16<. Jahrgang Zweiter Blatt Nr. 96 Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberhesien Tie „Gießener Zamilienblätter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Hüllblatt für den Kreis riehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Lett- fiagen** erscheinen monatlich zweimal. Dienstag, 25. April 1911 Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'lchen UnwersitätS - Buch- und Steindruckerei. 91 Lange, Dreßen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: bl. Redaktion: 112. T.el.-Adr«Anzeigern1>us- über bicic Angelegenlmtt nut der Regierung beraten hat, ob man nicht wegen Schuldentilgung der sehr bebeutenben Staatsschuld, die wir übernehmen müssen, etwas im Wege der Gesetzgebung tun sollte , wurdedas auch von mir angeregt. Es wurden verschiedene Bedenken erhoben, einmal das Bedenken, daß man sich nicht im voraus binden könne, bis man die Sache genau übersehen könne. Schließlich waren wir ja alle einig, daß getilgt werden müsse und wir haben auch bei Berechnung der in Aussicht stehenden Einnahmen aus der Verstaatlichung die Ziffern 600 000 Mk. mit in Rechnung gezogen." Das Urteil über die Berichterstattung des Herrn Grooß überlasse ich nach dem Gesagten dem Leser. Als Fazit meiner Darlegungen darf ich wohl das sagen, daß den Ausführungen des Herrn Grooß eine solche Reihe von Mängeln anhasten, daß ihre Lektüre, man mag sich zu der Beurteilung der „Revisionssragc" stelleit wie man will, mit größter Vorsicht zu treiben ist, daß cs eine sehr gewagte, ja gefährliche Sache ist, sich der Führung dieses von durchaus einseitigen Gesichtspunkten geleiteten und von einem wahren Parteifanatismus getriebenen Herrn anzuvertrauen. Haben die vorstehenden Ausführungen, die nur eine Auswahl sind und sein sollen, dargetan, daß Herr Grooß sowohl in bezug auf Zahlen mitunter sehr unzuverlässig ist, und das namentlich im Sinne seiner Ansichten, als auch in seiner Darstellung von Tatsachen und Reden, so wird folgendes Beispiel ihn auch als einen schlechten Propheten kennzeichnen und zwar aut seinem ureigensten Arbeitsgebiet. In seiner Schrift: Die Finanznot Hessens nsw., erschienen 1910, schreibt er auf Seite 5: „Für 1910 ist nun in dem Voranschlag ein Eisenbahn ertrag von rund 12 Millionen vorgesehen, für dessen Höhe auch jetzt noch wenig Wahrscheinlichkeit vorliegt. Aber trotz dieses wohl zu hoch gegriffenen Ansatzes schließt dieser Voranschlag mit einem Defizit ab uff." Ich habe s. Z. meinen Augen nicht getraut, als ich dies las. Wußte ich doch aus den allmonatlich veröffentlichten Einnahme- bcrichten, daß diese Einnahmen jeden Monat um mehrere Prozent (etwa 5) höher warm, als die entsprechenden von 1909, das schon einen wesentlichen Fortschritt gegenüber dem K-riscnjahr 1908 gebracht hatte. Tiefe Tatsachen kämm doch schon im Februar 1910 in der Ersten hessischen Kammer, die sich überhaupt besser unterrichtet als die Zweite Kammer erwies, (siehe Gieß. Anz. 16. 2. 