Die heutige Nummer umsaht 20 Seiten. Vision trags alsbaLb fest stellen: daß und in welcher Höhe die hessischen Linien fettTicr über das ursprüngliche Teilungsverhältnis hinaus Transporte geleistet haben für welche der Staat nicht die entsprechenden Bezüge erhalten hat und ferner, daß nnb in welcher Höbe Aufwendungen für Neu- und Umbauten, sowie für Fahrzeuge usw. zur Be> wältigung dieser Transporte von Hessen verlangt und geleistet worden sind. Aus Hessen. lieber die Revision des p r e n ß i s ch-h e s s i < scheu Eisenbahngcmernschaftsvertrags haben der tfbq. R e ly und Gen. folgenden Antragin der Zweiten politische Wochenschau. Gieszen, 25. Febr. VezuqSpret»: m0natlicb75‘Bi.,üierteI- lähdidi Mk. 2.20; burrf) Ad do le- il Zweigstellen monatlich 60 Pf.; durch fiePostwrk.S.—Pleuet- UbvL airtirt'L BesleÜq. /jCÜciiDrcid: lokal löPfv auoibdi-te 20 P'enmq. (llieftedaktcur: A Goeiz. Bernulwortlich für den r-olitischen Teil: Augn'l Goetz, für .Feuilleton', .Vermischtes' und „®end)i3faal : K. Neuost en kommend, gesehen wurde. (Line Wolke schi.'N durch einen- Wirbel, der die Gestalt eines umgekehrten Kegels besah, mit dem. (Lrdboden verbunoeit zu sein, indem die fein ausgczogene Spitze-, öic Erdoberfläche berührte. Man tonnte den Tamm der Wolke mit reihender Geschwindigkeit umherwirbeln und an der gesamten Drehung teilnchmen sehen. Zuweilen zerstreute sich der Wirbel, scheinbar für einige Sekunden, nm sich dann von neuem zu, bilden. Nur 30 bis 40 Sekunden blieb der Wirbel sichtbar, ohne daß man eine Fortbewegung noch irgend einer Richtung an ihm bemerken konnte. Dann war er plötzlich verschwunden, als ob r- sich in Staub ausgelöst hätte. Es dauerte ober nicht lange* bis die an der Küste versammelten Leute aufs neue auf ein ähn- liches Naturwunder aufmerksam wurden, das nun ober einen gauzs anderen Eharakter annahm und geradezu eine Panik verursqchte. Bon weitem sah die Wasserhose aus wie eine Rauchsäule, die »ich mit größter Eile näherte, während das Meer in einen kochenden Zustand zu geraten schien. Ter Wirbelsturm zeigte seine Gewalt an Menschen wie an leblosen Wesen. Ein aus dem Strand? liegendes Boot wurde ergriffen und 40 bis 50 Meter weit au» ein als Badeanstalt dienendes Gebäude geworfen, wo es eine riemlich gründliche Zerstörung anrichtete, dabei aber selbst völlig in ^tiide ging Auch, ohne solche Wurfgeschosse demolierte der Wind sämtlich? in der.« Nähe befindlichen .Häuser. Ter Umsang des Lustwirbels betrug 30 bis 4Cl Meter und seine Gewalt schien schon nach eui£nt Lauf von einigen 100 Metern ins Innere des Londes gebrochen ’U — Die Liebe der Quäkermaid. Man schreibt uns:, Ein junger Quäker hatte seine Augen auf eine anziehende junge Quäkerin geworfen. Aber er verstand es lange Zeit nicht, stch ihr- zu nähen Als er endlich den Mut sand, sich ihr zu offenbaren, erhielt er zunächst, den zurückhaltenden Gewohnheiten der Quäker oemäß, eine eigentümliche Antwort. Tenn auf feine Frage: '.Maria, liebst du mich?" antwortete ihm dos Mädchen: „Gewiß, John, cs ist uns do-ch befohlett, einander zu lieben." Und er ft als er sich zu der weiteren Frage aufschwang: „Za, Maria, ich möchte aber wissen, ob du das für mich suhlst, was die sündige Welt Liebe nennt!" erhielt er die Antwort: „Es ist sehr schwer für mich, John, dir zu antworten. Ich habe per suckft, meine Liebe auf alle gleichmäßig zu verteilen, aber ich l>abe mand-mal die Empfindung, daß du mehr davon erhältst, als dir rechtmäßig zukommt. . . — Kurze Nachrichten ausKunst u. W i s s e n f 6 a f t Ter Geologe Professor Tr. Adolf Schmidt in Heidelberg vollendet am 27. d. M. das 75. Lebensjahr. 2em Lehrkörper der Ruperto-Carola gehört er seit 1876 an. Ütamntcr eingebracht: Wir bcantranen: Großh. Regierung im>lte zwecks Re des preußtsckß-hessischen Eisenbahngemeinschoftsver- 5ur Revision der Gemeinde-Rechnungen. Man schreibt uns: Die im hessischen Staatshaushalt herrschende c Maßnahmen die Gemeinden doch indirekt gezwungen, hurd) Erhöhung der Gemeindcumlagen den Ausfall der Staats- 'teuer zu ersetzen. Daß man durch dieses Vorgehen nicht gerade erbaut ist, bedarf wohl keiner näheren Begründung. Auf der einen Seite wird den Gemeinden durch staatliche Unterstützungen bei Schulhausbauten und Kosten zu den Fortbildungsschulen finanziell geholfen, auf der anderen Seite nimmt man ihnen wieder diese Zuschüsse. Jeden- falls tonnte ein solches Verfahren einfacher gestaltet werden. Man ist aber diese umschmeifigen Schreibereien längst oewöhnt und sie sind auch schon oft erörtert worden. Während in vielen Parlamenten die Friedensfrage besprochen wurde, wobei die allgemeine Stellungnahme der Parteien bei der Beratung des Militärhaushalts im deutschen Reichstag sich nicht von den französischen, englischen oder österreichischen Erörterungen abhob, hat sich Rußland angeschietk, China, dem himmlischen Reiche, seine drückende Faust spürbar zu machen. Es hat die Netze des Handels- und K0tisularVertrages von 1881 dichter um die Pekinger Regierung zusammengezogen. Das Vorgehen erinnert an Eng- 'lands Drohung gegenüber Persien, und daß cs sich lediglich wieder um eine Machtfrage handelt, gebt auch ans der gewundenen chinesischen Antwort hervor, die man wohl als reines Angstprodutt bezeichnen kann. Ta China sich tu allgemeinen Redewendungen gedreht nnd, um drohenden Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen, in Verbeugungen und Zusagen sich ergangen hat, gibt es jetzt in der russischen Presse geteilte Meinungen. Auf der einen Seite nickt man befriedigt über die Unterwürfigkeit der Zopfträger, auf der anderen Seite herrscht eine verhaltene Wut über die ausweichende Antwort, die den Stein vielleicht am Weiterrollen hindert. Tenn cs ist klar, daß Rußland den Zeitpunkt gerade jetzt für getommen erachtet, Teile des chinesischen Reiches zu verschlucken. Ob ihm die Potsdamer Abmachung dabei als Rückhalt dient, blewe dahingestellt: sicher ist cs auch der Zustimmung Englands gewiß. Vielleicht wartet man in Petersburg jetzt auf das Perspiel, das England in der persischen Frage geben könnte. Bei den unruhigen inneren Zuständen des russischen Reiches ist es erstaunlich, wie es in Qstasicn so tatendurstig sich einer „Nttsswn" widmet. Aus dem Bali'an ist für Peters- Berlin, 24. Febr. Tie „Norddeutsche Allgemeine Ztg " schreibt: Ter von uns angchinbigtc Besuch des Kron vrin • zcnpaares zum i ta l i en is cken Nat 10na I r e 11 m.Rom