161. Jahrgang Zweiter Blatt Nr. 175 Erschein! täglich mit Au-nahme beS Sonntag«. aph u (er Zeit in Gegenwart ic icrbcrn bleibt Vorbehalte Vie Teuerung in Oesterreich. en können während - uner des Ilnterzeic- as-Philipp.Platz, Zi'- Redaktion, Spedition und Druckerei: Scku!« ftraye 7. Expedition und Verlag: E^K bl. Redaktion: L^Al 12.2 und c des Kreises Tick"- öll. zreitag, 28. Juli 1911 RotationLd.'uck und Verlag der Br üblichen Unwersuälr - Buch- und Steindruckerei. 91 Sange, Lieven. Ter flflUT eines Schuppen?. Aut der von EulerS Erben an der Steinsttaßc erworbenen Hokrcitc befinbet sich noch ein Schuvven. dessen Eigentum hd) die Verkäufer Vorbehalten haben, fall? die stabt ihn nicht tut •2000 Mk übernehmen will Tic Räume bc3 Baues waren bisher g-'-u 500 Mk im Jahr vermietet Euler« Erven wollen jept den Sckuppcn abbrechen und das Hol; verwerten, trenn bic stabt ibn nicht übernimmt. Tic Baudcoutation schlugt vor, bas Bauwerk für 2000 Mk ;n übernehmen, da e? etwa wvtel «olzwert ha:, und die eingehende Miete die Ausoabc vollaui rechtfertigt. Stabrr Wallenfels trat an, den statt. Sagcrphb von der Bismarcks,raße n^dt d.r Eulcr'cken Besipuni ;u verlegen. damit man bann da- frei werdende Gelanbe zu Weib machen kann Ter Oberbürgermeister bemerkt, das; sich biete Angelegenheit regeln werde, wenn man sich erst klar geworden 'N. »vozu die ehemaliac Eulersche Besitzung Verwendung futben soll. Nach dem Siabtn Tro« den Ankauf ber fraglichen Valle als sehr billig empfohlen hat, wirb er beidiloncn. Ter 2'erkauf der alten Klinik. war. wie der Oberbürgermeister mitt eilt, in über einem nutzend der grüneren deutschen Zeitungen ausgeschrieben, es iit aber .ein .Angebot gemacht worden stabtn. Troß erklär!, daß man tidi nicht wundern dürfe, toenn unter den ausgeschriebenen Bedingungen niemand ein Ole bot abgegeben habe. Ttr stabt solle das 0>c bäude niederlegen und durch Ausführung des berühmten S Bogens von der WilHelmstrase her den Verkehr ableiten, w dan man dann auch die sirahenbahn weiterführen könnte. , Eine Mehrheit i rorbaiiden -,u sein, und es wäre auch richtiger. ben Platz bet tewigen Bürgermeisterei hierfür iu benuben. Ter Dbcrbürgermciiter be merkt, daß an einen Abriß der al'cn Klinik rooht nicht zu denken sei Zudem fei auch die Uebcrfübrung der Eisenbahn an ber frankfurter strafte durch die Arbeiten^der Litbolikhcn Kirchen gemeinde nicht mehr durchzuführen, etabtü. Friedberger ist auch der Ansicht, daß man ein io wertvolles Cbictr nicht ver äußern bau', selbst wenn die stabt zurzeit feine Verwendung banir hätte Man könne das Olebäude aber zu Ausstellungen verwenden Es unterliege keinem Zwei' !, daß unsere B a h n b vf s v e r - h ä l t n i s s e innerhalb des nächsten Jahrzehnts einer Beran beruna unterzogen werden müssen, mew bas KliniksgclSnbe gebraucht werden könnte. ES wäre ein .vebler. wenn man da noch große summen in dem alten Gebäude anleg-.n wurde Als Rathaus sei es am wenigsten geeignet. Damit war dieser (Gegenstand verlassen, ohne daß ein Beschluß gefaßt wirb, was mit der Klinik nun werden soll. Ter Neubau ber Oberrealichule hat sich der Abstimmung enthalten. . . Ter Antrag ber vereinigten Ausschüsse wirb darauf mit großer Mehrheit angenommen Ta8 Ministerinm hat noch nicht geatitntnrtef^ auf den Antrag des Oberbürgermeisters, wonach bic Stabt bic (Mcnchmigung erhält, bic Anleihe, bic sie *iir Sdnilbantcn ov'- nimmt, mit 1 Prozent ersparter Zin? tilgen zu *'■ 1 i"' Versammlung ist damit cinoerftanben, daß bicicr Antrag ge- stellt worden ist. Tie Erbauung einer Volksschule aus dem Seltersberg an d-r Eredn erst raße ist unbedingt notwendig. Ter ‘10an dazu ist schon früher bcrcitgeKelit worben 4.er 3 er- iammlnng wurde ein Grundriß »orgcleg: nach den bei e u 587 000 Mark kosten werde Rack dem vorliegenden Plan hanbett es 'ich tun eine Bmirk-i'chule für st naben und M äd. cn. d-e rorerft auf *29 Klassen, Zeichen und Gcsangclaal 'ou* e 'Hi)' schulraum bemessen ist, aber eine Erweiterung um 9 H ’cn tnS Auge *aß'. . Tie Versammlung erklärte ihr Einveritandnis bann., mU daS Projekt weiter bearbeitet werden soll. _ Tie Frage, ob der Fortbilbungsschulzwang für weiblich* Personen, die im vastbelsgewerbe tätig sind, eingeiübrt werden lotl, wird von der Tagesordnung abgesctzl Sitzung der Sta-toerordneten. (Wichen, 27. Juli Anwesend- Oberbürgermeister Mecum Beigeordneter Emme [tu#: ron den Stadtverordneten Dallenscls, Tr. (Jbri, 2ab, sdtanftoebt. Eidxnaucr. Tr Sd'ä:er, heim, Jughardt. Wmn, Raubach, Tiriebberaer, Orbig. S?ubii. Jann. Tr llrftobt, Tr. Co mm er, Plank, Tro?. Petri. Gabriel. ycichefbeim, velfrick, Sxibmicht, BetterS, Simon 'rüneweld und Faber. Bangekuche. Tie Versammlung bat gegen die Anbringung einer Laterne am Laden de-.' Photographen Borst, BaHnHoMr. 61, nichts zu Eine wichtige Prinzipienfrage. schlossermcister Stohr. Aaii'cr-Allce. hat eine Dasckküche, bic ihre Abwässer in bic Die-eck abführte. Er wurde aingctorbcrt, diese Abwässer in bic Kanalisation zu leiten stohr hat daraus bic Ableitung in die W ici eck bemiigt und beantragt, unter vinweis auf die hoben Kosten, die Abwässer in eine 05rub<* leiten zu dürfen: er will sie bann für feinen (Marten verwenden. Tie Baudeputation beantragt, die ^cucbfütfie entweder zu beseitigen, oder ordnungsgemäß an den Kanal anzuschließen Stadtv Jann ist der Ansicht. man könne hier einmal eine Ausnahm«* machen, der w- fuchsteller benurt bic Daickkücke nur sehr leiten und will daS Wcbäubc baldmöglichst niederlegen Oberbürgermeister M e c u m erwidert, daß das bann bic erste Ausnahme von ber mcflH fein würbe. Er müsse darauf Hiniveiscn, bau von der strertaen Durchs führnng der Kanalisation die Gesundheit unserer Bevölkerung Vorteil,* habe seit Eiu'ühruni ber Qinahmtion lei der j hhhu« vollstäi'dig aus der Stadt verschwunden Auch die Sterblichkeit ist, seitdem wir die Millionen für die Entwässerung ausgewendet, von 15—16°/™ auf 11in (ließen ».urütfgcgangcn^ sei man im vorliegenden Mall nachgiebig, so kamen mehr der Gleiudie, bic vielleicht noch besser zu b'arünben wären. Teshalb bür’c man mer nicht nachgeben. Tie Stadtverordneten erheben daraus den ein* trag der Baudeputation zum Beschluß. bemerkt, daß ied.*s Biu - > und daß der Bau bann um werd zwei .Iah'. * erfordern. : Wallenfels fvrechen für' weil man für einen modernen Schulbau auch eine moderne evornt ntiMm soll E'.ucllicherweiie habe man auch biete-' Prinzip bei unserem Theater burchgnnbTt, und ein Baumeister der dies nicht kann der soll es lafien Tie MuUieder des Kun it'.