Erstes Blatt 161. Zayrgang General-Anzeiger für Oberyejfen llr.^50 ^«rfics öiatt 161. Jayrgang Donnerstag, 29. Juni 1911 g®vHvDviivi uiijviyvi a ZUM . General-Anzeiger für Oberhessen WM für die Tagesntmunec Rotationsdruck und Verlag der vrübl'schen Univ.-Vuch- und Ztcindruckerei R. Lange. Redaktion. Lrpedition und Druckerei: 5chulstratze 7. <£r?-ta(üt Seit bi* vormittags 9 Uhr. Büdingen: jernsprecher Nr. 5V Geschäftsstelle vahnbofstrahe (6a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Schlutz öes preußischen Landtags. Tas Spiel ist aiiv! Es mar wirNich nur mehr ein «Spiel, und zwar ein Momöbienfpief, wie es in den Annalen bei preußischen Parlamente noch nicht verzeichnet ist. Tic Mehrheit de- Hauses, Rechte und Zentrum mit ihrem Prä sidenten v. .Krocher an der Spiiie, haben ihrem Treiben aus den letzten Tagen heute die Krone ausgesetzt. Es ging um den Preis der rheinischen Landgemeindeordnung Tic Obstruktionspolitik des Zentrums fand ans der Rechten Miib beim Präsidenten willige Helfer zur Vergewaltigung der Minderheit, und das Ergebnis ist, daß alles, was nicht gestern noch endgültig erledigt worden war, unter den Tisch fiel. Trei Sitzungen lang wehrte sich heute die Minderheit gegen die Gcwaltspokitik. Präsident v. 5t rödi ec judjte, nnd) dem die erste Sitzung infolge der abermaligen Obstruktion des Zentrums bei der rheinischen Landgemeindeordnung ein vorzeitiges Ende gefunden, für die zweite Sitzung bart itädig seine Tagesordnung durchzudrücken, aus der natur lid) die rheinische Landgeineindeordnung' und andere ivid; tige Tinge jehlten. Aber Nationalliberale, Volksparcci und Sozialdemolraten traten seiner Willkür entgegen und er reichten, daß das Haus über die Gültigkeit der nicht gc druckt vorliegenden Tagesordnung culjmcibcn sollte. Tie namentliche Abstimmung ergab zum zweiter Male die Beschlußunfähigkeit. Herr v. Mrödiev ließ nun zwischen der zweiten und dritten Sipiiiig. eine Tagesprpnnng verteilen, auf der abermals nur die der Rechten und bem Zentrum genehmen Punkte verzeichnet waren Wiederum erhob die Linke Widerspruch, indem sie burd) Herrn Packmickc an her Hand der Geschäftsordnung nachivics, daß die bloße Verteilung der Tagesordnung auf den Plätzen des Saales zu ihrer Gültigkeit nicht genügt Tic Aussprache dar übernahm durch eine, unglaubliche Taktlosigkeit des Abg. von Pappenheim (Kons.,, der die Linke als unter der geistigen Leitung des Herrn HpssmannPehend charakterisierte, einen recht stürmischen E Hara Her an Unverschämtheit! Frechheit! schwirrte es burd) den Saal, nnd der Pappenheimer mußte es sogar erleben, das; der Abg. Graf v. Moltke in fried- lidicr Erklärung inert von ihm und seinen Manieren ab ruckte. Was sachlich darauf zu jagen war, das besorgte bernad) der Abg. Schiller natl. , der betonte, daß seine Partei hier in dieser Geschäslsorchiungsfrage mit ben So- zialdemokraten übercinftimme, daß aber .Herr v. Pappen- heint anscheinend vergessen habe, baß gestern bi£ .Konserva- tiven in einer grundsätzlidfen Frage mit den Sozialdemokraten gemeinsame Sache gemacht hatten Ta gabs ziemlich verdutzte Gesichter auf der Rechten Von der Linken lottrbc der Antrag gestellt, morgen oder übermorgen eine ord nungsgemaße Sitzung anzuberaumen, auf bereu Tages Ordnung alle zur Entscheiduna reiten Materien stehen sollten. Tic Beratung hierüber sand ein Emde durch das Eintreffen der Nachricht von dem auf 3 Uhr angesetzten Land- tagsschluß. Tas gab mehreren Rednern der Linken Anlaß, sich nod) etwas mit der Führung der Präsidialge. sdiäfte burd) Freiherrn v Mröcher zu befdtättigen, und Der „einseitige" Beifall, den die üblichen Tankesworte des Abg. Frhr. v. Zedlitz an bett Präsidenten weckten, mag diesem gezeigt haben, baß er gut daran tut, auf seine Wiederwahl zu verzichten 'Noch tönte das Konigshoch durch den Saal, bann senkte sich der Vorhang and) über den letzten schmählichen Akt dieser Session. Um 5 Uhr erfolgte der friedliche Schluß beider Hauser burdi den M i n i st e r p r ä i i b c n t c n In Gegenwart des gesamten Staatsministeri.ims Tie ipaiitche Besetzung des Hauses tat kund, in welch greller Disharmonie diese Tagung ihr Ende sand. Das Herrenhaus hat heute in seiner IS Sitzung an der Vorlage über die Reinigung öffentlicher Wege einige Äenderungen vorgenommen, so daß der Entwurf ans Ab geordnetenhaus hatte zurückgehen müssen Ta dieses aber seine Beratungen bereits gcfmlossen hatte, so ist die Vor läge gescheiten. Tas Ausführungsgesetz zum Reichsvieh tließung, wonach ans dem Dispositionsfonds den Verbänden mindestens ein Trittei, in besonderen Fällen die Hälfte der von ihnen gewährten Beihilfen zu erstatten ist Rack) Erledigung mehrerer Petitionen war aud) hier die Tagesordnung er schöpft. Prof. .Küster Marburg sprach dem Präsidenten den üblid)en Tank aus und mit einem .Hock) aus den .König ging man auseinander. Tic gesetzgeberische Arbeit des Landtags in der verflossenen Session. Ter Landtag ist nach sechs monatlicher arbeitsreicher Tätigkeit geschlossen worden. Tas gesetz ■ rial, )a i er in dicsci feit ci die lange Zeil verlioltmsmäßig gering gewesen. Während der Landtag die Zeit dis Lstcrn hanvlsädüich für die Voranschlags bcratnng verwandt hatte, sind die übrigen größeren Gesetze erst im zweiten Tagungsabschnitt erledigt worden. Das Abgcord netenhaus bat 99 Sitzungen, das Herrenhaus 18 Sitzungen ab gehalten. Zn diesen Sitzungen wurden folgende Rcgicrungs Vorlagen verabschiedet: Ter Etat für 1911, das Zwectver bandsgesetz für Groß Berlin, das allgemeine ZtveckvcrbandSgesctz, das Feuerbestattungsgesetz, das Gesetz über den Erwerb von Fischereibercchtigungen, der Entwurf betreffend die Losgescllschas tc», die Veräußerung von Iuhabervapieren mit Prämien und der Handel mit Lolterieloien, der Entwarf über die Beschulung blinder und taubstninmer Minbcr, das Eisenbabnanleihegesetz, der Entwurf bciri’henb Entlastung des Obcrvcrwaltungsgcrichts, bei Entwurf eines Aussührungsgefetzes zum Rcichszuwachsstcucrgcfetz, der Entwurf eines Ausführungsgesctzes zum Biehscnchcngesetz, der Entwurf über die Polizewerwoliung in den Bezirken Tüst'eldors, Arnsberg und Munster, der Entwurf betreuend die Auflösung der Tertialvcrhältnissc im Regierungsbezirk