tammer. -■ Mf fit Mänbiounj tarn iDitbetwt i j °,Btn Princhienk^ °°'°mpfci> unbt-J tictcR wirb, wenn 1 incr gibt cs in jJ Naner folgend, : 'vählt und ist es H ßntj^cibung über nm und t>. Heyl m en, und seiner Par: cht Dcnnciben tonne liÄeu Bonernbündln scher Nationallibcr^ nicht vertreten. Aufgaben des nächst schrittliche, jicigejim nlksparteii tau ^städtisches Varie‘- Dir.: K. Ohm. " ^«artiger AuSstaUE^j iberü/SX‘tict |H MM, $aSun - , . mit seiner ui - | Itrtam Ü\\ ViüttEü, Saubre '.. . a,i( oriiM1 4“°" ~ „-11 mit1: ori1i(iniiscoru»i*«| 3«*** inl(n«ti-n^ Wels, ,sE o 2 ’iWriifDu?v zn dk» °L°ÄchL ita*? Stsfc. L'wteE 's «SSAsr I «* II "'L r ■’ 161. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 255 tägllch mit Ausnahme des Sonntag». T'e „eitfitnct Samilknblätter- werben dem .Ungeifler* otermal wöchentlich beigelegt, das „Ureirdlatt fflr vea Krell «letzen" zweimal wöchentlich. Tie ..raadwlrtlchaftllchen 3ett- tragen** erlchenien monatlich zweimal. Gletzener Anzeiger General-Anzeiger für Gderheffen hiontag, 50. Dttoder VAI Rotationsdruck und Verlag der Vrüblichen Universität- - Buch- und Creindruckerel. 9L Lange. Dietzen. Redaktion. Expedition unb Druckerei: Schulst: atze 7. Eroed'tron und Vertag: E^Abl. Redaktion:b^ 112. Tel.-21druA,izclgerDletzen. Korrespondent bc5 Reuter- Dic Nevolutiou in China. Neue Gefechte mit den Aufständischen. Kirche und Schule. Tas Verfahren gegen Pfarrer 2taub. Die Blätter melden aus Berlin: Ter evangelische Cber- tirchcnrat Hal in der Tisziplinarsache gegen Pfarrer Traub- Tortmund entschieden, daß die Angelegenheit dem westfälischen Konsistorium entzogen und vor dem schlesischen in Lreslau verhandelt werden soll. London, 28. £(t. Aus Hessen. Tie LandtagSwahl in Gießen. Gießen, 30. Olt. Tie sozialdemokratische Partei gatte für gestern vormittag eine Wählervcrsamm- lung in den Kolosseumsaal' einberufen, die, wohl infolge der ungewöhnlichen Bersammlungszeit, nur mäßig besua-t war. Ter erste Redner, Staoio. Ztelowski von Frank- surt, besprach zunächst die jeptge Teuerung, die er auf die verkehrte Lirt,cha,tspollitt im Deutschen Reich zurück» führte. Diese Politik färbe auch auf die Bundesstaaten ab, und so könne man jeyt sehen, daß in Hessen wie im übrigen Reich Die teauionärcu Machte an der »weit seien, um durch Die Gesetzgebung die ^onDerinteressen der herrschenden »lassen aus Kosten der Al.gemeinheit zu fördern. In Hessen seien es der Bund der Landwirte, das Zentrum und die narimtallivera.e Partei, tu oarch ihr Zu.ammemvirken im Landtag die Gcsc^g.'bung einseitig deRnf.ußt hätten, wobei namentlich die irrste Kammer o,r das treibende Element gewesen sei. Er besprach dann vom svzmwemokratischen Ltandpunll aus die Wahlrechtsreform, bie Gemeindesteuer- aesepgevung. Die Staate- und LandgemeinDeordnung, die ,chlea):e Finanzlage des Landes und den hes.isch-preußischen Eisenbah.wer^rag, um zu vem Schluß za tommen, da^ jeder, oer im Änne ।einer Ausführungen eine andere ^-olitit Volle, am 3. November scziaÄemokra.ifch wählen müsse. Nach Die,en von den za-.l w^i.aus größten Te.. aas Part^i- geno,sen de» ... eh enden ^jahwrern mit Beifall Zu öcn Reidistagsroalikn. In einem Wablantrag, der von der Fortschrittlichen Bolksparici im Reichstage cingcbracht worden ist, wird der Reichskanzler ersucht, wegen der bevorstehenden Wahlen sosort 1. dem wiederholt vom Reichstage angenommenen Antrag, von Reichs wegen und aus Kosten des Reichs den Wahlbezirken einheitliche und eine Verlegung des Wahlgeheim- n i s s e s a u s s ch l i e ß e n d e W a h l u r n e n z u l i e f e r n, F. lge -u gebe.:; 2. aus die Landesregierungen dahin zu wirten, daß a) durch landesrechtliche einen eie Nichtanwendung der Bestimmungen über die Polizeistunde aus das Versammlungsrecht sichergestellt wird: b) die Zentralbehörden der Einzelstaaten an die lokalen Polizeibehörden einen der Verfügung des vreutzlschen Ministers des Innern, v. Moltke vom 13. Mai 1908 betreffend die Ausführung des NeichsvereinSgescges entsprechenden Erlaß richten, nach dem auch aus Umwegen daS g e s e g l i ch e Vereins und B e r s a m m l u n g s r e ch t durch die Behörden nickt beeinträchtigt werden soll, insbesondere Personen wegen ihrer Zugehörigkeit zu den Vereinen oder ihrer Teilnahme an den Versammlungen bestimmter polinick.'r Parteien von den Polizeibehörden in ihrem Erwerbsleben nicht geschädigt werden und Gastwirte wegen der öcraabc ihrer Sdic für solche Versammlungen keine wirtschaftlichen Nachteile erleiden sollen. bs. Darmstadt, 29. Olt. Gestern fand hier im Dessunger Ehausseehaus wieder eine f o r t s ch r i r t l i ch e Wahlversammlung statt, di? gut besucht Ivar. ASS Redner trat der fortschrittliche Kandidat Henrich auf, Der nochmals den Wählern sein Programm etttwickelte. Auch sein Gegenkandidat nationalliberaler Richtung, R.gierungs- rat Bastian, griff lebhaft in die Aussprache ein und betonte, daß er in vielen Punkten mit den Ansichten des Herrn Henrich übereinstimme. Tie gescheiterten ciuigung. • Verhandlungen wurden auch wieder in die Erörterung gezogen. ch. Bingen, 29. Cft. Als Kandidaten für die am 19. Dezember in Bingen für den Wahlkreis Bingen Stadt stattsiudende Landtags-Erfatzwahl wurde von der Zentrumspartei in einer Sitzung des Parleivorstandes der Wcinhändler und Stadtverordnetc Heinrich Wendel in Soherr ausgestellt. ausgenommenen AuSiüyrungcn sprach der sozialdemokra- tifd^e Kandidat für Gießen-Wteseck, Stadtv Bette rS. Ohne eine eigentliche Programmredc zu halten, sprach er über die hessische Politik in demselben 2inne wie der Vorredner. Er ging namentlich auf Die RichtbestäNgung sozial- ocmolratischer Beigeordneter durch die Regierung ein, be- sprach den nach ।