Nr. 4r Die heutige Nummer umfafet 14 Seiten. entgegenzuwirien. Infolge florieret Nahrungszufuhr wachsen und I Zweigverein des V. H. C. zu seiner Fastnachtsitzung, vermehren sich die Tiere auf der dem Meere zugekehrten Seite ginelle Schriftstück lauteiri rascher als innere, so baß int Riff eine ringförmige Vertiefung, Ea n l oarrn g. Di ganz Gemay'vvm -inwlsl bie Lagune, entsteht, die das innere Strandriff vom äußeren Club wird on de Samsdoag vir de Fastenoacht, Das vri Form eines Atolls. . , .. Ter Pflanzenwuchs aus den Kvrallemnseln ut spärlich und aeiqt in seinen höheren Formen hauptsächlich Kokospalmen, suarinen, hier und da auch Urwald. Tie Bewohner der Insel- gruppcn sind Papuas, Melanesier, Mikronesier und Polynesier, von denen namentlich die Polynesier durch gute Körperbildung überraschen. Durch die Vereinigung von Guano mit dem Äalksande sind mächtige Phosphatlager entstanden, die den Inseln auch wirtschaftliche Bedeutung verleihen. Prächtige Lichtbilder gaben Gelegenheit, die Theorie nnt der Wirklichkeit in Einklang zu bringen. ** Eine eigenartige Einladung, die für unsere Leser von beionberem Intereste sein dürfte, erläßt der Offenbacher Barrierruf d-eullich scheidet. Schreitet mm das Versinken der Insel immer weiter fort, so verschwindet diese schließlich nut ihrem vorgelagerten Strande im Meere: das Barrierriff dagegen wird von den lleinen Baumeistern bis an die Meeresoberfläche weuer- gebaut, hier und ba burch Aufschwemmung über das Meeresniveau erhöbt imd nun als AtoU bezeichnet. Zum Beweis für die Richtigfeit dieser Theorie tann gelten, daß man bei Bohrungen auf Atollen, selbst in Tiefen bis zu 200 Metern, nicht etwa vul- länisches Gestein, i'onbmt immer nur Koralletikalk gefunden hat. Ta aber die Korallentiere nur aus einer Tiefe von höchstens 80 Meter aufzubauen vermögen, so müssen die Korallenriffe allmählich) in solche wesentlich höhere Tiefen versunken fern Auch findet man zur Bestätigung von Tarwitts Ansicht hier und da den vulkanischeti Kern inmitten eines Atolls noch vor. Wie aus der einen Seite abct^vulkairische Inseln ins Meer versinken, so werden sie an anderen Stellen auch oft weit über das Niveau des Meeres emporgehoben. So widerstandsfähig auch das marmor- f-arte Korallengestcin ist, so vermögen die Wogen im Laufe der Acit doch Auskehlungen am Strande auszuarbeiten, die nach erfol- ter Hebung oft weit landeinwärts noch sichtbar sind und ost sicher die ursprüngliche Strandlinie feststellen lassen. Besonders deutlich läßt sich diese Erscheinung an der In'el Makatea der Paumotu- gruppe verfolgen Erniedrigt man diese Insel um nur 25 Meter, so wirb sie schon zum größten Teil, innen vollständig, vom Meere überflutet, erscheint also bereits in der ursprünglichen Woas ich noack sah' tvuollt, aach anner’n Leut, däi näit bei uh's Gemah gehihrn, ean kaa Deppegucker seih, dirfe met- gebracht wer'n. Diselbigte. — Kurze Nachrichten aus Kunst u.W i sse n sch a f t. Ter 3. Kongreß der internationale n_® esellschaft für Chirurg ie findet vom 26. bis 30. Sepbember d. I. in Brüssel statt. Mit dem Kongreß soll eine Ausstellung von Frakturen verbunden sein, auf der alles, was auf die Lehre und das Studium der Knochenbrüche Bezug hat, vorgeführl werden soll. Tie Ausstellung teilt sich in 4 Gruppen: 1. Pathologische Anatomie mpi'che und seltene Frakturen): 2. Radiographie, Zeichnungen, Gipsabgüsse, Moulagen: 3. Apparate für die unblutige Behandlung: 4. Osteosynthese. — In Leipzig ist der a. o. Professor der praktischen Astronomie und erste Observator an der dortigen Universitäts-Sternwarte Dr. phil. Bruno Peter im Alter von 58 Jahren geftorben. — Die Verhandlungen des neuen Direktors dess Hamburger Stadttcheaters Dr. H. Löwenseld mit Felix v. Weingartner in Wien, der den Dirigentenpoften an dieser Bühne übernehmen soll, sind zum Ab- schlutz gelangt. Tie Unterzeichnung des Vertrags wird dieser Tage erfolgen. „. Ti ganz' Gemah' vom Duhlsbärfer Hihe- Club wird off de Samsdoag vir de Fassenoacht, also oft bc 25. Fewruar cangcloare, owends eam hälwer noih (81/?) c bisst eam Degenhardt ,eih Wirtschaft fe komme. So e paar verröckle Kerle wuonn do so allerhand Spass' ean Nannspuosse maa ienn aach c poar narrige Stöckelcher verzöh'n. Wäi se sah', ftmlls boarwoarisch schih wer'n. Gesunge, gebluose ean gegeilt suoll aach wer'n ean heannenoch wuonn se goar aach Noach gedahnze. Wer sich vetmaskiern will, der suolls joa geduh, es macht sich besser ean sieht schihner aus, doach ies' näit groad batuh nihrig. Also wäi geiaht, sahn aich, wer kahn Stuwwehoocker eas, ean wer kah Buottermelchblout huot, der douht gescheit, wann c fimmt ean guckt emol, bringt c wink Gäald eam Beul vir'sch Zappe vo' bene Spiller met ean väil gaure luoftige Laune. E' Fast'enachtskavp' can bi Läirer, däi merrenah gesunge wer'n, müsse sich alle Manns- ean Weibsleut kaafe, boas toast sesomme nur 1;'2 Mark (50 Pfg.-, domet boaß bi Gemabkasf näit goar se hoätt metgenomme wirb. Di Boijemähsterei. 