'Tropfe? ieott k jedes. 161. Jahrgang Zweiter Blatt Nr. 21 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. td) da. um i der allerbin t Firmo 1902 eine irucfeerebß'* zu regeln. Besichtigung, wie sie seit 40 Jal-ren sich Imrans Servitut der gebildet hat, einseitig vom lief) kann der 9hm stellt allerdings Tast die Abänderung dieses Vertrages in Aussicht, aber es wird sich doch sehr fragen, wie England sich in dieser Beziehung verhält oder in Rücksicht aus seinen Bundee-g-nassen Japan überhaupt Verhalten kann. Tie Tatsache, daß Ecuador die von der Union beantragte Pachtung der Galapagos-Jnseln, die, allerdings in einer Entfernung von 1000 Klm., im Stillen Ozean dem Eingang des Panamakanals vorgelagert sind, ablehnt, weist jedenfalls darauf hin, daß hier internationale Schwierigkeiten keineswegs ausgeschlossen sind. Mittwoch, 25. Januar M Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universität^ - Buch- und oteiitbruderci. R. Lange, Gießen. Die „Oiehener Zamilienblätter" werden dem »Anjeiqer* viermal wöchentlich beigelegt, baS ' Kreisblatt für den Kreis ®ie(jen" zweimal wöchentlich. Die ,.Landwirtschaftlichen Lett- fragen" erscheinen monatlich zweimal. — Ein ungedruckter Bries Hebbels. Tie „Grenz- boten" verössentlichen einen Bries Hebbels an den bekannten Shakespeare Kritiker «Prof. Telius in Bonn, den wir hier abdrucken. Ter Bries bezieht sich aus Badenstedts großes Werk „Shakespeares Zeitgenossen", das Hebbel in der „Wiener Jtg." kritisiert halte, woraus sich aber eine heftige literarische Fehde zwischen beiden Dichtern entspann. Der Brief lautet: Hochgeehrter Herr? Seyen Sie nicht verwundert, daß ich Ihnen hiebei unter Kreuzband einige Nummern der Wiener Zeitung übersende, die ein paar Aufsätze von mir enthalten. Es geschieht nicht, weil der letzte derselben auch Ihrer und Ihres großartigen Unternehmens flüchtig gedenkt: ich habe nicht das Recht, Sic zu loben, denn wenn ich auch den Shakespeare und was zu ihm gehört, über ein Viertel-Jahrhundert studire, so ging ich doch auf andere Zwecke aus, wie Sie. Es geschieht nur, weil Sie höchst wahrscheinlich ein Buck gelesen haben wetügstens nennt der Verfasser Sie an einer Stelle seinen Freund, das mir Dinge in den Mund legt, die außerhalb des Tollhauses wohl noch Niemand gesagt bat. und weil Ihnen die Abhandlung von mir, worin diese Tinge stehen sollen, bei der bescheidenen Stelle, welche die Wiener Zeitung in der gelehrten Welt spielt, schwerlich zu Gesicht gekomm.n ist. Könnte ich Ihnen diese Abhandlung selbst vorlcgen, fo würden Sie dieselbe ohne Zweifel in Ton und Fassung ganz io angeme".'n und in der Materie hoffentlich nicht viel weniger gründlich finden wie jede andere ihrer Art; leider kann das erst geschehen, wenn meine vermischten Schriften erscheinen, da die Zeitungsnummern natürlich längst vergriffen sind. Ich muß mich daher darauf beschränken, Ihnen die nothgcdrungene Ehrenrettung mein25 gesunden M errschen-Verstandes zu ubcrschicken; diesen sähe ich mir — Der „Hosfcnrock". Ten „Humpelrock", dessen Herrschaft in der Tamcn-Mode nur von kurzer Tauer war, hat eine neue Erfindung abgclöst: der „Hoscnrock". Man schreibt darüber aus Paris: Wer sich in den letzten Tagen unter die elegante Menge mischte, die sich gegen Mittag im Bois de Bon- logne ihr Rendezvous gibt, der tonnte einige Damen in ent- zückenden Promenadenkostümen beobachten, die, so lange sie standen, nichts Auffälliges in ihrer Erscheinung darbotcn. Aber sobald diese Damen, bei denen wir cs im Ungewissen lassen wollen, ob sie der „Gesellschaft" angehörten oder Manneguins großer Schneiderateliers waren, sich in Bewegung setzten, sobald sie ausschritten, da, 0 Wunder, sah man, daß sic gar keine Röcke trugen, sondern schwarze Scidenhoscn in Form und Schnitt ben Beinkleidern ähnlich, wie sie Amazonen tragen, die im Herrensitz reiten. Einige dieser Revolutionärinnen hatten sogar die Neuheit ihrer Toilette noch dadurch besonders betont, das; sie ihre langen Promenadenjackctts an der Sffte gerafft hatten. Großes Aufsehen erregten die Damen weiter nicht, denn sie sahen recht nett und gar nicht sehr auffallend aus, und die Mode der letzten Jahre hat uns ja durch starkes Emporraffen der Röcke bereits am eine Teilung des Rockes vorbereitet. In dieser Fornt des geteilten Rocks, der bis zu den Knien sich beinkleidartig um die Füße schmiegt und damr in einen ganz normalen Rock weitergeht, hat die Mode bereits einige Verbreitung gesunden. Zu einem kurzen Jackett oder Bolero trägt man einen langen, glatt anliegenden Rock, der von den Knien ab in zwei voneinander abgetrennte Teile ausläuft. An diesen entzückend ga mir tat Koitümen, hie sich nur recht dezent der männlichen Kleidung nähern, sind bequeme Taschen angebracht, bi einem langgel>egten Wunsch der bisher taschenlosen Tamcmvelt entgegen "tontrnn. Deutsche Kolonien. Auswanderung nach S ü d - W e st - A f r i k a. Man schreibt uns: Der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, der sich die Besiedelung und Teutfchwerdung unserer mit großen Opfern an Gut und Blut erworbenen Kolonie Deutsch- Süd-West Afrika zur Aufgabe gemacht hat, vermittelt tüchtigen jungen Mädchen, vorzüglich solchen die vom Lande stammen, häusliche Dienststellungen. Tic Mädchen erhalten auf Antrag des kolonialen Frauenbundes von der Deutschen Kolonial gesellschait freie Ausreise in der 3. Schiffsklasse, und nach zwei jährigem Kontrakt die freie Rückreise: sic werden nur solchen Familien vermittelt, die mit ihrem Gesuch eine Befürwortung des Kaiserlichen Gouvernements einreichen. Der Monatslohn beträgt in der Regel 50 Mark. Im Herbst des letzten Jahres hat der Frauenbund in Kectmanshoop, im Süden des Sckmtzgebictes, ein Heimatshaus eröffnet, das unter Leitung einer tüchtigen Oberin steht. Dorthin entsendet er jetzt einen Teil seiner Bewerberinnen, die vom Heim aus passende Stellungen im Lande finden. Bc- itcrbungcn sind zu richten an den Frauenbund der Deutschen Kolonialgescllschast, Berlin W. 9, Potsdamer Straße 134. menverein Gabelston «MM tzereinsabend. Zum 8all herberich-Rürnberg. Von einer Frau erhalten wir folgende Zuschrift: Während noch die Allensteiner Tragödie in aller Gedächtnis lebt, gesellt sich schon eine neue hinzu. Wieder hat man es mit einer Frau zu tun, die krank und doch nicht krank ist. Wieder gehört diese Frau zu dein großen Heer der Psychopathen, die' schon von