Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Beräumte. flicidie gegenüber bat. immun vun ........... , . «j schichtlichen Leistungen und seiner geschrchtlrchen Million, die c* ihm verbietet, eine kleinliche und beschränkte Pvlttit I Der vorstoh der Konservativen gegen vethmann-hollwea. Aus Berlin wird uns geschrieben : ~ Berlin. 23 Mär-. Bez« g»pret»: monatlich 7b M., viertel- vorrag'endc Leuchten gelten können, bat wahrhaftig keine Ursache, mit souveräner Geringsämtzung auf die „kleinen Parteibeamten der Sozialdemokratie herabzublicken! Docli haben ja gerade 2mB- liberale von der Theodor Barth-Gruppe über die frcifirmtgert Benrtsveremsgrößen so ost und so uiidarmher^ig bie sMirischc Geißel geschwungen, baß w i r uns d,e Jronu.erung des M->sse,chcn Größenwahns billig ersparen können. Das ^b er follte „Berl Taqebl." immerhin schon wißen, daß gerade bei ber Jnlftcnung iozialdemokratischer Kandidaten die Wahlkreise selbst cm Mab von Souveränität genießen, wie kaum in irgend einer anderen Partei, daß also die angebliche Mhangigkeit der Kandidaten von der „Leitung" nichts ist, als törichtes Nachplappern reichsverband- Zur Stichwahl in Sietzen. 2a wir die interessanten Auseinandersetzungen zwischen dein „Berliner Tagebl." und dem „Vorwärts" über das Ergebnis der Gießener Stichwahl nutgctcift haben und den Angriff auf die „Bcckmänncr" in der fozial- deniokratischen Partei, glauben wir es den Lesern schuldig zu sein, auch die Antwort des Vorwärts zur Kenntnis zu bringen Tas sozialdemokratische Zentralorgan schreibt: , . , . Sckon daß das „Berl. Tagebl." darüber jammert, dal; in Giesen-Nidda keine Komprominkandidatur zwischen Freisinn und Nationalliberalen zustande gekommen sei, nimmt sich nicht gerade besonders heldenhaft aus, zumal man lich dach erst vor wenigen Tagen auf die Werbekraft des „entschiedenen" Liberalismus so viel zu gute getan hat. Nach der Mitteilung vom Angriff auf die „Beckmänner" fährt der „Vorwärts" fort: ,, , , Solclien Unsinn sollte doch das „Berl. Tagebl.' lieber die Herren Fischbeck und Wiemer verzapfen lassen! Wir würden c.s für geschmacklos halten, den Genossen Deckmann gegen das Geschwätz des Blattes in Schutz zu nehmen. Aber selbit wenn !das dumme Gerede von den „Beckmünnern" gerechtfertigt: | wäre, so säße gerade der Freisinn derart im Glashause, daß er ICunft, Wissenschaft und Leben. — Fannv Lewald. Eine „realistische" Schriftstellerin, die in ihren Werken einen kühlen, „männlichen" Verstand verrat, Mtinnlick^ Gestaltungskraft ihr eigen nennt und durch ihre Arbeiten einen sehr großen Einfluß aus ihre Zettgenoßen geübt bat, war A-annn Leroald, die am 24. März 1811 in der etabt ber reinen Vernunft bas Licht ber Welt erblickte. Ihr Vater war ein jubmter Kaufmann. Tie ersten Romane, die sie schrieb, als ue ichon em „spätes" Mädchen rohr, trugen das Gepräge der ostvrcutzUchen Be- wegungsiahre und waren zum Teil Sclbstbclenntnuie. In ihrem 17. Lebensjahre roar sie, aus Liebe zu emem jungen Lhwlogen Christin geworden, aber sie selbst hat m ihrer Lebensgejchichtc erzählt, daß ihr Glaubensbekenntnis bei ber staute cm „pfultcr »on schwunghaftem Jesuitismus" gewesen sei, beim sie glaubte nicht an die dwifllidxnr Dogmen. In dem Roman I e n n Y lchudmcke sie ihre Kämpfe und beljanbeltc das Problem der juduck-ckrutlichen -Mfch- ehen Schon in gereiftem Alter, 1845, verlieb fie Königsberg, um nach Italien zu reifen. Sie trug cme unglüclllcke Siebe ju ihrem Veiler, dem belannten Politiker Limon im .verzen, unglücklich, weil Simon die Gräfin Ida Hahn-Hahn anbetete. In Italien roid? diese Leidensck)aft zugunsten einer neuen zu Adolf ^tahr, mit dem sie sich nach Trennung seiner ersten Ehe m Rom vermahlte, ^hr Glück und die heitere farbenreiche Umgebung gab nun auch ihren Werten ein wärmeres Aolorit. Das zeigte sich in ihrem Italienischen Bilderbuch und ihren späteren Reisewerken. Zwilchen bicie Werte die das Zeugnis ablegen, daß ihre Verfaßerin eine originelle, scharfe Denkerin roar und eingehende ’etubien getrieben hatte, schob sie einen Roman „Diogenes", der die Werke ihrer glücklichen Nebenbuhlerin, der Gräfin, parodierte. Aber nickt nur benonlidjer Groll, auch ehrliche Abneigung gegen die Weltanichauung der wideren bat ihr dabei die Feder geführt. Bald folgte der gc|±,id)t- liche Roman „Prinz Louis Ferdinand" und dann kamen nach verschiedenen kleineren Erzählungen ihre Hauptwerke „Wanblungen und „Von Geschlecht zu Geschlecht". Es fmb liberale ^endenz- tonuuro. Die Tendenz tritt in ihren späteren fahren zurück, mdjl nur in den kleineren Arbeiten, von denen „-r,as Mädchen von Heta' am volkstümlichsten geworden ist, sondern auch in den Romanen, die man geradezu Künstlerromane nennen kann. Ihren Wohnsitz hatte die Lewald mit Stahr in Berlin genommen, wo fie einen literarischen Salon hielt. Bis zu ihrem chndc am o. .luguft 1889, dreizehn Jahre nach dem Tode ihres Gatten, bei wat tigtc fie sich schriftstellerisd) und fand immer einen großen ^ejcrfrci5. — Das öebbclmufcum in Wesselburen. lieber das vor einigen Tagen im Heimatsorte des großen Dramatikers eröffnete Museum mad# die „Neue Hamb. Ztg." jl a. folgende Mitteilungen: „Ein größeres, saalartiges Zimmer ist ganz gefüllt mit Schänken und Vitrinen, in denen Hebbel-Erinnerungen, falber geordnet und etikettiert, ausgelegt find. Schriftstücke von der Hand des Dichters aus der Wesselburener Zeit beginnen die dironologi'che Folge der Hebbel-Erinnerungen. Eine Brieftasche Hebbels, bic letzte Feder .ein Gänsekiel: Hebbel benutzte nie eine Stahlfeder), eine Visitentarte mit eingeprcßtem, nicht gedrucktem Namen, Photographien aus dem frebbelgarten, Abbildungen von Elise Lemings Grab auf dem Ohlsdorser Friedhöfe, Originalausgaben von Hebbels Dramen und Gedichten in seltener Volljtändigkeit, zeügenöjsisdja Kritiken, die sehr lehrreich sind für die ästhetische Wertbildung (meist von x>errn Theodor Bieder in Hamburgs gesckjenkt), neue Hcbbclbückjer und Hebbelausgaben, ein kojtarster Schatz von Ongi- nalbrieseii, das Protokollbuck der Kirchspielvogtei Wesselburen, von Hebbels Hand geführt, zahlreiche amtliche Schreiben und Doku- mente, von Hebbel ausgefcrtigt: Zeitschriften mit Erstdrucken Hcbbclscher Gedichte und Dramen, zeitgenössische Bilder und Litlw- graphicii berühmter und bekannter Zeitgenossen Hebbels an den Wänden sind in diesem Raum ausgestellt. Die Schriftstücke aus der Kirckstpiclschreiberzeit des jungen Hebbel liegen ausgebreitet aus dem großen, rissigen, dünnbeinigen Föhrenholztisck, an dem der junge Hebbel in Wesselburen frohndete. Man gewinnt ber der Lektüre dieser Testamente, Proklame, Protokolle, Vorforderungen entgegen der allgemeinen Ansicht die Ueberzeugung, daß Hebbel hier eine treffliche formale Schule durchzukosten hatte, die ihn zugleich mit allen Kreisen des realen Lebens in Berührung bradrtc. Eine strenge und lästige Schule, aber für das Technische des zu- tünftigen