Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Eine Rede des Kaisers. Nach dem Cberbiirgermeifter ergriff der Kaiser das Wort zur folgenden Ansprache: Mein lieber Lberbürgcrmeincr! Tie freundlichen Worte, mit denen 3ie mich irrfb Ihre Majestät die Kaiserin und stdmqin, meine Gemahlin, soeben begrünt babun, waren ein treues Spiegelbild der herzlichen Aufnahme, die uns die Kölner Bürgerichatt heule bereiter Hal- Noch gan; unter dem erhebenden LinDrud: aller der begeii'tcrtcn Kwwgcbungen, treuer Anhänglichkeit stehcnd> spreche ich im Namen der Mauer in, wie int eigenen Namen Ihnen und der Bürgerschaft wärmsten, aufrichtigsten TtnrT aus. Ein gewaltiges Daun- rt ist es, dessen glückliche Vollenoung uns heute hier sestlich vereint, bcsu bestimmt, Dem regen Verkehr der rheinischen Metropole zu Dienen und feiner Entwicklung auf lange Jahre hinaus einen weiteren Stützpunkt zu geben. Baumeister, Zngenreure, Handwerker und Arbeiter haben ihr Bestes darm. welche Richtung soll die Entwickelung unserer Religion uno unserer Rirche nehmen? Bon hochangeschener Seite erhalten wir folgende Zuschrift vom Standpunkte eines Mannes, der nicht selbst Theologe ist: Die gestellte Frage seht die Kenntnis des Umstandes voraus, das; in unserer wissenschaftlichen und praktischen Theologie zlvei Richtungen erkennbar sind, nach welchen die Entwickelung der Religion und Kirche verläuft, zwei Richtungen, welche weit auseinander gehen und wahrscheinlich sich nicht nach längeren oder kürzeren Weg- und Zeitläuften wieder zusammenfinden werden, wie die vielen Wege, die nach Rom führen. Die eine Richtung ist die kirchlichpositive, d. h. die Richtung, welck)e an den vor Jahrhunderten und Jal-rtausenden aufgestellten Leitsätzen für Lehre und Kultus in der christlichen Religion fest halten und nur die Ausbreitung der Lehre über „alle Stoiber und Völker" und sonst höchstens einen Ausbau und eine Vertiefung des alten Lehr- und Kultgebäudes als Entwickelung gelten lassen will, während die andere Richtung die Entwickelung der Lehre und des Kultus dem Zeitgeist und dem jeweilig neuesten Stand des Wissens gemäß zulästt und nun eigentlich nur noch über das Maß der Abweichung von den Sahen des allen Glaubens in icbcr ber aufeinander folgenden । zu Wied, dann Kardinal Erzbischof Tr. Fischer, Gräfin von _____... . icht!Brockdorf uflp Links neben der Kaiserin saßen Fürst zu als Litauen der Wahrheit zu betrachten, man darf es neu h&ieb, Prinzessin Viktoria Luise, Minister v. Breitenbach gestalten. Eine Fülle von geschichtlichen Erinnerungen wird Lqjp. Oberbürgermeister Wallraf hielt eine Rede, in der wach, der Streit der Geister um den Wortlaut des Bekennt- e? -u. a. sagte: nisscs, der vor Jahrhunderten entbrannte, läßt erhoffen, I 3um brüten Stink im Glanz der Mail er hone sind Eure baf; da- 'Bekenntnis Menschenwcrk ist und verbessert wer-1 Majestät zu uns getommen, begleitet von unserer allgcliebtai hen darf Und eben diesem modernen Gottsucher üb erd Malierin, der ersten, nicht nur der Würde nach, unter den deut- w -d £ SS S SUM' Ol"'°011 mc Zu der Zeit als unser Glaubensbekenntnis zum letzten I Male formuliert wurde, war es noch leicht, das, was die Worte des Bekenntnisses sagten, ohne besondere Deutelung zu glauben. „Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden." Nun ja, es waren ja Himmel und Erde noch „endlich" nach unserem Wissen; es war ja vielleicht recht weit vis zum Himmel und bis zu den Sternen, aber für Gott waren das ja keine allzu großen Entfernungen. Gott tonnte im Himmel hinter den Sternen wohnen und nach Gefallen die Erde besuchen. Der Himmel war das von ihm selbst gebaute Haus und die Erde hatte er geschaffen und zur Wohnstätte ber Menschen bestimmt. Welche Umwandlungen in diesen Vorstellungen mußte es geben, als die Astronomen die Erde als einen Planeten erkannten, der seine Kreise mit anderen um bic| Sonne zog, daß der Mond chr Trabant war, daß bic Sonne ein Fixstern war, daß der nächste Fixstern 3',-. Lichtjahre von uns entfernt ist, der weiteste erkennbare immer noch 22000 Lichtjahre, hernach sollen die noch nicht erkennbaren Fixsterne kommen usw. Was mußte nun das für ein Gott sein, der das alles, „dieses Unendliche", er- ichasjen haben sollte? Für einen weit denkenden Geist war das zwar immer noch erfaßbar, Gott war eben größer, mächtiger, begabter als man sich früher dachte, aber er war doch weiter in die Ferne geruckt, seine Wohnung war >eht vielleicht hinter dem letzten Sterne, er konnte noch auf unendlich vielen Sternen Menschenkinder haben. Man iuar geneigt, diesem Artikel im Glaubensbekenntnis eine andere, bessere Fassung zu wünschen. Derjenige aber, welcher bicje andere Fassung gab, war bann ein Ketzer. ! Mußte man nicht seine Vorstellung von Golt ganz äitbern? Betrachtet man nun die Fortschritte, welche diese Lchre gemacht hat, so muß man staunend die große Zahl der Bekenner wahrnehmen. Tic letzte Formulierung des Bekenntnisses hat im 16. Jahrhundert stattgefunden und aus dieser Zeit stammt auch der lutherische Katechismus, ^cit jener Zeit aber ist die Zahl der Bekenner zu gewaltiger Größe angewachseii und noch ist lein Stillstand im Wachs- tum zu erkennen, eine Entwickelung nach dies« Richtung, benknbcn GeiMchen entgcgeiwnnflt, weuye oct zeme unoi^ und bitte Stabt, ocren Namen mm hin ist also unverkennbar. Am Ausbau der Lehre I)at ^rebig[ Glaubensbekenntnis im Hintergrund lassen. gfutftfc« Kriegsschiff über das Weltmeer trägt, die cs seit jener Zeit auch nicht gefehlt. Lie Bibel lag jakfl( er glaubt mit Ernst, daS fei der richtige 3Beg Aiim 3labt, Majeswi die drückende Festungsenge gnädig ihrem Wortlaute nach fest, ebenso bas daraus formulierte^^, ^as sei eine Form der Entwickelung, welche Religion gcweüc:, auch ;? bbün m der Sonne de-. Friev>ns iLigumuiig Glaubensbekenntnis, allein die Verknüpfung von Bibel luib |unl)'^rrfjenlehre nehmen sollten. Es kann aber nicht gc- unb ho'mnncrs'roh wie nur