, Zweigstellen 60 Pß: durch ■12 Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten. ist. it ongenomre Aprikoin, nge i st-Eii billigsten Pr' tisler DerrragScntwurfeS zustimmen und wegen der Dringlichkeit des Gegenstandes eine beschleunigte Beratung und Beschlußfassung über denselben herbeiführen zu wollen." Gegen diesen Verlauf richteten aber die interessierten Gemeinden zu Wölfersheim, Melbach, Bauernheim, Beienheim, Dorheim u. Echzell Protestvorstellungen an die 2. Kammer. Die erstere führte aus, daß das Solmssche Fideikommiß, sowie anderer Großgrundbesitz, schon „mehr als gut" in der Detterau verbreitet sei und eine Vergrößerung keinesfalls im volkswirtschaftlichen Interesse als wünschenswert erscheine. Durch das Vereinigen fast des gesamten Kohlenflözes in einer Hand würde der Fall eintreten, daß diese dann unbehelligt von der Konkurrenz hinfort rücksichtslos nach eigenem Belieben die Kohlenpreise würde diktieren können. In ähnlicher Weise sprachen sich auch die anderen Vorstellungen aus. Der Finanzaitsschuß der Zweiten Kammer beschloß jedoch, der Kammer zu empfehlen, dem Vertragsentwurf vorbehaltlich besonderer Prüfung der Frage über die Verwendung des Kaufpreises zuzustimmen. Nur ein Mitglied des Ausschusses, Abg. Köhler-Langsdorf, beantragte die Nichtgenehmigung des Vertragsentwurfs, da er der Meinung sei, „daß der Staat nichts von seinem Eigentum, am wenigsten an Standesherrschaften, käuflich abgeben soll." In der Kammersitzung vom 25. März 1897 kam es dann, nachdem schon am 12. März der Antrag auf Tring- hichkeitserklärung abgelehnt worden war, zu einer sehr Lebhaften Aussprache über den Vertragsentwurf. Abg. Köh- l|cr betonte in einer längeren Rede, er huldige dem Grund- s atz, daß alles, was die Erde in sich birgt, nicht Eigentum ckines einzelnen sein darf, sondern zum Nutzen der Ge- umtheit ausgenutzt werden soll. Er legte dabei eingehend eine Informationen an Ort und Stelle dar, und wandte ich scharf gegen die beabsichtigte Errichtung eines „Kohlen- ürstentums m der Wetterau". ? und |(| >, 60, 4*1 1 Flor Itz g.75, 4» (Hausisi näfeig u>'2 int gern Sitrgnfl* Chpinni'j i. nd*che|., (Eine chinesische Bewegung in der Mandschurei. In der Mandschurei macht sich die schon vor einiger Zeit ^erwähnte Mißstimmung der Chinesen über das Vorgehen der Fremden, namentlich Japans und Nußlands, geltend, nachdem der neue chinesische Generalgouverneur der Mandschurei andere Saiten ausgezogen zu haben scheint: Petersburg, 24. April. Aus Kirin wird gemeldet: Ein Komitee in der Provinz Kirin beschloß, die Regierung aus die Notwendigkeit der Ergreifung energischer Maßnahmen zur Bekämpfung des wachsenden Einflusses Rußlands und Japans in der vom staatlichen Rohlenbergwerl „Ludwigshoffnung". n. Das in der Gemarkung Melbach (Kreis Friedberg) gelegene Braunkohlenbergwerk war seit langen Jahren als Familieneigentum des Großh. Hauses behandelt worden. Zn der Landtagsperiode 1869—71 wurden von den Landständen 37 000 Gulden aus Landesmitteln für die Inbetriebnahme des Werkes bewilligt, und darauf im Jahre 1872 der Betrieb des Bergwerks eröffnet. Aber der Ertrag entsprach den an diese Bewilligung von Mitteln geknüpften Erwartungen nicht. Es ergab sich an der Hand einer lieber» sicht über die Betriebsergebnisse, daß in 23 Jahren, vom 1. Januar 1873 bis 31. März 1896, nur ein lieberschuß von durchschnittlich 4995 Mk. jährlich erzielt wurde, wobei weder eine Verzinsung des über 90000 Mk. betragenden Anlagekapitals, noch irgendwelche Abschreibungen in , Ausgabe gestellt worden waren. Infolge dieses fortgesetzten Arbeitens mit Verlust hatte die Regierung schon in den 90er Jahren wiederholt einen Verkauf des Bergwerks in Aussicht genommen, doch zerschlugen sich die darüber mit den Interessenten geführten Verhandlungen, weil, kein genügender Preis erzielt werden konnte. Zu Anfang des Jahres 1897 war dann vom Prinzen Albrecht zu Solms- Braunfels für das Solms-Braunfelssche Hausvermögen ein neues Kaufanerbieten gemacht worden, und daraufhin legte bann die Negierung am 8. März 1897 zunächst der Zweiten Kammer einen Vertragsentwurf vor, wonach das Besitztum für 390 000 Mk. zuzüglich des Wertes der vorhandenen Materialien und Produkte am 1. April desselben Jahres an das SolmS-Braunfelssche Hausvermögen übergehen sollte. Infolge der Bewilligung der 37 000 Gulden aus Landesmitteln und mit Rücksicht auf den Wortlaut des § 25 Mandschurei hinzuweisen, damit dem Abfall der Mandschurei von China voraebeugt werde. Tokio, 24. April. Die Ernennung des Japan feindlich gesinnten Chso-erh-hsuen zum Generalgouverneur der Mandschurei ruft hier Beunruhigung bervor. Die Presse erblickt in der Ernennung einen U N - freundlichen Schritt der chinesischen Regierung aegenJapan und befürchtet angesichts der Japan feindlichen Stimmung in der Mandschurei Verwickelungen. Peking, 24. April. Der Korrespondent eines amtlichen Pekinger Blattes stellt den raschenFortschritt, den Korea unter der japanischen Verwaltung mache, sowie die energische Tätigkeit der Japaner in der Südmandschurei fest und weist auf die Ansiedlung von Koreanern in dem chinesischen Grenzgebiet hin. Tas Blatt meint: Japan werde wahrscheinlich die Verlängerung des Arrendevertrages für Liaotung, sowie das Zugeständnis des zollfreien Handels läng5 der koreanischen Grenze und des Jaluflusses fordern. Die öctoilligung solcher Forderungen würde aber die Unabhängigkeit ber Süd- Mandschurei bedrohen, die chinesischen Zölle und den Handel in der Mandschurei unterbinden. Deshalb müßten die Mächte einen scharfen Unterschied zwischen Korea und der Mandschurei feststellen. Finanzminister Weber verteidigte dagegen die Regie- mngsvorlage und wies darauf hin, daß ungefähr 500 000 Mark erforderlich fein würden, um die Grube wirklich in einen betriebsfähigen Stand zu setzen. Auch Abg. Metz trat für die Genehmigung des Vertrages ein, wahrend Abg. I o u tz die Meinung vertrat, man solle die Grube so I einrichten, daß sich eine Rentabilität ergäbe. Auch Abg. David erklärte sich gegen den Verkauf der ! Grube, wogegen Oberfinanzrat Braun die Regierungsvorlage verteidigte und gegen die „Köhlerschen uferlosen Braunkohlenvläne" polemisierte. Aus der Antwort, die Abg. Köhler darauf gab, haben wir die heroortretendsten Sätze bereits im ersten .Artikel wiedergegeben. Das Endergebnis der Beratung war, daß mit 20 gegen 19 Stimmen ein Antrag Weidner-Weith angenommen wurde, „die Vorlage an den Ausschuß zurückzuverweisen zwecks weiterer Prüfung der Frage der Rentabilität im Sinne einer Steigerung derselben im Falle der Fortdauer des Staatsbesitzes". Die erneuten Ausschußverhaudlangen mit der Regierung