swenes Blatt 161. Jahrgang M. 120 Giehener Anzeiger Erscheint ti-lich mit Aulnohme bei Sonntagr, General-Anzeiger für Gberheffen Tie „Glehener SamlfienblStter4* werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da» „Kreisblatt für bei Kreis »letzen" zweimal wöchentlich. Die ^Landwirtschaftliches Lril- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Dienstag, 23. Mai 19fl Rotationsdruck und Verlag bet Brüblfche» Universität» * Buch- und 6teinbrudcttL R. Lang», Lieben. Redaktion, Expedition und Dnickerri: Schul» strabe 7. Expedition und Verlag: Redaktion:e^S 112. IcL-SUbrj ^lnzeigerLteben. bestimmt Der lautet, sind bis jetzt hierfür d r ei Kandidaten in Aussicht genommen, nämlich Professor Bre dü seitens der Konservativen, Gutsbesitzer Lauer aus ftron- Hausen seitens des Bundes der Sanbroirtc und Professor Schücking seitens der Linksliberalen Ans Statt und Land. Giesien, 23. Mai 1911. L.-ü. LandeSuniversitat. Herr Dr. phil. Kurt Koffka, der sich für das Jach der Philosophie an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält Mittwoch, 24. Mai, nachmittags 4 Uhr, in der kleinen Aula eine öffentliche' Probevorlesung über das Thema: Zur Psychologie^ des Lesens. — Herr Tr. Wilhelm Stepp aus Nürnbergs Assistent an der hiesigen medizinischen Klinik, der sich für das Fach der inneren Medizin an unserer Universität zu habilitieren i wünscht, hält am Mittwoch, 24. Mai, abends 6 Uhr, in der f kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Themas liebet einige Forschungen auf dem Gebiete der inneren 1 Sekretion und ihre Bedeutung für die Therapie. ** Gesundheitspflege. Der Großherzog hat ben) Assistenzarzt än Der Landesirrenanstalr bei 2Nzey Dr. Aug. Werner zum Oberarzt an der Landesirrenanstast bet, Heppenheim ernannt. *♦ Erledigt ist eine mit einem kath. Lehrer zu be- - fetzende Schulstelle zu Lämmerspiel. *• Arbeitsjubiläum. Steiger Seipp auf dem Bergwerk feiert heute sein 40jährigcS Dienstjubiläum. Die Verwaltung deS Gießener BraunsteinbergmerkS beglückwünschte ihn zu dem heutigen Tag und überreichte dem Jubilar tn Auf dem Wege zur britifdjen Reichscmheit. Tic vierte britische ReichSkonierenz, nnc sic jetzt in London zusammentritt, konnte in fein glänzenderes Milieu 1 gestellt werden, als eS ihr durch die englischen Krönungs- rftlid)feiten geboten wird. Bor ihrem Beginn der Besuch eS deutschen Kaisers in London und die Enthüllung des Denkmals der Königin Viktoria, unter deren langer Regierung das britische Reich zum Weltreick) rouroe, und kurz vor» ihrem Schluß, am 22. Juni, der mit allem historischen Pomp abgehaltene feierliche Akt der Ävnigskrönung Georgs V., die Verheißungi voll die Zukunft der ans der Reichsfonferciiz vertretenen Kolonien verkörpert, für die der neue König ein ganz besonderes Interesse hegt, auch hinsichtlich deS endgültigen Zieles der Konferenz, der .Herstellung einer Föderation der Kolonien, sowohl untereinander, als auch mit dem Mutterlande. Denn diese Kolonien, also vor allem Kanada, Neufundland, der südafrikanische und australische Bund, sowie Neuseeland, zeigten, weil sie von vornherein Siedelungskolonien waren, schon lange die Tendenz, sich zu selbständigen Staaten zu entwickeln, und diese Tendenz verschärfte fidi, je mehr sie durch BevölkeriUigSzunahme und wirtschaftliche Reichtümer vom Atutterlande unabhängig tourben. Zwar beruht ihr Verhältnis zu Großbritannien auch heule noch staatsrechtlich auf der alten Kolonialverfassung: tatsächlich aber Haden sie sich von dieser schon heute mehr oder weniger weit entfernt, wenn auch bisher niemals das Bestreben auftrat, sich vom Mutierlande politisch unabhängig zu machen In wirtschaftlicher Beziehung dagegen hat England seinen selbständigen Kolonien, den Dominien, wie sie sich jetzt nennen, schon eine durckjatts selbständige Handelspolitik zugestanden, tveil es durch die Ereignisse des Jahres 1783, wo sich die Bereinigten Staaten von Nordamerika von ihm trennten, gewitzigt war. Ja, es hat ihnen sogar eine Reihe von Rechten eingeräumt, wie sie sonst nur unabhängigen Staaten znstchen, so z. B. das Recht, durch die High Eomrnissioners mit dem “Uhittcrlandc zu verkehren, die eigentlich nichts anderes sind, als Gesandte der Dominien. Tic sogenannten Klein-Englander, die gegen eine LoS- lösung der Kolonien nichts eingcwendet haben würden, sind heute in England