Anfragen im englischen Unterhaus Die heutige Nummer umfafot 12 Seiten. vorhanden sei. Unsere Getreideeinsuhr aus Rußland 2 4 £ 2 750 613 1882 766 Tonnen , 1 V I Weizeneinfuhr aus Rußland beigetragen. U -r ■ /• \ -- \ 358071 1 498 880 409 417 V r h’ vi E = B Aus Rabat wird unterm 24. April gemeldet, daß aus Mekines eingetroffenen Briefen zufolge Mulap El Zin, der Bruder Mulay Hasids, dort zum Sultan proklamiert wurde. Die Deutschen in Fez. In Fe- sind von Deutschen eingeschlossen: Die aus vier Mitgliedern bestehende Familie des Konsuls Dr. V a s s e l, der Tragoman Dr. T r ö b st e r, Herr Löhr, zwei Herren Schultheis und der Vertreter der Gebrüder Mannesmann Hoffmann. Eine französische Proklamation an die Marokkaner. getücien. Uni) uieueuyt bade iüj iiwezug aus den Drill, mit den lateinischen Namen beim vstauzeniunDiickjeii Unterrtcht sogar mitgeschimpst. Ich gehe eine Wette cm, nach zwanzig Jahren wi'sen die beiden noch ungciähr ebenso viele „botanische Namen" wie ich. Uttd dann lönnen sie immer noch ganze Männer sein. A N «J I »pti z 5 li /* . X Das Herbarium. Man schreibt der „D. Tageszig ": Abteil einer Berliner Vorortbahn, in dem Leute mte Lu Heringe in der Tonne sitzen, geduldig und stumm und enggeprcstt, besinden sich auch zwei Schüler — auf 14 bis 15 Jahre sck-ätze ich stc. Dte kennen stch und fangen an, sich zu unterhalten. die Ferien gut zerbracht, und viel Ausfluge? "O, man hat ja leine Zeit. Man bat soviel wieder durchzugeben, daß es einem spater nicht über den Kops weggcht. Nicht einmal mein Herbarium habe ich ordnen tonnen." „So, hast du auch ein Herbarium? Ich habe auch eins . . . ^Wieviel Pflanzen?", „Tas kann ich nicht sagen . . / ,^>ch habe vierhundert/ . . .. .. . \a so ähnlich wirds bei mir auch sein. Aber ne sind nicht geordnet. Ich kann auch nicht viel pressen, bur zu klern eingerichtet. Sechs bis sieben Pflatizen im Monat, mehr kann ich nicht ernlegen. Und dann oie lateinischen Narneti . . .' Ach, pas ist überhaupt Unsinn. Ich möchte wissen, warum man"sück gerade mit den Namen Herumplagen muß, als ob die deutschen nicht zureichten. Manchmal denke ich geradezu, das ist nur, daß man uns drillen kann." Run ja, bei uns Hal man gesagt, das wäre, weil es sur manche Pflanzen deutsche Namen gar nicht gibt, und sur andere fünf oder sechs, so kennte lid) doch kein Mmsch aus. ,Tas sind ein paar, bei denen es so ist. Ader wir busseln von allen die lateinischen Namen. Und von einer ganzen Menge Pflanzen in der Umgegend finöct man un Lehrbuch weder einen deutschen iiow einen lateinischen Namen." „Kannst ja fragen in der Stunde!" ... . „Tas hält' auch einen Zweck! Tie Lehrer wissens auch nicht Sie sagen, sie roollen nachsehen, und dann am andern Tag Haden sie die ganze Sache natürlich vergessen, ^as gehl regelmäßig so." f , '3eib schon. Wer den ^rosi har man dabei doch, nach Pflanzen, die nicht im Lehrbuch stehen, wird man auch Nicht gefragt. Tie gibts einfach nicht. Um die braucht man sich nicht zu kürnmeni." w „Wenn mans so ansiehr freilich'. Wer ich hab doch mein Herbarium nicht wegen der Schule und der Prüsung angelegt!" „Ich auch nicht. Vielleicht kann ich dir einige bestimmen." „3a, komm' einmal zu mir!" „ . Der Zug hielt und die beiden ,liegen aus. Brave deutsche Jungen! Wer so altkluge Gespräche führen sie wie reife Männer. Der i’iue meinte sogar, die Parteilichkeit würde, man nie ganz aus der Schule binauibringen. ich an einen verehrungswürdigen Dichter und an dessen Art, zu Casablanca, 25. April. El Mrani schickte Sendboten an die Stämme, um sie unter Androhung schwerer Strafe aufzufordern, den Aufstand zu beenden. General Moinier erhielt den Befehl, andiebenachbartenStämmeProkla- matioiicn z u erlassen, um ihnen den Vormarsch der schon- ischen Kontingente und der fcanzösischeii Truppen anzuzeigcn. Er soll crllärcn, Frankreich beabsichtige nicht, neue Land st recken z u besetzen, sondern nur, die Truppen zu unterstützen, damit sie den bedrohten srernben Kolonien erfolgreich Seilte leisten und die Ordnung unter der Oberhoheit des Sultans wiederherstellen könne. Frankreich würde sich jeder weiteren Brand- chatzung und jeden weiteren Gewalttätigkeiten, die von der eingeborenen Behörde den. Stämmen z'ugcsngt werden, widersetzen. Wenn die Stämme den Ausstand beendeten, mürben die französischen gruppen nicht weiter vorrückm. Im entgegengesetzten Falle würden sie gezwungen sein, das Land zur Ruhe zu bringe» und die Anstifter des Aufstandes schwer zu bestrafen. Tie Stämme werden ausgesordert werden, an El Mrani, General Moinier oder an den i K onn Al .. s i töte zu schicken, die ermächtigt sind, namens der Stämme Veivttichtungeu einzugehen. Paris, 25. April. Im Ministerium eingegangene Meldungen aus Tanger besagen: Sche r i f E1 Mrani versprach dem General Moinier tatkräftige Unterst ützun g. Major B r ß m o n d war am 20. April in Tar- laid Hasid und hat nur noch Geld bis zum 25. April. Die Führer der Scherarda sollen kampfesmüde sein, aber der 3000 Krieger zählende Stamm ist sehr tampfeslustig. Tie Gegend von Gharb ist unruhig. Drei Kaids dieses Gebiets forderten ihre Stämme auf, Kontingente zur Harka zu liefern. Tic Aufrührer wollen die Verproviantierung der Mahakla des Scherardagebiets verhindern. Mehrere Generalräte nahmen in ihrer gestrigen Eröffnungssitzung Beschlußantrüge an, in denen sie den in Marokko kämpfenden Offizieren und Soldaten ihre Bewundern na anssprachen und dem Wunsch Ausdruck gaben, daß den in Fez eingeschlosscnen franzöiischen Jnstrulreuren rasche Hilfe geleistet werde, und Frankreich seine zivilisatorische Ausgabe in Nordafrita erfüllen möge. A l g i e r, 25. April. Um die in der S ch a uj a b e ft n d- lichen Teile der Division in Drau zu ersetzen, wird die Tivision in Algier zlvei Bataillone Zuaven, ein Bataillon Schützen und eine Pionicrkompagnic, die eine Brücke über den Mulujasluß bauen soll, nach der marokkanischen Grenze senden. Hier geht das Gerücht, daß der Redakteur Houel vom „Journal" von den Ausrührern gefangen gehalten und mißhandelt werde. Houel hatte Tanger aitsangs April verlassen, um sich nach Fez zu begeben. Nachdem er sich einige Zeit bei der Truppe BWmond aus- gehalten hatte, war er nach Altassar gekommen und von dort mit der Absicht ausgebrochen, zu den Beni Mter zu gehen. London, 25. April. Archer Shee fragte im englischen Unterhaus an, wieviel britische Staatsangehörige in Fez lebten und welche Schritte biejtk gienmg zum Schutz der britischen Interessen in bicicm .teile von Marokko zu ergreifen gedenke. Mc. Äinon Wood erwiderte, in Fez lebten abgesehen von Personen maurijcher Hoi' kunft 10 britische