hatten dann zur Folge, daß der Ausschuß einen Antrag auf Bewilligung von 5000 Mark cinbrachce für die Aufstellung von technischen und wirtschaftlichen Gutachten, Planen und Anschlägen, um die Frage der Rentabilität aufzuklären. Da aber die Regierung ausdrücklich auf die Bewilligung dieser 5000 Marc verzichtete, und in der Sitzung vom 1. Mai 1897 ein einfaches „Ja oder Nein" über ihre Vorlage verlangte, beschloß die Kammer ein- Französisch-itallensiche Trinkspröche. Auch der Vertreter Frankreichs, General Michel, Hal gestern mit dem König von Italien aus Anlaß der italienischen Nationalfeier Trinkiprüche gewechselt, die aber zu leinen besonderen Betrachtungen Anlaß geben. Rom, 24. April. Zu Ehren der französischen Sondergesandtschaft fand heute abend im Quirinal ein Galadiner statt, bei dem der König folgenden Trinkspruch in italienischer Sprache ausbrachte: Herr General! Mit lebhafter Genugtuung heiße ich Sie in der Hauvtsladt Italiens willkommen. Dem Herrn Präsidenten der Rcvublil spreche ich meinen warmen Dani dafür aus, daß er Sie entsandt hat, um Italien und mir zu diesem feierlichen Anlaß die Glückwünsche uno den Gruß Frankreichs zu überbringen. In dem Maße, wie die Zivilisation sortschrcitet, zeigen die Gefühle, die die Völker trennen, die Neigung zu schwinden, während die Flamme der Gefühle, die die Völler einander nähern, lebendig und rein bl-ibr Deshalb lebt und !vtri> ewig in unserem Herzen uit Er inne - rung leben an den Anteil, den Frankreich an den großen Ereignissen hatte, die dazu führten, daß Italien unabhängig, frei und einig wurde. Deshalb werden immerdar in ehrender, teurer Erinnerung leben die Namen Ihrer Landsleute, die ruhmreich für die italienische Sache gefallen sind. Tie herzliche Freundschaft zwischen unseren beiden nach Abstammung, Denkungsart u n d Sitten verwandten Völkern beruht aus einer festen Grundlage und trägt kräftig zur Aufrechterhaltung des Friedens bei, der das gemeinsame Ziel der Regierung i|t und das höchste Gut der Völker. Mit diesen Gefühlen und mit dieser Ueberzcuaung trinke ich aus das Wohl des Präsidenten der Republik und auf das Wohl und Gedeihen Frankreichs. General Michel erwiderte in französischer Sprache mit folgendem Trinkspruch: „Mit dem Gefühle lebhafter Dankbarkeit habe ich die von einem so warmem Wohlwollen erfüllten Worte vernommen, mit denen Eure Majestät den Vertreter der französischen Natron zu empfangen geruhten. Von dem Präsidenten der Republik mit dem außerordenilich ehrenvollen Auftrag betraut. Eurer Majestät und Italien die Glückwünsche Frankreichs aus Anlaß der 50- Jahr-Feier der nationalen Einigung Italiens zu überbringen, ist cs mrc eine Freude, der italienischen Nation noch einmal auszudrücken, welch großen Anteil die befreunde teSchwcü er- Nation an der Gedenkfeier des Jahrestages nimmt, der in den Jahrbüchern der Gefchichte an erster Stelle steht. Es sei ^mir zugleich verstattet. Eurer Majestät zu sagen, wie sehr unwre -sol- dateuherzen dadurch gerührl iind, daß Eure Majestät in gnädiger Weise des französischen Blutes gedacht hat, das für die rühm reiche Sache vergossen wurde. Diese innige Bewegung wird wioerlwllcn im ganzen Baterlandc und seiner Armee. Tie herzliche Freundschaft unserer beiden Länder, geeint durch Bande des Blutes und gemeinsame Kultur und eins in der edlen Mitarbeit an dem Fortschritt, beruht auf einer soliden Grundlage und stellt einen kostbaren Wechsel für die Erhaltung des Friedens und die Eintracht der Völker dar. Durchdrungen von dem Gefühl dieser Freundschaft erhebe ich mein Glas zu Ehren Eurer Majestät, Ihren Majestäten der Königin und der Königin-Witwe und auf das Glück und die Zukunft Itcilums. Die neue Richtung in der jungtürtijchen Partei. Die Krisis in der jung türkisch en Partei, die mit einer Niederlage der liberalen Knlturideologen (nicht ■fiHtur» niet)erlagen, wie gestern infolge eines Druckfehlers zu lesen war) zu enden scheint, ist noch nicht völlig geschwunden. Wegen der Wahlen in die Leitung der Kammerrrartion sind die Gemüter noch in großer Erregung: Konstantinopel, 24. April Die für heute erwartete Wahl des neuen Bureaus der lungtür- tischen jiammcrpartei ist auf morgen verschoben worden. Tie Anhänger Tal aas s und Dafchavids scheinen sich zu bemühen, die Wiederwahl ^.alaass durchzuse.'.cn, dagegen erklären die Führer der Tissidenten, daß sie mehr als je entschlossen seien den Kampf zur Brechung der Oligarchie, welche bisher in der Partei herrschte, weiterzui.chrcn. Es bestätigt sich, daß die Bewegung durch einen Geheimbund geleitet wird, dessen Änhättger im Hause des Obersten Sadik vereidigt worden sind. * Das Kriegsgericht hat heute abend an die Ze, hingen die Ausforderung er taffen, aushetzende Veröffeul lidjungen zu unterlassen, da durch die letzte Zeitungspolemik die Gemüter in Konstantinopel erregt worden seien. Gerüchtweise verlautet, daß der frühere Großwestr Kiamil Pascha, welcher sich in Smyrna aufhält, hierher berufen worden sei Man spricht auch von der Berufung des Prinzen Salah Eddin. Saloniki, 24. April. Ein von .st u m a n o w o mit Lebensmitteln für türkische Grenzposten abgegangener III b des LcmdtaAsobschiedes vom 11. Jan. 1841 war auch die Prüfung der Frage erforderlich geworden, ob und zu welchem Teil der Erlös au5 dem Bergwerk der Staatskasse zufließen sollte. Die Regierung glaubte aber diese Frage vor der Uebcrgabe des Kausobjektes nicht mehr erledigen zu können und beantragte deshalb: „Unter Vorbehalt besonderer Vorlage über die Verwendung des Kaufpreises der käuflichen Abtretung des Bergwerks nach Maßgabe des Nr. 96 Erster Blatt M Jahrgang Dienstag, 25. April Ml M mivnonvi*-Inrvmvr VJLVIlVIlVl <4IIIVIVLVL »s i'.rtschaftliche Seitfraar,! ▼ ■ M ■ V ▼ ~ Chefredakteur: A. Goetz. ■ emlprecf) - Anschlüße BW ^^antworllich hir den iür die Redaktion 112, pollchchen Teck: August BLS? General-Anzeiger für Gberyessen SäSe Rototionsönid und Verlag der vrühl'Ichen Unlv.