Stralsund, der Ent Wurf betreffend die Schulversättmnilsc in dein ehemaligen .Kur siirstentum Hessen, Entwürfe betreffend die Umlegung von Grund stucken in Posen und Köln, eine Bergwcrksanlethe, eine Novelle zur Landgcniemdcordnuug für Hannover, die Wcgeordnuug für Lstpreußcn, Eingemeinduug-'vorlagen für Stettin, Breslau, Er furt, daneben eine Reihe Heinerer Vorlagen iVerandcrmtg von Amtsgerichtsbezirkcn, Grenzberichtignngen unb Rechnungsvorlagen Unerledigt geblieben sind die Novelle zur rheinischen Landgemeindeordnung, das Wegereiuigungsgesetz, der Entwurf bi treffend die Errichtung und den Besuch von Pflichtfortbildungs schulen, der Entwurf betreffend die Verpflichtung zum Besuche ländlicher Fortbilduugs'chulcn in den Provinzen Brandenburg, Pommern, Sachfen. Westfalen, Rbeinprovinz dieser Entwurf scheitert bereits zum dritten Male, lorotc die Novelle zum Eilen bahuanliegcrgesetz. Von Staatsvcrträgcn wurde ein Vertrag zwischen Preußen und Sachscn-Meiningeu wegen Uebertragnng der Leitung der Grundstückszusammenlegungen auf die preußucheu Ausctuandcrsctzuugsbehördeu angenommeit. Von den über 100 Anträgen, die von den Mitgliedern des Hauses gestellt worden waren, sind etwa 20 beraten worden Von den emgebrachten Interpellationen, die zur Besprechung gelangten, seien solgende erwähnt: Beschwerde gegen die Hebei griffe bet Landrätc, Anfragen wegen der Winzernot, Beiorcchnng des Selbstmordes eines rusfifchen Studeulen an der Berliner Universität. Neben einer größeren Anzahl von Petitionsberichten wurden noch 11 Wahlvrusungsberichte erledig:. Das neue französische Kabinett. Paris, 28. Juni. Tie Minister hielten gestern abend einen .Kabinetts rat ab und stellten die im Parlamente abzugebende ministerielleErklärungin öcu Haupt- zügen fest. Sic beschlossen, alle Anstrengungen zu machen, um die Erledigung des Budgets zu besdUennigen. Zcteli über seine vallonfahrt im russischen Kugelregen, Z ckä 1 i, der bekannte Lustschisser uitD Erfinder mann iß facher S i ch e r h c 11 s v o r r i ch t u n g c n i m B a 1 l o n d t e n u , bet jungst in seinem Ballon „Berlin" an der rtmtscheu Grenze bcsaiossen wurde, gibt folgende ausführliche Schilderung jetner gefahrvollen Fahrt, die mannigfache neue Anhaltspunkte amwetft: Tie Fahrt im Ballott „Berlin" wurde von Z c k 611 und Ojcrirfc zu dem Zwecke ougetreten, um neue Beobachtungen zu machen, die er zum Bau feiner Ballonsicherungcn notig hatte Iii langfamer Fahrt kamen sie dabei in oithdic JhidKiuig unb fufccii in einer Löhe von 3600 Metern mehrere «tunbtn lang, öier hatten fic den Anblick einer ivundcrvollcn Wolkenbildung, so unabsehbar und lückenlos, wie sie selten von Luntchmern ge- etzen wird. Als sie fid> bis ans 600 Meter dcrablietzen, wurden sic von russischen Soldaten dclchosieu. Es war aber nicht trgeiu ein Zufall oder die Willkür einzelner Soldaten, wie mannigfach derichtci wurde, sondern es war ein militärnches .Kommanio das ledcs Mal durch T r o mvctei ab g c b l en wurde, wenn bic Schießerei aufhören sollte. Turch widrige Winde würben nc fortwährend bald über die dentsck>e, bald über Vie ruvi'die Grenze aetrieben Mit welchem Eifer die rnnuchen Soldaten )ic be schossen, geht daraus hervor, daß bei Lubttz allein < «alven nut 60—70 Schüssen gegen sie abgeseuert worden find. ^alnau ihrer Fahrt tounteu sie seststellen, daß 6er Wind, der ui einer Höbe von über 3000 Metern berrfchle, nach ^.eutfchland nchrie. Um dem Kugelregen zu entgehen, begaben Ite fi* nun ui btcje vöbc und wurden glücklich nad> Deutschland gifuhrt. LI eine divlomatische Verhandlung eingele.tet werden wird i,t dem Lu', schisser unbekannt. Bon ihm selbst oder von Gertcke wurde ein Antrag dazu nicht gestellt. Er kann höchstens von dem.herein au-geben, wenn nicht das Auswärtige Amt ^ea^nchrtgt, Schritte in dieser Angelegenheit zu ergreifen. Bon Rußland aus bic Frage angeblid) auch behandelt werden. Einen wirklich ernsten Erfolg kann man sich davon aber nicht verfprechttt, da bisher alle Vorstellungen zu keinem Ergebnis geführt haben. Nekölt Wstchtigt, in nächster Zeit eine neue abre 1S4)3 nach Tresdeti, wo er dis in die neunziger '-i-rc hinein a\Ä Professor an der 'Kunstakademie vcrdienswoll ivirkte. r'.: bekanntesten Bilder von ;hm find mobl „Tu- Ehcorechertn vor ■u den iierden der Trcsdener Gcmaldegaler'.e gehören., «-.'.ne Grablegung" iit im Darmstädter Privatbefitz und icme „Ge saugennahme Christa" ist im Landesmu,eum. - E i n Aiitikcufund in « o r r t it. Vor ein vaar Taaen sind in Sorrent bei Arbeiten an einer, Wauerlk.tung r.iuge aufeuorbcnilid) wertvolle antile Marmorkunnwerke gefunden, wor den His landen sich u. a. um ein vaar Statuen au--- oan,dxm Marmor, bic zum Teil recht gut erhalten und. Darunter finden sich eine Tiana zu Pferde, der le.der der Kov) fehlt, ein reckerü^r Amor, eine griechische Evhcbcufigur, cic autzerordcntj'.ch icbon Die Programmerklärung des neuen Mifiisle- riums lvird sehr kurz fein und scharf den Willen des stabineltö betonen, zu regieren und dabei alle Vorrechte in Anspruck) zu nehmen, die mit der Ausübung der Re- gieruugsgclvall verbunden sind Das .Kabinett nimmt feinerseits das Rcsortuprogramm des Ministeriums Monis wieder aus und wird in erster Reihe bemüht sein, die Wahlreform burd^tiführen in einer Gestalt, die der gesamten rcpubltlanifd)en Partei die Annahme derselben möglid) macht, weiter will das .Kabinett die Steuer» rcfortn durd)führcn unb das Budget ohne Verzug beschließen. Das Kabinett bringt einen Gesetzeulnmrf ein, der die Abgrenzungsfrage der W c i n b a u g e b i c t c regelt, und unterbreitet nach kurzer Frist der Kammer das Budget für 1912, endlich bemüht es fid), die Wiedcraustel hing der entlassenen Arbeiter zu erreidfcn, beabfiditigt aber nicht, vom Parlament gesetzliche Maßregeln zu diesem Zweck zu fordern, wie das vorausgehende Ministerium dies bcab sichtigte. Das neue .Kabinett wird in der Presse sehr ber- schiedenartig beurteilt. Die „Pctite R6publique" schreibt: In seiner (Gesamtheit mädit das Ministerium EaiNaux einen guten Eindruck und die Besriedignug, die es hervvrrust, ist um so größer, als Herr Jaurös seiner Uiizusriedenheit bereits offen Ausdruck gab. „Paris 3our- nal" jagt: Tas neue