Ur. 298 Tn etefirnrr Hnjetg« erichemi icifllid), auuet bonntags. - - - viermal rvödiemlKt) •ktjencr^amilitnblctler, Iioemial wöcheiitl.KrcIs* latt f ürben Kreis (öiegen (Tifiittnfl und trretrnni; zweimal monoiL Land- wlrlschaftlicheJeltfrocai Ixennprcd) - itnfdihiffe: für die Redaktion 112, Verlag u. Erptdmon 51 Vdresse für Trpelchen: Unreifer Gieße«. Annahme von Anzeigen für die lofleenummer bis vormMogS 9 Uhr. q'emeü: H."Beck. Die heutige Nummer umfafjt 16 Seiten. Amtliche Mitteilungen über den Rcichohaurhalt für 1912. Bekanntlich batten Konservative und Zentrum den Reichskanzler wiederholt aufgesordert, er solle den auf den Erträgnissen ihrer Reichsllnanzrcform Dom Gommer 19 9 ausgebauten Reichshaushalt für 1912 schon den, inzwischen zur Ruhe gegangenen Reichstag xur Kenntni. nähme u v. r- oreiten, damit die Nörgler auf der Linien und vor allem da- deutsche Volk sähe, welche Urbeit die Par c*.en der ReichSfiuanzresorm eigentlich geleistet hätten, Herr von Bethmann-üollweg war llug flenng, diesem Wunsch: nick t Folge zu geben. Tenn er sagte sich: Lasse ich dem .? . , 'ag noch den neuen Haushalt zu gehen, so werden die eta.skundi- gen Parlamentarier aus der Linken bald seine Schwächen erkannt haben; sie sind dann in der Lage, nicht nur Wahl- reden gegen bie Reichch'inanzre orm zu a t n, sond ern i re absprechenden Bcl/auptungen auch durch die Gtat. äf.e für 1912 zu belegen. Nun veröffentlicht aber do. > Heu re die „Nordd. Allgem. Ztg." schon ausführliche Mitteilungen über den neuen 5>auSha.l für 1912, und der Zweck ist doch wohl der, die Wahlen damit zu beeinflussen. Der neue Hanoi,-alt schlies t im Crbinarimn in Einnahme und Ausgabe mit 2684.^30367 M.'. ab, weil also gegen- über dem Vorjahre (2 707 814 2 ' ein Weniger von 22 923 881 Mk. auf. Es ist das aber l.dizl ch auf r nerii. Gründe zurückzufuhren, tatsächlich z rg. d r :..je gegenüber dem Vorjahr ein Mehr von 1105J8819 *. ... T.. uii nun hier, und fei es auch mit Hili? einer Anleihe von 50 Millionen, die lausenden Ausgaben durchgängig trotz ihrer Vermehrung durch laufende Einnahmen gc. c t f.nb, so ist das an sich ein erfreuliches Zeia,::r jur di?« c-unr; der deutschen Reichsfinanzen, das einen uni so ueffercu Eindruck macht, als die Regierung gleich anfangs betont, daß sie in der Erlzaltung und Citimiaciuug unserer Wehrmacht alle-eit eine ihrer ernstesten Aufgaoen erbiuc und die zögern werde, danach zu handeln. Heer und Marine sind al|o bei den laufenden Ausgaben anscheinend zu ihrem Recht gekommen, und man darf heute nur noch daraus neugierig fern, ob das auch im Haushalt der einmaligen und austerordentlichen Ausgaben der Z-all i|i. Frc.llch bleibt es heule noch eine offene Frage, ob nicht, wenn erst die Wahlen vorüber und der neue Reich-?tag zusammengetreten ist, ihm allerlei Etatsnachträge zu- aelfen. Man hat wohl nicht umsonst von einer leeres- und Z-lottenvergrösterung in den Zeüungen gesprochen, nie s.e durch die fetzige politische Lag? direkt bcoütgi erscheint, und welche Zoroerungen fern.r sich für Neu-üamerun schon im Jahre 1912 geltend machen werden, liegt ebenfalls noch völlig im Dunkeln. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung"" schreibt: Schon das Wenige, was bisher über den Reich Haushalt für 1912 belannt geworden ist, gemißt, um eine Ti si union taruder anfriifadjeu, ob die ueebünbeten ricgiaiuiflcit in, ausri.c.,eiioan Maste daraus bedacht sind, da st ur.fcre militärischen -i acht- mittel der Sicherung des Landes und der stetigen Ent» Wicklung für alle Aalte Rechnung tragen. T?n in die,er Wei. mit dem bcvorstlchendcn Etat in Verbindung gebrachten iSrut.; rungen must mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden. Die Nation was-, dast die ücrbü;u>..L.i iiicgi gierung in der Erhaltung und Entwicklung unserer Lv.-hmiaat allezeit eine ihrer ernstesten Ausgaben erblicken und nie zögern werden, danach zu bandeln. Bücherlcfen. Von Hermann Hesse. Die meisten Menschen verstehen nicht zu lesen, und die meisten wissen nicht recht, ivarum sie lesen Tis einen sehen bi: Lesen als einen großenteils mühsamen, doch unumgängna u Tcz zur „Bildung^ an und uc werden denn auch mit allem Lesen b-enuen-: „gebildet". Tie anderen halten die Xicf-ürt für ein 1: ur:« vet znugen, mit dem man die Zeit tot d)iugt und wob.i es im (SrunCc einerlei ist, was man lese, wenn es nur nidit langweilt. So liest denn der Herr Mucker den Egmont r t Goeck,'. oder die .-lemoiren der Marlgrann von Vaircuck?, u... er eo durch gebildeter zu werden und eine von den ^vielen taac.i au zufüllcn hofft, die er in seinem Wissen fühlt. _Tast er bue Lun en io ängftliJ) suhlt und tontrair.ert, ilt fch.m rin sympto:n b :.r, ij.. er der Bildung nur von au steil her bei ulommcn ir::L; ». ■ : q.. etwas durch Arbeit zu Etwereenbes aniiehi, bast alfo je?: . ... et studiere noch so viel, in ihm tot uno frut ..?<■ blei.en wrro. Und Herr Meier liest „;um Vergnügen , bas heistt c;i. Langweile. Er hat Zeit, er in Renii.r, und er hat wgar m Zeck, als er aus eigenen Mitteln hinzuortngcn vermag, c. . nuufen die Schriftsteller ihm helfen, innen lan «tag u:n;.; bringen. Er liest Balzac wie c liest Lenau, wie er eine Zeitung liest. Run sind aber bicjeiber zerren Mucker und -.-.icr, cbcnio wie ihre S tauen, Söhne und Töchter, in anderen Ting en gar nu.. io wahllos und unselbständig Sie kau'e.i und rermu'.n, inr. .- Staatspapicre ohne gute Grunde, sie haben erproot, bei-, an: VCbcnb schweres Essen unzuträgli^r ist, wrd sie tun an tar.e..ia,er Arbeit nicht meh-, als ihnen zu.u Erwe.o und zur uxvan:.;; durchaus notwendig erscheint. Mancher von ihnen treibt ujat Sport und hat eine Ahnung von dem Geheimnis die.es men. würdigen Zcitvcrtrcibcs, bei dem ein fatger v.’.enjvO ;m> nint nur vergnügen, vnberu cm.ru starten, nähten und c.",. -anit 'Ji.un sind aber dieselöen getreu ck^u.-er unj .:i:r, eeee.'. er auch lesen. Et sollte von den Stunden, die er au, -me tercurc verwend.i. nicht weniger Geivinn erwart.n Uis oo.i in denen er fein Geschäft besorgt, und er iu^ie ix-tt te ...n vjs unftomeren lassen, das ihn nicht um eine Erie^in.n.e reifer, l .. einen Schatten gesünder, um einen Taz jünger n--: : sich uni b.e Vilbung so wenig kümmern, als er i langung einer Professur demu.; ,b er sv.lle jiü - mit St?manräubern und Roma:.- -.l-^ttin .../ o . .. sich des Umganges mit rciiuia;:.. \cy.:: en neuen Etats allgemeine Mitteilungen gemalt. Dann heißt eS: 1. RcichLbaSisball-etat. 1. Ta8 Etiksgelev enthalt die Best imr.iung, daß ein etwaiger 11 ebcrschust in den eigenen Einnahmen des Reichs sowie ein da- Soll übersteigender Betrag an Uebetweisungs steuern zur Ab uldung der li.her der Heerc.Verwaltung zur Beschasfung de: Reserven an Verpflegung-miueln und Maicr.