-ir-t ? Ixibcn . un.:mw'.inden anerkannt, daß Stadtbaumeistcr Ger bei. bei ber ein teil img für bei ,u icfjaffcnbcn Schulbau, glänzendes geleistet hat ■ es bandelt sich aber um bic Faffadc und da sei der r arm- ftäbter Entwurf entschieden schöner und dem Zweck entsprechender. Ter Oberbürgermeister verweist bflr.iut, dop eigentlich an den beiden Fassaden kein sehr aroficr Untendnch ict. auncr da« die GiebelbekrönuTig de-s Mittcll»aueS statt in Nenan'ance, von dem Schulmivisterium im Eb.iraf.cr der Bicdermaierzeit geftoltrt fei. dos Andere feien Kleinigkeiten, nur hebt ber Entwurf des Ministeriums teilweise Werkste.nverwendung vor. roatnenb Enrwnri des Bai'arnies als reiner Piipbau gedockt ist. was 'ick fiel billiger stellt. ES handle iid' dock bei bei vorliegenden. Tiffercnz der Meinungen nur um den Geschmack und er mime lagen, das Alte sei immer noch schön. , Etadtv Grünewald bemerkt, er wwohk ime bic Mehr- beit ber Stadtverordneten sei in der ftragc, die hier biohcv verbandelt worden fei, nickt sachverständig. . Dagegen sei die Erbauung der stfiulc febr dringend Er sei der AnhlM, datt man bic Ausiübning nuvt htnau#f(bicbm dürfe und ud» ntdn aufhalten lassen soll, beute in brr Sacke zu entickeidcn. Möge bic Versammlung wegen ber Prafiabc beichlicßcn wie i*^.jyo‘‘.f' er werde mit der Mehr beit stimmen, nur damit endhck ein Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheiien "^Swdtv. Ebel bemerkt, daß sich der Sunstbeirat, wenn er allein beraten hatte, emfntnmig oder bod) mir uhcnmegaiDer Mehrheit für da-- Projekt tzes Miw.stxriums entschlossen hatte. inz esu L^rteile.. Zur Niederwerfung der albanifchen Aufstandes. Konstantinopel, 27. Juli. ,,)cni ©a^etta" erfahrt, daß beuiqlid) des Verlangen v d c r M alif l or eu , betreffend eine Garantie!) erG roß in ach t e, ein Aus- wea dahin gefunden wurde nach dem über die einzelnen fünfte der «Bedingungen der Unterwerntng zwischen dem türkischen Gesandten uf Cetinje und oen Malifsorenchess ein s ch r i f t li ch e a U c B e r c i n T o nt m c tt ausgefertigt werde, welches dem e tt g lischen Gesandten in Eeti njenber- geben werden . Abdullah P a i u- a , ber neue Oberbefehlshaber für Albanien, ist gestern abend an Bord beS Dampfers „Atheni" eingetroffen und wird die ivahrt nach Medua alsbald fortseden: inzwischen werden zwölf schwere Geschütze an Bord gebracht. Anfang mit dem Bau gemacht werde. Vroiesior Sommer spricht lick nack nnct kurzen ?luv cinanbcrfci ung mit bem Oberbürgermeister für den Emwipt be-5 Ministeriums au-, der, wie er ictit vom stabtbauamt bearbeitet und burck Sladtbaumeister Olerbel mobiiiiicrt m, dock eigentlich kein Entwurf des Ministeriums medr ist. ras 'Broirrt Wbe den Vorteil, daß die Lickizufuhrung vorzüglich gelöst sei. Stadtv. Prof Ur stabt ist ebenfalls der Ansidst, baß des Stabtbaimmt in her ('Vriinbrifdöiung eine hervorragende Arb*it geleistet habe Tic Fassade dagegen mit dem Giebel ici nicht gefällig unb in der Perspektive wenig wirkiam, di man in der engen Straße das Bauwerk nur von der seit? beiiachten kann. Man soll aber dem S?odibauamt nickt etwas aufzwingcn, fondern beauftragen, den Giebelbau noch einmal um zu gestalt en Ter Oberbürgermeister erklärt, man walle bi-rd-ni njd't bic Minderheit überstimmen, er schlage deshalb vor. die Entwürfe dem Ministerium wieder zurück zu geben, unb wegen ber Fassade eine (konkurrenz auszusckrciben. um in nach andere Motive rür den Bau zu erhalten. Es würbe damit wenig rit versäumt, da man ja bock erst Anfang des kommenden ^vibrcs Ter Zentrumskandidat, Bankdirektor Tr. Friedrich, kam in seiner ^andidatenrede sofort auf ferne Mitgliedschaft beim Hansabund zu sprechen. Er meinte, in entnehmen wir der „Köln. Ztg ", die Richtlinien des bansabundes bei seiner Gründung seien so geartet gewesen, !»af' jeder ZentrumSmann damit hatte einverstanden sein 'önncn Zu einem (Mcgcufatt zwischen Zentrum und Xianfci/ 5unb lei es gekommen, als ber Vorsitzende des X>ansa- bnndes für die Wahlen eine übertviegend nach linksliberaler Seite neigende Stellung genrHitmcn habe Messer habe aber auch in Wiesbaden in einer Rede geäußert, das; im S?anfa- l,und grundsätzliche Bedenken gegen die Unterstützung einer 'Zentrümskandidattir nicht beständen. Ta das Zentrum -'n Titsseldoif jetzt einen die Interessen ausgleichenden Ber -> c.te** von sandel und Industrie aufgestellt habe, sei bannt ritt Prüfstein für das Verhalten des .bansabundes gegeben worden Ter hgnsabund möge nun zeigen, daß es ihm mit seiner poliitschen Unparteilichkeit ernst gemeint sei. Die Versammlung nahm natürlich diese Erklärung mit stürmischem Beifall auf. Tr Friedrich erläuterte dann das Zentrumsprogramm. Ten größten Beifall erzielte er, als et Gleichberechtigung auf allen Gebieten „auch für unsere Orden" forderte ______ rief eine* sehr erregte und lebhafte Ausi'vracke über Üunst unb künstlerische Bauformen hervor Ter Cbcrbürgermcmcr macht .„erst Mitteilung, baß die vom stabthauamt vorgelegten unb von ber Periammluna genehmigten Baupläne dem Ministerium vor^ gelegen haben. Er erinnerte daran, daß die srabtoerorbneten Dcriammlung einstimmig anerkannt hätte, daß unter s labt bau amt in bem Grimbriß für den sdmlbau hervorragendem geleistet habt* Tas Ministerium hat bic Pläne zuräckgegebeii unb habet beanftanbet, daß ber Schulhof nicht geräumig genug ici Er hat daran den Borichlgg geknüvtt. die Mgrenzung aut Kosten be’’ Svielvlar s be» Realgymnanuins herau»zuruclev ferner wird verlangt, daß der Bau außer einer 5aauottrevpc eine Reben trepne erhält. Weiterhin ist eine Veriduebung be« x*auDttreooen bauses in Vorscklag gebracht worben. Auck an der Turnhalle, die für da4 Realgtwinai'ium hcrgeftrllt werden muß, werden V i änberungen gewümckt Außerdem fdilägt aber bas Ministerium vor der äußeren Baiifrom der neuen schule einen anderen Ehe. raftcr nt geben, unb bat beshalb eine vollständig neue Faf 1 a bc für bic Schule ausgearbeitet Ter Oberbürgermeister bcme'l, daß die Vorfdiläge be« Ministeriums ein ganz neue* Vroielt bebingten, wodurck die Herstellung des Baues verzögert werbe. Sdiuldeputatiou. Baudepulation unb Mumibe'rat haben^gemeuv fam in der Angelegenheit beraten unb mit 11 gegen 4 stimmen fwiehloffcn daß es bei dem von der Venammlung bereit« gr- nchmiatert Projcft des 3tabtbauamt3 ietn Bewende., behalten soll, das; aber bic Vergrößerung be« svicivlayc.