garstig Volz nm dien, wenn er darüber kömmt. Er ist ein Phi--1 nomen von Geist, und ipt Grunde sind diese Erscheinungen in Deutschland selten . . . .Voltaire trat dem Shakespeare (einen | Torr tun können, kein kleinerer Geist wird einen größeren über winden! Emile bleibt Emile, und wenn der Pastor zu Berlin närrisch würde . . . Ich bin mu der unerschöpflichen Schwatz- taftigfeit dennoch Ihr treuester und ergebenster Schüler Goeioc . . So schließen diese vier engbeschriebeuen kostbaren Seiten, uns die Natur des jungen Goethe mit dem Licht seiner eigenen männlichen feurigen Seele erschließend. Au' unbekannte Weise ist dieser tadellos erhaltene Bries in den Besitz eines englischen Sammlers gekommen und wurde in der Autogravhenanklioii Vulh in London im Juni dieses Jahres versteigert Es ist der einzige von allen an Leier gerichteten Briefen, welcher der Weimarer großherzoglichen Bibliothek fehlt. Tas Wiener Anti auariat ühlhoicr und Ranichburg hat den bedeutsamen Bries erworben und ibn so einstweilen vor dem Schicksal bewahrt, durch kauslustigc Amerikaner über den Ozean entführt zu werden. — Bismarckbrücke oder Bismarckdenkmal. Ter ziemlich allgemeine Widerspruch, den das geplante Bis- maradenlmal auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück gesunden bat, ließ, wie bereits mehrfach mitgctcüi, den Gedanken an eine Bi.lnarckbrücke entstehen, die die beiden Städte Bingen und Rndcsheim miteinander verbinden soll. Schon feit Jahren machen die beiden Gemeinderveseit für eine Brücke Stimmuna, die sowohl dem Eisenbahn- als dem Straßenverkehr dtenen soll. Diesen Bemühungen soll nun, wie gestern schon mitgeteilt, endlich Rechnung getragen werden, indem das Reich 350 000 Mk. bereitgestellt hat, die für die Borarbeiten verwendet werden sollen. Wegen oer Stromoerhaltnisse wird es allerdings tauin möglich fein, ijeim zu bauen, obwohl Di. beiden Städte sich lebhaft dafür ins 3vug legen. Tic Brücke wird höchstwahrscheinlich weiter stromauiwarts erbaut werden. £b allerdings die Borschlage eines in Wiesbaden lebenden Offiziers a. T. in Frage kommen, ist mehr als zweifelhaft, da die Erbauung dann auf etwa 15 Millionen Mark zu stehen käme. Er hat seinen Plan einer Bismarckbrücke, die das Denkmal auf einer Rheininsel vorsieht, bereits mehreren Behörden vorgelegt, aber diese haben noch keinen Entscheid getroffen. Es ist heute schon ziemlich gewiß, daß der Plan nicht zur Ausführung tommt. Auch der Ausschuß für das Bismarckdenkmal auf der Elisenhöhe hat sich bis jetzt ablehnend verhalten. Es wäre aber bedauerlich, wenn die Idee dadurch zu Fall käme, da doch das Bismarckdenlmal auf der Elifenlwhe fast nirgends im ganzen Reich gewünscht wird. Ter lebhafteste Widerspruch regt sich im Rheingau, wo man glaubt, daß Deutschland eine Stegesallee völlig genüge Ein Witzbold hat den Vorschlag gemacht, für jedes Ausschußmitgiied des rheinischen Bismarckde>ikmals ein Tenkmal zu errichten, damit kein Berg rechts und links des Stromes ohne „bc- suchenswerten" Aussichtspunkt sei. , . on. — Tie Pariser Schauspielerin Lantelme im Rstein ertrunken. Rach einem aus Emmerich am Rhein in Paris eingetroffenen Telegramm ist Madame Lantelme, eine der hervorragendsten, wegen ihrer Sdwn* Schauspielerinnen, die zuletzt am Theater Renaissance die Titelrolle m der „Gcunine" gespielt . alte, im Rhein ertrunken. In Paris erregt die Nachricht vom Tode der Schauspielerin in der Gesellschaft große Teilnahme, da die Bcrunglückte zu den gefeiertsten Pariser Bu.inensternen zählte und als Gattin des früheren Zeitungsmagnaten Edwards auch eine gesellschaftlich hervorragende Rolle spielte. Tas Ehepaar hatte Anfang Htrli auf feiner eigenen Jacht „'Äimec" eine Bergnügungstonr nach Holland angetreten und reifte dann rheinauswärts nach Köln. Sh 50er. Sonntag den 30. Jo nachm. 5 Uhr Bichlers Hard Morg..Tonnrrsiaa,v.8V,lI Ter Appetit wird ungemein gefördert L Seibels HhHhI 7i SL M 2.50, «/, 1 nur erhältlich. Germania - Drogeri' Carl Seibel, 'et 593 — Kran/türier1 lltlb Sctfiii 8. er w s 11/ Xv sie Halsfreie SÄ# Emvikble Reiner Kor I. M. Nehulhol 031 Televbon IN öromvler Bei fand nach Heilung der chrouiilbn Werstcpfe bureb regelmäßigen @eiw6» JoghurtPuddin ggeforwbaus Nr. U4 Erster Blatt W. Jahrgang Donnerstag, 27. Zuli syst W Gießener Anzeiger für btt Redaktion 112, ~ ▲w w • H polmschen T«tl. »ucp'st General-Anzeiger für Gberyefsen £»& RotationsbrtH und Verlag 6er BrüblfAen Univ.