großen Ticljters durchaus nicht ohne wohltätiac Bc- deutting. Eiii Modell des Geburtshauses Hebbels, mit Garten, nach dem Neuster alter erhalten geblichener Häuser derselben Art und nach den Angaben Ortskundiger hergestellt, hübet den lieber gang zu einem ärmlich-traulichen Stübchen, das in die Wohnung des Kindes Hebbel versetzen soll. Teeschränkchen, Lade, die Türen zu dem „inmokteii" Bett im Alkoven, Pfeifentresor mit den lang- sticligeii'holländischen Tonpfeifen, alter Tisch, Wandspiegel, Stühle mit eitlen aus geflochtenem Reth, das Schreibzeug des Hebbel- sreundes Z. Fr. Mundt, ein unter den Amtspapieren Hebbels ausgefundener lOOjäbriger Kalender und anderes Mobiliar führen in das häusliche Milieu der Wesselburener Zeit des Tickters. Professor Krumm aus Kiel, der am Samstag die Einweihungsrede hielt, betonte die Gediegenheit der Sammlung, den Charakter des Museums als Heimats- und Hebbelmuseum, das Erstaunliche, daß hebbclbegeisterte, nicht gelehrte Männer aus der Bürgerschaft Wesselburens so Hervorragendes geschaffen haben. Diesem Urteil wird sich jeder Besucher des HebbelMiseums in Wesselburen gern anfcyieBen," Rutzland und die Abrützungssrage. Petersburg, 23. März. Der Finanzausschuß sprach bei bet Beratung des Marinebudgets den Wunsch aus, bic Marine- Verwaltung möge die F l o 11 e nkom m an d o s n untere ich e i nschr cinkew, da die Zahl im Verhältnis zu den auswärtigen Flotten allzu hoch sei. Obwohl die Vertreter der Marineverwaltung nur eine unbedeutende Einschränkung zulassen wollten, beharrte ber Ausschuß bei dem Wunsche, den ein Mitglied, das jüngst bic materielle Lage der Marineverwaltung untersuchte, begninbete.. Ferner wünschte ber Ausschuß die Einschränkung ber Dius gaben für Reparaturen unb Neuarmierung, die öO°,o ber für ben Sau neuer Sösts sc erbetenen Kredite ausmachten, und iprad) )ich für bic Wiederherstellung der von ber Rcichsduma eingeschränkten Kredite für die schwarze Meer Flotte in ber Von ber Marrne- verwaltung geforderten Höhe aus. Was die Neubauten betriftt, so beabsichtigt der Ausschuß, falls die Ncichsburna das SchiNbau Programm stblehnen ober die Kredite für Neubauten beschneiden sollte, vor einer Meinungsverschiedenheit mit der Reichsdumck nicht zurückzuschrecken. Damit wird der bereits begonnene Ban ber Kriegsschiffe nicht ausgehalleii. Dem preußischen Abgeordnetenhcmse laß heute vor ginn der dritten Lesung des Staatshaushalts ein von allen bürgerlichen Parteien unterstützter Antrag vor, der trotz aller Zweckdienlichkeit äußerlich so harmlos aussah, daß niemand sich von seiner Beratung einen großen Tag erwartete Denn dieser Antrag forderte die königliche Staatsregierung nur auf, künftig den Landtag so zeitig einzu- berusen, daß die größeren Gesetzesvorlagen vor Weihnachten in erster Lesung beraten und an Ausschüsse verwiesen werden können, sowie ferner Sorge dafür zu tragen, daß diese Vorlagen sämtlich dem Landtag bei seinem Zusammentritt zugehen. Und doch fand die Mutmaßung, daß die konservative Fraktion eine Aufrollung der elf aß lothringischen V e r f a s s u n g s f r a g e im preußischen Abgeordnetenhause beabsichtige und diesen An trag dazu benutzen wolle, wie sie gestern schon auftaachte, als die konservative Fraktion am Vormittag eine vom Dunkel des Geheimnisses umgebene Sitzung abhielt, ihre volle Bestätigung: der ungekrönte König von Preußen, Herr v Hehdebrand, zog gegen Herrn v. Bethmann Hollweg mit dem ganzen Temperament seiner Persönlichkeit vom Leder, weil nach seiner Meinung die preußische Regierung den Einfluß Preußens im Reiche geschwächt habe, als sie im Einverständnis mit den übrigen Bundesstaaten den Elsaß-Lothringern drei Stimmen im Bundesrat ein- Was der Herr von Klein-Tschuntawe eigentlich mit seinem Vorstoß gegen Herrn v. Bethmann bezweckte, gipfelte natürlich darin, ihm sein Mißfallen auszudrücken und ihm, auch in Anbetrackjt der Deckung des Haudelsminislers Dr. Shdow in der Frage des Beitritts der .Handelskammer zum Hausabund und der Einführung der Feuerbestattung in Preußen, ein „Joachimke, hüte Di!" zuzurufen Herr v. Bethmann.Hollweg, an dem man seit einigen Wochen die Beobackjtung machen muß, daß er immer mci,r in sein Amt hineinwächst und auch dem „blauschwarzen Bloa" gegenüber seinen Mann zu stehen weiß, hat zur Begründung des Standpunktes der kaiserlichen und preußischen Regierung Worte gesunden, die überall, auch da wo man dem Reichslanbe gegenüber noch große Vorsicht für angebracht hält, große Beachtung finden werden. Tenn der preußische Ministerpräsident stellt fest, daß die Fortentwickelung der elsaß-lothringischeii Verhältnisse in der Richtung einer größeren Selbständigkeit nicht nur im Interesse der Reichslande, sondern auch des Reiches selbst läge, das Elsaß-Lothriiigeil im Jahre 1871 nicht erworben habe, um es dauernd als „Festungsrayon" zil behandeln, sondern um es politisch, kulturell und wirtichaftlickj so eng wie möglich mit dem deutschen Vaterlaude zu verschmelzen. Dazu soll bic Verfassungsreform, dazu soll insbesondere bic Gewährung der drei BuudesratSslimmen an Elsaß-Lothringen bienen ' Und wenn hier behauptet würde, daß Preußen dabei Opfer gebracht hätte, die seinen Einfluß schwächten, so handelte es sich nur um zahlenmäßige Opser. Preußens Einsluß beruhe aber nicht aus der Additton und isub- traktion von Bundesratsstimmen, sondern aus seinen ge- ferifeben Schwindels! . Wie man in den Wald hineinrust, so schallt es wieder heraus; auch der „Vorwärts" läßt jede gerechte Zurückhaltung vermissen und tut so, als ob er die Jntellrgenzf v e r löTberc.__ Der Modernisleneid im elsätzischen Landerausschutz. Straßburg, 23. März. Im Landesausschuß für Elsaß-Lothringen 'fragte in der heutigen Morgenfitzung an läßlich der zweiten Lesung des Voranschlags für die Universität Straßburg der liberale Abgeordnete Georg Wolf an, ob die Professoren der Universität Straßburg deii Antimodernisten-Eid geleistet hätten und wie die Regierung sich zu dieser Frage stelle. Der Kurator der Universität, Exzellenz Back, erklärte, daß die Neuerung in der migenehmen Lage sei, sich nicht mit dieser Sache befassen zu müssen : die Professoren an der Uniucrjitot Straßburg hätten den Eid nicht geleistet und pr wäre von ihnen auch nicht gefordert worden. Mehrere ZentrumSabgeordnete erblickten ut her Rede des Abgeordneten Wolf eine. Störung des konfessionellen Friedens und warfen weiterhin der Universität vor, sie lasse sich bei der Besetzung der Stellen von anti-elsaß- lothringischen Tendenzen leiten; um die Abneigung des Lande'--ausschusses dagegen zum Ausdruck zu bringen, wurden zwei außerordentliche Professuren für Strafrecht und klassische Philologie aus Antrag eines Zentrumsabgeordneten abgelehnt. Nr. N Erster Blatt M Jahrgang Zrettag, 2\. fllärj VW X Afi ää■!