Ur. 46 f Zu Artikel 1 heißt es u. a.: An einer hinlänglichen Sicherung der Baugerüste z. B. ist außer den Bauarbeitern auch das P u b l i k u m t n t c r c I11 c 11. Anoererseits kommen z. B. bei Abbriichsarbellen, mLbeiandere Tritt für die Industrie eine günstige Konjunktur ein, so werden zunächst einmal Arbeitshände begehrter als fte waren, und entsprechende Volksmengen strömen aus der Landwirtschaft und von den Erdarbeiten zur Industrie zurück. 9ür den Börsen wird der Impuls vielfach überwertet; denn niemand will Zurückbleiben in der Nutzung der Konjunktur für feine Tasche. Die Industrie selbst steht größere Bedürfnisse voraus und sucht diese möglichst vor einer Steigerung des Zinsfußes zu decken. Die Nachfrage nach Geld tritt also starker auf, als' fie im Augenbriae notwendig wäre, weil jedermann an die Vorver,orgung denkt, und der Zinsfuß erhöht sich alsbald, obwohl altes Geld Anlage in der industrielten Betätigung sucht. In solchen Zeiten kann die Industrie keine Schwierigkeiten brauchen, denn die wurden ihr Hindernisse bedeuten in der Nützung des Geldmarktes. 9tun stellen aber erfahrungsgemäß die Arbeiter in solchen Zeiten mit Vorliebe höhereLohnforderungcn, weil sic wi.sen, daß sie da am leichtesten Zugeständnisse erlangen ohne Streik. Diese Lohnerhöhungen, verbunden mit dem steigenden Abzug in die Industrie und mit der sichtbar werdenden Versteifung des Geldmarktes veranlaßt nun auch ein verstärktes Hervortreten inländischer B e st c l l u n g c n; das Händlertum und die Abnehmerschaft fürsten Preiserhöhungen und möchten womöglich vorher ihren Bedarf decken. Dadurch erscheint die Nachfrage stärker; die Industrie Hal große Bestellungen, muß auch zum Teil die gelichteten Läger rasch auf füllen; jetzt ist ihr jeder Arm recht, den sie erlangen kann. Üöas aber auf diese Weise aus dem Lande abgezogen wird, muß ergänzt werden. Für die Erdarbecken rauen Scharen von Italienern an; für die deutschen Landarbeiten werden polnische Saisonarbeiter vermittelt. Tie lebhafte Tätigkeit der Industrie hat einen verstärkten Kohlen- abr u s zur Folge; nun brauchen auch die Kohlenwerte mehr Arbeiter und nehmen mit Freuden ausländische auf. Bald hat man nun hunderttausende ausländischer Arbeiter während der Hochkonjunktur in Diensten des deutschen Wirtschaftslebens, und viele mit Familien. Das steigert natürlich den Bedarf an Nahrungsmitteln, und im Augenblicke ist Dafür nicht entsprechende Vorsorge getroffen: die Händler verlangen höhere Preise. Lin hessisches Gesetz betr. den Ärbeiterschutz und dre llnjauvelhülung bei verujen. Der hes>i,a)en Zwctten -laairuer ist joggender Gesetzentwurf über Ärbeiterschutz und die Unfallverhütung bei Bauten zugegangen: Artikel 1: Das Ministenmn des Einern wird ermächtigt, über den Ärbeiterschutz uno Die Unfallpcrbücung bei Hoa>- u.iU> Ticsbauten durch Verordnung polizeiliche Vorsa-risken zu erlanen. In der Verordnung kann zugleich beftimmt werden, inwieweit vor Beginn der Bauarbeiten und erforderlichenfalls in späteren Bauabschnitren eine Anzeige zu crstaUen ist. ■ Artikel 2: Die Aufsicht über die Ausführung der nach Artitel 1 erlassenen Vorschriften liegt, unbeichadel t^r den Ge- wcrbcmspeitionen zustehenden Befugnisse, den Baupolizeibehörden ob. Bei Reichs und Slaalslwuken, sowie Vautcn, btc unter staatlicher Leitung ausgestihrt werden, lärm das Ministerium des Innern die örtliche Aussicht an Stelle der Baupolizetbchördm den mit Der Leitung dieser Bauten beauftragten Behörden oder Beamten übertragen. r n Artikel «: ZiUviderhandlungen gegen die nach Artikel 1 erlassenen Vorfärriften werden, sofern nicht § 147 916f. 1 Ziffer 4 der Gewerbeordnung Platz greift oder schwerere Strafen verwirkt sich), mit Geldstrafe bis zu dreihunDerr Atart, im llnvemiögens- fallc mit Hast bestra't. llnaotchngig von Der sttafgerichtiiÄen Verfolgung Cann die zuständige Baupolizcibehörde Die zur zwangsweisen Durchführung der erlassenen Vorfosriften erforderlichen Maßregeln anorbnciL Das hierbei einzuhalteilde Verfahren wird durch Die Verordnung geregelt^ * Die Vorschriften des § 147 Abs. 4 und des § lal Ab). 1 der Gewerbeoronung sind auch Bauherren und Geiamtuntern h- mern, die keine gewerbsmäßigen^ Untertiehrncr sind, sowie ihren Angestellten gegenüber sinngemäß anwendbar. Artikel 4: Mit der Ausführung dieses Gesches ist das Ministerium des Innern beauftragt. Der Entwurf des Gesetzes wurde, io teilt die Regierung dazu noch mit, nach feiner Fertigstellung einer größeren Das geht zunächst nur den Zwischenhandel an. Aber auch der Produzent wird diese Preisbewegung gewahr und sucht taraus, so viel er immer kann, Nutzen zu ziehen, indem er nun auch mehr für seine Produkte fordert. So rücken die Lebensmittclpreise immer bei Hochkonjunktur etwas nach, und wenn besondere Anlässe vorliegen, wie vielleicht eine zufällige Knappheit an Getreide oder Vieh, o tritt diese Preissteigerung verstärkt in Erscheinung. In normalen Verhältnissen aber ist nun im Kreisläufe eine Entwertung des Geldes cingetretcn, Die unbedingt auf die Nahrungsmittel übergreifen muß,, wenn nicht der Produzent von Getreide und Fleisch in die stärkste Bedrängnis kommen soll. Das neugewonnene Gold, das vielleicht einige Jahre auf fruchtbringende Anlage warten mußte, ist ui Den Wirtschaststörper hin ein geflossen, und die allgemeine Entwertung des Metalls ist die Folge davon. Zum Ausdruck kommt sie, indem für alle Güter mehr gefordert und mehr bezahlt wird als zuvor. Würden in solchem Falle nicht auch die Nahrungsmittel im Preise steigen, so wäre der Einfluß des neugewonnenen Goldes in den Wirt- chaftslörper unvollkommen, denn es würde nichts davon an die letzte Stelle kommen. Es kommt immer daraus an, ob das Volk die Nahrungsmittel taufen kann. . noch so billig und die Aroeiterschaft hat kein Geld, so ist da durch durchaus nichts gewonnen. Für den Arb^iicst'" wie für das ganze Volk ist es am besten, daß u ich die Preise der Nahrungsmittel der allgemeinen .Konjunkturbewegung des Wirtschaftslebens anschließen, und daß die handarbeitenden Vollsma^sen hinreichend verdienen, um die Lebensrnittel zahlen zu können. schlichten uno doch so stolzen TankcS des Helden Judas Mafia- bäus: „Süß strömt Das Lied in mein entzücktes Ohr ..." Wir sühlen's, wir crleben's mir ihm. Oder, ein anderes Beispiel: wie stark ist die Verriefung und Verinnerlichung der Klage zu Beginn des ersten Aktes durch die Einschiebung Der Arie: „Du sankst, aä) armes Israel, tief herab" aus dem zweiten Akt mit ihrer schwermütigen Eellobegleitung. Die Beispiele lassen sich beliebig