um (1K lach. 5 und wei^e itzstrn Pttls» tler ,em 'üttik jr. ItL 397. Ußtn voa offen mi5* hv»/, Hingen. idt 23 Q. 2358 CT anqcnommfn. Nr. 98 Erster Blatt M Jahrgang Donnerstag, 27. April M S£S3" X aa** a▲*«aaI al aa| W Gleyener Anzeiger M ^miwr-ch-Anschluß-. echs Jahren durchzusetzen versuchte, Schwierigkeiten begegnet. Freilich, wenn diese nur rechtlicher Natur wären, ließen sie sich, zumal es sich um den Wunsch eines Toten handelt, leicht heben Sie sind aber politischer Natur. Imn Gras Ledochowski, der, 1822 geboren, im Jahre 1866 öen erzbischöflichen Stuhl von Posen-Gnesen bestieg, hat sich dort der preußischen Regierung so unliebsam gemacht, daß er am 3. Februar 1874 verlostet wurde, um int Kreis- gesängnis zu Ostrowo eine zweijährige Gefängnisstrafe zu verbüßen. Er wurde während seiner Straszeit durch den Königl. Gerichtshof für lirchliche Angelegenheiten seiner ,-rzbi,chöslichen Würde entkleidet, dafür aber vom Papst ,um Primas von Polen und zum Kardinal ernannt und letzte, nachdem er 1876 aus dem Gefängnis entlassen war, von Rom aus feine deutsch- und preußenseindliche Agitation fort. Denn Ledochowski war, mag man ihm auch seinen Widerstand gegen die Maigesetze und Schulgesetze des Kulturkampfs nachsel)en, der Führer der Nationalpolen, suchte die rhemals polnischen Provinzen von Preußen loszureißen und erging sich dabei in Beleidigungen und Ueberhebungen aller Art. So hat er seine Gefängnisstrafe und Entsetzung vom Erzbischofstuhl voll und .ganz verdient. Trotzdem wäre es kleinlich, ihn noch nach dem Tode zu verfolgen. Aber gestattet man die Beisetzung seiner Leiche im Tom zu Posen, so würden die Polen darin eine Schwäche der preußischen Regierung erblicke^ die tynen nur neues Aufwasser geben würde. Gleichzeitig aber würden Sic Deutschen daraus erkennen, daß in der Ostmarkenpolitik glücklich wieder ein Umschwung eingetreten ist, nicht zum Nutzen des Deutschtums. Ter „Nordd. Allg. Ztg." cnt> schlupft heute an vrägnailter Stelle in dieser Angelegen- heit das Geständnis, daß im Jahre 1905 bei den zuständigen Stellen prinzipielle Geneigtheit bestanden habe, den Wunsch Ledochowslts zu erfüllen. Es täte uns leid, wenn man heute noch schwächer wäre, als im Jahre 1905. Die „Nordd. Allg. Ztg." jchreibt: Wie mir hören, reichte der Posener Domherr Mcczczynsli als Testamentsvollstrecker des im Jahre 1902 verstorbenen Kardinals, des irüheren Erzbischofs von Posen, Grasen von Ledoäzowsli, dem Posener Obcrprä>idium ein an den König gerichtetes Gesuch um Erlaubnis zur Beerdigung des Kardinals im Dom zu Posen ein Ter im Jahre 1902 in Rom verschiedene Kardinal sprach testamentarisch den Wunsch aus, daß sein Körper im Posener Tom, sein Herz int Gncscner Tom autbetvahrt werden solle. Nach der Kabinettsordre vom 21. Juli 1834 steht den katholischen Bischöfen das Ehrenrccht zu, sich in der Tomkirche ihrer Diözese bestatten zu laßen. Ta v. Ledochowski durch den Gerichtshof für hrdb lichc Angelegenheiten als Erzbischof von Gnesen-Posen abgcsevt worden war, ist sein Anspruch aus dies Ehrenrccht erloschen. Infolgedessen Bedarf die Bestattung im Posener Tom des Erlasses einer Kabinettsordre. Solche ist von dem Testamentsvollstrecker des Kardinals im Jahre 1902 für die Bestehung des Herzogs im Gnesener Dom nachgesucht und vom König, ebenso wie in dem Fall des gleichfalls staatlicherseits abgesetzten Kardinals Don Köln, Melchers, erteilt morden Im Jahre 1905 unternahmen Freunde des Kardinals Schritte, um auch für die Bestattung des Körpers im Posener Tom, die in aller Stille erfolgen sollte, die Genehmigung der Staatsregicrung nachzusuchen. Bei den zusländigen Stellen bestand prinzipielle Geneigtheit, das Gesuch zu befürworten: gleichwohl unterließ ber, Testamentsvollstrecker damals die Einreichung eines formellen Gesuches. Tiefes wurde jetzt dem Oberpräsidentcn von Pofen eingereicht; die Ent- scheidung darüber steht noch aus. Der Bau einer elektrischen Ueberlandzentrale für Oberhessen. R. B. Darmstadt, 26. April. Ter Finanzausschuß der Zweiten Kammer hielt heute noch in Gegenwart der Regierung, für welche Finanzminister Braun, Geheimrat Wil brand und mehrere Räte er- schieiten waren, eine eingehende Beratung ab über die Regierungsvorlage betr. die ErrichtungeinerBrikett-- sabrik aufoer staatlichen Grube zu Wölfersheim und in Verbindung damit den Bau einer elektrischen Ueberland-Zentrale für Oberst essen. Finanzminister Braun und die übrigen Negieruitgs- vertreter erörterten nochmals ausführlich die Rentabilitats- frage und widerlegten an der Hand weiterer vertraulicher Mitteilungen die von mehreren Ausschußmitgliedern erhobenen Bedenken dagegen. Es gelang den Regierungsvertretern, die Ausschußmitglieder von der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Regierungsvorschläge zu überzeugen und abgesehen von einem Ansschußmitglied, das sich seine Abstimmung für die Vollberatung vorbehiett, stimmten sämtlicheübrigen Mitglieder (Abg. Molthan war nicht zugegen, ist aber ebenfalls dafür) für die Genehmigung der Regierungsvorlage. Die Zweite Kammer soll neuerer Entschließung zufolge bereits für Dienstag den 16. Mai zu einer Vollberatung einberufen werden, um über den vorstehend erwähnten Gesetzentwurf die Entscheidung zu treffen. Die Regierung erachtet die baldigste Entschließung darüber für dringend notwendig, damit bann sofort mit der Ausführung der neuen Anlagen begonnen werden kann. Auch die Erste Kammer dürfte noch in der zweiten Hälfte des Mai zusammentreten, um diese Vorlage zu verabschied en.