wurde von den größeren deutschen Zeitungen burdjroeg )_ 1) m -■ vathisch aufgenommen. Eine Ausnahme machen zunachlt nin bar- „'Berliner Tageblatt" und die „Boft'ische Zeitung". die in rül.rt-nber llcbereinstinmiung wieder einmal an einer trimchlieyuiig der Rccherung hmuiüudlcln, allerdings mit folgendem Untcrmnev. Di - „Vosnsche Zeitung" schreibt die Entschließung über den Mron- vrinz^iibefuch in Rom als Sieg dem Datilau, das „Tageblatt luh selbst anf.5 Monto. ES wird beiden. Blättern überlanen werden loimen, die Frage, welches von beiden Blättern recht hat, unter sich aus zufechten. Nationalfeier mit gemischten Gefühlen betrachtet, periön lick; in iRoni vvrsprechcn müsse. Tas aufdringliche Geschwätz wurde auch in anderen Blä lern fortgesponnem Natürlich fehlten die Seitenblicke auf den fchwar^blauen Block in Deutschland nicht, mutzte die angebliche Rücksicht der Regierung auf das Zentrum gleichfalls wieder her halten. Tie ziemlich bedeutungslose höfische Frage, die höchstens unser Staatssekretär des Auswärtigen mit besonderen Gesichtspunkten bereichern könnte, wurde in dem erwähnten läppischen Sinne in eine x?cuibi und Staatsaktion verkehrt. Die taktlosen Macher haben es denn auch erreicht, daß an den s?öien in Rom nnd Perl in eine gewisse Unruhe entstand, denn die öffentliche Meinung spielt ja nun einmal eine Rolle. Vorgestern erklärte nun die amtliche „Nordd. Allg. Ztg.", der deutsche Kronprinz werde nach der Rückreise von Aegypten im April dem italienischen Köuigspaar in Rom einen amtlichen Besuch abstatten und dabei die Glückwünsche des Kaiserpaares überbringen. Während das „Berk. Dagebl." diesen „halben Erfolg", der immerhin etwas sei, „mit Genugtuung notiert", bringt die „Voss. Ztg." es fertig, zu verkünden: „in weiten Kreisen des deutschen Volkes werde diese Nachricht unerfreuliche Empfindungen aus lösen." Tie „Möln. Ztg." hat, wie wir berichteten, vor einigen Tagen halbamtlick) erklärt, eine Kaiserreise nach Rom sei „durchaus diskutabel", und damit sollte wohl gesagt werden, das Geschwätz von angeblicher Rücksichtnahme auf den Vatikan sei töricht und unbegründet. Mutz^man denn immer ans der Suche nach einem politischen Skandälchen sein'.-' Tas >iaif?rnaar wird im Mai zur Enthüllung des Standbildes der Königin Viktoria nach London reifen: kann man verlangen, datz er kurz vorher auch nach Rom müsse? Wir meinen im Gegenteil, der Verzicht des Kaisers auf das viele Umtierreifen werde im Volle nur einen günstigen Eindruck machen Itanft, Wissenschaft und Leben. - E in Kv n a r eß fü r e x pe r i m ent e l l c P ä da g 0 g I e fand, nne uns jetzt von der Psychiatrischen Korrespondenz mck- gefcilt wird, in St. Petersburg vom 8 bis 13. ?anuar 1911, ö b 26 bis 31. Dezember 1910 ruifWr Rechnung, statt Dieser russische Kongreß war der erste dieser Art und schloß sich in den LAmndzügen an die Kongresse für cxperimcntllle Psychologie an, die seit 1904 in Gießen, Wurzburg, r>rank- surt a. M. und Innsbruck slaltgefunden haben. Tie Orgarn- falionsarbeiten wurden durch Pros. Tr. Netschaiefl von der vada- gogischcn Akademie in St. Petersburg geleitet. Beteiligt waren daran besonders die Gesellschaft tür experimentelle Pädagogik in St. Petersburg und die Gesellschaft für experimentelle Psychologie in Moskau, deren Vorsitzender, Pro). Bereistem, durch seine' methodischen Bestrebungen in der klinischen ^Watete bekannt ist. Die experimentelle Pädagogik, die sich in ~c_utfanb im engen Zusammenhang mit der experimentellen Psychologie im Lause der letzten Jahrzehnte entwickelt hat, ist in Rußland zum Kristallisationspunkt der auf die Schulreform im allgemeinen gerichteten Bestrebungen geworden. Daraus erklärt stch die ge- -adezu außerordentliche Anteilnahme, die sich für diesen Kongreß bei den russischen Aerzten, Lehrern und psychologiich inleresNerten Gebilde!en gezeigt hat. Tic Zahl der Teilnehmer aus allen Teilen des russischen Reiches betrug über 700. Neben der großen Reihe von Vorträgen, die aus dem Gebiete der Kinderpsychologie, der methodischen Untersuchung von normalen und abnormen Kindern, der .Hilfsschulen, z. B. von Prof. Rossolimo, Netschatefs, Lasurskv und vielen anderen gehalten wurden, behandelte Prof. Sommer aus Gießen im Auftrage der pädagogischen Akademie die Beziehungen der experimentellen Psyckwlogie und das Mittelgebiet zwischen Psychiatrie und Pädagogik in systematischer Weise in Form von sechs Vorträgen. Diese wurden in deutscher Sprache gehalten, wobei Pros. v. Narbut im Bedarfsfall die russische Uebersetzung gab. Tie Leitung des Kongresses lag in den Händen von Pros. Zanatiefi und Netschajejs, während Prof. Sommer zum Ehreu- ttorsitzeuden gewählt wurde, der von der Petersburger Gesellschaft für eiucriinanclle Pädagogik und der Moskauer Gesellschaft für experimentelle Psyckwlogie auch zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Der ganze Kongreß zeigte durch die Verbindung von vädagogischen, experimental-psychologischen und medstzinisch-psv- chologischen Bestrebungen ein sehr charakteristisches Gepräge und verlies unter lebhafter Anteilnahme der weiteren Ocssentlichkeit zur größten Zufriedenheit der Teilnehmer Der selbsttätige und wissenschaftlich ernste Charakter, der bei diesem russischen Lougreß hervorgetreten ist, verdient in verschiedenster Beziehung die größte Beachtung auch in Deutschland. — Forensisch-Psychologische Gesell, chaf t in Hamburg. Im Dezember v. Is. ist in Hamburg eine winen- schastliche Vereinigung gegründet worden, die als „Forcnmch- Psychologische Gesellschaft" die Beschäftigung mit gerichtlicher Psychologie und Psychiatrie, Kriminalistik s(H:wrschung des Verbrechertums und seine Bekämpfung st Gelängniskunde, Rewrm- fragen des Straf- und Zivilrechts und verwandten Gebieten zum Gegenstände gemeinsamer Arbeit für Juristen und Medizinar machen will. Zu diesem Zwecke sollen Vorträge, Besprechungen, fachwisfenschaftliche Kurse, Vorführungen und ^ftchligungen veranstaltet lnerden. Die Gesellschaft, die sich lelblt durch Wahl er- oünzt, zählt bereits über hundert Mitglieder, zu denen neben zahlreichen Richtern und Staatsanwälten Piychmter, P,ychologen, beamtete und praktische Aerzte, VerwaltungSbcamte, Mitglieds der Gesangnisverwaltmtg und der wohltätigen Anstalttn gehören. Die '21 erntet des aus li Herren bestehenden Vorstandes nehmen wahr Oberstaatsanwalt Irrmann,als 1-.Vorsitzender, Prot. Dr. Deygandt, Direktor der