Staatsangehörige, darunter tethc* Frauen und zwei Kinder. Tie britische R e a i e r u n g b ea b ■ ) i d) t i g e t c i n c r l c i aktive M aßnahmen. Sie sei der Ansicht, daß die unter französischer Aussicht getroffenen Maßregeln *cn britischen Staatsangehörigen den nötigen Schutz gewährleisten würden. Besondere Maßnahmen zum Schutze der britischen Interessen in diesem Teile von Marokko erscheinen ihm nicht erforderlich. Ferner fragte Shee an, ob beabsichtigt sei, mit den anderen Regierungen zusam men i uarbeiten, falls es sich als nötig crroeiien sollte, eine große Truppenrnacht zu entsenden, um Marokko zur Ruhe zu bringen. Me. Kinou Wood erklärte hieraus, daß kein Ansatz vorhanden sei, einen folcbcn Vorschlag zu ermäßen. Dann fragte 91 em n an t, ob der Minister des Auswärtigen «ir Edward Grey irgendwelche Vorstellungen zu machen beabsichtige, woraus Me Wood entgegnete, daß zu Vorstellungen keine Notwendtgkett Die Belagerung von $e$. Die bevorstehenden Entscheidungen in Marokko beschäftigen alle Welt. Natürlich sind auch die Engländer an dem Ausgang nicht wenig interessiert. Im englischen Unterhaus ließ dte Regierung auf mehrere Anfragen erklären, wieviel englische Landsleute tu der eingeschlossenen Stadt bedroht seien. Es muß überraschen, daß der Regierung«- Vertreter zugleich mehrfach die ruhige und sorglose Versicherung abgab, England brauche zum Schutze seiner Staatsangehörigen nichts zu tun; Frankreichs Vorgehen werde genügen. Das läßt wohl darauf schließen, daß zwischen Paris und London vorher ein Meinungsaustausch stattgefunden hat, wobei England irgendwelche Gegenleistungen zugesprochcn worden sein mögen. In Berlin regt sich amtlich noch gar nichts Die Franzosen haben im Aufstandsgebiet an die marokkanischen Stämme eine interessante Proklamation gerichtet, in der sie betonen, das französische Vorgehen sei nicht darauf gerichtet, Landstrccken zu besetzen, und wenn die Aufständischen die Waffen niederlegten, würden die Truppen sich zurückziehen. Der Erfolg dieser Aufforderung wird nicht groß feilt, sondern durch die schnell handelnden französischen Truppenführer wohl gar nicht ab- getoartet werden. Frankreich sucht sich eben auf alle Weise den schönen Schein zu erhalten. Um später desto sicherer mit seinen Entschädigungs- und Ersatzansprüchen herauszurücken. Wir erhalten folgende Meldungen: Die Aufständischen zurückgeschlagen. Tanger, 25. April. Aus Fez wird vom 18. April gemeldet: Der Tag ist ruhig verlausen. Der Maghsen zog auf Anraten des Großwesirs Glaui seine Einwilligung in die von den Uled Djamad geforderte Absetzung ihres Kaids . Vagdadi zurück. Tiefer Stamm verharrt daher in seiner i feindseligen Haltung. Eine große Menge von Lebensmitteln, Mehl, Vieh und Kohlen, sind in die Stadt hineinge- lommen, ebenso 800 Hayamas, die dem Maghsen ihre Hilfe hat, so lesen wir in der „Deutschen volkswirtsch. Korresp.", im Lause der letzten zwei Jahrzehnte, besonders aber seit Einführung unseres Zolltarifs, eine bedeutsame Wandlung erfahren. Rußland baut mehr Roggen als alle übrigen Länder der Erde und hat bis vor wenigen Jahren auch am meisten Roggen ausgcführi. Diese Ausfuhr ging zum weitaus größten Teil nach Deutschland, und Roggen spielte daher in unserem Getteideimport aus Rutz land die Hauptrolle. Heute steht Deutschland an der Stütze der Roggenexportländer; unsere Ausfuhr von Roggen ist seit einigen Jahren regelmäßig großer als unsere Roggeneinfuhr und namentlich auch größer als der russische Roggenexport. In den drei Jahren 1890, 1900 und 1910 haben wir aus Rußland erhalten « Tonnen): 189U 1900 1910 Roggen , . . . 750 461 834 328 Weizen .... 370823 278196 pater 174 662 389 071 wirten. Tas nt an |ici) gut; Denn oura) feinen ^onöertult gelangt mancher innerlich doch auch zu roeiicrcn Erkenntnissen: die *-*udl* wasser finden ja alle nur über die Bereinigung zum K?aa) hinweg in Den Strom. Aber die Schatt utg oer mehr örtlichen Gruppe in Braunschweig würde unseres Erachtens genügen. Tie in Betracht kommenden Kräfte werden sonft zu vielfach gebunden und die an sich edle Absicht kommt durch lauter einzelne Verwaltungslasten und verstreute Geldopfer für verstreute Zwecke leicht um einen wirklichen Erfolg. — Lilis Enkel Vor einigen Tagen feierte, wie die Reue Züricher Zeitung berichtet, Baron Ferdinand v. Türckheim, ein Enkel von Lili Schonemann (Goethes Lili), in Montreux feinen 101. Geburtstag. Ter rüstige Greis, Der von einem größeren, Kreis lebhaft gefeiert wurde, erfreute seine Gäste durch den Vortrag zweier Klaoiertompositionen von Chopin, mit dem er übrigens — eine Zeitverbindmig, die uns fast wie ein Märchen klingt — Anfang der dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts in Pans freundschaftlich verkehrt hat. — Baron Ferdinand v. türckheim wurde Qm 31. Mär; 1811 als Sproß einer alten. Elsässers amilte in Straßburg geboren. Seiner Großmutter, die sich 1778 mit dem Frciherrn Bernhard Friedrich v. Türckheim vermählte, und 1817 starb, verdankt er anmutige Kindheitserinnerungen und bewahrt ihr ein pietätvolles Andenken. Zum Paten hatte er den General Rapp, wohl die edelste Gestalt unter den Generalen Napoleons 1. 2er junge Türckheim befaß jedoch keinerlei milckärifche Neigungen. Seine Liebe gehörte der Musik. Schon als Knabe erregte er durch sein Klavierwiel Aussehen. 3m Jahre 1843 verehelicht: er )t(f) mit Leonore von Schultheß-Rechberg aus Zürich, einer geistig regen, gemütvollen und srohgeskimmleu Frau, bereit ehrwürdige, seine Züge heute iwd) die Spuren früherer Schönheit tragen. jEte ist 1819 geboren und har nunmehr 68 Jahre in glücklichstem Einvernehmen mit ihrem Gatten zusammengelebt. Bis zum Teutsch-Framösischem Kriege wohnte das Ehepaar in Straßburg, wo Herr v. Türckheim verichiedene Ehrenämter bekleidete. Als die deutschen Truvpcn 1870 Die Stadt belagerten, leistete er m ber Fürsorge für die in den Kellern wohnenden Familien und in der Pflege der Bertmmdeten treffliche Dienste. Nach dem Friedensfchluß nahm er erst in Cannes, dann in der französischen Schwei.; Tomizil. Einer festen Bcrufsstellung entbehrend, schuf sich Baron Türckheim die Tätigkeit, die seiner Neigung ent'prach. Lange Zeit beschäftigte er sich mit bibliidjcn und religiousgeschichi lieben Studien, deren Früchte er in ;wei, von ihm selbst in fünf Sprachen redigierten Werken nieberlegtc — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- schaft. In S t u 11 i a r t wurde in Anwesenheit des Konias- yaarcs und der itglieber dec Königlichen Familie un großen Saale des Königsbaues eine Theaterausstellung eröffnet. anboten. Am 19. April griffen die Uled Djamad in einer