’« k'ntrrssknd W. [Stkirchen i, W. Nr. 5 &L7?\ 643 riltötlfiLi :r anzüzei8en .ter P'els ‘ül-h ■ P* Selteu 'M Pl,i, Ulis Jchvieh’ lne Milchzentrifo»e Hi" noa ber unsere Kolonien afel 40 Pfg- ,80 Ulk' .koladen ”,w' SSSÄ Ionien I tiW 2?. ni^ * Nr. 240 Ter Siehenrr Anzeiger erscheint täglich, aiiycr konntagS. - Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerZamiliendläller; woeimal tvöchenll.Nreir- blattfflrbtn Kreis 6lt&tn (TienStagund Freitag); zweimal monotl. Land- wirlschaslliche Seilsragen siernsprech-Anschlüsse: iiir die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresie lür Depeschen: Anzeiger «icßen. Annadme von Anzeigen hir die Tagesnumtner biJ vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt M Jahrgang Anzeiger für Gberhefsen Rotationsbrud und Verlag der Vrühl'schen Unio.-vuch- und Zleindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Hebbar den Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschästrstelle vahnhosstrahe 16a. Anzeigenteil:^ Beck. Donnerstag, 12. GNaver 19U VeiuqSvreiS: monatlich 7bPl.,viertek- .Zk ZK ▲ jährlich i'lf. 2.20; durch ’m’V ■ w ■ ▼ monatlich 65 Pf.; burdi H die Post Bik.2.—viertel- ■ jälnl. auöschl. Bestellg. BI Zeilenpreis: lokal 15Ps^ By ailSivärtS 20 Pfennig. hesredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den — politischen Teil: August Goetz: für .Feuilleton', .Vermischtes' und ^Gerichtssaal": R. Neu- Dle heutige Nummer umfafet 10 Seiten. Der italienisch-tüttische Krieg. Tie Meldungen laufen heute wieder reichlicher ein. Offenbar haben die Italiener nach ihren Erfolgen die Zensur weniger streng gehandhabt. Mehrere römische Blätter bringen triumphierende Nachrichten über die Einnahme von Tripolis, und der Fall von „Priams hoher Feste" hat kaum größeren Jubel erweckt. Unb noch immer folgen italienische Truppensendungen. Schiller könnte heute wieder singen: 3n Tripo's Mauern fängt es an zu schweigen, der Schlummer spannt die müden Glieder los; da naht, den Mond allein zum stillen Zeugen, Italiens Flotte sich von Tenedos. Gaertes Sohn aber kann weitere Weisheit sich ersparen. Die Türken haben nachts nochmals Angriff auf die den Feinden überlassene Stadt gemacht. Sie sind zurückgefchla- iien worden unb werden aus Mangel an Lebensmitteln wohl taunt so lange warten können, bis die von den Jungtürken versprochene Hilfe kommt. Nach einer Meldung aus Kvn- ltantinopel, die der „Frankf. Ztg." zugegangen ist, behaupten amtliche türkische Berichte aus Tripolis, das italienische Torpedoboot „Garibaldi" sei vor Tripolis zum Sinken ge- bracht worden unb zwei italienische Panzerkreuzer hätten Infolge des türkischen Feuers außer Gefecht gesetzt werden muffen. Diesen Meldungen ist schwerlich viel Glauben zu schenken. Ter Widerstand der Türken in Tripolis. Heber den Angriff der türkischen Truppen nuf Tripolis in der Nacht vom 9. zum 10. Oktober bringt die Agenzia Stefani folgende ausführliche Mitteilung: Gegen 8/<2 Uhr morgens wurde der italienische Posten beim -jumilianabrunnen von der Türken angegriffen. Nach einem etwa eine halbe Stunde währenden Gefecht zogen sich die Angreifer unter Verlusten und unter Zurücklassung von Toten, Verwundeten uni> mehreren Gewehren zurück. Ein verwundeter Türke, her gefangen genommen wurde, erklärte, bafc die an greifende Streitmacht aus zwei Abteilungen Infanterie unb einer Abteilung Kavallerie, im ganzen aus dreihundert Mann, befand. Am Kampfe nahmen auch die S ch i ff s g e s chü tz c der „Sardegna" und des „Carlo Alberto" teil, die nach vorher verabredeten Signalen feuerten. Eine bei Morgengrauen ausgeführte jiefogitoßiiernng ergab, daß int Gelände vor der ganzen üalieni- Ichen Front vom Feinde nichts zu sehen war. Der „Evrrtere della Sera" meldet aus Tripolis 6'Oirt 7. Oktober: Ter Rückzug der türkischen Truppen glich einer planlosen Flucht. Der Oberkoimnaitdierende General Munir Mascha schlug mit dem Generatswbsches, dem Obersten Kiemal, unb dem Befehlshaber der Artillerie mit einigen hundert Mann -anächst den Weg nach Sania an der tunesischen Grenze ein, er wandte sich dann aber nach Süden. Es hat den Anschein, als ob die Türken beabsichtigen, sich in die die Ebene von Tripolis umgebenden Gebirge zurückzuziehen. Tie Wagen und Kanonen send in den Oasen zurückgelassen worden. Die Proviantvorräte reichen höchstens noch 20 Tage aus. Tie Ergänzung ist wegen des Mangels an Zufuhrstraßen sehr schwierig. Der erste Anschein, alp ob die Türken nach einem bestimmten Kriegs- l^an handelten, bestätigt sich angesichts der völligen Zerstreuung ter Truppen augenscheinlich nicht. Viele türkische Offiziere, die in Tripolis zurückgeblieben sind, haben um Schutz nachgewchl. London, 11. Ott. Der „Daily Telegraph" meldet aus Tripolis: Mehrere Tausend Türken versuchten in der Nacht auf den 10. Oktober einen Angriff auf die Stadt. Gegen Morgen wurden sie von den Lrnst Hartmann f. Einer der letzten von b.c auen Garde des Burgtheaters ist fa Ernst Hartmann dahingegangen. Ernst Hartmann, ein geborener Hamburger, empfaub schon in früher Jugend die leb- haftesle Neigung zum Theater, aoev wie )o vielen icuier Beruss- g cnossen gelang es ihm nur nach mannigfachen Mühen, feinen t.'unjd), Schauspieler zu werden, in die Xat umzusetzen. Trotz ter bestimmtesten Erklärungen, die er feiner Mutter unb feinem Vormunde machte, daß er durchaus Schauspieler werden wolle, zwang man ihn zunächst, als Volontär in einer Maschinenfabrik in Chemnitz emzutreten unb hier blieb er zwei volle Jahre lang im der Fabrik tätig; allerdings machte er häufige Abstecher zum Theater unb spielte auf Liebhaberbühnen. Das Jahr 1861 fügrte einen Umschwung üi seinem üeben herbei. Ta» Auftreten Tawi- sons, der in diesem Jahre ein Gastspiel in Chemnitz gab, wirkte mächtig auf ihn ein, w daß der Trieb gum Theater mit ununterdrückbarer Heftigkeit in ihm wieder ausbrach. Es gelang ihm, sich vom Direktor des Stodttheaters, der gerade die Bühne in Reval gepachtet hatte, anstellen zu lassen, unb so trat er zuerst als Müllerbursche in der schönen Müllerin auf. Weiter wurde er dünn, wie Eisenberg über das Leben Hartmanns berichtet, al» Chorist und als Statist, in kleinen Rollen, dann auch in größeren Charakterrollen verwendet unb schließlich spielte er beinahe alle Fächer, ja er trat sogar in ber Operette auf. Ter Tob seiner Dttllter (1863) zog einen Strich durch seine Mhnenlausbahn. Ker Vormund bestand nun daraus, er solle einen pratmchen Beruf erwuyien. Verzweifelt wanbte sich Hart- mann an Heinrich 'Dtarr, uno Marr, dem ber junge Schauspieler ctwas vorsprechen durfte, erklärte seinem Vormunde, sein Talent ieu so entschieden, daß der junge Hartmann wirklich unbedingt Schauspieler werden müsse. Nun gab der Vormund nach, Marr crnpsahl seinen Schützling an Laube, und so war Hattmamt oui bam besten Wege. Laube teilte Marrs Ansicht über das Talent d-irtmanns, lobald er ihn nur ein kurzes Stuck zur Probe bau*- 'rcretben lassen, jedoch er fügte etwas hinzu, das die Schärfe seines U rteils beweist. Hartmann sprach Stellen aus Charakterrollen, L'iube jedoch unterbrach ihn bald und sagte: „Unsinn, Sie sind ein geborener Liebhaber, Organ, Gesicht, Gestalt — alles Liebbacher." Hartmann spielte darauf zur Probe den Paul von 5:charfeneck in „Majoratserbe", und da er gleich bei seinem ersten i.liftreten den Winern gefiel, wurde er noch im selben Jahre mrgagiert. Seit dieser Zeit hat er ununterbrochen dem Verbände la» Burgtheaters ange^orr. Eine letzte Wandt.ing erfuhr seine Bühnenlaufbahn durch teilen Zufall. Als er einmal für Lewinsky einspringen uno die Sülle des siebzehnjährigen Ludwig XIV. in der Prinzessin von tii.ontpensier übernehmen mußte, gesiel er den Wienern so gut, Scheinwerfern der Kriegsschiffe entdeckt und durch heftiges Feuer der Besatzungstruppen, das von den Schiffen mit Granatfeuer unterstützt wurde, zurückgeworfen. Eine Proklamation an die Einwohner von Tripolis. 