>1871Z17iltzT zte RiArliir I »sb Vj Iv 11 v llvl 44 ll iv Imv 1 KB wittfchastltcheSeitfracer ■ M ™ ~ MM Veranlworilich dir den Fernfprech - Anfchlüsse. poliNfchen Teil: AugiM ES General-Anzeiger für Vberyeffen sssä arnäme" Rotaflonsbra« int Verla, der vrühl'schen Unio.-Vuch: und Lleindruckerei H. Lange. Reöaftion, «rpeöition und vrnckerel: r-bulftratze 7. Lond-: E.H-d.'ü- d-n ' »üdingen: Srvnfpr.d,« Nr. 50 Leschasl-pell- »ahnh-lftratze 16a. a„s„atn.^ h. England und die Bagdadbahn. London, 23. März. Im englischen Unterhaus fragte Noel Buxton (liberal! an, ob an den deutschen Reichskanzler eine besondere Einladung ergehen werde, den Kaiser bei seinem Besuch in London zu ve.gleiten — @ tif t u n g e n jur das Germanische Museum in Nürnberg. Tas Germanische Museum in Nürnberg war vor einiger Zeit in Unterhandlungen wegen Ankaufs ber benachbarten Beckschen Fabrik getreten, deren Gelände zu Erweiterungsbauten notwendig gebraucht wurde. Ter Kaufpreis sollte 1 200 000 Mk. betragen unb bic Museumsleitung war dabei zum größten -led auf freiwillige Spenden angewiesen. Diese sind denn auch in solcher Hohe cingefommcn, da,; neben den gesetzlichen Gebühren bereite 868 000 Mk. bezahlt werben konnten. Unter ben einzelnen Spcn- bern i'inb 2 'Stifter, bic nickst genannt sein wollen unb bic 100 000 unb 40 000 Mk. Ijergcgcbcn haben, llcbcrhaupt ist es ein erfreuliches Zeidjen, bas; es unter ben hohen Einzclbtträgcn zwischen 10 000 unb 50 000 Mk. eine ganze Reihe gibt, bereu Spenber ihren Namen verschweigen. — Ein internationaler Kongreß für moralische Erziehung. Die Vorbereitungen zu bem großen internationalen Kongreß für moralische Erziehung, ber im August bes [nnrmenben Fuhr cs im Haag zusammentreten soll, haben bereits begonnen, unb bic Tagcsorbnung für sieben Sitzungen ist in ben Grunblinicn festgesetzt. Im Mittelpunkt werben bic Votträge unb Verhandlungen über Charakterbildung stehen. Auch der Wert der körperlickcii Ausbildung und die Bedeutung des Sportes und ber im emotionalen Wettkämpfe für bie moralische Erziehung sollen Gegenstand der Erörterungen sein. Wertvolle Ausschlüsse unb Fingerzeige ermattet man von ber Unrcrsuckung des Einflusses, ben bas Familienleben unb bie Geselligkeit auf bas Heranwachsende Geschlecht ausüben: man hofft dabei, daß vor allem Mutter ihre Errahrungcn mftteilen werben. Zn besonderen Sitzungen wird über bic Erziehung und Charakterbildung ungewöhnlicher Kinder — blinder, lahmer, tauber und körperlich zurückgebliebener — verhandelt, wie auck über ben Wert unb Einfluß ber sogenannten Besserungsanstalten. Für ben Kongreß finb als öffentliche Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch unb Holländisch vorgesehen. — Von einer Perle des Humors vor Gericht weiß eine englische Gesellschaftö'eitsckrift zu erzählen. Vor dem Richter Sir John Day, der augensckjeinlich eine Abneigung gegen die 91erste hatte, kam ein Fall zur Verhandlung, wo ein Arzt einen Herrn auf Bezahlung einer Rechnung Von 170 Guineen für Behandlung seiner Frau verklagt halte. Der Arzt sollte Nachweisen, daß diese außerordentlich hohe Forderung berechtigt sei, unb ber Richter fragte: „Wie oft haben Sic die Dame währenb ihrer Krankhett besucht?" — „170 mal", lautete bie Antwort. „£ebt sie noch?" fragte ber Richter weiter, unb als ber Arzt: ,La, gewiß" antwortete, meinte er: „Das wundert mich außerorbcnt--, lich," $u machen. Gegensätze zwischen preußischen I Bart^^de? Fm'dlbeck ^>üpsck, Mugban^und Wiemer^ als. her- Interessen aber gäbe es nicht, fie slreßen zusammen, wenn » v ... >«««•* iwit mnhrfwüm f Preußen bestrebt ist, bie Macht, die es hat, und vermöge deren das Deutsche Reich gebildet worden ist, unversehrt ausrechtzuerhalten, n>as auch trotz der drei Bundesrats- stimmen Elsaß-Lothringens geschähe, ba diese nur m zwei oder drei Fällen, wo bie Stimmenkomblnativn im Bundesrate auf des Messers Schneide steht, die;2lbftimmunq um ein kleines zuungunsten Preußens verschieben konnten. Große Fragen im Reiche, die nicht durch eiu einftirninigcs Votum des Bundesrats gelöst würden, gäbe es nicht, ^m einzelnen fülxrte der Reichskanzler aus: _ Herr v. Hcydebrand hat jid) in feiner Rebe am ben ^tanb- vnnkt gestellt, den bic Konservativen bereit? "'. Reichstag stets vertreten haben. Ick muß dieser Auffafsung m aller Entickicdcn- heil widersprechen, dagegen hat lich Die bcutidjc ^nch-Partei nn Reichstag stets bahin ausgciprochcn, baß bic Erteilung von Bunbesralsstimmen an Eliäß-Lothnngcn zur Borausjetzung für bic Verabschiebiing des Ostscycntrounes gemacht locrbcn muiie. Ick Kami daher öen Standpunkt, ben Herr v. Zedlitz wer pcrtretcn hat, nicht verstehen. Tie Wumche Elfaß-Lothruigens nach einer Beteiligung im Bunbcsrat iiiib vollaui DerltanDliuL xid> bc bauere c\ baß bie Redner im Hause nickt nui die Bedeutung Elsaß Lothringens als Fcstungsglacis gegen Frankreick haben fetzen wollen. Wir müssen Elsaß Lothringen in roirtschattlichcr Mio kiitturellcr Hinsickt feit an das dcutichc Reich.amcklieycn. Wenn ElsaiTLothnngeii am Bundesrat teilnimmt, fo scheint mir bien Teilnahme geeignet zu sein, die Verschmelzuiig Eliatz-Lothringens mit dem Reiche zu erleichtern. Alle Parteien des. Rclchvtags, bic bic Verabidjicdung des Gesetzes wollen, zeigen, fich zur Er teiliing von Bunbeseatsstimmen bereit. Sic Lofung, bic bic oerbünbeten Regierungen nui Antrag Prcutzens vorgefchlagen haben, ist derart, daß sie sowohl den Wünschen Eliaß-Lothrmgeiis eiltspricht, als aiick Preußen genehm ist. Wir wollen in Preußen feine Hcinlidj rechnende Politik treiben Grone Fragen des Reiches werben nickt nach Reckenerempetti gelöst. Die drei stimmen, bic Elsaß Lothringen im Bundesrat erhalten soll, werben bic Stellung unb ben Einfluß, bie Preußen im Bundesrat hat und haben muß, nicht untergraben Ich leime feinen befonbereu ©cgeniafc zwischen dem Reick) und Preußen. Ihre Jnteresfen fließen zu- lammeir, aber nur bann, wenn Prcul.en beftrebt ut, die Mackt, bic cs hat, unDcrfcbrt aufrecht zu erhalten. .Bewegung.' >.cS halb soll mm kleinliche Bedenken beiseite Iahen. 