1900) zur Sprache. Ferner hatte Finanzminister Tr. Gnauth in seiner Erwiderung zugegeben, daß unsere Rcineinnahme für 1909 etwa 12 400 000 Mark betragen werde. Herr Grooß müßte doch wissen, das; bei Hebung der wirtschaftlichen Konjunktur die Einnahmen der Eismbahn steigen mußten. Und was den Ausgabekocffizienten anlangt, so müßte Herr Grooß aus seiner Erfahrung doch wissen, daß bei Verminderung der Einnahmen und Beibehaltung des gesamten Betriebes der Aus- gabclocffizient größer werden und bei Steigen der Einnahmen er wieder fallen muß, um so mehr, als ihm auch hätte bcFanitt sein dürfen, daß der preußische Eiseubahuminister in der Krisenzeit (1908) aus sozialen Gründen ausdrücklich bestimmt hatte, daß fein Beamter und kein Arbeiter entlassen w e r d c n d ü r f e. Bei ausgiebigerer Beschäftigung in dm besseren Geschäftsjahren 1909 und 1910 mußte ja das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben ein günstigeres werden. Das weiß jeber Kaufmann, das wissen auch andere Leute, und auch Herr Grooß hätte es wissm dürfen. Er hat auch nicht einmal die Entschuldigung eines Finanzministers für sich, der sich vorher eine U c b c rschätznng der Reineinnahmen geleistet hatte. Tie Erste Kammer unter Führung der Herren v. Heyl und Bantdirektor Parkus setzte dann auch durch, daß in das Budget nicht die von Finanzminister Tr. Gnauth vorgcschlagenm 12 Millionen — die Herr Grooß aber noch für zu hoch hielt — eingesetzt, sondern 12 650 000 Mark eingestellt wurden. Tazu wurde feiten» dcr Ersten Kammer bemerkt: „Wmn man sehr vorsichtig einstellt" (Gieß. Anz. 16. 2. 1910). D i e Wirklichkeit hat bekanntlich diese Erwartungen weit übertroffen Unsere Reineinnahme aus den Eisenbahnen für 19 10 beträgt bekanntlich 15 200000 Mark, also 3200 000 Mark mehr als der von Herrn Grooß an gezweifelte Etatvorschlag. Sollten solche Tange die Leser- nicht bedenklich stimmen gegenüber den Darlegungen des ehemaligen Tirektors der Hess. Ludwigs- bahn, der doch stets auf seine Autorität pocht und seine Widersacher, wie z. B. Herrn Quaatz, als Personm betrachtet, die sich eigentlich an ihn nicht hevanwagen füllten? Herr Grooß scheint in seiner Schwarzseherei in allem, was den Eisenbahnvertrag be- trifft, so befangen, daß cs ihm kaum noch möglich ist, die Tat» achen und die Personen objektiv zu würdigen. Ich will es mir versagen, die Begebungs - und Unterlassungs- ünden des Herrn Grooß in seinen Broschüren und Zeitungsartikeln noch weiter aufzuzählcn. Tas Werk des Herrn Professor Biermer wird hofsmtlich in weite Kreise bringen und Aufklärung chaffcn und bieie bedeutsame Frage in bas Gebiet reiner Sachlichkeit zurückführen; denn wenn cs auch der Derdicnst des Herrn Grooß ist, die Frage in Fluß gebracht iu haben, so ist es auch eine Schuld, daß sie in da? Fahrwasser tendenziöser Partei- Politik gelenkt morben ist, daß die schwersten Irrtümer ins Puh- likurn, das zumeist keine Kontrollmittel hat, getragen und falsche Hoffnungen geweckt worden End, ja die Entwicklung der Unter - uchungen durch seine äußerst einseitigen Darlegungen in eine falsche Bahn gclenft worden ist. Unsere hessische Presse aber hat die Aufgabe, das von Herrn Professor Biermer gebotene Material ins Volk