Jugend auf die psychopathische Konstitution des Gehirns zeigte. Sie ist erblich schwer belastet. Schon die außer- gcwöhnlichcn Vorgänge nach Jahresfrist, wie: „mit dem Messer auf den Gatten losgehcn", „Androhung von Selbstmord" u. dgl. m. schon zu Anfang ihrer ersten Ehe, gaben deutliche Kennzeichen ihrer Belastung. So hoch begabte und gebildete Frauen fassen alles tiefer auf, darum wird ihr Gemüt auch erregbarer und genommen. Schon in der vorigen Sitzung war Volt freisinniger Seite die Unterstützung in Höhe von 20 000 Mk. bemängelt worden, die die „Marine Rundschau" erhält. Der volks- parteiliche Redner verfolgt diese Sache weiter. Nach lebhafter Aussprache wird die Streichung oder Kürzung der Unterstützung gegen eine beträchtliche Minderheit abgelehnt. Beim Kapitel I n b i e n st h a l t u n g e n wird von frei- konservativer Seite bemängelt, daß es bei der Verpflegung z 11 viel Alkohol, zu wenig Zucker gebe. Von fort schrittlicher Seite wird aus die alten bewährten Nahrungsmittel Fleisch, Speck, Schwarzbrot, Grünkohl usw. bin gewiesen. Ein Nationalliberaler bemängelt den zu starken S e k t v er b r a u ch. Es entfpinnt sich eine Aussprache über den Al5oholverbrauch in der Marine. Tie Anschauungen gehen weit auseinander. Eine Anregung von iiationalliberaler Seite, daß die Offiziere im Monat nur für 10 Mark Kredit bei ihrer Messe haben sollen, findet trotz wiederholter Unterstützung keine Gegenliebe. Gegen diese „Gängelei" wird von fortschrittlicher Seite Einspruch erhoben: diese Bevormundung von Offizieren sei eine un gehörige Zumutung. Auch Staatssekretär v. Tirpitz Ocr- ivahrt sich dagegen. Es wird im Verlaufe der Aussprache hervorgehoben, daß der Akkoholkonsum z. B. in Kiel so zurückgegangen sei, daß das Offizierkasino immer mehr auch an die Zivilbevölkerung feine Weine verkaufe. Tas Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhesien von einem Manne, der einen und denselben Acker mit mir bebaut, wenn auch auf verschiedene Weise, nicht gern abgesprochen und Sie müssen mir ihn absolut ab sprech en, solange Sie nur meinen Gegner kennen. Mit ausgezeichnetster Hochachtung Ihr ganz ergebener, Dr. Fr. Hebbel, Ritter mehrerer Orden pp. Wien den 3ten May 1861. yiuüuii yui, auch wenn man nur die heutige Besichtigungsordnung und nicht den Zustand vor. 1870 zugrunde legt, nicht ' ’ Vatikan geleugnet oder aufgehoben werden. Natür- Vatikan sagen, er habe das Garantiegesetz nie anerkannt, aber das würde Italien nicht hindern, gerade in einer Frage, in der es die öffentliche Meinung der ganzen Welt auf seiner Seite hätte, seinen Standpunkt geltend zu machen. Der Papst und seine Museen. Ten „Leivz. N. Nachr." wird aus Rom geschrieben: Es ist schon telegraphisch gemeldet worden, daß die Kurie den Gedanken erwogen hat, ihre zornigen Proteste gegen die italienischen Gedenkfeiern des laufenden Jahres bis zu einer völligen Schließung der Museen, Sammlungen und Bibliotheken von März bis November zu treiben. Es ist allerdings nach 24 Stunden ein Dementi erfolgt, das behauptet, der Gedanke sei nie erwogen worden. Nachrichten aus sehr informierten Ouellen lassen aber erkennen, daß etwas an der Nachricht wahr ist und sei es auch nur ein Vorschlag der intransigenten Elemente gewesen, die heute wieder ganz obenauf sind. Öb der Papst in letzter Linie den Vorschlag aus freien Stücken abgewicsen hat, oder ob die lunstischen Gegeiläußerungen der italienischen Presse die Gefahren eines solchen Schrittes doch zu sehr ins Licht gerückt haben, das ist für die Beurteilung der Stimmungen im Vatikan natürlich irrelevant. Das entscheidende für die Rombesucher ist hingegen, baß der Besuch ihnen nicht dadurch verkümmert wird, daß ein Teil der herrlichsten Schätze Roms ihnen verschlossen bleibt. Man muß sich klar machen, um wie viele Sehenswürdigkeiten es sich dabei handelt: Im Vatikan die Sixtinische Kapelle, die Stanzen und Loggien Rafaels, die Gobelinsammliulg, die Pinakothek und die Skulpturensammliingen: ferner die vatikanischen Grotten unter der Pcterskirchc, die Mosaiksabrik, endlich die ganzen Kunstsammlungen Ticd Laterans. Die Diskussion über die Rechtslage dauert natürlich fort. Es handelt sich um die Interpretation von Paragraph 5 des Garantie- gcsetzes vom Mai 1871. Darin heißt es, der Papst fährt fort, die vatikanischen und lateraniichen Paläste sowie den Soinincr- palast in Caftel Gandolso „zu genießen" (bi goberc). Es ist also nicht von einem Besitz die Rede, sondern nur von einem Genutz und das stützt sich daraus, daß Italien sagt, bis zum 20. September 1870 fei der Papst nicht als Person, sondern als Träger der well- lichcii Krone des Kirchenstaates der Besitzer gewesen. Infolge dessen sei dieser Kronbeütz mit 1870 an den Rechtsnachfolger des Kirchenstaats, das Königreich Italien, übergegangen, das dem Papst mit dem Garantiegesctz eine weitere Nutznießung zuweist. Was speziell die Museen betrifft, so sagt derselbe Paragr. 5 des Garantiegesetzes, daß sie unverkäuflich siird. ?luch nut dieser Bestimmung ist also schon angedeutet, daß hier kein unbeschränktes Besitzrecht des Papstes vorliegt. Infolgedessen kann auch die Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktton:^^ll2. Tel.-AdruAnzetgerGteßen. Die Befeftigung öes Panama-Kanals. , Schon feit längerer Zeit weiß man, datzdie Union danach ( krachtet, den Panamakanal, welcher am 11. Januar 191o ( eröffnet werden soll, zu befestigen. Hielt doch Exprä,ident Roosevelt im September v. Js. in Omaha (Nebraska) eine > Rede, in der er diesen Plan befürwortete, und sein Nach- । folger Tast hat in seiner Sonderbotschaft an den Kongreß . int Januar ds. Js. diese Wünsche noch besonders unterstrichen. Nun stellt ja freilich eine Botschaft des ameri- kanisck)en Präsidenten nicht das dar, was wir unter einer. Thronrede verstehen, und die Stellung Tafts ist durch den Ausfall der letzten Kongreßwahlen so erschüttert, daß man seinem Verlangen nach einer Befestigung des Pauama- kanals an sich nicht so großes Gewicht beizulegen brauchte, um diese Angelegenheit hier ausführlich zu erörtern, wenn er nicht in dieser Frage das ganze amerikanische Volk auf seiner Seite hätte. Ob der näckffte Präsident der Unton ein Republikaner ober Demokrat ist, wird sich baljer in dieser Beziehung gleich bleiben. Es war im Hinblick ans die kommende politische Umwälzung in der Union jedenfalls nicht unabsichtlich, daß Präsident