eine der mnrn unter Teuttchtands Bekenntnis mit den Menschen, die Art der Einwirkung je ,-uanet werden: diese Entwickelung hat den Antrieb au? »tobten. Emcs r waln.ne besonders, die ur- mio kcrndemuhc nach Alters- und Bildungsstufe der Bekeitner, die Lehre hem Laientum heraus, die Kirche mit ihrer Lehre und Stadt Köln, wie iNiie M.uenat ,icsaale über den Einstuß des richtigen Glaubens auf den bie|em L^cm Bekenntnis bleibt starr und hart, sie kann dem mo- ine Treue zu Sauer und Reich, bic ihr ^ahl'pruch nt int uralten oder jenem Kullurzustanb angehörigen Gläubigen,, das Auf- Fernen Menschengeist nickt folgen, sie schleudert den Bann- finden der passenden Auslegung gegenüber den stets neue UUh trotzt, sie hat noch eine gewaltige -tutze an xie fRcbe klang ui em Hoch aur den flauer uno jeitt Weisheiten bringenden Naturwilsenschasten, der Rechtslehre öen ,u ihrem Schutze im Strafgesetzbuch geltenden Lara Haus aus. usw hielt die W is sm sch a stier in der Kirche stets in Atem gxaphm und verweilt noch mit Stolz auf die von ihr und und häufte den Lehrstoff für die Ausbildung der im Prak- ihr vollzogene Entwickelung, die „liberale Ricktung" I tischen Dienst stehenden Geistlichkeit zu immer größerer f^r sie ketzerisch. SDtafie an. Also auch hier eine Entwickelung bedeutender Ist das aber die „liberale Richtung" in der Lat? Nein, Art Und im >hilhi5 ging es nicht anders; die Führung gewißlich nicht. Tic Menge der Gottsucher beweist, daß der andächtigen Menge durch Liturgie, Gebctseinschiebun- Laientum tief religiös ist, aber das Bekenntnis ist gen, das Kirchenlied u. ä., Form und Inhalt der Predigt unpopulär, und von dem Augenblick an, wo die Gesamt- machteii ihre Wandlungen durch. Also Entfaltung unb intelligent ein Bekenntnis der in der Kirche zusammen- Entmickelung auf ber ganzen Linie und ein Abschluß ist geschlossenen Mitglieder aufstellen darf, wird man erkennen, Nicht abzusehen. daß es gute Bekenntnisse gibt, die auch von dem modernen Dem gegenüber ist nun an die eingangs angeführten Gebildeten verftaiiden werden, daß die Kirche wieder ihre Worte aus der Schrift der Gießener Professoren zu er- allseitige Fühlung mit bem Zolle erhalt, day sie sur den innern, zugleich aber auch an die auf anderem Wege ge- Staat nicht zur Prioallache, loiibern jur ^^^rundsache toonnenen, b. Ik nicht aus der heiligen Schrift geschöpften werden kann. .Diese Art der Entwickelung sollte bte gii* Wahrheiten. - I künftige sein. frulturjeiten mit den Kirchlich-Positiven streiten kann. Zwei hochbedeutende Kundgebungen in den letzten Tagen, die eine die Zuschrift der Gießener theologischen Falul- ----- ------------------------------------- tat an (seine Königliche Hoheit den Grogherzog von Hcsien, ^urde man baourd) nicht auch ein Ketzer? bic andere eine Eingabe ber llrchlich-positiven Vereinigung llnb an Wesnin Ehristum, feinen eingeborenen Sohn, für Hessen an das großherzogliche Lberkonsistorium, haben unseren Herrn, der empfangen ist vom heiligen Geist, ge- bie Aufmerksamkeit weiter Kreise auf den hier berührten boren von der Jungsrau Maria . . Warum sollte man Gegenstand gelenkt und cs erscheint zweckmäßig ausklärend damals als bas Belenntnis in Worte gefaßt wurde, fo| zu arbeiten, damit die Bedeutung der beiden Kundgebungen nicht glauben? ES gab ja so biet Wunderbares richtig erkannt und die etwa ersolgcnde Entscheidung richtig ;cne Menschen herum, in ber Natur so vieles, das verstanden werde. Von diesem Gesichtspunkt aus ist diel Eselhafter erschien, als bas; Gott einen einzigen Sohn Frage im Thema gestellt. gehabt habe, ber von einer Jungfrau geboren sei usw. Tic Grundlage ber kirchlich-positiven Vereinigung in Es gährte aber in den Naturwissenschaften auf, bic Men allen Glaubenssachen ist etwa durch folgende Worte gegeben: scheu forschten und forschten, sie studierten bas Leben bei „Wir glauben, lehren und bekennen, daß die einzige Regel l Pflanze und Tier, sie klügelten herum an dem Werdegang und Richtschnur, nach welcher zugleich alle Lehren und pes Menschen und erfanden den Zweifel daran, daß eine Lehrer gerichtet und beurteilt werden sollen, seien allein I Jungfrau geboren haben sollte so wie bas Bekenntnis zu die prophetischen und apostolischen Schriften alten unb glauben verlangte Wohl tat sich der Gebildete einen neuen Testaments." Dem gegenüber unterstreichen wir diel Zwang an und versuchte die Zweifel zu zerstreueii, er schob Worte in ber Eingabe der theologischen Fakultät: „es gibt! sich int Geiste den Hergang anders zureckt, als der Wort- zurzeit keinen Tl-eologen mehr auf deutschen Kathedern, laut gerade angab unb so behielt mancher ben Glauben, ber ernstlich unb wahrhaft bic Lchre von ber wörtlichen I aber cs wäre diesem Menschen angenehmer gewesen, wenn Inspiration der heiligen Schrift verträte." | bic Fassung dieses Artikels deutlicher, was er sagen sollte, Nr. 120 Erste; Blatt 161. Jahrgang Dienstag, 25. Mai M MGietzeilerÄnzeiger SStt "WW ZJ s=sS für bie meballion 112, .. hl. BLS-". General-Anzeiger für Oberhessen ZLsS- RotaHonsbrnd unb vtklag btr vrührschen Univ.