Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Line geologische Uederraschung auf -er 3nfel Rügen. Für die deutschen Geologen ist die Insel Rügen immer ein besonders fesselnder Forickungsgegenstand gewesen. Es gibt wohl keine andere Stelle deutschen Bodens, wo die um* gestaltenden Kräfte der Eiszeit besser studiert werden rönnen, weil dort neben den Ablagerungen dieses Zeitalters in den mächtigen Krcidetlippen des nördlichen Teils auch noch ältere feste Gesteine vorhanden sind. Dadurch hat sich besser als anderswo seststcllen lassen, daß der Truck der gewaltigen Eismassen erhebliche Umgestaltungen des Untergrunds l)ervorgerusen, große Kreideschollen weiter geschleppt und allerhand Stauchungen und andere Störungen verursacht har. Der Geologe der Uniocrfttät Greifswald Prof. I a e ck e l hat während der letzten vier Jahre der Insel Rügen eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet und ist dabei zu Ergebnissen gelangt, die einen ganz neuen und überraschenden Ausschluß über die geologischen Verhältnisse geben. Besonders maßgebend für die,e Schlußfolgerungen war ein Profil am Steilufer der Halbinsel Jasmund, wo Äreidejchichten und überlagernder Gletscherlehm und Ge- jchiebemergel nebeneinander stehen. Aus der Zeichnung, die Professor Jaekel in Monatsberichten der Teutfchen Geologischen Gesellschaft veröffentlicht hat, geht klar hervor, baß die Erdoberfläche an jener Stelle noch nach dec zweiten Eiszeit eine durchgreifende Umgestaltung erfahren hat. Sie muß nämlich durch »veitgehende Brüche zersetzt und dann gegeneinander verschoben worden sein. Tas ganze Gebiet der Halbinsel Jasmund ist nach der Äuisassung von Professor Jaekel in jener Zeit zertrümmert und durch Brüche in Längsstreifcn zerlegt worden, die dann gegen das Meer hin beiderieits stas,elsörmig absanken. Nun sand noch eine dritte Vereisung statt, die auf das so zerrüttete Gelände traf. Dadurch mußte der Eisdruct aufs beste zur Geltung kommen, was in der Weise geschah, daß die frühere Bedeckung mit Gletscherleym sorcge.e^t und mir andern Ablagerungen durch einander gemengt wurde. Außerdem schleppte das Eis, wie schon gesagt wurde, große abgerissene Schoben der aber die Stimmen für den Kandidaten der rechtsstehenden Parteien abgeaeben. TaS ist gewiß erfreulich: aber man darf daS gestrige Ergebnis nicht als vorbildlich betrachten. Die Wähler Korells waren durchaus nicht sämtlich überzeugte und in der Wolle gefärbte Freisinnige und Fortschrittler. Es waren viele politisch ungeschulte Leute darunter, die auf keine Partciparole eingeschworen waren. Tas Hauptzentrumsblatt, die „Germania" schreibt: Da die Fortschrittler für die Stichwahl die Parole ausgegeben batten: Für den Sozialdemokraten, und da man nicht glaubte, daß die Nationalliberalen der mühielig zustande gekom- menen Parole: Für Werner, folgen würden, so schien der Sieg des Sozialdemokraten nicht zweifelhaft zu sein. Er bat aber nur 3646 Stimmen in der Stichwahl zugewonnen: also haben bei weitem nicht einmal alle Fortschrittler für ihn.geslimmt. Tie Zahl derjenigen, die es getan haben, vermindert sich noch, wenn man annimmt, daß auch einige Nationalliberale sozialdemokratisch gewählt haben. Werner bat 4611 Stimmen mehr als in der Hauptwahl erhalten. Auch wenn seine Partei noch einige Reserven ausgebracht haben sollte, so ist es doch ausgeschlossen, daß es so viel gewesen seien, und da die 2512 nationalliberalen Stimmen, selbst wenn sie sämtlich für Werner abgegeben worden wären, längst nicht ausreichcn, so bleibt nichts übrig, als das; etwa 2000 Fortschrittler für ihn gestimmt haben müßen. Während die „Köln. Ztg." wiederholt das Eintreten für Tr. Werner mißbilligt, sagt jetzt auch die partciamt- liche „Nationalliberale Korrespondenz" deutlich, daß die Parole für den bürgerlichen Kandidaten geboten war: Die gestrige Stichwahl in Gießcn-Nidda hat das erfreuliche Ergebnis gezeitigt, daß das Mandat vor dem lieber- gang in sozialdemokratische Hände bewahrt bleibt, womit der Zweck der von der nationalliberalen Wahlkreisorganisation aus- gegebenen Parole erfüllt ist. Es konnte und durfte die Persönlichkeit des bürgerlichen Mandatbewerbers die Gießener Wählerschaft nicht abhalten, im Interesse der bürgerlichen Solidarität gegen die Sozialdemokratie selbst dieses schwere Opfer zu bringen. Tie „Freisinnige Zeitung" macht nur folgende kurze Bemerkung: Wie der Ausgang zeigt, ist es in Gießen zu einer „falschen" Stichwahl gekommen, so daß schließlich die Reaktion in ihrer unangenehmsten Gestalt, im Radauaniisemitismus den Erfolg da- vongetragen hat. Wir hoffen, daß es dem Liberalismus möglich sein wird, bei der nächsten Wahl den Kreis den Antisemiten zu entreißen. Die für die fortschrittliche Politik tätige „Bossische Zei- Lungt" tröstet sich mit folgenden Bemerkungen: Die Parteien der Rechten haben keinen Grund, über den Ausfall der Wahl in Gießen zu frohlocken.' Tie Antisemiten haben in dieser Legislaturperiode schon vorher bei den Reichstags- ersaßwahlen in Eisenach (an Stelle von Schack) und in Zschopau- Marienverg (an Stelle des verstorbenen Abg. Zimmermann) zwei schmerzliche Niederlagen erlitten, denen nirgends ein Erfolg gegen- nbcrstand. In Gießen ist es ihnen zum ersten Male in dieser Legislaturperiode gelungen, wenigstens ein Mandat zu behaupten. Tie Konservativen und ihr bündlerisch-christlich-sozial-antisemitischer Anhang haben seit 1907 nicht weniger als sieben Mandate verloren. Emden-Nordau und Labiau-Wehlau an die Freisinnigen! Siegen-Wittgenstein und Oletzko-Lyck an die Na- tionalliberalen, Eisenach, Zschoppau-Atarienberg an die Sozialdemokraten, Alzey-Bingen an das Zentrum, das seinerseits Jm- menstadt an die Nationalliberalen abgeben mußte. Terart ist die konservativ-klerikale Mehrl)eit, die — der Uebergang des bünd- lerischen Mandats in Alzey-Bingen an das Zentrum kommt nicht in Betracht — bei keiner einzigen Reichstags-Ersatzwahl gegenüber den Parteien der Linken einen Erfolg errungen hat, in vier Jahren um sieben Mandate schwächer geworden: von 216 auf 209 Mitglieder zurückgegangen. Sie nähert sich also schon jetzt bedenklich der Grenze, wo unter 397 Mitgliedern des Hauses die Mehrheit zur Minderheit wird. Tas „benwiradjaje „Berliner Tageblatt" nennt das Ergebnis „in höchstem Grude bedauerlich und geradezu schmachvoll" und fährt bann fort: DaS Resultat ist, was man nicht verschweigen kann und soll, deswegen besonders beklagenswert, weil auch ein Teil derjenigen Eine Erklärung der NakionalltberaleUc Die Geschäftsleitung der nationalliberalen Partei bittet uns um Aufnahme folgender Erklärung, die wir gestern leider nicht mehr unterbringen konnten: In Nr. 66 der .Freis. Ztg/ wird behauptet, daß der erneute Entschluß der N a t i o n a l l i b e r a l e n bez. der Sttchwahlparole „dadurch zustande gebracht worden ist, daß au der Sitzung nicht al le Mitglieder des nationalliberalen Wahlausschusses eingeladcn worden sind, sondern nur diejenigen, von denen man von vornherein annahm, daß sie für Werner zu haben waren'. Tiese Behauptung ist eine g r