3. „Tie Pflicht zur Abnahme der Meisterprüfungen ist reichs- ) gesetzlich den vandwerts- und Gewerbekammern überwiesen worden. Es ist ihnen deshalb prinzipiell auch das Recht zur Abnahme dieser Prüfungen ungeschmälert zu belassen und darf durch bie . Verleihung irgend welcher Vergünstigungen an Fachschulen und ähnliche Einrichtungen nicht beeinträchtigt werden. Insbeionder.' , darf die Privilegierung von Fachschulen niemals soweit ausgedehnt werden, daß den ^solventen dieser Schulen der Meistertitel . irrt Anschluß an die Abgangsprüiung erteilt werden kann. Sollte gleichwohl gemäß S 133 Abs. 10 R.G.O. in gegebener Veranlasiung die Verleihung von Vergünstigungen an bestimmte Anstalten erwogen werden, so ist vorher der zuständigen Hand- wcrks- bezw. Gewerbclammer Gelegenheit zur gutachtlichen Aentzc- rung zu geben" , .. Sehr aussührlich wurde über bic der Führung des Titels „B a u in eist e r" bezw. „Baugewerks- m eiste r" verhandelt, damit dem Bundesrat praktische Vorschläge für den Erlaß einer Ausführungsanweisung gemäß § 133 Abs. 2 der Gewerbeordnung in der Fassung vom 30. Mai 1908 gemacht werden können. Zu dem dem Reichstag gegenwärtig vorliegenden Entwurf' eines Kurpfuschergesetzes beschloß der Ausschuß, dahin vorstellig zu werden, das; das Gewerbe der Orthopädie-Mechaniker und Bandagisten usw. von den Vor- schriften dieses Gesetzes ausgenommen werden soll. Auch mit dem Entwurf eines Gesetzes über den Pa- tentausführungszwang hat sich der Ausschuß beschäftigt. .Hierbei wurde beschlossen, daß im ersten Absatz oes Art. I des Entwurfs die Zurücknahme des Patents ausgeschaltet und lediglich die Zwangslizenz beibehalten werden soll, wenn auch bei dem Angebot einer angemessenen Vergütung und (statt: oder) Sicherheitsleistung der Patentinhaber einem andern die Erlaubnis zur Benutzung der Erfindung verweigert. Ter Ausschnß beschloß, auf dem diesjährigen Handwerks- und Gewerbekammertage zu Düsseldorf die Frage der Konsumvereine erneut zu behandeln. Tie beabsichtigte Gründung eines Haftpflicht-unb U n f a l l - V e r s i ch e ru n g s v e r b a n d e s der deutschen Handwerks- und Gewerbekammern ist soweit gefördert worden, daß nunmehr ein diesbezüglicher Statutentwurf dem Kaiserlichen Aufsichtsamt über das private Versicherungswesen zur Prüfung eingereicht werden kann, nach dessen .Begutachtung die Gründung erfolgen soll. Zu dem Entwurf eines Versicherungsgesetzes für private Angestellte faßte der Ausschuß auf den Vorschlag seines Ausschusses für soziale Fragen folgenden Beschluß: . „Der Ausschuß erkennt die soziale Berechtigung eines Prinzips der Versicherung der Privatangestellten an, ec kann indessen der durch den Entwurf eines Versicherungsgesetzes für Angestellte beliebten Form eines Sondergesetzes nicht zustimmen, vielmehr ist er der Ansicht, daß diese Versicherung tn den Rahmen der allgemeinen Invalidenversicherung eingefügt werden könnte." Der Schutz der Arbeitswilligen wurde vom Ausschuß erneut für dringend notwendig erachtet, zumal gerade das Handwerk am meisten unter der Streikbewegung zu leiden hat. Entsprechende Maßnahmen sollen dem Bundesrate empfohlen werden. Des weiteren wurde noch verhandelt über das bevorstehende Fortbildungsschulgesetz und über die Inkraftsetzung des zweiten Teiles des Gesetzes betr. die Sicherung der Bauforderungen usw. Ter diesjährige Deutsche Handwerks- und Gewerbe- lammertaa soll in den Tagen vom 21. bis 23. August in Düsseldorf stattfinden. Die Agitation im IDabltrcis Giehen-Sriinbcrg-Nidda. Die nationalliberale Partei sendet uns folgende Zuschrift: Am Dienstag und Mittwoch haben eine Anzahl Wähler- Versammlungen stattgchunden, die von nationalliberaler Seite einberufen worden waren und in denen überall der nationalliberale Kandidat Professor Gis ev ins sein Programm entwickelte. Es war das am Dienstag in Grim- berg, Göbelnrod und Rieder-Ohmen, am Mittwoch in Echzell, foungen, Trais-Horloff, Utphe und Inheiden. Es prachen in diesen Versammlungen außer dem Kandidaten die Herren Dr. Becker, Prof. Lulest und Dr. Brüß. Trese . Redner und zumal der national iberale Kandidat, sanden mit ihren Ausführungen in den Verfammlungen, die durchweg sich eines starken Besuches erfreuen konnten, Aufmerksamkeit und Beifall. Tie nationalliberalen Redner vermieden es durchaus, durch scharfe Angriffe auf die andern Parteien unnötige Verbitterung in die Bevölkerung hineiu- zutragen: sie bef'chränlten sich darauf, den nationalliberalen Standpunkt hervorzuheben und ruhig und sachlich die Grenzlinien gegen die anderen Parteien zu zeigen. Wo diese Diskussionsredner stellten, wurden deren Angriffe in objektiver Weise widerlegt. Ten Vorsitz in diesen national- liberalen Versammlungen sührten z. B. in Echzell Herr Bürgermeister Reitz, in Hungen Herr Bürgermeister Fendt, in eu runder a Herr Amtsrichter Glaeser, in Rieder-Ohmen Herr Tr. Kißner. In den anderen Orten übernahmen Parteifreunde den Vorsitz in den Versammlungen. Folgende Schlußworte zur „Verstaatlichung der Produktionsmittel" sendet uns der bei der Auseinandersetzung mit Herrn Krumm beteiligte nationallibe- rale Herr: Herr Krumm hat klug getan, den Streit um die obige Frage aufzugeben, sonst würde er sich noch mehr in Widersprüche verwickeln, als dies bis jetzt geschehen ist. In der Montagsnummer (9er. 43) warf er mir vor, nicht