Siärle von 2000 Mann die Stadt im Norden an, wurden jedoch naip anhaltendem Gewehr- und Artillerie- feuer z u r ü ck g e s ch l a g e n. Tic Truppen des Maghsen hatten unbedeutende Verluste. Die europäischen Konsuln be- schlossen in gemeinsamer Beratung, ihren Staatsangehörigen zu raten, Fez zu verlassen, sobald der Weg nach Tanger frei fei. Von der Truppe Brämond sind Brieje vom 22. April eingetrofsen Boisset brach am 21. dlpri von Sukel Arbo auf und rückte im Norden von Sebu vor. Er griff mehrere Abteilungen Aufrührer an, die er mit Artillerieseuer zerstreute. Es bestätigt sich, daß die Zrmmurs in Mekines eingerückt sind. Muiay el Zin wurde zum Sultan aus gerufen. Tie Zemmurs griffen auch Mellah an, das widerstand. , _ Tanger, 25. April. DerScherisWazan reist aus Wunsch des Sultans und der sranzösischen Gesandtschaft ■heute nacht nach Fez ab, um zu versuchen, durch seinen Einfluß die Aufständischen zur Unterwerfung zu veranlassen. fir# 97 Erster Blatt 161. Jahrgang Mittwoch, 26. apnl WU Ter siebener Anzeiger monatlich75viertel- erscheinl täglich, außer . - . . . ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ itzrlich Mk. 2.20; burd) * AM AM w| A AO A AM säs CHcBcncr^amilienblälttr, A WM ■ S O J f ■ II A W M 8 O ■ b.ePostMk.2-viettel. äää 1111VHr 11^1 ZI 11 Alf I ft I |C I SM , tag unb Freitag); WLJr ■ W M ■ ■ K, D & W auswäns 20 Pfennig, monatl. Land W W W W 'V Chefredakteur: A. Goetz. wirtschaftliche -eitsragen W Ä ■ Verantwortlich für den 3ernsprech - Anfchlüffe. polittschen teil: August ES General-Anzeiger für Oberhessen Annähme^oon Anzeigen Rotationsörttd und Verlag der vrühl'schen Unlv.'yuch- und zieindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: 5chulstratze Land'E.Heb; für den 2J SÜäSfflE vüdingen: Fernsprecher Rr. 50 Sefchaftrstelle Bahnhofstraße wiflenteu: ft. «eck. bis 1909 in der Rechtsschutzstelle für Frauenschutz in Frank- furt tätig und danach im sozialen Museum in Frankfurt beschäftigt war. — Wie jetzt festgestellt worden ist, betragen die Unterschlagungen des durch Selbstmord aus dem Leben geschiedenen Vorstehers der Invalidenversicherungsstelle. Ripper, 9769 Mk. Man hatte anfangs versucht, die unterschlagene Summe von den Hinterbliebenen auf dem Klagewege wieder zu erlangen. Da aber die Klage aussichtslos'erscheint und der Stadt bis jetzt bereits 994 Mk. Kosten entstanden sind, wurde beschlossen, die Klage aufzugeben. Hessen-Nassau. = Fulda, 26. April. Eine 60 Jahre alte Witwe Reith, die seit längerer Zeit Spuren von Geistesstörung zeigte, wurde gestern nachmittag in ihrer Wohnung verbrannt aufgeflinden. L 11. Landesuniversität. Für das Sommersemester 1911 künden die Doktoren Dannemann, Friedrich, Glaue, Groos, Mittermaier, Sommer einen Kursus über Jugendfürsorge für Hörer aller Fakultäten an. Eo werden lesen: Dr. Groos über Psychologie des Jugendalters, am Freitag, 5. Mai; Dr. Mittermaier über ©trafred)t unb Zwangserziehung, am 12., 19., 26 Mai; Dr. Friedrich über das Strafverfahren gegen Jugendlid)« und die Jugendge-rrchte (Geschichte, Rechtsvergleichung, neuere Entwürfe), am 2., 16. Juni; Dr Sommer über die klinischen Formen de§ auHedovenen SchavachjiunS, am 23. Juni; Gießener Strafkammer. Gießen, den 25. April 1911. Eine Wirtschaftskonzession unter Bedingungen. Dem Eigentümer eines hiesigen Automatenrestaurants war vom Kreisausjchiitz aus erfolgte Reklamation die Konzession zum Wirtschaflsbclriebe unter der Bedingung erteilt worden, daß das Lokal abends um neun Uhr geschlossen werde. Der Pächter der Wirtschaft kehrte sich aber nicht an diese Beschränkung und dehnte den Wcrtschastsbetrreb brs auf elf Uhr aus. Er wurde vom hiesigen Schöffengericht deshalb mit zwanzig Mark Geldstrafe belegt. Er Uetz ledoch das Urteil anfechten mit der Begründung, die ihm auserlegte Beschränkung des Wirtschaftsbetriebes sei ge- etzlid) unzulässig, sie widerspreche dem Grundsatz der Gewerbe- frelhcit. Die Entscheidung des Gerichts ging dahin: Die Konzession zum Betriebe einer Schankwirtschast kann an sich nicht unter einer Bedingung erteilt werden, da dies nicht Sache des Kreisausschusses ist: jedoch ist die zuständige Behörde befugt, zu prüfen, ob ein Blwürfnis für Errichtung einer Wirtschaft vorliegt oder nicht. Aus Grund der Prüfung dieser Frage rann sie die Kon- zeision erteilen oder versagen. Sie kann aber auch zu dem Ergebnis kommen, daß für bestimmte Tageszeiten ein Bedürfnis Dorliege, für andere aber nicht, und sie ist deshalb auch berechtigt, den Umfang der Konzession zeitlich zu beschränken, wie dies im vorliegenden Fall gesehen ist. Die Berufung des Angeklagten wurde dementsprechend als unbegründet zurückgewiesen. Wegen Bettelns. Der Eisendreher K. F. B. von E. war vom Schöffengericht Alsfeld freigesprochen worden, trotzdem er zugestarid, in Als- eld gebettelt zu haben. .Das Gericht hatte angenommen, daß sich der Angeklagte in einer unverschuldeten Notlage befunden habe. Es ergab sich indessen, daß der Angeklagte wegen Bettelns 23mal vorbestraft ist. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft erkannte daS Gericht gegen den Angeklagten, der inzwischen ein festes Arbeitsverhältnis gesunden hat, auf einen Tag Hast. * Reisende ohne Fahrkarten. Reisende, die so spät vor Abfahrt des ZngeS euitreffeii, da.ß sie sich keine Fahrkarte mehr lösen können und infolgedessen ausnahmsweise ohne Fahrkarte durch die Bahnsteigsperre gelassen werden, werden in Zu- luust stets vom Bahusteigsdxlffner darauf aufmerksam gemackst werden, daß sie nach § 16 der Eisenbalmverkehrsordnnng einen erhöhten Fahrpreis zu zahlen und zur Vermeidung nock) höherer Zufdstäge dies dem Zugbegleitpersonal sofort und unaufgefordert zu melden haben. Rei>ende, die von Ansdstußzügen im gleichen Bahnhof kommen, können bekanntlich an ihrem Reiseziel die fehlende Fahrtarte ohne Erhöhung nachlüsen, wenn ihnen an der Uebergangsstation die Zeit fehlte. ** Forlbil dun gsnnl erricht für roeiblid)e faufm. Angestellte. Nach der Gewerbeordnung sind die Gemeinden befugt, für weibliche Handlungsgehilfen und -Lehrlinge unter 18 Jahren durch Ortsstatut die Verpflichtung zum Besuche einer Fortbildungsschule auszusprechen. Aui i'örunö dieser Bestimmung ist von dem Kaufmännischen Verein für weibliche Angestellte bei der Bürgermeisterei die Einführung deß FortbildungSschulzwangeS für die 'm HaudelS- geiverbe tätigen weiblichen Angestellten beantragt worden. Um nun ausreichende Unterlagen für die Erstattung eines von der Bürgermeisterei eingeforderten Gutachtens über diesen Antrag zu gewinnen, hat die Handelskammer Fragebogen ausgestellt, aus denen zu ersehen ist, auf welche Gesichts- punkte