-Vuch' und Steinöruderei R. Lange. Nedaltlan, Uhr empfing die Königin Wilhelmina die belgijdjen Mitglieder des holländisch-belgischen Einignngs- komitees. Dentjche» Ueieh. Die „Vossische Zeitung" meldet aus Elberseld: In der von über 1OUO Personen besuchten H a n s a b u n d b c r s a m m- luiig ipraa) Geh. Regierungsrat Tr. Tuisbcrg über die Gründe Der Hansabundkrifis Ter Zemralverband sollte rechts ziehen. Wenn der Zentratverband ernst fl2itonnr.cn fein wollte, hatte er feine Beschwerde erst den Ausschüssen vorlcgen müssen. Tr. Ries er brauche lern Wort zurüdzuuelmicn. Tic Schisss- vlankc, an der btc Bohrn ärmer nagten, fei zerstört, das deutsche Hansaichiss aber bleibe flott. Ausland. In Paris veranüaltelen am Ticnstag abend hundert juilflC Revolutionäre eine Kundgebung gegen btc Behandlung Der Doluiid-tn Häftlinge und versuchten, i n das Justiz Ministerium einzudriugen Es gelang der Polizei, iic zu zerstreuen. Bier wurden verhaftet. Aus Lissabon nirb gemeldet: Tic konstituierende Versammlung nahm mit 81 gegen 76 Stimmen die Aushebung aller portugiesischen Erben und Ehren- z e i d) c n an. InSkutari raub eine großeKuudgcbungzuGunstcn des bisherigen Lbcrkonimandierenden Torgut 2 ch e i f e t Pascha statt. Tie Versammelten beschlossen, d'.c Regierung zu ersuchen. Die Abberufung Torguts in Albanien ruct- ganglg zu mache«, da sonst Verwicklungen entstehen tonnten. Man haoe volles Vertraue« zu dem Vorgehen Torguts. Präsident Taft hat das G e g c n sei t i g ke i ts ab komme n «i 11 Kanada unterzeichnet. Tas Kabinett von e n c z u e l a ist z u r ü ck g e t r c t e n und ein neues Kabinett mit Tr. Gonzalez Guimau als Minister des Aeußcrn ist gebildet worden. Ein Brief des jungen Goethe. Wien ist, wie die Neue Freie Presse schreibt, augcnblidlid) im Besitz eines kostbaren Briefes. ES ist ein Brief des jungen Goethe an seinen Leipziger Lehrer A. F. Leser. Er trägt das Taium: Frankfurt, 14. Februar 1769. Kaum zwanzigjährig war Goclhc, als er diefen merkwürdigen und inhaltsreid'en Brief schrieb. Kurz nach seiner schweren Erkrankung war es, die ihm der Leipziger Lebenstrubcl gekostet bat. Auf einem Luartbogen feinen Papiers, das trotz seines hohen Alters nur in em zartes tilienbeingelb ab getont ist, sehe« wir vier Setten nut der tadellos deutliche« Schrtst des Tichters gefüllt. Tie Schrift, wohl noch unter der Schwäche der übcritcuiDcnen Krankheit leidend, zeigt keine jugenbheben Merkmale Sie ähnelt Der Schrift Des alten Goethe. Es ist eine schon ganz ,.ausgeschriebene" Scbri’t. IbiDcrlciinbat zeigt sic m Diesem Briefe eine gewisse nervöse Hast, die die regelmäßigen Linien Der Buchstaben mandnmil in Unordnung bringt. Da stellt sich hier und dort ei« Buchstabe steil auf, während seine Nachbarn in der schiefen Positur bleiben, die die Handschrift Goethes sonst immer beibehält. Auch in der Orthographie und Interpunltioit merkt man die Flüchtigkeit erregter Jugend. Goethe meldet dem verehrten Leipziger Lehrer, daß seine völlige Wieberherstetlung noch immer nicht emgetreten ut. Er nennt sich einen „Gesangenen bei Krankheit", obgleich „mit Der nächsten Hoffnung, bald erlöst zu sein". Tas neue Jahr bar ihm die erste Aussicht in das Lebe« geöffnet, und es scheint ihm, als ob „der Winter feiner Natur nut diesem Winker einerlei Evoque haben sollte". Er tröstet den Lehrer. „Frankreich und Spanien fänden Astronomen «ach Kalifornien, den Spaziergang der Venus zu betrachten. Wenn Sie an muh denken, so denken Sie wie Frankreich an die Astronomen. Nennen Sie mich keinen Weggegangenen, nennen Sic mich einen Verschickten. " Er verspricht iviederzukommen wie ein irrender Ritter, der von den Abemeuern Rechnung geben will, die er bestanden hat. Zum Schlüsse des Briefes schwingt sich der Jüngling aus dem Persönlichen in den heißen literarischen Kamvi des Tages auf. »Lessing! Lessing!" — rüst er ^ius. „Wenn er nicht Lc>-«g wäre, ich möchte etwas sage«. Schreiben niag ich nicht wider ihn. Er ist ein Eroberer u«D wird in Herrn Herders Wäldchen Brände. B l! r n 26 Juli. In vergangener Nacht brannten zwei gegenüber dem Bahnhof gelegene hölzerne Gebäude mit Vcr- ™-li.l?bubcn nicbcr- Zwei Angestellte, ein 18 Jahre altes Mädchen namens Rosa Zimmermann und der Zuckerbäcker Au g u st Keppler aus Mainz sind u m g e k o m m c n. 0rl d, 26. Juli. Beim Br ande eines bäuerlichen zmtoeienS tin ^.orse 4! olges Nürzte die Brandmauer ein, wobei eine ^"izahl y c u er iveljrleutc und 9t c 11 u n g s nt a it n I ch a f t e n verschütte! wurden. (Sin Landwirt war sofort tot, ein zweiter und dessen Sohn wurden tödlich verletzt. Auch f •»e 111 f bcf art ben Rettungsarbeiten beteiligte, erlitt schwere Verletzungen. . . Ans Stafct nnd LnnS. Gießen, 27. Juli 1911. — Der Groß Herzog empfing u. a. den Oberlehrer Dr. Ehrhardt von Grünberg; ferner in btsonderer Audienz den Königlich preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Frhrn. v. Jenisch. — Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde am 22. Juli d. Js. dem Schulamtsaspiranten Karl Müller aus Kirch-Göns die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Billings. ** Das Verordnungsblatt für bi