16V Jahrgang Zweiter Blatt Nr. 46 Erscheint lLtzssch mtt ArSntchmc deS S»rmtafl5. ferner, toerut Herr Kr. ülyrt. Dcr Sultan von Wada: hatte begriffen, ranzosen seine Unabhängigkeit bedroht wurde är Den unhermetbfiAat .*rn_rrwf Durrh Teirfjoia' K. B. und suchte sich für den unoermerdlichen Kampf durch Bejchai-i Dir „Eirtzenrr La»sNe»dlStter" werden dem ,9lnjeifler* viermal wöchentlich detqelegt, 6aS „Kreisblatt für den Kreis Eietzei" zweimal wöchentlich. Die .Landwirtschaftlichen Selb fragen" erscheinen manatllch zweimal. nicht fertig. 2. Schwaches Retiradegesecht ist eS Donnerstag, 25. Zebruar 19U Rotationsdruck und Verlag der «rühl'schen Unwersuäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Truckerei: Schul« straße 7. Erpedition und Verlag: 5L 9tebatlwn:e^U2. Tel.-?ldr.:AnzeigerGleßen. mit den Konsumvereinen anrückt. Es ist eine höchst Loyale" Unterstellung, wenn mein sozialdemokratischer Gegner behauptete wir gingen schämig an dieser Frage vorbei. Fragen Sie doch einmal den Geschäftsführer des Gießener Konsumvereins danach! Wir Teutschsvziale haben noch nie einen Konsumverein begründet ober angeregt. Wir behaupten aber, daß es ein Unterschied ist, ob ein Konsumier em in einer Stadt mit zahlreichen Ladengeschäften besteht oder an entlegenen Plätzen, wo keine Konkurrenz die Preise regelt. Und noch ein anderes! Tie sozialdemokratischen Konsumvereine bildeit eine große geschlossene Organisation über Has ganze Reich hin und gehen Schritt für Schritt zur Eigen-, Produktion in Backereien, Metzgereien usw. über. Tas bedeutet eine ungeheure Gefahr für den selbständigen Mittelstand nnb geschieht mit bewußter Absicht'. Wie liegt die Sache aber bei den ländlichen Konsumvereinen? Wer gründet sie denn? Ter städtische Grossist. Wovon) leben denn heute Dutzende von Kolonialwarengroßhandlungen, auch die des Herrn K. ? Es ist noch garnicht lange her, oah mir ein freisinniger Großhändler im Bahnzuge sagte: „Ich fahre heute nach 3L., dort ist der achte Konsumverein, den ich begründet habe." Name und Ort steheit Herrn K. zur Verfügung. Ter freisinnige Herr Professor Staudinger reift im ganzen! Land umher und redet den Leuten zu, Konsumvereine zu gründen, wie es denn auch in Butzbach geschah, wo ich unter dem Beifall Sflövenjagötn im heutigen tlfrila. Vor kurzem wurde in der Türkei durch einen neuen Erlaß ttn das schon bestehende Verbot des Sklavenhandels erinnert. Dabei wurde erwähnt, daß aus Afrika immer noch Sklaven und Eunuchen ihren Weg nach dem türkischen Asien und Europa fänden. Tatsächlich sind audi Silaneniagden und Sklavenhandel aus Afrika noch immer nicht verschwunden. Afrika ist ia in früherer Zeit der große Cllao-enlieserant gewesen, als man in Amerika Negersklaven brauchte, und später wenigstens für die Länder des Islam. Tas schlimmste war dabei nicht so sehr der Handel an sich, als die vorangehenden Sklavenjagden, die ungleich mehr Opfer forderten, als die Zahl der wirtlich fortgeführten Sklaven betrug. Nachdem in neuerer Zeit Afrika unter die Kolonialmächte aufgeteilt war, diese die Küsten beherrschten und auch die Länder, des Innern immer mehr unter ihre Gewalt und Aufsicht brachten, nah nun die Quellen, aus denen die schwarze Ware floß, an Ergiebigkeit ab. Aber völlig zu beseitigen war die asrikauische Sklaverei bisher nicht, denn sie ist eine alte soziale und wirtschaftliche Institution dieses Erdteils, welche _bie kolonisierenden Völker immer noch respektieren müssen, wenn sie sich nicht ins eigene Fleisch schneiden wollen. Soweit sie nur Haussklaoerei ist, ist sie verhältnismäßig harmlos, denn es bebart ja meist keiner Tri üben Zufuhr von außen; die Haussklaven ergänzen sich selbst. Mau hat 'aber, wie die österreichische Monatsschrift für 'den Orient fonTlatiert, erst kürzlich wieder sehen müssen, daß bt'e früheren Sllaveitjagden noch existieren. E» bilden vor allem noch Igcroiffe Teile des Sudans und Acguatorialafrilas den Schauplatz von Sllavenjagden, deren Ausbeute vornehmlich durch die Sahara einerseits nach Marokko, andererseits nach dem türkischen stLvrdarrika ihren Weg nimmt, von wo sie dann später nach dem türkischen Asien und Europa geführt wird. Berüchtigt waren bis in die 'alieriüngfte Zeit die Raubzüge der Sultan. von Wadai. Es ist in der Tat vorgelommen, daß ein Wadai heer bis tut die Tore des französischen Mililärpostens Fort Archambault vordrang und die Eingeborenen mit sich schleppte. Gin Teil der von Wadai fortirähr enb geraubten Sklaven blieb im Lande und wurde bei der Feldarbeit verwendet, der andere Teil, zumeist Frauen und Kircher, wurde nach dem türHieben Nordafrika ausgeführt daß durch die F". jung moderner europäischer Erwehre zu rüsten. Diese Formten nur auf Straften bezogen werden, die noch nicht von Europäern beherrscht wurden, das heißt aus ^Türkisch-dlordafrika. So gingen denn von Wadai die geraubten Sklaven den langen Weg durch die Wüste und wurden im türkischen Gebiet den Türken gegen Schnellseuergewchre eingetauscht. Als in den letzten Jahren französische Streifkorps in der Sahara nördlich von Wadai operierten, schnitten sie nicht selten solche Sklaventransporte und dann auch trieb er Wasfenkarawanen ab. Bei der Besetzung der Hauvtstadt Abeschr durch die Franzosen im Juni 1909 fanden sich denn auch 150 Sklaven vor^die gerade nach dem türkischen Gebiet hätten abgehen sollen. Seit dieser Zeit hat die Sklavenausfuhr und damit auch der Sklavenraub dort nachgelasfen. Nicht soviel ist in dem Nachbarsultanat Darfur erreicht worden. Nach dem Fall des Mahdireiches nahm dort mit Zustimmung der angloäguptischen Regierung ein Mitglied der vertriebenen Sultansfamilie den Thron ein. Sie stellte dem neuen Sultan einige Bedingungen, überließ ihn aber sich selbst mit dem Erfolge, daß er sich um seine Verpflichtungen nicht mehr ffrmmrrtc. — Um nun gerüstet zu fein, wenn die Engländer ihn einmal mit Waffengewalt daran erinnern sollten, macht es der Sultan rion Darfur genau io, wie es bisher jener rn Wadai machte: er raubt Sklaven in südlichen Nachbarländern und verhandelt sie nach der Türkei gegen Schnellfeuergewehre und Munition. Dieses Verhältnis wird sich vorläufig leider nicht ändern, und die türkischen Erlasse werden wohl kaum verhindern, daß Darfur feine Sklaven nach- wie vorher in der Türkei los wird. Im Westen gibt es in Marokko Sklavenmärite, die ganz offen abgehalten werden. Tie Zufuhr^kam früher aus dem Nigcr- bogen, wo Der große Räubersürst Samori die Ware besorgte. Heute allerdings ist dort für Sklavenjagden fein Feld mehr, und die Sencgallinie ist durch Militärposten wirkjam gesperrt. Aber in großen Teilen Mauretaniens, d. h. des Saharagebietrs -wischen Senegambien und Marokko, sind noch Sklaven zu bekommen, und zwar durchs die Vermittlung der herrschnden Mauren- ;ämme, welche die Sklaven in den Oasen rauben. Es handrit sich hier- rn der -sahara um so gewaltige öjebiete, daß Die wenigen Stationen die SUaventranSporte nicht hindern können, andererseits lebt das Geschäft trotz aller Gefahren, weil es ein- jräglid) ist, und Jahre werden wohl »ergeben, bis der Sklavenhandel in Afrika völlig abgefdjafft ist. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejjen — Gefahrloses Arbeiten bei Hochspannung. Ein gelegentlicher fNitarbeiter schreibt der „Franks. 