Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Au; 6rm hessiichen zinanzausschutz. Verziehen ini torstrasse 17 ttWtp. Gestalten, gerade, schlicht, unmittelbar aufs Ziel gerichtet, ohne alle Abschweifungen. * und erzielte nanicnti . :i Augenblick des Ins, als sich die Hand zum schwur ergeben will, liite tiefe Ergriffenheit. Fräulein Scholz, das int letzten Augenblick die Rolle gewechselt hatte Des Kaisers geharnischte Reiter brausen rasselnd durchs Land, um die Lutherischen wie rolle Hunde über die Grenze zu l)etzen. .Hinter den jagenden Pferden dampft das Feld non Blut, vor ihnen her fliegt die Angst und das Entsetzen. Wo sie hinkommen leeren sich die Häuser, entvölkern sie die Dörfer, denn zwischen CManbc und Heimat bleibt den Bauern die schwere Wahl und sie entscheiden sich mit blutendem Herzen für den Glauben und lassen die Heimat. Auch Christoph Rott, der unhcldische Held des Dramas. Als er das unschuldige Blut der, sterbenden Sand- ücrgcrit auf dem Boden seiner Stube rinnen siebt, da treibt c5 ihn seinen so lange geheim gehaltenen Glaub.'N an die „ungeänderte Augsburger Konfession" offen vor dem Reiter des Kaisers zu kennen. Der Vermehrung der .Ersten Kammer um drer aus dem wcrktägigen Bolt zu nehmenden Mitglieder gegen- über steht die 'Vermehrung der Mitglieder der Zweiten Kammer, von denen fünf auf die fünf größten Städte entfallen, drei auf das Land. Auch hier berührt die rn dem Au-schuß der Ersten Kammer eingenommene -Stellung (S. 14 des Berichtes) sympathisch. Der Ausschuß hat sich danach die gegen die Vermehrung der Abgeordneten erhobenen finanziellen Bedenken nicht zu eigen gemacht, weil er die Bemessung der Zahl der Abgeordneten tn erster 2hüe als eine Angelegenheit der Zweiten Kammer selbst betrachtet. Ebenso erklärt er die Vermehrung der städtischen Vertreter um fünf als berechtigt, da die Städte hierdurch einen der Bedeutung des städtischen Lebens und der städtischen Steuerkraft entsprechenden gesteigerten Anteil am parlamentarischen Leben erhalten.____________________ Die Aufführung wurde der Bedeutung des Werkes, das als Buch bei L. Slaackminn in Leiozig erschienen ist, unter Direktor Stein goetters Leitung nah volltommen gerecht und das ist umsomehr anzuschlagen, als im letzten Augenblick eine Umbesetzung notwendig wurde, die ihre Ursache in Frau Baumeisters Erkrankung hatte. sefor anzuerkenmn ist es, daß man die Ausstattung, nach einer Anzeige der Tirektion, im bescheidenen Hinte, gründ hielt, es wird aber trotzdem wohl niemandem ein Mangel ausgefallen sein, und man lönnie von einer vorzüglichen Aufführung reden, wenn das Ternvo im ersten Auszug etwas beschleunigter g- wesen wäre. Im übrigen aber war sowohl das Gesamtspiel als auch die Einzelleistungen von einer erfreulichen Rundung und Genauigkeit. Herr Bo kos gab dem Ehristoph Rott die herzhafte Innigkeit und die t di lichte Wärme des sich selbst getreuen Mannes So ist auch das ganze Stück: eine äußerste Begrenzung aller Mittel, feine Abschweifung, die nicht nottoenbig begründet wäre, fein Schritt vom Weg nach dem Ziel, und doch eine lebendige Fülle von Natur und von verhaltener Kraft. Ein Drama das an August Rodins gegantischen Bildwerke erinnert: die Stunft des Wesentlichen, die von allem Ueberilüssigen absieht. Das ganze aber ist ein Seelendrama, ein Märtyrerdrama, das den letzten Triumph verschmäht, vielleicht um der geschichtlichen Wahrheit willen, aber darum in letzten Grunde nicht befriedigt. Ehristoph Rott läßt das Beil sinken, dazu bedarf es eines inneren Kampfes, der in der kürzesten Zeil alle Empfindungen durchläuft. Dieser Kampf wird aut lein er Bühne zur Geltung kommen tölmen, eine Klippe, an der Sudermanns Johannes gescheitert ist, der den gegen Her ödes gezückten Stein fallen läßt. Man denke sich den Teil, der die " Armbrust sinken ließ, um Geßler zu schonen, an den Götz ober andere Helden, die durch ihre Tatkraft Helden geworden sind. Die stillen Helden des Verzichtes erscheinen uns auf der Bühne zu leicht als Schwächlinge, die wohl groß sind im Ertragen jeden Leids, denen aber letzten Eitdes der Mut zur kühnen Tat fehlt. Ehristoph Rott ist mehr der Held für die Kinderstube, wo er als aneiferndes Beispiel dient, oder für eine Legende, als für uns. Trotzdem hat Schönherr in ihm einen Menschen von erschütternder Echtheit und schmerzvoller Tragik geschaffen, aber man wird den Gedanken nicht los, daß eine empörte, zugreifende Hand, beit armen Tirolern mehr genützt hätte, als alle sklavische Unterwürfigkeit. Grcfzener Stadttheater. Glaube und Heimat Tragödie eines Volkes von Karl S ch ö n h e r r. Gießen, 25. Jan. Karl Schönherr ist kein Neuling auf der Welt der Bretter, obgleich er hier gestern zum erftenmale zum Wort kam. Die Bildschnitzer, S o n n e n w e n d t a g und vor allem M u 11 c r Erde haben aus dem unbekannten Wiener Arzt, der sich nur erst durch ein Bändchen Dialektgedichte in engerem Kreise hervorgetan hatte, schon vor Jahren einen berühmten Mann^gemacht. Allerdings sind seine Werke immer wieder rasch vom Spielplatz der reichsdeutschen Theater verschwunden und and) die preisgekrönte Mutter Erde hat sich nicht allgemein durchzusetzen vermocht. Plötzlich war er wieder in aller Munde. Am 17. Dezember v. Js. wurde Glaube und Heimat am Deutschen Volks- tHeater in Wien zum erftenmale aufgeführt und am 18. las man von einem beispiellosen Erfolg des neuen Stückes, das ganz Wien erfaßt und erschüttert hatte. Seitdem hat es einen wahren Trinmphzug über die deutschen Bühnen angetreten und überall, wo es seither aufgeführt wurde, hat es mit Ausnahme von Düsseldorf einen fast beispiellosen Erfolg aufzuwei'en gehabt. Dieser Erfolg ist aber in erster Linie in dem mit gLüdlidier Hand gestalteten Stoff zu suchen und erst in zweiter Linie in der Dichtung selbst, die ihre Kraft und erschütterttde Macht aus^dem Lebensgehalt des-lauteren Christentums nimmt. Politische Strömungen mögen in Oesterreich nicht unbeteiligt gewesen sein, benn manchem mag es auf die Seele gefallen sein, was Oesterreich daran verloren hatte, daß Ferdinand der Katholische .tausende tüchtige und treuer Bauern mit Feuer und Eisen aus seinem Laitde vertrieb, nur weil sie sich zu der „Augsburger Konfession" bekannten. Die Tragödie dieser Bauern schildert Schönherr mit knorriger Wucht an dem Schicksal des Bauern Christoph Rott. f die obige ZUm Kurse der Anschuldigungen Professor v. Soxleths gegen Geheimrat Wagner ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Weiter sei auch bezüglich) mehrerer der erhobenen Vorwürfe die Staatsanwaltschaft mit der Sa^e befaßt worden. Bevor diese Untersuchungen und-^wei inzwischen eingeleitete gerichtliche Verfahren nicht zum Abschluß gelangt seien, könne die Regierung feine entscheidende Stellung zur Sache einnehmen. Die Regierung habe das feste Bestreben, schleunigst volle Klarheit zu schaffen und sie werde nicht verfehlen, später in der Kammer in Beantwortung der Anfrage des Abg. Tr. Osann eine ausführliche Darstellung des Sachverhalts zu geben. Der so schwer Angegriffene stellte jede Schuld in Abrede. _ Weiter wurde ausgeführt, daß solche Zuschüsse, wie sie von der Deutschen Landwirtschaftsgesellfchaft für die Anftelluiig wifien- schaftlicher