Taft am Sonntag im Interesse der Befestigung des Panama- kanals in Newyork eine Rebe hielt und sich dazu gerade Den Presseklub als Resonnanzboden aussuchte. Ob es seine Rede pro domo war ober nicht, kommt hier nicht in Betracht. Jedenfalls werden seine Worte, daß bie Union das Recht unb bie Pflicht habe, ben Panamakanal zu befestigen, zur Wahrung seiner von Amerika versprochenen Neutralität, welche die anderen Mächte nicht garantiert hätten, den größten Widerspruch finden. Betrachtet man bie Befestigung des Panamakanals vom amerikanischen Standpunkte aus, so liegt es natürlich auf der Hand, daß eine Verbindung des Stillen mit dem Atlantischen Ozean ben Einfluß der Union in beiden Ozeanen nur erlstihen konnte, weil sie bann imstande wäre, ihre Flotte je nach Bedarf in beiden Meeren operieren zu lassen 'und durch starke Befestigungen an den Eingängen des Panamakanals jedem Gegner die Benutzung des Kanals zu verfchließeu. Das muß natürlich in Japan den größten Anstoß erregen, und wenn der japanische Admiral Jaschiro, der vor etwa vierzehn Tagen mit feinem Geschwader vor Panama lag, die Amerikaner warnte, den Kanal zu befestigen, so hat er damit wohl nur der in Japan herrschenden Stimmung Ausdruck gegeben. Unb nun England! Es ist mit Japan verbündet und will mit der Union die freundschaftlichsten Beziehungen unterhalten. Teils wegen des gemeinsamen Angelsachsen tum3, teils auch wegen der Bestrebungen, bie sich in Kanada auf eine Loslösung von England und Angliederung an bie Union richten.' Da ist es natürlich schwer, Farbe zu bekennen. Soweit sich bisher die engliscljcn Preßmeldungen verfolgen ließen, ist aber die Meinung des englischen Volkes einer Befestigung des Panamakanals uid)t günstig gesinnt. Mag fein, daß die Anbahnung eines allgemeinen ^chieds gerichtsvertraaes, wie er kürzlich von amerikanischer Seite angeregt wurde, hier auch die Befestigung des Panamcv- kanals zur Entscheidung bringen soll. Jedenfalls schrieb „Daily Graphic" noch vor wenigen Tagen, daß die beabsichtigte Befestigung ohne eine Rücksprache mit England ben Bruch eines feierlichen Vertrages bedeute. Es handelt sich ba um ben Hay-Pouncefote-Vertrag vom Jahre 1900, " "ings bei feiner Ratifizierung am 22. Februar _________ Abänderung zu. Gunsten der englischen Wünsche in der Befestigungssrage erlitt, für dessen Zustandekommen aber England sehr beträchtliche Rechte aus dem Clayton- Bulwer-Vertrag opferte. Der Inhalt des abgeänberten Vertrages gipfelt darin, baß bie Vereinigten Staaten nur bas Recht zu bet Aufstellung einer militärischen Polizeitruppe zum Schutz des Panamakanals haben. Voii der Anlage von Befestigungen steht dagegen in diesem Vertrage kein Wort. Deshalb geht alles, was die Union jetzt hinsichtlich der Befestigungsanlagen beabsichtigt, weit über die Grenzen des Hay-Pouneefote-Vertrages hinaus, unb es bedürfte chnes neuen Abkommens zwischen beiden Staaten, um diese Frage fti* ACM ir 1« Die Kanalisierung des Neckars von Mannheim bis Heilbronn. Die württ embergische Regierung hat den Standen eine Denkschrift über die Kanalisierung des NeckarsvonMannheimbisHeilbronn übergeben. Die Baukosten werden, ohne eine in Heilbronn zu errichtende Umschlagsbrücke, 33,2 Millionen Mark betragen, wovon 19,6 Millionen von Baden, 3,5Millionen von Hessen und 10,1 Millionen von Württemberg zu tragen sind. Die Jahresunterhaltungskosten sind: für Baden 294 207 Mk., für Hessen 53575 Mk. und für Württemberg 151 260 Mk. Der Bau des Kanals soll ohne die Vorarbeiten in drei Jahren durch- geführt werden. Von 17 Kraftwerken werden 29 000 Pferdelräfte im Werte von 12,6 Millionen Mark gewonnen werden, von denen 21000 auf Baden, 3400 auf Hessen unb 4500 auf Württemberg en f l en. De Vorarbeiten sind dem Abschluß nahe, so daß der Entwurf der Kanalisierung demnächst den Regierungen der drei Uferftaaten übermittelt werden kann. Der lNarinehaurhalt im vudgetausschuh. : : B e r l i it, 24. Jan Die Frage der t) c i 5 c r « u l a g e n beschäftigte den Bud getausschuß auch heute. Tie Sozialdemokraten unb bie Vollspartei haben beantragt, den Heizern die gesamten Zulagen in der bisherigen Hohe zu belassen, während vom Zentrum die teilweise Wiederherstellung der gestrichenen Zulagen beantragt wird. Danach sollen 10 bezw. 15 Psg. täglich gezahlt werden. Mit diesem Antrag erklärt sich der Staatssekretär einverstanden, und er wird schließlich anfei im Interesse des Weinhandels zu beklagen. Ter Redner bittet, das zu unterlassen. Tiese Anregung wird von Wilhelmshaven unterstützt. Weiterberatung Mittwoch. Aus dem Reichsversicherungsausschuh. .: Berlin, 24. Jan. Ter Reichsversicherungsausschuß erledigte heute zunächst den Abschnitt Krankenversicherung der Dienstboten und paßte dabei die Besttmmungen den Beschlüssen über die Versicherung der ländlichen Arbeiter an. Der Abschnitt über die unständige Beschäftigung wird nicht geändert. Im Abschnitt über das Wandergewerbe wird bei § 490 ein Zusatz beschlossen, wonach die Satzung bestimmen kann, daß der versicherte Wander- gewerbetreibende auf feinen Antrag auch Anspruch auf bic Ärehrleistungen der Kasse hat, so lange er sich im Bezirk der Kasse aufhält. Im Abschnitt über das Hausgewerbe wird zu § 515a ein Zusatzantrag Dr. Mugdan (Vp.) angenommen, wonach eine bereits statutarisch bestehende Versicherung der Hausgewerbetreibenden nicht nur auf Antrag des Gerneindeverbandes, fonbeni auch der beteiligten Einzelgemeinden auch nach Inkrafttreten des Gesetzes weiter in Geltung bleiben tarnt. Bei § 528, der von den E r s a tz k a s s e n handelt, ent- spinnt sich eine lebhafte Aussprache. Von nationalliberaler Seite wird gegen bic Errichtung neuer Ersatzkasseti gesprochen, weit biefe ein Tummelplatz ber sozialbem akratischen Agitation werben würben. Ucberbies würden sie ein Ab- sließen der Mitglieder der San b fronten ("affen herb erführen unb bamit deren Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Ein Antrag der wirtschaftlichen Vereinigung auf Errichtung besonderer Ortskrankenkassen für Handels- an gestellte wird zurückgezogen. Von fozialdemo- kratischcr Seite spricht man sich entschieden für bic Beibehaltung unb Ausgestaltung ber Ersatzkassen aus, weil bic Krankenversicherung so ausgestaltet sei, daß bic Selbstverwaltung übermäßig eingeschränkt werde. ,Abg. Dr. Mug- dan (Vp.) stellt sich auf den gleichen Standpunkt, während ein Vertreter des Zentrums sich auf ben Bobcn ber Regierungsvorlage stellt. Die Verhanblung hierüber wird Mittwoch fortgesetzt. IJ50 Mk. £ tsschuhe °n 10—.