91 o m , 11. Okt. Ter „M e f f a g e r o" veröffentlicht eine Proklamation des Admirals Faravclli an die Einwohnerschaft von.Tripolis, daß otc durch das Bombardement entstandenen Schäden ersetzt werden. Tie Aushebung von Rekruten wird, so heißt es, abgeschafft. Wirtschaftliche Verbesserungen lverden durchgeführt. Tie Ausübung der Religion sowie die Frauen und das Eigentum werden respektiert. Italien ifte Truppenlandungen in Tripoli?. Rom, 11. Okt. Wie die „Agencia Stefmii" mitteilt, ist die erste Abteilung der nach Tripolis gesandten Truppen heute mittag dort eingetroffen unb glücklich gelandet. Malta, 11. Okt. Heute vormittag 10 Uhr wurden drei italienische Panzerschiffe, ein Kreuzer, acht Torpedoboote und 19 Transportschiffe gesichtet, die in der Richtung auf Tripolis fuhren. Ein Hilferuf au8 Tripolis. Saloniki, 11. L lt. Tas Zentralkomitee hat ein Telegramm des Komitees in Tripolis erhalten, in dem dringend um Hilfe ersucht und erklärt lvird, die Araber hätten sich bisher nicht bewährt, während die türkischen Solbaten wacker ausgehalten hätten. Das Zentralkomitee hat schleunigst Hil,e versprochen unb an bas Komitee in Tripotts die Aufforderung gerichtet, inzwischen dort den heiligen Krieg zu predig en. Seit Ausbruch des Krieges zwischen Italien und .her Türkei hat die B a n d e n b e w e g u n g in Albanien und int Wilajet Monastir aufgehört. Ter jungtiirkifche Kongreß ist am Mittwoch in Salontti geschlossen worden. Nach Mitteilungen von Teilnehmern i|t die Nationalitätenfrage nicht erörtert worden. Auch sind keine Beschlüsse hinsichtlich der Richtschnur für die auswärtige Politik gefaßt worden. — Das Komitee für Einheit und Fortschritt hat seine Be- vollmächttgten in Konstantinopel ausgesordert, bei der Regierung nochmals auf die Ausweisung der Italiener aus ber Türkei zu bringen. K Neuwahlen in der Türkei. Konstantinopel, 11. Okt. In politischen Kreisen erhält sich das Gerücht, baß bie Regierung die Kammer gleich nach ber Eröffnung auslösen uno bie Neuwahlen auf Grund ber neuen Wahlordnung durchführen werde. Da die Aushebung von Freiwilligen, besonders in Saloniki, Aufregung hervorruft, entschloß sich die Negierung, die Aushebung zu verbieten. Ter König von Italien. ist am Mittwoch morgen von Schlag San Rossore in Pisa eingetroffen. Er besichtigte das 22. Infanterie-Regiment, bas nach Tripolis geht, wobei er von ber Menge begeistert begrüßt würbe. Nach ber Besichtigung kehrte der König nach San Rossore zurück. Zm Ungarischen Abgeordnetenhaus fragte Graf Apponyi die Regierung, ob sie oder andere neutrale Mächte im Sinne ber Haager Konvention von 1899 unb 1907 vor dem Ausbruch de» Krieges ober später bei Italien unb ber Türkei Schritte zur Vermei- b u n g ber Feindseligkeiten unternommen hätten, daß er von nun an ihr Liebling wurde unb in Konversationsstücken neben Sonnenthal geradezu unentbehrlich war. Tte Art seines Spiels hat Adolf Wilvrandt einmal hübsch gekennzeichnet. Jrn Jahre 1871, drei Jahre nach dem Hartmann sich mit seiner Kollegin Helene Schneeberger verheiratet hatte, wurde Wilbrandts Lustspiel „Tie Maler" am Burgtheater gegeben. „In den Malern," so berichtet Wilbrandt über die Mitwirkung Hartmanns, „trat zum erstenmal auch Ernst Hartmann in mein Tid)tcrleben ein, als der Tiermaler Mockert, genannt Plato; und sogleich mit einem großen Erfolg. Er war, wenn auch schon Gatte und Vater, noch in dec erneu Jugenovune: er hatte noch bieien mutwilligen, erfindenden Humor, den ich den Pagenhnmvr nennen möchte, der ihm im Leben so oft zu Gebote stand, unb der mit den Jahren naturnotwendig feine Farbe oder auch sein Wesen ändert. Tie Grazie feines Humor» ging in seine Rotten nut; so in den Tiermaler Plato, dessen kleine Rolle er groß machte und fast immer mit lautem Beifall schmückte, obwohl sonst im alten Burgtheater ein ehrenvoll geräuschloser Abgang, etwa mü einem einzelnen „Bravo" verziert, mehr die Reget war." Zu seinem Berufe als Schauspieler wurde Hartmann später auch Regisseur. K. F. C. K. Eine bisher unbekannte Photographie Schopenhauers, die vom April 1859 stammt, also anderthalb Jahre vor dem Tode des Philosophen ausgenommen ist, wird im neuesten Heft der Umschau veröffentlicht. Im Nachlaß des Frankfurter Photographen Schäfer, der mehrere Aufnahmen von Schopenhauer machte, wurde unter alten Platten auch diese gesunden, auf der die Erscheinung und das Wesen Schopenhauers mit besonderer Lebendigkeit zum Ausdruck kommt. Ter Philosoph sitzt voll gegen den Beschauer gewendet; der prüsende Blick der Augen und der bittere Zug um den breiten Mund wirken außerordentlich lebenswahr. Die Linke hält ein bunte» Tuch auf dem Schoß, während die Rechte mit sprechender Gebärde eine Lorgnette hebt. Welche Schwierigkeiten Schoven- Ijauer dem Photographen machte, zeigt eine Erzählung C. Gebhardts, an die aus diesem Anlaß erinnert wird. Nur mit Mühe gelang es dem Photographen, bis zu dem Philosophen vorzudringen. Schopenhauer stand gegen ein Fenster kreuz gelehnt, in einer gewissen Pose, uni> schrie dem Besucher entgegen: „Tas verfluchte Publikum will mich sehen, das verfluchte Publikum . . ." Dabei lachte er und strich sich das Haar vor einem Spiegel noch mehr in die Höhe. Tann fragte er: „Wer will die Frechheit begehen, über mich zu schreiben?" Aber ohne auf die.Antwort zu warten, sagte er: „Hier schauen Sie her," und legte einige andere Photographien vor. Dann sagte er mit großer Wichtigkeit: „Was sagen Sie zu diesen Augen?", gab dem Besucher ein Vergrößerungsglas, wiederholte: „Sehen Sie diese falls nicht, ob der Minister des Acußern nicht jetzt eine freundschaftliche Vermittelung beabfichtige, ferner ob die Monarchie Garantien empfangen l>abe, daß der Krieg nicht auf Territorien und Meere übergreife, welche die österreichisch-ungarische Interessensphäre berühren. ver erste Teil öc$ Marokio-Vertragcs unterzeichnet. Berlin, 11. Okt. Tie „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Ter auf Marokko bezügliche Teil des deutschfranzösischen Abkommens ist heute in Berlin para- graphiert worden. Tie damit zusammenhängenden Kompensationsverhandlungen sind wieder ausgenommen worden. Die Berliner Presse nimmt diese Nachricht, wie wir den uns dralftlich übermittelten Auszügen aus den Moraen- blättern vom heutigen Donnerstag entnehmen, im allgemeinen ruhig auf. Es war ja seit Wochen kein Geheimnis, daß die Anwaltskosten bei diesem schmierigen Prozeß sich beinahe höher belaufen würden als das Objekt, um welches es sich handelt. „Alle Hände ruhen müde von dem tränenvollen Streit." Tas Urteil der Geschichte wird einst entscheiden, auf welcher Seite der Triumph, auf welcher die Niederlage war. Ter erste Teil des Abkommens, der nach der amtlichen Meldung „paragraphiert" worden ist, wird nicht den ganzen Inhalt des Vertrages ausmachen und offenbar nur dann Geltung bekommen, wenn auch der zweite Teil, die Kompensationsfrage, zu einem beiderseitigen Einverständnis geführt haben wird. Einige der erwähnten Berliner Pressestimmen wollen wir wiedergeben: Tie „B o s s i s ch e Z ei t u n g" nennt das Abkommen den ersten großen und hoffentlich entschiedenen Erfolg der Diplomatie (welchen?) unb fährt dann fort: „Deutschland verzichtet aiso auf politische Betätigung in Marokko, erkennt Frankreichs Vormachtstellung dort an und ver- pslichtet sich, gemeinschaftlich mit Frankreich bei den anderen Vertragsmächten aus die erforderliche Aendcrung des Algeciras- Vcrtrags hinzuwirken, wogegen Frankreich.Deutschland und den anderen Vertragsmächten die völlige wirtschaftliche Gleichstellung zusichert und wtrksame Bürgschaften hierfür gewahrt. Die Kom- pcnsationsverhandlungen, von denen die offiziöse Mitteilung sagt, daß sic wieder ausgenommen sind, die das Studium der Vorbereitung also offenbar schon überwunden haben, werden voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen, dennoch kann man, ohne s i ch großem Optimismus binzugcben, die Erwartung aussprechen, daß auch dieser Teil der deutsch-französischen Verhandlungen schließlich zu gillem Ende gedeihen >vird." Die „Tägliche R u n ö । ci) a*u" befchrantt ,ich auf die kurze Bemerkung: Wie schon kürzlich hervorgehoben, bat dieses Ergebnis nur bann eine Bedeutung, wenn auch die Verhandlungen hinsichtlich der Kompensationen zum Abschluß gelangen, da beide Teile als ein untrennbares Ganze betrachtet werden. Die „K r e u zz e i t u n g" meint: Die Nachricht wird in ganz Europa allgemein mit großer Befriedigung ausgenommen werden. Jedoch selbst jetzt ist es noch zu früh, ein endgültiges Urteil über bie Tätigkeit ber deutschen Diplomatie au fällen denn wenn auch