3n bicicm Sinne hat auch Bismarck bic Bunbesratssti mm c n beurteilt. Wenn Preußen bei dieser Gelegenheit einen ediritt voran macht, bann erfüllt es bic Aufgaben unb Pflichten, bic cs dem gu dem Zwecke, den Abschluß eines Uebereinrom- mens zwischen Großbritannien und Deutschland über die zwischen den beiden Ländern schwebenden Fragen zu beschleunigen. , Sir Edward G r e y erwiderte: Der deutsche Kaiser wird dem König auf dessen Einladung einen Privatbesuch abstatten. Eine andere Erklärung über die Angelegenheit vermag ich nicht zu geben. Ich wünsche die Atmosphäre in diesem Augenblick zu einer, wie ich sie nennen möchte, heiteren zu gestalten, denn die türkische Regierung hat gewisse Vorschläge gemacht, die sie als vertraulich betrachtet sehen möchte und die in diesem Stadium als vertrauliche angesehen werden müssen, weil sie für die beiden Negierungen unmöglich zu Verhandlungen führen, wenn schon vom ersten Augenblick an, was zwischen üynen vorgeht, veröffentlicht wird. Es ist zu früh, zu sagen, welches die Folgen der Verhandlungen sein mögen. Ich wünsche ein ehrliches Abkommen zu sehen, denn wenn ein Abkommen erreicht wird, das die Türkei, uns und Deutschland befriedigt, würde es auf alle Fälle jede mögliche Ursache politischer Reibung entfernen. Wenn das Abkommen ein solches sein soll, das die öffentliche Meinung Großbritanniens befriedigt, so muß es sicherstellen, daß der britische Handel nach Vollendung der Bagdadbahn nicht Disferential-Abgaben unterworfen wird und daß wir nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis in den Stand gesetzt werden, die Bugdad- bahn oder ihre Abzweigungeil als Arterien des britischen wie jedes anderen Handelsverkehrs zu betrachten. Zum Schluß führte Sir Edward Grey aus: Er glaube zricht, daß das englisch-russische Abkommen der Unabhängigkeit und Integrität Persiens nachteilig gewesen sei. Seine Wichtigkeit liege darin, daß es ein Rivalisieren der beiden Mächte in Teheran verhindere. Ein Zusammengehen und ein gutes Einvernehmen zu den Nachbarn Perffiens sei für die Unabhängigkeit Persiens absolut notwendig^___________________________________________________ Deutsche» rrnch. Der Kaiser, die Kaiserin, Prinz Joachim und Prinzessin Viktoria Luise sind am Donnerstag abend nach Wien ab g ereift. Aus Sch werin wird gemeldet: Da mit den Ständen eine Einigung über die Äenderung der bestehen- den Landesverfassung nicht erreichbar ist, verzichtet der Landesherr auf die am 18. November 1910 herausgegebene Vorlage und behält sich betreffs der weiteren Behandlung der Verfassungsresorm freieste Entschließung vor. In der in München erscheinenden Wochenschrift für religiöse Kultur „Das neue Jahrhundert" vom 19. März findet sich ein Aussatz, in dem es u. a. heißt: Baron Mathies habe, wie er einem kirchlich hochstehenden Herrn auf Ehrenwort versicherte, nicht die geringste Weisung von Rom erl) streckt sich nunmehr auf das Großherzogtum dessen mit Ausnahme der Kreise Bensheim, Worms, Heppenheim und Erbach; letztere gehören zu dem Amtsbezirk des Konsulats Mannheim. ** 4,' as E for enA'*!*^. fürMitgliede ^freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung des Großherzogs Friedr. Seibert und Peter Schuld zu Hungen. ** Zur Gründung eines Hess. Schlosser- meisterverbandes findet am Sonntag, 26. März, zu Mainz eine Versammlung statt. Der vorläufige Ausschuß (die Herren Heinzerling-Darmstadt, Hammerstein- Worms, Schwarz-Maiuz, Steinert, Schaub und Nilsen- Offenbach, Kreiling-Gießen) sagt in der Einladung: „Es ist uns allen bekannt, daß in der gegemvärtigen Zeit kein Stand so bedrückt ist, als der des >)anbwer!ers. Aus liefern Grunde sehen wir uns veranlaßt, einen hessischen Schlossermeisterverband ins Leben zu rufen zur Wahrung und Förderung unserer kvirtsü-aftlichen Interessen. Ein Einzelner von uns kann heutzutage nichts mehr ausrichten, nur große Massen können dies bewirken! Deshalb herbei, alle Kollegen unseres tzesseulandes! Aus jeder Stadt und aus dem flciniten Ort wollen wir euch bei uns haben; jeder einzelne sorge dafür, daß sich der letzte Mann uns anschließt. Fort mit dem gegenseitigen Konkurrenzneid, trage jeder zur Existenz und Hebung unseres schölten und vielseitigen Gewerbes bei. Folge jeder unserem Rufe und omme zu obiger Versammlung. Ihr seid uns aufs herz- ichste willkommen!" **VortragüberdieBrüsselerAusstellung. In dem gestern abend in der Unioersitätsaula von dem Kaufmanniidjeii Verein und Ortsgewerbeverein veranstal- teten 9. öffentlichen Vortrag führte Prof. Brockmann- Offenbach die Besucher an der Hand zahlreicher Lichtbilder durch die im vorigen Jahre stattgefundene Brüsseler Weltausstellung, die injolge ihrer ganzen Anlage und Eigenart einen entschiedenen Fortschritt im Ausstel- ungswefen bedeutete. In dem ersten Teile lenkte der Redner die Blicke der Zuschauer vor und in die Ausstellungsräume der verschiedenen Nationen, die sich in der Vorführung ihrer Erzeugniste der Kunst und der Gewerbe ein Stelldick)ein gaben. Gleich am Haupteingang fällt die 260 Meter lange mit einem Eckpavillon gezierte Haiipthalle Belgiens auf, an die sich das Haus der Stadt Gent anschließt. Die wohlgelungene Nachbildung des Löwenhofs der Al- lambra verdient besonderer Erwähnung. England war mit Aufbietung allen möglichen Raffinements bestrebt, allen andern Völkern den Rang abzulausen und hat in der Tat Schönes geleistet. Auch Frankreich hat alles aufgeboten, konnte aber gegen England nicht aufkommen. Hervorragendes leistete es nur in Konfektion. Einen Wald von Marmor- iguren, immer dasselbe wie früher, bot Italien, während Dänemark und Holland recht beachtenswerte Leistungen zeigten, wie denn das Atelier Rubens allein schon den Besucher entschädigte für die ausgewendete Zeit, Mühe und Auslagen. Die von Amerikanern, Engländern und anderen Völiern leschickte internationale Maschinenhalle konnte keinen An- pruch auf besondere Berücksichtigung machen, da sie keine besonderen Sehenüwnrdig leiten aufzitweisen hatte. Daß für Restaurants und Vergiiügungsloiale hinreichend gesorgt war, soll nur nebenbei erwähnt werden, ebenso die Tat- ache, daß die Münchener Bierhalle und Alt-Düsseldorf von Angehörigen aller Nationen fleißig besucht wurden. In dem zweiten Teile zeigte der Vortrageirde die nach dem großen Brande vom 14. August 1910 übrig gebliebenen Trümmerhaufen der belgischen, englischen und französischen Abteilung. In wenig Stunden war dem verzehrenden Clement die nach Millionen zu bemessende Arbeit von vielen tausend fleißigen Händen zmn Opfer gefallen. Die übrigen Ausführungen waren der deutfchen Ausstellung gewidmet, die nach dem übereinstimmenden Urteil Sachverständiger am besten unter allen beteiligten Nationen ab» geschnitten hat. Das deutsche Ausstellungsgebäude, das neben dem imposanten Bau des Holländischen Hauses sich äußerlich sehr bescheiden ausnahm und tatsächlich einer Dorf- kirche nicht unähnlich sah, zeigte in feinem Innern eine solche Fülle hervorragender Leistungen, einen solchen Fortschritt in Kunst und Industrie, daß wir allen Grund haben, stolz zu sein auf diese Tatsache, umsomehr noch, als unsere bedeutendsten Firmen wie Krupp-Essen, Siemens u. Halske-Berlin und andere fehlten. In der Tat erregte die Kraftmaschinenhalle mit der 10 000 pferdigen Bergmaimturbine und der lOOOpferdigen Lanzlotomobile, die neuzeitigen Arbeitsmaschinen, die große Lochpresse von Schieß-Düsseldorf und die große Blockschere der deutschen Maschinenbaugesellschaft in Duisburg ungeteilte Anerkennung und Bewunderung. Als Clous der Weltausstellung ist die selbstspielende Geige, an der man 25 Jahre arbeitete und die einen Wert von 6000 Mk. repräsentiert, sowie das als gelöst anzusehende Problem des Fernsehens, der Fernphotographie, zu nennen. Auch in der Kunst steht Deutschland zurzeit obenan und Hal die unbestrittene Führung. Kein Land hat in dem kurzen Zeitraum von 40 Jahren auch nur annähernd