fast verschwunden Der Imperialismus, die Idee von einem Greater Britain hat heute fast ganz England ergriffen. Man steht auf dem Standpunkt, England und feine Kolonien durch eine gemeinsame Armee und Flotte verbinden und gewisse staatliche Einrichtungen überall gleichmäßig durch ein Reichsparlament ordnen zu wollen .liberale Imperialisten«, oder England und feine Kolonien durch einen Zollbnnd zu vereinigen und gegen das Ausland durch eine fchutzzöUnerische Tarifreform abzuschließen (fonieroatiDc Imperialisten. Daß die britische Reichs- lonferenz schon heute diese Ziele erreicht, ist ausgeschlossen. Insbesondere erscheint der Plan eines Zollbundes bei der Verschiedenheit der wirtschaftlichen Interessen und Ent- lvicklungsmöglichkeiten der Kolonien und Englands geradezu ungeheuerlich. Es ist an seine Berwirriickmng, solange ein liberales Mta binett in England am :)tubcr ist, gar nicht zu denken, mögen auch die Kolonien dem Piutterlande noch jo viele handelspolitische Vorteile gewährt haben. Günstiger sind die Aussichten des Reichszusammen- schlnsses auf der Grundlage gemeinsamer Wehrpolitik und der Herbeiführung einer Einigung in einer Reche von Fragen, sowie bei der Errichtung eines Reichsparlaments. Zwar wird die Frage eines gemeinsamen Heeres und einer gemeinsamen Flotte auf der diesjährigen Reichskonferenz noch nicht erörtert iverden und ebensowenig die Frage eines Reichsparlaments und Senats. Aber daß es schließlich einmal dazu kommen wird, dafür gibt es hoffnungsvolle Ansätze. Bestehen doch schon jetzt in den Kolonien z. T. Hoeres- Eine Landerversammlung der vunder der Landwirte für Nassau. n. Limburg, 22. Mai Im Lokale der Alten Post sand gestern die Lande-5 Versammlung deS Bunde-der« Landwirte, Abteilung Nassau, ftnit. Nach einer Begrüßung durch den Landesvvrsu.renden Landivirl Hoffmann Niede- meisen, sprach Oebmonuerat L u ck e - Frankfurt a M. Wenn auch der Bund der Lanoivirtc, so führte der Redner auS, von den Parteien Haß und Ungunst verfolgt iverde, wenn man ihm auch den Bauernbund und Hansabunb entgegengesieklt habe, so l’eä doch die Treue der Bauern zum Bunde der Landwirte so tin verankert, daß sie sich durch liichts abwendig machen ließen, weder durch fali'd)? Versprechungen, noch durch schöne Worte. Anschließend hieran hielt Dr. Diedrich öabit eine zweistündige Rede. Der Bund der Landwirte sei kein Feind brr Handelsverträge und Jndustriezölle, verlange aber auch einen cinsrciciren- den Getreidezoll. Tic Sclmld an den hoben Lebensmittelii trage nur der Zimschenhaitdel und nicht die Landwirte. Die .Vaupt- fordcrung bei den näcbftcn Wahleti niüssc lauten: „Schutz der nationalen Arbeit". In der 2lussvrache wandle sich ein Redner des Hansa- b u n d e s, Dr. Martin aus Wiesbaden, gegen verschiedene AuSsührtmgcn des Dr. Ticbricb Hahn, was dieser in emem! Schlußwort zu cnifräitai suchte. Es gelangte bami eine Entschließung zur Annahmr,,- iit der die Versaninrelten es ruf daS sdiärsske verurteilen, daß über die Wirkung der neuen Steuern von liberaler und sozial- denwkratischer Seite tu gewissenloser Weise falsche Darstellungen verbreitct wnrdeit, die mm geeignet feien, bic Geschäfte -er Sozial« demvkrakie zu besorgen. E. Friedberger Geschichtsblätter Heft 3' (1911j der „Friedberger Geschichtsblätter" erscheint in etwa' 14 Tageit, 200 Seit eit stark. Ter stattliche und inhaltreiche, Band nnrb mit feinen 22 Abhandlungen eine Fundgrube? für die Geschichte der Wetterau bleiben. Einen großen Raum nehmen diesmal die Veröffentlichungen aus dem Friedberger Stadtarchiv ein. Tie hier niedergcle^ten archivalischen Forschungen haben für die Familiengeschichte, die Musikgeschichte, die Geschichte der Medizin, das Reformationszeitalter, die Zeiten des dreißig,übrigen und siebenjährigen Krieges, die Unruhen von 1830 und 1848, das Kriegsjcchr 1866 sowie für die Geschichte zahlreicher Wetteraucr Ortschaften schätzbare und interessante neue Er-' gebnisse gezeitigt Daneben sanden im Heft 3 auch die Wetteraucr Urgeschichte ^Ausgrabungen von ProfessorI Heimle bei Langeubergheim« und die Anfänge des mittelalterlichen Friedberg eingehende Berücksichtigung. Der Tätigkeit und den Veröffentlichungen des Friedberger Geschichtsvereins widersährt in wissenschaftlichen Greifen steigende Beachtung. Was bisher in Friedberg für Vtttseum, Stadtarchiv und Stadlbibliothek getan wurde und noch geplant ist, stellen die bedeutendsten deutschen Kritischen Zeitschriften Literarisches Zentralblatt" u. v. o., als mustergültig hin Friedberg ist auf dem besten Wege, mit seinem Museum, Stadtarchiv und Stadtbibliothek ein Mittelpunkt für Wetterauer Geschichtsforschung, Heimcttpflegc und Volksbildung zu werden. Wien, 22. Mai. Heute nach mittag fand unter zahlreicher Beteiligung hervorragender Persönlichkeiten der Wiener Musik- weit das Leichenbegängnis Gustav Mahlers, dem letzten Wunsch des Verstorbenen gemäß in einfacher Weise ohne Grabreden, statt. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen« schäft. Die Akademie der Wifsenschaften in Krakau ernannte den Professor Ulrich v. Wilamowitz-Moellendori -um korrespondierenden Mttglieo. — Aus Weimar berichtet man: Alle vom Schillerhaus an die Berliner Theaterausstellung verliehenen, die Weimarer Thcatcrgefchich.'e betreffenden Ma- nuskriptc und . riese Schillers sind spurlos verschwunden, Sic wurden wahrscheinlich gestohlen. 21 ns £?cnen. DormS, 21. Mai. Eine Versammlung der Vertrauensmänner der Fortschrittlichen VolkSparteil Worms nominierte als Reichstagskandidaten einstimmig den jetzt in Bensheim ansässigen Gutsbesitzer« B cck cr -Ba r tma n ns h a g e n. und Flotteneinrichtungen, die, wenn sie auch den Kolonien selbst unterstehen, doch schon heute England in den betreffenden überseeischen Gebieten entlasten, und bic im Kriegsfälle zweifellos dem Mutterlande zur Verfügung gestellt würden. Auch die Forderung eines Reichsparlaments wird über kurz oder lang erfüllt fein. Denn hier ist es die vom Kabinett Asmuth zugesagte Homerulc für Irland, die den Stein inS Rollen bringt. Wenn man Irland und des weiteren, wie es heißt, auch Schottland und Wales ein eigenes Parlament zu gestellt und daS bisherige Paria' ment für England beibehält, so kann es, da man doch für gemeinsame Angelegenheiten schon des Mutterlandes ein neues Parlament schaffen muß, keinem Zweifel unterliegen, daß auch bic in den Dominien bestehenden Parlamente zu diesem ihre Vertreter entsenden und gleichzeitig auch zu einem neu zu errichtenden Reichssenat. Tic englische Verfassung würde dann bis zu einem gewissen Grade der deutschen Reichsverfassung gleichen Aber bei ihrer "Schaffung und bei der Begründung eines britischen einheitlichen Weltreichs wird man nicht, wie in Deutschland, von einem Zollverein ausgehen, sondern von der einheit lichen Regelung einer Reihe dringender kleinerer Fragen, mit denen sich die jetzt zusammengetretene Reichskonferenz zu beschäftigen hat. So will die englische Regierung Fra- gen, wie die Stellung der Inder in den Kolonien, die Ausweisung unerlvünfchter Einwanderer und bic Einführung einheitlicher Briefmarken, auf das Programm der Konferenz setzen. Neuseeland beantragt unter anderem bic Bildung eines Reichsrats im Uebcrgaitgsftadium als beratende, nicht beschließende Körperschaft, eine Neuorganisation des Kolonialamts, Penny-Postverlchr und Staatskabel, obersten Reichsgerichtshof, und Australien Zusammenarbeiten auf dem Gebiet der Handels- und Schiffahrtsinterefsen, lieber- cinftimmuna der Gesetze betreffend Warenzeichen, Patente, Naturalisation, Ucbcreinfrintmung von Geld, Maßen und Gewichten, sowie Zusammenarbeiten auf dem Gebiet der Reichsverteidigung. Wie viel von diesen Fragen auf der Reichskonferenz gelöst werden, läßt sich heute nicht sagen. Jedenfalls wird sie Beschlüsse fassen, die inhaltlich, ha Mutterland und Kolonien den Wunsch nach einer Reichs- einheit teilen, nur in der Richtung der Vorbereitung dieser Reichseinheit liegen können Wer hätte gedacht, daß die ReichSkolonialkonfcrcnz, deren Entstehung auf ein gleichzeitiges Zusammensein der kolonialen Staatsmänner in London gelegentlich des ö0- jährigen Regierungsjubilaums der Königin Viktoria zurück- zuführen ist, das sich im Jahre 1897 gelegentlich des 60jah- rigen wiederholte, also zunächst rein privaten Charakters war, sieb unter dem ihr int Jahre 1907 verliehenen Namen „Reichskonferenz" zu einer offiziellen, dauernden Einrichtung auswachsen würde. Heute treten die Premierminister von Kanada (Sir Wilfried Lauviei >, von Australien (Andrew Fisher >, von Südafrika (General Botha«, von Neufcelaiid ,Sir Joseph Ward- und von Neufundland (Sir Edward Morris) und mit ihnen auch, wenn auch nur mit beratender Stimme, die