bei Beurteilung dieses Antrages betonterer Wert ge» legt wird. Die befragten Kaufleute werden gebeten, diese Fragebogen bis ginn 5. Mai zu beantworten. •• D l e L'chtspi-le (Kolosseum) boten auch in den h'tzten Tagen viele unterhaltende und sehenswerte Dar- butungen, die namentlich auch dadlirch gewinnen, daß die Bilder klar und deutlich, sowie ohne daS lästige Flimmern zu sehen sind. Da heute abermals ein Programmwechsel eintritt, sei auf das Institut, daS auch an heißen Tagen einen angenehmen Aufenthalt bietet, für derartige Vorführungen Liebende hingewiesen. ♦♦ Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Das h e । ) i f d) c Ministerium des Innern hat an die KreiSämter und Krcisveterinärämter folgendes Ausschreiben ae- nchtet: Aus die häufigen Eingaben,, daß der Berkaus von Ein- cgci'djiucincn und Ferkeln aus unverseuckiten Gehöften der Sperr- bewirke gestattet werden möge, ermächtigen wir Sie zu gestatten, baß Ferkel und E i n l e g os chw e i ne aus e i n e in un - v c r s e u cki t e n G e h ö f t eines Sperrbezirks in ein anderes un- verseuchteS Gehöft desselben Sperrbezirks unter der Bedingung r>erbrad)t werden dürfen, daß die Seuchenfreiheit beider Gehöfte , icdcSmal durch den zuständigen Fleisdibeschauer unmittelbar vor dem Besitzwechsel der Tiere festgestellt ivird und daß letzterer ohne jede Unterbrechung und unter polizeilicher Aufsicht erfolgt. , Die einmal in ein anderes Gehöfte verbrachten Tiere dürfen während der Sperre aus diesem Gehöft nicht mehr entfernt werden. Landkreis Gießen. । — Stangenrod, 25. April. Im Gasichause von Karl i Rock veranstaltet die hessisd)e Landwirtschaftskammer am ' Sonntag nachmittag einen Vortrag über: „Aufzucht, Pflege und Fütterung des Jungviehes; Vorteile des Weide- s anges", den Oekonomierat Wcitzel-Lich hält. 4 Lich, 24. April. Der Blumentag wird hier, in der : Heimat unserer Großherzogin, in größei-em Maßstab am 7. M a i ' abgehalten, öüi Ortskomstee, das sich ans der Fürstin zu Solms- <6cridv^iaiil. Berlin, 25. April. Vor dem Schwurgerichte deS Landgerichts I begann die Verhandlung gegen den Vermittler Margolin und die Sängerin Fröhlich wegen schivercr Urkundenfälschung, Betrugs und versuchten Betrugs. Pfarrer KoreD über feine Beteiligung an dem volt-kalender „Scholle". Pfarrer Korell-Kvnigstädten erläßt in der ,,Franks. Ztg." folgende Erklärung: In der antisemitisdi-agrarischen und üt der Scharfmacherdresse wird neuerdings eine Hede geght meine amtliche Stellung und politische Arbeit veranstaltet, die einen Saß der politischen 3alyredrunbfd)au in ber „Scholle", einem in München ersck^menden Bollskalcnder, zum Ausgang hat. Es werden da in derber, satirisch gefärbter Sprache die Hahresereignisje be- leuchtet und bei Rußland eine ängstliche Zarenreise und die Ermordung eines russischen Polizeiobersten erwähnt. Dies geschieht in einem Tone, den id; für meine Person niemals gewählt und audj nicht gebilligt hätte, wenn mir der Saß vorgelegt worden wäre. Ich will aber doch zur Steuer der Wahrheit fest- stellen, daß er im Rahmen und Stile des ganzen Artikels keines» Wegs zu der Auslegung berechtigt, die ihm politische Gegner in tendenziöser und demlnziatorisdier Absicht geben. Will auch hinzu- fügen, daß ich es mir nicht auferlegen lasse, meine Meinung über die Politlk deö Zaren und seiner Regierung zu verschweigen, deshalb, weil sozialdemokratische Reden über das Ziel hinausschossen und „bürgerliche" Politiker Hessens in Ehrfurcht ersterben zu müssen glauben. Was ich zu sagen habe, wird and) fernerhin gesagt werden in der Form und Richtung, die id) als liberaler Politiker und ' Pfarrer verantworten kann. — Ich denke nicht daran, mich mit der Tatsad)e zu entschuldigen, daß ich den Artikel weder geschrieben, noch vor seinem Erscheinen gekannt habe, und daß mein Name nur aus persönlicher Gefälligkeit für den Verlag der hessischen Ausgabe deö Kalenders als Mitherausgeber auf das Titelblatt gekommen ist. Meine Gegner, die den mit Namen gezeichneten Artikel als von mir geschrieben ausgeben, würden an tatsächlid)e Feststellungen in 14 Tagen doch schon keine Erinnerung mehr haben. Sie beuten erfahrungsgemäß jeden Saß, der irgendwie mit mir in Verbindung gebracht werden kann, gegen miet) zur Denunziation aus. Id) erwarte deshalb aud) nicht, daß die Herren nunmehr ihre falsche Darstellung freiwillig berichtigen. Da aber die politische Arbeit meiner Freunde, insbesondere der Pfarrer, die Kandidaten der Fortschrittlidren Volkspartei sind, durch diese Hetze empfindlich gestört werden kann, dort, wo man den Sachverhalt und besonders die hessische Methode der nationalen, vorn Reichsverband gegen die Sozialdemokratie und toon Worms beeinflußten Polemik nicht kennt, will ich folgendes |um Schlüsse feststellen: 1. Der Jahrgang 1911 der „Scholle" ist seit Sommer v. I. in weit über 25 000 Exemplaren in ganz Süddeutschland ver- breibrt; in dieser Zeit ist bis zu meinem Auftreten als Äanbic dat in Gießen-Grünberg, oder genauer bis wenige Tage vor der Wahl aud) nicht die geringste Beanstandung des Kalenders laut geworden. 2. Erst im Gießener Wahlkampfe tauchte die Sache auf uno wurde von den Antisemiten in einem Flugblatt verwertet, in dem man mich aus der Tiefe einer wohl 6 Monate auf Vorrat gehaltenen nationalen Entrüstung als Begünstiger der Nihilisten und Mordbrenner hinstellte. 3. Der Sachverhalt wurde zwar noch während deS Wahl- fampseS bekannt gegeben; indessen war der Bissen für sie doch zu appetitlich, alö daß die Blätter der rechtsstehenden Parteien ihn hätten liegen lassen können. Und so geht die Hetze munter weiter — wahrscheinlich bis zur nächsten NeichstagSwahl. Königstädten, am 23. April 1911. 