»F''"'SSI! Donnerstag, 3t- August M Erstes Blatt 161. Zahrgang GietzenerAnzeM Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Tie „Norddeutsche Allgemeine türkische Thronfolger Prinz E s f em d i trifft am 31. d. Mts in Berlin ein, um aus Einladung des Kaisers der Parade der Garde du Korps beizu- klaüt i t :’1 Welchen Sturm von Begeisterung erregte nicht zu seiner gcsecht aus der Schlacht von Ang- Wettstreite mit Michelangelo als dekoratives Nr. 204 Tn »tetzeaer Snjelget erschein» täglich. au»er SonntagL. - Beilagen: viei mol wöchentlich sietzenerZ-mlUendllilter (•Primat roodienU.Kttlt' dlaNlvrdenNreis Lietzen . ,emial monail. Cent wtrtichaftlicheLeitttosei <‘; Weiber deS Nordens sich fehr encrgifck jeb; Einmischung des starken Geschlechtes in ihre Kund- gebnngen verbeten und selbst nicht handgreifliche Mittel gefchcut haben, um fist) der Eindringlinge zu entledigen. Ein AuSfland der Krankenwärter. Zeit jenes Reiter hiari, das er im-------- ,----- Gemälde für den großen Ratiaal des Palazzo Vecchio m tfloreni inalte 1 Tie ganze künstlerische Jugend strömte herbei, um an diesem Werke die sich darin offenbarende neue Malerei zu erlernen. Und doch war noch lange kein Jahrhundert nach der Vollendung dieses Meisterwerkes vergangen, als von ihm nur noch Kopien und die Studienblatter und Entwürfe des Meisters Kunde geben konnten. Ter Bewurf dec Mauer, so scheint es, war schlecht gewählt worden, er sog die Farben nicht aus, und als Licnardo sie durch ein Feuer zu trocknen versuchte, gelang das wohl bei den Farben des unteren Mauerteiles, aber die oberen begannen zu fließen ar die alte Brücke über Den Linfluß abgebrochen worden, und bet dieser' Gelegenheit hatte man den Sarg Manfreds, der am Fuße dieser Brücke einst im 13. Jahrhundert beige,etzt worven war, gehuiben. Tgß es sich bei Dem auf gefunden en Sarge in Wirklichen ut.r Den Sarg Manfreds hanoelte, zeigt (Solaianti in einleuchtiuder Weife. Tiefer Sarg wurde damals offenbar ui jene Kirche ge-i bracht, ohne Daß Die Reste Manfreds, falls sie überhaupt als diese anerkannt worden waren, in gebührens pietätvoller Weife Darin aufberoabrt und neu beigesetzt wurden Vielmehr kam die, alte kostbare Urne gerade recht, um als letzte Ruhestätte DeS neuen Stadtheiligen zu Dienen. Kulturbilöer aus Sranfreid). Tie Folgen Der Hitze und Türrc machen sich natürlich auch in Frankreich bemerkbar. Man klagt dort über starke Lebensmttlelteucrung. Statt nun ruhig den Ursachen nachzugehen und auf ordnungsmäßigem Wege Abhilfe au er streben, unternimmt es ein Teil des französischen Volkes, das sich auf seine Bildung und Kultur sonst so viel einbilbet, in rauften Strastenauftritten eine Geraallherrschafl zu inszc gieren. Um das Bild zu einem besonders lieblichen zu machen, hat die Frauenwelt dabei Den Bortritt genommen, und es heistt, daß sie sogar die Einmischung der Männer energisch abgewehrt hätte. Folgende Meldungen geben •inen Begriff von dein Aufruhr: Zwangsmittel gegen die Bäcker. Paris, 30. Ang. In B i l l Y - M o n 1 i g n h bet Len veranstalteten die Einwohner eine Strastenkundgebung gegen bic teuren Lcbensmiltelpreise und zwangen zahlreiche Bäcker,sichschristlichzuverpflichten, das Kilo gramm Brot zu 30 Pfg. zu verkaufen. Ein Bäcker, der infolge seiner Weigerung von Den Leuten bedroht wurde, fchost einen der Angreifer nieder. Tie Menge stürzte sich ans ihn und mißhandelte ihn furchtbar; sodann drang sie in sein Haus ein und vernichtete die ganze Einrichtung. Tie Gendarmen, die einschreiten wollten, wurden mit Steinen beworfen und mehr ober minder erheblich verletzt. Erst der aus Lens herbeigeeilten Gen- darmerie gelang es, die Ruhe einigermaßen wiederherzustellen. Qln Sturm gegen die Butter- und Sierhandler. In St. Quentin stürmten heute vormittag 1500 Webergehilfen Die Lerkaufsstände Der Butter- und Eierhändler und vernichteten einen großen Teil der Waren, weil die Händler zu hohe Preise verlangten. Die Polizei -oar außer stände, die Händler zu schützen. — In mehreren Orten bei Truai und Nantes veranstalteten Arbeiter rauen heute vormittag. S t r a ßs n kn n d g-e b u n y e n gegen die teuren Lebensmittelpreise und zwangen einen Teil der Händler, Die Preise zu ermäßigen. — — — Bezoqspre,»: m cm .ult* 75 IM., viertel« läbriid) Mk. 2»0; durch > .’.bbolf- u. Zweigstellen monatlich KL PI.; Durch die Post Mk.r.—viertel- fährt auSschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ ausivart» 80 Pfenniq. Chefredakteur: -lLoetz. Beraiuworlltch für Den ____ ___ polmsdren Teil: Auaust General-Anzeiger für Oberheffen MM? rlnnatzme von Anzeige« Rotationsörud und Verlag Der vrühl'schen Univ.'Vuch' und Stcinönideret R. Lange. Redaktion, Erpedktion vnd vrnckerel: 5chulstraße 7. «and': Heilem r Den dl! oornV's'uh^ Büdingen: Fernsprecher Rr. 50 Heschäftrpelle Bahnhofstraße 16«. __________ Au'-is-ntril: H. «eck. (Eine Tragödie der Kunstgeschichte. Unter Den Hundcrttausenden, bic überrascht und entrüstet von dem frechen Raube der Gtoconda aus Dem Louvre Kenntnis genommen haben, haben sich wohl nur sehr wenige ver gegenroärtigt, welch ein dämonisches Lchicktal Darin hegt, Daß gerade eine Schöpfung Lionardo da Vincis von bieicnt Frevel betroffen worden ist. Tenn diesen Meister hat in einer Art unD in einem Maße, wie die Äunstgeschickte es lonit nicht kennt, schon zu seinen Lebzeiten und erst reckt bann nach icmeni -tobe auf Schritt und Tritt ber Fluch d erfolgt, babi lerne Werke fast alle nach unb nach dem völligen U n t e r- gange ober ber entiteHcnben Zerstörung anheim’ fielen. Weltbekannt ist es, baß sein grotzes Abendmahl im Refektorium des Klosters Santa Maria belle Grazie zu. Mai- land schon nad) wenigen Jahrzehnten die Spuren eines starken und unaufhaltsamen Verfalles aufwies. Gleichviel, ob das vou Lionardo gewählte, für die Wandmalerei nicht geeignete Mal- verfahren, ob die nickt ausreichend entfernte Feuchtigkeit der Mauer, ob endlich bie sorglose, ja zumteil frevelhafte