3tg.": Vor einigen Wochen wurden von einer großen Berliner Elektrizrtäts- nrma eingehende Versuche gemacht, um festzustellen, bis zu welchen Spannungen ein ordnungsmäßig hergestellter Isolierschcmri einer auf ihm befindlichen Person unbedingte Sicherheit bietet. Bei Hochspannungs-Schaltanlagen erreicht man nun für die an ihnen beschäftigten Monteure und Arbeiter einen unbedingt sicheren Schutz dadurch, daß man nach einem Vorschläge von Pros. Hübler Dresden die ganze Schaltanlage in einfachster Weise isoliert und die Leitungen verschiedener Polarität in größerer Entfernung von einander verlegt. Sri ben erwähnten Versuchen wurde nun zweifelsfrei festgestellt, daß bis zu 65 000 Volt Spannung der Isolierschemel sicher wirkt, so daß durch diese sehr einfache Etn- ricktung eine Hochsparrnungs-Schaltaulage absolut gefahrlos gestaltet merben kann, während bet den älteren Methoden der Sicherung wiederholt schwere Unglückssälle vorgelommen sind. Di? Versuche ergaben auch in physiologischer Hinsicht bemerkenswerte Resultate, Die noch weiter verfolgt werden sollen. — Londons neues Oper n h a n s. Aus London wird berichtet: lieber Den großen Lpernneubau, Den Hammerstein in KingswaN errichtet, werden jetzt genauere Einzelheiten befinnt. Die Straßenfront der neuen Oper wird eine Breite von 264 Fuß haben. Die Ausgänge sind so angelegt, daß das Publikum nach Sckrätzung der Architekten in Fällen von Gefahr innerhalb drei Minuten bis zum letzten Manne daS Theater verlassen haben lann. Die Mihnenöffnunq erhält einen besonderen eisernen Vorhang, der mit Asbest beileidet ist und bei Feuersgefahr automatisch mit Wasser überspielt wird, lieber der Bühn? wird ein? Laterne gebaut, e-ic sich bei einer Feuersbrunst ebenfalls automatisch öffnet und so der Hitze und dem Rauche einen Ausweg bietet. Tie Bühne wird eine Breite von 60 Fuß bei 00 Fuß Tiefe haben. Tas neue Theater wird 2700 Zuschauern Raum bieten. Tie Eröffnung soll am 1. November dieses Jahres swttsindeu. — Ein Rembrandt für fast 300000 Marl. Aus Newyort wird belichtet: Tie Kunstsammlung des kürz lick) Der- ftorbcnai Robert Hal ist nun in der amerikanischen Metropole' zur Vrnteigermrg gekommen, und mit Spannung erwarteten dw .Kunstfreunde Die Ergebnisse der Versteigerung. In dem Mütek- punkt des Interesses stand ein kleiner Rembrandt, der ctn'hmgefi Mädchen barftelll, das an enter Kette eine Medaille häU Tos Gemälde war nur 25: 22 Zoll groß. Ter Kampf um da- Werk begann mit einem Angebot von rund 85 000 Mark, Dann entwickelte sich ein üttereifaEter Zweikampf zwischen dem Tart-'er Kiwsthänoler yesfische droeite Kammer. R. B. Darmstadt, 22. Febr. Am Regierunastisck-e: Staatsminister Ewald, Minister des Innern v. Homdergk, Geheimerat Frhr v. Biegeleben, Ministerialrat Hölzingcr. Vizepräsident Korcll, der die Sitzung um 10’i Uhr eröffnet, teilt zunächst mit, daß Herr Präsident Haas infolge ernes Augenleidens verhindert sei, die Verhandlungen persönlich zu leiten; er hoffe aber, daß ihm dies demnächst wieder möglich fern werde Der Vizepräsident widmet sodann, während sich die Mitglieder von ihren Plätzen erheben, dem verstorbenen Abg. Köhler- Langsdori einen herzlichen Nachruf. Er habe die außerordentlichen Verdienste und die reiche Tätigkeit des Vcrswrbenen schon an seinem Grabe hervorgehobeu und namens der Kammer enten Lorbeerkranz als Zeichen des Dankes niedergelegt. Er konstatiere, daß sich die Mitglieder des Hauses zu Ehren des Verewigten von den Plätzen erhoben haben. Es erfolgt darauf die Vereidigung des an Stelle Köhlcr- Langsdori neu in dos Haus eingetretenen Abg. Fenchel in der Üblichen Weise Das Haus tritt darauf in bie Tagesorbnung ein. ^Tie Wahl eines Ersatzmitgliedes für den ersten Ausschuß an Stelle des zurückgetretenen Abg. Dr. Gutfleisch wird zurückgestellt. Die Regierungsvorlage, betr. die Nachweisungen über die Staatseinnahmen und Ausgaben bes Groscherzogtums für 1911 mit ben Nachweisungen unb ben von den Ministerien und der Oberrechnungskammer gegebenen Erläuterungen sowie der Rech- mmgsnachweis bes Fonds zur Ergänzung des Großh. Famllien- eigentums für 1906 werden ohne Aussprache genehmigt. Bei Beratung der Regierungsvorlage, betr. die summarische Ueberficht der Einnahmen und gaben der Staatsschuldenverwaltung für das Rechnungsjahr 190b, rügt Abg. B e st (Ntl.), daß beim Bauwejm wieder eine lleberschreitung der Baukosten um 363 000 Mark ftattgriunboi habe. Er richte an die Regierung die Frage, woher eine Derartige lleberschreitung komme. Staatsmrnister Ewald erklärt, daß die nötigen Erläuterungen darüber von der Oberrechnungslammer gegeben worben seien. Er habe bie brtreffenben Akten nicht zur Hanb, werde aber später darauf jurütffommen. Auf Antrag des Berichterstatters Abg. Molt Han wirb die Vorlage an den Ausschuß zurückoerwiesen. Die Regierungsvoi löge, betr. ben Verlauf von Grunbstücksteücn des Landeseigentums in der Gemarkung Groß-Umstadt, wird ohne Aussprache genehmigt. Zurückgestellt wird die Beratung über den Antrag Ulrich und Gen., betr. Verhaftung und die Anträge Dr. Pagenstecher unö Gen und Dr. Schmitt und Gen., betr. Art. 74 über das Aussührungsgefetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Die Regierungsvorlage, betr. Gcländoaustausch in der Gemarkung Gießen, wird ohne Aussprache nach dem Ausschußantrag angenommen, ebenso der Antrag Dr. Glässing, betr. die Autonomie bei Gemeinden im Gebiete der inbrrettcn Steuern. Die Lorsteliuug des Turnlehrers Heinrich Völsing in Darmstadt um Gleichstellung mit bat Zeichenlehrern im Oiehalt, wirb abgelehnt. Bezüglich des Antrags E i b a ch über bie Anstellung bes Mellerlontiolieui-v Bierschent als Weinsachverstanbiger, wirb Der Antrag des .'.usschusses angenommen, nachdem Abg. Wo ls- Stabecken Die Regierung ersucht hat, enblich die Wünsche der rhcin- hessisck>en Winzer zu erftftUen. ( Eine länget-- .-.usiprache entspann sich über die Vorstelluruz des Vorstandes bei Vereinigung der mittleren Baubeamten Heuens, die Entlassung von Bauaspiranten aus staatlicher Verwendung brtresfend. Abg. Nebel lZentr.) tritt für die Erfüllung ber Wunsche der Bittsteller ein und bezeichnet es als eine moralische Pflicht des Staates, für möglichste Verweiibung der Bauafpiranken einzutreten. Es gehe doch nicht an, daß man 35—40 Jahre alte Leute, die ihre ganze Iugenbkraft dem Staat gewidmet, fetzt zur Aufgabe ihrer Stellung nötige. Die Regierung solle sich bemühen, die Betreffenden in den Kreisen -ind sonstwo unterzubringen. Oieh. Rat Frht. v. Biegelcben gibt näheren Aufschluß über die Notweitdigteit der ftattgehabten Entlassungen. Nachdem in den Vorjahren bie Negierung in ganz unvorhergeschener Weise genötigt war, die Bautätigkeit einzuschräukat, _ mußte natürlich auch die Anstellung weiterer Bauaspirantat aushören. Die Negierung werde aber bemüht bleiben, für möglichste Beschäftigung ber zu entlassenden Bauaspiranten zu sorgen. Abg. Vach-Main; iffitL) regt Den Gebauten an, daß die Regierung sich bemühen möge, die fetzt freiwerdenden Baubeamten bei ber Eisettbahudirektion Mainz unterzubringen. Abg. Ulrtcu 'Sozb.l menbet sich gegen das Verfahren ber Regierung unD hält es fttr bereit Pflicht, für bie zu entlai'intben Beamten zu sorgen. Weiter forbert ber Redner eine Reform der städtischen Behörden sich ctngcfunden hatten Tic Bo- grüßung der Fürstlichkeiten war überaus herzlich. Nach kurzem Verweilen im Fürstenzimmer des Bahnhofes, wo auch die Vorstellung dcr beiderseitigen Gefolge stuttfand, schritten der Großherzvg und der Herzogrcgcnt die Front der auf dem Bahnhofporplass ausgestellten Ehreitkomvagnio des Infanterie-Regiments Nr. 93 ab unb nahmen sodann den Vorbeimarsch der Truppe entgegen. Die Großherzogin und die Herzogin verweilten unterdessen vor der Türe des Fürstenzimmers und sahen von hier aus dem militärischen Schauspiel zu. Der .Herzogregent bestieg sodann mit seinem Gaste den offenen Vierspänner und fuhr, von einer Abteilung Braunschweiger 17. Husaren eskortiert, zu dem Schlosse. Die Großherzogin von Hessen und die Herzogin Elisabeth folgten, ebenfalls von einer Abterlung Husaren geleitet, im geschlossenen Galawagen. Auf dem Wege vom Bahnhof nach dem Schlosse wurden die Fürstlichkeiten von einem zahlreichen Publikum ehrerbietigst