Kabinett lvird die Stimmen der republikanischen Mehrheit aus sich vereinigen, obgleich eine Anzahl Sozialisten ihm feindselig gesinnt sein wird. Ebenso schreibt „Aurore", daß die neue Regierung bereits heute das Vertrauen der Republikaner besitze. Tic „Action" sagt: Wenn Eaillaur die Leitung der proportionalislischen Bewegung entschieden in die Hand nimmt, bann kann er die sonst unvermeidliche Wiederauslösuug des .Kabinetts bintanhalteu. Der lonservative „Figaro" sdfreibt, daß neue Kabinett sei nur aus Kreaturen Eoinbes und Pelletaus zusammengesetzt. „Libre Parole" schreibt: Die sdfwarz- fehcrischestcu Leute hätten nicht geglaubt, daß Eaillauz bei der Bildung des Kabinetts fiel) zu solchen Ungereimtheiten und Hcraussorderuugeu verstehen merbi Das „Echo dc Paris" Hübet, daß das neue Ministerium vollständig dem Kabinett Monis gleiche „Eclair" meint, das Ministerium sei ein seltsames Gemisch von Widersprüchen, vollends aber die Ernennung des Seloes zum Minister des Aeußcrir übersteige alle-.- Ter „Radical", das offizielle Blatt bcr Sozialistifch»Radikalen, spendet bereits heute bcu Absichten und Fähigkeiten Eaillaux das wärmste Lob. Die englische Oerfaffungsfrifis. London, 28. Juni. Bei Befviechung der politischen Lage in Verbindung mit der Vetobill warnen die liberalen Blätter Die Peers vor den schweren Folgen, die cm Hineinzieheu der Krone in die Politik haben würde. Die toiiservativeu Zcituugeil äußern sieh in ruhigerem Tone als gestern „Tailn Gravhic" glaubt nicht, daß die Peers so unparteiisch sein iverbeii, die Mtone zum Mittelpunkt: ihrer politischen Montroucrfcu zu inachcn. Nachdem die Lords ihrer Pflicht gemäß gekämpft hätten, würden sie sid, dem Unvermeidlichen sügeu. Heute nad)mittag begann im Lbcrhausdie Beratung über die Belobill vor dicht besetztem Hause. Zahlreiche wichtige Abäuderuiigsauträge wurden angekündigt, darunter mehrere von Lord Lansdowne, und beilnriihigende (Gerüchte waren im Umlauf, daß eine Mise möglid) sei. 3n vielen Kreisen iit die Ansicht vertreten, daß die Peers tue Angelegenheit nicht auf bic Spitze treiben iverbcn, sondern daß sic iiachgeben toerben, nachdem sie ihren Widerstand bis zu einem gewissen Punkte fortgesetzt haben, ber die Regierung zwingen lvird, ihnen mit der Ernennung neuer Peers zu drohen, und daß sie auf bcu Abäuderungsauträgen fein toll, und «-ine Gruppe von zimi Fünglingcn, bic vielleicht Eastoi und Pollur baiftcilcn. Ferner mürben zwei große Marmor- topfe gefunden, von eenen der eine einen flauer, wahrfckfemlich Hadrian, darstellt, denn in Sorrent war eine Statue von ihm vorhanden. Ter andere Kopf, ber außerordentlich hohen .Kunst- wert besitzen soll, stellt ben Fupiter dar Tiefer Fund verleiht ben Ausgrabungen in Somni zicmlictie Bedeutung, denn es gab in Italien nicht allzu viel-, 3taste, die einen Fuvitertemplt bauen. 3n bei (Gegend bei Irbeilsstälten hat in den ersten christlichen Fahrhunc.neu ein Pantheon gestanden, bas reich an Marmor- ftatuen uno anderen rdunßgegcnständen toar, f£ daß man an» nehmen darf, die Fnnbe stammen aus dieser Samnilung Sic iinü vorlänfig an Crt und Stelle gchuien worden Voraussichtlich werden Die Fnnbe nach dem ’taiioiialmnicum in Neapel gebracht neiden, dessen Leiter bic Aussicht über die Ausgrabungen führt. — T r. Vagclcrs Ugogo -Expedition. Tic boden- kundlictzc ltgogo Ervcditiou unter Lriluug oou Pnoatdo^nt Dr. Paul Vag ! i '.öniisberg i Pr. hat ihre 21 rbeiten int Notdost- teil Ugogos 6er Umgebung von Mpaoua, T'chungo, Kwa Nian- gallo, Mtanga und Mahoma beendet Nach „Peterm. Mittig." find die agrogcologi'chen Ergebniffe über Erwarten reich aus- geiallen unb bieten >ur b Klimagcfchichte bes tGebiets eine Reihe neuer Gesichtspunkte Von wi r 11 cha f 111 che m Wert ist die ' . :':elluna, saß ■ j um im bereuten Gelände durchweg nm >ehr rcid-c Böden handelt, zu bereu Nutzung 'reilich im Moment bad •^aiier fehl'. Tic von Tr. Vageier auf Grund bet Untersuchungen in Der Mkattaebcnc an;<. uelltcn Gefichlspunkte über den engen lufammeniwng von Böden und Vegetation erroicicn sich auch Hier als fruchtbar. Turch T. O. E. Meyer, Den Geologen der Ekvedinon, find die >. a n d b r u ch e des alten <9ncisgcbirges uord- wc'üich von Mravua gegen Die Sango und i n ) a i u n g ro c - eilte feftgeftellr. Tie’cibcn Senken bilden die Grenze zwischen bem allen Gnetsgebitge unb den Granitintrufionen des SO.— NW. streichenden Haupigebirges, das mit Den Beresungwebergen oNlich von Mira Njangallo beginn: Tic zahlreichen Fm'elbcrgc im bipi des Gneises sind die U'tpfel von Parallel- odcl weiten* kämmen des Hauptgebirges, die im Verwitterungsschntt ertrunken sind Sur Mattographi- ist durch Leutnant idnimuc er in vier Meßtuchblättcru 1:50000 unb barometrischen Nivellement- gleichfalls reiches neues Material gewonnen. r»cficT)Mt werden, sobald diese vom Uulcrhause nb- gckOiit werden. (Eine Lrllüruiig öes hansabunves. Berlin, 28. 31111t. 9(u>> Anlass der Krisis ini Prä ifibiimi de - Hausabniibcs isi dieses gestern ziisainnn-ngctrc len und 1)M folaeudou P r ä s i b i a lb e s ch lu ß über die burdi den '.Huot rill de > Lanbrnts W 0 c t g c r geschaffene Lage Vereinbari: Lag nm 28. 3mit INII uifnniiiiciinetrctcnc (Mrfamtbräfibiiim bed .Sjanfabiinbed flibi znniichsl feinem Bedauern über den Austritt des Herrn Vaiibrai ■ » D. illodnct Aufdruck. Zu diesem ver nithvorlium^vollcn schrill war imrb eiuniütincr Ansicht der unter zeichneten Präsibenlen 1111b Vizepräsidenten ein Anlass nichl fle* sieben. Die Prüsunn brr Sachlage imb deS BrieswcchsolS zwischen Herrn X'mibrnt <1 D. Roetqer nnd Herrn Wcbcinrrnt Rjeher ergibt, bass benrünbelc Zweifel über Inhalt unb Tragweite br<< einstimwiaen Präsidialbeschlnssrö bett, die Slelttmasnahmc des HansabnndeS 31t brn Wahlen nnd Stichwablen nicht besteben Foniitni, 1111b /.war sowohl nach bein Wortlaut des Beschlusses wie nach den «einer Iassnng rwranSgeaangenen Verlwnblnnaen ini Gefaintpräsidinin. Dieser BefclNnss. der mit Errnächliqima bci< Präfibinin-.. in den „Milleilnnaen" des Hansabnnbes vom 24. No nein bei 1910 nnb «eildew wiederholt äsfcnllich bekanw gemacht worben isl, lial das Prinzip sestgestelll, bas; der Hansabu.nd die Ausgabe non StichwahlParolen in allen