e evang. Landeskirche des Großherzogtums Hessen Nr. 8, ausgegeben den 19. Juli 1911, enthält folgende Dienstnachrichten : Ernannt wurden: Pfarramtskandidat Högy zu Ruppertsburg zum Pfarrverwalter in Dolgesheim, Pfarr- amtskandidat Dey rich zu Darmstadt zum Pfarrverwalter in Butzbach (zweite Pfarrstelle). Hofprediger Pfarrer Ernst Quack zu Schönberg wurde zum Pfarrassistcnten in der Pfarrei Gronau bestellt und ihm die Pastoration der Gemeinden Schönberg und Wilmshausen übertragen. Die Schlußprüsung im Juni 1911 haben bestanden: Johannes B e y r i ch von Hohenlauft zu Darmstadt, Arnold Bröckel- mann von Bremen zu Laubach, August Eckhard von Hohen-Sülzen zu Darmstadt, Lic. Samuel Gengnagel von Basrur zu Darmstadt, Heinrich Heß zu Pferdsdorf (Thüringen), Richard Högy zu Ruppertsburg, Bernhard Mangold zu Darmstadt, Heinrich Simon zu Eichloch, Karl Stumps zu Darmstadt, Martin Walldorf zu Dolgesheim, Ernst Weidner zu Herchenhain, Siegfried Werner von Udenheim zu Mdda. Aufforderung zur Bewerbung. Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: die evangelische Pfarrstelle zu Erainfeld, Dekanat Lauterbach; die erste evangelische Pfarrstelle zu Wimpfen, Dekanat Zwingenberg; die evang. Pfarrstelle zu Reint)eim, Dekanat Reinheim^ die evang. Pfarrstelle zu Ensheim, Dekanat Alzey; die evang. Pfarrstelle zu Hopsmannsseld, Dekanat Lauterbach. Sämtlichen Riedeseln Freiherren zu Eisenbach steht das Präsentationsrecht zu. ** Das kriegsstarke Reserve-Jnfanterie- Reg im ent des 18. Armeekorps, das zu einer 14tägigen Uebung icruf dem Truppenübungsplatz Darmstadt zusammengezogen war, ist gestern aufgelöst worden, nachdem es am Dienstag durch den kommandierenden General Exzellenz v, Eichhorn besichtigt worden war. ’• Der Zirkus E. Blumenfeld Wwe., der kürzlich die Feier seines hundertjährigen Bestehens beging und aus diesem Grunde ein besonders glanzvolles Programm zusammengestellt hat, eröffnet heute abend in seinem großen und eleganten Zirkuszelt ein nur auf vier Tage berechnetes Gastspiel. Der Sonderzug traf in Stärke von 56 Axen heute früh um 8 Uhr 40 Min. hier ein und sofort ging die Entladung und der Aufbau vor sich, so daß in ö Stunden alles vollendet dasteht. Der Zirkus Blumenfeld ist als eines der leistungsfähigsten Unternehmen seiner Art bekannt, und der Zirkus bestätigt seinen Ruf durch das Jubiläums-Programm in der nachdrücklichsten Weise. Das Unternehmen verfügt über ganz hervorragendes Pferde material. Aus dem ersten Teil des Programmes ist besonders die hohe Schule der drei Oldenburger Bullen, einer arabischen Schimmelstute und einer deutschen Dogge zu erwähnen, die zusammen von den Herren Gebr. Blumenfeld dressiert wurden. Auch die Freiheitsdressuren des Direktors A. Blumenfeld und ein Reit-Akt zeigen, daß die Leistungen auf einer hohen Stufe der Vollendung stehen. Einige sonstige Darbietungen, unter denen vor allen Dingen die der Schleuderbrett-Akrobaten Trio Holmes genannt werden müssen, vervollständigen den ersten Teil des Programmes in der glücklichsten Weise. Der zweite Teil wird von den historischen Ritterspielen auS dem Jahre 1380 auSgefüllt. ** Konbitorgehilfen-Verein Gießen. Wie in den meisten größeren Städten, so hat sich auch hier ein Äonbitorgehilfen-Verein gebildet. Dem jungen Verein, der am 31. Mai b. I. gegründet worden ist, sind bis jetzt dreivtertel der hiesigen Gehilfen beigetreten. Am kommen- Die Streitigkeiten in der Glasindustrie beendet. In der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberschutzverbandes Deutscher Glasfabriken aus Schlesien, Sachsen und der Lausitz, die im .Handelskammerhause zu Görlitz stattfand, wurden nach mehrstündigen Verhandlungen zwischen dem Arbeit- geberschutzverbande Deutscher Glasfabriken und dem Zentralver- bande der Glasarbeiter und -Arbeiterinnen Deutschlands in Berlin die Differenzen beigelegt und der Aussperrungsbeschluß aufgehoben. Amsterdam, 26. Juli. Die Vereinigung der Hafenarbeiter beschloß mit geringer Mehrheit die W iederauf- nannte der Arbeit. ben Sonntag hält ber Konbitovgehilfen-Verein aus. bem Windhof seine Grünbungsfeier ab. Verbunben i|t die Feier mit Tanz unb einer reichhaltigen Verlosung von Gegenstänben aus der Branche. ** Die Bäume in unseren Straßen haben auch sehr unter ber anhaltenben Trockenheit zu leiben, ba so gut wie nichts geschieht, um bem Mangel wenigstens einigermaßen abzuhelfen. In anberen Stabten sorgt bic Stadt dafür, baß ben Bäumen in ber heißen Jahreszeit genügenb Wasser zugeführt wirb, inbem sie ben Boden teilweise aufreißen unb bie Rinnen täglich mit Wasser füllen läßt. In Gießen aber zieht man es vor, bie Bäume absterbcn zu lassen, wie ein Gang burch bie Kaiser-Allee schon zeigt. Auch bie Schulstraße u. a. Teile leiben unter ber Vernachlässigung. ** D i e Jagb auf Rebhühner unb Hasen scheint in diesem Jahre einen guten Gewinn zu versprechen. Die Hühnervölker, bie schon sehr große Kücken aufweisen, sinb ungewöhnlich .stark entwickelt unb auch bie Hasen jinb infolge ber trockenen Witterung sehr gut entwickelt. Landkreis Gießen. + Großen-Linden, 26. Juli. Der Turnverein Großen- Liuden schreibt uns: In Ihrer Nr. 172 von gestern veröffentlichen Sie einen Artikel, der sich mit der Gründung der hiesigen Turu- gcmcinbe befaßte. U. a. war auch darin gesagt, daß diese Gründung durch die im Turnverein bestehenden Zwistigkeiten hervorgerufen worden sei. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie den genannten Artikel dahin richtig stellen wollten, daß der Vorstand gelegentlich der Generalversammlung im Einverständnis sämtlicher Mitglieder des Turnvereins die Ausstoßung eines Mitgliedes veranlaßte, das durch unaufhörliche Verhetzungen Unzufriedenheit innerhalb des Vereins zu verursachen suchte. Dieser Herr ist selbswerftöndllch auch der Urheber ber Gründung der Turngemeinde. Tie Absicht der Turngemeinde der Deutschen Turnerschaft beizutreten, wird wohl nie zur Ausführung gelangen, da die Deutsche Turnerschaft nur dann einen zweiten sich bildenden Verein aus demselben Ort aufnimmt, wenn dieser mehr als 3000 Einwohner hat: außerdem muß der zweite Verein mindestens zwei Jahre bestanden haben. Beide Voraussetzungen treffen hier nicht zu. = Lich, 26. Juli. Heute vormittag fand ein zur Sommerfrische hier weilender Herr auf dem Fußweg von Lich nach Burkhardsfelden, etwa in der Mitte des Wegs im Licher Stadtwald auf dem sog. Schlagweg die noch frischen Reste einer zerrissenen Brieftaube, welche einen Fußring mit einem Zeichen und der 'Jhimmci 0320g 329 trug. Tie linke Schwinge trug auf ber ersten Flügelfeder bic Zahl 203, auf ber fünften bic Zahl 475 unb ein Pasthorn- zeichen. Kreis Lauterbach. a. Grebenhain, 24. Juli. Wassernot überall, auch hier versagte bie Wasserleitung, da bie Bahn an einem Tag 10 Tenber aus unserer Leitung füllte, weil bic Wasserstation Hartmannshain trocken liegt; außerdem entstand ein Rohrbruch. Kreis Schotten. st. S ch o 11 c n, 26. Juli. Ter DritLeder beim Brande am Montag abend am Bahnhof Schwerverletzten, der Metzgergehilfe Otto Herget, ist heute morgen 3/44 Uhr ebenfalls seinen Verletzungen erlegen. Der ebenfalls verletzte Stationsvorsteher Frey mann soll außer Lebensgefahr sein. Die Beerdigung der beiden erst Verstorbenen, Dr. Georg Rausch und Karl Wolfschmidt erfolgt am 27. Juli nachmittags um 3 und um 4 Uhr, während die Leiche des Otto Herget heute in seinen Heimatsort Kaulstos bei Gedern verbracht wurde. Kreis Friedberg. B. Friedberg, 26, Juli. Ein größeres Fischsterben wurde auch in ber Ufa und ber Wetter beobachtet. Mit Stempelgebühren für bie Karten sind bie Fischereiberechtigten beglückt worden, für bie Erhaltung ber Fischbestänbe geschieht gar nichts. — Bad Nauheim, 26. Juli. Die Sultanin von Baroda (Indien) ist heute nachmittag mit großem Gefolge zur Kur hier eingetroffen. l. Butzbach, 26. Juli. Dieser Tage entwich ein jähriger Arbeiter Steigerwald von Ober-Morschel aus dem hiesigen Zellengefängnis. Steigerwald, der wegen schweren Straßenraubs mit 2x/2 Jahren Gefängnis bestraft wurde, hatte bie Strafe noch nicht lange angetreten. Er war ber Abteilung für Außenarbeiter zugeteilt. Der Genbarmerie gelang es, ben Flüchtling zwischen Nieber-Mörlen unb Nieder-Weisel festzunehmen. Gericytsjaal. — Was einem Redakteur geschehen kann. Ein mehr als sonderbares Strafmandat gegen einen verantwortlichen Redakteur beschäftigte das Schöffengericht Dresden-Kötz- schcnbroda. Im April d. I. erschien in dem „Coswiger Tageblatt" eine Anzeige folgenden Inhalts: „Welch edle Seele bilft einer alleinstehenden, geb. jungen Frau und Mutter dreier Kinder, die Lurch langjährige Krankheit ihres Gatten gänzlich zugrunde gerichtet und verarmt ist, sofort mit einem Scherflein aus büterster Not?" Es folgt Namensunterschrift der Einsenderin. Ter verantwortliche Redakteur des Tageblatts hatte keinerlei Bedenken gegen die Aufnahme des Inserats. Unmittelbar nach dem Erscheinen des Inserats erschien nun, wie wir der „B. Z." entnehmen, in der Redaktion des „Cosiviger Tageblatts" ein Polizeibeamter, um den verantwortlichen Redakteur nach seinen persönlichen Verhällliissen zu befragen, und wenige Tage später erhielt er wegen Bettelns einen Strafbefehl über einen Tag Haft! Der Redakteur hätte durch bi: obige Anvomc im bewußten und gewollten Zusammenwirken mit der Einsenderin und Auftraggeberin fremde Personen um milde Gaden angesprochen .' Der nicht wenig überraschte Chefredakteur beantragte gegen diesen Strafbefehl sofort gerichtliche Entscheidung. Die Staatsanwaltschaft ließ denn auch die Anklage wegen „Mittäterschaft am Betteln" fallen, beantragte aber Bestrafung wegen Vergehens gegen die Armenordnung. 