begrüßt. ES herrscht stürmisches regnerisches Wetter. Heute nachmittag findet im Schlosse Galatafel und abends im Hoslheatev Galavorstellung statt. Der Großherzog und die Großherzogin von Hessen besichtigten nachmittags gegen 3 Uhr in Begleitung des Herzogregenten und der Regentin den Dom und die Burg Dankwcrroerode. Der Grotzherzog und der Herzogregent suh-ren im offenen, die Großherzogin und die Herzogregentin im geschlossenen Wagen dorthin. Llbcnds fand im Ballsaal des herzoglichen Rcfidcnzschlosses Galatafel zu 77 Oiedeckeit statt. Der Herzoifrcgent in Generalsuniform mit dem Band des Ifessischen Ludwigsordens führte die Großherzogin; dcr Großherzog, ebenfalls in Generalsuniform mit dem Bande des Ordens Heinrichs des Löwen, führte die Herzogin. Hm? 8 Uhr begaben sich die Fürstlichkeiten nach dem Hoftheater- wo Galavorstellung stattfand. Gegeben wurde zum ersten Male „Ninon von Lenclos", Drama in einem Akt von Ernst .Hardt; hierauf: „Vorwärts", Schauspiel von Joses Laufs. Die Auseinandersetzung über dar sozialdemokratische Programm. Der Reichstagskandidat der Wirtschaftlichen Bereinigung, Herr Dr. Werner, sendet uns noch folgende Erwiderung auf die letzten Ausführungen des Herrn Krumm, womit! wir nun in dieser Sache Schluß machen zu können hoffen . 1. Herr Krumm tritt den Rückzug an, indem er nochmals alle zukunftsstaatlichen Kanonen donnern läßt. Soll ick ihm itochmalS lagen, baß nicht eine, nein 20 Größen seiner Partei g egeuf ihn unb für mente Ansicht sprechen? Ich benfe, jeder Urteilsfähige hat sich seine Meinung gebildet. Herr Krumm ist zweiter Sieger. Denn einen Mohren weiß zu waschen, bringt auch rc Bauabteil img von oben her unb namentlich eine Be'ritigung der sog. EiMrittsklausel für mittlere Baubeamte ßfeh Rat Frhr. v. Biegeleben Dericibigt die Regierung gegen ecu Vorwuri des Vorredners, daß sic bei Anstellungen usw. uni zweierlei Maß messe. Das ^aus nahm schließlich den Ausickutzantraa an. Die Regierung zu ersuchen, Dcr. Wünschen Der Bittsteller nach Möglichkeit Berücksichtigung zu gewähren. Ohne Aussprache werben bann bie Anträge des AuSschm'es an< genommen Die Abgabe von Laub aus ben fiskalischen Salbungen Abg. Dr Frenav' unD die Vorstellung bes LandesverbanDcs Der Bürgermeister, Derr, bas Gefeit über bie allaern ine Einkommensteuer vom 12. August 1899, werben noch ben Ausschußanträgen erlebigt, bei Antrag Pennncki, v. Brentano unb Genossen, betr. die Errichtung einer Rheinbrücke zwischen Bingen und Rudes- heim aus Wunsch bes Antragstellers zurückgestellt. Dcr Antrag Ulrich unb Genossen, betr. bie Aushebung ber Brucken- gelber , wirb für ertebigt erklärt Der Antrag ber Abgg. Dr. Pagen st cchcr unb Genossen, betr. bie Gemeindesteuern der hessischen Beamten Der Eisenbahn- gcmciuschaft und der Antrag ber Abgg. Dr. Schmitt unb Genossen, betr. bie Gemeinbcstcucrentschäbigung für bie hessischen Beamten ber Eiscnbahngcmcinschaft werben nach etnigen unwesentlichen Erörterungen einstimmig an ben Ausschuß zurückgewiescn, bcsgl. bie Vorstellung bes A,t;tes Dr. Wißmann betr. den Bau einer Nebenbahn Bensheim—Lindensels. Für crlcbigt erklärt werden nack Den Beschlüssen des Ausschusses die Vorstellung des Lokomotivführers W. Schanz betr. anbeuveitige Festsetzung sriner p? ns io ns sä hi gen Berdienstzeit, bie Vorstellung bes Wagenmristers Gimsel zu Worms, betr. Prüfung seiner Pensionsverhältnisfe unb bie Vorstellung bes Bahnhos- verwalters 1. Klasse P. Keller aus Worms, Pensionserhöhung betr., währenb bie Vorstellung bes Arztes Dr. Wißmann, betr. Den Bau einer Nebenbahn Bensheim—Linbenfels an Den Ausschuß zurückverwiesen itb. Der Antrag Dr. Frenah unb Genossm, betr. bie Errichtung eines Güteranschlußgeleises von Gonsmheim nach Finthen wirb für ertebigt erklärt, nach dem Ausschußantrag Berichterstatter Abg. Molthanii jvirb bie Vorstellung betr. Erbauung einer Bahn Hanau—Klein-Stcmheim .—Groß-Steinheim über Lämmer spiel nach Bieber, ferner Bahnbau Hanau—Tübingen unb bie ^dbbereinigintg in der Gemarkung Langenbergheim unb ber Antrag Ulrich und Genossen betr. den Bau einer Nebenbahn durch da? Mobautal, sowie bie Vorstellung bet Großh. Bürgermeisterei Lampertheim, betr. al Errichtung einer iÄsenbatzistation bei Dem Bahnwärter Haus Nr. 10 an ber Kreuzung ber DormS—Lampertheimer Eisenbahnlinie mit bet Worms—Bürstäbter Lanbstraße, b) Grünbung einer bäuerlichen Ansiebeluiig auf bem im nörbtichen Teil der Gemarkung Lampert- heinc in ber Nähe bieser Station gelegenen staatlichen Domanial- cigcntum für crlcbigt erklärt. Es kamen barauf noch btc bciD2it zurückgesteitten Punkte ber Tagesorbnung zur Beratung. Der Eintrag Ulrich betr. Verhaftung würbe für ertebigt erklärt. Die Anträge ber Abgg. Dr. Pagenstecher unb Genossen unb Der Abgg. Dr. Schmitt und Genossen betr. Artikel 74 Gesetzes, btt Ausführung bes Bürgerlichen Gesetzbuchs, dagegen bem Ausschußantrag entsprechend cmftinnnig angenommen. In ber Aussprache Darübrr bemerkte Geh. Rat Tr. Best, baß die Regierung aut Die Anträge nicht eingeben könne, weil halb ein Rrichsgefttzimtwurf über bicse Frage vorgelegt werben würbe, ber Den Wünschen ber Antragsteller vollständig entsprechen würbe. Abg. Dr. Schmitt führte noch aus, daß Die jetzigen diesbezüglichen Verhältnisse einfach unhaltbar seien und' legt dies art dem Beispiel eines Milchhändlcrs aus Gustavsburg näher Dar. Wenn jetzt von ber Reichsregierung bie befrehenbe Rechtsunglcichheit aus der Welt gcjchasft werden solle, so sei bas um so besser, aber j-ebenfalls bitte er, den Antrag des Ausschusses anzunchmdn. Tics geschieht hierauf. Ta der letzte Gegenstand der Tagesordnung, btc Regierungsvorlage betr., ben Hauptvoranschlag ber Staatseinnahmen unb -Ausgaben für das Haushaltsjahr 1911 bildete, wird die Beratung hier abgebrochen und bie nächste Sitzung auf morgen früh 9 Uhr anberaumt mit ber Tagesorbnung: Haushaltsberatung. Da; Srotzherzogspaar von hetzen in vraunschweig. Braunschweig, 22. Febr. Heute vormittag 11 Uhr trafen mit dem fahrplanmäßigen Zug zu mehrtägigem Besuche des hiesigen Hofes der Großherzog und die Großherzogin von Hess en mit Gefolge hier ein. Der Herzogregent und bie Herzogin Elisabeth hatten sich zur Begrüßung ihrer Gäste nach dem ^Bahnhof begeben, wo inzwischen auch die Spitzen ber Staats-, Militär-- und der » Dachen benutzt werden müssen. Von fortschrittlicher Seite werden die Verordnungen bemängelt. In der Gewährung des Krürnper- fuhrwerks cm Offiziere gingen sie viel zu weit. Die Eingabe der Droschkenkutscher wttd schließlich zur Berücksichtigung überwiesen. Auf Anfrage erklärt die Heeresverwaltung, daß Konserven aus den staatlichen Fabriken nicht zum öffentlichen Verkauf kommen. — Die Einnahmen werden genehmigt. Am Donnerstag finbet die Verhandlung über das Tempelhofer Feld statt. Kleinberger und den Newyorker Kunsthänblern Scott und Fowles. Das Bild erzielte schließlich fast 300 000 Mart, genau 296 100, und ging bannt in den Besitz der amerikanischen Kunsthändler über. Das ist der höchste Preis, der je auf einer amerikanischen Versteigerung für einen Rernbrcmbt bezahlt wurde. Für Ho- garths „Porträt von Peg Woffington" wurden 8000 Mark gelöst, und das Porträt der Miß Enima Hart, der späteren Lady Hamilton, ein Werk von Reynolds, konnte nur 3000 Mk. erzielen. — Ein neuer Tierpark Hagen deck s. Auf den an- tttutigcn, kleinen Brioni-Jnseln im Adriatischen Meer, Nahe bei Pola, wird binnen kurzem ein neues Tierparadies sich entfalten. Hagenbeck ist kürzlich von einem Besuche bei den Besitzern der Inseln zurückgekehrt und war von dem herrlichen Klima und der üppigen Vegetation so begeistert, daß er den Entschluß faßte, inmitten der Adria ein Tierparadies zu errichten. Der Eigentümer der Inseln, Küperwieser, war damit einverstanden, und Hagenbeck hat sofort mit der Ausarbeitung der Pläne begonnen. Auf einer großen Ebene, die durch einen Sumpf 'bewässert wird, will er 200 verschißene afrikanische Vögel und zugleich Antilopen ansiedel'n. Vor allem aber, so wird im Journal des D6bats mitgeteilt, soll in jener Gegend ein großer Straußen- park erstehen, in dem etwa tausend der kostbaren Vögel ein neues Heim finden werden. Hagenbeck hat seine afrikanischen Korrespondenten bereits beauftragt, ihm Exemplare von allen in den deutschen Kolonien lebenden Zebraarten, Antilopen, Affen und Kamelen zu schicken. Nur Tiger, Löwen und andere gefährliche Raubtiere, die den Frieden des Paradieses stören könnten, sind ausgeschlossen. Hagenbeck hofft insbesondere, von der Gunst des Klimas unterstützt, durch geschickte Kreuzungen wertvolle Züchtungen hervorzubringen. Er will auch den Versuch machen, Eisbären zu akklimatisieren, und hat für diese Geschöpfe des Nordens bereits eine kleine Bai und ein felsiges Tal auf Den Inseln ausgewählt. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft Der Erbauer des Reichstagsgebäudes, Professor an der Hochschule Md Kunstakademie in Dresden, Geh. Baurat Wallot, der Ms OpvanhLim a. Rh. stammt, tritt am 1. April in ben Ruhestand. der gesamten Geschäftswelt als GegenredNer auftrat und betonte, daß ein Konsumverein in Städten mit zahlreichen Handlungen Überflüssig und schädlich sei, ohne dem Käufer Vorteil zu bringen. 3. Biele Konsumvereine auf dem Lande sind übrigens begründet worden, als noch kein „Antisemit" den Fuß in den Wahlkreis Gießen gesetzt hatte, z. B. der in Treis a. d. Lumda. Herr Krumm sollte im übrigen gerade die Konsumveremsfrag: ebenso ruhen lassen wie die Bauernenteignung. Das sind kitz- liche Sachen, namentlich, wenn man hört, daß durch die Begründung der sozialdemokratischen Konsumvereinsbäckereien in Dessau 3 3 selbständige Bäckereibetriebe eingegangen sind. 3. „Hat eine oppositionelle Partei überhaupt die Verpflichtung, einer ihr feindlichen Regierung Steuern zu bewilligen?'" fragt mein sozialdemokratisches Gegenüber. Ganz gewiß lyat sie die, zumal, wenn man im Fordern nicht allzu bescheiden ist. Oder hat Herr K. das „Eselein stteck dich" in seinem Besitz. 4. Die Konservativen sind unsre Freunde nicht. Wären sie das, dann suchten sie nicht unfern Behrens, unfern Dr. Burck- hardt, unfern Rupp, unfern Roth und andere zu verdrängen. Ist es denn Herrn Krumm aber nicht bekannt, daß feine Genossen schon mehr wie zehnmal in der Stichwahl konservativ gewählt haben? Wie war es doch 1907 in Hildesheim ober in Ansbach-Bayreuth? Werben die Genossen deshalb konservativ? 5. Was Herr Krumm zur Verteidigung bet, arg schwachen Position der Sozialdemokratie in der Arbeiter schutzgesetz- gebung sagt, ist so mäßig, daß ein Eingehen darauf fich nicht lohnt. . ... 6. Der föerr Einsender sollte auch Nicht so groß tun mit seiner Partei, verlor sie doch bei den letzten Wahlen fast die Hälfte ihrer Mandate, und nur der unredlichen „Hetze" ihrer Helfershelfer verdankt die Sozialdemokratie die Tatsache, daß sie noch ein Weilchen so „fortwursteln" kann, obgleich ihr ganzes Lehrgebäude aus den Fugen gegangen ist, wie rote Gewerkschaftsblätter ehrlich zugeben. ~ 7. Seinen Glauben an den Sieg der Sozialdemokratte kann ich Herrn ffriimm nicht nehmen. I ch glaube an Den Sieg der positiven Lebensmächte über Die gemütlose Lehre des Materialismus und des Marxismus, an Den Triumph des rassebewußten Volkstums über den Kosmopolitismus. Don uns zur Weltanschauung des Herrn Krumm führen deshalb keine Brücken. Dr. Ferdinand Werner. Kreis Schotten, V. Aus dem Vogelsberg, 22. Febr. Wer einen Blick in ben Zündhölzerverbrauch unserer Haushaltungen tut, dem werben die Klagen der Zündhvlzindustrte über den Rückgang des Absatzes verständlich. Man findet kaum eine Familie, in der nicht der gefüllte Fidibusbehälter anzuttefsen ist. Während früher an einem Abend in einer Haushaltung zehn Zündhölzchen angestrichen wurden, bedarf man wohl bereit kein einziges. Der Fidibus, aus Papier ober Holz bereitet, fliegt zur Lampe ober zum Ofen, unb da ist das Feuer. Auch die alte Feuerzange ist wieder zu Ehren gekommen und hängt beim Ofen. Sie benutzt mit Vorliebe der Raucher, ber seine Pfeife jetzt wieder lieber, ganz wie zu Großvaters Zeiten, mit einem Koh-lchen an- zündet. Daß man demnach kaum den zehnten Teil an Zündhölzern gegen früher verbraucht, ist hieraus ersichttich. Nicht die künstlichen Feuerzeuge, sondern das Sparen an Zündhölzern in unseren Haushaltungen bewirkt den Rückgang dieser Jndnsttie. Kreis Friedberg. 1^. Friedberg, 21. Febr. Im hiesigen Schlosse werden zurzeit die nicht unbedeutenden Bauarbeiten mit rühriger Tätigkeit betrieben. Vornehmlich werden Arbeiten im sogenannten Feldwebelsbau ausgeführl, in dem die Zimmer der Dienerschaft liegen. — Der Ue bersch uß des demnächst stattsindenden Lutherfestspiels von Herry wird dem projektierten eoang. Vereinshaufe zufließen. L Bad-Nauheim, 22. Febr. Durch Abholzungen, die die Forflbehörde vorgenommen hat, ist ein schöner Weg von Nauheim nach dem bekannten Forsthaus Winter- ilein geschaffen worden. Drei Viertel des Weges werden zur Sommerzeit im Schatten führen und auch jetzt bietet er manche intereffante Punkte. So vor allem das große Freiherr v. Ritter'sche Hofgut Haffelheck. Wer denselben Rückweg vom Forsthaus nach Nauheim nicht nehmen will, steigt herab zum wundervoll gelegenen Ziegenberg, über dem das Die Einwohnerzahl des Reiche; und der Bundesstaaten. Nach dem „Reichsanzeiger" betrug die Einwohnerzahl im Deutschen Reiche am 1. Dezember 1910 32029890 männliche unb 32 866 991 weibliche Personen, davon entfallen auf Preußen 19845811 bezw. 20310980, Bayern 3 375 229 bezw. 3 501268, Sachsen 2 322 185 bezw. 2 480300, Württemberg 1191 383 bezw. 1244 228, Baden 1059137 bezw. 1082695, Hessen 639214 bezw. 643 005, Oldenburg 243825 bezw. 238605, Braunschweig 242 739 bezw. 251648, Sachsen-Meiningen 136 687 bezw. 142105, Sachsen-Altenburg 106385 bezw. 109 928, Sachsen-Koburg-Gotha 125 353 bezw. 131855, Anhalt 161171 bezw. 169876, Schwarzburg- Sonders Hausen 44194 bezw. 45 790, Schwarzburg- Rudolstadt 49450 bezw. 51362, Waldeck 30541 bezw. 31182, Reuß ältere Linie 34695 bezw. 37921, Reuß jüngere Linie 74 264 bezw. 78501, Schaumburg- Lippe 23396 bezw. 23 254, Lippe 73 230 bezw. 77 519, Lübeck 5 8886 bezw. 59 645, Bremen 148 419 bezw. 150317, Hamburg 505 935 bezw 509 772, Els aß-Loth- ringen 964 043 bezw. 907 659, Mecklenburg-Schwerin 317 884 bezw. 321995, Sachs en-W eim ar 204 409 bezw. 212 757 und Mecklenburg-Strelitz 53523 bezw. 52 824 Personen. Der Militärhaurhalt im vudgetausschutz. Berlin, 22. Febr. Die Verhandlung über ben Antrag ber National- liberalen auf Streichung von zwei Armee-Inspektionen, vier Gouverneuren und fünf Kommandanten, ergänzt durch ben Antrag ber Volkspartei, auf Streichung auch einer sechsten Kommandantur, der in Glogau, wurde heute fortgesetzt. Nach einer kurzen nochmaligen Erörterung zwischen einem der nationalliberalen Antragsteller und dem Krtegsminister ziehendie Nationalliberalen den An - trag zu rück. Der Kriegsminister dankt, ihnen hierfür im Namen der Regierung und bestätigt ihnen, daß sie sich jederzeit auf die Seite der Heeresvettoalttmg gestellt haben, er betont aber nochmals, wie bedenklich die Durchführung des Antrages für die Interessen des Heeres wäre. Ein württembergisches Mttglied des Zentrums nimmt bett gestern von einem seiner Parteifre unde als Wahl- Manöver bezeichneten Antrag der Nationallibe- xaleu wiederaus, zieht ihn aber dann zurück, nachdem ein anderes württembergisches Zentrnmsmitglied, der Hauptwortführer im Ausschuß, ihn scharf bekämpft hatte. Nunmehr wird der Antrag vonberVolksparteiunddenSozial- bem ofr at en aufgenommen