Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. rage, welche aus dem Gebiet . . 42-00 88-00 Juli 1911: der statwnjWfi «5 WM S 26. 3uIi 11&5 26. 8 3 7 eichten. e’eaiML Sonnenschein Sonnenschein Mk. 91-100 81-92 73-80 . 55-60 . 48-54 . 43-47 48.00-49.0) 62.00-63.0) 45.06 -49.00 60.00-62.0) 48.00-.4950,61.00-63.00 48.00-49.50 60.00-62)00 49.00-50.00 61.00- 63.0? e„B berührten. , Bei dichtbesetztem Hause eröffnete A s q ui t h die Aus- ers bad NaulM. ingoctter. Witwe.' Mittwoche Frl. Käthe Aotl>e v:- :en/ Freitag den 4. Ai-:, iluguit: M-heidMz' ütt ,.,= =•! 2 feinesrduto virJhnen? Aussprache über das Budget des Ministeriums des Aeuvcrn voraus. Tret fragen bezogen sich auf die Lage i n M ad rokko ober Unterstaatssekretar Mc Ä t n u d it Bo od sagte- Ta keine Erklärung über Marokko abgegeben wurde, bitte er die Fragesteller, nicht auf eine Beantwortung s zu dringen, bevor sie die Erklärung gehört hätten. T i 11 o u fragte, ob irgendwelche Mitteilungen mit Bezug auf die Landung des früheren Schahs in Persten zwischen der russischen und britischen Regierung ausaclamckt worden seien und ob diese Mitteilungen verönenllicht würden. Mc Kinnon Bood erwiderte, er müsse die erste A-raflc bejahen, hie zweite verneinen. Beide Regierungen würden sich in die inneren Angelegenheiten Pernens nicht einmischeu, da diese ihre beiderseitigen Untertanen nicht schweigen verlas. , . , , . . , . Bor zwei Tagen habe ich erklärt, bau es bequemer sein wurde, wenn ich ansiall aus eine irragc aus dem Hame zu antworten, die Gelegenheit dieser Aus,vrache ergrciK, um eine Erklärung übet cutc iyvage abzugeben, bic in sehr groneni Rkatzstabe allgfiiuui I bie vjsenl'.iche Aumiertsanikeil aus alle Fälle erregt, wenn Ne ne nicht gänzlich absorbiert, ich meine die Frage, welche au, dem Gcbici der inimiaticnalen Politik bezüglich Marokkos enlltanden ist. I 3di deute, es wird wwohl von allgemeinem Imerene, wie Dem Hanfe genehm sein, wenn ich Die ErNärung so,ort abgebe, bevor mc Aussprache begonnen Hai. Augenscheinlich ilt die,e marotta- Nische Frage ans einem Punkte angelangt, wo sie tu wachsendem Mähe Schwiertgtetleu, yeunru. t jung und Be,orgnts hervorrweii wird, menn nicht eine Losung gefunden wird. Im gegenwärtigen Augenblick zu genau aui Die Ursachen und Borgange kmzugchen, I mocrie in mehr als einem Streife Beanstandung und -jjidcriprua) hcraudordern, was unter allen Umitänbc.i vermieden werden I ■ eilte. (Bestall, Ich beabsichtige daher, einfach dem 5?au,e Dar- liegen, was heute tatsächlich die Lage ist. Zwilchen er r a n I - r e i d) und T e u t i d, l a n b sind BeiVrechungen i m 0) a n g e. Wir nehmen feinen Teil an Dielen B e I P r c d) d ii it a e n. Ter Berha.tDlungsgegeniiand mag die ennlr.cbcn ^utci- ciien nicht bcrübicn. Solange wir nicht das Enbremttat kennen, tonneu wir über diesen Punkt keine abfcklietzende Mcimmg aus- di licken Aber es i ,t um er Wunsch, da« bieic Unter* rehungen zu einer jur beide Parteien ebren-j vollen und befriedigenden B c r ein b a rung fuhren möchten, von der die britische Regierung a Ulrich t i g sagen k a n n , D a fc ff t e Die britn djen Inter- cifen in t ein er W eise präjuDizieten- Wir glauben, oa\\ biev vollitänDig mJgli. iü und wir hegen den ernsten und ehrlichen Wunsch, Daß bie- erreicht werben möge lie l’Ji a r o k k o- frage selbst starrt von Schwierigkeiten. Aber außerhalb M a r o k t o s, und i» anderen Teilen ü o n Wcstaftika D en i cu mir n i di t Daran, eine U m» Mischung in territoriale Vlbmadbii n gen. i u per* s u ch e n , Die von näher Interessierten für zweckmäßig erachtet Man sieht, daß man die Großsprechereien englischer Blätter und mancher Staatsmänner nicht so ernst und tragisch zu nehmen braucht. Mit der unbedingten Waffen- folge für Frankreich sieht es doch windig aus. Tie gründ ja«lid)cn Folgerungen aus den französisch-englischen Abmachungen vom Jahre 1904 wagt man nicht zu ziehen, s o - fern Deutschland nur sich entschlossen zeigt, seine Ausschließung von der Partie nicht zu dulden. Herr v. Kiderlcn-Wächter kann die viel betlagieu deutschen Fehler vielleicht wieder einigermaßen wettmachen. Die Schlutzwendnngen des Herrn Asquith, in denen er bie bisherige Haltung Englands verteidigt und. entschuldigt, zeigen, daß eine feste und energische Haltung Deutschlands am Platze war und daß das „Berliner Tageblatt" wieder einmal auf dem Holzwege war, als cs noch aesterti in einem Leitartikel darüber knurrte, die Entsendung deutscher Schiffe nach Agadir sei übereilt und ungeschickt gewesen. London, 27. Juli. (Unterhaus.) Eine lange Reihe von Fragen über die äußere Politik ging der Wagner und Lindau. Erst wenige Monate sind seit dem Erscheinen von Rühaid Wagners Selbnbiographie vergangen und schon ist das Bewutztl-m mS deutsche Lolk gedrungen. Daß. Dies uiwerglcidilidie Bekenntnis eures Künstlers zu den rocrtoolUtcn Besitztümern leiner geistigen “Älaiir geWrt. Tr°»d-N, .der getabe be-ihalb xlt b.ejttagc über Die Sorglosigkeit, nut Der Die Herausgeber zu Werke gigmgcn sind, nur zu berechtigt. Ohne Kommentar, mit einem niuumen- jchanlichen und unvollkommenen Namenregister ilt das ^udi geeignet, Mißverständnisse hervorznnsten und zu befestigen^ Eins dieser Mißverständnisse ist durch Wagners Biograph Gl l n JP iu)d) Dazu