Irrenanstalt ^rredrichsberg als 2 Vor sitzetüier, Pros. Tr. Buchholz als Kassemoart, Staatsanwalt Tr. Schläger als Schriftführer. — Radium bei der Behandlung von Gicht und Rheumatismus. Ter „llmsckwu" zufolge hat Geheimrat Prof Dr Wilhelm His (Berlin mit Erfolg Radium bei der Behandlung von Gicht und Rheumatismus angewandt. Von 100 Fällen von chronischem Rheumatismus zeigten die meisten bedeutende Besserung, fünf Patienten wurden nahezu geheilt. uü- Auch) in der österreichischen Delegation ist, wie aus Q f en pest gemeldet wird, u. a. die Friedens- frage wieder angefchnitteu. Ministerpräsident Graf Aehreuthal erklärte, die Anregung, daß Oesterreich- Ungarn und Italien zu zweien die Rüstungen fixieren) mögen,, Der Name des Kaisers spielt im politischen Tagesgespräch wieder eine Rolle. Die launige Plauderei, die er jüngst im deutschen Landwirtfchaftsrat gehalten hat, war das Entzücken vieler Zeitungen gewesen, m>n_ denen manche in Lobeserhebungen entschieden über die Stränge gehauen hat. Desto rückhaltloser darf man sich über den >iabinettsbefehl freuen, durch den der vom militärischen Ehrenrat wegen der bekannten Anschuldigunc,en zur Ausstoßung aus dem Heere verurteilte Graf Pfeil den Hanpl- mannstitel behalten darf. Der Kaiser hat seine Ansicht kund getan, daß der Selbstmordversuch des Grafen ihm nicht als Fahnenflucht angerechnet werden dürfe, wie das Ehrengericht angenommen hatte, und er fand die sympathi scheu Worte, daß „der Betreffende den Selbstmord allein vor Gott und seinem Gewissen abzumachen habe". Dieser impulsive Schritt des Herrschers wirkt geradezu befreiend, denn er schließt die Abwehr engherzigen und ledernen Phi listertums in sich. Aus der Auffassung des Ehrengerichts von dem Selbstmord als Fahnenflucht ist aber auch gar nichts irgendwie Imponierendes herauszuholen, selbst zücht bis zum Aeußersten ist gewiß eine der schönsten militärischen Tugenden, aber wie ists beim um Die höllische ILgermoral, die da meint: „Es gibt mir zwei Tina’ über Haupt: Was zur Armee gehört mtb nickst; und nur der Fahne bin ich verpflicht."? Das ist ein leichtes Wort, nnd die Herren jenes Elsrengerichtes werden es wissen, daß ein Soldat sich auch „menschlich fassen" soll. Gewiß ist der Selbstmord in gewissem Sinii eine. Flucht, aber ist er nicht oft eine Flucht vor Schande, Lebensschmutz über tiefstem Seelenleibe? Kann sich bann ein solch.Armer daran halten, daß er „nur der Fahne verpflicht" ist? Und wenn bann die völlige Abkehr vom Lebeii noch durch die Splitterrichter gekreuzt wird, btc nicht vom Buchstaben loskommen können, dann ist's ein unsckstines Schauspiel Aclftiliches Aergernis gab cs, als eifrige Wachter des Ge setze- die kühnen Eroberer der Luft, wie alle Welt be „entert die neuen Maschinen an staunte, mit kleinlichen Polizeistrasen behafteten. Solche Gegensätze wirken oft ko misch, häufig aber wegen der grell zutage tretenden Mein heil menschlicher Horizonte auch bitter abstoßend, xer offenbar von solcher Empfindmig des Widerwillen^ birtteih Befehl des Kaisers, „die Akten seien wegzulegen", wurde darum mit einer Art Befreiung aufgenommen, womit^dem verurteilten Grafen Pfeil noch keinerlei besondere ^tjm pathie eingeräirmt zu werden braucht. Dann drehte sich das Gespräch darum, ob der Kaiser zu der italienischen Nationalfeier persönlich nach Rom fahren werde. Das fünfziyiährige Königreich wird, so l^ißt es, den französischen Präsidenten und den König von Eng^ land zu feinen Gästen zählen. Haben wtr in Deutschland irgend einen Anlaß, uns darüber voreilig ereifern ob her Kaiser selbst, ober ein anberer in seinem Austrage dem König Viktor Emanuel zum Glückwunsch die Hand reichen werde? Gewiß nicht. An höfischen Aeußerlichketten sollte namentlich das Herz derer nicht hängen, die das demokra- iische Staatsideal sonst zu verherrlichen pflegen. Aber das ..Berliner Tagebl." z. B. vergaß plötzlich alle seine Grundsätze Weil es wieder einmal tm Interesse des Liberalismus klerikale und rückständige Gespenster an die Wand malen ,...... - . . . , , wollte erörterte es die Notwendigkeit, daß der Kaiser, bürg allerdings nicht mehr viel zu holen, trotz der Eifersucht des Vatikans, der natürlich die; italieiiische l Hr. 48 Erster Blatt lös. Jahrgang Samstag, 25. Zebruar M «GietzenerAnzeM NT82 General-Anzeiger für Gbertzefsen «nzeiger Gießen. V ' • '' . . t rath: für „Stadt und Annahme von Anzeige« Hofdfiottsbnitf und Verlag der Vrühl'schen Univ.'Vuch- und Steinöruderci H. Lange. Redaktion, Erpedillon und vruaeret: dasMpraye t. onni).». sür den S "öS?” Biiöincen: zernsprccher Nr. 50 ScMft-stelle »ahnb-sstrak- Ib-..___________________ H. Brf. a 7 to « 2 . V la Vo ?ö > -! !.L 7C - o ^7 L-ß Cc- 9 MS L2.? r." /o o- B »S: S?3 4» SU 9-3-5- 70.= Q S.o «fö Oq C ‘25=3- - Qfo ** ;b=s 2 ■ s» 3"' 'Ss'- iw-5** fei* < 6 »•- 3^0-2.- Oe-f’ > p a t a 2Z.L7 3 = -'s?. 'S» vermischte» ?n daran gehindert. Er verließ selbst, in Zivil gekleideten Käme- Markte. teilen und Winterschuldirettor Courtin sprach über „neuere I Stück hochträchtige Kühe nnd R bewährte Saatgutsorten" für die Frühjahrsbestellung. Zum mettenbe Kühe und Rinder 270— Schlüsse kam die herrschende Mäuseplage zur Sprache. ch. Werlburg, 24. Feür. Der hier abgehaltene Vieh- mar kt war gut befahren, denn der Zntrieb stellte sich auf etwa 1000 Tiere, darunter üver 400 Stück Großvieh. Der Geschäftsgang geringere 4. Qualität 72—74 Mark, fette gemästete Rinder erster erzielt. Der Zentner Schlachtgewicht kostete: Fette gemästetie Ochlen 1. Qualität 85—87 Mark, fleischige weniger gemästete 2. Qualität 81—83 Mark, mittlere 3. Qualität 76—78 Mark, girengm 4. Qualität 72—74 Mark, fette gemästete Rinder erster Qualität 82—84 Mark, fleischige weniger gemästete 2. Qualitäi 78—80 Mark, mittlere 3. Qualität 74—76 Mark, geringere 4. Qualität 67—69 Mark, fette gemästete Kühe 1. Qualität 81 bis 83 Mark, fleischige weniger gemästete 2. Qualität 76—78 Mark, mittlere 3. Qualität 70—74 Mark, geringere 4. Qualität 66—68 Mark, fette Kälber 1. Qualität 82—84 Mark, fleischige 2. Qualität 78—80 Mark, fette Schweine 1. Qualität 64—66 Mark, fleischige weniger gemästete 2. Qualität 60—62 SDlcrf. Für das Paar Fahrochsen erster Sorte tvurden 950—1050 Mark, zweiter Sorte 800—850 Mark, dritter Sorte 650—750 Mark, da^ Stück hochträchtige Kühe und Rinder 280—450 Mark, fräsch- .' ‘TrTmv ' ™ 430 Mark, jüngere Rinder 120 bis 230 Mark, das Paar Ferkel 24—30 Mart, ältere 