-Vuch- und Steindrucke«! R. tauge. Redaktion. Expedition und Druckerei: §»ulstratze 7. ub"J bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16 a. Anzeigenteil: H. Beck. timmig, den Gegenstand noch einmal an den Ausschuß zurückzuverweisen. Jnztvischen vollzog sich dann ein Wechsel im Finanzministerium und Finanzminister Küchler brachte am 29. November 1899 den Antrag ein, den Betrag von 15000 Mark für Vorarbeiten und Erweiterung des Betriebes )er Grube zu bewilligen, was in der Kammersitzung vom 22 Februar 1900 auch einstimmig geschah. Am 8. Dez. resselben Jahres wurde bann em weiterer Kredit Fon 15 000 Mark bewilligt für die Projekte über den Abbau des Kohlenlagers, die Aufstellung einer Naßpresse, Ban einer Brikettfabrik ufw., wobei Die Negierung auf bas Ergebnis ber Untersuchung hinwies, bemzusolge etwa 50 Millionen Zentner Kohlen in ber Grube vorhanben eien. Die Folge bieser Bewilligung war bann eine vom Finanzminister Gnauth am 9. Februar 1901 eingebrachte Regierungsvorlage, nach welcher für eine rationelle Eiu- rid)tung des Betriebes ber Grube 930 000 Mark verlangt würben, unb zwar für Anlage einer neuen Grube runb 416 000 Mark unb für eine Naßpreßsteinfabrik mit zwei Pressen etwa 514 000 Mark, einschließlich ber Errichtung von Trockenschuppen, Bau von Beamten- unb Arbeiterwohnungen, bie Anlage einer Seilbahn usw., wobei bie Absicht betont würbe, statt ber bisherigen 3 Millionen Preßsteine nach ber Neueinrichtung ber Grube 18 Millionen jährlich zu probuzieren. Die Annahme bieser Regierungsvorlage erfolgte einstimmig in ber Kammersitzung vom 15. Mai 1901 unb zwar ohne jebe Aussprache. Weiter nahm bie Kammer auch einstimmig beit Negierungsantrag an, baß bie bisher im Besitz bes Großh. Familieneigentums befinbliche Grube „Lubwigshoffnuug" im Austausch gegen )ie in einer Anlage näher bezeichneten Waldparzellen mit einer Flächengröße von 433,7371 Hektar ohne gegenseitige Herauszahlung in bas Eigentum bes Staates (Lanbes- eigentum) übergeführt wirb. Daß auch bieses neue Opfer für bas nunmehrige unbestrittene Staatseigentum nicht bie erhofften Früchte getragen hat, ist bekannt unb hat bie Regierung zu ber neuen Vorlage vom 11. März b. I. veranlaßt, in welcher, wie berichtet, für ben Bau einer Brikettfabrik mit elektrischer Zentrale zur Abgabe elektrischer Energie an bie Provinz Oberhessen auf bem Brauniolstenwert ,Lnbwigsliofsnung" im ganzen bie Summe von 2x05 000 Mark angeforberi wirb, wovon burdi ben Bestaub bes Erneuerungsfonbs 200 000 Mark gebeckt werben können. Zur Reform der hessischen Gemeindesteuergesetzgebung. Vom Verbanb ber Hausbesitzervereine im Groß Herzogtum Hessen wirb uns geschrieben: Der Verbanb hat gelegentlich ber Beratung des Entwurfes der Reform des Gemcindesteuergesctzes in ber 2. Stand ekammcr sich mit einer längeren wohlmotioierten Eingabe, welche diesen Entwurf teils kritifiertc unb Ausmerzung gewisser unberechtigter Härten begehrte, teils Abändcrungsanträge enthielt, an Großh. Ministerium und die Landslände gewendet, deren Mitgliedern gleichfalls je ein Abdruck der Eingabe zugestellt wurde. Aut diese Eingabe hat weder die Regierung noch die Kammer irgend eine Aeußerung erfolgen lassen. Es erschien dieses als eine Rücksichts- losigkeir der staatsbürgerlichen Klasse gegenüber, welche die Hauptträger der öffentlichen Lasten darstellt und für deren Erfüllung Die größte Sicherheit zu bieten vermag, die deshalb etwas niedriger gehängt zu werden verdient unb in Kreisen ber sämtlichen Haus- und Grundbesitzer-Vereine des Großherzogtnms eine entschiedene Mißbilligung gefunden und Mißstimmung l-ervorgcrufen Hal. Es ist wahrlich genug, daß die Staatskünstler Hessens mit den Geldern der Steuerzahler feit Jahren derart wirtschafteten, daß die finanzielle Lage Hessens eine wenig beneidenswerte geworden ist. Eine Antwort durste dieser Stand doch wenig,tcns crwarlcn, wie das schon aus den Gepflogenheiten des dienstlichen Verkehrs der Behörde mit Fug und Recht hätte erwartet werden können. Auch bie Abgeordneten, speziell auch diejenigen für Mainz, nahmen keine Gelegenheit, der ihnen wohlbekannten, gegenwärtig so mißlichen Lage des Hausbesitzerstandes entsprechend, die Eingabe zu unterstützen oder ihrer wenigstens zu erwähnen. Bei künftigen Wahlen werden die nunmehr vereinigten und daher gestärkten Hausbesitzer Hessens sich dessen zu erinnern wissen. Daß sich der Landesverband hierbei nicht beruhigen konnte, ist ersichtlich, denn ebenso sehr wie er sich seiner staatsbürgerlichen Pflichten bewußt ist, ist er auch von feinen Rechten überzeugt und fest entschlossen, auch nicht ein Titclchen davon preiszugeben. Es wurde demcny'prcchend eine zweite geeignete Eingabe an die Hohe 1. Ständekammer unter Abschristzustellung an deren einzelne Mitglieder eingercicht. In nobler und achtungswerter Weise hat diese derselben die ihr gebührende Achtung geschenkt. Der gedruckte Bericht ihres ersten Ausschusses (Beilage Nr. 106;, Abzug Der Schulden, ist nun erschienen und sagt in der Einleitung: „Daß Die starken Bewegungen unter den Hausbesitzern zeigen, daß die Belastung durch Verbot des Schuldenabzuges als drückend, namentlich bei steigenden Steuersätzen empfunden wird. — Ferner: „Wenn auch Die theoretisch durchaus gerecm- fertigte Forderung des Schuldenabzuges praktisch nickst durchführbar fei, so inüfse doch um fo mehr auf eine möglichst schonende Belastung der Grund- und Hausbesitzer hingestrebt werden". Man sieht, daß in diesen Kreisen eine andere Auffassung mit Würdigung der allgemeinen Lage herrscht und auch ein Verständnis für dieselbe vorhanden ist. einmalige Ga be Zlusland. Aus Wien hrirb gemeldet: Kaiser Franz Josef, der MN Montag mehrere besondere Audienzen erteilte, unternahm mittags einen Spaziergang im Schönbrunner Kammergarten und und wohnte am Abend einer Wohltätigkeitsvorstellung im Schönbrunner Schloßthoater bei, wo ihm das Publikum lebhafte Ovationen darbrachte. Wie aus, Monaco gemeldet wird, erzielten bei den auf Grund der neuen Verfassung vorgenommenen Wahlen zum Nationalrat und Gemeindevertretern die Urheber der gegen diese Verfassung'gerichteten Bewegung die Mehrheit, unter den Gewählten befindet sich auch der Erbprinz Louis. Das Ungarische Korr.-Bureau meldet aus L>er mannstadt: Die Enthüllung der Gedenktafel für P e t o e f i, die die Gemeinde Hermannstadt gestiftet hat, gestaltete sich zu einer V e r- b rü d eru n g s f ei er zwischen Ungarn und Sachsen. Die Kränze der sächsischen Mittelschulen wurden von Gyrnnasial- direktor Alberich mit einer schwungvollen patriotischen Rede nieder- gelegt. 93ei, der Festtafel feierte Bischof T e u t s ch das Einver- nehmen zwischen Ungarn und Sachsen, das sich in gemeinsamer Kulturarbeit zeige. Reichstagsabgeordneter Farkas drückte die Anerkennung Ungarns für das Bildungsbestreben und die Kultur- anstallen Sachsens aus. Reichstagsabgeordneter Schuller feierte gleichfalls die Eintracht zwischen Ungarn und Sachsen, Gießen 200 Mark, Oberhessischer Geschichtsverein in Gießen 300 Mark, Zur Beschaffung warmen Frühstücks für arme Kinder der Stadtschulen in Gießen 300 Mark, Kreisrinderzuchtverein in Gießen 100 Mark, Kreisziegenzuchtverein 100 Mark. G. Als einmalige Gabe 1000 Mark, dem Alicefrauen- verein für die Haushaltungsschule mit Seminar für Hauswirtschaftslehrerinnen. Es wurden ferner bewilligt: 950 Mark Aus KtaSt und Land. Gießen, 25. April 1911. * * Lehrerpersonalien. Uebertraqen wurde den, Lehrer Anton Atay zu Elsheim, unter Zurücknabme des Dekrets für Zornheim, eine Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu Appenheim. * * Ernannt wurde der Johs. Fehl aus Freiensteinau zum Schreibgehilfen bei dein Finanzamt Darmstadt I. ’* Eine Sitzung des Provinzlal-AuSschusses findet am Samstag den 29. April, vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordniing statt: 1. NekiirS gegen einen Polizeibefehl Gcoßh. Kreisamts Gießen bezüglich des Hof- glits Utphe. 