2luch hierauf ging das Gericht picht ein, sondern erkannte auf Freisprechung. Das ist zu luftig, als daß es etwas anderes sein könnte. Die Reform ber höheren Schulen in Preußen. Mit Bezug auf bic zahlreichen Erörterungen über bie Reform ber höheren Schulen ist bie „Norbd. Alla. Ztg." auf Grunb von Informationen an zustänbiger Stelle in der Lage, mitzuteilen, daß bic Nachrichten über grundsätzliche Aenberungen des höheren Schulwesens und über die Berufung einer Schulkonferenz nicht begrünbet sinb. Mrche Schule. Der Zwischenfall in der Luisenkirche in Charlottenbnrg. Berlin, 27. Juli. In mehrstünbiger Sitzung befaßte sich gestern nachmittag bas Konsistorium der Provinz Branbenburg unb bes Stabtkreises Berlin mit ben bekannten Vorgängen in ber Luis en kirche in Charlottenbnrg am letzten Sonntag, wo Offiziere bic Mannschaften zum Verlassen bes Gottesbienstes veranlaßt patten. An der Sitzung nahm auch ber Militäroberpfarrer Goens teil. Den Vorsitz führte Professor Stein- Hausen. Das Ergebnis ber Verhandlung wirb vorläufig noch geheim gehalten, doch ist eine Entscheibung noch nicht getroffen worden, ba bic Untersuchung noch schwebt. Pastor Krantz würbe von bem Konsistorium um umgehende Gin* fenbung der Sonntagsprebigt, bie ben Anlaß zu bem peinlichen Zwischenfall gegeben hat, ersucht unb wirb heute bem Verlangen nachkommen. Das „Berliner Tageblatt" melbet: Das Schreib en bes Pastors Kraatz, worin bieser bie Eröffnung bes Verfahrens gegen bic Offiziere beantragt, lautet: „Dem Hochwürdigen Königlichen Konsistorium unterbreite ich folgende Eingabe. Am 23. Juli vormittags 10 Uhr hielt ich in der Luisenkirche den Hauptgottesdienst ab. Zugegen waren u. a. mehrere Offiziere mit Mannschaften, denn die Charlottenburger Garnison bot bei uns Gastrecht. Ich predigte über den Text: Kapitel V, 35/42. und legte in dieser Predigt meine Stellung zum Falle Jatho dar. Als ich dreiviertel Teil meiner Predigt gehalten hatte, erhoben sich die Offiziere, gingen lärmend die Treppe hinunter und ließen die Soldaten abrücken. Die Gemeinde wurde in nicht zu beschreibende Aufregung versetzt, beruhigte sich aber, weil ich meine Predigt unterbrach, bis die Soldaten mit lautem Gepolter fort waren, und dann ruhig weiter • predigte. Die Entrüstung über diese Störung des Gottesdienstes 'ist eine allgemeine. Ich selbst kam in die Gefahr, einen Schlaganfall zu bekommen, zumal ich erst vor kurzem : von einer, durch den Arzt mir verordneten Kur zurückgckommcn bin. Selbst wenn man mit dem Inhalt meiner Predigt nicht einverstanden war, durfte man in dieser Weise ben Gottesdienst nicht stören. Die vvn mir gehaltene Predigt sende ich dem Königlichen Konsistorium in den nächsten Tagen ein. Ich bitte das Königliche Konsistorium, die Namen der betreffenden Offiziere feststellen zu lassen und erhebe hiermit gegen die Herren Anklage wegen Störung eines öffentlichen Gottesdienstes," Sturtenvuig und Nheinhesscu. ! Mainz, 26. Jilli. Infolge der? großen Hitze macht sich hier ein starker Eismangel bemerkbar, der selbst dadurch nicht gedeckt wird, daß täglich große Mengen Eis von Frankfurt zugeführt werden. — Der D-Zug Köln- Mannheim, ber um 3.16 Uhr hier fällig ist, mußte wegen eines Maschinenschadens bei Heidesheim auf freier Strecke liegen bleiben. Eine von Bingerbrück herbeigerufene Ersatzmaschine brachte ben Zug gegen 5 Uhr in ben hiesigen Bahnhof. Die Züge konnten daher zwischen Ingelheim und Budenheim nur eingleisig verkehren, wodurch der ganze linksrheinische Fährbetrieb um nahezu brei- viertel Stunden gestört würbe. Hessen-Nassau. [] Aus bem Kreise Marburg, 27. Juli. (Unwetter.) Nach ben heute aus bem westlichen, südwestlichen, südlichen unb südöstlichen Teile des Kreises einlaujenben Meldungen hat bas Unwetter, das gestern abend die seit Monaten herrschende Trockenheit ablöste, neben bem erquiefenben Regen, ben es brachte, auch vielfach unberechenbaren Schaben angerichtet. Der heftige Sturm riß nicht nur bie Aeste und Zweige ab, fonbern es würben hunberte von dicken Bäumen aus ber Wurzel gerissen. In manchen Orten, z. B. in Hachborn, würben bie meisten Dächer abgebeeft unb bic Fensterscheiben zertrümmert. In Ronhausen würbe ein Häuschen burch einen umstürzen- ben Baum völlig zusammengeschlagen, im Salzbödetälchen, bei Beltershausen, Moischt unb anderen Orten gabs strichweise Hagel, ebenso richtete ber Sturm auch in ber Amöneburger Gegenb großen Schaben an. Am schlimmsten gings enblich in ber Nähe Marburgs, bei ber Neumühle, zu. Dort fiel im Walbe oberhalb ber Steinbrüche ein Wolkenbruch, ber halb bie ganzen Ortschaften unter Wasser setzte unb Menschen unb Vieh in Gefahr brachte Die ausgetrockneten Bäche bort würben zu Strömen unb rissen Steine Unb Baumstämme