vermehren. Tie radikalste Umgestaltung und Verkürzung aus weniger als die Hälfre hat der 2. Akt gefunden; und daß er in der so gewordenen einheitlich knappen Form, cingelcilct von der als „Szene auf der Walstatt" benutzten Ouvertüre, Die als solche, um Den Eindruck der den 1. Akt beherrschenden Verzweiflung und Klage nicht zu beeinträchtigen, gestrichen worden war, prächtig lebensvoll, wirklich „dramatisch" wirkt, läßt sich nicht leugnen. Hier aber lassen sich doch wohl auch Bedenken geltend machen. So berechtigt, ja notwendig die Beseitigung der 10 ersten Nummern dieses Aktes und Damit Die Konzentrierung des Kampfes und seiner Vorbereitung auf eine Handlung ist: war die Streichung der Ouvertüre als solcher, wie sie dorn Handel sich gedacht und als die er sie geschrieben hat, wirklich nötig, um Den „SchicksalshirUergründ", btc Klage und Ver- zwenluug des 1. Altes, „in voller Unerbittlichkeit zum Eindruck zu bringen"? Ouvertüren stehen doch für sich da, gewissermaßen als Ucberschrift des ganzen, als kurze Inhaltsübersicht des Kommenden: sie gelten nicht als Vorbereitung gerade auf den 1. Akt oder als dessen Einleitung, sondern als Einleitung des ganzen Werks. Und daß ein Werk mit Dem klangvollen Namen des Judas Makkabäus, das die iebem Gebildeten bekannte ruhmvolle und waffenklirrende Geschiente Dieses Helden und. Des Volkes Gottes in Tönen verherrlichen will, mit kriegerischen starken Akkorden eingeiuhrt wird, kann der folgenden Handlung, die vom Niedergang und Der Verzweiflung durch Kamps zum itrahlenden Sieg führt, meinem Empfinden nach nichts von ihrer Eindringlichkeit'nehmen. Noch weniger einleuchtend aber erscheint mir, trotz Krctzschmar und anderen, abgesehen lediglich vom Standpunkt der Kürzung, die völlige Streichung der Schlußnummem des 2. Akts, Die von Der Wiederherstellung des Iehovakultus handeln. Stevhani hält die „eiicrnDc Szene wider fremden Götzendienst" für einen Fundamentalsehler im dramatischen Aii'- tau deS Werks: laßt sich ihre innere Berechtigung nicht auch und sogar remr einfach begründen? Der innere eigentliche Held DeS Dramas ist d a s Volt Juda, das auscrwähltc Volk Gottes: die beiden handelnden Einzelpersonen, Judas und Simon, verkörpern nach Den Worten Stephänis „die beiden Grundgedanken des Werks, den Glauben und die Freiheit": sie sind gewissermaßen Symbole der beiden Hauvteigenschaiten des Volkes, seines Gottesglaubcns und seines Freiheitsdranges. Ist cs nicht eine berechtigte dramatische Häufung, daß diese beiden Eigenschaften in Dem Kampf unD als Mittel zum Siege zum Ausdruck Anzahl von Interessenten (Arbeitgeber- und Arbeit- nehmen Verbänden, der Handwerkskammer, Der Zentralstelle für Die Gewerbe, Den größeren Kreisämtern, Den Gewerbe- inspettionen il u. m ) zur gutachtlichen Aeutzerung niiLßcicilt. Bedenken gegen Das Gesetz selbst rourDen hierbei nickst erhoben, Dagegen verschiedene AenDcrnngcn Der Vorschriften Der Verordnung in rem technischer .Hinsicht beantragt. In Der BegrünDung heißt eS u. a : Nachdem der Bundesrat am 13. Ium 1907 beschlossen bat,. Der Resolution Des Reichstags wegen Vorlage eines Geiepentwuns über Die Organisation Der Bautontrolle und Den Erlag von Vor fdjriftcn zum Schutz Der Bauarbeiter auf Grund des tz 1^0o der Gewerbeordnung Feine Folge zu gehen, rann Der Ärbeiterschutz und insbesoiidere auch die Unfallverhütung bei tauten nunmehr landesrcchtlich geregelt und der Bauarbeiterschutz einer crtocuerten Staatsaufsicht unterworfen werden. Der Gegenstand hat die L'QiiDliänDe wiederholt und zwar die Zweite Sammer insbesondere in Der Sitzung vorn 24. Januar 1908 ^Protokoll der 81. Sitzung, S. 21*78 ff.) beschäftigt. kommen ? Judas Makkabäus, die Sehnsucht nach Freiheit, führt die Männer zum Kampfe, Simon, der Glauben des Gottesvolles, reinigt durch die Zurückgebliebenen, die Weiber und Nichttriegei, den durch eben Dieselben Heiden beschmutzten reinen Dienst des Herrn, dessen Zorn er dadurch versöhnen, dessen Hilfe er dadurch erflehen will: beider Wollen und Werk krönt der Sieg, Sar Stephani Durch seine Streichung dieser Kultus-Episode gezwungen ist. Den folgenden Einleitungschor des 3. Aktes auch dem ^>inn nach, inhaltlich, gänzlich zu ändern und auf der Unterlage Dcr> selben Musik aus einem „mit lauchzendern Triumph", „mtl heißem Tank" abgehaltencn Tankiestgottesdienst („w c 11 wir mit [ju ergänzen: wiederhergestelltemj heil' gem Dienst begehn..." , einen „in Demut abgehaltenen Bitt gotteädienst" zu machen, spricht nicht gerade Dafür, daß seine Auffassung unbedingt zu- treffend ist und es sich vorher nur um eine belanglose Neben episode bandelt. Doch, will man möglichst kürzen, um bis zum Schluß Die Aufmerksamkeit des Hörers angespannt zu erhalten, so ist Die Streichung dieser Szene allerdings noch die erträglichbc so bedauerlich auch immer der Wegfall des choralartigen mächtigen Scklußchor des 2. Aktes: „Wir Dienen Gott, und (tzott allein bleibt. Jedenfalls, und das fei nochmals gern und freudig beton,, ist Die Arbeit Tr. Stephänis ungemein verdienstvoll und dankenswert: bei; schönste Dank wird ihm die Wirkung sein, die das Werk in seiner von ihm geschaffenen Gestalt dis jetzt überall gehabt Hal, die es auch gestern in Der fast so zahlreich wie das Konzert besuchten Generalprobe und namentlich heute in der Hauptaufführung, der er und Tr. Chrysander ja beiwohnten, auf die tiefergriffenen Hörer ausübte. ..... In das Verdienst dieser hinreißend prächtigen Ausführung teilen sich alle Mitwirkenden, die sich in den Dienst der grotzen Sache gestellt haben. Vor allem der Dirigent, unser hochverehrter Bro'. Trautmann, der die Massen des EhorS und Orchesters einstudiert und - was vermag nicht Begeisterung! _ m einer einzigen Gesamtvrobe, eben der gelingen öcneralrrnbe, so zusammengefügt hat. Dann — der Judos Mattabäus, das Voltsdrama, ist in eiltet Linie Chorwerk, stchi und fällt mit dem Ehor -, Der Chor, der Akabemi'chc Gesangverein und die en angel. Mädchen- und Knabenchvrschulc, letztere in Dem Sieg^moi De? :> Aktes sehr wirkungsvoll be - wan'ci: Die crattc rr.D irische Eiuichulung Der Ehorfchule ist m. W-. das Verdienst hauptsächlich de? Herrn Organisten O. G ö lach, der auch lür Die ausgezeichnete Durchführung Der Orgel - bcgleitung Anerkennung verdien:. Der Akademische Gesangverein hat heute seinem beioälyrten Ruf eines vorzüglich geschulten Chors mit urachtigem Stimmaterial wieder Ehre gemacht. Die Einsätze waren durchweg craft, die Klangstärke in allen Schatttc- rungen schön abgestimmt. Von den Solisten verdienen r.t erster Linie Die JBertmerin