gewissermaßen legaluiert 'vordcn — du ^vauptung. Daß Rudolf Lindau an Der franiönWn Ueberietzung Dnv ,^Tann- hauser" beteiligt war. Roch ui Der neiwsten Lülage ist das bei Glascnapp zu lesen: er sollte Doch die Moglickken gehabt haben, iich eines Besseren zu belehren. An vier stellen 'eines Werkes erwähnt Richard Wagner Lindau, und nur einmal lugt er dem Flamen den Anfangsbuchstaben des Vornamens Ji. bei. -iit einem nur aus der ErinnerungSerregung an jene unglücklich. Pariser Zeit erklärlichen Zorn, mit ungenierterer Grobheit ipridn er von ihm und wirst ihm ein paarmal „linnen mamthcit vor. Sei allen, Die den vornehmen, liebenswürdigen Greu> gekannt baden, Den Mann von edler Bescheidenheit, von tietem ~'i>icn und abgeklärter Weltweisheit, hat es, trotz Glaienapps Bestätigung, Die größte Berwunderung erregt, daß Rudolf Lindau als lunger Mensch diesem Porträt von Wagners »and auch nur annapernd äbnlidi gewesen sein soll. Tiefem Mann, der ein langes -eben hinter sich hatte, reich an Ehren und Erfolgen, überreich an Freundschaft und Liebe und Verehrung, der, ein wahrhaft pbuo- iovhischer Geist, Die redue Zeit erkannte. Der grotzcn Welt aui immer ''ebewohl ui sagen und iid) in Die kleine Welt velgolandS^zurua- »uiiieben wo er, ein Einsamer, auch im Winter unter den ^nchcrn lebte mit seinen Erinnerungen an alle Fürstenhöse Europas, an bie Salons vom Fanar und Mahsair, vom Boulevard Kautzmann und von Der Wilhclmsrraße, an Asien und Europa, an Die Zeiten keiner Anfänge und großer Entwickelungen, Dieter Mann ivunx hier geschmäht. Und feiner seiner Freunde vermochte ihn. Der einige Monate vorher auf Dem kleinen Kirchhof der geliebten NoiDteeimel seine letzte Ruhestatt gefunden hatte, gegen die «crunglunpiung eines Andenkms zu schützen. Fetzt enDlidi kann Der Behauptung, Daß es'sich um Rudolf Lindau handelte, entgegengehaltest werden: es war Richard Lindau, Der jüngereJöruder, Der um iSbO in 'Bari» Musik studierte und Durch viele Gesälligketten 'w -vagn... Dessen Genie er verehrte, nützlich crwtes. a.te Behauptung, Dan tr weder Teursd) noch Franzoft^ yeriiaiidcn. Da er. Der m cm m ÄonAcrt Den „Abendstern" ohne Viobe fang, iid) öffentlich blamiert hab“, und andere übelwollende Bemerkungen aus Wagners Munde werden wir cum grano salis nehmen, um ja mehr, als Wagner in einem Prozeß, Den Lindau wegen Des Unteils des Autorrechts an der 'ranzchstchi-u Tamihäu'erubertetzung gegen ihn anürengte Doch nur halb recht betonimeu hat uuo selbst mgeben mur Daß Lindau anständig genug war, aus die ihm zugestandene EntfchäDiaimg nicht ireiter zu Dringen. Wenn man ferner berück- sichtiat daß dieser Mann, Der als junger Memch Ptutiker werden wollte,' fünfundvierzig Fahre später in Barcelona als deut'chcr Generallomul und angeiebenstes Mitglied der deiitidjen rtqlunie in -Pinien gestorben ist, so muß man zngebeu. Dal; auch Dieter .Uiolt norf) ein Wein geworden in Und nickt um Richard Lindau.aui Motten seines Bruders zu tckmähen, ist seine Identität hier lest gestellt norden, sondern um Rudol s Bild von den Flecken zu reinigen. Die nickt durch Wagners, sondern der Herausgeber schuld cme Zeitlang daraus erichienen. Wie man sich gegen Öen hitzschlag schützt. CJic inördcriidv Hitzewelle, die jetzt ganz Mitteleuropa beim» sucht, fordert allenthalben Scharen von Cpicrn, die Plötzlich vom Hitzscklaae getroffen, oämnddiig zutammenbrecheii -t: erim.i» nuna DcS Hikfcklages futit und Cie Anzeichen, die ihm unmittelbar üoraufgc!;.n, find *a hmlänglich bclannt: der Ewkrankenoe eniv- iinDct m,erträgliches Wärrncg. ul;t. Die Atmung wird keuchend. Der Puls beidüeunigt unü klein, es treten ötopt’d ntcrien und irinbefinDfH i't gestört, und tckUetz- Iid) tritt die Lbnmacht ein. Wenn der vlniall sehr heftig ist und ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig kommt, kann Der rasche LoD Die §"^Tie Frage ist nun, wie man sich gegen Den Hitz sch lag schützt. Um sie beantworten zu können, muß man romen, worau' der L»itz- fcklag cigentlid) beruht. Am kürzesten beschreibt man chn wohl ein» Störung Der Wärmeerzeugung und der Wärmeabgabe Des Eöivers, Die schließlich zu einer übermäßigen Warm-uauung führt Tie Tiirchfck ninstemperatur Des meufchlichen Aorpers bc- trägt'bekanntlich, etwa 37 ÄraD Celsius, an heißen ^agcnjmD bei fckweier körperlicher ’lrbett, befonders beim Gehen im sonnen» brande neigt Die Temperatur nur um einige Grade über Die en ^Uichfchnnl Temoeraniren von 40 Graden *md bei marichicren- Den 5oidaf-n an Deinen Manöoenagcn nickt allzu feiten beobaa'tet morden ja e- find «ogar Temperaturen von 43 Grasen gerne,'en worden', ohne Dan in Diesen Fällen Der Hitz'chiag cia.rat. D,e Er- warmunq Durd) Muskelarbeit allein beDuigt also Den Litz'ckmg nicht tidmebr kommt es auch cur Die Abgabe von Waner und .Qo! leit’.iure an, eine Aufgabe, Die b: 'Ccui ;u löicn hat. 3't die Auß nlnft selbst mit Wai'er gc'anig:, u s nun als „ickwu. empfindet, so wird Die Haut hierin gehindert, xer Erwarmung duri Die umgebende Luft und Die Muskelarheu jetzt der men'ch- Die Behauptung, Daß wir uns in dieser Weite eingemischt I und Die Berbandlungen zwischen Frankreich und Teilt,chland pra- indiziert hätten, ilt tatiadilid) eine böswillige Erfind n n g ohne eine Spur pon BegrünDung. Air haben es von Amaiig | an richtig