Behandlung des Werkes die Schuld trug, Tatsache ist. Daß bic Zerstörung des Werkes im Lause der Jahrhunderte immer weiter iort- geschritten ist und daß wir heute diese in der ganzen Kunstgeschichte einzig dastehende Schöpfung nur als eine traurige Ruine besitzen, von der der treuliche Restaurator Cavenaghi ravicl zu retten versucht hat, wie möglich ist. Und das ist nicht das ein jige Werk von Lionardos Hand, bas diesem Schicksale ver fallen ist. i fließen Ms Basari"im Jahre'156.) bens weggeschwemmr worden Unb 10 bat e5 Der auf Den ^moDiuiigcn Saal umhaute, war bie @cfd)td)te diese» Sette» bereit» tut immer maebngen WMe» ntlenbe VJ zum Abschluß gelangt AlL Drittes Unglückswerk in biefer Reche > von Lwnardo nur em emziges Heine», erst, neueromg-,. ais ginalitftt unb Kühnheit willen bic höchste Bewunbcrung erregt hat Auck hier müssen wir und Damit begnügen, auf ben Skizzenbüchcrn des Meisters uns eine kümmerliche Vorstellung Der untergangenen Arbeit zu erschließen, da das Modell selbst beim Eimalle der Franzosen durch aascognische Bogemchnyen zerstört worden ist. dteilid) bis zur Vollendung im Gusse hat Lionardo das Werk nickt gebracht, was ihm eine scharfe, ja giftige Bemerkung von Michelangelo eingetragen bat. Unb bannt kommen wir auf em zwe«es Kapitel bes Unglücksromanes von den Schicksalen der Werke Lwnardos. Lckon bie Zeitgenossen haben ihm zum Vorwürfe gemacht, daß er viele begonnene Serk die das Allerhöchste versprachen, nicht vollendet habe. So ist bie herrliche Anbetung der Könige, an ber Lionardo 1481 arbeitete, eine Ccluntermalung am Holz geblieben, in welcher Form man sie noch heute in der Umzien- galcric zu Floren; bewundern kann, unb ebenso bat Vtonarbo ben höchst geistreichen heiligen Hieronymus bed Sali- katis unvollendet gelassen. 4-ie äußerst spärliche Zahl von Werken aber, bie Lionardo wirklich bis zu Ende geführt hat unb die zugleich fick bis beute erhalten haben, haben durchweg stark gelitten So ist seine Felsenmabonna i m Louvre in übler Veriassung unb zum Ted stark übermalt, und auch Der in derselben Galerie aufbewahrte I o h a n n e 5 , an dem wohl übrigens von vornherein eine Schülerhand mitgearbeitet bat, ist in manchen Partien sehr schlecht erhalten. ä.azu tritt nun endlich noch eine große Anzahl von Werkm des Meisters, bic spurlos verschwunden und. Verschwunden ist das Gemälde das er nach dem berühmten Harten ber heiligen Anno felbbritt ausgemhrt zu haben fcheint .unb welches nicht m Dem bekannten Bilbe des Louvres zu erkennen ist.. Bcrschwunden ist bas original bieses wundersamen Kartons selbst, verschwunden feine Lcba, von Deren Schönheit noch eine Anzahl von 'loDien zeugt spurlos verschollen sind seine mylbologuchen ftellungcn, wie bic des Bacchus, Der Venus, der Pomona, an Denen Lionardo, wie wir roinen, gearbeitet bat, unb ferner eine aan-_c An;al)l von religiösen Bildern, bie gleichfalls als seine Schöpfungen genannt wetten. Auch bas Bildnis der Gincora d'e' B e n c i, an dem er in derselben Zeit gearbeitet bat, in Der er bie Mona Lisa porträtierte, ist von der Z-tt, wer weist wohin, Unb so bat es ber auf den Schöpfungen :eiil|die $läricn in Serien lubC4ie6v.$?eibefclbm^n.l ___367ä|__ WMlliD WH! ul lieiuil* mpfehlen zu billigen Fraj jöwer & öeedslk vorn.. Pb- Wape- r?i. 484 Paris, 30. Slug Tas Syndikat der raufen» to ä.rt v de t älfjintl^ Wen L . naier. Das bisher vergeb lid. gegen die angeblich mangelhafte Verköstigung und die gesuiibhcilsschablichen Schlafstellen und insbewndcre gegen Die Beitragsleistung zur Arbeilcrpensionstane Emiprud) erhoben hatte, droht mit dem Ausstand. Von 4000 Krankenwärtern, gehören 34(X) dem Syndikat an. Die wieder beginnenden lXutjch-jranzöslschen Verhandlungen. Berlin, 31. Slug. Ter französische Botschafter in Berlin, Herr Jules Eambon, wollte gestern abend udli .Paris nach Berlin abreifen. Ter „Berliner Lakalanzeiger" siellt in einem Artikel über bie Entwickelung Der Marokko- frage, als vollkommen sicher hin, daß von Gebiets» abtretungen in Marokko bei Den Verhandkungen zwischen Teutjchland und Frankreich überhauptniemals die Rede gewesen ist. Tamit falle auch die Fabel, Teulschlauds Zurückweichung vor England, in nichts zu- jammen, und das Löwengebrüll der'britischen Minister er- scheine als das, was es in Wirklichkeit war, als billige Rodornontaden, berechzzet auf Wirkung nach außen, besonders aber nach innen Was die Langsamkeit der Ber- yandlungen betrifft, so sei sie ertlärlidi dadurch, daß sich die Franzosen langiam an den Gedanktn gewöhnen, wenn ist das glcid)falls hochberühmte Modell zu nennen, das Lionardo in Mailand zu einem Reiterbe ukm a l c für Francesco Sforza hergestelkt unb das gleichfalls um feiner Ori- Wir 2r:i0> te' 'raFJüts®d,ä'”:^ eofort li'i :»* Verlangen Nordd-:”^^ flame*" Bon unserem Pariser Mitarbeiter erhalten wir über diese Vorgänge folgende Ausführungen: 0 Paris, 30. Aua Tie.Empörung gegen die Teuerung nimmt, namentltd) im Norden, einen bereits bedenklichen Um fang an, so daß die Bchörden im Auftrage des Ministers des Innern Vorkehrungen getroffen haben, um allen neuen Aus idjreitungcn vorznbeugcn. Tic Teuerung, die ursprünglich aus allgemeine Gründe unb Ursachen zurückgeführt wurde, io besonders die f o r t g e s c tz t c E r h ö h u n g o c r A r b e, t e r l ö h n e und mithin ber Erzeugst ngsko st en, ist gcrabc in d.e,em Zahrc burch bie aiihaltenbe außergewöhnliche Hitze und Trockenheit erheblid) gefördert worben. Indes jcbodi bic Hausfrauen beS Nordens fick entsdstossen zeigen, zur ^elbuhilic iU greifen, indem sie bic Lebensmutelliändker und Bäcker zwingen, ihre Produkte zu beftimmten Preisen herzugeben, nchmvn bic Bewohner von Paris vorerst noch bic Teuerung ruhiger hin, obwohl sic gerabe hier bic größten Fortschritte gemacht bat. Daß man aber auch in ber Hauptstabt nicht ohne Besurchtungcn hinsichtlich ber Folgen ber Teuerung ist, geht aus der Tatsache hervor, daß schon feit einiger Zeit