eine Verständigung über Marokko selbst zustande kam, so liegt der Zeitpunkt, in dem bie Siegel unter bas end- gültige Abkommen zwischen Teutschlanb und Frankreich gedrückt werden, noch in weiter Ferne. Tie französische Presie. Paris, 12. Okt. Ter „Temp s" führt aus, daß nach zuverlässigen Informationen der eben fertig gestellte Text icber berechtigten Kritik hüben und drüben Stand halten Augen!", und als ber Angeredete stumm blieb, wies er auf eine ausgcstopfte Eule mit großen Glasaugen: „Ta sehen Sie her, das sind Augen." P. K. In der Jahrestagung des französischen Chirurgen-Kongrcsses, der am Montag in Dem großen Horsaale Der medizinischen Fakultät von Paris zusammentrat, wurde die .Gegenwart vieler deutscher Praktiker sehr bemerkt. Es hallen sich nämlich aus Berlin bie Prosessoren Sonnenburg und Gluck, aus Düsseldorf Professor Ritzel, aus Sttaßburg Professor Bökel und aus Mülhausen bie Professoren Frey unb Schlumberger eingefunden. Tie erste Sitzung wurde nach Den Begrüßungsreden fast ganz mit den Ausführungen Professor Toyen's über Die Operationen bei der Blinddarmentzündung ausgefüllt. Ter berühmte Chirurg erklärte, nicht ohne Erstaunen und Widerspruch hervorzurufen, daß man bei chronischen Fällen der Blinddarmentzündung viel zu schnell mit operativen Eingriffen vorgehe; denn viele Operierte müßten trotz- Dfln weiter furchtbare Schmerzen ausstehen. Er befolge eine ganz verschiedene Methode, mbem er zunächst die Kranken mit My- colysin behandle, die Die Entzündung des Wurmansatzes verschwinden lasse, natürlich nur in den Fällen, wenn kein Fremdkörper in ihn eingedrungen ist. Ist aber die Operation als unbedingt notwendig erkannt worden, so bestände die einzige Technik, die alle Sicherheitsbürgschaften gewähre, in ber Zermalmung des Wurmansatzes und Der Doppelnaht in Form einer Vörseiischnur, wie er sie erfolgreich seit 12 Jahren anwende. — Hardens „5töpfe" in Prag beschlagnahmt. Wie die Prager „Bohemia" erfährt, hat bie Prager Polizei-» Direktion den soeben erschienenen zweiten Band der „Köpfe" von Maximilian Harden konfisziert und verfügt, daß die vorhin* Denen Exemplare aus allen Präger Buchhandlungen und Lese* zirkeln entfernt werden. Tie Beschlagnahme dürfte wegen eines Artikels über Kaiser Fran; Joses I., bet auch seines Vorgängers Ferdinand II. Erwähnung tat, erfolgt sein. — Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissen-- schaft. An der Tierärztlichen Hochschule zu München wurde mit Genehmigung des Prinzregenten von Bayern bie bisherige Bezeichnung „Tireftor" durch „Rektor" ersetzt und die Funktion des Rektors auf die Tauer von drei Jahren dem ordentlichen Professor für Physiologie und Diätetik daselbst Dr. med. Erwin Voit übertragen. — In I a s s i Rumänien- tanö Die vauptftier des 50 jährigen Jubiläums der Universität in Gegenwart Der Königlichen Familie statt. Nach einer mit Begeisterung aufgenommenen Rede des Königs sprach Kultusminister Arion, worauf verschiedene Abordnungen auswärtiger Universitäten das Wort ergriffen. Als Vertreter ber Universität Berlin sprach Geheimrat Professor Dr, Walde her.. Tonne und daß eine gedeihliche Kulturarbeit in Marokko bevorstehe. Der „Figaro" schreibt: Man muß hoffen, daß die Negierung weder den Aufforderungen der Sozialisten, noch dem Verlangen des Herrn Ch:rle-e Benoist entsprechen, sondern es ablehnen wird, die Kammer vor Abschluß des deutsch-französischen Abkommens einzuberufen. Zur gegenwärtigen Stunde muß man sich ausschließlich mit den deutsch-französischen Besprechungen beschäftigen und ihren glücklichen Ausgang erleichtern, indem man so rasch als möglich auf die Kongokarte die versprochenen Kompensationen, Pie wir als Entgelt für unsere Freihei in Marokko schuldig sind, einzeichnet. Die nervösmachenden An fragen der Kammer und die fieberhaften Diskussionen in den Wandelgängen würden nur genieren oder eine Geiahr, darstellen und nicht dazu angetan sein, die Verhandlungen zu beschleunigen und das Ansehen der Unterhändler zu stärken. Unsere Würde kann mit unnützen Worten nichts gewinnen. Möge Herr Caillaux, tote vor der größten Gefahr, sich davor hüten, die Kammer vor Abschluß des Akkordes einzuberufen. „Le Journal" schreibt: „Wir glauben zu hn)feu, baf das Parlament nicht vor dem 7. November einberufen wird/ Die „Köln. Ztg." meldet aus T a n g e r: Die f r a n z ö s i s ch e F l a g g e ist seit dem 8. Oktober von der B a st i o n von Agadir verschwunden. Deutsches Reich. Das Kaiserpaar hat sich nach dem Jagdschloß H' u b e r t u s st o ck begeben. Nach der „Norddeutschen Allgemeinen -Zeitung" fern! 6eint Reichskanzler und seiner Frau am Mittwoch abent ein Diner statt. Hierzu erhielten Einladungen zahlreiche Bundesratsbevollmächtiate und hohe Beamte. Am 24. Oktober wird in Berlin eine Konferenz von Vertretern der L a n d w ir t s ch af t s k am m er n statt sinden, um sich mit der L and arb eitersra g e zu beschäftigen. । Die Reichstagsersatzwahl für den Wahlkreis Fritzlar-Homberg-Ziegenhain, für den verstorbenen Abgeordneten Liebermann von Sonnenberg, ist amt lich auf Donnerstag, 30. November, angesetzt worden. Aus Hanau wird uns gemeldet: Die Wahl vor Ersatzwahlmännern zur Landtagsersatzwah! hat am Dienstag ergeben, daß 34 Nationalliberale, 21 So zialdemokraten und ein Konservativer gewählt worden sind Die Sozialdemokraten haben 5 Wahlmänner gewonnen, di die Nationalliberalen verloren haben. Die National liberalen sind noch in der Mehrheit, sie besitzen 146 Wahlmänner. Die Versammlung der achten deutsch-nationalen Konferenz zur Bekämpfung des Mädchen Handels, die am Mittwoch im großen Rathaussaale zu Karlsruhe stattfand, wurde von dem Vorsitzenden von Dirks en mit einer Ansprache eröffnet, worauf Begrüßungsreden des badischen Ministers des Innern unt des Oberbürgermeisters von Karlsruhe folgten. Aus dem von dem Geschäftsführer erstatteten Geschäftsbericht geht hervor, daß dem deutsch-nationalen Komitee 71 Vereine angeschlossen sind. Landesverbände bestehen bisher nur zwei, in Bayern und in Sachsen. Die Gründung eines badischen Landesverbandes wurde als die vornehmste Aufgabe der diesjährigen Tagung bezeichnet. Mit dem deutschnationalen Bund arbeitet Hand in Hand der katholische Frauenbund mit über 30 000 Mitgliedern und der Verein junger Mädchen. Ter Bericht über den vorjährigen üiter> nationalen Kongreß in Madrid wurde von dem bayerischen Unterstaatssekretär von. Mayer erstattet. Nach ihm sprach noch Geheimer Sanitätsrat Dr. Maretzki über Aufklärungsarbeit. Arbeiterbewegung. Die Verhandlungen in der westfälischen Metallindustrie haben zu einer Einigung geführt lDie wöchentliche Arbeitszeit wird von 56i/2 aus 55y2 Stunden vermindert. Die Stundenlöhne um zwei bezw. drei Pfennige erhöht werden. Die Akkordlöhne erfahren eine entsprechende Erhöhung.____________________________ 1 Aus Stadt und Land. Gienen, 12. Oktober 1911. Der Arbeitsnachweis im Kreise Gießen. Dem Publikum scheinen die Vorteile der öffentlichen Arbeits- Und Dienstnachweise immer noch nicht genügend bekannt zu sein. Es sei deshalb wiederholt darauf hingewiesen, daß sich im Kreise Gießen drei derartige Nachweise befinden. In Gießen (städtischer Arbeitsnachweis), Asterweg 9; Tele phon 95; in Grünberg, Neustadt 78, Telephon 45; tn Hungen, Neugasse 9, Telephon 43. Die Vermittlungstätigkeit erstreckt sich auf alle Arbeiten von Arbeitern und Arbeiterinnen, sowie Dienstboten, besonders auch landw. Arbeitskräfte (landw. Arbeiter, Knechte, Mägde, Schweizer, Taglöhner usw.), auch Kellner und Wirtschaftspersonal. Nur außerdeutsche Saisonarbeiter sind vom Nachweis ausgeschlossen. Die Vermittlung ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer kostenlos. In erster Linie wird die Besetzung freier Stellen mit im Kreise seßhaften Arbeitskräften erstrebt. Die Arbeits- und Dienstnachweise sollen den Arbeitgebern die Stellenbesetzung, den Arbeitnehmern die Stellenauffindung gleichermaßen erleichtern und so den Interessen der Gesamtheit dienen. Die Arbeitsnachweis- ftellen sind auf Grund ihrer Zugehörigkeit sum Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband, der in vielen Orten des Großherzogtums Hessen, der Provinz Hessen-Nassau und angrenzender Gebietsteile öffentliche Arbeitsnachweise unterhält, tunlichst