mit fort. In Wolfshausen Roth, Wenkbach, Argenstein unb Fronhausen waren bie Dorfstraßen überflutet, vielfach mußte bas Vieh aus ben Ställen gerettet werben. Währenb bes Unwetters ging in Schrock bie am Ausgange nach Roßdorf zu stehenbe Scheune bes Lehrers Kräuter in Flammen auf; mehrere Male schlug auch ber Blitz in Kornhaufen ein. X. Hanau, 26. Juli. Die städtischen Körperschaften haben die Aufnahme einer Anleihe von 400000 Mark bei der v. Stummschen VermögenZverivaltiing zu 4 Proz Verzinsung und 1,8 Proz. Abtrag beschlossen. zv Wiesbaden, 26. Juli. Seit Moistag nachmittag ist ber hier an der höheren Töchterschule angestellte Seminarlehrer Fritz Werner verschwunden. Da sein Hut unb Stock am Rheinufer gefunden wurde, so nimmt man an, baß der seit einem Vierteljahr erkrankte Lehrer Selbstmord verübt hat. , v w Siegen, 26. Juli. Von einem Transport Schweine, der gestern hier eintraf, waren 41 Tiere infolge der Hitze verendet. ; Universitäts-Nachrichten. — DerneueKuratorberUniversitätMarburg. Wie in Posen verlautet, soll der Oberregi^ungsrat bei der dortigen Regierung, Hassen pflüg, zmn >rürator der Universität Marburg in Aussicht genommen fein. jJcan nimmt hier an, daß dieses Gerücht den Tatsachen wohl cntsrneck>en wird, da Hassenpflug - ein Sohn des lruheren hessischen Ministers Ludwig Hassenpflug — mit den Verhältnissen in Marburg wohl vertraut sein dürfte. In der Kuratorftelle wird er Nachfolger des verstorbenen Wirllichen Geh. Lber-Reg.-Rats Dr.. Schmidtmann. Arbeiterbewegung. Ein großer A rb c i t c r a u s st a n d in Mannheim. Mannheim, 26. Juli. Wie die Verwaltung der badischen Anilin- und Soda-Fabrik mitteilt, haben seit gestern nachmittag etwa 8 00 Mann unter K o n t r a k t bru ch die Arbeit n i e d c r g c 1 e gt. Tie Gesamtzahl der Ausständigen beträgt zurzeit 1013 Marrn, , • Arbeiterunruhen in England. Cardis f, 26. Juli. Bei dem gestern in Williamstown in den Ely gruben ausgebrockenen Tumult war die Polizei gezwungen, mitKnüttelngegendieGruben- arbeiter vorzugehen, um die Schüsse und Steinwürfe zu erwidern. Auf beiden Seiten wurden Leute verletzt. Die Ordnung wurde erst wieder hergestellt, als Militär zu Hilfe kam und die Ruhestörer mit aufgepslanztem Bajonett zurücktrieb. Vermischtes. * Die Hitze unb bet Weinbau. Dje letzttägige yrhe beginnt bem Moselweinbau schädlich zu werden. Die jungen Beeren verkümmern zum Teil. In der Gemar- fung W i n n rügen rechnet man mit einem beträchtlichen Ernteausfall. ’ * Wor an man einen guten Gärtner erkennt. Cm vornehmer alter Herr war vor einiger Zeit genötigt, einen neuen Gartner emzuste len. Eines Morgen? stellten sich ihm, Ptpffunn ^irU.9°sfCr ."World" erzählt, zwei Anwärter auf die s°°L ’ ?er eine war ein sehr anständig gekleideter Mann, wahrend der andere nach feinem Auftreten wie nach seiner äußeren Erscheinung viel weniger einnehmend war. Nach aan; kurzem Ao^bnr wahlle der alte Herr den zweiten Gärtner. Ein Freund, der gerade bei ihm zu Besuch war, und bei der Szene zugegen ' "L C' kkrst-un-u über bie WM unb W- ipn. „Hat der Mann denn schon einmal bei Ihnen gearbeitet*" - „N-m." erwiderte fein Wirt, „keineswegs Ich bX roetet K".axs «SA» & ÜMSÄ Sie ibn an 2 ’2" de" Knieen gestickt sind, dann stellen Sie ihn nrieberTeg!^ ^"boden ^stickt ist, dann schicken Kleine Tageschronik. am Ä Her @ = Wittersturm ^mg überS^t Wasser; zahllose Keller wurden weqs , Qm 3'ipr !rtr?peUCr^C^r^ai ihrer ganzen Stärke unter» Plätzen ^d?r ^^onapark und an verschiedenen Bäumen unb ba.5 Unwetter erheblichen Schaden an ein im x angerichtet Der Blitz schlug sechsmal branntet Tter9artLn wurde eine alte Linde getroffen, die lichterloh als eTaJ°cinem9nnrf^n!ann- Schlager wurde am Dienstag, Blik n/tnt t fahrenden Lastkahn arbeitete, vom .■on& gelotet, .^en; neben ihm stehenden Besitzer des Zahns Textor's Möbl. Zimmer | Tel. 119. -um Schweine- 4irUCllll tuttcru auf so- )06U5Ö 3 Zimmer bst ( Bauplatz qm I am Hamm bh J Amtlicher Teil. fort gesucht. 1 9a g e n los und sausten den abschuisrgen Schien ensttang hinunter. Tie Wagen durch Kuchen die nferne Einfriedigung des Bahnhofes uno niesten ■ " r rtrümmcrt »al. c geschehen kann, (fr jcgen einen veranllvorilicha Gericht Dresden.-»» erschien in dm „Comign Inhalts: „Welch tbic en Frau und Äuiicc bräl kheit ihres Gatten gänzli» sofort mit einem Lcherileu ammsunlerschrisl der Ihr ifteur des Tageblatts Hain ic des Inserats. Unmiti:l > erschien mm, mit ivir bt: des „Costtnger hgtblitir etlichen Redakteur nat (fragen, unb wenige T. s einen Stra/besehl f :c durch die obige An», wirten mit der üin/wcta t um milde öaben e :e Chesredalieur hvMagle e Emsclseidung. Tic iuaii age wegen „Mittäleiichar : Bestrafung loegcn Le. uch hieraus ging das 9t- f Freisprechung. Tas r: ein könnte. Versteigerung. Samstag, den 29. ds. Ä)ttS.. uachm. 