wohn fasse 12 KunsUm. umoreSke. rrnal. rhen, oss 7 ' Drama. >raphieren, * | jnbfrfji, budjchj i| *ei* ln leder gewünschten p ISoa-,.’!!n9 ,slilrein “preiswert ■ i Brühl sehe Univ -Druckera. ^Städttneäter 3end note tnn iang Vorderplatz Rang Mittelplatz 1"'- sloero 2.- Mk, II- M entenkarten wie gewöhn , ichen Verbandes. LLKKKL tost Neuwahl oc. ~ iebigsl* mnerslag'1186“1 afeeW, U «nn Stell’90”11 *»= Her: .«««^1 Zd>6* .gjjdic1,011 S Aide Äji1 fand 1 SirZB»'. r. 7110 I Nr. 20 Zwettes Blatt 161. Zahrgang frldmnl Eqkkch rrrrt Ausnahme be5 Sonntags. Die ..Lietzener SffmiHenMätter" werden dem ,An-eißer' viermal wöchentlich beigelegt, das „KrdsHatt fir de« Kreis Gießen" znreimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seih fragen" erscheinen monatlich »weunal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Dienstag, 24. Januar 1911 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universuäls - Buch- und Cteindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e=$ä>51. Rcdaklion:'L^All2. Tcl.-2ldr.: AnzetgerGießen. Ans Staöi unö Land. Gießen, 24. Januar 1911. ** Wegen der Gießener Viehmärkte war gestern nachmittag van dem Verein der Gastwirte eine öffentliche Versammlung -der durch das Verbot der Märkte geschädigten Kreise nach dem Einhorn-Hotel ein- berufen worden, die gut besucht war. Für das Kreis- veterinäramt war Assistcnzveterinärarzt Dr. Schweickert und von der städtischen Verwaltung die Stadtverordneten Crbig, Simon, Plank und Vetters anwesend. In der Aussprache, an der sich zahlreiche Redner beteiligten, wurde allgemein zum Ausdruck gebracht, daß durch das Verbot der Gießener Viehmärkte nicht nur die Gastwirte und -Lstall- besißer oder die Metzger und Bäcker, sondern auch zahlreiche Ladenbcsitzer in ihrem Erwerb geschädigt sind. Es sei nachzuweiscn, daß in unserer Stadt jeder Martt eine Einnahme von 25 000 bis 30 000 Mark bringe, Geld, das von außerhalb der gesamten Erwerbstätigkeit Gießens zufließe und das seit dem Marktverbot in unserer Stadt weniger umgesetzL wird, so daß die Steuerkraft Gießens um den Verdienst an dieser Summe gemindert ist. Dabei seien unter den Geschädigten Leute, die früher schon schwer um ihre Existenz zu ringen hätten und die, falls man das Marttverbot in dieser schroffen sVorm weiter aufrecht erhalte, vor ihreni Ruin ständen. Tas Verbot der Märkte im November sei verfrüht gewesen, da die verseuchten (legenden sehr weit von unserer (Grenze entfernt lagen. Es wurde darauf hingewiesen, daß man bis vor 8 Tagen in Wetzlar und Kirchhain Viehmärkte abgehalten hat, die von sonst hier anwesenden Geschäftsleuten stark besucht waren. Indem man den Gießener Markt verboten habe, ohne daß vom Nachbarstaat gleichzeitig die Konkurrenzmärkte geschlossen seien, habe man die Steuerkraft jener Marktplätze in Preußen auf Kosten der hessischen Steuerzahler gestärkt. Die Stadtverordneten Simon und Plank teilten mit, daß die Marktkommission heute in derselben Frage verhandelt hätte und von der ^stadt alles geschehen würde, um in dem strengen Vorgehen gegen die Gießener Viehmärkte eins Milderung herbeizuführen. Man dürfe überzeugt sein, daß die Stadt bisher alles getan habe und auch für die Folge olles versuchen würde, um einen dauernden Schaden von der Stadt abzuwenden. Die Versammlung stimmte einer Entschließung zu, das Ministerium zu ersuchen, die Gießener Märkte für vor dem Markt tierärztlich untersuchtes ober- hessisches Vieh — unter dem ja die Seuche nicht vorhanden äst — zu gestatten, damit dem Gießener Markt wenigstens Lie Kundschaft erhalten bleibt. Ferner soll dem Mini- Iterium der Antrag unterbreitet werden, die Märkte nur fön Fall zu Fall wie in Preußen und nicht auf lange Zeit Das Urteil im Moabiter Urawall-prozetz. > Berlin, 23. Ian. Nach Eröffnung der heutigen Sitzung nahm noch einmal der Rechtsanwalt H e i n e m a n n das Wort zu einigen Ausführungen rechtlicher Natur Er bezeichnete die Taten der Angeklagten als Dnmmc-Jungcn-Streiche, die durch die Untersuchungshait genügend gebüßt seien Ter Staatsanwalt Porzelt bleibt dem- aegenüber dabei, daß die Tatbcstandsmcrkmale des Aufruhrs und Landfriedenbruchs gegeben seien, denn man dürfe die Straftaten nicht aus dem allgemeinen Rahmen hcransgreifen. Auch hätten sich die Schutzleute in der rechtmäßigen Ausübung ihres Amtes befunden Verteidiger Justizrat Friedmann hält die Teilnahme der Angeklagten an den Exzessen des Janhagels nicht für erwiesen. Die wirklich Schuldigen seien von dec Polizei nicht gefaßt worden. Ter Vorsitzende Landgerichtsdirektor Unger erteilt dann den Geschworenen die RcchtSbelehrung. Er macht die Geschworenen darauf aufmerksam, daß sic an diese Rechtsbelehrung nicht gebunden seien, sondern nur an das Gesetz und ihre Ucberzeugung. Bei Erwähnung der polizeilichen Mißgriffe erklärt der Vorsitzende: Wer Polizeibcamtc angreijl, die Ausschreitungen begehen, greift die Polizei nicht rechtswidrig an. Wenn ich auf den schrecklichen Fall des getöteten Arbeiters .Hermann eingehe, so hätte derjenige, der dieser Brutalität entgegen fletreten wäre, keinen rechtswidrigen Angriff auf die, als Täterin Betracht kommenden Polizeibeamten begangen, selbst dann nicht, wenn er etwa einen wohlgezielten Revolverschuß abgegeben hätte. Gegen 11 Uhr ziehen sich die Geschworenen zur^Beratung ,urück. Sie erscheinen gegen 1 Uhr noch einmal un Saale und lassen sich vom Vorsitzenden noch eine Rechtsbclehrung geben. Die ihnen vorgelcgten Fragen lauten aus schweren und einfachen Landsriedeusbruch, schweren Und einfachen Ausruhr, Sachbeschädigung, Widerstand gtgen die Staatsgewalt, Beleidigung und groben Unfug. Bei sämtlichen Fragen wird die Unterfragc nach mildernden Umständen gestellt. . Etwa um 6 Uhr nachmittags erscheinen bte Geschworenen wieder im Saale und der Obmann verkündet den Wahrspruch der Geschworenen. Daranf zieht sich der Gerichtshof zur Bc- -- •irr. Gegen 1 ä 8 Uhr verkündet der Vorsitzende Land- serichtsdirektor Unger folgendes Urteil: Traub wegen schweren Aufruhrs 9 Monate, Bruhn ebenfalls 9 Monate,' Bauet wegen einfachen Aufruhrs 4 Wochen. Aigner wegen schweren Aufruhrs 8 Monate, Zofka wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt 3 Monate, Orlowski ebenfalls 3 Monate, Lucksch wegen groben Unfugs 6 Wochen, Z i e s l i ck wegen Uebertretung 3 Wochen, die beiden Brüder Adamski wegen schweren Aufruhrs je 1 Jahr, Rade wegen Sachbeschädigung 4 Monate, Albrecht wegen groben Unfugs li Wochen, Scharfenberg wegen Anstiftung zum groben Unfug (1 Wochen, Minor wegen groben Unfugs 6 Wochen Gefängnis. Die Angeklagten Janke, Borowiak, Schadowski und Marquardt wurden s r e i g e s p r o ch e n. Allen Angeklagten wurden mildernde Umstände zugebilligt und ihnen die Untersuchungshaft voll in Anrechnung gebracht. Auf der Straße erwartete eine große Menschenmenge die Angeklagten. Tas Urteil wurde allgemein als milde empfunden. In der Begründung des Urteils heißt es: Die Angeklagten seien in Ausständige und in solche, die nicht dazu gehören, zu