Vertreter der Eiiizelstaateu und Provinzen, der Kronkolonien und Protektorate in London zusammen, um in Verhandlungen mit der englischen Regierung sich über Fragen zu einigen, die die Lösung des Problems, für ein Weltreich eine feinen Bedürfnis en entsprechende Staatsform zu finden, vorbcreiten sollen. Tas sichert der aus bescheidenen Anfängen hervorgegangenen Retchskonferenz eine Be deutmig, die der Lösung der Frage der Vetobill nicht nur glcichsteht, sondern sie sogar, wenn man ihre mutmaßlichen Folgen betrachtet, wesentlich übertrifft. C. wols-Zerrari-. La vita nuova. Dem Serie liegen DantcS Worte der gleichnamigen Dichtung ju Grunde Wir eiuncyincn dem Auszug der Koniposüion bic TuidHichcnbc Einleitung in die Dichtung: „Ea x ita nuova" ist der Titel eines merkwürdigen kleinen Küchleins, txiä Tante vermutlich um das Jahr 1292 geschrieben uni) in welchem er uiis die Okfdndrtc feiner Jugendliebe erzählt. Es bildet so einen Kommentar in Prosa zu einer Anzahl un Verlauf der vorhergehenden zehn Jahre verfaßten Gedichte. Den Titel crllort der Dichter selbst in den enten Zeilen des Wertes: ,Jn renem Teil des Budres meiner Erinnerung, vor welchem nur wenig zu lesen ist, findet sich eine UcberfchnTt, die ba lautet: »incipit vita nova‘." ,L)icr beginnt ein neues Leben.") Tonte nwlltc das Vücblcui zuerst laiciniid) abiaifcn, entschied iid) aber auf Drangen feines Freundes Guido Ealvacantr für das Jtalicniiche. Er erzählt bann, >me er iid) in Florenz int Jahre 1274, neun jährig, in ein um cm Jahr jüngeres Mädchen verliebte und schilderte die Seligkeiten nnb schmerzen diel er Liebe bis zu ihrem äußerlichen Ende, indem die Geliebte, raum vierundzwMizigjährig, am 9. Juni 1290 itarL Wer dieses Mädchen war, wißen nnr mehr, Amangc des Büchlcms nenm sie Dante ,Fne verklärte Hcrrut meines Geistes, bic von vielen, bie nidu ivußten, wie sie sie nauiai tollten, Beatrice genannt wurde". .Beatrice heißr: btc Be- i'cligerin.) Ihre Verherrlichung luar auch das Atotw zur 'Jlb- fciifung der „Divina Commedia", dort sendet sie dem uTcnbeu Tante als Geleirer den Schatten Vtrgils, sie selbst har ihren Sitz in den innersten Reihen zunächst der Trcieinigteit: oen ersten Plan nimmt dort bic Jungfrau Maria ein, ben zweiten Eva, den britren Rahel, den vierten Beatrice. . Tr. Karl Federn, dessen deutscher Ausgabe der \ ita nuova diese Angaben anno nimm sind, lagt über das Buch u. a.: Es ist in einer wahren Feiertagsweiic, schlicht und ergreifend, erzählt, mit feinster Pjyckologte, so lebatswahr, jo vvlltommen, bau vielleicht nur der es ganz aufzunehmen imstande ist, der in früher Jugend ähnliches enrfimbai und erlebt hat. Es ijt das lieblick ste Bitch, das das Mittelalter hervorgebrach: hat. Alles darin ist Weichheit, 3artheit, stille, sehnsuchtsvolle, fromme Empfindung, eine Zartheit, bic vielen von uns gar nrchr nrdjr zugänglich ist. Nirgenbs zeigt sich bic Spur der lünfttgen Energie and Härte Dantes, ber tünftigen Knappheil unb schroffen Linienführung unb ber künftigen Fülle an Bilbern. Eine Welt von Sdjickfalen mußte an ihnr vorübergeben, ehe aus dem Auror des „Neuen Lebens" bet Tichter der „Divina Commedia" wurde. Eines ober hat die „Vita nuova" mit der „Divina Commedia" gemeinsam: die furchtbare Heftigkeit der Empfindung. Das ganze Buch ist der Ausdruck gesteigerter Gefühle, die ähnlich, ober Landtagrwahl in Marburg. 0 M a r bu r q, 21. Mai. Durch den Tob bes Lanbrats Geh. Reg.-Rat v. Negelcin muß im Wahlkreise Marburg eine Neuwahl für ben preußischen Landtag stattfinden. Wie weit idnvädxr, viele andere Menschen auch empfunden habai. yrichl die Frühe der Jahre fallt auf: gerade diese Frühreife des Gefühles ist bei Dichtern hornig: Lord Byron unb Altieri haben sich m ihrem sechsten Jahre heftig verliebt. Aber die „Vita nuova" zeigt uns ein über jedes gewöhnliche Maß gesteigertes Innenleben. Die Liebe ergreift unb Hetzerncht nicht nur Dankes Seele, sic tritt aus chm tzmous, sie flutet durch alle Gassen, sic rendjönt den Hunme! unb oergolbet die Kirchm. von Florenz: jic bringt mnftijd) ein in bas ganze Weltgebäude, das Tonic sieht — bic übrigen Menschen verschwinden ihm, verlieren alle Wichtigkeit, er ist allein mit seiner Liebe, sie Leibe erfüllen die Well, und „jenseits ber Sphäre, bic am größten freuet", bei Golt und ben Engeln, ist von itzr die Rede. Das zicrlidrc