in den Stand gesetzt, durch telephonische Anfrage bei diesem das jeweils gewünschte Arbeitspersonal zu beschaffen oder geeignete offene Stellen nachzuweisen; ohne daß auch hieraus bis auf weiteres besondere Kosten für die Inanspruchnahme erwachsen. Tie Verwaltung des Arbeitsnachweises hat auf die Gestaltung des Inhaltes der Arbeits- und Dienstverträge in feiner Werse einzuwirken, auch in dieser Hinsicht keine Verbindlichkeit zu übernehmen. Ebensowenig kann sie aber auch eine Verantwortung für die nachgewiesenen Stellen, Arbeits- und Dienstkräfte übernehmen. Ausgiebigsten Gebrauch von den gemeinnützigen Einrichtungen zu madjen, liegt im Interesse von Arbeitgebern und Arbeitern. * • * In Audienz empfangen rourbe am Mittwoch vom Großherzog u. a.: Dekan Wahl von Beienheim. * • Lehrerpersonalien, liebertraqen wurde dem Schulamtsasplranten Gg. Thon aus Hahn (Sir. Darmstadt) die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Glattbaeh. • * Starker Verkehr auf dem Bahnhof Gießen. Der Güterbeförderungsverkehr steigt von Tag zu Tag mehr. Um ihn zu bewältigen, werden täglich von Gießen nach allen Richtungen durchschnittlich 1 4 Sondergüterzüge gefahren Auch ist der Personenverkehr jetzt sehr stark. Die meisten O- ind Schnellzüge kommen mit Verspätung an. Um die einst eken den Rekruten alle in ihre Garnison zu befördern, fahren äglich Rekruten-Sonderzüge. *♦ Pilze. Der heurige heiße Sommer brachte den Zchtvammerlnfreunden eine große Enttäuschung. Im Wald, ruf Wiesen und all den lauschigen Plätzen, tvo man sonst die üelbegehrten Pilze fand, war bislang nur dürres Laub tnd welkes Gras. Nun aber hat der Regen der letzten Zeit eine Wandlung gebracht. Der Pilzfreund kommt bei einer Wanderung auf seine Kosten. An faulenden Stämmen im Wald wuchert üppig der honiggelbe Hallimasch m Nadeldickicht und unter Buchenstämmen leuchtet bei nach Aprikosen duftende Pfifferling oder Eierschwamm und auf etwas feuchten Wiesen wächst, wie das besonders in warmen trockenen Jahren der Fall ist, zurzeit in großer Menge der .König der Hutpilze, der wohlschmeckende Eham ügnon, weithin sichtbar mit seinem zarten Weih. Hat man im Frühherbst vergeblich nach den kleinen Freunden gespäht und vermißt man auch dieses Jahr manche Arter, jon den Nährlingen, darunter den Steinpilz, fast ganz, o bietet die Natur jetzt in den warmen Herbsttagen dem /iebhaber noch unerwartet eine schöne Ernte. An manchen Stellen kann der Pfifferling und der Champignon, die fiel beide zum Sterilisieren und Trocknen gut eignen, körbe oeise geborgen werden. Darum auf zur Pilzbirsche! Ball st der Spatz vorbei. Die ersten stärkeren Herbstfröste zer- lören die ganze schwammige Herrlichkeit. Pckze, die untern- Frost gelitten haben, sind gesundheitsschädlich. •* Kein Betrug. Zu unserer Siolij, wonach em lellner einem Gast ein 20-Mk -Ststck, das er als Zablnnu rhalten, unterschlagen habe, sei mitneteilt, daß der Kellnei ms Geld zurstckqeqeben hat. Er war angeblich in mehreren Geschäften gewesen, bis er das 20-Mk.-Stück gewechselt er- stelt, weshalb beim Gast der Verdacht entstand, er sei durch, lebrnnnt und Anzeiae erstattet wurde. ** Besitzwechsel. Dem Vernehmen nach hat die Stadtverwaltung die Häuser des Kohlenhändlers Lotz und des Hof- konditors Lind am Kirchenolatz angekaust. Vnni'heis toifRen. k. Lollar, 12. Okt. Die Kartoffelernte ist auch hier in diesem Jahr sehr schlecht ausgefallen. Die Kgl. Eisenbahn- Direktion Frankfurt a. M. bescha.f. daher durch das Zentralamt in Berlin für ihre Beamten und Arbeiter die Kar löffeln für den Selbstkostenpreis von 3,50 Mark den Zentner frei im Keller. Cs sind von den Bahnbediensteten im Umkreis etwa 10 000 Z.n - ncr bestellt. Tie Lieferung soll noch diesen Monat erfolgen. Auch gibt die' Direktion die Begünstigung, daß die Arbeiter bie Kartoffeln in Raten zahlen können, während die Beamten sofortige Zahlung zu leisten haben. — D r Vorstand des „Allgemeinen G e f l ü ge l z u ch t v e r e i n s Lollar" beschloß, Ende Januar ober anfangs Februar wieder eine L o k a l a u s st el- lung abzuhalten. = töcnnberg, 11. Okt. Tie Abhaltung des Gallns- marktes ist für den 18. und 19. Oktober vom Kreisamt Gießen genehmigt worden. Es wird nur .Klauenvieh aus unverseuchten oberhessischeu Zuchten zugelassen, dagegen ist öändlervieh ausgeschlossen. Kreis Büdingen. H. Büdingen, 10. Okt. Heute abend 5 Uhr war zur Erledigung der in der letzten Sitzung zurückgestellten Punkte eine Gemeinderatssitzung einberufen worden. Ein Landwirt hatte mit einem mit Stroh beladenen Wagen eine Gaslaterne abgefahren. Der entstandene Schaden mit 10 Mk. war ihm angefordcrt worden. Er erhebt dagegen Widerspruch und macht geltend, daß die Laterne ungeschickt und für den Wagenverkehr störend angebracht sei. Es wird Ortsbeftchtignng beschlossen. Die Stadt hat im Seemenbach in der Erle vertraglich ein Wehr mit Einfallschleuse zur Bewässerung der Hainwiesen zu unterhalten. Die furstl. Verwaltung drängt darauf, daß die Arbeiten noch in diesem Herbst ausgeführt werden. Ta das Wasser zugleich auch als Spülung des städt. Kanalrohres Verwendung findet, wird die alsbaldige Herstellung des Wehres befchlojsen. Tie Kosten sollen in den nächsten Voranschlag eingestellt werden. Ein hiesiger Bewohner, dessen Vater als Staatsbeamter in Büdingen angestellt war, beantragt auf Grund des § 58 der B. G. O. Aufnahme als Ortsbürger unter denselben Voraussetzungen wie ein Ortsbürgersohn. Ta in dem Paragraphen nicht ganz genau ausgesprochen ist, daß unter diesen Voraussetzungen auch das geringe Einzugsgeld von 2 Mark, das ein Ortsbürgersohn zu zahlen hat, oder ein Einzugsgeld von 258 Mark zu verstehen ist, so wird der Bürgermeister beauftragt, vor Aufnahme des Gesuchstellers den Rat der Aufsichtsbehörde einznholen. In der Schulhausbaurechnung bestehen noch zwischen der Stadt und zwei Unternehmern Meinungsverschiedenheiten. Ihre Erledigung soll in einer gemeinschaftlichen Beratung von Vertretern der Stadt, der Bauleitung und den Unternehmern erfolgen. Kreis Lauterbach. ~ Herbstein, 10. Okt. Der Bedarf an Trink- ivasser in hiesiger Gemeinde, der im Laufe dieses Sommers stark zurückgegangen war, hat sich auch jetzt noch nicht wieder eingestellt, so daß immer noch ein empfindlicher Wassermangel herrscht. Da eine 9lbnabme der Quellen wohl kaum anzunehmen ist, vermutet man eine defekte Stelle in der Zuleitung, die eine größere Wassermenge ausicheldet. Eine vor- genonimene Messung am Hochbehälter bestätigte auch diese Annahme, indem eine tägliche Wassermenge von 125 Kubikmeter zur Leitung abfließt. Es müßte somit ausreichend Trinkwasser vorhanden sein, da auf den Kopf der hiesigen Bevölkerung etwa 80 Liter Wasser täglich entfallen würden. Eine Untersuchung der Leitung soll deshalb vorgenommen iverdem Kreis Schotten. o Laubach, 11. Okt. An den Folgen eines Herzschlages starb vorgestern die älteste Bewohnerin unserer Stadt, Frau Johannes Wöll II. Witwe, im 91. Lebensjahre. Em großes Trauergesolge und zahlreiche Kranzspenden begleiteten die Entschlafene zur letzten Ruhestätte. § Aus dem Vogelsberg, 11. Okt. Die Bestel - lungderWintersaat schreitet bei dem schönen Herbstwetter rüstig vorwärts. Die Kornsaat ging unter den besten Voraussetzungen von statten. Der Erdboden baute sich wie selten im Herbste. Die aufgehende Saat entspricht dieser vortrefflichen Bodenkultur; sre entspricht voll dem Wunsche )es Landmannes. Mehr kann man nicht verlangen. Auch )ie Weizensaat läßt sich jetzt, nachdem der Boden Feucht, g- :eit besitzt, bewerkstelligen; die ausgetrockneten Kleefelder ackern sich wie mürber Hnmusbod-en. Dazu steht der Winterraps im üppigen Blattgrün. Unsere Wintersaat besitzt demnach die ursächlichsten Bedingungen zur guten Aussicht vollauf. Die bereits braun gewordenen Talwiesen sind wieder frisch grün geworden, dem Vieh eine willkommene Weide bietend. Die einsetzenden Frostnächte beschleunigen das Heimbringen der Hackgewächse.' Kreis Friedberg. L. Friedberg, 11. Cft. Das Wintersemester der städtischen Gewerbe-Akademie beginnt am 27. Oktober. Eine größere Zahl von Neuanmeldungen liegt bereits vor. Zurzeit werden noch Prüfungen abgehalten. — Die Kartoffelernte in der Wetterau ist jetzt beendet. Es hat eine gute Nittelernte gegeben. Eben ist man damit beschäftigt, die Winterfrucht auszusäen. Starkenburg und Rhein Hessen, «tz M. Offenbach, 11. Okt. Der Kreisausschuß hat dem gewählten sozialdemokratischen Beigeordneten Peter Heinrich Klein in Dietzenbach die Bestätigung b er* sagt. d. Mainz, 11. Okt. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurden Maßnahmen zur Linderung der Teuerung beschießen. Auf Antrag des Oberbürgermeisters wurde dem Antrag des Vorstandes des Deutschen Städtetages, den dieser unierm 19. September an den Reichskanzler gerichtet, beigetreten. Es handelt sich unt die Erleichterung der Einfuhr von lebendem Vieh aus unseren Nachbarländern, Vorbereitung der Einfuhr von Fleisch aus unseren Kolonien, Aufhebung der Einfuhrzölle auf Futtermittel, von Vieh für die Zeit, des Notstandes. Ferner wurde ein Ausschuß von fünf Mitgliedern gewählt, der darüber beraten soll, in welcher Weise die Teuerung für die minderbemittelte Bevölkerung gemildert werden kann. Es soll besonders erwogen werden, ob und inwieweit zur Erleichterung der Beschaffung von Kartoffeln und Kohlen städtische Mittel zu verwenden sind. Dem Ausschuß wurde ein Betriebsfonds von 20 000 Mk. bewilligt. Außerdem wurden 10 000 Mk. bewilligt, über die ebenfalls der Ausschuß in Gemeinschaft mit der Armendeputation zur Linderung der Not der Armen verfügen kann. Von dem Oberbürgermeister wurde erklärt, daß sich die Stadt weder mit der Milchversorgung noch mit dem Fleischkonsum befassen könne, es solle den Gewerbetreibenden nach keiner Richtung Konkurrenz bereitet werden. Nach den Mitteilungen der Kartofselhändler soll der Zentner bester Kartoffeln nicht über 4,50 Mk. kosten; wenn dies zutreffe, könne auch von einem Kartofselbezug abgesehen werden. — Nach dem Voranschlag der Kreiskasse des Kreises Mainz für 1911 beträgt der Zuschuß der Stadt 26 184,75 Mk. — Die verstorbene Witwe Schreiber hat der Stadt für die Armen 50 000 Mk. vermacht. Ein Sohn der Verstorbenen soll bis zu seinem Tode int Genüsse der Zinsen verbleiben. cli. Bingen, 11. Okt. Der feit dem 4. Oktober verschwundene Lehrling M. Kaiser ist heute morgen in einem Weinberge aufgefunden worden. Vermutlich batte er sich in der Nacht au§ seinem Schlupfwinkel in den Weinberg begeben und ist hier von der Müdigkeit über« mannt worden. Als er aufgefunden wurde, war er so entkräftet, daß er mit dem Krankenwagen nach Hause gebracht werden mußte, lieber das Motiv seiner Flucht ist nichts bestimmtes bekannt. Hessen-Nassau. X Schweins berg, 10. Olt. Unter großer BeteüMng wurde heute nachmittag der frühere Landrat Slammerberr Freiherr Schenck zu SchweinSberg zur letzten Ruhe gebracht. In dem Trauergefolge waren außer dem NegierungS« Präsidenten Grafen v. Bernstorfs noch viele Vertreter von Zivil- und Militärbehörden, der althefsischen Ritterschaft usw. zu bemerken. Auch der Kreis-Kriegerverband war mit zahlreichen Fahnen vertreten. Tie Trauerandacht hielt Pfarrer Sippel von hier, während der Gesangverein Schweinsberg zwei Choräle fang. tv. Frankfurt, 12. Okt. (Priv.-Del.). Der Dragoner Kliem.eck vom 23. Dragoner-Regiment drang heute vormittag in die Wohnung der Kolvuialwarenhändlerswitwe Hinkel in der Bornheimer Straße. Er gab einen Schuß auf die im Bett liegende Tochter ab, der fehl ging, verletzte die herzueilende Frau Hinkel durch einige Schüsse und erschoß sich dann selbst. I Gerichtssaal. Beleidigung der hessischen Regierung. Berlin, 11. Okt. Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht hatte sich vor der Anwaltskammer der Provinz Brandenburg ■ wegen Beleidigung zu verantworten. Es handelte sich um die Rede, die Dr. Liebknecht auf dem sozialdemokratischen Parteitag | in Magdeburg über die Aufnahme des Kaisers von I Rußland in Deutschland gehalten hatte. Der Oberstaats- s anwalt hatte gegen Dr. Liebknecht einen Verweis und 3000 Mk. Geldstrafe beantragt. Die Anwaltskammer erblickte in der Reöc nicht wie die Anklage eine Beleidigung der russischen, sondern eine Beleidigung der preußischen und hessischen Regierung unerkannte auf einen Verweis. Los Angeles (Kalifornien), 11. Okt. Heutt begann der Prozeß gegen James Mc. N a in a r a , der beschuldigt iuirö, das Gebäude der hiesigen „Times", die nicht organisierte Drucker angestellt hatte, am 1. Oktober 1910 mit Dynamit in Die Lust gesprengt zu haben. Bei der Explosion wurden etwa zwanzig Menschen getötet und ebensoviel verletzt. Namara soll das Verbrechen aus Anstiftung seines Bruders John, des Sekretärs und Schatzmeisters der Gewerkschaft der Eisenarbeiter begangen haben, gegen den der Prozeß erst später geführt wird. In Arbeiterkresten wird dem Prozeß das größte Jnlereste entgegengebracht, da man dort annimmt, der Prozeß werde gegen die Arbeiter ausgenutzt. Philadelphia, 12. Okt. Der Bezirksgerichtshof rote» die seitens der Krupp-Gesellschaft gegen die Midvalc öted Company wegen Verletzung von Patenten angeltrengten vier Klagen infolge ungenügender Beweise ab. w. Darmstadt, 11. Okt. (Privattelegramm.) Der Geschäftsleiter des Offizierkasinos des Artillerieregiments Vizewachtmeister Hermann Bade wurde wegen Unterschlagungen im Gesamtbeträge von 9000 Mk., Notenfälschungen und Betrugs vom Kriegsgericht unter Degradation zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis verurteilt. Offenbach a. M., 11. Okt. Ter Fahrbursche Ott, der bei seinem Schwager dem Milchhändler Martin Schneider in Tiensten steht, hatte fortgesetzt Vollmilch mit erheblichen Meißen Magermilch vermischt und als Vollmilch verkauft. Zu seiner Entschuldigung gab er an, daß er die Pantschertten nur aus Bequemlichkeit vorgenommen habe, weil er sonst zu weit zu gehen hatte, Überall erhältlich. Auergesellschaft , Berlin 0.17 ist nur echt in Originalpackung mit AufschriftsDCgea" nicht trockneten nr Men Au- S ^ ■ ^ni.uiefpM boL: Lin l)au$ für (0000 Menschen. ien b£ 6248 men 50 000 Mk. üentut u seinem Tode im Gen; seit dem 4. Df tob; aijer ist heute morn en worden. Vmmck em Lchlupswinkel in k von der Müdigkeit ü!c 1 wurde, war er so fit en nod) Hans, gebre: feinet ftlnty iß ni6 Heinrich Roth. Gießen, den 11. Oktober 1911, Qko = ßemden, bunte und weihe Oberhemden, sowie Sachen und Bolen ===== In großer Auswahl .. — Hlig. Waag, Seltersroeg 60 WMNtU niUftlied der R ab aö«.Sw Vereinigung 03 n •11 MM 1 ,lEUn'0en Nicht hpr!.m Du,- tenfl bei Enoestsbury (3onra), 440 Kilometer. — Ter Steuer isi temnack, rtrie bereits gemeldet, Deutschland. Tas WetNlicgen bed nächsten Jahres um diesen heißumstrittenen Preis wird daher in Deutschland stattfinden. • Friedrichshafen, 11. CTt Heute mittag traf eine di Mansche Kommission zur Abnahme deS L. Z 9 hier ein. Tao Liftschiff soll möglichst bald nach Köln gebracht werden. ’»-** .„I ^SgSü *s s-;, Jet WW MK sKE hmr des » cbflw len U.^und W ! ■. nicht organll>eu 910 Otlt " J". xW A LWun,b, en NKn ÄtAetoger ^pys,aniiet senL Erleichterung btt »iS lffIMern-^°r&etei!urj Änie.n/ Auihebung k h A b-ieJcit dcs 9lr> Sr STT®E9liebern 8!- Weise die Teuerer gemildert werden hm 3. und inwieweit m fr KH unb Kohlen iödÄ M wurde ein Betrieb erdem wurden 10000 ® M in Gemeinschaft e der Not der Armen ve Bister wurde erklärt, k Versorgung noch mit k en Gewerbetreibenden nc werden. Nach den D- Zentncr bester Kartone dies zutresse, könne a.: erben. - Nach dem k- ainz für 1911 beträgt - Tie verstorbene Sic Der französische Ingenieur Jacques Rabat berichtet in der „Nature" über die Konstruktion eiires neuen, soeben vollendeten kärntischen Wolkenkratzers in Ncuyork, der zwar nicht der höchste, twül aber in der Masse der größte derartige Bau der Welt sein llifte. Ter „Hudson Terminal Building" der Hudson and Man hitari Railroad Company, der sich an dem einen Ende deS unter Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme lbei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Else Roth sprechen wir hiermit unseren herzlichen Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: linier c\*t e Qanbrat flomirr zur letzten i auBtr dem Regier iocb viele ^erlrelrr; ^essischen Ritterscda'! r ^erverbonb war mit »• auerandacht hielt H- iilamjotrem Lch«°!.