2. Geiiielnderatswaht zu Ober- Erlenbach. 3. Klage des Ortsarmenverbandes Gießen gegen den Ortsarmenverband Griedel wegen Unterstützung des 9(. Schaum. ** Hauptversammlung der Bezirkssparkasse Gießen. Direktor Döring teilte nach Eröffnung der Sitzung mit, daß diesmal der Verlust zweier Geineindiwertreter zu beklagen ist, nämlich des Kommerzienrats Hepligenstaedt und des Gemeindeeinnehmers Seipp-Lollar. Ersterer gehörte lange Jahre dem Aufsichtsrat an. Der Vorsitzende wiomece beiden einen warmen Nachruf. Weiter ist abgegangen Bürgermeister Balser-Albach, an seine Stelle wurde sein Sohn zum Bürgermeister und Gemeindevertreter dec Befirl'sspariasse gewählt. Die Anwesenheitsliste ergibt, daß die Smdt Gießen mit 24 Stimmen und die Landgemeinden mit 40 Stimmen vertreten sind. Der Vorsitzende gab dann eine Uebersicht der Geschäftstätigkeit 1910 und legte die Rechnung von 1910 zur Einsicht vor, ebenso Bilanz, Gewinn- und Verlustberechnung und den Rechenschaftsbericht von 1910. Nach dem Verzeichnis über die vom Vorstand und Aufsichtsrat beantragten Unterstützungen wurden im ganzen 24 509 Mk. bewilligt. Zu diesem Punkte sprechen noch die Herren Schwalm- Lollar, Schulte-Großen-Linden, Romps-Langgöns, Mecum-Gießen. Die Versammlung gibt zu diesen Bewilligungen ihre Genehmigung. Unterstützungen aus dem Reingewinn wurden bewilligt: A. Für Krankenanstalten, Krankenpflege usw. 10030 Mk., davon erhalten u. a. Allg. Verein für Armen- und Krankenpflege in Gießen 1200 Mk., Verein für Krankenpflege daselbst 600 Mk., Milchlüche und Säuglingsheim daselbst 2100 Mk., Freiwillige Sanitätskolonne daselbst 100 Mk., Dekanatskrankenpflege des Dekanats Gießen 2100 Mk., Diakonissenstationen, Alten-Buseck 200 Mark, Beuern 200 Mk., Großen-Buseck 300 Mk., Großen-Linden 300 Mk., Heuchelheim 300 Mk., Klein-Linden 450 Mk., Leihgestern 50 Mk., Lollar 250 Mk., Rödgen 150 Mk., Steinbach 100 Mk., Watzenborn-Steinberg 100 Mk., Wieseck 200 Mk., Elisabethenstift in Darmstadt 200 Mk., Kinderheilanstalt Elisabeth- Haus in Bad-Nauheim 400 Mk., Anstalt für Epileptiker in Nieder- Rcrmstadt 200 Mk. B. Für Kleinkinderschulen 5100 Mk., Gießen, Bewahranstalt 1200 Mk., Elisabethschule 600 Mk., Allen- dorf a. d. Lumda 200 Mk., Alten-Buseck 250 Mk., Beuern 150 Mk., Burkhardsfelden 250 Mk., Dau bring en 200 Mk., Großen-Linden 250 Mk., Heuchelheim 250 Mk., Klein-Linden 350 Mk., Lang- Göns 200 Mk., Leihgestern 250 Mk., Lollar 250 Mk., Rödgen 200 Mk., Wieseck (zur Gründung) 500 Mk. C. Für Rettungshäuser und sonstige Anstalten 1550 Mk., Ret- tungshaus zu Arnsburg 100 Mk., Erziehungs- und Besserungsanstalt in Grafenhausen 100 Mk., Arbeiter-Kolonie Neu-Ulrichstein 200 Mk., Herberge zur Heimat in Gießen 400 Mk., Verein gegen Bettelei in Gießen 100 Mk., Nettungshäuserverband für Hessen und Hessen-Nassau 300 Mark, Tierschutzverein-Gießen 100 Mark, Sonntagsverein für Mädchen in Gießen 150 Mark, Verein „Wartburg in Gießen" 100 Mark. D. FürLehran st alten 4380 Mk. Kaufmännischer Verein in Gießen 800 Mark, Ortsgewerbeverein Lollar 1000 Mark, Aliceverein für Frauenbildung in Gießen 500 Mark, Haushaltungsschule desselben Vereins 500 Mark, Gießener Lesehalle-Verein 1000 Mark, für das Fröbel-Seminar in Gießen 200 Mark. E. Für Volks- und Jugendbibliotheken 760 Mark. 28 Orte des Kreises erhielten Beträge von 10—50 Mark. F. Sonstige Vereine 1520 Mark. Mathilden- stiftung für Oberhessen in Gießen 200 Mark, Lutherstiftung in Deutsches Reich. Die „Braunschweigischen Anzeigen" melden: Staatsminister v. Otto tritt am 1. Mai d. I.' in den Ruhestand. An seiner Stelle wurde der bisherige Minister des Innern, Hart- wieg, zum Staatsminister ernannt. Das Ministerium des Innern übernimmt der bisherige Präsident des Verwaltungsgerichtshofes Rad kau, dem der Titel eines Ministers verliehen wurde. Die württembergischen Staatsbahn en nahmen im Verwaltungsjahr 1910/11 77 192 000 Mark ein, das bedeutet ein Mehr von 4 151 476 Mart gegen das Vorjahr. In der Na ch Wahl imviertenBerlinerLandtags- wahlkreis wurden am Montag insgesamt 275 bürgerliche und 215 sozialdemokratische Wahlmänner gewählt. Die Sozialdemokraten gewannen in der zweiten Abteilung 16, in der driMri 5 Wahlmännerstimmen. Der freisinnig eKandidatKr ei t- l i n g wird demnach mit einer Mehrheit von etwa 50 Stimmen gewählt. Aus Newhork wird gemeldet: In Gegenwart der Vertreter der Stadt, des deutschen Generalkonsulats und von einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge fand am Sonntag unter den Auspizien der Vereinigten deutschen Gesellschaften in den Parkanlagen des Rathauses die Pflanzung zweier deutscher Eichen zur Erinnerung an den deutschen Vizegouverneur Leisler statt. Schuldirektor Walter- Frankfuri a. M. übergab die Eichen im Namen der Stadt Frankfurt a. M., der Geburtsstadt Leislers. Die Vertreter Newyorks und andere Redner feierten Leisler als Vorkämpfer demokratischer Prinzipien in Amerika. Professor Learned von der Uniüerfität Pennsylvanien erklärte, Deutschland sei für Amerika das kulturelle Vaterland. Wie der „Sun" aus Washington meldet, ist der dortige Bertteter im Weißen Hause zu der Erklärung ermächtigt worden, daß Präsident Taft Feinen Brief an den Botschafter- Hill geschrieben habe, in dem er diesen aufgefordert habe, ab- jiibanfen, um die Ernennung eines politischen Freundes zu ermöglichen. zur Prämiierung von Dienstboten, 350 Mark zur Prämiierung von Sparern, 1125 Mark zur Unterbringung skrophutöser Kinder in Bad-Nauheim. Der Voranschlag über die Lerwaltungskosten 1912 wird genehmigt. Ms Mitglied des Aufsichtsrats wird Louis Petri II.