o b e Unwahrheit und eine 1 ch w e r e Verleumdung der geschaitsführenden Vorstandsmitglieder. Wir stellen auSbrüdlid) lest, daß gemäß dem Beschluß der Vertranensmännerversammlung vom 28.Januar l.Js. sämtliche Mitglieder des Wahlkreisoorsiandes und des engeren Vorstandes des nationalliberalen Vereins zu Gießen zu der entscheidenden Sitzung eingeiaden waren. Wir stellen weiter fest, daß diese Körperschaft keinen neuen Beschluß gefaßt hat, sondern denjenigen der Vertrauensmänneroersammlung vom 29. Januar auf Unterstützung des bürgerlichen Kandidaten zur Autziührung gebracht hat, indem sie den Antrag aus Einberufung einer neuen Vertrauensmännerversanimlung ablehnte. Wähler, die im ersten Wahlgang für den fortschrittlichen Vollspai teilet, den Pfarrer Korell. gestimmt, in der Stichwahl der Parteiparole nicht gefolgt, sondern der Abstimmung ferngebliebci'. ober sogar zu bem antisemitischen Kandidaten übergegangen ist. Selbst wenn man das Verhalten eines Teiles der Kvrellscheu Wähler, das nicht zu entschuldigen ist, wenigstens er erklären will, so wird man zweierlei erwägen müssen. Zunächst und vor allem: das Stück spielt in Hessen, in der festesten Hoch bürg des Antisemüismns, auf einem Schauplatz, wo man bisher einen wirklichen Liberalismus überhaupt kaum gekannt. Sodann der sozialdemokratische Kandidat, der Kassenkontrol leur Beckmann, war eine recht ungeeignete Persön lichkeit, und so sehr man seine Wahl auch zu fördern suckle, weil sie die Niederlage des schwarz-blauen Kandidaten bedeutet hätte, so sehr muß doch betont werden, daß ihm jene Werbekrait fehlte, die einem bürgerlichen und bäuerlichen, biSlnw an da» Zusammengehen mit den Sozialdemokraten nicht gewöhnten Publikum über die Abneigung und Bedenken hinwegliclfen kann. Es ist auch für den Ausgang der größeren Wahlschlacht, die un» bevorsteht, überaus nachteilig, daß die sozialdemokratische Partei leitung sich daraus versteift, fast überall Kandidaten auszustellen, die persönlich und geistig wenig oder nichts bedeuten, nur gut gedrillte Parteibeamte sind. Der fozialdcmolratiiche „Bo r w ä r t s" kommt über die Niederlage des Genofjen Beckmann mit dem .Hinweis hinweg, daß Reichstagsmandate doch nur dann voll zu schätzen seien, wenn sie aus eigener Kraft gewonnen würden. Zugleich tadelt und charakterisiert er die Wahlagitation des fort- schrittlichen Kandidaten Korell. Das Blatt schreibt: In Gießen ist heute der Antsieinit Werner gewählt worden. Er hat die Stimmen der National liberal en wohl vollständig bekommen unb von den freisinnigen Wählern muß beinahe ein Drittel entgegen der Wahlparole ihrer Partei dem Re- Präsentanten der schmutzigsten Nuance des schwarzblauen Blocks Den Vorzug vor dem Sozialdemokraten gegeben haben. Das bürgerliche Besitzinteresse fat über das freiheitliche Ideal auch bei bat Freisinnigen einen glänzenden Sieg erfochten. Wir bedauern leinen Moment den Verlust dieses Mandats, das uns sicher hätte zufallen müssen, wenn die Liberalen ihre Pflicht ebenso erfüllt hätten wie die Sozialdemokraten eS getan haben, wo immer Liberale im Kampfe gegen den sclstvarz-blauen Block gestanden haben. Betracksten wir doch Reichstagsmandate nur als Symptome unserer Stärke und sckstitzen sie nur dann voll ein, wenn sie aus eigener Kraft errungen sind. Aber wir begrüßen die Klärung. An der Disziplinlosigkeit der Liberalen mag auch die Art der freisinnigen Agitation nicht ohye Schuld gewesen sein. Herr Korell hat mehr auf die Zahl ber Stimmen gesehen, als auf die Gesinnung seiner Wähler und hat namentlich den schutzzöllnerischen Vorurteilen mehr als erlaubt Rechnung getragen. Jetzt hat es sich gezeigt, daß mit so gewonnenen Scharen nicht viel Staat zu machen, .ist. Mir gewonnen^ so, zeronnen.. durchaus ungewöhillich dar. Es handelt sich um ein Riesentier aus der Familie der Dinosaurier, der überhaupt die größten Reptilien zugehören, insbesondere um einen Vertreter der Jguanodonten, die sonst vorzugsweise aus der belgischen Kreide bekannt geworden sind. Tas Tier ist nicht nur mit seinem Kiwchengerüst, sondern auck mit einem großen Stück seiner Haut erhalten geblieben, die um die Glieder zusammengeschrumpft, dicht um die Knochenober- flächen zusammengezogne und schließlich in der Gegend der Brust wie ein großer Vorhang gefaltet ist. Ta noch niemals zuvor etwas ähnliches bei den Resten eines seit so langer Zeit ausgeftorbeaien TierS beobachtet worden ist, müssen wohl besondere Gründe zu einer so volltommenen Erhaltung vorgelegen haben. Professor Osborn nimmt an, daß jenes Reptil, nachdem es eines natürlichen Todes gestorben mar, eine Zeitlang auf einer Sandbank in einem Fluß gelegen habe, bis es burrb und durch ausgetrocknet war. Die Ham, die nun hier zum ersten Male einer Untersuchung Borge legen hat, zeigte sich mit Warzen von verschiedener Größe bedeckt. Tie Oberschicht ist auffallenb dünn, ein Umstand, der zu der Annahme führt, daß diese Reptilien den größten TeilZhrcr Zeit im Wasser selbst verbrachten. Darauf deutet auch die Tatsache, daß auch die vorderen Gliedmaßen, die im übrigen sehr klein sind, feine Klauen oder Hufe tragen, sondern in ein breites Hautstück ausgehen, da» die Finger flossenartig verbindet. Terart gestaltete Seine konnten keineswegs sonderlich geeignet zum Gehen auf festem Lande fein. Die Haut ist außerdem auf der Unterseite des Körpers ebenso zart wie auf der oberen Seite. Es ist ein ganz gewaltiges Gejchjpf gewesen, dessen Länge ungefähr 9 Meter und dessen Höhe 4\'-2 unb 5 Meter betragen hat. — Kurze Nachrichten äusKunst n. W i s s e n s ch a f t. Vom 19. bis 22. April wird zu Wiesbaden unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Rat Pros. Tr. Krehl Heidelberg) der 2 8. Deutsche Kongreß für innere Medizin tagen. Die Sitzungen finden im Neuen Kurhause statt. — Als nachträgliche Gabe zu dem kürzlich unter allgemeinem Anteile begangenen 90. Geburtstage des Freiherrn Rochus von Lilienerou, des Sammlers der geschicyl liehen Volkslieder der Teutfchen, er scheint bei Breitkopf und Härtel in Leipzig eine Festschrift, die ihm von den Vertretern deutscher Musikwissenschaft überreicht wird. Zu den 33 Beiträgen dieses stattlichen Bandes haben sich die bedeutendsten Foncher vereinigt, die Deutschland auf t- in Gebiete der Musikgeschichte unb Musikwissenschaft gegenwärtig besitzt. preffeftimmen zur Eichener Stichwahl. Das Ergebnis der Stichwahl in unserem Wahlkreise Gießen-Grünberg-Mdda beschäftigt natürlich die ganze deutsche Presse. Da man vielfach nicht recht darüber unterrichtet ist, wie die Wähler des Pfarrers Korell auf dem Lande sich zusammensetzten, ist die allgemeine Ueber- raschung umso größer. Einzelne Blätter, darunter der „Vorwärts", wissen eS aber schon, daß die fortschrittliche Volkspartei nicht über 5000 Stimmen verfügte. Wir wollen übrigens bei genauerer Nachrechnung billigerwcise zuaeben, daß nur etwa 1500 Wähler Korells jetzt zu Dr. Werner übergegangen sein mögen. Interessant ist, wie der „Vorwärts" sich für die fortschrittliche Stichwahlhilfe bedankt. Und ein famoses Gegenbild