-Vuch. unb Sfeinbruderd R. tauge. Rebattion, «rpebition unb Prüdere!; Sdiulffrafie 7. Lander E.Hctz; für den bis vormittag- 9 Uhr. vüdingen: Zenisprecher Nr. 50 cheschäslrftelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die Lösung der Ausgabe, welche durch bic beiden eingangs erwähnten Eingaben an hohe Urteiler heraiigetrcten ist, interessiert zweifellos unb mit Recht weite Kreise, nid)t minder das Laientum als die Theologen von Berus. Die beste Antwort ist nicht leicht zu finden. Aber die Zeit ist zu einer Lösung günstig. Wir find im Besitz eines gefestigten und baut ber parlamentarischen Gestaltung im Boll wurzeln- ben SlaallnacbildcS, bic Gesellschaft wird den etwa ent- fteljenbcn geistigen Sturm ertragen können Und wenn ein Sturm bic Lust rein macht, wie ber VolkSmund sagt, so wollen wir hofsnungssroy einer besseren Geistesstromung entgegensehen. Der Kaiftr in Köln. Köln, 22 Mai. AuS nah unb fern trafen gestern und heute im Laufe des Tages viele Fremde zum Kaiserfest hier ein. Von wolkenlosem Himmel erstrahlte bic Sonne auf bic froh, gestimmte Menschenzahl der Straßen ber Stadt. Der kaiserliche S o n d e r z u g lief um 5.20 Uhr hier ein. Das Kaiserpaar und die Prinzessin begaben sich sofort Aur nahegelegenen Hohenzollernbruckc zur Einweihung der Brücke unb Eiithnllung des Denkmals Friedrichs III. Junge weißgekleidete Tarnen streuten den Majestäten Blumen. Auf der Hoheuzollernbrücke war vor dem riesigen Brückentor ein Kaiscrzclt errichtet worden, das das Kaiserpaar und die Prinzessin betraten. Unter den Ehrengästen waren bic Spitzen der staatlichen, städtischen, militärischen und llrchlichen Behörden amvefenb. Die Feier wurde durch den Olesang des Kölner Män ner- g e s a n g v c r e i n S , „Am Rhein" von Max Bruch, eröffnet, hierauf hielt Minister v. Breitenbach eine Ansprack-e, in ber er u. a. sagte: An keiner Stelle tritt bie Auflehnung des Verkehrs gegen Vorbandenes, aber Unzureichendes, ungestümer hervor, als in den 1911) e i n l a n b c n , in deren Herzen die niächtigste Industrie Deutschlands angesessen ist und blüht, in den Rheinländer, welche das dichteste Eisenbahnnetz wie die gewaltigste Schissahrtsstraße, den großen Segenspeiider, ben Rhein ström, ilyr Eigen nennen. Der I neue stattliche Brückenbau, ber nur ben Mittelpunkt umfassender Neugestaltung der Kölner Etsenbalmverkelnsanlagen bildet, spiegelt ebenialls wieder die Bedürfnisse unserer Zeit, verkörpert die Lehren Iber Verkehrsgeschichte, inmitten der al telrrrorr big en, sich ewig ver- jüngtnben rheinischen Metropole, dem Treflpunkt alter wie neuer i r . Tic Rede des Eisenbahuminilters klang in ein Hoch auf den Kaiser aus. Die Musik stimmte die Nationalhlimne an. Olleichzeitig fiel bie Hülle von dem Denkmal Kaiser Friedrich 111. Ein Salut von 101 Kanonenschüssen wurde I abgegeben. — Tic Majestäten besichtigten hierauf das Werk von Professor Tuaillon, und der Kaiser legte an dem M..,T_______________ - . bic tfatjung oieic^ Arnrcis uiuurujti, wu» cl |uUch ersten Kranz nieder. Wir müssen noch etwas tiefer in die Sache eindringen, dem 2innc nach besser erkennbar gewesen wäre ~ 2er Kaiser hat dem Minister v. Breitenbach Kreuz unb Nach der Lehre ber Positiven gilt folgender Satz zu Gl^^nsbeke^ntnir Stern des Komturs des Hausordens von Hohcnzollern ber- Recht „Und nachdem gleich nach der Apostel Zeit, auch Zoologen das Haar wenn fe_l” I liefen, und dem Oberbürgermeister Wallraf den flronen- norti bei ihrem Leben, falsche Lehrer und Ketzer eiligeriffcn leinen ^nball, auf ^tne Wahrheit Prüft, dem Physiker, ^^den zweiter Klasse, außerdem zahlreiche andere Auszeich- M wider dieselben üi der ersten Kirche Symbola, d. i. dem Lhcniller geh es nicht besser cbemo dem Geologen• inln0Cn° __ Sodann nahm der Kaiser den Vorbeimarsch tune runde Bekenntnisse gestellt worden sind, nämlich das dat sich dereit.^ flcitzig d^an gemacht, aus den t i>er Ehrcnkompagnic entgegen, sowie eine Reibe von Mel- Suulbolum Apostolicum, Symbolum Nicaenum und Sym- ivillemchastenherauf. zu^.blülchophreren uick gir unb unterhielt sich mit bem Oberpräsibenten Frei- bolum Manasii, so bekennen wir uns zu denselben und rcn, Pantheismus ^ert xeutc„lWfc" Ijcrxn v. Rheinbaben. Gegen Uhr setzten sich die kaiser. verwerfen hiermit alle Ketzereien und Lehren so denselben I "der den Wortlaut de-.- BelcnntnilieS sind bie folgen bicfer lic,n Automobile über die Rhcinbrücke nach Deutz in Bc- zuwider in bic Kirche Gottes eingeführt worden sind." Als »"/ligenArbeit GlaubVnS^ wegung unter lebhaftem Jubel der die Brücke besetzenden Repräsentanten dieser drei Symbola sind unser GlaubenS- atman^n n es^ub'e- dichten Memchenmenge. bekenntnis, an welchem festzuhalten bei der Konfirmation bekenntniS eine nd I o 9 8 Nach der Rundfahrt begab füf) das Kaiserpaar zum gelobt wird und der Katechismus,Zuchcrs ^all^ l?1?un kommt daS längst im Laientum geahnte, von den Festmahl im Gürzenich. d^ ^'eilcke Sckritt" weil Gießener Theologen ausgesprochene Wort „es gibt zurzeit 2er große Saal war aufs reichste geziert Die Orgel Ä S» « Qcr"be lctncn Theologen mehr auf deutschen Kathedern der ernst- ^brauste, der Gürzenich Konzertchor stimmte den Chor auS ? nrifthrf»/ r?fenbaäna"' unb iuJ lid’ unb wahrhaft die Lehre von der wörtlichen ^N,piratl0« 2M)as Makkabäus: „Sehet, er kommt mit Preis gekrönt" Iber heiligen Schrift verträte". «n, und die kaiserliche Familie zog cui. Gegenüber dem Sletch //die einzige ."utrugllche uelle der ^0wn-wayr gttu dem modernen (Zottsuchertum eine Erlösung aus Inifer saß der Oberbürgermeister von Köln. Neben dem hnten. Was allo in der A^el steht, bezw. wa da Glau^I ^^ensnot. Wenn bic heilige Schrift feine wort- Kaiser laß die Kaiserin, auf der andern Seite bie Fürstin bensbckcuntnis und der Katechii.mu fageii, |ino lidic Inspiration Gottes ist, dann braucht man auch das I ,, -jaiph hnnn ffnrhinal Errbisckoi Tr. A-iidier. OJräiin von Ijcitcn, anbere Meinungen sind unb unwahr, buzä, Rc Wortlaut heraus formuliert- Belenntnis md)tlr den Glauben an die Wahrheiten nur wird man selig. pu. viqtm gesetzt, dieses Probestück deutscher Baukunst unb Technik in der- HLltnrswätzig kurzer Zeit herzuftellcn. Mit Dank unb Anerkennung sei ihrer aller gedacht, auch des genialen Meisters der Bildhauerkunst, der die Hohenzollernbrücke mit würdigem ©djtrnuzB geturnt unb uns die ritterliche Gestalt meines unvergeßlichen Herrn Vaters so trefflich vor die Augen gestellt hat. Dem teuren Verewigten weiß ich cs besonders Dank, daß er mir schon in der Jugend Gelegenheit gegeben, den jedem Deutschen aus Herz gewachsenen, sagenumwobenen deutschen Strom mit seinen, Burgen und Städten kennen.zu leinen und einige Jahre unter der lerndeutschen rheinischen Bevölkerung zu leben, deren Eigenart nur verstehen und würdigen kann, der das Glück gehabt hat, ihr