-ilicn. sowie der Matinee etwa, tung zur Ver.itstrllunq von Betriebsm'.tlcln für b.c ^.-ritid.inflkämter pewubrttn Vorschus e, sod'ni ^ur Teckung ter auterort-cr.ifin .n viuneben, bi: . ch den Vlnlcilh? runt-den au r.n orbcnt.idicn Etat g.l^rrn und endlich zur Tilgung ber Anleihe zu rcrw.-nd.m ist, die zur Tccknng b:r gcfaiiibctcn Mair, lnlarbcitröge der llah.e 1906 hiS 1908 und d r ffe.n Einige dcr Zadre 1907 und 19U.8 begr .n wurde. Die gleiche Verwendung r.’itb für das Ergebnis derr Pllttter, ivie Herr Meier meistens zu viel. Er vpiert einer Sacke, die ihn im Herren nichts angeht, mcyr Zeck unb 21ufmcrt.amleit als manchem Geschäft. Er ahn: al|o dunkel, hast in den Lüchern doch etneas verborgen sein rnünc, was nicht wertlos ift 8cur verharrt er den Lüat rn gegenüber in einer passive» Unselbstänbigt die ihn im GeschäN valb ruinieren würbe. Ter Leier, ber Zeitvertreib und Erholung sucht, und jener, dein es um die Bildung zu tun ist, vermutet in den Buchern trgcnbtoe.dre verborgene Kräfte der Eririschuug unb gelingen Hebung, b.c er jebueu nie t genauer teiint unb abzuichätzcn ncist. Tarum tut er wie cm unlluger Kranker, ber in einer Apothctc t.elc gute Mittel verwahrt wag uno darum die Avothrie o^ck rüc Fach unb Glas sur E.as durch »umstell unternimmt, llno doch irare, wie in der wirklichen Apot^esc, so auch im Buchlaben, für jeden das rechte .Traut zu iinbcn, ^üio eS könnte icbcr, statt lick zu L-etg.fien und zu über üllen, Stärkung und Ertmschung aus ihm holen. Es ist mc uns Autoren angenehm, dast [o viel gelesen wird, und es iit vielleicht unklug, wenn ein Autor findet, t: weroe viel zu viel gelesen. Aber auf die Tauer macht boch rin Beruf wenig Frcube, dcn man überall muurerstanden uns migürancki liebt, unb zehn gute, oankv-are Le.Er find, trotz ber Kernet en Lonticmen, beiser unb ersreuricher a.5 raulend gleichgültige. Tarum ivage ich es und behaupte, cs wirb zu viel gelesen, und ce gc .;bt mit diesem Äiri.ef.n ber Literatur gar keine ^yrc, sandern ein llnrecu.. T.e Bücher sind nickt oa-u da, find n-.ch lo.niger duzu ba, iesensun -otgen Menschen rin Zrug* ur.b Eriatzicöen zu liefern. ;.i U/.jaittil, oücher haben nur einen wenn sie :2..: Le. -i süi reu mib oe.:i Lu.cn bienen unb lutjtn, unb jeo; Le. „uuc ist rergeuoet, ans der nicht ein Funke ron straft, eine uh una von Verjüngung, cm Hauch von lieber ..rticve rar d..t Leier ,ich ergab. 'Jttttt äuüeriiti) i|t bas an^iifaf, eine Nötigung zur Konzentration, unb es ul nich.S ia. cher, c..- zu le en, um „sich zu zerjtreucll*. ck.-.r ickast gcnuit^^uiu ich bet foL sich nicht z.r- vackfen die enlfpie. '-nben Deiräge der für 1912 zu bcgcbrnlcn Anleihe zu. Ähgesehcr b.croon ist eine Anleihe mit 43 1.8 372 Mk grgen *.«7 509 006 'lllf im Variabr in ?lu#iidK Genommen Die au: ber auickrvrdentlichen Elat übernommenen iudgaben betreffen bie Post, Eisenbahnen, .stirinwohnuwien, h-r. Vau und bie AuSru .un i von Veit st gun icn sowie d n Zusckust vi den Kr icn ber StnssSbauten anlüstlnv bc5 Flor re n.zell!>ek Di' Ziel, nur Ausgaben zu rorrbrnden .'.ivecken aus den An Leiirnn.i.ln zu bestreiten, ncg sich no.i) nickst erieickcii, wo dl alvi tarn mau ihm naher. Zn der .tnl t.eiumme stecken no.D *?ius.;abcn zu nicht werbend.n Zwecken in Höbe von 12 619 572 Mk 15 Tic Reichs > ckuld b rüg Ende 1910 -1 9.34 '?U (N10 Mk. und c9 waren an of« .rn Kredi e.i vorhanden 198 943 213 Mk Für 1911 war ein Anleih kielri bcioilligt in einer Höbe von 9/733 488 Mk Zm La i e des Zähre5 1911 sind tnniuiie:rrtfn 122 249 766 Mk und wen er trnm burdi beit Erat für 1912 43 758 372 Ml. h.nz»!. Die Rrichsfchuld könnte also tm Reck- nung.gahr 1912 n:icn 2Db stand - rt.*;: .:t von runb3396887801 Mark. Zm HauShaltsctatiüroieScku',. gebiete wurde die Err.nu. .i jung zur Gewaltung von RriseÖeihllfen für ffa- milicnniiifliieo.r unb Dtuutc ber Äolonialbcamten aus üiaut- sckou c.u.a b !, ■ i q n . i .' i, der Schutz gebiete sind insgesamt um 4 192698 M k gestiegen. Togo und Samoa bedürfen keines Ncichszufckus- f e s. Tie R.ick^iuschckie der übrigen Z h'.itzgebie e betragen ru- famme» 28 596 401) Mk. da5 Heist: 2 8b0b3a Mk. in.hr als im Vorjahrc. Dagegen tragen die Schutzgebiete zur Verzinsung und Tilgung ber LEschsanleihe 243 732 .Vif mehr al-3 im Nem- nungc.ahr 1911 bei. Di.* L ürgfck/af.cra sung n teS Reicks für die ctammflrcdc der Zenl.alvadn in Ostairika unb die Nordlandbahn in Kamerun sind mit 1088003 Ml. veranschlagt Davon trägt da? Schutzgebiet Cftafrifa 713178 Mk für die Zentralbahn und erstattet dm Reiche glei«>zeitig für diese Salm die i.n Sor- iahre geleistete Burgsckas:. ahiun: mit 713 190 Mk. zurück Tie 1 4*26 368 Mk. Die Einnah.ricn unb Ausgab.n her stleichS - vost- unb Telegraphenverwaltung bcS 3 m u nn t • bictcs ergaben km Rriche 1606 292 Mk. Ausgabcnüoerfkliust 7sür 1911 ist ein Anlrih.krebit bewilligt von 38850847 Mk Durch ben Etat für 1312 treten .34 0:>7 029 Mk. hinzu. Die Sckuygel'ietSschulb könnt? im Neckfnungsiahre 1912 einen Höchststand erreich n von rund 171 480 597 Mk. Berlin, 18. Tez. ffit ocr lucben abgeschlossenen Beratung des BundeSrats auSjchusse- für da- RecünungSlvesen, an luci.^cr die ffinanzminister der Vunbcsstaaien teilnahmcn, ijat sich vollständige Einmütigkeit der Retchsfinanzvcrwaltung unb ber Bundesregierungen über bie Finanunung de- nächstjährigen Eta -Z ergib.ES sollen banad: auch für 1912 die in ben letzten Zähren beooachteten Oirnndsitze bribcb sten unb bie Matrnularbeiträge auf den festen Tap von 80 Pfennig bemessen werden. In der Sitzung ocS DundeSratS am Montag wurde dem Haushalt für ü i a u i s chou, dem für die Marinever- wallung, dem Haushalt der allgemeinen ffinanAverwak- tung, dem Entwurf über Bestimmungen betreffend Auf- remnitng der Mcurikularbeirr tgc gegen Ueberwcisungen auS der Aranntweinstcn.cr, dem Haushalt dc§ ReichsschatzamtS, dem der ReickiSschuld, dem Haupt!;auShalt ber Schutzgebiete (Entwurf dcS Oiesctzes belr. Feststellung deS hauS- haltsetats für die Schutzgebiete auf das Reckmungsjahr 1912) und dem Haupihat:^uall (Entwurf des Gesetze- bctr. ffestftellun'I des Rcick^hauShalietats für bas Rechnung-- sahr 1912, die Zustimmung erteilt. ™' ------- ---21—LJL!—JJ—! !