Forschungen an die Versuchsstation Geh. Rat Wagners zur Verfügung gestellt wurden, auch fvohl allen anbcrcit Verftichs- ftationen zugewcndet würden. Die Darmftädter Versuchsstation fei zwar ein amtliches Institut, habe aber auch in gewissem -sinne einen privaten Charakter, und über die ihr in dieser Eigenschaft zu Forschungszweden übergebenen Beträge fei der Deutschen Land- uirtschaitsgefellfchaft Rcchenfchaft abgelegt worden, ncr Staat labe also damit gar nichts zu tun und von verschiedenen Abgeordneten, die s. 3t. über diese Hergabe von Geldern zu Ver- rmgfter Bedeutung. Eine weitere Differenz findet sich tn bett Vorschlägen für die Vermehrung der Mitglieder der Ersten Kammer. Die Vermehrung selbst wurde von allen Mitgliedern gut- aehcißen. Die Differenz liegt in der Zahl. Regierung und 2. Klunmer wollten je zwei weitere Vertreter von Handel unb Industrie einerseits und Landwirtschaft andererseits, einen Vertreter des Handwerks und einen Vertreter der Arbeiterschaft, die alle vom Großhcrzog auf die Dauer des Landtags berufen werben sollten. Tie etwaigen Be- rufskörperschaften sollten ein .Vorschlagsrecht haben. Ter Ausschuß stellt die drei ersten Gruppen auf gleichen Fuß und gibt jeder einen Vertreter. Vertreter der Lohnarbeiter- schaft zu berufen, schlägt er nicht vor, einmal wegen der Unsicherheit in der gesetzlichen Gestaltung der berufsstandt scheu Vertreter — das Arbeitstammergesetz scheint allerdings noch in die Ferne gerückt zu werden — er erkennt aber auch kein vorliegendes Bedürfnis dieser Vermehrung für die Erste Kammer ait üud verweist darauf, daß die neuen Verfassungen in Baden und Württemberg eine solche Einrichtung nrcht 1. unterPreis bekennen, sein Schicksal ist ihm gewiß, aber unerschrocken I>cbt er den Nacken und bekennt. Er wird gehen wie die anbereu, feinen angestammten Grund und Boden wird er verlassen, :ein Haus verkaufen mit allem Zierrat und Gerät, mit allem Linnen und allem Lieben, mit allem was ihm teuer und heilig war. Arm und elend werben sie mit ben anberen über die Grenze ziehen, er und sein Weib und sein Sohn, der Spatz. Ter alte Großvater will allein zurückbleiben, er ist so eng nut der veimat verwachsen, daß er sie nicht lassen kann. Aber er will auch fernen Gott nicht lassen; vor dem letzten „Schnapper" wird er ihn bekennen Ein Märtvrer für seinen Glauben, das kann er nicht mehr fein Aber vor dem letzten Swnapper . . . Ter Reiter des Kaisers zerstört seine liftige Hoffnung: die toten Ketzer werden auf dem Schindanger verscharrt. Ta rafft auch er fich auf, um über der Grenze fein Grab zu suchen. Aber der Prmungen ist nicht genug. Ter Kaiser ist ein strenger Herr und feine wiener sind glaubenseifrig. Und so bestimmt das Gesetz: -Ltc Unmündigen bleiben zurück, damit sie wieder zum rechten Glauben befefjil nerben Schwer ist es, sein Kind zu verlieren, über die Matzen fd wer — der Christoph Rott kämpft gewaltig mit sich — doch es fei' Aber der Spatz, sein ttotziger Sproß, ist ans härterem Stoff al« der Vater: ein Sprung von der Brücke macht ihn frei. Xa nullt auch dem Vater das Blut ... er packt ben Retter mit klammernder Faust, er ringt ihn nieder, er hebt das Beil, um ihm den Schädel zu spalten — uni) tut es nicht sein Glaube fordert Vergebung der Schuld, unb mehr noch: Verfohnung. Er reicht dem wilden Reiter die Hand, der von so viel Glück über- ivältigt, feilt blutiges Schwert zerbricht. In diese einfache und schlichte Tragödie schieben fich nock) viele andere Menschen. Ter Sandperger, dessen Frau für ihren Glauben gestorben ist, wird fast wahnsinnig im Kampf zwifchen Glaube unb Heimat, aber die Heimat läßt ihn nickst los. Er kehrt entsetzt zum katholischen Glauben zurück, obwohl er weitz, bar, ihm fein Gewissen und der „umgehende" Geist seines Weibes die Hettnat zur Hölle machen werden. Neben ihm steht der Engelbauer, der die verlassenen Höfe auftauft, damit seine vielen Kinder einen eigenen Grund haben, unb der — unberührt von ben Kämpfen ber Auswanderer- — willig und stolz den Breis bezahlt. Ein Mann, der g(üdlid) ist in ber etwas selbstgefälligen Sorge für seine Nachkommenschaft. Als Gegensatz zu diesen Menschen mit dem festgewurzelten Heimatgefühl, das junge Landstreicktervaar, das gern über die Grenze geht, denn drüben finden sie vielleicht em Plätzchen, das ihnen Heimat und ihrem werdenden Kinde^ Besitz wirb. Und dann wieder ber Peter Rott, den es aus der Fremde wieder zur Heimat treibt und immer wieder treiben wird und der doch nicht von seinem Glauben läßt. Lauter einfache, unverästelte Zur heWchrn Wahlrechtsvorlage. Auch bei den Beschlüssen bezüglich des Gesetzentwurfes die Landstände betreffend, sagt der Verfasser des Ausschutz- berichtes, daß der Ausschuß den Beschlüssen und Abänderungsvorschlägen der 2. Kammer weitgehend gefolgt, an manchen Punkten unter Zurückstellung eigener Bedenken, da er von dem Bemühen geleitet gewesen sei, das Zustande^ kommen der Vorlage zu fordern. Es läßt sich liamentlich erkennen, das; der Ausschuß der Ersten Kammer sick) so wenig als möglich in die Gestaltung der 2. Kammer (ungemischt hat. Im Falle Aussterbens einer standcsherr- I ich en Familie wollte die Regierung nach Art. 1 Zisf. 2 das Vertretungsrecht durch den Großhcrzog auf eine Ag natenfamilic übertragen wissen. Die 2. Kammer strich btestm Satz, obwohl, wie der Herr Berichterstatter sagt, es nach dem Ausschußbericht der 2. Kammer hier weniger prin zipielle Gegnerschaft als abwartende Stellungnahme vor- lieqt. Der Ausschuß der Ersten Kammer hat sich auf den Boden der Regierungsvorlage gestellt. Die Frage ist Zweifel los vom praktischen Standpunkte — abgesehen von den etwa in Frage kommenden Personen — infolge der Seltenheit der Fälle selbst für einen etwaigen Gegner von gc- Jn einem weiteren Punkte hat der Ausschuß seine ab- i weichende Ansicht „int Interesse des Zustandekommens der : Vorlage", wie der Bericht sagt, ausgedrückt durch Zustim- l mung zu der auf Antrag Osann angenommenen Bcstmi mung, daß zur Ausübung des Wahlrechts neben dem drei- f jährigen Wohnsitz nur einjährigen Besitz der heststchen Staatsangehörigkeit verlangt. Derselbe Beweggrund veranlaßte den Ausschuß auch, dem Beschluß der Zweiten Kammer betreffend Verleihung einer 2. Stimme an die Wähler über 50 Jahre zuzustim men. Er betrachtete das 50. Lebensjahr als eine will lürkiche Annahme. Einen Ausbau des Pluralwahlrechtes wie in Sachsen (Bem. d. Verfassers — ein ähnliches Pluralwahlrecht gibt es auch in Belgien) hielt man für nicht er rcidfbar. Um der Mehrheit der Zweiten Kammer cnt- gegenzukommen, nahm man deren Beschluß mit einer kleinen redaktionellen Aendcrung an. In der Frage der Stichwahlen lag früher eine Differenz zwischen der Ersten und Zweiten Kammer. Tie Erste Kammer hatte im Plenum das sog. romantfdje „^fahren beschlossen, wobei bei der Stichwahl die einfache Mehrheit entscheidet, hier aber nicht wie bei unseren Reichstags- stichwahleii nur die zwei höchstbestimmten Bewerber, fam dem beliebig viele zur Wahl stehen. Dieses. Verfahren war auch von der Regierung und dem Ausschutz der Zweiten Kammer angenommen. Tas Plenum der Zweiten Kammer entschied jtcfy aber nach verschiedenen Vermittlungsversuchen für das Reichstagsstichwahlrecht. Um