näher zu treten. Die schönen Tage und Stunden, die ich -als Bonner Student hier im ehrwürdigen Köln zu cniftem' Studium unb heiterem Frohsinn er- Idbcn burfte, gehören zu den a n g e n e h m st e n E r i n n e r u n g e n meines Lebens. Die reizvolle Stadt mit ihrem ZUM Himmel ragenden Dom, ihren historischen kirchlichen unb vrofancn Bauwerken, ihrem kräftig pulsierenden Leben an den Stätten der Industrie unb bes Handels wie auf den Straßen und dem. lebhaften Schiffsverkehr auf dem grünen Strome mußte auf dgs jugendliche Gemüt einen tiefen und blei- linden Eindruck machen. JchstabemichinJh reu Mauern stets heimisch gesuhlt unb bin auch der heutigen Einladung mit Freuden gefolgt. Eine besondere Befriedigung hat es mir aber seit Antritt meiner Regierung gewährt, wenn ich gleich meinen Vorgängern an der Krone mein landesbäterliches Interesse betätigen und zur freien Entwicklung unb Ausbehnung der Stadt l^itragen konnte. Gar manche Wandlung unb Erweiterung hat ber Ort im Lause der fast 3000 Jahre seines Bestehens erfahren, bis bie eigentlich römische Ansiedlung, die Colonia Agripina, auf einem von festen Mauern, Türmen und Toren eng umgürteten viereckigen Raum angelegt, sich zu der heutigen Großstadt im weiten Halbkreis an den Rheinstrom geschmiegt, zur zweitgrößten Stadt der Monarchie und zu einem ber bebeutenbften Handelsplätze des deutschen Reiches durchgerungen hat. Stets hat sich dabei Neben einer ausgezeichneten Verwaltung die hohe Intelligenz, die kaufmännische Begabung unb die zähe Arbeitsamkeit bei- Kölner Bürgerschaft bewährt, deren Stolz auf ihre Kraft und ihre Stiftungen durch die Geschichte ber Stabt gerechtfertigt wird. Meine wärmsten Wünsche werden auch die Stadt in Zukunft begleiten, möge sie wie bisher unter dem friedlichen Szepter der Hohenzollern wachsen, blühen und gedeihen, möge ihre Bürgerschaft allezeit Ernst unb Fleiß mit Frohsinn und Lebenslust paaren unb getreu gegen Gott, König unb Vaterland als unveräußerliches Gut auf späte Geschlechter vererben! So erhebe ich beim mein Glas, gefüllt mit deutschem Wein, gewachsen am Strand des grünen Rheins, unb gebe alldem, was ich für Köln fühle Ausdruck in dem Rufe: Hurra! Alaf Köln! Rach der Tafel hielt das Kaiserpaar Cercle ab unb zog viele fdjer Anwesenden ins Gespräch. Hierauf überreichten die vereinigten Handwerker Kölns eine silberne Plakette. Vom Gürzenich begab fiel) das Kaiserpaar auf den Dampfer „Prinzessin Cecilie" zur Rheinfahrt. Eine Fahrt auf dem Rhein. Die Stadt war bis in die fernsten Teile auf das Glänzendste beleuchtet. Die Fahrt der Majestäten und der Prinzessin Victorra (Suife auf dem Dampfer „Kronprinzessin Cecilie", afuf welchem sich auch die Spitzen der Behörden eingefündcn hatten, bildete einen glanzvollen Abschluß der imnmehr achtwöchigen Reise der Majestäten, welche sie über Korfu, einige süddeutsche Städte Und Landen hierher geführt hatte. Die Fahrt ging zunächst über die Südbrücke hinaus bis zur Bismarcksaucke und dann rheinabwärts wieder zur Landungsstelle. Die Ufer erstrahlten allenthalben in einem Meer roten, grünen, weißen und gelben Lichts. Ein Feuerwusserfall ging von der neuen Rheinbrücke hernieder. Auf den Ufern und auf unzähligen Dampfern Und Booten hatten tausende von Menschen Aufstellung ge- Iwmmen. Die Abfahrt der Majestäten erfolgte lim: 11 Uhr int Sonderzug. Die Ankunft in Wildpark ist für morgen früh !unt 10 Uhr 15 Min. int Reuen Palais vorgesehen. Die Reise de; Rronprinzenpaarer. Kali sch, 22. Mai. Zur Begrüßung des deutschen Kronprinzenpaares, das gestern abend sum Vs 10 Uhr eintraf, waren am Bahnhof der Generalgouverneur von Warschau und der Gouverneur von Kalisch erschienen. Das Kleinrussische Dragoner- Regiment des Kronprinzen stellte die Ehrenwache. Das ganze Regiment war neben dem Bahnhof aufgestellt. Als der Zug cinfuhr spielte die Musik die deutsche Nationalhymne. Der Generalgouverneur unb die Gemahlin des Gouverneurs, sowie der Oberst des Regiments überreichten der Kronprinzessin Blumensträuße. Der Kronprinz begrüßte in russischer Sprache die Mannschaften des Regiments, als sie im Parademarsch vorbtizogen. Um 10 Uhr verließ ber Zug den Bahnhof. Die längs des Bahndamms aufgcftellten Mannschaften des JRegü ments des Kronprinzen begrüßten den Zug mit Hurrarufen. Nach dem Unglück aus dem Pariser Flugplatz. Paris, 22. Mai. Der deutsche Kaiser sandte dem Präsidenten Falliöres ein Beileidstelegramm, in dem er erklärt, welche Rührung er empfand, als er den Tod Berteaux' erfuhr. Gleichzeitig übermittelte er die Wünsche für die Wiederherstellung des Ministerpräsidenten. — Ebenso sandte der Kaiser von Rußland dem Präsidenten ein Telegramm, in dem er in besonders herzlicher Weise ausdrückt, welchen Anteil er an der Trauer der Regierung nimmt und Monis baldige Wiederherstellung wünscht. Heute abend wurde dem Ministerpräsidenten nritgeteilt, daß der Kriegsminister anscheinend verloren fei. Monis war davon sehr schmerzlich berührt. Auf Anraten der Aerzte wird der Tod des Ministers Berteaux für morgen mitgeteilt. Dr. Lannelongue erklärte über den Zustand des Ministerpräsidenten, daß jede Furcht vor Komplikation infolge innerer Verletzungen zerstreut fei. Jssy-les-Moulineaux,22. Mai. Für den Start zu dem Wettflug Paris-Madrid, zu dem sich eine nur geringe Menschenmenge eingesunden hatte, war ein großer Ordnungsdienst aufgeboten. Es herrschte dichter Nebel. Wed rin e stieg um 4.11 Uhr auf. Die Flieger Ver- rept, Frey uni) Train erklärten, nicht zu starten. Deutscher Reich. Die „Norddeutsche Allgem. Ztg." meldet: Die Betriebseinnahmen der Pr eußif ch-H es sis chen Staats- eisenbahuen betrugen im April 1911 gegenüber dem gleichen dNonat dcs Vorjahres int Personenverkehr 10.1 Millionen — 22.26 Proz., im Güterverkehr 2.5 Millionen — 2.20 Proz., insgesamt nrit Einschluß der Mehreinnahmen aus den sonstigen Quellen 12.9 Millionen --- 7.77 Proz. mehr. Bei der Beurteilung des Ergebnisses ist zu