gesagt zu haben, daß die Einzelbetriebe in den letzten 12 Jahren so sehr zurückgegangen seien und behauptete bann, die Betriebe in Industrie und Gewerbe seien um 100 000 zurückgegangen. Dabei ließ er willkürlich die Handelsbetriebe weg, obwohl doch bei dem Urteil über bte Entwicklung unseres Wirtschaftslebens die G e s a m t betriebe ins Auge zu fassen sind. Seine einseitige Darstellung paßte ihm aber zu dem, was er beweisen wollte, die Angaben über die Gesamtentwicklung hätten aber das Gegenteil von seiner Lehre bewiesen. Die Tatsache der Z u n a h m e der Gelamtbetriebe um , 278 800 ist aber nicht abzustreiten. Da fragt nun Herr Krumm unter Hinweis darauf, daß diese Vermehrung allein auf Handel und Verkehr falle: „Halten Sie die Vermehrung der Zwergbetriebe im Handel für ein Zeichen der Gesuud- : heit?" Unter den 278800 neuen Betrieben sind aber 76 109 ■ Betriebe, die 6 bis 50 Personen beschäftigen. Sind das l Zwergbetriebe, Herr Krumm? Und wenn die Einzelbetriebe ■ so abgenommen haben, dann müssen die neuen 189 475 Kleinbetriebe (mit 1—5 Personen) doch Betriebe mit 2 bis : 5 Personen sein. Sind das alles Zwergbetriebe? I Wer hilft aber denn s o schön mit an der - Zerstörung der kleinen Betriebe, der Vernichtung selbständiger Existenzen? In unserer 9 Stadt haben Ihre Genossen 4 Konsumvereine gegründet, - 1 Zigarrensabrit, sie besitzt einen Zigarrenladen. In der Umgebung von Gießen ist dasselbe geschehen. So haben Ihre Parteigenossen in Gießen und tn nächster Nahe eine Reihe selbständiger Kaufleute das Wasser abgegraben, und Heber die Korallenriffe der Südsee. Vortrag in! der „Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde"^ Gießen, 24. Febr. Vor genau zwei Jahren hatte Dr. E.'Wolf (Frankfurt a. M.) Gelegenheit, als Geologe und Zoologe an einer Expedition in die Südsee teilzunehmen, die ihm während ihrer zehn monatigen Dauer reichlich Gelegenheit bot, den Aufbau der dortigen Inselwelt zu studieren. Man unterscheidet bei den Südfeeinseln solche, die als Ucberceftc ehemaligen Festlandes anzusehen und, von anderen, die von eruptiven Gewalten aus dem (ridinnern herausgehoben worden sind, und endlich noch Koralleiiinseln. Vulkanische Inseln steigen in der Regel in mächtigem Steilkegel aus deut Meere auf und verraten ihre Natur schon weithin durch Rauch faulen, die au3 der Krateröffnung emporfteigen. Aus der deutschen Iniel Sawaii, zur Samoagruppe gehörig, wurde von Apia aus die Besteigung eines solchen Feuerbergs ausgeführi, de^ erst in den zwei letzten Jahren entstanden war und bereits iLteil- wande von hundert Meter Höhe aufgeschüttet hatte. Tie weitaus meisten Inseln der Südsee verdanken jedoch ihr Dasein den kleinen Korallentierchen, die in Kolonien ihre Kalkausscheidungen zu Rissen von oft ungeheuerer Ausdehnung aufbauen und damit die ’J MH B | III IjF B di-PostDik. 2.-viertel- GÄÄ lll | V UMM 11 V I ZW II iK llllCl ’XÄ Dienstag und Freitag): WjiF M M M M M ® ZU . W W aiisiväns 20 P'enntq. rweimal monotl. Land- ■ fwj M W* W M M Chefredakteur: A Goetz, wirtschaftliche Seitsrae et, M V Verantwortlich für den Ferusprech - Anschlüsse: politischen Teil: August General-Anzeiger für Oberyessen Annahme »on Unjcigen fiotafioiubrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Land": E.Heb/sür den lü! !ornütw7s^uh? Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. -luze.q-meä: Beck. sio arbeiten immer meyr daran, selbständige steuerzahlende Gewerbetreibende zu vernichten. Es ist ja auch eine der Aufgaben der sozialdemokratischen Wemeindepolitik auch noch Milchversorgungsanftalten, Bäckereien, Metzgereien, Holz- und Kvhlenhanolungen usw. der -Privatwirtschaft zu entziehen. Das steht im sozialdemokratischen Programme und ist auch schon da und dort in die Praxis umgesetzt. So zerstört die Sozialdemokratie mit bollem Bedacht und planmäßig selbständige Gewerbe, und daun kommen die sozialdemokratischen Theoretiker, wie z. B. Herr Krumm, und sagen: Seht, die kleinen und mittleren Privatwirtschaften werden vom Kapitalismus vernichtet. So treibt die Sozialdemokratie Mittelstandspolitik. Mit der Behandlung dieses einen Punktes der letzten Erörterungen des Herrn Krumm will ich mich begnügen und die Diskussion schließen, die zweifellos ergeben mit, daß auch die hiesige Sozialdemokratie wohl an der Zerstörung arbeiten kann, aber von dem, was sie an die Stelle des Bestehenden setzen will, nur eine graue nebel- !hafte Vorstellung hat. L. Der Ausschuß für das Lurpfuschergesetz. :: Berlin, 23. Februar. Der Ausschuß des Reichstages für das Kur- Vfuschergesetz kam heute zu einem Beschluß über die 93er» vstichtung zur Führung von Geschäftsbüchern. Die hierauf bezügliche Bestimmung im zweiten Absatz des Paragr. 2 erhielt folgende Fassung: „Die im Paragr. 1 bezeichneten Gewerbetreibenden (das sind die gewerbsmäßigen, nicht approbierten Krankheitsbehandler) haben Geschäftsbücher zu führen, in denen Name und Wohnort des Behandelten, die behandelte Krankheit, Art und Tauer der Behandlung, sowie das Honorar einzutragen sind. Die Bücher sind 10 Jahre lang aufzubewahren. Diese Bücher sind nur dann der zuständigen Behörde vorzulegen, wenn in einem gemäß Paragr. 