ber Polizewrasekt Lepme feine Untergebenen angewiesen hat, in aller Linke Erhebu^igen über bic gegenwärtigen Lcbensmittelpreise anzustellen ic neuen Grundlagen, welche der französische Botschafter nach Berlin miibringen wirb, im groben und ganzen annehmbar sein werden, was vermutlich das Auswärtige Amt beute noch nicht weiß, wird man sich daraus gefas t machen können, daß noch acraiimc Zeit verstreichen wird, bevor alle Pünktchen auf Die i gesetzt sind. Tic von den gestrigen Pariser Abendblättern dem französischen Botschafter nach Berlin mitgegebenen wohlgeineinten Ratschläge wiederholen im wesentlichen das, daß Frankreich keinen Anlaß habe, über bie von ber Gesamt- rcgicrung gutgeheißenen Zugeständnisse hinauszugehen Ein Olelcitsspruch ist, „gemeinfani standhaft zu bleiben gegenüber offenen ober verhüllten Bestrebungen Tcutfdilanbo, an irgend einem Punkte Marokkos festen Fuß zu fassen" Minder pathekisch Ringen bic Acußerungen in der Frage der Abgrenzung der Aequatorialgebiete Hervor- zuheben ilt, daß die noch vor wenigen Tagen in den Zeitungen sehr beliebt gewesene Form der geharnischten Ent- w c b e r: C b c r aus ben Erörterungen über bie beginnen ben Berliner Bcrhanblungen verscknvunben ist. Es scheint, baß bicjc maßvolle Sprache in einem so wichtigen Augenblick aus ben Wunsch bes Herrn Eambon zurück- zusühren ist. Ter bloß gestellte englische Botschafter in Wien. So u bo ii, 30. Aug. Aus eine Anfrage bezüglich ber Vermutungen, Die in ber Presse DeS Kontinents wiederholt an Die jüngst in Der „Neuen Freien Presse" erschienenen Artikel geknüpst werden, erhielt das R e n t e r s ch e Bureau vom Auswärtigen A m t ö i c Antwort, daß kein britischer Diplomat für das betreffende Interview verantwortlich sei. Tiefe Erklärung, die übrigens auch kein Tcmcnti ist, so schreibt das Wolfffche Bureau, ähnelt der bereits gestern vom Rcuterbureau der englischen Presse gegebenen Mit teilung, wonach man in Londoner amtlichen Mreifen „keinen englischen Tipiomaten kenne, der für das Interview ver- anttvortlich 1.1' Di citcte Meldung klingt bc ftimmter; es ist aber zweif'ell)aft, ob eS sich wirklich um eine neue bestimmte Meldung oöer nur um eine im Jnier- cfje des Anfchcns ber engli>chen Diplomatie beliebte Un genauigkeit handelt. Cb Sic Eartwright in Wien vteibt ? «Eine Marokkovrrfammluug in Berlin. Berlin, 30. Aug. Eine heute obgehaltene Marokko- Versammlung nahm eine Entschließung an, bic verlangt, Tcutschland solle von Frankreich bic Rückkehr auf den Bobcn her Algecirasattc fordern oder fich gleiche Rechte in West Marokko sichern, wie Frankreich in irgend einem anderen Teile beanspruche. Tic Redner betonten, man wolle bic Regierung nicht in einen Mticg hetzen, aber bas friedliebende Teunchland werde nötigenfalls wie ein Mann die Ehre und oie Interessen Tenisch- landS verteidigen. Eine französische Eisenbahn von Easablaaca nach Rabat. Paris, 30. Aug. Aus Versailles n>iro gemeldet, daß zwei Hompagnien des 5. Gcnieregiments nach Marokko abgehen, um eine Eisenbahn von Easavlanea nach Rabat zu bauen. ___________________________________________ Vie Ankunft der tüttijchen Thronfolgers in Berlin. Woynen. VhipüT MedVr t)t Vas erste Mitglied des osmanischen Hauses, das dem kaiserlichen Hofe einen Besuch abstattet. Seiner Reise nach Berlin kommt schon deshalb eine VesondereBedentungzu. Me Anwesenheit des türkischen Thronfolgers bei der Herbstparade bringt dies renn d- lich en Beziehungen, die Mischen Deutschland und der Türkei bestehen, und sich gerade auf dem Gebiete des Heereswesens so deutlich bekunden, in erfreulicher Weise zum Ausdruck. Wir heißen 2e. Hoheit herzlich willkommen und hoffen, daß er aus der Hauptstadt Deutschlands die angenehmsten Gindrücke in seine Heimat mitnehmen werde. _ Konstantinopel, 30. Aug Der deutsche Geschäftsträger Botschaftsrat v. Miquel übergab heute nachmittag dem S u l - tan in feierlicher Audienz die Insignien des Roten und Schwarzen Adlerordens. Deutsches Reich. Zwischen der Stadt Hechingen und dem Kaiser hat folgender Telegrammwechsel stattgefunden: Hechingen, 29. Aug. Am 850jährigen Gedenk tage Eurer Majestät erlauchten Hauses sendet di reichsälteste Zollern st adt aus ihrem 400 jährigen Rat hause ehrfurchtsvollen Huldigungsgruß. Bürgermeister Häußler. Darauf traf aus Stettin folgende Antwort ein: Sehr erfreut über das freundliche Gedenken des Erinnerungs tages meines Hauses sende ich der ältesten Zollernstadt Hechinge: meinen 'Tank und Gruß. Wilhelm I. R. Die Vertrauensmänner der deutsch-konservativen Parte des Reichslagswahlkreises Hanau-Gelnhausen-Orl. haben, so wird uns ans Hanau geschrieben, einstimmig be- schlossen, als Reichslagskandidaten den Kgl. Domänen-Rent- meister G. Reinhardt-Hanau aufzustellen, der sich aucl zur Annahme der Kandidatur bereit erklärt hat. Der Bund der Landwirte wird demnächst zu dieser Kandidatur Stellung nehmen. Es ist mrzunehmen, daß er diese unterstützen wird. Ausland. Der König, der Kronprinz und die Prinz-essin Helene von Serbien sind in Begleitung des Minister Präsidenten, des Präsidenten der Skupschtina und des Bür germeisters von Belgrad nach Peterhof abgereist wo am 3. September die Vermählungsfeier bei Prinzessin Helene stattfindet. Am Bahnhofe in Bel grad waren die Minister, das diplomatische Korps und di Staatswürdenträger zur Verabschiedung anwesend. Aus Stadt und Land. Gießen. 31 Vluquft 1911 ** Vom Großh. Hof. Der Großherzog empfing am | Dienstag mittag 1 Uhr den bisher am Großherzaglichen Hofe als Russischer Ministerresident beglaubigt grwesenei Wirklichen Staatsrat Baron von Knorring zur ISntgegeii- nahme seines Abberufungsschreibens in besonderer Audienz in Wolssgarlen. ** Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Württembergischen Oberbergrat Eduard Richter zu Stult gart das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Groß mutigen verliehen. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Kurt Vogel aus Ortenberg Sie Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Vaitshain. ** Reuter-Abend. Man schreibt uns: Am Sonn tag, 3. September, wird hier im Saale des Hotel Groß- Herzog von Hessen der in Süddeutschland große Anerkennung gefundene und beliebt gewordene Mecklenburgische Fritz-Reuter-Rezitator Ernst Wilhelm Meinhard einen Fritz-Reuler-Abend veranstalten, den wir den vorliegenden Krittken zufolge aufs wärmste empfehlen können. Wenngleich auch das Reutersche Idiom den Mittel- und Süddeutschen beim Lesen einige Schwierigkeiten bereitet, so wird der Vortragskünstler durch seine klare und jedes Wort belebende, mit vorzüglicher Mimik begleitete Diktion es verstehen, uns Reuters Werke, von denen der Rezitator uns wahre echte Perlen bieten wird, schmackhaft zu machen. An goldenem Humor wird es diesen Abend ebenfalls nicht fehlen, sofern Meinhard uns Figuren, wie Küster Suhr, Hanne Nüte und sein Pastor, Jochen Päsel, Unkel Bräsig und eine Anzahl luftige Lauschen und Rimels auf die Bretter zitieren wird. Der Rezitator wird rein plattdeutsche Szenen kommentierend erläutern. •• Bom Biograph schreibt man un§: „Die Ball- hauS-Anna", der größte und beste Schlager dieses Sommers, steht an der Spitze des Programms. W. Schmidt. Häßler hat die Aufgabe, nach dem Roman des Dr. Leo Leipzigers diesen wunderbaren Film zu inszenieren, wirklich ausgezeichnet gelöst und durch Mitwirkung der besten Schauspieler und Künstler kam dieses epochemachende Werk zustande. Die beste Reklame ist natürlich ein volles HauS und wirklich begeisterte Zuschauer und so hat gestern di/Premißre dieses Schauspiels in Gießen, wie vor einigen Tagen in Berlin, die besten Erfolge zu verzeichnen. An dieses Kunstwerk reiht sich das übrige großartige Programm. Der Film wird nur noch zwei Tage vorgesühtt. •* Unfall. Die 70 Jahre alte Martha Heddrich kam gestern vormittag, auf dem Kirchenplatz einem vorüberfahrenden Wagen der Straßenbahn zu nahe und erhielt einen Stoß, daß sie zu Boden siel. Sie erlitt dabei einen Bruch des rechten Armes. Landkreis Gießen. Großen-Linden, 30.9lug. Der Kriegerverein beabsichtigt, Sonntag, den 3. September, ein Preisschießcn abzuhalten. — Das Sommerfest des Turnvereins, verbunden mit Abturnen, findet wahrscheinlich am 10. Sep- tember statt. — Leihgestern, 30. Aug. Der hiesige Kaninchen- und Geflügelzucht verein veranstaltet am 3. September eine lokale öffentliche Ausstellung in den Räumen des Herrn W. Dern (am Bahnhof). Die Teilnahme der Bewohner- schast unseres Ortes, sowie der Besuch von den Nachbarorten dürfte nicht auSbleiben, zumal hervorragende Züchter ihr Bestes zur Schau stesten werden. Mit der Ausstellung ist auch Preis- schießen ufro. verbunden. (Siehe Inserat.) Kreis Büdingen. H. Büdingen, 30. Ang. Prinzessin Anna, die jüngste Tochter unseres Fürstenhauses, hat sich mit dem Grasen Ernst zu Lippe-Weißenfeld verlobt. Das Brautpaar traf heute mittag im Auto von Worms hier ein. Prinzessin Anna ist am 10. Februar 1886 zu Büdingen geboren. Ihr Bräutigam stammt aus der Döberkitzer Linie des Hauses Lippe-Weißenfeld. Er ist am 3. Januar 1870 in Dresden geboren und ist Major und Adjutant der 1 sächsischen Division in Dresden. H. B ü d i n g e n, 30. Aug. Das alljährliche Abbrennen des Sedanfeuers am Pfasfenwald mußte wegen geuersgefahr für den Budinger Stavtwaw verboten werden. Es wird deshalb am 2. September abends auf dem sog. Küchenacker ein Freud en feuer abgebrannt werden. Sämtliche hiesigen Vereine werden sich an der Feier beteiligen. Nach Schluß der Feier findet Kommers im Fürstenhofsaale statt. — Sonntag, 10. September d. I. wird in Rinderbügen der zweite Bezirkstag des Bezirkskriegerverbands Büdingen abgehalten. — Am 23. und 24. September wird in Büdingen etne Zusammenkunft ehemaliger Schü - ler des hiesigen Wolfgang-Ernst-Gymnasiums statt- sinden. Der Festausschuß, in dem Fürst Wolfgang den Vorsitz führt, hat diese Woche mit der Versendung der Festordnung begonnen. Die Zusammenkunft war bereits bei dem 1901 gefeierten 300jährigen Jubiläum verabredet worden. 0. Ortenberg, 30. Aug. In unserem Städtchen macht sich seit einiger Zeit ein bedeutender Aufschlag der Backwaren bemerkbar, trotzdem die Frachtpreise gesunken und. Als Grund der Preiserhöhung wird von den Bäckern dec Aufschlag der Milch angegeben, die von 16 aus 20 Pfg. für den Liter gestiegen ist. Diese Erhöhung der Preise finden die Einwohner nicht den Fruchlpreisen ent« prechend und sie stehen wegen Erbauung eines Backhauses nit der städtischen Behörde in Unterhandlung. — Die seu wahren während des Orteuberger Katlenmarktes stattsindeudl Verlosung fällt in diesem Jahre auS, was allgemein be- lauert wird. KreiS Alsfeld. (*) Alsfeld, 29. Aug. Stadtverordneten- ' itzung. Zu Beginn der heutigen Sitzung teilte der Vor- itzende zunächst mit, daß die Entschließung des Ministe- iums in der Anaelegenheit derLotteriefürWalpur- giskirche und Rathaus nunmehr vorliege; darnach ist die Regierung geneigt, die Lotterie zu genehmigen unter gewissen Abänderungen des Lotterievertrages. — Zu der lngelegenheit betr. Bildung der Geländeerwerbs- eommission fürden Bahnbau Alsfeld-Nieder- iula wurde unter Aufhebung des Beschlusses vom 15. Aug. V I. dem Eintritt je eines Vertreters für die Gemeinden ulersdorf und Wallersdorf zugestimmt. — Die Vergebung er Unterhaltungsarbeiten an der Freileitung uno te Verteilung der Dachunterhaltungsarb.iten an den städt. ebäuden wurden nach den Vorschlägen des Elettrizitäts- nd Bauausschusses genehmigt. — Zn dem Bangesnch der irma Mechan Kleioerfabiik Georg Dietrich Bücking, ie in der projektierten Hochstraße einen Fabrikneubau i"richten will, wurde Diöpenser^il.mg d.ihin befürwort t aß der Firma gestattet wird, mit dem Neubau in die se.t- erige Vorgartenlinie einzurücken unter der Bedingung, daß ie Bauende den Zugang zu dem Fabrikgrundstück sic!) selbst beschafft und die Stadt zur Erwerbung des Straßeng. lande-, erst verpflichtet wird, wenn