gehalten, Hai zu legen, daß, wenn eine B e r -, cinbarung Der erwähnten Art nicht z u ,t a n D c fume, wir aktiven Anteil an Der Erörterung Der Lage nehmen müßten. Tas wäre unser Reckt als ^tgnatar» macht Des Algecirasvertrages unD konnte umcrc «er- Vflidituiig sein. Rack Den Mimniuuaen unseres A bkom ° m e n S m'i t Frankreich aus dem Fahre 1904 konnte es untere Schuldigten fein zur Verteidigung der durck die meuere Entwicklung direkt berührten enngliscken Interest en. Es gab feiten, wo wir nid t sicher waren, wie weit das voll verstanden elfen- .'SKS **iüt** W1*1 ' r u-ikVeni^ um ■ H b eti cfjt vom 27 %u» lfe»?Sitz öajroeine. Sdjroeine belebt, mhq» Preis lut 100 M Lebend- Cchlachi.' wird 3d) freue rnick, iaacn zu können, daß wir jetzt vollständiq darüber beruhigt find Xie ErNärung, die vor mehr als drei Wochen hier abgegeben wurde, niü> die kurj td,c Rcdc de« S ck a tz I a n z l e r s haben es, w,e ich hone und glaube, vollständig klargestellt, daß w,r keine bc herrschen de oder überragende Stellung bean, vrudjen, sondcn, nur die Stellung einer Partei, die an icdcr möglichen Entwicklung und auch daran interessiert ist, daß die Vöwng die gegenwärtigen Lchwicrig- keiten gesunden l>at. Rack um crem Urteil würde cs ein sd'wcrerer Ätllcr fein und gewesen fein, einer solchen Situation ihren -.aut ut lassen, bis Die Geltendmachung unsere» Intereste» On ihr infolge dc* VGrauogegangenin 5tillidm>eigcn» Ueberrasckung unD iVerbitterung betüorgcrufen bötte in dem Augen- bild, wo diese Geltcndmackuiig zu einer gebietcrifchen Rotweiwig- keit geworden wäre. (Bestall.) Tagegen haben wir unS, wie ,d) glaube, durd) die bisherige n Er klär ungen genüg e n D gesichert. Ick wiederhole, bai; wir einen erfolgreichen Ausgang Der jetzt üattimdenben Bcipreckungen crniUid) *av i viuiw»pv><.<» -v—i - —> - > - ... I miinidien und möchte im allgemeinen Intercstc einen encrgi, dien spräche über das Budget der auswärtigen Angelegenheiten Qtt t>a» Haus richten, bei dem gegenwärtigen Uni ah nickt mit einer lurzen Erklärung, die er unter tiefem -tuL *u- rocitcrc Einzelheiten cimugebcn oder grundsätzliche Montro- 1 verfe nU eröffnen. .Lauter, allgemeiner Beifall.) ___ si,ic Binnan Wood sagte in urnnberunfl am tncljriic Anfragen, die russische Regicruua habe den frülicrcn ^chah sowohl im vorigen wie in diesem Jahr wiederholt gewarnt, nicht zu intriguiereu. Eine deutsche Richtigstellung. ^te „Norddeutsche Allgemeine Ztg " teilt mit: Olcgeu- übcr den im Auslande verbreiteten Gerüchten über Lan- düngen deutscher Mannschaften i n Agad ir ist nach Den 1 Dort vorliegenden amtlichen Meldungen sestzustellcn, daß lediglich eine Reihe von Tagen hindurch insgesamt LO • terc und Mannschaften unbewaffnet zwei -stunden zum Spazierengehen an Land geschictt worden sind. Tie Spanier m Elksar. Paris, 27. Juli Tcm „Paris Journal" wird au5 Elk,ar gemeldet, daß die. Spanier dort alles erreich t hätten, was sic wollten. Tie Lfsizrere der sran- rösischeii Militärmission dürfen Elksar nicht mehr betreten und der Kaid Bendahan, der Befehlshaber Der scherisischen Garnison, hat mit den wenigen, ihm noch treu gebliebenen Soldaten abziehen müssen. Tic Spanier hätten dcwurch alle Franzosen, Die etwa die Absicht gehabt hatten, m Clhac ober der Umgebung Geschäfte zu treiben, abgeschnitten und so Die ganze GegenD in ihre Hande bekommen. Em Zwischenfall am Um er-Rebia. Tanger, 26. Juli. Wie ans spanischer Quelle siam- uiende Briefe aus Mazagan besagen, hat ein marofla» mjcher Posten einer Gesellschaft eucopäi|cher Herren, unter Denen sich Der Minister uhd spanische Konsul Vulas, lerner ein Beamter des Konsulats sowie der Vorsteher Der ^rauzis- lauer Mission und andere Europäer befanden, da» Heber- schreiten Des Hm-cr Rebia untersagt unter dem Hinweis Daraus, sie hätten leine Erlaubntt. von dem franzvinchen Kommandanten des Lagers von SiDi Ali. Tie GescU'chaft habe trotzdem den Fluß überschritten. Iker nnd Flotte. Tie Verjüngung des sranzöfischen Qsfizierkorps. Tie vorzeitig gealterten oder körperlich d i e n st u n f ä h i g c n Offiziere in Frankreich, mit Denen man bisher zu große Rachsicht geübt, will Der neue Kriegsminister Mesfimy nunmehr endgültig aus Der Armee entfernen. In einem Rundschreiben an die kommandierenden Generäle weist er Darauf hin, daß die jrühereu Vorschriften, Denen zufolge die Durch ihren GejunDhetts- licke unD tierifche Körper Ablühlungsrorrichtungc'l entgegen TaS 3d)wipcn, Die Wasserabgabe Durck Die Haut, verbraucht eine ganze Menge Wärme Des Körpers unD erzeugt Die fogenannte „Ver- cunstungslälle". Ties VcrDunsicn kann durch Den Wassergehalt Der Lust beeinträchtigt werden, aber aud^Dte MleiDung J,at Darauf limflufe. Tiese mut, um Die richtige ^ckwcif-vcttimstung Mzu- lassen, Den nd-tigen GraD von 2urd;läiitgfcit beiltzen Ist Die UnterflciDung, Die ursprünglich Dnrd lässig war, DurdnaBL w ist je fer Waffer- und Wärmeabgabe Ijnderlid) und wirkt pi.lmehr wäimcüauind genau wie der Pneßnitzsch- Um,d,lag. Tn Rahrungs- aufnai mc Des Körpers als Wärmcauelle tami als hinlänglich b> lärmt betrachtet werden, und bedarf in Diesem Juiammeni;angc IcincC weiteren Erörterung Ans all diesem folgt, wie man zunächst dein Hitzschlage Vorbeugen kann: was die Nahrung cmgehl, so meide man eüveiß- und fettreiche