[5»|o hwaren. Gedenket der hungernden Vögel! Stadttheater. Wegen der Erkrankung von Frau Baumeister mußte für die Festoorstellung am kommenden Freitag auch für die Titelrolle in „Minna von Barnhelm« ein Gast berufen werden, und es ist gelungen, Frau Elfriede Bayr Hammer vom Kasseler Hoftheater zu gewinnen. Dieses Gastspiel von Frau Bayrhammer, die bekanntlich un Jahre 1905 unter Direktor Steingoetter hier im alten Hause ihre Bühnenlaufbahn begonnen hat, dürfte lebhaftestes Interesse erregen. ** DieLandkirchen Oberhessens. Auf Veranlassung der Ortsgruppe Gießen des Hessischen Vereins für Volkskunde hielt der bekannte Tenkmalpfleger Geh. Rat Prof. Dr. Walbe aus Darmstadt nit den beiden letzten Montagen im großen Hörsaale der Universität zwei Lichtbildervorträge über die Landeskirchen in Oberhessen, die sehr gut besucht waren. Ter Redner erläuterte an teils prächtigen Lickstbildern die grundlegenden Unterschiede zwischen der Kirchenbaukunst der verschiedenen Konfessionen, deren Hauptmerkmal in der verschiedenen Anlage der Kanzel besteht. In den katholischen Kirchen ist die Kanzel an einem Settenpfeiler angebracht, in den protestantischen dagegen soll sie, als der Angelpunkt des Gottesdienstes, die hervorragendste Stelle innehaben. In Anlehnung an die mittelaltertichen Predigtlircherr Pt zwar auch heute noch vielfach die seittiche Anlage der Kanzel zu beobachten, in der .Hauptsache macht sich aber doch das Be- ^/ben geltend, der Kanzel einen Platz zu sichern, der sie wenigstens als Mittelpunkt der versammelten Gemeinde erscheiilen läßt. An Hand zahlreicher Lichtbilder zeigte Geh. Rat Walbe die Entwickelung der Landkirchen in Oberhessen, die trotz zahlreicher Verschiedenheiten erne solche Menge von Eharakterzügen haben, daß sie sich leicht .lasslsizieren lassen. In hochinteressanten, fesselnden Ausführungen Nlhrte der Vortrageiide eine große Anzahl von prächtigen Auf- iahmm vor, die z. T. ganz hervorragend schöne Bauwerke dar- tellten und vielfach auch vollkommen harnionisch ausgebildete ^nnenraume aufzuweisen halten. Daß sich neben diesen auch Viel Verdorbenes und Entstelltes findet, ist selbstverständlich. Geh. Rat Walbe wies namentlich auf die neuen Orgeln hin, die seit 1820 weit Hurter denen aus früherer Zeit zurückstehen, da sie das Orgel- werk in seine Archttekturrahmen eingliedern anstatt das Rahmen- verr deni organischen Bau der Pfeifen anzupasscn. Zum Schluß führte der Vortragende an übersichtlichen Beispielen die Turmgestaltung der oberhessischen Kirchen vor und schloß mit einein Appell an die Anwesenden, bei ihren Streifzügen nicht achtlos an diesen Bauwerken vorbeizugehcn, die alle ihre eigenen Schönheiten auswieien und ihre besonderen Reize hätten. Ter Vortrag wurde mit sehr starkem Beifall aufgeiwmmen. ** Ernennung. Der Großherzog hat den am Landgericht der Provinz Oberhessen angestellten Gerichts- dienec Franz Andres in Gießen zum Kanzleidiener bei diesem Gericht befördert. in hochgradigen Affekten kommt dann ihr explosives Temperament zum Durchbruch. Aus diesen Gründen wurde wohl die erste Ehe gelöst. Die Prozesse, die dieser Scheidung voraufgingen, mußten ungünstig auf die Frau einwirken. Das hinderte jedoch nicht das Zu- Itandekommen einer zweiten Ehe noch bevor die erste ganz gelöst war. Wie konnte und durfte ein gebildeter Mann so miklug handeln? Wäre er nicht verpflichtet gewesen, sich mit deni Vorleben der Dame, die feine Gattin werden sollte, ganz vertraut zu machen, ehe er sich aus Liebe mit der zehn Jahre älteren 4? 'Mbö _ f «nie rurr Ijüi Kiel. W'c he; ■r. Seors Landes' ®erii drze-chG. - ' - • "V1 F.leischbeschauerverein des Krei- es Gießen hielt am Sonntag in der Restauration fiÜUon mrk T’le 4’ H u a r t a l S v e r s a m rn l u n g ab, die von über 30 Mitgliedern besucht war. Als Gäste waren auch Tr v£*eigert sowie Schlachthofdirettor Modde anwesend. Ter erste Vorsitzende W l ßn e r - Londorf hielt eine längere Ansprache über die Reichsgrundung und Kaisers Geburtstag, die mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland endigte. Neber die Haus sch lach- ^u.ngen wurde eifrig gesprochen. Besonders wurde es von den Mitgliedern gerügt, daß Leute, die sich ein Schwein kaufen, Flachten, eä nicht untersuchen lassen, so daß sie Gefahr laufen, für ihr gutes Geld minderwertige, ja gesundheitsschädliche Ware zu nmfen. Nachdem noch Tr. Schweigert sowie Schlachthos- otreftor M ob de einige Fragen beantwortet hatten, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Die Hauptversammlung wird im Aprll d. x\. ebenfalls in Gießen stattfinden. Landkreis Gießen. ® Lang-Göns, 24. Jan. Der am Samstag von der hiesigen Ortsgruppe des F l o 11 e n v er e i n s , unter Borns des Bürgermeisters Rompf, im dichtbesetzten Saale des Gast- Stj , ^tern 8ur Aufklärung über Deutschlands r? 5 w.tste ll u n g zur See, sowie seine handelspolitischen unteren en veranstaltete Vo r tra g mit Lichtbildern sand den ungeteilten Beifall aller Anwesenden, zumal Lehrer Westphal- Wieseck in seinem humoristisch gewürzten Vortrag recht volks- tumlich und anschaulich seine Reiseerlebnisse an die Wasserkante ju schildern verstand. Der Vorsitzende tnüpfte an den im Namen der Versammlung gezollten Dank die Aufforderung an, die zahlreich verteilten verschiedenen Flugblätter, besonders: ,,Warum braucht auch der Bauer eine starke Flotte?" zu lesen und zum ^.ohle unseres Volkes tatkräftig den Flottenvereinen zur Hand zu gehen. Mehrere durch den Gesangverein „Germania" vor- trefjlid) vorgetragene, gut gewählte Chöre beschlossen den lehrreichen, schonen Abend. . , 'Steinbad;, 24. Jan. Am Sonntag hielt der Rad- sahrverein seine Hauptversammlung in der Wirt- *.;nlL.5“rf. ab. Ter 1. Vorsitzende Keßler berichtete über die ^atigteii und die Erfolge des Vereins im verflossenen Jahr. Einnahmen und Ausgaben wurden von dem Vorstand geprüft und ridstig befunden, ^er seitherige Vorstand wurde fast einstimmig ^bdergewahlt Nack) Erledigung des geschäftlichen Teils dankte Vm tandsmitglieder Jak. Haas VII. dem Vorsitzenden für feine Mühewaltung, betonte die Einigkeit des Vereins und brachte ein «uC-T r Hoch.aus den Vorsitzenden aus. Es folgten im Kreise der Mitglieder einige frohe Stunden. .Wenn nun Professor Herberich tatsächlich der