40—60 Mark bezahlt. Amtlicher Äetterdericht. Verlauf der Wüterung seit gestern früh: Hoher Druck lagert über Süüeuropa, während im Norden fortgesetzt tiefe Zyklonen vorüberziehen. Daher ist das Wetter bei uns meist unbeständig und regnerisch, doch macht sich eine leichte Aufheiterung und geringe Temveraturabnahme bemerkbar. Auf der Vorderseite eines neuen Tiefs werden wir wieder neue Trübung bekommen, doch werden wesentliche Niederschläge kaum eintreien. Später haben wir wieder mit leichter Aufheiterung zu rechnen. Welteraussichten in Hessen am Sonntag dem 26. Febr. 1911: Wechselnde Bewölkung, Nachlassen der stürmischen Winde, feine erheblichen Niederschläge, Temperatur wenig verändert- S ch n c e b e r i ch t. Hoherodskopf: Schibahn vorzüglich. Gießener Strafkammer. Gi.eßen- 24. Febr. Nach einem fröhlichen Abend verließ ilt der Nacht vom 11. auf 12. Dezember 1910 der Wirt 2L O. von hier in animierter Stimmung mit einigen Gästen sein Lokal. Bald hatte man einen Zusammenstoß mit Straßenpassanten und gleich darauf auch mit Beamten des Sicherheitsdienstes. Die Aufforderung der letzteren, sich innerhalb der gesetzlichen Grenzen zu halten, wurde mit einer llnslut beleidigender Ausdrücke beantwortet. Die Tat fand ihre Sühne vor dem hiesigen Schöffengericht, von dem p. a. der Wirt wegen Beamtenbeleidigung zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt wurde. Er focht dieses Urteil an und bat, die Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe umzuwandeln, da sich ergab, daß der Angeklagte noch nicht bestraft ist, auch onst diensttuenden Schutzleuten stets in entgegenkommender Weise begegnet und an dem betreffenden Abend nur unter dem Einfluß des genossenen Alkohols gehandelt hat, so gab das Berufungsgericht seinem Antrag statt und erkannte auf fünfzig Mark Geldstrafe. Zum zweiten Male wurde sodann in die 'Verhandlung gegen den Kaufmann F. F. W. aus D. eingetreten, der früher nut dem Kaufmann I. K. hier ein Fabrilationsgeschäft betrieben hat. Es kam zu Differenzen und man einigte sich dahin, daß W. gegen eine Abfindungssumme von 30 000 Mark ausscheiden sollte. Von diesen 30 000 Mark war die erste Rate mit 10 000 Mark innerhalb kurzer Frist zu bezahlen: im Falle der Nichtzahlung dieser 10000 Mark sollte W. statt K. das Geschäft übernehmen. W., der bamit gerechnet hatte, daß K. die 10000 Mark innerhalb so kurzer Frist nicht würde aufbringen tömien, wurde, eines Tages durch Zahlung der 10 000 Mark uberrafcht und mußte aus dem Geschäfte ausscheiden. Er gründete kurz daraus ein Koilkurreuzgeschäsc in D. in Gemeinschaft mtt dem seitherigen Prokuristen der Firma. Nach dem Weggang pes W. zeigte es sich, daß die von ihm geführten Notizbücher, sowie äratlidje Kommissionsbücher und die von W. an die Firma erllatiden Neiseberickste fehlten. Während auf die Notizbücher weniger Gewicht gelegt wurde, bedurfte es erst der Klageerhebung, um den W. zur Herausgabe der von ihm mitgenommenen Kommt' üvnsbücher zu bewegen, .'luf die Sluncrbcnntg, die zur Iu- ventur gehörigen Reiseberichte ebenfalls oerauszugeben, crßärte W-, daß er dieselben in einer plötzlichen Aufwallung verbrannt Kreis Alsfeld. X. Alsfeld, 24. Febr. Der Stadtvorstand bewilligte in feiner gestrigen Sitzung für die Kriegsteilnehmer von 1866 und 1870/71, die ein Einkommen unter 1100 Mk. versteuern, eine einmalige Ehrengabe von je 20 Mk. Dieselbe Summe erhalten die Witwen der Kriegsteilnehmer, die ein Einkommen unter 700 Mk. versteuern. — Weiter wurde diefakultativeTrichinenschaufür den städt Schlachthof beschlossen, die am 1. April 1911 in Kraft treten soll- — Die Pläne für die Erweiterung des hiesigen Bahnhofs, die durch die Erbauung der Nebenbahn Alsfeld-Niederaula notwendig wird, kommen in den nächsten Tagen zur Offenlegung. Der Personenbahnhof bleibt an der seitherigen Stelle, jedoch wird das alte, ganz unzureichende Empsangsgebäude niedergelegt und durch einen Neubau ersetzt. Die Eisenbahnverwaltung ist bereits mit dem Geländeerwerb für das Projekt beschäftigt. Es ist zu wünschen, daß nun die Bahnhofsfrage, die die hiesigen Gemüter in große Erregung versetzt hat, endgültig entschieden ist, da eine lebhafte Bewegung für und gegen die Bahnhossverlegung eingesetzt hatte. Kreis Friedberg. rn. B a d - N a u h e i m, 24. Febr. Ungefähr 50 Zimmerleute, die bei den Betonierungsarbetten an den neuen Trinkkuranlagen beschäftigt sind, haben die Arbeit niedergelegt. Sie verlangen anstatt 54 Pfg. 58 Pfg. Stunden- lohn und neunstündige Arbeitszeit. — 32 bei der Ausschachtung der südlichen Frankfurter Straße (neuen Güterbahnhof) beschäftigte Erdarbeiter haben die Arbeit eingestellt. Sie verlangen 40 Pfg. Stundenlohn, seither wurden 35, 36 und 37 Pfg. bezahlt. — Vor 14 Tagen zog ein junges Ehepaar von Frankfurt hier zu. Seine großartige Wohnungseinrichtung und nettes Auftreten genügten, um den Leuten bald ein gewisses Vertrauen entgegen zu bringen. Die Herrlichkeit hatte schnell ein Ende. Gestern und vorgestern erschien die Polizei, durchsuchte die Wohnung, nahm vor allem den Ehemann und dann fast sämtliches Inventar mit; gleichzeitig wurde ein mit dem Ehepaar in Verbindung stehender Freund in Frankfurt verhaftet. Es stellte sich heraus, daß die Einrichtung des Hauses aus lauter E i n- ir uchsdiebstählen in Frankfurt herrührte. In dem Lager befanden sich hauptsächlich Silberwaren, Pelze, Manufakturwaren und alles mögliche und zivar in solcher Menge, daß die Polizei vier Wagen zur Abholung nötig hatte. Startenburg uno Rheinhessen. -o. Heppenheim, 24. Febr. Hier berief das Kreisamt und der Winzerverein eine Versammlung wegen >er. Wurmbekümpsung ein. Die Winzer erschienen in Massen, als aber Kreisrat von Hah-n kaum mit der Darlegung der von der Behörde vorgefchlageneri Maßnahmen begonnen hatte, erhob sich lauter Widerspruch, der sich zum Tumult auswuchs, so daß Landwirtschaftslehrer Dr. Wetz einen Vortrag nicht halten konnte und die Versammlung ergebnislos auseinander gehen mußte. Kreis Wetzlar. habe. W. hat sich dieserhalb wegen Urkundend ernichtung fat 'epinne des § 274 Z. 1 St.G.B. zu verantworten. W. gibt an — in Ucbereinffimmung mit der Beweisaufnahme —, er habe dic>e Reiseberichte kurz vor seinem Ausscheiden aus dem-Geschäft mit in seine Privatwohnung genommen, um sich Auszüge daraus zu fertigen. Als er dann öernommen habe, daß er aus dem Geschäfte ausscheide, so gibt W. weiter an, habe er die Reiseberichte