-, wie Um bas Miiiisterium vorscklägt. dabei auszuwhrenAm Wunsch dreier Zerret der Minorität bemerk', ber Oberbürgermeister, bah d.c't bic stabttierobncten Tr. E b c l und Prof. Urftabt wwie Privat bo»cnt Ti Rauck für bic AuSlübruna der vom ..nn ttenum ooraeiefdagenen Fasfadc gestimmt haben. Auf dem Tttck des vames ist von bem Entwmrf des stabtbauamtc« und d.m ie ein Modell auSgcstrilt. Ter Entwurf der uafiabe bc^ -jabt hanamt « ist in einer Art deutsch w Renatvance gehalten, mnhtenb fÄTcmitäbtcr Projekt an tu* Mte Bauart um l^anlbn^ Der Oberbürgermeister crilarte fingchenb. baß bic Boricklage bc* Ministeriums, foweit üc eine Aenderung des Grundriue. m. gruay fassen durckouS keine Verbeiserungcn Kien. Xie Reben ift überiffiifig. weil mit ber Treppe im alten Bau, ber dock mit der neuen schule m Verbinbung gebrach, wirb, zur Entleerung des Gebäudes zwei breite Treppen zur Bermgung Das österreichische Abgeordnetenhaus hat in den letzten Tagen mehrfach eine Aussprache über bic auch in Oesterreich viel beklagte LebeiiSmittelteuerung gehabt. Auch gestern unterhielt man sich wieder darüber: W icit, 27. Juli Tas 'S b g e o r d net e n ha u s setzte die Aussprache über die Teueruug fort. Ter Acker bau- Minister erUärte, er erwarte eine nachhaltige Beoerung in der Teuerungsfrage hauptsächlich von der Forderung der Landwirtschaft und der Organisation des Absatzmarktes.er betrachte die Fleischeinsuhr bloß als -l Otbebelt. Wc.,n Konsumenten und Produzenten sich -uiammenschlo„in unb das gesamte Wohl der Bevölkerung sich vor gen hielten, würde das angestrebte Ziel sicher erreicht werden. Ze'Tall.) Ter Leiter des H a nd elS min ist er iu nt s '??i fl t a 1 a erörterte den internationalen Charakter der Teuerungvirage, sowie ihre Ursachen Auch in Deutschland bilde die Hleischnot seit Jahren einen Gegenstand ständiger Alag , dort seien die Viebsleischpreise teiftm'ne noch hoher a s in Oesterreich. Ter Redner betonte, der Hohe t>er xrc t in Teittschländ übe naturgemäß auch eine Ruckwirmng a t, Oesterreich auS: er bilde an und für sich einen Au r ei g für den s ch l a ch t v i e h c x p o r t nach e u t s a. l a n o, namentlich nach Snddcutschland. Iu der jungiten Zeit fei wiederholt die Forderung der Viehausfuhrverbote an gc^ taucht, doch sei ein Ausfuhrverbot mit dem Wortlaut uno dem Geiste der Handelsverträge unvereinbar. Ucbrigens sei der Schlachtviebexport im starken Rückgänge begriffen; argentinisches Fleisch einzuführen statt Balkanilcnch, wäre Anomajic. ___________________ ________________ S '«‘SS® en iverdeN—-- ierl1,l®oWÖDn6'Sr Wohnungen Bureau uno yCi'l । ^ütird- Stammel- J * ‘ L0ÖfIt, s‘5^i -g »- r^'.'NSS^ mger, 3«^ -' KS""' Tie Vergebung von Ardkilen unb Lieferungen. welche nur eine formale Bedeutung bat, wirb ohne 9h* wrack- nach Antrag gutgehcis eu Es haMbclt^iidi habet um sie .ut» feguna eines Promenadenwegeö vom schiffrnbcrger Weg na di bem Nizza, ber vorn Perickönetungsvercin geplant, gemcin am mit ber stabt angelegt wirb unb den Winter über vielleicht als Not- standsarbeiten herieitdlt werden soll, und um bi? Uch r.r . iirg b" Sckorgrabens an ber Sük* Anlage vor ben* Rlldaus'men Grunbstüd. Stadtv. Simon regt an, einen neu angelegten Weg im Wald, ber über Moorboden führt, daraufhin zu prüfen ov er für Reiter nicht gefährlich ist. 2 WittschaMgesuche nämlich für den Liessiscken pof, Frankfurter Straße ber an öilb. $trau«haar übergebt, unb für Tiefenweg 4 an Tlricbrich Weber, der ein Flafckenbiergeschäft betreibt, werben befurroort.t. Verschiedene Anfrageu und Wunsche. Stadtv. Eickenauer wünscht, baß bie stäbtiscke Bauvclizci, bic jent eine Revision ber Marquisen vornimmt, b.-.bei, jefjt wo diese Einrihtung b?i ber Übergroßen -Vie? eine Wohltat für bic Pafsantcn ist, nackiicktii veriabi: Es när«- bvck lidicr billig, wenn man bei der augenblicklichen Öive bic Leute nichl plagt, *?f‘n- berunoen vorzunehrnen. Ter Oberbürgermeister sagt Berüduck- tigung zu Stadtv Wallenfels erklärt cs für einen Un- :ug, wenn bei offenen Fenstern jemand da« Grammophon ben ■ rin hm Rackmiitag spielen läßt unb bamit seiner Rachbarf chatt bic Tafetndfrcubc raubt. \ Stabtv. Haubach bedauert, daß feit einiger Zett die Promenadenkonzerte ausgefallen seien. Wenn als Grund bicrfür, wie im Gießener Anzeiger stand, ber schlecht? Besuch des Monierte« unterer Regimentskapelle für b.i ?>nvi. ? "ct'ds bezeichne: wird, w muffe er sagen, daß dies eigennid) fein Grund fein darf, um eine solche Maßregel zu rechtieriigen icS Konzen fand am Bringst-Samstag statt, wo bic Jlw- bemrtcr nicht mehr in Gießen waren unb die Gießener Bevölkerung eine Erledigung der Socke in ber heutigen siHuug Stadtv ? an n fcfiflbcrt die bettel*,enden miElfcftrn Verball- niffc und ist für wfortige Eiledigimg. . Stadtv. Petri erklärt, es komme am eine M,i'?cklu'm unsere« .Eockbauamie« hinaus, trenn man nun anders bc schließt, als beantragt ist Man brauche sich mir unseren Bmurn in der Stadt nicht zu sckämen. Et finde bic ^raiiabe des S)od>- bauamtes recht hübsch. Es sprechen noch bic stadtv. Vetters Stadtv. Prof. Sommer ichlagt vor, mt eine G?' I - i:*v c darüber vorzunebmeu, wclck. s von den beiden Modellen ist dein Einzelnen in d*-r Versammlung am betten gciillr. Lbr- bürgermeister läßt bic ycrrv.t aufstkhen, denen b.i? L o- ft irr■ SladibaiuTMis gefällt, es »inb die? 17, währens da? *bio N des ScNülministeiiumS nur 10 Liebhaber findet, stabil*. Vcl eis politische Lcrges?cl?att. Der Nationalreichtnm in Frankreich. Das französische Bolksvermögen. das ist die Total summe des in Privathänden befindlichen Besitzes, erfahrt von Jahr zu Jahr eine größere Steigerung. Edmund I Ätzern, der gelehrte Herausgeber des „Economifte cuto- »6en", Hal soeben ein bemerkenswertes Buch veröfsentlickt. worin eine Aufstellung dieser ungeheueren Werte enthalten ist Tie Studie beS bedeutenden Bolkswirtschaftlcrs bezieht s*ch auf die beiden Jahre 1892 und 1908. Während 1892 -242 Milliarden Franks an nationalen Werten gezählt wurden, beläuft sich diese Summe im Jahre 1908 bereite auf 287 Milliarde,, 282 Millionen Im Verlauf d,eser 16 Jahre war also eine Steigerung um 41 Milliarden 333 Millionen zu verzeichnen, was einem Jahresmittel von *2 Milliarden 770 Millionen entsprechen würde. Tcm- uach entfielen int Jahre 1892 6333 Franks Vermögen auf , bett Kopf eines jeden Franzosen 1908 ist diese summe | auf 7134 Franks gestiegen, hat sich also um 15 Prozent * in sechzehn Jahren vermehrt. Diese enormen Summen geben einen ungefähren Begriff von der finanziellen Widerstandsfähigkeit eines Volkes, no der Sparsinn eine Verbreitung gefunden