Fällen den politischen Parteien 311 überlassen habe, 311 deren ausschliesslichen Inständig" leit sie gehört. Eine wirlschastliche Vereinigung, die Mitglieder aller bürgerlichen politischen Parteien umfaß!. dars sich unter keinen Urnsläiiben zur Ausgabe non Stichwahlparolen drängen lassen, falls sie nidif ihre Lebensinteressen gefährdep will. Eine AnSnalnne von diesem Prinzip znznlafsen, ist denn nnd), wie hiermit festgestellt: wird, seitens des Herrn Landrat a. D. Moetger weder bei der Beschlnsisassnng selbst, noch in den mehr alS sechs Monaten, die sei, jenem Präsidialbeschlnsse vergnngen sind, beanlragl worden. Die von Herrn Noetger beanstandete Ver- iifsenllichnna des im Anschluss an den Hansalag verbreiteten Werbe ansrnis entspricht zunächst formell dem diecht und der Pflicht des geschastssü.lirenden Vorsihenden nnb überdies einer ihm durch einstimmigen Präsibialbesctilnst vom 29. September 1910 aus brilrflid) erteilten Ermächtigung. Inhaltlich aber enthält dieser Werbeansruf, der die Bekämpsnng der einseitigen demagogischen Agrarpolitik nnd die Durchsehnng einer besseren Würdigung der gewerblichen Arbeit 311m b-iegenstanbe hat, nicht die geringste Ab- weichnng van dem bis dahin auch von Herrn Landrat a D. Noclger vertretenen Programm des Hansalnindes. Das Präsidium des Hansabundes ist sicl, bewußt, seine schwere nationale Aus gäbe, die aemeinsameu Interessen aller Kreise der Industrie und gteichermnsten des Handels, des Gewerbes, Handwerks nnb der Angestellten nach Maßgabe der Sahungen zu vertreten, bisher burdmefübrt ;» haben und wird dieser Pflicht bis zur endgültigen Erreichung ihrer Ziele auch in der I-olge unbedingt nachkommen, gez. Dr. Rießer, Nicht, Erasemann, Dr. Steche, Hirth. 21119 Hessen. Die Zweite Kammer der Stände hcilt am Dienslag, l. Juni, vormittags 10 Uhr, ihre 110. Sitzung ab. Ans der Tagesordnung stehen hauptsächlich Anträge aus dem Hanse und Vorslelluugeu, darunter anch die Anträge, die aus eine Revision des Eisenbahn,U'memschafts- Vertrags mit Preußen abzielen. Der Am ts g e r.ich t s u e ub an. in Wietzen. Eine Anfrage der Abgg. Grü 11 elvald und Reh au die Regieruug, betreffend den Neubau eines A in t s g e r i ch t s g c b ä it b e v i 11 El i e ß e n Hal folgenden Wortlaut: .An den Herrn Justizminister richten wir solgende Anfrage: Seil der Fassung des Beschlusses, welcher den Neubau eines Amtsgerichtsgebändes in Ehesten onorbuet, haben iidi die Wirkungen der 1111 vorigen Jahre erlassenen Prozestnovelle ergeben und es fragt sich, ob der kostspielige dienbnii legt noch einem Be diirsnifse entspricht. Es hat außerdem in Richter nnd 'Jlnnmlt • kreisen |id) die Ueberzeugung gebildet, das; ber Neubau, etwa 150 Meter entfernt vom Instizgebäude, in dem das Landgericht bleiben soll, unpraktisch ist. weil die Entfernung ber Sitmngs< räume voneinander den Verkehr der Gerichte miteinander er schwect und die Wahrnehmung der häufig gleid>zeitig zum Ausruf gelangenden Termine hindert, lebten Endes leiden hierunter nudi die Parteien. Ein Flügelanbau an das Instizgebäude wäre, wenn Überhaupt eine Vermehrung der Räume nötig ist, durchaus ans- reichend. Es liegt auf der Hand, daß hierdurch eine, große Ersparnis bewirkt werden könnte nnd wir richten au So. Exzellenz beit Herrn Iustizminister die Anfrage. ob n i (b t Regier u n g und Stände den g e p l a n l e n N e 11 b a 11 v 0 r e r ft nicht a u s führen, sonde r n die Frage, ob derselbe nötig ist, n0chmals in Erwägung fiehrn wollen • Deutsches Uetch. Bei der Landtags e r s a (; lv a 1) 1 in M n r b 11 r g er hielten Professor Bredt (freilonf.) 118, Lauer (Bündlcr) 18 und Professor Schücking ((ib.) 16 Stimmen. Ersterer ist somit g c w ä 1) l t. In der B u u d e r a t s s i ß 11 n g am Mittwoch wurde die Vorlage betreffend den Handels- und Schiff s a h r t s v e r t 1 a a zwischen dem Leutscheu Reiche und Iapa 11 und die Vorlage betv. die vorläufige Regelung des skousulatsweseus mit Japan zugestimmt, ebenso der Vorlage betr. den Entwurf einer Verordnung über die Wahl treiSeiuteilung siir Elsaß Lothringen. Auf uärhsteu DieuStag abeud haben die Sozial d emo traten für Gros; Berlin große Protest v cr s a in in 111 n g e u abzuhalteu beschlossen, gegen die Siel lnugnahme der MehrheitSparteien des Abgeordnetenhauses in der W a 1) l r e ch t s frag e. .....- ■ .............. .... J.'—LL... J_____— Der Ausstand der Seeleute. A m st e r bitt 11t, 28. Juni Der lebte T e. 1 in i n zur W i e der au sn ahme der Arbeit bind? die Hafenarbeiter, mit denen Arbeitsverträge abgeschlossen find, ist heute ab gelaufen. Nur wenige sanden sid» ein; die übrigen verlieren die äingezabltr Sicherheitsleistung. Bei der Königi. Dampsschiffahrtsgesellschaft ruht alle Arbeit Hunderte von Hafenarbeitern durchziehen die Straßen. Eine Anzahl AuSständi.« > hielt die Straßenbahn im Hafenviertel au; dabei wurde bei Werkführer überfallen. Kavallerie, Infanterie und Potijeiabieitungen bewachen die Hasen zugänge und Lagerliäusei £lc Fuhrleute drohen mit dem. Ausstand, falls sie nicht eine Lohnerhöhung bewilligt erhalten. Sie fordern Antwort bis Samstag iiadpnittag Heute früh traten 120 Deutsche aus Hamburg zm Beuiannnng des Dampfers „Hol landia" vom 8öuigiich Hollanoisdieu Vlonb ein. Ans dem Dampfer, der sie an Bord der ,,Hottandia bringen sollte, wurde ein Sabotageakt verübt. Wasser drang in den Lagerraum ein und erreichte die Maschinen. Der Dampfer konnte infolgedessen nicht fahren und mußte durch einen anderen Dampfer erseht werden. L 0 n d 0 u , 28. Juni. An bei M 0 n f e r e n z der Schiffs- eigentümei nahmen etwa hundert Reeder des Vereinigten Königreiches teil. Es wurde befdiloffen, eine mäßige Lohn - erhöh» n g in gewissen Häfen im Hinblick auf die gegenwärtige Lage im Schiffsverkehr zn gewa>>reu Ter Vereinigung der Reeder wurde empfohlen, feste. Normal sähe für die L blute in den betreffenden Distrikten aufznstellen, nnb bei Sdnfsal.iisfbdeiaiion wurde angeraten, ihre Tätigkeit and» auf Lvhnstreitigkeiten auszndebnen. Ferner wurde einmütig befdiloiien, die Anerkennung ber See- Manns und Heizerveietuigung abzuiehnen. Liverpool, 28. Juni. Alle Ä>? annschasten der Schiffe der nenn bedeutendsten transatlantischen Linien ei lischt. icr Cunard White Star verließen die Schisse ohne Kündigung. Viertausend H n s e n n r b e i t e r traten heute morgen in den A 11 st a n b. Sie sordern Anerkennung ihres Verbandes und die Iiisichernng, das; weiterhin nur Mitglieder bc8 Verbandes beschäftigt werden. z , H » ll, 28. Juni. In einer gestern abend abgehaltenen Ver ämmlung ber Seeleute teilte der Führer mit, das; die Eisenbahn ei heute in den A u s st a n d treten werden. Der Führer ber Todarbeiter erklärte, eS bestehe Eirund, zu glauben, daß der Streik innerhalb der nächsten 24 Stunden beigelegt sein werde. 