unb vertreten. Jnsbesonbere treten die nmrmehrigen Antragsteller der Auffassung entgegen, daß die in Frage kommenden Stellen für die Verjüngung des Offizierskorps von Wichtigkeit seien. Von fortschrittlicher Seite wird zugegeben, daß für die Beibehaltung ber beiden Armee- Jnspettioneu die Heeresverwalttmg gewichttge Gründe vorgebracht hübe, nicht laber für die Beibehaltung ber Gouverneur- unb Kommandantenstellen Der Militärhaushalt müsse genau auf jede Stelle geprüft werden, denn nur hier seien erhebliche Ersparnisse möglich. Der Kriegsminister gibt Aufschluß über die Altersverhältnisse in ber Armee unmittelbar vor dem Kriege 1866 und stellt eine weitere Begründung ber Gouverneur- unb Komman- dcmtenstellen in Aussicht, falls ber Ausschuß das wünsche, obgleich in ben Jahren 1908 und 1909 die Fragen im Budgetausschuß bereits eingehend erörtert worden feien. Die Abstimmung ergibt die Beibehaltung sämtlicher Stellen. Gegen die 6eiben Armee-Jnspektionen stimmten, nur bic Sozialdemokraten, gegen die anderen Stellen auch die Volkspartei, während sich zwei nationalliberale Mitglieder hier der Stimme enthielten. Wetter würbe eingehend die Fo-rderung des Baues einer Brücke von Rüdes heim hinüber nach Bingen besprochen und zwar die Verteilung der Kosten Mischen Preußen und dem Reich. Die Forderung wurde bewilligt, ebenso die weiteren Er- Sänznngsbauten für die strategischen Bahnen. Im Anschluß auf eine Eingabe der Droschkenkut- scher in Darmstadt und Mainz entspann sich eine Aussprache über die Konkurrenz des Krümperfuhrwerks. Von verschiedenen Seiten wurde der Mißbrauch des Krümperfuhrwerks ztt privaten Zwecken scharf getadelt. Die Heeresverwaltung beruft sich auf die bestehenden Verordnungen über die Benutzung der Krümperpferde, die in letzter Zeit den einzelnen Truppenteilen wieder erngeschärft worden seien. Sie liegen im militärischen Interesse. Die Preise müssen so gehalten werden, daß die Krümperwagen and) benutzt werden, damit die Einrichtung lebensfähig bleibt. Elttbehren läßt sich das Krümperfuhrwerk für die Truppen nicht; sonst entstehen bet Reichskasse Melnkosten ober mehrt sich das unerfreuliche Bckb, daß Mannschaften zum Transport von Aus Stadt und Land. Gießeu, 23. Februar 1911. *• Vom Stadttheater wird uns geschrieben: Der nächste Sonntag-Abend bringt bei kleinen Preisen einen burlesken Schwank von Marlowe „Die goldene Ritterzeit", der gegenwärtig unter stürmischem Heiterkeitserfolge die Runde über die Bühnen macht. In Berlin hat die Novität bereits über 100 Aufführungen erlebt und auch in Frankflirt jüngst ausnehmend gefallen. Die Burleske, wie geschaffen für die Faschingszeit, dürfte hier ganz besondere Zugkraft ausüben, da sie zum Benefiz für den allgemein beliebten Regisseur und Charakterkomiker unserer Bühne, Herrn Hermann Norden, der un§ auch nächstes Jahr erhalten bleibt, gegeben wird. Für heute sei nur noch erwähnt, daß eine Wiederholung be§ Stückes im Abonnement nicht stattfindet. Landkreis Gieren. = Henchelh eim, 22. Febr. Die Mäuseplage ist bis jefct noch immer nicht besettigt. Die Landwirte begrüßen daher die eingetretene nasse Witterung; hoffentlich wird der Regen diesen schädlichen Nagern vollends den „Garaus" machen. Jetzt läßt es sich erst übersehen, welchen Schaden diese Landplage an den Wintersaaten und Kleefeldern angerichtet hat. △ Garb en t eich, 22. Febr. Eine Fabrik für künstliche Dünger ist im Entstehen begriffen. Dieser Tage fand die erste Probemahlung statt, die sehr gut ausfiel. Das. gegrabene Rohmaterial ist Kreide. Als Nebenprodukt wird Magnesia erzeugt. Die Dampfprobe ber Maschinen ist beenbet. Gegenwärtig fiitb etwa 25 Personen im Werk beschäftigt. Das Fabrikgebäude ist vollendet, es enthält Maschinenräume, Mahlräume, Mannschafts- zimmer, Schlemmräume und Wohnung für den Maschinisten. Gegenwärtig wird Tag und Nacht gearbeitet, damit der Betrieb bald eröffnet toerben kann. Der Bahnanschluß soll später hergestellt werden. Die Besitzerin des neuen Jndustriewerks ist die Gewerkschaft Weißenburg. △ Klein-Linden, 22. Febr. Einem Fuhrmann aus Hörnsheint ging das Pferd am Bahnkörper durch. Der Mann sprang vom Wagen, stürzte und wurde eine große Strecke geschleift. Er wurde in die Klinik gebracht. Kreis Alsfeld. △ Nieber-Ge münden, 22. Febr. Die KreiS- WanberhauShaltungsschule, die mit dieser Woche hier im Söbler'schen Saale ihren siebenten Kursus eröffnet, wirb hier auch mit einer ärztlichen Unterweisung in der Krankenpflege unb Anlegung von Verbänden bei Unfällen verknüpft werben. Diesen Teil der Ausbildung wird der Arzt Dr. Kistner - Nieder-Ohmen übernehmen. Der sechste Kursus der Haushaltungsschule zu Ruppertenrod war ohne ärztliche Belehrung geblieben, weil man die ärztliche Forderung von 5 Mk. für die Stunde zu hoch fand. Daß dieser Teil der Ausbildung der Haushaltungsschülerinnen aber neben dem anderen allgemeinen von Wichtigkeit ist, bedarf keines Beweises. alte Schloß thront, einst ein LieblingSaufenthalt Goethe». Vom Ziegenberg führen mannigfache Waldwege nach dem Johannisberge und Nauheim zurück. ^Butzbach, 22. Febr. Zwei 25jährige Diensh Jubiläen konnten heute hier gefeiert werden. Fräulein Körberer ist 25 Jahre bei Medizinalrat Dr. Vogt tätig und Kutscher Hch. Schmidt ist heute vor 25 Jahren bei Sanitätsrat Dr. Öhneacker in Dienst getreten. Starkenburg und Rheinhessen. — D a r m st a d t, 22. Febr. Vom Elferrat der Karne- v alg esellsch a ft „N ar rhalla" wird das Programm für die Karnevalstage bekannt gegeben. Samstag mittag 3 Uhr: Offizieller Einzug des Prinzen Karneval in die Residenz Tarimundis. Fahrt vom Bahnhof durch die Hauptstraßen der Residenz nach dem Prinzew- Palais „Hotel zur Traube". — Abends Gesellschafts-Maskenball im Saalbau. — Sonntag früh: Großes Wecken der Prinzengarde. Um 11 Uhr große Parade der Prinzengarde auf dem Paradeplatz, die der Prinz zu Pferde abnehmen wird. Um 1 Uhr Aufstellung zum Jubiläumszug in der Heidelberger Straße, Spitze Bessunger Straße. Die Fahrt des Zuges durch die Straßen der Stadt dürste 3 bis 4 Stunden in Anspruch nehmen. Nach dem Zuge ist Hof-Galatafel im Prinzenvälais. — Rosenmontag: Abends ist Festvorstellung im närrischen Hvftheater „Orpheum", bei festlich erleuchtetem Hause. Nach der Festvorstellung Auffahrt zum Prinzenpalais. Daselbst großes närrisches Treiben während der ganzen Nacht, Serenade. — Fastnachtdienstag 2 Uhr mittags: Kostümierte Kappenfahrt durch die Hauptstraßen der Residenz. Abends allgemeines närrisch- fröhliches Treiben im Saalbau. Während der Festtage ist auf dem Meßplatz vor dem .Hallenschwimmbad närrisches Volfsfest (Juxplatz). Hessen-Nassau. s) Marburg, 22. Febr. Hier ftnd Bestrebungen im Gange, die dahin zielen, daß ein Teil der Hornberger Taub st um men-An st alt nach Marburg verlegt wirb, da dieses im Interesse ber Universität liege. Auch der Magistrat beschäftigte sich mit ber Angelegenheit. Leipzig, 22. Febr. Die Revision gegen baS Urteil im Mordprozeß Breuer wurde vom Reichsgericht verworfen. Dortmund, 22. Febr. Vor der hiesigen Strafkammer wurde gestern und heute in dem Beleidigungs-Prozeß gegen Rechtsanwalt Dr. S ch ü ck i n g und drei Redakteure verhandelt. Dr. Schücking hatte ben Zeitungen Artikel zugestellt, in denen behauptet wurde, daß Stadtschulrat Dornheckter von einer ihm unterstellten Lehrerin B a t h e ein Darlehen erhalten und als diese das Gelb zurückverlangt habe, habe sie Stadtschulrat Dornheckter gegen ihren Wunsch unb ihren Willen aus ihrem bisherigen Wirkungskreise herausgenommen und sie in ein anderes Amt gebracht. Die zweitägige Verhandlung ergab, daß der Stadtschulrat allerdings durch die betreffende Lehrerin von deren Schwager ein Darlehen erhalten hatte, daß er es aber, nachdem es zwischen ihm und der Lehrerin zu Differenzen