findet man im „Berliner Tageblatt, wo der Spieß umgedreht und behauptet wird, dabei sei es „gerade der „Vorwärts" mit seiner Ungeschicklich« feit und Verbohrtheit gewesen, der immer wieder die Phalanx der Linken, die ein Gebot der politischen Notwendigkeit sei, durchbrochen habe". Da daS B. T. ziemlich heftig auf die „Beckmänner" als „sehr wunden Punkt der ganzen sozialdemokratischen Wahlmache" schilt, wird diese Anmaßung schwerlich unerwidert b.eiben. Sehr komisch ist es, daß Blätter wie das B. T. jetzt auch zur Einigung im Liberalismus blasen, nachdem sie vorher den National- liberalismus nach Kräften verhöhnt und beschimpft und seine bedingungslose Unterwerfung gefordert hatten. Die konservative „Kreuzztg." freut sich und stellt Betrachtungen für die Zukunft an: Diese- Ergebnis ist erfreulich. Nicht allein aus dem Grunde freuen wir und darüber, daß der Wahlkreis den rechtsstehenden Parteien erhalten geblieben und daß überhaupt ein neuer Mandatgewinn für die Sozialdemokratie abgewehrt worden ist, sondern hauptsächlich deshalb, well in der liberalen Wählerschaft das Bewußtsein aufzudämmern beginnt, daß die fort» sclnittliche Volkspartei ein schnödes Spiel treibt, ivenn sie daraus ausgeht, ein bürgerliches Mandat nach dem andern aus- luliejern. Wenn, wie wir zu hoffen wagen, die liberale Bürgerschaft sich weder von den Umschlingungen der fortschrittlichen Helsershelfer der Sozialdemokraten befreit und sich selbständig zeigt, bann muß es gelingen, bei den bevorstehenden Reichstagsneu wähl en die überspannten Erwartungen der Roten auf einen ungeheuren Mandatsgewinn zu zerstören. Auch die freikonservative „Post^ legt dem Ergebnis „eine gewisse symptomatische Bedeutung" bei: Er zeigt, dalß die fortschrittliche Wählerschaft wenigstens zum Teil polmsch reifer und vernünftiger ist, als die in der Partei leitenden Elemente. Aehn liche Erfahrungen haben zur Zeit Eugen Richters die Freisinnigen schon einmal gemacht. Auch damals fand der Versuch, die freisinnigen Stimmen in der Stichwahl den Sozialdemokraten gegen rechtsstehende Kandidaten zuzuführen, nur sehr geringen Anklang bei der freisinnigen Wählerschaft. Die Kleinbürger, welche das Gros derselben aus- machen, waren nicht zur Abgabe sozialdemokratischer Wahlzettel zu bewegen. Zum Teil liegen nach dem Gießener Vorgänge die Sachen jetzt noch ebenso. Man wird auch in der Folge wohl, wenigstens an vielen Stellen, damit rechnen dürfen, daß die sortschrittlichen Stimmen nicht vollzählig für die Sozialdemokraten in die Wagschale geworfen werden. Die agrarische „T e u t s ch e Tageszeitun g" urteilt, ziemlich viele Wähler, die sich durch die einschmeichelnden Reden des Pfarrers Korell hätten fangen lassen, feien bei der Stichwahl vernünftig geworden uno hätten den fortschrittlichen Führern die Gefolgschaft aufgesagt: Die für den nationalliberalen Kandidaten bei der Hauptwahl abgegebenen Stimmen scheinen sämtlich dem Kandidaten der rechtsstehenden Parteien zugute gekommen zu sein. Die Wähler des Pfarrers Korell sind in der Mehrzahl zu dem Sozialdemokraten abgeschwenkt: eine immerhin beträchtliche Minderheit hat Kreide mit sich und verlagerte sie an andere Stellen. Aehn- liche Verhältnisse sind schon längere Zeit von der interessanten kleinen Insel Möen bekannt, deren Sstuser gleichfalls Kreidekltppen aufweist, die jeder gesehen hat, der bei Tage eine Seefahrt nach Kopenhagen gemacht hat. Tie neue Annahme, wonach diese Störungen erst in einer späteren Epoche der Eiszeit eingetreten sind, führt noch zu weil wichtigeren Folgerungen. Es wird danach nämlich wahrscheinlich, bau die in Pommern zaylreich auftretenoen Partien aller Gesteine aus der Tertiär-, Kreide- und Jurazeit auf ähnliche Weise an ihren jetzigen Lagerungsort gekommen sind, nämlich als Schollen, die von dem Eise der letzten Vereisung losgerissen und verschleppt wurden. — Der Jffland-Ring für Albert 23 aff ermann. Der Ring Inlands ist von Friedrich Haase an Albert Basser- mann vererbt worden. „Tiefer Ring dem Würdigsten!" — so hatte einst August Wilhelm Jssland, der berühmte Berliner schauspieler und Theaterdichter, in feinem Testament über einen eisernen, reich mit Tiamanten gcsu müctten Ring bestimmt, der sich in seinem Besitz befand. Immer der bedeutendste deutsche Schan- Ipieler sollte den Ring erhalten, und ein Minutturbild Inlands war ihm beigegeben. Nach Inlands Heimgang war der 9iing in den Besitz von Ludwig Tevriem gekommen. Danach erbte ilpt Emil Tevrient, von bem er an Töring gelangte. Theodor Törmg dererbte ihn an Friedrich Haase. Haase hatte urivrünglich für diese Erbschaft Müterwurzer, danach Mattowskv, ipäier Kainz ni Aussicht genommen. Sie alle sind vor ihm ins Grab gesunken. Rach Besprechimg mit einigen literarischen Freunden hat Haase zuletzt die Bestimmung geiroifen, der Ring solle Albert Basser- mann zufallen. Mit dem entsprechenden Briefe Haases wurde er von Haases Testamentsvollstrecker Juuizral Pcicl-aeliS am Sonntag Bassermann übergeben. — Eine Mumie aus der Kreidezeit. Selbstverständlich nicht etwa eine menschttche, da es Menschen damals auf der Erde noch nicht gab, sondern eine Tiermumie, und zwar eine solche natürlicher Emstehung, ist im amerikanischen Staat Kansas aufgefunden worden. Zhre Unterjuamng hat der beste Kenner der ausgeswrbeiren SSirbemcre in America, Professor Osborn, übernommen gehabt und ihre Ergebmste ietzl in dem ttmerttaniichen Museums-Journal beschrieben, Der Fund stellt sich danach als nr. 70 Erster Blaff W. Jahrgang Donnerstag, 25. Mar; M Der «leftener awjdg« A X^T 9 monatlich?!^" tettek- MGietzenerAnzeiger k ?-CnLipr$ fvX WF polittschen Teck: August »«ri General-Anzeiger für Oberyesfen Sssge Annahme von Anzeigen RotationsbnKf und Verlag ber vrühl'schen Untv.'vuch' unb Steinbruderei R. tauge. Rebattiou, Expedition unb vruderet: Schulstratze 7. Land-:^.He^:^ür den bä Zorn^SgaTiM vubingen: Fernsprecher Nr. 50 EeschSsttstelle Bahnhofstraße 16a. _____________ Wanten: p- eSkalender für Donnerstag, 23. März: 9. Vor- «f i - yenb H Line Schiffrtause durch den Neichstanzler. Kiel, 22. März. Bei dem heutigen Stapellauf des Linienschiffes „Ersatz Hildebrand" auf der Kaiserlichen Werft hielt der Reichskanzler Dr. von Bcthmann-Hollweg folgende Taufrede: . Auf Eurer Majestät Befchl wird das Schift, das heute am Geburtstag Kaiser Wilhelms des Großer: seines Stapcllauies wartet .Kaiser" heißen. „Kaiser" — das Wort, umfloijcn von Träumen deutscher Größe und deutscher Sehnsucht, „Kaper — der Siegespreis blutiger .Uämpfe vor vierzig Jahren, „Stauer — der Mann in unserer Mitte, der uns eine deutsche Flotte schuf, deutsche Arbeit fügte sich aus deutscher Werft, auf daß Du em Schutz seiest für deutsche Arbeit auf dem Erdmrund. . Treue zum Kaiser in dem Herzen Deiner yJtanncn wird der Kompaß sein, nach dem Du steuerst, aus daß Du Treue zur Heimat pflanzest in die Herzen aller Deutschen da draußen. Stolz erhebe Sein Haupt im Kamps nut den Elementen, gleichwie der Kaiser uns steht erhaben über dem Streiten der Zett. Führt DÄ der Gott, der über Wind und Wellen