________________________________________________________ Aus der türkischen Kammer. Konstantinopel, 2-1. April. Im Verlaufe der Hauptausspräche über das Budget des Ministeriums des Äeußern erklärte in der Kammer R i f a a t Pascha, die Regierung plane den Bau verschiedener Bahnlinien, die für die Türkei vorteilhaft seien, darunter die Donau-Adria bahn Wenn die Bahn ar >eren Staaten, beispielsweise Serbien, nützlich sei, könne »ie Pforte nur zufrieden fein, doch bleibe die Donau Adri Bahn immer' eine Frage der Türkei: sie muffe jedenfall ■ in einem türkischen Hafen enden. Bezüglich Montenegros rerwies der Minister aui »er Pforte zugegcmgene Nachrichten, die erwiesen, daß die Malissoren trotz der gegenteiligen Erklärungen Montenegros bei den Montenegrinern Unterstützung fänden. Wenn die gegenwärtige Lage, ivelche nicht länger haltbar sei, fori» lauere, werde die Pforte Montenegro zur Verantwortung ziehen. Hoffentlich seien die Zusicherungen Montenegro ernst gemeint. Ter Minister stellte dann die Acndernng des Verhältnisses zu Bulgarien seit dem Amtsantritt de > Kabinetts Geschow fest, zu einer türkisch-bulgari scheu Entente brauche man aber Zeit...... Gegenüber den Vorwürfen Basris, die Türkei neige zu dem Treib und hin, betonte der Minister, die Türkei wünsche die gleiche freundschaftliche Haltung gegenüber alter Mächten zu befolgen. Rifaal Pascha und der Großwes,i widerlegten hieraus die Vorwürfe, daß bei der Abgrenzung zwischen Tunis und Tripolis ausgedehnte türkische Gebiete abgetreten worden seien. Bezüglich der.P o tsdamer Begegnung bemerkte der Minister des Aeußern, nach Informationen der Pforte feien die deutsch-russischen Verhandlungen noch nicht be endet und es sei zu erwarten, daß Deutschland und Rußland, welche die Freunde der Türkei seien, diese von ihren eben wellen Beschlüssen über Persien, dessen Unabhängigen und Integrität für die Türkei sehr wichtig sei, verständigen werden. Schließlich erklärte Hakki, die Pforte wolle in Tripolis behalten, was unter ihrer direkten Verwaltung steht; darüber hinauszugehen, wäre Eroberungspolitik, du einen Streit mit Fran:reich herausbeschwören konnte Daran denke niemand. Das Wadai-Gebiot sei kein türkisches Territorium. Die Kammer erteilte schließlich dem Großwesir und Minister des Aeußern mit 122 gegen 45 Stimmen ein Der trauen sv'o tum._______________________________ Ein Austausch von ZreunUichlciten zwischen öen Königen von Schweden und Italien. Rom, 26. April. Bei dem Essen zu Ehren des Königs und der Königin von Schweden brachte der König von Italien einen Trinkspruch aus, in dem er u. a. bemerkte Schweden hat in den vergangenen Jahrhunderten machtvoll dazu beigetragen, den Triumphzug Derjenigen Grundsätze unb Freiheiten zu beschleunigen, von denen Die Gedanken und die Gesetz' des micbercrftanbcncn Italiens sich leiten lassen Ganz Europa sieht in Schweben ein bedeutungsvolles Element des Gleichgewicht und des Friedens und einen mächtigen Faktor aus Dem yanicii Gebiet menschlicher Tätigleit und menjchtichell Geisteslebens. Ter König von Schweden dankte und gab seiner Freude Ausdruck, das italienische Königspaar auf dem klassischen Boden Roms besuchen zu fönnen, mitten unter einem Volke, dessen Genie die Menschheit große und kostbare Fortschritte verdanke: Ich freue mich, feststellen zu tonnen, daß die Bande der Freundsckzaft, die vor 50 Jahren zwischen meinem Volk unb dem Eurer Majestät geknüpft wurden, sich immer fester gestaltet habe». en und Boi™ ie pädagogische, religiöse und wissen- - und Bildungsanstalten, für die chaftliche Erziehungs ystematische Ausbildung der schauspielerischen Technik skizziert, für das Genie ein Vorteil, für das bescheidene Talent erswegW bringen. Im Interesse einer solchen idealen Forderung wird das Programm einer großen nationalen Theater- chule, welche vom Staate eingerichtet oder unterstützt Werren müßte, ebenso wie eine Notwendigkeit. Tie Reform der deutschen Bühne beginnt nicht bei den Möbeln, sondern bei dem Texte. „Das oberste Gesetz bleibt fort und fort Für unsre Kunst: Anfang war das Wort." ndKüche , ßrottell^ j.GescHäft (Strasse. poffart über die dramatische Kunst. In der Festsitzung der Shake speare-G es ell- schäft bei der diesjährigen Tagung, der auch der Großherzog von Sachsen beiwohnte, hielt Generalintendant a. T. von Possart den Festvvrtrag „Ter Stil der Darstellung und die Aufgabe der S ch a u s p i e l k u n st". Die Hauptleitsätze der Possartfchen Rede waren folgende: Da jedes dramatische Kunstwerk sein Leben gewonnen hat aus dem Kultureinfluß, unter toeldjeni fein Schöpfer stand, sind Charakteristik und Tiktton im Drama bedingt durch Zeit und Ort der Handlung und die Bedeuttmg des Kon- slills. der darin zum Ausdruck kommt. Idee, und Form müssen ineinander aufgehen. Tie Dialektik ist nicht nur ein Schmuck der Rede, sondern fie ist der lebendige Herzschlag der tragischen wie der komischen Gestalten. Tie spezifische Art der Diktion eines Zeitalters und einer Ration (z. B. der Alexandriner, des klassischen französischen Dramas und der trochäische Vers der Spanier) leibet in den meisten Füllen unter einer Ucbertragung in ein fremdes Sprachgewand. Tie Tiktton der llebersetzer ist zu wenig objektiv, zu viel t»on ihrer eigenen Subjektivität fließt ein. Als Beispiele der Anpassung der Diktion an Charakter und jeweilige Gemütszustände wird auf die prosaischen unb rhythmischen Elemente in Egmont, Orest in der „Iphigenie", Julius Cäsar und Heinrich IV. hingewiesen, samt einer interessanten Gegenüberstellung der Alba- Partien im Ton Carlos und derjenigen im Egmont. Als oberster Grundsatz für den Stil der Darstellung bleibt auch in der szenischen Kunst das Axiom bestehen, daß durch Verbindung von Wahrheit und Schönheit die höchste Wirkung erreicht wird. Wenn man jedes Trama nur als ein Kind des Jahrhunderts und im Stil seiner Zeit betrachte! und genießt, getreu in der Tiktton und seiner äußeren Gewandung, so wird es auch dem modernen Geschmack nicht geringeren künstlerischen Genuß gewähren, als jedes andere kulturhistorische Werk anderer Künste. „Es ist ein groß Ergötzen, sich in den Geist der Zeiten zu versetzen." Die Aufgabe der deutschen Schauspielkunst wird erst bann erfüllt fein, wenn der Stil des Dramas unb ber Stil der Tarstelluiig sich decken, Schönheit unb Wahrheit in beiden höchste Forderung. Der Schauspieler soll das Dichtwerk korrekt und charakteristtsch zu Gehör Tie zu den Aufnahmen angewandten üitbigattiingcii wurden durch lichtaussaugenbe Flüfsigkeitszellen ;m Fernrohr erzielt. Am aus fälligsten erscheint ein ivlcrf beim Aristarch durch seinen Mangel an rotem Licht. Außerdem ergaben sich in den Mareflächen er hebliche Unterschiede vor allem im Vergleich der zarten L i ch l adern. Tiefe Lichladern senden hauptsächlich langwelliges Siebt, aber wenig oder gar leine ultravioletten Strahlen aus. Die Studien des Geheimen Rats Miet he lan en cs als möglich er scheinen, das man die einzelnen Gesteinsarten der Mondoberiläche nach ihrer Natur näher ettorschen kann. Die