8. Deutscher Sewerksthasts-Aougrest. Dresden, 28. Juni. III. Die heutige Beratung wurde von dem Vorsitzenden Legten mit geschäftlichen Mitteilungen eingeleitet. Sodann wurde die Aussprache über das Thema ,,Arbeiterschuh und Arbeiterver- icherung" fortgeseht. (liebel 1 Berlins vom Verbände der Niireanangestellleu erinnert daran, daß sich bei der Reichöver- ichernngsorbunng Nationalliberale und Freisinnige mit der Reaktion verbunden hätten, um die Blockpolitik fortzusehen. Man habe sogar dcw Plural recht der Unternehmer geschossen, nm dem industriellen Sdiarsmachertnni Gelegenheit zu geben, den kleinen Unternehmer an die Wand zu drücken. Kremser iFranksnrl) Dom Iimmererverbaud beklagt das ständige Anwachsen der Unfälle auf den Bauten, nainentlid) auf den Tiefbauten. A r 11 s wald (Oberhauicit) bespricht die mangelhaften Schuhvorschristen und Schnheinrichtungen im Bergbau. Nach weiterer Aussprache werden die zu dem Thema vorliegenden beiden Entschließungen einstimmig angenommen, desgleichen eine Entschließung, die aus die Wichtigkeit der Wahlen der Krankenkasscnvcrtretcr hinweist. Der Kongreß geht dann zum nächsten Punkt: „Das Koali- tionSrecht in Deutschland und der Vorentwurf zu einem deutschen Strafgesetzbuch" über. Rechtsanwalt Dr. Heine m a n n (Berlin^ legte seinen Ausführungen eine. Reihe von Leitsätzen zugrunde, in denen es 11. a. heißt: „Der Vorentwurs beschränkt sicli niclst aus die Ausrechterhallnug der heute bestehenden gesetzlichen Vorschriften, die die Koalitionsfreiheit auf ein äußerst geringes Maß herabgebrückt haben. Er geht erheblidi darüber hinaus und enthält Bestimmungen, die an Arbeiterfeindlichkeit sogar die InchthauSvortage übertreffen und sick) als rücksickits lofeste Klassenjustiz darstellen. Dies gilt zunächst von den 88 184 und 185 des Entwurfs. Diese rauben das Koalitionsrecht allen Arbeitern, die im Betriebe einer Eisenbahn, der Post, einer Telegraphen , Fernsprech- ober Rohrpostanlage sowie einer zur osfeutt liehen Versorgung mit Wasser oder Beleuchtung dienenden Anstalt beschäftigt sind. Weiter kommen besonders, wenn and) keinesfalls allein in Betracht die SS 240 und 241 des Entwurfs. Diese Vorschriften wenden sid; nicht mehr gegen angebliche Auswüchse bei der Betätigung des Koalitionsrechts, sie bestrafen vielmehr die Ausübung des Koalitionsrechts als solche. Wird der Entwurf Gesetz, so bleibt den Arbeitern nichts anderes übrig, als stets zum fcliärssten Mittel, zum Streik, zu greifen, da Aenßerungen, die sich bei Vorverhandlungen anS der Natur der Sache ergeben und daher nicht zu vermeiden sind, als Nötigungen bestraft werden inüsseu. Aus diesen Gründen fordert der Gewerkschafts- kongreß bei der Revision deS Strafgesetzbuchs die Beseitigung aller die Ausübung des Koalitionsrechts erschwerenden Vorschriften des geltenden Rechts ans dem Strafgesetzbuch, dem Landesstrafrecht und den strafrechtlichen Nebengesetzen. Er protestiert ferner energisch gegen die neu vorgeschlagenen Bestimmungen, die die Koalitionsfreiheit aufheben, die äußersten Wünsche deS Scharfmacher- Iums verwirklichen und der Gleichheit vor dem Gesetze Hohn sprechen." Einleitend wies der Redner darauf hin, das; zwar Sozialpolitiker aller Richtungen das Kvalitionsrecht als zulässig, ja alS notwendig anerkannt hätten, daß aber dieses Recht in der Praxis durch die bürgerliche stiechtspredinug säst mimöglidi gemacht werde. Der Kongreß beschloß, angesidstS der Wichtigkeit des ThemaS jedem Redner unbeschränkte Redezeit zuzugestehen. Brunner iBerliitt vom Transportarbeiterverband vertrat eben falls die Meinung, daß bnrd) die neuen Bestimmungen die Ausübung des KoalitwnSrechtS nuinöglidi gemacht werde. Besonders die Angestellten der großen Verkehrsbetriebe, der Eisenbahnen, werden unter den neuen Bestimmungen zn leiden haben. Die Eiseiibahnverwaltnug fordert sogar, das; die Kutscher der bahn- amtlichen Rollfuhrspeditiom die em privates Unternehmen sei. nicht organisiert seien. Die Verhandlimgen mürben darauf auf morgen vertagt._______________________________________________ nationaler Deutscher Rundflug. Bielefeld, 28. Juni K önig stieg heute morgen 4.15 Uhr in Minden auf, überflog bei schwerem Nebel den Teutobnrgerlvald und ereiebtre schließlich Bielefeld. Der Nebel madjte jede Orientierung unmöglich, so das; es dem Flieger nicht gelang, den Flugplatz zu finden. Er landete in der Schillerstraße, einer Vorstadtstraße Bielefelds, glatt. Münster, 28. Kimi. Heute nachmittag herrschte starker Wind, der gegen abend iiodi zunahin, so daß Büchner, der heute noch die Etappe Münster—Köln znrücklesten wollte, sck;on um 5 Uhr nachmittags auf dein Flugplätze eine günstige Gelegenheit abwartete und sich begnügen mußte, um 8 Uhr 30 Min. den formellen Start' zu machen. Der Apparat wurde wieder in den Schuppen gebracht. Büchner versucht morsten früh, über Wesel und Neuß nach Köln zu fliegen. K ö n r g, der heute morgen in Bielefeld aus der Straße gelandet war, ftiea von seiner Landungsstelle nachmittags aus und überflog den Teutoburger Wald. Er mußte jedoch hinter den letzten Höhenzügen. wenige Kilometer hinter Bielefeld, niedergehen. Da er nun doch keine Aussicht mehr hatte, Münster vor 9 Uhr abends zu erreichen, um dort für die nächste Strecke Münster -Köln zu starten, muß er die beiden Etappen aufgeben. Er läßt deshalb seine Maschine abrüften und nach Köln bringen, von wo aus er wieder in Konkurrenz tritt. L i n d p a i u t n e r, der 6 Uhr 42 Min. von seiner Landungsstelle wieder aufgestiegen war, mußte zwischen Schermbeck und Erle, unweit der Bahn Münster—Wesel, etwa zehn Kilometer vor Wesel, abermals