hat, wie |te fein anderes Land ber Welt aufz,-weisen hat Rack ben letzten statistischen Ergebnissen entfällt in Frankreich auf fünf bis sechs Einwohner ein Sparkassenbuch. In dieser Zahl liegt der schlüssel für das Geheimnis des ständig Zeigenden Vermögen-) des französischen Volkes. mit bem Bau beginnen kann. stabtp Grünewald wendet fick entfckieden ? am en-y-n mit dem Bau müsse tunhen Bl» liiki otogracU5lüd Öuiqenor?Tt- heute. ^5 Programm,^ inst. Schokoladenhaus b Mäusburg ifi Reifeieit: Pastillen unb all ienwald stüge und Vergnügung^ li schattigen Wald, oltit, Mk litt, inr iiii 8tiii! I frische Wassel« 851! iarnickel. ’gebunq. leverbaches unö Em'chlu: rs'orderlicheu Arbeilen u: be§ schriftlichen Angcbä Es kästen einzuwerfen. morgen Große lleberschwemmungen in China. China ist wieder einmal, wie schon so oft, von ungeheueren Ueberschweinmungen heimgesucht worden: Schanghai, 27. Juli. Aus dem ganzen Yangtseicü werden ungeheuere Ueberschwemmungen gemeldet. In Han kau erreichte das Wasser den höchsten Stand seit Menschengedenren, der Distrikt von Jtscyang ist in einen Binnensee verwandelt. Der Tungting-See, der das ganze Land überflutet, schwemmte die Ernte weg. ZablreicheDörfersindzer stört, auf dem Aangtse spielten sich die erschütterndsten Szenen ab. In den Fluten treiben Häuser, auf deren Dächer sich ganze Familien geflüchtet haben. Kleine Sageschronik. Die „Kölnische Volkszeitung" meldet aus Bad Meinber.g: Beim Einsturz des Giebels eines brennenden Hauses wurden sechs Personen getötet. Die Frau des Münchener Ncchlsrats Hörburger und deren Nichw sind beim B a d e n im Tegernsee ertrunken. Verkehr der Straßenbahn, welcher in den letzten Wochen eingetreten ist, haben sich wieder einige Mißstände gezeigt, die zum großen Teil darauf zurückzuführen sind, daß die Fahrvorschriften im Publikum nicht genügend bekannt sind, seien deshalb die wichtigsten nochmals angeführt: 1. Zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste halten die Wagen nur an den durch eine Tafel kenntlich gemachten Haltestellen und zwar mit Ausnahme der Umsteigestellen am Marktplatz Und an den Endstellen nur nach Bedarf. Arbeiterbewegung. Elberfeld, 27. Juli. Ta die Verhandlungen zwischen den Metallarbeitern und den Unternehmern über die Lohnforderungen größtenteils gescheitert sind, traten gestern abend die meisten Arbeiter in den A u s st a n d , denen sich heute abend weitere Arbeiter anschließen werden. Insgesamt sind 4000 Arbeiter der christlichen und der freien gewerkschaftlichen Verbände beteiligt. Einige Firmen, die den Lohnforderungen entgegenkamen, find von dem Ausstand nicht betroffen. A m st c r d a m , 27. Juli. In einer Versammlung von Seeleuten, die zur Beratung der Lage cinberufen worden ist, wurde mit 600 gegen 18 Stimmen beschlossen, den A u s - ‘ *t a n b fortzusetzen.- 150 Ausständige, die im Hafen Streikposten standen, teilten der Versammlung mit, sie nähmen an der Abstimmung nicht teil, weil sie nicht daran dächten, den Ausland zu beenden. wieder ein Grohseuer. Nürnberg, 27. Juli. In Platz bei Brückenau brach gestern ein wahrscheinlich durch spielende Kinder verursachtes Großfeuer aus, das 23 Wohnhäuser und 25 Scheunen sowie sonstige Nebengebäude einäscherte. Der Automobilverkehr zwischen Brückenau und Bad Kissingen sowie die Telephon- und Telegraphenverbindung sind unterbrochen. Menschenleben sind nicht zu beklagen. 2. Personen, die an den Haltestellen einen Wagen besteigen wollen, haben dem Wagenführer ein Zeichen zum Halten Fu geben. 3. Fahrgäste, die den Wagen verlassen wollen, müssen dies dem Wagenführer rechtzeitig vor der nächsten Haltestelle durch Anziehen der Signalglocke anzeigen. 4. Der Fabrgast hat sofort nach dem Einsteigen den Betrag der festgesetzten Taxe ohne Aufforderung in den vorderen Im Torfe Karrinzien bei Voizenburg wurde am Mittwoch morgen der Lehrer a. D. Prahl an Händen und Füßen ge- lesselt, ermordet auf gefunden. Prahl wohnte auf dem Gehöfte einer Waldschente, von der seit der Mordnacht alle drei Knechte verschwunden sind. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 28. Juli 1911. Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrverwalter Heinrich Blank zu Wirberg die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen. ** Lehrerpersonalien. Die Versetzung deS Lehrers Peter Rausch von Schadges nach Staufenberg wurde auf dessen Nachsuchen zurückgenommen. ” Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: die mit einem katholischen Lehrer git besetzende Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Gau-Weinheim. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. ** Volksschullehrer können keine Jagd pachten. Nach einem aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammenden Gesetze wurde einem Volksschullehrer in Rheinhessen die Pacht eines fiskalischen Jagdreviers untersagt, obwohl er längst Mitpächter einer Gemeindejagd ist. Es wäre entschieden an der Zeit, daß derartige Ausnahmestellungen der Volksschullehrer beseitigt würden. ** Familienforschung und Vererbungslehre. Der zweiteKurs und e r st e K o n g r e ß für F a- milienforschung, Vererbungslehre und Rassen Hygiene wird im April 1912 in Gießen unter Leitung von Professor Sommer stattfinden. Wie bei dem ersten Kurs über dieses Gebiet im August 1908 sollen dabei die Beziehungen von Genealogie, Psychiatrie, Vererbungs-, lehre unter Berücksichtigung verwandter Erscheinungen aus der Botanik, Zoologie und Anatomie in systematischen Vorträgen von Fachmännern dargestellt und eine methodische Einführung in das ganze Gebiet gegeben werden, wobei Regeneration und Rassen Hy g i en e besonders berücksichtigtwerden. An den ca. dreitägigen Kurs schließt sich dann ein ebenfalls dreitägiger K o n g r e ß, um eine freie Teilnahme an Vorträgen und Verhandlungen zu ermöglichen. Der Uebergang in einen Kongreß hatte sich schon bei dem ersten Kurs durch eine freie Aussprache am Schlüsse ergeben. Das genaue Programm wird im Herbst d. I. erscheinen. Anmeldungen sind an Professor So mm er in G. i e ß e n zu richten. ** Li e b i g - M u s e u m. Die aus dem Arbeitsausschuß zur Erhaltung des Liebig-Laboratoriums hervorgegangene Gesellschaft Liebig-Museum hielt Mittwoch nachmittag ihre erste Sitzung in dem festlich geschmückten Hörsaal des Liehig-Laboratoriums ab. Außer den Mitgliedern und ihren Damen waren die Vorstände der Vereinigungen vertreten, die bisher Spenden gegeben haben (Bürgerverein, Verkehrsverein, Kliniziften-Verein, Oberhessischer