auch wer entgegenzukommen, hat ber Ausschuß den s. Z. von der Ersten Kammer einstimmig gefaßten Beschluß abgegeben und ist dem Wunsche der Zweiten Kammer bcigetrctcn. In einer die Stadt Gießen betreffenden Frage hat sich der Ausschuß auf einen für Gießen erfreulichen Standpunkt gestellt, in dem er sich für oen mit - 3 Mehrheit bei Art. 3 gefaßten Beschluß, der Stadt Gießen, die zwei Abgeordnete bekommen soll, Klein-Linden hinzuzufugcn, angc- schlosseu und nicht für den bei der Wahltreiseinteilung gefaßten, nämlich Wicseck du Gießen anz schließen. In Artikel 15 hat sick; der Ausschuß der Regierungsvorlage angeschlossen anstatt dem Beschluß der 2. Kammer beizutreten.' Nach diesem Artikel sollen icinc Reihe von Staatsbeamten (Amtsrichter, Gerichtsschreiber, Kreisräte ui'iv.) in ihren Amtsbezirken nicht wählbar sein. Ter Aus- schutzbericht besagt, daß man nicht eine dann liegende ."arte Dettcniic, aber andererseits der Regierstng doch zugebest könne, daß die Wählbarkeit solcher Staatsbeamten gewisse Nachteile und Gefahren für ihre persönliche Stellung mit sich bringe. Ter Beschluß wurde jedoch nicht einstimmig gefaßt (mit 7 gegen 2). In einer weiteren Reihe von Punkten — Wahloerfahren, Vorschriften über die Handhabung der Ordnung im Wahllokal u. bergt. — t)at, der Ausschuß seine abweichende Meinung zurückgestellt unb. ist ben Beschlüssen ber Zweiten Kammer im Interesse des Friedens beigetreten. Ebenso hat er die von der Zweiten Kammer beschlossene Wahltreiseinteilung a:'s eine die Zweite Kammer in erster Linie angehende Sache angenommen. Der Bericht bringt noch eine größere Anzahl rein redaktioneller Aenderungen, die darauf hinausgehen, hier und da größere Bestimmtheit des Ausdrucks zu schaffen. So zeigt der Bericht des Ausschusses namentlich in den Fragen, die die Wahl der Landstande, die Art der Wahl — direkte statt indirekte —, die Zahl der Abgeordneten und deren Verteilung auf das Land, die Verleihung des Wabl- rechts und den Verlauf des Wahlakts selbst, der durch eine Reihe von Bestimmungen den Charatter des streng geheimen erhält, eine sehr weitgehende Uebereinstimmnng der drei gesetzgebenden Faktoren. Bestehende -^Nierenzen werden sickswohl ausgleichen lassen. Wenn nid)t alle Zeichen trügen, wird der jetzige Landtag zu einem positiven.Er gebnis kommen, das die hessische Wahlrechtsfrage so regeli, daß, wenn auch nid)t jeder mit allein einverstanden ist, der weitaus größte Teil unseres Volkes mit den getroffenen Bestimmungen im wesentlichen zufrieden sein wird, -tav lanqe qcheqle Verlangen, die die Wälflermalsen bevor- mundende indirekte Wahl durch die direkte zu erictzen, wird so endlich erfüllt werden, nnb bas darf von unserem ooltc mit einer gewissen Befriedigung empfunden weiden. R B Darmstadt, 24. Jan. In zwr 1 umfangreichen Beratungen am Vor- und Nachmittag, die si ch'ois abends < Uhr ausdehnten, wurde heute vom F i u a n z gu s s ch u tz der zioetten Stamm er gemeimam mit der Regierung hie Haus Hal t s b c > a • tu na fortgesetzt. Der Vorm tlagssi ung wohn en StaatsmiUl icr Ewald und Minister des Jnnerii v. Hom bergt unb eine Anzahl andere Negierungsvertreter, der Nachmittags)lyung Herr v H 0 m b e r g f. Gcheimeräte Tr Becker, B e st, S u f j c r t, Weber und Biegeleben, Geh. Oberforstrat Walther, Oberfinanzrat Rohde u. a. bei. Die Beratung wandte sich zuerst den Kaptelii des l a n d w i r i s ch a f t l ch e n H a u S h a li t s zu Im Kap. 71, Landwirtschaftlicher Dispositionsfonds, weroen für Au«ftellungszwecke 3000 Mark angefordert und gutgeheitzen. Beim Kap. 75, Förderung einzelner Zweige der Landwirt,'chast, wurde bei Position Landesgeftüt die Klage vorgebracht, da,; die Provinz Oberhessen mit zu wenig Hengiten bestellt sei, wahrend Rheinhessen bereit im lkeberflutz habe. Ter Regierungsvertreter stellte eine Regelung dahin in Aussicht, daß eine wenig in Anspruch genommene Station in Starkenburg aufgehoben und nach Oberhessen verlegt werden könnte. Bei der Beratung des Kap. Landwirtschaftliches Unterrichts- und Versuchswesen, kam benn auf eine Anfrage von Ausschußmitgliederii ber, bekannte Streit zwischen bem Münchener Professor v. S 0 x l e t h nno bem Vorsteher der hessischen landwirtschaftlichen Vermchsstation, Geh. Hosrctt Professor Tr. Wagner zur Erörterung, eter Minister v. Hom bergt gab Namens der Regierung die Erklärung ab, es sei von der Regierung sofort nad) Bekanntwerden sind von den Sw. bibaren Kauflvlle und ins der Zahl dnE jbrei Jahre zuMst nähme dieser Wahl w r 1911 tags in den Eladm läude, Gartenslrahe 2 । Handlungsgehilsen. die >ndet und im Gemeinde^ ■ ,finnnobcr$eidiüiiirtuns । sts sie mindeslenS einen 1 regelmäßig das Zahl es beichäiligen. im; sie finbet nach den j imzellel in eigener Per imreefjt durch ihre gesek die Kaufleute durch Bc ^ndliingsgehihen duck >rmaluing oder der «j juöirfmu über ihre MV' Z MÜckgewieien werben srinässigung in 376 welche mit einem äußerer JSSSSSÄ .rtniMÜb-rinW1 SsS ZLLK ———5" 'ilnril d. 9•' __—1 BW fr®* i »ME ttt. 21 erster Blatt \6\. Jahrgang lUittwoch. 25. Zanuar Ml ^©ICnCllvl ZlllivlUrl £anb: Chefredakteur. A Äoetz. wittlchaftlichcZeitfragen ~ w MM Verantwortlich für den Fernjprech»Anickstusie: UV Jp WJp volitischen Teitt^lugnst »MM General-Anzeiger für Oberhessen Annahme* von Anzeigen Rotafi(m$^ru(f «nö Derlaa dervruhl'schen llniv.-vuch- und Stcinbruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Land": E.Heir. 'u'. den L Expedition für vüdingen: vahnhofstrahe ltza. - Telephon Rr. 50.Anzeigenteil: Dßntsches Rsrch ! mit dem ün Kap. 128 angeforderten Betrag von 102 400 Mk. für ibie innere Einrichtung des neuen Lehrerseminars in Bens- l>eim, die dem Ausschuß zu hoch erscheint. Von der Regierung wurde dagegen die Versicherung abgegeben, daß die frühere Forderung schon auf .Veranlassung der Schulabteilung bedeutend beschränkt worden sei. Die Mittel seien auf das Notwendigste ^beschränkt und die Kosten für die innere Einrichtung so gering angesetzt worden, daß es zweifelhaft erscheine, ob man überhaupt damit auskommen werde. Beim Kapitel 10, Staatseisenbahn en, wurde der An- " Gießener Industrie. Die Fabrik forstwirtschaft- licher Maschinen und Geräte von Heinrich Hansel in Gießen erhielt auf der Jubelausstellung in Buenos Aires unter vielen Mitbewerbern einen zweiten Preis. -Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Gothmann, Medizinalbezirk Boizenburg, Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin- Höfen der Gemeinde Zweifelsheim, Bezirksamt Höchstadt a. Aisch, Regierungsbezirk Oberfranken; Schlachtoiehhof zu Köln Kreis Büdingen. >< Babenhausen, 24. Jan. Der Kriegeroerein ernannte die Kriegsveteranen unserer Gemeinde zu Ehrenmitgliedern des Vereins. iuud für Frau Baumeister eingetreten war, spielte die Rottin mit f zart er Mütterlichkeit und herber Fraulichkeit, so daß die Neu- ^besetzuug nicht im geringsten merkbar wurde. Herr Gühne war ein prächtiger alter Stott, ein greinender Greis, der mit rein stimmlich betrachtet, des Guten doch etwas zu viel tat. Denselben Anstvtß Uahm ich an Herrn Volcks Sandperger, der sonst .ebenfalls famos, erfaßt war. Eine herzhafte Sandpergerin war Frau Gühne, ein knorrig-edler .Frauentypus. Herr Goll .spielte