—'J-Z—US Vie Re!d)$tagsn>nf)lb:wegung. Eine Zuschrift i der bie liberale Waglver>ammluug in Grünbetg. In dem Wochenbcrick)t de- ivureauS für die Kandidatur Erkelenz waren auch einige Bemerkungen des Pfarrers Schick erwähnt worden, die er bei ber Grun- Itreucn, sondern er soll sich kouz:nirieren, cc soll überall unti immer, wo er ist und was er tu: ober denkt oder rmphnbet, mit ahen Kräften seines fL-t em oabei sein. So soll man beim beim Le.cu vor allem ernoiinbrn, t-aü cjti austüiwige Blich eine Äon- cntrarion bari-cllt, ein ju an.nunji.Ln unb intcnswes herein» rachen verwickelter Tinge. v.. .'S fietnue Gedick: schon ist ein Vereinfachen unb Aonzentricrcir meine, icher Empunoungeu, nnb .-oenn ich bom Le :r r.ui?t b.n Willen have, selber mit Äuiiiierksam- tcit muzutun unb mitzucrlebe«, so tüt ich ein schlechter Leser. Untect:, L'i. i.. . .. _ . .... r antue, mag mich meh: berühren. Zch tu bu.a, chlcchres Lesen aber vor allem mir fetbu unrecht. Zch bringe Zri: mu etwa: Wertloiem hm, ich verwende - hkraft t.nb Aufmcrksarnkrit auf Tinge, Die mir gar nicht wichtig sind uno die ick rasch miedet zu vergessen gesonnen bin, ich ermüd mein Gehirn mit Eindrücken, btt mir nichts nützen und bie ich gar nicht verbauen mag. Man rngt oft, an b.csem schiechr.n L en seien bi? Zeikungen schuld. Zch halte daS für ganz falsch. Man kann tüalick eme' unb mehrere Leitungen losen und dabei konzentriert uno freudig Utig inn, man tonn sogar dabei im Auswahlen unb rafdxn • Kvmfcinicren b.r Neuigt^len eine ganz ge'unde unb werwolle Ucbung dcgeh.n. wahrend man ganz woh! sie Waöloerwanbt- . .i al5 lterqnugunq5leier, auf eine Weise lesen Lamt, o.e völlig wertlos ift DaS Leben ist kur;, und c» wird tm IenseckS nitmano nach der Zahl der äöa :r geiragt, tiz er bewältigt Hal. Tarum ist c5 unklug und fchödlich, mu i.'rriloier Lektüre Zeck hinzubringen. Zck denkt habei gar nicht nur an schlechte Lucker, sol.bem vor aaem an bie Lum.töt des -ckenS selbst. Man soll vo.n Lesen, mit von jedem Schritt un tebm, etwas erwar.en, man soll Ätcrr imgeben, um reicher- Kraft dafür zu amen, man soll sich ver- aeren, um sich bcnrugiet wriHerzufinttu Es hc: feinen Wert, o>e Lucraturge a,rchte zu kennen, wenn nicht aus jedem von ben g- teieiun ^andru uns 7jrcube coa Troi: oba .'-.raft ober See.-./, ruHelgen-..rocn r : Ge^andenlo es, z^r riauLcs L^'en ist gerade io io;e Lvaz^erengrom in ck^ner Land cpurt mü Palrunbrncn Äugen iüiien auch nicht leien, um uns uno unsa täglrchss Lca? $a rer-tr i.n, sondern im Gegenteil, um desto bewußter unb r /?.- locken ^ackern bmmen nicht rott ängi'ckiche Sch.-la lai.cn h^heear uno auL r- .: - .. 'ur Jckn-pstrich , sondern gewillte zu üruu.tden uno Heljan. Lr-can ^es ''c> roc.rc unb ae» Herger Versammlung gemacht habe. Wir erhalten dazu aus Queclborn von Pfarrer Schick folgende Zuschrift: Ich darf Sie wohl ersuchen, den in dem freisinnigen Äersamm-- lungsbericht auf meine' Kosten gemachten Witz berichtigen zu dürfen. Ich habe durchaus nicht „resigniert" von der Wehrkraft des Vaterlandes geforodjen, da ich wirklich niemals der Ansicht war, daß die 50 konservativen Parlamentarier ausreichen würden, um als Soldaten und Offiziere die Grenzen zu beschützen. Aber ich hatte u. a. davon gesprochen, daß die von dem freisinnigen Kandidaten so bitter bekämpften Konservativen allezeit bedinaungs- los für die Forderungen der Wehrkraft des Reiches zu Wasser und Ku Land eingetreten seien, was man von der Partei des Kandidaten nicht sagen könne. Tie Frage, was werden solle, wenn nach der Zertrümmerung der konservativen Partei etwa die eine Hälfte der Sitze freisinnig und die andere sozialdemokratisch vertreten sei, liegt doch zu nahe, um sie nicht zu stellen, Dr. Werner als Kandidat in Tarmstadt—Groß-Gerau aufgestellt. Wir lesen im „Darmst. Tageblatt": Eine gut besuchte Vertrauensmänner - Versammlung der deutsch-sozialen und christlich-sozialen Partei die im „Hessischen Hof" tagte, hat nach eingehender Aussprache über die politische Lage beschlossen, Herrn Oberlehrer Dr. F. Werner in Butzbach als eigenen Kandidaten aufzustellen. Herr Dr. Werner, der auch für Gießen kandidiert, hat die Wahl angenommen. Die Deutsche Reichs- Partei hier hat bereits beschlossen, für diese Kandidatur einzutreten. Weitere Unterstützungen stehen in Aussicht, ein Zusammenschluß aller Rechtsstehenden ist zu erwarten. Damit verringert sich die Aussicht Dr. Osanns, in die Stichwahl zu kommen. Aus Hessen. Der Laudtagsabgeordnete Zoutz der seine Adresse nicht angegeben hatte unD daher bei der Einladung zur Kammereröfsnung nicht auszuftnden war, hat sich inzwischen gemeldet und auf dem Bureau der Zwecken Kammer selbst vorgestellt. Ein froher Ereignis in der llronprinzenfamiiie. Berlin, 19. Dez. Die Kronprinzessin ist heute früh l Uhr von einem aesunden Prinzen glücklich entbunden woroen. Die Nachricht wird im deutschen Volke Freude herbeiführen. Wie das Familienglück des Kaisers ungetrübt ist, so herrscht auch in der Kronprinzenfamilie Glück und Harmonie. Der neu geborene Prinz ist das vierte Kind des Paares, das bekanntlich seit dem 6. Juni 1905 vermählt ist. Der erste Sohn, Prinz Wilhelm, wurde am 4. Juli 1906, der zweite, Prinz Louis Ferdinand, am 9. Nov. 1907 und der dritte, Prinz Hubertus, am 30. Sept. 1909 geboren. Der französische Minifterp asiüenL über das MarEoavkommen- Paris, 18. Dez. Das Haus ist in Erwartung einer Rede featjlany dicht besetzt. In der Tiplomalenwge sind auch heute Botfchafter Freiherr v. Schön und Tittoni anwesend. Nach einer Begründung durch Berichterstatter Song, ergriff Caillaux unter großer Spannung des Hauses das Wort. Er führte u. a. aus: Tre Schiedsgerichtsklausel sei eine wertvolle Friedensbürgschaft, aber das Wesentliche sei die Methode, mit welcher der Vertrag durchgefühtt werde, dieser Vertrag, welcher zwischen zwei großen Volkern abgeschlossen wurde, die fähig feien, einander zu achten und sich zum großen Wohle des Friedens und der Menschheck miteinander zu verständigen. (Lebhafter Beifall bei den Sozialisten und Radikalen.) Nach einer sehr versöhnlichen Bemerkung über die Verhandlungen mit Spanien und einem Hinweis auf die Freundschaft und auf das Bündnis mit Rußland, schloß Caillaux, indem er eine starke Militärmacht als die beste Friedensbürgschaft und die Haltung des ftanzösischen Volkes wahrend der letzten Monate als ein bewundernswertes und erhebendes Beispiel bezeichnete, seine mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede, welche auf das ganze Haus offenbar einen tiefen Eindruck gemacht hat. Louis Dubois stellt von neuem die beiden Fragen: Was für ein Protektorat, was für ein Marokko, was man Frankreich biete, fei ein enthauptetes Marokko. England und Spanien hätten viel mehr gewonnen als Frankreich, sowohl in Bezug auf die Gebietsfrage, als in Bezug auf die Kolonisation. Die Sitzung wurde auf morgen vertagt. Deutsches Reich. Ter