berücksichtigen, daß der April 1911 infolge der £agt des Osterfestes 3 Sonn- und Feiertage mehr imb 3 .Werktage weniger hatte als der gleiche Monat des Vorjahres. Dem Reichstag ist das Pr idatbeamtenv er- sicherungsgesetz. tzugegaugen. Im Reichstage ist von allen bürgerlichen Parteien beantragt worden, die Abteilungen 719 und 720 des Zolltarifs infolge des deutsch-schwedischenHandels- ti ertragt in Zukunft zu erhöhen. So soll der Zollsatz für Röhren laus Ton, unglasiert oder glasiert, mit Ausnahme von Drainröhren von 40 Psg. auf 1 Mk. für den Doppelzentner erhöht werden. Ferner sollen die Zollsätze für Waren aus gemeinem Steinzeug (Röhren, Röhrenformstücke, Sohlsteine, Senkkasten, Ausgüsse, Krippen, Viehtröge) sowie Steine und Platten aller Art zu technischen Zwecken von 40 Pfg. auf 1 Mk. pro Doppelzentner erhöht werden. Aus Hattingen meldet man: In bet Nacht zum Montag würbe die 18jährige Tochter dcs Italieners Pasgual- l u c c i in ihrer elterlichen Wohnung von Landsleuten, früheren Kostgängern, burchDolch st ichecr mordet und bie M u 11 e r durch einen Schlag auf den Kops schwer verwundet. Zwei der Täter wurden in der Nacht berbaftet, der dritte ist flüchtig Der Landtag des Fürstentums Reuß ältere Linien ahm einstimmig den Staatsvertrag zwischen dem Königreich Sa chsen und dem Fürstentum Reuß jüngere Linie und ältere Linie betreffend den Anschluß der reußischen Fürstentümer an das sächsische Ober. Verwaltungsgericht in Dresden an. Der Staatsvertrag ist zunächst 15 Jahre unkündbar und wird voraussichtlich am 1. Juli 1912 in Kraft treten. Ausland. Im englischen Oberhaus wurde in zweiter Lesung der Gesetzentwurf Lord Lansdownes für die Reform des Oberhauses nach dreitägiger Aussprache einstimmig angenommen. Mehrere nnionistische Peers sprachen sich gegen einzelne Punkte der Vorlage aus, aber die Mehrheit drückte ihre Billigung der Vorlage aus. Kriegs- Minister Lord Haldane erklärte, die Regierung erkenne an, daß die Vorlage einen Fortschritt bedeute. Die allgemeine Aussprache über die Vetobill wird morgen im Oberhause beginnen. Rach einer Blättermeldung aus Teheran scheint ein Abkommen zwischen der türkischen und persischen Regierung erzielt toorben zu Zein, dahingehend, daß sie dem Schiedsgerichts Hof im Haag jeden Punkt überweisen wollen, über den auf der demnächst in Konstantinopel stattfindenden Konferenz zur Beilegung ber Grenzfragen keine Einigung erreicht werden kann. LineDankczkundgebuiigsürGeh.Zustizratvi-.Gutslcisch. Der Gießener Verein der fortschrittl. Volkspartei hat unterm 18. Mai folgendes Dankschreiben an unseren seitherigen Landtagsabgeordneten Dr. Entfleisch gerichtet: Gießen, den 18. Mai 1911 Hockwerbrter Herr Geheimer Iustrzrat! Ten Kundgebungen, die Ihnen ans Anlaß der Niederlegnng Ihres Landtagsmandals seither schon zuteil geworden sind, schließt sich unser Verein von oanzem Herzen an. Wir beklagen anss tieiste, daß Sie durch Ihren Gesundheitszustand gezwungen eitler Tätigkeit entsagen mußten, die Sie so lange Jahre zu>n Segen unseres Hcssenlandes und'der Stadt Gießen ausgeübt haben. Was Sie als Mitglied der zweiten Kammer der Landstä'nde unb ihrer wichtigsten Ausschüsse in unermüdlicher Arbeitsseeudig- keit gewirkt unb geschaffen haben, tft unauslöschlich in den Blättern der Geschichte dcs hessischen Landtags, bes hessischen Vaterlandes und unserer Stadt eingetragen. Obgleich Sie sich aut eine nur kleine Anzahl Fraktionsgenossen stützen fonnten, haben Sie cs doch verstandeil, bei einer übermächtigen Gegnerschast dem Gedanken des Liberalismus Beachtung und Geltung zu verschaffen Tas ist nicht Ihr geringster Verdienst. Wenn die reichen Früchte dieser Arbeit der Allgemeinheit zugute kommen, so rufen wir uns in dieser Stunde ins Gedächtnis, mit Freude unb Stolz, daß unser Verein im Kampf für die liberalen Ideale Ihrer Führerschaft folgen und bis zum heutigen Tag sich Ihres Rates und Beistands erfreuen burfte. Für all das sprechen wir Ihnen, hochverehrter Herr Geheimer Justizrat, heute unseren tiefge'ühlten, herzlicheii Daiik aus. Mit der Hoffming, Ihre Gesundheit bald unb bauernb wiederhergestellt zu sehen, verbinden wir bie Bitte, daß Sie uiis auch in Zukunft, wie seither, mit Rat und Tat zur Seite stehen mochten. In dankbarer Ergebenheit Der Vorstand des Vereins ber Fortschrittlichen Volkspartei (gez.) Al e tz, Vorsitzcnber. (gez.) Dr. Ebel, I. Schriftführer. Aus Stafct und Laus. Gießen, 23. Mai 1911. •• LehramtSpersonalicn. Der Großherzog hat ben von dem Fürsten zu Isenburg unb Büdingen in Birstein für die Stelle eines Oberlehrers an der Oberrealschulc am Stadthaus zu Offenbach präsentierten LchramtSasiessor Nik. Axt zu Offenbach für diese Stelle bestätigt, unb zu Oberlehrern ernannt: ben Lehramtsassessor Dr. Otto Ellenberger an dem Herbstgymnasium zu Mainz, den Lehramtsassessor AloyS Appelmann an dem Wolsgang-Ernst-Gymnasium zu Büdingen, den Lehramtsassessor Liidw. Geng nagel an der Oberrealschule zu Mainz, den Lehramtsassessor Dr. Wilh. Seiler an der Oberrealschule am Friedrichsplatz zu Offenbach, den Lehratntsasfessor Dito Ziemer an dem Realgymnasium zu Mainz, den LehranitSassessor Dr. Peter Ehrhard an der höh. Bürgerschitle zu Grünberg, den Lehr» amtSasfessor Dr. Eduard Lantelnte an der höh. Bürgerschule zu Langen, den Lehramtsassessor Karl Schort an der höh. Bürgerschule zu Ober-Jngelheirn. ” DaS Inkrafttreten der neuen Maß- und Gewichtsordnung. Der BtmdeSrat hat in der vorigen Woche dem Entwurf einer Verordnung über daS Inkrafttreten der Maß- und Gewichtsordnung vom 30. Mai 1908 zugestimmt, so daß mit deren Durchführung am 1. April 1912 gerechnet werden kann. Es treten alsdann neue Bestimmungen sowohl für bie Eichpflicht landwirtschaftlicher Wagen wie des EichwesenS durch staatliche Etchämter in Kraft. Auch werden gletchzeitig V^-Pfundstücke einqeführt, ein Umstand, der für daS geschäftliche Leben von großem Wert ist. Landkreis Gießen. — Stangenrod, 22. Mai. Am SamStag beging