-' •giment «M: ürtiatowenDanbta-- i, Ergab einen— ?t ab, der WA j durch einige -«S'vr bm,il1 6-WitiglX ■'"Hessen. * et ^?kisaussks>,,: ?. ^Mevrdneten Deik ble S'itMigunj >7. vm frische Milch zu holen. DaS Gericht erkannt? mit Rücksicht Piräus, daß er durch die Milchvanti cyereicn sich selbst keinen Vermögensvorteil verschafft habe, auf eine Gefängnisstrafe van 14 Tagen. tllftffbiffnbrt. Ergebnis d e S Gordon-BenettflugS. Straßburg i. Els., 11. Oft. Ter Lberrheiniichc Bewein fir Luftschisiahrt teilte die Ergebnisse des Gordon-Benerl-Wctt- 'liegens in Nordamerika, wie folgt, mit: 1. Ballon „Berlin 2" Deutschland, Führer Ingenieur Gcricke-Berlin. Landung im Ji-albf bei Halcombe (Wisconsin), 704 Kilometer — 2. Ballen V „Le Zuchoye" >Amerika), Führer E. Lahm. Landung bei Lacrosse Sticoniin . 590 Kilometer. — 3 Ballon „Berlin 1" Teutim I l"nb>, Führer Leutnant Vogt-Saarburg Landung bei Austin ' Minnesota), 530 Kilometer. — 4. Ballon „Condor 3" (Frank ittd). Führer E. Dubonnet. Landung bei Minao (Iowa . 485 k< lom.'ter — 5 Ballon „Million Population" (Amerika, Führer ' I Bcvrv. Landung bei Mason City (Iowai, 480 Kilometer 6. Ballon „Amerika 2" (Amerika», Führer Aßmann. Lan km Hudsonfluß gebohrten BahntunnelS erhebt, bedeckt in der lat den außergewöhnlich großen Flächenraum von 7000 Quadrat rtrer. Das 115 Meter hohe Gebäude, das sich als ein , Zwil- lmzsbau" mit zwei gleichgroßen Flügeln darstellt, besetzt 25 Etagen, Ion denen sich 22 über dem Straßenniveau und drei int Sou tlktain befinden. Die verfügbare Totalbodenfläche im Innern Hrägt 100 000 Quadratmeter, der disponible Raum 420001' tuadratmeter. Die Fundamentierung deS Kolosses erforderte bn Transport von 240 000 Kubikmetern Erde; 8300 Kubik titirr Beton wurden zum Bau verwendet, 27 000 Tonnen kt:hl und 17 Millionen Mauersteine. Als Verkehrsmittel in birvc „Stein- und Stahlkiste" dienen 39 Aufzüge (bao.n 22 „Ex Iceß-LiftS", die bis zur elften Etage gehen, sowie 6 Auszüge lut Beförderung der Waren, Lebensmittel, deS Gepäcks der Hudson rabtt usw. Im Souterrain befindet sich nämlich der Bahnhof tiefer Linie. Von der zweiten Etage des Gebäudes anS hat man bb:nn einen direkten Zugang zu der vorübersahrcnden „L"-Bahn llstvated Railway) geschaffen. Es sei noch erwähnt, daß nickt Nrißcr als 3000 Telephone den Verkehr im Innern deS , Buil tinp" sowie mit der Stadt erleichtern. Bei dem Bau deS Wolkenkratzers ist man wiederum der bc- Mieten amerikanischen Methode gefolgt, wonach daS Gerippe des > i t audes ans einem riesigen Stahlgerüst hcrgestrllt wird, das alle las en, inklusive die Mauern, trägt. Diese sind also nur mehr, wie ber Amerikaner zu sagen pflegt, „curtain Walls" ober Mauer , kk rhänge", die bei Der Sicherung der Stabilität keine Roll, svicken Die zwei höheren Souterrain-Etagen werden von dem c'itinnten Babnhof, den Kais und Zugangstreppen eingenommen, nSirrend daS dritte, tiefste Stockwerk (das 17 Meter unter dem (lr.ißenniveau und 12 Meter unter dem Grundwasserspiegel liegt tute gewaltige elektrische Maschincnanlaae enthält, die das Haus trie Heizung, Licht und Kraft (letztere für die Lifts und die im fcwfc befindlichen kleinen Arbeitsmaschinen) versorgt. — Die |jntiamenlicrung des Gebäudes bot erhebliche Schwierigkeiten uctal der Untergrund aus Sand mit hochstehendem Grundwasser »ilanb. Erst unter einer „Bank" von 24 Meter Tiefe fand »an Felsboden, auf dem sich bauen l eß. Die Fundamentierungs e eiten wurden mit Hilfe von 166, mit Preßluft gefüllten. Tiengen Stahlmörsern ausgeführt, deren 51 einen unterirdischen, teer Wasser und Seitendruck schützenden Gürtcldamm um die Fans des Gebäudes herum bilden. Angesichts der Größe und Schwierigkeit der Konstruktion wird H überraschen, zu erfahren, daß der Hudson Terminal Building lad) elf Monaten im Rohbau fertig war, was einen echt amrri- inischen Rekord bedeutet. Außer den umständlichen Fundamen im ng5arbcitcn war zu dem angegebenen Zeitpunkt das Stahl rrii»pe im Gewichte von 20 000 Tonnen vollendet: einzelne rücke desselben wogen bis zu 23 Tonnen. Das jetzt fertige "jebäiubc beherbergt nicht weniger als 10 000 Personen 1 b die Bevölkerung einer kleinen Stadt. Und wenn man be iinfr, daß sich unter den Bewohnern des Kolosses so ziemlich Bcrulsarten, wie Kaufleute, Aerztc, Ingenieure, Advokaten j dntcchniker und Detektive befinden, wenn man sich ferner pvr jfllt. daß Magazine aller Art, Restaurants, Telegraphen- und i.-tburcaiid das Erdgeschoß einnehmen, daß im Souterrain eine Thia läuft und eine Bclcuchtungs-, Heizungs- und Kraft-Zcn tt: e arbeitet, so dürfte der Vergleich nicht gerade unberechtigt cidK-inen. Erwähnenswert ist sodann die Tatsache, daß die Hudson Bkniano zuerst nur die Anlage eines einfachen, unterirdischen Aünhoses für ihre Linie beabsichtigte, und daß erst der ungeheure Müs von 12 Millionen Mark für das anzukausende Terrain ffcrci 1700 Mk. pro Quadratmeter) sie zur Errichtung des rie |. ?n Gebäudes bewog, damit der Bodcnpreis sich besser verzinste. Verzinsung durch eine ungeheure Anzahl von Mietern ist ii den amerikanischen Großstädten bekanntermaßen schon lange I:! uieibende Motiv für den Bau von Wolkenkratzern gewesen, da i Bodenpreise ins Fabelhafte gestiegen sind. Selbstverständlich ßilsteht burd) dieses Zusammenwohnen in 25 und mehr Etagen erc „Dichtigkeit der Bevölkerung", welche die schon so wie so -r '?'unork brennende Verkchrsfrage nur noch schwieriger macht, — bleibt den amerikanischen Ingenieuren ein weites Feld zu 2 t r, energischer Betätigung. O. K. Vcrmifdifc». DK. Schausoielcrgehältcr. Erörterungen über die Höhe der Einnahmen englischer Barietö-Sterne gingen jüngst durch die Presse. Es wurde über Emnahinen von schwindelnder Höhe berichtet. Das Land, das sich einstens das der unbe- schränkten Möglichkeiten nennen durste, rechtfertigt seinen alten Ruhm wenigstens noch in dieser Hinsicht, da cs die Honorare der englischen Stars weit in den Sckia.ten stellt Wenn wir außer den Baricte-Künstlern auch noch die Schauspie cr berücksichtigen, so ergibt sich die Tatsache, daß tk-r Schauspieler, der die Rolle des „Sherlock Holmes" in den Vereinigten Staaten mit so großem Crsolge darstel.te, Mr. William Gile tc, tvenn nicht der reichste, so doch einer der reichsten Schauspieler der Welt ist. Durch feine Bühnentätigk.nt ist er zum mehrfachen Millionär geworden. Mr Gilotte ist aber nicht bloß Schauspieler, sondern auch Versass.-r einer ganzen Reihc erfolgreicher Bühnenstücke. Sein jährliches Einkommen ist größer als das des Präsidenten der Vereinigten Staaten. In einer einzigen Theatersaison bezog er an Honorarim für ein einziges seiner Stücke ungefähr 400 000 Mark. Sein durchschnittliches Einkommen als Schauspicler stellt sich auf 40)0 Mark in der Wocke Außerdem crh .lt er noch die Häl tc aus dem Reingewinn. Un er den Sckxulspiclerinnen nimmt Maude Adams ten Höchs:en Rang ein, was die Höhe ihrer Einnahmen anbclangt. Miß Maadc Adams ist Die hervorragendste Künstlerin der Frohman'schen Truppe, ist aber bisher noch niemals in Europa ausgetreten Sie bezieht ein regelmäßiges Einkommen von 4000 Mark in der Woche. Außerdem hat sie Anteil an dem Reingewinn Dieser Anteil brachte ihr während eines ein igen Spielp anS die runde Summe von 800 000 Mark ein. David Warsielo, der erfolg» reichste unter den Darstellern deutsch-amerikanischer Eharak ere bezog in einer einzigen Spielzeit ein Einkommen von über 1 200 000 Mark Francis Willon, ein Komiker und Verfasser von Possen, erzielte mit der Darstellung von Rollen und durch die Erträgnisse seiner Posse „Ter Säugling des Hagestolzen" innerhalb 40 Wochen eine Einnahme von 240 000 Mark John Trcw, Amerikas hervorragendster Schauspieler in Gescllschafts- stucken bezog außer seinem wöchentlichen Einkommen von 2030 Mk. während einer Kunstreise, die sich über die Bereinigten Staaten erstreckte, einen Anteil am Reingewinn in der Gesamthöhe von 400 000 Mark. • Die Rutschtreppe zur Untergrundbahn. Tie Londoner Bürger werden cs fünfth nicht mehr nötig haben, zur Benutzung der Untergrundbahn Stufe um Stufe die Treppe hinabznwandeln, die zu dem unterirdischen Perron führt. An ^er Station Earlscourt ist mit angemessener Feierlichkeit am Tienstag die erste Gleit- ober Rutschtreppc in Betrieb gesetzt worden, und jeder Fahrgast der Untergrundbahn kann nun erproben, wie man mühelos treppauf und trcvvab wandern kann, ohne seine wie man mühelos treppauf und treppab wandern farm, ohne seine