der Sopranpattic, Frau Schmidt- Dte heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Der Gang der wirtschastöronjuntturen und die UahrungLMittelpreije. Eines der befannteften unD häufigsten sozialpolitischen Schlagworte unserer Zeit heißt: „Wenn sich mtt steigender Wirtschaftskonjunktur Die Verdienftlage Des ArbetterftandeS hebt, treten sofort höhere Preise für die wichtigsten Nahrungsmittel (Brot und Fleisch) ein, so daß der Mehraufwand der Arbeiterschaft für ihre Ernährung die Durch Die VerdiensterHöhung erreichte Besserung Der Lebenslage im Arbeiterstand illusorisch macht." Nun ergeben zwar alle Statistiken, daß Dies nicht völlig zutrifft; auch Der sozialdemokratische Statistiker Ealwer hat Dargetan, daß sich in den letzten Jahrzehnten die Arbeitslöhne reichlich um Das Doppelte dessen erhöht haben, was fick an Preissteigerungen für den ErnäbrungSaufwand feststellen ließ. Aber Tatsache ist natürlich, daß die Preisbewegung der wichtigsten Nahrungsmtttel gemeinhin Den sonstigen Bewegungen im Wirtschaftsleben folgt. Siebener Aonzertverein. Judas A-iattavaus. Gießen, 22. Februar 1911. Zum 226. Geburtstag seines Schöpscrs ist der „Judas Makkabäus" in neuem Gewände vor uns auscrstandcn, in der Bearbeitung Des Eislebener KircheiimusikDirektorS Tr. Hermann Stephani, die wohl von nun an die Bearbeitung .sein wird, in Der Das unsterbliche Werk weiterleben und HunderttausenDen Die überwal- rigenDe Größe Des Äkisters Georg Friedrich Händel ver- tünDigen wird; des Meisters, der einen „Messias" in 30 Tagen und dieses Werk in 35 Tagen hingeworfen hat. Ueberwältigend! Das ist Das vorherrschende Gefühl, das in unS nach Dem Hören Des Werks lebt; aber nicht nicDcrgeDrüdt sind wir Durchs seine überwältigende Größe, sondern uiifäglich gesteigert im Fühlen all der brauseiidcn Fülle des Lebens, Die da in Wort und Tönen in beispielloser Steigerung über uns auSgeschüttct wird. UnD ein gut Teil Verdienst an dieser niemals gehemmten oder beeinträchtigten, sich immer steigernden Wirkung, hat — die unvoreingenommene Prüfung Inuß es offen cingestehen, — die Neubearbeitung von Tr. Stephani, die wirklich erst aus dem Oratorium das Musikdrama plastisch hcrauSgearbeitet hat: und — das ist das Wesentlichste — die Wirkung bcweists': in Sinne HLiidels Wer freilich von voml)erein jedes „Bearbeiten" alter tVieifter als pietätlos, als moderne Zeittrankheit verwirft, der wird Die Arbeit Stephänis ablehnen müssen; Denn „rücksichtslos" unD ,chrastisch" ist die Art ui der Tat, mit der er Das Häitdclsche Original auscinanderrcißt und neu zusammenfügt; tcxtlim neugestaltet, kürzt unD anderswo wieder verstärkt. Tie Wirkung, Der Erfolg gibt ihm Recht, Der Vorteil stellt sich oft sinnfällig dar; um nur wenige Beispiele für Die gewissermaßen Klein- malerei zu nennen, die neben Der Durchführung der Hauptziele Der Arbeit Stephänis einen besonderen Reiz verleiht: wie wirkungsvoll ist die Steigerung Der Erwartung int 3. Akt nach Dein Erscheinen des Siegesboten: „Vom Schlachtgetümmel eil' ich . . . Durch das Einschieben des Eingangschors mit kurzem Orchcstervorspiel aus dem Ansang des 2. Akts: „Fall ward fein Los", dem Dann erst die nochmalige Antündignng des Sieges folgt: „Doch seht, Der Sieger erscheint"; seinen Einzug Ipitet Der oonvcggcnonimeue Orchcstcrmarfch ein, der sich dann cum nochmals zwischen Die Knaben- und Mädchenchöre: „Seht Den Sieger ruhmgckröiit" einschiebt, bis schließlich Der volle Chor — eine Stelle, fast Dem „Halleluja" im „Messias- vergleichbar, jedenfalls der Höhepuntt des Dramas — den Triumphgesang auf nimmt. UnD nun, wo das Ohr und das Gefühl beide, aufs höchste angespannt, nach einem Ruheounlt verlangen, wie fein ist da Der Verzicht auf den nächsten Ehor und den im Original nun erst folgenden Marsch und statt dessen Die unmittelbare Folge des Crfta Stoff ' ' 16t. Ichrgmg vomiWtoz. 23. fttairt Wt mGletzenerAnzeMW «ÄS» U v.. 3ÄB S.SS General-Anzeiger fit Oberhesjen HotafioiRbrud Mfd Derlag d«r vrühNchen Univ.-Such' und Stelnörudcrei B. rang«. Reöaftion, Lrpcditian und vktlckerei: Schulftrahc 7. L Büöingtn: z-rnjprecher Nr. 50 SeschSstrftelle vahnb-lftrah. 16a. atnj.mmt.fl: H. juluu। un,, rrnuurciit-u» lwiuhich s- _ 7-— ----... j- Sind Dieic I beim Ausbrechen einzelner konstruktiv wtchliger Gcbaudetcill, Jui-i' ist Da-i fichten aut Die Bauarbeiter in Betracht, die von den rem van- eriianD polizeilichen Fragen, namentlich auch un Stnbhrf a";T.^lc^(l?Kr/ eriiano bet ^croo^ner derart umzubauender Gebäude, nicht wohl zit trennen sind. Alles dies zeigt, wie. Die vorliegende Frage nut der Baukomrolle (im Sinne Der Allgemeinen BauorDnung) zu' sammenhängt. Bor allem sind Mißstäiidc technischer und fanitarer Dtatur zu p et eilig en. ^wi^puuchiicv mutz eine Gewahr Dafür ge schassen werden. Daß der Bau Der Gerüste nur unter Verwendung beiten Materials erfolgt, ferner, daß Die Balkenlager sicher ab- qedeckt und daß Schutzdächer in genügender starte angebraflK werden. Als AtißstanD sanitärer Ülatur hat sich häufig die un- genügende Dichtung Der Winterbauteu flog. Fenstersrag«) imd )ie Trockenheizung Der Bauten Durch offene Koksofen (sog. Kols- Lorbirage, erwiesen. Die Beschaffenheit der Baubuden wird ein gehend zu regeln sein. Weller muß Die Aufrechterhallung des An- uandcs gcwährlciftet werden. Mll Der Durchführung Des noch vorstelienDem Erforderlichen wird auch eine ver, charfte Kon trolle üch er Die Art der Ausführung Der Bauten HanD in HanD zu gehen haben. Dies soll durch besondere Aus- f'uhrungsvorschriftcn zur Allgemeinen Bauordnung erfolgen. Zu Artikel 2 wird u. a. ausgeführt: Für Die Organisation Der Kontrolle könnte.das sogenannte Vertrauensmännersystem in Frage kommen. Dieses System ver langt, Daß aus Der Zahl Der an einem Bau befchästtgten Arbeiter, entweder von Dem Bauherrn ober Unternehmer allein ober unter Mitwirkung der Arbeiter Personen bestimmt werden, welche die Durchführung Der Arbellerschutzvorschriften bei Dem Bau zu über wachen haben. Wenn Dieses System auch Den Vorteil emer ständigen Aussicht bet jebem Bau zu bieten scheint, so hat es Doch wesentliche Nachteile. Dem VertrauenSmännersvsteme sehll als erste Voraussetzung für eine sachliche und zweckniäßige Kontrolle die Unab' hängigfeit des Kontrollierendcu. Auch ist es wohl mcht leicht, auf jedem Bau einen tüchtigen Kontrolleur zu finden. Endlick' ist Die nötige Einheitlichkeit in der Durchführung der Schutz- Vorschriften bei dem Vertrauensmäniiersystem nicht erreichbar, was um so bedeutungsvoller ist, als es sich um Vorschriften handelt. Die mll Straf- und