Untersuchungen werden fortgesetzt. — Mittel gegen d i e Cholera. Einen großen Fortschritt in der Cholerabehandlung hat der englifche Arn Leonard Rogers erzielt. Bisher starben in dem Cholera Herd Kalkutta, trotz sorgfältiger Behandlung, etwa 61 v. K der erkrankten Pattcnten: von Europäern sogar 80 v. H. D., Krankheitserreger ist sttt Jahren befannt; seine Lebensweise, die in ihm produzierten Gifte und die Erzeugung von Gegengiften int Tierorganismus sind zum Gegenstand sorgfältigster Untersuchungen gemacht worden und trotzdem das enttäuschende Ergebnis in e r praktischen Bekämpsuug der Krankheit. Erst die fleißigen systematischen Versuche Rogers haben eine Wendung zum Bei seren herbeigeführt: die Sterblichkeit ist unter den nach feinei Vorschrift behandelten Fällen auf 23,3 v. H., also auf beinah nur ein Tritte! der früheren lyeruntergegangeu. Und cc fit mit Sicherheit anzunehmen, daß weitere Forschungsarbeit Rogers no 1 weitere Verbesserungen bringen wird. Ties? in Europa noch un bekannte Behandlung der Cholera beschreibt Tr. H. Iinck, Arzt des K. Generalkonsulats in Kalkutta, in der neuesten Numm der Umschau, Frankfurt a. M. «Wochenschrift über die Fort f(brüte in Wissenschaft und Technik . Tie Arbeit Tr. Iincks wurde mit Rücksicht auf die große Wichtigkeit, die alle therapeutischen Be strebungen bei Cholera besitzen, und auf die bedeutungsvollen Er gebniffe der Rogerschen Maßnahme mit dem halben Umschau preis tür Medizin betrönt. — Einen merkwürdigen Theaterska nbrl hrt, wie man uns schreibt, die Tänzerin Rita Srcchetto in Parma veranlaßt. Die schöne Künstlerin hatte zwar auch in anderen italienischen Städten nicht gerade Triumphe gefeiert, indessen tov, man ihr doch sehr liebenswürdig cutgegengetommen, zumal sie in Rom von der Königin-Witwe piotcgiert wurde. In der Sto . des Coreggio aber wollte man nichts von ihrer Kunst Wine.!, Tas Teatrv Rttnach war nur mäßig gefülli, 1 ’ die eilig.: Stimmung bei Beginn oer Pori!c!>,,g löste iip t \ einem n. tanzten Musikst Lis ' Begleiter am Klavier apostrophierte das Publttum, es hals aber alles nicht., Denn bei den folgenden spanischen Tänzen protestierte man nori« lauter. Nun fiel der Vorhang, allein auch bas war den Leut ; — Der Plan einer Verlegung des Neckars Schon früher wurde wiederholt die Frage erörtert, ob es möglich unb angängig wäre, den Neckar statt bei Mannheim im Hessischen in den Rhein münden zu lassen. Der Fluß hatte früher seine Müiwung bei dem heutigen Orte Trebur und lief der heutigen Bergstraße nach. Im hessischen Regierungsblatt untersucht Professor Henkel mann (Bensheims die Frage aufs neue unb kommt zu dem Schluß, daß es gar nicht fo schwiettg durch- zusühren fei, den alten Neckar!aus wieder herzustellen, da das Gefälle von Ladenburg aus nach der Bergsttaße größer als gegen Mannheim zu sei. Ter Boden ließe sich leicht bearbeiten, da es sich um Tiluvial- und Alluvialschichten handelt. Tie Eben» roalbbäcbe würden in den Neckar geleitet werden können, dadurch wäre die Schiffahrt in jeder Jahreszeit möglich unb der heutige Teil des Neckars von Ladenburg bis Mannheim könnte als Arm bestehen bleiben. Der Fluß würde auch twch weiter nördlich an Tarmstadt vorüber zu leiten sein und die Entwässerung des Riedes wäre auf ideale Weise zu lösen. Nach Henkelmann wäre die Durchführung des Projektes von bedeutendem Vorteil für den Verkehr, das Landschaftsbild gewänne vieles unb eine Entwertung des jetzigen Neckargeländes sei nicht zu befürchten, da es heute tatsächlich keinen hohen Wert habe. — Die Ausführung d,e,es Planes wird wohl nicht so bald in Aussicht zu nehmen lern. — NeueBerliner Untersuchungen desMondes. Sehr bemertcnswerte Büdaufnabmen des Mondes in Ultraviolett unb in Rot haben Geh. Rat Mi et he unb B. Seegert in Berlin-Charlottenburg während ber letzten Vollmondzeit gemacht. Tic Crrgebnifie versprechen wichtige neue Aufklärungen über die Beschaffenheit der Ebersläche des Mondes. So wurde ieitgeitellt, daß in der Tat, wie Prof. Wood vermutet hat, die einzelnen Tttle der Mondobettläche wechselnde Mengen ultravioletten Lichtes im Verhältnis zum langwelligen Licht aus- fenben. Tie Menge des ultraoiolctten Lichtes verschiedener Eber» flächeiiftellen ist im Vergleich zu der roten Strahlung sehr ungleich. dle8,e I. X iA«89**1 i"*Ld ach a M ,43081658. ;8ab9chllWn einander- Gelegenheiten istenreiz Der Aufstand in Marokko. Sanger, 26. April. Aus Etksar wird unterm 24. April flemeldet: Die Beunruhigung im Gharbgebiet ist rm Zunehmen begriffen. Ein Eingreifen der Truppen in Elksar könnte allein den Aufstand verhindern. Wenn dieser erfolgen sollte, würde er den Verpflegungsersatz für die Kolonne Bremonds gefährden und Fez gänzlich von Tanger abschneiden. Der Sckerif von Wessan, Mulay Ali, reiste von Tanger nach oem Gharbgebret ab, um zu versuchen, «die Ruhe wiederherzustellen. Die Ernennung eines Oberstkommandierenden der französischen Truppen in Marokko ist von der französischen Regierung, wie es heißt, nicht ins Auge gefaßt worden. Die nach Marokko abgesandte Brigade Kolonialtruppen wird General Ditte kommandieren. Die vom Generäl Toutse konzentrierten Truppen an der algerischen Grenze sollen in Marokko nur eingreifen, wenn die Ereignisse, es erfordern. Die heutigen Meldungen sprechen von einer Bedrängnis des Majors Brömond und der Hilfskolonnen: Paris, 26. April. Aus Tanger wird gemeldet, daß Major Brsmond infolge der unaufhörlichen Angriffe der Scherardaleute mit seinen Truppen am 22. April den Weg nach Fez eingeschlagen habe. Als der VizekonsuL Boisset, der mit einer ProviantLolonne am Sebusluß eingetroffen war, dies erfuhr, kehrte er nach A l k a s s a r zurück. Nach einer von einem französischen Unteroffizier dieser Truppe stammenden Meldung, sei diese vollständig von feindlichen Stämmen umgeben und leide an Munitionsmangel. Im Ministerium des Aeußern ist eine Bestätigung dieser Nachricht bisher nicht eingetroffen. Tanger, 26. April. Es bestätigt sich, daß Major Bremond den Rückmarsch nach Fez wieder aufgenvm- men hat. Boisset ist nach Suk el Arba zurückgekehrt. Hauptmann More aux hat den Leutnant Jeannerod mit 150 Mann nach Suk el Arba geschickt, um die Vereinigung der Kaids in "dem Charbgebiet zu proklamieren. Aus Heften. Die hessische Gesandtschaft in Berlin. Aus Darmstadt wird amtlich gemeldet: Der Großherzog hat am 26. April d. I. den Ministerialrat im Ministerium der Finanzen, Geheimerat Dr.