Geschichtsverein). Das chemische Fach war sehr gut vertreten. Auch der neu erwählte Rektor der Universität, Professor Dr. König war erschienen. Ein genauer Bericht über die sehr- interessante Besichtigung der Räume, der ehem. Herde, der Sammlung wird demnächst gegeben werden. Um auch weiteren Kreisen das Laboratorrum schon jetzt bei der Rekonstruktion zugänglich zu machen, hat der Arbeitsausschuß beschlossen, jeden Mittwoch und Samstag von 4—5 Uhr Führungen zu veranstalten, bei denen Architekt Burg und Apotheker Werner die Erklärungen geben werden. Zutritt haben Mitglieder ohne weiteres, im übrigen jedermann gegen Zahlung eines beliebigen Eintrittsgeldes für den Fonds zur Erhaltung des Laboratoriums. Auch an anderen Tagen ist das Museum nach rechtzeitiger vorheriger Anmeldung bei einem der genannten Herren zugänglich, die auch Anmeldungen zum Beitritt der Gesellschaft Liebig- Museum gern entgegennehmen. ** Volkslieder tag des Mitteldeutschen Sängerverbandes. Jeder Besucher von Sängersesten, Gesangswettstreiten u.dgl. hat sich gewiß schon gefreut über den gewaltigen Aufschwung, den der Männergesang, was Technik anbelangt, in den letzten Jahren genommen hat. Und doch ist diese Freude keine ungetrübte. Hat man ost genug feststellen tonnen, daß die Pflege des schlichten, einfachen Volksliedes vielfach bedenklich hinter dem Kunstgesang zurücktritt. Ter Mitteldeutsche Sängerverband sieht es daher als eine seiner vornehmsten Aufgaben an, die ihm an- gehörenüen Vereine wieder zu einer tatkräftigeren Pflege des Volksliedes zu veranlassen. Der nächsten Sonntag auf der Liebigshohe hier stattfürdende erste Volkslieder- tag wird ein Prüfstein für seine Bestrebungen und die Tätigkeit seiner Glieder in dieser Beziehung fein. Im ersten Teil des Programms werden von vierzehn Vereinen gegen dreißig der schönsten und bekanntesten Volksweisen zu Gehör gebracht. Damit aber auch anderem Geschmack Rechnung getragen wird, kommt im zweiten Teil auch der Kunstgesang zu seinem Recht. Im Wechsel mir diesen gesanglichen Darbietungen führen Mirglicder der hiesigen Regimentskapelle ein Gartenkonzert aus, für das Obermusikmeister Lob er ein dem Charakter der Veranstaltung entsprechendes Programm zusammcngestellt hat. So dürste jedem Besucher des Volksliedcrtags etwas geboten roerben, was seinem Geschmack entspricht und seine Ansprüche befriedigen kann ** Aon unserer elektrischen Bahn. Die Ver- waltung der Straßenbahn schreibt uns: Bei dem stärkeren Alr Sattenmörder verhaftet« Unter dem Verdacht des GaUenmordcs ist, wie wir schon kurz meldeten, der 42 -jaljre alte Berliner Magislrats-Burcauassistent x112e r.n.b c £/ der in Dahlem wohnt, verhaftet worden. Er i]t geständig, feine 0,1)Lsrau getötet zu haben, behauptet aber, daß er nicht mit Vorbedacht und Ueberlegung, sondern in der Erregung gehandelt habe. wurde etwa zwei Kilometer von ? ■ i?be£blc Reiche einer unbekannten Frau in der Nähe l aEi §der ausge,uiiden, um den Hals ivar ihr ein etwa Strick fest zugczogen Alle Bemühungen, die Perfon der Toten sestzustellen, blieben vergeblich. Erst jetzt ift es beL..®er^iner Kriminalpolizei gelungen, die Angelegenheit auf- jUllULcIl, c. . ist die Ehefrau des aus Küstrin gebürtigen Magi- Sternbeck, der damals zu Dahlem ftrrn'? teiT'tra?cr woh"te und von dort nach der Herfurl- Mhn oiuec^c des Paares, aus der ein 13 Jahre alter ° ft ü tÄ Zwillingspaar hcrvorging, war un- rÄen sti b d Duplet, datz seine Frau ihm untreu gc- hprüSmLT ^September vorigen Jahres war Frau Sternbeck bÄ^unden. Ihr Mann erzählte, sie habe ihn verlassen und unter ihrem Mädchennamen in einem Geschäft eine Stellung als verfiüfteTi nh 9h^te.rubed wurde in seiner Wohnung bfebCo Polizeipräsidium gebracht. Als man ihm ^er Leiche vorlegte, erkannte er seine Frau gleich die ü-rage, weshalb er sie nicht als vermißt an- erwiderte er, datz er sich nicht um seine Frau gclümmerl gewesen sei. Tie Kriminalpolizei kam i»^aÄ^d)ungeii unterdessen dahinter, daß Sternbeck r W^hinmg umgebracht und mit dem Kiiiderwagen -Holle den Kinderwagen aus der neuen ~acb ÖM Praiidium und schob ihn während der Vcr- Ä^u'..-^rnbecks plötzlich in das Zimmer. Jetzt brach der öu ammen und gestand, daß er leine Frau am 25. Sep- 2Cr'ffr stellte, in der Erregung umgebracht Me. . Lr will allerdings einen Mord nicht beabsichtigt haben. 'einer Frau am Sonntag morgen in einen heftigen u entdenen Verlauf er ihr einen so heftigen Fußtritt verletzt habe, daß sie plötzlich bewußtlos zusammengebrochen sei. -oej; bem, ^turz yabe sich die Frau noch schwere Verletzungen -u- gezogen, In feiner Bestürzung habe er einen Strick genommen für derartige Veranstaltungen wegen der Rüstungen für den Psingst- wusflug keine Zeit hat. Beigeordneter E m m e l i u s ist ebenfalls der Ansicht, daß das Konzert zu einem ungeeigneten Zeitpunkt stattsand. Unsere Bevölkerung hat immer eine offene Hand und besucht Veranstaltungen, die einem Wohltätig- ckeitszweck dienen, stets. Stadtv. Eichenauer war in dem Konzert. .Er gesteht, daß der Besuch sehr gering war, und die Einnahme nicht langte, um die Unkosten für Inserate zu decken. Mer die Veranstaltung lag unglücklich. Die Stadt und unsere Bürger sind stets bereit, zu helfen, und wenn es galt, für Veteranen und Invaliden was zu tun. Das beweisen schon die Spenden, die die Stadt für Kriegsteilnehmer gab. Es sei unbedingt nötig, daß der Oberbürgermeister mit dem Regimentskommandeur sich ins Benehmen setze, damit die Promenadenkonzerte wieder stattsinden. Der Oberbürgermeister stellt in Aussicht, mit dem Oberst über die Angelegenheit zu sprechen. Stadtv. Habenicht entledigt sich eines Auftrages des Stadtv. Grünewald, der inzwischen die Sitzung hat verlassen müssen, er wünscht bald, aber bestimmt nach den Ferien, Die Vorlage der Bahnprojekte. Oberbürgermeister Mecum bemerkt, es liege nicht an ihn, wenn diese Angelegenheit noch nicht weiter gediehen sei. Man warte auf die Pläne der preußischen Bahnhöfe, die zu überlassen beantragt und vom preußischen Ministerium auch genehmigt sei. Die Eisenbahndirektion ist sogar von Berlin aud angewiesen, die Pläne auszuhändigen, aber bisher ist dies noch nicht geschehen. Stadtv. Gabriel erklärt, er werde jeden Tag gefragt, wie es mit der Linienführung und der Bahnangelegenheit geht. Man habe längst eine Ausschußsitzung erwartet, um Auskunft über den Stand der Sache zu erhalten. Oberbürgermeister Mecum bemerkt, daß Zusammenkünfte, ohne fertige Pläne in Händen zu haben, keinen Wert haben. Er werde aber zusehen, wie sich die Angelegenheit beschleunigen lasse. Damit ist die öffentliche Sitzung erledigt. x Leihgestern, 27. Juli. Infolge der Trockenheit wird hier jeden Mittag die Wasserleitung abgestellt, da sie dem gesteigerten Wasserverbrauch nicht mehr genügt. Kreis Schotten. = Ulrichstein, 26. Juli. Bei dem gestrigen Gewitter schlug der Blitz in dem benachbarten Feldkrücken, sowie in Eichelhain ein, ohne zu zünden. Kreis Friedberg. 