scheiden: ihnen sei im Lohnkanrpi ihr geringerer Bildungsgrad mildernd anzurechneir, andererseits müssen aber die schweren Folgen ihrer .Handlungsweise berücksichtigt werden. Für die zweite Gruppe der Angeklagten fallen Milderungsgründe weg. Im übrigen ergab die Verhandlung, daßZuc Polizei ; u n ä d) ft mit Besonnenheit vor ging. Später, als infolge des Verhaltens der TunnUtanten der Gebrauch der Waffen freigegeben weichen mußte, seien Ausschreitungen einzelner Beamten vorgekommen, für die die Vor w a l t u n g als solche nicht verantwortlich zu machen sei. hinaus zu sperren. Man wählte einen Ausschuß, bestehend aus dem Gastwirt Jaskowskv, Metzgermeister Schlörb, den Stadtverordneten Simon und Plank, der nötigenfalls sich durch Zuwahl verstärken soll und fick, mit dem Kreisveteri närarzt Tr. Knell ins Benehmen setzen soll, damit dieser die Eingabe an das Ministerium in der Marktfrage tunlichst befürwortet. Die Eingabe soll zur Unterschrift der vom Marktverbot besoirders geschädigten Geschäftsleute zirkulieren. Auch sollen die durch die Nichtabhaltung der Biehmärlte in Gießen geschädigten Bewohner in Wiescck, Heuchelheim usw. zur Unterschrift herangezogen werden. ** .H essischc Handwerkskammer Im Monat März wird der III. .Hessische Hand Werker tag in Mainz statt- sinden. Nachdem die beiden früheren Handwerkeriage in Darmstadt und Gießen sich einer überaus zahlreichen Beteiligung aus allen Teilen des Landes zu erfreuen und bemerkenswerte Ergebnisse zu verzeichnen halten, darf mit Bestimmt heil erwartet werden, daß auch der III. Handwerkertag gleichgroßem Interesse und allseitiger Tcilnahine begegnen wird. Es sollen auf d?r Tagung besonders die für das Handwerk im Vordergrund des Interesses stehenden Fragen zur Behandlung tommcn. Wir er- wähnen u. a. das staatliche V cr d i n g u n g s w e sen, bezüglich dessen die Großh. Regierung, unter Berücksichtigung der in mehreren gemeinsamen Beratungen der H a n d w c r t s k a m m c r mit den Vertretern der B a u a b t e i l n n g des Mini ß c r i u m s geäußerten Wünsche und Vorschläge, nunmehr verschiedene Neuerungen plant. Diese wurden in der letzten Plenar- sitzung der Kammer bereits behandelt und bedeuten wesentlich Vorteile für das Handwerk. Weiter teilen wir aus der ausführlichen Stellungnahme der Handwerkskammer zu der beabsichtigten Reichswertznwachsstcu er die Hauptrichtlinien mit: „Während die ursprüngliche Regier^jngsvorlagc jeden Wertzuwachs schlechthin der Besteuerung unterwerfen ivolltc, hat die fünfzehnte Kommission des Reick)stags die durchaus zu begrüßende Aendcrung getroffen, daß nur der „ohne Zutun des Eigentümers" entstandene, also der sogenannte unverdiente Wertzuwachs der Steuer unterliegen soll. Indessen ist in den weiter?n Bestimmungen des Gesetzes dieser Absichl der Besteuerung allein des unverdienten Wertzuwachses iricht Reck>nung getragen worden. Der vorgclegtc Entwurf behandelt auch noch in der Fassung der Kommissionsbeschlüsfc das Sreuerobjelt wie eine Ware, rechnet zum Einkaufspreis aber, nur einen kleinen Teil der entstandenen unumgänglich notwendigen Geschäftskosten, den überschießeiiden Betrag bis zum Verkaufspreise aber als unverdienten Gewinn, der einer außerordentlich hohen Besteuerung unterworfen werden soll. Will man sich überhaupt mit einer derartigen Steuer abfinden, soll sie nicht in direktem Widerspruch zu jedem Begriff von Recht und Gerechtigkeit treten, bann müssen Einkaufspreis, alle ferneren Auslagen und ein mäßiges vcrlehrsübliches Entgelt für die Tätigkeit des Besitzers oder Erbauers von der Steuer frei bleiben. Aber nicht nur Betriebe, denen der Erwerb selbständigen Grundeigenrums möglich ist, werden hiervon berührt, es muß auch auf die Handwerksbetriebe Bedacht genommen werden, die auf crmictetc Werkstätten angewiesen sind, einmal weil sic notwendigerweise in der Nähe der Kundschaft wohnen müssen, dann aber auch, weil sie, wie die sämtlichen Kleinhaird- roerter finanziell nicht leistungsfähig genug sind. Diese Hand- wcrlsbetriebc mußten unter der von den Gesetzentwürfen, in jetziger Fassung mit zwingender Notw endig kei. zu edDciternoen Steigung der Mietpreise in ihren Produktionskosten wiederum erheblich belastet werden. Was speziell das Bauhandwerk anlangt, so muß doch auch berücksichtigt werden, daß die Bereitstellung von Wohnhäusern zu seinem Gewerbe gehört und daß die Anwendung der im jetzigen Entwürfe enthaltenen Vorschriften nicht nur die weitere Entwicklung des Bauhandwerks aushalteir, sondern einen erheblichen Rückgang herbeisühren müßte." Da sich die vorstehend mitgeitelte Stellungnahme im wesentlichen mit den auch von den andern Berussgruppen erhobenen mannigfachen Anträaen deckt, so steht zu hoffen, daß diesen Wünschen entsprechend Rücksicht getragen wird. ** Bessere B a b n v e r b i n b u n g nach dem Hinterland. Aus dein Biebertal wird uns geschrieben: Der Einsender dieses erlaubt sich zuerst hierdurch anzufragen, loo eigentlich der im vorigen Jahre gebildete Ausschuß für die Erbauung einer Vollbahn Gieße n—B ischo f- fcn geblieben ist? Diese Anfrage möge gleichzeitig als Weckruf dienen, der umso dringender notwendig erscheint, da für die Bahn Wetzlar—Bischoffen, ein neuer Ausschuß gebildet wurde, der morgen in Hohensolms tagt. Ter Schreiber muß dem Ausschuß für die Bahn Wetzlar—Hohensolms die größte Anerkennung zollen für sein wirkliches Bemühen, gegenüber der Untätigkeit des Ausschusses für die Bahn Gießen — Rodheim — Bieber — Königsberg — Hohensolms — Erda — Mudersbach — Niederweidbach — Bischoffen. Durch öfteres Bereisen dieser Orte bin ich in der Lage, sagen zu können, daß alte bis aus wenige Ausnahmen eine Verbindung mit Gießen wünschen, die einzig richtig ist. Gerade dieser Bahn ist die Rentabilität durch die Erzgruben und vlalkbrüche des Biebertales gesichert. Fast alle Bewohner dieser Orte sehen lieber eine Verbindung mit Gießen als mit Wetzlar. Auch die Orte des Bezirks Rodheim erhalten durch diese Bahn eine direkte Verbindung mit ihrer Kreisstadt, denn daß auch alsdann die Bahn G l a d e n b a ch — B i e d e n k o p f ausgcbaut wird, ist so gut wie sicher. Wir hoffen hier, daß unsere Behörden dafür eintreten, daß die Linie Gießen—Biedenkopf erbaut wird, vielleicht helfen auch unsere Abgeordneten, daß endlich für unseren Kreis eine der Jetztzeit entsprechende Verbindung hergestellt wird. *♦ Vom Akad. BiSmarckbund wird uns geschrieben: In der hiesigen Ortsgruppe deS Akademischen Bismarckbundes wird am Donnerstag in Steins Garten Herr Dr. Starck-Wien eiben Vortrag halten über ltramontan ism ns in Oesterreich unter besonderer Berücksichtigung der in Salzburg zu gründenden katholischen Hoch- schülc". Der Vartmg ist so gehalten, daß er nicht nur für Akademiker, sondern für jeden, der das Wirken des Ultra- montanlsmus in Oesterreich und die dadurch verursachte „Los von Rom"-Bewegung kennen lernen möchte, von höchstem Interesse ist. ** Vom Stgdttheater wird uns geschrieben: Wegen der vlötzlichen