-Jng. Maximilian Freiherrn von Biegeleben, mit Wirkung vom 1. Mai an zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königlich Preußischen Hofe, den stellvertretenden Bevollmächtigten zum Bundesrat, Minister des .Innern Friedrich von Hombergk zu Vach als Bevollmächtigten zum Bundesrat des Deutschen Reichs ernannt, sowie die Erteilung des Kommissoriums als stellvertretender Bevollmächtigter zum Bundesrat vom 1. Mai ab an den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königlich Preußischen Hofe Geheimerat Dr.-Jng. Maximilian Freiherrn von Biegeleben genehmigt. Dazu schreibt die „Darmst. Ztg." noch: Die Vertretung der Großh. Regierung im Bundes rat gestaltet sich nach den erfolgten neuen Ernennungen m der Weise, daß der Minister des Innern von Homberg? zu Vach ^zellenz zu den beiden anderen Ministern als Hauptbevollmächtigter hinzutritt. Ter neue Gesandte Freiherr von B i e g e l e b e n ist mit den Funktionen eines stellvertretenden Bevollmächtigten betraut worden. In derselben Stellung verbleibt Geheimer Staatsrat Krug von Nidda, der schon seit längerer Zeit im Bundesrat tätig ist, wiederholt mit Vertretung des Gesandten in Berlin und zuletzt seit dem Tode des Freiherrn von Gagern bis zur Neubesetzung der Gesandtenstelle mit Führung der Geschäfte der Gesandtschaft beauftragt war. Als stellvertretende Bundesratsbevollmächtigte verbleiben ferner Geheimer Oberfinanzrat Dornseiff und Oberregierungsrat Dr. Weber, welch letzter bis auf weiteres in Berlin verbleibt. Deutsches Reich. Im Reichshaushalt für 1910 sind die Einnahmen aus Zöllen, Steuern und Gebühren auf 1441,5 Millionen Mark veranschlagt worden. In Wirklichkeit ist der Anschlag um etwa 40 Millionen Mark übertrosfen worden. Ausland. In den Anordnungen über den bevorstehenden AufeN!-- halt des Kaisers Franz Josef in Ungarn sind einige Aenderungen vorgenommen worden. Der Monarch wird .nicht. nicht recht: sie wollten ihr Geld absitzen. Da parlamentiertt' die Tänzerin der Moderne selbst mit dem Publikum, und ihrer Grazie gelang es, den Salonton wieder herzustellen. — Die deutschen Künstler in Südamerika. Wie der Rat der schönen Künste in Santiago dem Hauptaus- schuß der Allgemeinen deutschen Kun st aus st el- lu n g mitteilt, hat er «anläßlich der Preisoerteilung bei der letzten internationalen Kunstausstellung in Santiago beschlossen, alle ausländischen Künstler außer Wettbewerb zu stellen. Doch wird er, veranlaßt durch seine Ueberzeugung, daß die eingesandten deutschen Werke als eine deutliche «Veranschaulichung der hohen künstlerischen Kultur Deutschlands zu betrachten sind, an alle Künstler, die an der Ausstellung teilgenommen und dadurch zu ihrem Gelingen beigetragen haben, Erinnerungsmedaillen verteilen. Außerdem hat der Rat beschlossen, mehrere Werke aus der deutschen Abteilung für das Museum der Schönen Künste in Santiago anzukaufen. Sie sollen hier dazu beitragen, einen be- sondereir Saal für die deutsche Kunst zu bilden. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der Dichter Willibald Alexis wird an Stelle des zerfallenden Grabdenkmals in Arnstadt in Thüringen ein neues würdiges Grabdenkmal erhalten, herausgearbeilet aus einem erratischen Granitblock der Mark B r a n d e n b u r g, die der Dichter so oft verherrlicht hat. Schöpfer des Denkmals ist Bildhauer M a tz d o r f in Köthen. Die Enthüllung findet am 29. Juni d. I., am 113. Geburtstag des Dichters, statt. — Aus Rostock wird uns geschrieben: Der Professor der Geographie an der Universität Rostock Dr. W. Ule ist zur Teilnahme an der deickschen Südpolarexpedition für das Sommersemester 1911 beurlaubt; mit seiner Vertretung wurde der G ö t t i n g e r Privat - dozent Dr. Prmust Wolken Hauer beauftragt. — In Köln ist am 25. d. M. der Geheime Sanitätsrat Professor Dr. Eduard Lent, einer der Führer der deutschen Aerzteschaft, im 80. Lebensjahre gestorben. — In Dresden starb der Dozent für Volkswirtschafts- und L-andwirtschaftslehre an der dortigen Tierärztlichen Hochschule, Oekonomierat Professor Dr. Otto Raubold, Generalsekretär des Landeskulturrats im Königreich Sachsen. — In Immen st adt ist am 23. d. M. der ordentl. Professor für Pastvraltheologie, Homiletik, Litergik und Katechetik an der Universität München erzbischöfl. geistl. Rat und päpstliche Hcrusprälat Dr. Andreas Schmid im Alter von 71 Jahren gestorben. — In der Stadtkirche zu B r e h n a wurden, nach einer Meldung der Vossischen Zeitung aus H a l l e a. Saale, sechs Gemälde aufgedeckt, die mit Mauerkalk verstrichen waren. Sie stellen Bilder aus dem Leben der Jungfrau Maria, Johannis des Täufers und Christus dar und müssen schon mehrere hundert Jahre alt sein. — Ersterallgemein er Rassenkongreß Vom 26 bis 29. Juli 1911 wird in der Londoner Universität der Erste allgemeine R a s s en ko n g r e ß stattfinden. Der Kongretz soll die Ausgabe haben, die westlichen Rassen mit den vrrentauschen in engere Berührung zu bringen. — InMailand wurde der Direktor der Lombardischen Bank in seinem Amts- ztmmer ermordet aufgefunden. Die Polizei stellte fest, daß als Täter zwei Manner in Frage kommen, die zu einem Mädchen, das den Drrcktor kurz zuvor besucht hatte, in Beziehung stehen. wre ursprünglich beabsichtigt war, die ganze Zeit in Ofenpest verweilen, sondern zumei stin der staubfreien gesunden Luft eines ungarischen Landsitzes. Infolge dieses Entschlusses hat der Kaiser dem König von Serbien, dessen Empfang in Ofenpest bereits angefagt war, mitteilen lassen, daß er zu seinem lebhaften Bedauern in dem gegenwärtigen Augenblick auf eine Zusammenkunft verzichten müsse. Der Empfang des Königs Peter wird vielleicht später stattfinden. Aus Paris wird gemeldet: Infolge des Beschlusses der Ostbahngesellschaften hat das nationale Syndikat der Eisenbahnangestellten einen Aufruf erlassen, in welchem es in schärfiter Weise die Weigerung der Eisenbahngesellschaften gegen dic Wiederanstellung der entlassenen Eisenbahner tadelt und ankündigt, daß im ganzen Lande Widerspruchsversammlungen veranstalten werde. In Kronstadt rvurden 18 Personen der sogenannten Mili- tawrganisation, einer sozialrevolutionären Partei, angehörend, verhaftet. Weftere Verhaftungen stehen, so heißt es, in Petersburg bevor. Heer und Flotte. Wiesbaden, 26. April. Aus Anlaß des Todes des Vizeadmirals Mensing ließ der Kaiser durch ein Telegramm dcs Chefs des Marinekabinetts, Vizeadmiral v. Müller, von Achilleion aus den Hinterbliebenen sein aufrichtigstes Beilüd aussprechen. Auch Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen sandten ein Beileidstelegramm. Weitere Telegramme, sowie Kränze zu der morgen in Wiesbaden erfolgenden Beisetzung gingen vom Großherzog von Oldenburg und Fürsten zu Schaumburg-Ltppe ein. Aus Stadt uiio Lnuö. Gießen. 