unser verehrter Bürgermeister Joh. Bock und seine Ehefrau Margarete, geb. Damm, in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit und Frische ihre goldene Hochzeit. Die Feier fand im engsten Familienkreise statt; dennoch hatten sich viele Freunde und Bekannte von nah und fern eingefunben, um dem Jubelpaar die Glückwünsche persönlich darzubriugen. AuS den sehr zahlreich cingelaufcncn Glückwunschschreiben, Depeschen unb Aufmerksamkeiten konnte man ersehen, welch großer Hochachtung und Liebe sich daS Jubelpaar erfreute. Am Nachmittage traf ein von ber Kabinetts-Direktion des GrobherzogS mit eigenhändiger NamenSfchrift versehenes in Gold gerahmtes Bild des Großherzogs nebst Handschreiben zur Erinnerling an daS 50 jährige Ehejubiläum ein. Im Auftrage des Oberkonfi st onnmS überreichte Dekan Wagner von Grünberg dem langjährigen Bürgcr- meiftcr und Kirchenvorsteher als Andenken zum 50 jährigen Ehejubiläum das Neue Testament in prachtvollem Einbande nebst entsprechender Widmung. Sichtlich ergriffen dankte bas Jubelpaar. 9lu5 bas KreiSamt Gießen sandte telegraphisch bie herzlichsten Glückwünsche. Möge eS dem Jubelpaar vergönnt sein, bei bester Gesundheit auch noch bie diamantene Hochzeit zu feiern! Kreis Lauterbach. x Schlitz, 22. 2)tai. Die Vorbereitungen zum Gauturnfest nehmen einen erfreulichen Fortschritt. Die Wahl des geräumigen Festplatzes in nächster Nähe des Bahnhofs kann als überaus glücklich bezeichnet werden. Die Zeichnungen für einen Garantiefonds belaufen sich bereits auf über 800 Mk. Da schon seit langer Zeit fein größeres Fest hier gefeiert wurde, ist das Interesse für das Turnfest recht lebhaft und die Bürgerschaft wird alles auibieten, um ben Turnern unb sonstigen Festgästen ben Aufenthalt in unserem altertümlichen burgengekrönten Stäbtchen recht angenehm zu machen. — Die wanbernbe Kre ishaus- h altungsschule hat am Freitag ihren anfangs April hier begonnenen Unterrichtskursus mit einer öffentlichen Prüfung in der Tnrhalle im Beisein zahlreicher Gäste mit gutem Erfolg zu Ende geführt. Abends fand eine kleinere Festlichkeit mit Tanzvergnügen für die Schülerinnen statt. Bon hier aus begibt sich die Kochschule nach Lauterbach, wo in nächster Woche ein neuer Kursus beginnt. — In der vergangenen Nacht sind Bohnen- und Gurkenpflanzen großenteils erfroren. Der gefürchtete hl. Pankratius hat sich also leibet, wenn auch verspätet, noch eingestellt. x Nieber-Stoll, 21. Mai. Gestern ist bie Ehe- frau bes Taglöhners Schul in ber Scheuer abgestürzt unb schwer verletzt vorn Platz getragen worden. Kreis Lauterbach. Schlitz, 22. Mai. Wie vorteilhaft für die Landwirte eine strenge Durchführung der von der Behörde angeorbnekn Maßnahmen zur Bekämpfung ber Maul- unb Klauenseuche ist, konnte man zurzeit roieber in zwei Ortschaften des Schlitzerlandes wahrnehmen. In ber Osterwoche war in Rimbach unb Unter Wegfurth durch Ferkel die Maul- und Klauenseuche eingeschleppt worden, die sich auch auf bie Viehbestände der betreffenden Befitzer ausdehnte. Nach Feststellung ber Seuche würben vom Krtisamt Lauterbach sofort bie strengsten Maßnahmen unb Sperrmaßregeln angeorbnet, so baß bie Seuche auf zwei Gehöften zu Rimbach unb Unterwegfurth beschränkt blieb unb nach Ablauf von etwa fünf Wochen als erloschen erklärt werben fonnte. Zwar haben bie Lanbwirte ber betreffenden Orte, bie ihr Feld mit .Rindviehgespann bestellen müssen, einige Verzögerung in der Feldarbeit erlitten und mancher Unwille wurde über bie harten Maßnahmen laut, aber welch viel größeres Unheil badurch verhindert wurde, darüber haben wohl wenigs ber betroffenen Landwirte nachgcbacht. Monate lang kann bis Seuche in einem Gebiet herrschen, wenn sie infolge leid)tfertiger Durchführung der Btiämpsungsmaßregeln weiter verbreitet wiw unb durch Eingehen ganzer Bestänbe können enorme Verlusts eintreten. Die beiden Orte bleiben vorerst nur noch unter Beobachtung. Kreis Schotten. <1. Bur kh ards, 22. Mai. Arn 27. d. Mts. findet hier die Wahl eines Beigeordneten statt. Hoffentlich sind die Parteien durch bie Erfahrungen ber letzten Zeit klug geworben unb lassen die Wogen nicht wieder so hoch -gehen, wie bei ben drei Bürgermelsterwahlcn, bie feit anberthalb Jahren hier ftattfanben, ohne jeboch bi» bafiin zu einem Ergebnis geführt zu haben. , Im Dorfe ist feit i iefer Zeit Unfriede eingekehrt, der nicht in letzter Hinsicht zu Prozessen, Bestrafungen unb Bloßstellung der Verurteilten in der Oeffentlichkeit führte. 3. Nüttel-Sc em en, 22. Mai. Unsere kleine Ge- tneinbe, die feit langen Jahren ein durchaus ungenügendes SchulhauS besitzt und sich zur Grbammg eines neuen au8 eigenem Antrieb nicht entschließen konnte, wurde durch Entscheidung des KreisanSschnsseS dazu verurteilt. a. Ober-Seemen, 22. Mai. Der Bezirks- lehrerverein Gedern feierte am Samstag in einer zahlreich besuchten Famitieillönserenz das 2 5 j ä 1) r ig e D i e n st j u b i läum seines langjährigen Mitgliedes, des Lehrers Keller. Der Vorsitzende, Lehrer Ludwig in Burkhards, feierte den Jubilar als treues imb eifriges Mitglied, während Pfarrer Repp der Verdienste in Schule und Gemeinde ehrend gedachte. Verschiedene Gesänge des Lehrerchors verschönten und ein flottes Tänzchen beendete die Feier. Kreis Friedberg. L. F r i e b b e r $, 22. Mai. Rege Tätigkeit herrscht eben bei dem Neubau uns eres Gütervahnhofes. 'Während der Personenbahnhof auf die östliche Seite oes seitherigen Bahnkörpers in die Gemarkungen Friedberg und Fauev- bach zu liegen kommt, kommt der Güterbahirhof ganz auf bie westliche Seite ber Main-Weser-Bahn in bie Gemarkung bes jetzigen Stadtteils Fauerbach. Provisorische Schienengleise sind bis zur Gemarttmg Ossenheim gelegt, woselbst ein Hügel abgehoben wird, der zur Auffüllung des eigenllichen Güterbahnhofs bient. An der Hauptzusuhrstraße zunt Gütcrbahnhof arbeitet man eben. Sie führt an der Fauer- bacher Straße (früheren Fauerbacher Landstraße! nach bent Güterbahnhof. Die Straße ist 20 Meter breit angelegt An einer Durchführung vom Güterbahnhof nach dem Personenbahnhof beginnt man in den nächsten Tagen. Die Durchführung erhält eine Länge von 180 Metern und eine Breite von 20 Metern. 