Erkrankung von Frau Baumeister ist für die heutige Vorstellung von „Glaube und Heimat" die Rolle der „Rulrin" von Frl. Scholz, die Mutter der Rottin von Frl. Hilda Thede übernommen »vorden, was auf dein Theaterzettel nicht mehr geändert werben konnte. — Die Regie hat bei der Inszenierung den Hauptwert auf die HerauSarbei.ru.ng der seelischen Konflitte in Schönherrs neuem Stück gelegt und Mrlieuschrlderung, Ausstattung usw. erst in zweiter Linie betont. Es sind darum zur Markierung der Tiroler Sprache auch nur die charakteristischen Kehllaute als tnpisch hervorgehvben wor den, im übrigen aber der Dialekt so behandelt worden, daß er allgemein verständlich bleibt. ** Wagner-Liszt Abend. Man schreibt uns: Franz Liszt ist 1811 geboren: in das Jahr 1911 fällt also der 100. Geburtstag dieses Komponisten. Berlin rüstet ich bereits zu einem großen, viertägigen Franz Liszt Abend das im April ftattfinben soll. Der Wagner-Liszt-Abend am 30. Januar im Stadttheater, an dem Hofpianist Ernst Nie ■ man n einige selten gehörte Klavierkompositionen Liszt -> die Fantasia gua)i Sonata apres une fefture de Tante, die Äafserfpiele der Villa d'Este, Sposalizio «nach Raffaels bekanntem Gemälde benannt und die Polonaise Nr. 2, E Dur — zu Gehör bringen wird, gewinnt dadurch eine erhöhte Bedeutung. Tie jüngeren musikalischen Kreise Gießens werden schon deshalb den Genuß dieser Lisztvor träge sich nicht entgehen lassen, weil der um das Musikleben Gießens so verdiente Vertreter der Musikwissenschaft gn der Universität für das Sommersemester eine Vorlesung über „Franz Liszt und seine Werke" angetünbigt hat. •’ Die Mitgliederversammlung des Hassia- KricgerverbandcS ist auf den 2 5. Iun i nach Friedberg festgelegt worden. Am 19. Febtnar hält das Präsidium in Darmstadt eine Sitzung ab. ** Die Generalversammlung des Geflügel - und Vogelzuchtvereins Gießen und Umgegend E. V. fand am Sonntag nachmittag im (Safe Ebel statt und war stark besucht. Der Vorsitzende, Stadtv. Troß, berichtete über die Vorbereitungen für die vom 11.—13. März unter dem Protektorat deS Großherzogs geplante V. Landes Ausstellung hessischer Geflügelzüchter, die auf der LiebigShöhe ftattfinben soll. Tas Ministerium hat bent veranstaltenben Verein eine Lotterie mit 10 000 Losen gestattet; mit ber Ausgabe ber Lose wirb in den nächsten Tagen begonnen, auch kommen die Ausstcllungs Programme und Anmeldeformulare bald zum Versand. Es wurde zur Bildung der Ausschüsse für die großangelegte Veranstaltung geschritten und beschlossen, einen Ehren-Aus- schuß zu bilden. An die maßgebenden Personen in unserer Stadt soll die Bitte ergehen, diesem Ausschuß beizu treten. Es wurden bann bie Mitglieder gewählt für den Fest-, den geschäftSführeirden, den Finanz-, den Dekorations-v Den Preß-, den Lotterie- und den Annahme- und Versand- Ausschuß, sowie des Ankaufs-Ausschusses und des Aus schusses für tierärztliche Beaufsichtigung. Ter Vorsitzende teilte mit, daß inzwischen der Ehrenpreis des Protektors ber Ausstellung, ein silberner Frühstückskorb, cingctroffen sei unb baß man erwarten könne, baß zahlreiche weitere Ehrenpreise einlaufen werben. Die Versammlung beschloß, 120 Mk. zum Ankauf von Vereins-Ehrenpreisen zu bewilligen. Der vom Schriftführer erstattete Jahresbericht für bas abgelaufene 13. Vereinsjahr wies einen Mitglieber- bestanb von 130 gegen 156 im Vorjahre auf, und es liegen bereits fünf neue Anmelbnngen vor. Beschloffen würbe, 500 Mk. vom Kapitalvermögen bes Vereins zur Anschaf fung neuer Käfige für bie Ausstellung zu verwenden. Bei der Vorstandswahl wurden die seitherigen Vorstandsmitglieder wieder gewählt und der Vorstand durch Zuwahl von zwei neuen Mitgliedern ergänzt. Zum Ehrenmitglied wurde der von Anfang an dem Verein angehörende Tanzlehrer Ferd. Schmidt ernannt. Landkreis Gießen. Z. Rödgen, 23. Jan. Heinrich Naumann, der bekannte Bauer und Volksschriftsteller aus Nanzhaufen bei Lohra im hessischen Hinterlande, hielt gestern abend im Saale der Klcinkinderschnle einen Vortrag über „Heimat und Heimat liebe". Wie weiß diesex Mann so schön Selbsterfahrenes und Selbstgedachtes dem Volke zu sagen. Frisch und anschaulich, ungekünstelt und volkstüm lich fließen ihm die Worte von den Lippen. Edle Menschlichkeit und echte Frömmigkeit spricht aus seinem ganzen Wesen, wenn er vom stillen „Weiler fern im Grund", von Weihnacht' in Feindesland, vom teuren Muttergrab erzählt. Solche Töne finden den Weg zum Herzen des einfachsten Menschen; so redet man zum Volke: formvollendet und doch nicht hochtrabend, einfach und doch nicht banal. — Chor gefänge, von Lehrer Koch dirigiert, und Dellamationen der Schulkinder fügten sich passend in den Rahmen des Ganzen. Pfarrer Groth dankte allen Mitwirkcnden. = Garbe nteich, 23. Jan. Heute verunglückte die Tochter des Bahnwärters Für sterling beim Schlittenfahren so schwer, daß sofort ärztliche Hilfe gerufen werden mußte. A Steinbach, 23. Ian. Eine Ehrung für die Kriegsteilnehmer hat unser Krieger verein beschlossen, und so wurden dieser Tage au5 Anlaß der 40jährigen Ge- Dcnkjeier die Veteranen zu Ehrenmitgliedern ernannt. Bei der Vorstandswahl wurden wiedergewählt 1. Vorsitzender Keßler, ferner Hch. Walde, Hch. Roth und Kd. Bender. Der Verein besitzt ein Vermögen von 740 Mk. Kreis Alsfeld. M. Maulbach, 22. Jan. Ein immer wieder z" empfehlendes Mittel zu gediegener Unterhaltung und Belehrung auf dem Lande ist die Gründung einer Volks- bibliothek. Aus bestimmten Gründen gebührt wohl vor einer Kreiswanderbibliothek einer eigenen Gemeindebibliothek der Vorzug. Mit einer solchen kann man sich viel leichter den jeweils zu beachtenden örtlichen Verhältnisien anpassen und Ersprießliches leisten. Tas Bedürfnis, zu lesen, und die Willigkeit, Opfer dafür zu bringe i, ist oft größer, als man gemeinhin annimmt Hier ü sie.st seit einigen Jahren eine Volksbibliothek, deren Verwaltung Dem Pfarrer obliegt und die etwas über 340 Bände umfaßt. Zu ihrer Unterhaltung steuern die Kirchen- und Gemeindekasfen einen Beitrag, und da es an freiwilligen Gaben auch nicht fehlt, ist es möglich, alljährlich für etwa 30 Mk. Neuanschaffungen zu machen. ES wird Wert darauf gelegt, daß auch gerade die neue Litteratur mit ihren besten Namen und Werken vertreten ist. Die Erfahrung zeigt, daß gerade diese Bücher, die mit ihrem mäßig, Schweine mittelmäßig. Preis Durch- pro luo Pfb. schnittspreis von-disvon-bis 48 44—46 86-88 45 82—87 47 71-76 39 64—66 107-110 Mittlere Ai ast- und beste Saugkälber . 60—64 100-107 85—95 . . 39-00 78-00 39 51-53 durfte. 66—68 52 51-53 66—68 52 64—65 49 62—64 48 63 Glaube und Heimat. Mittwoch, 1. Jebr. Heften Verwandten. *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen. Jan. Wetter 1911 22. bis 23. Januar — Niederschlag Ein vorzügliches Aussehen 39—42 72—77 41-46 74-83 38—40 80-84 31-00 74-00 51.50—53.50 65.00—67.00 52.50—53.50 65.00—67.00 51.50-53.50 63.00—67.00 5160-53.50 6460—67.00 Montag, 31. Jan.: 66—69 64-66 78—83 91—92 41 51 93-100 88-92 85—86 44—47 40-43 34 31 88-91 80—87 Empfinden in der heutigen Zeit wurzeln, besonders gern gelesen werden. Man achte darum darauf, daß in Volks- und Gememdebibliotheken neben den alten Volksschristen, etwa von Glaubcecht, auch die Erzeugnisse der neuen Litteratur Raum finden. 