Zwangsbefilgnissen ausgestattet sind. Im Interesse der Unaboangigteit der Kontrollorgan erfchetnt es norwendig, öffentliche Funttionärc mit der Aufsicht zu bc - trauen. Bei näherer Prüfung ergab sich, daß die Angliederung des Bauarbeiterschuyes an die B a u p 0 l i z e ib e hö r d en , also an btc nach der Allgemeinen Bauordnung zur Wahrnehmung der Baupolizei und Bauaufsicht berufenen Organe, vorzuziehcn sei Vor allem ist hervorzuhebetl, daß die Gefahren, btc dem Arbeiter bet Bauten drohen, aus technischen Mängeln ent springen. Diese sind in überwiegendem Maß bau technifcher An •• Todesfall. Daneben spielen die Gefahren für die Sittlichkeit imb die Hygiene eine zahlenmäßig untergeordnete Nolle. Jedenfalls kommt ihnen im Nahmen der hier zu lösenden Aufgabe nicht die Bedeutung zu, daß sic für die Auswahl der Kontrollbehördc den Ausschlag geben könnten. Die hessische Regierung hat der Zweiten Kammer eine Vorlage betreffend die Bekämpfung der Rebschädlinge zugehen lassen, durch die den Gemeinden bezw. den Winzern für die Bekämpfung der Rebschädlinge eine Staatsbeiyilsd gewährt werden soll. Zu diesen Zwecke wird ein Betrag von 24 000 Mark gefordert. General der Artillerie z. D. Paul v. Zalinitzki, s. Zt. Oberst und Kommandeur des Großh. Artilleriekorps Nr. 25, ist am 18. ds. Mts. in Dresden im 6 .aus Darmstadt, und der Bassist, Herr Otto S ch w e n d y als ganz hervorragend genannt zu werden. Die -brchtrgwit, mit dar-hier, namemlich Frau Schmidt-Illing, ihr umfangrreiches Sttmmaterial, stets weich und angenehm klingend, Iprelend beherrichen, ift bewundernswett; beider.Vortrag ist, ohne störendes Pathos, beseelt, offen und einfach, die Aussprache klar. .Ewzuckende Töne fand Frau Schmidt besonders in der Arie „Gr nahm den Raub" unb in dem Schlußduett „O holder Fttede". Herr Schwendy ift uns kein Fremder mehr; Frau Schmidt- cm bis zwei Jahren unsere Nachbarin im nahen -^annstadt ist, hoffen wir bald auch einmal im Konzert- saal 3u Horen. Die Altistin, Frl. Lion aus Frankfurt a. M., beeinträchtigte die Wirkung ihrer bisweilen sich zu beachtenswerter und an sich sympathischen Stimme- durch unschönes Tremolieren und einen eigentümlich bedeckten Vortrag der manche Aone geradezu unrein erscheinen ließ. Der Tenorist' Herr Koh mann aus Frankfurt a. M., dessen mächttges Organ cn^_J'n ^em siegreich entfalten konnte, bot in manchen Partten, namentlich des 2. und 3. Aktes, glänzende Leistungen ^orcr Stelle auch sein Vortrag an einem störenden Pachos und einer gewis,en Unklarheit der Tongebung litt. Dem Orchester endlich, dem unermüdlichen Streichquintett sowohl wie bM Blasern, gebührt uneingeschränkte Anerkennung; sie boten an Seinfeu und Klangschönheit Vortreffliches. Auch der geschmackvollen Flugel-un.to aiiszusprechen, daß zwischen den Orhen eines Ouattetts, Quintetts oder einer Sonate, kurz unterbleck' en ^iöge v UC^ ?a &an^ bilocnüen Werks, Klatschen untervteiben möge? Ich meine, es muß nur einmal an- tr).' rp Hrttllt n u Hl rrnrfi .in tt.ir,, < mehr missen wollen. Das wäre bann auch noch em bleibender Erfolg des heutigen Abends. -HL Deutsches Resch. Aus Berlin wird berichtet: Am heuttgen Donnerstag beginnen die Tagungen des Hansabundes mit einer Konferenz der Industriellen und Handwerker, auf welcher der Landtagsabgeordnete Ra Hardt über die gemeinsamen Interessen von Industrie und Handwerk referiert. Daran schließt sich eine Sitzung des Direktoriums des Hansabundes unter dem Präsidium des Geheimrats Prof. Dr. Rießer. Die „Nationallib. Korresp." schreibt: Der Zentralvorstand der nationalliberalen Partei wird am 19. März zu seiner üblichen Frühjahrssitzung in Berlin zusanrmentreten. Gegen die Errichtung vielgeschossiger Mietskasernen in ländlichen Gegenden wendet sich ein Runderlaß des preußischen Ministers der öffentlichen Ar- betten. Es wird darin auf die erheblichen Mißstände hingewiesen, die sich gerade auf dem Lande, wo es der Regel nach an Vorkehrungen für die ordnungsmäßige Beseitigung der Abfallstosse fehlt, bei dem engen Zusammenwohnen vieler Familien einstellen. Aus Marburg berichtet man uns: Die Versammlungen, welche der noch neu hinzugekommene Reichstaaskandidat Dr. Otto Böckel in den Ortschaften des Ebs- dvrser Grundes abhält, erinnern an sein Auftreten in der Zeit, in der er als „hessischer Bauernkönig" bezeichnet wurde. In Heskem, wo 300 Landleute zusammenge- strömt waren, brachte man zum Schluß aus den Kaiser und Dr. Böckel ein Hoch aus, und dann wurde die Wacht am Rhein gesungen. Die Lage im hiesigen Wahlkreis wird immer interessanter. Auch die übrigen Kandidaten sind fleißig an der Arbeit. Aus Hanau wird uns geschrieben: Eine heute zur Besprechung über die bevorstehende Reichstagswahl versammelte Anzahl von konservativen Vertrauensmännern aus Stadt- und Landkreis Hanau hat folgende Entschließung gefaßt: „Wir sehen mit unseren Parteigenossen im Reichstags- Verinißchtes. * In der Angelegenheit des Grafen Pfeil, gegen den der Ehrenrat auf Abschied unter den schwersten Bedingungen erkannt hat, soll der Kaiser nach einer Mel- düng des Berliner Tageblattes am 18. Oktober eine Ka- binettvordre erlaßen haben, in der es angeblich heißt Gras von Pfeil ist ferner der Verletzung der Standesehrc unter erschwerenden Umständen für schuldig erachtet worden, wett er durch den Selbstmordversuch den Eid gebrochen hat, und ich cann nicht billigen, daß wegen dieses Punktes em ehr^igerichtliches Verfahren eingeleitet worckcn in. ber Betreffende vor Gott und seinem Gewissen gu verantworten, sie kann aber weder aericht- licher noch ehrengerichtlicher Beurteilung unterliegen, es ei denn, dag besondere Nebenumstäude letzteres er» heischen. Es geht aber unbedingt zu iocit, aus einem bei- aUigen Schritt ein Verschulden wegen Bruches des Fahnen- eides herletten zu »vollen. Ich beftinunc daher, daß die Atten hreruber wegzulegen sind. Dazu gehen der „Deutsch, ^ournalpostz von informierter Seite folgende Atttceibingcn zu: .rer Selbstmordversuch des Grafen Pfeck is: -elvst- oersiaudlich nicht ausschlaggebend für den Ehrenrar ge- wesen, uno nach der ganzen Sachlage charakterisiert er ch. Bingen, 22. Febr. Das Kreisamt Bingen hat gegen die Schnakenplage eine Verordnung erlassen, in der die Gemeindeverwaltung zu einer planmäßigen und energischen Bekämpfung der Schnakenplage aufgefordert und das Ausbrennen der stehenden Gewässer und der Keller den Grundstückseigentümern zur Pflicht gemacht, den Gemeinden aber die Veranlassung, bezw. Ausführung der Bestimmungen übertragen wird. Hessen-Nassau. , P.iJ11 bürg, 23. Febr. (Tel.) In