Stoffe, namentlich ,n Form von Fleisch, Lvcck oder &üb"enfrüd;ien; die Kleidung ist io zu wählen, ■ r•, Wärme- und .nechieniaurcabgcib- nickt hinderlich iit, Die Hauptausmerkiamkeit aber ist auf Das äußerliche Verhalten an heißen Tagen zu nckten. Natürlich muß Der «törver, wenn er tue VcrDunstung Waffer abgeben soll, auch Das nölige Außer zugcmhir erhalten Taß Das Aasferrrmken, wenn man stark eil ißt iit, fchäDlich fei, ist längst als Irrtuni erkannt. NaMrlich lanii man an beißen Tagen nicht, ivas Die 'ick, er sie Maßregel gegen Den Hitz schlag wäre. Die Arbeit einfach ntcDerlegen; Dcijec bleibt nichts an Der es übrig, als iie am Die kühlste 4.agc3jeii zu terlegen, oDer io weit es möglich in, in kühlen Räumen zu arbeiten, Deren Luf; nicht allzu große Wust'ermengen enthäli. Zu Der Ge- naidiragc ist noch zu ergänzen. Daß älkoholii'che Getränke zu vermciDen find, befonders starke Weine oder par schnaps, dagegen ist kalter Kaffee, nötigenfalls auch mit einem schliß .'tognaf versetzt. Durchaus empfehlenswert, namentlich bei amrrengenden Märfcheii. . Ist per Hix schlag irotz aller Vorbeugungsmahregcln fc cd) cm- getreten, so muß der Erkrankte zunächst an einen kühlen Ort gebracht und von seinen enengenbcn Kleidungsstücken befrei! werben; dann ist er mit kaltem Wasser zu begießen, und zur Belebung Des Herzschlages iönnen jc£t auch alkoholische Geiränke in germgen Mengen emgegeben werden. Unter allen Umständen i’t für rasche ärztliche Hilfe zu sorgen. K. F. ♦ — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. 2em Berliner Staatsrechtslehrer, Geheimen Ober- rcglerungsra: Professor Tr jur Ferdmanh von M artitz > mürbe anläßlich seines goldenen Toiloriubiläums cie^Gro,; <^ol- bcnc 'I*ccbaillc für Alf'en'chuft verliehen. — Seinen 70. G ^nris- tug begeht am 3C*. Juli der außerordentliche Pro’efsor und 2ir-r- ; tot des agrikulturchemifchen Laboratoriums an der Untoetutat ° Göttingen^ Geh. Regierungsrat Tr._ Bernhard Tollens. L eger J9cn 7v, 11L auf UKK ^5^ i>r«ientn S,*- k ° uhr 20 griin n Dot* . also nut v lange efr2.“,Jen und 7L°K :n,Mu9Sm!Ä”S 1 unb bau nirfi» . •jbt, bei|piel3n;ei|e a?b-Ü t>?. absolut verL "L leiorbert wirb. PQt‘ Nr. 175 Erstes Blatt \6\. Jahrgang Freitag, 28. Juli De, Gleßnier Avzelper ® ▼ monaHick7LW,viertrl« 11 »AAt A A*f EB (hlCnviWl ZlUwlUvI Vk W ■ W ■ ^9 W e befrebäkteur: A Goetz, wlttschaftttcheöettfrager. M ■ M M Beranrwortlich sür Den Fernsprech-Anschlüße. politischen T«il: August für die ReDaktlon 112, * • •• /U f Goetz: für .Feuille- »“Ärf General-Anzeiger für Gveryenen n"obmt’CM *2invigen Rofationsörud und Detloa d«k Brtibl’icbcn Univ.Gu». und Steinbruderei R. fangt. Rebattion, (Erpeöition und Rruifertl: SSulftraht 7. 'ÜI den L Bübingen; Sern|pred)tr Rr. 50 S.Ichä,.-stell- Ba^nhotttrafte 16a._____________________________________81"|;'9,n,eil: Eine marottoreöe öes englischen Premierministern. Die Lage ist heute klarer und — ruhiger geworden Die gestern nnedergegebenen Ausführungen des Rcutcrscken Burecrus hatten manchen Unwillen besänftigt und waren von der ganzen deutschen Presse mit Erleichteriing begrüßt worden. Heute liegt dazu noch die erwartete Erklärung des englischen Ministerpräsidenten vor. Er hat gestern im englischen Unterhaus bei der Beratung über das auswärtige Rcffort Erklärungen abgegeben, die Englands Hal tung nunmehr etwas Narer hervortretcn lassen als bisher. Tie erste Ministcrrede vor drei Wochen und die letzten ,Wosaunenstößc" des Schatzkanzlcrs waren mehr ober weniger ein Spiel mit Worten gewesen. Es war damit offenbar beabsichtigt worden, Deutschland cinzuschüchtern. Llber das Bersieckspicl hat in Teutschland nicht verfangen, und die verhüllten Drohungen haben im deutschen Volke Erbitterung und Groll gegen England hervorgerufen, was den leitenden Staatsmännern in London wahrscheinlich nicht entgangen ist. Vielleicht hat Herr v. Kiderlen-Wacktcr gleichfalls irgendeinen Wasserstrahl in die Downing-Strect abgegeben. Jedenfalls hat sich die Haltung Englands neuerdings geändert: es zieht vor, sich damit zu bescheiden, daß Teutschland seine Ansprüche geltend macht. Bon Hilfe and B ü n d n i s p f l i ch t den F r a n z o J c n gegenüber ist nicht mehr die Rede. Tas ist eine Tatsaä)e, der wir uns freuen dürfen. “Jiiiii hat Teutschland ziemlich freie Hand, und die Franzosen werden bei den weiteren Verhandlungen nicht mehr auf die englische Stütze pochen können. Herr Asquith drückte sogar den Wunsch aas, oaß es „zu einer für beide Parteien ehrenvollen und befriedigenden Vereinbarung" kommen möge. Frankreich wird alio nicht fortfahren dürfen, uns ein „Trinkgeld" dafür zu bieten, daß es Marokko in die Tasche ft cd en darf. Tie sogenannten „Kompensationen" gehen, sagt Asquith, sofern sie Die brunchen Interessen nickt becinträck- tmen, (Xiifllanb nichts an. .Tas ist eine Dämpfung ber darauf bezüglichen Schimpfereien ber englischen Prcs,e. Sollte aber eine Teilung Marokkos erfolgen, bann will England wieder mit im Spiele sein und sick) auch feinen Teil am Kuchen sichern. Nk>r, abends 7.30 fleuratj. Amtlicher Wetterbericht. Öffentliche Wetterdienststelle Gießen. Welterausslckten m Hessen am Samstag, Dem 29. Zull 1911- Merit heiler, trocken, sehr warm, ©ereilter. Kleine Lageschronik. . ^.