die Stadt die gesamte Straße röfsnct. — Zu der beschlaf enen Verlegung der Hoch st raße wurden die dagegen erhobenen Einsprüche für begründet erklärt und demgemäß von Verlegung der Straße abgesehen. — Zu Rechnungsfachen teilte der Vorsitzende das Ergebnis des Kassenabschlusses für das Rechnungsjahr 1910 mit, das als erfreulich bezeichnet wurde. Die gesamten Einnahmen betragen 622 316.4? Mk, >ie gesamten Aus gab n 586 2,0 6 > Mk Es erg 6 t sich sonack -in Kassevorrat von 36 085.81 Mk. Bei Abschluß der Rechnung für das Rj. 1909 betrug der Kassenvorrat 11 288.75 Mk — In nichtöffentlicher Sitzung wurde dem Schreib aehilfen Ide eine monatliche Vergütung von 15 Mk. für ein Jahr bewilligt. — Gestern weilte der Minister des Inner;, v. Ho mb er gk, der sich auf einer Besichtigungsreife in ler Provinz befand, in unserer Stadt uno besichtigte dic Wiederherstellungsarbeiten am Rathause, die Walpurgis lirche und den Volksschulneubau. (?) Ruppertenrod, 30. Aug. Der Gendarmerie Wachtmeister und Stationssührer Ebert, der hier sei 7 Jahren stationiert ist, wurde nach Ulrichstein versetzt r. M ück e, 30. Aug. Wenn der Wanderer seine Schritte von Mücke nach Ruppertenrod lenkt, so findet er links am Waldessaume einen schönen schattigen Fußpfad, den die Forstbehörde unlängst hat anlegen lassen. Da dic Chaussee an dieser Strecke ansteigend und nicht stets voll ständig zu übersehen ist, so ist die Neuanlage mit Freuden zu begrüßen, zumal diese Straße viele Autos passieren. KrciS Friedberg. — Bad-Nauheim, 30. Aug. Nur unter günstigstei Voraussetzungen ist e§ möglich, eine Veranstaltung, wie dac für den 4. September geplante Konzert durchzuführen zu dem allein em Orchesterapparat von 170 Künstlern erstec deutscher Orchester, wie sie eben unsere Rhein-Mam-Städti besitzen, aufgeboten ist. Wenn nun hierzu noch ein „Martemf mit dem BrahmSschen Violinkonzert seine Kunst in den Dien' der guten Sache stellt, so darf auf einen vollen Erfolg mi Sicherheit gerechnet werden. An Orchesternummern weist da Programm gerade für die große Besetzung bestens geeignet Werke auf, wie die C-moll-Sinfonie von Beethoven, di Tannhäuser-Ouvertüre und das Vorspiel zum 3. Akt dc> .Meistersinger". Letzteres als Einleitung für den Sachs Monolog „Wahn! Ueberall Wahn!', den Kammersänge Weber von Darmstadt zu Gehör bringen wird. Mit Rücksicht auf die auswärtigen Besucher wird das Konzert — präzis 3'48 Uhr beginnend — r/,10 Uhr zu Ende fein. L. Bad-Nauheim, 30. Aug. Die Kreißstraßc Bad-Nauheim — Rödgen hat in Nauheimer Gern ar fung eine neue Richtung erhalten und ist heute dem Verkeh übergeben worden. Sie führt an der neuerbauten Güter Halle her und mündet durch eine größere Untersührunc auf die Friedberger Landstraße. Dre seitherige Einmün düng in die Lindenstraße ist heute geschlossen worden, d das Gelände in den neuen Güterbahnhos fällt. Auch di Zufuhrstraße nach der Saline auf den Goldstein ist vollende und darf benutzt werden. Starkenburg und Hein Hessen. m. Osfenbach, 30. Aug. Auf dem städtischen W i e sengelände zwischen der Hafenbahn und der Rodgau bahn in der Nähe der Grenzsttaße war F e u e r entstanden Das Gelände, das sehr moorreich ist, brannte unter bc Erbe bis zu einer Tiefe von i/2 Meter. Da bas Terrai, burch bie vielen Kaninchenbaue völlig unterminiert is hatte bas Feuer infolge ber Luftzufuhrung burch bie, Gänge größere Ausdehnung angenommen. Die Feuerweh bie mit einem Automvbillöschzug nach ber Branbstätte g eilt war, hatte über drei Stunden zu tun, bis der kompl zierte Brand, der zur Löschung reichliche Wassermengen e. forderte, auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Hessen-Nassau. — Winnen, 28. Aug. Vei der heute erfolgten Sn Mission betreffs der Gemeinde-Wasserleitung mmd folgende Gebote abgegeben: 1. August Beckel-Londoc Mt. 10 705,97, 2. Bonner & Kas-Ällendorf Alt. 11 712,80^ 3. H. PreiS-Daubrmgen Mk. 9 652,92, 4. Felden-Marburg Mk. 11396.97, 5. Schneider- Marburg Mk. 11092,65, 6. Bansen-Wetzlar Mk. 11421,35. Den Zuschlag erhielt der Wenigstnehmende, H. PreiS-Daudringen. 1 1 2» Gerichtssaal. < Görlitz, 30. August. Das „verjüngte" Geld und der schweigsame Bräutigam. Wie weit trotz aller Waruuugen die Vertrauensseligkeit ^mancher Aieuschen gehl, zeigen zwei Fälle, die vor dem (Hefigen Schöffengericht zur Verhandlung kamen. Tie 16 Jahre alte Zigeunerin Selma Krause trat eines TageS im Park einen bereus etwas bejahrten Rentier, der sich mit ihr in ein Gespräch emließ. In dessen Verlaui erbot fie sich, ihm wahcztisagen, wozu sie sein Portemonnaie mit einem Goldstück benötigte. Sie stillte ein Fach der Börse mit Salz nnd versprach dem anscheinend seiner Sinne nicht mehr ganz mächtigen alten Herrn, das Geld zu verjünaen. Bedingung war, daß er einige Tage die Börse nicht öffnen biu^e. Als ei sich aber schließlich doch dazu entschloß, halte sich das Zehnmarkstück so „verjüngtt, daß nur mehr das Salz in dem Fache übrig war. — Im zweiten Falle operierte die Gaunerin wieder mit Salz und Goldstücken. Sie ließ lidi von einer „reiferen' Dame, die wegen des auffällig langen Schweigens ihres Bräutigams in Sorge war, zwei Topvelkronen geben, vermischte dieselben mit Salz und gab das Ganze der Dame in die Hand. Streng schärfte He ihr ein, sie müsse den ganzen Tag das Gemenge in der Hand behalten, ohne sie zu öffnen. Als nun die verliebte Dame abends endlich die vand öffnete, land sie zwei Zelmpiennigstücke. — Tie jugendliche Schivindlerm machte ans ihren „Kunststücken' dem Gericht gegenüber fein Hehl sondern lachte die von ihr Beichivindelten ob ihrer - Leichtglänbigleit herzhaft aus. Das Gericht allerdings halte iür die Künste der Angeklagten wenig Verständnis und verurteilte sie zu einer Gesämunsslraie von fünf. Wochen, wovon allerdings zivei Ivo dien Untersuchungshaft abgerechnet wurden. Die Unterschlagungen der Bankiers Kroiet und Gans. Wie wir bereits meldeten, sind bie Bankiers Kwiet und Gans in Berlin von ber Kriminalpolizei