gefonimeit war, zurückerstattet hatte. Die Versetzung der Lehrerin sei nur im Interesse des Dienstes unter Zustimmung der zuständigen Behörden erwlgt. Nachdem bis nachmittags in der Sache verhandelt worden war, gab Oberbürgermeister Dr. Eickhoff im Namen der städtischen Behörden die Genehmigung für die Schließung eines Vergleichs, nachdem Dr. Schücking die beleidigenden Aeußerungen zurückgenommen und anerkannt hatte, daß das Verhalten des Magistrats korrekt gewesen sei. Dagegen wurde seitens des Oberbürgerineislers Eickh o is, der deil "Strafantrag gestellt hatte, zugegeben, das- Dr. Schücking in gutem Glauben gehandelt habe Tie Kosten haben die Angeklagten zu tragen. • Dcrmeicbte». * Ein Theaterskandal ereignete sich am Dienstag in Paris. Bei der Aufführung des neuen Beruft e in scheu Stückes „Aprös moi" hn Theater Francaise kam es zu lärmenden Kundgebungen durch die Camelots du Roi. Während des zweiteir Aktes erhob sich plötzlich der im Parterre anwesende Präsident dieser Vereinigung Maurice P u j o und rief in das Publikum: Das Stück, das man heute vor Ihnen aufführt, ist von einem jüdischen Deserteur verfaßt. Pujo wurde von Munizipal- garden festgenommen und aus dem Saale geführt. Aehn- liche Szenen wurden im weiteren Verlauf des zweiten unb dritten Aktes hervorgerufen. Etwa 27 Camelots du Roi wurden verhaftet, die meisten wurden jedoch nach Aufnahme eines Protokolls wieder entlassen. *Diegeprellte Armendirektion. Vor einiger Zeit starb in Berlin ein Krüppel, der seit mehr als zwanzig Jahren von der Berliner Armendirektion mit einem ansehnlichen Betrage unterstützt wurde, weil er äußerst hilfsbedürftig war. Der Unterstützte, ein früherer -Schneider namens Friedrich Kegler, handelte bis zu fernem' Tode in den Straßen des Berliner Westens mit Posamentenivaren und fand bei diesem Handel, den er, an irgendeiner Straßenecke sitzend, betrieb, einen feinen Verdienst. Bei seinem Tobe stellte sich heraus, baß sich Kegler ein kleines Vermögen erspart hatte, daß er bei der Berliner Kredit- und Sparbank in barem Gelbe hinterlegt hatte. Die Berliner Armendirektion erhielt von der Angelegenheit Kenntnis und beschlagnahmte die von Kegler wahrend ber Dauer seines Lebens gesparten Beträge, bie sich auf 18 094 Mark stellen. Der Berliner Armenoirektion würbe biefe Summe von der Kredit- und Sparbank ausbezahlt. Kegler hat es geschickt verstanden, die Armendirektion zwanzig Jahre lang über seine Vermögensverhältnisse zu täuschen. Kegler führte, obgleich er aus den Mitteln ber Armenbirektion, aus seinem Verbienst unb ben etwa 700 Mark betragenden Zinsen seines Vermögens ein genügendes Einkommen hatte, ein überaus dürftiges Leben. * Ein glücklicher Theaterkrach. Die Mitglieder des verkrachten Theaters am Zoo haben bekanntlich auf Teilung wetterZesPielt und das Glück gehabt, in dem Friebmann-Frederich- schen schwank „Meyers" ein Zugstück zu finden. Die Ausschüttung der Masse hat ein überraschendes Ergebnis gehabt, die verkrachten MitgliÄ>er — die Gläubiger — erhielten 250 v. H. ihrer Forderungen, bas heißt bas zweieinhalbfache ihrer verttaglichen Bezüge. Wer z. B. eine Monatsgage von 300 Mark hatte, bezog im Januar 750 Mark. Die Mttglieber bedauern bas Enbe dieses Theaterkrachs, denn das Theater am Zoo wird am 28. Februar geschlossen. * H ei ß e Speisen Und kalte Getränke. Es sollte eigentlich jedermann einleuchten, baß bie menschlichen Verbauungsorgane buvch einen schroffen Wärmcwechsel schwer geschäbigt werben müssen. Dennoch sieht man viele Hungrige ihr Mittagsmahl mtt großen Mengen eiskalten Bieres hinunterspülen. Am meisten sünbigen in bieser Hinsicht bic Amerikaner, unb zwar leibet gewohnheitsmäßig. Die Reichen genießen sckwn zur glühenb heißen Suppe ihren eiskalten Champagner unb lassen auch weiterhin im Laufe bes Mahles warmes Essen unb kalte Getränke rasch abwechseln. Der amerikanische Arbeiter schüttet ebenfalls große Mengen eiskaltes Bier beim Mittagessen hinunter, unb man barf 1UÜ deshalb nicht wundern, wenn bei unseren Vettern jenseits des großen Teiches Magenkatarrhc viel häufiger und SpezialSrzte emivol)iierjai)l: nach ftntben an: 1 Blinddarnientzünbung 1 (1) Verunglückung Kälber 9ch) -cuimna 10 (ö) 89-90 49 89 48— 0 t8-90 89 49 32-87 47 84 75 75-76 40 Sehr nützlich 63-65 105-108 42 84-00 84 42—00 60 46—00 60—00 46 60—00 46 60 46-00 59—60 46 46—47 im Alter von l1/« Jahren. B -/. Adam Weber. Der Ehefrau B-V; B’*/» zwar umsaht Gießen, Jena, den 22. Februar 1911. 1308 >L' von-disvoii-bis Sanatorium Lindenfels zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch berrl. gelegen. (ss*7" Anwendung. Grünberg, den 20. Februar 1911. 1(1) 2 (2) 1(1) 1 (1) 1 1(1) 2 (2) 46 49 Gestern abend entschlief sanft unser lieber Sohn, Bruder, Enkel und Nesse E. Bloedner, Inh. Otto Säubert* geändert. Meta Säubert geb. Rahn ist Prokura erteilt. Gießen, den 14. Februar 1911. Großherzogliches Amtsgericht. Angebote zur Lieferung der Schreibniaterialien, Buchbinderarbeiten, sowie zum Anfahren und Zerkleinern des Holzes für das Haftlokal während der Zeit vom 1. April 1911 bis 1. April 1912 sind bis zum ErüffnungStermin 16. März 1911, vormittags 10 Uhr, einzureichen. Zufchlagsfriil 3 Tage. Der Mmisterialerlaß vom 16. Juni 1893 und die Bekanntmachung vom 17. Januar 1907 finden Schee 31, Schweine 382. Tendenz: Rinder und Schweine lebhaft. „ 4 Anstreicherarbeiten. Die Verdingungsunterlagen liefen bei dem unterzeichneten Amt zur Einsicht auf: auch können diese von gleicher Stelle, solange der Borrat reicht, gegen post- und bestcllgeldfreie Einsendung von je 0,50 Ml. bezogen werden. Angebote aus ein oder mehrere Lose, und nut entsprechender Aufschrift versehen bis zum Dienstag den 7. n. Mts., vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gichen, den 22. Februar 1911. Die Ausführung der Schreiner-, Schlosser-, Glaser- und Anstreicker-Arbellen einschließlich der Lieferung der zugehörigen Materialien, für die Erweiterung des Emvmngsgebaudcs aus Bahnhos Giehen, sollen getrennt nach Losen vergeben werden und Tnberk»»lose Lungenentzündung Influenza vunqcnerivcilcrung Herzfehler Schlaganfall Gießen, den 16. Februar 1911. Großherzogliches Amtsgericht. Anm.. ui iuui.iUicni geuv. • Ziffern geben an, ime otd )er- Lodesialle in der betrenenb n Krankheit aus von auswärts nach ■ V H tpfv nrl’t ■ Qrontf kommen Gießen, Frankfurter Straße 140, den 22. Februar 1911. Die Beerdigung findet am Freitag den 24. Februar, nachmittags 4*/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 101404 SterblichtettSzisser: 16,6 e!w, Abzug von 8 Ortsfremden: 3,8 Zusammen: Kinder Erwachsene: tut vom 1. Lebensjahr: 2.—16. Jahr: ist es, in der Kinderstube Scotts Emulsion nie ausgehen zu lassen. Die Kleinen nehmen das Präparat gern, oft sogar mit solcher Vorliebe, daß sie selbst bamad) verlangen. Scotts Emulsion ist em ganz vorzügliches Stärkungsmittel und ein sicherer Schutz gegen die so häufigen Erkältungen unserer Kleinen. Scoki« Emulsion wird von un« au»icdti«bitch nn qrotzen »erfattfL und »war ntr lote nad) gicwick» oder Matz sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schutzmarke «Fischer mit dem Dorsch). Scott k Bowne. <3. m. b H, Fronksurt a. Di Bestandteile Fernster Medtjtnal-Lebertran prima «iqgerin 6M, untcrpboepboriqfaurei Kalk 4,3 unterpho«k>dorig>aure« Natron HA Polo. Dragaat sn feinster arab Gummi Pula 3," Wasser 129,0, ttltobot HA Hierzu or martsche Chiuilfton mit Rimt». Mandel- und ülaultbertaöl fr r Troofen. r?auöcl. Ermenrod, 22. Febr. Bei der hier abgehaltenen Brennholzversteigernng waren die Preise für das Brenn- holz nicht teut?r. Man bezahlte für vier Nm. Buchenscheit 24 Mk., Buchenprügel 18-20 Mk., sechs Rm. Bnchenreistg 3-6 Mk. L. Minlos & Co., Köln-Ehrenfeld Hoflieferanten. q Das ein Pfund-Paket kostet nur 25 Pfennige. Q Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren- und Apotheker-Geschäften. । En gros von der Fabrik: 106 97 78 89 Danksagung. Zurückgekehrt vom Grabe unseres teuren Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege Allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Frau Louise Amou Wwe. geb. Herdt. Vollfietschige, ausgeivachsene, höchsten Schlachtwertes 44 — 46 Doll fleischige, jüngere 4u—43 e a r i en, Kühe. Vollfietschige ausgemästete Färsen höchst. Schlacht'vertes . . . . . - . 