-Gießen an Stelle des Kommerzienrats Heyligenstaedt durch Zuruf gewählt. * * Dienstjubi 1 äum. Frl. Minna Reh bei Frau Schulinspektor Gutberlet (Dammstraße 36) feiert morgen (Mittwoch) ihr 25jähriges Dienstjubiläum. * * Sind die Wach- und Schließgesellschaften existenzberechtigt oder nicht? Von der hiesigen Wach- und Schließgesellschaft wird uns geschrieben: Diese Frage wurde vor ungefähr zehn Jahren, als die Einrichtung frisch ins Leben gerufen wurde, lebhaft erörtert. Selbstverständlich gab es wie gaite noch, aifh damals Leute, die diese Frage mit den Worten: „Bis jetzt war es nicht nötig, es ist früher gegangen, und so wird es auch weiter gehen," glattweg verneinten. Nun ist es ja ganz richtig, es kann sich jeder ausreichend vor Verlust durch Feuer oder Diebstahl versichern. Die Versicherungen bezahlen aber die durch Feuersbrunst usw. vernichteten oder gar zum Stillstand gebrachten geschäftlichen Verbindlichkeiten nicht. Und bei Diebstählen wie bei den Feuersbrünsten kommen auch leicht Menschenleben in Gefahr, die Gefahr wird durch keine Versicherrmg abgewendet, wohl aber durch die Wach- und Schließgesellschaftan. Man braucht nur die Tageszeitungen durchzulesen, wenn man sich ein richtiges Bild von dem machen will, was heutzutage alles passiert. Tatsächlich leben wir in sehr ernsten Zeiten, der Kamps ums Dasein wird in allen Berufen schwieriger, die Delikte aller Art häufen sich infolgedessen und der Wächter wird immer nötiger. Heutzutage muß man für eine Sicherheit das Beruhigungsopfer bringen. Wer in solchen Tagen sagen kann: „Ach was, die Bewachung ist unnötig," dem ist einfach nicht zu helfen. Jede Neu- erscheimmg aber hat einen gewaltigen Gegner zu bekämpfen: das Mißtrauen. Wenn man jedoch die ernsten Männer mit ihren Schlüsselbunden und Hunden bei Wind und Unwetter des Abends um 10 Uhr die Runde antreten sieht, bann hat man unbedingt das Gefühl, daß man sich auf sie verlassen kann. Die Wach- und Schließgesellschaften, sofern sie gut geleitet sind, füllen also wirklich eine Lücke aus und es steht außer Zweifel, daß sie allmählich unentbehrlich werden. Schon jetzt pflegt man von ihnen und chren Transport wurde unterwegs von einer starken Bande angehalten. Tie Begleitung wurde entwaffnet und ein Soldat getötet. Die Bande erbeutete einen größeren Teil des Transportes. Bei Delvinon stieß eine dreißig Mann starke Ar- nautenbande mit Regierungstruppen zusammen: zehn Arnauten und drei Soldaten sind gefallen. .Beide Seiten hatten mehrere Verwundete. Arabische Seeräuber. Hodeidah, 24. April. Araber plünderten zwei Fahrzeuge in den Häfen von El Wessin und El Birk im Roten Meer, die mit Proviant für die Besatzungen in Assyr beladen waren. Ein türkischer Offizier und sechs Soldaten wurden mitsamt den Fahrzeugen gefangen genommen und ins Innere des Landes gebracht. Sechs ottomanische Kanonenboote wurden ausgeschickt, um die verloren gegangenen Fahrzeuge wieder zu erlangen mit dem gleichzeitigen Befehl, die Häfen zu bombardieren und die Städte zu zerstören. Aus dem marokkanischen Ausstandrgebiet. Dor Fez nichts Neues, das ist auch heute der Hauptinhalt ber letzten Meldungen. Der Hauptschlag scheint nach Eintreffen der Verstärkungen geführt werden zu sollen: Tanger, 24. April. Aus Fez wird unterm 17. April gemeldet: Die Stadt ist ruhig und die Lage unverändert. Die Med Gamad verlangten als Lohn für ihre Unterwerfung die Absetzung ihres Kaids Bagdad i. Der Maghsen sagte die Erfüllung ihrer Forderung zu in der Hoffnung, daß sie sich unterwerfen. Aus Rabat wird über Tanger vom 23. April gemeldet, Goumiers aus dem 'Schaujagebiet hätten am 17.April das rechte Ufer Burearegs besetzt, wo die Basis für die Konzentration sein soll. Die im Schaujagebiet gebildete leichte Kolonne steht in Buznika bereit. Die Meldungen des Hauptmanns Moreaux vom 21. April klingen wenig beruhigend. Der Konsularagent Boisset befindet sich mit einer Proviantkolonne bei Sukelarba. Sita- jebscherkaui wird versuchen, diese bis zur Kolonne Brärnonds weiterzuleiten. Algier, 24. April. Der Damp f er „M o ulou g a" ist mit 1000 Mann an Bord nach Casablanca ab gegangen. Die öffentliche Meinung in Frankreich. Paris, 24. April. Die meisten Blätter billigen die von ber Regierung bezüglich des Marsches nach Fez beschlossenen Maßnahmen. Die „San t er n e" schreibt: Wir, die wir seit 6 Jahren unaufhörlich mit aller Kraft die Eroberungs- und Abenteuer-Politik bekämpft haben, die wir noch immer beklagen, daß Frankreich seine Hand in das marokkanische Wespennest hineingesteckt hat, wir müssen zugeben, daß die Regierung durch die von ihr getroffenen Verfügungen eine unabweisbare Pflicht erfüllte. Die „Slurote" sagt: Selbst wenn die Kolonne Brsrnvnds einen neuen Erfolg davontragen sollte, dürfen wir die Hände nicht in den Schoß legen. Es handelt sich um die Sicherheit der in Fez eingeschlossenen Europäer und um die Würde Frankreichs. Der „Evenement" erklärt: Wenn das Parlament zusammen wäre, würde eS zweifellos mit großer Mehrheit den Beschlüssen des Ministeriums seine Zustimmung erteilen. Jaurös setzt heute in der „Humani16" seine heftigen Angriffe gegen die Marokkopolitik fort, indem er unter anderem sagt: Die marokkanische Bande und ihr Vertreter, der Gesandte Regncmld, können sich rühmen, daß sie es mit einer schwachen und verblendeten Regierung, mit einem Lande ohne Vorausblick und ohne Widerstaudskrast zu tun haben. Ihre schlimmsten Ränke, ihre verbrecherischsten Pläne gelingen, und sie haben es zuwege gebracht, daß die niedrigste Politik die Politik Frankreichs ist. Eine englische Mahnung zur Vorficht. London, 24. April. „Westminster Gazette" spricht die Ueberzeugung aus, daß die französische Regierung keine milttärische Okkupation Marokkos beabsichtige, erstens, weil diese internationale Verwicklungen herbeiführen würde, zweitens, wegen der inneren Schwierigkeiten, die oieser Operation entgegenstehen. Das Blatt fährt fort: „Wir hoffen, daß die französische Regierung bedachtsam handeln Und soweit als möglich sich darauf beschränken wird, den eingeborenen Truppen französische Offiziere $u geben. Wir hoffen ferner, daß sie internationale Empfindlichkeiten schonen und ihre Nachbarn von jedem Schritt, den sie zu tun beabsichtigt, genau unterrichten wird. Die deutsche Regierung kann nicht gut Einspruch gegen die Maßregeln erheben, die für die Sicherheit der französischen Mission und der Europäer in Fez notwendig sind, aber sie wird sicher fordern, daß der Algeeiras-Vertrag in dem Geist ber Buchstaben eingehalten wird, und darin ist sie natürlich völlig in ihrem Recht." Leistungen mit Achtung zu sprechen und je mehr sie in den bisherigen Leistungen ausharren, um so mehr wirr) sich die An° eriemrung und auch die Dankbarkeit des Publikums steigern Auch das „Gießener Wach- und Schließ-Institut" hat sich auf seinem Gebiete zweifelsohne hervorragend gewährt. Ter jetzige Inhaber des Instituts hat die Bezirke verkleinert, seine Wächter vermehrt, letztere mit Polizeihunden versehen und seinen Abonnenten eine so sichere Bewachung geschaffen, wie sie in wenigen Groß- städten zu finden ist. Das Institut darf 'heute als erftHaffigeS nützliches Sicherheits-Institut betrachtet werden. 