hineinzutragen, dafür zu sorgen, daß es diesmal nicht geht, wie mit den Materialien, die in der Denkschrift unserer Regierung von 1908, in dem großen Artikel von Ouaatz: „Ein Kapitel preußischer Vcrkehrspolitik" und einer hiesigen Doktordissertation — verfaßt unter Leitung des Herrn Professor Biermer — medcrgelegt sind, nämlich daß sie dem breiten Pub- likimr unbekannt geblieben sind. Vielleicht wird die Frage einmal hier öffentlich behandelt mit anschließender Diskussion. Leider geschah dies im Anschluß an den sehr interessanten Vortrag des Herrn Regierungsrats Dr. Eno res infolge Zeitmangels nicht. Beim Kaiferpoar in Korfu. Achilleion, 24. April. Tas österreichisch- ungarische Geschwader ist heute vormittag im Hafen von Korfu eingelaufen, nachdem es beim Passieren des Achilleions die Kaiserstandartc salutiert hatte. Etwa vierzig Offiziere des österreichisch-ungarischen Geschwaders trafen unter Führung des Geschwaderchefs, Kontreadmirals Edler von Kunsti, gegen 4 Uhr hier ein und wurden vom Kaiserpaare auf der Achilleion- Terraffe empfangen, worauf der Tee genommen wurde. Der Kaiser verweilte im Kreise der Herren bis gegen 6 Uhr. Die Offiziere gingen hierauf durch den Park, an dem Denkmal der Kaiserin Elisabeth vorbei zum Pier hinab und kehrten auf dem Wasserweg zu ihren Schiffen zurück. Heute abend war beim Kaiserpaar auf der „Hohen- zollern" Souper und Tanz. Es nahmen daran teil die Majestäten, Prinzessin Viktoria Luise, die griechische Königsfamilie mit Gefolge, die österreichischen Offiziere, die Kommandanten der drei deutschen Schiffe, der Kommandant des griechischen Kreuzers „Spctzsai", der Präfekt, der deutsche Gesandte Freiherr von Wangenheim und Gemahlin mit Tochter, der österreichische Generalkonsul in Korfu, Merle, der deutsche Konsul Spengelin mit seinem Bruder und Professor Doerpfeld. Die Betrügereien in Zranireich. Paris, 24. April. Gegenüber dem Einspruch der von vielen hervorragenden M ii u st lern, insbesondere Malern und Bildhauern, gegen die erfolgte Verhaftung des Architekten Ehedanne erhoben wurde, erklärte ein Beamter des Ministeriums des Aeußern einem Berichterstatter, die Urheber des Protestes schienen von einem Gefühl der Dankbarkeit beseelt zu sein. Ehedanne habe ihnen viele Bestellungen zutommen lassen. Dieser Architekt hat in der t o l l st e n W e i s e m i t d e n Staats- geldern gehaust, denn von allen Ausgaben sind 5 Prozent in seine Tasche geflossen. Es sind da gan.', unglaubliche Fälle vorgekommen. Sv verlangte der französische Gesandte in Christtania Vorhänge und beantragte, diese in Norwegen zu kaufen. Ehedanne berief sich auf die Pflicht des Patriotismus und kaufte sie in Paris. Als diese in Chriftiania eintrafen, konnte der Gesandte feststellen, daß die Vorhänge noch die deutsche Fabrikmarke trugen Ter Gesandte in Cetinje brauchte Bäume für seinen Garten und wollte diese in Montenegro kaufen. Ehedanne widersprach und kaufte für 6000 Franks Bäume in Frankreich, und als diese in Cetinje ankamen, waren sie selbstverständlich verdorben. Natürlich hat Ehedanne auch hier Kommissionsgebühr in Höhe