Kaiser hat am Montag vormittag den Reichskanzler empfangen. Ausland. or Ter Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika überreichte am Montag dem r u s s i s ch e n M i n i st e r desAeußeruin Petersburg eine Note, mit der Kü n d i g u n g fchahe, so würde kaum mehr der zehnte Teck von dem gelesen was fetzt gelesen wird, und wir alle wären zehnmal froher und reicher. UnD wenn es dazu führte, daß unsere Bücher nimmer gekauft werden, und wenn das wieder ba&i führte, daß wir Autoren zehnmal weniger schtteben, so wäre das für die Welt durchaus kein Schaden. * -- Z" Reichstheater-Konferenz. Nach zwei- tägigen Beratungen hat die im Neichstagsgebäude tageiide Kon- lerenz von Vertretern der Behörden, der Bühnen-Geiiossenschäft, des Buhnenvereins und sonstiger Jnteresseiiteri, die sich mit den ^orbnatungen zur Schaffung eines Reichstheatergesetzes beschäftigte, ihr Ende erreicht. '5>a die Besprechungen gänzlich unverbindlich waren und nur zur Klärung der einzelnen Fragen betragen sollten, wurden feine Beschlüsse gefaßt. ,Die Haupt- abficht der jöonferenz war die, der Regierung einmal Einblick in die einschlägigen Verhältnisse zu geben, damit sie die ihr geworbenen Informationen bei dem Entwurf eines Reichstlwater- gefetzes verwerten könne. Unter den Themen, die zur Beratung standen, handelte es sich, wie bereits mckgeteckt, zunächst um die Frage der Kautionsleistung. Vertreter der Bühnengenossenschaft wie des Luhnenverems stellten sich auf den Standpunkt, daß prinzipiell eine Kaution für den Lhoaterbetrieb gefordert werden müsse, um die Mitglieder sick-er zu stellen. Von den Variete- befitzern wurde eine jkautionsleisttuig avgelehnt, da im Varittö- betriebe das Engagement der Künstler und Mnsllerimien gewöhnlich nur ans Monate erfolge und diese außerdem durch die hohen Gagen genügend gtt>eck1 seien. Schließlich beschäftigte sich die Mnferenz noch mit ben privatrechtlichen Verhältnissen der Schau- fpieler. Hierunter stet auch die Frage der Sonntagsprobe den Schaufpielern wurde natürlich der Wunsch laut, daß am Überhaupt keine Proben stattfinden sollten, wenn auch zugegeben wurde, daß fich dieses Ziel wohl niemals ganz er- reuten kaffe. !Die Vertreter der Theater gaben zu, daß das Ziel ^bbenswert sei wiesen aber auf die tatsächlichen Berhältnifse n? m^d)tcn' die Sonntagsprobe völlig fallen £nac& der allgemein herr>ck-cm>en Snft rKnb^eng^fMCrn liefert werden. Von der Genossen- schäft wurde der Borichiag gemacht, in iedem Vertrage eine bestimmte Summe zu nennen, die die Künstlerin selbst für moderne Ausgaben, die darüber hinauschngen, hatte dann die lT-irenwn zu tragen. Auch der Urlaub erfuhr eine BS erlÄ1191 ,Vür M der Konferenz vorlwgende des Vertrages von 1832. Gleichzeitig schlägt Amerika vor, sofort in Verhandlungen über den Abschluß eines neuen, den gegenwärtigen Interessen der beiden Staaten mehr entsprechenden Handels - und Schiffahrtsvertrages einzutreten. Ter alte Vertrag bleibt bis zum 19. Dezember 1912 in Kraft. Aus Sradt und Land. Gießen, 19. Dezember 1911. ** Tageskalender für Dienstag, 19. Dez. Stadttheater: „Das Cleine S ch o k o l a d e u m ä d ch e n". Anfang 8 Uhr. * ** In Audienz empfangen wurden am Samstag u. a. Lehrer Vetter von Burggräfenrode und Forstrat Eulefeld von Lauterbach. ** Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat der durch die Dekanatssynode des Dekanats Zwingenberg für den Rest der 1918 ablaufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evang. Pfarrers und Detanckellvertreters Karl Zaubitz zu Bensheim zum Dekan und der für den Rest der im Jahre 1913 ablaufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evang. Pfarrers Rud. Eckel zu Lampertheim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Zwingenberg, sowie der durch die Dekanatssynode des Dekanats Mainz für den Rest der 1913 ablaufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evang. Pfarrers Ludw. Berck zu Mainz- Ättrmbach zum Stellvertteter des Dekans des Dekanats Mainz und der durch die Dekanatssynode des Dekanats Büdingen für den Rest der 1913 ablausenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evangelischen Pfarrers Aug. Schäfer zu Büdingen zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Büdingen die Bestätigung erteilt. ** Lehrerpersonalien, Ueberrragen wurde den Lehrern Jos. Fink * *n Klein-Krotzenburg und Karl Wagner zu Metzlos-Gehaag je eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rüsselsheim. ** Regimentsiubiläum. 'Das Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 ersticht uns um Ab- omck folgender Mitteilung: Zahlreiche an das Regim.nt Kaiser- Welhckm Nr. 116 von ehern. Angehörigen des Regiments gerichtete Anfragen brzügl. Hundertjahrfeier im Sommer 1913 lassen es wünschenswert erscheinen, bekannt zu geven, daß die Vorbereitungen zu der Feier vom Regiment in die Wege geleitet sind. Ein öffentlicher Aufruf zur Teilnahme an der Feier wird erfolgen, sobald die vorbereitenden Maßnahmen eine feste Form angenommen haben, und namentlich der genaue Zeitpunkt mit Sicherheit festgelegt werden kann. ** Ku nst a us st e l l un g e n. Eine schöne 5Auswahl von Origincck^ichnungen llbbelohdes, z. T. ganz hervorragende Stücke der „Schwarz-Weiß-Kunft" sind gegenwärtig in der Ricker- schen Unckersitätsbuchhandluug (E. Legwr) zur allgemeinen Besichtigung ausgestellt. Uboelohdes Federiuiist, der auch der diesjährige Kalender des Gießener Anzeigers entstammt, ist in diesen Blättern schon oft gewürdigt worden. Der Be,uch der Ausftellluig ist frei. Ebendort sind au2) die Originale zu A r m b r u st s Ansichten von Gießen ausgestellt, die z. T. in der bekannten Mappe gesammelt vorliegen. Auch einige andere Bilder desselben Künstlers sind in der Ausstellung vorhanden, u. a. auch das aus der Jugend bekannte Bild: Mein Garten. Es märe zu wünschen, wenn die Originale der hiesigen Straßenbilder unserer Stadt erhalten blieben. Eine Anzahl vorzüglicher Wiedergaben nach Gemälden alter und neuerer Meister stellt K. L. Leib aus. Es sind farbige Faksimile-Reproduttionen, die sog. Medici-Drucke, die den Tonivert und die Farbe der Originale mit tadelloser Treue hervorbringt. 'Tie Bckder sind frei von Raster und Korn, geben jeden Pinselstrich deS Malers wieder und wirten wie Originale. 