den Engelbauer mit humorvoller Würde und Herr Bruno den Reiter des Kaisers mit glaubenseifriger Hingabe, der die Gegensätze im Charakter des Reiters aber nicht zu einer Einheit zu- sMNmenzufassen wußte. Leider blieb er mir .mehrmals unverständlich Ein kecker Spatz war Fräulein Wendel, ein allzu. weinerlicher Unterreger Herr Gunolt.. Otto Schwarz spielte Iben Schreiber mit gutem Glück. Tas Theater, war bedauerlicherweise sehr stark, überheizt. J ** Nebenbahn Lollar-Londorf. Der Verwal- tungsgLrichtshof hat nunmehr, wie wir bereits kurz mit-- » geteilt haben, in der obengenannten Berwaltungsstreitsache : in letzter Instanz entschieden. Nach dem in seiner Sitzung vom 7. l. verkündeten Urteil ist folgendes zu Recht erkannt worden. Der Rekurs der Stadt Gießen gegen das : Urteil des Provinzial-Ausschusses der Provinz Oberhessen ' vom 6. Juli 1910 wird ebenso wie der Rekurs der Gemeinden Lollar, Londorf, Mainzlar, Mendorf a. d. Lda., Treis o. d. Lda., Daubringen, Climbach, Staufenberg, Allerts- hausen und Kesselbach als unbegründet verworfen. Jeder Teil hat die ihm selbst erwachsenen Kosten zu tragen. Die Stadt Gießen wird ferner in s/4 der übrigen, sowie zur Zahlung eines an die Staatskasse zu entrichtenden Aversioual- beitrags von 30 Mk., die übrigen Gemeinden werden in 1/4 der Kosten und einen .Aversionalbeitrag von 10 Mk. verurteilt und haben diese unter Gesamthaft nach Maßgabe ihrer durch das angefochtene Erkenntnis des Provinzial- Ausschusses festgesetzte Beitragspflicht zu tragen. Die Entscheidung des Provinzial-Ausschusses vom 6. Juli 1910 ist damit rechtskräftig geworden. ** Die Gießener Ruder-Gesellschaft 187 7, e. V., feierte am Samstag, 21. d. M., ihren 34. Stiftungstag in Gestalt eines Bkumeufestes in dem herrlich geschmückten Saale des Gesellschafts-Vereins, der kaum genügte, jung und alt aufzunehmen. Der Eingang zum Saal war in Form einer Laube mit rosa und dunkelroten Rosen zierlich geschmückt und mit Abzeichen der Ruderei dekoriert. Der erste Blick in den einzigartig von den bewährten Händen der Herren Stückraty und Petri aus- geschmückten Klubsaal ließ diesen als solchen kaum mehr erscheinen; ein großes Blumengemälde deckte eine Wand vollständig, die Galerien waren unten in kleine rosenprangende Lauben verwandelt, oben mit frischem Grün geziert und mit Girlanden, Rosen, Zweigen und großen Rosensträußen nach der Decke hin abgeschlossen. Von der Decke herab hingen außer dem rosengeschmückten Kronleuchter zwei mächtige Reifen, von denen aus Rosengirlanden auf duftigen rosafarbenen Tüll geschlungen nach allen Ecken und Pfeilern des .Saales hinzogen. In Form von schön geschmückten Lauben war je ein Verkaufsstand für lebende Blumen und japanischen Zierat errichtet; in einer Teebude und Sektbude wurden süßes Naß und wohlschmeckende Erzeugnisse der Backkunst verkauft. Vor dem Gemälde war eine Buhne mit frischem Grün allerwärts dekoriert auf geschlagen, von der aus Herr Goll als Gärtner in sinnigem Reim mit der Blumenkönigin, einer Dame der Ge ellschast, im Gespräch das Fest eröffnete. An den Prolog schloß sich ein von 12 Damen, die als Blumen erschienen, sehr gut ausgesührter Blumenreigen, in dem auf kleinen Glöckchen die Melodie der Kapelle mitgeschlagen wurde. Dieser Reigen, wie der sich anschließende, von je 8 Schifferinnen und Schiffern mit kleinen Rudern getanzte waren gan. allerliebst und ernteten reichen, wohlverdienten Beifall. Der Marsch der Gießener Ruder-Gesellschaft eröffnete sodann ba->. allgemeine Festestr eiben, Sekt- und Teebude machten bald gute Geschäfte, im .Saale herrschte ein fröhliches Treiben und wurde, nachdem eine endlose Reche von Paaren eine Polonaise gegangen, bald nach Herzenslust getanzt. Eine ungetrübte schöne Feier war dies Blumenfest der Gießener Ruder-Gesellschaft, die bis zum nächsten Morgen ausgedehnt, allen Teilnehmern noch lange Zeit im Gedächte bleiben vird und sich würdig anreihen kann den renommierten ruheren Veranstallungen der Gießener Ruder-Gesellschaft ? Bors do cf, 24. Jan. Zum Beigeordneten hiesiger Gemeinde wurde Landwirt Heinrich Bartel gewählt. io. G e 11 e n a u, 24. Jan. Landwirt Heinrich O st h e i m X. wurde einstimmig zum Beigeordneten gewählt. Kreis Lauterbach. hipft 2\3Qn:. rteül gelungenes Konzert 0 .h Männ°rg-,ang°°--in unter Leitung fernes Dirigenten, des Lehrers Stein, ab ™V,*' Erfolg. Besonderen Beifall L ,Cn ß,rebec von Silcher „Morgen ,nuß ich fort von Mn/rein^ fi t»r ®as Volkslied .Die Smbrns' ,h s 'n "®uten abcnb- gute Nacht- oon Brahms, ebenso ldesien .Klage und noch verschiedene Chöre, die z. T. wiederholt werden mußten. Die freundlicke Mit- KonÄ ^P^rer- Möbus aus Udenhausen verschknte das Konzert noch ganz besonders. Seine umsanareiche Tenor, limme sand besonders reichen Beifall ,n den Liedern .Gebet- SlCnE6 -6el,8 sind, die Verfolgung leiden-, .Ich halte einst ein schönes Vaterland- von Lasten u a ,» musikalische" Tei '^ in 3"3Qbcn umstehen. Der C M v 2Beh.r' nra .-m ®eett)ooen, Mendelssohn und Schlug. ” iU zeugte von vorzüglicher einen Zweifel an unserer RechtüberzÄ'gung auffommen lassen und dadurch untere Position ab schwächen. Die Frage über die Abgaben am der ^.onau gehört nicht hierher und ich empfehle sie auszu- schalten. Ter Mmifter erklärte dann neuerdings, die Regierung batte unentwegt an den ihr durch die Elbv er träge gewährleisteten Rechten feit. Punkt 1 des Antrages wurde hierauf unter Einschaltung des Wortes unabänderlich, angenommen. Punkt 2 wurde /er oasping angenommen, daß nach Ueberzeugung der österreichischen Regierung die Erhebung von Schiffahrtsähgcchen auf der Elbe den bezüglichen Verträgen widerspricht. Punkt 3 wurde ab gelehnt. x Hessen-Nassau. jungen .m M.S LXS g7g^ih7^ Un,er' Aus StaSt unv LanS. Gießen, 25. Januar 1911. ** Das Groß herzoglich ePaar folgte am Montag abei^ einer Einladung des Kammerherrn Frhr. L. von Riedesel zu Eisenach zu einem Hausball, der im Hotel zur Traube in Darmstadt stattfand und zu dem etwa 110 Personen geladen waren. Auch der Besuch des Großherzogs, das Prinzenpaar Stolberg-Wernigerode, war anwesend. Ter Großherzog besuchte am Dienstag abend mit Gefolge den Vortragsabend Marcel Salzers im Kaisersaat, der außer- ordentlich gut besucht war. fuchszwecken befragt tmrrbeti, sei daran xn keiner Weise Anstoß s auf das im Juli vorigen Jahres «abgeschlossene russisch-fapa- geuommen worden. nische Abkommen, das ht einigen Kreisen mit Mißtrauen Nach diesen Darlegmyen griff die Beratung auf Kapitel 40, ausgenommen worden sei, trage er keine Bedenken, ausdrücklich zu L e h r e r i c m i n a r i e n, pädagogischer Kursus und Präparanden- erklären, daß der einzige Zweck dieses Abkommens die Erhaltung Anstalten zurück. Hierbei war vom Ausschuß angeregt worden, I des Statusguo in der Mandschurei und die Sicherung ition den Zöglingen ein angemessenes Schulgeld zu er- des Friedens im fernen Osten sowie die Bekräftigung der Grund- !heben. Der Negierungsvertreter führte dagegen aus, daß nur sätze und der Bestimmungen der Kouveution vom Jahre 1907 sei. in wenig Staaten, Sachsen-Weimar, Schwarzburg-Rudolstadt, ...... - ’■ Braunschveig, Neuß ä. L., Hamburg und Lübeck Schulgeld erhoben Gefterreich nnö die Schjfsahrtsabgaben. ___ "y < C« ' ' - Q? ft-rVe tvzVv* Cvt,« kritA I J * Jan. In der Sitzung des Volkswirtschaft- lichen Ausschusses berichtete Schrammt über seinen An- emes Schulgewes feien iwch nicht 0^6^10^01, er könne aber letzt betreffend die geplante Erhebung von Schiffahrtsabgaben auf ^äemdaß die Regrermrg dieser Anregung keine große (£Ibe und der Touau. Ter Antrag verlangt, die Regierung cittgegcnbnngc ,®et ®ab 41. Itäjdiulen, toarL^ Regierimgcn des Deutschen Reiche« «klÄen roorben, tnc ZutchuNc für Selnxr • kursen für .Vereinslehrer usw. im Interesse des Turnwescns im I R-aieroma nah her wSt erklärte. Die deut,che allgemeinen gewirkt. Der Ausschuß dürste darnach von seinem I i psvektieren^ Tie Vertragsrecht zu „Vorhaben Abstand nehmen. | JHSrSS&.rt!? d^ Lchiedsgerichtes wurde vielleicht Die Nachmittagssitzung des Ausschusses beschäftigte sich zunächst Spott* durch fein plSinänVei^®Mflehii» 4 j n ® ic6en, dem es einen regen Üremdenverkebr 9nSd? ^sch gelungen ist, int Winker trag Raab bezüglich der Besserstellung der nicht zur Eisenbahn-! ~ ~ . ------------------- gemeinschaft übergetretenen alten Beamten beraten. Tie Regie-1 rung teilte mit, daß darüber noch mit der Eisenbahndirektion I Der „Reichsänzeiger" meldet: Die Giwtraaunqen in .Verhandlungen stattfänden, sie glaube aber kaum, daß man von das R ei ch s s ch u l d b u ch überschritten e i ne M1 l tra r d e dem schon früher in der Sache emgenommenen Standpunkt ab- und erreichten einen Stand, der mehr als 22 Prozent der gehen werde. gesamten eintragungsfähigen Reichsschuld ausmacht. Wenn Beim Kapitel 36, Landesuniverntat, wurde von der auch das Fortschreiten an und für sich zu begrüßen ist, so Regierung mitgefettt, daß die Stadt Gießen bezüglich der Be- wird doch von dem Schuldbuch ^noch nicht in dem Maße ^Handlung ihrer Kranken zu einem anderen Berechnungsmodus Gebrauch gemacht, wie seine Einrichtungen es verdienen rbercit sein werde. Sie habe bisher ein Aversum von 10 000 Mk. chüßten. Der „Reichsanzeiger" weist deshalb nochmals au gezahlt und solle in Zukunft für jeden Kranken ein tägliches I die Vorteile des Reichsschuldbuches hin, namentlich auf die iPflegegeld von 2,30 Mk. entrichten, woraus man die Einnahme von! ^dedingce Sicherheit bei Verlusten infolge Diebstahls, ca. 30000 Mk. zu erzielen hoffe. Die Regierung ist weiter damit ein- ft weiter, ferner auf die kostenfteie Eintragung perstanden, daß die außerordentliche Professur im Forstfach vor- Uebersendun/^r" Zinsen ,01Pie ^otiofrete läufig E wieder besetzt wird Wester herrscht Einverständnis Die Aussichten^ für das Zustandekommen des elsaß- idaruber, daß ein Betrag von 750 Mk. zwecks Einrichtung eines lothringischen V e r f a s s u n g s e n t w u r f e s sind Lehrstuhls für Ballistik bewilligt wird. Es geschieht nachdem die Reichstagsfraklionen zu dem Entwürfe Stel- dies namenllich .auf Anregung zweier großer hessischer Firmen, I lung genommen haben, so schreibt man uns aus Berlin, die jährlich viele Ingenieure beschäftigen und darnach ihren SeJjW als sehr günstig zu bezeichnen. Die Konservativen, darf durch auf der Landesnniversstät ausgebildete Kräfte deckenI rÄ. Zentrum und die Nationalliberalen haben vielfache wollen. Abanderungswünsche in den Fraktionssitzungen geltend ge- Die Westerberatmig wurde auf Mittwoch vormittag 10 Uhr keine direkt ab- tiertaat lehnende Stellung zu dem Entwürfe ein, doch sind die Aus- ... _ stände, die an dem Entwürfe gemacht werden, ziemlich zahl- Die anstoärtiae Dolitif lonmts rei(? un£b teilweise recht einschneidend. Cs sei and) nicht VVC "UdwUllM poilm Japans. verkannt, daß die .Ereignisse in den Reichslanchen, die sich . erllL L A^f?er^des°Aeube^K o Fu r^a^ bie °BeShung?n lJapans zu den fremden Mächten nehmen ständig an Herzlichkeit d^rtet einttt Einfluß ausgeübt haben. Da oer Entwurf zu und seien durch feinten Zwischenfall getrübt worden. Vor ernem Ausschuß überwiesen werden soll, so wird man erst '.allem könne er mit der größten Genugtuung feststellen, daß ] «us diesen Beratungen Klärungen erwarten dürfen, das englisch-japanische Bündnis, das ständig an Kraftj Das Schreibest, mit welchem der kaiserliche Statthalter und Dauerhaftigkeit gewonnen habe, und das ein vollkommenes vonElsaß-Lothringenzur Linderung des Notstandes eines Einvernehmen und Verständnis zwischen den beiden Regierungen großen Teiles der wein bau treibenden Bevölkerung gewährleiste, auch westerhin einen mächtigen Faktor für die Erl-al- Clsaß-Lothringens aus seinem Disposstionsfonds 25 000 Pchrk tung des allgem. Friedens im fernen Osten darstelle. In Bezug stiftete, hat folgenden Worllaut: Straßburg, den 23. Januar 1911. Durch die vor- tahnge Mißernte ist ein großer Test unserer weinbautreibeii- ben Bevölkerung schwer betroffen und vielfach in bittre Not vftfetzt worben. Diese schmerzliche Tatsache legt der Regierung, wie das ja bei ver)chiedenen Anlässen ausgesprochen worden ist, die ernste Pflicht auf, den eingetretenen Notstand mit allen Mitteln zielbewußt und planmäßig linbern zu helfen unb baburch zahlreichen Bewohnern des Laubes, deren Existenzbedingung an manchen Orten auf den Ertrag des Weinbaues gegründet ist, ihren Erwerb und damit ihre Zukunft zu sichern. Mit einer solchen Aktion dienen wir nicht nur den Nolleidenden, sondern auch den allgemeinen Interessen des Landes, die mit der Erhaltung eines blühenden, entwickelungsfähigen Winzerstandes eng verknüpft sind. Angesichts des Umstandes, daß Fälle dringender Not eine unmittelbare Hilfe geboten erscheinen lassen tonnten, überweise ich dem Ministerium für solche Zwecke hiermit den Betrag von 25 000 Mark aus meinem Dispositionsfonds. .Aus Fulda wird uns vom 24. Jan. berichtet: Die ISozialdemokraten haben für den Reichstagswahlkreis Karl Neurath Fulda-SckMchtern chren Genossen H öl le r als Reichstags- ..... I kandid-aten aufgestellt. — Leopold von Ranke als Kirchen heilig er. Vor . Das „Dresdner Journal" schreibt: Zwischen den Re- ^rurzem rft zu Ledersleben bei Querfurt in Thüringen die Kirche,! gierunge'w von Sachsen, Reuß ältere Linie und Patronin, Frau Maximiliane von Kotze, Reuß jüngere Linie wurde vorbehaltlich der Zustim- nSX riiSißT iS Uj£biui werden, war, von mung der Landesvertretungen ein Vertrag abgeschlossen, El^der^der die Bedingungen feststellt, unter denen das sächsische schichtsschreibers Leopold Ruckes ^^riffa Oberverwaltungsgericht auch in reußischen Verwaltungs- I^apes.(P^ceval) Lis Älln siiw zwZSöE: Dtto(geb ^tftchen rn letzter Instanz Recht sprechen soll. .1844), retzt Pfarrer in Berlin, und Friduhelm (geb. 1847), letzt\r Magistrat Nürnbergs stiftete zum 90. Ge- .Generalmaior z. D. in Rudolstadt, und die vothin genannte burtstage des .Prinzregenten den Veteranen 100000 Tochter Maxnmliane (geb. 1846) hervorgegangen, die sich 1865 Mark. Wühelm von Kotze, Rittergutsbesitzer auf ^us Neustadt a. H. wird gemeldet: In Musbach ist am -.odervleben vermahlte. Diese Dame, durch ihre mit dem Grafen I.Montag nachmittag im Alter von 69 Jahren der frühere -^chulenbmg verehelichte Tochter Karoline (Lilli) Reichstagsab^eordnete der Freisinnigen Volkspartei Ä^^^obomttn, machte 1909 gelegentlich der Konfirmation Gutsbesitzer Otto Sartorius infolge eines Schlaganfalles ge- ihrer beiden Enkel Mexanber und Wilhelm eine reiche Stiftung swrben. w. ^terr Patrmratskirche. Dekorationsmaler Hesse in t Aus Erfurt wird gemeldet: Der frühere Reichstags- V^valim die Ausmalung des Innern. Tas Mittelfeld a n d ta g sa b g e 0 r du e t e Johann Jacobskoeter ist der den Kirchenraum überspannenden Flachbogendecke enthält brei Itnt ^^er von 71 Jahren gestorben. Ucbcrr Orgelempore erblickt man----- ^Ämmenhang bamit zeigt das Mittelfeld 2411313180. ftiZ,^-i^LchbllbÜn7Lr VLsichen°TizL »«»i»«* (^arte- del Saeramento in den Stastzendes SatitaShiemiMS^ I ..?