verbrannt, damit K., der ihn schlecht behandelt, nichts Schriftliches mehr von ihm in Händen habe; er habe die Reiseberichte für wertlos gehalten. Dagegen wurde festgestellt, daß diese Reiseberichte im vorliegenden Falle einen nicht unerheblichen Wert für den K. besaßen. Dieselben enthielten nämlich vorwiegend Mitteilimgen über persönliche, geschäftliche und pekuniäre Verhältnisse der Künden: sie gaben Ausschluß über den Verkehr mit Inhabern und Angestellten der zu besuchenden Firmen. Erwägt man, daß K. ausschließlich in dem Geschäft tätig war, während W. vorwiegend sich auf Reifen befand, so ergibt sich, daß K. als nunmehriger Alleininlwber der Firma nach Wegnahme der Reiseberichte seinem Kundenkreise nahezu fremd gegenüberstand, während der Besitz dieser Berichte bezw. die Kenntnis des Inhalts in der Hand des Konkurrenten eine äußerst gefährliche Waffe gegen K war. Sämtliche Sachverständige bekunden, daß diese Reiieberichte für K. von Bedeutung gewesen seien, im konkreten Falle noch mehr, als es vielleicht in anderen Geschäften der Fall sei. Nimmt man SU diestm Erwägungen die Tatsache, daß W. diese Reiseberichte im Zorn verbrannte, als er erfuhr, daß er selbst ausscheiden müsse und diese Berichte nun in die Hände seines seitherigen Kompagnons kämen, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß ihn bei der Vernichtung dieser Urkunden die Absicht leitete, bem K Schaden zuzufügen. W. wurde des Vergehens gegen § 274 Z. 1 St.G.B. schuldig befunden und zu 150 Mark Gelbstrafe verurteilt Bet der ersten Verhandlung der Sache hatte das Gericht schon in der Wegnahme der Urkunden aus dem gemeinschaftlichen Geschäfte eine rechtswidrige Aneignung erblickt und den Angeklagten wegen Unterschlagung zu 150 Mark verurteilt. Dieses Urteil war auf die Revision des Angeklagten aufgehoben worden. Nach gesetzlicher Bestimmung konMe damit eine höhere Strafe oder eine andere Strafart als Geldstrafe nicht ausgesprochen werden Wetzlar, 24. Febr. Der Landw. Verein des Kreises Wetzlar hielt heute nachmittag im Gasthof Kessel eine sehr gut besuchte Hauptversammlung ab. Landrat Dr. Sartorius machte einige Mitteilungen über )as für den Sommer in Aussicht genommene Tierschaufest. Infolge der Seuchengefahr ist allerdings das „Wetzlarer Ochfenfeft", wie auch der Frühjahrszuchwiehmarkt noch in Frage gestellt, jedoch ist für letzteren die Genehmigung beantragt. Um eine größere Beteiligung der Geflügelzüchter anzuregen, ist dem Kreisvevein eine Unterstützung von 100 Mk. bewilligt worden. Für die Lotterie sollen auch diesmal 18000 Lose vertrieben werden. Es folgten odann Vorträge über „Rationelle Haltung des Geflügels im Winter", über die Gasmeister Knopf berichtete. Kreistierarzt Dr. Zürn wußte feinen Zuhörern über die „wichtigsten Krankheiten der Haustiere" praktische Winke zu er- Letzte Nachrichten. Spielhageu f. Charlottenburg, 25. Febr. Der bekannte Romanschriftsteller Friedrich Spielhagen ist heute vormittag im Alter von genau 82 Zähren gestorben. Er ist am 24. Februar 1829 zu Magdeburg geboren. Eine Kabinettskrifis in Frankreich? Paris, 24. Febr. In der Kammer verlangte Abg. Paul M e u n r e r eine Vervollständigung der Gesetzgebung, um eine ^abNerung der Kongregationen zu verhindern. Malo y warf dem Ministerpräsidenten Briand vor, daß er den Klerikalen Zugeständnisse mache und die Wiedererrichtung einer Kongregation in St. Etienne begünstige. Briand er widerte, es seien bezüglich der Eröffnung freier Schulen zahl reiche Klagen angestrengt worden. Die Kongregationen, die im Boden Franireichs so starke Wurzeln geschlagen hätten, könnten nicht in einigen Neonaten verschwinden. Sie würden auf alle Weife versuchen, sich wieder zu etablieren. Niemand habe das Recht, der Regierung einen Vorwurf zu machen. Wenn zwischen der Mehrheit und der Regierung eine Stimmung herrsche, die es der Mehrheit unmöglich mache, der Regierung ihr volles und ganzes Vertrauen zu schenken, so möge die Mehrheit die Gelegenheit ergreifen Tie Regierung sei nicht gewillt, sich ständig durch tleinliche Intriguen und grobe Unterstellungen verletzen zu lassen. Malvy brachte eine Tagesordnung ein, in der er volle * Aus der Rerchshauptstadt. Durch den starken Sturm, der auch am Freitag wieder herrschte, wurde in allen Stadttellen Schaden angerichtet. An der Lazarnskirche lösten ich Aelle von dem Dach des Turmes und stürzten aus die Straße hinab, ohne jedoch Personen zu verletzen. Durch umstürzende Trümmer des Bauzaunes eines Neubaues wurde ein 10 jähriger Knabe erheblich verletzt. Am Kriminalgericht drohte die Kupserbedeckung emes Pfeilers herabzustürzcn. Um Unglücksfälle au verhüten, wurde die Feuerwehr herbeigeholt. Arn Belle-Altiance Platz wurde ein Mann in eine Autodroschke geweht und erheblich verletzt. — Ein im Norden von Berlin ausgekommenes Gerücht, dag em Sparverein, der größte feiner Art in Berlin, in Zahlungsschwierigkeiten geraten sei, hatte zur Folge, daß sich eine größere Menschenmenge vor dem Bureau des Vereins an» ammelte, um Rückzahlungen zu erhalten. Zur Aufrechterhaltung r9 mußten Schutzleute herbeigeholt werden. Bis zmn Schluß der Kassenstunden gingen die Rückzahlungen glatt von statten. Dann wurden die Schalter in aller Ordnung geschlossen. — Ein abends nach Hause zurückkehrendes junges Mädchen wurde aut der Treppe von einem jungen Burschen angehalten. Der Aw greiser hielt dem Mädchen den Mund zu unb riß ihm unter Drohungen die Börse aus der Manteltasche. - an r Eiligkeiten mit Marineoffizieren führten in Wilhelmshaven zu einem peinlichen Auftritt. In einer von Marineoffizieren besuchten Bar kam es zwischen einem Leutnant und einem Handlungsreisenden zu einem Wortwechsel, im Verlause dessen der Handlungsreisende dem Osiizicr einen Schlag rns Gesicht versetzte. Der Leutnant wollte den Schlag erwidern, wurde aber von Zivilisten daran gehindert. Er verließ dann mtt einem ebenfalls, rote er selbst, in Zivil gekleideten Kameraden das Lokal, kehrte aber bald darauf in Uniform zurück und verlangte die Starte des Reisenden. Als dieser sie tierroetgerte, uchle er seine Wohnung aus und legte wieder Zivil an und bc- wassnete sich mit einem Revolver. In die Bar zurückgekehrt, gab er auf den Reisenben mehrere S ch ü f f e ab, bie aber fehl gingen. Dagegen würbe eine Bardame durch drei Schüsse leicht verletzt. beruhe auf falschen Voraussetzungen, „daß mir von Len Rüstungen der anderen Mächte abhängen