5 eröffneten Verfahren ein dahingehender Gerichtsbeschluß vorliegt (in Paragr. 5 handelt es sich um die Untersagung des Gewerbebetriebs). Die untere Verwaltungsbehörde ist befugt, in Orten unter 1500 Einwohner auf Antrag Ausnahmen zuzulassen." Auch bei dieser Bestimmung wurden eine Reihe von Vorbehalten für die zweite Lesung des Ausschusses gemacht. Sehr bestritten blieb in der Aussprache die Frage der Wahrung der Diskretion gegen Patienten. Ministerialdirektor Dr. v. Joncguieres gab die Erklärung ab, daß nach Ansicht der Regierung, die in dem Gesetz auch zum Ausdruck kommen wird, alle aus den Geschäftsbüchern gewonnenen Kenntnisse unter Dienstgeheimnis gesollt werden sollen. Den Kurpfuschern könne kein Zeugnisverweigerungsrecht zugebilligt werden. Der Vertreter der Reichsjustizverwaltung führte dies noch näher aus. Bei Kurpfuschern sei die Gefahr einer mißbräuchlichen Anwendung eines Zeugnisverweigerungsrechts noch größer als bei den Hebammen. Solche diskretionären Befugnisse könne man wohl dem Arzt gewähren, aber nicht den Kurpfuschern. Von verschiedenen Seiten wurde betont, daß Patienten jedenfalls nur vor Gericht vernommen werden dürfen. Von s o - ziäldemokratischer Seite wurde für den Fall des Zustandekommens des Gesetzes eine B e handlu n g spfl i ch t des Arztes auf Staatskosten verlangt. Für die zweite Lesung wurden Anträge in Aussicht gestellt, die einer chikanösen Anwendung der Buchkontrolle vorbeugen sollen. Aus Hegen. D a r m st a d t, 23. Febr. Bei der Ersatzwahl eines Mitgliedes der Ersten Kammer durch den im Großherzogtum genügend mit Grundeigentum angesessenen Adel ist Philipp Frhr. Wambott von Umstadt zu Birkenau gewählt worden. Deutsches Reich. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Der Kaiser konferierte am Donnerstag früh im Attswärtigen Amt mit dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter und nahm den Vortrag des Reichskanzlers entgegen. Im Schlosse hörte der Kaiser die Borträge des Chefs des Generalstabs und des Chefs des Militärkabinetts. Die „Norüd. Mgem. Ztg." schreibt: Der Kronprinz wird sich nach seiner Rückkehr aus Indien einige Zeit in Aegypten aufl/alten, um (Tinen zu schroffen Klimawechsel zu vermeiden. An den Aufenthalt in Aegypten wird sich dann voraussichtlich ein Besuch des Kronprinzenpaares bei dem Kaiser und der Kaiserin aus der Insel Korfu anschließen. Im Laufe des April werden der Kronprinz und die Kronprinzessin einen offiziellen Besuch in Rom abstatten und dem König und der Königin von Italien die Glückwünsche des deutschen Kaiserpaares zur italienischen Nationalfeier darbringen. Die Blätter melden aus Berlin: Als Nachfolger des verstorbenen Freiherrnv ander Recke soll neben dem Unterstaatssekretär Coels v. d. Brueghen der Landeshauptmann H amm sch mid t für den O b e rpräsitz e n t e n in Westfalen in Aussicht genommen sein. Aus Berlin wird uns geschrieben: Der Antrag Mirbach betreffend Aufklärung über die notwendigen Preiswirkungen der Reichsfinanzreform ist auf Beschluß der konservativen Fraktion des preußischen Herrenhauses vorläufig von der Beratung z u r ü ck g e st e l l t worden, da die Regierung beabsichtigt, die gewünschte Aufklärung ans eigenem Antrieb demnächst in der amtlichen Berliner zwrrespondenz zu geben. Die fortschrittliche Volkspartei des Reichstags hat zur zweiten Lesung des Militärhaushalts beautraat, den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß bei der B e s e tz u n g m i l i t ä r i s ch e r S t e l l e n allein die persönliche Tüchtigkeit entscheiden soll, daß insbesondere weder eine Bevorzugung des Adels, noch eine Zurücksetzung aus politischen oder konfessionellen Rücksichten erfolgen soll. In der Sitzung des Bundesrats am Donnerstag wurde die Vorlage betreffend die Prägung von drei Millionen Mark in 50 Pfennigstücken, sowie der Entwurf einer zweiten Ergänzung des Besoldungs- gesches den zuständigen Ausschüfien überwiesen. Die Vorlage betreffend den am 13. ftovember 1909 in Bern unterzeichneten Niederlassungsvertrag zwischen dem Deutschen Reiche und der Schweiz wurde angenommen. Im Budgetausschuß des preußischen Ltbgeordneten- hauses gab bei der Beratung des Bauhalishalts der Minister die Erklärung ab, daß die Staatsregierung mit Peinlichkeit und Loyalität darüber wachen werde, daß die Be- ftimnuingen de- W as s er str a ß e u g e s etze s d..rchg_fuhrt werden, insbesondere hinsichtlich de» Sccheppnwnopois die Verpflichtungen, welche die lornmunalen Verbünde übernommen hätten. Wider Erwarten fei man bei der Stadl §*.au.nov er-Linden auf Schwier.galten g.stop-en. Wenn ~ye ^taatvregicrung nicht bald mit Hannover zu einem Ab- W lonime, bleibe der Regierung nichts anoeres übrig, als den K a ii a l im Norden von Hannover enden zu l a) s en und nicht bis Duisburg fortzusetzen, aucl) Ausschaltung eines .u-analuückeS von 10 Kilolueter zur Folge habe. Die Staatsregierung lehne energisch ab, diese Angelegenheit mit anderen städtischen Fragen zu verquicken. Nach einem in der Stadtverordnetenvers .nmlung von Breslau gefaßten Beschluß soll das hundertjährige Jubiläum der Freiheitskriege 1813 in Breslau in Erinnerung an den erlassenen „Aufruf an Mein Volk"" durch eine große festliche Veranstaltung begangen werden. In erster Linie findet eine große Ausstellung statt, die die Befreiungskriege im Nahmen der Kultur und Kunst ihrer Zeit vorführt. Zu diesem Zweck soll eine ständige massive Festhalle mit einem Aufwand von etwa zwei Millionen Mark errichtet werden. 