Langendernbach er- LS”B Nch gestern der Rechnungsführer Schneider von der Spar- und Darlehnskasse aus Unvorsichtigkeit beim Gcwchrreinigen. Aus hejjcn. Nus dem Wahlkreis Gießen-Grünberg- Nidda. Der nationalliberale Kandidat Herr Professor Gisevius bittet uns um .Aufnahme folgender Erklärung: Aus die gestrige Aeußerung des Herrn Parteisekretärs Kuhlmann erttare ich den Wählemi: Daß ich nach keiner Secke hin, auch nicht dem Bunde der Landwitte gegenüber, schriftliche oder mündliche bindende Erklärungen abgegeben habe. Die Verwendung hessischer mittlerer Baubeamten im hessisch-preußischen Eisenbahndienst hat nach dem „Darmst. T. Anz." der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten durch Erlaß vom 10. Februar auf Anregung des hessischen Finanzministeriums zugelassen. geeignet erscheinenden Beamten werden von den hessischen Behörden dem Eisenbahnzentralamt in Berlin überwiesen, das sie zur Deckung des bei der preußisch-hessischen Gemein, chafts- oerwaltung eintietenben Personalbedarfs, besonders für die im Großherzogtum Hessen zu projektierenden unb auszuführenden Bauten verwendet. Die Aufnahme der von der Bahn übernommenen Bauaspiranten in die Bewerbeliste für Beamtenstellen unterliegt wie bisher den hierüber bestehenden Vorschriften. Das meckere Bemühen des Ministeriums, Beamte bei den Baugewettsberufs- genossenschaften uni erbringen, wurde von diesen ebenfalls unterstützt unb für einige Vakanzen auch schon um Meldungen von Beamten ersucht. Dagegen hat die Po st be hör de sich dem gleichen Ansinnen des Ministeriums gegenüber ablehnend verhalten. Wahlkreise Hanau-Gelnhausen-Orb die Zurückeroberung des Wahlkreises für die bürgerlichen Parteien als die Aufgabe der nächsten Reichstagswahl an. Wenn wir auch der Ueberzeugung sind, daß dies Ziel am leichtesten durch die Einigung der bürgerlichen Parteien auf einen rechtsstehenden Kandidaten erreicht werde, fo werden wir, da uns das Wohl des Vaterlandes über oen Parteien steht, uns nie von engherzigen Parteiinteressen leiten lassen. Wir überlassen das weitere Vorgehen in dieser Angelegen- heit vertra^uensvoll dem konservativen Wahlausschuß des Aus Kalkutta wird gemeldet: Am vorigen Samstag wurde auf der Tigerjagd ein Kulitreiber von einem Tiger schwer verletzt. Der Kronprinz brachte den Verwundeten in seinem eigenen Boot nach dem Militär-Hospital, besuchte ihn täglich und beschenkte ihn freigebig. Im Rückblick auf den letzten Ausflug des deutschen Llronprinzen schreibt „Pionier": Der Kronprinz bekundete großes Interesse für die Verhältnisse Ostbengalens, die von denen der anderen Teile Indiens in vielen Beziehungen abwichen. Auf diesem Teil der Reise standen ihm die besten Kenner des Landes zur Seite. Der wohlgelungene Ausflug nach Ostbengalen bilde einen harmonischen Abschluß der indischen Reife des Kronprinzen. •• Roheit. Heute nacht wurden die beiden Figuren am Liebig denk mal von roher Hand nut schwarzer Farbr bestrichen. **DieMaul-und Klauenseuche ist in Hessen noch im Zunehmen begriffen und hat in einzelnen Fällen bereits einen schweren Charakter angenommen. Zur Abwehr und Verhütung sind nach einer halbamtlichen Mitteilung umfassende Vorkehrungen getroffen. Diese werden aber ihren Zweck nur dann erreichen können, wenn sie von allen mit den Tieren in Berührung kommenden Personen, insbesondere aber von den Viehbesitzern selbst (Eigentümern und Viehhändlern usw.) rückhaltlos und nach besten Kräften unterstützt werden. In dieser Beziehung fehlt es offenbar noch vielfach an der nötigen Sorgfalt. e?o sind Fälle aus letzter Zeit bekannt, in denen Viehbesitzer das Auftreten höchst verdächtiger Krankheitssymptome verheimlicht, dadurch die Verbreitung der Seuche gefördert und für ihr Verhalten nur die Entschuldigung gefunden haben, sie hätten nicht gewußt, um was es sich im Fragefall handele. In Zeiten des Auftretens der Seuche ist es bei deren außerordentlichen Verbrettungsgefahr für die heimischen Viehbestände und damit für die Allgemeinheit Pflicht eines jeden Beteiligten, die von den Behörden angeordneten Maßregeln auf das gewissenhafteste zu befolgen, und Pflicht eines jeden Viehbesitzers im besonderen, seine Viehbestände auf das sorgfältigste zu beobacyten und bei Wahrnehmung auch nur verdächtiger Krantheilserschei- nungen unverzüglich die vorgefchrieoeue Anzeige bei der Polizeibehörde zu e r st a t t e n. Unterlassungen ziehen nicht nur empfindcka-e gerichtliche Bestrafung nach sich, sondern belasten auch mit schwerer Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit. — Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus: 1. Birkenau, Kreis Heppenheim; 2. Ehol- sing, Bezirksamt Passau, Regierungsbezirk Niederbayern, 3. Ulm, Amtsbezirk Bühl, Baden. **Jn Amerika verstorbene Hessen. Christian Dippel, 74. Jahre alt, in Newyork; Frau Elisabeth Hust er, 97 Jahre alt, aus Nieder-Saulheim, in Eric. Sie kam vor 50 Jahren mit ihrem schon vor 25 Jahren verstorbenen Gatten nach Amerika mid hinterläßt 43 Enkel und 50 Urenkel; Lorenz Aul, 60 Jahre alt, in Pittsburg; Heinrich Horn, 64 Jahre alt, aus Schlierbach, in Dai;ton; Frau Maria Bayer, verwttwete Winter, aus Alsfeld,' 76 Jahre alt, in Muscatine. Kreis Büdingen. _ -l- Büdingen, 21. Febr. Wenn die Absicht, die infolge der wiederholten Aufbrüche in einem fast unpassierbaren Zustand geratene Bahnhofstraße in Kleinpf läster Herstellen zu lassen, zur Ausführung gelangt, wird Büdingen die erste Straßensttecke dieser Pflasterart im Kreise aufweisen. Die Bahnhofsttaße ist Ortsdurchfahrt, weshalb Provinz, Kreis und Gemeinde ihren Anteil an den Kosten zu tragen haben. Der Kreistag hat sich bereits mit der Frage, ob Kleinpflaster zur Anwendung kommen soll, bc- schättigt, und die Bahnhofstraße in Büdingen als Versuchs- strecke vorgesehen. Hoffentlich wird die Herstellung der Sttaße bald vorgenommen. Die Stadt selbst har now schwere Opfer zu bringen, denn sämtliche Straßen bei Innenstadt müssen neu gepflastert werden. 