'Adolf Ko r eil. Deutsche- Ueich. Der Zweckverba ndsausschuß deS preußischen Abgeordnetenhauses beendete die zweite Lesung des allgemeinen Zweckverbandsgesetzes. In der Schlußabstimmung wurde der Entwurf mit allen gegen die Stimmen der Freisinnigen angenommen. Nach Mitteilung des geschäftsführenden Ausschusses des wü r t- t e m b c r a i s ch e n B l u m e n t a g e s sind insgesamt rund 583 000 M ark gesammelt luorbcu. Verkauft wurden drei Millionen künstlicher Nelken, 100 000 Festpostkarten ohne Marke, 160 000 mit eingeprägter Freimarke, und 60 000 der Königfpitzer Karten. Die Unkosten betragen 72000 Mark, so daß als Nettobetrag die runde Summe von 511 000 Mark sich ergeben hat. Die Konferenz der deutschen R e t t u n g s h a u s- verbände und Erzieh nngöverbände eröffnete in M ü n- ch e n ihre 12. Tagung. Der Hauptvortrag wurde über das Thema erstattet: Welches Lebensalter soll die Altersgrenze bei der lieber* Weisung in Fürsorgeerziehung fein? Die Versammlung sprach sid) einmütig gegen die Herabsetzung von 18 auf 16 Jahre aus bei der llebcriueifung zur Fürsorgeerzühung, und forderte, daß biejenig.n Bundesstaaten, welche bisher nur bis zum 16. Lebensjahr überweisen, die Altersgrenze auf 18 Jahre heraufsetzen. Nachrichten aus Stockholm zufolge ertoägt man dort den Plan, einen außerordentlidien Reichstag einzuberufen, um den Handelsvertrag mit Deutschland zu erledigen. Ausland. Kaiser Franz Josef, dessen Befinden wieder sehr zu- fricbenflellenb ist, wird am 2. Mai die Reise nach Ösen pest antreten. Der Aufenthalt dort, an den sid) ein solcher in Goe- doelloe anschließt, wird sich auf mehrere Wochen erstrecken. Im englischen Unter hause schreitet die Aussprache Über die z w e i t e Klau sel ber Pa r l a m e n t s b i l l, die das Vetorecht der Lords in der allgemeinen Gesetzgebung einschränkt, nur langsam fort, obwohl die Sitzungen verlängert mürben. Die Opposition brachte eine Reihe von Zusahanträgeit ein, die die Homerule und verschiedene andere Maßnahmen von der Anwendung der ParlamentSbill ausschließen: die Regienmg erflärte aber, feine Ausnahmen anzunehmen. Alle Zusatzanträge wurden abgelehnt. Präsident F a l l i ö r e s ist am Dienstag abend nach Tunis zurückgekehrt. AuS Karow bei Uhnow ist die Nachricht von judenfeindlichen Ausschreitungen eingetroffen. Militär wurde requiriert Der Vertreter der Statthalterei ist nad) Karow abgereist. Dr. Äannemann über Psychische Anomalien als Ursache er- zieherischer Schwierigkeiten, am 30. Juni und 7. Juli; Dr. Glane über Jugendschutz (innere Mission), am 14., 21, 28. Juli jeweils abends von 7—8 Uhr. Auditorium 42. LehrauitSperfonalien. Der Groß Herzog Hai den Oberlehrer an dem Ostergymncisium zu Mainz, Prof. Dr. Moritz Munier, auf seinNachsuehen, unter 9lnerfennnng 'einer langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetz! und ihm auS diesem Anlaß die ftrone zu dem Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. •• Ernannt wurden der Gefangenaufseher am Landeszuchthaus Marienschloß Gg. Trautmann zlim Gefangenausseher am ProomzialarresthauS in Darmstadt und der '^efangenausseher am ProvinzialarresthauS in Darmstadt Karl Uiebeler zum Gefangenaufseher am Landeszuchthaus MariensdKoß. Entlassen wurde der Lehrer an der kath. Schule zu Wald-Michelbach Jak. Klee auf sein Nachsuchen. ^ Säuglingssterblichkeit in den größeren Hesse sch en Gemeinden. In dm hessischen Gemeinden, die bei der Vollszählung 190.) über 3000 Einwohner zählten, stellte sid) die Säuglingssterblid)keit (d. h. die Sterblidjfcit der im ersten Lebensjahr Gestorbenen) in dem Jahrfünft 1906—1910 auf je 100 Scbcni)geborene wie folgt: Main» (m. Vororten) 15,3, Darm- sladt 13,7, Offenbart) mit Bürgel 13,8, Worms 14,1, Gießen 8,8, Gingen 10,2, NemJsenburg 14,9, Lampertheim 25,3, Friedberg 8 0, Bensheim 19,3, Viernheim 18,7, Atze» 16,0, Kostheim 21,6, Pfungstadt 18,6, Eber^adt (Starkenburg) 16,6, Heppenheim a. d. B. 19,3, Weisenau 19,1, Longen 9,8, Griesheim 15,8, Dieburg 13,4, Bürstadt 17,8, Gonsenheim 15,8, Mühlheim 12,1, Ar- Hellgen 10,0, Sprendlingen (Starkenburg) 10,1, Groß-Gerau 8,2, Bad-Nauheim 69, Vilbel 12,9, Bretzenheim 24,8, Alsfeld 7,7, Seligenstadt 14,3, Rüsselsheim 9,8, Lor sei) 21,5, Nierstein 11,4, Butzbach 6,0, Gernsheim 18,2, Lauterbach 7,3, Ober-Ramstadt 14,6, Osthofen 16,2, Bi ber 10,7, Nieder-Jngelheim 10,9, Groß- Bimmern 15,6, Oppenheim 10,0, Bischofsheim 9,4, Groß-Umstadt ]A?f Ober-Ingelheim 13,1, Gins heim 10,0, Michelstadt 9,1, Büdingen 12,1, Mörfelden 7,7, Hechtsheim 21,1, Finthen 23,3, Wimpfen 17,8, Kelsterbach 10,7, Roßdorf 11,6. ** Der Verein der fortschrittlichen Volks- Partei hielt gestern abend im Einhornsaal eine gut besuchte Hauptversammlung Lrb, die in Verhinderung der Vorsitzenden der Schriftführer Stadtv. Dr. Ebel leitete. Nach dem von ihm erstatteten Recheilschas.Sbericht stieg bi* Mit- aliederzahl int Berichtsjahre auf 311. Die Haupttä.igkeit d s Vereins galt der S t a d t v e r o r d ne t e n w a h t und namentlich der R eich s t a gs e r s atz w a h l, die beide für die Partei einen E r folg, bedeutet hätten. Namentlich habe das Stimmenverhältnis bei der Reichstagter- felde Mtttetlungen über die Bedeutung und die Aufgaben der Konferenz, die in erster Linie darin bestehen, den Fo r t- bestand der evang. Kirche durch innige Zusammenarbeit nut dem Laieuelement zur Belebung der Gemeinde betzutragen Es müsse mehr Zusammenhalt geschaffen und der Schrankenunterschied zwischen hoch und niedrig unter den Ktrd>enbesuchern beseitigt werden. Dies sei als das letzte und einzige Mittel zu betrachten, um die evang. Ktrche zu stutzen und zu erhalten. Hieran schloß sich ein Vortrag des Konsistorialrats Pros. D. theol. Rentdorf- Letpzrg über das Thema: Volkskirche, Kirchengemeiude und Gemeurdearbeit. Er zeigte, daß die Volkskirche schon von Luther und ,den Reformatoren gefordert und auch heute nock) als Landeskirche zu erhalten sei, solange die Umstände es zulassen. Durch ihre Entwicklung werden die Gemeinden zu selbsttätigem und selbstveranttvortlichem Leben erweckt Für die Lebendigmachung der Kirchengemeinde hat die moderne in ihrer Wurzel durchaus deutsch-evangelische Ge- memschaftsbewegung mit dem Ziel der Beteiligung der Laien an der Wortverkündung einen hohen Beruf, den sie durck) Fruchtbarmachung ihres Einflusses auf die Kirchen- gemeinden ein ernstes Bestreben sein muß. Eine lebhafte Aussprache schloß sid) an. m. Offenbad) a. M., 26. April. Der städtische Verfassungsausfchuß beschloß, als Gehilsin zur Wohnungsinspektion Fräulein Elise Remy anzustellen, die eine gute und praktische Vorbildung besitzt und von 1905 ficcr itnfc Flotte. Berlin 25. April. DaS „Militärwochenblatt" meldet: Oberst v. Giasenapp, Kommandeur der Schutztruppe im Reichskolonialamt, wurde der Rang eines Brigade-Kommandeurs verliehen, v. Heydebreck, Major in der Schutztruppe für Südwestafrika, wurde mit der Führung dieser Schutztruppe beauftragt. Stuttgart, 25. April. Der „Schwäbische Merkur" meldet: Ter König hat dem Generaladjutanten Freiherrri v. Bilfinger zum heutigen fünfzigjährigen Militärdienstjubi > läum daS Großkreuz des Militärverdienstordeiis verliehen. 2lit# Stadt litte fmtd. Gießen. 