von 5 Prozent bezogen. Die Scharte von Düppel. Ter Köln. Ztg. wird geschrieben: . . TaS junge Regiment kehrte aus ^djlcdimg-^olftem ruhmbedeckt zurück Tcr Tag von Tüppcl hatte leuchtende Kranze um feine Fahnen geschlungen! Vier Orden pour le merite, 24 Adler- Lrden mit Schwertern, 11 Militär-Elirenzeichen der 1. Klasse und 127 der 2 Klasse waren dem Regiment zuteil geworden. Den höchsten Stolz aber erblickte das Regiment bann, datz cs den ftronprinj Friedrich Wilhelm nun seinen Chef nennen durste! Die Ausbeute der Tage von Tüppel-Älsen war,danach angetan, datz bei diesen Namen die Brust jedes 53 crs sich hob. chretbung Aussuchen separat ausgelegt. W Keine Partiewaren l Stammguthaben der Mitglieder Reservefonds 2764.09 gesehen werden. Grüningen, den 25. April 1911. Grosth. Bürgermeisterei Grüningen. Gilbert. ______ Aktiva. AuSgelieh. Kapitalien pflegen Sie Ihr jkssr mit Otto Schaafs Adler-Ei-Lanolin 01 ^Grüningen, den 25. April 1911. Grosth. Bürgermeisterei Grüningen. Gilbert. oft von 'reife sich feil und bitte tle Simburg, IB In ÄMf Dieburg trßa ^eg.-Bez. W die LoruW reis shilk ff nt. Silüdjim Mises LiM g, die bese^' imer bolllti'ti- öorteile (bitt? auMcksaw. it entgegen,» nisch * JI geben, da w i Während 1910 gingen zu . . . Daher Stand der Mitglieder Ende 1910 _____________dv»,4____________ Ä Mundgeruch „eclnolflnbifl* Zabnvasta. Tube 50 vernichtet FäulnlSerreger, erhält die Sühne weih. Im Geschmack crfi ifdienb. Niederlage Pelikan-Apotheke, StreuavL 2. Verschiedenes. * Für den Aufsichtsrat. Schwalb, Bürgermeister. Die Rechnung liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Beteiligten im Kaffenlokal deS Rechners offen. Der Vorstand. Schwalb, Direktor. Schmidt, Rechner. Stephan, Kontrolleur. General-Versammlung Mittwoch den 10. Mai, nachmittags 2 Uhr, in der Wirtschaft von Karl Siegfried in Grotzen-Buseck. TageS-Ordnung: 1. Abhör der Bilanz. 2. Beschluß über Verwendung deS Reingewinns. 3. Wahl zweier ausscheidenden Vorstandsmitglieder und ein Ersatzmann für ein verstorbenes AuffichtScatSmitglied. Kinder-Sdiürzen GrBESe Salzbrunner Oberimmnoi Damen-Bausschürzen in der Preislage von Wi !4 llliü VA I < bitV ■ 1 ü ■ Holzsubmifston. In den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen soll nachverzeichnetcS Holz auf dem SubmtsfionSwege vergeben werden. Kiefern 5. , Fichten 3. , Fichten 4. , Fichten 5. „ utine”' 1 80-2,20 - - M8-96 fc }joü 5a. ‘ gwitbeiit r- ; Simen 11», 00-* 4 Passiva. JO Aufgen. Kapitalien 684 771.83 (amerik. 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Nachstehende Vieferungen und Arbeiten sollen auf dem Wege dk-schriftlichen Angebots vergeben werden. I Lieferung von Tonröhren und ^intfaUeit öd. Mk. 1800.-- 1 Viciciunn von 30 lid. m Trottoir-Rand,leinen auS Dasaltlava S. ca. 400 qm neues Gossen- und Slralrcnpslaster und verschiedene U,ni^oinni1c!)hii4c und Bedingungen liegen auf unserem Bureau *Ur ^''.'innebote'ünd sckrif'lich in Prozenten auf Grund der Kostenanschläge bio zum SN. Avril 1911, nachmittags 3 Uhr, bet uns ein- ’ zureicben, woselbst die Eröffnung der Offerten staunndet. Lich, den 24. Avril 1911. B»/< Grogherzogliche Bürgermeisterei: D ö r m e r._________________ Kiefer 3. Kl. 30—39 Ztm. Durchmeffer — 1,20 Fstm 6,67 _ SpezialreseroefondS 2308.93 Zuweisung auS dem Reingewinn pro 1909 131 49 Nachlässe für noch nicht fällige Güterkaufgelder Reingewinn Zahl Während 1910 gingen ab Zuschneide-Lehranstalt Kaiser-Allee 14 a. 