die Erfolge zu verzeichnen, wie das in Deutschland der Fall ist. Den sachkundigen Ausführungen des Redners wurde am Schlüsse der verdiente Beifall zuteil. •• Ein neuer Touristenweg von Gießen. In den letzten Monaten ist vom Zweigverein Gießen ües Vogelsberger Höhenklubs in Verbindung mit dein Laubacher Zwcigverem eine neue Markierung geschaffen worden, die dazu bestimmt ist, Gießen direkt mit dem Vogelsberg zu verbinden. Die Linie führt durch eine touristisch noch ivenig bekannte Gegend und bietet so viel schönes, daß sie wohl verdient, in weiteren Kreisen bekannt zu werden und sicher bald zu einer Lleblingswanderung der hiesigen Tounstenwelt werden wird. Das zeigte sich deutlich bei der letzten VeremL- wanderung deS Gießener Zweigvereins in diesem Jahre, an der etwa 50 Wanderinnen und Wanderer teilnahmen und die bei dem herrschenden Frühlingswetter bestens verlief. Sie begann am Ausgangspunkt der neuen Markierung am alten Friedhof und geht, zunächst auf bekannten Pfaden, über die Hochwart nach Annerod. Von dort gebt es weiter erst durch Feld und bann auf hübschen Waldwegen, die reizende Landschaftsbilder zeigen, bis kurz vor Steinbach, das fiel) von dieser Seite her besonders malerisch barfteUt. Abermals nimmt der Wald den Wanderer auf. Der Weg führt weiter nach Albach, wo nach 2^ Stunden eine Raft wohlverdient erscheint. Ter weitere Weg führt durch teilweise noch recht unberührten Wald hügetauf und hügelab durch hübsche Schneisen und verborgene Fußpfädchen an murmelnden Waldbächen vorüber. Teilweise gestatten Lichtungen hübsche Einblicke in die Landschaft, bid kurz vor Münster der Wald verlaßen wird. Eine herrliche Rundsicht bietet sich dem Wanderer beim Austritt auB dem Walde. Vor uns liegen mehrere Dörfer (Münster, Wetterfeld usw.) zu unseren Füßen. Im Hintergründe erscheinen die sanften Linien deS Vogels- bergeS, links fügt sich baS Hochliegende Grimberg in bas Bild wirkungsvoll ein und rechts schließt der in die Ebene reichende Blick die Rundschau ab, die zu den schönsten in unserer näheren Umgebung gehört. Bis Bahnhof Münster geht die Gießener Markierung, während von da durch den Ort Münster und Wetterselb bie Laubacher den gelben Strich auf weißem Grund markiert haben. In Laubach begrüßte bei dem Zusammensein im „Solmser Hof der Vor- sitzende deS dortigen Zweigvereins, Oberlehrer Geißbart, die Gießener Gäste, in deren Namen 'Redakteur Heß erwiderte. Später hatten die Gießener Wanderer noch Gelegenheit, dem Dekorierungsfest deS Laubacher Zweigvereins wenigstens in seinem ersten Teile beizuwohnen. Auch hierbei wurden zwischen beiden Vereinen herzliche Begrüßungsworte gewechselt, wobei im Namen des (Siebener Zweigvereins Stadtv. Löb er sprach. Von den Laubacher Herren wurden neun mit dem Wanderabzeichen geschmückt. Gesangsvorträge deS gemischten Chores, Musikvorträge usw. ließen die Zeit rasch vergehen, zumal die Gießener schon gegen 8 Uhr die Heimfahrt antreten mußten. "Im Kunst verein hat der Verein Mainzer Malerinnen mit einer schönen Kollektion von 52 Werken seinen Einzug gehalten. Frida Best, Maria Dessinger, Berta Lewino, Therese Probst, Maria Schoedler und Elisabeth Weihrich sind hier im Kunstverein keine unbekannten Künstlerinnen, denn schon öfters rouröe von ihnen vereinzelt die hiesige Ausstellung beschickt. Daß ihre Arbeiten hier immer gern gesehen werden, beweist, daß auch schon manches Bild hier verkauft wurde. Die diesmalige 9lu8|"leUung umfaßt Oe(- und Temperagemälde, Radierungen und farbige Zeichnungen aufzuweisen. Um den Gesamteindruck dieser Sonderausstellung nicht zu beeinträchtigen, wurden außer ihr nur einige Aquarelle von Marie Schultze-Frankfurt und drei Gemälde von Heinrich Giebel-Marburg der Ausstellung em- gereiht. Die Ausstellung, die seit Mittwoch geöffnet ist, wird rege besucht. ** Stadttheater. Mit dem 1. April läuft die Aufführungsmöglichkeit für die populäre Operette »Der fidele Bauer" ab, da an diesem Tage das Musikmaterial an den Verlag zurückgegeben werden muß. Es ist nun angeregt worden, das beliebte Werk in einer letzten Ausführung weitesten Streifen zugänglich zu machen und deshalb hat sich die Direktion des Stadttheaters entschlossen, für Mittwoch den 2 9. März eine nochmalige Vorstellung des »Fidelen Bauern* zu Volks Vorstellungspreisen anzusetzen. Allerdings muß dann ein ausverkaustes Haus erhofft werden, um die hohen Aufführungskosten zu decken. " Von der Lesehalle. Die Stadtoerordneten-Ver» fammlung hat, wie wir berichteten, in ihrer Sitzung vom 2. März dem Lesehalleverein das Torhäuschen am Theater zur Verfügung gestellt. Die Wirksamkeit der öffentlichen Lesehalle war seit Jahren gehemmt durch räumliche Not. Jetzt wird eS möglich sein, die Anstalt auszubauen. Der Vorstand beabsichtigt, der Mitgliederversammlung Anfang April über die geplanten Einrichtungen Bericht zu erstatten. "Die Regatta deS Süddeutschen Ruder- oerbandeS finbet am 1. Juni in Gießen unter Leitung des Ruderklub Hassia statt. Der frühe Termin hat den Verein veranlaßt, schon jetzt mit den Vorarbeiten zu beginnen. Der Regatta-Ausschuß ist eifrig an der Arbeit, die Regatta zu einem glanzvollen Sportfest zu gestalten, während fleißige Hände mit der Instandsetzung deS Bootsmaterials und Fertigstellung einer neuen Bootspritsche beschäftigt sind. Zwecks gleichmäßigerer Ausbildung der Mannschaften wurde em Achterboot von dem Mainzer Ruderoerem angekauft, während zur Bestreitung des Gießener Stadtpreises ein neuer Rennvierer bei der Bootswerft Lürßen in Bremen in Auftrag gegeben ist. Obschon der Verein im vorigen Jahre 7 Ruderer zum Gießener Regiment und zur Marine abgegeben hat, sind noch genug geschulte Kräfte vorhanden, um sämtliche Rennen besetzen zu können. Mit den UebungS- führten wird bei günstiger Witterung schon Ende März begonnen. In diesem Jahre werden zum ersten Riale der Limburger Ruderklub von 1907, die Flörsheimer Rude» gesellschaft und der Ruderklub Undine-Rüsielsheim in Gießen starten. Der Süddeutsche Ruderoerband besteht aus 11 Verbandsvereinen, denen sich demnächst noch der Ruderklub Germania-Kastel anschließen wird. ** Verse ndung von Paketen während derOster- 5 eit. Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Postpaketadresse ist für Die Zeit vom 10. bis einschl. 