2luslaai&. Der Agenec Havas zufolge ist Kriegsmimfter General Brun plötzlich ge ft orben. In der französischen Kammer machte zu Beginn der Nachmittagssitzung am Donnerstag der Präsident Brisson von dem Hinscheiden des Kriegsministers Mitteilung und widmete ihm einen tiefempfundenen Nachruf. Dann schlug er vor, die Sitzung zum Zeichen der Trauer aufzuheben. Minifter- präsident Briand erklärte, seine Bewegung fei zu groß, als daß er sagen könnte, welch herben Verlust Bruns Tod für das Heer, für Frankreich und ihn selbst bedeute. Er könne sich nur den Worten Brissons anschließen. Darauf wurde die Sitzung aufgehoben. — Kriegsminister Brun litt seit etwa 14 Tagen an mit einer leichten Grippe beginnenden Aderentzündung und hütete das Zimmer. Einem Londoner Blatt zufolge ist der Londoner Oberzeremonienmeister damit beschäftigt, das Programm für die Enthüllung des Denkmals der Königin Viktoria am 16. Mai aufzustellen. Bei der Feier, die mit allem Pomp, vor sich geht, werden zugegen sein: das Königspaar und alle Mitglieder der königlichen Familie, das deutsche Kaiserpaar, Vertreter fremder Höfe und das gesamte diplomatische Korps. Rußland wird voraussichtlich durch den Großfürsten Michael Alexandrowitsch vertreten sein. Tas Repräsentantenhaus in Washington nahm einen Gesetzentwurf an, in dem 5 300 000 Dollars für die Verteidigung der Küsten und Inseln vorgesehen sind. In biefer Summe ist die Befestigung des Panamatanals nicht mit einbegriffen. Aus Stadt und Land. G letzen, 24. Februar 1911. * * Tageskalender für Freitag, 24. Februar. Stadt- theater: „Faust", 1. Teil, 1. Abend. Anfang 8 Uhr. K a n i m a n ns g e r i ch tS iv a h 1. Verband deutscher Handlungsgehilfen, Leipzig: Vortrag von R. D e l l i n g e r - Mann- heun: „s3or der Entscheidung". Abends 9*/4 Uhr im Hotel Groß- Herzog von Hessen. Teutschnationaler Handlungsgehilsenverband: Vortrag von Jul. S ch e ll i n - Frankfurt: „Tie Bedeutung der Käuiinanns- gerichte und warum wählen wir Liste 2". Abends 9‘/4 Uhr im Hotel Einhorn. * * Landes Universität. Der Lektor der französischen Sprache an unserer Landesuniversität, Dr. Lucien Thomas, hat einen Ruf an die Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften tu Frankfurt a. M. ausgeschlagen. * * P f a r r tz i e n st n a ch r i ch t e n. Ernannt wurden Pfarrvikar Hellwig zu Maar zum Pfarrassistenten; Pfarrvikar Müller zu Pfungstadt zum Pfarrvecwalter in Kirch-Brom- bach; Pfacrverwalter Göckel zu Griesheim zum Pfarrassisienten; Pfarrverwalter Hartmann zu Eberstadt (Dek. Eberstadt) zum Pfarrassistenten. Gestorben sind der evang'. Pfarrer i. P. Gg. LI och von Schwanheim zu Münster am 28. Januar; der evang. Pfarrer i. P. Aug. Heintze von Wallenrod 311 Mainz am 29. Januar; der Oberkonsistorial- prasident i. P. Wirkt. Geheimerat D. Adolf Buchner zu Darmstadt am 12. Februar. Zur Wicderbesetzung werden ausgeschrieben die evang. Pfarrstelle zu Seligenstadt; eine evang. Pfarrstelle an der Stadtgememde zu Darmstadt. "-Handelskammerwahl. Bei der gestrigen Wahl zur Handelskammer an Stelle des verstorbenen Kommerzienrats Heyligenstaedt wurde der Bankier Jakob Griinewald mit 98 Stimmen gewählt. Aus den Inhaber der Firma C. W. Nowack & Sohn, Kaufmann Nutz. Nowack, sielen 84 Stimmen; 13 Stimmen zersplitterten sich auf drei weitere Kandidaten. Von den 450 wahlberechtigten Firmen übten 197 ihr Wahlrecht aus, unter denen sich sechs weibliche Firmeninhaber befanden, die persönlich zur Wahlurne schritten. * * Ein neuer Kinematograph. Man schreibt uns: Demnächst soll im Kolosseum ein modernes Lichtspiel- Theater eröffnet werden. Eine Theatergesellschaft hat zu diesem Zwecke den großen Saal des Kolosseums gepachtet, bet in vornehmstem Stile ausgestattet werden soll. ** Vor einem gefährlichen Dieb wirtz hiermit gewarnt. In letzter Zeit hat ein Unbekannter mehrfach Stutzeiltenwohnungen in Abwesenheit des Bewohners aufgesucht, indem er bei dem Zimmervermieter angab, er wolle tzem Herrn einen 'Notizzettel schreiben, daß er dagewesen und ihn nicht getroffen habe. Dies besorgte er denn auch, es stellte sich aber nachher heraus, daß er aus dem Zimmer Wertgegenstände mitgenommen hatte. In einem Falle stahl er einen guten Anzug, in einem anderen ein paar Stiefel. Der Dieb macht den Eindruck eines gebildeten Mannes und gibt sich als .Student aus. ** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Lang-Aue bei Ginsheini, Kreis Groß-Gerau; Biblis und Groß-Nohrheim, Kreis Bensheim; Berne, Oldenburg: Mühlhausen a. d. Enz und Hohenhaslach, Württemberg. Landkreis Gießen. △ Klein-Linden, 22. Febr. Der Gesangverein „Eintracht" feierte am Sonntag sein «46. S t i f t n n g s f e st. Der große Saal zur deutschen Eiche war überfüllt. Theater, Ge- angsvonräge und Tanz füllten den Abend angenehm aus. Besonders zeigten die