gerietet, der die Schlachten lenkt, in Gefahr und Not, dann bleibe Derne Mannschaft noch in letzter Stunde des Namens erngedenk, den Du tragen sollst. m Frauenzurus war es, der in grauer Vorzert unseren Vatern Mannesmut weckte. So Quelle Dir aus dem Herzen der Karserrn die Dich jetzt tauft. Glück und Segen auf aller Fahrt. Die Kaiserin vollzog die Taufe mit den Worten: „Auf Befchl Seiner Majestät des Kaisers taufe ich dich „Kaiser"!" Der Reichskanzler brachte ein dreifaches Hurra aus, in das die gewaltige Menschenmenge einstimmte. Die Musik spielte die Nationalhymne. Der Ablauf vollzog sich glänzend. Währenddessen präsentierte die Ehrenwache. Die Flotte salutierte mit 21 Schuß. Es wurden abermals drei Hurras ausgebracht. Der Kaiser nahm eine Reihe von militärischen Meldungen entgegen und verlieh eine Anzahl Auszeichnungen. Das Kaiserpaar begab sich um 12i/2 Uhr zum Königlichen Schloß. Deutschland und die Vagdadbahn. Die „Nordd. Alldem. Itg." bringt zu der Meldung, daß in Konstantinopel verschiedene Verträge zur Sicher- stellung und Vollendung des Bahnbaues bis Bagdad zwischen der türkischen Regierung und der mit dem Bahnbau betrauten deutschen Bagdadbä.hn-Gesellschaft gezeichnet worden seien, einen Kommentar, in dem es zum Schluß heißt: Durch das Entgegenkommen der Bagdad-Gesellschaft ist der türkischen Regierung nunmehr erneut die Möglichkeit geboten, an das englische Kapital heranzutreten, es zur Mitarbeit — allerdings nur im Höchstbetrage des deutschen Anteils ~ aufzufordern. Sollten daraufhin zielende Verhandlungen sich zerschlagen, so wird der Bagdadbahn-Gesellschaft nichts übrig bleiben, als sich auch dem Bau der End st recke zu unterziehen. Das Reftrltat der von der türkischen Regierung em- zulcitenden Verhandlungen kann in Ruhe abgewartet werden. Das sichere Ergebnis der jetzigen Verhandlungen ist jedenfalls die feste Aussicht, daß in wenigen Jahren das gewaltige Werk einer Eisenbahnverbindung von Konstantinopel bis Bagdad, dessen Durchführbarkeit so oft angezweiselt wurde und dem so viele natürliche und künstlich hervorgerufene Hindernisse sich in den Weg stellten, z u r T a t s a ch e geworden sein wird. Mit stolzer Freude werden wir dann auf ein neues Denkmal deutscher Arbeit, deutschen Fleißes und ausdauernden deutschen Unternehmungsgeistes blicken dürfen, das zugleich weiten ©ebieten Kleinasiens und dem gesamten türkischen Reiche zum Segen und gcheihlicher Entwicklung gereichen wird. Ausland. Vom französischen Kulturkampf wird gemeldet : Die Bewohner des Dorfes Montandon bei Montbeliard, die den Schullehrer zwingen wollten, die von den Bischöfen verurteilten Schulbücher aufzugeben, beschlossen, denselben zu boykottieren und demselben keinerlei Lebensmittel zu verkaufen. Der Lehrer verständigte von der ihm bereiteten bedrohlichen Lage die Behörde, Die ihm einen unbegrenzten Urlaub bewilligte, woraus er mit seiner Gattin den Ort verließ. Die Schule wurde geschlossen. Dem „Echo de Paris" wird aus Konstantinopck gemeldet, daß der Direktor der Ottoman-Bank, Revoil, die Verhandlungen betreffend die für öffentliche Bauten bestimmte Anleihe von 25 Millionen türkische Pfund angeknüpft habe. In der Sitzung des norwegischen Stortbing ersuchte am Mittwoch der Sozialdemokrat Nissen bei der Beratung beä Militärbudgets die Regierung, im nächsten Budget die Ausgaben für das Heer herabzusetzen. Für dieses Jahr schlage er vor, Ersparnisse von einer Million zu machen. Daraus hielt Fräulein Rogstad ihre erste Rede im Storthing. Sic führte aus, daß sie eine Freundin des Friedens sei und für Schiedsgerichte eintrete. Sie hoffe, daß ebenso wie das Fausttockst dem Gesetz weichen mußte, auch dic Kriege und das Militärwesen einmal aus der Welt geschafft würden. Trotzdem werde sie nicht gegen ein ordentliches Heeresbudget stimmen, das die Selbstverteidigung zur Grundlage habe. Sie vertraue der Regierung und der Verteidigungskonrmissiou, daß sie nicht mehr als notwendig vorgeschlagen hätten. Sie möchte jedoch betonen, daß sie besonders die Lorsächtge unterstütze, die daraus ausgehen, die nördlichen LandesteUe zu beschützen, wo die Verteidigung noch zu wünschen übrig lasse. 2üis Sofia wird gemeldet: Der Ministerpräsident M a l y - n o w hat dem König den Abschied des Kabinetts über» «W- , . Nachrichten hmen, bY1U, bedeutend . eine? 7lQb, h„, Wtä ki das C ,iUÄ ?°S ff. /um bi; NtNlt pn,u?unieic eheisen. ?!’. Gerade darox >I«hen £it:: . ^anatorie> ießt welcher |r >n hofft au.- "öie. fa, nnden La-, lcht und & “ sehr flün. ntoalt Mar- utsrichler tZberichtsM rerfetzt tank le und neu I, abends, - ic Herr te »gleich müt der ®atl« tv ag über W (Sint fte. •ctn 2>to/kti7i adtntunl'i nu ugniS geben. " ,tR vooü.cw tarn \üt bi; Tagung fi; gelickt. IV. ! über,Al- or D, Sineit- i als GeiM> einen SJo«| der Semen Semembeot ient 6d)uin. Die roi^ÜG ’ Tagung eben eig abgehalle« (rrfllCTTCT! Initiative in der Frage über die 6in• chränkungderRüstnngen durch ein intemfifionnffS Uebcr- rinfommcn u. über die Stellung Schwedens zu den Vorschlägen der inlerparlamentarischen Union wegen Einsetzung eines Ausschufses zur Vorbereitung dieser Fragen für die nädtftc .»aager Konferenz^ Ter Minister sagte, daß den den Vereinigten Staaten reine Vor- chläge dieser Art an die Schwedische Regierung gerichtet worden eien und daß die Regierimg deshalb keinen Anlaß gehabt babe. -,u dem amerikanischen Vorschlag Stellung zu nehmen. Er erklärte nch entschieden aeaen den Vor'ch'a^ bc* schwedischen Friede)isverbandes^ daß nämlich Schweden eine Initiative zum Zusammengehen mit den kleineren Nationen zwecks Beschränkung der Rüstungen nehmen olle, da ein solcher Schrill nach seinen Anschauungen nicht zu dem erwünschten Ergebnis führen würde. Die beiden Interpellanten erklärten sich von der Antwort ^es Ministers befriedigt, bedauerten aber, daß Minister Gras Taube die Friedensbewegung mit so großem Pessimismus betrachte. Auf der im Bau befindlichen Ellenbahnstrecke C b e r - Hausen — Wesel wurde von unbekannten Tätern eine Deiche festgeklemmt. Infolgedessen stürzte eine Lokomotive einen Abhang hinunter. Der Führer und der Hetzer, die nicht abspringen konnten, wurden verletzt. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Volkszählung betrug die Bevölkerung in Oesterreich am 31. Dezember 1910 28 567 898 Personen, da» ist eine Zunahme von 2 417 190 Personen oder 9,2 v. H. gegenüber dem Jahre 1900. Die größte Zu- nähme im letzten Jahrzehnt »eigen Triest, Istrien und Nieder- erreich eid in der Eifel brach Groß feuer aus, da» bi» gegen 6 Uhr abends acht Häuser und die Kapelle einäscherte. Ta» Feuer wütet noch weiter. Dcrmifcbte*. • „Bitte mich nicht zu küssen". Die Königin von Spanien Viktoria Eugenie, die mit dem ^önigund den Kindern gegenwärtig in Sevilla weilt, hat eine Bewegung gegen das Küssen der Kinder ins Leben gerufen. Eng^'sch-n Blattern wird gemeldet, sie habe verboten, daß ihr- drei Kinder geküßt »verden, da dadurch leicht Krankheiten übertragen werden können. Viele spanische Mütter folge- königlichen Beispiel und alles, was kurze Röcke trögt. P”ft mit eleganten Täfelchen auf dem Rücken herum, aus fc:”pn zu lesen ist: „Ditte mich nicht zu küssen!" Die Königin bat die Anregung zu diesem Vorgehen wohl in ihrer *ng- tischen Heimat gefunden. Kki^e rkaoerchron'k. Seit Mittwoch früh st r e i k e n in dem Eisen- nnb S^h'werk- Union aus Dortmund die Kesselwärter, da» Maschinenpersonal und die dazugehörigen Arbeit-r, soweit sie gewerkschaftlich organisiert sind, im ganzen 250. E»n bedauerlicher Unfall, dec sich im Gießereibetriebe ereignete, wird mit der Arbeitseinstellung in Verbindung gebracht. Bei dem Umkippen eines mit flüssigem Eisen gefüllten Schmelzkessels wurde ein 37 jähriger Arbeiter derartig v e r l e tz t, daß er mS Krankenhaus gebracht werden mußte, wo er seinen Verlegungen erlag. Zwei andere Mitarbeiter erlitten leichte Verlegungen. Wegen dieses Unfalles hat die Polizei sieben Streikende in Hast genommen. Letzte Nachrichten. Die Abrupungsfroge und Schweden. Stockholm, 23. März. In der heutigen C'snmg der Zweiten Kammer beantwortete der Minister des Aeußern Graf Taube eine Frage, die von dem Baron P a l m st i e r n e (Sozd.) nnb Baron Bonde (Liberal) eingebracht wurde über die Stellung Schwedens zu der von den Vereinigten Staaten er» m. Darm stadt, 23. Mä'-z. Tie gegen den LandtagS- abgeordnelen Seelinger von Lampertheim w--gen seiner un- geseulichen Amtshandl'mgen als Bürgermeister erkannte Gefängnisstrafe von 3 Monaten wurde vom Großherzog auf dem Gnadenwege in 1000 Mark Geldstrafe umgewandelt. :/: Köln, 23. März. (Priv.-Tel.) Eine mit Portugal in reger Gesck)ästsverbindung stellende westdeutsche Firma empfing Nachrichten aus Oporto, daß die inzwischen entdeckte gegen die Republik gerichtete Verschwörung einen großen Umfang angenommen habe. Die Bewegung habe in zahlrcickien Regiment.'rn bei Soldaten und Offizieren Anhänger gesunden. Zwölf Ofjiziere seien verhaftet worden. Es roirb angeordnet, mit den Verfrachtungen nach Portugal zurückzuhalten. Köln, 22. März. Die „Köln. Ztg." meldet auS San Antonio: Eine Depesche von Alpine an den Antonio- Expreß meldet: 80 Aufständische hätten die Ortschaften Chisbos und T^rlingua zehn bzw. 20 Kilo- mefr diesseits der Grenze ü b e r f a l l e n und Pferde, Rindvieh und Scksafe weggctrieben. Vrigadegcneral Duncan hier hat auf Anruf des Bezirksamtmanns des County-Marschalls von Breweter-County 80 Kavalleristen von El Paso, 80 von Marathon entsandt, um den Farmern und ihren Nachbarn, die die Plätze bis zum äußersten halten wollen, Hili? zu leisten. Chishos, Terlingue sind die einzigen Handelsplätze zwischen dem Rio Grande und der Southern Pacisicoahn. Der Handstreich ist hier um Mitternacht bekannt geworden. Er dürfte Grund zum Einschreiten bieten. Der Aufbruch der ganzen Division wird erwartet. Man nimmt an, bte Aufständischen wollten das Einschreiten der Ver-inigten Staaten erzwingen, weil Limantour erklärt: habe, der Friede sei nur nach der Waffenstreckung der Auf- rührer möglich. Llngesandt. ffiür Form und Inhalt aller unter Vieser Rubrik stehend-i Artikel übernimmt die Redaktinn dem Publikum gegenüber keinerlei CerantroortunqO Die NahrungSberg-Beba"ung»srage. — Unter dieser Bezeichnung besinnet sich in Nr. *5 de- Gießener ""»eiger serstes Blatt) eine Einsendung, aus die ich mir einiges zu erwidern erlaubt. . . . , , WaS zunächst den Erwerb emeS eigenen HetrnS b-tnfft, nad) dem sich zahlreick>e Universitätsdozenten sehnen sollen, so dürfte denen, die darnach stteben, doch lnnreichcnd genug Gclegenhett dazu geboten sein, die» »u erreichen, eS muß das doch nicht un- bedingt auf dem NahrungSberg sein, wir haben doch noch mehr fdjSt3m weiteren soll Wer, nach Ansicht des Herrn Einsenders gerade"« ein empfindlickxr Mangel an Einzelwohnkiäusem bestehen, und nur eine kleine Minderzahl unserer Mitbürger :«rb speziell auch h*r Ilniversitätsdor^ntm sei in bet Lage 70 000—80 000 Mk. unb mehr dafür anlegen zu können, und von den dazu fähigen sage sich mancher, ehe -r sich dazu entschließt: ich denke b*xft einmal später v-"1 Gießen w-ilrr ", kommen unb dann möchte ich nicht eine unveräußerliche Villa Mitten. Das stimmt nicht. — Zunächst befW ein Mangel wcht, unb dann sind jn einem etg^m Heim keine 70000—80 000 Mk. nötig, ein solch---, fast gom b*n Wünschen deS Herrn Einscnd-rs ent- foterbc*^, schön unb m-ßmorbentlich solid gebaut, kann man sich für ungefähr die Hälfte dieses Preises erwarben, und da dürfte bei einem allenfallsigen W-agong von hier sicher die VerLußerung nicht schnür fallen. bet öiumma feit gestern früh: Tie Wetterlage neräns-rt sich siark. Von, nördlichen EiSn'eer bringt ein Tiefdruck- bn.ckge'-'-t über die Ostsee vor, vor dem stch der hohe Druck auf bem e ch-rsten Osten unb Nordwesten Europas zurück.üeht. Bei hem treueren Vordringen des Tiefs werden über Deutschland urft-hl«** Winde wieder kälteres Wetter und zuneh>ne:'^e Trübung brmg-n. Später sind Riederschl ge, im Gebirge auch Schnee, zu erwarten. WetteranSstchten in Vesten am Freitag dem 24. Wn 14'1: Allmä'hlicher Witterungswechsel. Trübung, später Ni*derschläge, Schnee im Gebirge, kälter, nördliche Wmde. gekommen. Tie bestehenden OrtSvereine Biedenkopf (125 Mtt- qlieb«), Eckelshausen (62), Gladenbach (110), Dennhausen (61), Sortenrob (40) unb Naunheim (63), tm ganzen 451 Mttglieber, traten dem Verband bei. Für bte Zuchtbuchsührunfl werden bte Formulare der Deutschen Landwirtschastsgesellschast ^"geführt und die Schauen deS Kreisverbandes sind mit denen der Herdbuchgesell schäft zu vereinigen. Ä . «.Frankfurt a. M-, 22 März. In der vergangenen Nacht wurde ein Kelln e r in der Kr on p rin zen straß e von mehreren Personen überfallen und durch Messer- snche schwer verletzt iiniDcrfität»*nacbricf)tctt. kc Marburg, 22. März. Amtlich roirb die Ernennung de» bisherigen Professors Dr. Martin «>nno Schmidt von der Universität Zürich “'m ordentlichen Vrotessor unb ^Xrettor bei hiesigen pathologischen Institut» bestätigt. (ßcrid)t>faaL Die erroifchte „Schwor,- Hand" 4 Hanau, 21. Mär». Zwei vermöa-nde Einwohn-r von Gelnhausen erhielten unlängst die brieflich- Aufforderung, eine größere Geldsumme an einer näher bezeichneten Stelle ni-der- zulegen. In bem einen Briefe verlangten die Erpre'ler, die sich „Verschworene Bruderschaft zur Schwaben Hand" unterzeichn neten, 5000 Mark, in bem nnberen Falle b-qnügten sie sich mit 2000 Mark. Die Polizei l-gte mm an dem einen der vmi den ®neüd*rcibcm hezeickmet-m Orte ein Päckchen nieder, das mit einer schwer zn t-efeitioenJv-n schwarzen Farbe getränkt tmr. ES erfdrienen denn rn-ch einiger Z-it zwei junge V"rlch-n, die sick) das Päckchen un'-r großen Vorsichtsmaßregeln h-lten. Sie konnten bald daraus dingfest gemach» werden, do sie sich durch die schwarze Farbe an ihren Fingern verrieten. Der eine der Täter war ein 17 Jahre alter Dienstbursche, der vom »'ruht sechs Monate Gefängnis erhielt. Der andere war sogar em erst 15 Jahre altes Bürschchen, daS n^t drei Monaten davon fern._______________________________ Die trauernden Hinterbliebenen. 