15. Friedberg, 27. Juli. In ein hiesiges Gold- Warengeschäft kam gestern mittag ein Herr und bot echte Brillianten zum Verkaufe an. Dem Geschäftsinhaber kam die Sache verdächtig vor und er telephonierte nach der Polizei. Ehe sie aber eintraf, hatte sich der Verkäufer verduftet. Auch einem zweiten Goldwarenhändler bot der Fremde ohne Erfolg seine Brillianten an. — Am 8. August d. Js. beginnen an der Gewerbe-Akademie die Prüfungen. Starkenburg und Rheinycfsen. ! Mainz, 27. Juli. Zu Beginn des nächsten Monccks finden auf dem Rheine zwischen Mainz und Oppenheim größere militärische Hebungen des 1. Nassauischen Pionier-Bataillons Nr. 21 statt, bei denen besonders das Brückenschlägen geübt werden soll. Der Rhein wird deshalb zeit- und teilweise für den Verkehr gesperrt werden. — Seit Anfang dieser Woche trainiert die „Kaiser- mannschäft" für die Mersterschaftsregatta in Berlin am 13. August. Herr Schreiner ist an Stelle des Herrn Muethe in das Boot aufgenommen worden. — Infolge der großen, andauernden Hitze ist die diesjährige Früh- kartoffelernte äußerst gering ausgefallen und es treffen daher zur Deckung des Bedarfs täglich aus Holland und Belgien mehrere Eisenbahnwagen voll ein. Kreis Wetzlar. x Garbenheim, 27. Juli. Die hiesige Jung- viehweide mußte ihren Weioebetrieb einstellen. Der heißeste Tag. 2(uf unsere Anfrage schreibt uns unser meteorologischer Mitarbeiter: Der Sommer 1911 hat am 23. Juli einen Hitzerekord aufgestellt, soweit zuverlässige Temperaturbeobachtungen seither zu erheben waren; so wurden in Deutschland je nach der Ortslage 35 bis 38° in den niederen Lagen beobachtet. Die neuesten Nachrichten über die europäische Wetterlage lassen mit großer Wahrscheinlichkeit darauf schließen, daß in den nächsten Tagen die Hitze unverändert anhält, ja daß sogar der Wärmerekord vom 23. noch gebrochen wird. Ueber ganz Europa lagert hoher Druck; das in normalen Zeiten vorhandene Tiefdruckgebiet bei Island hat sich nach Grönland verschoben, wie die Schiffsjournale der deutschen Seewarte erkennen lassen. Gleichzeitig hat sich das in den Subtropen vorhandene Hochdruckgebiet nordwärts nach Europa auSgebreitet. Diese allgemein auf der Nord- halbkugel der Erde beobachteten Druckoerschiebimgen, deren Ursachen noch unbekannt sind, werden in aller Kürze eine Steigerung der herrschenden Wärme Hervorrufen; eS besteht große Wahrscheinlichkeit, daß der 23. Juli 1911 — der feit 1853 als der heißeste Tag registriert wurde — noch in Kürze übertroffen wird. Landkreis Gießen. — Heuchelheim, 27. Juli. Der hiesige Turnverein hält am 30. Juli sein Abturnen im Garten des Turnwirts Ludwig Kröck ab. >< Großen-Linden, 27. Juli. In dem Einschnitt )er Main-Weser-Bahn in der Lindener Mark entstanden in dem ausgedörrten Boden der hohen Böschungen durch Fuu- kenauswurf Grasbrände; viele der Akazien sind milver- brannt. L. Groß en-Lin den, 27. Juli. Die hiesige Gemeinde hat ein sogen. Dorfbad erbaut, ivaS bei der gegenwärtigen pitje als eine große Wohltat zu bezeichnen ist. Obwohl hier vier Bäckereien beltehen, backen sehr viele Einwohner mit Vorliebe ihr eigenes Brot im GemeindebackhauS. Auch Nicht- landwirte kaufen Niehl und backen im Gemeindebackhaus. Infolge Bevölkerungszunahme reichten die vorhandenen Gemeindebackhäuser nicht aus, so daß die Gemeinde ein weiteres neues Backhaus erbaute; diese Gelegenheit wurde zur Herstellung eines sogen. DorfbadeS benutzt. Im Erdgeschoß ist der Backofen eingebaut, im oberen Stockwerk sind die Badezellen. ES sind 3 Brause- und 3 Wannenbadezellen vorhanden. Ueber den Zügen deS Backofens sind drei Reservoirs aus verzinktem Eisenblech eingebaut und diese an die Wafferleitung angeschlossen; das so auf 70 Grad erwärmte Wasser wird durch den Druck der Wasserleitung in die Badezellen geleitet, dort ist neben dem warmen auch kaltes Wasser, so daß man bic Bäder in beliebiger Wärme Herstellen kann. Dank unserer vorzüglichen, niemals versagenden Wafferleitung steht jederzeit Wasser zur Verfügung. Bei starkem Andrang, wie er am letzten Sonntag herrschte, bereiten sich die Fahrgäste selbst die größten .Hindernisse. Die zuerst Einsteigenden stellen sich vor den Zahlkaften Und fangen nun an, in ihren Taschen nach einem 10-Pf.-Stück zu suchen und verhindern dadurch das Nachsteigen der anderen Fahrgäste. In einem solchen Falte müßte das Fahrgeld schon vorher bereit gehalten sein und die zuerst Einsteigenden sofort nach hinten gehen, um den Vorderperron für die Nachsteigenden sofort frei zu machen. Ueberhaupt sollte das Stehenbleiben auf der vorderen Plattform bei längeren Fahrstrecken vermieden werden, damit dem ein- und aussteigenden Publikum der Platz nicht versperrt wird. Ebenso ist es eine Rücksichtslosigkeit gegen die Mitfahrenden, wenn der Fahrgast, wie man es häufig sieht, gleich an dem Aufstieg auf dem Vorderperron stehen bleibt und dadurch die Ein- und Aussteigenden zwingt, sich zwischen ihm und dem Wagenführer durchzuquetschen, abgesehen davon, daß auch der Wagenführer in seinen Funktionen behindert wird. Es konnte wiederholt beobachtet werden, daß Personen trotz Aufforderung des Wagenführers den Eingang nicht frei machten und dem Wagenführer mit Grobheiten antworteten. Nach den Verkebrsvorschriften ist der Platz am Eingang für das ein- und aussteigende Publikum frei au halten. Künftig werden zuwiderhandelnde Personen zur Anzeige gebracht. In diesen und noch vielen anderen Fällen wird durch eine Selbstkontrolle und Entgegenkommen seitens des Publikums der Fährverkehr ein viel glatterer und angenehmerer werden können. *• D i e A l l c e - K o ch s ch n l e, resp. deren Besucherinnen, besuchten am Mittwoch nachmittag die neue Schlachthofs- cmlage. Direktor Modde, welcher die jungen Damen führte, erklärte diesen in der Schweineschlachthalle die Art und Weise, wie die Tiere getötet und zerlegt werden; er zeigte, wie das Fleisch in den Kühlräumcn konserviert wird und wie das KrystalleiS hergestellt wird. **6. Abonnementskonzert. Gestern abend fand in Steins Garten das 6. und letzte Konzert unserer Regi- mentskapelle