eine Landung vornehmen und kann voraussichtlidi also erst morgen früh Wesel erreichen. M ü u st e r 1. Wests., 28. Juni. Ium Flug nach Köln sind heute früh gestartet: Lind P aiutne 1 4.08 Uhr, Vollmöller 4.13 Uhr. Lindpaintucr mußte bei Appelhülsen im Land- kreis Münster niedergehen, da sich der Zhliudcr an dein Motor etwaö gelockert hatte. Vollmöller verlor bei unsichtigem Witter die Richtung und landete deshalb bei Havixbeck, Landkreis Münster um sich zu orientieren. Bei der Landung wurde der Propeller leicht beschädigt. Köln, 28 Juni. Die sportlichen Leiter beschlossen, in Köln des ungünstigen Wetters wegen einen besonderen Ruhetag eiuzulegen, an dem keine sportlichen Wettbewerbe stattsinden dürfen. Hierdurck) haben die Flieger Gelegenheit, die nodi fehlenden Strecken der Etappe Münster—Köln in Ruhe zurückzulegen, oder, wenn sie schon in Köln «»gelangt sind, dort für die folgenden Etappen anözuruhen. Der Weiterflug findet also statt Freitag früh erst am Samstag statt, das ganze weitere Programm verschiebt |iui infolgedessen ebenfalls uni einen Tag, so daß die Ankunft in Berlin wahrscheinlich statt am 7. erst am 8. Juli erfolgt. Vereinigung Vnderus-Maflen. Tic am .Dienstag in M affe 11 abßehaltcnc Auffi ch t S- ratk-Sitznng ber Borgbau - Aktiengesell - schäft Massen hat einstimmig einem ihr von den Bn- d e r u s f ch e n E i s c 11 lv e r f e n zn Wetzlar gemachten B c r- s ch m e l z 1111 g 8 v 0 r s cli 1 a g e z u gc ft i m m t. Darnach ivird die Bergbau Aktiengesellschaft Massen aus Grund der Bilanz vont -ü. Dezember 1910 mit Wirkung ab 1. Januar 1911 ohne Liquidation nut bei; Buderusschen Eisenwerken vereinigt. Die Diktionäre von Massen erhalten gegen Ein- liefernna bei* ausgeaebenen 7000 Stück 7 000000 Mk. Massen-Aktien 840o Stück -- 8 400000 Mk. als voll befahlt geltende Buderirs-Altieu mit Dividenbenberechtigung vom 1. Januar 1911 ab, so daß für ic 5 Massen Aktien 6 Bl; derns A 'i:'ii ijcß. u tverden. Das jetzt 12500000 Mk. betragende Aktien.Kapital von Buderus ivird um vorgenannte <8400 000 Mk. AustausdttAktieu sowie ferner nm 1 100 000 Mk. neuer Aktien, bereu Erlös zur Bestreitung der Bcreiuiguugs- uud Kapitalerhöhungslosteu dienen sott, also um insgesamt 9 500000 Mk. erhöht, wonach es 22 000 000 Mark betragen wird. Bon der Masseucr Verwaltung treten vier Herren in den Aufsichtsrat von Buderus über. Die beiden außerordcittlicheu GcueralVersainmIiingeu, welche die Verschmelzung noch zu genehmigen haben, sollen am 20. Juli stattsinden. Die anfnehmenbe Alticngescllschaft BuderuS- sche Eisenwerke, Wetzlar verfügt über ausgcbchutc Eisen- sleingrubcn in den Bergrevieren Wetzlar, Weilburg, Dillenburg, Diez'und in ber Provinz Obcrhessen. 5 Kalksteinbrüche bei Wetzlar nnb Burgsolms liefe.ru die benötigte« Kalk steine; sie besitzt in Wetzlar 3 und in Burgsolms 2 Hochöfen, Von denen zurzeit 1 in Betrieb fick) befinden. Umfangreiche Gießereien besitzt sie in Wetzlar, Lollar und in Staffel bei Limburg n. d. Lahn. Außerdem betreibt sie in Wetzlar eine Zementfabrik, sowie in Wetzlar, Burgsolms und Lollar Schlackensteinfabriken. Die Arbeiterzahl beläuft sich einschließlick; Meister und Beamte auf 4431 Mann. Der Breuumaterialien-Verbrauch beträgt rund 190 000 t Koks uud etwa 20000 t Kohlen, ober ganz in Kohlen nmgercchnct 290—300 000 t. Die Grubenberechtsame der Bcrobau-Aktien ■ gesellschaft Massen haben eine Größe Von 23 Millionen Quadratmeter, also etwa von 11 Normalfcldcrn. Im Jahre 1910 betrug die Förderung 576 031 t Kohlen. Die Erzeugung an Koks stellt sich auf 178517 t und die Gewinnung an Nebenprodukten 999 t Ammoniak nnb 1522 t Teer. Tic Auteilzifscru im Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Synbikat stellen sich auf 600000 t Kohlen, 215 000 t Koks nnb 72000 t Briketts für die neu errichtete Brikettfabrik. Die Arbeiterzahl betragt 2407 Mann. Nach sachverstänbiger Schätzung beläuft ftd) bei" Kohlcnrcichtum auf über hunbert Millionen Tonnen. Geographisch liegt Massen zu Buderus günstig. Tic Entfernung beträgt 203 km, die noch eine Verkürzung von etwa 30 km erfährt, nachdem die schon im Sau begriffene Bahnstrecke Weidenau-Haigcr-Dittenburg fertiggestellt sein wirb. Zurzeit, beträgt die Koksfracht einschließlich Zechenfracht von Massen nach ben BuderuSschen Hauptverwcn- dilngsstellen 35.30 Mk. ober 2.30 Mk. für 10 Tonnen we> Niger, als von ben bisher liefernden Zechen. Die nachfolgenden VerglcichSzahlcn geben ein Bild von den geldlichen Erträgnissen der beiden Unternehmungen. ES betrugen: Massen BudernS Ende 1010 Mk. -Ulf. Aktienkapital 7 000 000 12 500 000 Hypoth. Anleihen 2 606 786 5 698 800 Betriebsmittel nach Zahlung der Dividende für 1910 .......... 202 804 3 406 075 in % des Aktienkapitals 2,89 % 27,250 0 in °/0 deS Aktien- und AnleihekapitalS 2,11 °/0 18,72°/,, Reserven............. 804 953 1414 551 in % deö Aktienkapitals 11,50% 11,82,% Ergebnis in bat letzten 10 Jahren 1901 dis 1910: Rohgavinn 9 079 269 22 282 761 ober jährlich im Durchschnitt ... 907 927 2 223 276 Abschreibungen........... 4 655 825 13 801 678 ober in % beS RohgewinnS . . . 50,17 0„ 62,07 0 „ Gezahlte Divibenbe 58,5 % 61,5 ober jährlich im Durchschnitt . . . 5,85 % 6,16 % Auf Grund dieser Zahlen kann der innere Wert bei Aktien von Buderus und Massen als nahezu gleichwertig angesehen werden. Bei Beurteilung des den Massen-Aktiv- miren durch den Umtausch von 6 zn 5 gewährten Aufgeldes mutz nun berücksichtigt werden, daß Angebot und "Jiad; frage in diesem Falle für den Verkäufer günstig sind und ferner, daß infolge der bisher beobachteten vorsichtige« Dibide«dc«politik der .BitderilSsche« Eisenwerke der Kursstand der BuberuS-Akticu hinter ihrem 'inneren Wert zurückgeblieben ist. Durch die Verciuigung der beiden Werke erreicht Bnderus eine voltstäudige Unabhängigkeit vom Roh- stoss-Markte. Das Werk hatte bereits Eiseustein und Kalkstein in ausreichender Menge in den nahegelegenen Gc- wiunungSpunkten zur Verfügung. Hierzu tritt nun noch das bisher fehlende Material: der Brennstoff, so daß Buderus in der Folge alle für die Roheiscndarstellung erforderlichen Rohstoffe selbst gewinnt. Der Hauptnutzen der Vereinigung erwächst den beiden Unternehnlungen natürlich