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Abwechs uno $suPPen= »AM M MM V MM ■ H MM ■ WB B B WB _ wie Reis, Tavioka Julienne, Grünkern. fRjcbelc. Erbs — gibt e» WAM noch eine Reihe anderer, ebenso vorzüglicher Luvven z. B. Rumwrd, ReiS-Julienne, HauSmacher, Tavioka. Sternchen. Gersten, (»raunen) usw. Bute machen Die auch damit einen Lersuch! Ziehung 10. Hai UH i. Darmstadter ScKloßfreihelt- Geld-Lotterie 3319 Geldgewinne Ira Betrage v. M. 45000 1 Hauptgewinn 20000 2 Hauptgewinne 5019 KB 3000 usw. usw. I nm X 1 MU Porto u.Liste L0S8 3 1 WIK., 25 Pfg. extra. Zu haben bei den K#nlgl. Preussisch. Lotterie-Einnehmern u. In allen Loseverkaufsstellen oder direkt durch: O. Petrenz, Darmstadt, A. Dinkelmann, Worms. Hervorragend schnellaufend unverwüstlich konkurrenzfähig im Preis sind Bin-, Mathis- und Fiil-Notap Continental Stock. Rabattmarken. Friedr. Teipel IDarkf 16 IMP Vorteilhaftes Hngebot Durch besonders günstigen Einkauf bin ich in der Lage einen großen Poeten Schürzen Verkaufsraum Verpachtung. Ter bisher zum Verkauf von Obst-,,Back° und Zuckerwareu benutzte Verkaufsraum im Ramvenabschlugbau am htengen Bahnhof in der Grütze von 36 qm soll o e„ ö Samstag den 29. April 1911, Porwlttags 11 Ubr, in der Bürgermeisterei - Zimmer Nr. 12 — önentlich mentbietenb anderweit verpachtet werden.____________________________ B*/« --Die Lieferung von 150 • Stück Zchachtdcckelklützen und 3000 Stück Tchachldeckelkeilen soll TienStag den 2. Mai d. I., vormittags 11 Ubr, auf unserem Tiefbauamt vergeben werden. Angebote sind bis zum genannten Termin dahin einzureichen. Muster iönnen auf dem Tiesbauamr eingesehen werden. B»/« , --- 12,78 , , = 59,89 , , ----- 92,39 , = 2,02 , Die Angebote sind per Festmeter getrennt nach Sortiment Klaffen,' verfchloffen mit der Aufschrift Holzsubmisfion, spätestens Samstag den 29. April, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung im Rathaus erfolgt. Prämiierung von Dienstboten. Die bewilligten Prämien können von SamStag den 22. l. Mts. ab bei unserer Kaffe in Empfang genommen werden. Zugleich werden die vorgelegten Dienstbücher zurückgegeben. Gießen, am 20. April 1911. Direktion der Bezirkssparkaffe Gießen. Doering. B’1/« Denkmal für Landgraf Ludwig V. ;>Ür obiges Denkmal erhielt ich heute oon bem ungenannten Viehener Bürger -u den früher gespendeten 3300 Mark weitere 2/J° ''Am hochherzigen Tvender Jane ich für feine wiederholten reichlichen Gaben herzlichsten Tank und hoffe, das; eS bald möglich Vxk dem Begründer unserer VanbeSumuerfUat cm würdiges Denkmal au fetzen. a '* Gienen, den 24. Avril 1911. __Mecum, Oberbürgermeister.