02265] ß°/3 Tcr Bürgcrmcister. Bilanz am 31. Dezember 1910 Aktiva. Sa. Während 1910 gingen ab . . Tie Zahl Während Daher Stand der IDiitgliebec Ende 1910 Gröningen, den 22. März 1911. 3563.— 125546.79 32768.19 Kassebestand Guthaben in lausender Rechnung bei Genossen Tarlehn auf Schuldscheine ...... Tarlehn auf Hypotheken . Kaufschillinge . . . . Rückitändtge Güterkauf- und Pachtgelder . . Rück'tändige Zinsen Rückstände aus vorigen Jahren . . . . . Mobllten . . . Gießen, Hagen, Wien, Radolfzell, Worms, den 22. März 1911. Passiva. Guthaben bei Genoßen Anleihen einschließlich Spareinlagen . . . . Schuld in laufender Rechnung an Genossen Vlachlässe für noch nicht fällige Güierkauf- und Pachtgelder . . Reservefonds . Betriebsrücklage Reingewinn ..... Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen Vaterö, Schwiegervaters, Großvaters, Urgroßvaters und Onkels Johannes Kolb, Lehrer i. P. sagen herzlichsten Dank Spar- und Darlehnskasse E. G. m. o. H. Marsteller. 1954 Btngell Sa. der Mitglieder betrug Ende 1909 1910 gingen zu Gebote auf die diesjährige Vobernte der Gemeinden Dornholzhausen --- 51, Gr.-Rechtenbach = 150, Ktein-Nechienbach — 48, Niederkleen — 24, Oberkleen = 270, Reiskirchen -= 300, Vollnkirchen =■ 180, Botperlshauseil =■ 120, Weidenhausen — 60 Ztr., sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen vis zum 3L ds. NctS. einschließlich ein^ureichen. Die Verkaussbedingungen können hier eingesehen werden. Groß-Rechtenbach, den 22. Marz 1911. 155.71 1000.— 710.11 458.23 164202.03 70 3 73 2 71 Jt H 4823.68 103602.21 1697.— 47854.26 2348.— 1236.— 1046.19 1284.69 310.— 164202.03 ^)ch litt seit 3 Jahren an gelblichem AuSschlag mit furchtbarem Hautjucken. Durch eht halbes Stück Zuckev'S Patent-Medizinal-Scife D.R.P. Nr. 138988 habe ich daS liebel vollst.beseitigt. H.S., Poliz.-Serg." LTi.50Ps.<15"/oig)u.l.50M.s35°/oig, stärkste Form'. Dazu Zuck^h- Cremc 'nicht fettend u.milo' 75 Vs. und 2 M. in der UniversttätS- Älvoth., bei Aug.Noll, C.Leibcl, W. Kildingcr und Otto Schaaf. Stets frisch zu haben In allen einschlägigen Geschäften. k 10'11. (B “/, der der Abreibpolitur aus (in» "W achstuche Bohnerwachs Ferd. Nennstiel Plockstrasse 7. TllieWe M Mliail blutfrische Nordseefische, sind heute eingetroffen bet (832 Georg Wallenfels, Marktvlatz 21 Telephon 46 gegenüber der Engclavolheke. Rabattmarkenauög. de» Vereins. K 22 11. ' iB's, Donnerstag, 27. Avril 1911, nachm. 3 Uhr werden ui unserem Amtszimmer die dem Gustav Weimar u. Ehefrau ged. Quintlng in Gießen zugeschriebenen, nachstehend verzeichneten Parzellen verneigen- 4/348^ = 200 qm Grabgarten nm untersten Riegelviad bei . Suverinlendentenwiese. 4,348^ — 100 qm Hoireite daselbst. Gießen, den 22. Alärz 1011. Großherzogliches Onsgericht. Gros. dem Rodt. Gießen, den 22. März 1911. Groizherzogliches Onsgericht. Grob. versteigert: 1/1305 - 178 qm Hosreite in FlügelSgasse. L1323 — 137 qm Hofreite in I Walltorstraße. 22'14 — 1750 qm Grabgarten ^0 Stück 70 Big. vUllblUii Frnche »teb Eier 10 Stück 63 Pfg^ empfiehlt 022711 Mlrich, Echloßgafie 7. Vcrstcigcrung, Rassegeflügcl zur Zucht, Enten, Hühner unb Tauben von der Landeß-Geflügel-Ausstellung zurückgeblieben, greitog dcii 21. Mär; d. F., mihiiiittligS 3 llhr beginnend im Nestaurnnt Krokodil Kaiser-Allee 27. ▼”/, Donnerstag, 0. Avril 1911, nachm. 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die dem August Gottlieb KameS in Basel zu/te- schriebenen, nachstehend oerzeich- neten Parzellen versteigert: 1V12437/IO — 351 qm Hofreite auf bem ©artfclb. 1/1244"',o = 44 qm Grabgarten daselbst. Gießen, den 22. Februar 191L GrogherzoglicheS Onsgericht. _________GroS.________ K 20/11. . 'B“/i Donnerstag, 4. Mat 1911, nachm. 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die dem Job. Lein und Ehefrau geb. Hofmann in Gießen zugescbriebenen, nach- stehend verzeichneten Parzellen - erhielten die allbekann- ten Van den Bergh'- sehen Margarine-Produkte, voran die als Ersatz bester Butter einzig dastehenden Marken Cleverstolz »na Vitello Thnring. Bauernkäse Thüring. Stangenkäse allersetnste goldgelbe Telikateß- roare, reinstesdlaturvrodukt. Post- kolli Lik. 3.— franko ^tachnahme. Beste Bezugsquelle für Wieder- verkäufer. ss*/1 Walter Fischer, Ääserei, Butt stöbt, Thurttrg. WtJriedrichsdorfer ßtoieburf [337 stciS frisch bei kbkth. Mttzrr Heinrich Driesch. Husten + Heil (Brnft-Caramellen) sind das einzig beste diätet. Ge- nußmittel bei Husten u. Heiserkeit. Zu haben nur allein bei Gebrüder Adami, 14 MänSburg 14. (525 CDLn Mundgeruch „Chlororionl“ oemiAttt olle jjaulnt». enegtr tm Mund« u. zwnchen den Zähnen u. bleicht mthfarben« Zähne blendend weih, ohne dem Schmelz zu schaden. Herrl. er- frisäi-nd (m chelchmack. 3n Tuben 4 bis 6 Wochen ausreichend, Tub« 1 Jk. Probe- tubt 60 * Erhältlich in tivotUeten. Tronerien. Vrtiiinertei» Devot ht Gießen: Drogerie Otto Schaaf. Vergessen Tie nicht bei ein tretendem Bedarf in ST Bindfaden meine Svezial-PreiSliste zu verlangen. 1177 Lndwis Lazarns Asterweg 53 Fernsprecher 505 I Saatkartoffeln Alle Sorten Frühkartoffeln sowie einen Posten ganz uunto Jlagnnm bonom; Bayrische Ware sehr geeignet für hiesigen Boden, forote noch andere Sorten emvfieblt J- McIrcI Televhon 88. Sonnenitrage 6 ™ Auf GUsWG Spielend leichte . . Zalilungsweise. Anzahl. Mk. 3, 5 u. 10 Herren-Anzüge Knaben-Anzüge Kinder-Anzüge Nu solide Stoffe !!neueste Master!! Optima-Fahrrider 1348 Walltorstrasse Kolosseum Walltorstrasse 2. Tantolini in 6 Zimmer 6 Zimmer ein Trauerspiel zum Totlachen. 02252 postlagernd Amt 2. (02266 geöffnet. 02273 Sonnenstratze 31 Eintritt 50 <ßfq. Eintritt 60 Psg. S Zimmer 1965 Linke Strauss Abend Cale Amend Eintritt frei. Anfang 8 Uhr. 1472 Lrttztimbtmtin tafmmiiWr Herein. West-Anlage 331. 18241 250 iiabtvoiHoncrnb. 102250 Plockjtraffe 5. '966 an den Gieffener Anzeiger erbe J 02285] Bii uermicten (Offene Stell cif DDßUWMA Bit tierknuten i*tnnf-(i)crnd)c Verschiedenes Mietgesuche. H. Zimmer. Krenzvlatz 1. wert zu vermieten, dkäheres bet vermieten. 1968]_______ Schöne 3 = oder 4-Zimmer Wohnung zum 1. Juli geiuchi. Schnfll. Ang. nt Preis u. 02260 Kleine Villa (mit Garten» zum Alleinbewolmen per 1. Avril oder später preis- Gebrauchte Fässer, für LveiSbUttcn geeignet, kaufen 1*143] Birkeustoa & Schneider. 3. Der Meister Drama aus täglich Konzert des Solisten-Orchesters H. Sandory unter Leitung des Violin - Virtuosen Jeau Coruely 64öj du unserem '.Neubau Lteuler- st raffe ist noch 1 Part -Wohnung mit 5 Zimmern, Bad rc. per 1. April zu ueimieten. Abermann L Kling 19271 Schönes schiv. hochträchtig. Simmentaler Rind zu verlausen Wieselt, Gieffener Straffe 33 ar mit zahlreichen Lichtbildern. **CKX Eintrittskarten zu 1.— Mk. sind abendö an der Kasse zu haben, Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Halste. Garderobe ist abzugebcn. Unsere Mitglieder haben mit ie einer Dame gegen Vorzeigen des Blockumschlageö freien Zutritt. vsl/s 4. Kompromittierende Briete, Humoreske. 5. Der Mann in Texas, spannendes Schauspiel aus dem Leben der Cowboys in Wild-West 6. Die New-Yorker berittene Polizei, interessante Ausnahme aus den bereinigten Staaten. 