8. Nieder-Weisel, 23. Mai. Heute feiern Landwirt Johann Heinrich Haub III. und seine Ehefrau Katharine, geb. Häuser, ihre goldene Hochzeit. Starkenburg und Rhcinhcffen. — Darmftadt, 22. Mai. Nunmehr sind bie Vorbereitungen für bas am 28. Mai im Hoftheater ftdttfinbenbc Reger- Mu s i rfe st beenbet. Das Fest ist der Anregung des Großherzogs zu verdanken. Der Plan rührt von ihm her, die Einlabung sowohl des Komponisten zur Leitung bcs Konzerts, als des Rühlschen G.'sangvereins aus Franksutt, wie bcs Musikvereins unb Lehrer- Sängerchors und der Hoskapelle zur Mitwirkung sinb von unserem Lanbcshcrrn ausgegangen. Der Regersche Psalm ift lsicr von Hosrot Willem de Haan, in Franksurt von Kapellmeister Karl Schuricht tinstudiert worben. Mc fast beispiellosen Schwierigkeiten des Werkes werben es vielen Chorvereinigungcn verbieten, |td> daran zu ivagen. Nur ein sehr großer, zuver'lässiger Chor unter Leitung.eines in allen Sätteln gerechten Dirigenten in Verbm- dung mit einem auf der Höhe stehcnbcn Orchester ist bieiec Ausgabe gewachsen. Für bas bevorstehende Konzert dürsten aue diese Faktoren gegeben sein, unb so kann eine tadellose Wiedergave des Werkes unter Leitung seines Komponisten in Au sucht gestellt werben. Die zweimalige Aufführung mit kurzer ZwisaM^ pause (3/4 Stunde) wirb bie Möglichkeit geben, bie Abuchtcn des Meisters unb den Aufbau des Werkes genau kennet: zu lernen. Doch können die Eintrittskarten aud) von zwei Zuhörern iur je eine der beiden Auffulirungcn benutzt werden. Die Preise ocr Karten für das Konzert (zwei Ausführungen) sind: Proszeniums löge 12 Mark, Fremöcnlogc 10 Mark, Balkonlogc 6 Marr, 1. Rang 5 Mark, Sperrsitz 4 Mark, Parterre 2 Mart 2. Rang 2 Mark, 1. Galerie 1,50 Mark, 2. Galette 1 Mark. Schnsttitie Bestellungen fluf Konzertkarten sind bis Dienstag, *3. lassen zu sollen 89-93 60-55 abgestükji btt ßanW? 55.03-58.00 Vebcnbgewidit Sesängt D*/i 3406 NC* Kreuzplafz Kreuzplatz Achtung chlohgafse soll »ureichen. iS. anderweit zu zu erfolgen. öilfflSUää 49-5* 48—53 45-49 38-43 s°ngr V oß'Nllit., fe. Frankfurt a.TO. Austrieb: 1200 Rinder, M fink tit Hoffen r ber lebte it reichet r fax, die je diS tefe iotfe ir js Bertis -!K SeS Es eigen ihrsttaße tmgtnü^ e§ neuer: i :be durch fr* 57.00-59.0C 45.00-46.53 56.00—58.00 und Färsen, 178 Kälber. 235 Schale, 1654 Lendenz: Schleppend, geräumt. 45.00-47.00 45.00—46.50 chreiner. Bn/i 7/isitenkarten liefert raeeb end billiget Bräbl'ecbe Oaiv-Urackerel Ervlosion eingestürzt ist, daß aber bei dem Unfall niemand getötet. sondern 13 Personen verletzt worden finb,von denen allerdings emc im Laufe der letzten Nacht ihren Verletzungen erlegen ist. Rädere Auskunft erteilen Becker. Laubach, für Ortschaften bä m in Sir - Mau!- L auf die ch.JtitfitÜE : die slrench >fl& die Sat- reschränkl bk loschen er- « betrefftnki müssen, tit-ji ncher Unr.v i viel grefe^ . Ivohl to;; lang Fannx je lrichlsmix xtbreilK rc arinr SnL ch unter Lcv Mastlännner und jüngere Aiasthaminel Schweine. Dollsteischige Schweine von 80-100 kg Amtlicher Weiterbericht. Oessentliche Wetterdienststelle Gietzen. WetteranSstchten in Lessen am Mittwoch dem 24 Mai 1911 Auffrischender Westwind, kühl, Regen. iwd deu die Blätter: Die Aussperrung in der Tertilindustrie ist zur Tatsache geworden. Am Montags sind alle organisierten Arbeiter der Betriebe in Greven ausgesperrt worden. Es sollen etwa 10000 Arbeiter und Arbeiterinnen betroffen werden. Bejitf-' stag tn m' Zöjähttsi OiiblP'v1 Dar Ende der Ehe v. 5chönebeck-weder. Man schreibt uns aus Berlin: Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, sind die Tage der Ehe v. Schönebeck-Weber gezählt. Das Ehepaar ist nicht mehr gewillt, sich von dem Vormund in der bisherigen Form weiter bevormunden zu lassen Obwohl der Vor- mundschast^richter dem Vormund verschiedentlich nahegelcgt hat, seine Entlassung zu nehmen, besteht dieser aus seinem Schein und weigert sich, hierein zu willigen. Run fchtoc» ben zwar verschied «'ne Verfahren gegen den Vormund, doch ist deren Ende noch gar nicht abzusehen. Als nun vor einigen Tagen Herr A. O. Weber gegen den Vormund klagte, da dieser nicht einmal die Zinsen des Vermögens der Frau v. Schönebeck-Weber zum gemeinsamen Hausstände herausgab und diese Tatsache in nicht gerade liebevoller Form von einigen Blättern wiedergegeben wurde, ist das Ehepaar Weber übereingekommen, diesem unleidlichen ;iU« ! stände ein Ende zu machen, da beide keine Lust haben, ihre privaten Verhältnisse immer wieder vor aller Welt aufgerollt zu sehen. Zurzeit schweben Verhandlungen, ob die Trennung durch Scheidung oder durch Ungültigkeitserklä- rung der Ehe erstrebt werden soll. chweine. Preis für 100 Pstz Lebend- Schlachtgewicht Mainz den 17. Mai 1911. Großh. Wasserbauamt Mainz. I. V.: Becker. In ber Nacht zum Montag ist im gesamten Harzgebiete ein starker Temperaturrückgang eingetreten. Das Thermometer laut unter Null. Tie Saaten sind, der ^Nordhäuser Zeitung" zufolge, teilweise erfroren; besonders die Kartoffeln und die fHiibcnfelber haben Schaden gelitten. Zu ber Melbung Pariser Blatter au5 Jocuf über einen .............. Hochofeneinsturz erfährt ba4 Wolff'sche Bureau, baß dort am Sonn- Millionen'tag ein Hochofen ber sfirma Gebrüder de Wendel infolge einer vorläufig angelegt werden sollten. In der Gtabtomntmetnv* Versammlung sei auf Bankier Doll als Vermittler bmgetmefen worben. Er. Dullo, sei dann mit diesem in Verbindung getreten und habe benot Armaden für durchaus zuvorlässrg gehalten. Naw dem dann plötzlich eriolgten KurSsmr» der Kaiserhofaktten ja die Sache öffentlich bekannt geworden. Dr. Dullo hatte bte tter- pfändeten Papiere für 75« erwerben und nruBte ste zu 4p • wieder verkaufen Hätte die Stadt die Papiere behalten wollen, so wäre ein Nachschuß von zirkv 150 000 Mark notwenbw gewesen und auf ein lo gewagtes Geschäft glaubte er sich nicht ein* lM'sen in sollen. Zeuge Fabrikant B ö dm sagt auS, dav man in dem Finanzausschuß von einem derartigen ® cf (haft des Bürgermeisters nichts gewußt habe, sonst hätte man Ginfmtu* baaegen lüarfte. Dl ehhof-Markt beri cht vom SS. Mai. darunter 612 Ccftfen, 30 Bullen, 558 Rübe Niemer werten Kundschaft zur gest. Kenntnis, daß ich mit einem Transport erstklassiger Ferkel ( etwa 60 Stück, angekommen bin. Diese flehen vom 24. d. M. an in meiner Stal, lang zum verkauf. 