Fluge, ruhige, gebildete Mann war, warum hat er nicht mit Vernunft versucht feine Gattin zu Vernunft zu bringen? Ein gesittetes Leben in der Familie zu führen, war der Wun mit seiner Bildung, in 1 einer Stellung, der Welt schuldig, auch um der Ehe und der Kinder willen, die bei einem solchen Vorbild verwahrlosen müssen. Wenn seinerseits alles ALühen zu einem besseren, würdigeren Verhältnis erfolglos blieb, hätte er sich von einer solchen Frau trennen, oder sie zum wenigsten in geeignete Obhut und Pflege geben müssen. Statt dessen ertrug er mann- und heldenhaft die häusliche Misere und ließ das Verbrechen heranreifen. Im Falle Schönebeck war es ähnlich. Tie Frau gehört auch zu dem großen Heer der Psychopathen, sie war ebenso schwer erblid) belastet und der Gatte hätte das wissen müssen. Er aber wollte feine Ruhe haben, er genoß die Wohltat des Reichtums der Gattin und ließ sie dafür gewähren. Frau von Schönebeck hat aud) nicht geahnt, daß ihre Liebschaft mit Hauptmann v. Goeben zu einem Verbrechen führen würde. Major v. Schönebeck hätte die Pflicht für sich und seine Gattin erfüllen müssen, indem er die Frau auf das Gefährliche ihrer ungehörigen Lebensweise und den damit verknüpften Folgen aufmerksam machen und als liebevoller und verständiger Gatte sie davon abhalten müssen. Der Mami tft von Natur und durch die Ausübung des Berufs der stärkere und das Weib wird stets im Leben anlehnungsbedürftig sein und bleiben.. Da ist cks dös Mannes Pflicht, in Ehen, die sich nickst harmonisch ausgleichen wollen, oder wo die Frauen Verfehlungen begehen, für die sie zuweilen nicht verantwortlich ge- mackst werden können, daß er in einer offenen Aussprache mit 1 einem Weibe durch Aufklärung und Belehrung andere Verhältnisse herbeiführt. Eine Ehescheidung oder gerichtliche Auseinandersetzung, oder die Pistole, sind nicht immer die rechten Mittel, um die Ehre wieder rein zu waschen, oder die Verhältnisse für beide Teile erträglicher zu gestalten. Der Mann hat alle Vorteile in der Hand, er ist überall der Ueberlegene, und er soll sich dieser Macht insofern bewußt fein, wenn er als Haupt der Familie betrachtet sein will, diese Macht nur zum Vorteile der gesamten Familie anzuwenden. Ein Mann folgte bald erkennen, ob seine Frau fähig ist, die Pflichten, die ein eheliches Zusammenleben von beiden Gatten fordert, zu erfüllen ünstande ist. Viele Frauen sind von Natur nicht klug genug, ober es kehlt ihnen an Erziehung oder Charakterfestigkeit, um richtig zu verstehen, daß sie das, was der Mann im Beruf gewissenhaft erwirbt, ebenfo treulich und gewissenhaft im Hause zu verwalten haben. Xieje wichtigste Aufgabe haben viele Frauen noch nicht erfafct und bre Männer tragen nicht genug dazu bei, daß es die ö-rauen leichter verstehen lernen. Wenn die Frauen doch nur mehr erkennen wollten, welche Macht sie sich erobern, welchen Sieg Iie erringen können durch einsichtsvolles Nachgeben uiid durch eine vortreffliche Haushaltführung. Jeder Mann, sei er grob ober brutal, wird durch kluges Handeln oder Herzensgute seitens der iyrau, entwaffnet. So manche Ehe, die sich in ähnlichen Varianten, wie die Schönebeck- und Herberichsche bewegte, könnte in ein vernünftiges Dasein gelenkt werden, wenn bei Zetten ein älterer Freund der Gatten vermittelnd helfen wollte, falls deut Manne der Mut und die Energie dazu fehlt, und jüngere Frauen sollten sich bei alteren, würdigen Frauen Rat, Aufklärung und Belehrung holen Ties ist ein Stück Frauenfrage, das viel bringenber zu lösen wäre, als bie ^ rauen zum Kampf gegen die Männer anzuspornen, um vermeintliche Rechte zu erringen, H. Schn.-Gießen. Hessen-Nassau. frfiJLv 23-J?Qn*( ®!n bekannter Hanauer Industrieller, der frühere langiahrlge Mumhaber der Zigarreniabrik Hesse u. Witwe o?*lsiUs' ;hsbü Kölner ist gestorben. Im Jahre 1U03 war Vin^m. b b tcv^ n^eilLnns\9eiV^Qrtei für den Reichstagswahlkreis yanau. Qn ® ro B = 2t u ü e i m juurbe gestern nachmittag in Gegenwart des Konststonalrat-Präsidenten Freiherrn Schenk zu bautTen'ani "S ®«»“‘>Uu»«mtenbenttn Pieiff» d.7n°u°iü taute evang.Klr.che elngewelht. Die Kaiierm haifp -»in« ÄusÄnlmI^dpr^^ ""Eigenhändig geschriebener Widmung gestiftet. de.k " LL°üI°^gcN ML'i!! Lusischiffahrt. berichtet" Mi/ einer bleuen ‘ c,9 c r- Äus Paris wttd bei Abstürzen Schutz gcwächr^i chl^?.^""^' bu ben Fliegern \ * {Uni> btes sogar bei ^turzeii von größerer Höhe. . i. .fcäÄSÄÄ'Ä GÄ& • °°«°°, L-m eW^Ln lM befi relejkop-' dieser 5al>i"nneu- . d° ’“eÄ neuen aus, * Wie man in L'SK wbeieni wörtlich n Quacksalber, bes uicht außer acht hscher Einwirkuno w- £ allerlei Zauberei naltet sich der AM M Ort, wo das zu • herrschen. 2er Ratter und spielt auf einer eintönige Melodie ar Atmung und vermag ment ertönen zu last folgen chm in uimbfi hausen oder zu einei Ziere der vorher beri lich, daß sich unter dk bezirk solche Hexenm das russische Blatt dc Lchuchow nicht rechtz, vielleicht, hätten sie gebeugt. * Ein altes S kanischen Kontinents ; lang das von den Tl nid felsig ist das Kus Hilfen trotz der llngu Md die Freuden ihre; mhren. Doch man s Mord, sondern sehr g M Dutzend zylindüsch ichn Zentimeter lang, uhend, um die Leide ’pln. Die Stäbchen .Ibernbaft verborgen. Mnder gegenüber, bei Wpßerbrechen und gt Mach mit Erraten, bestimm bezeichnetes ( bie gnade oder ungera gta hä, erhält । ^tmnn. In dieser i nun der beiden Dar Abern Aniline nad üunbexte zurück, so d ehrwürdigem Mer GerichrsjaaL. hiesige M i üb hä n b l erin Äilchvcrfälschung hatte bie »i wo Äi ■tS'nT'SÄ Quf unb crtanntc' TA 'A p°n S L Kreis Friedberg. = Butzbach, 24. Jan. Bei der heutigen Beigeordneten wähl wurde Kaufmann Karl H a b e r m a n n II. mit 224 Stimmen zum 1. Beigeordneten der Stadt Butzbach gewählt. Sein Gegner hatte 162 Stimmen. Von 621 Stimm* berechtigten hatten 397 von ihrem Wahlrecht Gebrauch ge- macht. Die Agitation war auf beiden Leiten der Parteien rege; der evangelische Arbeiterverein hatte die Wahl des Herrn Habermann und die sozialdemokratlsche Partei diejenige des Herrn Heyd unterstützt. Kreis Wetzlar. --Odenhausen a. d. L., 22. Januar. Auch in unserem Dorfe beging man heute die Vierzigjährig e Gedenkfeier der Wiede raufrichtung des deutschen Reiches. Vormittags fand Festgottesblenst in der Kirche statt. Abends versammelte sich die Gemeinde, Jung und Alt, im Klinkelschen Saale zu einem Familien-Abend. Nachdem Pfarrer Sproedt die Feier eröffnet hatte, hielt der Veteran Lehrer Müller eine zu Herzen gehende Ansprache, dem er die Worte zugrunde legte: „Ans Vaterland ans teure schließ dich anl" Pfarrer Sproedt hielt einen Lichtbilbervoctrag über den Feldzug in Südwestafrlka. Der Gesangverein Liederkranz trug unter Leitung seines Dirigenten Schönhaber stimmungsvolle vaterländische Chöre vor und der Tumverern verschönte die Feier mit wohlgelungenen Pyramiden und lebenden Bildern. Zur Ehrung der an- wesenden Veteranen aus den Feldzügen 1866 und 1870—71 überreichte Pfarrer Sproedt im Namen der Festversammlung jedem ein Buch. (Eine Schilderung des Krieges 1870__71). Vorsteher Euler dankte im Namen der Veteranen für die Veranstaltung und brachte ein Hoch aus auf das Blühen und Gedeihen des deutschen Vaterlandes. chsB- - ■rüifnü1 “ J laiidwlr fi**«5* oon »nerfa” i“ a,ui Sflhen ej.'