45 — 50 Vollfieischige auSgemästete Kühe höchst. Sdstadstivertes bis zu 1 Jahren . . 39—42 Sichere ausgemästete Kühe und wenig Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen bezüglich der Firmen: 1. Scheld & Werner in Gießen: Der bisherige Gesellschafter Andreas Scheid ist au§ der offenen Handelsgesellschaft ausgeschiedeil. Das Geschäft wird unter der bisherigen Firma durch den bisherigen Gesellschafter Friedrich Werner fortgeführt. 2. Robert Haffe, Inh. Otto Säubert in Gießen: Die Firma ist in „Robert Hasse, vorm. Bekanntmachung. In das Genossenschaftsreglster wurde bezüglich deS land« wirtschaftlichen Konsumvereins I Leihgestern, E. G. m. u. H., eingetragen: Wilhelm Jäger ist aus dem Vorstand auSge schieden und an seine Stelle Johannes Laur gewählt worden. 21. bis 22. Februar — -s- 9,9*0. 21. , 22. . - 4- 3,5 *0. IHärtte. k.C. Wiesbaden. Viebhot-Marktberichl vom 22. Febr. Austrieb: Rinder 38 (Ochsen 10, Kühe 28, Bullen 0), Kälber 274, verkauft. . Limburg a. d. Lahn, 22. Febr. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 16,50 Mk., weißer Weizen (anaebaute Fremdsorte) 16,00 Vtk., Korn 11,60 Mk., Gerste: Fnttergerste 0,00 'Dif., Braugerste ' 0,00 Mk., Haler Alk. 7,60 Erbsen 0,00 Rtk^ Kartoffeln 6,00—7,00 Alk. fc Frankfurt a. M. Schmeiuemarktbericht vom 22. Febr. Aufgetrieben waren 1813 Schweine. Vollfieischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 47.00-51.00 1'1 f., Schlachtgelvicht 62.00-65.00 Mk., vollfieischige Schweine unter 80 kx Lebendgeivtcht 47.00-49.00 Alk., Schlachtgewicht 60.-0-63 Alk.; vollfieischige Schweine von 100—1>0 kg Lebendgewicht 49.0 '—51.00. Mk., Schlachtgewicht 62.00—64 Alk.: vollfleischige Schweme von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 48.0<)-50 00 Mk., Schlachtgewicht 60-63 Mk.: Fettschweine über 15» kx Lebendgewicht 00.00 bis 00.00 Mk., Schlachtgewicht 00.00-00 Mk. «Bauen 00—00 Mk. Geschäft mittelmäßig, bleibt Ueberftanb. X M ü ck e, 22. Febr. In dem benachbarten Lunqwald wurden hoho Preise für das Brennholz erzielt. Die initiale Lage des Waldgebietes ist hierbei maßgebend. Bier Rm. Bnchenscheil kosteten 30—32 Mk., Buchenprügel 24—28 Alk., sechs Bnchenreistg bis 9 Mk., vier Eichenpriigel 12—16 Mk. Auch das Werkholz niurbe nut hoben Prciieu bezahlt. △ Ruppertsburg, -2- Febr. Gelegentlich der heutigen Brenn bolzv er steig ernng herrschten folgende Preise: Buchenscheiiholz der Feftmeter 6-7 eftai den Durst, aber man sollte auch davon nttb: allzu große gRengen auf einmal hrrrmitergietzeri, sondern lieber m neinen Zügen trinken. »BeimWohltätigkeitsfest. Herr: „Auch den ersten Nuß soll ich bezahlen, gnädiges Fräulein ? Kostproben werden doch sonst gratis verabfolgt . . .!" . * Beim Rechtsanwalt. „Als Scheidungsgrund gegen Ihre Frau führen Sie Eherirrung an, wie soll ich das auffanen ?" r- „Ich habe mich in der Mitgift - geirrt!" * Abgesührt. „Ich sage Ihnen, lebet der heiratet, ist ein Esel!" — „Sie müssen aber auch nicht Ihre persönlichen tsx» fahruugen als allgemeinen Grundsatz hinstellen!" Eingesandt. /Für Form und Inhalt aller unter öieict Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung.) Boden- und WohnungSvolitik. Fn Frankfurt vollzog sich vor kurzem eine Handlung, die für bk bauliche Entwickelung für Frankfurt von großer Bedeutung ist und d«e auch für kleinere Städte und besonders für Gießen vorbildlich werden dürfte. Durch Umlegung und Zusammenlegen öou einer Anzahl größerer unb kleinerer Grundstücke ist gesetzlich nach „Lex Adickes^ ein großer Geländekomplex von ca. 20 vefiar der Bebauung erschlossen worden und hierdurch die Möglichkeit gegeben, einen großzügigen Bebauungsplan zur Ausführung bringen zu können. — Hier in Gießen wäre nur durch freiwillige Zusammenlegung ein Gleiches oder Aehnlickes zu erreichen, da für unS bic Lex Adickes noch nicht angewendet werden kann, auch hat das freiwillige Verfahren wesentliche Vorteile gegen das gesetzliche zwangsweise. — Es wäre sehr wünschenswert und auch tm grouten Interesse für unsere Wohnungsfrage, wenn durch freiwillige Zusammenlegung Baugelände erschlaffen würde, welches gerade nicht im Besitze der Stadt ist. — Man wolle nur den Nah- rungS berg ins Auge iaffen, — das schönste, gesündeste und herrlich gelegene Gelände wartet seit 30 Jahren der Erschließung. - Diese? ist jedoch nur zu erreichen durch eine freiwillige Zusammen- legimg der Grundstücke und wird eS auch hierdurch ermöglicht, einen Bebauungsplan zu erreichen, der die Interessen einiger Weniger nicht zu sehr berührt. Es wäre zu begrüßen, wenn der schwache Versuch, der in dieser Richtuiig bereue unternommen wurde, von Erfolg wäre und zum Ziele führte und man in absehbarer Beit auf dem Nahrungsberge Landhäuschen mit Garten entstehen 'sehen könnte, die and) ein gewöhnlicher Sterblicher sem eigen nennen kann. Doch Eile mit Weile! Welch große Wickstigreit bic Bürgermeisterei Gießen her Kaufmannsgerichtswahl zuzumesscn scheint, ergibt ftch M den letzten Tagen aus der schleppenden Behandlung dieser Sache. I Ist bod) fdwn die Verlegung der Wahl um drei Tage ein Vorkommnis, wie es in den deutschen Städten mit Kausmanns- gerickten einzelii dasteht. Eine Wahl, die an Terminbestim- mnaigen laut Gesetz seschalten muß, kann überhaupt nicht um 3 Tage verschoben, wohl aber kann eüt neuer Termin anberaumt werden unter Berücksichtigung der Bedingungen, die rür du erste Anberaumung der Wahl ebenfalls gesetzlich tcUgdcgt unb. Ein weiteres Zeickicn der Wichtigkeit bicicr Wahl ist wohl darin $u erblicken, daß zwei Tage vor der Wahl die Wahlbeisitzer der HandLungsgchüsen noch nicht benannt und benachrichtigt sind. (5. n ' 191 Eichenstämme 3. und 4 Älaffe - 53^5 Fstm., 102 Rur Eicheu-Nutzholz, 5 Buchcnstämme 3. Klaffe - 4,82 Fstm., IK F'chten stamme 3. u. 4. Klasse = 41.33 Fstm., 189 Fichtenstangen = 15M Fstm., 9 Larcheustangen — 1,29 Fstm., 2 9hn. Kiesern-Nutzbolz, 544 Rm Giriicn und Buchen-Lcheit und Knüppel, 3746 Nm. Reiser. K r o s d o r s, den 22. Februar 1911. Der Bürgermeister: Braun. Junge, fieisctnge, nicht ausgemaitere unö ältere ausgeinaitete .... • 48—50 Mäßig genährte junge und gut genährte ältere 45—47 Ungejochte 49—50 Bullen. AufienMarKt gehen ist oft gleichbedeutend mit sich erkalten. Darum pflegen vorsorgliche Frauen besondere bei rauhem Wetter in der Handtasche neben Portemonnaie und Schlüssel eine Schachtel Wyb ert- T abletten mitzunehmen, die jede Heiserkeit im Entstehen bannen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken nur 1 Mk. und die Wirkung ist unübertroffen. Depot in Giessen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. [sse/e Gerichtsschrciberei Großherzoglichen Amtsgerichts Grünberg. -SolMsteMilllls der Gemeinde Atz dach. Donnerstag den 2. März er. kommen bei Gastwirtin Müllci in Ätzbad, von norm. 9 Uhr ab aus dem Grmcindewald Ätzbad, Febr. lull Barometer ; am 0° reduziert Temperatur bei Luft S *cz Relative Feuchtigkeit Windrichtung __i Windstärke §2? sp-=« CO» Wetter 22. -,e. .41,6 87 6,9 83 SW 6 9 Sonnenschein 2. b“ .47,8 64 5,2 72 WS v 4 3 Bew. Hmiinel ... «47,6 4,3 5,2 84 sw 2 3 Neue Frühjalirs Kleiderstoffe Verkauf zu ausserordentlich billigen ===== Preisen _ = Reinwollene Popeline, 110 cm breit in all. Farben M. 3— Reinwoll. Satintuche 110 „ „ „ „ „ „ 2^1 Reinwollene Cheviots no „ „ „ J Ä Französische und deutsche Eoliennes M. 4ä2, 622 Für die Konfirmation Schwarze Kleiderstoffe Cheviots 1Z2 M. 5er^e, Satintuche 225 _ ^75 Voile u.Grenadine |90 $25 Mohair, Crßpes, 47= o:)R . M. I— — Wollbatist mit Seidenstreifen . . . . Weisse Kleiderstoffe Cheviots, reine OOQ Q Wolle . . M. i— ~ 322 Reinwollene 100 Qoo Batiste . M. 122 — 222 Dli leonc+nffo Popeline, Wollbatist, Flanell. 