einer Ansicht ungesetzlichen Brauch, daß der Graf zu Schlitz seine Arbeiter nm Zahlmarken aud- lohne, und wandte sich bann gegen die Ausführungen einiger fortschrittlicher W.iiZfiugb.ai.cr über die sozmtdcmo. tratische Panei, die er als unzutresscnd bezeichnete. Auch er schloß mit der Ausforderung, bei der bevorstehenden Wahl jozialdemokratisch zu wählen, da nur hierdurch die Möglichkeit einer den Itueresfen des werktätigen Bolles dienen- oen Womit gegeoen ,ei. Auch seine Ausführungen wurden mit lebhaftem Brllall aufgenommen. Ta sich trotz wiederholter Aufforderung nicmanb zum Wort meldete, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Etn abgefchüttelter Lanblagsabgeordncter. Ter Voriitzenoc des Laudesauo,chu>ses der national- liberalen Partei, Tr. Osann, veröffentlicht folgende Er- närung: „Das nationallibcralc Landtagsmitglied Schönberger hat einen Ausruf unterzeichnet, in welchem zur Wahl des früheren Lanktagöabgcordnetcn W o l j - Stad.ckeu ausgesordert luitö, luic- ivobl tiefem ein nationallibcralcr Kandidat Dort in Der Person tcs Herrn Emil Sckätzel in Sclzen gegenubersteht. Ich de dauere Dieses Vorgehen des ?ll>geordnclen Schönberger aus daS lebhafteste und mißbillige cs auf das schärfste. Kau- livat der imtioitaUibcralcn Partei ist Herr Emil SchatzeI, Der als solcher durch die Vcrtraucnsmännervcrsannnluug ausgestellt ivurdc. Ick ersuche alle nationalliberaleir Männer, für desfen W i । mit aller Kraft eiuzutretcn. Ich erkläre weiter. Daß ich D.-m früheren Abgeordneten Wolf-Stadecken niemals die Zulage gemacht Jiabc, tie nationallibcralc Partei int Wahlkreis Nierstcin Nicdei Saulheim werde ihn bei Der Landlagswahl ansstcllen oder für ihn eintreten. Der Abgeordnete v. heq^ebrano über die politische tage. Breslau, 29. Okt. Unter großer Beteiligung ans Stadt und Land trat heute hier im große,t Saale des Konzerthaufcs der P a r t e i l a g d e r K o n f e r v a l i v e u S ch l c f i e n s zuiammcn. diach einem Vorträge des Abgeordneten Malermeisters Hammer sZehlcndors) über „Millelfiandssragen und wahre Mittclitandspolitik", crgriss Der konservative Parteiführer, Abgeordneter v. Hchdebrand, das Wort zu folgenden Ausführungen: Bei den bevorstehenden Wahlkämpfen handelt es fich nicht nur um das Geschick der konservativen Partei, sondern auch um das Wohl und Wehe unseres Vaterlandes, liniere Sache ilt gut und gerecht. Mit Fleiß und Nachdruck müssen wir aber jetzt arbeiten, denn die grenzenlose Verhetzung der Parteien foiinte nur geschehen, weil wir nicht immer aus dem Posten waren. Geht aus den Wahlen eine mehr oder minder sreihändlcrische Mehrheit hervor, eine Mehrheit, die im Punkte Der nationalen Ehre nicht zuverlässig iit, so kommen trübe. Zeiten über unser Vaterland. Nichts klingt besser als der Name Bauernbund. Wir Landwirte alle sind gern bereit, mit den Bauern einen Bund zu schließen, aber wir müssen erkennen, daß diese nationalHberalc Gründung nur Verwirrung anrichret. Aehnlich steht es mit dem Haniabunde. Ich habe nichts dagegen, daß Handel, Gewerbe und Industrie sich zur Vertretung ihrer Interessen, trotzdem diese nicht gefährdet sind, zuiammenschließen. Aber in der Praxis können Die Herren nichts als die einzelnen Berufsstände, die auf ciuailder augeiviefen find, gegen einander zu verhetzen. Tie Sozialdemokraten und alle, die zu ihnen stehen, klage ich an, daß fie den Ueiitcn Mann um alles bringen, was das Lebeii lebcnswert macht. Unzufriedenheit und Haß ist bei ihnen der Weg zur Wahrheit und macht die politische Beivcguug zu einem Verbrechen. Ganz ohne Zwangs maßregeln werden wir ihnen freilich nicht Abdruck tun können, besonders gegenüber Dem Terrorismus dürfte Die Gesellschaft nut Schutzmauregeln nicht zurückhalteu. Cb wir überall Erfolge erzielen locrDcn, licht Dahin, eins aber steht fest. Daß Die bürgerlichen Parteien verbittert aus Diesem Wahllamvse hervorgeheu werDen, unD alle aufrichtigen Patrioten müssen Das bcDauern. Mußte Das so kommen? War es von uns et n Verbrechen, Daß wir uns wehrten, unter eine liberale Regierung z u kommen? Wir haben gewiß nichts tadellos gemacht, Davon ist keine Rede, aber es fehlten Die Leute, die es besser machen, und geschehen mußte etwas. Tie Stunde der Ucberbrßdung der Gogen- sätze ist jetzt vorbei, es geht aufs Ganze. Wenn wir jetzt noch Konzeffionen machten, würden wir keinen treuen Freund mehr finden, viele aber stutzig machen. Wir müssen durch, und können nur die Hossnung hegen, daß nach dieser Krisis ein Zeitpunkt kommt, da alle sick auf das gemeinsame Vaterland bc- sinnen und zu einem Großdlock zusammentreten. Tas wird und muß kommen, und wir Konservativen, Die wir nur mit anständigen Wasfen kärnpsen, werden Ayerkennung ernten. — Ter Redner ging dann zur auswärtigen Politik über und betonte, daß hier die größte Zurückhaltung notwendig lei. Bittere Gcsuhle beschleichen uns deutsche Patrioten, daß wir erleben müssen, was mit unserem Ansehen in der Welt geworden ist, und die Entwicklung Der Streitfrage in Afrika ist nicht dazu angetan, daß wir zufrieden fein können. Frankreichs Anfehen dagegen ist gestiegen. Tie Lage der gegenwärtige Regierung ilt äußerst schwierig. Sic soll unklare Verhältnme regeln, aber nicht zum Schwerte greifen. Mil Jubel begrüßte man Die Entsendung des „Panther", die aber den bitteren Nachgeschmack hatte, daß die Aktion den Anlaß gab zu der grandios c n U n v e r s ch ä m t h c i t, mit der e n g,l i s che Mini ft e r uns cntgcgcnlralen. Tas ist furchtbar hart und schwer für eine Ration, die 1870,71 Himer sich hat. Tie Regierung ist in einer schwierigen Situation, und wir haben alle die patriotische Pflicht, treu zu ihr zu steheii unb die Regierung nicht vor dem Auslande herunterzureißen. Tie konservative Partei wird stehen wie ein Fels üi der roten Flut, wie eine Barre von Eisen zum Schutze des Mittelstandes. ''; . , .. ‘ Nach einstündiger Aussprache gelangte eine Ent, chlietzung im Sinne Der Öct)DcbranDid)cit 9icDe zur Annahme. 