27. April 1911. * * Auslandsreise des hessischen Großherzog S- paareS. DaS hessische Großherzogspaar gedenkt am 16. Juni eine längere Auslandsreise zu unternehmen. Die Dauer der Reise und das Reiseziel sind noch nicht bekannt. • * In Audienz empfangen wurden vom Groß- betrog Ollern u. a.: Kreisamtmann Dr. Seyferth von Alsfeld, Professor H. Win der st ein von Bad-Nauheim, Telegraphendirektor Hafermehl von Gießen und Pfarrer Döring von Muschenheim. "LehrerPersonalien. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Löwenstein-Werthenn-Rosenberg auf die Lehreritelle an der kath. Schule zu Habitzheim präsentierte Schulamtsaspirant Heinrich Jos. Weigand aus Neuhof (Preußen). * * Die Evang. Konferenz für Hessen gedenkt ihre Hauptversammlung am 6. September in Friedberg abzuhalten. Sie beginnt mit einer geschlossenen Mitgliederversammlung, in der außer Erledigung des geschäftlichen Teiles das Tema: „Trennung von Staat und Kirche in Hessen, insbesondere mit Beziehung auf die kirchliche Vermögensverwaltung" erörtert werden soll. Nachmittags 4 Uhr wird dann in öffentlicher Versammlung ein Vortrag über eine Weltanschauungsfrage folgen. * * Vom Staatsschuldbuch. Die am 15. Mai älligen Zinsen der m das Hessische Staatsschuldbuch eingetragenen Forderringen werden bei allen rn Betracht kommenden hessischen Kaffen und bei den Reichsbankanstalten vom 1. Mai ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab wird die Staatschuldenkasse die durch die Post oder durch Gutschrift aus Reichsbank-Girokonto zu berichtigenden Schuldbuchzinsen überweisen. * * Nachweis der Befähigung zur Uebernahme eines KirchenamteS. lieber den Besitz der nach den Artikeln 1 und 4 des Gesetzes über die Vorbildung und An- tellung der Geistlichen vom 5. Juli 1887 zur Uebernahme eines Kirchenamtes notwendigen Eigenschaften haben den Nachweis erbracht die kath. Geistlichen: Phil. BooS auS Gau- Bickelheim, Franz Brückner auS Gernsheim, Augustin Como aus Straßburg, Franz Hützel aus BüdeSheim, Aug. Schlett auS Darmstadt, Adam Weis auS Heppenheim und Aug. Werum aus Gonsenheim. * * Ernannt wurden die Regierungsbauführer Adam Becker aus Wörrstadt, Franz Gauß aus Darmstadt, Adolf Gnauth aus Gießen, Gg. Klapdor aus Ruhrort, Karl Laux aus Frankfurt a. M. und Karl Wiesenbach aus Nidda zu Negierungsbaumeistern. * * Vom Blumentag. Der Ertrag des Blüm en tags wird dort verwandt, wo er eingeht. Den einzelnen Kreisen wird also nichts entzogen. Was sie aufbringen, kommt ihnen wieder zugute. Möglich ist dies, weil die Großh. Zentrale in fast allen Kreisen Zweigstellen hat (keine Zweigvereine: Beiträge werden in diesen Zweigstellen nicht erhoben). Wo die überall von der Zentrale beantragten Zweigstellen noch nicht errichtet sind, werden die Beträge aufgehoben, bis die Einrichtungen (Beratungstellen, ärA- iche Beratungen usw.) bestehen. Der Ertrag des Blumentags kommt selbstverständlich and), allen den Einrichtungen zugute, die auf dem Gebiet der Mutter- und Säuglingssur- orge bereits früher bestanden und die sich im Lause der etzten Jahre fast vollzählig der Zentrale angeschlossen Men. Daß schon vor dem Bestehen der Zentrale prüf diesem Gebiete gerade von gemeinnützigen Vereinen viel getan worden ist, ist bekannt und von der Zentrale selbst armer wieder betont worden. Es sei nur an die seit langem gestehenden Haus Pflegevereine, Vereine zur Beihilfe für Wöchnerinnen, Beratungsstellen usw. erinnert. — In vielen Kreisen ist beschlossen worden, daß am Blftmentag die Häuser geflaggt und die Läden geschmückt werden sollen. * * Arbeiter-und An gestellt env er treter in »er hessischen Ministerialabteilung für Landwird- chakt, Handel und Gewerbe. In den nächsten 3 Jahren verben folgende Personen aus Oberhessen von der Mini- terialabteilung bei der Beratung wichtigerer Fragen, die >ie Verhältnisse gewerblicher Arbeiter im Sinne des Titels VII der Gewerbeordnung zum Gegenstand haben, LUgezogen werden: Wilh. Frey, Zigarrenarbeiter bei der Firma S. Bock u. Co. in Gießen, wohnhaft in Wiesech, Jak. Ritsert, Lackierer bei der Maschinenfabrik Hey- igenstaedt il Co. in Gießen, Emil Guckel, Webemeister !iei der Firma C. Grünewald und Sohn in Alsfeld, Erwin Burmester, Ingenieur bei der Firma Eugen Kaufmann in Gießen. m. Vom V. H.-C. Zu der am 28. Mai in Laubach ’tattfinbenben Hauptversammlung hat der Zweig verein )oherodskopf,zu dessen Vorsitzenden Lehrer Karl Linck, Rudingshain, anstelle des zurückgetretenen Bürgermeisters Fuchs-Breungeshain, gewählt wurde, den Antrag gestellt, >aß alljährlich am 1. April in der Feuerschale des neuerrichteten Bismarckturmes auf dem Taufstein ein Bismarckfeuer abgebrannt und auf dem Hoherodstopfklubhaus ein Bismarckfest abgehalten werden soll. — Die Arbeiten an dem neuen Erweiterun^s bau des Klubhauses schreiten rüstig vorwärts, so daß der NieubW bis zum Beginn des Herbstes fertiggestellt sein dürfte. ** Zwei Gießener in Fez eingeschlofsen Unter den Deutschen, die nach unserer gestrigen Mitteilung in Fez eingeschlossen sind, befinden sich auch zwei aus Gießen stammende Herren, nämlich die Herren Gebrüder Schultheis. Es sind Söhne des früheren Teilhabers der ehemaligen Firma Mettenheimer u. Schultheis hier ** Vogelsberger Rindvieh. Zu unserem bor< gestrigen Bericht über die Hauptversammlung des Kreis. Ninderzuchtvereins für Vogelsberger teilt uns der Vorsitzende dieses Vereins, Regierungsrat Dr. Merck, mit daß er über das Ergebnis der Kreuzungen des Vogelsberger Rindes mit dem Frankenvieh kein Urteil ausgesprochen, auch keinen Erwartungen über diese Züchtungsversuche Ausdruck gegeben habe, da das Gesamtergebnis der fraglichen Kreuzungen in dem Bestände der Zuchthöfe