und der Annahme, daß wir dadurch auch ein Gegeneinanderrüsten verhindern könnten". Bezüglich des Wunsches, daß endlich mit den Rüstungen ein Ruhepunkt gewonnen werden möge, erklärte der Minister, daß er jeden praktischen Erfolg versprechenden diesbezüglichen Antrag sympathisch aufnehmen und fördern werde. Von einer Abrüstung, trenn sie überhaupt möglich und durchführbar sei, werde nicht viel gewonnen, wenn die Waffen aus Erz ruhen sollten, möge man aucb von den Waffen des Wortes einen vorsichtigen Gebrauch machen, sonst werde eine Atmosphäre des Hasses und der Feindschaft neuerdings großtzezogen. Der Minister ging auch auf die handels- polittsche Lage ein und sagte, man dürfe es Deutschland nicht verübeln, daß man ihm als Konkurrent im nahen Orient begegne. „Wir stehen mit Deutschland in einem regen wirtschaftlichen Verkehr und haben durch unsere Verträge erreicht, was in der Handelspolitik als höchstes Ziel gilt, nämlich die Stabilität. Da Deutschland gleichartig wie wir exportiert und zwar unter günstigen finanziellen uno industriellen Bedingungen, ist diese Konkurrenz nur natürlich. Graf Aehrenthal bezeichnete die Unternehmung zu einer Ausgestaltung der Handelsverträge mit Amerika als außerordentlich wünschenswert. Aus Brüssel wird gemeldet: Der zur Untersuchung der Ursache des Brandes in der Weltausstellung eingesetzte Ausschuß stellte fest, daß das Feuer jedenfalls durch Unvorsichtigkeit eines Besuchers entstanden ist, keinesfalls aber infolge der Feuergefährlichkeit oder der Entzündung ausgestellter Gegenstände. Der Bericht stellt ferner die Unznlan glichkeit der Lösch- mittel fest. Der französische Senat nahm unter Zubilligung der Dringlichkeit das internationale Abkommen zur Unterdrückung des Mädchenhandels an, das von dreizehn Staaten, darunter Deutschland, geschlossen worden ist. Das englische Heeresbudget für 1911/12 belauft sich insgesamt auf 27 690000 Pfund, was eine Verminderung um 70 000 Pfund bedeutet. Der Kriegsminister Haid an e führte in einer Denkschrift aus, daß die jetzige Belebtheit des Handels die gewöhnliche Wirkung dahin ausübe, den Rekrutenerfatz aus einigen Kreisen zu verringern. Er setze voraus, daß die volle Etatsstärke am 31. März vorhanden sein werde. Es ist Vorsorge getroffen worden, anstelle des Transports durch Pferde in großem Maße den Transport durch Automobile einzuführen. Dies schließe die Registrierung des privaten Autvmvbiltransportwesens ein. Das Budget enthält eine Forderung für Lenkballons und Flugmaschinen von 85 000 Pfund und sieht die Umwandlung der Ballonschule in ein Luftschifferbataillon vor. Der türkische Marinemini ft er schloß mit den englischen Werften Armstrong, Wicknos und Brown einen Vertrag ab Kr den Bau von zwei Panzerschiffen vom Dreaönough tstyp. Tie Schiffe werden ein Deplacement von 18500 Tonnen erhalten und 1800000 Psund kosten, ohne die Armierung, über die noch nicht entschieden ist. Aus Saigon wird gemeldet: Der Torpedoboots- z er stör er „Ta k o u" ist am Dienstag bei schwerer See bei der Insel Poubo Conbore gescheitert. Aus Washington meldet man: Der Text des Ber- träges mit Japan ist bekanntgegeben worden. Er umfaßt 18 Artikel. Der erste räumt Bürgern der vertragschließenden Lander gegenseitige Rechte ein. Der Vertrag wurde durch Japan angeregt, das versprochen habe, die Auswanderung wie bisher zu kontrollieren. Steuereinschätznngsansschuß bemerkt der Vorsitzende, es stehe nichts im Wege, auch außerhalb des Gcmeinderats stehende Personen zu wählen; gewählt wurden Gernefnderat Hofmann, Bauunternehmer: Deibel nnd Schneidcrmftr. Göttlich, als Ersatzmänner Gemeinberat Ringlcb und Schuhmamermstr. Psasf. Die Anfertigung von Wald karten wurde als notwendig erkannt und genehmigt, zumal die alten Karten vom Jahre 1846 datieren. Die Anträge des Gemeinderat Romer riefen eine lebhafte Besprechung hervor und wurden schließlich unter Hinweisung aus die spätere Veränderung ber Straße an der betrefsenben Stelle abgelehnt. Das Gesuch bes Gemeinberats Römer um Belassung der Einfriedigung wurde abgelehnt. Er soll bie Vorgärten nach Vorschrift unb Zeichnung mit Holzspalier ober eisernem Staket emfriebigen. Zum Schluß lagen noch verschiebene Rechnungen zur Unterschrift vor. Ans Staöt UiiO Land. Gießen, 25. Februar 191L ** Tageskalender. Stadttheater. Samstag abend 8 Uhr: Faust, 1. Teil, 2. Abend. Sonntag nachmittag 3V2 Uhr: Prinz Blondel; abends 7y8 Uhr: Benefiz für Regisseur Hermann Norden: Die goldene Ritterzeit. Evang. Bund. Famllienabend in Steins Garten: Vortrag von Oberlehrer Schmoll: Freiherr vom Stein. Sonntag abend 8i/4 Uhr in Steins Garten. Karnevalistische Unterhaltung des Turnvereins. Sonntag nachmittag 4 Uhr in der Turnhalle. Kinematograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. ** Lehrerpersonalien. Uebertrageü wurde bem Schulamtsaspiranten H. Mühl aus Gau-Köngernheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dannenrod. Entlassen wurde die Lehrerin an der Gemeindeschule zu Viernheim, Margarete Roßkopf auf ihr Nachsuchen. .v '-i i • - * Kauf mann sg er ichts wähl. Man schreibt uns: Zu der Kaufmannsgerichtswahl hielt der Kreisverein Gießen vom Verbände Deutscher Handlungs-Gehilfen Leipzig im Hotel Großherzög eine öffentliche Versammlung ab. Der Berichterstatter Herr A De Hing er aus Mannheim, führte in sachlicher Weise die Bedeutung der Kaufmannsgerichte vor, besprach bie sozialpolitischen Ziele ber Hanblungsgehilfen-Verbände und kam zu den Schlußfolgerungen, daß der Verband Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig in allen sozialpolitischen Fragen auf dem rechten Wege ist, die Wünsche ber Angestellten in maßvoller Form zum Austrag zu bringen. Zum Schlüsse seiner Rebe trat ber Referent warm für die Liste 1 des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen Leipzig ein, der unter Ausschaltung jeder politischen unb religwsen Tendenzen nur für Verbesserung ber Lage bes Handlungs- gehilfenstanbes unb bamit des gesamten Handels eintritt. Die auf der Liste 1 vorgeschlagenen Kandidaten würden allen Anforderungen bie an einen Kaufmannsgerichts-Bei- sitzer gestellt, werben, entsprechen und verdienen das Vertrauen aller Handlungsgehitsen, ohne Rücksicht auf die Verbandsangehörigkeit. Die sich anschließende lebhafte Aussprache zeigte, daß die Versammlung mit diesen Ausführungen einverstanden war. Mit einem Schlußwort in dem verschiedene Anfragen beantwortet