39—43 50-53 65 62 49 54 76-84 71—77 63-74 48-62 46—52 Verist der 41-47 37-40 37-40 24—31 20—23 Dienstag, ,Die zärl- + 0,8-0. — 1,9 -0. 73—78 68-71 Kälber. Feinste Mastkälber Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht Bei der Verkündigung des Urteils rief die Angeklagte au§: Das halte ich nicht aus! Ihr habt meinen Tod auf dem Gewissen. Der Antrag des Verteidigers, die Verurteilte wegen ihres Gesundheitszustandes aus der Haft zu entlassen, wurde ab- gelehnt. Nur «cht mit dieser Marke-oemFischer — dem ©arantifc. »eichen deS Scott» lchen verfahrene ! Höchste Temperatur am Vhetmglie „ Ochsen. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Weidemastschafe . . . Schweine. Das Schwurgericht verurteilte die Angeklagte unter Zubilligung mildernder Umstände wegen Tot s ch l a g s zu 41/» Jahren Gefängnis unter Anrechnung von a ch Monaten Untersuchungshaft. Schweine. Vollfleischige Schweine von 80-100 k" Lebendgewicht ....... Dollsieischige Schweine unter *80* ke- Lebendgewicht e Vollfleischige Schweine von 100—120 k* Lebendgewicht Vollflcischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht ..... ältere ausgeinästete ..... Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Ungejochte . . . Färsen, Kühe. Votlfleischige ausgemästete Färsen höchst. Kreis Wetzlar. ^Wißmar bei Gießen, 22. Jan. An den letzungen, die ihm sein Schwiegervater beibrachte, 56—60 52—55 50—51 vermischter. * Das 12. Deutsche Turnfest wird im Jahre 1913 in Leipzig cibgehakten werden, wo auch schon im Jahre 1863 gelegentlich der 50jährigen Erinnerungsfeier an die Völkerschlacht bei Leipzig ein großes deutsches Turnfest stattfand. Die alle 5 Jahre veranstalteten Turnfeste sind dazu bestimmt, die Fortschritte des deutschen Turnwesens der großen Oeffentlichkeit vor Augen zu führen. — Das kommende Leipziger Turnfest soll einen ganz besonders großartigen Verlauf nehmens, da es mit der Jahrhundertfeier der großen Völkerschlacht zusammenfäklt und in demselben Jahre auch das Völkerschlachtdenkmal fertig dastchen und unter großen Feierlichkeiten eingeweiht wer- den wird. Cs kommt noch hinzu, daß der greise Führer der deutschen Turnerschaft, Geh. Sanitätsrat fDr. Ferdinand Götz, in Leipzig seinen Wohnsitz hat und daß die Leihziger Turner schass, wie die Turnerschaft des Königreichs Sachsen überhaupt, die stärkste Vertretung zur deutschen Tnrnerschaft stellt. Im Einverständnis mit dem Rat der Stadt und unter der eingeholten Zustimmung turnerischer Fachleute ist das über 240 000 Quadratmeter große, noch innerhalb der Stadt gelegene Gelände in der Vorstadt Eutritzsch, auf dem im Jahre 1903 die Deutsche Landwirtschaftsausstellung stattfand, als Festplatz gewählt worden. Ueber die Einteilung ist vom Rat ein Plan durch das städtische Bauamt ausgearb eitet, der die einhellige Zustimmung des vorbereitenden Festausschusses gefunden hat. N°T"r°gE « e^utr.on ml, aim„. uff".; fe. Frankfurt a. M., 23. Jan. (Orig.-Telegr. des »Gieß. Anzeigers".) K a rto f f el m ark t. Man notierte : Kartoffeln in Waggons Mk. 6.00—6.25? im Kleinhandel Mk. 7.50—8.00 für st 100 Kg. F.C. Wiesbaden. Diehhof-Marktbericht vom 23. Jan. Auftrieb: Rinder 71 (Ochsen 48, Kühe 21, Bullen 2), Kälber 28, Schafe 22, Schweine 339. Tendenz: Rinder gedrückt, Kälber gedrückt, Schafe mittel» verheiratete Arbeiter Stroh in der Gießener Klinik gestorben. △ Dutenhofen, 22. Jan. Beim gestrigen Treibjagen wurden 30 Hasen und zwei Fasanen erlegt. Hessen-Nassau. x Wetter, 22. Jan. Infolge der Glätte kam in Rüddenau eine Frau so unglücklich zu Fall, daß der Tod alsbald eintrat. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wäre es dem verehrlichen Vorstcuide des Eis Vereins nicht möglich, einen Teil der Eisbahn mir für Erwachsene abzusperren? Ter größte Teil der Fläche wird nämlich! neuerdings von Kindern in Anspruch genommen, so daß sich gestern z. B. viele Freunde und Freundinnen des Eissports, langjährige Mitglieder, die gerade iridjt zu den schlechtesten Läufern gehören, bescheiden in den'Ecken herumdrücken mußten, wenn sie nicht Gefahr lausen wollten, von wilden Jungen über den Haufen gerannt zu werden. Gewiß gönnt mau den Kindern auch das gesunde Vergnügen, doch sollte man an den eisfreien Tagen der Stadtschüler nicht den größten Teil der Bahn absperren. Wenn bei dem gestrigen schlechten Zustand und UcberfüIIintg des Eises kein ernstliches Unglück passiert ist, ist es ein Wunder. Daß man für 25 Pfennig Abonnements aufschlag im Winter als Kunstläufer geftenipelt wird und schöne, freie, abgesperrte Bahn zur Verfügung hat, ist auch neu und sollte eigentlich mehr bemerkt werden. Gestern waren viele solcher „Kunstläufer" auf der reservierten Fläche. in Friedberg sind mit ihrer Eisbahn auf der Seewiese besser daran. Diese war schon beinahe 14 Tage in Benutzung, als bei uns der Teich gestern vor acht Tagen erstmalig geöffnet werden Märkte. re. Frankfurt a. M., 23. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruch tmarktpre is e. Weizen Mk. 20.65—00.00, Kurftess. Mk. 20.60—20.75, nordd. 00 Alk., La Plata Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 16.00 bis Mk.16.15, Gerste (Wetterauer)Mk.l8.00—19.00, Gerste Franken Pfälzer Nied Mk. 18.50—19.00, Kleie Mk. 00.00-00.00, Hafer Mk. 15.50 bis Mk. 16.50, Mais Mk. 14.00—14.50, Weizenmehl 0 Mk. 29.50 bis 00.00, 2. Qualität Mk. 23.75—00.00, 3. Qualität 2)?f. 22.25 bis Mk. 00.00, 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Noggenmehl 0 Alk. 22.50—23.00, 1. Qualität Mk. 00.00—00.00, 2. Qual'. Mk. 00 00 bis 00.00, Weizenkleie Alk. 8.75 bis Alk. 9.00, Weizenfchale Alk. 9.25—9.50, Noggenkleie Alk. 9.00 bis Mk. 9.50, Alalzkeiine Alk. 00.00—00. M, Raps Mk. 23.00-00.00, Biertreber 12.00—12.50. Alles per 100 Kg. ab hier. ke.Fraukfurt a.M. Vi e l; ft of-M a rkt b e ri cht vom 23. Jan. Auftrieb: 1245 Rinder, darunter 420 Ochsen, 40 Bullen, 785 Färfen mrd Kühe, 26 > Kälber, 243 Schafe, 1872 Schweine. Marktverlauf: Ochfen gedrückt, Kühe lebhaft, Ueberstand unbedeutend, Kälber, Schafe und Schweine lebhaft, Markt wirb geräumt. Preis für 100 Pfd. Lebend- Schlacht- Schlachtivertes, höchstens 6 Hahre alt 47—50 89—91 Junge, fleischige, nicht ausgemäslete und 30. Jan.: „Die Macht der Finsternis. 22. 0,0 mm. Schlachtivertes 45—50 Voll fleischige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu 7 Jahren. . 37—42 Sichere ausgeinästete Kühe und wenig gut eiitwiclelte stingereKühe u. Färfen 33—36 Mäßig genährte Kühe nnd Färsen . . 30—32 Vollfleifchige Schweine über 21/, Zentner Lebendgewicht ....... 49—50 Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend- Geringere Saugkälber . . . . 