'Die Auswahl der einzelnen Bilder ist sorgfältig und bedeutend. ** Stadttheater. Es tst gewiß zahlreichen Eltern lieb, ihre Kleinen "kurz vor den Feiertagen auf einige Stunden gut unterbringen zu können und da dürfte die Ausführung des Kindermärchens „Dornröschen" von Görner am nächsten Samstag nachmittag 3hz Uhr wckl- kommene Gelegenheit bieten. Die Aufführung muß diesmal bei Keinen Preisen ftattsinden, da Neuanschaffungen besondere Kosten verursachten, doch werden die Besucher auch durch manche Abwechslung überrascht werden, so durch ein Ballet kleiner Kuchenjungen und Schornsteinfeger im zweiten Akt. Die Musik zu der Märchenvorstellung wird von der hiesigen Regimentskapekle gestellt. ** Vom Bio gr aph wird uns geschrieben: Das diesmalige Biograph-Programm ist ganz hervorragend. Besonders ist der mit dem gefährlichen Titel „Gift", gegen die Schundliteratur wirkende Film, sehenswert. Bei diesem großartigen Lichtbild haben sich die ersten Pariser Schauspieler in den Dienst einer guten Sache gestellt. Wenn man bebentt, daß ein solcher Film von Stadt zu Stadt und von Land zu Land reift und von Millionen Menschen besichtigt und inhaltlich ausgenommen wird, so kann man sich wohl kaum ein besseres Kampfmittel gegen die Schundlitteratur vorftellen. Besonders beachtenswert ist, daß hierbei kein trockener Ausstellungsstosf, sondern künstlerisches, anziehendes und unterhaltendes Wirken in Frage kommt und unvergeßlich bleibt. Auch der übrige Teil des Programms ist vor- züglicy zusammengeftcllt, so daß ein Besuch nur empfohlen werden kann. ** Verschenktes Dungmittel. Durch die außergewöhnliche Hitze in diesem Jahre war es der Verwaltung der Kläranlage möglich, schon im August und September etwa 1000 Kubiuuecer Klarbeckenschlamm umsonst abzugeben. Bei richtiger Verwendung ist dieser Schlamm ein außergewöhnlich wertvolles Dungmittel. Bei eintretendem Frostwetter sind weitere 4 bis oOOO Kubikmeter von dem Dungstoft unentgeltlich an der Kläranlage zu haben; doch würden die Restetianten gut tun, sich jetzt schon schriftlich zu melden, damit sie zur Abnahme Dor- gemerkt werden können. Landkreis Gießen. + Klein-Linden, 18. Dez. Die hiesige „6 e im alberet nigung" veranstaltete am Samstag abend in der „Deutschen Eiche" eine Weihnachtsfeier. Bibliothekar Dr. K o ch - Gießen leitete die Feier ein durch einen stimmungsvollen Vortrag, „Die Geschichte der deutschen Weihnacht". Daran schloß sich ein Weihnacotchpiel, „Waldgeister in der heiligen Nackst". Vortrag und Festspiel wurden von der sehr zahlreichen Versammlung mit großem Beifall aufgenommen. = Garb ent eich, 18. Dcz. Wie alljährlich, hielt an leinem gestrigen Slistungstag der hiesige Zweigverein des evan- U®ttschcn Bundes einen Familienabend ab, in dem Pfarrassistent S cho rlcmmer von Gießen wie auch Sonntags zuvor in Hausen einen zeitgemäßen, belehrenden Vortrag über Ehina hielt, der allgemein interessierte. Die vorzüglick-en De- klainationen ver,chiedeii.r Swunuioer der 1. Klage und die freundliche Mitwirkung des Gesangvereins Frohsinn erfreuten bie zahlreiche Versammlung. ~ " dors, 1/. Dez. Nachdem gestern die amtliche Revision der von der Firma Gebrüder Link in Grengen a. d. Brenz erbauten n e u e n O r g e l in der evang. Zttrche zu Londorf durch Kirchenmusiimeister Professor Mendel,ohn aus Darmstadt stattgefunden hatte, die ein hervorragend günstiges Ergebnis hatte, wurde heute nachmittag in einem W e i h e g o 11 e s d i e n st das Werk seinem lirchlichen Zweck übergeben. Die neue Orgel hat zwei Manuale und ein Pedal, zählt 2> Registerzuge, ferner zwei Kopp^lungeii und vier Druckknöpfe, vier feste Kombinationen und besitzt insgesamt 1314 tönende .Pfeiftn, ist fo- Handel. th. Gewerkschaft riout,e, Brauneisenstein bergwerke. Am 21. ds. Mts. wird außer einer Viertel whrsausbeute von 25 Mk., eine Weihnachtsausbeute von ■j0 Mk. je Kux zur Verteilung gelangen. Empfänger der Ausbeuta sind die am Tage der Zahlbarkeit des Gew.inns» mi. i... . i in der Umgebung. Von.der alten Orgel1 fanden nur das Gehäuse und einige Registe7-Pfeifm Wiederverwendung. Besonders hervorgehoben wurde in dem vorzüglich ausgefallenen Gutachten des Kirchenmusit- Meisters, daß die Orgelbaumeifter nicht nur in jeder Hin- icht den vertraglicheii Verpslichrimgen nachgekommen sind, onderu sogar die beiden Register Prineipal und Gamba, )ie aus oer alten Orgel hätten mit übernommen werden ollen, ohne Mehrforderung neu ausführten. — Der als guter Organist bekannte Lehrer Trinkaus, der sich in das neue Werk, dank der übersichtlichen Spieltischeinrichtung rasch eingearbeitet hatte, führte sie in längerem Spiel bei der Einweihung den sehr zahlreich erschienenen Gästen vor. — Die Weihnachtsbescherung der Kleinrinderschule sand heute nachmittag in der hiesigen evangelischen Kirche statt. Kreis Büdingen. X Nidda, int Dezember. Lebt man auf dem Lande oder in Landstädtchen billiger als in größeren Städten? Diese Frage wird sehr häufig bejaht. Und doch ist das gerade Gegenteil der Fall. Das beweist die gegenwärtige Zeit. Wir bezahlen in Nidda das Fletsch eben bedeutend Höher als in den Städten. Die Viehpreise und Fleischpreiie stehen in einem reinen Mißverhältnis. Deshalb entschließen sich aber viele höhere und mittlere Beamte zu Haus chlachtungen. Und wie ist es mit ben Preisen bei Petroleum oder Kolonialwaren? Da ist der Preisunterschied ebenfalls ganz gewaltig. Und doch haben die Kaufleute in größeren Städten ganz andere Ausgaben an Umlagen, Miete und ähnlichem ccks in kleinen Städten. Gemu,e ist in ticmen Städten raunt zu kaufen; wer da keinen Garten hat, muh daran sparen, während man in größeren Städten ben Wochenmarit hat. Hier hat es jetzt mjofern eine Erleichterung gegeben, als eine Großhandlung einer anderen Stadt eine Filiale gegründet hat, die großen Msatz hat. Man gönnt dem Verkäufer gern seinen Vorteil — aber der Käufer muß auch zu seiner Rechnung kommen, namentlich der müdere Beamte, dessen Gehalt gering ist und keine Aussicht hat, zu steigen. Krris Alsfeld. w. H o m b erg a. d. O h m, 18. Dez. Donnerstag dieser Woche findet Bürgermeisterwahl in unserem Stäot- chen statt, für die zwei Kandidaten aufgestellt sind. -j- Ober weibbach, 18. Dez. An der Straße zwischen Ober- und Nie-derweidbach sind jetzt bie alten Wild bäume niedergelegt und an deren Stelle O b st b ä u m e an gepflanzt. Für den Wanderer waren allerdings die schatten Ipendeiiben Wlldbäume, besonders an Heißen Tagen, eine große Annehmlichkeit, wenn aber die Obstbäume erst Ertrag liefern, können die Gemeinden Ober- und Nieder-Weidbach die Einnahme gewiß gut gebrauchen. Kreis Lauterbach. + Maar, 18. Dez. Die Kaufleute Moritz'Strauß uno Max Hammerschlag von .Gießen haben hier in der Nähe der Bahn ein Gelände von rund 5000 Quadratmeter er worben. Sie wollen es parzellierdu und mit Arbeiterwohn Häusern bebauen, die sie dann verkaufen wollen. Derartige Hofreiten sind hier in der Gegend um Lauterbach von den