7. Der Rivale des Satans, grobes phantastisches Ausstellungsstück in wunderbarer Farbenpracht 8. Ein Drama beim Nachbar, interessante Naturaufnahme. den Wolken, eine urkomische, moderne Liebesgeschichte. des Dietrichs, dem Leben eines entlassenen Zuchthäuslers Möbliertes Zimmer gesucht per 1. Avril in besserem Hause, möglichst Nähe der Kaserne. Schr. Angeb. mit Preisangabe inkl. Bedienung und Morgenkaffee unter 1966 an den Gieh. Anz. erb. 022671 3 Zimmer Wobnung zu vermieten. Sonneuiiraffe 9. Mutterboden 4“ y* 022821 Schiffcnberger Weg 61. Schellfische auf Eis in feinster lebend- frischer Ware soeben eingetroffen und billigst bei August Wallenfels, Marktplatz 17 Telephon 262 Prompter Versand auch nach auswärts. hO Mitglied des Rabattsparvereins. i.'.aji iöcio uiuhißuuiuei ui die elegante 7 Zimmer - Wohnung des Telegraphendirektors Herrn Dr. Hagemann mit allem Zubehör per 10. Avril oder später zu vermieten. Bleichstrahc 26. Wett. SiiWkr mit der dovvelten Buchführung durch und durch vertraut, vollk. bilanzsicherer und durchaus zuverlässiger Arbeiter, der in der Lage ist, in seiner freien Zeil die Bucher nachzutragen und den Abschluh selbständig zu über- nehmen, von umfangreicherem hiesigen Geschält gesucht. Schriitl. Angebote mit Angabe d. Honvrar- ansprüche unter 19.,9 an den Giehener Anzeiger erbeten. Hnusbnrsche per 1. April gesucht. 1971 Neustadt 49. Lehrling, Sohn achtbarer Eltern, für das Kontor einer hiesigen Fabrik ges. Schrisll. Angeboie unter 1948 an den Giehener Anzeiger erbet. Ortsgruppe Hiesse« liir fraueusliareelil. Donnerstag den 23. März 1911, im Saale des Hotel Schütz, abends 8l/a Uhr, Oeffentlicher Vortrag von Frl. Annie Furuhjelm-Helsingsors Prof. Dr. Leutert Ohren- und Nasen arzt. Giessen (a*/. Direktion: Hermann Stelngoetter. Freitag den 24. März 1911 19. Freitag Abonn.-Vorstellung Der Staub brr Sabincrinncn Schwank von Schönthan. Anfang S Uhr. Ende 10V, Uhr. „Das Frauenstimmrecht in Finnland“ Fuhrleistungen aus Roll-, Kastenwagen u. Leiterwagen, Dopp.- und Elnspäliner nimmt entgegen (1770 C. Valentin Sckützenstr. 18 Telephon 843 SaufmäHen u. LehrniWen ges. Gefchw. Holberg Nachs., Fleissige Herren jeden Berufes finden lohnende Beschäftigung, eu auch Anstellung. Off. ii. I>. T. 301 bef. Daube 8c Co., Frankfurt a. M. lb"/. Intellipler junger Mann mit guter Schulbildung, mindestens Einjahrigen-Zfugnis, findet zu Ostern unter günstigen Bedingungen instruktive Lehrstelle bei gründlich. Ausbildung. il9.>8 Emil ötoth, Verlagsbuchhandlung CJiCMNCII, Marburger Strasse 20. Cafe Amend Heute I Donnerstag" SlüDicijiiiniitn" ÄÄ XxxiociiiiHiaHe iu. U-^immei- Wohnung liebst 2Entreefolzimmer u. allem Zubeh. p. Aor. z. verm. 13601 Näh. Franks. Str 29. Vom 1. April ab halte ich meine Sprechstunde Frankfurter Strasse 13 Heute, Donnerstag den 23. Marz, abends 8Vs Ubr, in der Neuen UnivcrsitätS-Aula IX. öffentlicher Vortrag. Herr Prof. Carl Brockmann-Dffenbach: kckiiP teil ilie Brüsseler Weltaiisstelluig ReueS Sensations-Programm vom 22.-24. März WIL 1. Grosser Braud in Moskau, Sfdlhitirt a landiv. Bucht,., Sekr., ^iniUlig Verwalt, erb. jg. Leute nach2—3monail.Ausbildg. Bisher über 1100 Beamte geford. Prosv. umsonst. Landw. NechnungS burcau Liegnitz, Goldberger St rage 60 a.[ss°/a Müdcheu Hausarbeiten bewandert ist, zum 1. Mai gesucht. 1962 Ludwigstraffe 45 1. Wiesbaden Taunusstr. 2 II. Tel. 1954 dir. am Kochbrunnen in nächste) Nähe des Kurhauses und Königl. Theaters neu eingericht. El eg. Zim m. Frühstück. Mäß. Preise. Beste Referenz, auch in Gießen. OV,)Inh. Frau A. Landmesser. Wer verkauft sein Haus, Villa, ob. sonst. Besitztum gcichästl. ob. gcwerbl. Betriebe. Ang. zwecks Weiterbefürderiingunt. E. 2970 an Haaicnstein & Vogler A.-K., Frankfurt a. M. lhv“/i Zur Beiqeordneten-Wahl in Lollar. Landwirte. Arbeiter mtb Vcamte von Lollar! Die ReichStagswahl-Schlacht ist kaum geschlafen, da tritt auch schon eine neue Aufgabe an uns heran. ES ist die Wahl deS Be«. geordneien. Hier beißt es den rechten Mann zu finden. Wahrlich die Zahl der Kandidalen iit grob- Gilt es dieses Mal doch einen Pianu mit an die Spitze der Gemeinde zu stellen, der in allen Dingen unabhängig dasteht. Ebensowohl in persönlicher wie auch in finan- zieller Hinfichl. Wählen wir einen Mann, dessen Bermögensverhalt- nisse keine guten sind, dann ist die Möglichkeit da, dah es schon nach ivenlneu Jahren zu einer neuen Wahl kommt, und wird andererseits ein Mann gewählt, der mehr ober weniger von irgend einem Arbeitgeber abhängt, dann ist auch diese Wahl keine glückliche. Wir wissen, bnn auch Mitglieder einer Körperschaft gern zu diesem Amt berufen sein möchten. Wir erinnern an tue Erbauung des Ochsen-Stalles, welcher co. 20,000 Mark kostete, während andere Gemeulden für einen ebensolchen Zweck 5 bis höchstens 6000 Mark anlegen. An unfer»m Gemeindesteuer-Zettel aber spüren wir dielen kostspieligen Bau. Andere so sehr nötigen Arbeiien, wie die Erbauung einer fahrbaren Brücke über die Lumda, sowie der Ausbau der dortigen jenseitigen Straffe, die bleiben dagegen liegen. Wir erinnern auch an die dies- jährige Fastnacht. Darum ist es bitter notwendig, dah ein Mann gewählt wird, der wie schon oben erwähnt, in allen Stücken frei und unabhängig dasteht. ,, . c,. . , o . Deshalb richten wir an alle Wähler, ohne Untenchled ob Landwirt, Arbeiter oder Beamter, die Bitte: Lagt alle kleinlichen Ciser- füditctcicn ruhen. Denkt nicht, wenn ich nicht Beigeordneter werden soll, dann soll mein Nachbat es aber auch nicht Sehl Euch z. B. die jetzige Zusammensetzung des Gemeinderaies an. Bon 10 Mitgliedern sind 6, also mehr als die Hälfte, Fremde, d. h. nidr eingeborene Lollarer. Drum haltet zusammen, denn nur Einer kann Beigeordneter werden, und wählt einfttminig 102299 Gastwirt Fritz Weinrich. Er Ist ein älterer und ruhiger Mann. Er wird Euer Vertrauen nicht täiischen. Denn bitter notwendig Ist es, dah auch wieder ältere Leute in den Orisvoriiand kommen.Viele Wähler. Dädanogm.n Seit 1900 202 Einlähr. 118 Primaner 7-/8. Kl. Pensionat. (ss11/*) AushülfeL'g^L zwischen 7 und 8 Uhr abends. 1957 Hosmannstraffe 10. Gut cmpioOl. tiidit. grfjuciöer, der auff. dem Hause arbeitet, hat noch Tage frei. (02272 Räb. Roonstraffe 34 pari. Das Erste Gteffeuer -iesie» Gefchäst, Bügel- u. Reiut» gungsanstatt ist von morgens 8 Uhr dis abends 8 Uhr Jg. ftrebi. Kaufmann mit vr. Zeugn., beend, am 1. Avril seine Lehrzeit, flott. Gabelsb. Stenogr., gew. in Korresv., der dopp. u. eins. Buchführ. kundig, sucht per 1. Avril passendes Engagement. Schrisll. Angebote unter 02278 an den Giehener Anzeiger erb. Suche für meinen Sohn aus £SSn Lklirstcllc Schrisll. Angebote uni. 1915 an den Giehener Anzeiger erb. ssJüng. Fräulein, welch, d. kaufm. Schule bef. hat, sucht Stelle auf Kontor Schr. Angebote u 02279 an den Giehener Anzeiger erb. Zuv Hanshälterili sucht selb- ständ St- d. Frau Hüneiiberger, gewerbsmähige Stcllenvermitt- 111ng, Seliersweg 67. 