erst, nachdem die Erneuerung des Rheinisch Westfälischen Kohlen-Shndikats erfolgt ist, dadurch, daß Buderus daun feinen Selbswerbrauch Mafscu zuliringt, wodurch der Zeche eine erhebltchc Steigerung ihrer Fördernng möglich ist, worauf die feit Jahren durchgeführte planmäßige Ausgestaltung von Massen — in den letzten 6 Jahren wurden hierfür -1280000 Mk. aufgewendet mit Naturnotwendigkeit hinweist. Aber anch in der Zwischenzeit bis zum Ablauf des jetzigen Kohlen-Shndikats werden nennenswerte Boi teile der Angliedcrnng schon dadurch in die Erscheinung treten können, daß einmal die Verwaltung sich billiger gestaltet nnd daß ferner die noch weiter für Massen ge planten Betriebsverbesserungen unter und über Tage in einem schnelleren Tempo als bisher geplant durchgcsührt werden, so daß die. davon erhoffte Ermäßigung der Selbstkosten auch bei der jetzigen Förderung das Erträgnis günstig beeinflussen wird. Sollte wider Erwarten eine syndikai - lose Zeit kommen, so würde die Vereinigung den Vorteil haben, daß die Zeche mit der Hälfte der jetzigen Kohlen förticriuig sich aus den Lelbstverbraiich der eigenen Werke stützen könnte. Stadt und Land. Gießen, 29. Juni 1911. "Tageskalender für Tonnevstag, 29. Juni. 8.21 b o n n c- m ent Stenge vt der RegimentSmusik in Steins Garten. Anfana s Uhr. * "Vorn Groß herzoglichen Hof. Der Groß herz og und die Großherzogin werden von ihrer Englanbreife zu den englischen KrönnngSfestlichkeiten heute nachmittag wieder zurückkehren. Das GroßhcrzogSpaar wird mit dem Schnellzug gegen 3 Uhr nachmittags über LLieSbadeu nach Groß-Gerau fahren und sich von dort nach Jagdschloß WolfSgarten begeben. L. U. Land eS Universität. Bei dem bevorstehenden Jahr es fest der Land cSuniversität ist der Zugang zur neuen Aula für die Festteiluehiuer ausschließlich von dem Haupteingaug bcS KollcgicngebändeS in der LubmigstraßeßanS vorgesehen. Der Eingang von der Goelhestraße aus bleibt für die studentischen Fahnenträger und die Mitglieder des akademischen Gesangvereins Vorbehalten. Da die nene Anla für einen größeren Kreis Platz gewährt, find bei der Feier, die um 11% Uhr pünktlich beginnt, außer den geladenen zialans Flug flj t b r i n e l i n q und Beaumont. kirchliche r^achrichten 86-88 41—42 59.00—62.00 46.00-48.00 58.00—60.00 45.00-47.00 58.00- 60.00 46.00—48.00 56.00—59.00 45.00—47.00 Letzte Nachrichten Ter erste nndjrigt A b - zur Betobill Gießen, 28. Juni 1911. 05287 Krau Johanna Worch nebst Sinder. Industrie ist in Hessen Die Bank für Handel und zur Anlage von Mündelgeldern geeignet erklärt worden. Bank für Handel u. Industrie Iflglid) jkW vMidcertll Kinzenbach, den 28. Juni 1911. 4189 7. 12 Uhr vorm. 5 Uhr nachm. 60-64 52-58 48-51 Kultuskosten zur katholischen Kirche mehr bei zusteuern. de» O i erwlflt Sotterdicnst. 100-107 88-98 81—86 Unsere Abteilung für Spareinlagen (Depositenkassel verzinst Einlagen in jeder Höhe zu günstigen Bedingungen. DMlIChtlt nahmen 1 evanq flirckrengemernde von den Beiträgen zu den Kultus« kosten der lathvlrschen Kirche befreit wurde, verfolgte die politische Gemeinde Herbstein Berufung an das oberste Ser- Niederlassung Giessen (Darmstädter Bank) Kälber. Feinste Mastkälber ....... Mittlere Mast- und beste Saugkälber . (Geringere Masi- und gute Saugkälber Schale. ClaUmasischase: Mastlämmer und Maslhammel . . . Schweine. Nollsleischige Schweine von 80-100 kg Lebendgewicht ........ BoUstestchige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht......... Voll fleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht........ BoUsleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht . ....... Sprecher entschieden werden. P e t e r s b u r g, 28. Juni. Das Kriegsminiftcrium beschloß, im Laufe des Jahres noch breilcnfbare Mi- litärluftschiffe mit je 3—6000 Kubikmeter Inhalt zu bauen ausschließlich der russischen Werkstätten. Ne ul) ort, 28. Juni. Ter frühere Präsident der Carnegie Trust Company Reichmann wurde für schuldig befunden, dem Bankdepartement der Staaten falsche Angaben gemacht zu haben. Reichmann kann infolgedessen zu einer Geldstrafe bis zu 500 Dollars oder zu einer einjährtgen Gefängnisstrafe verurteilt werden. Das Urteil wird am 30. Juni verkündet werden. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Gatten und VaterS Herrn Peter Worch sowie für die trostretchen Worte deS Herrn Pfarrer Schorlemer sagen >vir Allen innigen Dank. waltunasgcricht. Dieses bestätigte das von dem Provin- rialausschuß Lberhessen gefällte Urteil und haben somit die evang. Gemeinde Mitglied er künftig keine Wien, 29. juni. Das Amtsblatt veröffentlicht die Ernennung des Jrriherrn v. Bi en er t b zum Statthalter von Ricder--i?esterrcich anstelle. des in den Ruhestand versetzten Grafen von Kielmannsegg. London, 28. Jun» iCberhaus.; D-- ändcrungsantrag der Opposition wuroe mit 183 gegen 44 Summen angenommen. Lieser Ab- änd.rungsantrag sevt einen aus sieben Mitgliedern jedes Hauses bestehenden vereinigten \'bt»ichuH unter dem Bors iS eines Sprechers em, um zu entscheiden, ob die Ges eprsvor läge einen rein finanziellen Charakter trägt. Rack der Betobill sollte diese Frage durch den Kassastunden von 8 bis 2 bis Aelrcste Schwemmstein Zabrrk our. Syndik. ientfli au« gute Zemetudielen.Pb.Gres/Steuwred [hv*/iJ Danksagung. Für die vielen Beweise herzltcher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres innig geliebtenTöchtcrchentz sagen wir hiermit unseren tiefgefühltesten Dank. Familie Wilhelm Kuhl. Alice-Lchulvcrein, 2tbt. II. Koch- und Hanshaltungsschule Beginn der ersten hülste deS EmmachkurleS Monte# den S. Juli, nachmittags 3 I hr. £ouer 5 StaMmurage. — Schulgeld 10 IM. _ . . v Anmeldungen werden entgeaengenommen Lteinnrasc 10. a Ä. Tcutich, Borneberm. Kreis Schotten. n. Schotten, 27. Juni. Nächsten Sonntag, 2. Juli, findet das alljährlich wiederkehrende HoherodSkopffest auf dem lllubhause statt. Tic Vorbereitungen zu dem in der Umgegend sehr beliebten Volksfeste hat für dieses Jahr der Zweigverein .HoherodSkopf* übernommen, in desien Händen auch die Festlcitung liegt. Voraussichtlich kommt das vorjährige Festspiel ,Am Wildfrauborn', auSgesührt durch Mitglieder des Franlfuttec Vogelsberger HöhcnklubS, nochmals zur Aufführung. Außerdem hat der Gesangverein Rudingshain unter Leitung des Lehrers Linck seine Mitwirkung zu- gesagt. Yon-? London <• ii i n>endet. 