zahlreichen Familien, bereit Ernährer in Lauterbach Arbeit haben, sehr gesucht. Kreis Schotten. ß. Ulrichstein, 17. Dez. In einem benachbarten Dorfe hatte ein Bauer Mängel bei einem Stück Rindvieb, das mehrmals gerindert hatte und doch nicht trächtig geblieben ist. Dessen Schwiegermutter tarn nun auf folgende Idee: aich toaii- äbbes, sagte sie zu ihm, hock (hole) dir ein Flaschche Franzoseöl und schütt's ihm ann (ein), daas wirkt. Gesagt, getan; aber welch eine Enttäuschung. Kaum hatte man das Del der Kuh eingeschüttet, kurze Zeit darauf ist sie verendet. Der Landwirt hoffte nun bei der Kasse, die in dem Dorfe besteht, den Schaden ersetzt zu bekommen; dies wurde jedoch front Vorstand abgelehnt mit dem Bemerken, daß er durch sein eigenes Verschulden den Tod des Stück Viehes herbeigeführt hätte. Kreis Friebberg. Reichelsheim, 18. Dez. Gestern fand im Gasthofe zur Post eine ordentliche Hauptversammlung ber Molkereigenossenschaft Reichelsheim statt. Von den 325 Mitgliedern waren 255 erschienen. Tie Tagesordnung umfaßte folgende fünf Punkte: 1. Vorlage des Revisionsberichtes, 2. Mitteilung über den Geschäftsgang von 1911, 3. Wahl von 5 Vorstandsmitgliedern, 4. Wahl von 5 Aufsichtsratsmilgliedern, 5. Antrag fron 43 Genossen auf Liquidation der Molkereigenossenschaft. Vor Einttitt in die Verhandlung wurde Punkt 5 an die dritte Stelle der Tagesordnung gesetzt. Nach Verlesung des Revisionsbettchls und nach eingehenden Mitteilungen über den Geschäftsgang wurde dem Vorstand Entlaslung erteilt. Zu Punkt 2 wurde noch betanm gegeben, daß Äer Reingewinn in die,em Jahre, trotzdem loenig Milch infolge der herrschenden Futtenwt angeliesert worden wäre, mindestens 10 000 Mark betragen würde. Bei Besprechung des Antrags auf Liquidation ging es ziemlich erregt her. An der auS- gedehicken Aussprache beteiligten sich auch zwei vom Hess, land- wirtschaftlichen Genossenschaftsfrerbande erschienene Herren. Als zur Abstimmung geschritten wurde, sand der Antrag nicht die nötige Mehrheit. Bon nun an glich die Versammlung dem ungarischen Landtage. Nachdem einige Beleidigungen gewechselt worden waren, schloß der Vorsitzende des Aufsichtsrats, der ruhig und sachlich geblieben war, die Versammlung. Slartendurg und Rheinhessen. Darmstadt, 18. Dez. Gestern tagte eine zahlreich beschickte Versammlung der S t a a t s d i e n st a s p i r a n t e n des mittleren Finanzsachs, der auch Landtagsabg. Henrich beiwohnte. Es wurde beschlossen, nach Benehmen mit dem Verbände der mittleren Finaitzbeamten, dem die Aspiranten größtenteils angehören, bei der Regierung und den Landständen dahin vorstellig zu werden, daß die bei den heutigen Verhältnissen unzureichenden Vergütungssützc angemessen erhöht werden und bei der in Hessen beispiellos langen Wartezeit nach dem Vorgehen in anderen Staaten Anrechnung von Besoldungsvordienstzett erfolgt. Hessen-Nassau. th. Aus dem Biebertal, 18. Dez. Die Gemeinde Fellingshausen, die sich in den letzten Jahren sehr entwickelt hat, ist dazu übergegangen, auch dem Touristenverkehr die Wege zu ebnen. Sie hat die Straße Bieber-Fellingshausen, die vielsacb.von Besuchern des Duns- bergs benutzt wird, gründlich in den Stand setzen lassen. — Die Gemeinde Rodherm läßt jetzt an der Strape Rodyeirn— Fellingsh-ausen die sogenamtte alte Tränke auffüllen und zu einem F e st p l a tz e b n e n. Das gewonnene Gelände, das nach Süden zu sehr geschützt gelegen ist, soll mit Obstbäumen bepflanzt toerben, um eine Rente zu erzielen. , Versicherung. I Möbelfabrik, G. m. ■ I bat die handelskair I bie Beibehaltung i die Erhebung der I Irankenkassen befüu 4. Reichsbc Grohh. Staatsmini i|t die handelskanil UiWandlung der torstellig geworden hat sich die Leitung des derrn Reichs! Nebenstelle nach A Gießen gemachten die Stadtverordne^ .«.'S Cjitl " W ■sSs WPllegegcseö M E ÄussMngsan uner einhe^An SeS geben haben, uberia seinen Abichmüedi Beratung und W anträgen, * ber W. San« 9 Abander gesctzcs. Die Gr geschlagen, tm Artz gehende Bestimmung lammermitglicber a ber Beüragspsücht lie handelskammei mil sie denselben ' Ansicht seiner Ml ngteiten entgegen^- 3. Einziehi Horde in eine Rei 5. Amtlich n is. Es ist schon rftrnsprechleilnehm I »/rem (jmiiien Ne ioe im 70. Giessen ^Sc nack Den gen. Unter banblui Heute nacht entschlief sanft unsere liebe Mutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fran WSI'LNLMV Olicke« 2 Uhr statt. 1 TM* Sämtl. Winter-Artikel u. Gummischuhe werden sehr billig verkauft. Schuhhaus L. Süss MkM Mädchen-Kamelhaarschuhe Kinder-Kamelh iarschnhe . 0.95 0.85 Frau Helene Oncken. Elly Schneider geb. Oncken. Dr. Ludwig Schneider. Robert Schneider. Herbert Schneider. Justizrat Carl Lewald und Familie. Geheimrat Ferdinand Lewald und Famflle z Moritz Bnnrri wü n hier in her W K) Quadratmelü t ib mit Ack: :n loolto »i’rain;: 2au/«M von bi in fnutetbad) libtii WetterauSslchteu tn gellen am Ltttlivoch, den LV. Dezember 1V11 Wollig, meist troden, etwa- wärmer, stellenweise Nachtfrost. 7 jielariagan duril-'Flaketa trsi&htUch. rd von über Handelsbeziehungen mit England, Vier: Vorschriften der Großbrttanmfcken iXtguaing über bve Anbringung von Brand Ktdxn an Fässern, welche tn Irland gesalzene verrnge enlbaliiii. verzeichnisfe von jtouicm ausländischer ^öülnxxtat und au* ländlicher UbmiTalicn und Trogen in flaoiwrf; Weltausstellung in ^nt 1913; ziveifelhaste Firmen im Lustande .Frankreich, Ita hen, Niederlande, europäische Türkei, Egvvien'. Höheres bicrübu erjahren Intercsseruen aus dem Sekretariat der handel-laut in er. (Entpfan^futionm der ttanzo> ischen Staat-eiten bahn ft® handle und rmvieweri neuen bagenladungs'ätzen auch Frockitsätze für Eilund Frachtstüdgut erforderlich enckcinen, ist nach Anhörung der bereiligten ftrrve zweckentsprechend berichtet worden. 11. Einführung direkter Fadrkarten Tie Handelskammer hatte de» der Königlichen Er enbahnd.rektion Fr nkbtrt am Main die EinUhrung direkter Fahrkarten »wischen Ohmen . m- getreten. 12. von unttnicbidcr Seite liegen noch Mitteilungen l in unserem 2täbi igestellt sind. lln der Straße zw.