statt, das sehr gut besucht war und unter seinem reichhaltigen, auserlesenen Spielplane eine ganze Reihe großartiger und glänzender Darbietungen brachte. Der bekannte Marsch „Hoch Brabant" von Herm. Metz leitete den Abend ein. Außerdem gefielen "Beethovens Sonate „Pathärique" und zwei Stücke aus „Sigur Jor- salfar" von Grieg. Reichen Beifall erntete Herr Goldacker in „Lieder für Trompete", Herr Schridde in dem Concertino für Posaune, und die Herren Müller und Voß in dem reizenden Stück „Die beiden kleinen Finken". Besonders hervorzubeben sind auch die Einzelspiele der Herren Blom Uno Conrad auf der Klarinette und dem Lylophon. Zu erwähnen ist die vorzügliche Leitung des Musikdirektors Löb er, dessen „Bitte an die Vöglein" ausnehmend gefiel. Das Spitz' Unter großem weiten Straffamt die Verhandlung ßena) statt, de" Heleidigung fteyt. Zaronin Brmken dir verwitwete fr Die Baromn toilette geliefert, Disserenzen gerat urteil dahin, öaß und im übrigen Mtsbeistand de Vertreter der hei jür den Fall der In diesem Briese dem soll der A Ldeilandesgerith „(Süquenoetbttd Der Ängek Beleidigung m erklärt bei seit legen, die Mit 2er Vorwurs' Zivilstteitversa lich den ehew Rechtsanwalt. Standpunkt, d und werde de. beistand der B Bries an den : den (prüftet ßüilifit ßinigun erklärt Rechtsaw der Baronin Br schlossen habe, w Er habe sich zu Prozestlage sür d et sich von bei «i l>e' ivorden st'' ß BL'Wjuän 6t habLliugski seiner M Mb ^fsienft^ iWinerA'-lu" H s mit »cm ei, le,J Ziffer aus und VE' >S«| i-ck- «g verlas'"- W*®ie '$«' geöaude einäscherlr denau unb Bad Lissinz!- 'rbinbung finb unterbW gen in £l)ina, schon so oft, von.- mgesucht Ivorde» dem ganzen Dang^ chwemmnngen as Wasser den Hvlhsir. : Tistntt von Jtschar^ lt. Der Tungting-c^ itoemmte die Ernte nx: stört, aus dem Klmzur eneit ab. In den Hlui:' sich ganze Familien gfr U8 Vs«'» bei. d»7Ld«L< rÄ«-.?e ertannie ^ Dernub- Kord tag Ä helt'gttL A gung. ÄlEfffe1- ÜsniUvL usitand, denen firfi X. ?»?’ insgesamt jinb M .eie" gewnkschastlichen niX ^Forderungen en-, 'uchr betroisen. Versammlung vor 61 ^9e emberusen njotb- ncsn beichlossen, den gu-‘ nbige, bie im Hasen Lrnck. ^ng mit, s,e nähmen an de: it daran dächten, den Au». ronik. bet aus Bad Meinber? enden Hauses mürben ie 6: «bürg wurde am MittmS m Händen und uuijen c- . Prahl wohnte aus ta eit der Mordnacht alle du stsrgls hörburger vt m Tegernsee^rtrun^e- 'vedjaftet .‘feSÄ**"* be etwa zwei rfU* - K-vZs. =tg. ’k >°n,erte no* ?Cc kam t häufet??? W ’t bet L ’'**■ $y| UgUsl b. lg rütungln,'1' bt9’nnen e '.‘If'iilltfftn. I. -SetttW* Berk-Hr & *> ^rniett bi? L^ie ’*‘RJ ■“feÄ'r? ng ausaesL ^uh, vagen voll ei» ar. etrftfe3un0‘ unb khn der am Bode» liegenden Frau um den Hals gc» Otlingen, um >c> p n . nichein zu erivccken, als habe i.e Selbstmord durch Erhängen begangen. Bei diesen Mani- Du Unionen hab« er aber fu seinem pröfeten sdnetfen bemerk:, bag die 3ran bereits Dt nxir. Er >ei vollkommen kopttoS geworden und habe gar nicht gewußt, road er beginnen solle, schließlich sei ihm der Gedanke gekommen, sich der Toten zu entledigen. Er habe iie in einen Laschekorb gepackt und diesen in dem Wagen seiner Zwillingskinder nach der Bahn gebracht. Dort habe er Wagen und ftorb nach Äüilrin befördern lassen, wo er mit ben örtlichen Verhältnissen sehr vertraut fei, weil er dort seine 12- jährige Dienstzeit bei einem 3n[anicriercgimcnt abgdriftrt babc. Nack seiner Ankunft in Äüftrin, die zu später Abendstunde erfolgt sei, sei er mit dem unheimlichen Gepäck zur Lderbrücke gefahren, und von dieser aus habe er die Leiche seiner Frau i n b i e C b e r versenkt. Mu dem ersten Frühzuge sei er bann von ftüftrin nach Dahlem zurückgesahren. von seiner nächtlichen Abwesenheit habe niemand im Lause, auch nicht sein 12 jähriger Sohn, etwas gemerkt. Die meisten Leute hätten geglaubt, daß bie Frau ihn nun endgültig verlassen habe. Cb die T Erstellung, bie Sternbeck von der Ermordung seiner Frau gibt, bett Tatsachen entsprtcht, muß bie weitere Untersuchung ergeben,. Die Polizei zweifelt daran. 5ie glaubt, baß rr der Srau durch mehrere wuchtige Stfiläge mit einem scumpsen schweren egen stand die Schädel decke zertrümmerte und sie dann, als sie noch Lebenszeichen von sich gab, mit dem Strick erdrosselte. Der Mörder war seit Jahren beim Berliner Magistrat beschäftigt, und »war in der Steuerverwaltung. Er bezog ein Qkbalt von 8900 Mark pro Fahr. Tie Ehe sott sich von Anfang an sehr unglücklich gestaltet haben Zu der Vernehmung hatte man auch den 12 jährigen Sobn des Mörders vorgeführt Bei dem Wiedersehen mit seinem «linde brach Sternbeck in Tränen auS, vernichte aber einige Male dem Knaben zuzuflüstcrn: „Du darfst nichts sagen". Das Zpihentuch der Herzogin vor Gericht. 4- Weimar, 26. Juli. Unter großem Andranae des Publikums fand heute vor der »wetten Strafkammer des Großherzoglichen Landgerichts Weimar die Verhandlung gegen den Schriftsteller Dr. Julius Wernsdorf gi) statt, der unter der Anklage der versuchten Erpressung und bigutig steht. Der Angeklagte fungierte als Rechtsbeistand der nitt Brinken in einem Ztvilstreitversahren, das diese gegen die verwitwete Herzogin Marte von Coburg-Gotha führte. Die Baronin hatte der Herzogin eine wertvolle Spitzen- toilettc geliefert, war aber weaen des Kaufpreises mit ihr in Differenzen geraten. Schließlich er [tritt die Herzogin ein Endurteil dalnn, daß die Baronin die Toilette zuruckzunehmen habe unb im übrigen mit ihren Ansprüchen abgewiesen wurde. Als Rechlsbeistano der Baronin richtete nun b:r Angeklagte an den Vertreter der Herzogin, Baron Mengdcn, einen Brief, in dem er für den Fall der nickt gütlichen Einigung mit einem Eklat drohte. In diesem Briefe wird das Moment der Erpressung erblickt. Aurer- dem soll der Angeklagte in einem Schriftsatz die Richter des Oberlandesgerichts Jena schwer beleidiat haben, indem er sie eines „Cliauenverbreckcns der Justiz" beschuldigte. Der Angeklagte, ein 49iähriger Mann, der bereit- wegen Beleidigung mit 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis vorbestraft ist, erklärt bei seiner Vernehmung, es habe ihm durchaus fern gc- legen, bie Mitglieder des OberlandeSgerichts Jena zu beleidigen. Ter Vorwurf der Rechtsbeugung richte sich nur gegen die an dem Zivilsttcitverfahrcn beteiligt gewesenen Rechtsanwälte, namentlich den ehemaligen Rechtsbeistand der Baronin Brinkcn, den Rechtsanwalt Hacnsell (Jena). Im übrigen stehe er auf dem Standpunkt, daß der Baronm Brinkcn schweres Unrecht getan sei und