wegen großer Depot« Unterschlagungen verhaftet worben, lieber bie Aufsehen erregende Affäre gehen der „Voss. 3tg." folgende interessante Mittei* lungen zu: Die Inhaber des Bankgeschäftes, Paul Kwiet und Martin Gans, hatten vor neun Jahren mit einem außerordentlich geringen Kapital ein Bankgeschäft gegründet. Die beiden Inhaber, die zusammen in dem Bankgeschäft von Martin Jacobi aus* gebildet und längere Zeit als Buchhalter anaestellt gewesen waren, verstanden es, ihr Unternehmen in großartiger Weise „auf- zumachen" Sie hatten riesige Bureauräume inne, von denen der größte Teil allein der Propaganda-Abteilung zugeteilt war. Eine Anzahl Reisender stand im Dienste der Firma, die ihr Geschäft folgendermaßen betrieb: Um die kleinen Kunden in der Provinz, bie von Börsengeschäften in ber Regel wenig verstehen und sich bei ihren Spekulationen von Bankiers beraten lasten, „einzuscifen", hatten sie ein Börsenwinkclblättchen „Die Börsen- ivacht" gegründet, in dem sie in einer für Uneingeweihte unauffälligen Weise für die von ihnen poussierten Papiere Propaganda machten. .Wenn die Kunden bann burch bie Lektüre ber „Borsen- wacht" die in einer ziemlich hohen Auslage gratis in bie Provinz versandt wurde, sich an Kwiet und Gans um nähere Auskunst wandten, erschien schon nach wenigen Tagen ein Reifender des Bankhauses und veranlaßte den Reflektanten zum AbichluH von P.rämiengeschäften, bie meistenteils zu Umjunjten ber Käufer aus- liclen. Ihr Hauptgeschäft aber machte bie Firma burch Annahme von Depots, und es war bie Aufgabe der Reisenden, die Kunden zur Hergabe von offenen Depositen zu bewegen. Dadurch verzichtete ber Auftraggeber auf bie Zustellung eines Nummern- verzeichnisses unb überließ den Bankiers bie freie Verfügung über bie Effekten. Die Zahl ber Depositenglciubiger beläuft sich aus etwa 500. Der kleinste Teil entfällt hiervon auf Berl«', doch sind es hier namentlich „kleine Leute" die um einen Teil ihrer Ersparnisse geschädigt wurden. Mit Vorliebe arbeiteten Kwiet und Gans mit dem Osten Deutschlands, so mit BreslM unb Posen, wo sie zwei Gläubiger mit je 60 000 Mark geschädigt haben. Ihre Geschäfte erstreckten sich aber auch über Polen und Rußland, und mehrere Warschauer Firmen dürften recht ansehnliche Verluste zu beklagen haben. Die Firma Kwiet u. Gans genoß an der Berliner Börse .'inen schlechten Ruf, unb so erhielten die Inhaber bei ben angesehenen Bankiers unb von ben Banken keinen Kredit. Sie standen jedoch mit einigen anderen Firmen ihres Schlages in Verbindung, bie indirekt für sie Geschäfte abschlosscn. Wie uns aus guter Quelle mitgeteilt wirb, waren die Prival- bedürfnisse ber beiden Firmeninhabcr ganz enorme. Namenllich Aans soll einen jährlichen Privatverbrauch von 70 000—80000 Mark gehabt haben. Der Mitte der 30 er Jahre stehende war ein ständiger unb bekannter Gast auf allen Rennbahnen unb ebenso in ben Berliner Bars hochgeschätzt. Seltsame Todessälle in Schönebeck a. öi Elbe. Aus Magdeburg wirb unterm 30. August gemeldet: .., 3n- der benachbarten Industriestadt Schönebeck a. Elbe haben iich gestern sechs höchst mysteriöse Todesfälle ereignet, uc ja ben wilbesten Gerüchten Veranlassung gegeben haben, zumal Schönebeck an ber Elbe liegt, beren Wasser seinerzeit die Weiterverbreitung der großen Hamburger Choleraepidemie außer- .wdentlich begünstigte unb bie aerobe jetzt infolge ber herrschenden ■Sürre unb ber unglaublichen Verschmutzung burch bie anliegende Industrie überaus gesundheitsgefährlich erscheint. Die Mehrzahl )er Todesfälle hat sich in der Herberge zur Heimat in Schönebeck ereignet. Die „Schönebecker Zeitung" berichtet darüber: 3n der Herberge, Kaiserstr. 12, starb in ber Nacht zum Sonn- :ag plötzlich an Magen- unb Herzkrämpsen unb unter Vergil« ungserschemungen ber Jnvalibe Jänicke. Kurz darauf er* rankte em gleichfalls dort wohnender Zementfabrikschlosser Busse ms Braiidenburg unb starb ebenfalls. Ihm folgte ein Polnischer Arbeiter namens Szcziepior, 43 Jahre alt, bet im Städtischen Krankenhause verschieb. Außerdem kamen noch zwei leichtere Erkrankung^ vor, bie im Stäbtischen Krankenhause lehanbelt werbeii. Von ber hiesigen Polizeiverwaltung wurden osort alle Vorsichtsmaßregeln getroffen. Der Kreisarzt wurde lenachrichtigt, kam geitern nachmittag unb nahm eine Unter* ncbung vor. Darauf wurde gegen 4 Ühr bie Herberge geschlossen mb bie Jwasten, 6 Personen, barunter zwei Kinder, dem hie* igen Ktankenhauie zur Beobachtung zugeführt. Eine Cholera* 'der dergleichen Erkrankung liegt nicht vor. Es handelt sich en Symptomen nach entweder um eine starke Vergiftung 'urch verdorbene Lebensmittel, also eine Fleisch- (Ptomain)-Ber- jiftung, ober um Alkoholvergiftung. Das letztere soll angeblich as wahrscheinliche sein. Nun kommen aber von mehreren Hand* ,-erksburschen, bie außerhalb auf ben Landstraßen Der* sind, unkontrollierbare Mel düngen. Hinter Frohse ’urbe gestern ber Stellmachergeselle Wilhelm S ch u l z e, 45 Jahre ilt, tot aufgesunden. Sein Kommen von der Schönebecker Her* erge ist endgültig festgestellt. Ferner liegt auf dem Wege Elbenau* jommem em toter Handwerker, ber allerdings noch nicht rkannt stmrde. Von ben im Krankenhaus Eingelieferten ftarb eute früh noch ber Gelegenheitsarbeiter Arenbt von hier, er in ber Herberge gewohnt hat. Im ganzen sind also sechs • erf o nen unter auffallenden Umständen gestorben. Unter* '.chung ist eingeleitet. L'.olera. - §/)onikl 30. August. In Monastir sind gestern 'O Cholerafälle vorgekommen, von denen 2 6 tödlich verlesen. Gegen 1000 Familien verließen die Stadt. Außerdem imen unter ben Soldaten 13 Todesfälle vor. Aus chr ib a werben sieben Cholerafälle unb aus Valona sieb« hn Tobesfälle gemeldet. Jn Novibazar wurde der Sanitäts- ordon durchbrochen und die Seuche dadurch verschleppt, L iiei F Teiln&L troffene innigste 8tfi1 Einern «-Ein- 8' •eL wurde PlSB US W »(tI ;1Ä' 'S«« Djnbem, wo e llnierroegs m« Lr überall unter dem Sch