wurden, schloß der Abend. ** Vom Kinomatograph wird uns geschrieben, daß vorn 25. Februar bis 3. März dort ein Prachtsilm, die bekannte Operette „Der Graf von Luxemburg" zur Vorführung gelangt. Landkreis Gießen. ! Lollar, 24. Febr. Heute fand hier die e r ft c öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Nach Durchsicht Der» Ichiedener Proben wurde die Haferlicferung zu dem Preis von 16,25 Mk. für den Doppelzentner an Ehr. Simon Witwe hier vergeben. Die K a nalisierung im Ort wurde für richtig besunden und genehmigt. Nach verschiedenen Einwendungen und Aenderungen un Pachtvertrag rourbe der Steigerturm zu dem Preis von 10 Ml. auf 6 Jahre an Otto Kutfchec vermietet. ^ur--, r-' a £ 11 o m m i f f i o n der Reichstagswahl wurden gewählt als Voriitzender Bürgermeister Schmidt, Stellvertreter tvcmcinocraf schmitt, als Protokollführer und dessen Stellvertreter, du Gemeinderäte Hofmann und Gerlach, als Beisitzer bie Gemeinberate Erdmann, Ringleb, Forbach und Römer. Zum Mutter, G Schwägerin Hierdurch Die 2 Uhr, Giessen de stellt !XJibnlin Ä geg^ 25 Vei dass me und!» Fra nach kn jm Alt( ßm ffl Gießen iL D De Beei H 3 Uhr, auf 6 von lange rourie. I' 1 Men, 2 Wies« Tic H nahmittag Ent "N Mr R als f £,ort gesuc on mif A-n mit Für die -unserem Tank. *(i<Ä uS SÄ?» w STniDeiibttttfl der Kongregatronsgesekes verlangt. Treten brachte eine andere Tagesordnung em, in der die Erklärung der Regierung gebilligt imb ihr das Vertrauen ausgesprochen wird, daß sie die »tnngregationsgesetze sicher durchführen werde. Mimsterpräsrdent 538 qm Grabgarten das. 7/56 * 4674 qm Acker am Aul- G Total- Jlgk SlHswrfunf vnß Wegen Aufgabe d. Geschäfts,um rasch w&e'VnQr räumen, au den denkbar billigsten Preisen: »?re>schrviugcr, Regulateurc, Wecker, ftütbennbr., Schweizer Taschenuhr., Ubrkctt., .Colliers, Niuge, Manschettenknöpfe, Medaillons, Armbänder, Brillen, aiuirfcv nach ärztlicher Vorschrift, Operngläser rc. Für guten u. richtigen Gang einer jeb. Uhr 2 Jahre schriftl. Garantie. <2 k. Koch. /01506 Uhrmacher, Bahnhofstraße 14. Frau öujßnnc Hmmel, S®- l geb. Weidig von langem Leiden durch einen sanften Tod erlöst K rourte. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: R Louis Hammel. Gießen (West-Anl. 10), Darmstadt, 25. Febr. 1911 Die Beerdigung findet Sonnlaa den 26. Febr., nachm. b 3 Uhr, auf dem neuen Friedhöfe statt. (1392 y Todes-Slnzeige. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante 1 LttKeiMng. Montag den 27. dis. Mts. namm. 2‘A: Uhr, sollen daliicr Walltorstr. 6 «Darmst. Haus) 1 Musikautomat, 1 Bü fielt« 1 Schreibsekretär, 1 Warengestell, 1 Mille Zigarren, 1 Fahrrad. 1 Partie Werkholz, 1 zwcirädr. Karren, 80 Miftbeetsenstcr, sowie Sattler- waren, u. Haus- r. Küchengeräte aller Art, versteigert werde«. Gießen, den 23. Februar 1911 Seipel, Gerichtsvollzieher. Todes-Anzeige. Heute morgen 5 Uhr entschlief nach kurzem Leiden mein lieber Mann, unser Vater und Großvater Melchior Schäfer X. im Alter von 65 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Schäfer und Siinbec. Wieseck, den 25. Februar 1911. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. Febtuar, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir aufrichtigen Dank. Jtn Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Ploch. ynflrigttnag. Mittwoch ben 1. März d. Js., nachmittags 4 Uhr, kommt mein im.Zentrum hiesig.Orts belegenes gutes Wohnhaus, Scheuer, Stal- lungen 2c. nebst anschließendem großen Obst- und Gemüsegarten cn. 2000 fll-Meter haltend unt. den daselbst b. d. Versteigerung bekannt gegebenen Bcdmgungen z. öffentl. freirotO. Lersleigerung. In dem Auwefeu w. früh. Wirtschaft betrieben u. eignet 'ich f. j. besseren (Gewerbebetrieb sowie auch für Fabrik. Daubringen, Febr. 1911. 014571 Hämmerle. Die Säemaschine, ‘X» AdamKIrcher Telephon »38 01516 Bleich*tra#se 15 Gesangverein Heiterkeit. Sonntag den 26. Februar in sämtlichen Räumen des Kolosseum V y ar GROSSER -tu 4* Maskenball Anfang 8 Uhr. Ende nach Belieben. Uebcrrascuuugcu aller Art. Neuheiten ersten RaugeS. Noch nie dagcweien! Einzug des 0. H. Hannes mit grossem Gefolge zur Hochzeit. Eintrittspreise: Im Vorverkauf: Herrenkarien 1 Mk., Damen karten 60 Psg., Geheimkanen bis zur Demasklerung 50 Pfg An der Abcudkafie: Herrenkarien 1.20 Mk., Damenkarten 60 Pfg Geheimkarten 50 Psg., Galerie 20 Pfg. „ VerkaufSstcllcu bei den Herren: Sonntag, Lwulstrate, Ockel, Neu stadt, Tichn. Selteröweg, Arnold im Schivkavast, Pferl, Wall torflrahe, Schnecko, Ludwigstraße, Dechert, Kaiser-Allee. Damenkarten bet Herrn Salomon, Schulstraße, Sette, DiäuSburg Geheimlarten für Muglieder im Bereinslotal. vl% Ter Vorstand. Sonntag den 26. dS. MtS. 1382 W" tarnnsfcte tazerl mit Wägen LL w Ausschank la. Bockbier. “W 3 Q ft H Eintritt frei. Anfang. 3« Uhr tflflll H Zu zahlreichem Besuche ladet ergeben,t em Ul! 11II Wilhelm Pfeil. Giessen (Buddestrasse 11) Klein-Linden, Hanau a. M., San-Franzisko, den 24. Februar 1911. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Otter II. (Schaffner) u. Kinder, Die Beerdigung findet am Montag den 27. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. 1393 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass meine liebe, herzensgute Frau, unsere treue Mutter, Schwägerin, und Tante Frau Katharina Otter geh. Adolf nach kurzem Leiden, infolge eines Herzschlages, heute früh ll1/* Uhr im Alter von 38 Jahren sanft entschlafen ist. Tieferschüttert zeigen wir hierdurch an, daß unsere innigstgeliebte Gattin Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerm und Tante Frau Katharina Reuniug geb. Lotz heute nacht U/, Uhr im 34. Lebensjahre nach kurzem, aber schwerem Leiden sanft entschlafen ist. • Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Allendorf a. d. Lumda, den 24. Februar 1911. Die Beerdigung findet Sonntag den 26. Februar, nachmittags 31/« Uhr statt. Fahrräder Cale Amend Morgen Sonntag Künstler-Konzert Anfang 8 Uhr abends. Entree frei. 704 Bekanntmachung. Bekr.: Abwehr der Maul- und Klauenseuche. An die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Mit Rücksicht aus die derzeitige Verbreitung der Maul- und Klauenseuche werden die in unserer Bekanntmachung vom 29. November 1910 (Kreisblatt M. 91) angeordneten Schutzmaßregeln, insbesondere auch die Quarantänevorschristen, bis aus Weiteres aufrecht erhalten und der Handel tm Umherziehen mit fttaitcn- vieh weiter bis zum 15. April 1911 verboten. Gießen, 24. Februar 1911. Großherzogliches Kreisamt Gießen. 