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit Täglich frisch Kafl'ee^ebilck :: Schützer Auerhahnbr&u, hell e/toLtr. lOPfg., dunkel’/^Ltr. 12 Pfff. :: Schattiger Garten = HerrlicheTurm- au»sieht :: Korporationen und Vereinen große und kleine .. Säle zur Verfügung :: Auto-Garage und Pferdeställe .'. w... Kohlhcyer. Biograph Plockelraße 12 06151 PlockstraOe 12 Heute nur hervorragende Schlager! Oie Seeräuber von Biskalien HochspannendeS Drama. ZuMzimrineMrer Römischer Schlager, gespielt von Herrn Prince. In Fesseln Aeußerst spannendes Drama. ltsutnanksctisrrs Eine tolle Humoreske. Tas größte Kloster der Welt, hochintereffant Mazzo, der Räuberhauptmanu, Tonbild: Nur du! Vie beiden ttollegen Szene auS dem Büroleben von Elairoille. üfflers v ; ,-.y JCuider-lhihru na : Unser diesjähriger : Saison-flusvepkauf i beginnt Dienstag : dgFB 1. • §, 11, Frankfurt am Main. MM Grosser Ms E. Heute Samstag, den 29. Juli, abends 8*/< Uhr: Grosse glänzende Gala-Parade -Vorstellung mit vorzüglichem Programm. Sonntag, den 30. Juli, nachmittags 1 Uhr u. abends 8 Uhr, finden unwiderruflich die beiden letzten Grossen Parade-Abschiedsvorstellungen mit neuem und vorzüglichem Programm statt. NEU I! «LI- NEU!! „Einst“ Schill h i3 saren! „Jetzt“ Grosse Reiterspiele zur Erinnerung an die Erschiessung der elf Schill’schen Offiziere zu Wesel. Generalmarsch wird geblasen Zu Wesel in der Stadt. Und alle fragen ängstlich, Was das zu deuten hat. Da führen sie zum Tore Hinaus, still, ohne Laut, Die kleine Schar, die heiter Dem Tod ins Auge schaut. Sie hatten kühn gefochten Mit Schill am Ostseestrand Und gehen jetzt kühn entgegen Dem Tod fürs Vaterland. Sie drücken sich wie Brüder Die Hand zum letztenmal, Dann stehn sie ernst und ruhig Die Elfe an der Zahl. Und hoch wirft Hans von Flemming Die Mütze in die Luft: „Es lebe Preussens König!“ Die Schar einstimmig ruft. Da knattcrh die Gewehre, Es stürzt der Braven Reih’, Zehn treue Preussen liegen, Zerrissen von dem Blei. Doch einer, Albert Wedel!, Trotz jenem Blutgericht Verwundet nur am Arme, Steht er und wanket nicht. Da treten neue Schergen Auch ihn zu morden vor Und: Gebet Achtung, Feuer! Schallt’s schrecklich ihm ins Ohr. .0 zielet, ruft er, „besser“! Hier sitzt das deutsche Herz; Die Brüder überleben, Ist mir der grösste Schmerz.“ Kaum hat er s ausgesprochen, Die Mörder schlagen an. Durchbohrt von ihren Kugeln Liegt auch der letzte Mann. So starben tapfere Preussen, Durch Schande nie befleckt, Die nun zum ew’gen Ruhme Ein Stein zu Wesel deckt. Billetts im Vorverkauf in den Zigarrengeschäften von 8. Loeb. d»/7 Sonntag, vormittags von 11 bis 1 Uhr, grosse interessante Stallparade mit Besichtigung der Zoologischen Abteilung, enthaltend Elefanten, Zebras, Lamas etc. Entree ä Person 10 Pfg. Indem wir allseitig unseren herzlichsten Dank abstatten, erlauben wir uns ganz besonders empfehlend auf den Besuch der morgigen Abschieds-Vorstellungen hinzuweisen und zeichnen Hochachtungsvoll tiebr« JBlumenfelti Privat- Tanz - Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Karl Schmidt, Tanzlehrer ________Wetzsteingasse 31 (742 Prival-Taoz-Unlerricht erteilt zu jeder Tageszeit [W4M Th. Bäulke, Tanzlehrer Wolf straf; e !), Ecke Kaiser - Allee. 1853-1903 50 er. Sonntag den 30. Juli nachm. 5 Uhr Sichler s Hardt mit Familie. Artillerie toiii Giessen. Sonntag, den 30. Juli: Möftft uw MmBmscn gegenüber dem Jorstgarten, am tyufic des Schiffenberges. Ab marsch M. 'Dluiit vom LudwigS- vlatz um 23/< Uhr nachmittags. v-'J/7|Der Vorstand. Montag den 31. Juli, abends 8'/>. Uhr, Haupt - Hebung. Antreten 8*/< Uhr am Spritzenh. vw/&]______Das Kommando. Vmio-mteiitia Sonntag, den 30. Juli: Familien - Ausflug nach Dutenhofen (Iagdschlößckcn). v”/7] Ter Vorstand. Achtung! Juxplatz an der Lahn! Sonntag, den 30. Juli, von nachmittags 3 Ubr an Eröffnung sämtlicher Geschäfte als: Karussell, Schießbude, große Waffelbackerei uiw. [06155 Es laden ganz ergebenft ein Die Besitzer. ooeoooeeeeoooooeeee© Schützenverein gGut Sonntag, den 30. Juli, nachmittags 3 Ubr Grosses Sommerfest aut der Schönen toehl verbunden mit Preisschienen, rrnn7 Volksbelustigung aller Art, 06150 Eintritt ä Person 20 Pfg.. Militär 10Psg., Kinder uni. 14Iahrenfrei. Wozu ergebend einladet Der Vorstand. Na-erps» Giesse». Sonntag, den 30. Juli, nachmittags 6 Uhr, im Philosophenwald v“/j WaMfest Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. Verein ehemaliger 116 er Giessen Sonntag, den 6. August, nachmittags 4 Ubr, findet [v®/i Familienausflug nach der Liebigshöhe statt. Die Mitglieder des Vereins werden gebeten, mit ihren Familien reckt zahlreich zu erscheinen. And) die Kameraden des Regiments lind herzlichst willkommen. Für Unterhaltung von Jung und Alt wird gesorgt. Der Vorstand. illpeiner Verein & In- imi tatapB? Ordentliche Haupt-Versammlung Mittwoch, den 2. August 1911, nachmittags 6 Ubr tut Schwesternhaus, ^oharmesslr. 7. Lagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Prüfung der Rechnung. Ä c 3. Voritandswahl. Die DUtglteder werden hiermit auf Grund ber §§ 4, 5 und 7 der Satzungen ergebenst eingeladen. D®*/?] Der Vorstand: D. Schlosser. Mssionsfest im Walde Sonntag, den 30. Juli, nachm. >/34 Uhr, findet im «chiIcnbcrger Walde gegenüber dem Aorsthaus Baumgarten an der Staatsstraße Gießen—Hausen ein 06W2 Missionsfest >tatt. Festredner: die Herren Prediger Tb. Rödiger Dillenburg und I. «traeblc Marburg. . » cv Wir laden die w. Einwohner v. Gießen u. Umgebung z. Besuch des festes rreunblidj em. Eintritt frei.