48—50 80—84 Geringere Mail- und gute Saugkälber 51—57 Schafe. gewicht Mk. Spidplau der vereinigten Zranlsurter Staüttheater. Opernhaus. Dienstag, 24. Jan. *): „Susannens Geheimnis." Hierauf: „Maurer und Schlosser." Mittwoch, 25. Jan.: 3. Abonnements. Konzert. Donnerstag, 26. Januar: „Amelia" oder „Der Maskenball." Freitag, 27. Jan., abends 6*A Uftr: „Lohengrin." Samstag, 28. Jan., nachmittags 31/, Uhr: „Äschenbrödel." ' Abends 7 Uhr: „Die Hugenotten." Sonntag, 29. Jan., nachmitiags 3'/.. Uhr!' „Aschenbrödel." Abends 7 Uhr: „Hoffmanns Erzählungen." Montag, 30. Jan.: „Tannhäuser." Dienstag, 31. Ian.: „Die Jüdin." Mittwoch, 1. Februar, nachmittags 3'/, Uhr: „Aschenbrödel." Abends 7*/2 Uhr: „Die geschiedene Frau." Schauspielhaus. Dienstag, 24. Jan., abends 7b, Uhr: „Glaube unb Heimat." Mittwoch, 25. Jan*).: „Tie Macht der Finster,ns." Tonnerstag. 26. Jan, abends 71/, Uhr: „Glaube und Heimat." Freitag, 27. Jan.: „Wilhelm Tell." Samstag, 28. Jan.: „Die Macht der Finsternis." Sonntag, 29. Jan,, nachmittags 31/, Uhr: „Der Hüttenbesitzer." Abends 7 Uhr: „Ter Raub der Sabmerinnen." Lebend- LLiachc. pro lOOPiiMd gewicht vebenb- Lchlachc. gewicht Kreis Friedberg. X B crd-N a u hoi m, 23. Jan. Die Ijtittigc Sitzung der Stadtverordneten, die unter dem Vorsitz von Bürgermeister Tr. Kayser' stattfand, hatte 15 Punkte zu erledigen, von denen einige nur lokales Interesse hatten Zunächst liegen die neuen Pläne für den Stadtftausnmbau vor. Sie werden genehmigt und der verlangte Kredit von 16 000 Mark wird bewilligt. Zur Bilanzierung der hiesigen V e r ke hr s kom m i s s i o n werden außer dem Zuschuß von 3000 Mark noch 1500 Mark bewilligt. Die Vertilgung der Feldmäuse erfolgte in hiesiger Ge- ,Hartung unter einem Kostenaufwand von 1600 Mark. Tie vorliegende Wirtschaftsrechnung wird genehmigt. Ein Teil des Alice- platzes wird an den Konditoreibesitzer Müller auf weitere 5 Jahre für 500 Mark jährlich verpachtet. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird an der Volksschule die 18. Lehrer stelle errichtet. Es müssen daher 455 Mark für Neuanschaffung von Bänken bewilligt werden. Tas Wal dH aus wird dem seitherigen Pächter auf weitere 2 Jahre für den Preis von 800 Mark und zu den seitherigen Bedingungen überlassen. Tie Verpachtung der Markt- lauben soll neu ausgeschrieben werden. Ter Polizei loerden drei weitere Diensträume zur Verfügung gestellt. — Der große Teich ist seit heute nachmittag von der Polizei wieder zum Schlittschuhlaufen freigegeben worden. Es ist heute erst der vierte Tag in diesem Winter, daß die prächtige Eisfläche benutzt werden kann. Ta der große Teich immer erst geöffnet werden darf, nachdem eine Eisdicke von mindestens 12 Zentimetern festgeftellt werden firmt, müssen die Schlittschuhläufer, hier immer recht lange föarten, bis sie mit ich rem Sport beginnen tarnten. Unsere Nachbarn Bullen. Vollfleischige, ausgewachfene, höchsten Schlachtw. Vollfleifchige, jüngere Färsen, Kuh e. Vollfletschige ausgent. Färsen höchst. Schlachtw. Vollfleifchige ausgonästeleKühe höchstenSch'acht- wertes dis zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Färsen ältere ansgemästete Kühe ....... Mäßig genährte Kühe ttni) Färsen Gering genährte Kühe und Färfen . . , Kälber. Feinste Mastkälber . . Mittlere Mast- und gute Saugkälber .... Geringere Mast- unb gute Saugkälber . . . Schafe. Stallmaslfchafe: Mastlammer unb jüngere Masthaminel . . . altere Mastftammet, gut genährte junge Schafe unb geringere Mastlämmer gewicht 48—49 Ueberstanb: Rinber Ueberstand, Kälber und Schafe langsam geräumt, Schweine geräumt. In schwerer heisser Herzensangst W fdmCrien° ^tc Binder bei hartem Frost und A Sckulp" Uf« morflcn5 hinaus auf den Weg zur toe diÖDfe? rn.rAc Folter den zarten, cmpftndlichen bfl au,? schaden'? Nun, wenn man die k m)rbanbenpCr tunfl ”?$ Möglichkeit ausschalten und k A «... . r-^ngen lorort befnmyfen will, bann flkwohne man uch daran den Kindern stets pin «ai.r Wea^"u^c,Ptt^!^ral-Pastillen (Fays ächte, mit auf den T 3 unbcbm<)t b &rn$a«-lf ^,*Veu^rJn^ nüüt i)cn Kindern k A J TL? 8 80 blc ^rönditcl, überall crhält- —-'tachahmungen mene man entschieden zurück, [ss?1/it Kuverts mit Zirma biMgP Sriihl'sche Umverfüätrvruckerei. R. Lange, Sieben Zu Beginn der Nachorittagsfitzl«g hat neben der Angeklagten außer der Pflegerin auch noch eine fromme Schwester Platz genommen. Rechtsanwalt Dr. St au der verlangt für ferne Mandantin den Sckpitz des § 51, da eine krankhafte Störung der Geistestätigkeit vorliege. Nach dem Sachverständigen-Urteil von Dr. Grrdden handele cs sich sogar um eine akute Geistesstörung. Wenn auch drei andere Aerzte sich gegen die Unzurechnungsfähigkeit ausgesprochen hätten, so.fei die Angeklagte doch frcizusprechen, weil Zweifel an ihrer Zurechnungsfähigkeit wegen der an deren Gutachten bestehen. Daß die Frau auf freiem Fuße steht, ist ausgeschlossen, weil laut § 80 des Bayerischen Polizeigesetzes ihre Internierung in einer Irrenanstalt erfolgen kann. Der Magistrat von Nürnberg hat 'sofort das Recht, dieser Frage näher zu treten. Es wäre ja auch keine Justiz mehr, wenn eine so gemeingesälfrliche Person nicht interniert werden könnte. Ich selbst würde es lieber sehen, wenn Sie meine Klientin wegen sahrlässiger Tötung verurteilten, weil sie dann mit einer geringeren Strafe davon käme. Ich bitte Sie nach alledem, die Angeklagte von Schuld und Strafe sreizusprechen. 1 ~ ,ri. . Schwiebus, 4. August 1909. • _i/,xre ®co“§ Emulsion ist meinem Töchterchen ganz ausgs zeichnet bekommen. Schon von Geburt an hatte die Kleine einen J^e^ten Schlaf, stundenlang mußten wir sie beruhigen, und nachher schlief sie doch nur ganz kurze Zeit unb sehr unruhig. Im Alter von einem Jahr bekam sie unter großen Schmerzen beit ersten Zahn, unb als bann noch ber Keuchhusten sich einstellte, kam das Kmb völlig von Kräften. Verschiedene Mittel, die wir anmendeten, blieben ohne jeden Erfolg, unsere kleine Emma ging immer mehr zurück. Da griff ich schließlich zu Scotts Emulsion, und ich freue mich, dies getan zu haben. Denn von Stunde an bekam unser Kind Nufte, cs schläft von selbst ein unb ruhig die ganze Nacht hindurch. Beim besten Wohlbesinden kommt ein Zahn nach dem anderen, und unsere . Jne Gmma hat jetzt ein vorzügliches Aussehen ryfv.lKÄ bekommen." „ (gez.) Hermann Thiele. In allen Fällen, wo Kinder oder Erwachsene eines Kräftigungsmittels bedürfen, wird man mit Scotts Emulsion rasch und sicher zum Ziele kommen. Auf die Zusammensetzung aus erstklassigen Bestandteilen und deren bewährte Verarbeitung im Scottschen Verfahren kann man sich jederzeit verlassen. Außerdem schmeckt Scotts Emulsion so aromatisch süß, daß die Kleinen geradezu eine Vorliebe dafür haben. Die Rektorsgattin als Totschlägerin. S. U. H. Nürnberg, 23. Jan. In der häutigen Sitzung wurde zunächst in der Vernehmung der Sachverstänbig-en fortgefahren. Tr. Kl über bestätigt puf eine Frage des Vorsitzenden, daß vei'schiedene Einzelz-ügc der Angeklagten etwas theatralisch feien. Tos liegt ober gerade in sihrer Eigenart. Was die Gedächtnislücken betrifft, so ist es nicht auffallend, daß sich solche Personen au manches zunächst erinnern, was fte daun wieder vergessen. Auch das ist nicht auffallend, daß sie nach der Tat Bescheid wußte, jetzt aber nicht mehr. Sackwerst. Tr. von Guddcu führt aus, daß sich aus ungeheuren erblichen) Belastungen der Angeklagten ihre abnorme Charakterveranlagung ergibt Am meisten ist das Gefühlsleben bei ihr gestört. Schon ihren ersten Mann hat sie mit dem Tobe bedroht, und es ist als em Zufall anzusehen, daß nicht schon der erste Dtann von dem Schicksal des zweiten ereilt worben ist. Die Tat ist zweifellos eine Affektshandlung, wie der Kollege Dr. Frickinger sagte. Es fragt jijeft nur, ob ber Affekt ein so gro.