Deine Mädchen, das er an jenem Frühlingstage zum erstenmal iah, Hot Dantes Seele erfüllt und an itd) gcriffen, cs hm bic Welt in ihm imprägniert und gestaltet: und heule, wo bie ganze wirkliche dröhn ende Weir, die ihn umgab, em Traum und Scharren geworden ist, baue, liegt jene Welt in ihm mit ihrer Fcrerragsluft, mit ihrem reinen blauen lidircn <5 dient, mit ihrer rührenden Trauer, in der „Vita nuova" leben- big vor uns — und das Mädchen, das diese Wett hervorrief, ist ein berühimeS Geheimnis geworden uno vielleicht bie höchjre, eigentümlichste Illustration zu dem nicht so leicht zu iaüenben Satz Goethes: „Tos ewig Weibliche zieht uns hinan." Woli-Ferrari teilt idn Werk in zwei Teile unb schickt ihnen einen Prolog voraus, ber bie Liebe als Uebcntnnbcrin bcs Tobes verherrlicht unb uns wie durch ein mächtiges Eingangstor zum ersten Teil führt. Er hat Liebe und Leben zum Jntzatt,^wett- lich ui der Örunbttwumnig der Freude am Leben und an bei Schönheit der Natur. Aber jeuiai Schluß bildet bereits £tnc jeansone, in der bic Engel ben Herrn bitten, Beatrices Seele, „deren Glanz bis zur hünmlicbcn Höhe strahlet", zu sich zu nehmen. Gmtvaters 'Jüttnrert wirb vom vollen Ehor in palcnrinückcn Klängen gesungen unb wirkt in dieser elementaren Sprache mit allergreifender Viachr. Ein Jmermezzv, bas hierauf folgt, wirft jirm CTitcnmal die Schatten pes Todes in bic Dichtung. Es ist eine verklärte, schwernruwolle Verherrlichung des Schmerzes jener Sonette, bic dem Tode von Deatricens Vater ihre Enl- itchung verdanken. Ter zweite Teil fdjilbert in einer ergreifenden Szenc den Tod Beatrices. Von en'ckälternder Wirkung ist nach dem Ehorfatz bas Baiuonfolo ui Rczuaiiv-Eoarotter^ bas durch die fahle Klavierbegleitung fast gefpenfr.icn wirkt. Die einstige Vifwn wirb nun siun Ereignis — eine Schilderung bes Erdbebens ist bei Höhepunkt bes bramalisch bdebtai Teils —, ber uns rn mystische Hohen eulführr und mit ben Worten. „Sie lebt un Licht l" auf die erhebende Vereinigung des Ewlgkeits.- unb Liebesgedankens weil'end, seinen Abschluß findet. bei den zahlreichen Besuchern von nah und fern rauschenden Sei- fall. Begünstigt durch das herrliche Frühlingswetter, konnte das Konzert im Freien unter den mächtigen Kastanienbäumen gehalten werden. Diese, sowie die herrlichen Rotdorubäuine bieten gegenwärtig eilten reizenden Anblick. Vor dem Kurhaus sind neue Slii- laqcn geschaffen worden. Es ist nur schade, daß gerade gegen- tvärtig, wo tiilser Bad im Schmucke des Frühlings steht, der Bestich nicht bester ist. Don der Direktion geschieht alles, um den Besuchern den Ausenthalt so angenehm als ntöglich zu machen. * Busse' s i l l ti sl r i e r t e Reise f ü hrer. In Busse's Verlag illustrierter Reiseführer, München, sind als 91 r. 2 und 3 erschienen: die Tauernbahn und die Dalsuganababn. Beide reich illustrierte Nestchen gewähren einen hübschen Einblick in die von ihnen beschriebenen Gebiete und werden den Besuchern jener Alpeiigegenden schätzensroene Dienste leisten. (ßeridHsfaaL ke. Frankfurt a. M., 21. Mai. Tie Eheleute Gutspächter Georg U h r i g von Noinmelhanseii, die täglich ein großes Quantum Milch an hiestge Aiilchgroßhändler lieiern, wurden an- -tezergt, daß die von ihnen gelieferte Milch „getauft" sei. Tie Untelsuchung ergab dreißig Proz. Wasserzufatz. Liegen wissentlicher N a h r ti n g s >n i t t e l s ä l s ch u n g wurden die Eheleute Uhrig t>om Schöstengericht zu je 100 Alk. Geldstrafe verurteilt. Anerkennung seiner treuen und fleißigen Mitarbeit prachtvolle Geschenke. ** M a u t - u n dKlaucnseu ch e. Vom oberhessischen Landwirtschaftskammer-Ausschusz wird uns mitgeteilt: Die drohende Gefahr einer weiteren Ausdehnung der Maul- und Klauenseuche macht es deni Landwirtschaftskammer-Aus- schuß zur Pflicht, besondere Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen, damit ein Seucheneinsch'leppen in die Provin- bald in allen Gemeinden solche Vereine ins Lebm treten.