9hm ist es Sache des Publikums, das hilfsbereite und notwendige Jnstttut zu uuier- stützen. Mit der Vermehrung der Abonnenten steigt die Möglichkeit, das Personal und damit die Sicherheit zu erhöhen, obgleich kein Anlaß zur Klage vorliegt. Tie geringe Ausgabe sollte fein Hausbesitzer scheuen, ebenso tonnten die Inhaber der Parterrewohnungen unter Beteiligung ber übrigen Einwohner Abonnenten werden. Kreis Büdingen. Büdingen, 24. April. (Schöffengerichtssitzung.) Die H. D. II. Ehefrau geb. G. in Orleshausen wird wegen Bedrohung zu einer Geldstrafe von drei Mark verurteilt. — Die Maurer H. und W. St., beide von Lorbach, werden wegen gemeinsamer vorsätzlick^er Körperverletzung unter Annahme mildernder Umstände zu einer Geldstrafe von je 10 M k. verurteilt. — Ter Landwirt O. H., der Geometergeh. F. B. K., der Maurer W. G. und der Maurer B. G. sämtlich von Bindsachsen haben gegen die wegen Ruhestörung gegen sie erlassene Strafbefehle Einspruch eingelegt. In der heutigen Hauptverhandlung wurden die Angeklagten der Uebertretung für schuldig erkannt und F. B. K., W. G. und B. G. je zu einer Geldstrafe von 5 9Nk. und der O. H. zu 3 Mk. verurteilt. — Der Kellner H. C. aus Lühe, ohne festen Wohnsitz, z. Zt. hier in Untersuchungshaft, wird wegen Bettelns zu einer Haftstrase von drei Wochen verurteilt. — In der Privatklage der M. L. von Wolf gegen die Witwe I. Z. und Ehefrau K. N. wegen Beleidigung wurde neuer Termin auf den 15. Mai 1911 angesetzt. — Die Privatklage des Wirts und Metzgermeisters B. W. III. von Büdingen gegen die O. L Ehefrau geb. Schm, in Ranstadt wegen Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. • Bleichenbach, 24. April. Der hiesige 70 jährige Bürger Johannes Dönges V. wollte fernen beiden im Hof stehenden Pferden die Neste seines Vesperbrotes geben. Kaum kam er in die Nähe der Pferde, schlug das eine Tier aus und traf den alten Mann im Gesicht derart, daß das Gehirn ausfloß. Der jähe Tod des beliebten Bürgers erweckt ungemeine Teilnahme. ----- Diebach a. Haag, 24. April. Die Büdinger Gendarmerie verhaftete hier den Schneider B. M. aufl Oberstein a. d. N. wegen ZechbetrugS. Der Verhaftete gestand dann weiter zu, der Firma Diß u. Co. in Diedenhofen, bei der er in Arbeit gestanden hatte, 3 20 Mk. unterfchlagen zu haben. Mit diesem (Selbe hatte er vom 6. April an eine Vergnügungstour nach Luxemburg, Köln, Mainz und Frankfurt a. M. gemacht und alles verjubelt. Er wurde vom Amtsgericht Büdingen in Untersuchungshaft genommen. Kreis Friedberg. m. Friedberg, 24. April. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten verursachte eine Mitteilung des Bürgermeisters Stahl lebhaftes Aufsehen. Als ber Stadtverordnete Langsdorf wegen eines Beschlusses der Versammlung über die Bereitstellung von Baugelände erinnerte, erklärte der Bürgermeister, der von ihm ausgearbeitete Ortsbauplan für die Gebend am neuen Bahnhof, der durch das Kreisamt dem Ministerium zur Genehmigung übersandt wurde, habe deutliche Spuren gezeigt, daß an ihm unterwegs von dritter Seite herumhantiert worden sei. Es seien sogar Veränderungen daran borgen.immen worden. Die Art der Veränderungen lasse auf bie Urheber bezw. deren Auftraggeber schließen. Sre seien nur unter den Grundstücksspekulanten zu suchen, die in der Geoend begütert sind. Er habe deshalb ein Schreiben an das Ministerium gerichtet, daß er nur dann noch weiter der gesetzlichen Vorschrift genügen könne, wenn er die Garantie habe, daß [eine Pläne nicht in die Hände Unberufener gelangen. Die Beschwerde des Bürgermeisters wurde von den Stadtverordneten einstimmig gebilligt. Starkenburg und Rheinhessen. — Darmsta dt, 24. April. Ein gefährlicher Betrüger und Schwindler wurde auf Veranlassung ber Staatsanwaltschaft hier in ber Person des 37 Jahre alten Agenten, ber sich auch Kaufmann und Reisender nennt, Josef Kahn, in der Nähe von Kassel zu Hause ist und hier feine Wohnung hat, verhaftet. K. war vor einigen Wochen loegen verschiedener Betrügereien, die er in Frankfurt a. M. begangen hat, dort feftgenonimen, aber gegen Kaution wieder entlassen worden. Nun hat sich aber, n. d. ,Tägl. Anz.*, durch die fortgesetzte Untersuchung herauSgestellt, daß K. bringend verdächtig ist, noch andere Schwindeleien begangen zu haben. m. Offenbach, 25. April. Der seit Jahren betriebene Plan, Offenbach mit Isenburg, Sprendlingen und Langen, die zusammen 24 000 Einwohner zählen, durch eine elektrische Bahn zu verbinden. Tas Allgemeine Elektrizitätswerk in Berlin will nunmehr das Projekt unter Forifülwung der Bahn bis Arheilgen bezw. Darmstadt ausführen, wenn die drei Gemeinden 60 000 Zuschuß leisten. Die ganze Linie würde 2 Millionen Mk. kosten. ch. Btngen, 24. April. Nachdem der städttsche Voranschlag für 1911 zum großen Teile Annahme gefunden hatte, stellte sich heraus, daß die Erhöhung der Au^i- schlagziffer der Gemeindesteuern von 120 auf 135 Prozent nötig fein würde. ES entwickelte sich eine lange Aussprache und schließlich wurde der Voranschlag in der Gestalt, in ber er sich nach der Sonderberatung darstellte, in einer ®efamfl> abftimmung abgelehnt. Es bleibt nun einer zweites Lesung vorbehalten, den Voranschlag nochmals durchzuberaten Hessen-Nassau. [] Marburg, 24. April. Eine der reichhaltigstei Altertüme r-Sam mlungen ist die des Hessische, GeschichtSvereinS im hiesigen Landgrafenfchloffe. Di Altertümer sind seit einiger Zelt geordnet in den große, Erdgeschoßräumen deS OstbaueS des SchloffeS untergebrachi und können täglich besichtigt werden. □ Kirchhain, 24. April. Im Walde bei Langensteir wurde ein Mann namens Sack aus EmSdors beim Wildern, ertappt und nach heftiger Gegenwehr festgenommen. w. Frankfurt a. M., 24. April. In der Krunach- straße 12 hat sich eine 3 0jährige Ehefrau mit ihrem neun Wochen alten Kino infolge nervöser Ueberreizung und der Besorgnis, daß ihr Kind krank sei, in der Badewanne ertränkt. W. Wiesbaden, 24. April. Von einem in der Beausite stehenden leeren Straßenbahn zu ae löste sich gestern abend nach 10 Uhr die Bremse und oer Zug sauste führerlos das abschüssige Nerotal entlang bis zur Wilhelmstraße, eine der belebtesten Straßen. Während oer Motorwagen umkippte und zertrümmerte, fuhr der Anhängewagen auf das Trottoir der Wilhelmstraße, brach dort mehrere Bäume um und kappte eine Laterne. Merkwürdigerweise wurde bei dem Vorgang niemand verletzt, da der Straßenbahnzug auf dem rechten Meiss fuhr. .