und Zuchtstationen bisher noch nicht bekannt geworden und ein abschließendes Urteil darüber jetzt noch nicht möglich sei. ** Der lan gersehnte Frühjahrsregen, der namentlich auch von den Landwirten erwünscht wurde, ist gestern abend endlich eingetreten, so daß jetzt, vorausgesetzt daß kein Kälterückfall erfolgt, mit einem raschen Vor^ wärtsschreiten der Vegetation in Garten, Feld und Wald gerechnet werden kann. ** Grabsteinfund. Bei Abbrucharbeiten in der Hof- reite Sonnenstraße Nr. 3 wurde heute morgen eine aus dem Jahre 1674 stammende Sandfteinplatte gefunden, die unter einem Wappen die Inschrift trägt, daß unter diesem Stein die Freiin Margarethe Sybilla von Lonsdorf, geb. von Hoff, bestattet sei. Die Platte wurde offenbar, als der früher in jener Gegend befindliche Friedhof bebaut wurde, als bequemes Baumaterial bei einer Brunnenanlage bei nutzt. Schon früher wurden dort ähnliche Funde gemacht. •• 10 0 0 Mark Belohnung. Am 21. April wurde, wie wir berichteten, zwischen Ilbeshausen und Herb^ stein auf dem Bahngleis der Strecke Stockheim—Lauterbach der kurz nach 2 Uhr nachmittags in Herbstein ankommende Zug dadurch gefährdet, daß vorsätzlich ein Balken über die Schienen gelegt wurde. Die Eisenbahndirektion in Frankfurt hat auf die Ermittelung des Täters eine Belohnung von Eintausend Mark ausgesetzt. Die hiesige Staatsanwaltschaft ersucht um Vornahme von Ermittelungen und Benachrichtigung. ** Preußische Klassenlotterie. Die Erneuerung der Lose zur 5. Klasse spätestens bis zum 2. M a i abends 6 Uhr der Lose 4. Klasse spätestens bis zum 2. Mai abends 6 Uhr geschehen sein. Auch müssen die Freilose zur 5. Klasse gegen Rückgabe der Gewinnlose 4. Klasse bis zum vorerwähnten Termin eingeforbert sem. — Es liegt im Interesse des Publikums, die Erneuerung nicht bis zu ben letzten Tagen hinauszuschieben, da sonst der Andrang zu groß ist und eine übermäßige Anstrengung der Lotterieangesteltten, sowie längeres Warten bed Publikums verursacht. ** I n Amerika verstorbene Hessen. Apotheker Bernhard G. Am end, 90 Jahre alt, aus Darmstadt in Rew- york. Er war in Gießen ein Schüler Liebigs und brachte es in Amerika zu großem Ansehen und bedeutendem Vermögen. Christian Krausch, 76 Jahre alt, aus Birklar in Newyork. Frau Marg. Rothenberger, geb. Happel, 77 Jahre alt, aus Mannheim in Brooklyn. Konrad Rock, 84 Jahre alt, aus Mainz in Lebenon. Landkreis Gießen. A Inheiden, 26. April. Seine diam antene Hochzeit beging das Ehepaar Joh. Gg. Reitz II. Ter Jubilar zählt 81 Jahre, die Jubilarin 80 Jahre. Trotz dieses hohen Alters sind beide Eheleute körperlich und geistig noch sehr rüstig. Der Grobherzog übersandte sein Bild und das Konsistorium ließ durch Pfarrer Bräunlin eine Bibel überreichen. Der Jubilar war lange Jahre Mitglied des Gemeinderats und gehörte 37 Jahre dem Kirchenoocstand an. Kreis Büdingen. K.A. Büdingen, 26. April. Am Montag abend hatte Oekonomierat A n d r ä die M ä d ch e n, die sich für den Blumen-- verlauf gemeldet hatten, jetzt im ganzen 42, im Hotel Stern versammelt. Auf die 5 Bezirke der Stadt wurden die Verkäuferinnen eingeteilt und die Verkaufsstunden bestimmt; ebenso die ernannt, die den Bahnhofsdienst übernehmen. Am Samstag, 6. Mai, werden vom Komüee die Körbchen mit Blumen gefüllt und zubereitet. Der Verkauf in den Straßen und Häusern beginnt 1/212 Uhr und dauert mit einstündiger Pause von 1—2 Uhr bis 7 Uhr abends. Ter „bunte Abend" beginnt um V2 9 Uhr im Fürsten Hof und bringt einen kurzen Vortrag über den Zweck der Veranstaltung, theatralische, musikalische und aridere Darbietungen einheimischer Kräfte und Vereine. Im Hotel Stern befindet sich am 6. und 7. Mai die Geschäftsstelle des Komitees, von der aus der Blumentag ae- leitet wird. Die Verkäuferinnen und ihre Familien sollen sich ferne unnötigen Kosten machen. Es genügt voLständia, wenn sic ihr sommerliches Kleid anziehen. — Es haben sich in letzter Woche noch eine Anzahl Vertrauensmänner in kleinen Gsneinden des Kreffes zur Mithilfe bereit finden lassen. Kreis Lauterbach. = Lauterbach, 26. April. Zufolge landesherrlicher Bestätigung vom 23. April 1910 ist das Familienfideikom- miß der sämtlichen Freiherrn von Riedesel zum Zwecke des Ersatzes für veräußerte Fideikommißgrundstücke durch Grundstücke in den Gemarkungen Angersbach, Frischborn, Landenhausen, Lauterbach, Rudlos, Stockhausen, Wallenrod, Eichelhain, Engelrod, Frnensternau, Grebenhain, Lanzerrhain, Nieder-Moos, sirösberts, Ober-Moos, Rixfeld, Rebgeshain, Altenburg und Liederbach ergänzt worden. Die Wahrung der Fideikommißeigenschast in den Grundbüchern ist erfolgt. Kreis Friedberg. G. Friedberg, 26. April. Im Hotel Trapp hier tagte kürzlich der Arbeitsausschuß des Verbandes der hessischen freiwilligen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz, um das Programm für den Kolonnentag in Friedberg endgültig festzusetzen. Von den 9 zum Ausschuß gehörigen Herren waren erschienen: Der Inspekteur Generalarzt Dr. Lindemann-Darmstadt, die Kolonnenführer Lotheißen-Darmstadt, Heinrich-Mainz, Wolf-Offenbach, Gramlich-Friedberg, die Kolonnen- ärzte Korsch-Offenbach, Schäffer- Gießen und Zang-Friedberg. Der Kolnonentag findet bestimmt am 21. Mai statt. Die Verhandlungen beginnen vormittags 10 Uhr im Saalbau und werden bis 1 Uhr mittags dauern. Die Begrüßung wird durch den Vorsitzenden des Landesvereins vom Roten Kreuz, Generalleut-' nant Korwan-Darmstadt erfolgen. Alsdann folgen mehrere Vorträge und schließlich Erledigung einiger Verbandsangelegenbeiten Alsdann ist Pause zur Einnahme des Mittagessens. Die Herren vom Landesverein und die Führer und Aerzte werden im Hotel Trapp speisen; die übrigen Kolonnenmitglieder, etwa 1500, sollen auf die Friedberger Gaftwirtschaften verteilt werden. Um 3 Uhr nachmittags beginnen die Uebungen am Güterbahnbof, Hanauer- ttaße. Nach den Uebungen findet eine Kritik durch Generalarzt Dr. Lindemann-Darmstadt statt. Nach dieser wird ein einmaliger Vorbeimarsch unter Führung des Inspekteurs vor Generalleutnant Korwan ausgeführt. Von 6V2 Uhr abends ab ist kameradschaftliches zwangloses Zusammensein im Saalbau mit Konzert. Friedberg, 26. April. Schon seit längeren Jahren Hot ich ein Komitee gebildet, das eine Eisenbahnlinie Friedberg — Ranstadt herbeiführen will, dem auch die Regierung Wohlwollen entgegenbringt. Durch die finanziellen Verhältnisse ist aber an die Ausführung dieses Projektes vorerst niftst zu denken. werden. vermischte» an dem bezeichneten Platze gefunden. Bioaranh Kinematograph. EichtspielTheater Telephon 645. Telephon 645. Piockstraße 12 Nur noch heute und morgen 03419 Plockhtraßc 12 Das Gala-Elite Schlager-Programm ofiiähflifilif! illüFDas Drtei| fc Kiiides IIUIIIUI llullu llliyi ergreifendes Drama, Länge 415 Meter Vom Stamme verstossen humorisuscher Sensations-Schlager 03438 sowie lies übrige ansgewälilte Fropm. "WaschuPSältmaschinen Eintritt frei Anfang 8 Uhr h'amanttxy;; ritz 11. •Ilt Jahre. Srl| lid) und geib' i 1 fein Bild ’-r I nlm eine 8iü I :e Mitglied td I henvorsland c.