^uen) wurden neun Bedienstete verhaftet, F. Helmolt im Dresdner „Salonblatt" audfübrt bie BenrbtiiTia Streiks zahlreiche F r a cht sen d n n g e n g e- aller Kunstkenner verdient. Auf dem Firmamente thront bir *n°h^l.ega ^atten: ^^?tzer Teil des entwendeten Gutes wurde göttliche Dreieinigkeit, umgeben^ vo» auÄhi?d) weit hinter ihm Ät?. gestaltung mit Luther, Gustav Adolf. Paul Gerdardti h ' Wahres 1911 erfordert im Bn- Ranke verdankt ihr Dasein einem trefflichen Gedanken liönen Ö°m P)1° cin ü 0 ” -8 Hick fließe." eines KKs Bet Bfljil Zwölf Jahre lang I sMsreiche Wirkung der nobr, und zu den neifd jünjtige Wirkung der T ti jetzt in der „Revu M neuesten Erfahrung Mssanteste daran ist w M. Es war ihm nid mben, wohl aber hat Metschnikofs stammt, Whörige alles an. N er es auf 65 Jahre jstwöchlen Arbeitskraft »eise zurückfühtt, die 1 to bcibehalten tyii. f Je» Rlickfallsteber kli.'S«.1”* 5ma"9D,£l“$'®e Ä/St* ^5 Geld vermutete, tt öfly jCf 65 hu -Mr E —' 5 Berlin, 24. Jan. ^Wedding-Krame rühr gegen einen Ang. Gefängnis, gegen 14 J" 1-iöigung und wegen Wtl Rijiing zu Gewaltlaligket! -aien und gegen einen iiüntragten jemer, allen Miirechnen. Aussd Diese Ann- Gutscheine wit den übr notwendj'ge Mehr als e. Kheinsammi ^ses Anerl schw< iwiegermn e. Gestern L( m. lll. j» seit Nüi Der Kriegerverein «> Gemeinde zu Ehre-" 25. ”iet6rrL ‘9*c «ui tob S1l V™ spot« J °be lt)0 ^CoBf)er' v °bend < ■ ^en-aü(Xl^ ’ttborf „ : tvir bereit- DrZK Jli solaenbp? n4r‘: -W (E i» »fc der toDinj S" U ösdw wäte* K-.M ?»“ w“Ä ä tom w( 1871 ,Hven 31 Stiftunqi.' L™ dem herrlich?' ^rems, der kam ■ £ ?er Eingang A dimkelro^. Weiten der Mit- ,!*l von den bi. tat) unö Peki ans. ^.solchen kaum mel Ee deckte eine Lar) unten in Keine roser- 1 MU Mschem Grün gc- , Zweigen und grogt- abgeschlossen. Von bei "geschmückten Kronlem jen au- Rosengirlander hmngen nach allen Ecker, i. Zn Form von sihc erkMfsstand sür leber.l rächtet; in einer k iaß und wohlschmeckend Vor dem Gemälde im: lerwärts dekoriert aui ils Gärtner in sinnigen : Dame der GeseWji i den Prolog schloß sch en erschienen, sehr a i auf Meinen Glocke en wurde. Dieser Sc- dh je 8 SchifferiÄ« getanzte waren erdienien BestsL Ar ft. eroftnede fotar.y.. Teebude machten lÄ ein fröhliches TiÄm leihe von Paaren mc Mslust getanzt. .tos lumenfest der Gießenei en Morgen ausgedehnt, im Gedacht^ bleibi: nn den renommicriir. euer Ruder-Gesellschan ie Fabrik forstuM-ch- arich Hansel in GM uenoS Aires unter vielki s. , e Neue Ausbruch .h'mam. ®NW nburg-ScSraen«; * tarnt HSchl'od« «•ä"“' chtmehhsf»» “ota' ... de-"1 $th-'^- eten gewählt- ,!ännC‘8« sm»,6i »enb, ä*s I in den U ^n', die ÄertolglwS „L oven./'n Vorzugsi ■raw Winterkur für irr d fej NervenKrankeal HMM Or. M. Sohulze-Kahleyss, Nervenarzt Sanatorium HofhoLm un Taunus. IMMMHB 2) Giessen (Grosser-Steinweg 23), 25. Januar 1911. 644 dem neuen Friedhof statt. iB*/i Färbe zu Hause I GEBR.HElTMAHH.KÖLNuRIGA Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 2^ Uhr, auf VISl TKA R TEN in Jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühTsche Univ.-Druckerei* Ausschneiden! Diese Annonce wollen wir anstatt zwei Gutscheine anerkennen, falls dieselbe zusammen mit den übrigen für die Erlangung eines Löffels notwendigen Gutscheinen eingesandt wird. Mehr als eine Annonce kann bei einer Gutscheinsammlung nicht berücksichtigt werden. Dieses Anerbieten ist gültig bis zum 31 Dezember 1911 Abt. C.X.Quaker Oats Company, m.b.H., Hamburg. Quaker Oats Pakete enthalten jetzt Gutscheine, für welche wertvolle Löffel gänzlich kostenlos erhältlich sind. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Schwan. bene (Tbemfralten, mit denen er seiner Herztätigkeit $n Hilfe kommen wollte, hatten fernen Zustand noch verschlimmert. Er versuchte mich verschiedene .Heilmethoden, aber nur die, d'.c hauptsächlich auf der Anwendung der Milchsäurebakterien beruht, die man deswegen beinahe als „Bazillen der Langlebigkeit" bezeichnen kann, hatte Erfolg. Metschnikosf strick zunächst alkoholische Getränke und rohe Nahrungsmittel von seiner Speisekarte, setzte seine Natron an Fleisch auf 100 bis 150 Gramm täglich zurück und ernährte ich zum größten Teile von saurer Milch, die mit dem bul- garischenMilchsäurebazillus behandelt war. Außerdem fügte er Datteln (wegen ihres Zuckergehaltes, hinzu, Hierdurch, o behauptet er nun, hat er die verschiedenen Altererscheinungen, hauptsächlich die Arterienverkalkung vermieden, und der letzte Grund hierfür ist die Veränderung seiner Eingeweidebakterien durch die Hinzufügung der Milchsäurebakterien. Unter den TarmbaTtericn sind einige besonders bedenklich, nicht nur als Fäulnis erreg er, sondern weil sie die unangenehme Eigenschaft haben, Gifte zu erzeugen, die den Körper schädigen, z. B. Indol und Phenole, die zwar nur in kleinen Mengen entstehen, aber ganz langsam schädigerck wirken, hauptsächlich auf die Arterien, die Leber, die Nieren und das Gehirn. Bei gcwöhtllicher Ernährung werden nun die schädlichen Eingeweidebakterien miternährt. Durch Nahrungsmittel, die Milchsäurebakterien enthalten, kann ihr Sßadjetum aber bedeutend eingeschränkt werden. Es sind viele Präparate im Handel, die dem Körper diese nützlichen Milchsäurebakterien zuführen sollen, häufig aber bleiben sie trotz regelmäßiger Anwendung wirkungslos. Ein Grund hierfür ist, daß die Milchsäurebakterien im Darm ab- sterben, roerm sie nicht die nötigen Nahrungsmittel vorfinden. Zur Erhaltung des Lebens brauchen sie Zucker, die Zucker,tosse, die sie benötigen,- sind aber in dem Teile des Darinas, in dem der ftantpi znmcyen ihnen und ben Fäulnisbakterien vor- geht, gewöhnlich nicht vorhanden, weil sie oberhalb dieses „Kampfplatzes" vom Darm bereits aufgesogen worden sind. Nach den Untersuchungen von Albert Bert Helot siird Zatteln besonders geeignet, dem Körper Zuckerstoffe zuzusühren, die amh weiter abwärts in den Darm gelangen und dort dte Mllch- säurebakterien ernähren können. Bisher ist es nicht gelungen, irgend ein Präparat aus Milchsäurebakterien herzuftellew, in dem aus Datteln gewonnene Znckerstoffe bereits vorhanden, sind. Metschnikosf hat aus diesem .Grunde die Datteln selbst seiner Speisekarte zugefügt. Amtlicher Wetterbericht. Oeff entliche We 11 et ö ien ft ft e11 e Gießen. Verlauf der Witterung seit gestern früh: Dm Wetterlage hat sich außerordentlich v er schleckert Intensiver -uep druck über Nordeuropa überflutet gaitz Deutschland mit sudwesd- lichcn Winden, so daß die Temperaturen in raschem Anstieg begriffen sind. Heute morgen wurden bereits 0 Grad Wärme erreicht und überschritten. Lereinzett fiel etwas Schnee, währmd in Norddeutschland bereits weitverbreitete Regen auftretaL kxt ein Sturmwirbel westtich Irland heranzuziehen scheint, mu6 aud, in Mitteldeutschland mit starkem Auf, rischen der südwestlichen Winde gerechnet werden. 