820) 1. (Sinne, 6 Zunmer, Badezimmer, Maiisarden, zuin L April 1911 zu vermieten. M. Michel, Bletchstrahe 24 p. 1926) Mod. 6 Zlmmerwohnung, 3. Stock, clettr. Licht, Bad, Bleichplatz, ver 1. Juli zu vermieten. Eutzusehen von 3—5 Ubr. Georg Todt, Plockitrahe 11 Einzelne Dame sucht Neuzeit lidje 1 bis Zimmerwobnung nebst Zubehör für 1. Juli in ruhigem Hause. — Schriftliche Angebote unter 02262 an den Giehener Anzeiger erbeten. Beamter, ständig nm Platze, sucht für 1. Uili 4 bis .»Zimmer wobnnttg iii guter Lage. Schriitl. Angebote mit Preisangabe unter „Sanella“ vegetabiler Reform-Butter-Erfatz. feinste Pstauren-Butter-Mar- flarine, schäumt und bräunt wie Naturbutter, ä Pfund 90 Psg. zu haben bei (DVa Job. Marker. Selle „Chloro“ blrlchl Gestchl un> tzünd« rein weih. Wirgam erprobte unlchüdltche Seife gegen unfdjöne ßout« färbe, Gommerfprofien, Leberflecke, gelbe Flecke.. MU Qusführlid>er Anweifung 60 * Man verlange echt „Chloro“ 11 oom Laboratorium „ßeo“, Dtesben-H. 3. ®t- bLItllch I. b. Spöttlet.. Drog u. Vorfilm. In (Sieben: Adler - Drogerie« hv”/,,_ 1 Sinimcri». K'u"cletÄ; ver sofort zu verm. Näh. 02214!__________(Moetbcftr. 51, p stieu berg. sch. 4-Z.-Wobn.ver los. o. spät, zu verm. Stetnstr. 59. Bankgeld wird gegen hypothekarische Sicher» beit an 1., auch an 2. Stelle zu billigstem Zinotuh vergeben. Schristl. Meldungen unter 1796 an den Giehener Anzeiger erbet. II ftnnnthef 10000 Mk. gesucht. II, ^l)|)OIytl Schristl. Angebote unter 1920 an den Gieh. Anz. erb. Entlaufen Schnauzer, Pfeffer- u. salzf., aus den 9lamen Rots hörend. Wieder- briiiger Belohnung. |O2Ä« Ferd. Schmidt, Wetzsteingasse. Berlagsbuchhändler Noth, Blarburger Straffe 20. 7 Zimmer 3dlönc 5-Zinium-Wchiung in gesunder, freier Garieiilage an ruhige Leute per L Avril preiswert zu vermieten. 11064 Näheres Frankfurterstr. 21 l. 1794] Schöne 5 Zim.-Wohnung mit Gas und allem Zubehör, eine Treppe holl), baldigst zu vermiet. Vaubel, Ebeliirahe 16 pari. 17951 Schöne, modern ausgestan. »-Zim.-Wohnung. (Neubauteni Wetzlarer Weg nächst Frieünch- Itrage, m. schön. Aussicht, Badez., Balkon, Gas und elektr. Licht re. per Zuli zu vermieten. Eim, Friedrichstraste 14. 4 Zimmer Braver Junge handwerck erlenicn tuill, gesucht. Hundsgasse 4. (*“76 g. St. s Gienen, Nauheim, Fried berg, Franksun, Darmitadt, Salz- schlirf,Wetzlar. FrauMargaretbe Herr,gewerbsmäsügeStellenver- mitilerin Sonnenstr. 6 1. 02286 Tüchtiges, steiniges Dienstmädchen nefudjt. 1970 Fran Oberpostinsvektor Müller, Darmstadt, Marttnstrahe 76 II. QiiittMi* au vergeben für Dor- ^OliniCllC und Nachmittag. Vrzitzdnzrr jlilicaW Zweigverein Giessen. fmmstag, 25. Stürz, abend* 8V, Uhr, auf der Lieblgsliöhe 1 Slugs- und Dekoriengs-tel v>8/ Der Vorstand. ausnahmsweise schöne Qualität, direkt aus einer Saatgutwirt- schaft, gebe, so lange der Borrat reicht, zu Mk 11.50 pr. Ztr. ab. Wilh. Rühl, Achn-Buseik. Rentables Haus mit Laden zu verkaufen. Eö wird Bauplatz m gut. Lage in Tausch genommen. Schristl. Angebote unter 1964 an den Giehener Anzeiger erbet. 3n Dcrtaufcn: u. viereckig, 1 kleines Sofa, ein Petrolcumleuchter, eine Hängelampe, 1 Sloujoldieii. 02263) Bergstraffe 17 pari. 021751 Altdeutsch, eich. Kleider- schrauk zu verk. Grabenstr. 4 ll. 1940) GaSbcrd, Blumengestell, Stehlampe, zu verkaufen. ______Süd-Anlage 17 IL Wegen Ausgabe verlause 2 M 7 zink. Flivnta unter Preis. 1961 Näheres Neustadt 56. Gut erhaltener Petroleum Kocher billig zu verkaufen. i»22691____________Lchloügaffe 6. Gut erh. Kinderwagen bill. zu verk. Ebelttrahe 14 11. (02277 022751 1 Posten Herren 21rbeits- schuhe bill. z. verk. HuudSgasse 4 022841 Guterh. Ltindersitzliege- wagen b. z. verk. Laimitr. 5 1. Ei. goiifiriiiandcn-Anzug billig zu verkaufen. 02264)_________Eichgärten 50. ß/ jytzu verkaufen. KIMien SUC[ *2lmt)L Bahnhofstrahe 39. (02261 Wäsche, Gardinen rc. zum Waschen uni Bügeln, auch nur Waschen und Trocknen wird angenonunen I. Hütteuberger, 102288 Wäfäier. u.Rafenbleid)e a. d. Lahu SicparatmTii uni) Ncuucdcil ertigt gut und billigst Carl lieh. Tapezier und Polsterer, 02232) Ludwigsplatz 15. werden garniert utu IBUIC umgearbeitet. 02229) Kaiser-VUee 2 I. r. Für Zigarrenfabrikauteu.' Fachmann wünscht wöchentlich 20—30 Mille 3igarten auf Kom- mifsion anzusertigeu. Näh. in der Geschäftsstelle d. Gieh. Anz. 102211 ÄrMt 7, ' 15. April noch zu vermiet. i0-2 3 Sita 3=3iinnifr = 22ol)nimg zu verm. 1022891 Weidengasse 7. 2 Zimmer 1853) Schöne 2-Zimm.-Wohnung Landgraf Philipp-Platz 6 per 'JJlai zu vermieten. Näh. Frankfurter Sliape 29. \ Verschiedene | 13591 Jriedrichstr. 13 u. 15 Neubauten sind 4 u. 5 Zim.-Wohn. in. Bad, Balkon ect. v. Avr. z. verm. Birkeustock & Schneider ______Frankfurter Straffe 29 156| Der 1. Stock meines Hanfes Schonstraffe 10, bestehend aus fünf sehr schönen geräumigen Zimmern nebst Zubehör, in p. 1. April 1911, evtl, auch früher, zu verm. Ebenso daselbst die Mansardenwohnung, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zubehör, letztere ver sofort. Näheres Bahnhofstraffe 501. Möbl Zimmer 022271 Frdl. möbl. Zimmer fos. zu v. Drog. Schaaf, Sellersw. 39 II. Syiöbl. Zimmer zu verm fflr. Steinweg 24 III. 1815) Schön möbl. Zimmer zu verm. SelterSweg 89 .Laden) Möbl. Zimmer billig zu ver- mieieii. >02274) HnndSgasse 4. 022581 ^chön möbl. Z,immer mit sev.Eing.z verm. Bahnbosstr.591 02268) Schön möbl. Zimmer zu vermieten. Wetzsteinstr. 191 | L&den etc. I615| Die beiden Läden und der 3. Stock, Bahtihosstraffe 11, sind per 1. April zu vermieten. Generalagent 21. «V;öblid)._ Ortzeit am Seltersweg geleg. ■x^uuLIi All vermieten 102148 iVäb. in d. Geschäftsst. d. G. Anz. Neubau Rvonsiraffe ist Laden mit schöner 3-Zimmerwohnnng fogleid) oder spater zu vermieten. Nah. Belitz, Liebigs!r. 83 ,1963 meiner fiaöcn "LV»»« Mei intelligente junge Leute zu Neisephotograph als Reisebegleiter gesucht. Borzustellen zw. 6—8 Uhr nachmittags. 102281 Frankfurter Straffe 23 Hih. Ung. Mietet uni) Lehrling sucht Fustus Vogel, Lackiererei, Dammstraffe 8.__________102270 Ein M. steiß. Arbeiter für unser Lager gesucht. 6)cbr. Rosenbaum, 19671 Frankfurter Straffe. 3g. Hnnsbutsche Frankfurter Straffe 76. 102230 Aelterer, kräftiger 1913 Hausbursche ür dauernde Beschäft. sofort ges. Earl Stückratb, Möbelfabrik. Hausbursche zur Aushilfe gesucht. Chirurgische Klinik. Ein tiiffit. Mitten L Ä arbeit ges. Liebigstr. 73. I022Ä Suche zum 1. Avril tagsüber für zwei Aionate ein Mädchen zur Aufsicht bei Kindern und zur Aushilse im Haushalt. Auskunst gibt nur morn. Frau Dr. Brück, Süd-Anlage 23 I I.___________1942 Ordentliches, sleiffiges Ticiistmädchcn für alsbald gesucht. 19221_________Stephanstr. 42 I. Tücht., zuverl., kinderl. Mädchen wegen Berheir m jetzigen per 1. April, eu. früher, für Küche und Haus gcsudst. 2 Kind., 6 u. 10 F. Frau FiiianzratHeinr. Schwarz, Schotten, Oberh. 11919 Zttteinmädche«, 1 das bürnerl. kochen kann, und die Hausarbeit versteht, bei hohem Lolin v. 1. Avril ges Liebigstr. 46 1, Fr.Oberstlentn v.Kuobelsdorfs. Ruilktlrübeilsaiiiell Eckendörser Riesen-Walzen, verbesserte gelbe, empfiehlt in nur hächstkeiniender Ware (1924 Otto Müller, Sament)andlunq, Lollar. Haut-Kieicn^