2 Ubr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung : m r , Mehrere BüseltS in Nußbaum und Eicken, 2 Sofas mit llmbau, 1 Saireibtlfd), 1 Kredenz, vier Vmolcum ■ Tcuptchc und 1 Ta^ visserieTevoick. 4<1ü Tic okgenüanbc find vollst, neu. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Born, Eericktsvolljieher in Ziehen. Amrlicher wclicrdc richt. Deff entliehe Detterdienststelle Giefeen. Verlauf bet Witterung (eit geilem früh: Ta» im ■ often bringt langsam südwärts vor, während bati weltliche T>es etn»a8 verflacht. Ueber Thtfclenropa steigt der Druck wieder etwa», so daß für morgen ferne wesentliche Aendernn- zu ernxtten *; Wetterai'»uchten in Hellen am Freitag, Dem 28. Juli 1M1: »Tjieift heiter und trocken, warm, stellenwei'e ServUer. Schnaken necken nicht, wenn man sich mit Hecontipulin (Slaß 50 Vfg.1 emrcibL [46/6 Adler Drogerie,Selteröweg39 Otto Schaaf. Neue marinierte Heringe Neues Sauerkraut Neue Talz-u. Essiggurken 46181 empfiehlt I. M. Schulhof Marktvlat» 4 Telephon 1 Id. V. H. C. j Zweig-Vereit Giessen. Morgen abend Tcrrasfc. Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch u. Freitag v. 9 Ubr norm, ab sriick bei Frirdr. Moll. Hofhöcker. 8,13” 1» — 243 qm befreite hinter dem 3tccg. zwifck derEhaussee und dem Mittelweg 8113**' o = 905 qm Bauplatz das. 13/13“/«. - 254 . ioLtgeschastt hatte, brach er zusammen und legte ein Geständnis ab. Unter der Selbstbezichtigung des Mordes würbe der Gelegenheitsarbeiter Berger- Pankow in haft genommen fx will einen Gutsbesitzer in Niederösterrerch ermordet und beraubt -oben. Ueber einen Eis enba h n u n s a l l in Köln wird folgende ndlttbf Meldung verbreitet. Am Dienstag abend 9,42 Uhr freiste die Lokomotive des aussahtenden V-Zuges Nr. 5 nach Zerlin aui dem hiesigen yauptbabnboi die Lokomotive des auf hem Nachbargleise stehenden E t l z n g e s Nr. 55 na ch E l b e r- reib, .weil der Aufsichtsbeamte den Auftrag zur Absuhrt gegeben, ohne die Stellung der in Betracht kommenden Ausiahxts- 'gnale zu beachten. Beide Lokomotiven entgleisen, upet Wagen wurden unerheblich beschädigt. Das Perwnal blieb unverletzt, der Materialschaden ist unbedeutend, der Betrieb nicht qefjfcjrt Der D-ßug Nr 5 erhielt zwei Stunden, der Eilzug Ar. 55 eine Stunde Verspätung. K 13611 , b"/j Toi,iiere>tag,21.August 1911, nack.iunags 3 Ubr, rocibcn in unserem Amtszimmer die dein Vubrotg Müller in Lützellinden und der Karl Diebel Ehefrau m Wichen zu je ’/» Augeidiriebcncn nackitehend verzeichneten Parzellen ucritcigcrt: 1949 — 143 am Grabgarten in der Neustadt, r 195(1- 444 qm vof reite daselbst. Giefeen, den 12. estclltc, ein 16 Jahre altt; nb ber ßueterbäder 2lu gu >: c ko m m e n. öranbe eines baucrltaK-- bie Brandmauer cm, w und Netlungsmann Ein Landwirt war urbcn tödlich verlebt, «w Mlungsarbeiten beteilig!^ In Konstantinopel und am 8 Orl«w»e vor gekommen, darunter zwei tödlich, vom 1. Ium ms im ganzen 32 ildalerasälle. davon 18 toMitb- „i-r x» in Taisun, der Tokio und flotobamo pnn tattc, errruhte am Mittwoch morgen drei und richtete einen cu*nethbntrn -cdaden on 43cN^r Stadioiertrl sind überflutet, etirwi burtfwrt Menstl^n fanb^i ten Tob. ^hTjig Leichen wurden bisher geborgen. Mvn beHrremet den Untergang vieler Sänne___________— Keliannlmachung. Bet r.': Maul- und Klauenseuche in (Hierftabt. «lathbcm die Maul- und Klauenseuche in dem Ve- Höft des Reinhard Bender zu Eberstadt erloschen fft, werden die in unserer Sctatnttnadmna vom 13 Juli 1911 Kreisblait Rr. 54 bezüglich dieses Seuchenausbrsches für das Leuchen gehöft und die Gemarkung Eberstadt an geordneten Maßno hm en aufgehoben. Tie Gemarkung Eberstadt wird jedoch bis auf Weiteres in das bestendc BeobarKungsgebiet emhezogen., Gjekco. den 27. Juli 1911. Kroßherzoglicher Areisaml GiestyL, , L K-.' Levgkk«a»L z -n England ftem inWilliom-. ’cnen U gegen bic Ä?' ÄrÄ eilt, als er Glasindustrie k, iruen^unb bem Bentralber- nnen Leutichlands in 9Ur[.r perrungsbeschluß auigchoben Vereinigung bet Lasen ^hrhcit die Wiederaus. Neue MM I«. Scttcraucr gelbe. Perle von Erfurt, offeriert ab hier pro Ztr. Mk 4.75 infl Sack gen. Rackn 51. Simon IL, t»ckze1l m der Wetterau. Telepb Anschl. 4406 Tie Vieierung und riutiiclluug von rö.430m idnnicbccifernemGeländer für Bauwerke auf Bahu- hoi Bad Nauheim soll vergeben werden. Zeichnungen und Ange- botSmuster liegen im Geschäfts- nebäube der Bauabteilung zur ?instcht aus und können solange der vorrat reicht, für HO Pfg. leinschl. Zeichnung, portofreie. m- sendung des Betrages und nicht in Briefmarken, bezogen werden. Tie Angebote werden am 11. August vormittags 10 Uhr gcömiet. Zuschlagsfrist 4 Wochen. I Id* ; (Arvfib. vcst. Eisenbahn Bau- abteiluna Friedberg.