1Q11. Wetterausnckteu in dessen am Donnerstag, dem 26. Fan. 1V11. Starte südiveslllche Winde, milder, Regen. J. M. Schulhof 1031 Televhon 119. Prompter Versand nach auswärts Schellfische auf Eis in feinster lebend» frischer Ware soeben etngetronen und billigst bei August Wallenfels, Marktplatz 17 Telepbon 262 Prompter Versand auch nach auswarto. 17C Piitglied des Rabattsparvereins. für wenige Pfennige kann jede Hausfrau Kleidungsstücke «.Stoffe aller Art, aus: Wolle, Halbwolle, Baumwolle, u.s.w. prachtvoll u.echt färöen. ' Alle Farben ä 10u.25PfQ. Man Fordere ausdrücklich Heitmann^ Farben. Schurzmarke: Fuchskopf Im Stern. Jedes andere Fabrikat zurückwehen. Donnerstag früh treffen lebendrrische 1143 Schellfische, feinste Nordseestsche, ein bei Georg Wallenfels, Marktplatz, 21, Telephon 46, QcgcnübeC der Engelapolheke. Ausgabe b. grünen itiabaiunarten. versilbert, von grosser Haltbarkeit. Ohne Reklameaufdruck sind die Quaker Oats Löffel eine Zierde für jeden Tisch. Man beginne also sofort mit dem Sammeln der Gutscheine. Quaker Oats kommt frisch und mit nussartigem Geschmack aus der modernst eingerichteten Hafermühle Deutschlands. Der rasche Absatz von Quaker Oats verhindert das Altwerden der Pakete in den Läden. Das ist wieder ein Grund, weshalb Quaker Oats besser schmeckt als andere Haferprodukte. ____ Märkte. kc. Frankfurt a. M. Eckweinemarktbericht vom 25. Ian. Anfgelrleben ivaren 1477 Schweine. Vollfleischige ^Schweine von 80 lns 100 k? Lebendgewicht 51.50-53.50 Alk., Schlachtgewicht 65.00 - 67.00 Vit., vollfleischige Schweine unter 80 k§ Lebendgewicht 52.50-53.50 Alk., Schlachtgewicht 65.-0-67 All.; vollfleischtgc Schweine von 100—1^0 kg Lebendgewicht 51.5 —53.50. Mk., Schlaclitgewlcht 63.00—67 Alk.: voll fleischige Schiveinc von 120 bjs 150 kg Lebendgewicht 51.5 >-53.50 Mk., Schlachtgewicht 64—67 Alk.; Fettschiveine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 bis 00.00 Mk., Schlachtgewicht OU.OO—00 Mk. Sauen 00—00 Ml. Geschaht miltelmäbig. ä tc. Frankfurt a. M., 24.Ian. Heu-und -Ltrohmarkt. Angeiahren waren 10 Wagen Heu und 4 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3/ 0—8,. 0 Alk., Strol) (Kornlangstrog) 2,50 bis 2,8j 'Pik., 1t irrslrol) u,00-0,0o 'Mr. Alics für bu Kilo. Geschäft flott —' Tie Zufuhren waren aus Lberhesjen und dem Ober« taunuS. ____________________ <8)erid)i*iaaL Berlin, 24. Jan. Tie S t a a t s o n w ä l t e beantragten ckm Wedding-Kraivallprozetz wegen Teilnahme an A u f- ruhr gegen einen Angeklagten Vi4 Jahr, gegen zwei je 1 Jahr Gefängnis, gegen 14 andere wegen Teilnahme an Auiriihr, Beleidigung und ivegen Widerstandes gegen die Staalsgewall, Aufreizung zu Gewallläligketten usw. Ge'äiignisslraien bis zehil Monaten und gegen einen Freisprechung. Die Staatsanwälte beantragten ferner, allen Angeklagten bie volle Untersuchungshaft anzurechnen. Der Bazillus her Langlebigleit. Hospiz taJT evang. Schwestenüiaui, tiieeeeM. wtuuioewtr. i. Letzte Nachrichten. Berlin, 24. ^an. 2ec „Rerch^nz." meldet: Die Professoren o. R ö n t g e n -M ünchcn, H e r r n g - Letpz g, der Bildhauer Professor Lessing- Ka.rlsru.he und Generalfeldmarschall von der Goltz wurden zu slimmberechttgten Kittern des Ordens pour le mörite für Wissenschaften und Künste ernannt. Giessener Fischhau* Waurornr. 43. XcL 614. Labnnime, Schellfische, ftabliau, jungen, Zander, Swolleu, friich vom dang emgetronen, zu den billigüen Preisen (0579 Bestellungen für Gesellschastsessen weroen prompt besorgt. Gestern abend 6'jz Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine geliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und lante Frau Auguste Schwan K toerzagl aemeinheit zu ersckließen, veranfiaktet in der Zett vom 4. bis 6 Februar einen zweiten Schtknrsus aus dem LoberodS- i'i ,nit dem Wettläufe verbunden werden. Tie 2etiung des «nr'lu« hat wieder der Norwege A. Hoyer ubernonnnen, deflen äui für Erlernung eines stilvollen und sickeren Laufes bi.rgt. za >,r -chiklub (tiieuen mir rein sportliche Jnteressei, verfolgt, ist d,e fLroäbr für einen regelrechten Betrieb gegeben. Anmeldungen zum Wettlauf der für Einheimische unentgeltlich ist, und zum Kursus iu.d an den 2. Vorsitzenden des stlubS, Karl Neurath in Gieben, zu richten. Näheres folgt demnächst im Anzeigenteil des Blattes. Kleine Tageschronll. Dir Turiner Ausstellungsleitung bat sich für das Pharos» Prestgasliä>t ^>er Auergcsellschaft. welclics in einer Lichtstärke von über 1 i Million Kerzen einen großen Teil der Ausstellung beleucht ten wird, entt'chicdeu. Die deutsche Industrie barf auf diesen Erfolg lolz sein, da eine scharfe internationale Konkurrenz zu belampsen war. . ... _ . _ r . Nach amtlichen Feststellungen sind bei dein Erdbeben in Buchara 376 Einwohner und 14 Russen umge- kommen. Tie Zahl der notleidenden Familien betrage 10 000; etwa 15 000 Kirkisen und Kibitlen sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Sanijänt Holz M. 3.45 per Karren, bei gröB- Abnahme 75 Pfs. per Ztr. frei Haus. Wellböfer, 645) Marburger Strage. ^**4.m<* in jeder beliebigen Schriftart und Karton. 1 lien i AmPiI forte, sowie mit Sirte In aller studentischen VlpUWim» Vereinigungen, liefert zu mähigen preisen tzrühl'sche Universitäts-Druckerei, Zchulstrahe 7 MNietÄ “Katalog gratia. GetUigelhof, ÄAergeutbeim 284 (hv5/^ Gicsteuer Strafkammer. )( Gießen, 24. Januar. Fehlende Aepfel ßratTiten den in Friedberg wohnhaften Taglöhner A. I. S. aus Rockenberg wegen schweren Tiebslahts unter Anklage. Mangels Beweises mußte Freisprechung erfolgen. Wegen Tiebstahlsversuchs hatte sich der Weißbindergeselle Hch. U. von WölferSbeim zu ver- ,antworten. Ein Kamerad von ihm hörte eines Abends im Neben- ■immer einen Schlag. Er eilte nut ferner Blutter an die Stelle und beide sahen, wie ein Mensch rückwärts zum Fenster hinaus- slieg. Sie wollen m ihm den Angeklagten erkannt haben. Zu dem rnesmaligen lernriit ioar em großer Zeugenopparat aufgeboten, auf b)runö dessen das Gericht zu der Ueberzeugung kam, daß der Angeklagte es war, der am fraglichen Abend zum mindesten vom Fenster aus versucht hatte, eure Base auf einer Kommode, in der ct das Geld vermutete, herauszulangen und daß sie dabei zur Erde gefallen ist. Es hielt, entgegen der Anklage, nur den Versuch eines einfachen Diebstahls für vorliegend und es erkannte auf eine Woche Gefängnis, Tas Mefier spielte eine Rolle bei einem Streck zwischen jungen Leuten von Arleshaujen, weshalb sich vier berfelben vor dem Schöffengericht wegen Körperverletzung zu verantworten hattem Drei davon wurden srelgejprochen, während der Slemrichter I. D. IV. wegen qesährlicher Körperverletzung zu 4 Wochen Gesängiiis verurteili wurde. Infolge semer Berufung, die sich auf Notwehr stutzte, er- ■ging Freisprechung, da er sich einer Anzahl Angreifer gegenüber ' befand, gegen die er sich wehren mußte, Zwölf Jahre lang hat Professor Eli Metschnikosf bie segensreiche Wirkung der Milchsäurebakterien an sich erprobt, und zu den verschiedenen Sefaiften, in denen er über die günstige Wirkung der Saurew-Milchpräparate