ßer war, daß der § 51! des Strafgesetzbuches zutrifft. Nach kurzer Auseinanber- sctzuug zwchcheu dem Staatsanwalt unb dem Sachverständigen,, wie weit er die Würdigung ber Beweismittel einbeziehen dürfe, TOTtrntt Dr. Guddcn zu drin Schluß, daß bei der an sich kranke Haffen Vevanlagung der Angeklagten eine akute Geistesstörung vorlag so daß m jenem Affekte die 'freie Willcnsbestimmuug aus- WWJn »ar Bors. : Herr Profeffor, Sie k>alteu die Fran also für gerfresrrank. Halten Sie sic auch für gemeingefährlich nach chren vielen Exzessen? Sachverst.: Unbedingt. Bors.: Sic haben friiher in ihrem schriftlichen Gutachten gesagt, die Frau gehöre fchon längst in eine Irrenanstalt. Sachverst.: Ja gewiß der Ansicht bin ich auch noch. ^Der Landgerichtsarzt Dr. Kn ehr ist der Ansicht, die Frau hatte m grpfeem Affekt gehandelt, doch sei er nicht so groß gewesen, baß § 51 vvrlägc. Er stirnnre mit den übrigen Sach- ständigen überein, daß die Angeklagte wegen ihrer schweren erblichen BÄastuug als fronTbafte Person anzusehen sei. Es ist aber m. E. ausgeschlossen, daß sie bei der Tat bewußtlos oder im Sinne des Gesetzes krankhaft gestott war. Sie verdient aber eine Mildere Beurteilung. Nervenarzt Dr Mainzer kommt zu dem Schluß, daß der Affekt ein sehr starker war und daß er die schwersten Zweifel habe, ob die-Angeklagte bei der Tat zurechnungsfähig war. Er Kubt vielmehr, datz ne ,ich in krankhafter Störung der Geistes- tatigkelt befand^ ber ihre freie Willenstätigkeft ausgeschlossen hat. .. Der letzte Sachverftanbige, Oberarzt Dr. vom Rad, be zeichnet die Angellagte als eine psychopatische Person, aber sie fei nicht als geisteskrank iw Sinne des 51 des Strafgesetzbiichcs anzusehen. - ,Y §"brauf ertlart der Vorsitzende ine Beweisaufnahme für ge- fchlossen und erteilt sodann bent Staatsanwalt Wenig bas Wort zu fernem Plädvl-er. Als dieser beginnen will, kommt es zu einem erneuten 3 w schweren Zwischenfal l. Aw Angeklagte fchreit gellend auf und wirft sich vor dem Richter- rVz. Zoodcn. Sie wälzt sich in konvulsivischen Zuckungen und schlligt wild nach allen Sechen nm sich. Die Verhandlung muß daher abgebrochen werden. n Während derhalbstündigen Pause, die durch den Zwischenfall mck ber Angeklagten verursacht wird, ivird diese im Nebenzimmer verbunden, da sie sich bei dem Fall eine Verletzung am Ohr Ungezogen hat. Beiyi Wiedereintritt in den Saal ruft sie dem Staatsanwalt zu: Ich wünsche mit „Frau Angeklagte" angcrebct zu werden. Hierauf beginnt der Staatsanwalt fein Plädoyer: Ist die Frarr für ihre Tat verantwortlich zu machen oder nicht? Ein Zweifel berechtigt den Richter noch nicht, die Zurechnungsfäftig- Su vmrernen, Nur d er Zweifel berechtigt zur Freisprechung, per Richter innerlich nicht Nberimudeu kann. Die Angeklagte rit etne Psychopathin, ihre seelischen .Kräfte tragen einen krankhaften Zug Wcr dürfen aber bet den ^lussührungen ber Sachverständigen nicht vergessen, daß -die Sachverständigen nur Gehilfen der Richter find, nicht ihre Herren. Was die Ehe der Angeklagten anlangt, |o war es feine Liebesheirat von feiten des Mannes -Aber die Schuld, daß die Ehe sich schließlich so unftarmonifd) gestaltete, lag bei der Angeklagten. — Tic Angeklagte unterbricht den Staatsanwalt durch höhnische Zurufe. — Der Verteidiger fefct sich neben sie unb sucht sie zu beruhigen. Sie läßt sich schließlich Verbanbswatte bringen und stopft sich damit ostentativ die Ohren zu. kDer Staatsanwalt fahrt fort: Wenn ich Sie bitte, die .Schuldf rag en zu bejahen, so handele ich mit Ucbcreinftimnunig Mit den wifsenschastlichen Feststellungen. Ich ersuche Sie, die .Angeklagte des Totschlags unter Zubilligung mildernder Umstände s chu l d l g z u s p r c ch c n. Die Minimalftrasc wäre bann sechs Monate Gefängnis. Natürlich würbe eine höhere Strafe zu verhängen fein, aber das haben die Richter zu entscheiden Die den Geschworenen Dorzulegendcu S ch u l d s r a g e n lauten «vH Totschlag mit der Milderung, ob vorher eine schwere Beleidigung begangen ist, ferner mit der Frage nach mildernden Umständen; zweitens auf Körperverletzung mit nachfolgendem Tode; und drittens auf fahrlässige Tötung die beiden letzten Fragen ebenfalls mit den Untevfrageu nach mildernden Umständen. , Ochsen. Mk. Vollfleifchige, ausgeinästete, höchsten Schlachtwertes, 4—7 Jahre alt • • . 49—53 die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . 44—48 Junge fleischige, nicht ansgemästete unb ältere ausgemästete -- E -O ... = = 3^ E 23. 2” 759,8 4-0,3 4,3 92 _ 0 9 23. 9« 759,5 — 0,4 3,5 79 SW 2 5 24. 7» 758,4 — 1,3 3,7 88 — 0 10 9-00 78-00 ! und Heimat." Freitag, . uiiu ycimui. 38. Jan.: „Die Macht bt: I >mittaqs 31/, Uhr: .2« ft, ahnte um 7 llfc )er Station W. Wetlu Januar = 0 2 0 9 5 10 48 45 41 51 47 39 31 31 62 48 54 39 90 87 80 91 84 73 67 65 108 103 82 90 78 52 52 49 Raub der Labinerinnen.' er Finsternis.' Tienslaz. voch, 1. Febr.: „Die M- 1-53 66-63 1-53 66-68 9-50 64-65 8-49 62-64 67 67 64 63 langsam 4-0.8’0, - 1,9 *0, y »«** '"50 32-87 '-42 71-76 $—36 66—69 U32 64-66 89-9i '-46 86-88 )'°3 91-92 ,, - - 48 wer und Lchch forter Staöttfattt, 5 Geheimnis." hmaui: ' 3an.: 3. Abonnemeni-. nelia" oder „Ter Mastcii- „Lohengrin.' Samsta« abrodel." Abends 7 Uhr: nachmitlags 3V, Uhr as Erzählungen." Montag. >1- Jan.: Die Jüdin/ */> Uhr: „Aschenbrödel.' u." hr: „Glaube und Heimat.' : Finsternis." Donnerstag. Mu Ja07’110 K5 '64 100.107 3—50 80-84 l'ö7 85 -95 tberi ’te1, ®** Nfc «ent: ’• ^Aussehen. j,n)iebus, 4. August 1909. „ Töchterchen ganz ausg» Inhalte die Mme einer. 2 wir sie beruhigen, un £ und sehr unruhig- > 1 Keuchhusten . wlt eri^S unsere tiei । £, und nih'gd» n ielbst Mhlbesinden Beim besten unjert dem n"beee em Äer oder Erwachsen- ooKmberu Ä f* iUK >n rasch un ,Lnq Qu? bi- &* >ileti i"b b'™ f«e« COi®e"81u6«b-m*5 /L.-d- MW kZW-W WSs i s g ‘<5 loo« e S3e- -7 COc 2, S ’S 4 G C' a? ■_ XÄ ~z A «ft 2; e o *5 O c - s o *• 5 s :c s e <5 ■s 9 E s 4> «JO s § «SS D E E ■e jO u er e w JO c, 85- :S (4) x> 3 o a a « E e jQ =-* J&;— — jO jO 5$ u- e —. i£> ■2 E ,E — E <5 o 'S' 67*=- = 5«g- E -LL C? 2 ß — . e cs8; Ä- —. E e «s« ' £ o _o c S£ ©5* * =" L W E C ■'If E es-e, £-2 = E — -o «£ G •—Lo M 2 S is e a a> — E c, E 1 -?§E E.J tu *1* • Sczr. . o «Er E E '* E E E. E °5* tu £ E = £ E ~ LZL ^'o E c E e c •- .