< jetzt die alten Bilb ie übstbäume an lerdings die schatten 'heißen Tagen, ein- bstbäume erst (Srtra; und Nieder-Weidbac verwandten. Freunden und Bekannten machen wir hiermit die schmerzliche Mitteilung, bah meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Lchwiraermutter, Großmmter, Schwester, Schwägerin und Tante Krau Klisabklhe (rrörnaun geb. Nimz gestern abend 101, Uhr, ün 38. vebenSiahre, sanft tn dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Georg Erdmann. Rutteröhaufen, 19. Dezember 1911 T)ce Beerdigung sinder am Donnerstag, 21 Dezember, Besonders ermässigte Preise für Kamelhaar-Schuhe Kleine Eagerchronik. In Mannheim erhängte sich der 13 jährige Realschüler Dlolz-Mannheim wegen eure- schlechtenZeugnissee. Der Vater wurde deswegen wahnsinnig. Auf den Posten der Haupttvache dc» FeidartiUerie-Regimciit^ Nr. 77 in Leipzig-Gohlis wurde,! mehrere Schüsse abgegeben Als darauslnn ein Patrouille abgesandt wurde, sielen weitere Schüsse. Ter Täter ist entkommen. Aus Waiblingen wird gemeldet: Montag früh 6 Uhr 30 M> nuten und 7 Uhr wurden zwei ziemlich starke Erderschütterungcu mit unterirdischem Rollen und Licht crschci mm gen wahrgenommen. Da- Segel schiss „Fortuna" ist auf der Reise von Haders- Icbcn nach Flen-burg im Schneesturm in der Ostsee unter* gegangen. DaS Beiboot, in dem sich eine Bejahung von Drei Marm schon gerettet glaubte, kenterte Die Besatzung e r 11 a n f In Pari- lockten mehrere Personen vor einigen Lagen einen Iuwclenhändler in ein Hotel und plünderten ihn auS. Gestern wurden in Marseille zwei an dem Raubansoll beteiligte internationale Verbrecher, die Brüder Llugmann, ver haftet. Alleinverkauf der berühmten ,,Herz“-Schahwaren. Aellestes Schuhgeschäft am Piatze a ‘ it Marktstr. 9 Gcricyt»faat. — Aurich, 18. Lezemdcr In der heutigen Straf# kammersitzung wurde he. icühere Schutz mann Iän , ckc. der in die EinbruchLafsüve der vor kurzem au- dem Gefängm. au-gebroäxnen Schutzmanns Gantz verwickelt ivar, wegen vic. vollitändigen Einbruch-diehstähten zu 3Vj Jahren Zuchthaus vci- urteilt. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 21. Dezember, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. 7684 MÄ reinen tuHßuei". büle höberr i nM rce unb ', Unb tote iit c ^toniairoaren? 2 Wfl. Unbbod ? 8an8 andere als in Heine. kaustn; wei ;n' Ehrend man in ■ hler Hal es jetz: V eine i-roßhanb. gegründet bat >em Verkäufer gern N -u seiner Rech- Beamte, dessen flk. -u steigen. Herren-Kamelhaarschuhe^i^^el 95 Damen-Kamelhaarschuhe^ers^elOS Herren-Kamelhaarschuhe L§S1G11' 1*^5 Damen-Kamelhaarschuhe ^IfeT* 115 ;l!0- ÄgN her ft®?: Wn( unb rv ‘.IttÄ Letzte riaebrichten» Tie besfische Regierung und die Relchrtagkwafile«. Darmstadt, 19. Dez. TaS großherzoglich-hessifche Staats - Ministerium hat an sämtliche Behörden und Beamten ein Schreiben gerichtet, in dem e- .al- eine patriotische Pflicht aller staatstreuen Bürger bezeichnet wird, bei den bt vorstehenden Reichstag-Wahlen von ihrem Wahlrecht Gebrauch z u machen Ihnen wird empfohlen, sich darüber »u vergewissern, ob sie in die Wählerlisten eingetragen sind. Schließlich ist von Den Behörden Sorge zu tragen, daß den öcantien zur Ausübung des Wahlrechts an Den Wahltagen die nötige dienst freie Zeit gewährt wird. und Marienbad, Lorl-bad, Wien, Lau anne. Mars^le und Pank ohne daß eine Bestellung aut selche Karten twrauifaebt, beantragt. Laut einem da raut ergangenen Bescheid ist die Muntglidyc Eiten bahndirektion Franksurr a. Ä. wegen Lustegung btrrfter Fahrkarten nach den genannten €ta;ionat mir den betet ijten Verwaltungen üi n fand NN ^aiihofk £ tt $on den w - * i »Me™ Ä nft 5 an die dritter- des Aeviltonsben. »w 2 wurde iw»‘. tz.AL'L- h iiiti r, ■r*lnITaÄ^ ninUittg “cp Teilnehmer unter Bezeichnungen aufgefutjrt sind, unter denen man sie nicht sucht, so daß da- Auffinden ihrer Nummern wesentlich erschwert wird. So sind z B. die hiesigen Iwtbrfcn und einjelnc Botel- und Restaurants unter dem Namen ihre- Besitzer- und nickt unter ihren jedermann geläufigen Bezeichnungen aufgefübrt, wodurch ihre Nummern auch fofort und leidbt ausgesunden werden können. Die Fernsprech-Bejeichnung de- Ferniprechteiln.-dm erwählt nun aver nickt die Le.cgraphem'erwaltung, sondern der Fern s preckeeil nehm er selbst. Letzterer allein trägt daher auch die schuld an solchen recht unzweckmätzigen Eintragungen in daamtliche Verzeichnis — Txc .v anbei »Cammer richtet auck an dieser Stelle an die Femfpveckteilne-mer die Bitte, in ihrem eigensten Interesse bei der Wahl einer zweckmähigen Bezeichnung für da- Ferniprechtcünehmcr-^i^eichni. dem praktischen Emp. finden und dem allgemeinen BerkehrsbeDürsnt- nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. Einen bet dieser Gelegenheit vom Verein der Gamvine von Gießen und Umgegend au-ge-iprochetien Wunsch aul Ermätzigung der Eintragungsgebühr in da- amtliche Femsprechtnlnehm er ^Verzeichnt-, welche für die zweite und iede weitere Eintragung 5 MC. betragt und als viel zu hoch befunden wird, konnte die HandclS- tamnu-r nicht weiter verfolgen, nachdem der Staatssekretär de- Reick>-Postamtes sich gegen jebe Ermäßigung d.r Gebühr für Die mehrmalige Eintragung eine- Fermprechanschtus!eS ausgesprochen hat. 6. Untersuchungen von Ausland-weinen. Infolge einer Neuorganisation des chemischen Untersuchungoamte- für die Provin» Lberl-essen wird eS im (Segensatz zu früher möglich sein, die Unteriuchung von AuSlatid-weuien in zwei bi- drei Tagen auszufuhren. Auch find die Unteriuckung-gebühren für Ausland-weine herabgesetzt worden: sie betragen für trockene Weine 12 Mk., lür Süuwetne la Mk. — Tie LandUskammer bat, einem Wunsche deS chemischen UntersuchungSamte- cntiprcdxmD, die beteiligten Kreise von diesen Neuerungen in Kcnmnis gesetzt und ihnen eine Benutzung des Unteruämng-amte- anempsohlen. 7. Lebensmittelteuerung. Zur Abwehr der vielfachen und scharicn Angnsse, welche aus Anlaß Der Teuerung gegen Den Landelöstand un Qllgemcincii und Den Kleinhandel Der Lcocnsmittelbranche im besonderen gerichtet worden sind, hatte Die Handelskammer eine Erklärung beschlossen, die in Den Tageblättern veröffentlicht worden ist. 8. Nebenbahn AlSfeld-Niederaula. Tie Handels kämm er hatte in einer Eingabe an den fcerm Minister der ö ff ent- lichen Arbeiten in Berlin die Bitte au-gesprochen, die Ausgestaltung der Bahnstrecke Alsfeld —Niederaula im Interesse einer direkteren und schnelleren Verbindung zwischen Lverhessen und Thüringen anzuoidnen. Daraufhin in der Bescheid ergangen, daß ein sofortiger Ausbau der Strecke al- B^ltbahn nicht tn Aussicht genommen, sondern daß zunächst geplant sei, sie al- ringlestig? Nebenbahn anzulegen. T.r d.iu -l>ou iugrunDe gelegte Entwurf |ei tedoch in den Steigungs- uno xriiiunuingovtrbdltniHcn derartig au-gestattet, daß sich der fragliche Ausbau der Nebenbahn 1 Pater ohne Schwierigkeiten ermöglichen lassen werde. 