^Lbere Lehrer Stolze, der am 9. Oktober 1909 den praktischen Arzt Dr. Krause in Vogelsang bei Elbing ermordete und beraubte und seitdem fluchtig war wurde am Mittwoch abend auf dem Bahnhof in Körlin V d. Persarcke ^"haftet und dein Amtsgerichtsgefängnis Belgatt» zugeführt. Aus K a s s e l meldet man: Am Mittwoch nachmittag wurden in den Schrebergarten vor dem Leipziger Tor zehn Kinder vom Blitz getroffen Luc würben bewußtlos ins Kran- k^nhaus^gebracht. Man hofft sie sämtlich am Leben erhalten: 'tote in Kriegszeiten nachzukommen. Wie verlautet, wird auch der vor fünf Jahren ein- gesetzte Höhere Rat der Nationalverteidigung demnächst in dem Sinne umaestaltet werden, daß eine 'dntyeimdje Tätigkeit der Streitkräfte zu Wasser und zu Lande erzielt werden kann. In Paris geht das Gerücht, daß General Pau nicht, 'tote angekündigt, den Posten eines Generalstabschefs übernehmen würde. Er mache geltend, daß er das Kommando nur während zweier Jahre führen könnte. beiden'Kammern der Stände weder Regierung noch Provinzialverwaltung an der weiteren Förderung des Unternehmens fehlen lassen. Nach der in der Zwischenzeit nunmehr auch durch das Ministerium der Finanzen erfolgten Genehmigung des zwischen dem Staat und der Provinz abgeschlossenen Vertrages ist die Pr o j ektb ear b eitun g sowohl hinsichtlich der vom Staat wie auch der von der Provinz zu errichtenden Anlagen bereits soweit gefördert, daß schon in nächster Zeit öffentliche Ausschreiben erfolgen werden, um die für die einzelnen Kategorien von Anlagen zuzugestehenden Einheitspreise zu ermitteln, die alsdann für die endgültige Vergebung der Arbeiten die Grundlage bilden werden. Inzwischen werden die zum Anschluß an das von der Provinz zu erbauende Netz bereiten Gemeinden — bis fetzt 100 an der Zahl — der Provinz gegenüber sich auch vertraglich zu verpflichten haben. Der hierfür in Betracht kommende Normalvertrag, der im Verein mit den zuständigen Kreisräten ausgearbeitet und vom Provinzialausschuß gebilligt worden ist und im Laufe des gestrigen Tages auch die ministerielle Genehmigung erfahren hat, wird in aller Kürze sämtlichen interessierten Gemeinden durch die zuständigen Kreisämter zugehen. In dem vorerwähnten Normalvertrag sind im großen und ganzen noch einmal diejenigen Bedingungen zusammengesaßt, zu deren Erfüllung sich die interessierten Gemeindevertretungen bereits in den hierüber gepflogenen Verhandlungen bereit erklärt hoben. Je schneller der Abschluß der Verträge durch die Gemeinde-Vertretungen erfolgt, desto eher wird mit Ausführung der Arbeiten begonnen werden können, da erst dann, wenn die genehmigten Verträge vorliegen, das im übrigen in kurzer Zeit fertig» zustellende Detailprojekt über die Führung der Linien für die Fernleitungen aufgestellt werden kann. Nach dem großen Interesse, das seither schon von den Gemeinden der Sache entgegengebracht worden ist, darf erwartet werden, daß die Gemeinden die Provinzialverwaltung auch in dieser letzten vorbereitenden Tätigkeit durch schnelle Arbeit unterstützen und damit dem Bestreben der Provinz, womöglich noch im Nachsommer eine rege Bautätigkeit entfalten zu können, Vorschub leisten werden. "TaaeSkalender für Freitag, den 28. Juli: Zirkus B l u m e n f e l d : Vorstellung. Anfang abends 8'/. Uhr. <5)cridW»jaaL Leipzig, 27. Juli. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Schneiders Kupka, der vom Schwurgericht Gleiwitz wegen Raubmordes zum Tode verurteilt worden ist. Kupka ermordete und beraubte im Februar in Zabreze die Händlerin Gittel Träger aus Chrzanowo. ft Marburg, 27. Juli. Das Schöffengericht verurteilte -eure enten jungen Mann aus einem Nachbarorte, der feiner rüheren Geliebten, die ihm untreu Leworden war, einen Brief beleidigenden Inhalts geschrieben hatte, zu 100 Mark Geldstrafe. - Merlin, 27. Juli. Die 10. Strafkammer des Land- gerichts I Berlin verurteilte den verantwortlichen Redakteur der „Welt am Montag", Alfred Scholz, wegen Gottes- lasterung zu zwei Mona ten Gefängnis ** Der Zirkus Blumcnfeld, der erste und älteste Wanderzirkus Deutschlands, der kürzlich sein 100. Bestehen feierte, eröffnete gestern abend sein hiesiges Gastspiel mit einem in allen Teilen vorzüglich durchgearbeiteten Spielplan, der das Entzücken der Jungen und die Freude der Erwachsenen bildete. Der Zirkus, der bei seinem hundertsten Jubiläum der Gegenstand besonderer Ehrungen war, ist trotz seines Alters den Anfängen der Zirkuskunst treu geblieben, für die tadelloses Pferdematerial in vorzüglicher Schulung das wesentlichste war. Das Ueberwiegen der Pfcrdedrcssur ist auch heute noch der große Vorzug des Zirkus Blumcnfeld, der deshalb aber die neuartigen Anziehungskräfte der zirzensischen Unternehmungen nicht vernachlässigt, die sich in Ernst und Scherz um die teilweise herrlichen Tiernummern reihen. Direktor Blumcnfeld führt eine Anzahl prächtiger Schimmel vor, sowie einen herrlichen Fuchs und mehrere Ponys und Hunde, die sowohl einzeln als zusammen ganz hervorragendes leisten und von dem Publikum, das gestern sehr zahlreich erschienen war, mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde. Tie jüngeren Herren Blumenseld zeigten drei Oldenburger Bullen, eine arabische Schimmelstute und eine deutsche Dogge in der hohen Schule, die ganz vorzüglich geritten wurde. Eine