werde den Wahrheitsbeweis hierfür führen. Als Rechtsbeistand der Baronin fei er auch befugt gewesen, den fraglichen Brief an den Baron Mengdcn zu schreiben, der durchaus nicht den Charakter eines Erpresserbrieses trage, sondern nur eine gütliche Einigung anbahnen tollte. — In der Beweisaufnahme erklärt Rechtsanwalt Hacnsell i Jena), daß er als Rechtsbeistand der Baronin Brinkcn mit der Gegenpartei einen Vergleich abgeschlossen habe, wodurch der Streit aus der Welt geschasst wurde. Er habe sich zu diesem Vergleich für berechtigt gehalten, da die Prozeßlage für die Baronin sehr ungünstig stand. Keinesfalls habe er sich von der .Gegenseite irgendwie becinslusscn lassen. Tie Baronm Brink en. eine elegante Tarne in mittleren Jahren, die zunächst unter Aussetzung her Bereit: 'una vernommen wird, behauptet entschieden, dem Recht-bmstanv vacnsett niemals Vollmacht gegeben zu haben, einen bet artigen Vergleich abzuschließen. Sie fn zu einer Einigung nur auf der Grundlage bereit ge wesen, wenn ihr bie Spitzentoilette abgenommen unb dafür mindestens 14 000 Mark gezahlt werden In diesem Sinne habe sie auch an Rechtsanwalt Hacnsell geschrieben. Dieser erklärt ans Vorhalten, daß ihm ein solcher Brief niemals ui gegangen fei. Auf Befragen durch den Angeklagten gibt Baronin Brinkcn zu, sie habe einmal die Absicht geäußert. Den Recht-anwalt Haensell meber- zusckneßen, wenn sic mit ihren Ansprüchen auSfallc — Der nächste Zeuge, Justizrat Hoffmann (Berlin, ebenfalls Recht-- beiftanb der Baronin Brinkcn, erklärt an der Hand seiner Akten, daß er den Älagcanlpruch der Barontn für durchaus aussichtsreich gehalten habe. Er sei empört gewesen über bie Idee, daß seine Mandantin die Toilette zurücknehmcn solle. Alß er die Nachricht erhielt, daß ein Vergleich abgeschlossen sei, habe er sofort telegraphisch um Aufklärung gebeten. Er müsse Der Baronin Recht geben, daß sie durch da- ganze Verfahren sehr wohl habe erregt werden können. Ta ein wichtiger Zeuge, OberlanbeSgerichtSrat S a m w e r . erkrankt ist, beschlietzt der Gerichtshof, die Verhandlung bis Freitag zu vertagen und inzwischen den erkrankten Zeugen kommissarisch vernehmen zu lassen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter vieler Rubrik stehenden Artikel übernimmt bve Redaktion dem Publ-lum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 28. Juli 1911. Rach der letzten Einsendung über die Abhaltung bet Lromenabe- konzerte, die offensichtlich einen fDhlitätmnfifer nun Verfasser hat, scheint es tatsächlich ♦eftguftehen, daß durch eine besondere Verfügung die Abhaltung der Gießener Prornenabekonzerke untersagt worden ist. Gegen diese Verfügung muß daS Bürgertum nach wie vor entschiedenen Einspruch erbeben. Daß für den schlechten Besuch des einmal im Jahre stattfindenden DobltätigkeitSkonzertes zu Gunsten des Jnvaiidendank die ganze Bevölkerung durch den Wegfall bei beliebten Promenadekonzerte sozusagen gestraft werden soll, klingt >g geradezu unglaublich, und eS wäre zu begrüßen, wenn der Herr Ober ft öffentlich die Unrichtigkeit dieser Angabe f e ft ft e 11 c n ließe. War doch bisher für einen guten Erfolg des WobltätwkeitSkonzerteS sehr wenig getan worden. Weder durch genügende Bekanntmachung, noch durch eine günstige Festsetzung der Roberte. Sehr willkürlich erscheinen uns auch die übrigen Ausführungen des einseitig interessierten Einsenders. Niemand wird den fDhlitärmufifern günstige Erwerb-verhältnisse mißgönnen, aber die Promenadekonzeile sind an etwaiger Unzufrieden-eit bei Militär Musiker über ihre ErwerbSverhältnisse unschuldig. 2er Ein- seuder hätte sich bie weitläufige Erörterung bieser belikaten Sache bei bieser Frage ersparen können. Ter hiesige Burgeioerein, bet schon so manches Eisprictzliche geleistet l at, würde sich ein Verdienst erwerben, wenn er (selbstverständlich nach Aufhoren der großen Hiye. Tie Red.) diese Angelegenheit zu einem ersreulichen Lude führen würde. Ein Freund der Prömenabekonzerte. • Heuchelheim, 26. Juli. Bezugnehmend auf den Artttel in Nr. 167, betr. Wasserleitung in Heuchelheim, sind wir der Meinung, baß die cinslußrcichen Bürger nicht zum Schaben, sondern zurn^ Nutzen der Gemeinde hanbcin, tnoim |ü nicht im Galopp in neue schulden hineinrcnncn. , , Unsere Gemeinde hat einen solchen Reichtum an gesundem Wasicr, wie nur eine im Str eis. Hat doch bie Freiwillige Fcucr- iveljr die Probe gemacht, um einen Brunnen auszupurnpen, uno trotz angestrengter Arbeit von einer Stunde den Wasserspiegel von 2,50 nicht unter 1,70 Meter gebracht. Unb solche Brunnen sind viele im Torfe, sogar bis 7 Meter, unb das heißt man Wassermangel? (Tavon war in dem Artikel gar nicht die Rede. Die tRcb.i Es scheint uns, baß der Artikelschreiber überhaupt von den Verhältnissen unserer Gemeinde keine Ahnung hat. (!) Wir haben bereits eine Gemcmbcschuld von 155 000 Mark. Weiter Nehcn wir in dem Feldbereinigungsvcrsahren, welches voraussichtlich weit über 100 000 Mark kommt. Tann kommt der Neubau einer Brücke im Dorfe. Und zuletzt das Schmerzenskind, die LreiSstroße nach Ni ein-Linden und Allenborf, die schon längst nörig war. Wer bann noch nicht Lasten genug bat, brr mag die SBaf> er Leitung bauen. Leu er sagt der Artrleljchrciber, bie ^fürgtr tänen F-urckt vor Mehrbelastung. Ach nein, her —• — = tr 5 o-n‘2 D. iä 3* er ■ Q- s r» CT> K *=*" s-l « — E = --G15.2.2 5 E - O 5-77'5.2 *. 5*5 = 2^ er 3 st ■ =« = & s =- ■■ -1 -1 " — *Zn 3 3" § -« Cgor»; 3s>Or5Q C;5- o er_(<> a, 2 — 04 => 2 r- Q 5T ö 3 7.® _ 2 2. ro». " e'Mc ^2 2.^« — 3 a* er — 2 3 = 3 2, - _ ez-. ö ?© = -—n ''s = s - it? 5 5-3 2. 3^^ - E _ _ E «Ä X’Z = 3 E 5= *2 —n ~ E 3 !=-* = - = er" or = O - . a. B — ■ 3 2. ■“1 täfx, — — 5 n -3 = =: 19 — 5 = ’o M 3. I?2 S Ä x H =§■ O 3 CT Q ±iff » v-~ t" 'S sM- 2-2 7X' -* e- 2 tf 5 5” 2-" = CT. or =. t= ~ = 2.2 o 3=2 ? Sn k er CT2 136 |s -r--- 5*3 ? 3 5” «ju 3 Z= =■ 2--' — = 3-2. n S x- =*5 3 2. ~ -^-3 W3 v-s Ce "• = 3 CT'1 S s = = y B^cr?- Xc «• 22 ** * CT 3 3 qt CT» -• 2 CT 5 — '■ S 5*- ä.5*- a 2." ä c-E r*” <*»■=,3 =' =;gS^2 5 0*2 2-__3 5 = •SB ~ C> <— a.23* & ff'Ses? 3 ■='~2 er r3-” 5TS u " o<2 LssL " r-. 2 ST=> 2 CT _, o- CT' er -.3 £ er 2 ” o-~ 5"5 i _ o 5* 2.2 s 2 LS2 ™ 3 S- c1 c «- 3 =*--■> 2 3 3 3 3 er — 3 O r» 5 2 —" CT El - 32 2 Z= 5. ^3 - £- Ü,E » O C O- 2 3 - O «o 3 3 3 0 ' 3 5 « 3 -- SS5 2.9 3 *3 —.er - (V)2 - bunqjgaos QDJ3) O o N — C«»oo - - O 25 3 3 K a> <ä ,L- f ” I I I I e sS? o » v pio ■2 I. “ OJ — <_• 23 s o — 1? 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