Gesangsvorträge, daß die gesangliche Ausbildung der Sänger auf der Höhe steht. Die Kapelle des Dirigenten Harnisch-Steinberg fand ebenfalls großen Beifall, und die Theater - pieler wurden wiederholt gerufen. Präsident Neurath hielt die Festtede, in der er die hohe Bedeutung des Volksgesangs hervorhob. — Dem Verein sind in diesen Tagen 10 Einladungen zu Gesangswettstreiten zugegangen. Er beabsichtigt, nach Lang-Göns oder Leihgestern zu gehen. r. Annerod, 23. Febr. Auf Anregung des Zweigvereins des Evang. Bundes sprach hier der Volksschriftsteller Hch. Naumann aus Nauzhausen im Hinterlande über „Heimat und vcima t l i e b e". Der Versammlungsraum war bis zum letzten Platz gefüllt, und die Zuhörer nahmen die schönen Ausführungen des Redners mit großem Beifall auf. Die 1. Schul- tlaiic trug durch Darbietung passender Gedichte und Lieder zum Gelingen der Veranflaltung wesentlich bei. T Treis a. d. Lumda, 23. Febr. In den oberhalb )er Straße nach Allendors in Angriff genommenen Quarzt t b r ü cy e n der Firma Stöaer u. ürtuz, Mühlheim am rWin wird zurzeit emsig gearbeitet Täglich ver- nimmt man oen Klang von Hammer und Bohrer und die .Hornsignale, die Beginn und Ende jeder Sprengung anzeigen. Mit dem .Abfahren der Steine ist bereits begonnen worden. Anfang Marz sollen innerhalb 6 Tagen sechzig Eisenbahnwagen Quarzit nach Frankfurt a. M. ab gesandt werden, woselbst die Umladung in ein Schiff erfolgt. In Krefeld sollen die Steine verarbeitet werden. r. Hung en, 23. Febr. Bei der heutigen Beigeordnetenwahl wurde Heinrich Seibert VII. (früher Besitzer des Gasthauses zum Löwen, jetzt Rentner) mit 102 Stimmen gewählt; der Gegenkandidat erhielt 100 Stimmen. — Die stete Zunahme des Telephonverkehrs zeigt eine erfreuliche Erscheinung im Geschäftsverkehr. Die Kaiserlich Ober-Postdirektion hat sich jetzt entschlossen, die in der Kaiserstraße noch befindliche Telegraphenlei- t u n g in eine Kabelleitung umzugestalten, so daß die lästigen Maste endlich entfernt werden. Wi^ man hört, ist die Frage aufgeworfen worden, bei dieser Gelegenheit gleich die Kanalisier ungder Vorstadt vorzunehmen, was mit Freuden begrüßt wird, da man hiermit zugleich der auf der Kaiserstraße von Herbst bis Frühjahr herrschenden Schmutzplage etwas steuern wird. Der lebhafte Fuhrwerksverkehr auf dieser Straße, besonders in diesem Winter die außerordentlich zahlreichen schweren Eisenfteintrans-- Porte, dazu der Verkehr von den lehmigen Aeckern lassen bei Nässe die Kaiserstraße in einem völligen Schlammbad erscheinen. Kleinpflasterung der Ortsdurchfahrt wäre angebracht, wenn es die Verkehrsverhältnisse zulassen, es wäre jedenfalls rentabler, als die jedes Jahr nötigen Flick- und Walzarbeiten. — Heute fand die Hauptversammlung der Molkereigenossenschaft statt. Der Geschäftsbericht weist eine Aktiva von 116 009,85 Mk., eine Passiva von 101253,05 Mk. und einen Reingewinn von 14 756,80 Mk. auf. Im Laufe des Geschäftsjahres 1910 wurden eingeliefert an Vollmilch 3 052 641 Liter und dafür bezahlt 376 581,30 Mk. Die Zahl der Genossen beträgt 508 und die der Lieferanten 180. Die Zunahme des Umsatzes gegen 1909 beträgt 16 238,26 Mk. Auf der Tagesordnung stand ein Antrag aus Geiß-Nidda, die Genossenschaft in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umzuwandeln. Offenbar ist dieser Antrag eine Nachwirlung der Mockstädter Kassenaffäre, da aber für die hiesige Molkerei^ genossenschaft keinerlei Grund und Befürchtung vorliegt, sand der Antrag keine Annahme. Kreis Lauterbach. r- Lauterbach, 23. Febr. In der Nacht auf Montag kam cs zwischen einigen hiesigen Burschen auf der Ortsstraße zu Streitigkeiten, wobei das Messer wieder eine Rolle spielte. Die Verletzungen, die einer der Beteiligten und sein hinzueilender Vater erhielt, sollen jedoch nicht schlimm fein, so daß sie ihrer Beschäftigung nachgehen können. Die Täter wurden zur Anzeige gebracht. (^Wernges, 23. Febr. Der in der Neujahrsnacht durch einen Messerstich schwer verletzte und längere Zeit in Lebensgefahr schwebende Konr. Möller von hier ist jetzt wieder soweit hergestellt, daß er in den nächsten Tagen aus dem Krankenhause zu Lauterbach entlassen werden kann. Starkenburg und Rheinhessen. R. B. Darmstadt, 23. Febr. In der Kaserne des Feld-Art.-Rgts. Nr. 25 starb gestern gegen Abend aus bisher noch unaufgeklärter Todesursache der Gefreite Seip aus Hattenrod, Kreis Scijotten, von der 5. Kompagnie und heute früh der Kanonier Appel aus Hartsmannsheim von der 5. Kompagnie des Regiments. Um eine weitere Verbreitung der Genickstarre ähnlichen Krankheit vorzubeugen, sind die nötigen Vorsichtsmaßregeln getroffen. m. Offen bad) a. M., 24. Febr. In der gestrigen Sitzung der L>tadtoerordnetenversarnmlung machte der Bofiitzende Mit' teilung von dem abschlägigen Bescheid des hessischen Staatsministe riums wegen der beabsichtigten Einfuhr von französi - f_d) en Vieh zur Milderung der Fleischnot. Es sollten nach Stadtverordnetenbeschluß wöchentlich 75 -Ochsen und 200 Schweim zugelassen werden. Ter ablehnenden Antwort des Ministeriums aus die Eingabe der Verwaltung wurde mit dem Fehlen cinc-3 direkten Gleisanschlusses vom Bahnhof nach dem