berichtet bat, fügt ct jetzt in der „R evue" einen neuen fesselnden Aufsatz, der seine neuesten Erfahrungen auf diesem Gebiete enthält. Das Jn- terefiantefte daran ist wohl, was Metschnrkoff über sich selbst lägt Es war ihm nicht vergönnt, am Patienten Versuche zu machen, wohl aber hat er sich als Versuchsperson benutzt. Metschnikoff stammt, wie er erzählt, aus einer Familie, deren Angehörige alles andere als langlebig sind; trotzdem bat er es auf 65 Jahre gebracht, und erfreut sich einer völlig ungeschwächten Arbeitskraft, die er hauptsächlich auf die Lebensweise zurückführt, die er vor 12 Jahren angenommen und seitdem beibehalten hat. Ms 53 jähriger war Metschnikofs durch das Rückfallfieber außerordentlich geschwächt, und vcrschie- Besonders intereffant ist die Wirkung des „Bazillus der Langlebigkeit" auf sogenannte „Bazillenträge r". Es gibt, wie in letzter Zeit von verschiedenen Aerzten festgestellt worden ist, Menschen, deren Körper die Erreger des Typhus, der Cholera, der Genickstarre oder anderer gefährlicher Jnfektionskrankheite,r beherbergt, ohne daß der Träger dieser Krankheltskeime irgendwie burd) sie gesck/ädigt wird. Für seine Umgebung ist ein solcher Mensch natürlich eine große Gefahr. Man kann Nickst daran denken, chn zii ifohcrcit, denn er kann jahrelang die Bakterien in sich beherbergen. Die Anwendung von Mllchsäurebakterien hilft in diesem Falte nach Metschnikosf z i e m l i ch s i ch e r die schädlichen Keime zu vernichten. Man hat Metschnikosf mehrfach nachgesagt, er behaupte, daß er am Genuß saurer Üliild) oder Mllchsäurebakterien in anderer Form den einzigen Heilsweg zur Erreichung eines langen Lebens sähe. Dagegen verwahrt sich der Gelehrte entschieden. Er sagt weiter nichts, als daß der Genuß von Milchsäurebakterien vorläufig zu empfehlen sei, io lange man nichts Besseres zur Bekämpfung der schädlichen Tarmbakterien kenne und.die Forschungen über die Tätigkeit der einzelnen Bakterien Nicht weiter gediehen seien. Was den Genuß der Präparate aus saurer Mllch angeht, so empfiehlt er — wohl mit Recht — um gewissenloser Spekulation vorzubeugen, sür die Milch- säurepräparate eine ähnliche Kontrolle emzusühren, wie ste für die Erzeugnisse der Serumtherapie besteht. InWkk Kszml hervorragende C-uautät per Flasche von Mk. 2.50 an KllnzW. Kognak per Flasche von Mk. 6.— an Carl WÄ Sellerswcg 23 Tclcvbon 27 500,000 Gratis Löffel für Quaker Oats Konsumenten. Diese Löffel sind eigens fiir uns fabriziert. Da aus bestem Metall hergestellt und schwer 500 Pserde- TePPiche schwere Qualitäten, „ vollkommen groß ~ werden ä Mk. 1.50 per Stück abgegeben. '471 Pcriand gegen Nachnahme. Möbelhaus Karlsruhe i. 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Leichte Erlernbarkeit. Gute prak- tische Verwertung. 1910: 112000 Unterrichtete. WerW jlsssis Samstag, 28. Januar abends 8 Uhr in der Turnhalle Wintevfeft mit Theater und Ball wozu wir unsere Mitglieder nebst werten Angehörigen freund- lichst einladcn. Besondere Einladungen an Mitglieder ergehen nicht. Xoiossenin-Theater Dir. Th. Rösch. Mittwoch, 25. u. Donnerstag, 26. Januar, abends 8 Uhr Grosse Gastspiele des Orig.-Bayerischen Bauers-Theaters, Dir. Renner ans Schliersee „Almeurausch und Edelweiß" Oberbaherisches Charakterbild in 5 Auszügen 8^- sowie das übrige Programm. ZmRestaUMtl ErstklaffigeKünstler-Konzerte NeuesSladtlheater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Mittwoch den 25. Januar 1911: 14. Mittrvoch-Abonnem.-Vorstellg. 6r nnö feine Lchivcslcr Vaudeville i. 4 Akten v.Eiuödshofer Am- 7 Uhr. (a2S/J Ende 9‘/2 Uhr. Sos größte tinemiograjliiiW Meisterwerk der Gegemvart: „Abgründe" großes Theater. — Drama in zwei Akten von Urban Gad. Länge des Films 900 m, Vorsührungsdauer über 1 Stunde. Extra billiger Tanzschuh-Verkauf Um mein Lager in älteren Fassons zu räumen, verkaufe :: unter Selbstkostenpreis :: tegemrem tau D Sonntag den 29. Januar 1911, von abends 8 Uhr ab in Steins Garten: Feier des 31. Stiftungs-Festes o eigenen Jamilie und vom Vorstand eingeladene Gatte haben Zutritt. Die Listen zum Einzeichnen für M°^d'ter zu beansvr-uchende Eintrittskarten liegen bis zum 2ß. - M. bei den Herren Weißbindermeisier Launspach. Alicestr 99 ftraße'45'ofsem^' ^lterswcg 6, und Kaufmann Dort, Walltor- find anzu?egmr"^ ^^einsabzeichen sowie Orden und Ehrenzeichen Die im Hotel Schütz, Gießen zur Ausstellung gelangten echten IWtaicte sowie echten französischen Gobelins aus dem 15—16 Jahrhundert werden, um damit zu räumen, zu enorm billigen Preisen ausverkauft und befinden sich darunter prachtvolle und sehenswerte Stücke als Bocharas Afghane, Snmaks, Cawsaks und auch große Herren- und Speisezimmer-Teppiche’ Es sollte sich daher ein jeder sputen, der noch Interesse und Bedarf hat, diese günstige wohl nje wiederkehrende Gelegenheit wahrzunehmen, da der Verkauf nur noch bis Sonnabend stattfindet n' 0552 Plockstr. 12 Bom 28. Januar ab: Sonntag, 29. Januar, im Kolosseum Erster grosser Mstzen-W Prchtv. lieberraichliiigeil, grostsrtilie ßrupptiiouliüfjningtn Anfang 7 Uhr 59. Statt besonderer Anzeige. Ein prächtiger Junge angekommen. Leo WQlfT und Frau 6Wn Vorzeigung besonderer Einlaß karten gestaltet. Zetten zum Elnzeichnen der gewünschien Karten Uegen für unsere Mitglieder bis Mittwoch, 2. Februar, bei den verren Erntt Jung, Seltersweg und Jean Köhler, Schul- strahe, offen. v2s/i Der Zutritt ist für die Mitglieder und deren Angehörige frei. Kavallerie-Verein Giessen Jahres-Hauptversammlung am 4. Februar, abends 8V2 Uhr, im Felsenkeller. Jahresbericht,Nechnungsablage, Vorstandswahl u.Verschiedenes. Die Kaisers-Geburtstagsfeier findet am 27. d. Mts. abends, im Cafv Amend statt. Der Vorstand. J. Frank aus Holland z. Zt Giessen Hotel Schütz _____________im großen Saal parterre. [0567 Turnverein Giessen ¥ lIL Unser diesjähriger v LLLlLJ ME A Ä Ä UMMrtzen-W *^2 Xfi* fflr dt° vttisblef' **_. < ‘ 1% Die ter pa Sas“” der Auieen r Qu,enb vembec:u ' »»SÄ A den. befjn J? Qn 1* ^ber q n9, °er lHtr * ^ L°usiin) feÄ?' sSSÄS SÄÄI tz'vK Ä *>""S Sitzen MM 18 te ^pjeöM IreiM *1* [g([, ieri*^ne rHm Septem! na'« ia ,p ger U ca ] •äA 1 qL päjibent« SÄ* feiner »eite hatte. - E Republikaner ade dieser Beziehung M tzs war im Hinblick a in der Union jedensa! Taft am Sonntag m x knals in Nelvyo^k e M Pre„eklub als Re >iede pro domo war oi izedensalls werden |ei inb die Pflicht habe, Lahrung seiner von welche die mideren - größten Wider)pruch si pes Panainakanals vc jo liegt es natürlich des Stillen mit dem Union in beiden Lzeai imstande märe, ihre Fl operieren zu lassen ’u: Eingängen des Panan bei Kanals zu verschli ben größten Anstoß e mral Fasch iro, bei Ieschwader vor Pana Mal zu befestigen, si herrschenden Stimmu Und nun En gl imb will mit der llnii unterhalten. Teils r lnms, teils auch Wege Ms eine Loslösung )ie Union richten. 1 kennen. Soweit sich ^folgen ließen, ist ab M Befestigung des -ag sein, daß die Al richtsvertrages, wie rzeregt wurde, hier 'mals zur Entscheidi Mily Graphic" nOl Nötigte Besestigun M Bruch eines seiei Ich da nm den tzan der aUerdinas bei w- eine Müden mderBeMgnnas aber England setzr Bulwer-^ertrag ob , ^t zu der Aussi M schuh Pu Ä"*i Njt S™ Walte, ^■Vmnctlat ”* Mmm« äu regeln. 5