- I bester Konstruktion jeder Größe fabriziert ForsterWäschereimaschlnenrabrik RUMSCti Ä HAMMER, Forst ILonsiU) No.76, ßanöcl. **Postansweis kart en in Montenegro. Nack Bei cinbarung mit der Montenegrinischen Poswcrwaltung werden bvc in Deutschland ausgestellten Postausweiskarten fortan auck in Montenegro bei der Aushändigung von Postsendungen als vollgültige Ausweispapiere angesehen. den. £b Unadirfamfeit beim Hantieren mit einem epirini?- kocher oder Selbstmord vorlicgr, ist noch nicht aufgeklärt. Zn Köln fand im Gürzemck-Saale die eindrucksvolle Iabr- hunber tf eier des Gewerdegericktes statt. Dre Grün düng erfolgte s. lZt. durch einen Erlaß Napoleons I. Die ausgedehnten Waldungen bei der Ilsenburg in der Nähe von Borken gerieten in Brand und brannten gast voll ständig aus. Zn einem Anfall g c i st i g c r U m n a ck t u n g d u r ck s ck n i t 1 der Lederzurichter Gadowey in Z o h a n n g e o r g c n sta d t seinen beiden lüngstcn Kindern int Alter von elf Wocken und zwei Jahren die Kehle. Ter Vorsteher deS GüterbahnhofeS in HyöreS bei Toulon, Liotard, wurde verhaftet, weil er in dringendem Verbackt steht, das Magazin in Brand besteckt zu haben, um hierdurch die Aufdeckung der von ihm Der- übten Veruntreuungen und Frachtendiebstähle zu verhindern. Auf dem Marineschiestplay bei Lori ent versuchten mehrere Landwirte eine von ihnen gefundene Granate zu öffnen. Plötzlich explodierte das Gesckotz. Einer der Leute wurde getötet, zwei andere schwer verletzt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. WetterausüclNen m Hessen am Freitag dem 28. April 1911: Trüb, RegenfäUe, kühl, starke Westwinde. SS LSx S« äS“; 1 öntonimfry i in holten Ü6t hndirkktic Täters eine &.I Dir i)itfiy 6tmiütlungn bie ®maitnz; i abends 6 lihr : abends 6 Ute 5. Wie gegen ^Nöt Zrrmiit Publikums, die nanszuichiebe«, »ermäßige Rin* s Wauen doz rt Tovthrk; mftabt in unb buchte s dem Derms-a ar in Otend 77 W - 84 ‘Mren Kreis Wetzlar. ? Aus dem Kreise Wetzlar, 26. April. Tie „Fraucn- hilse" findet in unseren Krcisgemcinden immer mehr Anhänger. 2ie treibt praltische Liebesarbeit, Armen-, Kranken» und Klein- •inbcrVflt’ßc und will dazu die Frauen innerhalb der Gemeinden organisieren. Cs besteht jetzt ein Kreisverband dreier, Vereine, unter dem Vorsitz der Frau Landrat. Zn Ehrtngshauien erhebt sich ein neues Gemeinde- und Krankenhaus, das nn Amchlutz an ben Krcisverein gebaut ist und un Mai eröisnel werden iorl. Episode auS dem Zigeunerleben Illöricke aus Ileu-Ruppln kommt nach Berlin unserem,.. <8 des ! »n8 btt sl' fiBtt S iS** d-nch-i L^e’ii, J iwtit. ■ vorausn^? eLt> unb ten in der hk . •9tn eine tJ .Pfunden,^ \ unter diese« Ensdorf, gej *r,al8ie bebaut fouil« nenanlage t* runbe gemal • illpril mutte unb herh Ul bün^ 11 Wh Arbeiterbewegung. Kopenhagen, 27. April. Tie Arbeitgeber haben die Einigungsvorschläge der Arbeiter rundweg abgclebnt. Ta die Arbeiter ihre Vorschläge als Ultimatum bezeichneten, so fleht zu erwarten, daß, wenn die Bedingungen der Arbeitgeber mckst noch in letzter Stunde angenommen werden, heute wertere 40 000 Arbeiter ausgesperrt werden. Grosse Sommerwoche bei ermäßigten Preisen. Nur noch heute und morgen 800 Meter lang, großes Drama in 2 Akten, ausgenommen oon der Nord.-Film-Comp., dargestellt von den berühmten dänischen Schauspielern, den Darstellern oon Versuchungen der Grossstadt. Spieldauer etwa 8/4 Stunden. Ferner das übrige MW Programm. Cafe Am end 2227 Täglich Künstler-Konzert Am Kap Martin bei Monte Carlo siel eine Dame ins Wasser und wurde von dem württembergiscken LeutnaM N i c milla gerettet. Tie Tat ist um so bemerkenswerter, als Niemilla noch an den Folgen eines in P a u erlittenen Flug Unsalles leidet und bei Kap Martin der Wellenschlag besonders lart ist. • Große Ueberschwemmunaen werden unterm 26. April aus Buenos Aires gemeldet: Infolge starker ' Regengüsse ist der Fluß Riachuelo aus den Ufern getreten und überschwemmte die Umgebung und den niedrig gelegenen Teil der Stadt. Zahlreiche Häuser sind geräumt. 500 Obdachlose und ihre Familien wurden in den Kirchen und Schulen untergebracht. Dte Fluten er» reichen in den stark bevölkerten Stadtvierteln Rueva- popeya und Avellaneda eine Höhe von zwei Metern. Auch eine Anzahl von D ö r f e r n ist überschwemmt. Mehrere Häuser find cingestürzt und haben zahlreiche Personen unter ihren Trümmern begraben. Die Züge erleiden Verspätungen. Tausende sind obdachlos. Man glaubt, daß viele Personen wahrend der Nacht in den Häufern von den Fluten überrascht wurden und umgekommen sind. • Theater gelyncht. Richter Lynch hat nun auch ein Gausviel un Theater gegeben: im Opeinhanse von Livermore in Kentucky ist von einer wütenden Menge ein Reger regelrecht nuf der Biihue gelyncht worden. Tas unglückliche Ov'er der Volkswut hatte einen jungen Weißen erschossen, die enge drohte iQj GetängniS zu stürmen, unb die Polizei schaffte den Reger heimlich in das Opernhaus. Aber b0 entschloßene Männer drangen lärmend m das Theater, überwältigten die Wache, bemächtigten sich ihres Cpgcn des nach Kastel kommenden K o r v s b e k le t du n g s- cmtS hat der Oberbürgermeister mit dem Kriegsminister mündliche Besprechung gepflogen. Nach dem Beschlüsse der Retchswgs- kommission würden jedenfalls gegen den Willen des Krtegs- n'inisteriums nicht Zivilschneider wie bisher Verwendung finden, sondern Militär-Oekonomiehandwerker. Tamit fei die Verlegung bcs "Korpsbelleidungsamtes nach Mainz-Kaftel Nicht zur be,on- ^eren Annehmlichleit geworden, er hoffe aber, daß die Besetzung