15. April weder im inneren deutschen Verkehr noch im Verkehr mit dem Ausland — ausgenommen Argentinien — gestattet. Nach Argentinien können auch in dieser Zeit mehrere, jedoch höchstens 3 Pakete, mit einer Postpaketaöresse versandt werden. ** Maul- und Klauenseuche. Neue A u s b r ü ch e der SeujcfK sind gemeldet aus dem Stadtbezirk Nürnberg. Landkreis Gictzen. -h. Hungen, 23. März. Als heute abend der Schmied- meister und Landwirt Friedr. Kohl Heyer seinem Pferde frische Streu einwerfen wollte, wurde er von dem sonst treuen Tiere so unglücklich an die Stirne geschlagen, daß eine schwere klaffende Wunde entstand. Der Verletzte kam dann unter daS Pferd zu liegen, wobei ihm dieses auf die eine Hand trat und ihm auch noch andere Verletzungen beibrachte. Ein Arzt mußte die Stirnwunde vernähen. Kreis Büdingen. X Nidda, 22. März. Gestern abend gegen 11 Uhe sah man plötzlich in der Richtung nach Wallernhausen einen mächtigen Feuerschein. Rian dachte sofort an einen aus- gebrochenen Brand. Bei näherem Zusehen war es ein von den Einwohnern von Wallernhausen angezündetes Freudenfeuer über den Sieg des Abgeordneten Dr. Werner. Zugleich donnerten die Böllerschüsse und erklang die „Wacht am Rhein-. Die Freude war um so größer, als man auf den Sieg des Sozialdemokraten Beckmann fast sicher rechnete. Kreis AlSseld. ? Alsfeld, 22. März. -Lieiivtag abend hielt der Alsfelder Musikverein sein 3. Konzert ab. Als Solistin war Frau E. Möller-Alsfeld (Violine) gewonnen worden. Von dem 30 Mann starken Symphonie- Orchester des Vereins wuroe zur (Eröffnung die 9. Sympyouie in E-dur von Mozart gesprelt. In bem darauffolgenden 5. Violinkonzert in Adur von Mozart zeigte bie Solistin ihr vorzügliches Können. Auch bie Romanze in F-dur von Beetl)vveu und Mozarts Rondo in E-dur waren prächtige Leistungen. Der Verein ließ der jungen Künstlerin als Zeichen oes Dankes und der Anerkennung einen prächtigen Lorbeerkranz überreichen. Sämtliche Solonummer« 890,G K vor einigen 1910 953,1 441,0 1383,7 Darms'ädler Ade! weltberühmt durch ihre Formenschönbeit, Solidität und ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter Garantie D'/g] von 10 Jahren das Dienst zu entlassen. w Heppenheim a. d. B., 23. Marz. Chn Vorkommnis, wie man eS nicht für möglich halten sollte, ereignete sich bei dem Brande der Hofreite des Landwirts Bengert in Kirschhausen. Als Alarm geläutet werden sollte, ver- weigerte die« der dortige katholische Pfarrer, weil die Klocken geweiht wären und für betartige Zwecke nicht da seien. Diesem Umstände ist eS zuzuschreiben, daß ein großer Teil der Bewohner KirschhausenS von dem Brande nichts gewahr wurde und dadurch faft das ganze Besitztum nieder- brannte. (Mainz. Tagebl.) e kämen in Betracht, Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach jinb Vllbel. AiS Verkäuferinnen sollen junge Mädchen aller LtanDc gewonnen «erden, die auf Streben, ö|sentlichen Platzen, aus Den Bahn- Hofen usw. die Blumen feilbieten sollen. In den anderen Orten wolle man Vorträge oder sonstige Veranstaltungen abhalten. ES wurden nun Vorschläge gemacht für Ortsausschüsse in Den v er Stabten, wobei hauptsächlich Wert darauf gelegt wurde, daß alle lStände vertreten sind. Wegen Veranstaltung in den Landorten will man sich an die Pfarrer, Lehrer und Vereine weichen^ Für Assenheim und eine Anzahl in bet Nahe liegender Orte übernahm es die Gräfin zu Solms-Rödelheim, eine Veranstaltung vielleicht auf dem Oisenhttmer Wäldchen am /. Mai abzuhalten. Für Friedberg wird eine Anzahl Meldestellen für lunge Damen, die den Verkauf mit übernehmen wollen, bestimmt. NachdttU man sich noch über die Zahl der zu bestellenden Blumen umb Sammelbüchsen, sowie über die Beschaffung von Körbchen sur die Blumen schlüssig geworben war, ichlotz Kreisrat Schltephake mit Worten bes Tankes an die Anwesenden die Sitzung. (4>to B-War ben, 23. ^.acz. Zwischen ’-bübel und Klein-Karben wurde gestern die Leiche der Marn: Zimmermann von Groß-Karben gelandet, vie war Wochen in selbstmörderischer Absicht in die Nidda gesprungen. h. Pom Vogelsberg, 23. März. Endlich scheint überall der Frühling in Flur und Hain etngekehrt zu sein Warme Strahlen sendet die Sonne hernieder und der klare Himmel glänzt im tiefsten Blau. Auch Mutter Erde rüstet fick, den lieben Gast würdig zu empfangen; schon durchziehen überall grüne Streifen die wtnterSgrauen Wiesen, und in den stillen Waldtälern haben die lenzfrohen Schnee, oder Märzenglöckchen ihre blendendwußen Köpfchen über den Boden emporgestreckt, als wollten sie Ausschau halten, ob sic noch rechtzeitig genug ankommen. Bachstelzen Hüpfen bereits vergnügt umher, der melodische Gesang der Lerche grüßt uns wieder aus hoher klarer Luft, vereinzelt fliegen schüchterne Bienen umher und auf den lauen Woaen der Frühlingsluft spielen die Mücken, — ganz wie in alter qeit Allgemach schickt sich auch der Landmann an, zum neuen Werke sich bereit zu halten. Ueberall sieht man auf dem Felde Arbeiter beschäftigt, Entwässerungen anzu- legen und Wiesen zu ebnen. Gestern flog auch er wieder über Land und musterte seine heimatlichen Gefilde, — Freund Adebar, der vielgenannte und vielgeliebte Storch. Doch noch wartet er vergebens auf das ersehnte Quaken und Ouoraxen aus Moor und Teich, die Saison der grün und gelb befrackten Sänger ist noch nicht angebrochen. Kreis Friedberg. ium Ehrenpräsidenten ernannt Auf Anregung des Frankfurt nach München IN vssenvam mmt zu paiien orauuii. Ä J»«’ «V M Ehrenmitgliedern deS »u kfnn-n und^wünscht, zunächst die Weiterverhandlungen abzu- Breitwieser ist eine gern gesehene und beliebte Person, er hat sich die Liebe und Wertschätzung der Einwohnerschaft r f f e n b n d). 24. Mär-, -'R -in.-Del V In der und weiteren Umgebirr '' H- C.-Kreisen erworben. ne|trtqen nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten KreiS Schotten. wurde b^rhtoffen, gegen den Beigeordneten Walther das , /e * n „ oq Mär- Der biefiae Besitzer <»iner D i s z i p l i n a r - V e r s a h re n mit d^m Endziel der Dienst- fahrbar-^' andsäg oin°r‘äge) verunglückte in Hirzen- Entlassung W eröffnen und den Vorsteher deSst ad tischen ha n schwer; die Maschine ist an einer unebenen Stelle Kana a^.-, ^-meur Kolloge, zum 1. Juli aus dem umgefallen unb hat den Mam schwer verletzt. '^lassen. r. Breungeshain, 23. März. Kürzlich siel die Frau des Georg Rötzel V. in ihrem Hose und brach einen Arm Gesi rrn fiel das vierjährige S ö h n ch e n deS Theodor Strauch von einer Mauer und erlitt einen doppelten Trier, 24 Mär^ Das Schwurgericht verurteilte den Referendar Ludwig, weil er fünf im Gericht lagernde Sparkassenbücher entwendet, die Unterschrift des Lctzte Itadyricbten* AuS der Hessischen Ersten Kammer. R.B. Darmstadt, 24. Marz. Die Erste Kammer ist heute zu ihrer Vollberatung iufammengetreten, um sich zunächit mit der Beratung des Budgets zu beschäftigen. Der erste Vorsitzende, Graf von G ö r z, gedachte zunächst des verstorbenen Ober landesgeri-chtspräsidenten Conradi und nahm bann bie Ver eidigung des neu in die Kammer eingetretenen Freiherm von Sö a m b o l b vor. Darauf trat bie Kammer in die H a u S h a l t s - beratungen ein. Dabei fam bei Kapitel Landesuniversität ein Meinnngsuntersch-ied mit bet Zweiten Kammer zum Ausdruck, da die Erste Kammer die gestrichenen 800 Mark für Seelsorge in den Kliniken wieder eingestellt wissen will. Die Beratung dauert fort. -o. Mainz, 23. März. In der hiesigen Fabrik für chemische Industrie explodierte heute früh ein Apparat zur Herstellung von Holzgeist, wodurch em bedeutendes Schadenfeuer entstand. Durch den Luftdruck flog eine Wand und das Dach des Gebäudes hinaus. Der Schaden ist groß, der Betrieb aber nicht gestört. Verletzt wurde niemand. — Laut Regimentsbefehl ist d-n Angehörigen des Infanterie-Regiments Nr. 117 der Besuch des im Stadttheater zur Ausführung kommenden Schauspiele „Kasernenluft" verboten worden. Es verlautet, daß das gleiche Verbot für die ganze Garnison zu erwarten sei. Die Thcaterdirektion hat sich vergeblich um Zurücknahme des Verbotes bemüht. Kreis Wetzlar. 