hervorragende Nummer des Programms ist das äußerst geschmackvolle Trio Holmes, drei Schleuderbrettakrobaten, die durch ihre Elastizität und ihre schmiegsame Eleganz außergewöhnlich erfreulich wirken. Der Hengst LordDou- g l a s von Herrn Otto S ch u m a n n in alten Gangarten der modernen hohen Schule geritten, zeigt eine ganz famose .Haltung. Die Fühlung zwischen Reiter und Pferd, das dem leisesten Truck sofort gehorcht, grenzt ans wunderbare. Auch die von Frl. Anetta in tscherkessischer Tracht gerittene Hohe Schule auf dem ungarischen Vollblüter entwickelte viel Anmut und Grazie. Von den vielen anderen Vorführungen, auf die wir noch zu sprechen kommen, sei noch die Drahtseil- lünstlcrin de Lossa, die lustige Spazierfahrt mit Hindernissen von Direktor Blumenfeld und die glänzenden Reiter- vorführungen der Gebr. Blumenfeld erwähnt. Den Schluß des Abends bildeten die historischen Ritterspiele aus dem Jahre 1380, die ein farbenprächtiges Bild mittelalterlichen Lebens vor uns entrollen. ** Der Gabelsberger Stenographen-Verein Gießen (gegr. 1861) veranstaltete in den letzten Jahren regelmäßig eine Reihe von PceiSschreiben zur Förderung seiner Mitglieder in der Stenographie. In der gestrigen Monats- Versammlung wurde wiederum eine Anzahl Bücherpreise für preiswürdige Leistungen verteilt. Ausgezeichnet wurden die Herren: A. Reining, 5k. Langsdorf, K. Scheer, A. Frank, H. Fritsch, A. Wolff, K. Mandler, H. Heß. Vom Damenoerein: Frl. Louise Wink, Ottilie Schmidt, Maria Luch, Marie Kroh, Lina Brasch. ** Landschaftsbilder in den Eisenbahnwagen Ta unsere engere Heimat eine Fülle landschaftlich schöner Gegenden aufweist, hat der Minister der öffentlichen Arbeiten durch besonderen Erlaß eine Prüfung der Frage angeregt, ob und inwieweit eine Ausschmückung mit Bildern der drei ersten Wagen- abteile in v- und Eilzügen auf den preußisch-hessischen Eisenbahnen angezeigt erscheint. Der damit beauftragte Ausschuß hat ich mit dem Bund Deutscher Verkehrsvereine in Leipzig in Verbindung gesetzt, welcher sich bereit erklärt hat, die erforderlichen Bilder kostenlos zur Verfügung zu stellen, während die Eisenbahn- Verwaltung für die Anbringung unter Glas und Rahmen Sorge zu tragen hat. _o ** Abend st ern und Mond werden sich am heutigen 28. Juli einander nähern, doch bleibt der Mond diesmal ziemlich weit von dem Planeten entfernt. Abends um 10 Uhr, beim geringsten Abstand, befindet sich der sichelförmige Mond noch Grade nördlich von dem Planeten. Trotzdem verlohnt es ich. dem Schauspiel einige Aufmerksamkeit zu widmen, um so mehr, als Venus bald darauf, am 11. August, in ihrem größten Glanz strahlt, also schon jetzt ungemein lebhaft glänzt. Tie Schönheit des Eindrucks erhöht noch der nahe weltlich von Venus funkelnde Regulus, mit dem sie am 6. Juli in Konjunktion mar, nicht minder der zu dieser Zeit dicht bei Regulus stehende Merkur, doch sind beide nur im Opernglas oder Fernrohr sichtbar. Kreis Lauterbach. ~ Herbstein, 27. Juli. Bei der gestern hier stattgehabten Wahl eines Beigeordneten, bei der, wie man e8 hier nicht anders gewöhnt ist, heiß gestritten wurde, ging Molkereibesitzer und GeniemderatSmitglied Josef Kübel'hier mit 185 Stimmen als Sieger hervor. Ter Gegenkandidat und seitherige Beigeordnete Theodor Ruhl erhielt 104 Stimmen. Dem Vernehmen nach joU die Wahl angefochten werden. ' ; Aus Stadt und Land. Gießen, 28. Juli 1911. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Die Stadtverordnetenversammlung ' mährte gestern trotz der großen Hitze nahezu drei Stunden -und die einzelnen Herren bemühten sich buchstäblich im Schweiße ihres Angesichts um das Wohl und Wehe unserer Stadt, das diesmal hauptsächlich von der Front der neu zu i.Errichtenden Oberrealschule abzuhängcn schien. Während ein Teil der Versammlung — natürlich der Heinere — unter der temperamentvollen Führung des Stadtv. Dr. Ebel vor allem vom Standpunkt der Kunst aus urteilte, war der a"bere Terl der Ansicht, daß bei der Dringlichkeit des Baues Me Kunstfragen beiseite gelassen und so schnell als möglich ^mit dem Bau begonnen werden möge. Bei der von Prof Sommer vorgeschlagenen Gcschmallsprobe zeigte es sich dann, das; die Mehrzahl unserer Stadlväter die Renaissance ^evorzugt und von dem Biedermeierstil nicht viel wissen inth rn^^bu.Punkte der Tagesordnung wurden dann glatt uiid ohne größere AuScinanoersetzungen erledigt. Da sich niemand gesunden hat, der die alte Klinik kaufen will, bleibt es hiermit vorläufig beim alten. Eine Anfrage wegen v er omenadelon z e rte wird lebhaft erörtert und WrneÄTS“ ^b-ra-lich- !i5ori,eUunS beim Erstand an der Beteiligung an ben Manövern behinderten Offiziere dem Minister gemeldet werden müßten, nicht beachtet werden. Man Hobe bis jetzt viel zu wenig Offiziere in Ruhestand versetzt, die sich bei den großen Manövern jtls felduntüchtig erwiesen hätten. ' Um in Zukunft wirksam die Durchführung der mehrfach er- Joafhtten Verfügung zu sichern, fordere ick Sie auf, an den nächsten Herbsttnanövern alle Offiziere teilnehmen zu lassen, die felduntüchtig erscheinen oder erschöpft sind. Selbst wenn ihr Truppenteil nicht an den Hebungen teilzunehmen haben, müssen sie in anderen Formierungen den Manövern beiwohnen und sie Vis zu Ende unter den gleichen Ausdauerbedingungen, wie. die