____ Tonnerstag, 17. Augnit 1911, nachmittags 3 Ubr werden in unterem Amtsziuimer die dem Georg Bill in GieHen zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: tteraiigen und Borohau! verschwinden sicher durch mein Hadlkat per Flasche 50 Pfg. German ia-Drogerle Carl Deibel 3713 Tel. 593 — Frankfurter Ttr. 39 mit einem Fuhrwerk zusammen, das vollständig zert---------- wurde Ter Kutscher und das Pferd erlitten schwere Sfrle&ungcn Auf ihrem weiteren Wege durchschlugen die Wagen die Mauern tcs. Einbau. lch!IM :Umit einem «Ü* ten gärtner erlcnn: [t, zwei äiuvau» anständig gekletd^ rete,lWlC?Ä^ 1b Ml. r7 [rin Sttuti eiten Lattner. und bet der Q ,rü.;. t über ^c.2 öearbi^' nmal bet Auen 0 ^ keineswegs. w «’.Sfe id; dann oe h a ein r;- :k erlie W riet N dL, M«I ■ ti« »w.r7 ern Ä d-«> E, Husche (fier Siebeier, 10 St. 75 Pfg.. Vogelsberger Vanbeier, St- 0 Pfg. empf. B). Ullrich, Schlohgassc 7. ’(6U54 ^2cart8pott R* le,e *1- k §• - ^erhältnjis^'!"pkn K ‘utatotiieU "ff $otbu. jung. Freitag, den 2K. d. M., nackm. 1 •/, Ubr, wirb bei ber Neunillhle bie Kornernte von 4 Parzellen bei Beuern versteigert. Bersteigerung bestimmt. 4/12 G c i feier. Äerickti-vollzieber 13/13u’/iox. -167.9™ Hofreite bafelbft 38'49"/,°° 4fÖ qm \ SaupL am vatnm früher 38, 49*.,,« — 286 qm V 3K 49* ,* Hofreite bafelbft ( Bauplatz 38/49*/.. - UL hofreite bafelL.. Wasili-Äiijialt Sdjiuün Vicbiaitrafic 63 übernimmt jede An Wäsche zum Wasche» n. Bügel» bei abfolutcr Schonung. Für nur Walcken und Ti ocknen billigste Berechn. I0K745 Frucht- pressen u. Messingkessel empfiehlt «« J. 13. Häuser Neu*ladt 56 Telephon 660 Heiteres t'ierh spännig gcsabr I zu verk. Schützenstraste 35. *" Killt örutidic Wtthiindin schwarz, 4 Dion, alt, mit Siammb. ein Bernhardiner - 2 Fahre alt, zu vcrk. Waitniirt Ltork, Nodbeim a d. Bieber. ( sagt bie Geschäftsstelle beß Oliencner Anzeigeio Mt. sooo Lchrisil. Angebote unter 010608 an den Giestener Anzeiger erbet. Ei» HauSburschc fotort gesucht. 4708 Bäckerei Krämer, Kreuzvlatz 11. ZiiHkr iüiibtttr Bursche zum Austragen gesucht. 4,19 LclterSweg 23 (Laden». der sckmnede der Äa»ck»nenfabnk von Hent'ckel, grofee Verwüstungen anrickstend, dock» eneuttr btrr die Fahrt ihr Ente. Aus Emmertch wird ^emrlbct: Tie Lende der fron» zSsischen Schau fpielertn Lantelme-Edwards, d:e auf einer BergnügtrnasfahN auf dem Rhein ertrunken ist, wurde bet Cbernumntcr gefunden In Kiel sind 312 Lehrer aus allen Gauen des Reiches auf Einladung des deutschen 7rlottenvere,ns am Mittwoch abend tm Sonderzug in Shcl nngetrofkn. Es fand eine Bc^rufeung statt Tie Gäste bestchttgen Tonnerßtag und Freitag tue SZanneanlagen KielS und begeben fick dann il a. nach Helgoland und Bremen. Bie aus Görlitz «meldet wird, kam es infolge eines Streu es zwischen polnischen Arbeitern und einem Streikposten auf dem Bahnhof virsckfelde zu Messerstechereien, wobei fünf Arbeiter schwer verletzt wurden. Im Lausitzer Kodlenrevier stehen die Tagebaue bei Grünewald zwischen der Emanuelgrube und ZacornegoSdv, sowie 300 Torfwiesen in Flammen , Aus Rom meldet man: Tas Aut 0 m 0 b 1 ldes ruft n dien Fürsten Usuross, der in Gesellschaft einer fron zoll» chen Tarne nach Gr c iso netz Bezirk Turin) fuhr, sticfe * euren Prellstein und stürzte in einen Graben. Der Fürst und ferne ®etabrhn r. urben von der gerade vorüberfahrenden nönigiN-Mutter Siargbe- rüa in hoffnungslosem Zu stand in das Krankenhaus nach Ehiassv gebroctu. _ , ,,, , . . m r , Rach dem Aonstantinopeler Polizerbencht brannten m B a l a t 485 Käufer, 78 Läden, fünf Schulen und vier -ynaavgen nieder Weuidh-nlcbcn iuti) nicht zu beklagen. Der Bericht stellt fest, dafe ->3 Feuer durch Zufall entftanben. Tie Blätter »chapen den ?.'.7.:erialschaden, den die Brände am Sonntag und Montag an- richteten, auf fünf bis sechs Millionen Psund. Auf ber Station Zagodina in eertnen ist t^r Rischer P e r f 0 n e n z u g mit einer Lokomotive zufannnengestotzen und entgleist. Der Lokomotivführer und zwei Schaffner wurden schwer, mehrere Personen leicht verletzt._________ 06062) Alte Flaichcn und «rüge kauft R. Körber, Robheun-Ltr. 40. 100—200 Ztr. Keu zu kaufen gekuckt- J*7? H. Bender. Bleichitrane 3. Ausgckämnite Haare werden angekauft. 06069 Hauo Gäv, Aserweg L stehend - s micttr Xannenprügcl • zu verkaufen. aaifer-Allee SV. Smoking - Anzug faft neu, für 16—18 jährig, jungen Mann passend, iebr preiswert zu verkaufen. Qft Anlage 12 UI., zwilchen '/L und 3 Ubr. 06071 Ä ecljrotfonjufl • Wegen Wegzug von bter noch su verkaufen: 1 Schlafzimmer- Einrichtung, 1 Tisch, 1 Schreib lisch, 1 Küchen,chrank u. einige «üchenlachen. (ttocthettr. tt2 II. Gelernte tiichtige Krankenpsieqerin übernimmt Pflege und Rächt wache. Nah Lonnenttr. 12 II. Körbe u. Stühle werben schnell und billig geflochten. F. Glöcklc, n-b Wohn. Neuen Baue 2. 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