______________ Arbeitsvergebung. Die Gemeinde Grüningen beabsichtigt eine Turmuhr anzuschafsen und werden Kostenvoranschlage bis zum 13. Mai d. Z erbeten. Nähere Auskunft erteilt die unterzeichnete Burger- — gegen bar zu kaufen gesucht, cd. ' M. Metzger Rächt. L&den etc. WlKckffeln Süd-Anlage 7 Tel. 680 Wtl. 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Z-Z. ^5 3 w 3 §>S?£s‘ 5-7-0 2-5*2. ?2.= = z^3- ^5 s2 =.$2^*2 ■ßä .Sc» 2.Z. -to«^ Zco 2- e s« rankiurtS,M 5$öben ißH oertob. y $.51901 S"' urtoJyL-i- 5 x = " 5, ;£?^aBä uchev^. BSäfr ?Ctllt l.bt,L 'ÄE-" llll itoh i$lai|er:«Qet- timZulchnei) und animr. e beginnt L 3k. -__M LSZ I *■ AZ2>- ELI7.2 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheflen LZ ib-»x^ LZ z ic~- * Ter wilde Lahn. In Rumburg spielte das Töchterchen eines Einwohners aus der Wiese, als plötzlich ein stattlicher Hahn aus die Kleine zugelaufen kam und sich wütend auf das Kind stürzte. Mit seinem Schnabel versetzte das Tier ilnn chließlich einen solchen Hieb jn den Kops, daß der Schnabel n der Hirnschale stecken blieb und abbrach. Das Kind wurde ins Krankenhaus gebracht, wo es erst durch eine Operation gelang, den Schnabel aus dem Kopfe herauszuj.icbcn. Ob das Kind nut dem Leben davonkonrmen wird, ist noch sehr fraglich. £3 a^L,® a UZffÄssLK äi^§ 2-a »□öS«®* 2 -x• 2 - <= 2?"^ S-e* 5.sS.2 LT-Z 'K-SLUZ-8>ß°sxZ.W SS? 3*2 —5 ** J? o" X3 5 « 3'2. x-^a a 5'3.° - o LSaZS- psto !“*3.3 g.2 2. isteivt Wfal geiuchis bruch in vachta ’ rtw mil K — -> ■ 5 X' 2 2. g-a -> ** ^'~a •'S - T -sx:"» o Von Hannover nascht 'Münster oder Wesel werden die Schwierigkeiten bereits größer. Wenn über Bückeburg und Münden nördlich vom Teutoburger Wald geflogen wird, sind Lei Osnabrück nur die Ausläufer dieses Gebirges zu überwinden, unangenehmer für die Flieger wird die daran anschließende Waloreaion bis noch Münster sein, die nur schwer zu umgehen ist. Vielleicht findet der Flug noch Uber Münster'bis nach Wesel hrnaus seine Fortsetzung. Möglicherweise findet aber auch mit der siebenten Etappe der Flug über Wesel seine Fortsetzung, da das Lippetal nach Wesel ein geeignetes Flugterrain und einen zuverlässigen Wegweifer "bildet. Diese Streckenführung wäre wegen ihrer Einfachheit vielleicht der im Plan vorgesehenen Märkte. fc. Frankfurt a. M., 24. April. Mrig.-Telegr. des „Mreß. Ung/) Amtliche Notierungen der heutigen Frucht Marktpreise. Weizen Vtk. 20.50—00.00, Kurhess. Mk. 20.50—20.60, nordd. 00 -Ulf., La Plata Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 16.20 bis Mk.00.00, Gerste (Wetterauer)Mk.l8.00—10.00, Werste Franken Pialzec Ried Alk. 18.50—19.50, Kleie Mk. 00.00—00.00, Hafer Mk. 17.25 bis Mk. 18.00, Mais Mk. 13.60—14.00, Weizenmehl 0 Mk. 29.50 big 00.00, 2. Qualität Mk. 23.75—00.00, 3. Qualität Mk. 22LÜ bis Mk. 00.00, 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Roggenmehl 0 Mk. 22.50—23.00, 1. Qualität Mk. 00.00—00.00, 2. Qual. Mk. 00 00 bis 00.00, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Alk. 9.00, Weizen schale Mk. 9.25—9.50, Roggenkleie Alk. 9.00 bis Mk. 9.50, Malzkeime Ttf. 00.00—00.J0, Raps Mk. 23.00 - 00.00, Biertreber 12.00-1260. Alles per 100 Kg. ab hier. Z-Z ^G) S-P" c'2 *=r= 5“ S.