Beine im geringsten an strengen zu müssen. Tie sinnreickze Kon- strukiion dieser Gleittrcppe ist von verblüffender Einfachheit. Man irfireitct zwei Holzstufen hinab und steht nun plötzlich auf einer gleitenden Treppe, die in einem Tempo von 30 Meter in der Minute in ruhiger Gleichmäßigkeit in die Tiefe sinkt. Unmittelbar cor dem Perron tritt man auf eine langsamer gleitende zweite Plattform, die den Rulschreisendcn bann sanft zu der Haltestelle 'cs ZngcS führt. Ter Mechanismus arbeitet mit einer so ruhigen Präzi swn, daß man bei der Eröffnung ein amüsantes Erperiment machen konnte: eine Zigarette wurde auf die oberste Stufe ge- worfcn, glitt gemächlich in die Tiefe, ging automatisch auf die angsamere Glii Plattform über und wurde schließlich auf den Perron geworfen. Selbstverständlich entspricht dieser „Senktreppe" ans der anderen Seite eine Hebetrcppe. Die Einrichtung soll an alleli Stationen eingeführt werden. kf. Elektrischer R e gen. Ein Erfinder in Buenos Aires, Emilia Qlßon, hat sich jüngst durch Patente eine Erfindung schützen lassen, durch die er Garten- und Feld-Anlagen mit „künstlichem elektrischem Rege n" befeuchten will. Tas klingt zunächst ein wenig rätselhaft, jedoch ist seine Erfindung, wie eine Darstellung in „Scientific American" zeigt, durchaus ernst zu nehmen. Die Vorrichtung besteht darin, daß einige Meter über dem Erdboden an beweglichen Gestellen Trahttrossen gespannt werden, an denen eine Wasserleitung aufjjefjangt werden kann, deren Ceffnungen unseren drehbaren Rasensprengern ziemlich ähneln, so daß das Wasser in einzelnen feinen Strahlen weit versprengt werden kann. Seine elektrischen Eigenschaften bekommt dieser künstliche Regen in dem Sammcltanf der Vorrichtung, der aus Eisen besteht und mit einem elektrischen Strom von 0,5 Ampöre und 110 Volts beschickt wird. Tie eiserne Wandung dient dabei als positiver Pol, der negative Pol ijrirb von einer Kupferleitung gebildet, die innerhalb des Wassers nicht isoliert ist. Durch den elektrischen Strom wird das Wasser zum Teil zersetzt, so daß der künstlickre Regen den Pflanzen freien Sauerstoff, Lzon und Wasserstoffsuperoxyd zusühren kann. O. behauptet, dieses Wasser fei den Pflanzen besonders zuträglich und biene außerbem dazu, schädlich Insekten und andere Schädlinge ber Pflanzen abzutöten: außerbem aber ist dies Wasser auch für Trinkzwecke zu verwenden. Während ber langen argentinischen Dürre im vergangenen Jahre will O. mit feiner elektrischen Bewässerung sehr befriebigenbe Ernten erzielt haben. kf. Ter Handel mit Rosenöl. Noch heute ist Bulgarien das klassische Land der Erzeugung des Rosenöls als das es schon Mollke geschildert Hal, obwohl die deutsche Industrie heute ein chemisch reines giosenol herzustellen vermag. Welchen Umfang der bulgarische Rosenölhanbel hat, beweisen die folgenden, einem Handelskammerbericht aus Philippopel entnommenen Zahlen. Im Jahre 1909 waren nicht weniger als 10000 Hektar Landes mit Roienkulttiren bepflanzt, die 27 Millionen Kilogramm Blumen lieferten, aus denen 5200 Kilogramm Essenz hergestellt wurde. Tie Ausfuhr des Rosenöls kommt den verschiedensten Säubern mgute. Frankreich steht an der Spitze mit 1422 Kilogramm, bann folgen England mit 1141, die Vereinigten Staaten mit 833 und Deutschland mit 760 Kilogramm, während nach Italien im Ganzen nur 44 Kilogramm ausgeführt worden sind. * M i 1 D a m p f. Stationsvorstand (zum Kondukteur): „Wo üalxt Ihr denn gar so lange gesteckt heute mit’n Zug?" — Kondukteur: „Bei ein' Bahnwächter haben's grab’ a Schwein abg'nochen, nric_ mer vorbcig'fabrcn sind, und da bat ber Loku- molioführer 's Scbwein'l mit Tamps auS der Maschine abgebrüht?" ' U m g e w a n d c 11. „Sie baden außerdnn bau Beamte» rinnt falschen Namen angegeben: wie kommen Sie dazu?" — „Er sah so sportisch auf meine rote Nase, und wann das icnumb tut, dann kenne ich mich selbst nicht mehr!" Kleine CogcsthroniL In Berlin stürzte bei einem Neubau an ber H obrecht brücke ein xcil des Bürgersteiges in eine vier Meter tiefe Baugrube und begruboier Arbeiter Den erlarmicrtai Berliner und Rixdor'er Feuenvebrcn gelang es, sämtliche Ver- fdu’itete zu retten. Zwei Arbeiter erlitten schwere, tnc beiden anderen leichtere Verletzungen. Aus Gram über den bevorstehenden Tod ihre- Manne» vergiftete sich die in der Holzmarktstraße 10 in Berlin wohnende 26 jährige F-rau des Kaufmanns Kant. Wenige Stunden später vcrsckffed auch der Mann, der seit langer Zeit an einem Nierenleiden darniederlag. Der schwerkranke Mann mußte den Selbstnwrd seiner Frau mit ansehcn, ohne ihn Verbindern zu können. Bei Sprengarbeiten auf ber Grube „Storch und Schöneberg" bei Gosenbach flog ein Stein in einen etwa 25 Meter entfernt stehenden TynamitaufbewahmngSkasten. DaS Dynamit explodierte, eine Anzahl Bergleute wurde schwer verletzt. In G r^o ß - L e i n u n g e n erschoß in einem Ballsaal der 19 jährige Steuersekretär Lorenz die 17 iäbripe bildschöne Lcmd- wirkstochler Hilda Günther mit deren Einvcritändnis und daraus lick selbst, weil die Mutter des Mädchens den Verkehr nicht dulden wollte. Ein mit 5 Personen besetztes Automobik ftchr bei Boys gegen das Brückengeländer. Von den Insassen wurden zwei Tarnen hcrauSgesckleud rt. Zwei Herren kamen unter den Wagen zu liegen und erlitten teils schwerere, teils leichtere Verletzungen. Der Chauffeur war sofort tot. Das Fernlenkboot des Nürnberger Lehrer Wirt, baS seinerzeit auf dem Wannsce gezeigt wurde, wird demnächst auch in Wien vorge'ührt werden. Tas Kriegsministerium hat jetzt die Zustimmung zur Entfestigung von K Ü st r i n gegeben. Ein mit seinew Schwiegereltern und feiner Frau zerfallener Grubenarbeiter in Zkibrze brachte eine Tynamitpatrone im Hause seiner Schwiegereltern zur Entzündung. Durch die ocrfeljrtc Lage irr Patrone verfehlte sic ihr Ziel und zerriß den Attentäter, der in hoffnungslosem Zustande in daS Knappschaftslazarett gebracht wurde. Auf dem Personenbahnhof in Thorn (Posen) entgleisten von einem nach Graudenz fahrenden Güterzug die Lokomotive und secks Wagen. Neun Wagen wurden stark beschädigt. Der Schaffner erlitt schwere Verletzungen. In Manchester brach auf dem Grundstück der Anglo- Amcriean Qil-Eontpany an den Ufern des SchifskanalS Feuer aus. Tic Gebäude bildeten ein einziges Flammenmeer. Tas brennende Petroleum ergoß sich auf die Landungsplätze. Erft nach drei Stunden gelang, es, des Feuers Herr zu werden. Der Schaden wird auf 30 000 Pfund geschätzt. Ter Bankier Kappel in Paris ist verschwunden. Er veruntreute 500 000 Franks. Ein furchtbarer Zyklon, der gestern und heute nacht in Petersbiirg wütete, hat zahlreiche Opfer gefordert. Heber 120 be* lodene Barken sind untergegangen. Vüchertifch. — Faber's Kursbuch für Mittel- und Nord- deutschland ist in seiner vom 1. Oktober 1911 bis zum 30. April 1912 gültigen Winterausgabe erschienen. Tas handliche Büchlein in orangefarbenem Umschlag hat erneut mannigfache Ergänzungen und Erweiterungen erfahren. Eine Eisenbahnkarte vervollständigt den Inhalt des praktischen Büchleins. — Rudyard Kipling, Im Dschungellande unti daheim. Wohlfeile Ausgabe, fiartonniert. Vita, Deutsches Verlagsbaus, Berlin-Ch. Rudyard Kipling hat den festen Grundstein zu seinem Weltruhm mit seinen feinen, meisterhaften Novellen gelegt, hat sich die begeisterten Freunde und Anhänger, die über die ganze Erde berteilt leben, mit diesen wundervollen Geschichten und Erzählungen erworben. Seit Jahren waren die deutschen Ausgaben seiner kleinen Novellen vergriffen, bildeten einen viel- gesuchten und begehrten Artikel, der fast schon Seltenheitswert erlangt hatte. Nun bringt der Verlag eine sorgfältige, vielseitige Auswahl der werwollsten dieser Arbeiten in einer so wohlfeilor Ausgabe heraus, daß auch dem Wenigbemittelten die Anscyaffung dieser kleinen Meisterwerke ermöglicht wird. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. WeiteraliSückten in Hessen am Freitag, den 13. Oktober 1911: Ziemlich heiter, Temperatur wenig verändert, trocken; in höheren Lagen leichter Nachlirost. Letzte Ilncbricbtcn. Paris, 12. Okt. Der Finanzminister will im nächstjährigen Voranschlag einen Posten von 20 000 Franken zur Bestreitung der Kosten der Vorarbeiten für die Einführung einer Wertzuwachs st euer auf Grundstücke einftellen. Unseren Anzelgenkunden zur gefälligen Beachtung Um den größeren Anzeigen für die SamstagTmtmntee eine sorgfältige Satzausstattung zu sichern, empsiehlt es sich dringend, die Aufgabe ein bis zwei Tage vorher zu be- NTirken. Bei der großen Menge der Anzeigen kann nur bei rechtzeitiger Bestellung eine wirkungsvolle Anordnung geq währleistet werden. Verlag des Siebener Anzeiger. Dr. Steinreich wohnt jetzt Neuen Bäue 25 parterre, im Hause des Herrn Rechtsanwalt Dr. Spohr. Telephon 769 Statt Karten Johanna Müller -A.dolf Falkenstein Verlobte Giessen, 12. Oktober 191L V («437 J Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühfsche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Telephon 540 W« llkililiriuit erstklassige Qualität, empsiehlt bei freier Lieferung inß Haug Fritz Rumpf, Giessen Kartoffel- und Zwiebelhandlnrrg en grog Zozelsgasie V. [6242] Telephon 375. Es wird kalt! Ißernn- Schuhhaus Ein dramatischer Zweiakter 08457 Klnematograph Babnbofttraße 54. (084581 Bahnhofstraße 54. Nur noch heute und morgen Eintritt 45 Pfg Anfang y25 Uhr 6254 m Eintritt frei man Sowie d-'s ganze, borfficiliche Proiramm Die Vorstände. v'2/, Gießen, 11. Oktober 1911 6260 Sonntags 4 Uhr Eintritt frei Anfang 8 Uhr M !°nd. Ortsgruppe des Llllgem. Deutschen Frauenvereins Es gibt nur ein Dr. Gentner' ^eben i jW Xei Gemeinde- Frauenverein Giessen Seltersweg 19 Telephon a Vorzüglichste Schuhcreme Schutzmarke Kaminfeger. flennen; Sünffletltj M von $ Kten wii Kn Rön |Lll, Kjtviiiuiu, IV UH».» .1“ ‘•.'v 1------ < e„„ ann sich den großen Helden nicht naturgetreuer denken. 1. WlßU/t 1 in idjnelljte Monaten 3 Mart expori M tottteie pw alütyv Ter B Wachsen Len Austra Mit, erst d Schließlich breilung L> England lvenöung bt in Deutschs «bstzgebieü Vaudeville Posse mit besann 3 Akren von 5traah u. Okonlow! Musik von Jean Gilbert. Ende 10'/- Ubr. » MM, Mtüchen L aiisMmd' il.l Mwn gestiegen. Lehr be ibes^amti Ifes deut' i zisser ist tz : um 18,4 R fuhrdagege 'Mehrbedars 'heimische I • Höhe des e aus hem 9 danach gal reugeu5 Dmin bei ß,7 v. h. Nicht \ dm Lteltei Weit eiiv Stan verir \ von AM rungen, li , ständig Dl mobiiindu ihre Pro! wie augei tend ste deren roei Tanzkurse für Erwachsene und Kinder.! Meldungen werden noch entgegen« genommen. Frau Lina Goil-Oldini | Ballettmeisterin u. Tanzlehrer 6157! Neuen Baue 22111. „Äteine Frau war über 50Jahre mit einer häßlichen Flechte behastet. Kein gesund. Flcckch. hatte sie aus dem Leide. Durch Zucker's Patent Mcdizinal-Scifcwnrden die Flechten in 3 Wochen beseitigt. Diese Seife ist Taus. wert. E. W." LS t 50 Pf. I15"/oifl) n. 1.50 M. (35°/„iq, stärkste Form). Dazu Zuck-°>i- Crcme (nicht fettend und mild» 75 Pf. u. 2 M. in der Univcrsi- täts-Avothcke,Hirfch-Avothekc, bei Aug. Noll, C. Seibel, W. Kilbingcr, C. Schaaf, E. Karn Als Haarwuchs- und -PflegemiHel empfehle: Arnika-Franzbranntwein, Arntka-Haaröl, Dralle s Birkenwasser, Brcnncnelwaft., Favol, Brillantine, Ean de Quivine, Matosene Haar- spiritus sowie Medizinal- und Toilctte-Scrscn und Desinfektions-Mittel Drogerie Wilhelm Rechtler ßeutisoz.». tosllicta, ßrlsgruppeu zu Giessen. Wir bitten unsere Mitglieder um recht zahlreiche Beteiligung an dem morgen, Freitag, aveuo im Einhorn stattfindcnden Vortrag des Deutschen Flottenvereinö Theater-Verein Anmeldungen neuer Mitglieder werden nur noch bis zum 16. Oktober in der Musikalienhandlung von Ernst Challier, Neuenweg, entgegengenommen. Nur die Mitglieder des Vereins erhalten Abonnements auf die drei Opernvorstellungen, welche im Laufe des Winters vom Grossh. Hoftheater Darmstadt und der Hofmusik gegeben werden._______________________via/l0 Wollen Sie Ihre Gesundheit gegen die Einflüsse der Witterung schützen, so sorgen Sie rechtzeitig für eine gute Fußbekleidung. Solche erhalten Sie in prima Qualität zu billigsten Preisen im Der Vortrag, gehalten von einem unserer besähiglten Seeoffiziere, verspricht hochimeressant zu werden und laden nur die Bürgerschaft Gießens hierzu höflichst ein. D /io toi I Der Vorstand der Kreisgruppe Gießen ÜUlH-lll |in. tm Deutschen Verbraucher erhalten wertvolle Geschenke. All. Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. Stadttheater Giessei Direktion: Hermann Steingoettei Freitag, den 13. Oktober 1911 abends 8 Ubr , 2. Freitag - Abonnem.-Vorsteuun; Gewöhnt.Preise Gewöhnt.Preic MORA . od/.Ein Puppenheim Schauspiel in 3 Akten von Henrik Ibsen. Ende 10'/, Uhr. Sonntag, den 15. Oktober 1911, nachmittags 3*/•> Ubr Volks-Preise. Volks-Preis-. Glaube und Heimat Die Tragödie eines Volkes in 3 Akten von Karl Schönbek Ende 5V- Uhr. Abends 772 Ubr . Neuheit! Ncuhertl Gewöhnt. Preise Gewöhnt. Preoe Deutscher FlotLen-Verein Kreisgruppe Gießen. Am Freitag, den 13. Oktober, abends S'/2 Ubr im Einhorn: Vortrag mit Lichtbildern des Herrn Kontreadmiral z. D. Kecke Thema: „Welche Bedeutung haben die Panzerkreuzer für die ■ / » ■ - liefert billigst die Brühl'sche (in/OnC mit r irmü Universitat8-8ueb und8tein. l\Ui VI IIII l I II IIICl druckerei,Gießen.Schulstr.7 Biograph Nur noch heute u. morgen der Clon der Saison, der alles überragende Weltschlager: P. P- Mit Gegenwärtigem erlaube mir ergebenst anzuzeigen, daß ich mit dem Heutigen am hiesigen Platze Bahnhofstraße 33 ein Mtzgeschäst für bessere herren- :: und Damen-Garderobe :: (Genre-Tailor-Made) eröffnet habe. Durch langjährige praktische Tätigkeit als Zuschneider in erstklassigen Maßgeschäften größerer Städte bin ich in der Lage, allen, auch den feinsten Ansprüchen gerecht zu werden. Indem ich prompte und kulante Bedienung zusichere, bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll S. Oppenheim. Steins Garten Gießen —.— im neurenovierten Saale. — Sonntag, den 15. Oktober Militär-Konzert auSgeführt von der Kapelle des 2. Grohh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 116 „Kaiser Wilhelm" unter persönlicher Leitung des Odermusikmeisters Herrn Löb er. Cafe Amend Täglich iinstler-Konzert Em Deeldsetit mit 7 Pfund doppelt gereinigten neuen Federn gefüllt Mk. 9.50 12 — 14.70 16.50 22.— rc. |/:econ mit 2 Pfund Federn gefüllt IXlbOGII sjjjf 3__ 360 4.40 6.20 rc. Vollständige Betten Schlafzimmer - Einrichtungen 'ÄZ“ Teilzahlungen nach Uebereintunft gestattet. Weil Neustadt 10 GIESSEN Fernspr. 506 Ruluneslagen. lS7O|71er Kriegserinnerungen. Großartige historische und dramatische Handlungen. Unbedingt schöne Momente sind in dieser Vorführung enthalten. Nach den Kopien berühmter historischer Gemälde begegnen wir u. a. dem Hünen Bismarck, Napoleon, Thters, Favre. Noch rne m eö opinnncn. Bismarck fo genau zu kovteren, wie m Viesen Szenen, Allabendlich 8 Uhr das seisalinaile Eröhagsprogrami Donnerstag, den 19> Oktober 1911, abends sy4 Uhr, in der neuen 2lula: V ortrag von Herrn Dr.Fischer über die Mutterschaftskasse. Variete-Theater. Direktion: K. Ohm. 08401 IreiwilligeGai^cheIeuerwehr J Samstag, den 14. Okt. l. I., abends 8 V2 Uhr, in dec Turnhalle des Turnvereins: Feier des 56. leerstes - icrbMeil mit 3I6cni)nnter^ltiinii uni) Bull. k Der Vorstand. Nur Mitglieder sowie eingeladene Gäste haben gegen Vorzeigung der Karte Zutritt. ___v7/io Sturmlaternen äckornstsinaukätte Dezimalroagen empftehlt zu billigsten Preisen Edgar Borrmann Eisenwarenhandlung Telephon 165. [*»] Neustadt 11. 7/isitenkarten liefert rasob and billigst Briihlscbe Omv^Üfackerel Evapg. Arößiler-Verein. Die hiesige Gruppe d. Deutschen Flottenvereins hat uns eingeladen zu dem am Freitag abend 81/- Ubr im Einhorn stattfind. Vortrag mit Lichtbildern des Herrn Admiral Recke über die Krenzersrage. Wir bitten um recht zahlreichen Besuch. Eintritt frei. v12/,»________ Der Vorstand. ""Wir eröffnen Sonntag, den 15. Okt. 1911, vormittags 10 Uhr zu Wieseck i. d. Schulhaus am Gießener Weg Lehrgänge in Stenographie lUnterrichtsgeld 6 Mk.» und Schreibmaschine lUnterrichtsgeld 4 Mk.). Gefl. Amneldungen werden nut dem Bureau Gr. Bürgermeisleret Wieseck oder zu Beginn des Unterrichts entgegcngenommen. v,2/10 Stenographen - Gesellschaft „Gabelsbcrgcr" Gießen. Sektion Giessen yÄC. D. &. Oe. A.-V. Sonntag, den 15. Oktober: Allendorf — 10 Nordeck —Dreihausen — Holzhausen — Schröck — Elisabethenbrunncn — Marburg. 7 Stunden. Abfahrt 9” V. nach Allendori. lv14/i l\ imnii, ß Ä 'M-". V"' : Ä