Schlachthof moti^ viert. Es soll nunmehr versucht werden, die Genehmigung für die Einfuhr von f ch w e tz i s ch e n und argentinischen g c schlachteten Fleisch vom Staatsmüiisterium zu erlangen. Die neue L 0 hnstaffel für das Fahrper,onal bei Straßenbahn, die nach der der Frankfurter Straßenbahner geregelt ist, wurde genehmigt. Danach beziehen die Schaffner vom zweiten Beschäftigungsjahr an gerechnet einen Monatslohn von 105 Mk. steigend bis zum Höchstgehalt von 145 Mk. nach achtzehnjähriger Dienstzeil. Die Wagenführer beginnen vom zweiten Dienftjahr an mir 110 Mk. und steigen in der gleichen Zeit bis auf 150 Mk. Schaffner und Wagenführer erhalten außerdem eine monatliche Mietsentschädigung von 10 Mk. Im ersten Beschäftigungsjahr wird ein Lagelohn von 3,80 Mk. gezahlt. m. Offenbach, 24. Febr. (Pnv.-Lei.) Der Ober- sekrelär M 0 s b a ch von hier wurde zum Bürgermeister von Neustadl in Thüringen gewählt. w. Mainz, 23. Febr. Jin Gonsenheimer Walde hat sich der Chorülteste der Kapelle des Fußartillerieregiments sJcr. 3 Kirsten erschossen, weil er eine Anstellung bei der Post wegen einer früheren Bestrafung nicht erhalten halte. Hessen-Nassau. rv. Oberursel 1. T., 23. Febr. Gestern nachmittag gegen V26 Uhr fuhr der Probewagen der Adler- Fahrradwerke vorm. Heinrich Kleyer-Franksurt a. M. mit einem von Homburg v. d. Höhe kommenden Motorwagen in der Nähe des Friedhofes auf freier Strecke, angeblich infolge Platzens eines Reifens, die Böschung hinunter. Die Insassen, der Chauffeur Joh. Jung und der bei derselben Firma angestellte Alter au5 Königstein i. T. wurden aus dem Wagen geschleudert und schwer verletzt. Der Wagen wurde zertrümmert. Die Verletzten wurden nach dem Marlenkrankenhause in Frankfurt gebracht. w. W i e s b a ü e n , 23. Febr. Jin s^rankenhause starb heute vormittag die Kranken,chwester B i s ch 0 f j als zweite Opfer der Dotzheimer Lieb es tragöd ie. (ßcricbUfaaL R-B Darmstadt, 23. Febr. In dem für heute in der Schadenersatzklage der Stadt Offenbach gegen den Bürgermeister Dr. Dullo anberaumten Termin vor der Zivil kammer des Landgerichts kam es nicht zur Verhandlung, da bie vom Gerichtshof eingeforderten Akten „Offenbach gegen Wolf Frankfurt" nicht eingegangen waren. Ebenso lagen die Akten über das Disziplinarverfahren gegen den Bürgermeister in der selben Angelegenheit nicht vor, da das Ministerium die Herausgabe verweigert. Infolgedessen ist neuer Termin auf den 4. Mai anberaumt worden. Landwirtschaft. Wien, 23. Febr. Lie „Wiener jeuung* veröffentlicht einen ISrlaB des Ackerbauin in 1 sterlnms, wonach wegen der in TelUfchtand herrfchenden Lungen-, Pt a u L - 11 n b flauen- i enche die Enüuhr von Rindern und anderen Klmienlicren zu Zucht- und Nlitzzwecken verboten ist. 7 Zimmer Die üoUitänbin neuhergerichtete Wohnung im 1. Stock der Allen Post ,Walltorstraße L4> 7 Zimmer mit Zubehör tft ucr 1. Avril anderweit zu vermieten. 40 Näheres bei Architekt Stein. Öboj Vubnügnr. 42p. iit e. sch.Wohn, v. < Zimmern uBadezim., Balkon, Bleichplatz u. Gartenanteil nebst sonst, reicht. Zubeh. v. 1. April zu »ernt. N^. LudwtgsttatzL 44p. Ä. Stock in octmittcn. 51) Wolsstr. 10, Ecke Kaiserallee. Zdjlüjlicllc Sounenstr. 11II. Mobl.ZiMttKteiL. 35U 1:548 weitig zu vermieten. 923 Peter ^ronenberq Zn verkaufen Wi eitle suche Verschiedenes Zu vermrefen Ztellen-Gestiäsi' (Offrnr Strllni wert zu vermieten. Näheres bei Letzte Nachrichten. Aus der Hessischen Zweiten Kammer. Kleine Villa (mit Garten, zum Alleinbewohnen per 1. 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Slaatsminister Ewald begrüßt die Einigkeit des Vamc-5 in her Härteren Schuldentilgung und rechtfertigt tnc von Al>g. Ulrich rritn'icTten Verbote der P robestvers ammlungen riegat den Zaren, wobei er oft von stürmuckfem H-.isall unterbrochen imrb. Als nächster Redner spricht Geheimrat Becker. Märkte. fc. Wiesbaden, 23. Febr. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 13 Wagen Heu und Stroh. Man notierte: Hell 6.00-7.20 Mk., Stroh (Richtstroh) 4.60—5.00 Alk. — Fruchtmarkt. Hater 15.00-16.20 Alk. Alles für 100 Kilo. Die Naphtawcrke von Me Harwey wurden, wie aus Grosnhj (2"ercEgebieL gemeldet wird, offenbar von Eingeborenen überfallen. Der Eigentümer, der Engländer Mc. .*öarrocn, und sein Landsmann, der Verwalter Baniar, sowie ein russischer Telephonist wurden getötet. Tie Gattin Hannens, der Wächter und dessen Frau wurden verwundet. Energischer Kaufmann nicht unter 30 Jahre, der 500 Mk. Kaution stellen kann, als Geschästsführer für ein Theater am Platze sofort geslicht. AnfangSgehalt 200 Mk. Nur seriöse Herren mit tadelloser Vergangenheit wollen sich melden. Offerten mit selbstgeschriebenem Lebenslauf, Zeugnisabschr. und Photographte unter 01431 an den Gieß. Anz. erbeten. Aelt. Ehepaar sucht per 1. Juli eine neuzeitlich eingerichtete Bohnung, 6—7 3immer — Hochparterre ober 1. Etage — elektr. Licht u. Zentralhel;, erm. 