9. ÄuSnahmetarif für Westerwalder Braunkohlen. Nach Anhörung Der beteiligten Kreise hat sich Die Handelskammer dallin ausgeiprochen, daß sie dem Anträge der Ecwerkschast „Vulkan ' auf Einführung eines AusnahmetanfS für rohe Westcrwatd.r Brauntohle nur dann zustinnnen könne, wenn den oberheisst'chen Gruben, d.'ren Wtrtfchaftsl.rge durch die natürliche Besckwfienheit des zu fördernden Materials eine wett schwierigere sei, zum mindesten die gleiche Tarisermäßigung zugeuanden wür- den. — 'Icr Antrag ist inztviscken vom Aus schütz deS Bezirks» eisenbahnratS Frankiurt a. M. abgelehnt worden 10. Direkter Tarif zwischen deutschen Sta tionen und der französischen Staatsetsenbahn ES wird beabsichtigt, direltc Tarifveziehnngen zwischen deutschcti Stationen und der französischen Staateelfenbahn zu febaren. Aus eine Ansrage der Ktinigl. Eisenbahndircltion Frantfurt a. M, für welche Stationen des Kaminerbczirks ein Bedürfnis zur Auf» nahnie in den neuen Tarif bestehe, um .welche flehtet und welche Visitkarten bUL Preisen Brühl ecbe UnlvereltiU-Druckerel im Gcwcrk en verzeichnt'» etngetraqenen Gewerken. (Die AuZ. beute 1910 betrug insgesamt 50 Mk. je Kux) herzoglicher Handelskammer «ießen für die Kreise Gießen, «lsseld und Lauterbach. Protokoll-AuSzug. Gießen, den 11. Dc-ember 1911. Anwesend sind die Herren: Geh. Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat Grünewald al- 2. stellvertreren- d.r Vorsitzender, Türbed, Friedberger, Kommerzienrat 5>aoS, . oll, R am speck, Rmn, Rohr, Stammler, Aurbuch und der Svndrku. 1. Revision der Ausführung-Vorschriften zur Gewerbeordnung. Seit dem Erlaß der Vorzug-Verordnung :ur Gewerbeordnung vom 22. Septemver 1900 rmo der AuS- nihrung-anweisung zu den Titeln 6 ff. oer Gewerbeordnung vom 10. Dezember 1900 hat die Gewerbeordnung zahlreiche Abänderungen erfahren, die auch jeweils eine Ergänzung der Ausführung-vor schritten notwendig gemacht haben. Hierdurch hat ün Laute Der Zeit die Heber,ichtlichkeit der hessischen Ausführung-. Vorschriften in unerwünschter Weise gelitten. Da nunmehr eine weitere Abänderung der Botlzugsoerordnung mit tzlllchicht auf das am 1. April kommenden Jahres in Kratt tretende Verwaltung-' rechtspftegegcsev erforderlich wird, hat es die Großh Siegicrung rnr zweckmäßig bemiiden, die bisher in der Vollzugsverordnung, der flusführuugsamveisung und einet Reihe von Amtsblättern . zerstreuten eLUsfuhrungvbettimmungen zur Gewerbeordnung in iner cinheitlichcu Verordnung zuiammenzufafsen. Tas Großh Ministerium des Innern hat nun der Handelskammer den Entwurf einer folchen Ausführungsvewrdnung mit dem Ersuchen um .lcuf;erung etwaiger Wüniche auf Abänderung oder Ergänzung, bic lid) bei der prattnchen Durcostchrung der seitherigen vorichristen ergeben haben, üderiandt. — Tie Haudelvkammer unterzieht Die ein» »einen Mschnilte des umfangreichen Entwurfs einer eingehenden T.'ratung und besckstießt hierzu eine Reihe non i'lbänderungs- anträgen, welche in der demnächst statt findenden Konferenz der beff. Handelskammern vertreten werden sollen 2. fl bände rung des hes si f che n H and e IS ka m mer- tz c s e tz e s. Die Großherzoglia-e Handelskammer Worms hat vor» geschlagen, im Artikel 8 deS Handelskammergcfetzes eine dahin» gcl-ende Bestimmung aufzunehmen, daß mindei'tens -;3 der Handels- lainmermitglicder aus dem höchstbestcuerten Tritt eil, gerne, i en an der Beitragspflicht zur Handettiammer, gewählt n»erden muß. — tie Handelskammer lehnt eine Unterstützung diese- Antrages ab, weil sie denselben für durchaus unnötig erachtet und nach ihrer Ansicht seiner praktischen Durchführung auch erhebliche Schwierigkeiten cntgegenstehen. 3. EinztehungderBeiträge für die Invalidenversicherung. In Unterstützung einer Eingabe der Alsfelder Möbelfabrik, G. m. b. H., und der Firma Gebrüder Wallach-Alsfeld, lyat die Handelskamincr bei dem Großh. Mtninermin des Innern Die Beibehaltung des seither besteheiiden Einzugsvcrsahrens für Die Erhebung der Invalidenversicherungsbeüräge bei den Betriebs- lrankenkasseii befürwortet. 4. RcickiSbanknebenstelle in Gießen Bei dem Grohh. Siaatsministerimn wie auch bei dem Rcichsbankdircktorium ist die Handelskammer in ausführlich begründeten Eingaben wegen Umwandlung der Reichsbanknebenftelle in eine Reichs bankst ette rorftellig gemotben. Nach einem daraufhin ergangenen Bescheid hat sich die Leitung der Reichsbank vorbehaltlich der Genehmigung des Herrn Reichskanzlers bereit erklärt, die hiesige Reichsbank. Nebenstelle nach Maßgabe der von der Großh. Bürgermeisterei Gießen gemachten Vorickläge und nach bereit Genehmigung durch Die Stadtverordnetenversammlung und die staatliche Aufnckstsbc Horde in eine Reichsbanlstelle umzmvandcln. 6. Amtliches Fernsprechteilnehmer-Vcr-eich n i s. Es ist schon häufig über die Unübersichtlichkeit der amtlichen ^rnsprechteilnehmer-Berzcichnifsc geklagt worden. Und das mu einem gewissen Recht. "Auch das Berzeickiiis Der hiesigen Fern- rechteilnehmer weist insofern erhebliche Dkängel auf, al5 darin m fcnadfbM Tv: Id Rindvieh, b trächtig Mieden n ende Ztet: aich mn n Mchche Franzost- . Gesagt, getan; at das Oel der Dih cst; >nbet. Der Lander ist besteht, dm W' [) vom Vorstand ° r [ein eigenes 8cr|(huL- hätte. Motorenfabrik Darmstadt AKL-6es. Gas-und Benzin- Motoren D~„ Sauggas- :: Motoranlagen :: Selbstfahrbare Band-Sägen VW* i'Sss' )er auch ** M'" * Cafe Amend 6209 Täglich Künstler-Konzert Stolze-Schrey. Wir beginnen cm V'9/12 Donnerstag, d. 4.Januar 1 »12 alrcnos 8 7a Uhr im Vereinstotat „Schivkapakr", Bahuhofftr. 7 wieder einen Anfänger Kursus f.Damen ».Herren. Honorar 6 M. , Stenograpnen-Verein I Stolze - Scärey, Giessen. Allabendlich finden im vorderen Restaurant von 8 Uhr an = Künstler-Konzerte Tkuter-Varidt fl- „KOLOSSEUM66 Dir. Karl Ohm. Die Variete*VorsteI!ungen fallen vor Weihnachten aus. [ ’stdleHarrrionika du-ZuKunft! WM untfrtlchter Tbnfülle u. KiangHirnuno' Q.R. PATENT NS 213061. 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Tiefer Schlag | Lecfischern nachd^ . verschwand und h I Vertrauen mehr z I oftointerlitf) in l I losen und einträg j Lchwärme plötzlii ’ und erst im vergc : gestellt. Es nun j möglichen Erhebu ■ währen, den drol - zuhalten. Durch' behörde erhielt i gut empfohlene lehn aus Re i Ichaffungskosten i ; Tic Ijeutiger '■ der Fahl, weifen z 1 yetage auf; be IN, ein fetjmalei j stnter das Ruder l ist grüner, I lvrmM -i I -Heck, das nicht V I »verden kann. . Diehauptsac r in der Nordsee oo J schollen, Zu I Lunn, die durchs ■ !'ch mehrere Taa> I fbgklt und dadurc I ?ngnis strömt, i) I SiÄ?11 ^undsi | Edhloz nnt dara H ^^en durch eiset Schalten, , | Aalen Sacköffnu I Umwickelter S I S glitt und dc | lief der Sc I 5 Alvere Baum ■ Sj .Mojen des I Muhen Widerstan sÄÄfi,1 :$56 EK- itiem ' einem i«6t, « la» hen säh «3- ? ^ne ihnen fi WÄ LGd N e50nW , ' -t h. r ’^«{rpv, *L n 'S?*« Lobr' 1 recht H ?!