8. Erda, 23. März. Heute trat hier zum ersten Male der Polizeihund des Kreises in Tätigkeit. Am Abend zuvor war eine Hausfrau zu den Nachbarsleuten gegangen. Ein Dieb, drang während der Abwesenheit durch da« Kuchen- icnfler in da« unbewachte HcmS ein und entwendete im Wohn- zimmer au« der Tischschublade einen Barbetrag von 48 Mk. und hieß auch ein Sparkassenbuch mitgehen. AIS die HauS- frau gegen Mitternacht beiinfam, sand sie den Tischkasten neleert Leider konnte durch den Hund die Spur nicht mehr Amtsrichters gefälscht und 5400 Mk. erhoben hatte, zu lestaestellt werden; jedenfalls aber war der Täter mit den Ws Jahren Zuchthaus. Die Geschworenen uuterzerch- ! ui. « . neten ein Gnadengesuch, in dem darauf hmgewresen Verhältnissen betraut. m .. wurde, das; Lu wig geistig minderwertig sei. Hessen-Nassau. Paris, 24. März. Ans Oran wird gemeldet, daß W Frankfurt a. M., 23. März Die Vorlage bes Magi-I^ip Spahileutnant in der Nähe von Budenib von marok- strats betreffend bie Gründung einer t i f t u n a 8 u n t»U Q n 11 e n Räubern übersatten unb durch einen versitätkam in der heutigen S lab t v e r ordnete ns l V u n g Dolchstich schwer verwundet worden sei. bei dicht bcsetztem .Hause u'w überwll cr Tribüne iur VerhaMun^ London, 23. März. Der Lordmayor erNärtc nch bereit, beider am Lfflai im M°nsionl)°use ab3 uhaiten- schulen und forderten von der Slaalsregierung eine wohlwollende den Versammlung zur Forderung der Ziele der eng u sch- Förderung. Ter sozialdernolratisä-e Hauptredner wandte sich d e u t s ch e n F r e u n d s ch a s t s - G e s e 11 s ch a f t den Vor- gegen die Staatsaufsicht und verlangte eine freie Universität, sitz zu übernehmen. erklärte sick) aber mit der Beratung der Vorlage in einem Aus- Petersburg, 23. März. Ter Mini st errat be schuß einverstanden. Lberbürgermeiitcr Tr. Adickes rrat der sozial- schloß, die gedienten Kosaken der Provinzen Amur und DemokratisckM Ausfassung entgegen unb lorbertc bie Veriammlung uf»utien wr Bewachung der russischen Grenze auf, mit einem starken LptimisinuS an Die Unioeriitatsfragd binruberufen, damit bie Einschleppung der Pest aus heranzutrtten Die ^lage gmg ichlretzlich an einen Sonder- - ^ex^ndert werde. Der Ministerrat genehmigte ferner ^slchuß von 15 Mttgliebern Verbot der Zopeljagd in Sibirien bis zum X. Hanau, 23. Marz Tie Stadtverordneten haben heute dem Ver.rag^entwurse mir der yteresverwal-1 601 VUUDCl" ----------------------------- tung über die Hierherverlegung eines weiteren Eisenbahnregiments zuge,ttmmt. Tie Stadt fuhrt hiernach den Bau einer Miets^a.erne unter den gleichen Bedingungen wie für das dritte Eisenbahnregiment aus. Die Baukosten sind aus 2 200 000 Mk. veranschlagt. Für das erforderliche Baugelände übernimmt bie-Saibt Hanau Leitungen in Höhe von 200 000 Mk., wofür die HeereSoerwal- tung zugesagt hat, daß aus längere Zeit, d. h. auf min- bestens 15—20 Jahre, der Siaöt auch ein Infanterie- bataillon in Garnison erhalten bleibt. tvurben von dem Dere:nsorchest«r, daS durch eine \ auswärtiger Berussmu i'cc verstärkt war, erakt unb begleitet. Schuberts Rosamunde-Ouvertüre fand eine wvhl» am Main: „— —.. . gelungene, eindrucksvolle Wiederaabe Ebenso erweckte der !H,uug unserer Fürsorgeeinrichtungeu erreichen, daß die UOO» 23 Tlän Sirttkende Beraarbeiter zu Clyback, 6. ungarische Tanz von Joh. Brahms außerordentttchen I FÜrsorgeerttehuna ste.S rcrfit^uigund i'i der IP0(8°", eüb.öaks be.vnden bie Polizei nut Etcinen. Die Beifall Mit der Schlnßnummer des Programms, dem Lied cmtritt?", ber allfmis mtt araßem Interesse oulaenommen flinn nnt Knütteln ge.ien bie Angreller vor. Auf beiben des Pan aus dem „Drama per musica": „Ter Streit zwi- wurde unb eine lebhnfV Aussprache au« 0 te. Weiter ftnnb eei(fn nuirbe cine ^nbl yP11onfn UCrleht scheu Phöbus und Pan" von Job. Seb. Bach, fand das zur Tagesordnung eine Besprechung: „Inwieweit sind Ber- ----------------- ---=■" Konzert einen gewaltigen Abschluß Tie Leitung des Or- waltungsbebörden und Vormundschaftsaerichte aus die Aus- Kleine Caae-chronik. chesterS lag in den Händen des Bereinsdirigenten, Real- sübrung der Zwangserziehung zuständig?", die an Hand Stuttgart fuhr ein Motorwagen mit solcher lebrer Totter. Unterrichtskurse für Arbeiter verschiedener praktischer Beispiele sich außerordentlich leb- zeucht gegen einen Straßenbahnwagen rnit Anhänaer.baß ste ent- nnh Unter beamte die durch hiesige Studenten ab« I haft unb belehrend gestaltete. Aus dem Jahresbericht fet Reifte« Der Fahrer des Lastwagens stürzte vom Wagen herunter gehalten wnden haben gestern dahier begonnen. MS L'hr- mitgeteilt, daß am 31. Dezember 1910 der Aufsicht der mW erlitt fo schwere Verletzungen daß er kurz daraus starb, gegenstänbe^sind Deutsch, Rechnen, Heimatkunde und Steno- Hessischen Erziehunasv-reine untergestellt waren: 12191 Der Verkehr war ^nahezu eme Stunde 9 ftört. grapbie (Gabelsberger eingeführt. — Zwischen Altenburg Kinder ^13 männMie^ und^6wech^cheX ^flch^ brnrhtc einen Reingewinn^ von 80 000 Mk. und AlSseld wurden auf der ansteigenden Ersenbahnstrecke 440aus Starkenburg, 5- auf_mbctnMen unb /27Mf Cber Anerkennung Der Bemühungen, welche das Schlepvlchisf am Dienstag zwei Güterwagen zum Halten gebracht, Hessen verteilen. Tas grope Uebergewicht m Oberhessen französischen ».riegsstottc „Jniatigable" bei den Nack- die fick beim Rangieren aus der Station Renzendorf ist mit rn erster Linie ber aunerorden' ich icaenSrci ?cn ar- ,-orf(fnmncn narf1 b^m hmtfehen Dam wer ..Swakovmnnd" unter sas a -löst hotten unb in ratendem Tcmvo davongesaust beit deL Geschöftsfl'il.rcrS tc8 TekanatScrttchiingSverein.' „^,men int, liest bie Direktion ber Hambur^Ainerika-Lime der tttareu Von dort au« wa-en tre Nachbaistationen soforl in Glrünbcrg und Vorsitzenden des Landesverbände«, Pfarrer Mannschaft diele? Schleppschiffes einen Betrag von 6000 Kmntnis gesetzt worden, damit alle Schranken unterwegs Roeschen in Freienseen, -u verdanken der feit nunmehr Mark und dem Kavitan eine mit einer Widmung versehene rechtzeitig ^geschlossen wurd-'n. Eine Lokomotive h°ltedie bei der Unterbringung t)o. 0 0 ^mic^ bnl beiden Ausreißer wieder zurück. Ein Unfall ist glücklicher-1 Stmmp* Mmgcn und armen Kindern aus um rer ctaot ^rancstücken ist in Paris gestorben. Meile nickt entstanden. tätig g<*. ^en ist. Lokalanieiger" meldet au5 London: Auf dem Landsitze eben abgerissen um r,nrri ' atz zu machen. ?