2Ius Stadt nnd Land. Gicgcn, 30. Oktober 1911. ** ftuuftb er ein. Zur Sammlung Pros. R v. Hau-i wurde noch ein großes Gemälde „Reitende Jäger" neu ausgestellt. Leider tann die Sammlung nur kurze Zeit ausgestellt bleiben, Da six noch im November im Frankfurter Kunstverein zur Ausstellung gelangen muß. Tas Äusstellungsprogramm für 1911/12 ist wie folgt festgesetzt: Im November gelangen noch zur Ausstellung Sammlungen von Walter Friederici-Tresden, Albert Schmidt- Stuttgart, N. Schrödk-Eronberg, Max Fritz Lübben, L. Zorn- Freiburg und Mary Loose-Berlin. Im T e z e m b e r Sammlungen von (5. Felber-Tachatt, c. Grill Wien, H. Gottselig-Frankfurt und L. Majewski-München. Im Januar Sonderausstellung von Martin Brandciiburg-Berlin. Im Februar Sammlungen von F. d. Huart-Holland, H. Kaulbach-München und George von Hoeßlin-München. Im März Sammlungen von M. Melzer-Berlin, H. Tamee- Konulsdors und W. Cppenheimer-Berlin. Im April und Mat Sammlungen von Alfred Sohn-Retyel-Paris, Herrn an n Frobenius-Eppen b. Bozen unb Neue Sezzesito» Berlin. Im Jun i Sammlungen des Ortsverbande? a.ces- dener Künstlerinnen. Für die Juli-Ausstellung sind Die Unterljanblungcn mit den Künstlern noch nicht abgeschlv sei,. Außer diesen Sammelausstellungen gelangen noch Einzel- werke und Heine Sammlungen von namyaften Künstlern zur Ausstellung. ** Eine große Sanitätsübung findet heute abend bei Großen-Buseck statt. Tie freiwillige Sani- tärslolonne und bie Eiserivahn-Sanitätskolonne fahren um 8 Uhr 5Min. mit dem Hilsszug und mehreren Perjonen- wagen von hier nach Großen-Buseck, wo in der Nähe Des Bahnhofes bie Hebung abgehalten wird. Tie Rückkehr erfolgt um 10 Hhr 25 Min. ♦♦ Erledigte Lehr erstellen. Tie mit einem evang. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der GemeinDeschule zu Hain gründ. Tem Inhaber der Stelle kann eine Crtszulage gewähr! werden Tas Präsentationsrecht stehl dem Fürsten z i Lvw..litein-Werthcim-Roscnberg zu. Tie mit einem evang. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gerneindeschule zu Sam« gründ. Tem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage gewährt werden. Tie mit einem evang. Lehrer zu besetzende zweite Lchrerstelle an der Gerneindeschule zu Bleichen back). " E ise nba h n - Pe r f o.na lie n. (ernannt wurde der Eisenbahn-Betriebskontrolleur Finger auS Elberseld an Stelle deS nach Köln versetzten Eisenbahn-VerkehrSinspektorS Fricdr. Wilh. Löhr zum Vorstand des Elsenbahn-Veikchrs- ainteS Gießen, der kommiff. Eisendahnassislent Neumann in Bad-dlauhenn zum Eisenbahn-Praktikanten. " Der Turnverein von 1846 hielt am Samstag abend im Vereinslokal zum Gambrinus seine ordentliche Hauptversammlung ab, die verhältnismäßig gut besucht war. Ter 1. Sprecher, Redakteur Heß, gedachte zunächst der im Laufe des Jahres durch den Tod abgerufenen Mitglieder Kaufmann Karl Eichmann, Schneidermeister Wilh. Heß, .xauimann Herrn. Mettenheimer, Wellzbinder- mLister rtarl'Schmall und des Ehrenmitgliedes Kommerzienrat Georgi, deren Andenken durch Erheben von den Planen geehrt wurde. Sodann erstattete der 1. Sprecher oen ^ayrcsbericyi, der im großen unb ganzen eine erfreulich« Die Versicherung der privatbcamtcn. Berlin, 28. Okt. Ter Reick)stagsausichuß für die Versicherung Der Privatangestellten nahm zu § 10, der den Kreis der Vcriicherunaspflicktlgen umschrcibl, die Anträge der Reichs- Partei und der Fortschrittlichen Volksvartei an, nach denen Aerzte und Tierärzte von der Vcrsidfcrungspslicht befreit werden. Außer den in Eisenbahnbetrieben Beschäftigten wnrdcn auch Die Angestellten Der P o st - unb T e l e g r a v h e n b c t r i c b L versicherungsfrei erklärt. Ferner wurde der Antrag angenommen, nach Dem cm Vcrfichcrter bis zum 25. Lebensjahr in eine höhere Versichcrungsklafie übertreten kann, als Dies feinem Jahrcsarbeits- verdicnst entspricht. Anberersetts soll ein Versicherter bei vermindertem Einkommen in der bisherigen Vcrsicherungsklasse verbleiben dürfen. Folgende Entschließung des Zentrums wurde angenommen: Ter Reichstag wolle beschließen. Die verbündeten Regierungen zu erfud c», 1. ipätestcns iiua, .mssteltung ernen BUauz .191 < dem Reichstag eine Denkschrift über die Gescb äs tse r g eb - nisfe und Die Finanzlage vorzulegen: 2. Dann, soweit es ohne Erhöhung Der Beiträge möglich erscheint, in erster Linie Die Gewährung von KinDerzuschußrenten nach Dem Vorbild Der Reichsversicherungsordnung in die Wege zu^ leiten. — Beim Kapitel „Eruattung von Beiträgen" wurde § 62, der die Bedingungen enthalt, nad) denen den Versicherten ein Anspruch auf Rückerstattung eines Teils der geleisteten Beitrage zuiteht, abgelehnt. Bei § 73, der van der Ruhenrente