2. B.: Weicker. schmine-LMerllnMettin Gietze«. General - Versammlung am Freitag, dem 3. März, abends 81/- Uhr, im Lokale des Gastwirts Lauer. Tagesordnung: 1- Habresberichr 2. Nechnungsablage 3. Eiltlastung des Dorfrandes 4. Erledigung der eingelaufenen Anträge seitens der Mitglieder. 1174 Der Vorstand. eeeeoeeee®#e©eeeeeee Kuverts mit Firma ■ ■* Meiert billigff ---------------------- Brühllche UniDerinäts-Drud?ereb@!chsa SGO»»OOGO»«GGG»GAOGO Giessener Konzert-Verein Neuntes Konzert Dritter Kammermusik - Abend am Sonntag, 5. März 1911, abends 51/* Uhr in der neuen Aula. Ausführende: Herren Adolf Rebner, Walter Davisson (Violine), Ludwig Matterer (Viola), Johannes Hegar (Violoncell), Professor G. Trautmann (Klavier). Programm: t Streichquartett op. 10 in G moll.......... Claude Debussy 2. Klavierquintett op. 81 in A dur...........Ant. Dvorak 3. Streichquartett op. 132 in Amoll (mit derp Dankgesang) I. van Beethoven Eintrittskarten: I. Platz Mk. 4.- II. Platz Mk. 3S0.-HL.Platz Mk. 2.50. IV. Platz Mk. L—. - . ..rr- Stehplatz ML 1.50, Studentenkarten Mk. 1.—. Kleine Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudjolphs Nachf.l, Telephon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Kitter und abends an der Kasse zu haben. Oeffnung des Saales nachmittags 4‘/2 Uhr. v23/a s»M Eneh! N GrandCafeAstoria Dem Wunsche vieler meiner Gäste nachkommend, veranstalte ich am Rosenmontag den 27. und Dienstag den 28. Februar, je nachmittags um 5 Uhr beginnend, große humoristische Konzerte liebst fidelem Karnevals'Trubel nach rheinischem Stil. Die Räume sind festlich geschmückt und kommt h beiden Tagen als Spezial-Bier das rühmlichst bekannte Triumphator aus dem Bürgeri. Brauhaus München zum Ausschank. Mützen und Lieder, so weit vorrätig, an der Kasse gratis zu haben. Urfidele Stunden in Aussicht stellend zeichnet 1353 Hochachtungsvoll Ernst Heiur. Beutner. Oeffentl. Mhisrverlammlung Kinematograph am Hl ontag den 37» Februar, abends 9 Uhr Bahnhofstraße 54. (01495) Bahnhofstraße 54. Zer KauMlM in dem neuen Progranim iß in Steins Garten sSB DER GRAF VON Rcdncr MlWdpMckLWiV Jedermann willkommen D*/, 12 Klein-Linden (1377) wozu freundlichst entladet LS. Flamme. Furten zwischen den Strudeln der Adda dteiöcnbc und lehrreiche Naturaufnahmen Fastnachts-Dienstag 014141 Ter Borstand. NB. Anfang 5 Uhr. 01450 Anfang 5 Uhr. Der Raxrenrat. der Gäste beitragen, ladet höflichst ein - Tontolini als Student, humoristischer Schlager. Erlebnisse eines Journalisten in Amerika Gespielt von den ersten dänischen Künstlern. Dieser Film führt uns auf ein ganz neues Gebiet der Haltung Es spannendes Drama. Der Spaßvogel, humoristisch. Mademoiselle de Sombreuil, Drama, koloriert. Eine Landpartie, humoristisch. Azahlreichem Besuche lobet ein OloOo Des Onkels Trick Erstklassige amerikanische Komödie, Schlager Ein geheimnisvoller Diebstahl Eine köstliche Humoreske, von Nie Binler gespielt Wir wollen Max verheiraten Eine tolle Humoreske Zaza Spannendes Drama nach dem Leben Erna Königs Karl Doepler Oberlehrer am Gymnasium Verlobte Mülheim a. d. Ruhr, Februar 191L (1355 grosser Rummel-Bummel — mit Tanz — wozu höflichst einlabet Schlachter verein Brüderschaft. Sonntag den 26. Februar m Restaurant „Zum Felsenkeller" Kappensiizung mit Tanz. Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Freunde und Gönner des Ber- eins herzlich willkommen. Tonbild: Ein Frühlingsausslug Hotei-Restaurant Kobel Fastnacht-Tienstag Bunter Abend. __Fritz Krüger. »Ä’sÄ“™“ UD" 5 ln,r °° bcl GbrU,,an Zur alten Poft 35* grosser närrischer Rummel W D »/, Der Vorstand. Der Räuber Ganz hervorragender mimodramatischer Kunst- film, Länge 360 Meter findet im Saale des Gasthauses zur Deutschen Eiche unser diesjähriges Wintervergnügen statt. Ttoeateraufführungen UNd ----------- Tanz ="' ■ sowie Prämiierung der 3 schönsten Damen werden zur Unter- LUXEMBURG Nach der Operette von Franz Lehär. ...... . m... grosse Kappensifzung Montag, dcn 27. Februar aoeudo 9 Uhr Zusammcnkuust bei Kamerad .^un« (Haserlasten). vollzähliges Erscheinen dringend ertvünschu v*/9 Das Kommandos Dienstag, den 28. d. SUi. । / 8% Uhr (v85/. MFastnachts- Kneipe im .Metropol". Ein Kind der Liebe Großes hervorragendes Drama erstklassiger Schlager, Länge 400 Meter taesMMr Giessen Direktion: Hermann Stelngoetler. Samstag d. 25. Februar 1911, 17. Freitag Abonnem.-Lorstellung Faust I. Teil 2. Abend Tragödie von W. v. Goethe. Anfang 8 Uhr. Ende 10*/* Uhr. Sonntag dcn 2V. Februar 1911, Unter Mitwirkung derZtapelle des hies. Inf. Regt. „Kaiser Wtlheüu" Nr. Hti (a* i BolkS-Borstellung Prinz Blondcl oder Je« Ä»ig öriitft 6er LM von Boguniil Zepter. Anfang 3* . Uhr. Ende ä1/- Uhr. kleine Breite .Stieme Preise Benefiz für Herrn Regisseur Hermann Norden. Die uoliinit üiittcrzeit Schwanc v. Charles Marlowe. Ans. 7':... Uhr. Ende ll'/,Uhr. Kinematographie, und haben cs die berühmten dänischen Freie Diskussion. Künstler verstanden, diese allerliebste Operette auch den oer- ' * ehrlichen Kinematographenbesuchern wiederzugeben. 33e- Biograph Flocke tr. 18 (01489) Plockstr. schreibungen zu diesem Stück werden an der Kaffe gratis 44 19 << 9*r w- ▲▲ G ausgegeben. ♦ COllOil^iltv^TOlCT ■C'CFOlt Kind der Liebe, ergreifendes Drama. Pathe-Jmirnal, int*nf. Kestauration Wagnersruh Weil ich dich liebe, MM. _____ Bon Samstag den 25. ds. Mts. an 31 acatukg1 l i*F Bock-Ster ... F°st«°cht-Mnst°g Sonntag von bis 11 bis 2 Uhr Frühschoppenlonzect. Großer Maskenball Fastuachtsdienstag von 11 Uhr früh an Bockmusik in der Turnhalle. 01500 in der sogenannten „Baueruschenk e". 13^ , KM» II. W-MsM öeuischer Hoff --- - — u - 1 Montag den 27. Februar yie 4 W- !>mqen befui^ rT5)a 65® ÄÄ Lmdiorrte tidte imend einer M rürt'te süglÄ unters" LÄb SU» .-er,-»"' Wir erhalte, ton der Fmtschl ^ichtichtellunq Nicht mit < mit 10 0 beanlr 2000^lt zu be Lumme au ''"er.) Ale mi tzveni. '"'rdirLrb . K bleibt einitifliige 3«f -- ,6«'i 'Hl. 32 wnia die Landwirte {eftetät yennt Weiner '.Iveim Weiter sprach Leite Herr Vai bann nod) in N Herr Pfarrer S Mn intii) nii n Lchlnstnort: nb schloß mit Äerland, dem Äotz Herr Zns mlaujenc Kersc ;n — y m S “ 1,1111 iw SUroe um h „n Wanderer mit bau ftanbibt iolgreidnit Serie -eich besucht ioa Drtenberg |t mann und La Partei bas Wort hingen abgchalt ynb abends ui ( T6. 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