__________________________________________________ Wandern und Reisen, bäder und Sommerfrischen. — Bad- Nauhei m, 22. Mai. Der B a d°N a u b e i m e r Schachverein hält jeden Montagabend im Taunus-Cais Spielabend ab. Gäste sind hierzu stets luififommen. X Bad Salzhaufen, 22. Mai. Gestern fand hier das erste Saison-Konzert statt, ausgeiührt von der Kapelle des 24. Dragoner-Regiments zu Darmstadt. Tte Darbietungen fanden Lusischisfahri. Der Zuverlässtgktit-fliui am Oberrhein. Das Ergebnis des 2. Flugtages, von Mülhausen t E. nach Straßburg, war: In Strevßburg gelandet: Hirt, Brunhuber, Jeannin (außer Konkurrenz) und Laemmlin. Zurückgeblieben Witterstädter. Ausgeschieden Thelen, Werntgen, Jeannin. Straßburg, 22. Mai. Der heutige dritte Flugtag des Juvcrlässigkeitsfluges am Oberrhein verlief ohne jeden Zwischeiv- sall, überhaupt ohne jedes störende Ereignis. Das einzige nicht programmäßige war der Umstand, daß Witter stä tte r sich zweimal verflog, ehe er in Dtülhausen landete. Lämmlin, der früh au5 der Gegend bei Basel nach Straßburg zurück und dann wieder nach Mülhausen geflogen war, hat dadurch eine bedeutende Tagesleistung, man spricht von 180 Kilometern, erzielt. Morgen rüh gegen 7 Uhr rechnet man mit dem Eintreffen Witterstätters und dem Eintreffen Mackenthums. Der heutige Abend bereinigte die Herren der Oberleitung >er örtlichen Organisation und zahlreiche Sportsfreunde zu zwanglosem Zusammensein im großen Saale des Hotels „Rotes Haus", wozu in später Stunde auch der Pttnz von Sachsen-Weimar owie Geheimrat Professor Hergesell und andere erschienen. Auch )ie aus dem Wettsluy vorgestern Ausgeschiedenen, Euler-Darmstadt und Ingenieur Reichardt, saßen mit den Sportsfreunden zusammen. Ter morgige Tag wird mit den beabsichtigten Schauflügen, nachdem sich das Feld jetzt wider Erwarten erweitert hat, eine Reihe von hohen sportlichen Genüssen bringen. 3. Deutscher Luftflotte«:ag. Aus Dresden wird uns geschrieben: Unter zahlreicher Beteiligung seiner Mitglieder trat hier aus rem Königlichen Belvedere der Deutsche Luftflotten-Verein zu einer 3. Hauptversammlung zusammen. Den Vorsitz führte Fabrikbesitzer Dr. Lanz (Mannheims Nach den üblichen Be- grüßunasansprachen erstattete der Geschäftsführer des Vereins, General v. Ecken brech er, den Geschäftsbericht. Ans ihm ging hervor, daß die Arbeit des Vereins im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich der Luftschifferschule in Friedrichshafen gewidmet war. Die Schüler haben während der Unterrichtszeit für ihren Unterhalt selbst zu sorgen und zahlen ein monatliches Lehrgeld von 30 Mark. Infolge dieser finanziellen Aufwendungen, die die Schüler machen müssen, sind im letzten Jahr nur drei neue Schüler ausgenommen worden. Sämtliche Schüler haben bisher in der Luftfchifsahrt praktische Beschäftigung gefunden. Die Mitgliederzahl des Vereins beläuft sich gegenwärtig auf 18 000. Neue Vereinsstellen sind im abgejaufenen Jahre 12 gegründet worden. Insgesamt umfaßt der Luftflotten - ücrein 40 Verbände und Gruppen. Der Kassenbericht schließt iit Einnahme und Ausgabe mit 36 000 Mark ab. Es ist ein kleines Defizit vorhanden. Tie Vorstandswahlen ergaben die Wiederwahl der bisherigen Mitglieder. Vom Verein Tegel lag ein Antrag vor, der dahin ging, der Verein möge die Bestimmung aufh.'ben, daß zwischen zwei Flugplätzen eine Entfernung von mindestens 30 Kilometern liegen müsse. Nach längerer Besprechung wurde der Anttag aber abgelehnt. Als Ort für die nächste Hauptversammlung wurde Berlin gewählt. Der Vor- i rbe widmete dann noch dem verunglückten Ballonführer Er b s- ( ü I; ar.cn 'Dia / .uf. An die materiellen Beratungen schloß sich ein Festmahl, worauf die Teilnehmer an der Versammlung die Hygiene-Ausstellung besichtigten. * Der erste Kongreß für Lrtfts chifferrecht. In Pari s wird am 31. Mai unter dem Vorsitz von Millercmb der erste Kongreß des Internationalen juristischen Komitees für Lust- cßiffahrt abgehalten werden. Tas Koinnee, das im Jahre 1909 begründet ist, vereinigt in sich die Juristen aller Länder, die sich bc anders mit Lustschiffahtt beschäftigen. Es gehören dazu gegenwärtig bereits Komitees in Frankreich, in Deutschland, in England und Schottland, in Oesterreich-Ungarn, in Spanien, Italien, Rußland, Schweiz, Niederlande, Türkei, Aegypten, Vereinigte Staaten, Kanada und Brasilien. ßatiöcL grelle Interessengemeinschaft von Groß- banken. Es wird uns mitgeteilt, daß eine Interessen-- gemeinschaft zwischen der Pfälzischen Bank und der R1/einischen Kreditbank und der Süddeutschen Bank in Mannheim geplant ist. Diese Jntcresscn- acmeinschaft dürfte aller Voraussicht nach unmittelbar zu- fiar.be kommen. Tie Rheinische Krebitbank unb bie Süddeutsche Bank gehören bekanntlich zu dem Konzern der Deutschen Bank. Wenn in ihnen das pfälzische Institut, das ja bekanntlich zahlreiche Filialen besitzt, noch eingeschlossen wird, so erweitert sich das Machtbereich der Deutschen Bank abermals recht erheblich. Die Pfälzische Bank verfügt über ein Kapital von 50 Millionen Mark, die Rheinische Kreditbank in Mannheim über ein solches von 85 Millionen Mark und die Süddeutsche Bank in Mannheim über 10 Millionen Mark Aktienkapital. Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 22. Mai 1911. Höchste Schlachtviehpreife in Frankfurt a. Dl. Fleischpreise in Gieß en Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 89—93 Dlk. Ka. Schlachtgew. 83-91 Ps. V, „ „ 57-59 „ 7. Kg. 86-94 Pfg. 7t , 88—92 „ 7, , 70-90 „ Getreidepreise in Man»» hei n» Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 22.0"-00.00 Dlk. Roggen 100 Kg. 18.90-00.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 62 Psg. Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pfg. Märkte. Gieße»», 23. Mai. Dlarktbericht. Auf beuüqein Wochen- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1,25—1.30 Mk., Hühnereier 1 St. 1—0 Pfg., Enteneier 1 Stück 9—0 Psg, Gänseeier 1 Stück 15 bis 00 Psg., Käse pr. St. 6—8 Psg., Käsematte pr. St. 5—6 Psa., Tauben pr Pr. 0,80-1,00 Ms., Hübner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Dlk., Enten pr. St. 1,80-2,20 Dlk., Gänse das Psd. 75—80 Psg, Lchsenfleisch pr. Psd. 86—94 Psg, Rindfleisch pr. Pfund 86-90 Psg., Kuhfleisch 70 Psg, Schwei».' leisch pr. Pfund 70—90 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 88—92 Ps» Hammelfleisch pr. Pfd 60—88 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 10.00 bis 12.00 Dlk., Weißkraut das Stück 30 bis 40 93fg„ Zwiebeln per Ztr. 10,00—12,00 Dlk., Milch das Liter 20 Pfg., Aepiel pec Ztr. 20 bis 30 Mk., Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg., ver Ztr. 0—-00, Dlk., Bohnen per Psd. 00—00 Psg Marktzeit von 7—1 Uhr. F.C. Wiesbaden. Diekhof-Marktbericht vom 22. Mai. Auftrieb: Rinder 105 (Ochsen 70, Kühe 35, Bullen 00), Kalber 48 Schafe 22, Schweine 330. Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber lebhaft, Schate und Schweine nüttelmäßig. Preis Durch. pro 100 Pfo. schnittspreis ^btnQbe,u7c?tla‘6t' pro lOOWurtb Cd)! en. von-biLvon-bir "ebeXn?tU4’t* Doflfleischiqe, ausgemästete, höchsten Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 49—51 83—90 50 89 Junge, fleischige, nicht andgernäfie und ältere ausgemästete 43—48 83—86 45 84 Ungejochte 50—52 90—95 51 92 Bull en. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtivertes 44—46 80—84 Dollfleischige, jüngere 40—43 75—78 Far 1 en. K ü h e. Vollflerschige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtivertes. .... . . 47—50 35—88 PoUslelfclnge ausgemästete Kühe höchst, Schlachtivertes vis zu 7 Jahren. . 40—44 77—80 Aellere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngereKühe u. Färsen 34—39 68—75 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 30—33 66—67 Halber. 45 82 41 76 48 86 42 78 36 71 31 66 Jeinste Diastkälber 64-66 106-110 65 108 Mittlere Dian- und beste Saugkälber . 57—60 95-100 58 97 Geringere Mast- und gute Saugkälber 50—55 84—92 52 88 Geringere Saugkälber 43—49 72—81 46 76 Schafe. Weidemastschafe . 46—00 90—00 46 90 Schweine. Vollfleischige Schweine brs zu 2 Zentner Levendgeivicht 47—48 60—61 47 60 Pollsleischige Schweine über 2 Zentner Levendgeivicht 47—48 60—61 47 60 VoUfleischige Schweine über 21/, Zentner Levendgeivicht 45—46 58—59 45 58 Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht .... 46—47 59—60 46 59 Ueberstand: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine geringer Ueberstaud. — Kartoffelmarkt-Bericht vom 22. Mai 1911. Hamburg: Dlagiiuin bomim 3.00—0.00, weisle runde 2.00—0.00, Gelbfleischiqe rote Mk. 0.00, weiße 0.00—0.00. Altona: RoleDabe» 0 00, rote Lorten Dlk. 0.00—0.00, Magnun» bomim Mk. 3.20, weiße rimde Dik. 0.00—0.00, Gelbfleijchige blaue Mk. 0.00—0.00, rote 0.00 bis 0.00, weiße 4.10 bis 0.00. Dortmund: Rote Daber 0.00-0.00, andere rote Sorten Dik. 0.00—0.00, Magmim bonuni Dik. 3.90—0.00, weiße runde 2.80—0.00, Gelbfleischige blaue 0.00—0.00, rote Mk. 4.00—0.00. Hagen: Rote Daber Dlk. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00—0 ÖD, Magmim bomim Dlk. 0.00—0.00, weiße runde Dik. 0.00-0.00, Gelbfleischige rote Dik. 0.00 -0.00, weiße Mk. 0.00 bis 0.00. Köln: Role Daber Mk. 0.00—0 00, andere rote Sorten Dik. 2.40—0.00, Magmim bomim 3.30—3.50 Dik., weiße runde 2.60—0.00 Mk., Gelbfleifchige rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00 Mk. Lreseld: Role Sorten Dik. 0.00-0.00, Magnum bonum Mk. 4.50—4.70, weiße runde Mk. 0.00 bis 0.00, Gelbfleischige rote 4.50—4.70, weiße Dik. 4.50—4.70. Frankenthal: Rote Daber Mk. 0.00, andere rote Sorten Dlk. 0.00—0.00, Magnum bonum Mk. 0.00—0.00, weiße runde Mk. 0.00-0.00, Gelbfleischigs blaue Mk. 0.00—0.00, weiße Mk. 0.00—0.00. (Alles zu 50 Siilo.) Spielplan der vereinigten Zraittsurler Lladttheater. Vpernhauz. Dienstag, 23. Mai ’): „Zar unb Zimmermann/ Mittwoch 24. Mai, abends 7ll, Uhr: „Mignon." Donnerstag, 25. Mai: „Cavalleria rnstieana/ „Der Bajazzo." Freitag, 26. Mai, abends 71/., Uhr: „Der Gras von Luxemburg." SamStag, 27. Mai, abends 6 Uhr: „Die Walküre." Sonntag, 28. Mai: „Alessandro Stradella." „Phantasien im Bremer Ratskeller." Montag, 29. Mai, abendL 7% Uhr: „Margarethe." Dienstag, 30. Mai: „Der Freischütz." Schauspielhaus. Dienstag, 23. Mai*-: „Epraiio von Bergerae/ Mittwoch 24. Mai: „Der Kaufmann von Venedig." Donnerstag, 25. Mai, abends 7'/, Ubr: „Glaube und Heimat." Freitag, 26. Mai, abends 71/, Uhr: „Glaube und Heimat." Samstag den 27. Mai: Zum ersten Diale . „LanvLl." Ein Drama von Eduard Stucken. Sonntag, 28. Mai: „LanvLl." Montag, 29. Mai: „Das Konzert." Dienstag, 30. Mai: „LanvLl." Diitlwoch, 31. Diai: „LanvLl." Donnerstag, 1. Juni, abends 71/» Uhr : Anatol-Zyklus. Freitag, 2. Juni, abends 7'/, Uhr: „Glaube und Heimat." *) Anjang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ubr. kirchliche Nachrichten. katholische Gemeinde. Gottesdienst. Mittwoch den 24. Mai: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit, zur heil. Beicht. Donnerstag ben 2 5. Mai: Fest Christi Himmelfahrt. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. , um 8 Uhr: Austeilung ber hl. Kommunion. w um 9 Uhr: Hochamt mit Prebigt- r um 11 Uhr: Heil. Dlesse mit Prebigt. Diilitargottesbienst. Nachmittags um 2 Uhr: Feierliche Vesper mit Segen. Freitag abcub um 6>L Uhr ist Dlaianbacht. Verantwortlich für „Feuilleton" und „Vermischtes": I. V.: A u g u st G 0 e tz. Mrteorologische Beobachtungen der Station Sietze«. Liieberschlag: — 0,0 nun. Mai 1911 Barometer auf Qe reduziert c Q ! tri der Luft ü Absolute 1 Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Wind» richlung Windstärke II Grab bn Bewölkung in Stbntel ber pchld. Hlmmekfl. Wetter 22. 2” 746,6 17,0 6,9 48 W 4 8 Sero- Himmel 22. 9“ 7468 12,8 8,2 75 NW 2 8 23. 7“ 746,8 10,0 7,7 84 W 2 10 Bed. Di chste Temperatur a m 21. bis 22 . Mai — ■ 17,9'1 Niedrigste „ 21. , 22. +- 2,3 *1 Die Mutter schreibt hocherfreut! Mein Sohn Paul Emde. 15 Jahre alt, welcher fett einiger Zen Biofon trinkt, hat seit dieser Zeit bedeutend an Körpergewicht zu» genommen und suhlt sich bedeutend kräftiger als vorher, auch vai er ein besseres Aussehen bekommen, er bat Bioson bei 'Skvwawr gebraucht und jeden Dlorgen und Abend davon genommen. ^>er Erfolg hat uns sehr befriedigt und werde tch Ihr Bwfon in weiwien Kreisen gern empfehlen. Elberfeld, den 26. September 1910- Frau Deine. Emde. Untcridjnit beglaubigt: Dr. Geller. 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Zu spät tauul ol die hu Lebenswahres, ergreifendes Drama. Musik: In der Alpenhütte. Idyll von Lange. liebe bricht sich Bahn Hervorragend gespielt. Große, überaus lustige amerikan. Komödie. Musik: Bacarole von FetraZ. Ein Tai| iiii Lunapark zu ta-M Eine wirklich amüsante, amerikan. Humoreske. Ein Film, wie er selten vorgeführt wurde. Musik: Hand in Hand, Marsch von Blon. Ausflug nach den Stromschnellen des Magdapis Herrliche, kolorierte Naturaufnahme. Musik: Estudiantina, Walzer von Waldteufel. Die Herzogin Voe Bracdaio Großes, fesselndes Drama. Musik: Frühlingserwachen, von E. Bach. Tonbild: Heimatklänge im fernen Osten Hia vierspiel u. Liebe Köstliche Humoreske. Musik: Piccolo! Piccolo! Tsin, tsin, tsin, von Strauß. Die beiden Wege, dramatische Szene. Zu dem am 2. Juni 1911 im Bahnhosshotel Carl Isst zu Fronhausen (Lahn) stattfindenden Schwuaus-Ball ladet ergebenst ein Das Komitee. Anfang nachmittags 4 Uhr. 03368 Für gute Speisen, Getränke u. Musik ist bestens gesorgt. 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