tauberen Offiziere, mitmachen. Tas bezieht sich auf alle Offiziere, selbst auf die, die feinem Truppenkorvs angehören, also auch [auf die Mitglieder der Sonderstäbe, die Offiziere, die in den technischen Schulen angestellt sind, usw. Ausgenommen sind die dablmcister, die Offiziere, die neuerlich Verwundungen in den Kolonien erlitten oder Krankheiten daher mitgebracht haben, und die mit einer vorübergehenden Krankheit befallenen. Beson- »ders lenke ich Ihre Aufmerksamkeit au f bi e Generale. Tiese hätten noch mehr, als alle anderen, im Kriegsfälle Berufspflichtcn zu erfüllen, die Rüstigkeit des .Körpers wie des Geistes und der Moral erfordern. Deshalb müssen alle .Generale, ob sie nun ein Kommando haben oder nicht,, falls ihre physische Kraft und ihre Berufsfähigkeiten Ihnen zweifelhaft erschienen, dieses Jahr an den Manövern teilnehmen und. Sie haben auf diese ganz speziell hinsichtlich der Feldtüchtigkctt zu achten. Die Verpflichtung, die Ihnen obliegt, mir alle Ofti- ziere zu signalisieren, die den Felbzugs-Anforderungen nicht gc- 'wachsen wären, ist eine der gebieterischsten des Ihnen anoertrauten Postens. Ich zweifle nicht, daß Sie das Interesse dieser Maßregel im vollen Umfange auffassen. Sie haben dabei v o nie dem kameradschaftlichen oder übertriebenem Wohlwollensgefühle Abstand zu nehmen und sich von keiner anderen Erwägung, als der des Interesses der Landesverteidigung, leiten zu lassen ... Ich werde nicht zögern, Sie persönlich zur .Verantwortung zu ziehen, wenn Sie nickt die Offiziere angeben, die augenscheinlich unfähig sind, ihren Verpflichtungen in Friedens-, Kreis Schotten. . st. S ch o 11 c n, 27. Juli. Nachdem gestern abend' unter zahlreicher Begleitung bis zur Stadt hinaus die Leiche des Otto Herget in dessen Heimatsort Kaulstos, wo heute die Beerdigung stattfand, überführt worden, wurden heute die Leichen der beiden anderen, bei dem fürchtbaren Unglück so jäh dem Leben und den Ihrigen ent- rissen, D. Rausch und K. Wolfschmidt, zur letzten Ruhe bestattet. Zwei Leichenzüae, wie sie unsere Stadt noch selten gesehen, bewegten sich nach dem 'Friedhof. Um 3 Uhr wurde D. Rauick beerdigt: Die zu Herzen gehende, tiefergreifende Grabrede hielt Dekan Munch. Herzliche Motte der Teilnahme wurden namens, deS Lehrerkollegiums der höheren Bürgerschule von Oberlehrer Zimmermann dem Verstorbenen gewidmet. Kränze wurden ferner niedergelegt namens der obersten Schulbehörde durch Geheimerat Schönfeld, namens des Stadtvorstandes durch Gemeinderat Meiski, namens des Kuratoriums der höheren Bürgerschule von Dekan Münch, namens des Lehrerkollegiums der Volksschule durch Lehrer Kröll und namens der Schüler der höheren Bürgerschule von einem Schüler. Um 4 Uhr fand die Bestattung des letzten Opfers der schweren Katastrophe, des K. Wolf- schmidt statt, an dessen Grabe Pfarrer Muhl er sprach. Der Verstorbene war nach feiner Pensionierung vom Postdienst als Kontrolleur der hiesigen Bezirkssparkasse anßestellt. Im Namen der Kasse legte Dekan Münch unter herzlichen Morten der Anerkennung und des Dankes für feine sehr gewissenhafte Dienstführung einen Kranz nieder. Namens des Kriegerverein- roirrbe von bem Vorsitzenden, Förster Schott, ein Kranz nieber- gelegt. — Das furchtbare Unglück bat in unserer Stabt eine tiefe Erschütterung hervorgerufen. Auch die gerichtliche Untersuchung bat die Ursache des Brandes nicht mit Bestimmtheit feststellen können. Schotten, 27. Juli. Heute gingen bem Müller Heinrich Nübl bie Pferbe burch; er würbe vom Wagen geschleubett unb erlitt Quetschungen an Beinen unb Hüften, so baß er ins stäbtische Krankerihaus ausgenommen werben mußte, Hessen-Nassau. F. C. Langenschwalbach, 27. Juli. Gestern abend! kurz nach 10 Uhr ereignete sich hier ein schweres Automobilunglück. Ein von Wiesbaden kommenbes Automobil des Fabrikanten Franz Börner, Frankfutt a. M., Holbeinstraße 14, der mit seiner Familie in Langenschwalbach zur Kur weilt, fuhr auf einer abschüssigen Stelle gegen einen Baum, da die Bremse versagte. Tas Automobil überschlug sick und wurde vollständig zertrümmert. Fabrikant Börner erlitt eine schwere Verletzung am Kopf, bie übrigen Insassen, seine Frau einen Schlüssenbeinbruch, ihre Mutter schwere innere Verletzungen unb Fran Witwe Patrick aus Frankfurt a. M. Verletzungen am Fuß. Tie Verletzungen sämtlicher Insassen finb jeboch nicht lebensgefährlich. F. C. Wiesbaden, 27. Juli. Der Vorsitzende des Rennklubs Wiesbaden, Stadtverordneter Ehr. Kalkbrenner unb Bürgermeister Glässing, ber als Vertreter bcs Magistrats bem Vorstand des Wiesbadener Rennklubs angehört, wurden gestern vorn Gr o ß- herzog von Hessen in Darmstadt in längerer Arünenz entgangen. Der Zweck war, dem Großherzog und der GroßheHvgin eine Einladung zu den diesjährigeil September rennen in Wies- baden-Erbenheim zu überbringen. X Hanau, 27. Juli. In der heutigen Stadtverordnetensitzung ist dem zwischen der Stadt Hanau und dem Reichsmilitärsistus abzuschließenden Vertrage über bie Erbauung einer Kaserne durch bie Stabt Hanau für ein zweites, nach Hanau zu verlegenbes Eisenöahuregiment enbgültig zu gestimmt worben. Die Baukosten finb auf 2,1 bis 2,2 Millionen Mark veranschlagt. In Aussicht genommen ist die Verlegung des jetzt in Schöneberg bei Berlin garnisonierenden