handelt, beantragte das Zentrum, den Turdnchnitt der sechzig höchsten Monatsoeitrage als BeDingung für die Ruhenrente jeiizuietzen. Ter Antrag wurde angenommen. Ter § 75, der benimmt, daß die Witwenrente ruht, soweit sie zuiammen mit Dem Iahrcsarbcitsverdicnii der Witwe den in § 73 Absatz 1 bezeichneten Jahrcsarbeits- verdienst des verstorbenen Ehemannes übersteigt, wurde abg.lchnt. Bei § 135 beantragte die Fortschrittliche Vollspartei, dag auch Frauen als Beisitzer zu den Rentenaus schuss en gewählt werden können. Ter Antrag wurde abgelehnt. schen Bureaus, der sich bei Der Armee des Vriegsministers H i n t s ch a n g besinbet, telegraphiert aus L i a k o n s i e n und Huvc: Gestern sanden zwei Gesechte statt, von denen das erste morgens uni 6 Uhr südlich von Nicko bei Santaorschiao in der Richtung auf Lutschiampiao begann. Tie kaiserliche Armee zwang, niilerstützl von chinesischen Kriegsschisscn, die Ausftändiichen, ihre Position bei Lut- schiampiao zu räumen, die sie einnahm Uni 11 Uhr ließ die Heftigkeit des Geiechtes sur eine stunde nach und nahm bann gegen Mittag von neuem zu. Die kaiserlichen Truppen gingen bis 500 Meter gegen die AusstänDischen vor, doch follcn weitere Operationen gegebenensa.ls bis 6 Uhr abends unterbleiben. Etwas ficgeSi'ichercr lautet folgende amtllche Meldung aus Peking, die euer die Tinge, wie üblich, wohl etwas rosig barftcllt: Peking, 28. Okt. Eine amrüche Bekanntmachung besagt, daß das erste Armeekorps des Generals ^in tfchang gestern von Schekau auf die Revolutionäre vorgerückt ift und diese unter großem Blutvergießen zurückgeschlagen hat. Ten Regterungstruppen fielen zahlreiche Geschütze und große Mengen Munition in die Hände. Rach der Einnahme von Lutfchiampiao gingen die Truppen weiter vor und eroberten die Chinesen- st ad t von Han kau. General Yintschang weilt gegen wärtig in Scyekat, an der Bahnlinie 20 Kilometer von Han kau entfernt, mit Truppenvcrstärkungen. Kaiserliche Truppenabtcllungcn wurden nach Hau uno 'S)intschong dbgesandt, wo sich die Revolutionäre gesammelt haben sollen. Tie abgefanbten Mtcilungen erhielten gleichzeitig den Befehl, die Eisenbahnverbinoungen zu schützen. Tie Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Ausständischen fanden bei st a r k e m R e g e n statt. Tie RegierungStruppen legten große Tapferkeit an den Tag. Eine amtliche Tepesche meldet, oaß gestern in der Umgebung voit Hankau ein heftiger Kampf ftart- fand. Tie Revolutionäre wurden gefchlagen. Tie Kaiser- liclsen nahmen die E h i n c \ c n ft a 0 t v an lau ein. Ter Korrespondent des Reutersaien Bureaus gab die Berluste Der Kaiserlichen auf 40 Tote unb 150 Berwundete au. Unter Den Toten find drei Offiziere. Tie Verluste der Rebellen betragen angeblich 460, darunter die Befehlshaber der Artillerie. 30 Geschütze wurden von den Kaiserlichen erbeutet. Ter Vormarsch der Negierungstruppen auf Hankau. Peking, 29. Cft. Tie Revolutionäre setzten dem Vormarsch der RegierungStruppen ans Han tau geringen Widerstand entgegen. Beim Räumen der Stellung vei Kilometer 10 ließen sie alle Kanonen und die Feldausrüstung zurück und flohen in vollständiger Unordnung. Taraushm gab Admiral Sah Den Konsuln seine Absicht beiaunt, Wutsch an g und Hanyang am Samstag nachmittag 3 Uhr zu beschießen und forderte, alle sremoen Schiffe lollten fich aus dem Bereich der Kanonen der Aufrührer begeben. Tie fremden Kolonnen sind benachrichtig^ und die notivendigen Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. Eine Anleihe. Peking, 28. Okt. Mit einem sranzösisch-belgischen Syndikat wurde eine 6 prozentige Anleihe in namhaster Höhe abgeschlossen. Der Emissionskurs wurde aus 96 Proz. sestgesetzt. Tie Banken erhalten eine Kommission von 4 Proz. Das Außenamt gibt die W i e d e r a u s n a h m e des Zugverkehrs der Eisenvahn H a n k a u - P e l i n g am nächsten Montag bekannt, ebenso Die Wiederaufnahme zweier Städte in Szechuan, die von den Aufständifchen eingenommen mar- öen waren. Entwickelung des Vereinslebens feststellen konnte. Der Besuch der Turnstunden war gut und die erzielten turnerischen Erfolge schlossen sich denen der letzten Jahre befriedigend an. Es wurden im ganzen 38 Einzelturnpreise errungen, darunter der erste auf dem Rhonbergfest und der zweite auf dem Spichererbergfest, ferner drei Fechtprcise, ein Preis im Eilbotenlauf und drei Musterriegen-AusLeichnuirgen. Die Mitgliederzahl ist etwas gestiegen, es sind 13 Ehrenmitglieder, 566 Turner, 32 turnende Damen, 96 Zöglinge und 69 Turnschüler, zusammen 776 Vereinsangehörige vorhanden. Nach dem vom 1. Turntvurt Heuser erstatteten Turnbericht wurde an 90 Riegen tu rnabenden von 4656 Mann, an 45 Riegenturnabenden von 1255 Mann geturnt. Die Damenriege turntegn 42 Abenden mit 833 Turnerinnen. Die Fechtriege hat jetzt 22 Mitglieder. Der v'on dem Rechner, Universitätssekretär Erle, erstattete Kassenbericht weist 8772,88 Mk. Einnahme und 8624,72 Mk. Ausgabe nach. Das Vermögen, das hauptsächlich in der Turnhalle fesdgelegt ist, beträgt 53302,50 Mk. Die Neuwahl der Hälfte des Vorstandes ergab im allgemeinen Wiederwahl der seitherigen Vorstandsmitglieder. An Stelle des 2. Sprechers, Alt- yvff, der eine Wiederwahl ablehnte und dem der Dank des Vereins für seine mehr als 15jährige Vorstandstätigkeit .ausgesprochen wurde, wurde Kaufmann Theodor Vaubel gewählt. Als Schriftführer wurde Turner Aug. Loos, als 1. Turnwart Karl Häuser, als Rechner Wilh. Erle, als Gegenschreiber