3n bei Sakristei der berühmten Og n i so n t i ki r che zu Floren; ist Feuer an-gebrochen, d»is irevtoollc Kunst schütze vernichtete Bei der Galavorstellung im Covem^arden in London ui einer Dame ein Perlenhalsband im Werte von 300 000 Mt abhanden gekommen. Sie will dem Finder 10000 Mk zahlen. Enbbnt'eier am 1. Juli 1911: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. AachmittagS 4.00 Uhr» Sabbal-AuSgang 9.4U Uhr. 'l.odjcngottcßhieii'i: AlorgenS 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr. Kleine Ta-escöronik. In Aschaffenburg Ivai i sich der Taglodner Weller auf d>e Schienen und unirbe vom Zuge buchstäblich ui Stucke ic richnitte n Keller kam vom . ? o Ium ■Än Der Abfahrt zur amten lüawe Rundstuges Brunel- Roudoir. dir um 10 Ubr 2 irkc-Ki uü il erst r kam :iowvpla Hopp', «Salamander' u. a. trugen. Angeklagte hatten sich 44 eingejunden, die sich auf Awinz, illlie-baden, Worin«, AZeisenau und Frank'urt verteilen. Cs war recht schwer, die Leine unterzubringen, sie nahmen auf den Gejchworenen-, Anklage- und sonstigen Banken Platz. Tie Angeklagten sollen sich durch Auf- nellung der Aukoinaten des gewerbsmäßigen Gtücksspieles schuldig gemacht haben, obwohl sie den hessischen S t e u e r st e m p e l gezahlt und ihnen von den streisamtern der Bescheid toiirbe, daß sie hie Automaten in ihren Lokalen aufstellen könnten. Bier der Angeklagien, welche Ajaren-Automaten aufgestellk, sind der unerlaubten Ansjpielung angeklagt. Mehrere Rechtsanwälte von Atainz, Wiesbaden, Franksiirt, Tarmstadt, Aiorms treten als Ber- leidiger auf. Tie Autouiaten wurden zeitweise in Tätigkeit gesetzt. Als «achverständige sind Pro'. Tr. & o cf e l - Leipzig und Rriminal- jchutzmann ^ung-Franksurt zugezogen. IVJeugen sind zu vernehmen. Tic Aiigeklaglen stellten lid) säst sämtlich aus den -tand- punkt, daß es sich bei den t'Lutoniaten um keine Glucks, sondern um ein Geschitllichiensspiel handele Außerdem hatten sich die »rciäämtcr den Stempel für die Automaten zahlen lassen und hatten sie als Late annehmen müssen, daß sie zur Ausstellung berechtigt seien. Einrelne haben sogar aus ausdrückliches Befragen bei Zahlung des Stempels die Auskunft erhalten, ban ne die Automaten aufstellen konnten. Tie Angellagten nuven sich auch daraus, daß ^itte am Mainzer Landgericht wegen der Glucks- automaten freigesprochen wurden, weil das Gericht von dem ctand- vunkt ausgegangen war, daß es sich um Geschicklichkeitsautomalen handle. Biele der Automaten, die sich im GenchtSsaal bennden. nein Engländer sein 'licbitbrief der Bank T ödes-Anzeige pkM Wetzlar, den 28. Juni 1911. Nachruf! D"/< Wetzlar, den 28. Juni 1911. Nachruf! Nachruf! Wetzlar, den 28. Juni 1911. Wetzlar, den 28. Juni 1911. Der Aufsichtsrat und Vorstand der Buderus'schen Eisenwerke. einer Was Wir verlieren in ihm ein leuchtendes Vorbild strengster Pflichterfüllung und rastloser Schaffensfreudigkeit, einen gerechten Vorgesetzten von grosser Herzensgute, dem das Wohl und Wehe eines jeden von uns am Herzen lag. Sein Andenken wird uns nie verlöschen. allezeit für uns gesorgt • noch vor kurzem hat er in schönen Stiftung sich ein dauerndes Denkmal gesetzt, er für uns getan, wird ihm unvergessen bleiben. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Die n „Kreis wochei fr< Die Arbeiter der Buderus’schen Eisenwerke. Gestern morgen entschlief sanft nach kurzer Krankheit mein lieber, guter Mann, und unser treuer Vater im 57. Lebensjahre. Wir bitten um stille Teilnahme Die Beamten der Buderus'schen Eisenwerke. verschieden. An die Spitze unseres Werkes in schwerer Zeit berufen, hat er mit hingehender Pflichttreue, seltener Energie und ungewöhnlicher Begabung, das seiner Leitung anvertraute Unternehmen sicher und erfolgreich zu dessen heutiger Entwickelung geführt. In der Vollkraft seines Schaffens ist er seinem grossen und verantwortungsvollen Wirkungskreis leider zu früh entrissen worden. Wir betrauern in ihm einen vorbildlichen Mitarbeiter, einen trefflichen Kollegen und einen lieben, aufrichtig geschätzten Freund. In ehrender Dankbarkeit wird seiner stets bei uns gedacht werden. In tiefster Trauer ■> Emilie Kaiser geb. Helling Emmy Kaiser Die Trauerfeier findet am Donnerstag den 29. Juni 4Uhr nachmittags m Trauerhause, Hauserstrasse Nr. 36 in Wetzlar, statt; danach erfolgt die Ueberführung zum Bahnhof. Beisetzung in Melle (Prov. Hannover) am Freitag, dem 30. Juni, 9 Uhr vormittags vom Bahnhofe aus. p’7C rrr.l Lrschei Gestern morgen starb unerwartet unser hochverehrter Herr Generaldirektor Eduard Kaiser Zn' neben hc Landtag! wohnten Dr. 'äv p r c u Ü' schaff National Pros. T ' Es i Ansichten nehme lr annimmt, politisch c okonomen lesungen zitieren 1 Partciwe der Vers' zur Fra stellen, t soll men heftigsten gemacht gemacht haben, c Ueberzeu schrillen, glauben, wisse pe das Zo! auch ni> ich zu t scheidet, aus. N gehalten Projessl Leite i richtig, welches läufig ist frei infowe Tie < Austin Ich h wohl wissen jamme meiner Tuitgcn, inaviidjt hat, wei streite a ökonomil ossizielle eine Grc schäft. ; gewissen! Verteidig und Foh Revision Untersuch Einsicht 1 des Staa durchgcfü! Bereitung« eine jaljn So n Aufgabe । V eine Pri> lautet: begriindu, niche Bcs messen m a.nfchlagt. ilt unverh sieigerung sucht zum ■ dme^erk Vertrag trage ab surückgebi wältigunc Verhältnis Ueberschuj . Dlan US. den: virag de ^harten, nut Nacht, b. ras f ^rnvunil Retieiie h ? 111 au: faltig crkl. Verhältnis m Zch h emeu Ps ^eggeh .»aren Meines y "sacht ma ,UmQl, ive ^keitskk el.blt. He U'iänded' V tragt ; ^riamenl LZL bi, Gestern morgen entschlief nach kurzem Krankenlager unser Herr Generaldirektor Eduard Kaiser. Stumm vor tiefer Trauer, vernahmen wir Arbeiter der Buderus’schen Eisenwerke die Nachricht von seinem Tode, aufs schmerzlichste bewegt durch den Verlust unseres Wohltäters. Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen treuen Förderer aller unserer Angelegenheiten. Wie ein Vater hat er Eduard'Kaiser Generaldirektor der Buderus'schen Eisenwerke Am gestrigen Tage ist unser Generaldirektor Herr Eduard Kaiser W -1