400 DlUoUIIOlUIIC Streifen und Karos von M. Ian Fertige Konfirmandenkleider in grosser Auswahl und allen Farben V l - !i ;• it J. Pfeffer »Marktplatz 6 Die Jagdnutzung im gemeinschaftlichen Jagdbezirke Weipoltshausen, soll am Dienstag den 14. März d. I-, vorm. 11'/, Uhr, ttn der Wohnung des Unterzeichneten, öffentlich meistbietend verpachtet werden. Weipoltshausen, den 11. Februar 1911. ___________Der Jagdvorsteher: Willershausen._______(D22/, Nutzholzversteigerung Montag den 27. d. Mts. findet im Gemeindewald Naunheim Versteigerung folgender Holzfortimente statt: 112 Eichenstämme, darunter Schnittstämme, meist Wagnerholz 989 Fichten- und Kiesernstämme auch Schnittstämme 591 Fichtenstangen 1. bis 4. Klaffe 55 Rm. Fichten-Nutzreifcr 2. Klaffe 3 Rm. Eichen-Nutzscheit 3 Buchenfchnittstämme Zusammenkunft Distrikt Fuchslocher oberhalb Blasbach vormittags 10 Uhr. Naunheim, den 20. Februar 1911. k____________________Kern, Bürgerinelster._________________1282 Holzversteigerung Winnerod. Dienstag den 2 8. Februar sollen in den Distrikten Eichwa-ld, Petersgrnnd und Burgwald versteigert werden: 328 Raummeter Buchen-Scheikholz 193 Raummeter Buchen-Prügel 123 Raummeter Buchen-Stöcke 526 Raummeter Buchen-Reiser 2 Raummeter Birken-Prügel 2 Raummeter Weichholz-Prügel 14 Raummeter Eichen-Prügel 6 Raummeter Ercl)en-Stöcke 4 Raummeter Eicken-Reiser 79 Raummeter Radel-Prügel 52 Raummeter Radel-Reiser 400 Raummeter Gemischte Reiser 259 Stück Fichten-Stangen von 4 bis 11 Etm. Durchmesser mit 11,19 Festmeter. 7390 Fichten-Bohnenstangen. Anfang 91/4 Uhr vormittags am Jgelsteich: mit den Bohnenstangen wird begannen, danach das Brennholz im Eühwald (Chaussee Winnerod-Reinhardshain); das Holz im Burgwald wird nicht vorgezeigt, sondern im Petersgrund versteigert. C22/? Sames, Förster.____________________ Nutzbolzverkaus. Sbcrjöritcrci i'rünöobcntöori. Montag den 6. März, mittags 1 Ubr in der Ernst'schcn Wirtschaft zu Brandoberndorf aus Schutzbezirk Hasselboru Distrikt 47b und 48a SanO'crdt und 53 Gönsrod. Eichen: Schneide-, Bau- und Werkbolz = 112 Stämme = 81 Fstm., von BO Ctm. und mehr Mitten-Dnrchmcser. Im Anschluß hieran verkaufe die Ge- meinde Brandoberndor, ^ichen-Rutzholz.___________________D-3/g Nutzholzversttigeiung. Dienstag den 14. März, vormittags 8'/r Ubr — nach Erntreffen der Post von Ehringohausen — beginnend, werden in Kirtorf im Gasthaus zur „ftronc" versteigert: „ Stamme: 40 Eichen 3. bis 4. Kl., Bau- und Wagnerholz, 14 Eschen, meist 6. Kl., 75 Kiefern 1. bis 5. Kl. ine runter sehr schöne Schnlitstamme; 26 Eichen und 11 Efchen-Derbstangen, sowie 15 Rm. Eichenwerkscheit «KüferHolz). B«/a Auskunft, Auszüge ufro. durch die unterzeichnete Stelle. Das Hol; ist meist an chaun'ierte Wege oder deren Nähe gerückt und nach der Station Ehringshausen «Strecke Gieffen-Fulda, gut abzufahren. Krrtorf lOberheffeni, 21. Februar 1911. GrohherAogUche Oberförsterei Kirtorf. 3. B>. Bogt, Forstasseffor. rkiutzholz-Gudmisfion Winnerod. Mittwoch den 1. März 1911: Schnittholz über 30 Ctm. mittlerer Durchmesser. Buchen: 51 Ctm. mittl. Durchm., 1 Stamm = 0,82 Fstm.; 40—49 Ctm. mittl. Durchm., 4 Stamme — 375 Fm. Eichen: 30—39 Ctm. mittl. Dchm., 3 Stämme = 2,60 Fstm. Kiefern: 40 Ctm. mittl. Durchm., 1 Stamm = 1,51 Fstm.; 30—39 Ctm. mittl. Durchm., 12 Stämme ---12,37 Fm. Lärchen: 30—39 Ctm. mittl. Durchm., 30 Stämme — 48,49 Festmeter. Fichten: 30—39 Ctm. mittl. Durchm., 5 Stämme = 5,57 Fm. Bauholz 20—29 Ctm. mittl. Durchm. 16 Eichen = 6,04 Fstm.; 2 Birken --- 1,04 Fstm.; 16 Kiefern = 8,17 Fstm.; 139 Lärchen -- 93,88 Fstm.; 122 Fichten --- 69,22 Fstm. Wagner- und Grubenholz, 12—19 Ctm. mittl. Durchm. 33 Eichen = 5,23 Fstm.; 3 Kiefern = 0,85 Fstm.; 103 Lärchen = 28,27 Fstm; 194 Fichten 12—14 Ctm. mittlerer Durchm. -- 32,87 Fstm.; 298 Fichten 15—19 Ctm. mittl. Durchm. = 88,59 Fstm. Sämtliches Holz ist fertig aufgearbeitet, mit der Rinde gemessen, lagert an Chausseen, 3 Kilometer von Station Reiskirchen. Zahlungsfrist bis Martini 1911 bis zu 300 Mark gegen Bürgschaft, für höhere Beträge gegen Hinterlegung von Wertpapieren, innerhalb 10 Tagen nach erfolgtem Zuschlag. Die Gebote sind nach Sortimenten und Holzarten getrennt, schriftlich und verschlossen, mit der Auffchrist „Submission" an den Unterzeichneten einzuschicken. Förster Sames in Winnerod zeigt das Holz im Walde auf Wunsch vor und übersendet ein Verzeichnis mit Durchmesser und Länge der Stämme. Die Eröffnung der Gebote erfolgt Mittwoch den 1. März, nachmittags 2i/2 Uhr, in der Försterwohnung zu Winnerod. Innerhalb 3 Tagen darnach wird die Nachricht an die Submittenten, denen der Zuschlag erteilt ist, zur Post gegeben. Die Gutsverwaltung Winnerod übernimmt event bie Anfuhr des Holzes zur Bahnstation. C22A Winnerod b. Reiskirchen, Oberhessen. Ludwig Clemm. Bilanz am 31. Dezember 1910. K-llsM-Vmin Ailbmgcu unD Umgtgtiiii, 8. m. 8. H. Aktiva. jfC An Warenvorrat 4263.27 „ Ausstehenden Forderungen 4520 68 , Mobiliar 439 47 Säl 9223.42 Passiva. JC Per aufgenommenes Kapital 1000.— „ Warenschulden 7637.45 , Verwaltungskost. 585.97 Säl 9223.42 Dre Zahl der Mitglieder beträgt Ende 1909 . . . 85 in 1910 gingen zu....... . . __ in 1910 gingen ab ......... . _ Daher Stand der Mitglieder Ende 1910.....”85 Die Haftsumme beträgt 2550 Mk. und hat sich in 1910 nicht vermehrt noch verringert. 1317 Direktor: Lagerhalter: Rechner; Will). Wagenbach Jost Schlrenbecker Ludwig Grölz K 15/11 (B16/. Donnerstag den 9. März 1911,' nachmittagsoUhr wird in unferein Amtszimmer die dem Georg Bill in Nieder-Weisel zugeschriebene nachstehend verzeichnete Parzelle versteigert Fl. 8 Nr. 13-Vi«, = 995 qm Bauplatz hinter dem Steeg zwischen der Chauffee und dem Mittelweg. Stefecn, den 15. Februar 1911. Grobherzogliches Ortsgericht. Gros. K 116/10. CB6/! Donnerstag, 2. März 1911, nachm. 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die dem Georg Bill in Ntederweisel zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 8/iS^’/ioo ----- 243 qm ^freite hinter dem Steeg zwischen der Chaussee u. dem Mittelweg. Der Zuschlag kann auch bei nicht erreichter Schätzung erteilt werden. Gieffen, den 7. Februar 1911. Grotzberzogliches Ortsgertcht. Gros. K 10/11. (B93/; Donnerstag, 6. Avril 1911, nackm. 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die dem August Gottlieb Kames in Basel zugeschriebenen, nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: l/12437/io — 351 qm Hofreite auf dem Gartseld. 1/1244"/,c> — 44 qm Grabgarten daselbst. Gieffen, den 22. Februar 1911. Grohherzogliches Ortsgertcht. Gros. RkWMillcnt Karl Ltap-kl lgevr. Aktuar) (O1OM0 Sonncnttrastc 31 Tel. 634 ert. Rai in Rechtssachen, empfiehlt sich in Anfertigung von Gesuchen. Steuerdeklaration., Fvrderungs- beitreibung, Aufstellung von Ber- mögens-Berz. und Bertretung in Erbschaftsfachen vor Gericht. 7/isitenAarten liefert rasch and billigst Brühl’eche Uoiw^Drucfccrel ■ Bouillon-Würfel der CompLS- [IEBIG geben durch einfachen Aufguß kochenden Wassers eine große Tasse guter Fleischbrühe. Preis 5Pfg.das Stück. jlr.46 er! m „198. Si M Dl-k p.r-s-h«n Präs'drn' @it hatil mit» ** zorum oe iamit zubm so eiselsuW Kompetenzen Ich W pieutzffche" - Mr er mn sollte stme g erneuteAupo Zerr llblaß gesucht. 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