-d kblii -/Ul 2? ¥ •W W Ä- 1 'Mu. >-r 4 ■ y. ■ ,. h*W- ‘ (2773 Gießen, 25. April 1911 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Bcrlust sagen allen herzlichen -lant Elisabeth Bonarius nebst Kindern. haben. Der Aufstand in Marokko. Salzböden, Staufenberg, den 25. April 1911. Die Beerdigung findet Mittwoch den 26. April, nachmittags 2 Uhr in Salzböden statt. Hl iler Heine, sondern ile MS Ueberall zu haben. Man probiere und vergleiche! Packung. (2789 '5?ä ! -Os. lltDer r eaöank (B»/. j Eberh.MetzgerNachf. 03356] Bemden-BlGsen und Hnaben-Anzü^c werden billig Die trauernden Hinterbliebenen: Famttte Arnold. A l l e n d o rf, den 25. Apnl 1911 U Fabrik auü. Syndik. fertißt aucv gute Zementdiele n.Pv.t»reA,Ateuw »ed Ihv^/,>___ Heute Luhücisch 50 Pig. Mi* Ottekl vorzüglich zu Bowle geeignet per Flasche Mk. 1.50 sowie empfiehlt kbnh. Mctzgcr Nachf. Heinrich Triesch. 2782 nmmmm N" °7. SE t tttß Danksagung. Für die so zahlreich bewiesene Teilnahme bei dem unS so schwer betroffenen Berlusie unseres teuren Entschlafenen, für die reicucn Kranz- und Blumen,penden. für die erwiesenen milnärischen Eprungen seitens seiner Kameraden, dem Zm.-Negc. Kaiser tlbilüelui und dem vlengcit Kriegerverein, für die Kranzmederlegung des BerenlS Gemütllchketi, sowie für öic lrostreicheu Worte des Herrn Pfarrer Heinebach fei nur diesem Wege Herzlich gedankt. L.i £ongcn’te,r1 _ tz, der et«®1,, # h«»^iZ«S IW*, ft«, irr'* [«tf»* SJterr £»teS erE fuit- "2S.H w &?. *** einer Ware muss für jeden denkenden Menschen massgebend sein. Kardinal-Malzkaffee hat zwar noch keinen Weltruf, doch werden Jahr- xehnte darüber nicht vergehen und man wird ihn (nur seiner vorzüglichen Qualität wegen) überall kennen, denn das Gute bricht sich Bahn. Mefäilußlas Cieaii&e Fabrik MrÄSori L.-L k OUtMidorf j Freitag den 2ö. tlpnl, vormittags 10 Uhr, sollen aus dem Nachlaß des verstorbenen Heinrich Mehr Hl. zu Treis a. d. Lda. nach- solg. Gegenstände öfient- lich meistbietend versteigert werden: 2 Fahrtühe, H Hühner, etwa 10 Zrr. Grummet, M Zir. Heu, 50 Ztr. Kornnroh, 30 Ztr. Harer- itroh, 15 Ztr. Tukwurz, L Ztr. Kartoffeln, I Hausen Mm, 2 Wagen mir Zubehör, 1 Pflug, 1 lLgge, 1 Pnchlsa^ 1 Hack,'elma,chtne, eine Dickwurzmühle, sowie sämtliche landwirtschaftliche Geräte. (1777 Feigst® erewe Matjes-Heringe einpfieblt 2781 Madrid, 25. April. Tic Correspondencia d'Espana veröffentlicht unter Vorbehalt eine Depesche aus Tanger, die besagt, daß dort auS Larrache ein Brief einaetrossen sei, derdieRückkehrderTruppenBrämondSnach $CVran9*'24. April. Die Truppen der Division Oran sind in fünf Staffeln zur marokkanischen Grenze vorgeschoben worden. Köln, 24. April. Nach einer Meldung der Köln. Ztg. widerspricht die amerikanische Negierung der Behauptung, Präsident Tast habe dem Botschafter Hill schriftlich nahe- gelegt, von seinem Posten zurückzutreten. Fürden B e r. lin er Botschafterposten liegen dem Präsidenten biS jetzt 23 Bewerbungen vor . Madrid 25. April. Der Komg weihte in Earabanchcl die militärische'Station für drahtlose Telegraphie ein und sandte von dort an Kaiser Wilhelm und Franz Josef mittels Radw- 9ramJihe^n^'24. April. Eine aus einem Admiral und drei anderen Offizieren bestehende englische Marin c - Mission, zur Reorganisation der griechischen Marine, ist hier eingetroffen. Eingesandt. Lich 24 Avril Am Samstag abend knallte ein Schuß in der Nähe m.incr Wohnung, meine schwarze Kape war erschossen und in eine Hecke geworfen worden. Ich frage die Oeffentlichkcit, ist C3 Recht bei der großen Mäuseplage harmlose Hauvkatzen in der Nähe von Wohnungen abzuschießen und Zn Hecken zu wersen, anstatt sie zu verscharren. Man sieht ü terS lolche Kadaver liegen, trotzdem Lich ein Luftkurort |cin soll! Ich danke für Wfr »Wilde Luit._______________Ein Sich» Bürg-r. Märkte. le. Frankfurt a. M., 25. April. Heu- und S t r o h m a r k t. Angekahren waren 4 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte- Heu 8, 0—8,60 Mk., etvob (flornlangftrob) 0,00 bi« ooo Pik Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles <ür 5u Kilo. Wdrhaii flott. —' Tie Zufuhren waren au« Oberhessen und dem Kreise Dieburg. Erkrankten würben ins Krankenhaus gebrach! Untersuchung ist eingeleitet. In Berlin fanden in dem Gasthaus Gesundbrunnen einer Frau wegen schwere Ausschreitungen von Zmeunern statt, wobei das Gasthaus vollständig verwüstet wurde. Biele Personen wurden zum Teil schwer verletzt. In Oranienburg wurde ein größerer Goldschatz aus der Havel gefischt, der unter anderen Kostbarkeiten eine grov- Zahl von S i e g e l r i n g e n und O h r r i n g e n enthielt. Wahr- scheinlich rühren die Sachen von einem Berliner Einbrüche her. Ter rechtmäßige Besitzer ist bißfcr noch nicht ermittelt. Aus Kapstadt wirb gemeldet: Nach amtlicher Feststellung sind bei einem Eisenbahnunglück an bet Blaukreuzbrücke bei Port Alfred 20 Personen getötet worden, 20 wurden verletzt. In Gigfarben (Westvirginien) wurden durch eine Explosion in der Ott-Kohlenzeche 28 Bergleute emgefchlosscn. Man vermutet, daß alle um gekommen und. rnnn aii •>- 8 Wim ä s O. L Stz. ot durch k, bo! fttfxiue m Kun er ll taif den alle I 6. Dn fü I Mmt. . | >e ’ölibinjr I B. M. o.| I erbaftete gt. I Birbfnbofni, I mterschlagn I prif an eint I und Frank» I wurde vom I unen. nach fiin(u ndzwanzigjährigem Krankenlager zu sich zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten £uftf(f)fflabrt Tüsseldors, 25. April. Tie Aufstiege des LustschisseS Deutschland", die durch die Havarie deS ^chiffeS berm HerauSbringen aus der Halle verhindert wurden, sollen beute ptejcr ausgenommen werden. Gras Zeppelin wird erwartet. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wagner, Heuser, Vogel. 3769 Arbeiterbewegung. Sin GesamtauSstand der Werftarbeiter in Danzig. Danzig, 24. April. Wegen deS Ausstande- von »twa 700 Schiffbauern auf bet Schichauwcrft hatte die Fcrftlcitung durch Anschlag bekannt gegeben, nut diejenigen wettet beschäftigen zu wollen, welche sich schriftlich verpflichten, ohne piückficht auf die Streikleitung die Arbeit fortzusetzen. Ta sarnt- -.che Arbeiter einig sind, Streikarbeit nicht zu lei,len, unterschrieb niemand. Tamit sind die übrigen 1300 Arbeiter ausgesperrt Ter Gesamt bet rieb ruht. Die Werttlettung ist ledoch bereit, mit den Organisationsvorständen zu verhandeln. Ortskrankenkasse Gießen. Aihemeine Versammlung F„itag, 28. 2ü>ril 1911, abends 8*/, Uhr, in Steins Garten. Tages-Ordnung: Bis WMicdM-WW. Referent: Reichstagsabgeordnercr »n»oI6. Srledbera, iniita(tei) der Atoninufiioit zur Porberalung der N.