Eisenbahnregiments Nr. 2 nach Hanau, so daß sich bann mit bem jetzigen Eisenbahnregiment Nr. 3 eine Eisenbahnbrigabe in Hanau beftnben würbe. Mit bem Vertrage wirb sich im Herbst b. I. ber Reichstag zu befassen haben. Nachbem er vom Reichstage genehmigt ist, wirb ber Kasernen- bau noch im Frühjahr 1912 in Angriff genommen werben. Ilcbcrlaudzcntralc Obcrhesscn. Wenn auch in der letzten ;jeit über die Arbeiten tut tefuhnuifl des geplanten großen EicttcizitLtS.Verior. gungsprojettes loenig in die Oeiientlichteit gedrungen ist o haben es doch seit der erst zu Anjang diesL Monats er. folgten KerabMediiiig dxr jtaatli»eu «oriagc durch die Handel. J ? JA0 r f. 27. Jul,. Die heutige Hauptversammlung des S ta dl m er k s v e rh a n d^e s hat die Anträge auf Erhöhung der Beteiligungsauoten sur ctabeiien, Wal,draht und Röhren Di- nächste Hauvtveiiammlung wurde aus Donnerstag den 31. August b. I, anberaumt. Aus Hessen. Zur Lanbtagswabl. Tie wirtschaftliche Vereinigung beabsichtigt, bei ben diesjährigen Landtagswahlen in gast allen hessischen Lanbtagswahlkreiscn mit eigenen Kandidaturen vorzugehen. Für Oberhessen werden bis jetzt genannt: für Großen-Linden-Heuchelheim: Bürgermeister Oeun-Großenlinden, Lich-Laubach: Landwirt Fenchel-Oberhörgern, Homberg: Mühlenbesitzer Brauer-Ober-Ofleiden, Alsfeld-Land: Gutsbesitzer Korcll-Angenrod, Echzell-Rei- ^chelsheim: Landwirt Breidenbach-Dorheim, Rodhetm-Roß- ckach: Rechtsanwalt Dr. v. Hellmoldt-Friedberg, Nidda: Landwirt Dorsch-Wölfersheim und Büdingen: Landwirt Bähr-Rohrbach. Deutsches Aerch. Kaiser Wilhelm hat den Sultan telegraphisch gebeten, eine V p ende von 20 000 Mark für bie burch bas Feuer in Konstantinopel Gesckstibigtcn entgegenzunehmen. Zur Linderung des großen Notstandes ist in Konstantinopel ein Hilfskomitee gebildet worden, dem auch die bedeutendsten deutschen Firmen 'jauch bie Deutsche Bank unb bie Deutsche Orientbank veigetrtten finb. Aus Deutschlanb selbst liegen bereits zahlreiche Anmeldungen von Beiträgen vor; um bie werktätige Hilfe zu 'erleichtern, finb bie türkische Botschaft in Berlin unb sämtliche türkische Konsulate Tvttschlands bereit, Beiträge für bas Hilfskomitee anzunehmen. Das amtliche Wolffsche Bureau verbreitet solqenbe Notiz: In einer nichtöffentlichen sozialbem okrati schon ^Versammlung griff ber ftanzösische Sozialist Yvetot nicht itotr die beutsche Regierung in beschimpsenber Weise an, fonbern forbeste auch bie beutschen Wehrmänner bireft >üf,:im Kriegsfälle bie Waffen gegen bie eigenen ,Vorgesetzten zu kehren. Daraufhin würbe bie sofortige 'Ausweisung verfügt. Yvetot zog es vor, vor ber Vollstreckung deS Ausweisungsbefehls Deutschlanb zu verlassen. Deutsche Kolonien. f NusDeutsch-Sübwestafrika liegt eine neue tele- i'graphische Melbung bes Gouverneurs vor, nach der es bis jetzt noch nicht gelungen ist, über die a n g e b l i ch e n V o r - igänge auf bem 'Cap rivizipfel Aufklärung zu ! schaffen. Der Gouverneur hat jeboch für den Fall, daß sich die Gerüchte doch noch bestätigen sollten, alle Vorbereitungen treffen lassen, um die Unruhestifter nachdrücklich zur Rechenschaft zu ziehen. Letzte Nachrechten. Ein Riesenbrand in Wien. fr n 1^/n r2ti7\2Um &cur.te ??eni) brach in den ausgebehnten Holzlagern ber Norbbahn Feuer aus, bas in kurzer Aeit Tant ""nahm- Die Feuerwehren von hnrm? Braube machtlos gegenüber unb be- aoer umliegenben Kohlen- unb Petroleum- lager zu schützen Das Feuer würbe von einem entlassenen Sdwta auaeleat d-r siZ s-lbst der B-HÖri>- stE " finfdnnprn h1 nachts). Der Riesenbranb in ben Holzlagern bes Norbbahnhofes breitete sich immer weiter aus Der gegenwärtig günstige Winb läßt hoffen, baß bie in ^r Mhe tttts säuret ^/^o^umlager, bie bereits größten- verschont bleiben; bagegen befürchtet man, " ^ttausgebehnten Holzlager unb weitläufigen fallen" Norbbahn bem verheerenben Branbe zum Opfer 3^-. Die Telcgraphenverwaltung von irdi llt diesem Jahre einen unter- i pVhn r m J-£ £«8 ra e n b e trieb Berlin — luihpL ""b einzurichten. Die Versuche haben Leistungen von 100 Worten in ber Minute ergeben. rHrritvIffr" (Nuhrj, 28. Juli. Ein breijähriges Kind tÄt ?f?ertVn ™l-en heißem Wasser angefüllten Mutter des Kindes unb zwei Arbeiter Iprangcu zur Hifte nach. Von den vier Personen konnten nur h-nnfon ne t .wÄ bie ubttgen xr- In meinem Sommer-Ausverkauf Schuhwaren zu kleinsten Preisen 5 Zimmer Diese niedrigen Preise haben nur während der Zeit des Sommer-Ausverkaufs Gültigkeit Schuhhaus Adolf Baer Marktplatz 7 Marktplatz 7 **)! rfiritrr Aum Schweine- ^irucircr füttern aus so- v*r im 108056 Der Vorstand. ,lunfltr ömOiiMk ßtsliM. 4/13] Möbelhaus Cfrmonit. < 1.30 Neues Satierkraot cholz, wegen Gottes- i)ef äng nis. Perfteigernng Samstag, den 20. ds. MtS.. nach in. 2 Uhr. versteigere ich Nenstadt 55 dahier gegen Bar- »ablunfl: Mehrere BiifeltS m Anffbaum und pichen. 2 Losas mit Umbau, 1 Schreibtisch, 1 Äredenz, vier Linoleum > Teppiche und 1 Ta- visserie-Teovich. 4715 Tie Gegenstände sind vollst, neu. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Born. Gerichtsvollzieher in Glichen. Liege-, Sitz- u. Schaukel- badewaunen «221 empfiehlt billig u. preiswert Edgar Borrmann. Frische Trauben Pfund 50 Psg. in lO Psund-Kistchen Pfund 40 Psg. 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