KorpsbelleidungSamtes durch Militärhandwerker keine dauernde werde. Stadw. Adelung meinte, daß man dann tuch nicht die bedeutenden Summen für Gelände bewilligen solle. Vorsitzende bemerkte hierzu, daß man die Sache erst an die Stadtverorbneten-Versammlung herankommen lajjen möge, bann tonne man ja immer noch die Entscheidung treffen. — Für die Verstärkung der Eisenbahnbrücke wurden für dte zu- funrtige Uebersuhrung eines Wajserleitungsrohres 49 500 Mark hroiliigt. Jrn ganzen sind jetzt rund 200 000 Mark für diesen i Zweck bewilligt worden, obschon es noch nicht sicher ist, ob das neue Wasserwerk in der Riedgegend erbaut wird. Der Oberbürgermeister versicherte zwar, daß die bis jetzt vorgenommenen Bohr- versuche recht ergiebig ausgefallen seien. — Tie 21iäljrige d r a u des Schisf- deizers Kam in erlan der, die am Dienstag abend . cur ihren Mann einen Mordversuch verübte, indem sie ihm fine Revoloerlugel durch den Hutrand schoß, ist nach den Aus- ' sagen der Aerzte des Rochuöhospitals gegenüber der Staats- I anwaltschast irrsinnig und für ihre Tat nicht veraniwortlich zu mad)en Tie Zrau Hal sich nach der Tat zu vergiften versucht, ■ itc befindet sich auf dem Wege der Besierung und wird m einigen Tagen wieder aus dein Hospital entlassen. Rico er-Olm, 26. April. tetn von dem htestgen 1 Aoiartat als Wertsendung nach Ltainz aufgegebener, ton aber mit Papterschnttzeln angefoinmener Brief ist, rote GertchtSchciutker Tr. Popp-Franlsurt a. auf Grund der Fingerabdrucke seststellte, von einem auf dem Notariat beschäftigten 19iähcigen Gehilfen aus Sörgenloch beraubt worden. Der junge Mann hat bereits em Geständnis abgelegt. Die entwendete Summe von 4000 Mk. hatte der Unei)r(id)c in dem elterlichen Garten begraben und wurde auch [tag abend h-e für den. Uw.- Hotel Stern rc e Serfäuferncc also die ernflöi ag, 6. lt und ztibcm's nt 'IW. s 7 U^r M ienhos und bE ünstvlmg, tc« nheimM/x 16. und 7.1- ! Bbunentag? milien sollen st ns LK ÄIL 1500, etn« V rden, . . i Wl MI Gute Dienste leisten die zahlreichen freiwilligen Pslegerinnen, welche die Frauenhilfe ausbildet. U. a. sind solche vorhanden in Tutenhosni, Münchholzhausen, Hochelheim. Wißmar, Sleinrcditcn’ bach u. s. f. Auch für Lbenhausen unb Salzböden ist eine solche Pflegerin jetzt vorgesehen. — Zwecks Verbreitung von Brutei ern guter Geflügelrafsen hat der Geflügelzuckiverein des Kreises Wetzlar 4 Zucktstationen eingerichtet, an denen Hühner cier zum Preise von 10 Psg. und Enteneier zu 10 Pfg. abgegeben Bier wirkliche Tchlager aus dem diesmaligen Programm. Goldsucher und Indianer ein meisterhaft gespielter dramatischer Kunstsilm. Ein amerikanischer Schlager. Du Mtoriti des berühmten »Rtoritz^ letzte Glanzleistung. Großartige Humoreske. Der Köniss von Rom Eine Tragi-Komödie allerersten Ranges. Die Titelrolle wird von dem kleinen »Fritzchen' entzückend dargestellt. Madame trägt einen Hosenrock köstliche Humoreske. Sowie das übrige großartige Programm. geben worben. __________ * Vom Bauerntheater. Mitwirkendcr (eine Rezension lesend): „A Knöbelessats hat's geb’n in dem Spiel, g rauft hab'n ma, daß d' Fetzen g flog'n san, g'schuhplattelt hab'n ma, datz d Fenster scheib'n zittert hab'n — unb da schreckt ,o a Lalli, dos Spiel hätt' keine Handlung g'habt." , , „ Der Sohn. „Manche Leui' bringend halt zu gar nix. — „Ja, den Fehler hat mei' Vater aa g'habt." Kleine aagesdjronit In Fulda ist am Tiens eine 60jahrnge Frau Reith die in letzter Zeit Spuren von Geistesgestörtheit zeigte, in ihrer Wohnung verbrannt aufgefunden wor- Letzte Nachrichten. Die englische Eisenbahnpolitik io Persien. Teheran, 26. April. England machte jüngst ber t>er- ischen Regierung Mitteilung betreffend den Bau einer Eiscn- bahn in Südpersien. Eine amtliche Aeußernng bterüber liegt nicht vor. Aber man hat Grund anzunehmen, daß England bas Optionsrecht auf den Bau der Linie von Chormusa an den Persischen Golf und nach einer Stadt in der Provinz Lunstan innerhalb der britischen Jnteressenzone fordert. Die Mitteilung wird von der persischen Regierung ernsthaft erwogen. Man glaubt, daß bie Regierung eine Antwort erteilte, deren Wortlaut zwar nicht öffentlich betannt ist. Es verlautet aber, daß die Regierung die Forderung Englands nicht bewilligte und auch keine Gründe hierfür an gab, weil sie der Ansicht ist, daß zukünftige Verhandlungen hierüber walfrscheinlich aussickstslos sind. In der Angelegenheit hat bas Reskript des Sck)ahs von 1888 große Bedeutung, welches vorsieht, daß, wenn Rußland eine Erfenbahn^ konzessckn im Norden erhält, England einen .Anspruch .foot auf eine ähnliche Konzession im Süden Persiens. ( Konstantinopel, 26. April Die Truppen zerstörten am 19. April bei Mhileps die gegen Cusinie ausgc- führten Verschanzungen der Rebellen und schlugen diese und besetzten Mhileps. Die Frage: „Wie erhalle ich mir meine Lebenskraft" ist so alt wie bie Menschheit selbst, beim das ganze Wohl und Webe hängt mit ber zweckmäßigen Ernährung innig zusammen. Wo diese zu wünschen übrig läßt, insolye mangelhasten Appetites oder imäenügeiiber Ausnützung der täglichen Nahrung, sei aus bte betannte Eiweißkrastnahrung Bioson hingewiesen, ein verläßliches, von tausenden Aerzten glänzend begutachtetes Auffrischungsmittel für den gejcknvächten Organismus, für mangelhaftes Blut und für verbrauchte Nerven. Wer der ürastzu'uhr bedarf, sei es infolge beruflicher Überanstrengung und dadurch zu Tage tretender uervöser Erscheinungen, oder m der Rekonoalescenz nach schweren, fieber- halten Urankheiten, nach großen Blutverlusten und dergleichen dem iei das Biosongetränk als Krajtspender dringend empfohlen inSbe- sondere auch blutarmen, blassen Frauen und Mächen, sowie al5 Morgengetränk für schwächliche, in ber Entwickelung zurückgebliebene Kinder. Tas Paket, zirka '/, Kilogramm kostet nur 3 Mark unb reicht zu einem dreiwöchentlichen Biosongebrauch, sodaß die tägliche Ausgabe nur wenige Pfennige trägt.c^*/4 Goldene Medaille Alleinverkauf für Giessen und Umgegend MARKE H ASS IA Düsseldorf 1902 W Telephon 435 Schulstrasse 10 a’7< 3ii ucvmietcn Kleine Villa (mit Garten) zum Alleinbemohnen ver fofort oder später preiswert zu vermieten. 2617 Näheres bei Berlagsbuchhändler Roth, Marburger Straße 20. Meine 1. 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