-B-'O- Ä ? laden ^ dieser Versammlung alle Arbeitgeber und arbeiliKbrnci unD sonstige Interesfenten ,reundllchst ein und evroarten ^^^nBejuch. Vorstand. Freie Tiskuinon. — Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass es Gott gefallen hat, unsere liebe, gute Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Karolina gner Cafe Am end Täglich Künstler-Konzert Anfang - l br_____________ Letzte Nachrichten. Ter französische Lrdeasfchwindel. Paris, 25. April. Auf Grund des ärztlichen Gut. achtens ließ der Untersuchungsrichter den wegen OrdenS- fchwindels verhafteten ReckitSanwalt Dalcnsi in die Krankenabteilung des Gefängnisses überführen. AuS der juogturkifchen Bewegung. Konstantinopel, 24. April Sicherem Vernehmen nach wurde Oberst Sadik, in dessen Haufe die Mitglieder des Geh c im b und es vereidigt wurden, vom KriegSministerium ausgefordert, Konstantinopel zu vcr- lassen und in die Garnison nach Monastir zuruckzukehrcn. Ter Oberst soll dem Befehl bisher nicht #olge geleistet Mittwoch den 26.April lOlb nachmittags 2 Ubr, werden im Bickerichen Saale versteigert: 1 1 Losa, 1 Lola mit 6 Stühlen ' und 2 Sesseln, 1 Nähmaschine, 1 Kleiderichrank, 1 Vertiko, 1 Tisch, 1 Waschkommode, 1 groy. Etchenstamm, 80 Buchen-,Eichen» u.5tleiernbohlen,3Kastenwagen, 1 iLiigel in Diarmov, 10 Grab- einiaffungen in grauem Land- jtein, 9 (övabueinfocteL AtDölf Herrenllberzieher,!Partie Hute unö 'JJlüQcn, 1 Ladeneinrichtung, 1 Äassenschrant, 1 Polyphon- Imtrument u- a. m- 2.1 Pianruo. ZKß Die Versteigerung zu 2 findet benimmt itatt Geißler, Gerichtsvollzieher Vcriniid?tcs. * Die Leidensgeschichte eines Kindes kam bi einer Etrafkammerverhandluna am Montag in Berlin »ur Sprache und führte zur Verurteilung einer Arbeiterfrau -u neun Monaten Nefangnis. Die Frau war gegen ihr Stiefkind, ein Mädchen eine Stiefmutter in dem hatzlichsten Sinne des Wortes. Als hie Lcheusstichkeiten bekannt wurden, sammelte sich vor dem Hame eine gewaltige Menschenmenge an, die tue Angeklagte 10 n e n wollte Tic empörte Maste ichiug die j,ürcn rnutdel niedergeschlagen. Ein Raub wurde durch die Dazwischen- tunft von Personen vereitelt. Ter Täter ist entkommen. Die Verletzungen des Geldbriefträgcrs find Nicht lebensge» '4 6Bei1 bet Elberegulierung in btr Nähe von K ö n i g g r ä tz toolb ten am Samstag mittag 14 Arbeiter m SecklShre Übn den Fluß fetzen. Tie Fähre kippte um, die Arbeiter tunen ins Wasser, °Jantz'ild eSheim erkrankten infolge Genusses verdorbenen H a ck f 1 c i s ch c S am Sonntag etwa 30 Personen, teils sthr schwer. )n einer Bäckersarnilie erkrankten sieben Personen schwer. (n Sitzung .a deS Siir* bei 9iabt. st? du Dn« I Qdinbt tt» I hm ciurgeap I .en Bahcki I SenehmiL; I eigt, hab n I fiert toorba f ?rgen.'mma die Uihebeib i nut unüf bet Geaeiis!, m das Mm I I >t bet gml Die ®aran!:i H berufener y | inrbe üon bc 11 sklicherLi- ranfaffung k I 7 Jahre alt« I r nennt, 3o:r I und hier V® I inigen ®ot,r I ranffud a. ?- Kaution roifbr I ,T5gl. A< stellt, daß ;[eien btgangr. ihren bettÄ« nb Langen.? äektnftz in Berl'N ,^ n bis AKS inen n'i, "r fläri'i* «uns b*y ,f 135 W' n9- ®(ftnll, i» ° einer ,in-r i* lu»«6irali” Die trauernden Hinterbliebenen. Alsfeld und Basel, den 23. April 1911. Die Beerdigung findet Mittwoch den 26. April, nachmittags 4 Uhr, auf dem alten Friedhof in Giessen statt. 2785 Heute entschlief nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden Frau Qr. Dornseiff Wwe., Susanna geb. Bücking. . i zlidier Ausverkauf meiner Vorräte In keinen- und Baumwollwaren Wegen bedeutender Vergrößerung der Damen-Konfektions-flbfeilung per- kaufe Ich, um die Räume hierfür zu gewinnen, ländliche :: :: :: keinen- und Baumwollwaren pollftändig aus. — 3ch biete hiermit die günftigite Gelegenheit, bewährte und erftklalfige Qualitäten zu :: » ;; « -- " :: :: :: außergewöhnlich billigen Prellen einzukauien 5. Pfeffer * Sfe|ss * ITlarkfplaß 6 a“/< eeeeeeeeeeeeee@@®eee Zirkus L Striniirier. Oswaldsgarten. Heute Dienstag abend S1/^ Uhr d% Grosse Parforce-Vorstellung w mit neuem Programm. ®®©®eeeeeeeeeeeee®ee Biograph Pieckstraße 12 03345 Plockstraße 12 Der Goldsucher der Indianer ein meisterhaft gespielter dramatischer Kunststlm. Ein amerikanischer Schlager. Ist Hierin des berühmten Moritz" letzte Glanzleistung. Großartige Humoreske. Der Kampf um die Braut, großes Drama. Der König von Rom Eine Tragi-Komödie allerersten Ranges. Die Titelrolle wird von dem kleinen „Fritzchen" entzückend dargestellt. Reissest in Kioto, herrliches Naturbild. Madame trägt einen Hosenrock oder Der erste Hosenrock in den Stratzen Paris köstliche Humoreske. TonbildrBildnisArie aus,,Zauberslöte" Ein Liebling des Königs, Drama. Der Teppich, lustige Humoreske. Versteigerung. Mittwoch den 26. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, werden im Pfandlokal, Seltersweg 11, versteigert: IBufettUKassenschrank, Schreibtische, Sofas, Kommode, Ber- tikows,Scyränke,Uhren,Spiegel 2 Koffer, 1 Hund u. a. in. (2621 Johann, Gr. Psandmeister. Gesangverein Harmonie Mittwoch Singstunde vm/4)Der Vorstand. iMmänn. Verein. Wir machen unsere Mitglieder aus den morg. abend imMetropol ftattsindenden Vortrag d. Herrn Nechlsanwalt Naab über die „Wertzuwachssteuer" hiermit besonders aufmerksam und empfehlen zahlreiche Beteiligung. v25/,) Der Vorstand. Verein der Hausbesitzer. Mittwoch den 26. April abends 8 3|, Uhr im oberen Saale des „Metropol“ (Plockstraße 5, Eingang durch das Restaurant) öffentlicher Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Raab „Die Wertzuwachssteuer" Dd" erläutert an Beispielen. Wir laden alle Interessenten zu dem Vortrag ein und bitten um zahlreiche Beteiligung. Eintritt frei. v”/4 Der Vorstand. Klnematograph. Bahnbofstraste 54. (033341 Babnbofstraste 54. Grosses Elite-Programm. Nur 4 Tage, von heute bis Freitag: te iflrlicte älter 800 Meter lang, großes Drama in 2 Akten, ausgenommen von der Nord.-Film-Comp., dacgestellt von den berühmten dänischen Schauspielern. Musette Pariser Sittendrama. Hans als Hypnotiseur Größte Heiterkeit. ZohllBraullN^ieLusipirMliMlW Ein Blick in die Zukunft, spannendes Drama. Vorbestraft Drama aus dem Leben. Ein Opfer Tontolinis Humoristisch. Loin du bal Toubild. Gebrüder Berdux Fernsprecher 231 Bahnhofstraße 27 5n|che Zische Mittwoch früh 9 Uhr u. Donnerstag eintreffend: Pr. Jütländer Angel-Schellfische per Pfund 42 Pfg. Feinster bliitenheller Kabliau im ganzen, 4—12 pfundiger Fisch, ohne Kopf Pfd. 20 Pfg. im Ausschnitt Pfund 24 Pfg. Frische Brat-Schellfische Pfund 22 Pfg., 3 Pfund 60 Pfg. Fisch Koteletts Rotzungen Pfd. 30 Pfg. Eier Feinste frische Siedeier 10 Stück 65 Pfg., 50 Stück Mk. 3.20, 100 Stück Mk. 6.10 Echte Italiener 10 Stück 75 Pfg. Konserven um zu räumen Feine junge Schnittbohnen 2Psd.-Dose 28 Pfg. Mirabellen 2 Pfd.-Dose 75 Pfg. und 90 Plg. Pflaumen 2 Pfd.-Dose 55 Pfg. und 65 Pfg. Naturreiner A p. Lil. 28 Pf.,'/- Lit. 16 Pf. APZ©IW©!]!, exklus. Flaschen. la«/.