26. April 1911 ** Tageskalender für Mittwoch, 26. April Ceffentl. Vortrag im Verein der Hausbesitzer: üiechtSanwalt Raav: Die WertzuivachSsteuer. Abends 8"/. Uhr tm oberen Saale des „Tletropol". Eine lebhaft Der vorbereitende Ausschuß. v>/. I Kluß- und Seefische Die grösste Auswahl in Wohne jetzt Eichmg 2 |i Amtlicher Teil. •t. - 1 ■Wt IteiTdfiebcitrtr Genaue Abbildung in Naturgrösse. iclitagl Radiahrer! alte Vit"-' GkilleSslörM ohnung oek' Sprach-Schule fTlr Giessen Englisch u. Französisch durch akademisch gebildete, geprüfte nationale Lehrkräfte Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung von ca. 240 qm Tallowood-Holzpflaster auf der Wegüberführung aus Bahnhof Giehen sollen vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei dem unterzeichneten Amt emzu- sehen und können, so lange der Vorrat reicht, gegen von- und beiteQnelbireic Einsendung von 0,50 Mk. bezogen werden. Angebote mit entsprechender Umschrift sind bis zum SamSlag den 6. Mai d. IS., vormittags 11 Ubr, versiegelt einzureichen. Znschlagssriit 3 Wochen. Id14/« pichen, den 22. Avril 1911. Grosih. Eisenbabn-Betriebsamt 1. n Qolbentn * Mathi Weiteraussichten in Hessen am Donnerstag dem 27 A»rU 1911: Zunächst geringer Negen, später wieder ausheUernb, etwas kühsee, westliche Winde. Bund der Versicherungs-Vertreter Deutschlands e. V. Zwecks Gründung eines Verbandes Gießen mit Anschluß an den Bund der Versicherungs-Vertreter, z. Zt. schon 40 Verbände im ganzen Reiche, zur Förderung und Wahrung der Ltandesintercssen, werden die Vertreter deS Versicherungs- Wesens zu einer Zusammenkunft am Sonnabend den 29. April, abends 8V< Uhr eingeladcn. Die Versammlung findet im Hotel Schütz Bahnhofstr. statt und wird der Generalsekretär des Bundes über Ziele und Zwecke desselben sprechen. Bei dec Wichtigkeit der Sache werden alle Kollegen herzlich und dringend um ihr Erscheinen gebeten. Todeü-Anzcige. Gestern abend 10 Ubr verschied nach kurzem Leiden meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Anna Maria Stumps geb. Gondner im 79. Lebensjahr, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten üefbetrübt mittclleit Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Stumps und Familie Deibel. Wieseck, den 20. Avril 1911. c k „ WU Die Beerdigung findet Donnerstag den 27. April. nachmittags 3 Ubr, statt. ____________________________ r städtisch' Gehilfin iy anjustM und von 19(ü hutz in Fra«k. Frankfurt bt- t, betragen d« in? dem Lede: fließe, SRipP't unterschlagen' igeroege wieder , erscheint uni itstanden siü Feier teeeierg Hess. Automobil-Zentrale । Giessen. Süd-Anlage 7 Tel. 680 (a“/s Prima Schweizertaie Psund Mk. L20 Prima Edamer Käse Psund Mk. L— Prima Limburger Käse Psund 48 Psg. Edelweiß-Camembert Allgäuer Rahmkäse Jakob Maternus Telephon 337 ** Mllgl. d. RabaU'Spar'Bereintg- J« ML Schulhof 1031 Telephon 119. Prompter Versand nach auswärts L eerhOtee nicht allein Senkung und Plattfussbildungen sondern Oberhaupt alle Fussleiden und helle« bereite vorhandene. an der Kaiser-Allee. Wilhelm Block, Tapeziermeister. Gleichzeitig empfehle ich mich in allen mein Fach betreffenden Arbeiten bei prompter und reeller Bedienung. 2.96 11 — fOr reisende HOSPIZ Damen eräug Schwesternhaus, Uieeeen. whanoesetr I. Nur zu haben bei: Wild. Herbert Inh. Carl Herbert Tel. 741. Marktpl. 2. a”/4 Verlangen Sie Broschüre Wer Getil zum Meta flüssig hat, setze sich mit nur in Verbindung. Habe zu den dcuen Kreisen Verbindung u. garantiere gegen kleinen Gewinnanteil für lausenden guten und sicheren Verdienst. 91 ur reelle, direkte Angebote zu richten uni. C. 623 an die 21nnoncen (sxped. „rtnvoliben- dank," Frankfurt a. M. Hd”/« Bekanntmachung. Bet r.: Vertilgung der Feldmäuse An die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Soweit Tie noch mit Erledigung unserer Verfügung vom 16. März 1911 (Krersblatt Nr. 23- rückständig srnd, werden Sie an die sofortige Erledigung bis spätestens 1. Mai 1911 enm@^eBen. den 25. April 1911. GrostherzogliÄes Kreis amt Gieße». I. V.: Welcker. K Iftbtt ? C, tz Gratis-Löffel für Quaker Oats Konsumenten. Quaker Oats Pakete enthalten Gutscheine, für welche wertvolle schwer versilberte Löffel gänzlich kostenlos _ erhältlich sind Diese Löffel tragen keinen Reklameaufdruck, sind von grosser Haltbarkeit und eine Zierde für jeden Tisch. Wollen Sie Ihre Haushaltungskosten verringern ? Dann bitte 5 Minuten Ihrer Zeit zum Lesen Dieses zu verwenden. Heirat. Geb. io. Mann, hier sremd, sehr solide, wünscht sich mit bübfmem, anständig., jg. Mädchen von fchöw, schlanker Figur, 18-22 a. alt, zu verheiraten Vermtttl. v. Elten» ob. Verwandten angenehm. Gefl. Lsi. unt. iQ an d. Gieh.Anz. erb. Ein Nachteil der meisten Nahrungsmittel sind deren wertlose Stoffe wie Wasser und unverdauliche Bestandteile. Quaker Oats bildet eine Ausnahme. Quaker Oats Flocken enthalten nur reine Nährkraft in leicht rerdaulicher Form. °ferenz« eute hier ihre! Teilnehmern I Nach Gemein-1 rrerSelte- -Gr.-LichLr. He Aufgaben >nFort- Zusammen. *r Gemeind« | schaffen und iedrig unter sei als das die tbang, N> sich ein Zienidors. gemeinte w cche schon toi ib auch Hw die UmM. ie Gemeinda Jeben erweck', nnde 6at du arische tztz | nlitzung d | ienu, den ji Luslsa/lssüyrl. Düsseldorf, 25. April Das Luftschiff „Deutsch- cnd" stieg um 71/2 Uhr zu einer Probefahrt auf. Er berührte lleuL M. Gladbach, Jülich, Eschweiler und Aachen und landete ni 11,40 Uhr glatt vor der Düsseldorfer Halle. Tic Rückfahrt gestaltete sich zu einer Rekordfahrt, da r.t Strecke Aachen—Dusseldon in 58 Minuten zurückgelcgt wurde, Ehrend der Schnellzug 80 Minuten braucht. Töberitz, 25. April. Von militärischer Seite wird mit- «teilt: Am 21. April wurde von einem Militärflieger mit! chiem Fahrgast aus einem Ettrichcindecker mit österreichischem Iflimbcnnotor eine Höhe von 650 Meiern erreicht. Tie Flugdauer betrug 37 Minuten. Cr stieg im Gleitslug ab. Nach der Landung Tjtrbtn die mttgesührten zwei Höheumessertnstrumentc gebruiL lie beste deutsche Leistung im Höhenslug mit Fahrgäiten betrug 610 Meter. Donnerstag früh Irene» lebendlrische [143 Schellfische, feinste Nordseesische, ein bei Georg Wallenfels, Marktplatz 21, Telephon 46, gegenüber der (rngelavoiheke. Ausgabe d. grünen Rabattmarken. L April 1911 ;bingun9tl restaurants W jorben, baß J »rE hing «”A «eg* ^0% L. Die SK ,u er.'