^be biet V10^^ ^9tn bild Sy>en cmen $ Ans Stadt und Land. Gießen, 25. Januar 1911. Hessischer Landes-Lehrerverein. Am Sams- tag tagten, n. d. „Darmft. Ztg.", die Vertreter der 106 Be- 3irre des über 3500 Mitglieder zählenden Hessischen Landes- Lehrerverems in Frankfurt a. M. Die beiden ersten Punkte der 'Tagesordnung betrafen die Besoldungsoerhältnisse und die Witwen- und Waisenversorgung der Volksschullehrer. Der Vorstand wurde beauftragt, alsbald nochmals geeignete Schritte oU-tun, daß die Regelung der Witwen- und Waisenversorgung in die Wege geleitet werde. Eine längere .Besprechung ent- wickelte sich noch über den schon seit Jahren innerhalb des hesllschen Lehrerstandes erörterten Gedanken einer Ver- staatlichungder Volksschule. Dabei fand Landtagsabg. Bach Gelegenheit, seine Stellungnahme in der Zweiten Kammer zu dieser Frage, wie zu dem Llntrag Pagenstecher zu begründen. Die in dieser Sache veröffentlichten Presseartikel hatten Mißverständnisse und Mißdeutungen verursacht, und es wurde daher die Entschließung gefaßt, daß der zwar im Widerspruch mit dem größten Teil der hessischen Lehrer sich bestndliche Standpunkt des Herrn Bach als Vertreter der Stadt Lkainz ,vohl zu verftehen und als rein persönliche Ansicht zu achten und zu ehren sei. * H e in r i ck) K n o t e j n G i e ß e li. Man schreibt uns: Angeiichts des kommenden Knote-Abends am bO. Januar burfte folgender Vergleich Knotes mit Caruso von In- tcrc|]c sein, den der bekannte Musitkritiker Tr. A. Till- mann anläßlich eines Auftretens Carusos in Nürnberg zieht. „Wir haben ähnliches (Tongebung Carusos) schon von Knote gehört, an den man bet Caruso oft denken muß Knotes Stimme lcheint sonorer, wärmer und satter. Auch an sich edler im_ ximbre. Tie Carnios strahlender uuo eleganter, sic i)t, absolut genommen, vielleicht nich; so ~ L.ick) ,24. Jan. Vom 1. April ab treten hier einige Arnde- rungeir rm Ferniprechgcbührenwesen in Kraft. Für leben Anichluß an das hiesige Fernsprechnetz, der nicht weiter als ? >n!?wctcr von der Vermittlungsstelle entfernt ist, beträgt vom k < W'!• Pauichgebühr 100 Mk. unb wenn an deren stelle die Grundgebühr unb Geiprächsgcbühren gezahlt werden, die Grundgebühr K) Mi. und die Gefpräck-sgebühr 5 Pfennig, mindeitens 20 Mk. mhrttck). Tie Teilnehmer, bie an Stelle der pauichgebuhr bie Grundgebühr und Gesprächsgebühren zahlen wollen, musten dies ^dem Postamt in Lich bis Ende Februar Ickstchtttch Mitteilen, öie erhalten alsbrnn zum 1. April ander- Anschlußnummern. Teilnehmer, deren Jahresgebühren zurzeit mcbriger unb als bie künftig geltende Pauichgebübr, können ihre Auichlustezum 1. April kündigen Tie Kündigung ist bi* Ende ö^ruar ichnstlich bei dem genannten Postamte anzubringen -7 Al lertshau scn, 24. Ian. Der Kr i eg e r v e r e i n Crnjt udwig zur Treue feierte am Samstag K a i s e r s ^0*^ ■t abtr L^^Sct, il °^bl lull %'*!!> Monteure e*.'5'10'8-' ll6f,lbWd?0^ = '- iil bas10l1rt'916*iie ,6'nt*ng bt g "'Ä Wb Stu«»» -äSi H**4q Ms •7 >"ib ©ettlaufr,«;. ,n',i’le wP Noim«. 66 * *ft di- linjelna 3®ei mue 2ow. 9- .Sombetg« (jiboitiK J°hi, «ta letzteres ein '• Einstimmig wied.". Eisler Becker. •9. ^ute mittag um 3 Uh- Kaußer bestattet. 2e Mgründer und Eh^ »nungen von Bereina erteten die Leiche M 9- iec der heutigen Lei. i Karl HadermannII eten der Stadt BuM j innen. Von 621 Slim». Wahlrecht Gebrauch gt- )en Seiten der 4Jacici:’ 1 hatte die Wahl te Malische Partei diejem,! 12. Januar. Auch v >■ )ie Pierzigfähr/.-/, : u n 13 detz bei//w." oitesdienst m te ) die Gemeinde, > \ Familien-Abrist >r eröffnet hatte, Hub 1 Herzen gehende An- legte: ,Ans Bateci^ Sproedt hielt emr in Südivestasrila, ?< Leitung seines Dingentr ändlsche Chöre vor uitf r mit wohlgelungM Zur Ehrung dec ar. ien 1866 und 1870—< en der Festverjammlur des Krieges 187M11 der Veteranen süc « aus aus das Blüd^ .des. ~s ^'P'°LÄLöllerr und VW» ,es königl'qen pau» <»tt, fr,! »itengni* Sgte. L s&rsz t wordcn i t fyp Ar ige Strase^^en,- GefäMus^ jental? Sg®# 1;y,,gss Ä5'< mtu rier lil 0lv' ta,;. IW ... Roggen 1) vüchertisch. Frankiurt a.M. 266'., ( — Mannheim 215 (— unb Hexen anzuwenden wissen, ge- qegen die Ratten folgendermaßen. <+ Mai 206.00 (- 1.75), Märtte. Getteidepreise m Mannheim Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen. Gießen, 23. Januar 1911. Schneefall Höchste Temperatur am - 0,2 mia. 24. Siiedrigne Riedericblaa (- (- (4- (- (- (- 161 (— 153 ( + Bei 50 groß. Flaschen frachtfrei in ganz Hessen. 197 194 200 201 201 199 175 153 165 165 168 (- ( + (— (+ (- (4- 1) ) 1) 1) 2) IV,) ) 4) Wo keine Niederlage, unmittelbarer Versand frischer Füllung. Königsberg Danzig Stettin Polen Breslau Berlin Magdeburg Halle l'eipjiq Dresden Rostock Hamburg Tüsseldori 1) ) ) ) Jan. 1911 1) 1) 2) ) 2) 1) ) 1) 1) 3) 1) ) 1) ) 1) 1) mit der ich dem Boykott- Händcn) gar noch 207 (— 205 (- 195 (— Haler 155 (- 155 (— 150 (— 152 (— 150 (— 173 (— 2) 3i 2) ) ) 2) 143', 147 145 143 144 149 149 154 152 152 142 155 154 161'/, 162'/, 170 202 ( 192 (• 200 ( 202 ( Getreide-Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 17. bis 23. Januar 1911. Argentinien kam in der letzten Woche mit stärkerem Angebot heraus und tat seine Forderungen um mehrere Mark ermäßigt. Auch Rußland war verkausslustiger, ohne aber sonderliches Entgegenkommen zu zeigen. Zeitweise gaben zu der schwächeren Tendenz, die sicl) in der Berichtswoche auf dem Weltmärkte bemerkbar machte, mäßige .Kursrückgänge in Amerika Veranlassung. Die Nachrichten über die Wintersaaten in den Vereinigten Staaten lauten nicht einheitlich: während verschiedentlich Befürchtungen geäußert werden, glaubt das Fachblatt Cincinnati Price Curreitt die Situation weniger ernst beurteilen zu können. In Rußland sind die Saaten, nachdem in der letzten Woche starte Schueenrengen Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Broipreise am 23. Januar 1911.