^2 E*— . E S.2 c^- 5 E c ._,‘C « 6 £ s-S-ä «e « c= S 2 « e §6^ 2 L o D OJ . XD — M — <3 E F >-> tu tu : 2 " fiS •S@r4 c? s « 1U »u E «TR ^"2 5^ .CQ »5§gj5 E O «ft £ C.' D jO E. E E ° E- ”^2 c £ §>*4J «ft ^OZZ ho e *— -E 2 -- ■~7 — jQ se^«' c_U XD XD •u— E E *C - Ec le '4“ £ ’S L 5 .0-^5 e-- - 2 o 33 . 2. - O - L 2 -r —i cr.u- E.^ - " - =^" C ä = £:o^ w p zd D-Z 2 E CD $u .Este L e e” 5 •CXD^U „ = - — tu a e o c. rr ,S^ 2 j: 2d 8? a6 5? izlo'? £ uc, c K 'öE.u £ ö^‘2ni h a EC“? S — c e :e T :Or- §5p«o Ed -0^.-3 = sS- E 3^0? 31» £L3Z D. u c 2 'S c - e o E V & ■ E«ä «ft . e ** ^§£^5 O E £ D <52» ud :— O :o E LZ^ E E iE'S e 4=-e® sx>-F <_, g £=^o3S2 = *;-Q IM y E E__ • -t- L. 9 'j U —a 0.0 $3 5? 'S <= su E - p 2^«^. L = e R 2Z< ireisamtmann. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen bezüglich der Firmen: 1. Wilhelm Kohlcrmann in Gießen: Die Firma ist erloschen. 2. Bär & Wetterbahn in Gießen: Der Kaufmann Ferdinand Bär III in Gießen ist in die offene .Handelsgesellschaft als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Gießen, den 17. Januar 1911. B“/, Großherzogl. Amtsgericht.________________ Jagd Verpachtung. Mittwoch den 1. Februar l. Js., nachmittags 2 Uhr, soll die der ('Gemeinde Ober-Bessingen zusteh ende ca. 500 Hektar große Wald- und Feldjaad unter den vor Beginn der Versteigerung betanntgegcbenen Bedrn- mengen 'auf hiesigem Rathaus auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Bemerkt sei noch, daß der Bahnhof Ober- Bessingen in der s))Htte des Jagdbezirks liegt. Ober-Bessingen, am 14. Januar 1911. Großh. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Kühn.£2 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lich vro 1911 liegt von Mittwoch den 25. I. Mtö. an acht Tage lang zu ledcrmanns Emnchi während der Geschünsnunden aus hiesiger Burgcrmeisierei onen. Lich, den 23. Oanuar 1911. , B 11 Großh. Bürgermenreret Lrch. __Dörmer. Holzversteigerung. Donnerstag den 26. d. Mts., vormittags von 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Streitwald und Tanne, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 3 Eichen-Stämme von 30 bis 45 Ctm. Durchm. — 1,59 Fstm., 10 Eichen-Stämme von 22 bis 29 Ctm. Durchm. ------ 3,66 Fstm., 44 Eichen-Slämme von 12 bis 25 Ctm. Durchm. ----- 9,00 Fstm., 2 Buchen-Stämme von 46 bis 50 Ctm. Durchm. ----- 2,01 Fstm., 10 Fichten-Derbstangen mit 1,25 Fstm., 291 Rm. Buchen-, 10 Rm. Eichen-Scheiter, 84 Rm. Buchen-, 48 Nm. Eichen-, 20 Rm Fichten-Knüppel, 55 Rm. Buchen-, 14 Rm. Eichen-, 33 Rm. Fichten-Stöcke, 3050 Wellen Buchen-, 50 Wellen Eichen-, 25Q Wellen Fichten-Reiser. Der Anfang ist am Climbacher Pfad im Distrikt Strertwald. Hroßen-Buseck, am 20. Januar 1911. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. ^8 8"/, Holzversteigerung. Aus dem Gemeindewald Launsbach tommen Tlenstag de« 31. Januar 1911, nachmittags von 2 Uhr ab, m der Wirtschaft Erlewein zu Launsbach zum Berkaus: „ Eiche: 12 Stämme Werkbolz 2. und L Kl. von 41-59 cm Durchmesser und 10,77 Fstm. JnhMt, 10 Rm. schelt, 12 Rur Knm-vel, 615 Rm. Reisig. Fichte: 82 stamme 2.-4. Kl. = 20Ä) Fstm., 17 Stangen 1. ftl, 2 Rm. Scheit. 14 Rm Knüvveb 30 Rm. Relslg. Kiefer: 1 Rm. Scheit, 50 Rm. Knuvvel, 116 Rm. Reisig. DaS Lotz lagert in den Distrikten Vorder-, Mtttel- und Himermark, Wäldchen und Totalität. Krofdorf, den 21. Januar 1911. Der Büraeriuenter: Braun. Holz-Bersteigerung. Donnerstag den 26. Januar, vormittags 91/» Uhr an angenb, soll im 9lnneröber Gemeindewald nachstehendes Holz versteigert werden: a) Nutzholz: 105 St. Fichten-Derbstangen 6,18 Fstm. haltend; b) Brennholz: 14 Rm. Kiefern und Fichtenrundfcheit 38 Rm. Kiefern-Knüppel 46 Rm. Fichten-Knüppel 420 Eichen- und Kiefern-Wellen 4290 Fichten-Wellen 157,7 Rm. Kiefern- und Fichtenstöcke. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Straße Schnittpunkt Kreisstraße Annerod—Großen-Buseck. Annerod, den 20. Januar 1911. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 559 Holzversteigerung. Donnerstag den 26. dss. Mts., bovin. 10 Uhr ansangend, sollen in dem Albacher Gemeindewald Diftrikt Rodecde nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 49 Rm. Buchen-Scheit, 4,5 Rm. Eichen-Rundscheit, 15 Rm. Fichten-Scheit, 30 Rm. Buchen-Knüppel, 2 Rm. Eichen-Knüppel, 19 Rm. Fichten-Knüppel, 600 Stück Buchen-Wellen, 150 Stück Eichen-Wellen, 2300 Stück Fichten-Wellen, 20 Rm. Buchen-Ltock, 5 Rm. Eichen-Stock, 70 Rm. Fichten-Stock. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße Albach-Oppen- rod am Eingang des Waldes. 557 Albach, den 20. Januar 1911. Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. Holzversteigerung im Beueruer (Semeind wald. Donnerstag den 9 uhr au, kommt in dem Holz zur Versteigerung: 371 Rm. Buchen-Schcit 63 „ Eichen- , 110 „ Buchen-Knüppel 22 „ Eichen- , 13 , Fichten- „ 26. ds. Ms., vormittags von Distritt Heegwald folgendes 486 Rm. Buchen-Reisig 149 , Eichen- , 140 „ Buchen - Stock 48 „ Eichen - , 18 , Fichten- , Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße Beuern— Geilshausen am Waldeingang. 531 Beuern, den 21. Januar 1911. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Walther. Holzversteigerungen der Gräflichen Oberförsterei Laubach. 1. Montag den 30. Januar nach Zusammenkunft 10*/) Ubr am Wolfsgartcn bei Rretcniccn. 1) Aus Zregenberg, Buchen Rm.: 448 Scheiter 1. und 2. Kl.. 238 Prügel 1. und 2. Kl., 68 Stöcke 1. und 2. Kl., 166 Astreifer und 4 Eichenprügel. 2) «tcmbieoel. Buchen Rm.: 127 Scheiter 1. und 2. Kl., 96 Prügel. 1. und 2. Kl., 21 Stöcke, 62 Aftreiscr und 1,1 Birkemchett. 3) ^,c,cwaldchen. Buchen Rm.: 10 Scheiter 2. Kl., 0,9 Prügel 2, Kl,, 67 Stöcke 1 und 2. Kl. und 61 Reifervrllgel. Elchen Rm.: 3,6schert (teils Werkschett) 3,3 Prügel, 2,6 Stöcke, 0,4 Nadelvrügel, 2 Eichenbauftämme 5/6^ Mir. lang, 35 Ctni. Drchni. - 1,13 Fstm. und 1 Eichenschnittstamm 3 Mtr. lang, 60 Ctm. Drchm. = 0,85 Fstm. . 4) Wctterauerbcra 1b, 2b und Wcidcnan, 10 Rm. : Fichtenprugel, 9,7 Buchenstöcke, 33 Flchten- stäcke, 6,1 Buchenreiserprügel, 18,6 Fichtennutzvrügel (3 Mtr. langes Vatteiibolö) und 15 Stück Fichtenderbstangen 1. Kl. = 1^0 Fstm. Kohlreiser u. Leseholz, slächenweise. Das Holz unter Str. 3 u. 4 kommt unvorgezcigt am Schluß der Versteigerung im Steinbiegel gegen 12 Uhr zum Ausgebot. , _ , e .. II. Dienstag den 31. Januar, nach Zmammenkuuft 10*/, Ubr, am Pslauzgarten des Rev. Tiergarten bei Laubach. 1. aus Hausvlab la, 1 b, 1c. Buchen Rm.: 249 Scheiter 1. u. 2. Kl.: 62 Prügel, 48 Stöcke, 251 Astreifer, 11 Fichtenderbftangen 1. SIL -1.53fm. u. 12 Rm. Fichtennntzvrügel (3 Mtr. lg. Lattenbolz> u. 1^5 Rm. Fichten- reif ervrügel. 2. Süßekovf 1b. Buchen Rm: 112 Scheiter 1. u. 2. Kl.; 29 Prügel, 27 Stöcke, 172 Astreifer u. 2 Eichenreifer. 3. Hirteubach, Zicaelbuttergräben u. Tüßekovs la (Wegaufhiebel Buchen Rm; 95 Scheiter 1. u. 2. Kl., 33 Prügel, 16 Stöcke u. 20 ReiferprügeL Das Holz aus Hausplatz 1c wird nicht vorgezeigt. Bö/i Lau back, den 20. Januar 1911. (tzräsl. Forftvcrwaltung. Försorgesie iiir Lungenkranke (Medizinische Klinik, Klinikstraße). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 5—1/27 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und An. gehörigen von Lungenkranken. D16/t Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. Voit. Bekanntmachung. Von Monfag den 23. Januar ab findet auf nur acht Tage im Hotel Schütz, Giessen, Bahnhofstr. eine Ausstellung von echten Perser-Teppichen sowie echten französischen Gobelins... Kenner und Sammler von wirklich hervorragenden antiquen Teppichen finden eine hier wohl noch nie gesehene reichhaltige Auswahl und ist die Besichtigung ohne jeden Kaufzwang gerne gestattet. Geöffnet von 9—6 Ihr. Eintritt frei. J. Frank aus Holland z. Zt. Giessen, Hotel Schutz 0480) (im grossen Saal) (Bahnhofstrasse. (606 Die trauernden Hinterbliebenen Großen-Linden, den 23. Januar 1911. Danksagung. , , die uns bet dem Hinscheiden unserer treubesorgten Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter, die verwttwete Frau Zörßer Katharine Menges geb. Menges ^wordene große Anteilnahme, sagen wir aus diesem Wege unseren innigsten Dank. Insbesondere sei Herrn Pfarrer Schulte für seine trostreichen Worte am Grabe bestens gedankt. •> rÄ lbietz« *M9oiie eines »Mui® *1 «6 durchs Lf dem Wen Jin Wttbffi 'Ä? »°i SflSyä ass; lhealer in tz *« »on ium Wien itiwl? "tid *oll, @ Von Cb Itilber , Altetcn Stöber j, Achtung MV s zu i än§9e^ItLb? ihre Sten hE? auf bie Sieb, nur w "»'en. X^’l sie b*’te Vich^«d, |S&* Z« HM M 6ti d-n BZ s”gs Sn er von dem omilu- W« «kennen, daß der Mio als möglich m «ifdrt M 3”® Men Familie wollte has Lerttetnnasrecht Mtenfmilie uberttagk 5ü5, obwohl, wie dei dem Ausschußbericht iwielle Gegneychast - Mat. 2er W^ ' Soben derRegierungsi los vom praktischen 1 etwa m Frage kommei seit der Fälle lelbst migsler Bedeutung. „ Eine weitere Ass jur die Vermehrung _ Tic Vermehrung selbs geheißen. 2ie Tiffer und 2. Kammer wol! handel und Industrie, ieits, einen Vertreter der Arbeiterschaft, die des Landtags berufer itisskörperschaften |ot Lisschuß stellt die fr mb gibt jeder einen Ü schäft zu berufen, sch lluficherheit in der ge ichm Vertreter — das uod) in die Ferne gen fein vorliegendes Ledü "Wmeran^ndveme ■ Baden und Wrtti Äen. 2er Bennehnmg •c werktägigen Vo' ütc steht die'Vennt Zimmer, von denen f Men, drei auf das ! Schutz der Erste c, 14 des Beriästes die gegen di dobenen finanziellen er die itzemef^ung Zrme als eine Anc pachtet. Ebenso' Vertreter um fünf mm der Bedeut swdtiicheu Steuer! Eparlamentarislj Beilagen- Lenn'lj" njod-en^’ undFreimas'- liie«51*’9 Änn I. cand- ’S f-'t b,e„(i-ruebit’on 51 «ÄW 1 Frische Fische Mittwoch früh, Donnerstag u. Freitag erhalten wir ab dio. 9iordsee-Flscherelhäfen große Zufuhren blutfrifcher See-Fische und offerieren wir Feinste Jütländer Angelschellsische Pfund 48 Pfg. Pa. Isländer Schellfische ohne Kopf Pfund 34 Pfg. Nordsee Schellfische M Men Pfund 22 Pfg. Bratfische Goldbarsch 3 Pfd. 35 Pfg. Pfund 28 Pfg. Schollen Rotzungen Hecht 50 Pfg. 50 Pfg. 85 Pfg. Grüne Heringe 3 W. 35 Psg. Kabliau ohne Kars im M * 4-12 Pfund -er Pfund 27 Pfg. im Ausschnitt Pfund 32 Pfg. Fisch-Koteletts Knurrhahn Pfund 36 Pfg. Pfund 25 Pfg. EIER feinste, schwere Ungarn 10 Stück 82 Pfg. 50 Stück 4.00 Mk. 5 Stück 42 Pfg. 100 Stück 7.90 Mk. Gebrüder Berdux Bahnhofstr. 27 Telephon 231 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an | dem uns betroffenen schweren Verluste, für die tröst- reichen Worte des Herrn Pfarrer Schwabe, und für die schönen Blumenspenden sagen hiermit Allen unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Katharina Leichtweis. Gießen, 24. Januar 1911. ^4 51 Inleibe der Republik Chile von 1911. Unser gesamtes Tuchlager für Anzüge, Hosen und Ueberzieher unterstellen wir einem :: Räumungs-Verkauf:: vom 15. bis 29 Januar zu ganz erheblich herabgesetzten Preisen. Einegrosse Partie Reste ganz wesentlich unterPreis NB. Rabattmarken werden trotz der Preisermässigung in üblicher Weise gewährt. 376 Louis Treff & Co. Tuchgeschäft gegr. 1827 Walltorstrasse 17 Mitteldeutsche Kreditbank Filiale Giessen (Schlesien), deren Vertreterin 600 Seilen Parfümerien ich huste und nicht mehr schlucken kann, dann helfen mir am besten = Toiletteartikel =—- A. Welz, Seltersweq 6 Wir nehmen von jetzt ab Anmeldungen auf die obige am 26. 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Weisel Telefon 88. Amtliche Leklillllimllchllilgkil Der Staöt Gietzeii. ... Für das Kaufmannsgericht Kiesten sind von den Waölöc rechtlgten Kaufieuien aus der Zahl der wählbaren Mnurleute und von den wahlberechtigten vandlunasgehilsen aus der Zahl der malst baren Handlungsgehilfen je vier Beisifier auf drei Jahre zu wählen. Die Wahlberechtigten werden zur Vornahme dieser Wahl auf Mittwoch den 22. Februar 1011 ln den Stunden von 6 bis 9 Uhr nachmittags in den Stadtverordneten -Sitzungsiaal, Bürgermeistereigebände, Gartenstrafie 2, Zimmer Nr. 11, berufen. .nr 2FN?Ä.echtigt sind die Kaufleute und Handlungsgehilfen, die ^bensiahr vollendet und im Gemeinde- beZlrk der Stadt Giefien ihre Handelsniederlassung oder Beschäftigung haben, die Kaufleute icdoch nur insoweit, als sie mindestens einen en oder Hcnidlungslehrling regelinäfilg das Jahr hindurch oder zu gewiffen Zeiten des Wahres beschäftigen. Die Wahl ist unmittelbar und geheim,- sie findet nach den Grundsätzen der Verhältniswahl statt. uen ,Die Abstimmenden geben ihren Stimmzettel in eigener Ber- l?3en%SSete? niSer °nCn Uben ,br Stimmrecht durch ihre gesetz- ,, . . wird dringend empfohlen, dafi die Kaufleute durch Bc- ichemigung der 1>olizeiverwaltung, die Handlungsgehilfen durch Zeugnlfse ihrer Arbeitgeber, der Polizeioerwaltung oder der Ii?- standlgen Krankcntafien nch vor dem Wahlausschufi über ihre Wabl- fönnenl9Un9 au5roei,cn' ,lc andernfalls znrückgewiesen werden Unflätig sind Stimmzettel: 1. welche nicht von weihem Papier, oder welche mit einem äufieren Kennzeichen ver,ehen sind: “c,u »"»oren 2. welche keinen oder, insoweit sie keinen lesbaren Namen enthalten • 3' zu °e?kennen^'ist?^ ^erfon eme§ Gewählten nidjt unzweifelhaft 4. aus welchem mehr als vier Namen, oder msomeit darin Namen - von Nicht mahlbaren Personen verzeichnet sind- 3 »ÄteÄ «ÄS SÄ 0cttenl?te^^aCb^t?or^^Pae^e^i^tentfürSU^u^cuteeunt>%anbill^a^acb^li^l9 LWHMWZWWMAM " iln 23. diefts MoEZiesten für 1909 lieflt vonl Städtischen Armenamt, As?erweg99^osfen^'"°'^^ Einsicht au^ dem »'/- UbT°w den^iftr"k?en-äL9 stO.Fanuar 1911, vorm. »S4-MZHMSWL 1040 Wellen Eichenreisig 5130 Wellen Buchenrelsig, EMWWOM ZLsNZWMM« ----^amu^nknnsiüt auf der Lichcr Strastc an der 7. Schnei Brennholzversteigerung. der fiarhb9ir?PPheisi>n?k Januar, nachmtttags 3 übr, werden an wsammenkunft an der Rodheimcr Straße am Fekdschlößchen. Zn haben in allen Apotheken und Drogerien Husten Heil (Bruft-Carametten) sind das einzig beste diätet. Ge- nutzmiitel bei Husten u. Heiserkeit. Zu haben nur allein bei Gebrüder Adami, 14 Mäusburg 14. (öS KBäundgerucli fe.Schurt’s '^hechte^odener^tillen.