- ;Sr, ff* * 1 TZarflolin gab die Fröhlich bei einem hiesigen Notar als Frau tzommerzi.'nrat Hecht aus und liest sie als Bürgerin für deren rchkvieg^rsohn, den sogenannten Grafen Ramö, auftreten. Mit a r falsch n Beurkundung schädigte Margolin zwei Kaufleute um ü trächtliche Summen. Tas Urteil wurde in der zweiten Morgen- stunde gefällt. Es lautet gegen Margolin wegen schwerer Ur- 'rndeniälschung und Betrugs in mehreren Fällen aut 3Vi Jahre 2iichihaus und 5 Fahre Ehrverlust, gegen die Angeklagte Fröhlich ui P ■ Jahre, Gefängnis. Beiden Angeklagten werden drei Mo- uite der erlittenen Untersuchungshaft angercchnet. In der Be- rünbung wurde die Gemeingesährlichkeit der beiden Berurtcilten and die'Erschütterung der Rechtssicherheit als strafverschärfend i>?rvorge hoben. [vte 8L statt. » °° ![afl brach 3 "«tttt. Utbt, innt. Maul. Bnk rücken ur> ? W trS ierbrtitung 1 '"öMnungg lndstifter, chen Schlosst mehr in der iben. Beck« gebracht. Frische Fische Donnerstag früh eiutressend: I Norvsee-Lchclififche Kabliau 1. Ausschnitt Brat-Schellfische lT® I iu billigsten Tagespreisen. Poto^a-Käse lehr nah-.h. u. ärztl. empfohlen, aus garam. reiner Sluhmild) nut Buiter, Eier und Sahne bergcstelll, in Geschmack und Bekömmlichkeit unübertroffen. Heb. Kalbfleisch Neuen Baue 17. TeL 285. Schleimlösend Z töirf. „5-arri". P. 30Psg. Die best. Menthol-Eucalyptus-Bonbons bet Husten, Katarrh, Bcrichletmuna Ndl.: Pelikau-'Avotb., Kreuzpl.2 den Kindern den Spitznamen »berzliebchen mein' erhielt. Ter Rektor der Schule war empört über die Vorgänge, konnte ober nichts dagegen tun. SchUenUch berief er eine Vehrerfonfcrrnt ein und besprach hier das Thema bicier merfwuröiacn Schulbesilche. Für das Verhalten der beiden Stootsbeamien lebte ihm ein Parlamentär i'cher 'Ausdruck. Ta er zuvor a 'er das Verhalten der beiden als UiiDeridtnintbeit bezeichnet halte, Jo stellten die Betroffenen ^traignirag wegen Beleidigung und der Rektor würbe von der Stra kammer in Halle zu 1" ‘Ulf. Geldstrafe verurteilt. * Theatervorhang aus Glas. Für das neue, mcii» kanische Nattonaltheater ist ein Vorhang in Newn 0 rk her- gestellt worden, der ein einzigartiges Äunuwerk darstellt. Er besieht aus Glas und setzt lich aus über zweihundert einzelnen Glasleisien zusammen, welche derartig in einen Bronzerahmen eingelegt sind, dast der Vorhang mittels hydraulischen Trucks in sieben Sekunden hochgezogen ober niedergelassen iverben kann. Tie dekorative Ausführung des Vorhangs erzielt seltene künstlerische Wirkungen. Tie sarbenprächtigen Ltchtefsekte, welche die von der Stadt Mexiko sichtbaren schneebedeckten Gipfel deS Popocatepetl umspi.len, sowie die Szenerie am Fuste dieses Berges werden mit seltener realistischer Wucht mit großen Reflektoren wiedergcgcden. Da “The Linguist School (Mainz, Wiesbaden usw.) beabsichtigt, in Gießen eine NebenscLule zu errichten, wird am Montag den 1. Mai. abends 81/« Ihr, im Cafe Metropol, Plockstr., eine Engi. 6rali$|iroteM abgehalten werden, um dem Pu- bliKum eine Idee des Unterrichts nach “The Linguist“ erfolge. Methode zu geben. Gleichzeitig wird Mr. A. R. Cusden (von der Universität in London) einen W. Gralis-Vorlrag über “The Evolution of the Modern Method of Teaching Languages“ abhalten. [a*Ml Das verehrliche Publikum wird hierdurch höflichst eingeladen. Ein Paket Quaker Oats kostet nur geringes Geld—aber man kommt damit weiter als mit anderen Nahrungsmitteln. Zudem ist Quaker Oats von unerreichtem Geschmack, selbst Kinder essen es leidenschaftlich gern und wachsen davon gesund und kräftig heran. oder die es werden wollen. Vor Kauf eines Rades besichtigen Sie erst mein reichsortiertes Lager in wirklich erstklass. Marken wie: Diirkopp Triumph :: Wei, Torpedo:: Spezial-Räder von 50.— Mk. an. — Schüler-Räder mit Freilauf, komplett, 1 Jahr Garantie, Mk. 90.—. Größte Auswahl in Zubehörteilen. Pneumatiks sehr billig. Beste Reparaturwerkstätte auch für Automobile, für alle Fabrikate, mit elektr. Betrieb. Emaillierung und Vernickelung. Reelle, prompte Bedienung. Teilzahlung gestattet Umtausch alter Räder. Geschäftsräder extra stark • Fräu lein .Herzliebchen mein'. Aus Halle a. d. S kwird den /Dl. N. 91/ ein büb|be5 (ßddnchtcheii berichtet: In iLödej n n bei Halle ist es dem Publikum erlaubt, auf dem Schul- tv'e ivatteren zu gehen, auch während der Schulpaulen. Von dieser 1 tivimibme machten ein Amisger,chiSsetretär und em 9te'e»endar ausgiebigen Gcbraitch. Fast täglich fanden sie sich während der ! üchulpauseu aus dem Schulvlatze ein und benutzten die Gelegenhett , dazu, vor den Augen der 60u Schulkinder mit den i.'ehrerinuen zli i onisieren. In ganz Löbejün wustte man davon und amüsierte sich darüber. Tie Sache ging so weit, dast eine Lehrerin schliestttch von Reinigen und Wichsen von PukcNdödkll SSÄ Nah. Ludmigstr. 44 v. Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, -Kind.rm.hi Diarrhöe, -Krankend Darmkatarrh, etc Letzte Nachrichten. Lemberg, 26. April, lieber die Ausschreitungen in fioioiD wird berichtet: Gestern wurden zwei israelittsche Fleischhauer aus Uhnow, die aus der Wanderung Karow passierten, von Bauern mistbandelt und angeblich ihres Bargelde- beraubt. Der Derhastung der Täter durch die Gendarmerie fetzten der Torsältestc und die Ortsbevölkerung Widerstand entgegen. — Paris, 26. April. Tie Direktion derOsibahn teilte in einer Versammlung der Aktionäre mit, dast von den seinerzeit ausständigen Eisenbahnarbettern noch 5°#o ar» bcits 1 0 s seien. Sie will diese Arbeitslosen weitgehend Unterstufen, aber von ihrer Widereinstellung könne aus Gründen der Disziplin keine Rede sein. Tie Versammlung erllärte ihr Einverständnis hiermit. Lissabon, 26. April. Tie hiesige Geistlichkeit hielt gestern unter dem Vorsitz deS Patriarchen in der Kathedrale eine Versammlung ab und nahm etnslimmig eine Ent- schliestung an, in der aus die scknncrige Lage hmgewtesen wird, die sich für die Kirche aus der Veröffentlichung de- Gesetze- über die Trennung von Kirche und Staat ergebe. Die Geistlichkeit sei dem Patriarchen bedingungslos ergeben und zu allen Opfern für die Verteidigung der Rechte der Kirche und für die freie Ausübung der priesterlichen Amtshandlungen bereit. Aewhork, 26. April. Zur Erbauung deS großen Dauses in der hiesigen Stadt sind die Pläne sertiggestellt. Die .Höhe wird 750 Fust betragen. Tas Haus soll 0 0 Stock- we rke und der Turm auf ihm 25 Stockwerke umfassen. ' Normal- Stiefel QR-Par. 1655*6.179971.196 721. Mineral-Wasser Alle Sorten Gesundbrunnen und Tafelwasser empfiehlt । Emil Fischbach statt Futterkartollßln welche meist, die kranken, aussort. von Saat« und Speisewaren sind unsorl gesunde Modeln wie sie der ^tock gibt, unter Gin» schlutz der grost. u. kleinen, von der Landw. Hauptoenossensctiaft Friedberg/H., M 3?0. Wir machen unsere Mitglleder auf den heule abend im Metrovol nattsindenden Vortrag d. Herrn RechlSanwan Raab über bte „ Wcrtzuwachottcuer " btermtt besonders aufmerksam und empfehlen zahlreiche Beteiligung. v-^l _______Ter Vorstand. Liebigshöhe. Donnerstag «“„Mi Kaffee-Konzert Eintritt 20 Psg. (2818 finden Sie bei Carl Schwaab Settersweg 23 Hauptniederlage der Fabrikate von Erven, Lucas Bois und des echten B^nödictine. 