2hter von nahezu 81 Jahren verschieden. ** Aus-em Militär Wochenblatt. Zu Assistenz- Aerzten befördert die Unterärzte der Reserve: Dr. List, Dr. B o st r o e m (Gießen). ** Die Anlage eines Sonderfriedhofs, den die Jsraelttische Religionsgesellschast in unserer Stadt plant, wurde nun auch vom K r e i s a m t a b g e l e h n t. Die Ablehnung wurde damit begründet, daß die Stadt Gießen auf Grund des Gesetzes vom 22. Juli 1905 für ihren Friedhof eine Begräbnis- und Friedhofsordnung erlassen lyat, die die religiösen Anschauungen der Konfessionsgemeinden und religiösen Verbände berücksichtigt, weshalb ein Sonderfriedhof für die eine Minderheit unter den Bürgern bildenden Altjuden überflüssig erscheint. Die Entscheidung weist darauf hin, daß, wenn man dem Anträge entsprechen würde, jede einzelne Religionsgemeinde in Gießen das Recht hätte, sich einen eigenen Friedhof für ihre Verstorbenen anzulegen, so daß der Gemeindefriedhof dann überflüssig sein würde. Selbst wenn man den Sonderfriedhof gestatten würde, würde den Toten die ewige Ruhe nicht garantiert, da nach dem Gesetz feder Friedhof für öffentliche Zwecke enteignet werden kann, den Mitgliedern der israelitischen Religionsgesellschaft aber auch, auf dem städtischen Friedhöfe die Möglichkeit gewahrt ist, ein Erbbegräbnis zu erwerben, das ihnen die Ruhe ihrer Toten gewährleistet, solange die Begräbnisstätte als solche benutzt wird und nicht für andere öffentliche Zwecke davon Gebrauch gemacht werden muß. ** DerKriegerverein Gießen hielt am Dienstag tm Beretnslokal zum Löwen seine Hauptversammlung ab, die von 93 Mitgliedern besucht war. Der erste Vorsitzende, Hauptmann d. L. Gabriel, brachte das Hoch auf Kaiser und Großherzog aus. Aus dem vom Rechner O o r t erstatteten Kassenbericht wurde entnommen, daß das Deretnsvermögen 4360 Mk. beträgt. Nach dem vom ersten Schriftführer Möbus erstatteten Jahresbericht zählte der rtV1 c" ordentliche und 17 Ehrenmitglieder. Der Vor- anschlag für 1911 schließt mit 1680 Mk. in Einnahme und Ausgabe ab. Bei der Vorstaichswahl wurden der 1. Vor- t^enae Gabriel, Schriftführer Möbus und Rechner Dort ora9r§.en- 2?agner als 2. Vorsitzender neu= g-waytt. Als ckiisscyufzmitgiieber gingen aus der Wahl hervor die Herren Möser, Stuhl, Haupt, Waas, Rohleder, 'Sauer, Heß, Rück, Trümpert, Launspach, Welr Dickore, Selzer und Schissnie. nv eXCJi bic Zrnäyrungvon Kindern wird an p.dem Freitag nachmittag im S ä u a l i n a s y e i m unentgeltlich ärztlicher Rat erteilt. ^Stingsyeim un- Kreis Lauterbach. . ,= Lauterbach, 22. Febr. Eine ergötzliche Ge» schach t e passierte dieser Tage in einem kleinen Orte des Schlitzerlandes. Erschien da ein Zigeunerweib in dem Hanse eines Schmiedemeifters, n,m zu betteln, und gewahrte ein krankes Kind in der Wiege. Sie erbot sich den Eltern, das Kind durch Verschreibung eines Teerezeptes zu heilen. Nachdem das Rezept den Eltern ausgehändigt war, bemerkte die Zigeunerin, daß dieses nur dann Wirkung habe, wenn ihr sämtliches Geld, das die Eheleute augenblicklich im Hause hätten, fünf Tage lang zur Auf. bewahrung übergeben würde. Die besorgten Eltern hatten nichts Eiligeres zu tun, als sämtliches vorhandene Geld, im ganzen 130 Mk., der Zigeunerin zu übergeben. Sic versprach, es nach fünf Tagen zurückzubringen. Nach Ab> lauf der fünf Tage erschien die Zigeunerin — nein! der Schmiedemeister bei der Gendarmerie in Schlitz und erstattete Anzeige, daß die Zigeunerin ihr Versprechen nichi gehalten und das Geld nicht zurückgebracht habe, die Gendarmerie möchte ihm wieder zu seinem Gelde verhelfen. Starkenburg unb Rheinhessen. m. Offenbach, 22. Febr. Ter Offenbacher Lehrer- herein hat ,ich in einer Versammlung für die Beibehaltung des Schulanfangs um 8 Uhr ausgesprochen unb seine Ansichten m einer NeiolMion zum Ausdruck gebracht, die folgenden Wort- laut hat: ,Der Offenbacher Lehrerverein erklärt sich für den bisherigen Anfang des Unterttchts in den Volksschulen um 8 Uhr und wünscht wieder den bis Herbst 1908 üblichen Schluß be« Vormittagsunterrichts um 10 Minuten vor 12 Uhr. Aus pädagogischen und hygienischen Gründen verwirft er jede Unterricht- stunbe, die mehr als 50 Minuten umfaßt. Ter Unterrichtsan fang 1!tntl£?IrCr3Clrt lö" November bis 15. Februar wieder auf Vs9 Uhr festzusetzen." 2iii5la«d. In ber französischen Kammer erklärte der Marine- MiNister^bezüglich der Turbinen für Panzerschiffe von 18 000 Tonnen, man hätte damit anfangs großen Aerger und 2^.,Mgel ber Turbinen verkürzen lassen müssen. Die Panzer- icyiffe „Condorcet" und „Voltaire" würben die Versuche wieder auf- nchmen. Er sei überzeugt, baß die Turbckien nunmehr gut funktionieren und hoffe, daß sie iwch vor dem letzten Quartal des Jahres 1911 in Dienst gestellt werden könnten. Im englischen Unterhaus wurde die erste Lesung der P a r l a m e n t s b i l l unter lautem Beifall der Ministeriellen mit 351 gegen 227 Stimmen angenommen. Aus London wird gemeldet: Die irische Partei faßte am Dienstag eine Entschließung, in der die Mitglieder erklären, cke bedauerten, aussprechen zu müssen, daß bic Zeck noch nicht gekommen sei, wo sie sich entschließen könnten, gemein)am mit ben übrigen Vertretern ber Untertanen des Königs die Krönung s f e i er zu begehen. Inzwischen drückten bie Mitglieder herzliche Glückwünsche für ben König Georg aus. Sie seien überzeugt, baß das/ irische Bott den König bei seinem Besuche in Irland mit ber herzlichsten Gastfreundschaft empfangen würben. Die russische R e i ch s d u m a beriet den von 166 Mitgliedern eingebrachten Antrag über die Aushebung i)er Beschränkung des Ansässigkeitsgebietes für Juden. Die Duma beschloß mit 208 gegen 138 Stimmen, sich weder für, noch gegen den Antrag auszu- sprechen und die Frage, ob die Durchführung dieser Maßregel wünschenswert sei, einem Ausschuß zu Übermeisen, weicher binnen Monatsfrist darüber berichten soll. Aus Tanger toirb gemeldet: Der Doyen des diplomattschen Korps eriuchte El Geb bas, dem Sultan mitzuteilen, daß die N u n g e r s n o t i m L a n d e die Besorgnis gerechtfettigt erscheinen laj>e, dag eine Epidemie in Mogador ausbrcchen werde, da Mele yungetnbe aus der Umgegend nach dieser Stadt zögen. El Gebbas ordnete deshalb an, baß bie Hungerleidenden außerhalb ber Stadt untergebracht werden und erstattete dem Sultan Bericht Das vom Repräsentantenhause in Washington angenom- ■ o t t enpro gramm enthält Forderungen in Höhe von 34 .'Millionen Dollars, doch wird vermuttt, daß sich die Kosten mfolge der durch den von demotratischer Seite verlangten Acht- stmwen-Tag heroorgerufenen Arbeitsbeschränkung erheblich vergrößern werden. JMeressant an ber vom Repräsentantenhaus angenommenen Bill ist bie Bestimmung, daß Armierungen unb Panzer vom Aus lande beschafft werben könn eit. Aus StKdt uns Lund. Gießen, 23. Februar 1911. — TageZkalender sür Donnerstag, 23. Februar: Gesellschaft für Erb- und Völkerkunde: Vortrag von Dr. Wolf in Frankfurt: Hebet die Korallenriffe ber Südsee. Abends 81/. Uhr in der großen Aula. . ** Richterpersonalien. Der Großherzog Haiden Oberlandesgerichtsrat bei dem Oberlandesgericht in Darmstadt Dr. Friedr. Buff mit Wirkung vom Antritt seiner Stelle als