Gg. Äelloff, als Turnältester Wilh. Heß, als Beisitzer Äilh. Noll und Karl Gröninger gewählt. Eine Besprechung wegen des nächstjährigen hier stattfindenden Gauturnfestes ergab das Einverständnis der Versammlung mit den bis jetzt getroffenen Vorbereitungen. Als Vereinskleidung wurde für das Fest schwarzer weicher Hut, blauer Rock und weiße Hose bestimmt. Mit einer Besprechung über die Belebung des Vereinslebens, besonders hie Turnkneipe, schloß die sehr ruhig und sachlich verlaufene Versammlung. Landkreis Gietzen. z Lich, 27. Okt. Zu den abnormen Erscheinungen dieses Jahres zählt Wohl auch die, daß trotz der anhaltenden Dürre das Kartoffelkraut bis zur Ernte vollkommen grün blieb, während es sonst oft schon im August anfängt abzusterben. Die Folge davon war, daß dieses Jahr die lodernden Kartoffelfeuer, ohne die sich unsere Jugend den Herbst nicht denken kann, eine große Seltenheit gewesen sind. Da die grünen Stengel nicht verbrannt werden konnten, wurden sie dem Landmann bei der Bestellung der Felder lästig und mußten daher von den Aeckern weg auf die Wiesen gefahren werden, die ietzt noch allenthalben damit bedeckt sind. Dort bleibt das Kär- toffelstroh, das nach und nach verfault mit) so dem Boden etwas Düngstoffe abgibt, bis zur Reinigung der Wiesen im Frühjahr liegen. Biele Landwirte haben es, nachdem cs unter den Strahlen der warmen Oktobersonne nocy getrocknet war, auch als Streu vor Eintritt des nassen Wetters noch rechtzeitig nach Hause gefahren. Kreis Friedberg. x Bad-Nauheim, 29. Okt. Im Vortrags- v er ein wird als nächste Veranstaltung ein Vortrag von Dr. Martin über daS Badewesen in früheren Jahrhunderten (mit Lichtbildern) folgen. Dr. Martin, der auf diesem Ge- biete eingehende Studien gemacht hat und durch die Herausgabe eines Werkes darüber bekannt geworden ist, wird darüber auch im Friedberger Geschichts- und Altertumsverein sprechen. N. Reichelsheim. 27. Okt. Am 26. d. M. starb hier der Veteran Daniel Wilhelm Kratz. Er machte die Kriege 1866 und 1870/71 mit. Er war ein tüchtiger Zim- ntennann und war weit über die Grenzen seines Heimatortes eine beliebte Persönlichkeit. — In der heutigen gemeinschaftlichen Sitzung des Kir ch en v o r st a n ö e s und der kirchlichen Gemeindevertretung wurde einstimmig beschlossen, das a lt e P f ar r h au s ab z u r ei ß e n und einen Neubau auszuführen. Die hierzu erforderliche Bausumme soll an der Landes-Hypothekenbank entliehen und im Laufe von 40 Jahren abgerentet werden. Von unserem alten Pfarrhaus besagt die Reichelsheimer Chronik folgendes: 1622 wurde von Michael Heinrich von Him- stadt im Kirchspiel Grävenwiesbach ein Pfarrhaus für Reichelsheim gekauft von Kastenmeister Philipp Bausch im Beisein des Pfarrers Martin Stephani von Grävenwiesbach für 240 Gulden nebst 13 Gulden 14 Kreuzer Unkosten. Noch im selben Jahre wurde es hier aufgerichtet. Kreis Wetzlar. x Dutenhofen, 27. Okt. Der Ausbau des Ver- brndungsweges nach Münchholzhausen ist mit ernem Kostenaufwand von 12 000 Mark durchgeführt. Der Gemeinde Münchholzhausen wurde eine Provinzialbeihilfe von 1820 Mk. und ein Kreiszuschuß von 920 Mk. bewilligt wahrend Dutenhofen von der Provinz 2700 Mk. und vom Kreis 1330 Mk. zugesprochen wurden. Hessen-Nassau. O Felli ngshausen, 29. Okt. Unsere dreiklässige Schule wird zurzeit von einem Lehrer verwaltet Unter den für die erledigte erste Schulstelie ein gegangene! Bewerbungen wurde Lehrer Eisbein aus Niederweidbach ernftunmig gewählt. Die Schülerzahl' ist in steter Zunahme begriffen, sie beträgt jetzt 134. ' 0 Marburg 29. Okt. In den letzten Nächten verübten junge Leute, die sich eigentlich zum Zwecke des Studierens hier aufhalten, recht eigenartige Scherze So.wurden in der Nacht zum Freitag die Fenster der Po- lizewureauraume im Kiliansgebäude mit Unrat beschmiert und 4« der folgenden Nacht brachte man vor den Fenstern des Polizeiwachtlokals, das sich im Nathause befindet also mitten auf dem Marktplatz, eine Bombe zur Explo- erfolgte eine solche heftige Detonation, daß die Fenster klirrten und alle Anwohner des Marktes und .)er angrenzenden Straßen aus dem Schlafe geschreckt wurden Der ganze Marktplatz war in Pulverdampf gehüllt und man glaubte, es sei ein großes Unglück passiert. Der Polizei gelang es, den Täter in der Person eines korporier- k^Studierenden zu ermitteln. Er trug noch einen solchen Exploswkorper in seinem Mantel'. FC. Marburg, 27. Okt. Tie M a r b u r g er Fr ei e Studentenschaft hatte an die Landwirtschafts-Kammer Regierungsbezirk Wiesbaden ein Schreiben ae- tnr r£cm Hie Kammer um die Nachweisung von Adressen solcher Gutsbesitzer und -Pächter ersucht wurde die geneigt waren,Stu deuten während der akademischen Ferien als landwirtschaftliche Arbeiter bei sich aufzunehmen. Die Kammer erließ eine Umfrage. Diese ergab, daß die meisten Besitzer und Pächter des Bezirks keinen Raum für die Ausnahme von Studenten hatten. Der ,'Marburger Freien Studentenschaft" konnte nur eine Domäne, die sich zur Aufnahme bereit erklärte, genannt wewen. ' ö w. Frankfurt a. M., 28. Okt. Heute nachmittag gegen 3 Uhr erschoß sich auf einer Bank im Sachsenhäuser Friedhof der 28 Jahre alte Bankbeamte Adam Thomas. Motiv unbekannt. w. Frankfurt a. M , 28. Okt. Der in der Großen S-eestraße in Bockenheim wohnende Schuhmachermeister Jakob Kuntz versuchte gestern abend auf der Heimkehr von einem Aus gang in Errnangelüng eines Schlüssels durch Ueberklettern des eisernen Gitters zu )einem Wohnhause zu gelangen, wobei er so unglücklich abstürzte, daß er einen Schädelbruch erlitt und besinnungslos liegen blieb. Erst am Morgen aufgefunben, wurde er in ein Krankenhaus verbracht, wo er bald nach seiner Einlieferung starb. w. Wiesbaden, 28. Okt. Unter Leitung des Branddirektors Reichel trafen zwei Automobile mit Mannschaften der Berliner Feuerwehr hier ein. Sie befinden sich auf einer Versuchsfahrt, die über Halle, Jena und Würzburg führte. Von hier wurde die Weiterfahrt in den Taunus und auf den Feldberg unternommen. Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vom 21. bis 27. Oktober 1911. Kreis: Arn 21. Okt. waren verseucht: Vom 21.-27. Okt. sind neu verseucht : Vom 21.-27. Okt. ist die Seuche erlofchen in: Tarmstadt . Darmstadt Wixhausen, Eberstadt, Roßdorf, Eberstadt, Roßdorf Bensheim . Zwingenberg, Bensheim Lorsch — Dieburg . . —• — Erbach . . —• —— — Groß-Gerau — Gernsheim, Bütteborn Gernheim Öevpenheirn Viernheim — — Offenbach. . Dudenhofen, Dietesheim, Hoinstadi, Weiskirchen, Klein-Auheim, Offenbach, Aiühlheim, Klein- Krotzenburg, Obertshausen,Klem-Steinheim Seligenstadt Dietesheim Gießen. . . Eberstadt, Obbornhofen, Utphe, Bellersheim, Steinberg, Arnsburg, Tott-Gill, Langsdorf. Hungen Cid), Birklar, Inheiden Alsfeld . . . — — Büdingen. . Berstadt, Heuchelheim, Echzell, Ranstadt, Selters Stockheim, Engelthal, Ober-Atock- stadt, Gettenau Friedberg . Heldenbergen, Münzenberg, Wohn bach, Büdesheim ,Atelbach, Griedel, Bönstadt, Trais-Aiün- zenberg, Rockenberg, Beienheim, Rendel, Klein-Karden, Ober- Wöllstadt, Torn-Assen- heim, Dorheim, Offenheim, Vilbel, Bruchenbrücken , Affenhenn, Nieder-Florstadt, Södel, Friedberg-Fauerbach, Nieder-Wöltstadt, Groß- Karben, Kloppenbeini, Kirch-Göns, Bauernheim, Ilbenstadt, Reichelsheim, Wickstadt, Weckesheim, Dortelweil, Wölfersheim, Burg- Gräfenrod,Atassenheim, Oppershofen, Münzenberg, Büdesheim Kaichen, Staden, Rodheim Lauterbach. Angersbach, Lauterbach — — Schotten. . Ober- Schmitten, Eichelsdorf 1 1 Mainz . . . — — — Alzey.... Flomborn — Bingen . . . Grolsheim, Gensingen, Ockenheim Horrweiler — Ovvenheirn Wolfsheim, Nierstein — Worms. . . Hamm, Pfeddersheim — Hamm Geriehtrsaal. ~ Lauterbach, 28. Okt. Vor dem hiesigen Schöffengericht hatte sich der Güterhändler M. S. aus Wüstwillenrod (Kreis'Gcln- hausen) zu verantworten. Er hatte im Mai d. I. mii dem Landwirt £). H. II. von Gunzenau (Kreis Lauterbach), der sein ganzes Anwesen verknuien wollte, vor einem Notar in Fulda einen Vertrag abgeschlossen, wonach der Landwirt seinen gesamten Grundbesitz mit allem lebenden und toten landwirtschaitlichen Inventar einschließlich des Hanfes und der Küchengeräte an S. veräußerte, oder doch wenigstens im Namen des Landwirts, aber aus Rechnung des Händlers veräußert werden sollten. Dieser hatte dem Landwirt einen Erlös von 18 800 Mk. garantiert. H. hatte, ob aus eigene Veranlassung oder aus Veranlassung des Händlers ist nicht erwiesen, eine schristliche Erklärung abgegeben, wonach er diesen von der Beschränkung des § 181 des B. G.-B. befreit und unter leinen Umständen seinen Grundbesitz an die Gemeinde veräußern ivürde. Dem Kreisamt Lauterbach war vor dem Abschluß des Vertrages die vorgeschriebene Anzeige nicht gemacht worden, die iiach der Verordniing vom 27. Juni 1908 über den gewerbsmäßigen Güterhandel zu erfolgen hat. Das Gericht sah in Uebereinstiinmung mit der Staatsailivaltschaft in dem Vertrage einen verschleierten Kaufvertrag, der lediglich dazil dienen sollte, dem S. die Grundstücke möglichst vorteilhaft in die Hände zu spielen, und verurteilte ihn mit Rücklicht aus den hoben Wert des Grundbesitzes z»l der höchst zulässigen Strafe von 150 Mark. Posen, 28. Okt. Im Wiederaufnahmeverfahren sprach das Kriegsgericht den Oberleutnant Wedel vom Infanterie-Regiment Nr. 50 in Na mit sch frei, der im Dezember 1910 vom Kriegsgericht wegen angeblicher sittlicher Verfehlungen zu drei Monaten Gefängnis und Entlassung aus dem Heere verurteilt worden war. Braunschweig, 28. Okt. Das Schwurgericht verurteilte den Kaufmann Müller aus Schöningen wegen Ermordung seines außerehelichen zwei Tage alten Kindes zum Tode, die Mitangeklagte uneheliche Berkau erin Regel wegen Kndesmord-s unter Zubilligung mildernder Umstände zu zwei Jahren Gefängnis. Universitäts-Nachrichten. _. ,8 M arbur g, 29. Okt Der Professor der Kirchengeschichte, Geh. Konsiftorralrat Dr. theol. Karl M i r b t, hat den Rus als Nachfolger des verstorbenen Geh-Ncns Professor Dr. Tschacker an der Universität Göttingen angenommen. Mit Mirbt verliert die hiesige Universität einen hervorragenden Gelehrten per 22 Jahre an ihr wirkte und in der Oeffentlichkeit, besonders rm kirchlichen Leben, z. B. als Vorsitzende der Missionskon- fercnz für Kurhessen und Vorstandsmitglied des evangelischen Bundes sich hervorragend betätigte. Sport. ~ , .