2127 marfte. fc. Frankfurt a. rn Crbweinemarktbericht vom 26. April- Ausoettleben waren 1643 Schweine. Vollfleilchige Schweine von 80 bis 1O<> ke Vebcnbnenüdit 47.00 49.00 Mk., Schlachtgewicht 6".00- 72 00 Mk., volffleischige Schweine unter 80 kg Lebendgeivicht 45.00- 47.OU Mk., Schlachtgewicht 58 - 6O.0O Tif.; oosisleischige Schweine von 100—IVO kg Lebendgewicht 46.00—49.o0. Vif., Schlachtgewicht 55.00—60 Mk.: vollste,schige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 46.0-1-4b 00 Mk., Schlachtgewicht 58 - 60.00 Alk.: sie'tschweine über 15" kg Lebendgeivicht 00.00 dis 00.00 Mk., Schlachtgewicht 00.00 - 00 Mk. Sauen 00—00 Mk. (Seid)ä’t langsam, bleibt etwas Ueberstand Verlauf der Witterung leit gestern früh: Tie westliche Zyklone zieht nordostivärts und berührt mit ihrem Südrande Nord- und M'tteldeutlchlaud. 6e ist daher in diesen Gebieten wolkiges bis trübes Weller etnaelreten, im Norden fällt bereit- iliegen. Ter Randwirbel des nordwestlichen Tiesdluckaebietes, der heute über dem Kanal lagert, bringt ostwärts ziehend vorübergehend geringen Reaen. ttom.ne IX» den ytschmarkl iBrandvl.» mit Lahn- Fischen, Schellsischen, Äabliau, Zungen usw. zu den btll. Preisen. M. Simon, Walltorstr.48,Tel.614 ________________!(6383 Aus gutes Cbjekt werd. v. pünkt- liebem ^inSzahlerlaus 1. Hypothek zirka 20000 «. gesicht Schriftliche Angebote unter 2783 an den Giestener Anzeiger erbet. Engelhardrs und zrfe Kleider iiiuunao recht hübsche Form, Voile-Kleid mit Auch WagenePsSchlöiel Goethestrasse 9, 11 Goethestrasse 9, 11 Arinin Apseliveiü 10 Pfund Mk. 2.80 2803 Gebinden (2525 bestehend in einer Vergrösserung, 30 cm breit, 36 cm hoch mit Karton, des eigenen 03392 bei jeder Aufnahme in unserem Atelier. Bildes Einerlei in welcher Preislage. isl Gebr. Strauss Mk. Photographisches Atelier I. Ranges mit enorm billigen Preisen Sonntags den ganzen Tag Aufnahmen täglich bei jeder Bahnhofstr. 64 Bahnhofsts*. 64 seidenem Unterkleid. HcmdgehÄelt^r Kragen einen harmonischen des Kleides herbei- Visit- Biider Apfelsinen Zitronen Sied-Eier Sauerkraut Salz-Gurken Heringe Voile mit tmbrrS» farbigen seidnen oder Satin-Unterkleid. T>^lle und am Stock mit "nd oüne Spitzen- Unterlage; unten am jjlod mit und ohne Seidenaufsatz. ML 165.— welche viel begehrt wurde, in den Preislagen von Mk. 90 dis Mk. 240 hat in lieberem- stimmung mit der bindfaden- ähnlichen Spihengarnitur der Taile den Ansatz unter dem Tunika-Abschluß die gleiche Spitzenbrrderie-am Nock in der Breite von 25—GO Zentimeter. Seidencordel. in gestreift Voile am Lager. ML HO.— fältchen Abschluß führt. Eine Popeline - Kleid, reich mit Seidenstickerei garniert. Tüllsattel. ML 78.— Vdgencr & Sdilötel Goethes troße 9. LL rein- Frankfurt a. M. _ 3 Stck. 20 Psg. Dtzd. 75 Pfg. Stück 6 Psg. Dtzd. 60 Pfg. 10 Stück 65 Pfg. Pfund r» Pfg. Stück 4-5 Pfg. 5 Pfg. Frima weisse Kernseife 10 Pfund Mk. 2.90 Frima gelbe Kernseife VicrWlW Drechsler Steimtr. 48 Telephon 581 Jedes Quantum frei Haus. Prima weisse und gelbe Schmierseife in 10 Pfund-Eimern billigst Jakob Maternus Tel. 337 Mitglied der Rabatt-Spar-Vereinigung. Tel. 337 In Voile mit abstechendem Satin-Unterkleid, Taille mit Spachtelstoff und Perlstickerei unterlegt marine «grün, bleu- csrise, schwarz-grünrc. ML 80.— in anderer Ausführung 56.—, 68.— Hagener & Schlötel (WWiaßaiAil. Hch. Ämter Ludwigsplatz 4 Rabattmarke» Ausgabe. ,03261) Für den Schulanfang. Starke Schulstiefel m Mk. 4.— ori Turnschuhe „ „ 170 in gröhtcr Auswahl 03403 Franz Neumeier, Sonnenstr. 20 nlerungen ftn5 ton einfacher Ausstattung bis zu den kost- spieligsten Ausführungen vorhanden. Die Hochsommersachen sollen einer besonderen Publikation Vorbehalten sein und greifen wir deswegen auf das Gebotene für die Jetzt- zeit zurück. Zuerst über die Formen. Die Empireform ist wohl unbestritten die Tagesmode. Kurze Taillen, nicht zu kurze Aermel und nicht zu enge Röcke. Spielraum bieten egenlich der Form nach nur die Röcke. Bei den verschleierten Kleidern ist die Tunika in den Nöcken ausschlaggebend. Der leichte durchsichtige Ueberzug endigt mit einem breiten Stoffsaum, welcher seinerseits auch wieder eine Garnitur sehr Wohl verträgt, oder gerade über dem Abschluß der Tunika ist eine breite Spitzengarnitur auf das farbige Unterkleid ge- setzt', wodurch eine elegante Wirkung erzielt wird. DaS Unterkleid selbst bekommt dann unter dem Abschluß des Ueber- Wurfes nochmals den Schleierüberzug, welcher glatt angesetzt rder mit abgesetzten Längs- Bei garnierten Kleidern sind die mit Schleier überzogenen Unterkleider in den neuesten Arten führend. Die Spielarten der Farben durch den mehr oder minder durchsichtigen schleierartigen Bezug sind besonders schön. Grellste einfarbige Töne, wie feuerrot, hellgrün und königsblau, — die hellen chamäleonfarbigen Stoffe seien besonders er- wähnt — werden du rch den schleierartigen Ueberwurf nach .Geschmack und Liebhaberei gex dämpft, so daß die Farben harmonisch schön wirken. Daneben sind für dauer- 6afiere Kleider immer noch die leichten Popeline oder Va- 'tiste, beides zuverlässige reinwollene Gewebe, sehr begehrenswert. Die Eleganz kleidet sich auch hier in Seide. Entweder die mit Chiffon überzogenen seidenen Unter- kleider oder ganz Seide überhaupt, also: Foulard. Hierin gibt es sehr schöne Muster« Die Leichtigkeit der Stoffe, — die Kleider sind meist nicht im Rock gefüttert — gibt diesen Kleidern, verbunden mit dem eleganten Aussehen eine be< sonders vorteilhafte, fctelleU tige Verwendbarkeit. Sic «ig< nen sich sowohl für dis Straßtz tote für den Salon, für Besuch' so gut wie für Teegesellschaften und kleine Diners. ' Für Hochsommerzeiten zeigen sich in Wollstoffen die Mousseline in neuen, schönen Dessins und anschließend an ^Nousielme die Waschsaisonl wit $ten unzähligen Varia« %nen. Batist in Baumwolle und Kaumwoll-Doile-Etamine sind im Vordergründe. Ganz weiß 'gehalten mit Klöpeleiusätzen, Valenciennes, echte Madeira- und band geflickte Gar- Wollmoussekine-KleÜ» mit Tüllsattel und schwarzen Blenden in marine-weiß, blar,- weiß gemustert. Mk. 19.50 Hagener & Schlöfel Prima naturreinen Apfelwein empfiehlt die Kelterei von [2631 Georg Schäler, Lieber Str. 9. Ia. naturreinen Apfelwein liefert in Flaschen, SyphonS und Schott’s Weinstube, f Frische Maibowle la, Apfelwein in Flaschen, Syphons u. Gebinden emvstehlt Emil Schniall, Tel. 83. (2729) Frontsurterstr. 7. Montag den ersten Mai letzter Tag unserer Gratisbeigabe als Eröffnungsgeschenk -clWscrtigtc kichkliniicil! bet 2l. Schneider, Danttnstraße 6. 030751 Rosenpfäble, Baum- und Waschpfählc u. Waschjcilstülrcn sowie Erbjcnreiscr, schöne Bob- nenstaugeu — daö Hundert von 6 Mark an — empfiehlt billig K. Gerth, Landmannslraße 11. .V, 0 p