3285 Schweinehändler Klein Bellersheim. Lebendgewicht ... .... DoUsteisctzige Schweine unter 80 k» Lebendgewicht Doll fleischige Schweitte von 100 —120 kj? Lebendgeivicht Dollstetschige Schweine von 120—150 kg Milchliefcrung. Tie Lieferung der für die hiestgen ^olksichulen benötigten Milch — etwa 175 hl icchrlich — ist ab 1. Zuti ds. IS. anberroett zu vergeben. Ter Tage: bedarf beträgt — mit Ausnahme ber Ferien- -eii — an Werktagen tut Sommer etwa 37 L int intet zur Zett bet: Verabreichung des warmen Frühstücks etwa 177 1. Tie Sn- Ueserung bat tn bester frischer Ware an die einzelnen Schulhäufer Bester A^failputz Chemliche Fabrik Düsseldorf Act Gei. (ßcrid)t»jaal. R B Darmstadt, 22. Mak. Die Offenbach er Kais er- ktien-Assäre bildete heute ben Gegenstand einer Ec- richtSverhandllMg, die sich gegen den Rentner Fran; Mollers it Cffenbach wegen Beleidigung deS Bürgermeisters Dr. Dullo richtete. Moller hatte in einer zur Vorbereitung der c ifenbacher Stadtverordnelenwahlen cinbcrufencn Wählervcr>amm- Lng dem Bürgermeister bezüglich des Erwerbs der Kaiserbor- aliien Mangel an Ehr^ und Pflichtgefühl vorgeworfen. Dte Anklage ist auf Antrag deS Bürgermeisters von der Staats- Li'ioaltschast erhoben worden und wird vom Staatsanwalt L*r vertreten: der Beleidigte ist als Nebenkläger durch Rcchts- anwalt «eufdkiffer vertreten. Vergleichsversuche wurden beute nicht unternommen. Der Angeklagte bestritt bet semer Ver- n. Innung jeder Absicht der Beleidigung. Er habe tn icner Wähler- Versammlung als Aeltester ber Kandidaten deren Dank auSzu- sorechen gehabt. Dabei habe er die damals bekannt gewordene Entschließung der l/inksliberalen berührt, mit der Sozialdemokratie ' -jsler weiten Kreisen zugänglich unb verständlich zu machen. I ;| tunkid) soll das Fest der Wohltätigkeit dienen, indem ihr btt Reinertrag zug'wandt wird. Hksskn-Nassau. Marburg, 22. Mai. UniversttatSkurator DirN. ®e h,ime Obermedistnalrat Prosesior Dr. Adolf Schmidtmann ist heute im Alter von 60 Jahren gestorben. Der Der- buchene trat am 1. April 1910 als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Geh. Reg.-NatS Prof. Dr. Schollmeyer ftin Amt an, erkrankte jedoch kurze Zeit darauf an Blinddarmentzündung unb mußte längere Zeit beurlaubt werden. S-ährend der kurzen Zeit seiner hiesigen Wirksamkeit hat er kS verstanden, sich die Achtung derer, die mit ihm in Be- rühnmg tarnen, zu erwerben Geh. Nat Schmidtmann wurde 181*7 in WaSmuthShausen bei Homberg in Kurhesicn ged baren, 1879 ließ er sich in Wilhelmshaven als Arzt nieder i unb würbe ein Jahr später KreiSphysikuS, 1890 Mebizinal- i rIt in Oppeln, kam 4 Jahre später nach Breslau unb folgte noch in demselben Jahre einem Nuf mS SultuSministerium, a-D er balb Vortragender Rat wurde. Er ist Berfasier zahl- Ircicher Schriften unb mebizinischer Abhanblungen. d Diez, 22. Mai. Der AUertumSoerein für den kNegierungSbezirk Wiesbaden hielt gestern vor-! mittag im Hotel Viktoria in Diez seine Hauptversammlung ab. lieber bic Erhaltung ländlicher Friedhöfe sprach l Lehrer D. Stückrath-Biebrich, ber in einem weiteren Vor- Itrage auch über daS geplante nassauische Sagen-, Märchen- unb Erzählungen-Buch sprach. Sodann nihm Geheimrat Wa gner-Wiesbaden das Wort zu einem I kortrage über die Sammlung von Kriegstagebüchern, ^schließend hieran verbreitete sich Profesior Jedler-WieS- S haben über die nächsten Aufgaben deS Vereins. Am Nach- - n ittag wurde eine Besichtigung der Oranicnsteiner Ausstellung I und deS wiederhergestellten Denkmals der Fürstin Slmnlie I von Nasiau-Tiez in der Stiftskirche vorgenommen, woran sich ! tu AuSfllug nach Burg Hohlenfels schloß. Letzte Nachrichten. AuS dem hessischen Landtag. N.B. Da rm sta d t, 23. Mai Die ErsteK amm er stimmte heute zunächst den von der Zweien Kammer an ber Wahlrech t S- Vorlage vorgenommeum Abändcnmasanträgen zu, nachdem bei Berichterstatter Geh. Justizrat Dr. Schmidt sie erläutert hatte Auch einigen vom anderen Hause angenommenen Anträgen wurde zugestimmt. ~ .. — ,, Die Zweite Kammer erklärte zunächst die Wahlen der Abg. Fenchel und Münch für gültig. Die Regierungsvorlage wegen des Verkaufs des Schlosses in .Homberg a. d. O. wurde nngnionrmen: cbenfo fand bic Vorlage betr. die Gebührenordnung für Notare Annahme. Die BeraNing des Antrages Pennrich wegen de? Baues enter, festen Rheinbrücke von Bingen nach Rüdes heim rief eine längere Besprechung hervor Die Sitzung dauert fort. Paris, 23. Mai Aus Dar Dzibali wird gemeldet, daß der Scheris von Dzibali sich unter dem Namen Bu H a m a r a zum SultanhabeauSrufenlassen. Spanische Agenten sollen seine Bestrebungen unterstützen Parts, 23. Mai. Der Bankier Friedr. Emil von Erlanger ist in Versailles gestorben Seine Beisetzung wird in Frankfurt stattfinden. Ocksen. Pollflellchige, auSaemastele. höchsten Schlacht- wetteS, 4—7 Jahre alt * . die noch nicht gezogen haben (ungejodite) Junge fleischige, nicht auSgemäftete und ältere Mäßig genährte junge und gut genährte allere Bullen. Vollsteischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. Bollfleischige, jüngere . . . Färsen, Hübe. LoNsletzchige auSgem. Jacken höchst. Schlachtw. Pollsteischige ausgemäsieteKühe höchstenLchlacht- wertes bis zu 7 Jahren wenig gut entwickelte jraifen ältere auSgeinästete llühe Mäßig genährte Rühe und trärlen Gering genährte stutze und Färsen Kälber. Mittlere