—D ie 6. Vertreterversammlung desDeutscken L>kr-Verbandes fand am 28. und 29. Oktober in (Erfurt reichert. unten. •u25 , 26 26 Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. Wetter Rest 28. ■8 & Schf Beinw< Oktober — -f- 8,6 *0. , = + 0,3 *0. statt. Sie hatte sich zur Hauptsache mit internen Verbands- und Vereinsangelegenheiten zu befassen, mit Anträgen zum weiteren ylusbau der Organisation. Für 1913 ist bec Hauptverbandswettlauf dem Thüringer Wintersportverband für Oberdorf übertragen worden. Die Vertrcterversammlung 1912 soll im Gebiete des Skiklub Saucrland stattfinden. Als. 2. Vorsitzender ist wiedergewählt P. Dinckelacker-Stuttgart, neugewahlt wurde als Beisitzer im Hauptvorstand Dr. Peter Frey-Frankfurt als Bettreter des rheinhessischen Gebietes. Der Skiklub Gießen war durch C. I. Luther-München Vertreten. Markte. II Hochheim a. M., 27. Okt. Zu dem am 6. und 7. November hier stattfindenden V i e l; m a r k t sind nach landespolizeilicher Anordnung nur Pferde zugelassen. Die Eisenbahnverwaltung hat daher die Dienststellen angewiesen, nur Pserdeoersand für den Markt zu befördern. Kein Gichtiger versäume eine häusliche Trinkkur mit (es”/» AssniannshänNor natürlichem Gicht wasser. natürliche Füllung, mit natürlicher Kohlensäure ange- Broschüre mit Heil berichten und Arzt-Gutachten frei Brunnenverwaltung Gichtbad Assmannshausen am Rhein. Depot für Gittm-n: Jean Weisel, Telephon 235. S„ E 2 S S- SN-S« CDs bis 29. , 29. Spidplan -er vereinigten Zrankfurter Stadttheater. Opernhaus. Montag, den 30. Oktober, abends 71/, Uhr: -Fräulein Teufel." Dienstag, den 31. Oktober *): .Die Afrikanerin/ Mittwoch, den 1. November: „Der Rosenkavalier." Donnerstag, den 2. November: „Martha." Freitag, den 3. November geschlossen. Samstag, den 4. November: „Werlher." Sonntag, den 5. Noo., nachmittags 3'/« Uhr: „Undine/ Abends 7 llhr: „Fidelio/ Montag, den 6. November, abends 7*/, Uhr: „La Bohöme " Dienstag, den 7. November: „Tie Hugenotten." Mittwoch, den 3. Nov„ abends 77a Uhr: „Fräulein Teufel." Schauspielhaus. Montag, den 80. Oktober*): „Im bunten Rock.* Dienstag, beiT 31. Oktober: „Madame Sans-Gene." Mittwoch, den 1. November: „Madame Sans-Gene." Donnerstag, den 2. November, abends 7>L UHr: „Flachsmann als Erzieher." Freitag, den 3. November, abends 772 Uhr: „Die Journalisten." Samstag, den 4. Novembers „König Lear." Sonntag, den 6. November, nachmittags 3% Uhr:' ..Der Raub der Sabinerinnen." Abends 7 Uhr: „König Lear." Montag, den 6. November: „Madame Sans-Gene." Dienstag, den? 7. November: „König Lear." Mittwoch, den 8. November: .Fobn Gabriel Borkmann." * x *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.- lAÄtz-'u xa4 Preisgericht der Internationalen Hygiene-Ausstellung Druden 1911 bat der Orientalischen Tabak- und Zigaretten- fabrik Yenüye, Inhaber:, Hugo Zictz, in Dresden den Königlich ^actmutzcii -taat->prew lvöch)..- -luszeichnuiigi verliehen. Lru/10 Lrrftschrsiahrt. Berlin, 28. Okt. Die Luftschiffe „Schwabe n" und „Parseval 6" übernahmen von Johannisthal kommend, gleichzeitig Fahrten über Berlin. Sie trafen ftch am Leipziger Platz und fuhren übereinander weg. Die „Schwaben" beschrieb darauf über dem Reichskanzleachlatz eine große Schleife. Tie beiden Luftschiffe, die nach Johannisthal zuttickkehtten, erregten mit ihren Manövern außerordentliches Aufsehen auf den wegen der Mittagszeit besonders belebten Straßen Berlins. Breslau, 28. Okt. Auf dem Gandauer ExerzierAatz : stürzte der Pilot Lübbe mit seinem Flugapparat infolge Versagens des Motors ab. Der Apparat imirbe teilweise zerstört, der Flieger blieb unverletzt. — Eine Luftpost zwischen Kapstadt und Johannesburg. Südaftika wird voraussichtlich in kurzer Zeit die erste regelmäßige Luftpost besitzen, die praktischen Zwecken dienen soll., Die Verbindung zwischen den beiden größten Handelsplätzen, zwischen Kapstadt und Johannesburg, ist außerordentlich schwerfällig, die Personenzüge, ine die Post befördern, . brauchen 48 Stunden, um die rund 1600 Kilometer lange Entfernung zurückzulegen. Grahame Whites rmd die beiden eng- lischen Flieger Paterjon und Driver reifen in den nächsten Tagen mit neugebautenBleriot-Flugzeugen nach Südafrika ab, um mit der Postbehörde ein Uebereinkommen zu schließen unir den Versuch zu unternehmen, zwischen Kapstadt und Johannesburg einen regelmäßigen Fliegerdienst für Briefbeförderung einzurichten. Da die Wiirdverhältnisse in Südaftika der Flugkunst günstiger sind als . in Europa und auch das Gelände keine besonderen Schwierigkeiten bietet, hofft man auf günstige Erfolge. SS Handel. ZurTeuerung. Erfreickicherwei.se hat sich die Preisgestaltung verschiedener Lebensmittel in den letzten Wochen günstiger gestaltet, j als man vor 1—2 Monaten annehmen mußte. Gemüse dagegen bläibt nach wie vor ein teuerer Artikel, und inbezug auf eines der wertvollsten Genußmittel, nämlich Kaffee, muß leider festgestellt werden, daß die Preissteigerung noch weitere Fortschritte । macht. Es ist das darauf zurückzusühren, daß abgesehen davon, daß seit der Zollerhöhung der Zoll auf ein einziges Pfund ge- 1 brannten Kaffee 37y2 Pfg. beträgt, (NB. auch der Einbrand beträgt 20 Prozent) der Weltmarktpreis seit ca. V/2 Jahren um mehr als 100 Prozent gestiegen ist. Namentlich zeigen auch die letzten Wochen eine starke preisfteigemde Tendenz. Wenn angesichts dieser Tatsache die Detail-Kaffeepreise seit 1V2 Jahren, vlon 1,10 M!k. auf 1,60 Mk. gestiegen sind, so ist das eine naturgemäße Folge. Dabei erklären Groß- und Kleinhandel/ daß der Verdienst feit geraumer Zeit gleich Null sei, daß man die fortwährenden Preissteigerungen nicht wieder einzubringen vermöge und daß es zahlreiche Kaffeehändler gebe, die mit großen Verlusten arbeiteten. — Die den Vorteck haben, sind die Brasilianer mit einigen wenigen Großkapitalisten aller Länder, die gemeinsam alles daran setzen, sich die Tatsache, daß wir eine etwas kleinere Ernte hatten, zu Nutzen zu machen. Berlin, 28. Okt. In der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung der Gelsenkirchener Bergwerks-Aktiengesellschaft wurde die Erhöhung des Aktienkapitals um 2 4 Millionen Mark auf 180 Millionen Mark genehmigt. Nach den ?lusführungen des Generaldirektors Kirdorf dürfte mich für das erhöhte Aktienkapital eine angemessene Verzinsung zu erwarten sein. Höchste Temperatur am Niedrigste „ . 