Reichsgerichtsrat seines Dienstes entlassen. e Vj Winterkur für JJ W Ä Nervenmked ■■MHHnn Dr. M. Sohulze-Kahleyss, Nervenarzt ■■■ Sanatorium Hofheim Im Taunus. WWWWWWD Frische Fische in Lang-Göns. 12891 U" X ^imWlIt Behr. Berdnx 6 Zimmer Bd%, S'trllciiMiliidfr- Offene Sir Um Mietgel uche Zu vet »rieten Babnbofstraße 27. Fernsprecher 231. Mtgtied der Rabatt-Spar- Vereinigung. (a”/3 1316' Braves, zuverlässig. Drentt- mädchen für sofort ob. 1. Piärz gesucht. Licbiastraße 17, pari. SräuL, gewlssenh. u. zuverl., m. schön. Handsckr., firm i. schr. Arb. u. Berk., gcst. a. vr. 3eugn., w. Stelle als flaifiercrin ober ahnt. Bosten. Schrisil. Angebote unt. 1281 an den Gießener Anzeiger erb. 820, 1. Etage, ü Zimmer, Badezimmer, Mansarden, zum 1. April 1911 zu vermieten. M. Michel, Bleichstrahe 24 p. Gießen, den 9. Februar 1911. Der Wahlkommisiär. Dr. Ufinger. Wetteraussichten in Hessen am Freitag dem 24 fahr. 19j 1; Stark auffrischende bis srurnusche Winde, wieder Trübung, Regen, rn'lb* Schneebericht: Hoberodskovf - 3 Grad, starker Südwest, Nebel, Schwächt möglich, doch zuin Teil vereist. Letzte Nachrichten. Aus der Hessischen Zweiten Kammer. RB Darmstadt, 23. Febr. Die Zweite Kammer trat heute in die Boranschlagsberatung ein. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Abg. Dr. Osann, ging in längeren Ausführungen aus die Finanzlage ein. Der neue Voranschlag trage 126ö) tüchtiger . „ . kann sofort bei dauernder Beschäftigung eintr. bei (9o. Stcul, Schneiderrnstr. in Bettenhaufen, Post Langsdorf (Cberheffen)., f)a&C3n Hamburg wurden zwei Postschaffner unter dem Verdacht, einen Postbeutel mit 94 Einschreibebriefen gestohlen zu haben, verhaftet. Beide gestanden ^.n, den nach Varis bestimmten Postbeutel entwendet, sämtliche Wechsel und Schecks, die zum Teil auf hohe Beträge lauteten, v e r- brannt, Geld und Wertsachen aber, auf bte sie es abgesehen hatten, nicht gefunden zu haben. Llhöut ger. g-Zm.-MhnW m. all. Zub. p. 1. Avril zu uerm. 1310] Stcinstraße 19 v MöblZisimer Ltciuitr. SS il. Midi. Zimer zu vermieten. Seltersweg 2 HL Fleissige Herren jeden Berufes finden lohnende Beschäftigung, ev. auch Anstellung. Ofi. u. T. 301 bef. Daube & (So., Frankfurt a. M. jh",. Eilt miilil. Zimincc z. mm. 1003)Nord-Anlage 3» II. Acltncs Mädchen, 30 Jahr alt, die gut bürgert, kochen kann, sucht Stell, i. bürger l. Haush., am liebsten auf ein laubro. Gut. Schrift!. Angebote unter 01402 an den (Siebener Anzeiger erb. handel. Wien, 22. Febr. Die österreichisch-ungarisch Bank hat den Diskont von 4Va auf 4 Proz. herab gesetz t. __ mit guter Schul- bildung zum baldigen Eintritt gesucht. 11320 Aug. 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Bei Czenstochau stießen im Schneegestöber zwei Güterzüge zusammen. Zehn Wagen wurden zertrümmert, drei Zugbeamte wurden töllich verletzt. Die russischen Pelz Händl er beschlossen, den Ministerpräsidenten um ein Verbot des Zobclfanges ipätyrenb zweier Jahre zu bitten, da nur hierdurch der Ausrottung des Zobels vorgebeugt werden könne. vüchertifch. — Als neueste Veröffentlichung des Friedberger (5c.- schichtsvereins erschien eine Abhandlung von F. Dreher: „Professor Dr. Johann Philipp Tieffenbach. 1786—1860. ^cin Leben und Wirken." Die Abhandlung gilt dem Andenken des ehcmallgen Rektors der Friedberger Aiunistinerschule. Dicffcnbach war 1812—1815 Erzieher des späteren Großherzogs Ludwig Ml. unb 1815—1818 außerordentlicher Professor für Geschickte in Gießen Mit Tiefs en bachs Berufung an die 1842 gegründete Auguslinerfchule in Friedberg setzt seine fruchtbare schriftstellerische Tätigkeit ein von der Dreher auf 6 Seiten eine erschöpfende Zusammenstellung gibt. Die bekanntesten Werke Dienenbacks sind seine .Geschichte von Hessen" (1831), feine „Urgeschichle^dcr Wet- icrau" (1843) und seine grundlegende „Geschichte der etabt und Burg Friedberg" (1857). Außer Diesfenbachs Arbeiten ist noch berücksichtigt, was während der letzten 50 Jahre in Friedberg für die Erforschung der Wetterauer Geschichte getan wurde, im ganzen etwa 400 Abhandlungen aus der Friedberger bezw. Wctterauer Geschichte. UircHlicHe Had>rtd?ten« Jrraettttfche äeiiqNusaemciuoe. 6ohe$ou-ii|i ih -er Spnaiwae l^>üd-Anlage), SamStag ben 25. Februar 1911: Vorabend: 5.4 5 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr. Predigt. Nachmittags: 3.39 Uhr. SabbatauSgau g: 6.45 Uhr. □sraeiü'iö’t' ueliglau^sefelffchafl. Gottesdienst. Sabbatleier am 25. Februar 1911: Freitag abend 5.30 Uhr. Samstag morgen 8.30 Uhr. Predigt. Sam-stag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 6.45 Uhr. Wochengottcsdiensl: Aiorgens 6.45 Uhr, abends 7.00 Upr. Mädchen für leickte Arbeit gesucht. 11284 Damvfwafchanstalt Edelweiß. Ein gesund., faub. arbeitswillig. Mädchen gesucht. Näher, zu erfragen in der Ge- schäftsstelle des Gieß. Anz. Zum l. April wird von kinder- loiem Ehepaar ein fieitziges Mädck-n gesucht. Borzust. abds- MWU von 7-9 Uhr. 101389 Friedrichstr. 8, 1 Treppe hoch. Ein in Küche unb Hausarbeit erfahren. Mädchen zum 1. April in kleinen Haushalt gesucht. 13061 Garteuttraßc 14 I. Vermittlung auch durch die ge= werbsmätzige ®teUenocimittlerin Frau Hüttenberger, Seltersw.67. Bekanntmachung. Betreffend: Reichstaaswahlen hier: Ersatzwahl im 1 Wahlkreis des Grotzherzogtums -Heffen. Für die bevorstehenden Reichstagöwahlen bin ich zum Wahl- kommissar des ersten Wahlkreises des Großherzogtums, bestehend aus: 1. Kreis Gießen. 2. Aus dem Kreise Alsfeld die Gemarkungen: L Atzenhain, 2. Bernsfeld, 3. Ermenrod, 4. Flensungen, 5. J lS dort, 6. Kirchgarteu, 7. Lehnheim, 8. Merlau, 9. Nteder-Ohmen, 10. Ober- Ctimen, 11. Ruppertenrod, 12. Wettsaasen, 13. Zellbach. 3. Aus dem Streife Schotten die Gemarkungen: 1. Eichelsdorf, 2. Gedern, 3. Glashütten, 4. Groß-Eicken, 5. Stein- Eichen, 6. Aüitel-Seemen, 7. Nieder Seemen, 8. Ober-Lais, 9. Ober- Seemen, 10. Ober Schmitten, 11. Steinberg, 12. Unter-Seibertenrod, 13. Bolkartshain. 4. Aus dem Kreise Büdingen die Gemarkungen 1. Bad-Salzhausen, 2. Bellmuth, 3. Bergheim, 4. Berstadt, 5. Bingenheim, 6. Bisses, 7. Berfiadter Alarkmold, 8. Bleichenbach, 9. Blofeld, 10. Reichelsheimer Ameil an Bingenheimer Mark, 11. Bobenhausen I., 12. Borsdorf, 13. Dauernheim, 11- Dauernheimer Hof, lo-Schleiseld, 16. Echzell mit Echzeller Wald, 1/. Eckartsborn, 18. Effolderbach, 19. Fauerbach, 20. Geis Nidda, 21. Gelnhaar, 2L Fsend, und Doman., 23. Gettenau. 24. Heuchelheim. ^-Hirzenhain, 26Ä1slu0.%n' U K°rb- wald, 28. Leidhecken, 29. Lltzberg, 3ft Michelnau, 3H Nidda, 32. Cber- Widdershetm, 33. Ortenberg, 34- Namtadt, 3o. Schwickartshausen. 