(n5nIcicMfpnb5 beschlossen sowie bestimmt, daß künftig her IC L rtef1cp Die Polizei neigt ber Ansicht zu, daß e9 sich um Kreis Lauterbach. wellige DetriebSuberschuß dem A'isgleick^fondS ^''ufuhren und Selbstmord handelt. m t a ' OQ qnx-, rnnfthPrinnTter <8 r p i t Jifr Tie Rechnungen der städtischen Kinbernlilchanstalt ^und deS ^a5 amtliche Ergebnis der Volkszählung IN Ungarn r Grebenhain, 23^ Marz. Postverwalter B Zchlachth.-'-ä werden genehmigt. Außerhalb der Tagesordnung .. 20 850 700. Da« bedeutet eine Vermehrung in den letzten Wieser, der 14 Jahre hier tätig war, ist vom 1. ®£™ murben in den Ausschuß für die Bahnhofs^rage d.e^'^n um 1 596 000 Personen, gleich 83/10 b. H. ab in gleicher Tiensteigenfchast nach Groß-Zimmern ver- gtflbttierrr>'neten Schmidt-Weivgerber, Bruhns und stadtmuller . . ---- setzt worden. Er gehörte 14 Jahre dem hiesigen Krieger- gewählt. Ter Bürgermeister gab noch ein Schreiben der Ei en- 6ailSel. verein an, war eine Zeitlang Präsident und dann Rc^irks. bahnnerwaltung der Versammlung zur -^nntvis, worm die Ltadl , - r -' - v c r keh r. Nach der Präsident: auS letzterem Maß wurde er vom Kri-ger» I «fudtt mirb, «Bnanb^hon 8Uf.n*en, daß der v Zug 57j)on I ^^ndelsstatistik hat der Anteil Teutscklanbs an bei »""in ntw (Fbrentiräfibentcn ernannt. Auf Anregung des >Frankfu'-t nach München in Off c I Wareneinfuhr nach Rußland im letzten Jahre s eh r b e d e ut e nd z u g e n 0 rn m e n und 46°'- der russischen Gesamteinfuhr betragen. Es betrug in Millionen Rubel: 19^9 Tie ß\efamtein,iihr nach Rußland . . . . 785,9 „ Ginfnhr au§ Deustclstand ..... 3^4,8 Die toelaintan^hihr aus Rußland . . . 1386,4 „ Ausluhr nach Deutschland 887,0 Sowohl an der Einfuhr wie an der Ausfuhr Rußlands ivac Deutschland stärker als fedes andere Land beteüiflt. Ihm am nächsten kommt England. daS im letzten Jahre für 153,5 Millionen Rubel Waren nach Rußland einaeführt und für 315 Millionen Rubel Waren aus Rußland erhalten hat. Wäre die russische Statistik richtig, so hätte Deutschland im Jahre 1910 mehr nach Rußland geliefert als von dort bezogm: bie Einfuhr aus Deutschland wird um 50,4 Millionen Rubel höher bewerttt als die russische Ausfuhr nach Deutschland. Die rusissche Statistik gibt aber regelmäßig den Ervort russischer Waren nach Deutschland viel zu gering an; so werden z. B. die an8 Subrußland über Holland und Belgien nach Deutschland gelieferten Sendungen stet« als Ausfuhr nach Holland ober Belgien nachgewiesen. Im Jahre 1910 sollen nach der russischen Statistik für 196 Millionen Rubel Waren nach Holland ausgeführt worden fein: der weitaus größte Teil bairnn ist natürlich nach Deutschland gegangen Unter diesen Umständen stellt sich die Bilanz des deutsch-russischen ! Güteraustausches ganz ander-, als sie in der russischen Statistik dargestellt ist. Wetterousstchten in Hessen am Somstaa dem 25. März 1911: Meist heiter, Nachllrost, schwache nördliche Winde. Anzahl | Tagesordnung ein Vortrag des Herrn Dr. P 0 l i g f c/1,1 Arbeiterbewegung. b sibön IDirektor der Zentrale für vrivate Fürsorge in Frankfurt London. 23. Mär,. In den Linger'schen Nähmaschine'^ •' ' : „Können wir durch Ausbau unb Dereinheit- t werken inGlasg 0 w ist ein AnLstand auSgevrocken, der gegen Lichtspiele Hierdurch sagen wir allen treuen Vertrauensmännern und Mitarbeitern, sowie allen nationalgesinnten Wählern, die uns durch ihre Stimmabgabe sowohl zur Hauptivahl, wie auch am Stichwahltage unterstützten und dadurch den glänzenden Sieg unseres Kandidaten Dr. Werner herbcijühren halfen, unseren herzlichsten Dank. Im Auftrage des d*/8 Wahlallsschlijscs für die KanMatiir Dr. Werner Landwirt Fenchel, Oberbibliothekar Dr. Heuser, Generalsekretär Henninqscn, Lehrer Klinq. Wnlltorstra*NC Kolosseum Walltor*tra*we Vom 22. bis 24. März 1911: 1. Grosser Brand in Moskan, iutereffantc Naturaufnahme- 2. Tantolini in den Wolken, eine urkomische, moderne Liebesgeschichte 8. Der Meister des Dietrichs, Drama aus dem Leben eines entlaßenen Zuchthäuslers 4. Kompromittierende Briefe, Humoreske. 5. Der Mann in Texas, spannendes Schauspiel aus dem Leben der Cowboys in Wild-West 6. Die New-Yorker berittene Polizei, interessante Ausnahme aus den Bereinigten Staaten. 7. Der Rivale des Satans, grobes phantastisches Ausstellungsstück in wunderbarer Farbenpracht 8. Ein Drama beim Nachbar, 02252 ein Trauerspiel zum Totlachen. Vogelsberger jtöhaiMnb Zweigverein Giessen. Samstag, 25. Mttrz, abends 8'/, Uhr, auf der Liebigshöhe 3. Slitags- und Dekorierungs-Fest Sonntag nachmittag Ausflug nach Dutenhofen. Abmarsch 2 Uhr von der Lahnbrücke oder Abfahrt per Bahn mit den Zügen 318 und 325 Uhr. v,4, Der Vorstand. Cale Amend täglich Konzert des Solisten-Orchesters H. Sandory unter Leitung des Violiu - Virtuosen Jean Cornely Anfang 8 Uhr. Eintritt frei. 1472 KflOlla: Zur bevorstehenden Beigeordnetenwahl gebe ich bekannt, dag die Vorarbeit ganz ohne mein Wissen geschehen ist, und erkläre ich hiermit, daß ich die Kandidatur dankend ablehne. Fritz Weinrich, Gastwirt. 1983 Ungewisse Ein Sprung ins ift jeder Verfucb, die bewährten Marken PHLMIN (Pflanzenfett) und PHLMONH (Pflanzen-Butter- Margarine) durch unbekannte, billige Fette zu er- sehen. Palmin und Palmona werden (eit vielen Jahren täglich in Millionen Haushaltungen verwendet; Ge find allo erprobt und bewährt, lontt würden Ge nicht den ausgezeichneten Ruf genießen, den Ge von der feinften bis zur einfachsten Küche beGtjen. Darin liegt eine Garantie, die bei unbekannten Marken nicht geboten wird. IVO puhonnV. FVucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Neubau 9 mit srtwucr sogleich oder Nab. Belitz, thnihi H«b- end Tlef- baa. EbeoOtMxO- SenitnkUeo eed Tlxhltrel ■= | Ubrwtrlrx.tt | Meicbleeobee-. EJebtr». end 3* mndi-lneieteere ■ ead Techniker« [ ! ebor,1950 Alleinmädchen, 1 bas bürgerl. kochen kann, unb bte Hausarbeit versteht, bei hohem Lohn v. 1. Avni gef. Liebigftr. 46 I, Fr. Obcrftlcutn. p. Knobelsdorfs. Tüchtiges, fleihigeS Dienstmädchen gesucht. 1970 Frau Oberpoflinsvektor Müller, Darmstadt, Niarttnstrahe 76 II. Gefacht zum 1. Mai ein braveS er* llttdchen "WI nicht unter 18 Jahren, für Küche u. Haus. Borzuftellen norm, bis 10 Uhr unb abenbs nach 6 Uhr 02312) Frankfurter Strafte 10 II. Suche per 1. April tüchtiges Mädchen für Hauö unb Küche. 19741______Frau (jyad Nowack. Wegen Verheiratung tu. jetzigen Mabchono suche zum 1. Avril ob. später ein tüchtiges in Küche unb Hausarbeit erfahrenes 1996 D6T nudelten. Vermittlung nicht ausgeschlossen. Frau F. Hirz, Seltersweg. tVDÄhrficie -tagsübergesucht «viaocl^en ;; Hammftr. 27. Sroci ßorttn=llrlitittriniitn zum 1. April gesucht. B24/.,Cfhirurniidic Klinik. 2 Zimmer 6 Zimmer ificiic alltorftratzc 59. Jjftnc Stellen rnS Zeitung:Tent>cheBatanzcn-Poft (Wohn., Babez., Ball., Gas, ciektr. Licht re. p. 1. .fall z. verm. Näher, bei E. Blödner Wwe., Bahnhof- ffr. 65 All. 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