____________ nennt der Einsender das, wenn em Arbeiter bei der Nachfrage um Arbeit erst nach seiner Gesinnung gefragt rotrb. -wie er es, rociut den Arbeitern, die die Möglichkctt habm, wo Ardett zu finden, ihnen dies durch das Eingreifen der F. T. u^vogliai gemacht wird. Ick, kann es verstehen, daß das ruhige, ftchlichc Verhalten der streikenden Arbeiter einem so ,,unpartetrszig, Verlag von! I. I. Weber, rechtfertigt auch in ihrer neuesten Nummer vom 19. Januar wieder den guten Ruf, dessen sie sich seit langOi Jahren berechtigtermaßen zu erfreuen bat. Von buntfarbigen Illustrationen finden wir ein reizvolles Bild ,/Nottäppchen nach emem Gemälde von Sonnenschmidt und „Fellenmsel bet Gotland von Gustav Adolf Romin. Ferner finden wir eine doppelseitige Or^ ginalzeichnung „Mensur auf Schläger" von Otto v d^Webl und „Schlittensport auf dem Lunzer ^>ee" in Niederösterreich, rm ganzseitiges Bild. Tie textlichei- Beiträge nnd von Hervorragende-M Interesse. Die Uraufführung des von Max Grube mü) Rudolf Lothar bearbeiteten Dramas „Der Kardinal" an neuen S.ostheatrr zu Meiningen behandelt Otto Sonne, dem ein ganzietttges und zwei kleinere Szenenbilder nach Originalzeichnungen von ProfeNar Hans W. Schmidt-Weimar beigegeben sind. Die wertvolle Samm- lunq Schmit gen in Köln würdigt Konservator Dr. Fritz Witte in einem reich illustrierten Artikel. 'Die Modetorheiten aller Jahr- nifirt 9nirife Sck>ul»e-Brück in einer mit vielen Ab- 23. bis 24. Januar = -p 1,8 * 0. 23. , 24. , --- — 2,2 eC. Nationen reagieren. Ich glaube, daß der „unparteiische" Bürger darüber unter* richtet ist, daß schon gewisse Elemente beauftragt wurden, die streikenden Arbeiter zu provozieren. Er wird auch wissen, das eine ganze Anzahl von Wirten in dieser Hinsicht ihr möglichstes getan haben. Und gerade diejenigen Wirte haben sich bisher am niederträchtigsten gegen die um ihr Recht tämpfcnden Arbeiter Ausbruch des Kampfes sie ihrer vollen Sym- 169 (4- 1) 170 (4- 4) 167 (- ) Kleine Tageschronik. In Nürnberg liegen etwa 700 Personen an Influenza Aus Speyer wird gemeldet: Ter Pionier Klotz aus Pforzheim, der aus Furcht vor Strafe fahnenflüchtig ipar, hat bei der Verfolgung durch 20 Pioniere einen Offizier und einen Unteroffizier lebensgefährlich v e rletz t.^ Als der Verfolgte gestellt wurde, tötete er sich durch einen Exhutz aus seinem Tienstgewehr. ... Infolge eines Sch nee sturmes ist der Verkehr zwischen Saturn und Poti und den Teilstrecken derTranskaukasischen Bahnen eingestellt worden . QAnAnn Tie Volkszählung inPetersburg ergab ungefähr 1 900 000 Einwolmer. Tie letzte Volkszählung vor 10 Jahren hatte IV2 Millionen Einwohner ergeben. In St. Clair-de-Halouze (Departement £hmc) wurden vier Bergleute verschüttet: zwei pmrden als Leichen zu Tage gefördert: die Rettungsarbeiten roerbeit eifrig fortgesetzt, da man glaubt, daß die beiden anderen am Leben sind. Am Montag vormittag stieß in der Nähe von Pentypridd auf dem durch das Flußtal des Taff führenden Binnroeg ein Personenzug mit einem Kohlenzug zusammen. Die ersten Wagen des P cr f o nen zu g es schoben sich ineinander, die anderen Wagen bilden einen Trümmerhaufen. Es sind 11 Tote aus den Trümmern hervorgeholt worden. vermischte». • 60000 neue Sterne. Unter den neu angefünbeten Stiftungen, die Andrew Carnegie wissenschastlichen Jnstilnien hat tuteil werden lassen, befindet sich auch das ^^^AEnk ^nes neuen Teleskops für das Bergobservalorium auf dein Mount Wilson m Kalifornien. Bei dieser Gelegenheit wird m den ’ bQran er mnert, daß die Astronomen dieses ObieroatonumS bereits 60 000 neue Sterne entdeckt haben; es ist zu erwarten, drost Zahl mit Hilfe des neuen ausgezeichneten Teleskops noch beträchtlich vei° gröber! werden wird. * Wie man in Rußland die Pest „bekamst fr . Seltsame Vorschläge zur Bekämpfung der Pestgefahr gehen einer in Baku erscheinenden Zeitung zufolge vom Kaukasi- schen Militär-Sanitätsinspettor Herrn Schuchow aus, der in einem Tagesbefehl zur Vertilgung der Pesttrager unter anderem wörtlich na^tehendes nt ^Empfehlung bringt. Quacksalber, befonders die aus dem Volke, darf man nicht außer acht lassen. Unter dem Einfluß hypnotischer Einwirkung der Musik auf die Ratten, einem Mittel, das allerlei Zauberer und Hexen anznwenden wissen, gestaltet sich der Kampf gegen die Ratten solKendermaßen. Am Ort, wo das zu geschehen hat, muß vollständige Ruhe herrschen. Der Rattenfänger setzt sich mitten im yofe nieder uiid spielt auf einer kleinen Pfeife in hohen Tonen eine eintönige Melodie auf. Der Hexenmeister reguliert seine Atmung und vermag dadurch stundenlang sein Ptusikinftru- ment ertönen zu lassen. Hierauf steht er auf; bre Ratten folgen ihm in unabsehbaren Massen direkt zum Scheiterhaufen oder zu einer tiefen Grube, wo der verzaubertes Tiere der vorher bereitete Tod harrt. — Es ist sehr möglich das; fick) unter den Soldaten des Kaukasischen Militärbezirks solche Hexenmeister befinden. . ." Schade, bemerkt das russische Blatt dazu ironisch, daß die Ideen des Herrn Schuchow nicht rechtzeitig über Baku hinausg^drungen sind. Vielleicht hätten sie der Pest in Odessa und Chardin vor- Universitäts-Nachricbten. Kiel. Wie wir hören, bat der a. 0. Professor der Mathematik Tr Georg Landsberg in Kiel den Ruf an tne Universität G ie ß c n an Stelle des in den Ruhesttmd tretenden ord droseisors Geh. Hofrats abgelehm und wird als^OrdinarmS und Nachfolger von Prof. Lothar Heister m Kiel bleiben. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl'sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Browreife in Gießen Weißbrot 2 Kg. 62 Big. Schwarzbrot 2 Kg. 54 Big. Landwirtschaft. — Auszeichnung. Ten Erzeugnilfen der izabnk land- Mchchinen von PH. M a y i a r t h u. E o m p. m Mnenbc «reife auerfannt; 3 große Ehrenpreise 'höchste Aus- 1 aroßes Ehrendiplom, 5 erste Pretst, zusammen neun Preise, die für die außerordentliche Leistungsfähigkeit der Firma ein glänzendes Zeugnis sind.__— München 226 ... .. 