36 Selters, 37. Konradsdorf, 38. Unter - Schmitten, 39. Unter» Widdershetm, 40. Grund Schwalheim, 41. Usenborn, 42. Wallern- hauscn, 43. Wivvenbach bestellt worden. „„ . Ich bringe deshalb zur öffentlichen Kenntnis, daß Dienstag den 14. März d. Js., vormittags 11 Ubt in dem Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen die Protokolle über die Wahlen in den einzelnen Bezirken durchgeseben und das Ergebnis »ufammengenelit und sodann verkündet werden wird- Der Zutritt zu dem Lokal steht jedem Wähler frei. durchaus den StmuxI ber Sparsamkeit, aber es sei wicht.vaftz^ was die Sozialdemokraten behaiipleten, daß ine Lparsamreit rat nnt.-n anfange. Eine stärkere Sckmlbenkilgung ftn durchaus tkx- .1’1. Brauer Bauernbund besprach ebenfalls den qefanttat Voranschlag und wandte sich auf (hieben gegen bic ^oniatbemb“ halic Zn erster Linie sei eine stärkere c duilbcntilgung notig. '2111(1' die Erhöhung ber Bea in_t enbe > oldungen lei bringenb wünschenswert, wenn sie ohne 5tcuererböhiing durchgeführt iverden könne Die Sitzung dauert fort. sti.B Darmstadt, 23. Febr Die Abg. Molt Han unb Gcnoiieu haben heute in ber Zweiten .stammer einen A n lrag eingcbrackl, die Regierung zu crfudxn. ytr Gewinnung ber omuib- lagen für eine Revision des h e i , i i a. p r e u st i s ck e n G e - m e i n i ck a f t s v e r t r a g s dem nad iten L.inbtag alsbald nach seinem Zusammentritt eine Ucbcriichi über die seit Bestehen der E i s e n b a h n g e m e i n s cha f t auf den hessischen Strecken ein - getretene Betriebsstekgemng und bic dadurch i.ervorgerinene Wert Erhöhung vorzulegen. Weiter wird eine Ucbtriidu über bte do turd) notwenbig gewordenen Slci4>ital<üifrocnbimgcn und bte noch zu ernxirtenden Aufwendungen verlangt. Zur Romreife des Kaisers. :/: K ö l n , 23. Febr. (Priv.-Del.). Nach einer Berliner Meldung der Köln. Ztg. ist die Erörterung der Romreife des Kaisers in der italienischen Presse in ein bedauerliches Stadium getreten. Tie Angelegenheit wird von ihr in einer Weife behandelt, als ob der Kaiser- besuch in Rom Hintertrieben werden solle. Nußland und China. Berlin, 23. Febr. (Priv.-TelZ Es bestätiat sich, daß R u ß l a n d die chinesische Note für eine brauchbare Grundlage für weitere Verhandlungen ansieht. In unterrichteten Kreisen ist man der Ansicht, daß bic Angelegenheit das kritische Stadium überschritten hat. London, 22. Febr. Nack) der Votierung der Parlament s b il l ertönten von den Bänken der Ministeriellen langanhaltende Freudenrufc. Besonders Asquith war Gegenstand begeisterter Kundgebungen. — Beim «vchlust der Aussprache erklärte der Minister des Innern, er weise die Behauptung zurück, daß eine Einigung möglich fei. Wenn Die Regierung die Einladung der Opposition zu einer Konferenz über die Refvrmfrage annehme unb bte Erlebigung ber Vetofraae bis zum nächsten Jahr verschieben wollte, fänbe sie im Unter Haufe nicht 50 Stimmen -ur Unterstützung. Die Regierung werbe kernen Schritt ungetan lassen, um bie Parlamentsbill schnell zum Gesetz zu erheben. Cherbourg, 23. Febr. Die H afenb au-Arbei- 1 ter verlangen Lohnerhöhung unb finb in den Aus- , stand getreten. sich abgesehen von den begleitenden Nebennm standen, wohl al3 das leichteste Vergehen, das dem Ehrenrate überhaupt zur Beurteilung vorgelegen bat. Diese Nebenumstände sind dadurch gegeben, daß der Selbstmordversuch vorgetäuscht wurde, 1. um die eingeleitete Unter- . suchung zu Hintertreiben, 2. um diese Untersuchung aus eine falsche Bahn zu leiten, 3. um Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Grafen zu erwecken und dadurch 4. diesem wenigstens den Titel, die Pension und bie Uniform bei einer etwaigen Verabschiedung zu retten. — Tatsächlich ist die Untersuchung gegen den Grafen, die mit dem Thorner Prozeß abschloß, in ganz erheblicher Weise hinausgezögert worden, so daß der Rechtsbeistand der Gräfin, Notar Dr. Otto Sprenger in Bremen, wiederholt die schärfsten Eingaben an die in Betracht kommenden Behörden richten mußte, um überhaupt die Einleitung des Hauptverfahrens gegen den Grafen zu erzielen Ebenso wurden in bet Presse damals schwere Vorwürse gegen bas anscheinenb schleppenbe Verhalten der Militärbehörben gerichtet Diese Sck)ädigung bes Ansehens ber Militärbehörden hat Gras Pfeil burch sein Verhalten selbst verschulbet, und es war bähet ganz selbstvetstänblich, baß ber Ehrencat dieses Verhalten in ben Mittelpunkt feiner Entschetbung stellte. — Damit entfällt jebe Möglichkeit, bie Kaiserliche Kabinetsordre etwa gegen den Ehrenrat oder gar zu Gunsten des Grasen Pfeil ausspielen zu können. Kleine Tageschrontt. Im Königsstuhltunnel bei Deibelberg nmtbe in bet Nacht von ein stütz enden Stemmasstn ber 35iahtige Tunnel- arbeitet Gengenbacher aus Münchzell erschlagen. Der Verunglückte hinterläßt eine Witwe unb unmündige Kinder. Du Staatsanwaltschaft Hal eine Untersuchung emgelcitet. In Karlsruhe stieß aus dem Wege zum Gtoßhetzoglichen Schlosse bet Hofwagen, in dem bet Gtoßhetzog und die Grotz- Herzogin saßen, mit einem Kohlenfuhrwe t k z u s amm en. Der Kutscher des Kohlenwagens ritz bie Pietde noch rechtzeitig beiseite, wodurch die Deichsel brach, so daß ein Unglück vct-- hindert wurde. Eine Scheibe des Doswagens wurde zertrümmert: niemand wurde verletzt. 3m Kloster Zum guten Dirken in Manche n , einet Zwanas- erzieyungsanstalt für Mädchen, zerschlugen bic Zöglinge Fenster und zertrümmerten verschlossene Tüten. D ie ^hwestern waren dem wüsten Treiben gegenüber machtlos, so daß schließlich die Schutzmannschast herbeigeholt werden mußte. Zwei qutgetleibete Herren, die in einem Automobil an- kamen, setzten in bet Lanleschen Heide bei Ser n au m Branbenburg einKistchenab unb fuhren schleunigst bavon. Ein Arbeiter fanb das Kistchen, in bem sich ein n e u geb o - renes ftinb unb ach tt ausenb M ar ksowie ein Schrei- ben, worin um Pfleae des Kinbes gebeten wirb besanden Weitere Nachfrage wirb in brei Jahren in Aussicht gestellt. Tas Kind wurde dem Krankenhaufe Bernau zugeführt. Näheres ist noch nicht ermittelt. , 3m der Wilddiebaffäre in DSberitz sind müer dem Verdacht, ben Gefreiten erschossen zu haben, zwei Arbeiter in das Spandauer Untersuchungsgefängnis emgehefert worden, bie bei einem Lokaltermin eingestanden, an der Sache beteckigt " gewesen zu sein. Sie beftreiien aber, bie Schüsse abgegeben zu Heute eintreffend: mteitellerMin im ganzen 4—12 pfünlü^er Fisch ohne Kopf per Pfd. 18 Psg., im Ausschnitt per ' Pfd. 22 Psg. zrisltzc W-KotkleM per Pfund 28 Psg. 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