'Nähe b. Anlag. Vevorz. Schr. Ang. um. 01442 an den Gieß. Anz. erb. Dcrmlfcbtc». • Ein erregender Auftritt im Gericht wird aus Paris gemeldet: Da-' Schwurgericht von Mont Brison verurteilte bv* »5jährige Witwe Louche wegen Ermordung ihres Neffe», zu 20 Jahren Zuchthaus. In pem Augenblick, als da^ Urteil verkündet wurde, zog sie blitzschnell aus ihrer Tasche eine Art Lassv hervor und warf dieses über den Kops des Advokaten Mulsant, den Verteidiger der Privatbetelligten, riß ihn mit dem Strick zu Boden und schnürte ihm den hals zu. Mit Miihe gelang es, der Frau den Strick zu entreißen, und den Advokaten, der bereits dem Ersticken nahe war, zu befreien. Als die Verurteilte, die einen wahren Tobsuchtsanfall hatte, ins Gefängnis abgeführt wurde, rief die Menge: Zum Tode! zum Tode! At.Rolt-u.vosciisEmidcr gesucht. »m»* M. Harth. tasliiler IW weltberühmt durch ihre Formen- sebönheit, Solidität und ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständigfrei ins Haus unter Garantie D*/J von 10 Jahren das Lehrling mit Einf.-Berechtigung zu Ostern aus bas Kontor eines hiesigen Engros-Geschästes gesucht. Schriftl. Angebote unter 1327 an den Gießener Anzeiger erbet. Sohn orbentllcher Eltern kann in bie Lehre treten bei Gust. Belitz, Malermeister, 1300 Liebigurahe 83. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die I Brühl’sche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 SDiauttriL^iiüilangttetaKS bei BirkeustockL Schneider. I"" 3üng.ftü!itfiinMo.6otobut)iit für leichte Arbeit gesucht. Rabsahr. bevorzugt. 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Pichon erinnerte daran, daß ähnliche Vorschläge schon seit dem Jahre 1899 vergeblich erörtert morden seien. Die Propaganda für das Zulernattonale Säucdgericht könne im Lande fortgcicyt werden. Man möge doch sehen, was England ultb die bereinigten Staalen^gelan haben. Präsident Taft habe in dem Attgcnbltck, wo der --chiedsvertvLgl mit England vorgeschlagen worden sei, die Notwendiglett betont, die Marine zu verstärken. Auch für Frankreich liege die Haupt- gaiontic des Friedens in der Stärke der Marine und des Hccrcs. iBetiall Nichts würde gefährlicher sein für Frankreich, als wenn ca sich schwäche in dem Augenblick, wo sich die anderen Nichte stärken Nachdem Pichon die Vertrauensfrage gestellt hatte, wurde der Antrag abgelehnt. Ebarlcs Dumont stellte daraus den Antrag, in deut die Regierung erstickst wird, mit allen Kräften bet den befreundeten unb verbündeten Mächten dcchin zu wirten, daß auf der nächsten Haager Friedenskonferenz die Frage einer gleichzeitigen Beschränkung der Rüstungen aus btc Tagesordnung gesetzt wird. Pichon erklärte, die Regierung verhalte sich die,em Antrag gegenüber durchaus nicht ablehnend, der nur die den französischen Delegierten der Haager eltersweg 39. Ctto Schaaf. 817 a RBslaralüaiBtieaMHarilplalzS Heute und folgende Tage Wo ier Htn kleinsten Humoristen 1er Well Sepp und Heinrich* — Duett-Solo. (01445 Samstag den 25. Februar d. I., abends 8% Uhr, im Saale des Gasthofs zum Einhorn: WM.WckMMVlW TagMdMzi Bericht über die seitherige Wahlagitation. Um zahlreiche Beteiligung bittet 2^/r______________________Der Vorstand. Der Stettin grtiniiitntn junger Midih« ladet nur Stützen, Laden- und Kinderfrftolein zu einem Tee-Abend auf Sonntag den 26. Februar freundlichst ein. Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Vereinszimmer: Kaiserhof, Sonnenstraße, 1. Stock, Eingang durch den Hoi. 1247 evangelischer Bund. Sonntag den 26. Februar, abends 8J/4 Uhr Familien-Abend in Steins Barten Vortrag des Herrn Oberlehrers Schmoll-Gießen: „Freiherr vom Stein.“ Der evangelische Kirchengesangoerein unter Leitung des Herrn Musikdirektors Profi-ssor Trautmann hat seine Mit- wirkung freundlichst zugesagt. jyyt Alle Evangelischen sind herzlich eingeladen. — Eintritt frei! Achtung laefmunsgeriditswählef! Freitag, 24. d. Mts., abends 91/* Uhr, öffentliche Versammlung im Hotel Einhorn. Die Bedeutung der Kaufnmnnsgerichte und warum wähle» wir Liste 2. Redner Herr Ful. Schcllin, Frankfurt. v»/. DM-Mmln dLLUÄ iJLÄit] Klnematograph Bahnhofstraße 54. (01443) Bahnhofstraße 54. Heute zum letzten Male Bas Milllonen-Testanieiit Detektiv-Drama von Sherlock Holmes. Piefke und sein Hut, humoristisch. Die Braut des Lokomotivführers eine Aussehen erregende Episode aus der amerikanischen Eisenüahtrl. Kolossaler Futzballtritt, eumotwr». Die lctzte Hrcundin ergreifendes Drama. Die Geschichte eines Paar Stiefel, Humorist. Wie man in Japan einen Fluß hinab fährt kolorierte Naturaufnahme. Versteigerung. Montag den 27. Febr. L Fs., nachnr. 3 Uhr, sollen im ftädt. Psandlokale, Seltersweg 11, dahier die wegen rückst. Schulgeld gevsändeten Gegenstände, Möbel all. Art, tvie Schreibtische, Sofas, Schränke, Pertikos, 1 Plüschgar- nitur (4 Sessel, 1 Sofa), 1 antike eiserne Kiste u. v. a. versteigert werden. (1337 Gem mecker, Vsandmeister. AeWe null Kablia« blutfrische Nordseefische, sind heute eingetroffen bei 1832 Georg Wallenfels, Marktplatz 21 Telephon 46 gegenüber der Engelapotheke. Rabattmarkenausg. des Vereins. Kaufet Husten Gcfiitiicke und Rollssile hält stets aus Lager und offeriert z. billigsten Preisen 1218) Ludwig Lazarus, Ajterweg 53. Fernspr. 5(6. Heiserkeit. Katarrh und Ver- ichleimung, Kramvs- n. 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Ende 10-/. Uhr. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