= 5^ HanSeU London, 21. Avril. Tine Depesche aus Glasgow besagt, daß die e n g l i s ch - scho t t i sch e Bereinigung der Schmicdcciscnfabrikanten sich aufzulösen droht- da die schottischen Fabrikanten sich entschlossen haben, den frei- händigen Verkauf wieder aufzunehmen. . Tct scharfe wntmentale Wettbewerb und die Unterbietung auf dem heimlichen Markt machten den Fabrikanten unmöglich, die Preise der Bcremigung aufrecht zu erhalten. Die Händler ernGßigtcn beute den Pr«s um weitere fünf Schilling für die Tonne. Die Flugstrecke. Die für den Deutschen Rundflug 1911 um ben „B Z.-Preis der Lüfte" ausgewählte Strecke ist teils durch die Beteiligungswünsche verschiedener Städte, teils durch die Einbeziehung des Fluges Kiel—Hamburg—Berlin und des ,,Ueberharzfluges" gegeben und vorläufig festgelegt worden. Diese Strecke ist nicht unerheblich schwieriger als die seinerzeit für Den europäischen Rundflug in Aussicht genommene deutsche Strecke, da Bei einer Gesamtlänge von fast 2000 km nicht weniger als annähernd der vierte Teil über gebirgiges Terrain führt. Der erste Teil des Fluges führt allerdings über die gänzlich flache norddeutsche Tiefebene von Berlin nach Magdeburg, Hamburg und •-t- e"4 ry Kiel. Die Etappe von Magdeburg nach Hamburg ist mit 242 km vorläufig die längste des ganzen Fluges, bietet dafür aber keinerlei Terrainschwierigkeiten und ist in be^ug auf die Orientierung insofern einfach, weil über den größten Teil des Weges die Elbe einen zuverlässigen Wegweiser bildet. Es läßt sich der Weg' aber auch erheblich abkürzen, wenn die Flieger die Strecke über Stendal—Satz- wedel—Lüneburg wählen. Der Rückweg von Kiel als dem am nördlichsten ge- legeneit Punkt über Lübeck und Schwerin führt durch landschaftlich reizvolle Gegenden, durch das Seengebiet der holsteinischen Schweiz, das mit seinem Waldbestand die Flieger zu größter Aufmerksamkeit anspornen wird. Die fünfte Etappe von Schwerin nach Hannover erfordert bei der Ueberqucrung der zwischen Ludwigslust und der Elbniedcrung gelegenen mecklenburgischen Forsten und der geringen Zugänglichkeit des Landgürtels zu beiden Seiten des Flusses große Vorsicht der Flieger. Der Flug durch den hannoverschen Teil dieser Strecke stellt besonders an die OrientierunHsgabe der Flieger große Anforderungen, selbst, wenn $>te Streckenbezeichnung sehr eingehend durchgeführt wird. über Recklinghausen—Alsum vorzuzieben, die auf dem Ruckflug von Köln ohnedies passiert werden muß. Von Wesel aus würde die Strecke rheinaufwärts keinerlei Schwierigkeiten bieten. Köln ist nach einem Ruhetage der Ausgangspunkt für eine mit 225 km recht lange Etappe, die über Aachen, an Rheydt vorbei, über Krefeld und Duisburg ins Rheintal zurückführt und dann das Zentrum des Industriegebietes nördlich umgeht. Eine Berücksichtigung der Industriestädte erschien wegen der damit für die Flieger verbundenen Gefahren nicht ratsam, und wenn auch der Weg über Recklinghausen und Lünen bis zum östlich von Dortmund belegenen Landungsplatz nicht gerade das Ideal einer Flugstrecke ist, so sind dort doch die Anhäufungen von