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bi§ 30 Psg., Ziviebeln per Ztr. 8,00—10,00 Mk., fDlilct) das zählungsliteratur verbreitet fi^ (Jarl Contt Scaptnell^ Das Vtter 20 Pstü, Birnen per Psd. 15-20 Mk., Aeplel per Ztr. aftue[Ie Thema „Schmutz und Sck-und ut ber 2iterq ur fmbti m 10 bis 15 Mk., 91 ässe 100 Stück 50—60 Psg., per Ztr. 0—00 Alk., Nitschmann einen verltandniSvollen Beurteiler. Roderich Bohnen per Psd. 00-00 Psg Marktzeit von 8—2 Uhr. Benedix widmet zur Wiederkehr semes 100. Gebmckstages rot - «arloKelmarkt-Bericht vom 23. Januar 1910. Dort- LI. Januar I. Feuder emen Gedenkartikel. Auch ine tageS- mund- Maanum bonnm 3.40-0.00, weiße runde 2.60-0.00. geschichtlichen Ereigniste werden textlich und illusttatw beruch. Gelbfteischiqe weiße 0.00-0 00, rote Mk. 4 00-0 00. K o l n: [ sichtigt. Role Lorten Alk. 2.65—0.00, Magnum bonum Mk. 3.30-3 40, weiße ~ runbe Alk. 2.70—3.25, Gelbfleiichige blaue 'Mk. 3.20 —3.40, rote 3.50 I Kivct)llC^C Uad)r bis 3.65, weiße 3.80. Krefeld: Rote Daber Mk. 0.00—0.0>^ I Loauaeitlaie tyeillCinOt. andere rote Sorten 0.00—0 00, Magnum bonum Mk. 0.00 bst I ’ , _. ,,, „ . . 0.00, Gelbfleisch,ge rote Mk. 0.00-0.00, weiße Mk. 0.00-0.00. Donnerstag den 26. Januar, abends 8 Uhr ,m Matthaussaal: Plaidt' Rote Daber 0.00—0.00, andere rote öorten 0.00 b,s idelstunde. (Bilder aus der Avostelgeschlchte.) 000? fflagnum bonum 3.00-0.00, meibe runbe 3.10 ®elbflei|d,iqe »axx« v. --ch l ° N ° r. vote 3.30-0.00, meine Mk. O.OO-O.uO. Regensburg: Rote 3n der Stadtkirche. 'orten 2.10—2 20, 'Diagnunt bonum Alk. 0.00—O.uO, weiße runde I Freitag den 27. Januar, vonnittags 10 Ubr. Vereinigter Tlf 0 00—0 00, Gelbfletjchtge blaue 0.00—0.00, weiße Mk. 0.o0—0.00. HsvU- und Milttärgottesdienit zur Feier des l ebursttages ^emer Olles' für 50 Kg.) Majestät des Kaisers. Piarrer^l u s f e l d. In dem Eingesandt in Nr. 18 vom 21. Januar 1911 Meter Leitung wird der Boykott wider die Firma Tenntnghoft und die angeroanbten Mittel zur Durchführung deswlben, von einem angeblich „unparteiischen" Bürger, ln emer Art behandelt, die ich nicht unwidersprochen lasten kamt. Ich sehe davon ab, des Einsenders soziales nnd ökonomisches Verständnis, das et mUbieiem Eingesandt der Welt offenbarte, zu charakterisieren, sondern will - mich nur auf die Gegenüberstellung der ^xttiachen, zu dem an-1, geblichen Terrorismus der Arbriter, bestlwanken 24. Zunächst ist sich der EiMender über bie Ursache des KaEes selbst nicht klar, dies i,t ihm aber ganz nebensächlich, er fühlt sich trotz^m berufen, sein „unparteickches Urteil über dm Verlauf dieses Kampfes abzugeben. 'Xie fettens der Firma ^Ertnrnghoff vEentlichten Löhne, bilden für ihn den AngclpunA heraus folgert dieser „unparteiische" Bürger alles wertere. Er hat also, trnß seines „scharfQi Beobachtungvermogens" die von uns erfolgte Charakterisinung der „Wahrheitsliebe" der F..D nicht gelesen,^ er weiß nicht, daß dieser Kampf ein Abwehriampf ist. -Lte Arbeiter kämpf Qi um die Erhaltung ihres Koaltt ionsrech ts, roegen geringer Lohnslnderungen sind zwei Arbeiter gemaßregelt worden, wonach nach der schrosfesten Abweisung aller Vermittelungs^r.uche fettQiS der F. T., sich die übrigen Arbeiter mit ihren gemaßregelten Kollegen solidarisch erklärten. , , I y Tie F D bat aus der Braumalzsteuererhohung und der damit verbundenen Bierch:eiserhöhung ein ^^^c^ftgemachi ,17 000 Mark), hätte )ie nicht die Kleinigkeit von 1300 MarA Mehrbelastung jährlich auf sich nehmen können, die die Arbeiter- fotberung »erursachtc. ftatt Kafcregetagen Terrorismus nennt der „unparteiische Bürger lros Verum- traaen der Boykottplakate durch die „roten Radler und das! Postenftehen vor den Wirtschaften. Wirklich erne wunderitzire ^efi- nition' Wenn das Herumtragen von Plakaten und das Postenstehen 'vor ben Wirtschaften.schon Terrorismus ist was ist denn dann die Diktatur des Hefeiyndi.kats? Wie ergeht: e3.ben öei^ bänblern und Bäckermeistern, bw sich dielen Machtgeluften des Hefe- syndikats, wozu auch die Firma D. gehört, beugen raunen ? Was ist es denn, wenn die T. ihren abhängigen Birten untetfagt, choe Räume M Verjromrbursen hQ^ugeben? Wie abgerissen wurden. r _ Wenn sich nun der Schreiber des Emgesaicht zuletzt „ darüber aufregt, daß die Arbeiter noch die Hilfe der Bürgerschaft Gießens anruft, so bin ich überzeugt, baß daS noch emc gnostw Berechtigung bat, da ich annehme, daß ein guter Jcil ber Gictzener Einwobnerscknift noch nicht auf der ^tufe des Reiclfsluyenverband^' zur Bekämpfung der Sozialdemokratie angelangt ift,' und ttch dennoch zur Bürgerschaft zählt. Wenn ich cs auch verstehen kann, daß es Leute gibt, die zu allem zu gebrauchen |inb, ft,übersteig« es doch nach meiner Auffassung den Gipfel der Unverfrorenheit, wenn ein Mensch, der in solcher Weise rote der (Smienber des Eingesandt in Nr. 18, die Polizei und L-taatsanwaltschaft gegen kämpfende Arbeiter hetzt, sich noch als unparteiisch ausgibt. Es ist noch erwähnenswert, daß roir während des namptes wiederholt versucht haben, mit der F. D. Einigungsverhandlunge^ anzubahnen, die F. D. bat aber alle Veriuchc abgewiesen, selbst der Herr Oberbürgermeister hat einen Korb erhalten. „ Und das olles — ist einem „unparteiischen Beobachter entgangen? Ein stteikender Arbeiter. Höchste Schlachtoiehpreiie in F r a n k l u r t a. 9)1 Fleischpreise tn Gießen I Ochsen I Kälber 1 Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 88—91 Mk. Kg. Schlachtgew. 93-100 M. y 6o—67 „ '/, Kg. 84-92 Psg. _ 80—84 , 7, v 80-96 , Temperatur der Liift S c il Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke - ®rab der BewStkiung In gedniet der sichid. Himmelsfl. Wetter 2* .58 2 -0.5 4,3 96 E| 0 10 758 6 — 0,3 4,1 90 SW 2 10 | 7” 7563 -0,2 4,2 92 8 2 10 Suche per 1. März ev. später eine jeder (593 HodeWarenhaus Carl Nowack. n » 6 Kiefernstämme V 240 Fichtenderbstangen mit 30,49 Fstm. 46 3 6 Lehrling per Wagner. 637 dem Polizeiamt. (630 Wagengasse 5 I. mieten. Sccmannsbeim 0577] vermieten, eventl. mit Pension. ober 1. Februar gesucht. (0561 i Perf. Schneiderin J die sich auch aus Reformkletdung versteht, gefudjt. LAden etc. Schneider. B »/ 0560) Ludwigstratze 6 II. 7 Zimmer 0531] Goetdeslratzc 19 II. 316] Sch. 4-Zim.-Wohn. z. 1. Avril zu verm. Näh. Schottstraße 21. anderweit zu vermieten. 40 Näheres bei Architekt Stein. 6 Zimmer 0046] Büdingen. Leistungsfähige Herren melden, die denselben ohne Kopf Pfund 30 und 32 Pfg. 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