28 Niederschlag: 0,0 mm. E" »’H. Simmel Ife® KM Vermieten, w SL1Ä&, , ... fei KÖfr Okt. H o 1911 Bc Qrucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 5 Zimm Lranksurter ü'Zimmei rii Lad, Gas, Balü xLMpr.anvo zu v> P 4 Zimm Wnhofsttyhe 141 | Zimmer mit Zt- orl au uermieten. Meres Nord-A 3 Zimm ’kj 3 - Zimmer Im Steg Iß sowie I-Zimmer-Wolmi txane 651. H. zu w Hcinr 2 Zimr ait Küche im Neb iu vermieten. Lichi Ver schi f iw [ Möbl Zim 'M! Gut möbl. Zim Mse zu verni, ^udn MtziärcrWeäl5^ W' cn. 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Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Kdpelle des neuen Die Beerdigung findet Dienstag, Friedhofs aus statt. 6662 Kondolenzbesuche dankend verbeten. Bekanntmachung M ecu m. Fritz Rosen bau m Löweuaaffe 20 Telephon 692 565 Italiener g- der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. [09043 6666 v. Schlosser. Sauggasmotoren - Anlagen Stein. 6667 Gasmotorenfabrik A.-G., Köh-Ehrenfeld (vorm. C. Schmitz) Verkaufsbureau Frankfurt a. Hl.-Hockenheim, Moltkeallee72 ! Seit 16 Jahren in Deutschland ein^eführt und beliebt. I dieser Nur Schutz- echt mit marke. En gros von der Fabrik: hvuA M. - '--WH.,.- ‘ H Gießen (Neustadt 28), 28. Oktober 1911. Die Beerdigung findet Dienstag nachm. 4 Uhr von manns Einsicht offen. Gießen, den 27. Oktober 1911. der Italiener b Tie Italic Präzisionsmotoren für Gas, Benzin, Spiritus Dieselmotoren. Ueber 100000 PS. Im Betrieb Die Rechnung der Ev. Gesamtgemeinde liegt von Montag, den 30. Oktober an jedem Vormittag von 9 bis 12 Uhr im Pfarrhause, Kirchstraße 1, zu jeder- Großh. Bürgermeisterei Harbach. Münch. Stadt gehißt ft nijdje Sache re toub, bie Italien Telegramm an i leiten sofort eint Tie Stimmung i und kriegerisch; mehr wissen. D28/lfl Im Kamen der Trauernden: "Wilhelm Mades und Familie in seinen Eigenschaften und Wirkung von dem hochangesehenen Chemiker der Seifen-Industrie Herrn Dr. C. F. Deite in Berlin auf das glänzendste begutachtet gibt blendend weisse, völlig geruchlose Wäsche und schont das Leinen in denkbarster Weise. Es reinigt die Wäsche schnell, sehr gründlich und verursacht leichteste Arbeit. Q Das ein Pfund-Paket kostet nur 25 Pfennige. Q Zu haben in Drogen-, Kolonial war en-, Seifengeschäften und Apotheken Utax Weissbäcker, flnlas“'n Weltausstellung Brüssel 1910 Grand Prix Diplome d’Honneur Kgl. Preuss.Staatsmedaille o. viele andere Auszeichnungen L. Minlos & Co., Köln-Ehrenfeld Hoflieferanten. Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Rödgen für das Rj. 1912 liegt vom 31. Oktober ab acht Tage lang auf dem Bürger« meisterei-Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Rödgen, den 30. Oktober 1911. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. B*-/„ Todes-Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß heute meine liebe Gattin, unsere guie Mutter, Schwiegermutter, Schrvester, Schwägerin u. Tante Elisabeth Brauer geb. Lich im Alter von 58 Jahren nach längerem Leiden sanft enb schlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Val. Brauer. Der Berliner erste Meldung s über Tunis, fo der Wahrheit gei In dem Kamt MaInner get Erlisch en Tru bi sch,eit Re Fs die der ilaüeini Ich auihaltcnden U «teltat. Silk, a »«een, )oiüie sie bii ta, tets »nervös, L Z ^kizen Karat 2k9Un9 Tuberkulose, Bronchitis, die Folgen von Syphilis; durch Vernichtung der Toxine und Bazillen, die erhöhte Kraft des Blutes und den starken Appetit, 4) Nervenleiden (7o°/„derNcurattbenie),chron. Rheumatismus, Veitstanz, bestimmte Fälle von Zuckerharnrubr, Nierenleiden nach JnseltionS- krankheiten. Aerztl. Broschüre gratis. 1 Fl. für 1 Monat Akk. 10.— durch die Apotheken, wo nicht, durch die Versand-Apotheke des ärztl. geleiteten Vanadiumdepot, Köln - Lindentbal, Therenenstr. 34. Nieder!.: Frankfurt. Adler-Apotheke, Tricriicher Platz, (hv28/^ Betrifft: Gesuch der Firma Poppe & Co. von Frankfurt a. M. um Genehmigung zur Aufstellung eines Dampfkessels mit Maschinenanlage. Zum Zwecke der ortsüblichen Bekanntmachung weisen wir hierdurch auf die im Kreisblatt Nr. 83 — Beilage zum Gießener Anzeiger vom 27. Oktober 1911 — von Großh. Kreisamt Gteßen erlassene Bekanntmachung obigen Betreffs hin. Gießen, den 30. Oktober 1911. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. dsAZ h und 'Ki nkt(^Weg leien Qienr ■ Ä | „Hühneraugen" beseitigt sicher Otto Schaafs Spezialpflaster, 50 Pfennig. Adler-Drogerie, Seltersweg 39. 62451 Otto Schaaf. «ttltn Mi Qm . 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I beute allerdings W M V'S-L II bis pQl111|llrtlJ____ Die Krone aller Badeöfen ist ,,VaillMÄt*S Gas«BadeofenH ! Job. Vaillant G.m.b.H., Remscheid Gas - Badeofen und automatische Heisswasserapparate. Katalog kostenlos. — Verkauf nur durch Installateure. Preis-Ermässigung für Strom «Spar« Lampen Susf-Wolfram-kampen 7O°/o Strom-Ersparnis Tantal-Lampen 50% Strom-Ersparnis ... Am Samstag vormittag 3/4ll TJhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden unsere innigst- geliebte Tochter, Schwester, Enkelin und Nichte Else Mades vcr BcstattungSgenossenschaft = der freien »chrctnervereinigung Gießen ■■