Starkstrom-Anlagen und Hüttenwerken mit ihren Riesen- schloten so groß wie im Gewirr der Eisenbahnanlagen des Industrie-Zentrums. Mit der neunten Etappe von Dortmund nach> Kasse beginnen die Schwierigkeiten des Gebirgsterrains, die sich nach Nord hausen fortsetzen und mit dem Flug über den Harz ihren Abschluß finden. Je größer hier die Schwierigkeiten, desto geringer ist die Länge der Strecken; in Anbetracht dieses Ausgleiches dürfte es den in Dortmund noch beteiligten Fliegern auch möglich sein, diese Schwierigleiten zu überwinden, um von Halberstadt aus die letzte, zwölfte, Etappe nachs Berlin, dem Ziel des deutschen Rund- fluges, auszuführen. —' eio2 L aas ft'a a^a t-MittagSM be Kaisei Allee ote unter IBM ätwifln erbet. i.aneiLa-Rndi' inneb. um. uyiO Wwi erbet. Mnu stub.;.c| nrb.fle1 i o.b. Gies. im. 2. er." H. jsq 2^5 3 -= 2-3 a a 2 a?2^ *3 " ? 3 ff? V8" 2^2 3es» 2 TT® a o* & 2» H-t» — lä:s CP »9^2 Dermiicbtcf. ♦ Der Wiederaufbau des abgebrannten Rathauses von Sckaerbcck soll sofort in Angriff genonune# werden, und zwar nack den nod) vorhandenen Plänen des vev- storbenen Erbauer» Hans I s e n d y k. Man hofft, das Gkbäube nock vor Ende des Jahves unter Dach zu bringen. Tie $cr- icherungsemschädigung beträgt 1 140 000 Frank, der Verlust der Stadtgemeinde beziffert sich annäbemb auf die gleiche ^summe. 'ic im Rathause aufbewahrten, nicht sehr erheblichen Barsummen und Wertpapiere wurden in dem vom Feuer nur äußerlich be» chädigten Geldschranke unversehrt aufgefunden. Von dem Brand- tister fehlt noch iede zuverlässige Svur. Ein Feuerwehrmann ras bei Beginn des Brandes einen fremden Menschen auf der Treppe, ohne jedoch dessen Persönlichkeit sestzustellen. Der Gemeinderat setzte auf die Ergreifung der Urheber dar Brandstiftung im Rathause 10000 Franks Belohnung aus. ♦ Beim '2111« trag einer unsinnigen Wette ertrunken ist der Fensterputzer Fritz Müller in Berlin, bar mit einem Freunde um 5 Mark gewettet hatte, daß er schnell« als sein Freund von der Zannowitz-Brücke nach der Waisen- Brücke schwimmen würde. M. sprang auch von der Iannowitz- Brücke in die Spree, schlug dabei aber mit dem Kopf auf den unten vorstehenden Tcü eines Strompfeilers auf. Ein breiter Blutstreifen ließ erkennen, daß der junge Mann schwer verletzt war. Er schwamm trotzdem noch eine kurze Strecke: dann ging er unter, bevor von der Sterndampfer-Station ein Boot WSgemacht werden konnte. Seine Leiche ist noch nicht aufgefunden . 3> <•> — —r. Q. a : - ~ H Z-ZK" 3t5a o c- du a* 2. ' r» B 3- ** £Z' - TV H ■' Z& 9 öS 3^2« = ' 2 S- - 5 a ^,o ,-X ^a Cu H 3 5; o 77*= 2- = -S* :S5.se-?g&_ sMZMNUs ■ o 77 2 a c ** - O 2 — s —- 3 q, " 3 1-1 "» ** ~~ — -X 722., - - 2. 2 3 TssZLsZr? irat» it, - SÄ = 3,x.»ax S . X 2 J ° ® 3' 9 n — cd «$» -W D -* S.g-o.Z’g —, ."-r* «—*■ CI. e a r* «sil Ö*öb <—3> 2 **£»3 2 ÖP"" *" 7>.a £'«= fLZ-- fLs — -rr — -• ~t tr n —'r- 3.-^3. - 2 = 2^3 =' 2 ® = o E" a» ?’2;E Hras'S §§L§La § §2 r* v.3 —•— 2 — O* ö or o 3 ""^'3 3.3—03 _ q.2; - >4 d. — k.' P-S.O ®?§u=2--u#= s ? - Ss 12k § ä a-o £ 2. 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