graben medtt, B ♦ Im Di Derltmsitz) w getrunkene 35j( schen war um porden und s Versen half, ok ter herbeigerus Mse Görlitzc Surfe durch e mürbe ttst nac kchos ene Poliz^ »Lokomo Oisrnbahnu Mtmvlerorden amüa für seine « bat Lokvmott Trimlenhest W iid) jetzt der V indem er cmsU letzte, der ckm stellt sich ganz Sm Vermischte». Kinematograph Danksagung vabubofttrahe 54 10700 Wabnbofftrahc 54» unseren 581* Lollar Giessen. Der Vorstand. v“/. Biograph Plocketraße 12 07048 Plocketraße 12 Die Amtlicher TeiL Lanolin Lanolin troffenen Verluste sagen wir innigsten Dank. Fritz Euler, Giessen Ludwig Wagner n. Frau, Ludwig Wagner u. Frau, “ mein düsriz. Cream Ftir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer be- ffoffle toorm 47 Tode-sSlle innerhalb 24 Stunden. In Salo - nift wurde die Quarantäne gegen Monamr auf 48 Stunden «HSbt. _______________________________________ Frachtpreisen n. FruchtsäcHe empf. tn großer Auswahl u* Edgar Borrmann Eifenhandlung, Oefen u. Herde. Amtlicher Wetterbericht. WetteranSsichten in dessen am Freitag, den 1. Septbr. 1911 Wolkig, meist trocken, mild. Einladung lcklkll Kavillchts- ».8MtlmsSkll»g LeS Kaninchen- und GcfliigelzuchtvereinS Leihgestern am Sonntag, de« 3. September 1911, t* den Lokalitäten de- Herrn «. Tern (cm Bahnhof), «taten m,. MU), PttissMll UBÜ MMssklMM. *>: Die AnSstellnngSleitimg. Kaufmännischer Verein Giessen. Zu dem am Sonntng. den 3. September, 8 Uhr. im Saale des Hotel Grossherzog stattfindenden Fritz Reuter-Abend sind für unsere Mitglieder nebst werten Angehörigen Eintrittskarten zu ermässigtem Preise bei unserem H aus Verwalter, Nord-Anlage 15 zu haben. vn/. Kriegerverein Eichen JBL Sonntag, den 3. Sept. I. J., im Philosophenwald: Sedan-Feier Konzerl, turnerische AuHührungen, Kinderspiele, Leiterpjramiden u. TANZ Abmarsch um 3 Ubr vom LudwinSplav mit Musik. Xjr* Bei ungünstiger Witterung findet die Feier im Saale statt- ‘jWenbon mr» m.er&9te,itibln Ql'cf)er Uitnu'“ J $d)önebe(f n itenr. » t™* »d- Äfl “Bäsi's «'sSs chrl.ch erlchemt v t. ) erberge i, ^r.' 'eckcrZe'tEjumg nzkrämpsen ? ienfalls. alt/ * ie *$$£**£ igelt * ,801111" 5® of'. «•r«? ’S?.' it nW Srffl' V M "N°L «° ö«1,eäÄÄJP| SiSSMI '°ie nut ei 'N" Salz.y^N. -vor, baft n QllRl tt- YLi-L- b .das lSQnie btr9^-» ^bthtite^^ > li'Hücfen- bemLS^ i Raufen und tovllto von dort nach dem Oute LeinrichSfelde wandern, wo er zur Nacht Unterkunft zu erhalten hoffte. Unterwegs machte er mit feinen beiden Hunden, die ihn bisher überall hin begleitet haben, Raft und legte sich unter dem Schutze eines Sonnenschirm- in dem Chaussee- graben nieder, wo dann der Vorfall passierte. • Im Dienst erschossen. Aus Weihwasser (Oberlausitzi) wird unterm 30 Auaust gemeldet: Der angetrunkene 35jährige Reisende Feodor Juerke auS Rietschen war um Mitternacht auS einer Wirtschaft gewiesen worden und schoß aus einen Fleischer, der ihn hinaus- Wersen half, ohne zu treffen: hierauf ist er geflohen. Alder herbeigerufene Nachtpolizeisergeant Fobe ihn in dem Hause Görlitzerstraße verkästen wollte, wurde er von Zürke durch einen Revolvcrfchuß getötet. Iürke wurde erst nach heftiger Gegenwehr überwältigt. Der er- schossene Polizist hinterläßt Frau und drei Kinder. *LokomotivführerundGuttemplerorden. DoS Cisen ba hnun g lück bei Müllheim in Baden hat dem lSuttemvlecorden Veranlassung aegeben, eilte umfangreiche Propa- aanba für seine Ideen zu entfalten. In Plakaten beschuldigte er den llotonwtwruirrer Platten aus Offenburg, da- Unglück durch Trunkenheit verschuldet zu haben. Gegen diese Plakate wendet sich jetzt der Vorstand des LokomvtivbeaintenvereinS Straßburg, indem er auSfühn. Der bcutjdx Lokomotivbeamtenstand ist der letzte der etwa dem Alkoholmißbrauch daS Wort reden will, und stellt' sich ganz auf den Standpunkt, daß einem Manne, ivclcher Seife. •erHete.- ■ In dem fruniöfiftben Seebade Berneval bei T Gutes Heinrich-felde mehrmals beobachtet hatte, daß auS dem Hinterhalt auf sein Fuhrwerk geschossen wurde, wurde nachts eine Streife nach dem Schützen gemacht. Plötzlich wurde wiederum aus einem Hinterhalte gefdioffen und zwei Doggen fpranaen hervor, die nicbcr- geschossen wurden. Bei Absuchung des Geländes fand man einen Serben, einen Mediziner, in einer Blutlache liegend, der behauptet, da- Opfer einer Verwechslung geworden zu sein und den Verlust seine- Hunde« beklagte Aus seinen Büchern ging hervor, daß er sich aus einer Weltreise befindet. Er wurde schwer verletzt nach Wusterhausen gebracht. Die ganze Angelegenheit bedarf noch der Aufklärung. — Nach einer anderweitigen Meldung handelt eS sich um den serbischen Weltreisenden Dr. M ilow Radoikvwitf ch aus Belgrad. Dr. Radoi- kowitsch macht im Auslrage eines großen serbischen Blatte- seit drei Jahren eine Weltreise, bei der er ohne einen Pfennig Geld, nur von seiner Hände Arbeit lebend, die üns Weltteile zu Fuß durchqueren muß. AlS Entschädigung ür seine Bemühungen waren ihm 150000 Itzronen Der- prochen worden. Dieser Tage kam der Serbe nach Duster- dem Alkohol ergeben ist, unter leinen llmftänbrn das schwere und mantroortung«»oUe Amt eine« Lokomonv^übrrr« übertragen werden darf. Aber wir müssen ent'anebtn t'eroabnmg Dagegen einlegen, daß einem Angehörigen unierte Smn>s der schwere V o r- mu r f der Trunkenheit im Dienst gemach« wird, noch ehe die Untenudnmg über die Ursache der Ei'enbahnkatostrvpbe abge- u ist Dir haben nicht» Dagegen, erben für seine Sache Propaganda macht, aber wenn dies auf Kosten einer treuen und gc.niiaibaitcn Beamtenichaft gefdnebt. so müssen wir die« ganz entschieden zurückweisen. Bon dem Crbfn der Guttempler hätten mir billiger Weise aroartet, daß rr erst da« Ergebnis der demnächst stattfindenden Gerichts- t crbanblung abgeroanrt Hütte, eh: er über einen Mann den Stab bricht. Ten Zweck verfehlenb find solche Kundgebungen nur geeignet, ba« Publikum, welche« sich den Händen des ßotomotu*- fuhrer« airvertraut, zu beunruhigen. — Es wird bann noch an der £vmb von statisnschen Zahlen nachgewiesen, daß die Mäßig- keit-bestrebungen bei dem Bahnpersonol auf einen durchaus fruchtbaren Boden gefallen seien *Zudem öalbb ranbe bei Elmpt teilt ba« LandratS- aml mit, daß der Brand auf holländischem Gebiet bet Herkenbosch au?aebro±en sei, vermutlim durch n-unkenauSwurf einer Low- molive. Verbrannt sind imSgriamt 5000 Morgen Dald, davon 3iXX) auf preußischem und 2000 auf holländischem Gebiet. Von den 3000 preußischen Morgen gehören 2400 der Gemeinde Elmpt, die 600 übrigen dem Grafen v. SckraeSberg und anderen Privatbesitzerir. Der Gemeindewald ist versichert. Tie Versicherung lief am 29. August ab. 300 Deutzer Pwiiiere iverbeii voraussichtlich, da da« Fater gelöscht ist. wieder in ihre (^arnifon zurückkebren. Menschen find nicht umgekom- men. Ein preußische« Bauern hau« ist verbrannt. TaS preußische Zollhaus bei Elmpt wurde vorsichtshalber geräumt. Viel W i ld ist verbrannt, besonder- Rehe. $Regierung->präfiocnt It. v S a n d t au« Aachen war am Mittwoch nachmittag auf der Brandstätte. Kleine dnaeschronit Die drei Söhne eine- Bergmannes in Lütgendortmund spielten mit einer D v na mi tpatro n e, die sie im elterlichen -ause gefunden hatten, und brachten sie zur Explosion. Alle drei Knaben wurden schwer verletzt. Dem einen wurde ein Auge au-gerissen, dem zweiten ein Teil der linken Land abgerissen und dem dritten drang ein Teil der Patrone in den Leib. Zu dem lieber fall im Drockengebiet wird entgegen anderslautenden ötättermcttninacn berichtet, daß der Ikberfallcnc, 51 po t befer Castrop au« Lüneburg, nur ganz leicht verletzt sei. Tie Angabe, daß die Tat in der Nahe de- Orte« bc- gangen worden sei, wo der bekannte Ucberfall auf den Direktor Friedrich-Steglitz verübt wurde, trifft nicht zu. Eck er loch befindet sich in entgegengesetzter Richtting vom Brocken. Bahnsekrctär Karl Spinner au« Goeppingen ist von der Parfeierspitze im Oberinntal abgestürzt; er ist tot. Die Ludwig-baude bei FlinSberg, über deren Brand wir gestern berichteten, ist vollständig niedergebrannt. Die 34 jährige Wäscherin Birkmüller in Nürnberg wurde in ihrer Wohnung von ihrem Geliebten, dem Eisendreher n, erwürgt. Der Mörder wurde ber haftet Ballhaus- Anna. Nach Dr. Leo Leipziger« gleichnamigen Roman. Inszeniert von «alter Schmidthäßler. Ter sensationellste Lchlager des Sommers, Länge ca. 1050 Meter, erzielte auch in Giessen einen durchschlagenden Erfolg. Nur noch heute uud morgen. NüßeritA -as großartige Urogramm. Eine «lanzleistung der Kinematographie ist die große Extra-Einlage = Opfer = der Untreue! Großer dramat. Zweiakter, tt50mlang. Aus dem Leben eines Abgeordneten. Herrliche Photographie, wunderbare «u-ftattung. Smit das übrige oMandize Proirams. Bekanntmachung. S e t r. : Maul- und Klauenseuche in Eber-fcörgertt. Nachdem in dem Gehöft der Landwirte Wilhelm Lotz l., Heinrich Düringer III, des Maurer« Gustav Weckmann und bei Gastwirt« Konrad Diehl zu Ober-Hörgern die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, werden die unter II. unserer Bekanntmachung vom 13. Juli l. I«. iAret-blatt Nr. 54) an- geordneten Maßnahmen auf diese Gehöfte ausgedehnt. Gießen, den 29. August 1911. Großher»oglia,cs ftreiSamt Gießen. ______________I. L.: Langermann.______________ gclinnntmndiiin«. Bett.: Den An- und Verkauf von Ziegenböcken. Ter -reisziegenzuchtoerem hat eine Der mittelung»- stelle i u m Au- und Verkauf, sowie 1 um Umtausch von Zieaenböcken, Ziegen und Lämmern eingerichtet. Zcb mache die Ser emdmitg lieber und die Gemeinden unseres Verein«bezirks darauf mit dem Hinweise aufmerksam, daß gegenwärtig eine Anzahl junger Ziegenböcke zum Berkaus angeboten ist. Die Interessenten wollen daher ihre Angebote bei dem Verwalter der Vewmittelungsstelle, Herrn Zuchtverwalter Kreutz in Gießen, LandwirtschaftSkammer-Ausschuß, einreichen. Ich empfehle hierbei angelegentlichst den Mitgliedern unsere« Verein« und den Gemeinden die Benutzung der BermittelungSstelle. Gießen, am 28. August 1911. Der Vorsitzende deS LreiSzieZenzuchweremS Gießen. Dr. Merck. BM4 Erz Kwict und w ^antier8 ft miet al Mlzei toegen großer 1rneys 7 < tolgenbe uiiereifante Aw V D°ul Kiviet und MssM llt einem außnordentlich »1 Wdet. Tie beiden M lt von Marlin Jacobi <*■ Eer angestellt gewesen n>rnW ln grotzarliger Weise ,»■ utemiräumc inne, von denW anda-Wteilung zugereill »W -diensle der Firma, die lm bie kleinen Sunden in y ■ tn der Regel svenig verfvrW von Bankiers beraten L-Tyll MinkelbläNchen „Die 8i6a’ ner für Uneingeroeibte um: mssierten Papiere Propagu» )urch die Lektüre der „$tr: Auslage gratis in die Pmi ) Gans um nähere en Tagen ein Reisender te !slektanten zum Wichluf r u UnQiuijten der Käufer 6 Ite die Firma durch Änrnr» be der Reisenden, die tote r iu bewegen. Dadurch r Zustellung eines Nllcam Sankiers die freie Veck;v Tepositengläudrger Mm fr i entfällt hiervon aui 8er1 ne Leute" die um einen ien. Mit Vorliebe arbeit'. Deutschlands, so mit $r» mit je 60 000 Mark gesisi sich aber auch über Pole-1 Firmen dürsten recht an|«n_: aenoß an der Berliner kä eiten die Inhaber beiden: i Banken keinen W - en Firmen ihres schlagri Veschäste abschlolicn. tgeteilt ivird, waren die iber ganz *Ln(Ä tverbrauch von dec 30 er W Wl» c Gast aus, allen Rennb« s hachgeschätzt. Chemisch techDlaboratorium Wetzlar ------------Aaifcrstraße 8----------—■ Inb Dr. P. Schindler, vereid. Sbemiker tvorm. Dr. Wolm. Unterfutbungcu und Benuiachiungcn aller Art: Gewerbliche, lonbrouifctiaftlicbc, inöuüricUc und techn. Produtie. Gcbrauchs- gegenftanbe. Bakieriolomschc Untersuchungen, Wasser usw. »uS- arbetiung von Verfahren. Prakiikanlenlaboratortum. Berg- und HilNcnprodiikte. Schikdsanolyskn. _____________Auskunft bercitwilligst. — Tel. 84.__________12100 Billige Zitronen! Frische Sendung neue Verdelll-Zltronen, Dtzb. 0.75 u. 1.— Mk. Täglich frische Trauben prima Goldtrauben, Pfund 35. Psg., 070S? 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